Kirche

Terminkalender des Bistums Speyer im Januar 2019


16.1.(bis 1.2.)    11-köpfige Gruppe aus dem Bistum Speyer startet zur Teilnahme am Weltjugendtag in Panama.

19.1.         9.30 Uhr bis 15 Uhr Kreativtag zur Kampagne der Pfarrgremienwahl 2019 im Kloster Neustadt, Waldstr. 145, 67343 Neustadt.

22.1.        Gedenktag des Hl. Anastasius des Persers (Reliquie in der Katharinenkapelle).

22. – 27.1. Weltjugendtag in Panama unter dem Motto „Siehe, ich bin die Magd des Herrn; mir geschehe, wie du es gesagt hast“ (Lk 1,38).

23.1.        15 Uhr Spitzengespräch der Landesregierung Rheinland-Pfalz mit den Bischöfen der Bistümer in Mainz.

23.1.        19.30 Uhr Vortrag von Weihbischof Otto Georgens zum Thema „Christsein im Alltag – Impulse von Madeleine Delbrêl“ in Lingenfeld. Veranstalter: Katholische Erwachsenenbildung Lingenfeld

26.1.         9.30 Uhr bis 17 Uhr Studientag zu aktuellen Glaubenskursen unter dem Thema „Wie Glaube Geschmack gewinnt“ im Heinrich Pesch Haus in Ludwigshafen.

26./27.1.   14.30 Uhr „Panama meets Pfalz“; Weltjugendtags-Camp in der Pfarrei Hl. Edith Stein Bad Bergzabern; Veranstalter: Pfarrei und Jugend 2000

27.1.        Gedenktag des Seligen Paul Josef Nardini. 10 Uhr Pontifikalamt mit Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann im Speyerer Dom.

28.1.        17 Uhr bis 21 Uhr Informationsabend zum Thema „Sterbesegen“ für Christen, die Sterbende und ihre Angehörigen begleiten wollen im Pfarrheim der Pfarrgemeinde St. Theresia, Konrad-Adenauer-Str. 31 in Kaiserslautern.

28.1.bis 5.2. Schülertage 2019 des Bistums Speyer.

30.1.        100. Geburtstag von Weihbischof Ernst Gutting; 18 Uhr Pontifikalamt mit Weihbischof Otto Georgens im Speyerer Dom. Anschließend Empfang im Friedrich-Spee-Haus.

Bistum Speyer

25.12.2018


Kirche aus der Nähe kennen lernen

Rund 580 Schülerinnen und Schülern aus 19 Schulen nehmen vom 28. Januar bis 5. Februar an den Schülertagen im Bistum Speyer teil und lernen ihre Diözese ganz persönlich kennen

Speyer - Unter dem Motto „Meine Diözese“ haben Oberstufenschülerinnen und -schüler aus der Pfalz vom 28. Januar bis 5. Februar wieder die Möglichkeit, Kirche aus der Nähe kennen zu lernen. Bereits zum siebten Mal lädt das Bistum Speyer zu den „Schülertagen“ ein. Im Gespräch mit dem Bischof, Mitgliedern des Domkapitels sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus ganz unterschiedlichen kirchlichen Arbeitsbereichen haben die jungen Leute Gelegenheit, ihre Fragen zu stellen und sich ein persönliches Bild von „ihrem Bistum“ zu machen. Angemeldet sind 578 Schülerinnen und Schüler aus insgesamt 19 Schulen.

„Wir freuen uns über das anhaltend hohe Interesse der Schulen und der Jugendlichen. Die Idee, die Themen Glaube und Kirche aktuell, ortsnah und praktisch darzustellen und dabei auf die Begegnung mit Menschen anstatt auf Texte in Schulbüchern zu setzen, hat sich bewährt“, erklärt die Initiatorin und Organisatorin Dr. Irina Kreusch von der Bischöflichen Schulabteilung in Speyer. „Vor allem aber lernen wir, von den Jugendlichen, was sie uns rückmelden und am Tag wiederspiegeln.“

Umfangreiche Information zu Dom, Bistum und Caritas und ein breites Workshopangebot – 2019 mit neuen aktuellen Bereichen

Am Beginn der insgesamt sieben Schülertage steht jeweils die Begegnung mit dem Dom. In Kleingruppen lernen die Jugendlichen zum Beispiel die Krypta, die Dom-Orgel oder die Sakristei mit dem Goldenen Kaiserevangeliar kennen. Anschließend stehen Grundinformationen über das Bistum und Schlaglichter zur Arbeit der Caritas auf dem Programm.

Im zweiten Teil der Schülertage entscheiden sich die Schülerinnen und Schüler für mehrere Workshops ihrer Wahl. Neu im Angebot sind die Themen sexueller Missbrauch, Informationen zur kirchlichen Eheschließung und den pastoralen Angeboten für homosexuelle Menschen. Zum ersten Mal vorgestellt wird auch das Engagement des Caritasverbandes in der Flüchtlingsunterkunft in der Engelsgasse in Speyer.

Darüber hinaus reicht das Workshop-Angebot von einem Escape-Room im Bistumsarchiv über die Vorstellung des Freiwilligen Sozialen Jahrs und des Bundesfreiwilligendienstes bis zu einem Einblick in die Redaktion der Kirchenzeitung „Der Pilger“ und in das Medienhaus Peregrinus. Auch die Begegnung mit einem Gefängnisseelsorger, der Workshop zu „Kirchen, Sekten, Konfessionen“ und „Beten mit dem Smartphone“, die Vorstellung der Netzgemeinde, sind wieder Teil des Programms. In diesem Jahr treffen die Jugendlichen auf kirchliche Mitarbeiter aus über 15 Arbeitsfeldern.

Den Abschluss der Schülertage bildet ein Gespräch mit der Bistumsleitung. Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann, Weihbischof Otto Georgens, Generalvikar Andreas Sturm und Domkapitular Dr. Christoph Kohl werden sich an unterschiedlichen Tagen der Diskussion mit den Jugendlichen stellen.

Teilnehmende Schulen:

28. Januar:

  • Hans-Purrmann-Gymnasium Speyer
  • Edith-Stein-Gymnasium Speyer
  • Lise-Meitner-Gymnasium Maxdorf
  • Integrierte Gesamtschule (IGS) Landau

29. Januar:

  • Nikolaus-von-Weis-Gymnasium Speyer
  • Sickingen-Gymnasium Landstuhl

30. Januar:

  • Hugo-Ball-Gymnasium Pirmasens
  • Berufsbildende Schule (BBS) Haus Nazareth Landstuhl

31. Januar:

  • Goethe-Gymnasium Germersheim
  • Carl-Bosch-Gymnasium Ludwigshafen
  • Integrierte Gesamtschule (IGS) Berta-von-Suttner Kaiserslautern
  • Hannah-Arendt-Gymnasium Haßloch

01. Februar:

  • Karolinen Gymnasium Frankenthal
  • Albert-Einstein-Gymnasium Frankenthal

04. Februar:

  • Maria-Ward-Schule Landau

05. Februar

  • Heinrich-Böll-Gymnasium Ludwigshafen
  • Integrierte Gesamtschule (IGS) Am Nanstein Landstuhl
  • Wilhelm-von-Humboldt-Gymnasium Ludwigshafen
  • Burggymnasium Kaiserslautern

Ansprechpartnerin:

Dr. Irina Kreusch, Oberschulrätin i.K.
Hauptabteilung Schulen, Hochschulen, Bildung
Bischöfliches Ordinariat Speyer
Große Pfaffengasse 13
Tel. 0 62 32/ 102-217
Handy: 0151 / 14879780
Mail: irina.kreusch@bistum-speyer.de

Weitere Informationen: www.bistum-speyer.de/erziehung-schule-bildung/religionsunterricht/schuelertage/

Bistum Speyer

16.01.2019


Der Landauer Winterspielplatz startet in die neue Saison

Landau - Kinder lieben Bewegung. Auch im Winter. Leider ist das Wetter während der Winterzeit nicht immer zum Toben auf dem Spielplatz geeignet. Eine gute Abwechslung bietet da der Landauer Winterspielplatz in den Räumlichkeiten des erlebt Forums Landau.

Der Landauer Winterspielplatz findet in diesem Jahr zum sechsten Mal statt. Die Er-lebt Gemeinde, eine evangelische Freikirche in Landau-Queichheim, hat den Winterspielplatz vor einigen Jahren ins Leben gerufen. Auf über 250qm können Kinder im Alter bis drei Jahre nach Herzenslust umhertollen und laut sein. Auch die Eltern kommen beim Eltern-Kind-Café auf ihre Kosten.

Jeden Mittwoch nutzen zahlreiche Kinder die Rutsche, das Trampolin, ein Bällebad & Co. Imke Steinbach vom Leitungsteam kommt beim Erzählen regelrecht ins Schwärmen: „Mir geht das Herz auf, wenn ich die Kinder beim Spielen und Toben beobachte und es ist jede Mühe wert, dieses besondere Angebot für die kleinen Landauer zu schaffen“, erzählt sie.

Der Landauer Winterspielplatz ist gratis in der Zeit vom 23. Januar bis 20. März jeden Mittwoch (außer am 27. Februar) zwischen 9 und 12 Uhr geöffnet und findet im erlebt Forum in der Marie-Curie-Straße 3 in Landau statt.

Ergänzend zum Winterspielplatz bietet die Er-lebt Gemeinde in diesem Jahr zwei Angebote speziell für Eltern an. Am 27. Februar findet von 10-11.30 Uhr ein Impulsvormittag zum Thema „Abenteuer Erziehung“ statt und am 6. März um 19.30 Uhr wird ein Paarabend zum Thema „Eltern sein - Paar bleiben“ angeboten.

Weitere Informationen zu den verschiedenen Angeboten gibt es im Gemeindebüro unter Telefon 06341.968830, per E-Mail an buero@er-lebt.de oder unter www.er-lebt.de.

Er-lebt Gemeinde Landau
Christian Bohr
Öffentlichkeitsarbeit
Marie-Curie-Straße 3
76829 Landau in der Pfalz
E-Mail: christian.bohr@er-lebt.de  
www.er-lebt.de

Er-lebt Gemeinde Landau

16.01.2019


Jutta Brummer wird neue Leiterin der Maria-Ward-Schule in Landau

Seit 1990 Lehrerin an der Maria-Ward-Schule – Übernahme der Schulleitung zum 1. Februar

Jutta Brummer wird neue Leiterin der Maria-Ward-Schule in Landau

Landau - Das Bistum Speyer überträgt Studiendirektorin Jutta Brummer zum 1. Februar die Leitung der Maria-Ward-Schule in Landau.

Jutta Brummer stammt aus Landau und ist selbst Schülerin der Maria-Ward-Schule gewesen. Sie studierte auf Lehramt in den Fächern Geschichte und Biologie und absolvierte das erste und das zweite Staatsexamen. Seit dem Jahr 1990 ist sie Lehrerin an der Maria-Ward-Schule, seit 1997 leitet sie die Mittelstufe. In Nachfolge von Edeltraud Ludwig wurde sie 2011 zudem zur zweiten stellvertretenden Schulleiterin ernannt. Fragen der Didaktik und das Profil der Schule sind seitdem wichtige Arbeitsschwerpunkte von ihr. So hat sie maßgeblich an den pädagogischen Leitlinien der Schule, dem Leitbild und der Einführung der Kompetenztage in der Maria-Ward-Schule mitgewirkt.

„Die Maria-Ward-Schule bot mir in all den Jahren viele Freiräume zum Gestalten und ermöglichte mir viele bereichernde Begegnungen mit unterschiedlichsten Menschen. Sie ist daher nicht nur eine Arbeitsstelle für mich, sondern ein inspirierender und mein Leben bereichernder Ort“, freut sich Jutta Brummer auf die neue Aufgabe. Diese empfinde sie „als Freude und zugleich als Verpflichtung, mit den vielen in unterschiedlichsten Bereichen engagierten und kreativen Kolleginnen und Kollegen die Schule im Geist von Maria Ward weiter zukunftsfähig zu gestalten“. Für sie ist elementar, dass „wir uns mit allen Beteiligten gemeinsam weiterentwickeln“. Jutta Brummer ist verheiratet und Mutter von zwei Töchtern.

Die Maria-Ward-Schule in Landau ist die einzige katholische Schule in der Pfalz, die sich in direkter Trägerschaft des Bistums Speyer befindet. Im Jahr 1858 gegründet, vereint sie heute ein Gymnasium und eine Realschule. Aktuell besuchen rund 1.200 Schülerinnen die als reine Mädchenschule geführte Einrichtung. Schwerpunkte des Bildungs- und Unterrichtsangebots sind die Naturwissenschaften und der musikalische Bereich.

Weitere Informationen zur Maria-Ward-Schule: https://www.mws-landau.de/

Bistum Speyer

16.01.2019


Ermutigung zum Einsatz für Frieden, Gerechtigkeit und Chancengleichheit

Ökumenischer Gottesdienst im Dom zur Gebetswoche für die Einheit der Christen

Begrüßung durch Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann

Speyer (is/lk) - Mit einem ökumenischen Gottesdienst im Speyerer Dom feierten am Sonntag den 13.01.19 Vertreter der Evangelischen Kirche der Pfalz, des Bistums Speyer und der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) Südwest einen Gottesdienst zur diesjährigen Gebetswoche für die Einheit der Christen. Vor zehn Jahren wurde diese Tradition begründet. Der ökumenische Gottesdienst findet jeweils im Wechsel im Dom und in der Gedächtniskirche statt. Die diesjährige Gebetswoche steht unter dem biblischen Wort „Gerechtigkeit, Gerechtigkeit – Ihr sollst du nachjagen“ (Dtn / 5 Mose 16,20a). Die Vorlage wurde von Christen aus Indonesien erarbeitet.

Neben Kirchenpräsident Christian Schad und Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann wirkten Erzpriester Konstantin Zarkanitis von der Griechisch-Orthodoxen Kirche, Pastor Rainer Burkart von der Arbeitsgemeinschaft Südwestdeutscher Mennonitengemeinden sowie Pastor Jochen Wagner, der Vorsitzende der ACK-Südwest, mit. Weiterhin waren Luisa Fischer, Vorsitzende des Katholikenrats im Bistum Speyer, Hermann Lorenz, Synodalpräsident der Evangelischen Kirche der Pfalz, sowie Pfarrerin Christine Gölzer von der Protestantischen Dreifaltigkeitskirchengemeinde Speyer und Dompfarrer Matthias Bender von der katholischen Pfarrei Pax Christi Speyer an der Liturgie beteiligt.

Beiträge zum Thema Gerechtigkeit

„Gerechtigkeit ist kein Besitz, den man – einmal gefunden – für immer in Händen hat. Sie muss stets neu gesucht, errungen, ja erkämpft werden“, sagte Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann in seiner Begrüßung. Wie bei ihrem Symbol, der Waage, komme es darauf an, immer wieder neu unterschiedliche Interessen abzuwägen und miteinander ins Gleichgewicht zu bringen. Es sei der gemeinsame Auftrag von Christen aller Konfessionen, bestehende Ungerechtigkeiten beim Namen zu nennen und sich für eine gerechtere Welt einzusetzen. „Dies gelingt uns umso glaubwürdiger und wirksamer, je mehr wir es gemeinsam, in ökumenischer Verbundenheit tun“, so Bischof Wiesemann. Zum Ruf der Kirche nach mehr Gerechtigkeit in der Welt gehöre auch „die ehrliche Bereitschaft, sich selbst immer wieder kritisch zu hinterfragen und Maß zu nehmen am gütigen und gerechten Gott.“

Predigt von Kirchenpräsident Christian Schad

In seiner Predigt machte Kirchenpräsident Christian Schad den Gläubigen Mut, sich Tag für Tag für Frieden, Gerechtigkeit und Chancengleichheit einzusetzen: „Wer Jesu Wort zutraut, was es sagt, erfährt, wie Gott Gerechtigkeit schafft.“ Dies müsse für alle Menschen gelten – gleich welcher religiösen, kulturellen oder sozialen Herkunft – und betreffe Bildungsgerechtigkeit ebenso wie Gerechtigkeit in der Arbeitswelt und gesellschaftliche Teilhabe. Integration könne nur gelingen, wenn jedem Menschen die gleichen Möglichkeiten offen stünden.

Davon sei die Gesellschaft indes noch weit entfernt, sagte der Kirchenpräsident. Noch immer seien Senioren und Kinder aus sozial schwachen Familien oder mit Migrationshintergrund benachteiligt. „Stützen wir darum die Arbeit von Diakonie und Caritas mit ihren Beratungsstellen.“ Zugleich erteilte Schad Hass, Gewalt, der Verletzung der Menschenrechte und „notorischen Lügnern“ eine klare Absage: „Die Freiheit der einen darf nicht gelebt werden auf Kosten der Freiheit der anderen. Zeigen wir den gegenseitigen Respekt, der in unserer Welt so sträflich vernachlässigt wird.“

Vielfalt müsse nicht Verunsicherung bedeuten, sondern könne bereichern. „So begegnen wir den Ängsten jener, die sich danach sehnen, dass alles wieder sein soll, wie es nie gewesen ist: klar, eindeutig und einfach.“ „Das ist für mich Kirche und gelebte Ökumene“, bekannte der Kirchenpräsident: „Wo wir dem Licht aus der Höhe trauen, der Spur Jesu folgen und auf das Unwahrscheinliche und Gewagte bauen!“ Dies sei viel zu schön, „um nicht wahr zu sein.“

Ökumenischer Gottesdienst

In persönlichen Statements legten Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus verschiedenen Bereichen den Finger in die Wunde, wo lebensfeindliche Strukturen ein gerechtes Zusammenleben erschweren, zum Beispiel durch Benachteiligungen im Bildungssystem, durch ungleiche Arbeitsbedingungen, Überschuldung oder durch Flucht aus dem Heimatland aufgrund von politischen Konflikten oder als Folge des Klimawandels.

Die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes lag in den Händen von Domorganist Markus Eichenlaub und der evangelischen Jugendkantorei unter der Leitung von Landeskirchenmusikdirektor Jochen Steuerwald.

Text: Bistum Speyer Foto: Klaus Landry

16.01.2019


Päpstliche Ehrung für Kenner des Doms

Kunsthistoriker Dethard von Winterfeld mit päpstlichem Silvesterorden ausgezeichnet

Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann übergibt den päpstlichen Silvesterorden an Professor Dr. Dethard von Winterfeld, Foto: Klaus Landry

Speyer - In Würdigung der großen Verdienste um den Speyerer Dom wurde Professor Dr. Dethard von Winterfeld der Orden des heiligen Papstes Silvester (Silvesterorden) in der Klasse „Cavaliere / Ritter“ verliehen. Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann übergab die Urkunde mit der Unterschrift von Papst Franziskus und den dazugehörigen Orden am 11. Januar an den renommierten Kunsthistoriker. Der Bischof würdigte von Winterfeld als „herausragenden Kenner und bedeutenden Unterstützer“ des Doms. Im Anschluss an die Ordensübergabe klärte er den so geehrten über die mit dem Titel verbundenen Privilegien auf. So dürfe dieser nun mit einem Pferd die Stufen zum Petersdom hinauf reiten. Die Laudatio hielt Domkustos Peter Schappert. Er nannte von Winterfeld „einen Kenner, einen Versteher und einen Gestalter im Dienste des romanischen Doms“. Einer Schilderung der Stationen des wissenschaftlichen Wirkens Winterfelds folgte eine Würdigung der Zusammenarbeit im Rahmen des Wissenschaftlichen Beirats, dem von Winterfeld seit 24 Jahren angehört. Der Kustos nannte den Kunsthistoriker den „Nestor des Doms“ und damit einen herausragenden Fachmann und Förderer des Doms. Anfang der 1960er-Jahre fertigte Dethard von Winterfeld diverse Rekonstruktionszeichnungen im Zuge der Domrestaurierung an, die „bis heute Relevanz besitzen und die Grundlage vieler Betrachtungen über den Dom bilden“, so Peter Schappert. Von Winterfeld sei mit unvermindertem Eifer an der Arbeit, wenn es um die romanische Kathedrale geht, und steige „nach wie vor auf jedes Gerüst“ - zuletzt bei der Begehung des Vierungsturms im vergangenen Oktober, wie Bilder bewiesen. Sein einzigartiges Wissen sei jedoch nie nur auf die Erinnerung an die Vergangenheit gerichtet, sondern biete stets einen für ad hoc anstehende Maßnahmen am Dom relevanten Erkenntnisgewinn, sagte der Kustos. „Das Domkapitel Speyer darf bis heute aus Ihrem stupenden Wissen und Ihrem reichen Erfahrungsschatz schöpfen, wenn es um den Umgang mit dem Dom als einem der Hauptbauten der Romanik geht. Ihre grundlegenden Untersuchungen und Ihre beratende Tätigkeit stellen einen großen, bleibenden Wert für Kirche und Denkmal dar“, fasste Schappert die Gründe für die besondere Auszeichnung abschließend zusammen.

Der sichtlich bewegte Dethard von Winterfeld bekundete, dass er auf solch eine Ehrung „nie zu hoffen gewagt hätte“. Er verneigte sich seinerseits vor seinen Lehrern Hans Erich Kubach und Walter Haas, die seinerzeit im Zuge der großen Domrestaurierung die wissenschaftliche Untersuchung und Dokumentation geleitet hatten. Im Zuge dieser Dokumentation hatte von Winterfeld, wie gesagt, 1961 noch als Student seine Arbeit am Dom begonnen.

Neben Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann, der von Winterfeld den Orden anheftete, und Laudator Peter Schappert nahmen Weihbischof Otto Georgens, Generalvikar Andreas Sturm sowie Mitglieder des Domkapitels an der Ehrung teil. Ministerpräsident a.D. Kurt Beck als Vorsitzender des Kuratoriums der Europäischen Stiftung Kaiserdom zu Speyer erwies von Winterfeld ebenso die Ehre wie der Vorstandsvorsitzende des Dombauvereins, Dr. Gottfried Jung. Darüber hinaus begleiteten Kollegen des Wissenschaftlichen Beirats, Familie und Weggefährten die Verleihung.

Text: Bistum Speyer Foto: Klaus Landry

16.01.2019


Drei Diözesen heben ab

Nur noch wenige Tage bis zum Weltjugendtag in Panama

Limburg / Mainz / Speyer - Siebzehn Tage sind sie unterwegs: Die Pilgerinnen und Pilger aus den Bistümern Limburg, Mainz und Speyer, die zum Weltjugendtag nach Panama fahren. Am Mittwoch, 16. Januar, geht es am Frankfurter Flughafen los. Die 56 Teilnehmer erwarten „Tage der Begegnung“ in der Gemeinde Santa Cruz in Chacarita, Costa Rica, die Weltjugendtagswoche in Panama City und ein Ausklang am Meer.

„Ich freue mich, Leute aus der ganzen Welt kennenzulernen. Wir sind alle verschieden, haben aber eins gemeinsam: den Glauben“, sagt Antonia Michel. Sie kommt aus Elz und Panama wird ihr erster Weltjugendtag sein. „Außerdem freue ich mich auch, einen Einblick in neue Kulturen zu bekommen.“ Diesen Einblick erhofft sie sich vor allem in Costa Rica bei den „Tagen der Begegnung“, direkt zu Beginn der Reise. In der Diözese Puntarenas werden die Teilnehmer bei Gastfamilien untergebracht sein und so mit den Einheimischen direkt in Kontakt kommen.

Pfarrer Carsten Leinhäuser aus dem Bistum Speyer hat sich neben Marco Rocco (Bistum Limburg), Aaron Torner, Nadine Wacker und Pfarrer Mathias Berger (alle Bistum Mainz) um die Organisation der Reise gekümmert. „Die Vorbereitung der Reise läuft gerade noch auf Hochtouren. Es kommen stündlich neue Infos an. Das heißt, es wird spannend bleiben bis es losgeht“, sagt er. Für ihn seien auch die Tage der Begegnung immer bewegend, da die Reisenden die Menschen vor Ort und auch ihre Art den Glauben zu leben kennenlernen könnten. „Ich bin aufgeregt, aber ich freue mich auch, dass wir zusammen mit drei Diözesen nach Panama fahren. Das macht unsere Gruppe auch bunter“, sagt Leinhäuser.

Für Frank Neumann aus dem Rheingau ist die feierliche Vigil mit dem Papst ein Highlight. „Am besten gefällt mir die Vigil-Feier am Samstagabend. Das Lichtermeer aus tausenden von Kerzen ist einfach toll. Das absolute Highlight ist dann anschließend die Übernachtung unter freiem Himmel“, erzählt der 35-Jährige. „Nach Toronto, Köln, Sydney, Rio de Janeiro und Krakau, wird Panama mein sechster Weltjugendtag sein. Ich finde es schön, beim Weltjugendtag mit vielen anderen jungen Menschen aus der ganzen Welt meinen Glauben zu feiern.“ Besonders spannend sei auch der Abschlussgottesdienst, denn dann verkünde der Papst den Ort des nächsten Weltjugendtages.

Aus dem Bistum Speyer nehmen neun Jugendliche an der Reise nach Panama teil. Sie werden begleitet von dem Diözesan-Jugendseelsorger Pfarrer Carsten Leinhäuser sowie Pfarrer Ralf Feix, Referent für Berufungspastoral und Ministrantenseelsorge.

Weitere Informationen: https://www.wjt.de/

Bistum Speyer

16.01.2019


Gemeinde sein – Gemeinde werden!

Bistum lädt zu Veranstaltung am 9. Februar in das Edith-Stein-Haus Kaiserslautern ein – Bistum gibt Arbeitshilfe zur Überprüfung der Gemeindestruktur heraus

Kaiserslautern - Zu einer Veranstaltung mit dem Titel „Gemeinde sein – Gemeinde werden“ lädt das Bistum Speyer am Samstag, den 9. Februar, von 9.30 bis 15 Uhr in das Edith-Stein-Haus (Engelsgasse 1) nach Kaiserslautern ein. Im Blick auf die Wahl der Pfarrgremien im November 2019 soll es um die Frage gehen, ob die jetzige Gemeindestrukturen innerhalb der jeweiligen Pfarreien so bleiben oder verändert werden soll.

„Mit der Veranstaltung wollen wir einen Rahmen zum Reflektieren der Frage geben, ob sich die von den Pfarrgremien 2015 getroffene Entscheidung, sich als territoriale Gemeinde zu definieren, bewährt hat“, erklärt Marius Wingerter, Referent für pfarrliche und überpfarrliche Räte im Bistum Speyer. Damit gehe auch die Frage nach den Kennzeichen einer Gemeinde einher. „Im Seelsorgekonzept des Bistums gehen wir davon aus, dass Gemeinden sich auch weiterentwickeln, zusammenwachsen, neu gründen oder sich auflösen können“, so Wingerter, der die Veranstaltung in Kaiserslautern leiten wird. Voraussetzung dafür sei immer die Initiative der Gläubigen vor Ort und „ihr verbindliches Engagement für eine Kirche nahe bei den Menschen“. Die Teilnahme ist kostenlos. Eine Anmeldung wird bis zum 29. Januar erbeten.

Arbeitshilfe „Überprüfung der Gemeindestruktur in den Pfarreien“

Anfang Januar erhalten die Pfarreien eine Arbeitshilfe des Ordinariats zum Thema „Überprüfung der Gemeindestruktur in den Pfarreien“. Es geht dabei um die Frage, ob die Gemeindestruktur im Blick auf die Pfarrgremienwahl im November erhalten bleibt oder verändert werden soll. Eine Entscheidung darüber trifft der Pfarreirat, der dem Bischöflichen Ordinariat seinen Beschluss bis Anfang Mai 2019 mitteilen soll. Die Arbeitshilfe erläutert die Kriterien zur Gemeindebildung und beschreibt die einzelnen Schritte bei der Überprüfung der Gemeindestruktur.

Kontakt und Anmeldung zur Veranstaltung am 9. Februar:

Bischöfliches Ordinariat
Abt. Seelsorge in Pfarrei und Lebensräumen
Webergasse 11, 67346 Speyer
Tel: 06232/102-314
E-Mail: pfarrei-lebensraeume@bistum-speyer.de

Bistum Speyer

16.01.2019


Das Bistum Speyer feiert den 100. Geburtstag von Weihbischof Ernst Gutting

Pontifikalamt im Speyerer Dom mit anschließendem Empfang am 30. Januar – Festakademie im Historischen Ratssaal in Speyer am 16. Februar

Weihbischof Ernst Gutting

Speyer - Am 30. Januar 2019 wäre er 100 Jahre alt geworden: Weihbischof Ernst Gutting, klein von Gestalt, aber groß im Denken und gesegnet mit einem weiten, offenen Herzen. Mit einem Pontifikalamt am Mittwoch, 30. Januar 2019, um 18 Uhr im Speyerer Dom erinnert das Bistum Speyer an den 2013 verstorbenen Seelsorger, der auf eine liebenswürdige, gewinnende Art auf die Menschen zugehen konnte und zugleich eine hohe theologische und geistliche Kompetenz besaß. Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann und Weihbischof Otto Georgens zelebrieren den Gottesdienst. Anschließend findet ein Empfang im Friedrich-Spee-Haus auf der Nordseite des Domes statt.

Eine Festakademie am Samstag, 16. Februar, um 15 Uhr im Historischen Ratssaal in Speyer widmet sich dem Lebenswerk Ernst Guttings, der sich besonders für die Arbeitnehmer, die Frauen und eine Erneuerung der Pfarreien einsetzte. Professor Dr. Franz Xaver Bischof (München) würdigt Guttings Wirken aus kirchengeschichtlicher Perspektive, Professor Dr. Paul Michael Zulehner (Wien) aus Sicht der Pastoraltheologie. Die Sicht der Frauen wird durch Michaela Pilters, ehemalige Leiterin der Kirchenredaktion beim ZDF, in die Festakademie eingebracht. Organisiert werden die Gedenkveranstaltungen von der Katholischen Erwachsenenbildung, der Bistumszeitung „der pilger“ und dem Bistumsarchiv, in dessen Schriftenreihe auch ein Dokumentationsband zum 100. Geburtstag von Weihbischof Ernst Gutting erscheint.

Engagiert für eine Kirche nahe bei den Menschen - der Lebensweg Ernst Guttings

Ernst Gutting stammte aus Ludwigshafen, wo er am 30. Januar 1919 geboren wurde. Nach seiner Priesterweihe 1949 war er Kaplan in Pirmasens, Landau und Kaiserslautern. 1956 wurde er Diözesanseelsorger für die Frauenjugend, bis ihm Bischof Dr. Isidor Markus Emanuel 1959 das Amt des Diözesanfrauenseelsorgers übertrug. Ein Schwerpunkt seiner Arbeit war der Aufbau eines Diözesanverbandes der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd), die sich sehr bald zum mitgliederstärksten Verband im Bistum entwickelte.

Am Fronleichnamsfest 1971 gab Bischof Dr. Friedrich Wetter bekannt, dass Papst Paul VI. seiner Bitte nach einem Weihbischof entsprochen habe. Mit dem 52-jährigen Gutting fiel die Wahl auf einen Speyerer Diözesanpriester, dessen Wirkungsbereich schon längst über die Grenzen des Bistums hinausgegangen war: Bereits 1968 war Gutting zum Generalpräses des Zentralverbandes der Katholischen Frauen- und Müttergemeinschaften Deutschlands gewählt worden; ein Jahr später hatte er auch die Leitung der Bischöflichen Hauptstelle für Frauenseelsorge in Düsseldorf übernommen.

Am 12. September 1971 empfing Gutting im Speyerer Dom die Bischofsweihe. Er war der erste Weihbischof des Bistums Speyer seit der Neuerrichtung des Bistums 1817/1821. "Nur die Liebe zählt": Diesen testamentarischen Satz seiner Lieblingsheiligen, der "kleinen Theresia" von Lisieux, hatte er sich zum Leitspruch gewählt. Die Gedanken dieser Heiligen haben am tiefsten seine Spiritualität als Priester und Bischof beeinflusst. Ihren "kleinen Weg" der Liebe suchte er, der nach eigenen Worten "am liebsten Exerzitienmeister" gewesen wäre, über Jahrzehnte in Vorträgen und Einkehrtagen zu vermitteln. Tiefstes Anliegen war ihm dabei immer der Aufbau einer Kirche, die in einer von Hass, Ungerechtigkeit und Krieg zerrissenen Welt zu einem Ort wirklicher Gemeinschaft und der heilenden Gegenwart Christi wird. Als Bischofsvikar für die Seelsorge hat Gutting, der seit 1974 auch das Amt des Dompropstes innehatte, mehrere neue Entwicklungen in der Gemeindepastoral angestoßen und gefördert. Beispielsweise suchten unter seiner Leitung seit 1981 eine ganze Reihe von Pfarreien im Bistum ihre seelsorgliche Arbeit nach dem von der "Bewegung für eine bessere Welt" entwickelten Modell der "Pfarrerneuerung" auszurichten.

Bekannt geworden über das Bistum hinaus ist Weihbischof Gutting als Beauftragter der Deutschen Bischofskonferenz für die Frauenseelsorge. In dieser Funktion hat er das 1981 erschienene Schreiben der deutschen Bischöfe „Zu Fragen der Stellung der Frau in Kirche und Gesellschaft“ maßgeblich mitverfasst. Guttings offene und mutige Worte für die Rechte der Frau in Gesellschaft und Kirche fanden nicht nur in katholischen Frauenkreisen Beachtung und Beifall. Sein 1987 veröffentlichtes Buch "Offensive gegen den Patriarchalismus - für eine menschlichere Welt", das sogar in eine afrikanische Sprache übersetzt wurde, ist ein leidenschaftliches Plädoyer für ein partnerschaftliches Miteinander von Männern und Frauen im Geist der biblischen Botschaft. Besonders eingesetzt hat sich der Speyerer Weihbischof auch für die Pfarrhaushälterinnen. So war er 1971 an der Gründung der Bundesarbeitsgemeinschaft dieser Berufsgruppe beteiligt. Ebenso war er 1974 Mitbegründer der Internationalen Föderation der Pfarrhaushälterinnen, deren Präsidium er bis 2003 als Bischöflicher Berater angehörte.

Außer der Frauenseelsorge galt das besondere Interesse Guttings der Arbeitswelt. Hierfür empfing er - als Sohn eines christlichen Gewerkschaftssekretärs - schon im Elternhaus entscheidende Impulse. Seit seinen ersten Kaplansjahren war er der Christlichen Arbeiterjugend (CAJ) und der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) eng verbunden. "Die Kirche muss sich zu den Arbeitern bekehren", so lautete einer seiner Leitsätze. Er selbst scheute sich nicht, für die Interessen der Arbeiter auf die Straße zu gehen. 1975 kämpfte er in einer Initiative der katholischen und evangelischen Kirche gegen den Abbau von 900 Arbeitsplätzen beim Speyerer Flugzeugwerk VFW mit. Als die Schließung des Alcan-Aluminiumwerkes in Ludwigshafen drohte, ließ er sich von der Betriebsversammlung zum Mitglied der Verhandlungskommission wählen. Er intervenierte damals nicht nur im Mainzer Wirtschaftsministerium, sondern leitete auch das entscheidende Gespräch mit Bundeskanzler Dr. Helmut Kohl.

Als Ernst Gutting 1994 in den Ruhestand trat, bescheinigte ihm der damalige Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, der Mainzer Bischof Dr. Karl Lehmann, er habe für die Anliegen der Frauen in Kirche und Gesellschaft "viele weiterführende Anregungen gegeben und bleibende Akzente gesetzt“. Bischof Dr. Anton Schlembach nannte ihn einen "frohen und liebenden Menschen und Mitmenschen, einen strahlenden Christen und Mitchristen, einen Priester mit hoher spiritueller Sensibilität und starker Kraft der Zuwendung“. Das ist Ernst Gutting bis zuletzt geblieben. Geschwächt durch Alter und Krankheit, lebte er die letzten Jahre zurückgezogen in Kaiserslautern, wo er am 27. September 2013 im Alter von 94 Jahren starb.

„Der kleine Bischof mit dem großen Herzen“: So beschrieb Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann Weihbischof Gutting anlässlich seiner Beisetzung im Speyerer Dom. Guttings bischöflicher Leitspruch „Nur die Liebe zählt“ (Theresia von Lisieux) fasse das Entscheidende seines Lebens und Wirkens zusammen. Ihm sei es um die „Vision Gottes“ von seiner Kirche gegangen, die „als Gemeinschaft die menschenfreundliche, erlösende Gegenwart Christi spürbar macht, einer Kirche, die auf die Menschen zugeht, ihnen durch die Botschaft von der barmherzigen Liebe Gottes dienen will und hilft, Vereinsamung, Trost- und Hoffnungslosigkeit zu überwinden“, so Bischof Wiesemann.

Bistum Speyer

16.01.2019


Die Unbekannte Marilyn Monroe

Exklusive Museumsführung für Alleinlebende und Singles

Speyer / Historisches Museum Speyer - Am Mittwoch, 23. Januar, geht es in der Reihe AlleinLebensART zur MARILYN-MONROE-Ausstellung ins Historische Museum der Pfalz. Treffpunkt ist um 18.00 Uhr bei der Katholischen Erwachsenenbildung in der Großen Pfaffengasse 13.

Nach dem Rundgang und der Führung durch die Ausstellung sind die teilnehmenden Frauen und Männer zum Austausch und zur Begegnung mit Umtrunk im Konferenzraum der KEB eingeladen!

Der Kostenbeitrag beträgt 22,- €. Information und Anmeldung bei: Katholische Erwachsenenbildung Diözese Speyer, Tel. 06232 / 102 180, E-Mail: keb@bistum-speyer.de

Text: Bistum Speyer Foto: S24N, dak

16.01.2019


Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus

Erinnern, Gedenken, Mahnen – Veranstaltungen in Speyer

Speyer / Jüdischen Kultusgemeinde der Rheinpfalz - Am Montag, 28. Januar, 18.00 Uhr findet im Gemeindesaal der Jüdischen Kultusgemeinde der Rheinpfalz in Speyer, Am Weidenberg 3, die diesjährige öffentliche Gedenkfeier für die Opfer des Nationalsozialismus statt. Der Fokus liegt in diesem Jahr auf „Jugend im Nationalsozialismus“.

Die Einladung zitiert aus der Proklamation des Bundespräsidenten Dr. Roman Herzog zum Gedenktag vom 3. Januar 1996: „Die Erinnerung darf nicht enden; sie muss auch künftige Generationen zur Wachsamkeit mahnen. Es ist wichtig, eine Form des Erinnerns zu finden, die in die Zukunft wirkt. Sie soll Trauer über Leid und Verlust ausdrücken, dem Gedenken an die Opfer gewidmet sein und jeder Gefahr der Wiederholung entgegenwirken.“ Die Gestaltung der Feier übernehmen Schülerinnen und Schüler des Nikolaus-von-Weis-Gymnasiums, des Edith-Stein-Gymnasiums, des Hans-Purrmann-Gymnasiums und der Edith-Stein-Realschule. Die musikalische Gestaltung liegt bei Musikerinnen und Musikern des Nikolaus-von-Weis-Gymnasiums.

Mit der Feierstunde wird die Ausstellung „Es lebe die Freiheit!“ Jugendliche gegen den Nationalsozialismus eröffnet. Die vom Studienkreis Deutscher Widerstand 1933-1945, Frankfurt a.M., erstellte Ausstellung „erinnert an die jungen Menschen, die den Mut fanden, sich zu widersetzen, und will mit ihrem Beispiel Mut machen.“ Neben deutschlandweiten Einzelbiografien und Widerstandsgruppen werden auch Biografien speziell aus Rheinland-Pfalz gezeigt.

Am Donnerstag, 31. Januar, 19.30 Uhr, referiert Thomas Altmeyer vom Studienkreis zum Anliegen und Thema der Ausstellung: „Viele der jugendlichen Aktivisten, die sich – allein oder in Gruppen – gegen das NS-System zur Wehr setzten, bezahlten ihre Zivilcourage mit dem Leben. Gegen den Strom zu schwimmen und sich gegen Unrecht zu wehren, heißt immer, ein hohes Risiko einzugehen – damals wie heute.“

Highlight in der Veranstaltungsreihe und im Ambiente der Ausstellung ist der Beitrag des Chawwerusch Theaters Herxheim: „Jugend ohne Gott“ Eine Live-Hörspiel-Performance nach dem Roman von Ödön von Horváth. Die Performer Peter Hinz und Stefan Wriecz führen einmal für die Öffentlichkeit auf am Montag, 4. Februar, 19.30 Uhr, und einmal geschlossen für Schulklassen am Dienstag, 5. Februar, 10.00 Uhr.

Außerhalb der Veranstaltungszeiten ist die Ausstellung vom 29. Januar bis 7. Februar geöffnet Montag bis Donnerstag, 16 bis 18 Uhr, Sonntag 14 bis 17 Uhr, für Gruppen und Schulkassen auch nach Vereinbarung.

Weitere Informationen bei:
Katholische Erwachsenenbildung
Diözese Speyer
Tel. 06232 / 102 180
E-Mail: keb@bistum-speyer.de

Text: Bistum Speyer Foto: S24N, dak

16.01.2019


Vorbereitung auf den Weltgebetstag

Angebote in ökumenischer Zusammenarbeit ab 12. Januar in der (Saar)Pfalz

Speyer - Am 1. März 2019 findet wieder der Weltgebetstag statt, der auch im Bistum Speyer in ganz vielen Gemeinden mit ökumenischen Veranstaltungen und Gottesdiensten begangen wird. In diesem Jahr haben Frauen aus Slowenien unter dem Motto „Kommt, alles ist bereit”, der Bibelstelle des Festmahls aus Lukas 14, Texte, Lieder und Gebete für den Gottesdienst ausgewählt.

Slowenien ist eines der jüngsten und kleinsten Länder der Europäischen Union. Von seinen gerade mal zwei Millionen Einwohner*innen sind knapp 60 Prozent katholisch. Obwohl das Land tiefe christliche Wurzeln hat, praktiziert nur gut ein Fünftel der Bevölkerung seinen Glauben.

Bis zum Jahr 1991 war Slowenien nie ein unabhängiger Staat. Dennoch war es über Jahrhunderte Knotenpunkt für Handel und Menschen aus aller Welt. Sie brachten vielfältige kulturelle und religiöse Einflüsse mit. Bereits zu Zeiten Jugoslawiens galt der damalige Teilstaat Slowenien als das Aushängeschild für wirtschaftlichen Fortschritt. Heute liegt es auf der „berüchtigten“ Balkanroute, auf der im Jahr 2015 tausende vor Krieg und Verfolgung geflüchtete Menschen nach Europa kamen.

Zur Vorbereitung auf den Weltgebetstag werden in vielen Orten der (Saar)Pfalz Veranstaltungen in ökumenischer Zusammenarbeit angeboten:

  • Samstag, 12. Januar
  • von 9 bis 13 Uhr in Rockenhausen, Katholisches Gemeindehaus, Alleestraße 22. Anmeldung: Christel Mayer, Telefon 06361/5233.
  • von 9.30 bis 17 Uhr in Pirmasens, Katholische Familienbildungsstätte, Unterer Sommerwaldweg 44. Anmeldung: Katholische Familienbildungssstätte, Telefon 06331/2039715.
  • von 13 bis 17 Uhr in Friedelsheim, Mennonitengemeinde, Burgstraße 5 und 7. Anmeldung: Heike Rohling, Telefon 06322/958127.
  • Montag, 14. Januar
  • von 9 bis 17 Uhr in Offenbach, Ernst-Gutting-Haus, Obergasse 33 (neben der katholischen Kirche). Anmeldung: Gemeindepädagogin Andrea Krauß, Telefon 06341/55192.
  • von 19 bis 22 Uhr in Grünstadt, Katholisches Pfarrheim St. Peter, Obersülzer Straße. Anmeldung: Telefon 06359/2295.
  • Mittwoch, 16. Januar
  • von 14 bis 18 Uhr in Eisenberg, Evangelisches Gemeindehaus, Friedrich-Ebert-Straße 15. Anmeldung: Marianne Seitz, Telefon 06351/8411, oder Brigitte Creutz, Telefon 06351/8178.
  • Donnerstag, 17. Januar
  • von 14 bis 18 Uhr in Germersheim, Protestantisches Dekanat, Hauptstraße 1. Anmeldung: Roswitha Gundermann (Dekanat) , Telefon 07274 /9499910.
  • Freitag, 18. Januar
  • von 9.30 bis 17 Uhr in Neustadt, Gemeindezentrum, Branchweilerhof 8a (direkt hinter der Aral-Tankstelle). Anmeldung: Bärbel Schäfer, Telefon 06324/980608, E-Mail: schaefer@frieden-umwelt-pfalz.de
  • von 9.30 bis 17 Uhr in Limburgerhof, Mennonitisches Gemeindehaus, Kohlhof. Anmeldung: Referat Frauen, Telefon 06232/102328.
  • Samstag, 19. Januar
  • von 9 bis 17 Uhr in Homburg-Erbach, Gemeindehaus, Martin-Luther-Kirche, Bodelschwinghstraße. Anmeldung: Gisela Hähner, Telefon 06894/36280.
  • von 9.30 bis 17 Uhr in Kirchheimbolanden, Katholisches Pfarrzentrum, Neumayerstraße 5. Anmeldung: Katholisches Pfarramt, Telefon 06352/8710.
  • von 14 bis 18 Uhr in Kusel, Katholisches Pfarrheim, Lehnstraße 12. Anmeldung: Christa Kuhn, Telefon 06381/1415.
  • Montag, 21. Januar
  • von 9 bis 17 Uhr in Bad Bergzabern, Haus der Familie, Luitpoldtstraße 22. Anmeldung: Bärbel Nebe, Telefon 06349/929600.
  • von 14 bis 18 Uhr in Winnweiler, Pfarrheim Herz-Jesu, Kirchstraße 19. Anmeldung: Roswitha Steffens, Telefon 06302/2047.
  • Dienstag, 22. Januar
  • von 16 bis 19.30 Uhr in Frankenthal, Ökumenisches Gemeindezentrum, Jakobsplatz 1. Anmeldung: Barbara Salzwedel, Telefon 06233/342830.
  • Mittwoch, 23. Januar
  • Von 13 bis 18 Uhr in Ludwigshafen-Oggersheim, Pfarrheim Christ König,Raiffeisenstraße 49. Anmeldung: Marliese Reiss, Telefon 0621/673630.
  • Donnerstag, 24. Januar
  • von 9 bis 17 Uhr in Landau, Lukaskirche, Horstring, Dresdener Straße 109. Anmeldung: Gemeindepädagogin Andrea Krauß, Telefon 06341/55192, E-Mail: kirchengemeinde.horstring. ld@evkirchepfalz.de
  • von 9 bis 16.30 Uhr in Ludwigshafen-Süd, Jugendkirche, Ludwig-Börne-Straße 2. Anmeldung: Pia Wiegand, Telefon 06237/60882.
  • von 18 bis 21.30 Uhr in Mittelbrunn, Evangelisches Gemeindehaus, Kirchenstraße 12 A. Anmeldung: Stephanie Nolte, Telefon 06371/17246.
  • Samstag, 26. Januar
  • von 9 bis 13 Uhr in Lauterecken, Katholisches Pfarrheim, Lautertalstraße 3. Anmeldung: Katholisches Pfarramt, Telefon 06382/993286.
  • von 10 bis 15 Uhr in Altenbamberg, Evangelisches Gemeindehaus. Anmeldung: Grete Dalm, Telefon 06755/96220 (Anrufbeantworter).
  • von 10 bis 17 Uhr in Kaiserslautern, Großer Pfarrsaal St. Theresia, Konrad-Adenauer-Straße 31. Anmeldung: Ute Altvater-Riedl, Telefon 0631/36123908 (vormittags).
  • Dienstag, 29. Januar
  • von 18 bis 22 Uhr in Otterberg, Katholisches Pfarrheim, Klosterstraße 1. Anmeldung: Ulla Simon-Ritter, Telefon 06301/793536.
  • Mittwoch, 30. Januar
  • von 9 bis 17 Uhr in Zweibrücken, Versöhnungskirche, Röntgenstraße. Anmeldung: Cordula von Waldow, Telefon 06332/8984140.
  • Freitag, 1. Februar
  • von 9 bis 17 Uhr in Blieskastel, Katholisches Pfarrheim St. Sebastian, Schloßbergstraße. Anmeldung: Gisela Hähner, Telefon 06894/36280.

Hintergrundinformation zum Weltgebetstag:

Über Länder- und Konfessionsgrenzen hinweg engagieren sich Frauen für den Weltgebetstag. Er wird weltweit immer am ersten Freitag im März gefeiert. Seit über 100 Jahren macht die Bewegung sich stark für die Rechte von Frauen und Mädchen in Kirche und Gesellschaft.

Am 1. März 2019 werden allein in Deutschland hundertausende Frauen, Männer, Jugendliche und Kinder die Gottesdienste und Veranstaltungen besuchen. Gemeinsam setzen sie am Weltgebetstag 2019 ein Zeichen für Gastfreundschaft und Miteinander: Kommt, alles ist bereit! Es ist noch Platz.

Weitere Informationen: www.weltgebetstag.de

Text: Bistum Speyer Foto: Weltgebetstag

10.01.2019


„Kirche braucht auch heute den Anstoß der Suchenden von außen“

Bischof, Weihbischof und Generalvikar feiern Gottesdienst mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Bischöflichen Ordinariats – Anschließend Neujahrsempfang im Haus der Kirchenmusik

v.l.: Weihbischof Otto Georgens, Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann und Generalvikar Andreas Sturm

Speyer - Mit einem Gottesdienst im Kloster St. Magdalena starteten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bischöflichen Ordinariats ins neue Jahr. „Wie die Weisen im Evangelium wollen wir uns auch heute auf den Weg machen, um das Licht des Kindes von Bethlehem in die Welt zu tragen“, sagte Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann in seiner Begrüßung. Er zelebrierte den Gottesdienst gemeinsam mit Weihbischof Otto Georgens und Generalvikar Andreas Sturm. Die Kirche brauche auch heute den Anstoß der Suchenden von außen: „Der Stern von Bethlehem geht unentwegt auf in den Herzen der Menschen, die einen Gott suchen, der nicht von Schrecken, Kontrolle oder Angst besetzt ist“, so Bischof Wiesemann in seiner Predigt.

Beim anschließenden Neujahrsempfang im Haus der Kirchenmusik warf Generalvikar Andreas Sturm einen Blick auf wichtige Ereignisse im neuen Jahr. Am 15. September stehe wieder ein Katholikentag an, mit neuem Konzept in Kaiserslautern. Auch die Pfarrgremienwahl im November werde für das Bistum entscheidende Bedeutung haben. Einen Schwerpunkt setzte er beim Thema Missbrauch. „Nachdem wir uns in den letzten Wochen des vergangenen Jahres um die juristische Aufarbeitung der Taten gekümmert haben, wird Bischof Wiesemann in den kommenden Wochen Betroffene anschreiben und sie zum persönlichen Gespräch einladen“, kündigte er an. Mit diesem Schritt wolle das Bistum Betroffenen eine Stimme geben, „auf sie und ihr Leid hören und gleichzeitig mit ihrer Hilfe lernen, wie wir Kinder und Jugendliche noch besser schützen können“. Das Bistum sei auf einem guten Weg, aber noch nicht am Ziel. Gemeinsam mit Bischof Wiesemann werde er sich dafür einsetzen, „dass Täter bei uns nicht gedeckt werden, sondern dass wir Opfern helfen und alles dafür tun, dass wir ein Ort werden, an dem sich Kinder und Jugendliche immer sicherer fühlen.“

Generalvikar Andreas Sturm

Auch das Thema Haushalt werde das Bistum im neuen Jahr beschäftigen. „Wir werden unseren Diözesanhaushalt in den kommenden Jahren verkleinern müssen und das wird nicht ohne schmerzhafte Einschnitte gehen“, so Generalvikar Sturm. „Was da genau auf uns zukommt, kann ich Ihnen heute noch nicht sagen. Ich will dabei auch nichts übers Knie brechen, sondern mir besonnen alles anschauen und werde dabei auch immer wieder das Gespräch mit Ihnen suchen“, warb der Generalvikar um Vertrauen und eine konstruktive Mitarbeit.

Bistum Speyer

07.01.2019


Einheit leben lernen - Internationale Allianzgebetswoche

Vom 13. bis 20. Januar findet die internationale Gebetswoche der Evangelischen Allianz statt. Auch in Landau kommen Christen an verschiedenen Orten zur gemeinsamen Fürbitte zusammen. Als besonderer Gast spricht am Eröffnungssonntag der Bundestagsabgeordnete Frank Heinrich.

Landau - Die Evangelische Allianz lädt traditionell Anfang Januar zur internationalen Gebetswoche ein, in diesem Jahr unter dem Motto „Einheit leben lernen“. Für den Generalsekretär der Deutschen Evangelischen Allianz, Hartmut Steeb, ist das gemeinsame Gebet nach wie vor ein Pulsschlag der Gemeinde. „Wir werden nicht müde, das zentrale Thema der Evangelischen Allianz, Gebet und Einheit der Christen, von allen Seiten zu beleuchten, nach allen Seiten zu bedenken …“

Am 13.01. um 16 Uhr startet die Gebetswoche mit dem Thema „Einheit feiern“ in der Er-lebt Gemeinde mit dem Gastredner Frank Heinrich, Bundestagsabgeordneter. An diesem Sonntag um 10:30 Uhr wird Frank Heinrich zudem die Predigt im Gottesdienst der Er-lebt Gemeinde halten.
Der thematische Impuls „der Berufung würdig leben“ am 14.01. um 19:30 Uhr gestaltet die Stadtmission Landau. Die Freie Christengemeinde zeichnet für das dritte Thema „Demut, Sanftmut und Geduld einüben“ am 15.01. um 19:30 Uhr verantwortlich. Die Botschaft mit dem Thema „einander in Liebe ertragen“ am 16.01 um 19:30 Uhr im Katholischen Altenheim wird von Katharina Helbig gesprochen und von der Lobenswert-Band mitgestaltet.
Am Donnerstag (17.01., 17 Uhr) ist das Rathaus traditionell der Gastgeber. Unter Beisein von Oberbürgermeister Hirsch geht es um das Thema „die Einigkeit wahren“. Der Abend wird begleitet vom Posaunenchor der Landauer Bläserkantorei unter der Leitung von Sönke Vogelsberg.
Die Gemeinde Gottes richtet den Impuls am 18.01. um 19:30 Uhr aus, an diesem Abend zum Thema: „das Band des Friedens knüpfen“. Den Abschluss der Allianzgebetswoche bildetet der Morgen des 19.01., um 11 Uhr in der Er-lebt Gemeinde; inhaltlich geht es um die Hoffnung, die Christen in dieser Welt haben.

Die Evangelische Allianz ist ein weltweiter Zusammenschluss von Christen aus evangelischen Kirchen, Gemeinden und Gemeinschaften mit dem Ziel, Gemeinsames am Glauben zu teilen und für Anliegen in Stadt, Land und Welt zu beten. Die Allianz wurde 1846 in London gegründet.

Er-lebt Gemeinde Landau
Christian Bohr
Öffentlichkeitsarbeit
Marie-Curie-Straße 3
76829 Landau in der Pfalz
E-Mail: christian.bohr@er-lebt.de  
www.er-lebt.de  
www.facebook.com/er.lebt

07.01.2019


Zerstörung des Dominventars vor 225 Jahren

Französische Revolutionstruppen und einheimische Plünderer vernichten zwischen dem 9. und 19. Januar 1794 die Einrichtung des Doms

Aufrichtung des Freiheitsbaumes auf dem Domplatz, 1798, Kupferstich von Johannes Ruland (1744-1830) © Historisches Museum der Pfalz Speyer

Speyer - Am 9. Januar 1794 wüteten französische Revolutionstruppen im Dom. Sie plünderten und zerstörten was an liturgischem Gerät vorhanden war, Altäre und Gräber wurden geschändet. Zuletzt wurde am 19. Januar der Freiheitsbaum vor dem Dom aufgepflanzt und das Gnadenbild der Muttergottes mit dem Jesuskind auf den Domplatz gebracht und dort zerstört. Allein der Fuß des Jesuskindes blieb erhalten.

Nachdem die französischen Truppen am 31. März 1793 die Stadt Speyer, nach einem Sieg der Preußen bei Kreuznach, geräumt hatten, ritten am 27. Dezember 1793 erneut Vorboten des Revolutionsheeres durch das Altpörtel ein. Das Domkapitel floh nach Bruchsal, Teile des Archivs und des Domschatzes wurden an andere Orte verbracht und sollten nie wieder nach Speyer zurückkehren. Am 9. Januar begann die Plünderung des Doms. Nach zeitgenössischen Berichten wurden die Heiligenbilder herabgestürzt, die Sitze der Stuhlbrüder auf dem Königschor wurden zerschmettert, das kunstvoll geschnitzte Chorgestühl der Kanoniker wurde zerstört und die Altäre geschändet und zerschlagen.

Diese Zerstörungen trafen den Dom schwer, nachdem er im Pfälzischen Erbfolgekrieg 1689 bereits geplündert und teilweise zerstört worden war. Der Wiederaufbau und die Wiedereinrichtung in der Mitte des 18. Jahrhunderts waren noch nicht lange abgeschlossen, als der Dom im Zuge der französischen Revolution geplündert, säkularisiert und beinahe sogar dem Abriss Preis gegeben wurde. Die Ausmalung des 19. Jahrhunderts waren letztlich mit ein Versuch, dem Dom wieder eine prachtvolle Ausstattung zu schenken.

Die Besucher, welche heute den Dom besuchen, sind oft verblüfft, wie leer der Dom im Innern ist. Die wenigen vorhandenen Ausstattungsgegenstände wie das Gnadenbild, das große Triumphkreuz und die große, über dem Königschor hängende Krone stammen alle aus dem 20. Jahrhundert. Sie lehnen sich in ihrer Gestaltung an die Kunst der Romanik an. Damit passen sie zu der klaren architektonischen Gliederung, welche im Zuge der großen Domrestaurierung des 20. Jahrhunderts wieder sichtbar gemacht wurde. So beeindruckt der Dom heute vor allem durch die klare Formensprache, die harmonische Fügung der Bauteile und die Weite des Raums.

Text: Bistum Speyer Foto: Historisches Museum der Pfalz Speyer

07.01.2019


Aufruf zum Einsatz für die „gute Mär“

Bischof Wiesemann predigt bei Pontifikalamt zum Jahresschluss im Dom zu Speyer

Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann bei der Predigt.

Speyer - Beim Pontifikalamt zum Jahresschluss im Dom zu Speyer erlebten die Gottesdienstbesucher einen nachdenklichen Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann. In seiner Predigt forderte er Liebe statt Hass, Solidarität statt Egoismus, Gemeinschaft statt Ausgrenzung und Unmenschlichkeit. Er appellierte, sich nicht von Angstmachern leiten zu lassen, sondern auf Gott zu vertrauen und anderen Hoffnung und Liebe zu geben. Zur Messe am Silvester-Nachmittag kamen wie jedes Jahr mehrere hundert Gläubige in die Kathedrale.

Wiesemann bezeichnete zu Beginn den Gottesdienst zum Jahresschluss als wertvolle Stunde, um Gott das Vollendete und Unvollendete in die Hand zu legen, inne zu halten und Dank zu sagen, sich zu besinnen und um Gott um Mut und Kraft für das neue Jahr zu bitten.

In seiner Predigt rief der Bischof die Gläubigen dazu auf, sich auf sich selbst zu besinnen und sich nicht von anderen oder einem vermeintlich vorgegebenen Schicksal leiten zu lassen. Jeder solle seiner Berufung folgen, dem, was einem von Kindheit an ins Herz, in die Seele, in die Biografie geschrieben ist. „Und dem muss man folgen, auch wenn es unbequem erscheint“, betonte er. „Das ist der Stern, dem man nachgehen muss – und ohne den man seine Bestimmung verliert.“ Davon dürfe man sich auch in schwierigen Zeiten nicht abbringen lassen.

Mädchenchor, Domsingknaben, Domchor und Dombläser unter der Leitung von Domkapellmeister Markus Melchiori gestalteten den Gottesdienst musikalisch.

Bischof Wiesemann bezog die Musik des Komponisten Robert Schumann und Worte des Kabarettisten Hanns Dieter Hüsch in seine Predigt ein. Darauf aufbauend schlussfolgerte er: Gott bestimme den Rhythmus der Zeit, unser Leben und Sterben. „Er setzt auf uns, er hofft auf uns, dass wir seinen Segen gegen allen Hass, gegen alle Ausgrenzung und Unmenschlichkeit von Haus zu Haus an die Türen schreiben, nageln, mit aller Leidenschaft in die Herzen versenken, dass wir alle Kinder Gottes sind, dass wir uns nicht verkriechen, sondern uns einmischen und seine Revolution der Liebe verkünden.“ Die Gläubigen sollten nicht ruhen, „bis der ganze Wahn des Egoismus, ob er als Narzissmus oder Neokapitalismus daherkommt, entlarvt ist und die Seele wieder ein Instrument der Zärtlichkeit wird, des Mitfühlens, der Solidarität, der völkerverbindenden Gemeinschaft.“ Menschen dürften sich nicht von twitternden Narzissten, Populisten oder Schwarzmachern bewegen lassen. Der Bischof rief auf, so wie Robert Schumann mit seiner Musik die „gute Mär“, die gute Botschaft, zu überbringen.

Zum Ende des Pontifikalamtes zum Jahresschuss wurde traditionell das Allerheiligste ausgesetzt und verehrt. In diesem Rahmen bat Karl-Heinz Wiesemann Gott um Beistand. Ein jubelndes „Te Deum“ setzte den glanzvollen Schlusspunkt der Messe.

Die musikalische Gestaltung übernahmen der Mädchenchor, die Domsingknaben, der Domchor und die Dombläsern unter anderem mit einem Kyrie und Gloria von Charles Villiers Stanford und dem Tantum ergo B-Dur von Anton Bruckner. Die Leitung hatte Domkapellmeister Markus Melchiori. Die Orgel spielte Domorganist Markus Eichenlaub.

Text und Foto: Yvette Wagner

07.01.2019


Predigt zum Jahresabschluss 2019

Davon ich singen und sagen will

Liebe Schwestern und Brüder!

„Träumerei“ – so heißt eines der berühmtesten Stücke romantischer Klaviermusik, das man nicht nur aus den Konzertsälen sondern auch aus Filmen und Werbung sofort wiedererkennt, wenn die ersten Takte erklingen.

(Orgel spielt den 1. Teil von Schumann Träumerei (Kinderszenen) bis zur Wiederholung)

Es stammt von einem der bedeutendsten deutschen Komponisten, Robert Schumann, und bildet genau das mittlere Stück einer Reihe von 13 kleinen Kompositionen, musikalischen Miniaturen für Klavier, der Schumann den Namen „Kinderszenen“ gegeben hat. Man könnte nun meinen, es handele sich hier um Kinderstücke, leichte Piano-Musik, die für Kinder geschrieben wurde, so wie Schumann in seinem Album für die Jugend pädagogisch ausgerichtete Kompositionen für junge Klavierschüler zusammengestellt hat. Wenn man sich jedoch in die Musik vertieft, merkt man sofort: Hier geht es nicht um Kinderstückchen, um Träumereien und Spielereien eines Kindes, auch wenn das viele der recht kindlich anmutenden Titel vermuten lassen: Haschemann oder Ritter vom Steckenpferd. Die Titel – so hat Schumann selbst zugegeben – sind erst später drauf gesetzt worden, vielleicht um die Reihe besser verkaufen zu können.

Nein, es geht beileibe nicht um kindliche Stücke, „putzige kleine Dinger“, auch wenn sie Schumann einmal selbst so genannt hat. Es geht auch nicht um romantische Verklärung der Kindheit. Schumanns Leben war nicht leicht, seine Persönlichkeit zutiefst angefochten – bis hin zum Selbstmordversuch durch einen Sturz in den Rhein und dem Aufenthalt in einer psychischen Heilanstalt in den letzten Jahren seines Lebens. Nein, die „Kinderszenen“ sind keine goldigen Kinderstückchen, sondern Schumanns eigenen Worten zufolge „Rückspiegelungen eines Älteren für Ältere“. Sie sind eine Weise der Verarbeitung der eigenen Kindheit im erwachsenen Leben. Dabei spielt die Dichtung eine wesentliche Rolle. Der Komponist hat sich selbst als „Tondichter“ verstanden. So deutet auch das letzte Stück der Kinderszenen mit dem Titel „Der Dichter spricht“ darauf hin, dass sich in diesen Miniaturen Verdichtungen seines eigenen Lebens verbergen, die tief in die Kindheit zurückreichen.

(Orgel: Der Dichter spricht)

Wenn man sich auf diesem Hintergrund die Musik dieser 13 Klavierstücke genauer anhört, dann nimmt man ein Motiv, eine Melodie wahr, zu der sich Schumann je neu aufschwingt, als wolle er einen Choral oder zumindest eine Zeile eines Chorals immer wieder anstimmen.

Gleich im ersten Stück mit dem Titel „Von fremden Ländern und Menschen“ gibt uns der Komponist einen versteckten Hinweis zur Deutung. Unmittelbar nach dem Aufschwung setzt die choralhafte Melodie ein – und genau an dieser Stelle fügt er in die Mittelstimme die Tonfolge B-A-C-H ein, also Bach. Der Komponist verweist so auf einen Choral, der eng mit dem Namen Johann Sebastian Bach verbunden ist. Meiner Meinung nach geht es hier um die letzte Zeile des bekannten Weihnachtsliedes „Vom Himmel hoch, da komm ich her“, das Bach alleine in seinem Weihnachtsoratorium dreimal verarbeitet hat.

(Orgel: Vom Himmel hoch 1 Str.. Text hinein gesprochen:)

„Vom Himmel hoch, da komm ich her. Ich bring euch gute, neue Mär. Der guten Mär bring ich so viel. Davon ich singen und sagen will.“

„Davon ich singen und sagen will.“ – Der Tondichter Robert Schumann will von etwas singen und sagen, das tief aus der Kindheit aufsteigt wie aus einem fernen Land und eine Botschaft, eine „gute Mär“, überbringt, die nicht aus dieser Welt stammt. Zur selben Zeit, als er die Kinderszenen komponiert, beschäftigt sich Schumann mit dem Dichter E.T.A Hoffmann, genauer gesagt mit dessen Erzählzyklus „Kreisleriana“, wie auch das nächste Werk Schumanns, sein berühmtes opus 16, heißt. Darin gibt es eine Szene mit einem Besuch eines Fremden, der so sonderbar, das man angezogen und doch schauervoll angeweht ist, „von den vielen fernen, unbekannten Ländern und sonderbaren Menschen und Tieren erzählt, die ihm auf seinen weiten Wanderungen bekannt wurden.“ „Sang nun der Fremde“ – so heißt es dort weiter – „vollends zu seiner Laute in unbekannter Sprache allerlei wunderbar tönende Lieder, so wurden alle, die ihn hörten, von überirdischer Macht ergriffen und es hieß: das könne kein Mensch, das müsse ein Engel sein, der die Töne aus dem himmlischen Konzert der Cherubim und Seraphim auf die Erde gebracht hätte.“1

Ins Innere der berühmten Kinderszenen von Robert Schumann –so jedenfalls scheint es mir– ist die weihnachtliche Botschaft, der Gesang der Engel hineingewoben. Die Botschaft von dem göttlichen Kind, das unsere irdischen Wege, unsere weiten und manchmal abgründigen Lebenswanderungen begleitet.

Liebe Schwestern und Brüder! Das Leben ist ein immerwährender Aufschwung zu dem, was man mit seinem Leben singen und sagen will, was einem von Kindheit an ins Herz, in die Seele, in die Biographie geschrieben ist. Zu dem, was man wohl die Berufung eines jeden von uns nennen kann. Und dem muss man folgen, auch wenn es unbequem erscheint. Das ist Stern, dem man nachgehen muss – und ohne den man seine Bestimmung verliert. Von dem man sich nicht abbringen lassen darf, auch wenn die Zeitläufte dagegen stehen und man sich am liebsten ins eigene Schneckenhaus verkriechen würde.

Daher ist entscheidende Frage an der Schwelle zu einem neuen Jahr nicht die, nach dem Schicksal das uns wohl beschert sein mag – und das wir durch alles Bleigießen oder was auch immer nicht ergründen können. Sondern die Frage danach: Wovon will ich singen und sagen mit meinem Leben, komme was wolle?

Der Kabarettist Hanns Dieter Hüsch hat einmal – ich finde, es ist sein schönster Text – unter dem Titel „Ein neues Kapitel“ folgende Zeilen verfasst:

„Ein Neues Kapitel kann auch ein Erstes Kapitel sein. Menschenskind! Und wenn ich auch nichts mehr hörte Von all diesen furchtbaren Reden und schnellen Begierden Und eitlen Lügen und falschen Beweisen Und all dem geschichtlichen Zeugs aus Brunst und Bestechung Und wollte mich in mein Gehäuse verkriechen Schweigend und schwierig im Umgang Und nichts mehr singen und sagen Gott sitzt in einem Kirschenbaum und ruft die Jahreszeiten weiter aus Er träumt mit uns den alten Traum vom großen Menschen aus Wir sind die Kinder die er liebt Mit denen er von Ewigkeit zu Ewigkeit das Leben und das Sterben übt Er setzt auf uns, er hofft auf uns Dass wir uns einmischen, dass wir seine Revolution der Liebe verkünden Von Haus zu Haus an die Türen nageln, heiß in die Köpfe reden, in die Herzen versenken Bis die Seele wieder ein Instrument der Zärtlichkeit wird Und die Zärtlichkeit musiziert und triumphiert Und die Zukunft leuchtet.“

Ja, liebe Schwestern und Brüder, davon will ich singen und sagen, auch und gerade im Neuen Jahr 2019. Und wenn es einem so sonderbar und weltfremd vorkäme wie eine Träumerei, wie die Welt der Engel und ihr Musizieren. Davon will ich singen und sagen an der Schwelle zu einem neuen Jahr: Gott sitzt in einem Kirschenbaum und ruft die Jahreszeiten aus. Er und kein anderer bestimmt den Rhythmus der Zeit, unser Leben und Sterben, unseren Eingang und unseren Ausgang. Ja, er setzt auf uns, er hofft auf uns, dass wir seinen Segen gegen allen Hass, gegen alle Ausgrenzung und Unmenschlichkeit von Haus zu Haus an die Türen schreiben, nageln, mit aller Leidenschaft in die Herzen versenken, dass wir alle Kinder Gottes sind. Dass wir uns nicht verkriechen, sondern uns einmischen und seine Revolution der Liebe verkünden. Und nicht ruhen, bis der ganze narzisstische Wahn des neokapitalistischen oder nationalen oder wie auch immer gearteten Egoismus entlarvt ist und die Seele wieder ein Instrument der Zärtlichkeit wird, des Mitfühlens, der Solidarität, der völkerverbindenden Gemeinschaft. Und die Menschen sich nicht mehr von Angstmachern bewegen lassen, sondern zu Trägern der Hoffnung werden – damit die Zukunft für unsere Kinder und Enkel leuchtet.

Wohl dem, der noch ein Ohr hat, das solche Töne vernimmt, ein Herz, dem solche Botschaft zu Herzen geht, eine Seele, die aus solchem Glauben Hoffnung und Mut schöpft - und die mit einschwingen kann in den Gesang der Engel:

Chor:

Vom Himmel hoch, da komm ich her, ich bring euch gute, neue Mär. Der guten Mär bring ich so viel, davon ich singen und sagen will.

Lob, Ehr sei Gott im höchsten Thron, der uns schenkt seinen eingen Sohn. Des freuet sich der Engel Schar und singet uns solch neues Jahr.

1 Zitat aus Cornelie Dietrich, Die „Kinderszenen“ von Robert Schumann: ein Ego-Dokument?, in: Sonja Häder (Hg.), Der Bildungsgang des Subjekts. Bildungstheoretische Analysen, Weinheim und Basel 2004, 85-99, hier 92.

Es gilt das gesprochene Wort

Bistum Speyer

07.01.2019


„Still werden zum Staunen über das Wunder des Lebens“

Zahlreiche Gläubige besuchten im Speyer Dom wie im gesamten Bistum die festlich gestaltete Weihnachtsgottesdienste

Speyer - Zahlreiche Gläubige besuchten die festlichen Weihnachtsgottesdienste in den Kirchen des Bistums und gedachten der Geburt Jesu im Stall von Bethlehem. Im Dom feierte Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann die Christmette und predigte über die Sehnsucht nach „ein bisschen Frieden“. Dabei nahm er Bezug auf den Text des gleichnamigen Liedes, mit dem die Sängerin Nicole 1982 den Eurovision Song Contest gewonnen hatte. Der große, zunächst nicht absehbare Erfolg des Liedes zeige, dass es hier nicht um Kitsch und Sentimentalität gehe, sondern eine tiefliegende menschliche Sehnsucht. Diese Sehnsucht, so Bischof Wiesemann, sei in einen großen politischen Horizont hineingesungen worden. Damals hätten das Wettrüsten und der Falklandkrieg diese Sehnsucht befeuert. Heute seien Klimawandel und soziale Ungleichheit die Zeichen eines Unfriedens. „Es braucht die Mutigen, die ihre Sehnsucht in die Welt hinausrufen“, so der Bischof. Das Friedenslicht aus Bethlehem werde als kleine flackernde Flamme weitergegeben. So sei Jesus in die Welt gekommen, jenseits der Machtzentren der damaligen Welt, ohne große öffentliche Aufmerksamkeit, nur Hirten und Weisen als Zeugen. Aber von da ab habe die Menschwerdung Gottes globale Bedeutung entfaltet. Die musikalische Gestaltung übernahmen das Vokalensemble der Dommusik und das Domorchester unter der Leitung von Domkapellmeister Markus Melchiori. Die Orgel spielte Domkantor Joachim Weller.

„In der Stille das lebenswichtige Aushalten und Durchtragen lernen“

Beim Pontifikalamt am ersten Weihnachtstag stellte Bischof Wiesemann die Erfahrung der Stille in den Mittelpunkt seiner Predigt. „Manchmal meine ich, die Menschheit verliere die Fähigkeit zum Staunen“, so der Bischof. Wenn den Menschen etwas Unbekanntes begegne, dann zögen sie die Smartphones heraus und googeln es in dem Netz, das „die Stelle der göttlichen Allwissenheit“ angetreten habe. Mit dem Staunen verliere der Mensch auch die Fähigkeit zum Erschrecken. „Wenn aber die Menschheit das Erschrecken verliert, wie will sie dann noch umkehren können für die Zukunft unseres Planeten und seines ökologischen Gleichgewichts, für die Humanität und menschliche Freiheit inmitten digitaler Überwachung und Steuerung, für die umfassende Gerechtigkeit inmitten Algorithmen-berechneter Suggestionen und Interessen?“ Umkehren zu können, sei das „Privileg der Menschheit“ und der „stärkste Ausdruck von Freiheit“. Er beobachte einen internationalen Trend, soziale Probleme durch Technologie und Kontrolle lösen zu wollen, so der Bischof. „Wenn dadurch die Verbesserung der Menschheit erzielbar wäre, dann müssten wir ja bei den heutigen Möglichkeiten kurz vor der Vollendung des Weltfriedens stehen“. In Wirklichkeit aber werde die Wehrhaftigkeit unserer Demokratie nach und nach unterhöhlt.

Nur in der Stille lerne der Mensch das lebenswichtige Aushalten und Durchtragen, das seinem Leben einen roten Faden gibt. „Nur wenn er noch still sein kann, vermag er zu staunen und zu erschrecken und so seine Freiheit und Verantwortung zu entdecken.“ In den Krisen des Lebens hänge alles davon ab, „vom Redenden zum Hörenden“ zu werden. „Der Schwerpunkt des Lebens müsse sich verlagern „von mir, meiner Selbstrechtfertigung, meinem Selbstschutz weg hin zur Wirklichkeit, die mir gegenübertritt und der ich mich stellen muss.“ Weihnachten nannte Bischof Wiesemann ein „Fest des Staunens und Erschreckens, wie Gott sein Wort in unsere Welt hineinspricht und uns damit wieder ins Leben holt“.

Vor der Krippe komme der Mensch zum Staunen „über die Zartheit des kleinen Kindes“, die sich gerade in seiner Verletzbarkeit zeige. Jesus habe den Menschen die Augen geöffnet für „die Wirklichkeit der Welt, der Armen und Kleinen, derer, die nach Gerechtigkeit dürsten, derer, die unter Verfolgung leiden“. Zugleich werde bewusst, was „wir Menschen aus ihm gemacht haben: verspottet, gedemütigt, verletzt, gekreuzigt.“ Jesu Leben sei in der Geschichte aufgerichtet, damit die Menschen das Staunen und das Erschrecken lernen. „Das Staunen über das Geheimnis der Gotteskindschaft, das Erschrecken über die Abgründigkeit unserer Freiheit.“ Bischof Wiesemann benannte auch den Schmerz, „was gerade auch im Raum der Kirche mit der Verletzbarkeit und Schutzbedürftigkeit des Kindes getan wurde, mit der Botschaft von dem Perspektivenwechsel im Reich Gottes und seiner Option für die Armen und Kleinen.“

Musikalisch gestaltet wurde der Gottesdienst am ersten Weihnachtsfeiertag vom Mädchenchor, den Domsingknaben, dem Domchor und den Dombläsern mit der „Missa octo vocum“ von Hans Leo Hassler.

Eine besondere Attraktion war für viele Gläubige in diesem Jahr die neu gestaltete Weihnachtskrippte im Speyerer Dom, die noch bis zum 2. Februar zu sehen ist.

Weihnachtspredigt von Bischof Wiesemann

Liebe Schwestern und Brüder!

Weihnachten ist ein wunderbares Fest. So viele Erinnerungen seit Kindertagen sind in meinem Gemüt. Wie ich als kleiner Bub mit leuchtend großen Augen vor dem Tannenbaum und der Krippe gestanden habe, wie ich mir immer wieder ein Klavier gewünscht habe – bis es in unserer kinderreichen Familie an einem Heiligen Abend im geschmückten Raum stand, ein wunderschönes, altes, gebrauchtes… Das Herz könnte überfließen in den geöffneten Mund – vom Staunen und Erzählen… Und doch in diesem Jahr versiegt mir die Quelle, verstummt mir das Wort. „Stille Nacht“ – im wahrsten Sinn.

Es gibt Augenblicke im Leben, da ist einem das Wort genommen. Da muss einem ein anderer das Wort, die Sprache wieder schenken. So ist es mir häufig als Seelsorger ergangen. Ich erinnere mich noch lebhaft an meine ersten Krankenbesuche als junger Kaplan. Ich wurde ans Bett eines unheilbar Kranken im Endstadium gerufen. Ich wollte sprechen, sagen, was man halt so gelernt hatte. Aber ich konnte nicht. Ich nahm die Hand des Kranken – und brachte kein Wort heraus. Bis der das erlösende Wort sprach: „Ach, Herr Kaplan, ist das schön, dass Sie gekommen sind. Mir geht es gar nicht gut…“ Als ich wieder ging, wurde mir klar, dass das wichtigste „Wort“, das ich in dieser Begegnung „gesprochen“ hatte, meine stumme Hand war, mit der ich seine Hand gehalten habe, meine Sprachlosigkeit, mit der ich den Raum für sein Wort geöffnet habe.

Das erinnert mich daran, wie wir als kleine Kinder zu sprechen gelernt haben. Wir haben das ja nicht aus uns selber. Wir lernen nur durch das Hören selber zu sprechen. Die grundlegenden Worte, die wir heute wie selbstverständlich benutzen, sind uns ganz am Anfang von anderen geschenkt worden. Wir haben sie von ihren Lippen abgelauscht – und nur durch ihre Zuwendung und Zuneigung sind sie nicht nur in meinen Verstand, sondern auch in mein Herz gelangt, sind aus den fremden Lauten meine Sprache, meine Worte geworden, meine Weise, mich, mein Leben, meine Sicht auf die Welt zum Ausdruck zu bringen. Das meint doch wohl das Wort „Muttersprache“ im tiefsten Sinn.

Sprache ist eine wichtige Form von Macht, weil sie das Leben deutet. Wie notwendig ist es in unserer lauten Welt, in der es häufig nur darauf ankommt, wer den ersten Tweet absetzt, uns daran zu erinnern, dass alles Reden nur vom Hören kommt, alle Vernunft vom Vernehmen, jede Verantwortung, von den Worten und Werten, die in uns hinein gelegt wurden. Nicht wir setzen die Wirklichkeit, auch wenn wir es manchmal meinen. Die Wirklichkeit ist vor uns und nach uns. Es kommt darauf an, sie zu hören, sie wahrzunehmen. Es gibt eine stille Wahrheit, ein Wort in allen Dingen, das wir nicht selbst produziert haben. Die Bibel sagt uns, dass alles, was geschaffen ist, durch das Wort entsteht, das Gott in unsere Stille hineinspricht: „Und Gott sprach…“

Wie wichtig ist es daher für uns, für unsere alles vermarktende Welt, einmal still zu werden – wenigstens zu Weihnachten. Wenigstens dann, wenn es um den Ursprung und das Geheimnis unsers Lebens geht. Still zu werden zum Staunen wie zum Erschrecken. Zum Staunen über das Wunder des Lebens – und zum Erschrecken darüber, wie wir damit umgehen. So wie es der Astronaut Alexander Gerst vor wenigen Tagen in seiner Botschaft aus dem Weltraum kurz vor seiner Rückkehr auf die Erde zum Ausdruck gebracht hat: Wie wundervoll ist das fragile Lebenssystem unseres blauen Planeten, und wie schuldig werden wir heute an den kommenden Generationen! Beides, Staunen und Erschrecken, vollziehen sich im Raum der Stille. Ich werde für einen Augenblick sprachlos und wache auf – zur Wirklichkeit.

Manchmal meine ich, die Menschheit verliere die Fähigkeit zum Staunen. Wenn uns etwas Unbekanntes begegnet, dann ziehen wir unsere Smartphones heraus und googeln es in dem Netz, das die Stelle der göttlichen Allwissenheit angetreten hat. Ich fürchte, wir verlieren mit dem Staunen auch die Fähigkeit zum Erschrecken in der Meinung, auch alle Probleme durch Googeln lösen zu können. Wenn aber die Menschheit das Erschrecken verliert, wie will sie dann noch umkehren können für die Zukunft unseres Planeten und seines ökologischen Gleichgewichts, für die Humanität und menschliche Freiheit inmitten digitaler Überwachung und Steuerung, für die umfassende Gerechtigkeit inmitten Algorithmen-berechneter Suggestionen und Interessen? Umkehren zu können aber ist das Privileg der Menschheit inmitten der Fähigkeit der Schöpfung, sich zu entwickeln. Umkehren zu können, ist der stärkste Ausdruck von Freiheit, weil sich darin zeigt, dass der Mensch wahrheitsfähig ist, fähig zur Erfahrung der Wirklichkeit, die ich nicht einfach zu meinen Gunsten manipulieren kann und die daher dem Leben unbestechlichen Wert und mir unausweichliche Verantwortung gibt.

Stattdessen wird die Menschheit durch Belohnungssysteme gesteuert. Schon mein Smartphone versucht mich ständig durch kleine Belohnungen, Sternchen, Likes und ähnliches zu dressieren. „Soft governance“, sogenannte „sanfte Steuerung“ von Menschen – dafür wird in vielen Ländern schon viel Geld ausgegeben. Dass das nicht unbedingt „soft“, zurückhaltend sanft, bleibt, können wir aktuell an China ablesen, wo solche Belohnungsmechnismen als staatliche Erziehungssysteme öffentlich installiert und überwacht werden und ab 2020 flächendeckend eingeführt werden. Was so nett spielerisch zum guten Verhalten animierend aussieht, wie das Sammeln von Bonuspunkten, um Vorteile im Alltag zu erhalten, das entpuppt sich als grausames soziales Ranking. Es öffnet einer ungehemmten Beinflussbarkeit des Menschen, sei es aus wirtschaftlichen, sei es aus ideologischen Interessen, Tür und Tor – bis hin zu einer neuen, sehr effektiven, weil zum großen Teil freiwillig eingegangenen Form von Diktatur.

Warum machen Menschen das so einfach mit, und geben sie auch bei uns nicht selten völlig unbedarft ihre Daten preis? Die spielerischen Belohnungssysteme wirken wie Drogen. Sie durchsetzen den ganzen Alltag, machen ihn scheinbar eindeutig. Sie nehmen die Last der Wirklichkeit, einer komplex, unüberschaubar gewordenen Wirklichkeit. Sie machen ihre Bewertung leicht, und die Belohnung gibt ein gutes Gefühl. In dieser Welt gibt es keine Neugier mehr, sondern nur noch Ambitionen. Sie puscht den Menschen, gibt ihm den Kick – ohne wirkliche existentielle Erschütterung, sie dressiert ihn ohne wirkliche Moral und freie Verantwortung. Es gibt einen internationalen Trend, soziale Probleme durch Technologie und Kontrolle lösen zu wollen. Wenn dadurch die Verbesserung der Menschheit erzielbar wäre, dann müssten wir ja bei den heutigen Möglichkeiten kurz vor der Vollendung des Weltfriedens stehen. In Wirklichkeit aber wird die Wehrhaftigkeit unserer Demokratie nach und nach unterhöhlt, wenn die Menschen nicht mehr zu freier Verantwortung erzogen werden.

Unsere Welt fürchtet die Stille. Alles wird ständig kommentiert, alles wird bewertet – durch jeden. Alles erscheint machbar. Stille ist langweilig. Stille ist unheimlich. Stille ist unproduktiv. Und doch suchen gerade in unserer Zeit viele Menschen die Stille. Sie spüren den Wirklichkeitsverlust in unserer Welt. Sie wollen heraus aus dem Hamsterrad der trügerischen Belohnungssysteme, der Jagd nach den Boni mit ihrem drogenhaften immer mehr, immer schneller… Sie heraus aus dem Zwang zum Erfolg, der alles beugen kann, selbst die Wahrheit. Sie wollen sich selbst wieder finden, den Sinn, der in ihr Leben hineingelegt wurde. In der Tat schärft nur die Stille die Sinne, die Wahrnehmungsfähigkeit für das, was wirklich ist. Nur in der Stille lernt der Mensch das lebenswichtige Aushalten und Durchtragen, das seinem Leben einen roten Faden gibt. Nur in der Stille vermag der Mensch, sich der Wahrheit seines Lebens zu stellen. Nur wenn er noch still sein kann, vermag er zu staunen und zu erschrecken und so seine Freiheit und Verantwortung zu entdecken.

Das alles spitzt sich in den Krisen des Lebens zu. Da muss ich auf einmal lernen, auf meinen Körper zu hören. Und zwar grundlegend, von heute auf morgen mich umstellen – meine Ernährung, meine Gewohnheiten, mein Leben. Oder da geben der Ehepartner, die Familie, die Freunde mir noch eine Chance: ich muss hören lernen, muss aus meiner selbstgezimmerten Welt hinausgehen, wenn es eine gemeinsame Zukunft geben soll. Und dann ist da der Zusammenhang der Schuld, die Verletzung des Lebens, aus der ich mich nicht selbst lossprechen kann. Und der Verlust der Glaubwürdigkeit, des Vertrauens, das mir nur andere wieder aussprechen, schenken können.

In diesen Augenblicken wendet sich die Perspektive des Lebens radikal. Mein Leben hängt auf einmal davon ab, dass ich vom Redenden zum Hörenden werde. Der Schwerpunkt meines Lebens muss sich verlagern – von mir, meiner Selbstrechtfertigung, meinem Selbstschutz weg hin zur Wirklichkeit, die mir gegenübertritt und der ich mich stellen muss. Dann werde ich still und weiß darum, dass nun ein anderer das Wort sprechen muss, das mich wieder ins Leben holt.

Weihnachten, liebe Schwestern und Brüder, ist für mich ein Fest, um still zu werden. Denn Gott will sein Wort in unsere Welt hineinsprechen, um uns wieder ins Leben hinein zu holen. Es ist das Fest des Staunens und Erschreckens darüber, wie Gott das tut: „Welt ging verloren, Christ ist geboren! Freue dich, o Christenheit!“

Wir stehen vor der Krippe – unserer in diesem Jahr so wunderschön neugestalteten Krippe hier im Dom – und können uns nicht daran sattsehen. Weil das Wunder, dass Gott zu uns spricht, indem er ein kleines Kind, ein schutz- und liebebedürftiger Säugling wird, das Geheimnis unseres Lebens so tief trifft: das Geheimnis unserer Einmaligkeit, unserer Lebensfreude und -bejahung, unserer unantastbaren Würde. Wir staunen über die Zartheit des kleinen Kindes, die Schönheit, die sich gerade in seiner Verletzbarkeit zeigt. Und unser Staunen geht über in das Erschrecken. In das Erschrecken, was diesem Wunder des Lebens angetan werden kann in unserer Welt. Wir sehen das Kind in der Krippe schon am Anfang ausgesetzt, weil in der Herberge kein Platz war. Wir sehen den Mann, der heranwuchs, um der Welt die Augen dafür zu öffnen, dass wir alle Kinder Gottes sind und dass Gottes Reich der Gewaltlosigkeit und des Friedens Wirklichkeit werden möchte. Er hat den Menschen die Augen geöffnet für die Wirklichkeit der Welt, der Armen und Kleinen, derer, die nach Gerechtigkeit dürsten, derer, die unter Verfolgung leiden. Und wir sehen, was wir Menschen aus ihm gemacht haben: verspottet, gedemütigt, verletzt, gekreuzigt. Sein Leben ist unter uns, in unserer Geschichte aufgerichtet, damit wir das Staunen und das Erschrecken lernen, das Staunen über das Geheimnis der Gotteskindschaft, das Erschrecken über die Abgründigkeit unserer Freiheit. Seine Botschaft ist in diese Freiheit hineingesprochen: „Kehrt um, glaubt an das Evangelium, denn das Reich Gottes ist nahe.“ Wacht auf zur Wirklichkeit Gottes, die euch in das Leben holt, in das Leben in Fülle.

Ich werde still. Unsagbar ist der Schmerz darüber, was gerade auch im Raum der Kirche mit der Verletzbarkeit und Schutzbedürftigkeit des Kindes getan wurde, mit der Botschaft von dem Perspektivenwechsel im Reich Gottes und seiner Option für die Armen und Kleinen. Alles wird still in mir. Ich habe nur eine Chance: Ich muss nochmals neu hören lernen, zuhören, wahrnehmen, ernstnehmen, meinen Schwerpunkt verschieben, bewusst die Perspektive wechseln. Ich muss Gottes Wort hören in der Stimme und im Leben der Menschen, der Verletzten und Betroffenen, der Suchenden und Ringenden, der Zweifelnden und Enttäuschten. Von ihnen her muss ich die Botschaft, dass Gott Mensch wird, neu verstehen lernen. Ich habe es nicht in der Hand – aber Gott kann es uns schenken: Das Wort, das uns ins Leben zurückholt.

Stille Nacht – heilige Nacht!

Es gilt das gesprochene Wort

Text: Bistum Speyer Foto: S24N

25.12.2018


Glückwünsche an neuen Antisemitismusbeauftragten des Saarlandes

Generalvikar Andreas Sturm gratuliert Professor Doktor Roland Rixecker / „Gemeinsam dazu beitragen, dass Juden frei und ungehindert ihren Glauben leben können“

Professor Doktor Roland Rixecker ist Antisemitismus-Beauftragter des Saarlandes

Speyer - Generalvikar Andreas Sturm gratuliert Professor Doktor Roland Rixecker zu seiner Ernennung zum Antisemitismus-Beauftragten des Saarlandes. Der Präsident des saarländischen Verfassungsgerichtshofs war am 11. Dezember vom saarländischen Landtag in das neu geschaffene Amt gewählt worden. Aufgabe des Antisemitismus-Beauftragten ist, antisemitische Haltungen und Äußerungen jeglicher Form zu bekämpfen und antisemitische Vorfälle und Straftaten einzudämmen.

„Ihre Ernennung erfolgt wenige Wochen nach dem 80. Jahrestag der Reichspogromnacht am 9. November 1938, jenem Tag, an dem in ganz Deutschland wie auch in unserer Region, zum Beispiel im Homburg, Anschläge auf Synagogen und andere jüdische Gebäude verübt und tausende Juden ermordet, verfolgt oder verhaftet wurden“, erinnert Generalvikar Sturm an die Katastrophe der Shoa, die über 6 Millionen Jüdinnen und Juden das Leben kostete. Für die Menschen in Deutschland sei der 9. November zugleich der Tag der Erinnerung an den Mauerfall vor 29 Jahren. „Eine wichtige Folge dieses Ereignisses war, dass es vielen Jüdinnen und Juden aus Osteuropa möglich wurde, nach Deutschland zu kommen und hier eine neue, auch religiöse Heimat zu finden.“ Beide Jahrestage seien Anlass, „uns aufs Neue und mit tiefer Scham dazu zu bekennen, dass in der Vergangenheit viele Christinnen und Christen weggeschaut haben oder sogar aktiv beteiligt waren, wenn Juden enteignet, deportiert und getötet wurden“.

„Wir treten entschieden gegen jede Form von Antisemitismus ein“, betont Generalvikar Sturm und bekundet in dem persönlichen Schreiben an Rixecker seine „Dankbarkeit und Freude darüber, dass es heute wieder blühende jüdische Gemeinden in Saarbrücken, in Speyer und an vielen anderen Orten in Deutschland gibt, mit denen wir uns als ältere Geschwister im Bund Gottes und in tiefer Freundschaft verbunden wissen.“ Konkret werde das Engagement des Bistums Speyer im christlich-jüdischen Dialog vor allem in den guten Beziehungen zur jüdischen Kultusgemeinde der Rheinpfalz. Seit über 30 Jahren gibt es dazu eine Arbeitsgruppe Christentum-Judentum im Bistum Speyer, deren Mitglieder im Zusammenspiel mit anderen Institutionen und Gruppen die Erinnerung an die leidvolle Vergangenheit wachhalten, durch Veröffentlichungen zur vertieften Bewusstseinsbildung beitragen und die Kontakte zu den lokalen jüdischen Gemeinden pflegen und vertiefen. „Gemeinsam können wir dazu beitragen, dass Jüdinnen und Juden sich auch in Zukunft in unserer Region willkommen und beheimatet fühlen sowie frei und ungehindert ihren Glauben leben können“, unterstreicht Andreas Sturm. Das Bistum Speyer hat im Saarland das Dekanat Saarpfalz mit rund 73.000 Katholikinnen und Katholiken.

Text: Bistum Speyer Foto: Iris Maurer

25.12.2018


Manfred Degen wird neuer Leiter der Abteilung Kirchenmusik

Vorgänger Markus Eichenlaub war seit 2010 im Amt des Diözesankirchenmusikdirektors – Gründung des Kammerchors der Diözese Speyer

v.l.: Domkapitular Franz Vogelgesang, Manfred Degen und Markus Eichenlaub.

Speyer - Zum Jahreswechsel vollzieht sich ein Wechsel in der Leitung der Abteilung Kirchenmusik in der Hauptabteilung Seelsorge des Bischöflichen Ordinariats: Manfred Degen wird neuer Diözesankirchenmusikdirektor und damit zugleich Leiter des Bischöflichen Kirchenmusikalischen Instituts. Er folgt auf Markus Eichenlaub, der sich künftig auf seine Tätigkeit als Domorganist konzentrieren wird. „Ich danke Markus Eichenlaub sehr herzlich für die gute und fruchtbare Zusammenarbeit seit seinem Amtsantritt im Jahr 2010“, erklärt Domkapitular Franz Vogelgesang, der Leiter der Hauptabteilung Seelsorge. Die Kirchenmusik im Bistum Speyer verdanke Markus Eichenlaub wertvolle Impulse, unter anderem durch die Gründung des Kammerchors der Diözese im Jahr 2015. Die Erstellung des Orgelbuchs zum Gotteslob für den Speyerer Eigenteil sei ebenso mit dem Namen des scheidenden Diözesankirchenmusikdirektors verbunden wie die Initiative und Mitherausgabe des ökumenischen Chorhefts.

Eichenlaubs Nachfolger Manfred Degen war bisher stellvertretender Leiter der Abteilung Kirchenmusik und des Bischöflichen Kirchenmusikalischen Instituts sowie Dekanatskantor für das Dekanat Pirmasens. Er hat an der Hochschule für Musik in Saarbrücken studiert und wirkt seit 1984 als Kirchenmusiker in der Diözese Speyer. Von 1993 bis 2013 leitete er das Referat Orgelbau. „Ich bin sicher, dass Manfred Degen die positive Entwicklungen der diözesanen Kirchenmusik in den vergangenen Jahren in bester Weise weiterführen wird“, betont Domkapitular Franz Vogelgesang. Seine Tätigkeit als Dekanatskantor für das Dekanat Pirmasens und als Leiter der Rosenberger Kantorei wird Manfred Degen kommissarisch weiterführen. Die hauptamtliche Wiederbesetzung der Stelle des Dekanatskantors für das Dekanat Pirmasens ist für einen späteren Zeitpunkt vorgesehen.

Bistum Speyer

25.12.2018


100 Euro Münze in Gold „UNESCO-Welterbe - Dom zu Speyer“

Sammlermünze würdigt Dom als herausragendes Kulturdenkmal

1000 Jahre Speyerer Dom in 999er Feingold

Speyer - Die Bundesregierung hat beschlossen, eine 100-Euro-Goldmünze „UNESCO-Welterbe – Dom zu Speyer“ prägen zu lassen und im Oktober 2019 auszugeben. „Wir freuen uns sehr, dass der Bedeutung des Speyerer Doms als Kirche und Denkmal mit der Prägung einer Goldmünze Ausdruck verliehen wird“, so Domkustos Peter Schappert „Mit seiner monumentalen Architektur und als Begräbnisort von Kaisern und Königen des Mittelalters gehört der Dom zu den herausragenden Kulturdenkmälern der Welt, dem mit dieser Münzprägung eine passende Referenz erwiesen wird.“

Schappert hatte als Vertreter des Domkapitels im November an der Sitzung des Preisgerichts in Berlin teilgenommen und den Siegerentwurf mit ausgewählt. Zu sehen ist eine Ansicht von Nordosten, welche das charakteristische Ensemble aus Türmen, Kuppeln und Apsis zeigt. Im unteren Viertel der Münze wird das Kreuzgratgewölbe der Krypta zitiert. Der Entwurf stammt von dem Künstler Bodo Broschat aus Berlin. Die Münze soll - wie die bisherigen deutschen 100-Euro-Goldmünzen - aus Feingold (999,9 Tausendteile) bestehen, ihr Durchmesser wird 28 Millimeter und ihre Masse 15,5 Gramm betragen. Es ist geplant, die Münze im kommenden Oktober in Speyer öffentlich vorzustellen.

Der Speyerer Dom wurde als zweiter deutscher Kirchenbau 1981 mit dem Titel eines UNESCO-Weltkulturerbe geehrt. Papst Johannes Paul II. hat dem Dom ebenso besucht wie zahlreiche Staatsoberhäupter der Welt. Sie alle haben damit die internationale Bedeutung des Doms als Gotteshaus und Stätte einer Kultur der Zusammengehörigkeit gewürdigt. Zudem gehört der Speyerer Dom zu den herausragenden Baudenkmälern und zu den meistbesuchten Sehenswürdigkeiten des Landes. Mit dem Dom zu Speyer wird die im Jahr 2003 begonnene Serie von 100-Euro-Goldmünzen zur Würdigung von UNESCO-Welterbestätten in Deutschland abgeschlossen. Die Serie zählt zwischenzeitlich zu den weltweit erfolgreichsten Goldmünzenprogrammen im Sammlerbereich.

Text: Bistum Speyer Foto: Hans-Joachim Wuthenow, Berlin

25.12.2018


Damit die Kultur der Kuna lebendig bleibt

Briseida Iglesias und Jeroncio Osorio berichten über die Situation in ihrem Heimatland Panama – Adveniat unterstützt die indigene Bevölkerung - Weihnachtskollekte am 24. und 25. Dezember

Bei einem Pressegespräch mit Weihbischof Otto Georgens (Mitte) berichteten die Adveniat-Gäste Jeroncio Osorio (links) und Briseida Iglesias aus Panama von ihrem Engagement für die Kuna.

Speyer - Briseida Iglesias und Jeroncio Osorio aus Panama sind anlässlich der Adveniat-Weihnachtsaktion in Deutschland unterwegs und waren auch im Bistum Speyer zu Gast. Beide gehören dem indigenen Volk der Kuna an und engagieren sich in ihrem Heimatland für den Erhalt der Kultur und der Lebensgrundlagen ihres Volkes. Das Lateinamerika-Hilfswerk Adveniat unterstützt dieses Engagement. Bei einem Pressegespräch in Speyer, an dem auch der Bischofsvikar für weltkirchliche Aufgaben im Bistum Speyer, Weihbischof Otto Georgens, teilnahm, haben sie über die Situation in ihrer Heimat berichtet.

Die Kuna wohnen auf kleinen Inseln im Karibischen Meer. Sie leben sie von dem, was die Natur gibt, bauen Maniok, Ananas und Kokosnüsse an und gehen Fischen. Die 57-jährige Briseida Iglesias ist eine „Nele“, eine Gelehrte der Kuna und gleichzeitig praktizierende Christin. Für sie ergänzt sich beides sehr gut. Grundwerte wie zum Beispiel Nächstenliebe kämen sowohl in Geschichten der Bibel wie in der heiligen Schrift der Kuna, der Babigale vor, erklärt sie. Als spirituelle Leiterin in ihrer Gemeinschaft reist sie von Insel zu Insel, um die Menschen dort in ihrer kulturellen Identität und in ihrem Glauben zu bestärken aber auch um bei anderen Fragen zu helfen. Sie begleitet außerdem Gruppen des indigenen Volkes in der Stadt, denn mittlerweile leben nach Angaben von Adveniat rund 70.000 der insgesamt 100.000 Kuna in der Hauptstadt Panamas.

„Adveniat hilft uns dabei, stärker zusammenzufinden und bei der Verteidigung unserer Rechte“, erklärt Briseida Iglesias. „Wir kämpfen seit 1925 für Gerechtigkeit, für den Erhalt unserer Kultur, unserer Sprache. Seit ich denken kann, werden wir Indigene in Panama diskriminiert. In unserer Region gibt es große Armut.“ Zwar gibt es seit 1945 einen Vertrag zwischen der Regierung und den Kuna, in dem ihnen Autonomie zugestanden wird, „aber de facto wird immer wieder versucht, uns unser Land zu nehmen“. Dagegen wehren sich die Indigenen. „Wir versuchen friedlich und im Dialog mit den Verantwortlichen unsere Rechte zu verteidigen“. Unterstützt wird der Einsatz für den Erhalt der Kultur der Kuna auch von einem eigenen Radiosender, zu dem Briseida Iglesias gute Kontakte unterhält. „Er verbreitet wichtige Nachrichten und Informationen zu unseren Versammlungen.“ Der Sender sei leider in seiner Existenz bedroht, da er regierungskritisch sei, berichtet sie.
Iglesias beklagt, dass es zwar in Panama ein „unglaublich großes wirtschaftliches Wachstum“ gebe, aber die soziale und wirtschaftliche Ungleichheit gravierend sei.

Jeroncio Osorio hat nach der Schule sein Dorf verlassen, um in Panama Stadt Verwaltungswesen zu studieren. Dank guter Noten hat er ein Stipendium bekommen. Für Angehörige der Kuna ist es schwierig eine gute Ausbildung zu erhalten, denn Schule und Studium kosten Geld. Die meisten jungen Menschen, die mit ihm seine Insel Richtung Stadt verlassen haben, arbeiten in einfachen Jobs und verdienen oft nur gerade genug zum Leben. Aufstiegschancen haben sie kaum, wie Jeronico erzählt. Studieren können die wenigsten. Da es in der Stadt nicht einfach sei, die eigene Kultur lebendig zu halten, engagiert sich Jeroncio in der indigenen Jugendarbeit der katholischen Kirche. Zwei Mal im Monat trifft sich die Gruppe. „Ich helfe, diese Treffen zu organisieren, bereite das Programm mit vor“, berichtet der 19-Jährige. Die jungen Frauen und Männer dort sind zwischen 15 und 25 Jahren alt und sind fast alle Kuna. Durch die Gruppe werden der Zusammenhalt untereinander und ihre kulturelle Identität gestärkt. „Briseida kommt regelmäßig zu den Gruppentreffen und hilft den Jugendlichen, das Wissen über unsere Kultur zu vertiefen“, sagt Jeroncio.

Weihbischof Georgens, der Briseida Iglesias und Jeroncio Osorio sowie Übersetzerin Carina Redel auch am Wochenende bei dem Besuch von Gottesdiensten in Ludwigshafen-Rheingönheim und in der Jugendkirche LUMEN begleitet hatte, bedankte sich bei den Gästen für die spannenden Informationen durch die er „sehr viel Neues gelernt“ habe.

Die Adveniat-Weihnachtsaktion 2018 steht unter dem Thema „Chancen geben – Jugend will Verantwortung“. Wie das Lateinamerika-Hilfswerk berichtet, leben in Lateinamerika und der Karibik 114 Millionen Jugendliche im Alter von 15 bis 24 Jahren. Ein Großteil der Jugendlichen hat keinen Zugang zu einer qualitativ hochwertigen schulischen oder beruflichen Ausbildung. Etwa 50 Millionen von ihnen arbeiten ohne Vertrag, Krankenversicherung oder Alterssicherung im informellen Sektor. Dabei träumen sie – genau wie ihre Altersgenossen in Deutschland – von einer guten Zukunft, wollen zur Schule gehen, studieren, eine Festanstellung und Verantwortung in Familie, Gesellschaft, Kirche und Politik übernehmen. Mit der Weihnachtsaktion 2018 will Adveniat mit der Kirche vor Ort die Aufmerksamkeit auf die Situation der benachteiligten Jugendlichen in Lateinamerika und der Karibik lenken.

Die Bischöfliche Aktion Adveniat ist das Lateinamerika-Hilfswerk der Katholiken in Deutschland. Getragen wird das Werk von hunderttausenden Spenderinnen und Spendern vor allem auch in der alljährlichen Weihnachtskollekte am 24. und 25. Dezember. Adveniat finanziert sich nach eigenen Angaben zu 95 Prozent aus Spenden. Im vergangenen Jahr konnten rund 2.200 Projekte gefördert werden, die mit 38 Millionen Euro genau dort ansetzen, wo die Hilfe am meisten benötigt wird: an der Basis, direkt bei den Armen, erklärt Adveniat.

Weitere Informationen zu Adveniat: www.adveniat.de

Bistum Speyer

25.12.2018


Erlös aus Domsekt an den Dombauverein übergeben

5000 Euro zu Gunsten des Domerhalts über Sektverkauf erwirtschaftet

(v.l.) Bettina Steiger (Geschäftsstelle Dombauverein), Mathias Geisert (Vorstand Dombauverein), Dr. Gottfried Jung (Vorstandsvorsitzender Dombauverein), Dr. Bastian Klohr (Geschäftsführender Vorstand der Weinbeit Manufaktur eG), Winfried Szkutnik (Schatzmeister Dombauverein)

Speyer - Der in einer Blindverkostung ausgewählte Domsekt des Speyerer Dombauvereins hat im Jahr 2018 5000 Euro zu Gunsten des Doms erlöst. Dies teilte der Vorstandsvorsitzende des Dombauvereins Dr. Gottfried Jung mit. Bewusst habe man die Ausschüttung der Einnahmen in der Vorweihnachtszeit vermeldet, um vor den Feiertagen an den Sekt als Präsent und Getränk zu erinnern, sagte Jung.

„Es ehrt uns, dass wir mit dem Domsekt einen Beitrag zum Domerhalt leisten können“, freute sich Dr. Bastian Klohr, geschäftsführender Vorstand der Weinbiet Manufaktur eG, welche den Domsekt herstellt und vertreibt. Den Dom nannte Klohr ein „Identifikationsobjekt für die gesamte Pfalz“, so sei eine Flasche mit diesem Wahrzeichen schon ein Hingucker. Das Etikett wurde, wie auch für die Flaschen der Domweine, vom Speyerer Künstler Johannes Doerr gestaltet.

Der Domsekt ist derzeit ein Riesling brut aus dem 2016er Jahrgang. 1,50 Euro pro verkaufter Flasche gehen dabei an den Dombauverein. 3.200 Flaschen wurden 2018 verkauft, die Weinbiet Manufaktur eG rundete den Erlös auf 5000 Euro auf. Erhältlich ist der Domsekt in der Dom-Info auf der Südseite des Doms, in der Geschäftsstelle des Dombauvereins am Edith-Stein-Platz sowie in einigen Einzelhandelsgeschäften und Kaufhäusern der Region.

(v.l.) Dr. Bastian Klohr (Geschäftsführender Vorstand der Weinbeit Manufaktur eG) und Dr. Gottfried Jung (Vorstandsvorsitzender des Dombauvereins) bei der Scheckübergabe

Der Vorstandsvorsitzende des Dombauvereins Jung nutze den Termin, um auf das neue Format des seit September erhältlichen Dombrots hinzuweisen, das es nun in einer kleineren Variante als 500-Gramm Brot gibt. Davon erhoffen sich der Dombauverein und die Bäckerei Görtz einen höheren Absatz und damit einen höheren Erlös zu Gunsten des Doms.

Für einen kleinen Jahresrückblick war zwischen zwei Schlucken Sekt ebenfalls noch Platz. So freute Jung sich über die 86 Neueintritte, die der Dombauverein in diesem Jahr zu verzeichnen hatte. „Das ist der höchste Zuwachs der letzten fünf Jahre“, so der Vorstand des Vereins. 2018 konnten die rund 2.600 Mitglieder des Vereins sich über neue Vergünstigungen freuen: Zum einen wird ihnen beim benachbarten Technikmuseum ein Rabatt eingeräumt, zum anderen hatten die Mitglieder des Vereins 2018 kostenfreien Zutritt zur Krypta des Doms. 2019 wolle man an die positive Entwicklung der Mitgliederzahlen anknüpfen, sagte Jung. Als besonderen „Mehrwert“ für die Vereinsmitglieder nannte er dabei den kostenfreien Eintritt zu Kaisersaal und Turm während der Saison von April bis Oktober 2019, den Domkustos Peter Schappert angeboten hatte. Auch darin könne ein Anreiz bestehen, dem Verein beizutreten, so Jung.

Bistum Speyer

12.12.2018


Könige treffen Kanzlerin und bringen den Segen

Sternsinger aus Frankenthal-Eppstein vertreten das Bistum Speyer im Kanzleramt

Speyer / Frankenthal - Vier Kinder aus der katholischen Gemeinde St. Cyriakus in Frankenthal-Eppstein, die zur Pfarrei Heilige Dreifaltigkeit Frankenthal gehört, vertreten am Montag, 7. Januar, um 11 Uhr das Bistum Speyer beim Sternsinger-Empfang von Bundeskanzlerin Angela Merkel in Berlin. Die Mädchen und Jungen aus Frankenthal-Eppstein hatten sich am Sternsinger-Wettbewerb der 60. Aktion Dreikönigssingen beteiligt und beim Preisrätsel die richtige Lösung gefunden. Bei der anschließenden Ziehung der diözesanen Gewinner hatten sie zudem das nötige Losglück.

Seit 1984 bringen die Sternsinger jedes Jahr ihren Segen „Christus mansionem benedicat – Christus segne dieses Haus“ ins Bundeskanzleramt. Kanzlerin Merkel heißt die kleinen und großen Könige bereits zum 14. Mal willkommen. Unter dem Motto: „Segen bringen, Segen sein. Wir gehören zusammen – in Peru und weltweit!“ werden sich die Sternsinger bei der 61. Aktion Dreikönigssingen an die Seite von Kindern mit Behinderung stellen. Am 28. Dezember 2018 wird die Aktion in Altötting bundesweit eröffnet.

Sternsinger haben starke Partner

Hinter den 300.000 engagierten Mädchen und Jungen, die bundesweit von Tür zu Tür gehen, stehen zwei starke Partner: Das Hilfswerk der Sternsinger und der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ). Gemeinsam blicken beide Akteure auf eine erfolgreiche Geschichte zurück, denn seit ihrem Start im Jahr 1959 hat sich die Aktion zur weltweit größten Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder entwickelt. Insgesamt haben die Sternsinger bisher über eine Milliarde Euro gesammelt. Weltweit konnten dadurch mehr als 73.000 Projekte und Hilfsprogramme für Kinder in Afrika, Lateinamerika, Asien, Ozeanien und Osteuropa gefördert werden.

Kontakt für Fragen zur Sternsingeraktion im Bistum Speyer:

Pfr. Ralf Feix
Webergasse 11
67346 Speyer
Tel. 0 6232/102-337
Mobil 0151-14879591
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Bistum Speyer

12.12.2018


Bistum Speyer zu Gespräch bei Generalstaatsanwaltschaft Zweibrücken

Bistum informierte über Verdachtsfälle des sexuellen Missbrauchs – Generalvikar Andreas Sturm: „Aufarbeitung hat für uns einen zentralen Stellenwert“

Zweibrücken - Das Bistum Speyer hat sich am 6. Dezember zu einem Gespräch mit der Generalstaatsanwaltschaft Zweibrücken getroffen. Dabei informierte das Bistum Speyer über die Verdachtsfälle des sexuellen Missbrauchs, die dem Bistum bekannt sind. „Die Aufarbeitung hat für uns einen zentralen Stellenwert. Wir sind bereit, der Staatsanwaltschaft alle unsere Unterlagen offenzulegen“, erklärte Generalvikar Andreas Sturm. Seit dem Inkrafttreten der Bischöflichen Leitlinien im Jahr 2010 zeigt das Bistum Speyer jeden Hinweis aus sexuellen Missbrauch bei der Staatsanwaltschaft an.

Das Bistum Speyer hat als Konsequenz aus den Erkenntnissen der Missbrauchsstudie im Oktober seine Präventionsarbeit ausgebaut und Christine Lormes als zusätzliche Ansprechpartnerin beauftragt. Zudem hat das Bistum eine Arbeitsgruppe zur Aufarbeitung des sexuellen Missbrauchs eingesetzt. Mit der Kinderschutz-Expertin Mechthild Wolff von der Hochschule Landshut und dem Historiker Andreas Rödder von der Johannes Gutenberg Universität Mainz gehören der Arbeitsgruppe auch unabhängige Fachleute von außen an.

Bistum Speyer

10.12.2018


Erstmals in Mannheim - bis zu 6000 Kinder singen 2019 gemeinsam im Chor und gestalten ihr eigenes professionelles Konzert

Anmeldephase für Schulen und Chöre läuft | Tickets ab sofort im Vorverkauf

Mannheim - 6K UNITED! ist ein interaktives Musikprojekt für Schulen und Chöre, bei dem bis zu 6000 Kinder gemeinsam in einer großen Arena ihr eigenes professionelles Konzert gestalten. Begleitet werden sie von einer Live-Band und Musikern, die sonst mit den Größen der deutschen Musikszene auf der Bühne stehen. Im Sommer 2018 kamen in Hamburg, Berlin und Düsseldorf erstmals tausende Kinder für das Projekt zusammen, die Resonanz der Teilnehmer, Zuschauer und Medien war überwältigend. 2019 folgt nun die nächste Auflage von 6K UNITED!, die das Projekt auch zum ersten Mal nach Mannheim führen wird.

Im Premierenjahr entfachte das interaktive Musikprojekt an vielen Schulen ein regelrechtes Singfieber. Monatelang hatten sich 8 bis 13-Jährige mit ihren LehrerInnen und ChorleiterInnen im Unterricht vorbereitet. Kinder aus allen Schulformen und unterschiedlichster Herkunft kamen zusammen, um gemeinsam zu singen. Viele Teilnehmer nahmen dafür Anreisewege von hundert Kilometern und mehr auf sich. Entstanden sind tief bewegende und überwältigende Konzerterlebnisse! Nicht nur für die teilnehmenden Kinder und deren Familien und Freunde, sondern auch für all die anderen Besucher, die live dabei waren.

Im Sommer 2019 geht 6K UNITED! in die zweite Runde. Neben Berlin (14.6.19, Mercedes-Benz-Arena), Hamburg (15.6.19, Barclaycard Arena) und Düsseldorf (28.6.19, ISS Dome) möchte das Projekt auch erstmals in Mannheim (27.6.19, SAP Arena) Kinder nachhaltig fürs Singen und Musizieren begeistern. Bereits über 12000 Teilnehmer haben sich bislang für die vier Konzerte angemeldet und täglich kommen weitere hinzu. Noch bis zum 22.12.2018 können sich Schulen und Chöre über die Website www.6k-united.de anmelden, um an dem Projekt teilzunehmen.

Start des Kartenvorverkaufs: Familien, Freunde und Musikfans können ab sofort Tickets ab 19,90 € für alle vier Konzerte 2019 auf www.6k-united.de bestellen.

UHPR / Das Promotionbüro

10.12.2018


Musikalische Vorfreude auf die Ankunft des Herrn

Reihe „Cantate Domino“ der Dommusik begleitet musikalisch durch den Advent

Speyer - Die Freude auf die Ankunft des Herrn bestimmt die Reihe „Cantate Domino“ der Dommusik Speyer. Die Konzerte von etwa einer Stunde Dauer finden jeweils samstags um 18 Uhr statt. Der Eintritt ist frei, um eine Spende wird gebeten.

Am Vorabend des Dritten Adventssonntags, Samstag, 15. Dezember um 18 Uhr, gastiert der Mainzer Domchor, einer der traditionsreichsten Knabenchöre Deutschlands, im Speyerer Dom. „Gaudete in Domino“ ist der Titel dieses Konzertes mit Chor- und Orgelmusik von Giovanni Pierluigi da Palestrina, Orlando di Lasso, Johannes Eccard, Andreas Hammerschmidt, Felix Mendelssohn Bartholdy und Anton Bruckner. Domorganist Markus Eichenlaub wird an diesem Abend die Orgel spielen.

Der Ausruf „Freuet euch, der Herr ist nahe!“ betitelt das letzte Konzert der Reihe in diesem Jahr. Der Knabenchor Capella Vocalis aus Reutlingen gestaltet das Konzert am Samstag, 22. Dezember, 18 Uhr. Der Knabenchor singt  unter der Leitung von Christian Bonath adventliche Chormusik aus fünf Jahrhunderten von Georg Friedrich Händel, Felix Mendelssohn Bartholdy, Johannes Brahms, John Tavener, John Rutter. Domkantor Joachim Weller wird die Domorgel spielen.

Text: Bistum Speyer Foto: Domkapitel Speyer

10.12.2018


Zum Tod von George Bush

1990 besuchte der US-Präsident den Speyerer Dom

Eintrag ins Goldene Buch des Doms © Domkapitel Speyer

Speyer - Am 18. November 1990 besuchten der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika Georg Bush und seine Frau Barbara Bush begleitet vom Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland Helmut Kohl und seiner Frau Hannelore Kohl den Dom zu Speyer. Dies geschah nur acht Tage nachdem das sowjetische Präsidentenpaar Michael und Raissa Gorbatschow in Speyer zu Gast waren. George Bush sprach von einem „Zeichen der Zeit“, dass so kurz nacheinander die Vertreter zweier Weltmächte diesen Ort besucht hatten und zeigte sich beeindruckt vom „majestätischen Dom“. Die Besucher des sonntäglichen Kapitelsamtes applaudierten herzlich, als Bush und Kohl den Dom betraten. Zuvor waren diese bereits, trotz Sturm und Regen, von tausenden Menschen auf dem Domplatz begrüßt und bejubelt worden. Bischof Anton Schlembach nahm sein Grußwort zum Anlass, um auf die vielfältigen Verbindungen zwischen der Pfalz und den USA hinzuweisen. Außerdem dankte der Bischof George Bush „für die Unterstützung unseres Bundeskanzlers in dessen Bemühen um die deutsche Vereinigung und die Einheit Europas“. Nach einem gemeinsamen Gang durch den Dom wurden dem Ehepaar Bush in der Sakristei einige kostbare Gegenstände des Domschatzes gezeigt. Dort trug sich das amerikanische Präsidentenpaar zusammen mit den deutschen Gastgebern in das Goldene Buch des Doms ein.

Bistum Speyer

10.12.2018


Domkapitel: Finanzierung der Vorhallensanierung gesichert

Feierstunde zum Dank an Unterstützer – Bedeutung der Vorhalle und Aufgaben der Instandsetzung

(v.l.) Domkustos Peter Schappert, Bundestagsabgeordnete Doris Barnett, Bundestagsabgeordneter Dr. Lars Castellucci © Domkapitel Speyer, Foto: Klaus Landry

Speyer - Am Samstag vor dem 1. Advent hatte das Domkapitel in die Vorhalle des Doms geladen, um Unterstützern und Förderern des Doms zu danken. Anlass war die Zusage von Bundesmitteln in Höhe von 356.000 Euro aus dem Denkmalschutz Sonderprogramm VII für die Vorhallensanierung. Domkustos Peter Schappert begrüßte die Bundestagsabgeordnete Doris Barnett und den Bundestagsabgeordneten und Religionspolitischen Sprecher seiner Fraktion Dr. Lars Castellucci, welche den Antrag unterstützt hatten. „Schon länger war es der Wunsch des Domkapitels, die Sanierung der Vorhalle anzugehen“, erläuterte Domkustos Peter Schappert. „Als historistisches Gesamtkunstwerk und als ersten Raum, den die Besucher betreten, hat die Vorhalle eine herausragende Stellung innerhalb des Bauwerks. Umso dankbarer sind wir über die Förderzusage aus Berlin und für die Unterstützung, die wir von Seiten des Landes und unserer Förderinstitutionen erhalten.“

Die Bedeutung der Vorhalle

In seiner Ansprache nahm Schappert die Anwesenden mit auf eine Reise durch die wechselvolle Geschichte der Vorhalle. Nach teilweiser Zerstörung im 17. Jahrhundert und barocker Umgestaltung beim Wiederaufbau des 18. Jahrhunderts erhielt die Vorhalle im 19. Jahrhundert schließlich ihre heutige Form. Die dort anwesenden Skulpturen und Grabdenkmäler der Kaiser und Könige seien als „Erinnerungsort“ der deutschen Geschichte geschaffen worden. Diese Erläuterung griff Doris Barnett auf und verwies auf die kulturhistorische Bedeutung der Vorhalle. „Das hier so viele Könige stehen, wo es doch ein Gotteshaus ist", müsse den Besuchern erklärt werden, Mit dieser Erklärung ließe sich hier besonders gut die geschichtliche Bedeutung des Doms begreifen. Als Motivation, den Antrag des Domkapitels zu unterstützen, erklärte Barnett, es gelte, „diese Kulturdenkmal, dieses Glanzstück gut zu und Herzstück der Region erhalten.“ Dr. Lars Castellucci, von der anderen Seite des Rheins kommend, hob die überregionale Bedeutung und Strahlkraft des Doms hervor: „Deshalb ist es richtig und wichtig, dass wir uns von Bundesseite engagieren“, sagte er. Durch die Sanierung erhoffe er sich, „dass der alte Glanz der Vorhalle wieder hergestellt wird, so dass der erste Eindruck zu dem passe, was einem im Dom erwartet.“

Zu der Bundesförderung kommen weitere wichtige Unterstützer, denen der Domkustos im Namen des Domkapitels seinen Dank aussprach. 40 Prozent der Kosten aller substanzerhaltenden Maßnahmen werden von Seiten des Landes Rheinland-Pfalz übernommen, wie in einer Vereinbarung von 2009 festgelegt wurde. Daher dankte Schappert dem Speyerer Landtagsabgeordneten Reinhard Oelbermann und der Vertreterin der Landesdenkmalpflege Dr. Ulrike Weber. Diese hatte die Maßnahme der Vorhallensanierung beim Bund empfohlen. Ein weiterer Dank ging an die Europäische Stiftung Kaiserdom zu Speyer, die eine projektbezogene Unterstützung in Höhe von 89.000 Euro Aussicht gestellt hat. Ebenfalls Anteil an dem Projekt hat der Dombauverein Speyer, der jährlich mit Beträgen zwischen 100.000 und 200.000 Euro die Instandhaltung des Doms unterstützt.

Umfangreiche Sanierung mit Untersuchung der Statik und Überarbeitung aller Steinflächen

(v.l.) Dr. Lars Castellucci, Bundestagsabgeordnete Doris Barnett, Domkustos Peter Schappert. © Domkapitel Speyer, Foto: Klaus Landry

Dombaumeister Mario Colletto erklärte den anwesenden Unterstützern, warum eine Sanierung notwendig ist und wo die Herausforderungen liegen. Er nannte als Aufgaben die Untersuchung und gegebenenfalls Ertüchtigung der Statik der Wände, die Säuberung der Raumschale und die Restaurierung der einzelnen Skulpturen. Zusammen mit dem Dom- und Diözesankonservator Wolfgang Franz befasst er sich seit 2014 mit der Vorhallensanierung. Durch Voruntersuchungen wurden Bedarf und Kosten ermittelt und auf 891.000 Euro veranschlagt. Bei dieser Summe ist klar, dass die Maßnahme nicht aus den laufenden Instandhaltungskosten eines Jahre finanziert werden kann, sondern dass es gesonderter Unterstützung bedarf. Nach den jetzigen Plänen wird die Sanierung ohne eine vollständige Schließung der Vorhalle und innerhalb eines überschaubaren Zeitraums zu bewerkstelligen sein, sagte der Dombaumeister. Das zügige Vorankommen bei den Arbeiten sei wichtig, so Colletto, um ein optisches "Auseinanderfallen" der einzelnen Raumteile zu verhindern.

Geplant ist eine Reinigung und Überarbeitung aller Steinflächen, also unter anderem Steinersatz, Herausnahme störender Kittungen mit falscher Oberflächengestaltung und Austausch desolater Bodenplatten. Um weiteren Schäden vorzubeugen und die optische Wirkung nachhaltig zu verbessern, sollen die Kenotaphe, Skulpturen und Reliefs, welche die im Dom begrabenen Kaiser und Könige repräsentieren, gereinigt und ausgebessert werden. Weiter sind eine Ertüchtigung der Taubenbewehrung sowie ein neues Beleuchtungskonzept geplant. Im kommenden Jahr sollen die Maßnahmen beginnen und etwa sechzehn Monate lang andauern.

Text: Bistum Speyer Foto: Klaus Landry

10.12.2018


Begleitung durch den Advent

Die Jugendkirche LUMEN, die Netzgemeinde da_zwischen, Katholisch.de und politische Bildung bieten etwas andere Adventskalender an

Speyer - Adventskalender können Kindern, Jugendlichen aber auch Erwachsenen die Wartezeit bis zum Weihnachtsfest „verkürzen“ und die Vorfreude steigern. Hinter den „Türchen“ für jeden Tag bis zum Heiligen Abend verbergen sich oft Süßigkeiten oder sonstige kleine Geschenke. Aber es gibt auch andere Varianten von Adventskalendern.

Mit AppVent von LUMEN durch den Advent

Ein Bespiel für eine neue Form des Adventskalenders ist die AppVent der Jugendkirche LUMEN aus Ludwigshafen. Jeden Tag neu wird allen Nutzerinnen und Nutzern eine „Message“ auf das Smartphone geschickt. Ab 1. Dezember öffnet sich täglich ein neues Türchen: „Zum Nachdenken, Schmunzeln oder Beides“, so die AppVent-Organisatoren von LUMEN.
Wer wissen will, was sich hinter den Türchen verbirgt, braucht entweder WhatsApp, den Facebook-Messenger oder Telegram auf seinem Smartphone.
Anmelden kann man sich unkompliziert über die Webseite:
https://www.jugendkirche-lumen.de/angebote-fuer-euch/das-gibt-es-bei-uns/appvent/

Re/vent von der Netzgemeinde da_zwischen und Dreifach Glauben

Im Advent nochmal neu starten und Veränderungen wahrnehmen – dazu lädt der Adventskalender „Re/vent“ der Netzgemeinde da_zwischen und „Dreifach Glauben“, einem Netzwerk junger katholischer Theologinnen und Theologen, ein.
„Re/vent“ ist eine Mischung aus „reinvent“ (neu erfinden) und Advent. Dabei geht es um Fragen wie Was hab ich schon alles verändert? Wie verändere ich? Was will ich noch verändern?
„Wir möchten mir dir nachdenken über das, was endet und beginnt, was neu erfunden wird und was nicht. 24 Tage lang“, so die Beschreibung der Anbieter. Wer will, kann mit dem Smartphone jeden Tag ein Türchen öffnen. Weitere Infos und Anmeldung über die Facebookseite der Netzgemeinde: https://www.facebook.com/netzgemeindedazwischen/

Adventskalender von katholisch.de mit „Speyerer Grüßen“

Im Adventskalender „24 Menschen, 24 Wünsche“ der Internetplattform katholisch.de gibt es dieses Jahr auch Grüße aus der Diözese Speyer. Michael Rick aus Kaiserslautern grüßt aus der Pfalz mit seinen Wünschen für Weihnachten als Geburtsfest Jesu Christi. Er ist Religionslehrer im Bistum und bekannt über katholisch.de mit seiner biblischen Geschichte im Videoformat. Der Adventskalender ist ein Video-Kalender, zu dem katholisch.de täglich in den sozialen Netzwerken (Facebook, Instagram) posten wird. In etwa 30 Sekunden äußern dort unterschiedlichste Persönlichkeiten (Lehrer, Schüler, junge Familien und Senioren, Priester und Ordensfrauen) ihren persönlichen Weihnachtswunsch.

Der zweite Kalender von katholisch.de ist ein „Gute-Nachricht-Kalender“, in dem die Internetplattform jeden Tag eine positive Statistik präsentiert, um den scheinbar ausschließlich negativen Nachrichten in den Medien etwas entgegenzustellen.  
Der Link dazu:  https://www.katholisch.de/glaube/unser-kirchenjahr/unser-gute-nachricht-kalender

Virtueller Adventskalender zur politischen Bildung

Die sieben staatlich anerkannten Träger der Erwachsenen- und Weiterbildung in Rheinland-Pfalz, darunter auch die katholische Erwachsenenbildung, haben in diesem Jahr einen virtuellen Adventskalender zur politischen Bildung gestaltet. Ab dem ersten Dezember öffnet sich jeden Tag ein Türchen und stellt ein Projekt der (gesellschafts-)politischen Bildung vor, das einer der Weiterbildungsträger in Rheinland-Pfalz auf Landesebene oder eine Mitgliedseinrichtung durchführt.
Der Link zum Kalender: https://politischebildungrlp.de

Bistum Speyer

10.12.2018


Neue Krippenlandschaft im Speyerer Dom

Aufbau hat begonnen – Fertigstellung traditionsgemäß am 24. Dezember

Speyer - Ist die Krippe schon fertig? Diese Frage hören die Sakristane des Speyerer Doms im Dezember mehrmals täglich. Der Aufbau der großen Krippenlandschaft beginnt zwar schon Ende November, fertig gestellt wird die Krippe aber der Tradition folgend erst am Heiligen Abend. Viele Menschen kommen mit Freunden und Familie in den Dom, um die Szenerie zu bestaunen. In diesem Jahr wird es einige Neuerungen bei der Gestaltung geben – die Figuren bleiben aber dieselben. Ihren Standort hat die Dom-Krippe in der Nähe des Hauptportals, am westlichen Ende des südlichen Seitenschiffs.

Unterstützung erhielt das Speyerer „Krippen-Team“ vom Bellheimer Pfarrer Thomas Buchert, der ein ausgewiesener Krippenspezialist ist. Mit seiner Hilfe wurde ein neuer Stall geschaffen, der besser zum orientalischen Charakter der Figuren passt. Unterstützung erhielt Buchert dabei von Wolfgang Leibig, der die „Steine“ der Gebäude aus Styrodur geschnitzt hat. Auch der Hintergrund wurde neu gestaltet. Anstatt der großen Tannenbäume ist nun das Bergland Judäas zu sehen, gemalt von Klaus Leibig, der sich zusammen mit seinem Bruder das Jahr über ehrenamtlich im Dom-Besucherdienst engagiert. Die Hauptarbeit übernehmen seit vielen Jahren die Sakristane des Doms Markus Belz und Michael Flörchinger. Sie kümmern sich mit spürbarer Begeisterung und viel Herzblut um die Krippenlandschaft.

Als erstes wird das Podest aufgebaut. Einmal sechs und einmal sieben Meter sind die Seiten der Krippe lang, 4,50 Meter reicht das Tableau in die Tiefe. Darauf kommen Steine und Erde, mit denen die Landschaft in der Gegend von Bethlehem nachempfunden wird. Zwei Wasserläufe bringen Bewegung in die Szenerie. In diesem Jahr kommen erstmals Olivensträucher und Bäume zum Einsatz und bringen mediterranes Flair in den Dom. Moos und kleinere Pflanzen komplettieren Stück für Stück die Landschaft. Die neue Architektur wird zum Schluss aufgestellt.

In den Tagen unmittelbar vor Weihnachten bevölkern auch schon ein paar Tierfiguren die Landschaft, wobei vor allem die beiden Elefanten für leuchtende Kinderaugen sorgen. Vollendet wird die Krippe am 24. Dezember: dann hält die Heilige Familie dort Einzug.

Die Speyerer Domkrippe (Detail) © Fotos: Klaus Landry

Während Maria mit dem Jesuskind und Josef den Mittelpunkt der Krippe bilden, finden sich um sie herum weitere Menschen und einige Tiere, die alle ihre besondere Rolle in der Weihnachtsgeschichte spielen. Mit der Fertigstellung der Krippe wird in diesem Jahr zum ersten Mal ein neu produzierter Flyer über die Bedeutung der figürlichen Darstellung von Christi Geburt und der verschiedenen Bestandteile der Krippenlandschaft Auskunft geben. So erfährt man, welche Aussage hinter der Ankunft der Hirten steht und woher die Heiligen drei Könige stammen.

Die Grundausstattung der Speyerer Domkrippe mit der Heiligen Familie schnitzte in den 1920er-Jahren der Münchner Bildhauer Otto Zehentbauer. Der Münchner Professor an der Akademie der Bildenden Künste war bekannt für seine Hochaltäre und Kirchenkreuze. Nach seinem Kriegseinsatz 1918 schuf er Krippen für zahlreiche Gotteshäuser. Zehentbauers Figuren zeigen eine große Vielfalt und Ausdruckskraft. Sie sind mit viel Liebe und Sorgfalt geschnitzt. Kleinigkeiten sind exakt herausgearbeitet, dadurch wirken die Figuren lebensnah und natürlich. Ergänzt wurde die Krippe später durch einige Figuren des Bildhauers Filip Piccolruaz aus St. Ulrich im Grödner Tal (Südtirol). Er schnitzte unter anderem Reittiere für die drei Weisen: ein Dromedar, einen Elefanten mit Treiber sowie ein Pferd mit Pferdeführer.

Die Krippe im Speyerer Dom ist vom 24. Dezember bis zum 2. Februar zu sehen. Der Dom ist werktags von 9 bis 17 Uhr, samstags von 9 bis 18 Uhr und an Sonntagen von 12 bis 17 Uhr für Besucher geöffnet. An Feiertagen gelten besondere Öffnungszeiten. Während der Gottesdienste ist keine Besichtigung möglich.

Text: Bistum Speyer Foto: Klaus Landry

10.12.2018


Musikalischer Advent im Priesterseminar

Besonders gestaltete Gottesdienste an den Adventssonntagen in der Seminarkirche

Speyer - Das Bischöfliche Priesterseminar und Pastoralseminar St. German in Speyer lädt an den Adventssonntagen zu der Reihe „Musikalischer Advent“ in die Kirche des Seminars (Am Germansberg 60) ein. Beginn der besonders gestalteten Gottesdienste ist jeweils um 9.30 Uhr. In diesem Jahr stehen die Messen unter dem Leitwort „…das Wort will Fleisch uns werden“.

Am Dritten Advent, Sonntag, 16. Dezember, hält Spiritual Martin Seither die Messe und predigt. Unter der Leitung von Christina Riffel singt der katholische Kirchenchor St. Martin aus Waldsee. Die Orgel spielt Dirk Schneider.

Die Reihe schließt mit dem Gottesdienst am Vierten Advent, Sonntag, 23. Dezember. Zelebrant und Prediger ist Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann. Musikalisch wird die Messe von der Sopranistin Christina Riffel und Dirk Schneider an der Orgel gestaltet.

Bistum Speyer

10.12.2018


Großes Erwarten: Musikgottesdienst und Kindermusical im Advent

Landau / Er-lebt Gemeinde - In der Adventszeit bietet die Er-lebt Gemeinde ganz besondere Gottesdienste an. Am 9. Dezember findet der traditionelle Musikgottesdienst statt und am 16. Dezember gestalten die Kinder den Gottesdienst mit einem Musical. Den Weihnachtsgottesdienst feiert die Gemeinde am 24. Dezember um 16 Uhr.

Mit der Advents- und Weihnachtszeit verbinden sich für viele große Erwartungen: Die erfolgreiche Suche nach dem passenden Geschenk. Die verdiente Ruhe und Besinnlichkeit im Kreis von lieben Menschen nach intensiver vorweihnachtlicher Vorbereitung und mancher Hektik. Die Gottesdienste zum Advent laden dazu ein, den Wert und das Geschenk des Erwartens neu zu entdecken.

Die Gottesdienste im Advent stehen unter dem Thema „Großes Erwarten“ und starten jeden Sonntag um 10:30 Uhr in der Er-lebt Gemeinde. Am 9. Dezember findet der traditionelle Musikgottesdienst statt. Es ist eine Reise in alten und neuen Liedern zum Weihnachts-Ereignis. Der Gottesdienst am 16. Dezember steht ganz im Zeichen des Kindermusicals „Das erste Weihnachtswunder“.

Der Weihnachtsgottesdienst am Heilig Abend findet um 16 Uhr statt.

Weitere Informationen zum Advents- und Weihnachtsangebot finden Sie unter www.er-lebt.de und unter www.facebook.com/er.lebt.

Er-lebt Gemeinde Landau
Christian Bohr
Öffentlichkeitsarbeit
Marie-Curie-Straße 3
76829 Landau in der Pfalz
E-Mail: christian.bohr@er-lebt.de  
www.er-lebt.de  
www.facebook.com/er.lebt

Er-lebt Gemeinde Landau

10.12.2018


Kirche Heiligste Dreifaltigkeit in Dernbach wird instandgesetzt

Bistum, Pfarrei und Zuschussgeber informierten bei einem Pressegespräch vor Ort über die geplanten Maßnahmen – Arbeiten sollen bis Frühjahr 2019 abgeschlossen sein

Dernbach - Über die Instandsetzung der Kirche Heiligste Dreifaltigkeit in Dernbach haben in einem Pressegespräch vor Ort das Bistum Speyer, die Pfarrei Heilige Elisabeth, die Deutsche Stiftung Denkmalschutz, Lotto Rheinland-Pfalz sowie die Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz informiert.

„Ein Kirchenbau in Dernbach wird erstmals im Jahr 1313 urkundlich erwähnt. Vermutlich handelt es sich hierbei um die Ende des 13. Jahrhunderts errichtete Jodocuskapelle“, erläuterte Wolfgang Franz, der Leiter des Bischöflichen Denkmalamts, die Geschichte des ersten Kirchenbaus, von dem heute noch der Chor mit Fragmenten einer Wandmalerei und figürliche Bauplastiken erhalten sind. Um das Jahr 1415 wurde die Jodocuskapelle zur Pfarrkirche erhoben.

Zuvor waren Teile der Kirche abgerissen worden und das Langhaus, der Turm und die doppelgeschossige Sakristei wurden größer dimensioniert neu aufgebaut. 1634 stürzten die Gewölbe des Langhauses eine, an ihrer Stelle wurde eine Flachdecke eingezogen. Im Zuge der Einweihung des Neubaus wurde der Kirche das Patrozinium der Heiligsten Dreifaltigkeit verliehen. Seit dieser Zeit wurde die Kirche nicht mehr wesentlich verändert, größere Instandsetzungen erfolgten in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts und in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. „Die Kirche stellt mit ihrem relativ unbeschädigten Bestand an aufgehendem Mauerwerk aus den beiden Entstehungsphasen des 13. und des 17. Jahrhunderts, den darauf befindlichen Wandmalereien sowie dem großen Umfang bauzeitlicher Konstruktionshölzer in den Dachstühlen für die Region ‚Südliche Weinstraße‘ ein äußerst hochwertiges und rares Zeugnis der früh- und spätgotischen Sakralkunst dar“, würdigte Wolfgang Franz die denkmalpflegerische Bedeutung der Kirche. Aufgrund der erhöhten Lage und mit ihrem markanten Turm habe die Kirche landschaftsprägenden Charakter und sei für das Dernbacher Tal als „kleines Juwel“ anzusehen.

Die Bauschäden und die geplante Instandsetzungsmaßnahmen erläuterten Architekt Rolf Estelmann und Alexandra Ruffing vom Bischöflichen Bauamt in Speyer. Der Zahn der Zeit habe an der Kirche Heiligste Dreifaltigkeit deutliche Spuren hinterlassen. Am Mauerwerk zeigen sich vereinzelte Schäden am Außenputz. Die Dachflächen halten nicht mehr überall dicht und weisen konstruktive Mängel auf. Auch am Dachstuhl haben die Sachverständigen konstruktive und statische Mängel aufgrund fehlerhafter Knotenpunkte festgestellt. Hinzu kommt ein starker Anobienbefall durch Holzwürmer. Die Instandsetzung der Kirche umfasst die Dachstühle über Chor, Kirchenschiff und Turm, die Dachdeckung, die teilweise erneuert wird, sowie den Außenputz und den Außenanstrich. Die Arbeiten haben im Juli dieses Jahres begonnen und werden voraussichtlich im Frühjahr 2019 abgeschlossen.

Die Kosten für die Instandsetzung belaufen sich auf rund 550.000 Euro. Davon trägt das Bistum Speyer mit 60 Prozent den größten Anteil. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz und Lotto Rheinland-Pfalz sowie die Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz engagieren sich mit Zuschüssen in Höhe von jeweils 50.000 Euro. Den Restbetrag finanziert die Pfarrei Heilige Elisabeth aus Annweiler mit Eigenmitteln. „Auf diese Weise sichern wir den Fortbestand einer seelsorglich wie auch kulturell wichtigen Kirche für das Dernbacher Tal“, sagte Pfarrer Eugeniusz Ociepka von der Pfarrei Heilige Elisabeth in Annweiler. „Wir Dernbacher hängen sehr an unserer Kirche“, bekräftigten Marianne Braun und Maria Nicklas vom Gemeindeausschuss der Pfarrei.

Weitere Informationen:

Deutsche Stiftung Denkmalschutz: www.denkmalschutz.de

Lotto Rheinland-Pfalz: www.lotto-rlp.de

Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz: http://www.gdke-rlp.de/

Bistum Speyer

10.12.2018


Die Digitalisierung gemeinsam gestalten

Sozialministerin Sabine Bätzing-Lichtenthaler bei Dialogabend im Speyerer Priesterseminar anlässlich der Kurpfälzer Sozialtage zum Thema „Arbeit.Macht.Sinn.“

v.l.: Betriebsseelsorger Andreas Welte, Sozialministerin Sabine Bätzing-Lichtenthaler, KAB-Diözesansekretär Ulf Bergemann und den Referent für Arbeitnehmerpastoral Uwe Terhorst.

Speyer - „Die Digitalisierung ist ein Megatrend, vor dem man sich nicht wegducken kann, vor dem man aber auch keine Angst haben muss“: Das sagte die rheinland-pfälzische Sozialministerin Sabine Bätzing-Lichtenthaler bei einem Dialogabend zum Thema „Arbeit.Macht.Sinn. – Vom Wert des Menschen in Gesellschaft und Arbeitswelt“ am 19. November im Priesterseminar St. German in Speyer.

Im Zuge der Digitalisierung würden sich die Tätigkeitsprofile fast aller Beschäftigten stark verändern, so die Ministerin. Dabei komme der Qualifizierung und Weiterbildung eine Schlüsselrolle zu. „Unser Ziel als Landesregierung ist es, auf dem Weg der Digitalisierung möglichst alle mitzunehmen, auch Klein- und Kleinstunternehmen mit ihren Beschäftigten“, erklärte Sabine Bätzing-Lichtenthaler vor rund 80 Teilnehmerinnen und Teilnehmern, darunter viele Arbeitnehmervertreter aus Gewerkschaften und Verbänden. Sie unterstrich die Bedeutung passgenauer Weiterbildungsangebote für Personal- und Betriebsräte ebenso wie die Notwendigkeit einer Stärkung der digitalen Medienkompetenz bereits in den Schulen. Als Herausforderung nannte sie die steigende Zahl von Crowd- und Clickworkern, die als Selbständige weitgehend schutzlos und unzureichend abgesichert sind. „Das Mitbestimmungsrecht muss auf die Bedingungen der Digitalisierung angepasst werden“, so die Ministerin, die eine starke Mitbestimmung auch in Zeiten der Digitalisierung für notwendig hält.

Mit der Digitalisierung ist aus ihrer Sicht auch eine steigende Gefahr des Datenmissbrauchs zum Zweck der Überwachung und Kontrolle von Beschäftigten verbunden. Die Digitalisierung führe zu einer Entgrenzung des Arbeitsortes und der Arbeitszeit, verbunden mit Chancen zum Beispiel für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf, aber auch mit dem Risiko einer Überforderung, wo die Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit immer mehr verschwimmen. Es dürfe keine „grenzenlose Entgrenzung“ durch die Digitalisierung geben: „Auch in digitalen Zeiten brauchen Beschäftigte analoge Pausen.“

In der anschließenden Diskussion, geleitet von RPR1-Moderator Uwe Burkert, berichteten Teilnehmer unter anderem, dass die Weiterbildung von Personal- und Betriebsräten zum Thema Digitalisierung oft nicht den nötigen Rückhalt und die erforderliche Unterstützung durch die Unternehmen habe. Bemängelt wurde, dass in der jüngeren Generation das Bewusstsein für Sinn und Notwendigkeit der betrieblichen Mitbestimmung oftmals wenig ausgeprägt sei. Der steigende Energieverbrauch durch die Digitalisierung mit negativen Folgen für das Klima war ebenso Gegenstand der Diskussion wie die ethische Frage, ob die Digitalisierung in Arbeitsfeldern zu verantworten ist, in denen Menschen mit Menschen umgehen.

Zu der Veranstaltung im Rahmen der „9. Kurpfälzer Sozialtage“ hatte die Katholische Arbeitsnehmerbewegung (KAB) gemeinsam mit der Betriebsseelsorge der Diözesen Speyer und Freiburg und der Evangelischen Arbeitsstelle Bildung und Gesellschaft der Evangelischen Kirche der Pfalz eingeladen. Die „Kurpfälzer Sozialtage“ verstehen sich als Forum für den Meinungsaustausch zwischen Politik, Kirche, Wirtschaft, Arbeit und Kultur für eine gerechtere Gesellschaft. Sie umfassen mehrere Veranstaltungen in Mannheim, Ludwigshafen, Heidelberg und Speyer im Zeitraum zwischen dem 11. und 24. November.

Weitere Informationen: www.sozialtage2018.de

Bistum Speyer

10.12.2018


Bistum Speyer setzt Arbeitsgruppe zu Missbrauch und Prävention ein

Unabhängige Experten von außen unterstützen das Bistum bei der Aufarbeitung – Arbeitsgruppe soll Konsequenzen aus der Missbrauchs-Studie erarbeiten und Präventionsarbeit weiter ausbauen

Speyer - Das Bistum Speyer wird mit einer Arbeitsgruppe, der auch unabhängige Fachleute von außen angehören, die Aufarbeitung des sexuellen Missbrauchs im Bistum Speyer voranbringen. „Wir werden uns mit den Ergebnissen und Empfehlungen der im September vorgestellten Missbrauchsstudie auseinandersetzen und der Frage nachgehen, welche Konsequenzen für das Bistum Speyer zu ziehen sind“, erklärt Generalvikar Andreas Sturm, der den Vorsitz der Arbeitsgruppe führen wird. Der unmittelbare Kontakt und die Einbeziehung von Betroffenen haben für ihn einen zentralen Stellenwert. „Wir werden Opfer und Betroffene zur Mitwirkung in der Arbeitsgruppe einladen. Das mitfühlende Hinhören auf ihre leidvollen Erfahrungen muss der Ausgangspunkt und zugleich der Prüfstein für alle unsere Überlegungen und Veränderungen sein“, so Sturm.

Mit Professorin Mechthild Wolff von der Hochschule Landshut und Professor Andreas Rödder von der Johannes Gutenberg Universität Mainz werden der Arbeitsgruppe auch zwei hochkarätige Wissenschaftler angehören. „Der Blick von außen hat eine hohe Bedeutung für uns. Er soll uns helfen, Erfahrungen aus anderen Feldern aufzunehmen und blinde Flecken im eigenen System aufzudecken“, erklärt Sturm. Professorin Mechthild Wolff forscht und lehrt auf den Gebieten Pädagogik, Kinder-, Jugend- und Familienhilfe, Beteiligung in den Hilfen zur Erziehung und Kinderschutz in Institutionen. Professor Andreas Rödder hat den Lehrstuhl für neueste Geschichte in Mainz. Zu seinen Forschungsgebieten zählen unter anderem die historische Wertewandelforschung, die internationale Politik, die Zeitgeschichte der Jahrtausendwende, die europäische Geschichte der Zwischenkriegszeit sowie Regimewechsel und Elitenkontinuitäten in post-totalitären Demokratien nach 1945.

Als weitere Expertin zum Thema Kinderschutz wird der Arbeitsgruppe die Diplom-Sozialpädagogin Claudia Kausch angehören. Der Katholikenrat im Bistum Speyer wird in Person der Katholikenrats-Vorsitzenden Luisa Fischer in der Gruppe mitwirken. „Die Sichtweise und die Stimme der Laien haben für uns ein hohes Gewicht. Deshalb freue ich mich, dass sich auch der Katholikenrat des Bistums zur Mitarbeit in der Arbeitsgruppe bereit erklärt hat“, unterstreicht Generalvikar Sturm.

Der Arbeitsgruppe „Missbrauch und Prävention“ werden von Seiten des Bistums Speyer außerdem die Missbrauchsbeauftragten Ansgar Schreiner und Dorothea Küppers-Lehmann sowie die Präventionsbeauftragten Thomas Mann und Christine Lormes angehören. Christine Lormes hat ihre Tätigkeit als Präventionsbeauftragte im Oktober aufgenommen. „Damit hat das Bistum jetzt auch eine weibliche Ansprechpartnerin. Ihre Beauftragung ist eine unmittelbare Konsequenz aus der Missbrauchs-Studie, die im September vorgestellt wurde“, so Andreas Sturm. Neben der Aufarbeitung der Missbrauchsfälle ist die Präventionsarbeit für ihn der „entscheidende Faktor, damit sich alle Personen, insbesondere Kinder, Jugendliche und erwachsene Schutzbefohlene in kirchlichen Zusammenhängen sicher und geschützt fühlen können.“

Weitere Mitglieder der Arbeitsgruppe, die im Januar zu einem ersten Treffen zusammenkommen wird, sind der Leiter des Bischöflichen Rechtsamtes Marcus Wüstefeld, Bianca Beiersdörfer-Pohl als Vertreterin der Hauptabteilung Personal des Bischöflichen Ordinariats und Markus Herr, der Leiter der Bischöflichen Pressestelle des Bistums Speyer. „Wir wollen lernen und verstehen, wie es zum Missbrauch in der Kirche kommen konnte, um dann wirksame Konsequenzen für die künftige Arbeit zu ziehen“, fasst Generalvikar Andreas Sturm das Ziel der Arbeitsgruppe zusammen.

Seit dem Inkrafttreten der Leitlinien der Deutschen Bischofskonferenz im Jahr 2010 zeigt das Bistum Speyer jeden Missbrauchsverdacht sofort bei der Staatsanwaltschaft an. Im Dezember sind zwei Gespräche des Bistums Speyer mit den Generalstaatsanwaltschaften in Zweibrücken und Saarbrücken geplant, um den Umgang mit verjährten Verdachtsfällen zu klären. „Wir sind bereit, den Staatsanwaltschaften alle unsere Unterlagen offenzulegen. Transparenz und Offenheit sind der Weg, um die Verbrechen der Vergangenheit aufzuklären und Vertrauenswürdigkeit zurückzugewinnen“, unterstreicht Generalvikar Andreas Sturm.

Bistum Speyer

26.11.2018


„Um Europa aufzubauen, brauchen wir den Horizont der Transzendenz“

Der Erzbischof von Dijon Prof. Roland Minnerath skizzierte in seiner „Europäischen Rede“ im Speyerer Dom die Grundlinien eines christlichen Verständnisses von Europa

Speyer - Im Rahmen der Reihe „Europäische Reden - Reden über Europa“ hielt Prof. Dr. mult. Roland Minnerath, Erzbischof von Dijon in Frankreich, am 21. November im Speyerer Dom einen Vortrag zum Thema „Hat Europa eine Zukunft?“ Anlass für seine Rede war die Jahrestagung der „Europäischen Stiftung Kaiserdom zu Speyer“.

Erzbischof Minnerath sieht die Europäische Union in einer Krise, die in der abnehmen Zustimmung der Bürgerinnen und Bürger liegt. „Die Europäische Union ist nicht genügend von den Menschen in Europa getragen.“ In vielen Mitgliedsländern seien Kräfte am Werk, die auf eine Rückkehr zum Nationalstaat hinarbeiten, „als wäre Europa eine Bedrohung und der Nationalstaat die Lösung aller Probleme in der heutigen Welt“. Minnerath erinnerte an das Gemeinwohl und die zentrale Bedeutung der Würde des Menschen als Person: „Wenn der Mensch mit seiner Personenwürde nicht mehr als der unendliche Horizont, als Mitte und Ziel des gesellschaftlichen Lebens betrachtet würde, dann wäre Europa ein Projekt ohne Zukunft.“ Im Begriff der Würde komme die Vorstellung zum Ausdruck, dass der Mensch ein Suchender ist: „Seine Freiheit besteht darin, dass er sich dem Geheimnis seines Daseins öffnen kann.“ Das Leben sei eine unendliche Suche nach Sinn. „Um Europa weiter aufzubauen, brauchen wir daher den Horizont der Transzendenz“, so Minnerath.

Aus christlicher Sicht sei der Mensch vor allem Teil der universellen Einheit der Menschheit: „Die Menschen sind von Geburt an alle mit der gleichen Würde ausgestattet, weil sie Glieder des Menschengeschlechts und nicht dieser oder jener Nation sind.“ Dieser Grundsatz verurteile jede Diskriminierung aus Gründen der nationalen Zugehörigkeit, der Ethnie, der Rasse, der Religion oder der Kultur. „Es ist dringend geboten, die jungen Europäer so zu erziehen, dass sie ihre Unterschiede achten und die gleiche Würde jedes einzelnen, aber auch jeder Nation anerkennen.“ Man könne nur wünschen, dass „Europa auf keinen Fall so etwas wie eine auf ihre egoistischen Interessen fixierte kontinentale Festung Europa wird“. Wenn Europa den Mythos von der absoluten nationalen Souveränität aufgebe, könne es „der Welt, die vielerorts noch oder schon wieder in der aussichtslosen Konfrontation der Nationalismen gefangen ist, auch als Orientierungspunkt dienen“.

Die Perspektive der Transzendenz schütze den Menschen vor einer Verabsolutierung der Güter: „Wir wissen, wohin die Ideologien geführt haben, die dem Menschen das Paradies auf Erden versprochen hatten. Wer an eine kommende Vollkommenheit glaubt, ist besser imstande, sein Leben zu ordnen.“ Würde die Kirche nicht mehr die kommende Heimat verkünden, so würde sie „nicht nur ihren Auftrag nicht erfüllen, sie würde auch die Menschen der unendlichen Perspektive berauben, die der Geschichte einen Sinn verspricht“. So dürfe die Liebe zur eigenen Heimat auch nie in Geringschätzung  anderer Heimatgefühle umschlagen.

Subsidiaritätsprinzip als Schlüssel auf dem Weg zu einem europäischen Bundesstaat

Einen Schwerpunkt legte Erzbischof Minnerath auf das Subsidiaritätsprinzip. Es empfehle, den unteren Organisationsebenen nicht die Funktionen zu entziehen, die sie selber erfüllen können, und die oberen Entscheidungsinstanzen nur dann ergänzend intervenieren zu lassen, wenn die unteren Instanzen nicht mehr in der Lage sind, ihre Verantwortlichkeiten zu erfüllen. „Dieses Prinzip ist der Inbegriff demokratischer Partizipation.“ Auf die Europäische Union angewandt, ist es aus Minneraths Sicht „ein Garant der besonderen Eigenart der Nationen und nicht eine Bedrohung für deren Existenz.“ Europa brauche eine neue „Wertschätzung für das Ziel der politischen Einigung Europas sowie ein Europa-Gefühl, das die Nationen nicht verwirft, sondern hineinnimmt in ein größeres Ganzes und sie nach dem Subsidiaritätsprinzip als dessen Bausteine versteht.“ Er rief die Politik und die Kirche dazu auf, für die Überzeugung zu werben: „Ohne den Schutz einer den europäischen Nationalstaaten übergeordneten Europäischen Union ist jeder europäische Nationalstaat in Zukunft nicht mehr im Stande, seine Eigenart als Nation zu behalten und seine Interessen in der internationalen Politik zu wahren.“ Nach Überzeugung von Erzbischof Minnerath biete ein europäischer Bundesstaat die Chance, die volle Entfaltung des Subsidiaritätsprinzips ermöglichen.

„Menschenbild, das ganz Europa gemeinsam war, ist zerstört“

Minnerath stellte fest, dass sich die anfänglich begeisterte Zustimmung der Kirche zum Aufbau Europas in vielen Teilen der Kirche in Fragezeichen verwandelt habe. In anthropologischen und ethischen Fragen sei eine tiefe Kluft entstanden: „Das Menschenbild, das ganz Europa gemeinsam war, ist zerstört.“ Der Schutz des Lebens von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod, die Ehe als lebenslängliche Verbindung von Mann und Frau sowie als Ort der Weitergabe menschlichen Lebens, Fragen von Gender, Lebensende und Euthanasie seien „Themen, in denen die Mehrheit des europäischen Parlaments sowie der nationalen Parlamente und die überlieferte christliche Ethik nun schon seit Jahren auseinander gehen.“ Sollte Europa sich völlig vom jüdisch-christlichen Menschenbild lösen, so wäre Europa „etwas anderes als das, was wir ererbt haben und weitergeben möchten.“ Für Erzbischof Minnerath steht fest: „Die Christen in Europa haben den Auftrag, nicht nur an die christlichen Wurzeln des Kontinents zu erinnern, sondern sich fest an die Quelle zu halten, aus der alle Erneuerung hervorgeht. Die Quelle ist die christliche Botschaft in ihrer dauernden Gültigkeit.“ Aus dieser Quelle entspringe die Überzeugung, dass „wir durch die Zustimmung zu Europa ein Stück weiter kommen können auf dem Weg, der zu einer größeren  Einheit der Menschheit führt.“

Prof. Dr. Peter Frankenberg, Vorstandsvorsitzender der „Europäischen Stiftung Kaiserdom zu Speyer“, dankte Erzbischof Minnerath für seinen Vortrag, der die Zuhörer „zu den Grundlagen der europäischen Identität“ geführt und in der Überzeugung bestärkt habe: „Europa ist nicht am Ende, sondern kann vor einem neuen Anfang stehen.“ Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann schloss mit einem Gebet. Musikalisch eingerahmt wurde die Veranstaltungen durch Orgelwerke von Johannes Brahms und Norman Cocker, dargeboten von Domorganist Markus Eichenlaub.

Text: Bistum Speyer Foto: Bistum Speyer / Klaus Landry

26.11.2018


Ministerpräsident a.D. Kurt Beck zum neuen Vorsitzender des Kuratoriums der Europäischen Stiftung Kaiserdom zu Speyer gewählt

Speyer - Einstimmig wurde Ministerpräsident a. D. Kurt Beck heute zum neuen Vorsitzenden des Kuratoriums der »Europäischen Stiftung Kaiserdom zu Speyer« gewählt. Er folgt damit auf Bundeskanzler Helmut Kohl, der dem Kuratorium seit Gründung 1999 vorstand und am 16. Juni 2017 verstarb. Beck gehört dem Gremium seit seiner Errichtung an. Die Wahl stand im Mittelpunkt der traditionellen Jahrestagung, die in diesem Jahr am 21. November abgehalten wurde.

Neu gewählt wurde auch der Stiftungsrat. Vom Kuratorium wiedergewählt wurden Professor Salomon Korn, Mitglied des Zentralrates der Juden in Deutschland und Unternehmer Willi Kuhn. Während Hansjörg Eger ausscheidet, ist die neue Oberbürgermeisterin Stefanie Seiler neu im Stiftungsrat vertreten. Weitere Neumitglieder sind die frühere Ludwigshafener Oberbürgermeisterin, Dr. Eva Lohse, sowie der langjährige Schwetzinger Bürgermeister und ehemalige Finanzminister von Baden-Württemberg, Gerhard Stratthaus.

In seinem Geschäftsbericht über das Haushaltsjahr 2017 berichtete Vorstandsvorsitzender Professor Peter Franknberg, dass sich das Stiftungskapital seit 1999 von 1,5 Millionen Mark auf 4,1 Millionen Euro erhöhte. Außerdem stehen für konkrete Förderprojekte derzeit rund eine Million Euro zur Verfügung, ergänzte Frankenberg. Im Geschäftsjahr habe die Stiftung fast 260.000,00 Euro zur Verwirklichung des Stiftungszwecks verausgabt, insbesondere für die Dom-Außenillumination, für das Dombesucher-Zentrum, die Applikation von historischen Fresken aus dem Dom sowie für das wissenschaftliche Symposium über Rudolf von Habsburg.

„Hat Europa eine Zukunft“ lautete der Titel eines öffentlichen Vortrags im Kaiserdom im Rahmen der Reihe „Europäische Reden - Reden über Europa“, der sich an die Sitzung im Rathaus anschloss. Referent war der Erzbischof von Dijon/Frankreich, Prof. Dr. mult. Roland Minnerath. Der Redner beleuchtete in seinem Vortrag die Zukunft Europas aus der Sicht der christlichen Sozialethik.

Information:

»Europäische Stiftung Kaiserdom zu Speyer«
Stifterbüro im Historischen Judenhof
Kleine Pfaffengasse 21
67346 Speyer
Telefon: 06232 /102-397 (Montag bis Donnerstag von 9.00 bis 12.00 Uhr)
E-Mail:  stiftung-kaiserdom@bistum-speyer.de
Internet: www.stiftung-kaiserdom.de

Bistum Speyer

26.11.2018


Noch mehr Hilfestellungen enthalten

Zweite Auflage des liturgischen Buches zur Feier des Sterbesegens im Pilgerverlag erschienen

Speyer - Sein äußeres Erscheinungsbild ist nahezu gleich geblieben; inhaltlich sind allerdings einige wertvolle Tipps und Hilfestellungen hinzugekommen. Zwei Jahre nach der Veröffentlichung des liturgischen Buches zur Feier des Sterbesegens ist nun die zweite erweiterte Auflage im Pilgerverlag in Speyer erschienen.

Der Sterbesegen ist eine Form, wie der Übergang vom Leben zum Tod in Familien und im Kreis von Angehörigen und Freunden würdig und bewusst gestaltet werden kann. Dazu gehören das gemeinsame Beten und Zeiten der Stille ebenso wie das Lesen in der Heiligen Schrift und das Singen von Liedern. Das Bistum Speyer hat den Sterbesegen, der von einem hauptamtlichen Seelsorger, aber auch von Laien geleitet werden kann, 2016 ergänzend zu den Kranken- und Sterbesakramenten als neues Ritual eingeführt und das liturgische Buch zum Thema herausgebracht. Das Ritual wurde ursprünglich von Klinikseelsorgern der Diözese Rottenburg-Stuttgart entwickelt.

Dass die Erstauflage bereits vergriffen ist, verdeutlicht das große Interesse vieler Menschen an dieser Form der Begleitung Sterbender und ihrer Angehörigen. Aufgrund der Erfahrungen der Anwender erhielten Kerstin Fleischer, Referentin für Hospiz- und Trauerseelsorge des Bistums, und Liturgie-Referent Clemens Schirmer die ein oder andere Anregung zur Weiterentwicklung des Sterbesegens, die nun in die zweite Auflage eingeflossen ist. So entstanden zwei Formen des Sterbesegens in „Leichter Sprache“ für Menschen mit geistiger Behinderung und für Betroffene, die an Demenz erkrankt sind.

Neu aufgenommen in das Buch wurden auch das „Gebet zur Verabschiedung eines Verstorbenen vom letzten Lebensort“ und das „Gebet zur Verabschiedung am Sarg“. Beide Modelle sollen den Angehörigen in ihrem Trauerprozess helfen. Manche Menschen haben eine Abneigung gegen vorgefertigte Texte, etwa Jugendliche, oder solche, die der Kirche eher fern stehen. Für solche Personen zeigt das liturgische Buch zur Feier des Sterbesegens in der zweiten Auflage Wege auf, wie der Sterbesegen mit den Beteiligten entwickelt werden kann.

Eine weitere Neuerung in der Handreichung ist die Übersetzung des Sterbesegens ins Englische, Französische, Italienische, Polnische und Kroatische für Sterbende und Angehörige, die die deutsche Sprache nicht verstehen.

„Insgesamt dient das Buch als Hilfestellung, an der nicht zwanghaft festgehalten werden muss“, so Schirmer und Fleischer. „Zwar macht es Sinn, das Segensgebet zu sprechen; aber entscheidend für die Gestaltung der Feier ist das, was der Sterbende und die Angehörigen brauchen.“

Für diejenigen, die das Sterbesegen-Buch bereits in der ersten Auflage haben, bietet das Bistum einen besonderen Service an: Die Texte, die in der zweiten Auflage neu hinzugekommen sind, können auf der Webseite www.sterbesegen.bistum-speyer.de kostenlos heruntergeladen werden.

Das 128-seitige Buch „Sterbesegen – Bistum Speyer“ (ISBN 978-3-946777-10-6) gibt es für 10 Euro im Buchhandel oder direkt beim Pilgerverlag Speyer, Telefon 06232/31830, Telefax 06232/318399, E-Mail: info@pilger-speyer.de

Rezensionsexemplare können schriftlich bei Anja Eisfeld vom Pilgerverlag angefordert werden:
E-Mail: eisfeld@pilger-speyer.de

Text: Pilger Foto: Pilgerverlag

26.11.2018


„Ich bin wertvoll“

Sexualpädagogik-Angebot im Bistum Speyer erweitert Kooperationen – Jahrestagung in Speyer

Das Referentinnen-Team für die MFM-Zentrale und Bistums- und Caritasvertreterinnen.

Speyer - „Ich wusste gar nicht, dass ich so wertvoll bin“, schreibt ein Mädchen als Rückmeldung. Sie ist eines von über 1.300 Kindern im Bistum Speyer, die am sexualpädagogischen Angebot „wertvoll aufgeklärt“ im MFM-Programm 2018 teilgenommen haben. Das Programm „Meine Fruchtbarkeit“ (my fertility matters) begleitet Mädchen, Jungen und ihre Eltern durch die Pubertät. Kinder und Jugendliche lernen über ihren Körper, wie er aufgebaut ist und vor allem wie wertvoll er ist.

Rund 25 MFM-Referentinnen und Referenten sind für das Bistum Speyer, aber auch für die Nachbarbistümer Mainz, Trier, Freiburg, Fulda und Rottenburg-Stuttgart im Einsatz. MFM-Koordinatorin Alexandra Dellwo-Monzel, Leiterin der MFM-Zentrale, berichtete bei der Jahrestagung, die am 16. November in Speyer stattfand, über die zunehmenden Anfragen von Schulen.
Irina Kreusch als Vertreterin der Diözese Speyer bestärkte die Referentinnen und Referenten, Kinder sprachfähig und stark zu machen.

Judith Wiedemann aus Mannheim hat die Ausbildung neu absolviert. Sie begeistert, dass die Mädchen zum Beginn des Workshops oft noch etwas unsicher sind, dann aber nach kurzer Zeit begeistert mitmachen und im Feedback zu den Workshops oft angeben, dass es „endlich mal nicht peinlich war“ über das Thema zu sprechen und sie nun verstehen, was in ihrem Körper wirklich passiert.

Neu für die Pfalz sind die steigenden Kooperationen. Nicht nur der Bischof von Speyer unterstützt Schulen für jeden Workshop durch die Bischöfliche Stiftung für Mutter und Kind. Gemeinsam mit der Diözese bezuschussen auch die BKK Pfaff in Kaiserslautern, Donum Vitae in Ludwigshafen und der Lions Club Schifferstadt die sexualpädagogische MFM-Arbeit. Auch die innerkirchliche Kooperation mit der Schwangerenberatung soll weitergeführt werden. Für die Caritas stellte deren Arbeit Christine Lampert vom Caritasverband Speyer e. V. vor. Urheberin des MFM-Programmes, Elisabeth Raith-Paula aus München, zeigte neues „Körperwissen“ auf. Auf ihrer Jahrestagung in Speyer diskutierten die Frauen und Männer außerdem aktuelle Fragen, Diversität, kulturelle Unterschiede, Zyklus-Apps, aber auch Fragen zum sexuellen Missbrauch.

Die Erfahrungen in der Arbeit mit Kindern und ihren Eltern sind positiv. Die kindgerechte Aufklärung in den Workshops überzeugt Eltern: „Wenn ich als Mädchen gewusst hätte, wie meine Fruchtbarkeit tickt, wäre ich sehr froh gewesen“, ist eine übliche Rückmeldung am Elternabend.

Wertvoll aufgeklärt ist ein Angebot des Bistums Speyer durch die Caritas-Schwangerenberatung und MFM-Zentrale.

Weitere Informationen: www.wertvoll-aufgeklaert.de oder www.mfm-programm.de

Bistum Speyer

26.11.2018


Diözesanwallfahrt nach Santiago de Compostela mit Bischof Wiesemann

Pilgerreiseangebot des Bistums Speyer in verschiedenen Varianten vom 3. bis 13. Oktober 2019

Speyer / Santiago de Compostela (SP) - Die Vorbereitungen haben begonnen: Vom 3. bis 13. Oktober 2019 findet die Diözesanwallfahrt des Bistums Speyer nach Santiago de Compostela statt. Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann begleitet die Reise als Geistlicher Leiter. Die Wallfahrt wird für erwachsene Pilgerinnen und Pilger als Bus-, Flug- und Wanderreise angeboten. Für junge Menschen gibt es ebenfalls ein zielgruppengerechtes Angebot. Organisiert wird die Reise vom Pilgerbüro Speyer. Gemeinsame Programmpunkte für alle Wallfahrerinnen und Wallfahrer aus dem Bistum sind am 9. Oktober eine feierliche Pilgermesse in der Kathedrale von Santiago, eine Fahrt an die Küste und zum Felsenkap Finisterre sowie der große Abschiedsgottesdienst in dem Marienwallfahrstort Muxia am 10. Oktober.

„Für viele ist der Pilgerweg zum Grab des heiligen Jakobus mit einer inneren Sehnsucht verbunden, die kaum zu beschreiben ist. Die steigenden Pilgerzahlen beweisen jedes Jahr aus Neue: Nach Santiago zu pilgern hat was“, erklärt Domkapitular Franz Vogelgesang, im Bistum Speyer zuständig für den Bereich Wallfahrten.

Die Wallfahrer, die mit dem Bus anreisen, starten am Samstag, 3. Oktober, von verschiedenen Abfahrtsorten im Bistum. Nach einem Zwischenstopp in Tour ist der Ausgangsort für die Bus-Wanderpilgergruppe die spanische Stadt Pamplona. Von dort führt der Weg über Burgos, León und Ponferrada nach Santiago. Dort stehen neben einer Stadtführung der Besuch der feierlichen Pilgermesse mit allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern an der Diözesanwallfahrt, die Fahrt an die Küste und zum Kap Finisterre sowie der Abschiedsgottesdienst in dem größten galicischen Marienwallfahrtsort Muxia auf dem Programm. Die Rückreise führt über Bilbao und Clermont-Ferrant. Ankunft in der (Saar)Pfalz ist wieder am 13. Oktober.

Wer die An- und Abreise mit dem Flugzeug bevorzugt, startet am 7. Oktober von Frankfurt aus nach Santiago de Compostela. Vor Ort sind unter anderem ein Gottesdienst in S. Maria la Real, der ältesten Kirche am Jakobsweg aus dem 13. Jahrhundert, und ein kleiner Pilgerweg auf einem Teil des historischen „Camino“ geplant sowie die Teilnahme an dem allgemeinen Programm mit allen Pilgerinnen und Pilgern der Diözesanwallfahrt. Der Rückflug nach Frankfurt ist am 11. Oktober vorgesehen.

Für alle, die mit dem Flugzeug anreisen aber die Erfahrung des Pilgerns machen möchten, gibt es zwei verschiedene Angebote. Start ist jeweils am 3. Oktober vom Flughafen Frankfurt. Bei der ersten Variante ist das Flugziel Santiago. Von dort geht es zurück nach Sarria und dann über den „Camino Frances“ nach Santiago. Die andere Variante beinhaltet den Flug von Frankfurt nach Porto. Von dort geht es mit dem Bus nach Tui, der Grenzstadt zwischen Spanien und Portugal am Fluss Mino. Nach einem weiteren Bustranfer pilgert die Gruppe von Porrino aus über den „Camino Portugues“ nach Santiago. Dort nehmen alle Pilgerinnen und Pilger an dem allgemeinen Programm der Diözesanwallfahrt teil. Der Rückflug nach Frankfurt ist ebenfalls am 11. Oktober vorgesehen.

Auch für junge Menschen zwischen 16 und 27 Jahren werden die beiden Varianten über den „Camino Frances“ und den „Camino Portugues“ für die Pilgerreise nach Santiago de Compostela angeboten. Im Unterschied zu den älteren Pilgerinnen und Pilgern übernachtet die Gruppe in Mehrbettzimmer in einfachen Pilgerhospizen. Start ist ebenfalls am 3. Oktober vom Flughafen Frankfurt aus. In Santiago nehmen sie wie alle Pilgerinnen und Pilger an dem allgemeinen Programm der Diözesanwallfahrt teil. Der Rückflug nach Frankfurt ist am 11. Oktober.

Weitere Informationen zu der Reise und Buchungen unter: www.pilgerreisen-speyer.de

Text: Bistum Speyer Foto: Speyer 24/7 News, dak

16.11.2018


Schäden an Vierung unter die Lupe genommen

Domkapitel stellt erste Untersuchungsergebnisse vor

Begehung des Vierungsturms mit Pressevertretern, Dombaumeister Mario Colletto (vierter von links) erklärt die Maßnahme © Foto: Domkapitel Speyer

Speyer - Seit Mitte des Jahres ist der Vierungsturm des Speyerer Doms komplett eingerüstet. Damit ist weithin erkennbar, dass hier Restaurierungsbedarf besteht. Das Speyerer Domkapitel gewährte nun erste Einblicke in die Befunde der Bauuntersuchung, die den Restaurierungsmaßnahmen voran geht. Im Laufe des nächsten Jahres sollen dann die Arbeiten an der Vierungskuppel beginnen. Bis zum Ende des kommenden Jahres werden die Arbeiten an der Vierungskuppel mindestens noch dauern. Etwa eine halbe Million Euro wird die Sanierung kosten. Unterstützt wird das Domkapitel bei der Finanzierung der Restaurierung durch das Land Rheinland-Pfalz und die Deutsche Stiftung Denkmalschutz.

„Da die Vierungskuppel nur über Gerüste zugänglich ist, wussten wir nicht wirklich, was uns dort erwartet“, so der Kustos des Doms, Domkapitular Peter Schappert. „Das Ausmaß der Schäden und die Art, wie in der Vergangenheit mit der Bausubstanz umgegangen wurde, haben uns dann aber doch überrascht. Deshalb sind wir froh, dass wir die Restaurierung der Vierung auf die Agenda gesetzt haben.“

Die Vierungskuppel gehört zur romanischen Bausubstanz des Doms und wird dem Umbau unter Heinrich IV. Anfang des 11. Jahrhunderts zugeordnet. Die Vierung markiert weithin sichtbar den Kreuzungspunkt zwischen Lang- und Querhaus. Im Innern befindet sich genau dort der Hochaltar und damit das Herzstück des Doms. Die bewegte Geschichte des Gebäudeteils wurde nach einer teilweisen Entfernung des Außenputzes im Zuge der Voruntersuchungen sichtbar. Dabei traten sowohl interessante Erkenntnisse zum historischen Bestand, als auch das erschreckende Ausmaß der Schäden zu Tage. „Es sieht schlimmer aus, als erwartet“, stellt Dombaumeister Mario Colletto fest und verweist auf die nun sichtbaren Schäden an den Steinoberflächen. Anders als der Rest des Doms besteht der Vierungsturm nicht aus Sandstein sondern größtenteils aus Tuffstein. „Die Wandflächen waren ursprünglich mit einem dünnen, nahezu hellweißen Kalkmörtel flächig überzogen, besaßen also eine optisch völlig andere Wirkung als der rötliche Flächenputz, der zuletzt zu sehen war“, erklärt Dom- und Diözesankonservator Wolfgang Franz.

Im Zuge der Sicherungsmaßnahmen, die im 18. Jahrhundert nötig wurden, ließ der damalige Baumeister Leonard Stahl insgesamt drei stählerne Ringanker um den Turm setzen. Weiterhin wurden barocke Rundbogenfenster eingefügt, der Turm erhöht und das bis heute erhaltene geschweifte Dach aufgesetzt. Im Zuge der großen Domrestaurierung Mitte des 20. Jahrhunderts wurden die Fenster der Barockzeit wieder vermauert und durch Rundfenster, welche sich an den bauzeitlichen Befunden orientierten, ersetzt. Ohne Bezug zur historischen Bausituation wurde ein dickschichtiger und zementhaltiger Deckputz aufgebracht, welcher das darunter liegende Mauerwerk nachhaltig schädigte. Zudem besteht gegenwärtig eine Gefährdung des Mauerwerks durch eine fehlerhafte Wasserführung. Die Situation stellt sich heute so dar, dass die teilweise mangelhaft ausgeführten Maßnahmen des 20. Jahrhunderts die historische Substanz nachhaltig geschädigt haben und ein Konglomerat an Materialien und Bautechniken hinterlassen haben. „Warum trotz der vorliegenden historischen Befunde im 20. Jahrhundert keine denkmalgerechte Restaurierung durchgeführt wurde, ist heute schwer zu erklären“, wundert sich Wolfgang Franz. Das möchten man heute besser machen: Auf Basis der vorliegenden Befunde wird nun in Abstimmung mit dem Wissenschaftlichen Beirat des Doms ein mögliches umsetzbares Instandsetzungskonzept erarbeitet.

Text: Bistum Speyer Foto: Domkapitel Speyer

13.11.2018


Bistum Speyer veröffentlicht Jahresabschlüsse für das Jahr 2017

Prüfung durch unabhängige Wirtschaftsprüfer – Abschlüsse im Internet für alle Interessierten transparent einsehbar

Speyer - Das Bistum Speyer hat die Jahresabschlüsse seiner diözesanen Haushalte für das Jahr 2017 veröffentlicht. Dazu zählen die Haushaltsrechnung des Bistums, des Bischöflichen Stuhls, des Domkapitels, der Pfarrpfründestiftung und der Emeritenanstalt. Die Jahresabschlüsse stehen auf der Internetseite des Bistums zur Ansicht bereit.

Der Jahresabschluss des Bistums weist einen Bilanzgewinn in Höhe von rund 3,4 Millionen Euro aus. „Dieses positive und erfreuliche Ergebnis ist hauptsächlich auf die gute konjunkturelle Lage in Deutschland zurückzuführen. Sie führt zu hohen Steuer- und Kirchensteuereinnahmen“, erklärt Diözesan-Ökonom Peter Schappert, Leiter der Hauptabteilung Finanzen und Immobilien des Bischöflichen Ordinariats. Die Erträge aus Kirchensteuern beliefen sich im vergangenen Jahr auf rund 142 Millionen Euro. Das bedeutet gegenüber dem Jahr 2016 eine Steigerung um rund 10,3 Millionen Euro. Zu dem Anstieg trägt jedoch auch das Kirchensteuer-Clearing bei. Dabei wird das Steueraufkommen zwischen den Finanzämtern der verschiedenen Bundesländer und den einzelnen Bistümern nach dem Wohnortprinzip der Gläubigen nachträglich exakt abgerechnet. „Das ist ein aufwändiger Prozess der Verrechnung, der sich teilweise über mehrere Jahre erstreckt und immer wieder zu erheblichen, unvorhersehbaren Schwankungen führt“, erklärt Finanzdirektor Jörg Lang.

Der größte Ausgabeposten des Bistums sind die Personalaufwendungen in Höhe von rund 67 Millionen Euro. An Zuschüssen und Umlagen unter anderem für die Pfarreien und den Diözesan-Caritasverband hat das Bistum Speyer im Jahr 2017 rund 75 Millionen Euro verausgabt. Die Bilanzsumme des Bistums betrug zum Ende des Jahres 2017 knapp 182 Millionen Euro. Rund die Hälfte davon ist über Eigenkapital abgedeckt. Der Jahresabschluss wurde von externen und unabhängigen Wirtschaftsprüfern geprüft und testiert. Sie bestätigen dem Bistum Speyer eine ordnungsgemäße Buchführung und Rechnungslegung in voller Übereinstimmung zu den Vorschriften des Handelsrechts. Der Diözesansteuerrat hat den Jahresabschluss beraten und genehmigt.

Weitere Informationen: https://www.bistum-speyer.de/bistum-speyer/finanzen/haushalte/

Bistum Speyer

13.11.2018


Speyerer Dom erhält Bundesmittel zur Sanierung der Vorhalle

Zusage aus Berlin über Fördermittel in Höhe von 356.000 Euro aus dem Denkmalschutz Sonderprogramm VII.

Die Vorhalle des Speyerer Doms © Foto: Domkapitel Speyer

Berlin / Speyer - Freudige Nachrichten aus Berlin: Wie dem Speyerer Domkapitel vom Büro des haushaltspolitischen Sprechers der SPD Bundestagsfraktion Johannes Kahrs mitgeteilt wurde, fördert der Bund die anstehende Sanierung der Vorhalle des Doms mit 356.000 Euro. Die Mittel stammen aus dem Denkmalschutz Sonderprogramm VII. der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien Monika Grütters. Unterstützt wurde das Domkapitel bei der Beantragung der Sonderförderung vom Land Rheinland-Pfalz, das sich zudem mit Mitteln in gleicher Höhe an der Maßnahme beteiligt. Die Generaldirektion Kulturelles Erbe hatte die Förderung empfohlen. Auf bundespolitischer Ebene hatten sich der Bundestagsabgeordnete und Beauftragte für Kirchen und Religionsgemeinschaften der SDP-Bundestagsfraktion Dr. Lars Castellucci und die den Wahlkreis Speyer betreuende SPD-Bundestagsabgeordnete Doris Barnett für den Antrag stark gemacht.

Die Vorhalle des Speyerer Doms © Foto: Domkapitel Speyer

„Wir freuen uns sehr über diese Unterstützung von Seiten des Bundes“, erklärt der Kustos des Doms, Domkapitular Peter Schappert. „Die Zuwendung macht deutlich, dass der Dom als Kathedrale und Denkmal von internationaler Bedeutung von der Bundesregierung als unbedingt erhaltenswert eingestuft wird.“ Beantragt wurden die Mittel durch das Speyerer Domkapitel, um die umfangreiche Sanierung der Vorhalle innerhalb eines überschaubaren Zeitraums finanzieren zu können. „Der besondere Stellenwert der Vorhalle ergibt sich zum einen aus der eigenständigen Bedeutung dieses Gebäudeabschnitts als historistisches Gesamtkunstwerk. Zum anderen aus ihrer Funktion: Die Vorhalle des Doms ist gleichsam die Empfangshalle für die Besucher, die hier einen ersten und bleibenden Eindruck von dem Gebäude erhalten. Ausgerechnet hier sind Boden, Raumschale und nicht zuletzt die Reliefs und Skulpturen aber von auch für den Laien erkennbaren Verschmutzungen und Beschädigungen betroffen“, erklärt Domkapitular Schappert die Bedeutung der Sanierungsmaßnahme.

Fotomontage einer verschmutzten und einer bereits gereinigten Figur © Foto: Domkapitel Speyer

Die umfangreiche und denkmalgerechte Sanierung der Vorhalle soll einer weiteren Schädigung vorbeugen und zugleich den optischen Gesamteindruck nachhaltig verbessern. Im kommenden Jahr 2019 kann dank der zugesagten Bundesmittel mit der schrittweisen Restaurierung aller Steinoberflächen sowie der Reliefs und Skulpturen begonnen werden. Bereits 2015 wurde eine Untersuchung durchgeführt, die Aufschluss über die Art und Anzahl der notwendigen Maßnahmen an Boden, Wänden, Gewölben sowie Kenotaphen, Reliefs und Skulpturen gab. Darunter sind Steinersatz, Herausnahme störender Kittungen mit falscher Oberflächengestaltung, Austausch desolater Bodenplatten, Ausbesserung von Schäden durch Rostsprengung an den Skulpturen, Oberflächenreinigung, Abnahme oberflächenverdichtender Verkrustungen und eine Überarbeitung des Beleuchtungskonzept. Ebenfalls notwendig ist eine neue Taubenbewehrung mit einem Austausch der vorhandenen Netze gegen kaum sichtbare Edelstahldrähte, wodurch die optische Wirkung der Kunstwerke verbessert werden soll. Im April 2016 fand eine Probereinigung der Skulptur Heinrich V. mittels eines Lasertechnik statt, die den weißen Donaukalksandstein wieder sichtbar machte und etwas von dem früheren Glanz der historistischen Gesamtkomposition erahnen lässt.

Die Sanierung der Vorhalle ist in zehn Abschnitten vorgesehen. Nach den jetzigen Plänen wird die Maßnahme ohne eine vollständige Schließung der Vorhalle und innerhalb eines überschaubaren Zeitraums bewerkstelligt werden, um ein optisches Auseinanderfallen der einzelnen Raumteile zu verhindern. Die nach der Voruntersuchung zu erwartenden Kosten in Höhe von 891.000 Euro für die Sanierung der Vorhalle hätte das Domkapitel nicht im Rahmen der jährlichen Instandhaltung finanzieren können. Dank der Unterstützung des Bundes und des Landes kann die Maßnahme nun in Kürze starten. Etwa ein Jahr werden die Arbeiten andauern.

Text: Bistum Speyer Foto: Domkapitel Speyer

13.11.2018


Bischof Wiesemann bei Gedenkveranstaltung in Metz

Erinnerung an das Kriegsende vor 100 Jahren

Speyer / Metz - Auf Einladung von Bischof Jean-Christophe Lagleize aus Metz wird der Speyerer Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann am 11. November in der Hauptstadt des französischen Départements Moselle an der Feier zum Gedenken an das Ende des Ersten Weltkrieges vor 100 Jahren teilnehmen. „Die deutsch-französische Versöhnung ist der Grundstein für den Frieden und den Wohlstand in unserem Land. Das Gedenken an das Ende des Ersten Weltkrieges mit seinen unzähligen Toten gerade hier im Herzen Europas, im Grenzbereich zwischen Deutschland und Frankreich, erinnert an das große Leid, welches dieser Versöhnung vorausgegangen ist“, so Bischof Wiesemann.

Die Gedenkveranstaltung in Metz beginnt um 10 Uhr auf dem Paradeplatz der Stadt. Um 11.15 Uhr wird in der gotischen Kathedrale Saint-Étienne ein Gedenkgottesdienst gefeiert, bei dem Bischof Wiesemann konzelebriert.

Am 11. November 1918 unterzeichneten Alliierte und Deutsche in einem Eisenbahnwaggon im Wald von Compiègne bei Paris ein Waffenstillstandsabkommen, mit dem der Erste Weltkrieg beendet wurde. Der über vier Jahre andauernde Krieg kostete rund 17 Millionen Menschen das Leben und auch nach Kriegsende litten zahlreiche Kriegsbeteiligte an den Folgen.

Bistum Speyer

09.11.2018


„Der Glaube führt uns in die Gemeinschaft“

Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann spendete 64 erwachsenen Frauen und Männern das Sakrament der Firmung im Speyerer Dom

Speyer - 64 Frauen und Männer verschiedener Altersgruppen und aus allen Teilen des Bistums Speyer wurden am Sonntag, den 4. November, in einem Pontifikalgottesdienst von Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann im Speyerer Dom gefirmt.

„Der Dom ist ein Haus für alle Menschen, die Gott suchen und die im Glauben eine Gemeinschaft erfahren wollen, die durchs Leben trägt“, sagte der Bischof in seiner Begrüßung. Die Firmlinge seien in ihrer Unterschiedlichkeit ein Spiegel der Gesellschaft und der Kirche. „Es verbindet uns jedoch, dass Ihnen der Glaube im Leben wichtig geworden ist“, führte er in der Predigt weiter aus. Der Glaube strahle nicht nur in das eigene Leben aus, sondern führe in die Gemeinschaft. „Gottes- und Nächstenliebe sind im christlichen Glauben auf einzigartige Weise verbunden“, erklärte er im Blick auf das Tagesevangelium. Die Liebe betreffe den nächsten sofort mit. „Daher kann auch niemand das christliche Abendland retten, der den einen liebt, den anderen aber ausgrenzt.“ Das widerspreche der Vision Jesu, „dass wir als Menschen alle zusammengehören und Kinder des einen Vaters sind.“ Diese Vision habe die Kraft, die Welt zum Besseren zu verändern.

Musikalisch wurde die Messe von der Frauenschola „Musica InSpira“ unter der Leitung von Monika Keggenhoff gestaltet. Die Firmung gehört neben der Taufe zu den Einführungssakramenten der Kirche. Sie bestärkt die Gläubigen mit dem heiligen Geist und macht sie zu voll verantwortlichen Mitgliedern der Kirche. Das Kirchenrecht schreibt kein bestimmtes Alter für die Firmung vor. In der Regel werden Katholikinnen und Katholiken in Deutschland im Alter von fünfzehn Jahren vom Bischof oder Weihbischof in ihren Pfarreien gefirmt. In der Diözese Speyer spendet der Bischof einmal im Jahr in einer besonderen Feier Erwachsenen das Sakrament.

Bistum Speyer

09.11.2018


Herzliches fränkisch-pfälzisches Bischofstreffen

v.l.: Weihbischof em. Helmut Bauer, Bischof Dr. Franz Jung und Bischof em. Dr. Anton Schlembach.

Speyer - Hohen Besuch aus seiner fränkischen Heimat bekam am 02.11.2018 der emeritierte Speyerer Bischof Dr. Anton Schlembach. Der Würzburger Bischof Dr. Franz Jung, der bis zum Sommer dieses Jahres als Generalvikar im Bistum Speyer gewirkt hat, und der emeritierte Würzburger Weihbischof Helmut Bauer hielten sich zu einem Besuch in der Domstadt auf. So kam es im Caritas-Altenzentrum St. Martha in Speyer, wo Bischof Schlembach seinen Ruhestand verbringt, zu einer herzlichen Begegnung des amtierenden Würzburger Bischofs und der beiden emeritierten Bischöfe. Das Treffen war zugleich Ausdruck der Verbundenheit der beiden zur Metropolie Bamberg gehörenden Bistümer. Aus gesundheitlichen Gründen war es Bischof Schlembach im Sommer nicht möglich gewesen, an der Bischofsweihe von Dr. Franz Jung in Würzburg teilzunehmen. Umso größer war seine Freude, dass es nun im Nachgang zu einer persönlichen Begegnung kam.

Zwischen den Bistümern Speyer und Würzburg bestehen enge Verbindungen – und das nicht erst, seitdem Dr. Franz Jung, ehemaliger Generalvikar des Bischofs von Speyer, im Sommer dieses Jahres zum neuen Bischof von Würzburg geweiht wurde. Den umgekehrten Weg – nämlich vom Generalvikar im Bistum Würzburg zum Bischof von Speyer – hatte 35 Jahre zuvor Dr. Anton Schlembach angetreten, der das Bistum Speyer von 1983 bis zum Jahr 2007 leitete. Auch in der Ausbildung der Priesteramtskandidaten arbeiten die beiden Bistümer eng zusammen.

Bistum Speyer

09.11.2018


Seelsorge braucht Gesichter

Bistum Speyer und Projekt „Seelsorge 60+“ des Dekanats Darmstadt bieten Qualifizierung für Ehrenamtliche in der Altenheimseelsorge an

Speyer - Das Bistum Speyer und das Projekt „Seelsorge 60+“ des Dekanats Darmstadt bieten im Jahr 2019 eine fünfteilige Qualifizierung für Frauen und Männer an, die sich ehrenamtlich in der Altenheimseelsorge engagieren wollen und bereit sind, im Auftrag und in Anbindung an die Pfarrei die seelsorgliche Begleitung in Alten- und Pflegeheimen zu übernehmen.

Das Angebot richtet sich an Menschen, „die sich für Menschen, für ihre Biografie und ihren Glauben interessieren“, wie die Ausbildungsleiterinnen Walburga Wintergerst (Seniorenseelsorge im Bistum Speyer) und Erika Ochs (Projekt „Seelsorge 60+“ des Dekanats Darmstadt) erläutern. Ziel sei, „mit alten Menschen einen Weg zu gehen und deren Freude und Hoffnung, Trauer und Ängste zu teilen“. Durch den Besuch alter Mensch, durch Zeit für Gespräche und das persönliche Gebet solle eine Brücke zwischen der Pfarrei und dem Alten- und Pflegeheim gebaut werden. Auch die Gestaltung von Andachten, spirituellen Impulsen, Krankenkommunionfeiern und Wort-Gottes-Feiern mit Kommunionspendung an Werktagen gehörte in das Aufgabenspektrum. „Weitere Aspekte sind die Begleitung sterbender Menschen und die Gestaltung von Abschiedsfeiern in der Einrichtung“, erklären die beiden Ausbildungsleiterinnen.

Zu den Voraussetzungen gehört aus ihrer Sicht die Bereitschaft, sich pro Woche zwei bis drei Stunden Zeit für die Aufgaben im Altenheim zu nehmen. „Wir suchen Menschen, die persönlich, körperlich und seelisch stabil sind, gerne dazulernen möchten und offen sind für Neues“, unterstreichen Walburga Wintergerst und Erika Ochs. Ein ehrenamtliches Engagement in der Altenheimseelsorge verstehen sie auch als Chance, den persönlichen Glauben mit anderen zu teilen.

Die Qualifizierung umfasst fünf zweitägige Module, in denen unterschiedliche Schwerpunkte der Altenheimseelsorge behandelt werden. Eine Anmeldung für die Qualifizierung ist nur über den zuständigen Pfarrer und nach Zustimmung des Pfarreirates möglich. Aus dem Hauptamtlichen-Team wird zudem ein Mentor oder eine Mentorin genannt, die als Ansprechpartnerin für die Ehrenamtlichen zur Verfügung steht, in die Einrichtung einführt, die Praxisphase und die Arbeit der Ehrenamtlichen konstruktiv begleitet. Die Ausbildungskosten werden vom Bischöflichen Ordinariat übernommen. Die Fahrtkosten und die Auslagen für die erforderlichen Arbeitsmaterialien sind von der Pfarrei zu tragen.

Termine, Themen und Veranstaltungsorte:

1. Modul:
Fr. 01.02., 14 Uhr bis Sa. 02.02.2019, um 17 Uhr
Der Mensch im Alter mit Schwerpunkt Demenz
Heinrich Pesch Haus, Frankenthaler Str. 229,
67059 Ludwigshafen

2. Modul:
Fr. 29.03., 14 Uhr bis Sa. 30.03.2019, um 17 Uhr
Gespräche führen / Vorbereitung auf das Praktikum
Heinrich Pesch Haus, Frankenthaler Str. 229,
67059 Ludwigshafen

3. Modul:
Fr. 14.06., 14 Uhr bis Sa. 15.06.2019 um 17 Uhr
Meine Biografie und Spiritualität / Umgang mit Sterben und Tod
Priesterseminar, Am Germansberg 60, 67346 Speyer

4. Modul:
Fr. 30.08., 14 Uhr bis Sa. 31.08.2019 um 17 Uhr
Liturgische Feiern mit alten Menschen / Gewaltprävention
Heinrich Pesch Haus, Frankenthaler Str. 229,
67059 Ludwigshafen

5. Modul:
Fr. 15.11., 14 Uhr bis Sa. 16.11.2019 um 17 Uhr
Meine Rolle als Ehrenamtliche/r im Auftrag der Pfarrei / Feierlicher Abschluss
Priesterseminar, Am Germansberg 60, 67346 Speyer

Anmeldung: Eine Anmeldung ist bis zum 1. Dezember 2018 möglich. Ein Anmeldeformular wird auf Anfrage zugeschickt.

Kontakt:
Walburga Wintergerst
Seelsorge in Pfarrei und Lebensräumen
Seniorenseelsorge
Webergasse 11, 67346 Speyer
Telefon: 0 62 32 / 102-314
E-Mail: pfarrei-lebensraeume@bistum-speyer.de

Bistum Speyer

09.11.2018


„Allerheiligen ist unser Fest“

Weihbischof Otto Georgens feierte Gottesdienst zu Allerheiligen im Speyerer Dom

Speyer - Ein feierliches Pontifikalamt zelebrierte Weihbischof Otto Georgens am Fest Allerheiligen im Speyerer Dom. In seiner Predigt rief er die Gläubigen dazu auf, der eigenen Berufung zur Heiligkeit zu folgen. Es gelte, nicht nur die Heiligen früherer Tage für ihre Taten zu verehren, sondern selbst zur Heiligkeit zu finden. „Heiligkeit ist jedermanns und jederfraus Sache. Gehen wir also aus der Deckung! Applaus genügt nicht!“, so Weihbischof Georgens.

Bereits in seiner Begrüßung hatte Weihbischof Georgens deutlich gemacht, dass alle Menschen zur Heiligkeit berufen sind. In seiner Predigt führte er dazu weiter aus: „Die Heiligen des Himmels waren Menschen dieser Erde, und die Menschen dieser Erde sollen Heilige des Himmels werden.“ Auch die Heiligen hätten in einer Welt gelebt, in der es Böses gab. Aber sie hätten die Lehre Jesu Christi als Richtschnur für ihr Leben nie aus dem Blick verloren. Das Fest Allerheiligen zeige, dass die Heiligkeit des Menschen keine Utopie sei, so der Weihbischof. Es könne gelingen, dass Menschen das erreichen, was Gott sich gedacht habe, als er uns ins Leben gerufen habe. Zuerst habe die Kirche dies von Maria, der Mutter Jesu, bekannt. Dann von denen, die für ihren Glauben gestorben sind, den Märtyrern. Schließlich auch von anderen Menschen, die das Evangelium lebten. Das Fest Allerheiligen gelte aber vor allem denen, die heilig sind, ohne von der Kirche heiliggesprochen zu sein, erklärte Weihbischof Georgens. „Allerheiligen ist unser Fest. Es verbindet uns mit der bunten Schar derer, die vor uns geglaubt und die schließlich die Bruchstücke ihres Lebens ganz Gott in die Hände gelegt haben.“

Für die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes sorgten Männerstimmen der Domsingknaben und des Domchores. Die Orgel spielte Domorganist Markus Eichenlaub.

Mit dem Fest Allerheiligen gedenkt die Kirche der Menschen, die die höchste Vollendung ihres Lebens in der Gemeinschaft mit Gott erreicht haben und als Heilige verehrt werden. In dieses Gedenken sind auch alle Heiligen eingeschlossen, die nicht heiliggesprochen wurden. Die Kirche ruft die Heiligen als Fürsprecher an und betrachtet sie als Wegweiser und Vorbilder im Glauben.

Bistum Speyer

09.11.2018


Chawwerusch-Theater zu Gast im niederbayerischen Kloster Mallersdorf

Wirken des Ordensgründers Paul Josef Nardini dargestellt – Aufführung war ein Geschenk des Bistums Speyer anlässlich des 200-jährigen Jubiläums der Neugründung des Bistums

Mallersdorf - Das Chawwerusch-Theater aus Herxheim gastierte mit dem Stück „Wer die Wahrheit tut – Scheidewege des neuen Bistums“ im niederbayerischen Kloster Mallersdorf, dem Mutterhaus der Armen Franziskanerinnen von der Heiligen Familie, auch „Mallersdorfer Schwestern“ genannt. Der Orden wurde 1855 vom Seligen Paul Josef Nardini gegründet, der in dem Theaterstück eine der zentralen Figuren darstellt. So lag es nahe, das Theaterstück auch an der heutigen Wirkungsstätte des Ordens zu zeigen. Die zwei Aufführungen waren ein Geschenk des Bistums Speyer an den Orden.

Am Freitagvormittag verfolgten rund 350 Schülerinnen und das Lehrerkollegium der Nardini-Realschule das Geschehen auf der Bühne. Sie erlebten mit, wie der damalige Bischof Nikolaus Weis (dargestellt von Ben Hergl) in Begegnungen mit Pfarrer Franz Tafel (Thomas Kölsch) und dem caritativ engagierten Pfarrer Paul Josef Nardini (Stephan Wriecz) um eine Antwort auf die aufkommende soziale Frage ringt. Die Figuren verkörpern dabei unterschiedliche Visionen von einem christlichen Leben und der richtigen Gesellschaftsordnung. Mit ihren Widersprüchlichkeiten, ihrem beharrlichen Verfolgen von Zielen und ihrer Komik schufen sie einen direkten Zugang zur Vergangenheit. Die Schülerinnen tauchten konzentriert in die Handlung ein. Schuldirektor Thomas Dambacher dankte dem Bistum Speyer, vertreten durch Kanzleidirektor Wolfgang Jochim, und der Ordensleitung für die Ermöglichung der Schulaufführung.

Am Samstagnachmittag folgte eine zweite Aufführung des Theaterstücks für die Ordensschwestern, die – ebenso wie die Schulaufführung – in der Paul-Josef-Nardini-Halle stattfand. Die rund 200 Schwestern wurden von Kanzleidirektor Wolfgang Jochim begrüßt und waren begeistert von der Aufführung, die sie mit den Lebens- und Zeitumständen ihres Ordensgründers Paul Josef Nardini in unmittelbaren Kontakt brachte. Nach der Aufführung drückte Generaloberin Schwester Jakobe den Dank des Ordens an die Speyerer Bistumsleitung aus, insbesondere an den damaligen Generalvikar und jetzigen Würzburger Bischof Dr. Franz Jung, auf dessen Initiative die Aufführung in Mallersdorf zustande kam. Worte des Dankes richtete sie auch an das Ensemble des Chawwerusch Theaters für „die hervorragende Darbietung“. Alle Schauspieler erhielten als Dank ein Exemplar der von Schwester Radegund Bauer verfassten Biographie des Seligen Paul Josef Nardini.

Insgesamt drei Tage konnte die Mitglieder des Theaterensembles und Kanzleidirektor Wolfgang Jochim die herzliche Gastfreundschaft der Ordensschwestern erfahren. Zu dem Aufenthalt gehörte auch eine Führung durch das Kloster, bei der Schwester Cäcilie der Gruppe die wechselhafte Geschichte des Klosters Mallersdorf erläuterte.

Letzte Aufführung: Die letzte Aufführung des Theaterstücks „Wer die Wahrheit tut“, die sogenannte „Dernière“, findet am Sonntag, den 9. Dezember 2018, um 17 Uhr im Theatersaal des Chawwerusch Theaters in Herxheim statt.

Weitere Informationen: https://www.chawwerusch.de/

Bistum Speyer

09.11.2018


Christine Lormes als neue Präventionsbeauftragte vorgestellt

Bistum Speyer baut Prävention von sexuellem Missbrauch weiter aus – Konsequenz aus wissenschaftlicher Studie zu Missbrauch in der katholischen Kirche in Deutschland

v.l.: Thomas Mann, Christine Lormes und Generalvikar Andreas Sturm.

Speyer - Das Bistum Speyer baut die Prävention von sexuellem Missbrauch weiter aus und hat Christine Lormes als neue Präventionsbeauftragte vorgestellt. Sie nimmt die Aufgabe gemeinsam mit Oberschulrat Thomas Mann wahr, der seit Juli des vergangenen Jahres als Präventionsbeauftragter für das Bistum tätig ist. „Mit Christine Lormes haben wir nun auch eine weibliche Ansprechpartnerin. Ihre Beauftragung als Präventionsbeauftragte ist eine Konsequenz aus der bundesweiten Missbrauchs-Studie, die von der Deutschen Bischofskonferenz beauftragt und im September dieses Jahres vorgestellt wurde“, erklärt Generalvikar Andreas Sturm. Neben der Aufarbeitung der Missbrauchsfälle ist die Präventionsarbeit für ihn der „entscheidende Faktor, damit sich alle Personen, insbesondere Kinder, Jugendliche und erwachsene Schutzbefohlene in kirchlichen Zusammenhängen sicher und geschützt fühlen können.“

Die Präventionsbeauftragten koordinieren die Präventionsangebote des Bistums. Sie geben fachliche Impulse und sichern durch konzeptionelle Arbeit und zielgenaue Fort- und Weiterbildungsangebote die Qualität der verschiedenen diözesanen Präventionsmaßnahmen. „Unser Ziel ist, für alle kirchlichen Einrichtungen im Bistum ein institutionelles Schutzkonzept zu entwickeln“, erklären Christine Lormes und Thomas Mann. Auch die Vernetzung ist für sie ein wichtiger Schwerpunkt. „Wir planen die Gründung eines runden Tisches zur Präventionsarbeit, zur Implementierung von Präventionsstandards wie auch zur besseren Zusammenarbeit mit externen Fach- und Beratungsstellen.“ Mit qualifizierten Handreichungen und e-Learning-Angeboten wollen sie haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dabei unterstützen, erste Anzeichen von übergriffigen Verhaltensweisen frühzeitig und sensibel wahrzunehmen. Ihr Augenmerk gilt zugleich den strukturellen Bedingungen. So haben sie sich zum Beispiel die Erstellung von diözesanen Interventionsrichtlinien wie auch die Klärung von Beratungs- und Beschwerdewegen für mögliche Betroffene vorgenommen.

Christine Lormes ist Diplom-Sozialpädagogin. Sie hat berufliche Erfahrungen in der katholischen Jugendzentrale für die Dekanate Landau und Germersheim, als freiberufliche Trainerin und im Haus der Jugendhilfe in Neustadt gesammelt.

Kontakt:

Thomas Mann, Oberschulrat i. K., Pastoralreferent
Tel: 06232 / 102 480
E-Mail: thomas.mann@bistum-speyer.de

Christine Lormes
Tel.: 06232 / 102-511
Handy: 01511 / 4879699
E-Mail: christine.lormes@bistum-speyer.de

Weitere Informationen: https://www.bistum-speyer.de/rat-und-hilfe/praevention-von-sexuellem-missbrauch/

Bistum Speyer

09.11.2018


United Praise – „Das alle eins sein sollen“

Eine Nacht lang wurde in Speyer die Einheit der Christen gefeiert.

Speyer - Die Premiere ist geglückt. Am Samstag, den 27.10, strömten tausende Besucherinnen und Besucher, jung wie alt, in den Dom zu Speyer. United Praise, der Lobpreisabend mit christlicher Musik in deutscher und englischer Sprache, stand ganz im Zeichen der Einheit der Christen. Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann betonte die Ökumene in seiner Eröffnungsansprache: „Als dieser Dom gebaut wurde, war die Christenheit noch eins. Da gab es nicht evangelisch und katholisch – deswegen steht oben am Eingangsportal des Domes ‚Ut unum sint – Das alle eins sein sollen‘. Heute sind wir eins und deswegen ins heute ein besonderer Tag in der tausendjährigen Geschichte unseres Domes!“

United Praise ist ein gemeinsames ökumenisches Projekt von Bistum, Landeskirche, Vineyard Speyer, Wort des Glauben und Chara Gerbach. Predigerinnen und Prediger der verschiedenen Glaubensgemeinschaften konzentrierten sich in ihren spirituellen Impulsen auf die einende Kraft von Jesus Christus. Moderne Licht- und Studiotechnik, die insgesamt drei Tage lang von über hundert freiwilligen Helferinnen und Helfern aufgebaut wurde, half dabei, die frohe Botschaft zu verkünden.

Über mehrere Leinwände und Bildschirme konnte das Publikum die Texte der Bands mitlesen und –singen. Sitzend, stehend, tanzend: Der Lobpreis wurde auf verschiedene Arten begangen. Parallel dazu standen in den Seitenschiffen Beterinnen und Beter, Seelsorgerinnen und Seelsorger sowie Beichtpriester bereit, die rund um die Uhr zu tun hatten. Nachtschwärmer konnten den Dom auch spontan zu jeder Zeit betreten oder verlassen, ein Infozelt auf dem Domplatz informierte unmittelbar vor und während der Veranstaltung über deren Intention.

Erst nach Mitternacht fand das um 18 Uhr gestartete Programm, unter anderem mit fünf Bands, sieben Predigerinnen und Predigern sowie dutzenden Unsterstützerinnen und Unterstützern in den Gebetsteams sein Ende. Für das Technik-Team setzte sich hingegen die nunmehr letzte Nachtschicht fort: Am Sonntag, pünktlich um 7:30 Uhr, musste wieder alles für die Frühmesse bereit sein. Bis dahin galt es mehrere LKW-Ladungen an Kabeln, Mischpulten, Beleuchtungs- und Effekt-Technik sowie Instrumenten wegzuräumen. Und so gab es im Friedrich-Spee Haus, wo fleißige Hände permanent für Verpflegung sorgten, so manches erschöpfte, aber glückliche Gesicht zu sehen. Nach intensiver monatelanger Vorbereitung waren sich alle einig: Die Premiere ist geglückt.

Bistum Speyer

09.11.2018


„Gott ist da, wir müssen ihn nur entdecken“

Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann spendete im Dom zu Speyer fünf Männern das Sakrament der Diakonenweihe

Die Weihekandidaten (v.l.): Paul Beyer, Steffen Dully, Artur Noras, Bernd Wolf, Achim Stein.

Speyer - Das Bistum Speyer hat fünf neue Diakone: Bischof Karl-Heinz Wiesemann spendete das Weihesakrament am Samstag im Speyerer Dom. Vier Männer werden als Ständige Diakone wirken: Achim Stein (Pfarrei Heilige Elisabeth, Grünstadt), Paul Beyer (Pfarrei Heiliger Pirminius, Contwig), Steffen Dully (Pfarrei Heiliger Bruder Konrad, Martinshöhe) und Bernd Wolf (Pfarrei Heilige Theresia von Avila, Neustadt). Artur Noras (Pfarrei Heiliger Franz Xaver, Lauterecken) bereitet sich mit dem Diakonat auf seine Priesterweihe vor. Bei der Diakonenweihe legte er gleichzeitig sein Zölibat-Gelöbnis ab.

Die Freude war den frisch geweihten Diakonen anzusehen, als ihre Heimatpfarrer ihnen die liturgischen Gewänder anlegten. Die Anrufung des Heiligen Geistes hatte die Weihezeremonie eingeläutet. Dann versprachen die Weihekandidaten dem Bischof, die Aufgaben und Pflichten des Diakonats zu erfüllen. Diakone begleiten und unterstützen Gläubige im Alltag, verkünden das Evangelium, feiern Wortgottesdienste, assistieren in der Heiligen Messe, nehmen Taufen, Hochzeiten und Beerdigungen vor.

Zum Ende des Versprechens traten die Fünf nacheinander vor den Bischof und legten ihre Hände in seine. Dieses Zeichen besiegelt, dass sich die Diakone in den Dienst der Kirche stellen und der Bischof sich wiederum verpflichtet, für sie zu sorgen. Während der Allerheiligen-Litanei lagen die Weihekandidaten ausgestreckt auf dem Boden. Mit dieser Gebetshaltung machten sie deutlich, dass sie sich Gottes Wille anvertrauen.

Während der Allerheiligen-Litanei liegen die Weihekandidaten ausgestreckt auf dem Boden. Mit dieser Gebetshaltung machten sie deutlich, dass sie sich Gottes Wille anvertrauen.

Die eigentliche Weihe vollzog der Bischof durch Handauflegen und das Weihegebet. Nach dem Anlegen der liturgischen Kleider beendete das Überreichen des Evangeliars und das Umarmen der Neugeweihten durch den Bischof, Priester und Diakone die Weihezeremonie. Dann feierten die neu geweihten Diakone mit dem Bischof und der Gemeinde Kommunion.

Diakone stellen sich in den Dienst der Menschen. Was das bedeutet, zeigte Bischof Wiesemann in seiner Predigt auf. Er knüpfte an die Geschichte von der Heilung des blinden Bettlers Bartimäus an, die zuvor aus dem Markus-Evangelium gelesen wurde: Bartimäus wandte sich an Jesus, der ihn wiederum fragte: „Was willst du, dass ich dir tue?“ Ein entscheidender Satz, mit dem sich Jesus vor dem Bettler zum Diener machte, erklärte der Bischof. Jesus habe Bartimäus‘ Not wahrgenommen. Wiesemann rief die fünf Weihekandidaten dazu auf, ebenso wachsam und empfindsam für die Sorgen der Menschen zu sein und auch die Not zu erkennen, die nicht laut schreiend, eher unscheinbar sei.

Der Bischof empfahl den künftigen Diakonen, wie Jesus anderen auf Augenhöhe zu begegnen. Jesus habe nicht auf den Bettler herabgeschaut, sondern mit der dienenden Rolle eine andere Perspektive eingenommen. Weiterhin sei es wichtig, die Menschen zu ermutigen Gott zu vertrauen, betonte Wiesemann. Denn der Herr sei da und wirke. Er führte aus, was er damit meinte: „Jesus hat tiefes Vertrauen, dass die Menschen durch Gott selbst in der Lage sind, sich zu heilen“ – so wie Bartimäus. „Gott ist da, wir müssen ihn nur entdecken.“ Bei diesem Entdecken sollten Diakone die Menschen unterstützen. „Das heißt, sich in den Dienst der Menschen zu stellen. Das heißt, Diakon zu sein“, fasste der Bischof zusammen.

Bischof Wiesemann überreicht dem Neugeweihten (Steffen Dully) das Evangeliar.

Er bedankte sich bei den Familien und Wegbegleitern der Weihekandidaten. Sie waren dem Quintett in den Dom gefolgt, der am Samstag voll besetzt war. Der Bischof wies die Gemeinde ausdrücklich auf die gleichzeitige Weihe von Ständigen Diakonen und einem Priesteramtskandidaten hin: „So kommt heute etwas zusammen, was sonst nicht zusammenkommt.“ Dies zeige, wie vielfältig Kirche sei.

Wie bereits in der Anfangszeit der Kirche ist der Diakonat seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil (1962-1965) wieder ein eigenständiges Weiheamt. Heute gibt es sowohl die Ständigen Diakone - oft verheiratete Männer und Familienväter, die das Amt im Nebenberuf oder im Hauptberuf ausüben - als auch Diakone, die sich in einem etwa ein Jahr dauernden zeitlichen Diakonat auf die Priesterweihe vorbereiten. Der Diakon trägt eine besondere Verantwortung für Menschen, die auf die Hilfe der Gemeinde angewiesen sind.

Musikalisch gestaltet wurde der Gottesdienst von den Domsingknaben, den Männerstimmen der Domsingknaben und des Domchores unter der Leitung von Domkapellmeister Markus Melchiori und Domkantor Joachim Weller.  Die Orgel spielte Markus Eichenlaub.

Text und Foto: Yvette Wagner

09.11.2018


„Singt dem Herrn ein neues Lied“

Diözesankirchenmusiktag im Dom zu Speyer – Uraufführung der „Missa in F“ von Klaus Wallrath

Unter der Gesamtleitung Diözesankirchenmusikdirektor Markus Eichenlaub sangen musizierten Sängerinnen und Sänger von 24 Kirchenchören und des Kammerchores der Diözese sowie die Dombläser, Gerhard Jentschke an der Orgel und weitere Mitwirkende beim Diözesankirchenmusiktag im Dom zu Speyer. (Foto: Klaus Venus)

Speyer - Mit einem festlichen Pontifikalamt ist am Sonntag im Dom der Diözesankirchenmusiktag unter dem Motto „Singt dem Herrn ein neues Lied“ gefeiert worden. 24 Kirchenchöre aus dem ganzen Bistum haben ihn musikalisch gestaltet, zusammen mit dem Kammerchor der Diözese, den Dombläsern, Gerhard Jentschke an der Orgel und weiteren Mitwirkenden. Die musikalische Gesamtleitung hatte Diözesankirchenmusikdirektor Markus Eichenlaub. Den Gottesdienst zelebrierten Bischof Karl-Heinz Wiesemann gemeinsam mit Domdekan Dr. Christoph Kohl, dem Leiter des Seelsorgeamts Domkapitular Franz Vogelgesang und Regens Markus Magin, dem Diözesanpräses für die Kirchenmusik.

Eigens für diesen Tag hatte das Bistum eine neue Messe, die „Missa in F“ bei dem Komponisten Klaus Wallrath in Auftrag gegeben, die an diesem Tag zum ersten Mal zu hören war. Das Ehepaar Wallrath nahm ebenfalls am Gottesdienst teil. Klaus Wallrath ist seit 1987 als Kantor und Chorleiter in Düsseldorf an der Basilika St. Margareta tätig, hat dort etliche Chöre und Ensembles aufgebaut und ein reges kirchenmusikalisches Leben initiiert. Als Komponist von Messen, geistlichen Motetten und Kantaten, Werke für Kinderchöre bis hin zu religiösen Kindermusicals hat er sich seit Jahrzehnten einen Namen gemacht.

Dem Diözesankirchenmusikdirektor Markus Eichenlaub waren, wie er erzählte, seine Arrangements von Chorwerken bei den Abschlussgottesdiensten der Katholikentage in Leipzig und Münster aufgefallen. Zudem empfahl ihn Hans-Peter Bähr, der Leiter des Butz-Verlags, als Eichenlaub auf der Suche nach einem Komponisten für die neue Messe war. Die 24 angemeldeten Chöre haben die Messe im letzten halben Jahr in ihren Gemeinden geprobt. Weiterführende Proben mit benachbarten Chören wurden von den Dekanatskantoren auf regionaler Ebene angeboten. Alle Chöre zusammen haben die Messe nur einmal in der Generalprobe unmittelbar vor dem Gottesdienst proben und singen können - ein bemerkenswerter Beweis der Qualität der Kirchenchöre des Bistums, zumal die Messe musikalisch sehr anspruchsvoll ausgefallen ist. Die Messe ist, wie im Gottesdienst zu hören war, schwungvoll und modern, ohne Rückgriffe auf frühere Musikepochen, gleichzeitig aber zeitlos und harmonisch. Das Credo der Messe ist verzahnt mit dem Gemeindelied „Wir glauben Gott im höchsten Thron“, dabei übernahm der Kammerchor die mehrstimmigen Teile, während die Gesamtheit der Chöre die jeweiligen Strophen der Gemeinde sang. Nach dem Diözesankirchenmusiktag wird auch eine dreistimmige Version für die Kirchenchöre erhältlich sein.

Rund 500 Sängerinnen und Sänger waren an der Uraufführung der „Missa in F“ des Komponisten Klaus Wallrath im Dom zu Speyer beteiligt. (Foto: Klaus Venus)

Ein Dom voller Sänger – etwa 500 Sängerinnen und Sänger von Kirchenchören aus allen Teilen des Bistums waren da – ist ein besonderes Erlebnis, sowohl für die „normalen“ Gottesdienstbesucher, die die Eucharistiefeier in den Querhäusern mitfeiern konnten, als auch für die Sänger selbst, die so zu Mitgliedern des größten Chors der Diözese wurden. Die Chöre waren nicht nach Stimmen getrennt, sondern saßen als Chor jeweils zusammen. Die bekannt schwierige Akustik des Domes sorgte dafür, dass der riesige Klangkörper durch die Hall-Effekte oben im Querhaus noch ein bisschen größer zu hören war, aber das Gesamterlebnis dürfte kaum zu überbieten sein.

In seiner Predigt schlug Bischof Wiesemann einen großen Bogen vom Evangelium (Mk 10, 35-45), in dem es um die Forderung der Apostel um Vorrang geht, über Macht und Machtmissbrauch, bis zum Chorgesang als Bild eines harmonischen Gesamtklangs ohne Rangunterschiede, und zum Motto des Tages: „Singt dem Herrn ein neues Lied“. Berühren solle dieses neue Lied, und jeder Sänger wisse, dass nur der die andern berühren könne, der selber berührt sei. „Die Frage“, so der Bischof, „sollte nicht sein, welchen Rang der einzelne hat, sondern, welche Talente, welche von Gott gegebene Charismen hat der einzelne, um etwas für die anderen zu tun“. Der Dirigent sei der erste, der hören kann, anders könne er nicht dirigieren. „Er muss der sein, der aus den anderen das Beste herausholt“.

Am Ende des Gottesdienstes dankte der Bischof Diözesankirchenmusikdirektor Markus Eichenlaub und dem Präses für die Kirchenmusik der Diözese Markus Magin, für ihren Dienst.

Der Tag klang am Nachmittag  bei voll besetztem Dom mit einem Konzert der Dommusik mit geistlichen Werken aller Epochen feierlich aus.

Text: Andrea Dölle Foto: Klaus Venus

23.10.2018


Zeichen der Hoffnung im „Totenmonat“ November

Der November gilt als Monat der Trauer – Angebote des Bistums Speyer rund um das Thema

Speyer - „Trauermonat“ so wird der November landläufig genannt. Dies hat zum einen sicher mit dem oft nasskalten Wetter zu tun. Zum anderen beginnt der Monat mit dem Feiertag „Allerheiligen“, den viele Menschen für den Besuch auf dem Friedhof nutzen, um die Gräber ihrer Angehörigen zu besuchen und dort ein Grablicht zu entzünden. In der christlichen Kirche verbindet sich der Tod immer mit der Hoffnung auf die Auferstehung, die Trauer erfährt Trost. Deutlich wird dies in dem Dreisatz „Auferstehung ist unser Glaube, Wiedersehen unsere Hoffnung, Gedenken unsere Liebe.“ Der dem Kirchenvater Augustinus zugesprochene Ausspruch, der mitunter auf Grabsteinen zu lesen ist, zeigt, dass der Tod im Christentum keine Endgültigkeit besitzt sondern als Schritt in ein neues Leben begriffen wird.

Allerheiligen und Allerseelen

Theologisch gesehen ist Allerheiligen das Fest „aller der in Christus vollendeten“. Mit diesem Hochfest gedenkt die Kirche bis heute nicht nur der heiliggesprochenen Frauen und Männer, sondern auch jener Menschen, um deren Heiligkeit niemand weiß als Gott. In der abendländischen Kirche wird Allerheiligen seit dem 9. Jahrhundert am 1. November gefeiert. Allerheiligen ist in fünf Bundesländern gesetzlicher Feiertag - und zwar in Bayern, Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und im Saarland.

Der am 2. November begangene Allerseelentag etablierte sich im elften Jahrhundert, ausgehend vom französischen Benediktinerkloster Cluny. Gebete, Fürbitten und Eucharistie an Allerseelen sollen dazu beitragen, dass die Toten Vollendung in Gott finden.

Allerheiligen und Allerseelen gründen in der Überzeugung, dass durch Jesus Christus eine Verbindung zwischen Lebenden und Toten besteht. Mit der Zeit haben sich die Inhalte der beiden kirchlichen Festtage miteinander vermischt. Da der 1. November in manchen Bundesländern ein Feiertag ist, nutzen viele diesen Tag für den Besuch auf dem Friedhof.

Viele Gläubige besuchen an Allerseelen – häufig auch schon am Nachmittag des Festes Allerheiligen – die Gräber ihrer Angehörigen auf den Friedhöfen und entzünden Grablichter.

Gedenken im Dom

In der Kathedrale des Bistums Speyer feiert Weihbischof Otto Georgens am Donnerstag, 1. November, um 10 Uhr das Pontifikalamt zum Fest Allerheiligen. Für die musikalische Gestaltung sorgen die Männerstimmen der Domsingkaneben und des Domchores mit der „Missa brevis“ und dem „Ave Maria“ von Michael Haller. Die Orgel spielt Domorganist Markus Eichenlaub.

Am Fest Allerseelen am 2. November findet um 18 Uhr eine Kapitelsvesper und um 18.30 Uhr ein Kapitelsamt im Speyerer Dom statt. Die musikalische Gestaltung liegt in den Händen der „Schola Cantorum Saliensis. Die Orgel spielt Domorganist Markus Eichenlaub.

Im Kalender des Speyerer Doms finden sich im November zwei weitere Tage, an denen in besonderer Weise der Toten gedacht wird.  Jährlich wird den verstorbenen Bischöfen und Priestern der Kathedrale gedacht. In diesem Jahr zelebriert Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann am Freitag, 9. November um 18 Uhr eine Pontifikalvesper und im Anschluss um 18.30 Uhr ein Pontifikalrequiem. Am Tag des Requiems erinnern Grablichter an die verstorbenen Bischöfe. Die Kerzen stehen zusammen mit Namensschildern an der Stelle, wo die Geistlichen im Dom begraben sind. Diese Gräber sind für den Besucher normalerweise mehr oder weniger unsichtbar. Bis heute fanden 37 Bischöfe im Dom ihre letzte Ruhestätte.

Ein weiterer Gedenktag ist den verstorbenen Wohltätern des Doms gewidmet. In einem Gottesdienst wird der Menschen gedacht, die sich besonders um den Dom verdient gemacht haben. Am Freitag, 17. November, um 18 Uhr findet aus diesem Anlass eine Kapitelsvesper statt. Um 18.30 Uhr folgt eine Messe „Für die Wohltäter des Doms, die bayerischen Könige, die Förderer des Doms aus dem Dombauverein und der Europäischen Stiftung Kaiserdom zu Speyer und alle, die zum Erhalt des Speyerer Doms beigetragen haben“ – so die volle Bezeichnung des Gottesdienstes. Den Anstoß zu dieser Messfeier gaben im 19. Jahrhundert die bayerischen Könige. Vor einigen Jahren wurde die Messintention auf die verstorbenen Mitglieder des Dombauvereins und die Förderer aus den Reihen der Europäischen Stiftung ausgeweitet. In den Fürbitten wird diesen Wohltätern des Doms besonders gedacht.

Offene Andachten für Trauernde in der Kirche des Priesterseminars St. German

Die Hospiz- und Trauerseelsorge des Bistums Speyer möchte gemeinsam mit dem Priesterseminar St. German trauernden Menschen die Möglichkeit anbieten, ihrer Trauer Raum und Zeit zu geben. Unter dem Titel „Lebenskreuzwege“ bieten sie ab dem 5. November in der Regel an jedem ersten Montag im Monat um 18.30 Uhr in der Kirche des Priesterseminars in Speyer (Am Germansberg 60) offene Andachten für Trauernde an.

Konzipiert wurde das Angebot von Kerstin Fleischer, Referentin für Hospiz- und Trauerseelsorge im Bistum Speyer und dem Regens des Priesterseminars Markus Magin. Gemeinsam hatten sie nach einem neuen Format gesucht, dass zu einer Beschäftigung mit der Trauer einlädt. Das Angebot ist bewusst offen gehalten und richtet sich dezidiert an alle Trauernden, unabhängig davon, wie lange der Trauerfall zurückliegt und welcher Konfession oder Religion sie angehören. Etwa eine halbe Stunde sollen die Andachten dauern, mit Impulsen, Gebet und Zeiten der Stille, die der eigenen Trauer Raum geben.

Sterbesegen

Im Jahr 2017 hat das Bistum Speyer den Sterbesegen als eine Form vorgestellt, mit der Angehörige und Freunde Abschied nehmen können. Ein kleines Buch soll helfen, die Sprachlosigkeit am Krankenbett zu überwinden. Um dem Sterbenden und seinen Angehörigen zu helfen, die Unausweichlichkeit des Todes und den Abschiedsschmerz auszuhalten und sich bis zuletzt nahe zu sein, enthält der „Sterbesegen“ Vorschläge für gemeinsame Gebete und Zeiten der Stille ebenso wie das Lesen in der Heiligen Schrift. „Wo Worte fehlen, können Rituale helfen“, erklärte Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann anlässlich der Einführung. Der Sterbesegen kann von einem Seelsorger, aber auch von Laien geleitet werden und auch ökumenisch gefeiert werden. Angehörige und Freunde können zuhause zusammenkommen, aber auch in Krankenhäusern, Altenheimen oder Hospizen.

In der katholischen Kirche gibt es vielfältige Formen der Begleitung von kranken und sterbenden Menschen. Im Sakrament der Krankensalbung, das von einem Priester gespendet wird, steht das Gebet um Heilung im Vordergrund. Bei der Wegzehrung wird der Gläubige mit der Eucharistie beim Übergang vom Leben zum Tod gestärkt. Der Sterbesegen stellt eine sinnvolle und hilfreiche Ergänzung zu den Kranken- und Sterbesakramenten dar, auch dort, wo diese Sakramente bereits gespendet wurden.

Weitere Informationen:

Informationen zum Sterbesegen findet man unter: www.stebesegen.bistum-speyer.de

Informationen zum Angebot der Hospiz- und Trauerseelsorge im Bistum Speyer findet man unter: https://www.bistum-speyer.de/seelsorge-und-spiritualitaet/hospiz-und-trauerseelsorge/

Text: Bistum Speyer Foto: Speyer 24/7 News, dak

23.10.2018


„Noch immer sterben Frauen bei der Geburt ihres Kindes“

Schwester Meskel Kelta berichtet über die Gesundheitshilfe in ihrem Heimatland Äthiopien – Hilfswerk missio München unterstützt das Engagement des „Institute of the Maids oft he Poor“

v.l.: Ulrike Daufratshofer (missio München), Schwester Meskel Kelta und Christoph Fuhrbach, Referent für weltkirchliche Aufgaben im Bistum Speyer.

Speyer - Anlässlich des Monats der Weltmission hält sich derzeit Schwester Meskel Kelta aus Äthiopien in Deutschland auf und hat als Projektpartnerin des katholischen Hilfswerkes missio München auch das Bistum Speyer besucht. Auf Einladung von Weihbischof Otto Georgens, dem Bischofsvikar für weltkirchliche Aufgaben im Bistum Speyer, hat sie in einem Pressegespräch über ihre Tätigkeit im katholischen Gesundheitszentrum in Taza berichtet.

„Wenn Krankheiten vermeidbar sind, möchte ich sie auch in diesem armen Umfeld hier vermeiden. Unsere Herausforderung ist es, den Menschen einfache Wege aufzuzeigen, damit sie gesund bleiben“, erklärte Schwester Meskel Kelta (35), die im Apostolischen Vikariat Hosanna das „Taza Catholic Health Center“ leitet. Täglich versorgt sie bis zu 100 Patienten. Die Schwester hat eine fünfjährige Ausbildung zum „Health Officer“ absolviert. Damit darf sie Krankheiten diagnostizieren, Medikamente verschreiben und kleinere Operationen durchführen. Sie gehört zum „Institute of the Maids of the Poor“ – eine Missionsgemeinschaft, die 1951 von den Kapuzinern in Indien gegründet wurde und sich um Kranke und Waisenkinder kümmert.

Schwester Meskel und ihr Team behandeln Magen-Darmerkrankungen, Typhus und Malaria. Sie nehmen kleine Augenoperationen vor und ziehen Zähne. Und sie kümmern sich um unterernährte Kinder, die mit geschwollenen Bäuchen und dünnen Ärmchen von ihren Eltern gebracht werden, weil diese nicht mehr weiter wissen. Zweimal in der Woche fährt sie in die umliegenden Dörfer, um die Menschen über gesundheitliche Gefahren und die Bedeutung zum Beispiel von sauberem Wasser und von Hygienemaßnahmen aufzuklären. Besonders bedrückend ist für sie, dass noch immer viele Frauen bei der Geburt ihres Kindes sterben. „Acht bis zehn Kinder sind in äthiopischen Familien keine Seltenheit. Die Frauen sind durch die vielen Geburten oft sehr schwach. In der Schwangerschaft haben viele keine ärztliche Versorgung, können sich nur unzureichend ernähren und müssen hart arbeiten“, berichtet Schwester Meskel. Immer wieder kommt es auch zu Genitalverstümmelungen und erzwungenen Ehen.

Die Bevölkerungsdichte in der Region um Taza ist hoch. Deshalb hat kaum einer mehr genug Land, um sich und seine Familie zu ernähren. Wenn noch dazu der Regen ausbleibt, kommt es zu Dürren und immer wieder auch zu Hungersnöten. Augenerkrankungen, die im Gesundheitszentrum von Taza besonders häufig behandelt werden, haben ihren Grund oftmals in langen Hitzeperioden mit staubiger Luft und mangelhafter Hygiene. „Wir behandeln alle, ob sie bezahlen können oder nicht. Wegschauen kommt für uns nicht in Frage“, unterstreicht Schwester Meskel und bittet um Unterstützung für ihre Arbeit: „Eine Spende in Höhe von 50 Euro zum Beispiel ermöglicht eine Augenoperation und bewahrt einen Menschen so davor, dass er sein Augenlicht verliert.“

Äthiopien hat einen Imagewandel vollzogen – vom Hungerland zur aufstrebenden Wirtschaftsnation. Doch für Schwester Meskel ist das nur die halbe Wahrheit. „In den großen Städten sieht man Entwicklung – ja, das ist wahr“, sagt sie „In Äthiopien leben aber über 80 Prozent der Bevölkerung auf dem Land. Viele von ihnen müssen kilometerweit bis zur nächsten Wasserquelle laufen.“ Wer eine Anstellung als Tagelöhner findet, verdient oftmals gerade einen Euro am Tag. Und auch in der Gesundheitsstation spürt man die Armut: Wenn es dunkel wird, leuchtet eine der Krankenschwestern Sr. Meskel mit der Taschenlampe, weil es sonst kein Licht mehr gibt.

Äthiopien beherbergt fast 100 verschiedene Ethnien und ist urchristliches Land: Seine christlichen Wurzeln lassen sich bis ins vierte Jahrhundert zurückverfolgen. Rund 60 Prozent der Bevölkerung sind Christen. Die meisten davon sind orthodox, nur knapp ein Prozent ist katholisch. „Wir haben zwischen den Religionen ein gutes Miteinander“, macht Schwester Meskel auf eine positive Seite ihres Heimatlandes aufmerksam.

Sonntag der Weltmission

Der Sonntag der Weltmission wurde von Papst Pius XI. am 14. April 1926 eingeführt und wird in allen Ländern begangen, in denen Katholiken leben. Damit ist er die größte Solidaritätsaktion der katholischen Kirche. Dieses Jahr wird er am 28. Oktober gefeiert.

Das Hilfswerk missio München

Seit 180 Jahren engagiert sich missio München für das Leben in Kirche und Gesellschaft. Das Internationale Katholische Missionswerk fördert den vielfältigen Einsatz der Ortskirchen und stärkt auf diese Weise das weltweite Netzwerk der katholischen Kirche. Folgende Bereiche bilden die Basis für eine nachhaltige Projektarbeit: Stärkung der Ortskirche, Ermöglichung von Bildung, Friedensförderung, Gesundheitssicherung, Schaffung von Lebensgrundlagen, Bewahrung der Schöpfung und Nothilfe. 2017 hat missio München 1023 Projekte in 53 Ländern in Afrika, Asien und Ozeanien gefördert.

Weitere Informationen: www.missio.com

Filmbeitrag über die Tätigkeit von Sr. Meskel Kelta:

Spendenkonto:

Missio München
Liga-Bank München
IBAN: DE96750903000800080004
BIC: GENODEF1M05

Bistum Speyer

23.10.2018


Bischof Wiesemann erteilt zwei Bewerbern die Admissio

Feierlicher Gottesdienst im Priesterseminar St. German in Speyer

v.l.: Diakone, Diakonatsbewerber Holger Weberbauer, Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann, Priesteramtskandidat Stefan Häußler und Regens Markus Magin. Foto: Klaus Landry

Speyer - Zwei Bewerber haben am Samstag im Rahmen eines Pontifikalamtes in der Kirche des Priesterseminars St. German in Speyer durch Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann die Admissio erhalten. Damit wurden sie feierlich in den Bewerberkreis der Weihekandidaten für die Priesterweihe und den Diakonat aufgenommen. Die Zulassung bekamen der Priesteramtskandidat Stefan Häußler aus der Pfarrei Pax Christi, Speyer, und der Diakonatsbewerber Holger Weberbauer aus der Pfarrei Heiliger Ingobertus, St. Ingbert.

Text: Bistum Speyer Foto: Klaus Landry

22.10.2018


Seelsorge braucht Gesichter

Bistum Speyer und Projekt „Seelsorge 60+“ des Dekanats Darmstadt bieten Qualifizierung für Ehrenamtliche in der Altenheimseelsorge an

Speyer - Das Bistum Speyer und das Projekt „Seelsorge 60+“ des Dekanats Darmstadt bieten im Jahr 2019 eine fünfteilige Qualifizierung für Frauen und Männer an, die sich ehrenamtlich in der Altenheimseelsorge engagieren wollen und bereit sind, im Auftrag und in Anbindung an die Pfarrei die seelsorgliche Begleitung in Alten- und Pflegeheimen zu übernehmen.

Das Angebot richtet sich an Menschen, „die sich für Menschen, für ihre Biografie und ihren Glauben interessieren“, wie die Ausbildungsleiterinnen Walburga Wintergerst (Seniorenseelsorge im Bistum Speyer) und Erika Ochs (Projekt „Seelsorge 60+“ des Dekanats Darmstadt) erläutern. Ziel sei, „mit alten Menschen einen Weg zu gehen und deren Freude und Hoffnung, Trauer und Ängste zu teilen“. Durch den Besuch alter Mensch, durch Zeit für Gespräche und das persönliche Gebet solle eine Brücke zwischen der Pfarrei und dem Alten- und Pflegeheim gebaut werden. Auch die Gestaltung von Andachten, spirituellen Impulsen, Krankenkommunionfeiern und Wort-Gottes-Feiern mit Kommunionspendung an Werktagen gehörte in das Aufgabenspektrum. „Weitere Aspekte sind die Begleitung sterbender Menschen und die Gestaltung von Abschiedsfeiern in der Einrichtung“, erklären die beiden Ausbildungsleiterinnen.

Zu den Voraussetzungen gehört aus ihrer Sicht die Bereitschaft, sich pro Woche zwei bis drei Stunden Zeit für die Aufgaben im Altenheim zu nehmen. „Wir suchen Menschen, die persönlich, körperlich und seelisch stabil sind, gerne dazulernen möchten und offen sind für Neues“, unterstreichen Walburga Wintergerst und Erika Ochs. Ein ehrenamtliches Engagement in der Altenheimseelsorge verstehen sie auch als Chance, den persönlichen Glauben mit anderen zu teilen.

Die Qualifizierung umfasst fünf zweitägige Module, in denen unterschiedliche Schwerpunkte der Altenheimseelsorge behandelt werden. Eine Anmeldung für die Qualifizierung ist nur über den zuständigen Pfarrer und nach Zustimmung des Pfarreirates möglich. Aus dem Hauptamtlichen-Team wird zudem ein Mentor oder eine Mentorin genannt, die als Ansprechpartnerin für die Ehrenamtlichen zur Verfügung steht, in die Einrichtung einführt, die Praxisphase und die Arbeit der Ehrenamtlichen konstruktiv begleitet. Die Ausbildungskosten werden vom Bischöflichen Ordinariat übernommen. Die Fahrtkosten und die Auslagen für die erforderlichen Arbeitsmaterialien sind von der Pfarrei zu tragen.

Termine, Themen und Veranstaltungsorte:

1. Modul:
Fr. 01.02., 14 Uhr bis Sa. 02.02.2019, um 17 Uhr
Der Mensch im Alter mit Schwerpunkt Demenz
Heinrich Pesch Haus, Frankenthaler Str. 229,
67059 Ludwigshafen

2. Modul:
Fr. 29.03., 14 Uhr bis Sa. 30.03.2019, um 17 Uhr
Gespräche führen / Vorbereitung auf das Praktikum
Heinrich Pesch Haus, Frankenthaler Str. 229,
67059 Ludwigshafen

3. Modul:
Fr. 14.06., 14 Uhr bis Sa. 15.06.2019 um 17 Uhr
Meine Biografie und Spiritualität / Umgang mit Sterben und Tod
Priesterseminar, Am Germansberg 60, 67346 Speyer

4. Modul:
Fr. 30.08., 14 Uhr bis Sa. 31.08.2019 um 17 Uhr
Liturgische Feiern mit alten Menschen / Gewaltprävention
Heinrich Pesch Haus, Frankenthaler Str. 229,
67059 Ludwigshafen

5. Modul:
Fr. 15.11., 14 Uhr bis Sa. 16.11.2019 um 17 Uhr
Meine Rolle als Ehrenamtliche/r im Auftrag der Pfarrei / Feierlicher Abschluss
Priesterseminar, Am Germansberg 60, 67346 Speyer

Anmeldung:
Eine Anmeldung ist bis zum 1. Dezember 2018 möglich. Ein Anmeldeformular wird auf Anfrage zugeschickt.

Kontakt:

Walburga Wintergerst
Seelsorge in Pfarrei und Lebensräumen
Seniorenseelsorge
Webergasse 11, 67346 Speyer
Telefon: 0 62 32 / 102-314
E-Mail: pfarrei-lebensraeume@bistum-speyer.de

Bistum Speyer

19.10.2018


Stiftung zur Pflege, Nutzung und Erhaltung des Speyerer Doms

Stifter Dr. Albrecht Würz übergibt Erträge für Untersuchung und Restaurierung des Graddenkmals für Rudolf von Habsburg

Weihbischof und Dompropst Otto Georgens, Frank Jäckle und Thomas Nitz, Vorstände der Stiftergemeinschaft der Sparkasse Südliche Weinstraße, Stifter Dr. Albrecht Würz und Domkustos Peter Schappert, © Domkapitel Speyer, Foto: Klaus Landry

Speyer - Sah so König Rudolf von Habsburg aus? Dank der Stiftung von Dr. Albrecht Würz kann diese Frage vielleicht schon bald beantwortet werden. Der Stiftungsertrag in Höhe von 30.000 Euro wurde am 15. Oktober an das Domkapitel Speyer übergeben. Mit dem Geld, das dem Dom aus der Dr. Albrecht und Hedwig Würz Stiftung der Stiftergemeinschaft der Sparkasse Südliche Weinstraße zufließt, soll das berühmte Bildnis des Königs erforscht und restauriert werden. Das Grabdenkmal, das sich heute in der Vorkrypta des Doms in der Nähe zu den Herrschergräbern befindet, gilt als einmaliges Kunstwerk des Mittelalters, da es den Herrscher nicht in idealisierter Form zeigt, sondern mit Falten und Kinngrübchen.

Dompropst und Weihbischof Otto Georgens nahm den Stiftungsertrag aus den Händen der beiden Vorstände der Stiftergemeinschaft der Sparkasse der Südlichen Weinstraße, Frank Jäckle und Thomas Nitz, entgegen. Der Dompropst dankte dem persönlich anwesenden Stifter Dr. Albrecht Würz dafür, dass er den Dom so großzügig bedacht hatte: „Es kommt nicht oft vor, dass das Domkapitel so viel Geld überreicht bekommt, entsprechend dankbar sind wir für dieses Geschenk.“ Würz erklärte, dass er sich schon früh Gedanken gemacht habe, was mit seinem Geld passieren solle, wenn er einmal nicht mehr sei. Denn dass einem mit dem Tod nichts mehr gehöre, das habe der heute 95-jährige bei der Predigt eines Kaplans in der Neustadter Marienkirche vor 23 Jahren verstanden. Da er mit amerikanischen Geschäftsfreunden immer wieder den Dom besucht habe und sich sehr für die Geschichte seiner Heimat interessiere, sei eine Stiftung für den Dom für ihn die logische Entscheidung gewesen.

Der Kustos des Doms, Domkapitular Peter Schappert, erläuterte die Maßnahme, die mit den Stiftungserträgen finanziert wird. Verwendung finden die Mittel für die Untersuchung und Restaurierung des Grabdenkmals von Rudolf von Habsburg. „Wir könnten hier dem König ins Gesicht blicken, da das Grabdenkmal in einer Zeit entstanden ist, in der einzelne Skulpturen individuelle Gesichtszüge zeigen“, so der Kustos.

Domkustos Peter Schappert, Weihbischof und Dompropst Otto Georgens, Stifter Dr. Albrecht Würz und Frank Jäckle und Thomas Nitz, Vorstände der Stiftergemeinschaft der Sparkasse Südliche Weinstraße

Dom- und Diözesankonservator Wolfgang Franz erklärte den Anwesenden, dass mittels einer grundlegenden und fachgerechten restauratorischen Untersuchung zunächst das „maximale an Wissen zu dem Bildnis gesammelt werden soll“, um dann mit einer Restaurierung beginnen zu können. Befunde zu Farbspuren oder zu unterschiedlichen Materialien könnten Auskunft darüber geben, welche Teile nachträglich verändert und ergänzt wurden. Daraus lässt sich dann möglicherweise beantworten, ob die markanten Geschichtszüge wirklich das naturgetreue Abbild des Königs sind.

Die Dr. Albrecht und Hedwig Würz Stiftung der Stiftergemeinschaft der Sparkasse Südliche Weinstraße hat zum Stiftungszweck, die Erträge der Stiftung für „Gemeinnützige und kirchliche Zwecke, insbesondere zur Pflege, Nutzung und Erhaltung des Doms zu Speyer“ zu verwenden. Die Stiftergemeinschaft der Sparkasse Südliche Weinstraße wurde im Jahr 2000 gegründet. Sie bietet Privatpersonen einen kompetenten Rahmen, sich mit einer eigenen Zustiftung gemeinsam mit anderen für den guten Zweck einzusetzen - und zwar dauerhaft. Denn im Gegensatz zu einer Spende wird das gestiftete Vermögen nicht verbraucht: Für den Stiftungszweck werden lediglich die Erträge verwendet, die das angelegte Stiftungskapital erwirtschaftet. Alle Leistungen - von der Erstellung eines Stiftungskonzepts bis hin zur Auswahl geeigneter Stiftungsprojekte - werden dabei von der Stiftergemeinschaft kostenlos erbracht. Selbst nach erfolgreicher Stiftungserrichtung fallen für die Stiftungsverwaltung, Stiftungsbetreuung und das Vermögensmanagement keine Kosten an. Weitere Informationen zur Stiftergemeinschaft gibt es unter www.sparkasse-suew.de/stiftergemeinschaft.

Text: Bistum Speyer Foto: Domkapitel Speyer, Klaus Landry

19.10.2018


"Vun Hirte, Engelscher un vum Woihnachtsesel"

Buch mit adventlichen Texten in Pfälzer Mundart erscheint am 18. Oktober beim Pilgerverlag Speyer

Speyer - „Wer hätt des gedenkt: En Esel als de allererscht Aposchtel! Un wann ich mer heit so unser ufriedlich Welt aguck, saach ich mer: Was wär des fer en Seesche, wanns bloß noch Esel uff dere Welt gewwe det.“ Nachdenklich und humorig sind sie, die Texte von Thomas Kiefer. Geschrieben in Pfälzer Mundart, denn der in Neustadt-Gimmeldingen lebende Autor ist durch und durch Pfälzer.

Seit mehr als 20 Jahren verfasst er jedes Jahr Adventliches und Weihnachtliches im Dialekt seiner Heimat. Eine Woche vor Weihnachten werden seine Gedanken vom bekannten „Mundart-Original“ Christel Klohr aus Neustadt-Mußbach, die eine Mundart-Theatergruppe leitet, in einer Kirche an der Weinstraße vorgetragen.

Die Texte der vergangenen fünf bis sechs Jahre hat der Theologe und Pädagoge nun in einem Büchlein mit dem Titel „Vun Hirte, Engelscher un vum Woihnachtsesel“ zusammengefasst, das am 18. Oktober auf den Markt kommt. Es handelt sich um sein drittes adventliches Buch in Pfälzer Mundart. Dabei verbindet Kiefer, der im Bischöflichen Ordinariat in Speyer die Abteilung „Seelsorge in Pfarrei und Lebensräumen“ leitet, unterschiedliche Facetten des Lebens mit Bibelstellen, die er ebenfalls ins Pfälzische übersetzt. Denn der christliche Glaube, so die Überzeugung des Mundart-Fans, könne Deutungshilfen für alle möglichen Lebenssituationen geben – von Momenten des Glücks, der Freude, der Angst oder der Hoffnungslosigkeit. So wie Leben und Tod zusammengehörten, ließen sich Krippe und Kreuz nicht voneinander trennen. Aber eines sei ihm dabei immer wichtig: „dass mit allen Kapiteln am Ende immer die Weihnachtsfreude verbunden ist“.

Kiefer möchte zum Nachdenken anregen, aber auch unterhalten. Und so zaubert die eine oder andere Geschichte dem Leser ein Lächeln auf das Gesicht, etwa wenn ein Esel in Mußbach als Missionar wirkt und den trinkfreudigen Pfälzern den Glauben nahebringt. Doch das ist noch nicht alles. Der Autor erzählt von der Weihnachtsbotschaft anhand von Gemälden aus dem 14. und 15. Jahrhundert, vom Kind in der Krippe, den Hirten mit ihren Schafen, von der Gottesmutter Maria und dem Lob der Engelschar.

„Vun Hirte, Engelscher un vum Woihnachtsesel“ erscheint im Pilgerverlag, der unter dem Dach der Peregrinus GmbH in Speyer angesiedelt ist. Anja Eisfeld, die den Pilgerverlag und damit die Entstehung des Buches hauptsächlich verantwortet, freut sich über das neue Werk. Froh ist sie vor allem darüber, „dass es gelungen ist, die farbigen und künstlerisch-ansprechenden Illustrationen von Ulrike Möltgen aus dem im Fischer-Verlag erschienenen Buch ,Die Weihnachtsgeschichte‘ zu verwenden. Sie sind eine geradezu ideale Ergänzung zu den Geschichten."

Das 96 Seiten umfassende Buch „Vun Hirte, Engelscher un vum Woihnachtsesel“ (ISBN: 978-3-946777-02-1) gibt es für 14,80 Euro im Buchhandel oder direkt beim Pilgerverlag Speyer, Telefon 06232/31830, Telefax 06232/318399, E-Mail: info@pilger-speyer.de

Rezensionsexemplare können schriftlich bei Anja Eisfeld vom Pilgerverlag angefordert werden:
E-Mail: eisfeld@pilger-speyer.de

Hinweise: In der Adventszeit finden an folgenden Terminen Signierstunden mit Thomas Kiefer statt: 1. Dezember (13 bis 16 Uhr), Buchhandlung Thalia, Rheingalerie, Ludwigshafen; 8. Dezember (11 bis 13 Uhr), Buchhandlung Osiander, Neustadt; 15. Dezember (11 bis 14 Uhr), Buchhandlung Osiander, Speyer.

Am Donnerstag, 20. Dezember, um 19 Uhr liest Christel Klohr aus Neustadt-Mußbach in der Kirche St. Jakobus in Neustadt-Hambach Mundartexte von Thomas Kiefer. Im Mittelpunkt steht dabei der Weihnachtsbaum.

Text: Pilger Foto: Pilgerverlag

19.10.2018


Bischof Wiesemann verleiht Pirminius-Plakette

Auszeichnung für kirchliches und karitatives Engagement

Speyer - Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann hat 17 Frauen und Männern aus der Diözese Speyer für ihr kirchliches und karitatives Engagement die Pirminius-Plakette, die höchste Auszeichnung der Diözese, verleihen. Benannt ist die bischöfliche Ehrenplakette nach dem heiligen Abtbischof Pirminius, der als Missionar im südwestdeutschen Raum wirkte und 753 in dem von ihm gegründeten Kloster Hornbach starb. Die Ehrung erfolgt im Anschluss an das Pontifikalamt zum 957. Jahrestag der Domweihe.

Die Geehrten wurden von den Dekanatsräten sowie von Bischof Wiesemann für die Auszeichnung vorgeschlagen. Die neuen Träger der Pirminius-Plakette sind:
Alexandra Pfeifer aus Bockenheim (Pfarrei Hl. Elisabeth von Thüringen, Grünstadt), Franziska Frübis aus Meckenheim (Pfarrei Hl. Michael, Deidesheim), Peter Schaub aus Winnweiler-Potzbach (Pfarrei: Heilig Kreuz, Winnweiler). Agnes Deris  aus Wörth-Büchelberg (Pfarrei: Hl. Christopherus, Wörth), Robert Brucker aus Kandel (Pfarrei: Hl. Vierzehn Nothelfer, Kandel), Alois Donauer aus Ramstein-Miesenbach (Pfarrei Hl. Wendelinus, Ramstein-Miesenbach), Adele Weidlich aus Kaiserslautern; (Pfarrei Heilig Geist, Kaiserslautern) Heinrich Wallich aus Schönenberg-Kübelberg (Pfarrei Hl. Christopherus, Schönenberg-Kübelberg), Robert Schuck aus Brücken (Pfarrei Hl. Christopherus, Schönenberg-Kübelberg), Thomas Jörg aus Albersweiler (Pfarrei Hl. Elisabeth, Annweiler), Jutta Moser-Hauck aus Zweibrücken (Pfarrei Hl. Elisabeth, Zweibrücken), Anton Eichenlaub aus Erfweiler (Pfarrei Hl. Petrus, Dahn), Susanne Geisinger aus Niederwürzbach (Pfarrei Hl. Familie, Blieskastel), Schwester Birgit Stibig aus St. Ingbert (Pfarrei Hl. Ingobertus, St. Ingbert), Lothar Gräf aus Bobenheim-Roxheim; ( Pfarrei Hl. Petrus, Bobenheim-Roxheim), Friedrich [Karl Ludwig (gen. Fritz)] Koch aus Schifferstadt (Pfarrei Hl. Edith Stein, Schifferstadt), Michael Neis aus Landau (Pfarrei Hl. Kreuz, Landau).

In seiner Laudatio würdigte Bischof Wiesemann die vielfältigen und langjährigen Dienste, die die Geehrten ehrenamtlich neben der Familie, dem Beruf und anderen Verpflichtungen für die Kirche, für ihre Pfarrgemeinde erbracht haben. Sie seien wichtige Säulen ihrer jeweiligen Pfarrei. Nicht immer sei dieser Dienst offensichtlich. Mit der Pirminius-Plakette solle auch der treue Dienst im Hintergrund geehrt werden. So erhielten die heute Geehrten die Plakette auch stellvertretend für die Vielen, die in der Diözese im Stillen und Verborgenen wirken. „Mit Papst Franziskus möchte ich sagen, dass Sie als Ehrenamtliche eine der ‚wertvollsten Realitäten der Kirche‘ sind. Sie sind nicht einfach Lückenfüller dort, wo Hauptamtliche fehlen oder die Arbeit nicht leisten können, sondern Sie haben als Getaufte und Gefirmte Anteil am Aufbau des Gottesreiches, jeder nach seinen Möglichkeiten und seinem Temperament“, so der Bischof. „Gerade Sie können glaubhaft Zeugnis für die befreiende Kraft des Evangeliums geben, gerade jetzt, wo die Amtskirche auf allen Ebenen der Hierarchie eine Krise der Glaubwürdigkeit erlebt. Wir sollen darüber nicht vergessen, wieviel Gutes von Menschen getan wird. Wir werden immer darauf angewiesen sein, dass Menschen sich engagieren. Es gibt nichts Gutes, außer man tut es.“

Die einzelnen Geehrten in der alphabetischen Reihenfolge der Dekanate:

Alexandra Pfeifer (Bockenheim, Pfarrei Hl. Elisabeth Grünstadt, Dekanat Bad Dürkheim)
wurde ausgezeichnet für ihr außerordentliches ehrenamtliches Engagement in nahezu allen Bereichen der Seelsorge, bei der Erstkommunionvorbereitung, der Vorbereitung von ökumenischen Gottesdiensten, anderen Gottesdiensten und Andachten, für die Sorge um Ministranten, die Gestaltung von Ferienfreizeiten, den Dienst als Sakristanin und vieles andere mehr.

Franziska Frübis (Meckenheim, Pfarrei Hl. Michael, Deidesheim, Dekanat Bad Dürkheim)
ist seit langem in den Gremien der Pfarrei aktiv, singt seit 69 Jahren im Cäcilienverein, sorgt seit 56 Jahren für den Blumenteppich an Fronleichnam, organisiert Rollstuhlfahrten für Senioren, ist Sakristanin und Lektorin und noch vieles mehr.

Peter Schaub (Winnweiler Potzbach, Pfarrei Heilig Kreuz Winnweiler, Dekanat Donnersberg)
wurde dafür ausgezeichnet, dass er „leise und ohne Aufhebens der Motor für kirchliches Leben in der Diaspora ist“. Er kümmert sich um Reinigung, Schmuck und Instandhaltung der Kirche, um Gottesdienstgestaltung und um die Pflege alter religiöser Bräuche und ist seit Jahrzehnten in den Gremien aktiv.

Agnes Deris aus Wörth-Büchelberg (Pfarrei: Hl. Christopherus, Wörth, Dekanat Germersheim) und Robert Brucker aus Kandel (Pfarrei Hl. Vierzehn Nothelfer, Dekanat Germersheim) sind beide seit vielen Jahrzehnten „tragende Säulen ihrer Gemeinden“. Agnes Deris versieht trotz ihres Alters von 87 Jahren gewissenhaft ihre Dienste als Sakristanin, bei den Andachten, für Senioren und bei Krankenbesuchen und vielem mehr. Robert Brucker ist seit langer Zeit in den Gremien aktiv und koordinierte viele Baumaßnahmen der Pfarrei.

Aus dem Dekanat Kaiserslautern stammen Alois Donauer aus Ramstein-Miesenbach (Pfarrei Hl. Wendelinus Ramstein) und Adele Weidlich aus der Pfarrei Hl. Geist, Kaiserslautern, die an der Verleihung nicht teilnehmen konnte und die Plakette in der Pfarrei erhält. Alois Donauer ist vielfältig und lange in allen Gremien der Pfarrei aktiv, engagiert sich in der Jugendarbeit, bei der Organisation der Messdienerfreizeiten, bei denen er oft als Lagerkoch mitgewirkt hat, und auch in vielen anderen Dingen. Adele Weidlich engagiert sich seit fast 20 Jahren vor allem in der Jungen Kantorei und der kirchenmusikalischen Jugendarbeit der Diözese.

Heinrich Wallich aus Schönenberg-Kübelberg und Robert Schuck aus Brücken engagieren sich beide in der Pfarrei Hl. Christopherus Schönenberg-Kübelberg im Dekanat Kusel. Beide sind seit Jahrzehnten im kirchlichen Leben der Pfarrei verwurzelt und in den Gremien aktiv. Heinrich Wallich hat sich besonders in der kirchlichen Erwachsenenbildung betätigt, Robert Schuck in der Kirchenmusik. Als „Brücker Urgewächs“ leitete er lange sowohl den Kirchenchor als auch die Frauenschola und übte mit den Erstkommunionkindern den Gottesdienst musikalisch ein.

Thomas Jörg, aus Albersweiler (Pfarrei St. Elisabeth Annweiler, Dekanat Landau), erhielt die Auszeichnung für sein langjähriges Engagement in der Messdienerarbeit und in der Kirchenmusik. „Trotz seines jugendlichen Alters hat er sich in der Gemeinde überaus verdient gemacht“, so die Begründung für die Auszeichnung des im Jahr 1992 geborenen jungen Mannes.

Aus dem Dekanat Pirmasens kommen Jutta Moser-Hauck aus Zweibrücken (Pfarrei Hl. Elisabeth Zweibrücken) und Anton Eichenlaub aus Erfweiler (Pfarrei Hl. Petrus Dahn). Neben der langen Mitarbeit in den Gremien engagiert sich Jutta Moser-Hauck besonders und vielfältig in der Ökumene  und Anton Eichenlaub in der katholischen öffentlichen Büchereiarbeit, beide sind auch in der Jugendarbeit aktiv.

Das besondere Engagement von Susanne Geisinger aus Niederwürzbach (Pfarrei Hl. Familie Blieskastel)) gilt neben der Gremienarbeit und der Aktivität in vielen Ausschüssen den Pfadfindern und der Organisation um das „Licht von Bethlehem“. Schwester Birgit Stibig aus St. Ingbert (Pfarrei Hl. Ingobertus) war Jahrzehnte die Leiterin des Kindergartens, kümmert sich um das Stadtranderholungsheim der Pfarrei, das Schwesternhaus, den Blumenschmuck und vieles mehr.

Lothar Gräf aus Bobenheim-Roxheim (Pfarrei Hl. Petrus) und Fritz Koch aus Schifferstadt (Pfarrei Hl. Edith Stein, Dekanat Speyer) engagieren sich beide seit vielen Jahren in ihren Pfarreien.  Lothar Gräf arbeitet seit Jahrzehnten intensiv in den Gremien der Pfarrei mit und hatte wesentlichen Anteil am reibungslosen Übergang bei der Neuorganisation der Pfarrei. Fritz Koch ist ebenfalls über Jahrzehnte „eine tragende Säule des Gemeindelebens“ und engagiert beim Pfarrgemeinderat, beim Förderverein “Marienkapelle“, bei der Sternsingeraktion und war „ein Mann der ersten Stunde“ bei der Hungermarsch-Aktion in Schifferstadt.

Auf Vorschlag von Bischof Wiesemann wurde außerdem Michael Neis aus Landau mit der Pirminius Plakette ausgezeichnet. Als langjähriger Geschäftsführer des Sozialdienstes katholischer Frauen und Männer (SKFM) trug er wesentlich zur Gründung und zum Aufbau des SKFM-Diözesanvereins bei und war so ein wichtiger Anwalt der Kranken und Notleidenden. „Erfreulich war zudem, dass Sie von Anfang an auf die Unterstützung und Begleitung Ehrenamtlicher gesetzt haben“, lobte der Bischof.

Text: Andrea Dölle Foto: Klaus Landry

09.10.2018


„Gott ist immer größer“

Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann predigte zum 957. Fest der Domweihe

Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann bei der Predigt am 957. Domweihfest, Foto: Domkapitel Speyer

Speyer - Aus Anlass des 957. Jahrestages der Domweihe feierte Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann am Sonntag, 7. Oktober, im Speyerer Dom ein Pontifikalamt. Zahlreiche Menschen waren in dem Dom gekommen, um bei diesem Gottesdienst dabei zu sein. Die musikalische Gestaltung des Domweihfestes übernahm in diesem Jahr das Collegium Vocale Blieskastel unter der Leitung von Christian von Blohn. Die Orgel spielte Domorganist Markus Eichenlaub.

Bereits in seiner Begrüßung machte Bischof Wiesemann deutlich, dass in diesen Tagen kein Platz für Selbstherrlichkeit sei. In seiner Predigt fuhr er fort „Gott ist größer als jedes Haus, das wir ihm bauen. Selbstherrliche Vermessenheit ist hier nicht am Platz.“ Der von Menschen Haus Gottes gebaute Speyerer Dom sei ein Ort, wo die Menschen Gott nahe sein könnten, „mit allem was sie mitbringen, Schönheit oder Schmutz“. Große Theologen hätten Überlegungen angestellt, was die Ursünde der Menschheit sei. Oft sei hier die Vertreibung aus dem Paradies und die Entfernung von Gott genannt worden. Vielleicht sei aber, so Bischof Wiesemann in seiner Predigt, gerade das Abhandenkommen der richtigen Distanz zu Gott die Ursünde. Denn wenn ein Mensch versuche zu Gott zu werden, müsse er scheitern und vieles, was nicht gottgleich sei, müsse verdrängt und versteckt werden. Den Dom bezeichnete der Bischof als einen von Menschen gebauten Ort, wo man vor Gott treten könne. Die beinahe 1000 Jahre alte Kathedrale nannte Wiesemann ein „Zeichen des großen Atem Gottes, seiner Geduld, seiner Menschenfreundlichkeit, die jedoch nichts unter den Tisch fallen lässt“. Dadurch dass Gott selbst am Kreuz die Abgründe des menschlichen getragen habe, könne der Mensch mit allem, was er in sich trage vor Gott treten und „zerbrochenes kann von innen heraus geheilt werden“, so der Bischof am Ende seiner Predigt.

In seiner Verabschiedung dankte Bischof Wiesemann allen Menschen, die sich in der Kirche engagierten. Ein besonderer Dank ging dabei an die anwesenden Männer und Frauen, denen im Anschluss im benachbarten Friedrich-Spee-Haus die Pirminiusplakette und damit die höchste Auszeichnung der Diözese verliehen wurde.

Um 16.30 Uhr waren alle Gläubigen zu einer Pontifikalvesper mit Bischof Wiesemann im Dom eingeladen. Mit der Abendmesse um 18 Uhr und der Jugendvesper um 19.30 Uhr in der Krypta folgten weitere Gottesdienste.

Text: Bistum Speyer Foto: Domkapitel Speyer

09.10.2018


Requiem für Professor Stefan Weinfurter im Dom

Weihbischof Georgens feierte Gottesdienst mit Familie, Freunden und Weggefährten des Mittelalterhistorikers

Speyer - Zwei Tage vor dem Weihefest der romanischen Kathedrale wurde im Dom zu Speyer am 5. Oktober auf Einladung des Domkapitels ein Requiem für den am 27. August im Alter von 73 Jahren verstorbenen Mittelalterhistoriker Stefan Weinfurter gefeiert. Weihbischof und Dompropst Otto Georgens begrüßte die Familie, Freunde und Weggefährten des renommierten Forschers zu einem Gottesdienst im Gedenken an den Verstorbenen mit den Worten „Wir alle haben Professor Weinfurter viel zu danken.“ Insbesondere sprach er dabei auch im Namen der Europäischen Stiftung Kaiserdom zu Speyer, des Dombauvereins und der Saliergesellschaft sowie die Stadt Speyer und deren anwesender Vertreter.

Weinfurter war bis zu seiner Emeritierung 2013 Professor für Mittelalterliche Geschichte in Heidelberg. Als Fachmann für die Salier war er dem Dom „persönlich und beruflich verbunden“, so Weihbischof Georgens. Er würdigte vor allem die offene und unkomplizierte Art des renommierten Wissenschaftlers. Als Experte war Weinfurter federführend an der Salierausstellung im Historischen Museum der Pfalz 2011 beteiligt. Als Kurator gehörte er seit ihrer Gründung 1999 den Gremien der Europäischen Stiftung Kaiserdom zu Speyer an.

In seiner Predigt bezog Weihbischof Georgs sich ganz auf das Domweihfest und stellte die Frage nach dem Wert des Doms, der sich nicht aus der Materie sondern aus der Bedeutung des Ortes ergebe. Der Dom sei nicht nach den Maßstäben menschlicher Nützlichkeit gebaut worden und zeige sich doch überaus menschenfreundlich als ein „Haus, in dem alle Platz nehmen dürfen.“ Als ein Ort, in dem die Eucharistie und damit der Sieg über den Tod gefeiert werde, setze sich hier im Dom „aus Menschen ein lebendiges Haus“ zusammen. Musikalisch wurde das Requiem von der Schola Cantorum Saliensis gestaltet. Die Orgel spielte Domorganist Markus Eichenlaub.

Im Anschluss an das Requiem hatte die Europäische Stiftung Kaiserdom zu Speyer zu einer informellen Feierstunde in das Historische Museum eingeladen. Dort würdigten Weggefährten seiner akademischen Karriere Stefan Weinfurter als Wissenschaftler und Freund. Der ehemalige Speyerer Oberbürgermeister Werner Schineller begrüßte im Namen der Stiftung und des Historischen Museums die Gäste. Er bezeichnete Weinfurter als „im besten Sinne des Wortes populär“, als einen Menschen der anderen offen und zugänglich begegnete. Professor Nikolas Gaspert, Nachfolger Weinfurters an der Heidelberger Universität, würdigte ihn als „unnachahmlichen großen Erzähler der Geschichte, der begeisterte und sich selbst begeistern ließ“. Einen „Freund, Kollegen und akademischen Lehrer, der in den Bann zu ziehen vermochte“, nannte Professor Claudia Zey den Verstorbenen, dem sie über die Zusammenarbeit im Konstanzer Arbeitskreis für Mittelalterliche Geschichte verbunden war. „Voll Dankbarkeit für den hell leuchtenden Funken, den er bei seinen Schülern entfacht hat“, sprach Professor Jürgen Dendorf über den akademischen Lehrer Weinfurter. Die letzte Würdigung des Abends kam von Weinfurters langjährigem Weggefährten Professor Gert Melville. Mehrfach um Fassung ringend, beklagte er den plötzlichen Verlust des Freundes und Kollegen. In seinen Büchern, als „gestiftete Präsenz“, bleibe Weinfurter über seinen Tod hinweg präsent.

Text: Bistum Speyer Foto: Domkapitel Speyer

09.10.2018


Das Kloster Blieskastel wird bis zum Jahr 2020 umfassend saniert

Zahlreiche Pilger und Gruppen besuchen jährlich das beliebte Wallfahrtsziel – Kreuzkapellenstiftung bittet um Spenden für Renovierung des Klosters

Blieskastel - Das Kloster Blieskastel wird bis zum Jahr 2020 umfassend saniert. Über die historische und kulturelle Bedeutung des Klosters, die seelsorglichen Angebote sowie die geplanten Sanierungsmaßnahmen informierten bei einem Pressegespräch am 4. Oktober Vertreter der Franziskaner-Minoriten, der Kreuzkapellenstiftung, des Bistums Speyer und des Landkreises Saarpfalz. Architekt Peter Wack erläuterte bei einer Ortsbegehung die geplanten Sanierungsmaßnahmen.

Das Kloster Blieskastel zählt zu den bedeutenden Wallfahrtsstätten im Bistum Speyer. Die Kreuzkapelle wurde Ende des 17. Jahrhunderts von Meister Thomas Gampfer errichtet. Eine dort ausgestellte Kreuzreliquie sowie das 1911 wieder entdeckte Gnadenbild „Unsere Liebe Frau mit den Pfeilen“ sind bis heute Ziel vieler Wallfahrer. Von 1925 an betreuten Kapuziner aus der bayerischen Ordensprovinz die Wallfahrt. Im Jahr 2005 übernahmen Franziskaner-Minoriten der Provinz Krakau das Kloster und die seelsorgliche Betreuung der Wallfahrt.

Aktuell setzt sich die die Ordensgemeinschaft der Franziskaner-Minoriten aus fünf Patres und einem Ordensbruder zusammen. „Wir sind rund um die Uhr erreichbar und haben immer ein offenes Ohr für die Sorgen und Nöte der Menschen“, erklärte Pater Mateusz Micek. „Ein geschwisterliches Leben, Armut und Demut sind die Säulen unserer Gemeinschaft.“ Zahlreiche Gläubige aus Blieskastel und Umgebung besuchen täglich die Gottesdienste. Jedes Jahr kommen viele Pilger und rund 50 Wallfahrergruppen zum Kloster Blieskastel. „Das Kloster ist für viele Menschen ein Ort des Friedens und Heils. Durch unsere Präsenz und unsere seelsorgliche Arbeit wollen wir Zeugnis geben von der frohen Botschaft des Evangeliums“, so Pater Mateusz Micek. Die Patres tragen zugleich die seelsorgerische Verantwortung für die Pfarrei „Heiliger Franz von Assisi“ in Blieskastel.

In den vergangenen Jahren wurden bereits die Kreuzkapelle und die Pilgerrast saniert. Jetzt sind das Klostergebäude und der Innenhof an der Reihe. Geplant sind unter anderem der Einbau einer neuen Treppenanlage, eine Erneuerung der Heizung, der Sanitäranlagen und Elektroinstallationen sowie die Realisierung von Brandschutzmaßnahmen. Das Kloster wird künftig barrierefrei zugänglich sein. Die Kosten der Sanierung belaufen sich auf rund 3,75 Millionen Euro. Sie werden zum überwiegenden Teil durch das Bistum Speyer finanziert.

„Gleichzeitig sind wir auf die finanzielle Unterstützung der Gläubigen vor Ort angewiesen“, erklärte Eric Klein, Dekan des Dekanats Saarpfalz und Vorsitzender der Kreuzkapellenstiftung, die Eigentümerin der Klosteranlage ist. „Das Kloster ist als geistliches Zentrum eine wichtige Ergänzung zur seelsorglichen Arbeit in den Pfarreien“, würdigte er die Angebote der Klosters, „die weit in die Region ausstrahlen“. Zu einem späteren Zeitpunkt ist noch die Renovierung der Klosterkirche vorgesehen. „Dann sind die Weichen gestellt, dass das Kloster Blieskastel auch für künftige Generationen ein Ort der Besinnung, des Gebets und der Begegnung mit Gott sein kann“, so Eric Klein.

Weitere Informationen: www.wallfahrtskloster-blieskastel.de

Spendenkonto:

Kreuzkapellenstiftung
Kreissparkasse Saarpfalz
IBAN: DE88 5945 0010 1011 5658 58

Bistum Speyer

09.10.2018


„Wir werden uns mit den Ergebnissen der Studie intensiv auseinandersetzen“

Generalvikar Andreas Sturm kündigt Ausbau der Prävention im Bistum Speyer an – Bistum wird Arbeitsgruppe „Missbrauch und Prävention“ einrichten und bei Forschungskonsortium eine zusätzliche Auswertung speziell für das Bistum Speyer in Auftrag geben

Zum Foto: An der Pressekonferenz nahmen (v.l.) Generalvikar Andreas Sturm, die beiden Ansprechpartner für Hilfe bei sexuellem Missbrauch im Bistum Speyer Dorothea Küppers-Lehmann und Ansgar Schreiner sowie der Präventionsbeauftragte des Bistum, Thomas Mann, teil.

Speyer - Anlässlich der Veröffentlichung der bundesweiten Missbrauchsstudie der Deutschen Bischofskonferenz hat das Bistum Speyer im Rahmen einer Pressekonferenz über Missbrauch und Prävention im Bistum Speyer informiert.

„Missbrauch bedeutet Gewalt gegen Kinder, Jugendliche und erwachsene Schutzbefohlene und steht zum Auftrag der Kirche in einem Widerspruch, der größer nicht sein könnte“, machte Generalvikar Andreas Sturm deutlich. „Wir bitten die Betroffenen um Vergebung und sagen Menschen, die bis heute unter den Folgen des Missbrauchs leiden, unsere Hilfe zu.“ Er ermutigte Betroffene, die bisher geschwiegen haben, mit den beiden Missbrauchsbeauftragten des Bistums Kontakt aufzunehmen.

Für die bundesweite Missbrauchsstudie hat das Bistum Speyer 1452 Personalakten von Priestern und hauptamtlichen Diakonen gesichtet, die zwischen 1946 und 2014 in der Diözese Speyer tätig waren oder sich im Ruhestand befanden. Erfasst und dem Forschungskonsortium zur Auswertung übergeben wurden Hinweise nicht nur auf strafrechtlich relevante Formen des sexuellen Missbrauchs, sondern auch auf Grenzverletzungen unterhalb der Schwelle der Strafbarkeit, zum Beispiel scheinbar harmlose Berührungen, sowie Hinweise und Andeutungen, die sich auf einen Verdacht oder eine Mutmaßung beziehen.

Festgestellt wurden dabei Hinweise auf 186 Betroffene, davon 98 männliche und 88 weibliche Kinder und Jugendliche. 89 Priester wurden als Beschuldigte erfasst, ungeachtet dessen, ob es sich um verifizierte Taten, Beschuldigungen, Verdächtigungen, vage Hinweise oder mögliche oder erwiesene Falschbeschuldigungen handelte. Hinsichtlich der mutmaßlichen Tathandlungen habe das Bistum „ein breites Spektrum“ festgestellt, so Generalvikar Sturm. Es reiche „von dem Fall, in dem ein Priester ein Mädchen nach seiner Periode fragt, bis hin zu Fällen von Vergewaltigung.“ 54 Verdachtsfälle seien kirchlich und 23 Verdachtsfälle durch staatliche Behörden untersucht worden. Insgesamt elf strafrechtliche Verfahren hätten mit der Verurteilung des Beschuldigten geendet. Die meisten Verdachtsfälle stammen aus den 60er-Jahren.

„Wir werden uns mit den Ergebnissen der Studie sehr genau auseinandersetzen und uns allen damit verbundenen Fragen offen und ehrlich stellen. Wir wollen lernen und verstehen, wie es zum Missbrauch in der Kirche kommen konnte, um dann wirksame Konsequenzen für die künftige Arbeit zu ziehen“, kündigte Generalvikar Andreas Sturm an. Das Bistum Speyer beabsichtige, das Forschungskonsortium mit einer zusätzlichen Auswertung speziell zum Missbrauch im Bistum Speyer zu beauftragen. Die jetzt veröffentlichte Studie enthalte Informationen und Analysen zum Missbrauch in der katholischen Kirche in Deutschland insgesamt. „Wir brauchen ergänzend dazu ein klares Bild, was den Missbrauch in unserem Bistum betrifft. Nur so können wir die Ursachen und damit die Punkte erkennen, an denen die Prävention vor sexuellem Missbrauch künftig wirksam ansetzen muss“, so Andreas Sturm.

Das Bistum Speyer richtet eine Arbeitsgruppe „Missbrauch und Prävention“ ein, um die Studie zu analysieren und Handlungskonsequenzen für das Bistum Speyer daraus abzuleiten. Dabei werde das Bistum auch Betroffene und Fachleute von außen einbeziehen. Generalvikar Sturm teilte mit, dass das Bistum Speyer seine Präventionsarbeit ausbaut. Die Stelle des Präventionsbeauftragten Thomas Mann wird zeitlich aufgestockt, zusätzlich wird eine weitere Mitarbeiterin ab Oktober als Präventionsbeauftragte eingesetzt.

Die beiden Missbrauchsbeauftragten des Bistums Speyer, Ansgar Schreiner und Dorothea Küppers-Lehmann, stellten ihre Tätigkeit gemäß den Leitlinien der Deutschen Bischofskonferenz vor. Seit dem Jahr 2010 sind die Missbrauchsbeauftragten des Bistums insgesamt 79 Verdachtsfällen nachgegangen. In 40 dieser Verdachtsfälle haben die Betroffenen einen Antrag auf materielle Leistungen in Anerkennung ihres Leids gestellt. Insgesamt 266.000 Euro hat das Bistum Speyer seitdem an Leistungen für Betroffene aufgebracht. Jeder neue Verdachtsfall werde an die Staatsanwaltschaft übergeben. So konnte bereits in zwei Missbrauchsfällen eine gerichtliche Verurteilung des Täters erreicht werden.

„Unser Ziel ist, für alle kirchlichen Einrichtungen ein institutionelles Schutzkonzept zu erstellen“, erläuterte der Präventionsbeauftragte des Bistums Thomas Mann die Pläne zur Stärkung der Präventionsarbeit. Das Bistum werde Interventionsrichtlinien erstellen und einen runden Tisch zur Einführung von Präventionsstandards und zur besseren Vernetzung einberufen. Geplant seien Basis- und Vertiefungsschulungen in allen Bereichen, die mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen Schutzbefohlenen arbeiten. Als unterstützende Maßnahmen werde das Bistum Speyer darüber hinaus Handreichungen und eLearning-Angebote für haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter/innen einführen.

Kontakte:

Missbrauchsbeauftragter
Ansgar Schreiner
Handy-Nummer 0151/148 800 09
E-Mail: ansprechpartner@bistum-speyer.de

Missbrauchsbeauftragte
Dorothea Küppers-Lehmann
Caritas-Zentrum Kaiserslautern
Engelsgasse 1
67657 Kaiserslautern
Handy-Nummer 0151/148 800 14
E-Mail: ansprechpartnerin@bistum-speyer.de

Präventionsbeauftragter
Thomas Mann
Tel: 06232 / 102 480
E-Mail: thomas.mann@bistum-speyer.de

Weitere Informationen auf der Homepage des Bistums: https://www.bistum-speyer.de/news/nachrichten/?no_cache=1&tx_ttnews%5Btt_news%5D=8013&cHash=202d807b65b59bf19fa5e2d306387b3d

Bistum Speyer

26.09.2018


Sternsinger sammeln Rekordsumme

Aktion Dreikönigssingen erbringt knapp 1,3 Millionen Euro im Bistum Speyer

Speyer - Rund 1,3 Millionen Euro haben die Sternsingerinnen und Sternsinger im Bistum Speyer bei der diesjährigen Aktion Dreikönigssingen gesammelt, wie das Kindermissionswerk am 20. September, dem Weltkindertag, bekannt gab. Bundesweit verzeichnet die Aktion das höchste Sammelergebnis ihrer Geschichte: 48,8 Millionen Euro und damit rund zwei Millionen Euro mehr als im Vorjahr haben die Kinder und Jugendlichen gesammelt. Auch im Bistum Speyer spendeten die Menschen rund 70.000 Euro mehr als 2017. Unter dem Motto „Segen bringen, Segen sein. Gemeinsam gegen Kinderarbeit – in Indien und weltweit!“ waren zahlreiche Gruppen aus dem gesamten Bistum rund um den 6. Januar unterwegs und haben sich an der weltweit größten Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder beteiligt.

Das Kindermissionswerk und der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ), die Träger der Aktion, dankten allen Sternsingerinnen und Sternsingern und den Begleiterinnen und Begleitern für dieses große Engagement. „Dieses großartige Ergebnis macht Mut, spornt an und spiegelt die große Wertschätzung für die Arbeit der Sternsinger wider“, sagt Pfarrer Dirk Bingener, Bundespräses des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ). „Schön, dass diese Kinder und Jugendlichen uns allen die Möglichkeit geben zu zeigen, was gerade jetzt wichtig ist: die Solidarität mit all denen, die unserer Hilfe bedürfen“, so Bingener. Seit dem Start der Aktion Dreikönigssingen im Jahr 1959 haben die Sternsinger mehr als eine Milliarde Euro gesammelt. Rund 71.700 Projekte für benachteiligte Kinder in Afrika, Lateinamerika, Asien, Ozeanien und Osteuropa konnten damit unterstützt werden. Das Geld, das durch die Sternsinger gesammelt wird, kommt Kindern in Not in über 100 Ländern zu Gute. Vor allem in Bildungs- und Ausbildungsprojekten werden Mädchen und Jungen gefördert und betreut, aber auch Projekte im Gesundheits- und Ernährungsbereich und im Kindesschutz können von den Sternsingergeldern verwirklicht werden.

Die kommende Aktion Dreikönigssingen steht unter dem Motto „Segen bringen, Segen sein. Wir gehören zusammen – in Peru und weltweit“ und stellt Kinder mit Behinderungen in den Mittelpunkt. Die bundesweite Aussendung wird am 28. Dezember in Altötting im Bistum Passau gefeiert.

Alle Informationen zur Aktion Dreikönigssingen sind unter www.sternsinger.de zu finden. Der Jahresbericht des Kindermissionswerks mit Informationen zu den Hilfsprojekten findet sich unter: www.sternsinger.de/ueber-uns/jahresbericht-2017.

Bistum Speyer

21.09.2018


Bischof Wiesemann wendet sich im Kampf gegen Missbrauch direkt an die Gläubigen

Seine Erklärung zur Veröffentlichung der Missbrauchsstudie wird an diesem Wochenende in allen Gottesdiensten der Diözese verlesen

Speyer - Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann wendet sich im Kampf gegen den Missbrauch direkt an die Gemeinden und Gläubigen im Bistum Speyer. Seine Erklärung zur Veröffentlichung der Missbrauchsstudie wird an diesem Wochenende in allen Gottesdiensten der Diözese verlesen.

„Das Bekanntwerden der Missbrauchsfälle in Deutschland im Jahr 2010 hat eine tiefe Erschütterung ausgelöst. Wir Bischöfe haben in dieser Situation zahlreiche Maßnahmen zur Aufklärung und Prävention ergriffen. Auch sahen wir die Notwendigkeit, den Missbrauch in der katholischen Kirche durch Wissenschaftler von außen unabhängig untersuchen zu lassen“, schreibt Bischof Wiesemann. „Das geschah mit dem Ziel, Aufschluss über das Ausmaß und die Ursachen des Missbrauchs zu erhalten.“

Die nun bekannt gewordenen Zahlen über die Dimension des Missbrauchs erschütterten ihn zutiefst: „Was Priester unserer Kirche Kindern, Jugendlichen und erwachsenen Schutzbefohlenen an körperlichem und seelischem Leid zugefügt haben, ist unbeschreiblich und sehr bedrückend.“ Versagen und Schuld treffe auch die Leitung auf allen Ebenen der Kirche. Der Schutz der Kirche sei oft vor den Schutz der Betroffenen gestellt worden. „Das bedaure ich zutiefst und bitte die Betroffenen aus tiefem Herzen um Verzeihung“, so der Bischof.

Die ersten Ergebnisse der Studie zeigen aus seiner Sicht: „Das bisher Unternommene reicht nicht aus. Wir müssen für unsere Kirche weitere Konsequenzen ziehen und uns allen damit verbundenen Fragen offen und ehrlich stellen.“ Dazu brauche es zuerst eine intensive Auseinandersetzung mit den Ergebnissen der Studie.

„Ich werde mich weiterhin für eine konsequente Aufarbeitung einsetzen“, erklärt Bischof Wiesemann. Dabei seien ihm der Kontakt und das Gespräch mit den Betroffenen besonders wichtig. „Sie wurden oft über Jahrzehnte in unserer Kirche nicht gehört und ich bin entschlossen, dies zu ändern und dauerhaft zu gewährleisten.“ Er ermutigt Betroffene, die sich bisher noch nicht gemeldet haben, sich an die beiden Missbrauchsbeauftragten des Bistums zu wenden. Dies könne helfen, Täter zu entlarven und weitere Verbrechen zu vermeiden.

Die Diözese Speyer werde die Prävention weiter ausbauen, personell wie finanziell, um so einen umfassenderen Schutz für Kinder, Jugendliche und erwachsene Schutzbefohlene zu erreichen, kündigt Bischof Wiesemann an. „Wir werden alles tun, damit sie bei uns sicher sein können.“ In den letzten Wochen hatten den Bischof viele Mitteilungen erreicht, „aus denen Schmerz und Zorn sprechen“. Er verstehe und teile die Enttäuschung der Gläubigen, „die Wut und das tiefes Leiden an der Kirche“. Der Schmerz und das Leid der Betroffenen seien „der Schmerz und das Leid Jesu Christi.“ Zusätzlich zu Gesprächen mit Betroffenen, Aufklärung und Prävention seien auch Umkehr, Buße und das gemeinschaftliche Gebet der Kirche notwendig.

Bistum Speyer

18.09.2018


Die Erklärung von Bischof Wiesemann im Wortlaut

Erklärung zur Veröffentlichung der Missbrauchsstudie der Deutschen Bischofskonferenz

Liebe Schwestern und Brüder,

das Bekanntwerden der Missbrauchsfälle in Deutschland im Jahr 2010 hat eine tiefe Erschütterung ausgelöst. Wir Bischöfe haben in dieser Situation zahlreiche Maßnahmen zur Aufklärung und Prävention ergriffen. Auch sahen wir die Notwendigkeit, den Missbrauch in der katholischen Kirche durch Wissenschaftler von außen unabhängig untersuchen zu lassen. Das geschah mit dem Ziel, Aufschluss über das Ausmaß und die Ursachen des Missbrauchs zu erhalten. Mir war es ein wichtiges Anliegen, dass unsere Diözese dabei an einer Langzeitstudie teilnimmt. Es wurden Personalakten ausgewertet, die bis zu den Anfängen des vergangenen Jahrhunderts zurückreichen.

Die nun bekannt gewordenen Zahlen über die Dimension des Missbrauchs erschüttern mich zutiefst. Was Priester unserer Kirche Kindern, Jugendlichen und erwachsenen Schutzbefohlenen an körperlichem und seelischem Leid zugefügt haben, ist unbeschreiblich und sehr bedrückend. Versagen und Schuld treffen auch die Leitung auf allen Ebenen der Kirche. Leider wurde der Schutz der Kirche oft vor den Schutz der Betroffenen gestellt – das bedaure ich zutiefst und bitte die Betroffenen aus tiefem Herzen um Verzeihung.

Die ersten Ergebnisse der Studie zeigen: Das bisher Unternommene reicht nicht aus. Wir müssen für unsere Kirche weitere Konsequenzen ziehen und uns allen damit verbundenen Fragen offen und ehrlich stellen. Dazu braucht es zuerst eine intensive Auseinandersetzung mit den Ergebnissen der Studie. Ich werde mich weiterhin für eine konsequente Aufarbeitung einsetzen. Dabei sind mir der Kontakt und das Gespräch mit den Betroffenen besonders wichtig. Sie wurden oft über Jahrzehnte in unserer Kirche nicht gehört und ich bin entschlossen, dies zu ändern und dauerhaft zu gewährleisten. Ich ermutige Betroffene, die sich bisher noch nicht gemeldet haben, ausdrücklich, sich an unsere beiden Missbrauchsbeauftragten zu wenden. Dies kann helfen, Täter zu entlarven und weitere Verbrechen zu vermeiden.

Wir werden zudem als Diözese die Prävention weiter ausbauen, personell wie finanziell, um so einen umfassenderen Schutz für Kinder, Jugendliche und erwachsene Schutzbefohlene im Bereich der Kirche zu erreichen. Wir werden alles tun, damit sie bei uns sicher sein können.

Die letzten Wochen haben mich viele Mitteilungen erreicht, aus denen Schmerz und Zorn sprechen. Liebe Schwestern und Brüder, ich verstehe und teile Ihre Enttäuschung, Ihre Wut und Ihr tiefes Leiden an der Kirche. Der spätere Papst Benedikt XVI. hat diesen Schmerz über die abscheulichen Taten am Karfreitag des Jahres 2005 in den Worten ausgedrückt: „Wie viel Schmutz gibt es in der Kirche und gerade auch unter denen, die im Priestertum ihm [dem Herrn] ganz zugehören sollten? Wie viel Hochmut und Selbstherrlichkeit? […] All das ist in seiner Passion gegenwärtig. Der Verrat der Jünger, der unwürdige Empfang seines Leibes und Blutes, muss doch der tiefste Schmerz des Erlösers sein, der ihn mitten ins Herz trifft. Wir können nur aus tiefster Seele zu ihm rufen: Kyrie, eleison – Herr, rette uns!“

Der Schmerz und das Leid der Betroffenen sind der Schmerz und das Leid Jesu Christi. Ihn bitten wir um seinen Beistand, seine Hilfe, seine Erlösung.

Papst Franziskus fordert uns auf, „uns des Schmerzes unserer an Leib und Seele verwundeten Brüder und Schwestern anzunehmen.“ Dazu braucht es das Gespräch mit den Betroffenen. Es braucht Aufklärung und Prävention. Es braucht unsere Umkehr und unsere Buße. Es braucht das gemeinschaftliche Gebet der ganzen Kirche: Kyrie, eleison – Herr, rette uns!

Ihr Bischof Karl-Heinz Wiesemann

18.09.2018


Angebot für Ehrenamtliche in der Krankenhausseelsorge

Bistum Speyer bietet ab Sommer 2019 mehrteilige Fortbildung an – Bewerbungsschluss: 30. November 2018

Bistum Speyer bietet ab Sommer 2019 mehrteilige Fortbildung an – Bewerbungsschluss: 30. November 2018

Speyer / Ludwigshafen - Sie haben ein offenes Ohr für kranke Menschen und stehen ihnen in schwierigen Situationen zur Seite: ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter leisten einen wertvollen Beitrag in der Krankenhausseelsorge. Die Abteilung „Besondere Seelsorgebereiche“ im Bischöflichen Ordinariat Speyer bietet zum zweiten Mal für alle, die sich für ein solches ehrenamtliches Engagement interessieren, eine fundierte Ausbildung an.

In sechs Kurseinheiten geht es um Themen wie Gesprächsführung, Umgang mit Krankheit, Sterben, Tod und Trauer und Beten, segnen, Glauben teilen. Ab der zweiten Kurseinheit beginnt begleitend eine Praxisphase von etwa zwei Stunden pro Woche in ausgewählten Krankenhäusern der Diözese.
Geleitet wird die Schulungsreihe von Pastoralreferentin Cäcilia Jünger-Fiebig, Krankenhausseelsorgerin in Frankenthal und EFL-Beraterin, Gemeindereferent Johannes Hammer, Krankenhaus-seelsorger in Bad Bergzabern und Supervisor, und Dipl.-Theol. Marita Seegers, Krankenhausseelsorgerin in Ludwigshafen, Hospitantin in der Kursleitung.

Wer sich für die Fortbildung bewirbt, wird zu einem Auswahlgespräch eingeladen.

Die Termine und Themen der Kurseinheiten:

Modul 1 - Das Krankenhaus als Ort der Seelsorge
Samstag, 29. Juni 2019, 09.30 Uhr bis 17.00 Uhr
Priesterseminar St. German, Speyer

Modul 2 - Seelsorgliche Gespräche führen
Samstag, 31. August 2019, 09.30 Uhr bis 17.00 Uhr
Heinrich Pesch Haus, Ludwigshafen

Modul 3  - Biographie, Spiritualität und meine Rolle als Ehrenamtliche/r in der Seelsorge
Samstag, 9. November 2019, 09.30 Uhr bis 17.00 Uhr
Kloster Neustadt

Modul 4 - Umgang mit Sterben, Tod und Trauer
Samstag, 18. Januar 2020, 09.30 Uhr bis 17.00 Uhr
Priesterseminar St. German, Speyer

Modul 5 – „Du stellst meine Füße auf weiten Raum“ (PS 31) – Beten, segnen, Glauben teilen
Samstag, 14. März 2020, 09.30 Uhr bis 17.00 Uhr
Kloster Neustadt

Modul 6 – Abschluss und Beauftragung
Samstag, 20. Juni 2020, 09.30 Uhr bis 17.00 Uhr
Heinrich Pesch Haus, Ludwigshafen

Weitere Informationen und Bewerbung (bis zum 30. November 2018) bei:

Bischöfliches Ordinariat
Abteilung Besondere Seelsorgebereiche
Susanne Laun
Webergasse 11
67346 Speyer
Tel. 0 62 32/102-249
E-Mail: krankenhausseelsorge@bistum-speyer.de

Bistum Speyer

18.09.2018


Kirche schafft bezahlbaren Wohnraum in Speyer

Gemeinnütziges Siedlungswerk übernimmt ehemaliges Bistumshaus St. Josef – Stadtbildprägende Gebäudeteile bleiben erhalten

Speyer - Das ehemalige Bistumshaus St. Josef in Speyer, im Volksmund auch „Seppelskasten“ genannt und bis Anfang des Jahres 2017 als Zentrale des Diözesan-Caritasverbandes genutzt, wird in den Teilen, die für das Stadtbild prägend sind, erhalten bleiben. Das in den 20er-Jahren geschaffene Gebäudeensemble auf der Ecke Bahnhofstraße und Obere Langgasse wird in den nächsten Jahren grundlegend saniert, in Teilen umgestaltet und soll zukünftig hauptsächlich für Wohnungen genutzt werden. Neuer Eigentümer wird das Gemeinnützige Siedlungswerk, das im Auftrag des Bischöflichen Stuhls bereits die Projektentwicklung übernommen hatte.

„Das vom Architekten Albert Boßlet entworfene Gebäude ist ein beredtes Zeugnis der Architektur aus den 20er und 30er-Jahren“, erklärt Gerhard Müller, Geschäftsführer des Gemeinnützigen Siedlungswerks. Besonders der Turm sei ein prägendes städtebauliches Element, das erhalten werden soll, ebenso der Gebäudeflügel entlang der Bahnhofsstraße. „Auch die markante Figur der Heiligen Josef rechts des Eingangs werden wir als Hinweis aus die kirchliche Tradition des Ortes belassen“, unterstreicht Müller. Der Gebäudeteil zur Oberen Langgasse hingegen hat so starke bauliche Mängel, dass an seine Stelle ein Neubau treten wird. Durch eine Tiefgarage werden die bisherigen Parkplätze hinter dem Gebäude unter die Erde verlagert und der Innenhof zu einer Parkanlage umgestaltet. Der Umbau des Projekts „Seppelskasten“ soll im Jahr 2019 geplant und in den Jahren 2020 und 2021 umgesetzt werden, erklärt Gerhard Müller das weitere Vorgehen.

Im neuen „Seppelskasten“ sind 37 Wohnungen vorgesehen, knapp die Hälfte davon als Mietwohnungen zum Beispiel für Senioren oder Studenten und gegebenenfalls auch für Wohngruppen. „Aus den Erfahrungen der Caritas, aber auch aus Untersuchungen der Stadt wissen wir, dass in Speyer ein großer Bedarf nach bezahlbarem Wohnraum besteht“, nennt Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann den Grund, warum der Bischöfliche Stuhl das Gebäude nicht meistbietend an einen Investor veräußert, sondern verbunden mit einer sozialen Zielsetzung an das Gemeinnützige Siedlungswerk verkauft. „Das Gemeinnützige Siedlungswerk hat im Zusammenhang mit der Entwicklung und Erschließung des Baugeländes beim Speyerer Priesterseminar erneut seine Zuverlässigkeit und fachliche Kompetenz unter Beweis gestellt. Diese Erfahrung wollen wir für weitere Projekte fruchtbar machen“, so Bischof Wiesemann. Auch gehöre die Errichtung von bezahlbaren Wohnungen zu den Kernkompetenzen des Gemeinnützigen Siedlungswerks. Zum neuen Nutzungskonzept für den „Seppelskasten“ gehören zudem Ladengeschäfte und Gewerbeeinheiten im Erdgeschoss.

Das Gemeinnützige Siedlungswerk ist die Wohnungsbaugesellschaft des Bistums Speyer. Sie wurde 1949 gegründet, um der Wohnungsnot der Nachkriegsjahre entgegenzutreten. Zweck der Gesellschaft ist bis heute die Einrichtung von familiengerechten Eigenheimen, Eigentumswohnungen und öffentlich geförderten Mietwohnungen. Bis heute konnten weit über 7000 Wohneinheiten fertiggestellt und an die Käufer oder Mieter übergeben werden.

Das ehemalige Bistumshaus St. Josef war aus dem Umbau einer 1875 als Zigarrenfabrik errichteten Anlage hervorgegangen. Es wurde 1924 von der Diözese Speyer erworben und vom Architekten Albert Boßlet, der in der Pfalz zahlreiche Kirchen geschaffen hat, zu einem Studentenheim umgestaltet. Seit dem Ende der 70er-Jahre diente das Gebäude als Sitz der Zentrale des Diözesan-Caritasverbandes. Anfang des Jahres 2017 verlegte der Caritasverband seine Zentrale in die Nikolaus-von-Weis-Straße. Die Entscheidung zum Verkauf des Gebäudes an das Gemeinnützige Siedlungswerk erfolgte nach Beratung im Diözesan-Steuerrat, der für den Bischöflichen Stuhl die Funktion des Beratungsgremiums wahrnimmt.

Bistum Speyer

13.09.2018


Artur Noras in den Kreis der Weihekandidaten aufgenommen

v.l.: Spiritual Martin Seither, Artur Noras, Weihbischof Otto Georgens und Regens Markus Magin

Speyer - Artur Noras wurde am Fest „Mariä Geburt“ am 8. September in den Kreis der Weihekandidaten für das Priesteramt des Bistums Speyer aufgenommen. Im Rahmen eines feierlichen Gottesdienstes in der Kirche des Speyerer Karmelklosters verlieh ihm Weihbischof Otto Georgens die Admissio.

Artur Noras (35) stammt aus Lauterecken in der Nordpfalz. Nach der Schule absolvierte er eine Ausbildung zum Groß- und Außenhandelskaufmann und arbeitete in diesem Beruf. Sein Theologie-Studium hat er in Eichstätt und Heiligenkreuz bei Wien absolviert. Praktische Erfahrungen im Rahmen eines Praktikums sammelte er in der Pfarrei Heilige Cäcilia in Ludwigshafen. Als Hobby pflegt er das Tischtennis-Spiel, das er bis heute im Verein praktiziert.

Weihbischof Georgens stellte Maria als „Morgenröte des Heils, die ihr Licht von Jesus empfängt“, in den Mittelpunkt seiner Predigt. In Maria stehe den Christen das Urbild einer Kirche vor Augen, die sich ganz von Jesus Christus versteht. „Maria lässt zu, was von Gott auf sie zukommt. Sie verlässt sich ganz auf Gott und wird dadurch gelassen“, so Weihbischof Georgens. Wo Gott den Menschen rufe, stehe das Loslassen am Anfang des Weges. Auch in der Erfahrung der Angst gelte die Zusage Gottes „Du bist nicht verlassen, Du kannst dich ganz mir überlassen“.

Bistum Speyer

10.09.2018


Professjubiläen im Institut St. Dominikus Speyer

Ordensschwestern feiern am 16. September ihr 65-, 60-jähriges Jubiläum – Festgottesdienst mit Generalvikar Andreas Sturm

Speyer - 14 Schwestern aus verschiedenen Konventen des Instituts St. Dominikus Speyer feiern im Kreis ihrer Mitschwestern am 16. September  im Mutterhaus (Institut St. Dominikus, Vincentiusstr.4 in Speyer) ihr 65- oder 60-jähriges Professjubiläum.

Die Schwestern haben ihren Auftrag als Dominikanerinnen des Instituts in vielen Bereichen (Krankenhaus,  Kindergarten, Schule, Paramentik, Küche, Pfarrei und in der Mission in Ghana und Südafrika/Montebello) wahrgenommen. An diesem Festtag gilt der Dank der Ordensfrauen Gott für alles, was er in ihrem Leben gewirkt hat.

„Jubiläen sind zwar durch den Rückblick auf die vergangene Zeit geprägt, aber sie sind kein Schlusspunkt, sie sind nur eine Station auf unserem Weg“, erklärt Schwester Annemarie Kirsch. So gehöre zu dem Festtag auch der Blick nach vorne. Dieser finde seinen Ausdruck in der Erneuerung der Gelübde. „Unsere Sendung geht weiter, wenn auch in anderer Form. So erbitten wir an diesem Tag für die Jubilarinnen den Segen für ihren weiteren Lebensweg“.

Andreas Sturm, Generalvikar des Bistums Speyer, hält um 9 Uhr in der Mutterhauskapelle den Festgottesdienst. Die Festgemeinde begleitet die Jubilarinnen nach dem Gottesdienst unter Gesang zur Gratulation in den Festsaal.

65-jähriges Jubiläum feiern:

  • Sr. M. Exsulta Bischof (Holzstr. 8, Speyer)
  • Sr. Maria Crucis Welsch (St. Marienkrankenhaus Ludwigshafen)
  • Sr. M. Virgula Winkelblech (Mutterhaus Institut St. Dominikus)

60-jähriges Jubiläum feiern:

  • Sr. M. Dominga Albert (St. Marienkrankenhaus Ludwigshafen)
  • Sr. M. Friedhilde Bastuck (Landstuhl)
  • Sr. M. Rebekka Eichberger (Mutterhaus Institut St. Dominikus)
  • Sr. M. Helga Jörger (Holzstr. 8, Speyer)
  • Sr. M. Miguela Keller (Mutterhaus Institut St. Dominikus)
  • Sr. M. Waltrud Kries (Landstuhl)
  • Sr. M. Thea Lelle (Mutterhaus Institut St. Dominikus)
  • Sr. M. Albertis Ludwig (Saarbrücken)
  • Sr. Rosemarie Rinck (Maximilianstr.96, Speyer)
  • Sr. M. Fatima Schmitt (Mutterhaus Institut St. Dominikus)
  • Sr. M. Felicis Weber (Mutterhaus Institut St. Dominikus)

Bistum Speyer

10.09.2018


Hilfe für Opfer der schweren Überschwemmungen in Indien

Evangelische Kirch, Bistum Speyer, Diakonie und Caritas stellen 30.000 Euro Soforthilfe bereit

Speyer - Das Bistum Speyer, die Evangelische Kirche der Pfalz, das Diakonische Werk und der Diözesan-Caritasverband haben zusammen 30 000 Euro Soforthilfe für die Opfer der schweren Überschwemmungen im südindischen Bundesstaat Kerala zur Verfügung gestellt. Das Geld wird an Caritas International und die Diakonie Katastrophenhilfe gespendet, die mit ihren Partnerorganisationen vor Ort die notleidendenden Menschen unterstützen.

Nach schweren Monsunregenfällen ist vor allem der südindische Bundesstaat Kerala von großflächigen Überschwemmungen betroffen. Nach offizieller Einschätzung handelt es sich um die schwersten Fluten seit hundert Jahren in der Region. Fast eine halbe Million Menschen harren nach Angaben von Caritas International und der Katastrophenhilfe der Diakonie in Notunterkünften aus. Rund 400 Menschen seien in den Fluten ums Leben gekommen. Erdrutsche und Schlammlawinen sorgten dafür, dass viele Gebiete nicht passierbar seien. Ein weiteres Problem seien die schwierigen hygienischen Bedingungen. Um eine Ausbreitung von Krankheiten zu verhindern, würden Hygieneartikel, sauberes Trinkwasser und Medikamente benötigt.

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09.09.2018


21 Kindertagesstätten im Bistum Speyer erwerben KTK-Zertifikat

Erste Abschlüsse des Qualitätsmanagementprozesses auf der Grundlage der Richtlinien des Bundesverbandes Katholischer Tageseinrichtungen für Kinder (KTK) – 60 Kitas starten neu

Speyer - Seit 2012 läuft das Projekt "Speyerer Qualitätsmanagement" (SpeQM) für die katholischen Kindertagesstätten im Bistum Speyer. In insgesamt vier Staffeln werden alle der rund 240 Einrichtungen den Qualitätsmanagementprozess voraussichtlich bis zum Jahr 2022 absolviert haben. „Zwischenzeitlich haben in der Diözese sieben Kindertageseinrichtungen das KTK-Gütesiegel und 14 Kindertageseinrichtungen den KTK-Qualitätsbrief erworben“ zieht Heinz-Peter Schneider, Referent für Qualitätsmanagement in Kindertagesstätten im Bistum Speyer, eine Zwischenbilanz.

Im kommenden Jahr werden weitere folgen. „Von den 38 Kindertagesstätten, die als erste Staffel im Sommer 2015 mit dem Prozess begonnen hatten, haben sich jetzt die Ersten zur externen Evaluation zur Erlangung des KTK-Qualitätsbriefes angemeldet. Parallel dazu haben 52 Einrichtungen der zweiten Staffel, die im Sommer 2017 startete, inzwischen die Hälfte der Schulungen absolviert“, berichtet Heinz-Peter Schneider von der umfangreichen Koordinationsarbeit. „60 weitere Einrichtungen gehen in diesen Tagen als dritte Staffel an den Start und für die vierte Staffel mit 54 Einrichtungen, die im Sommer 2019 den Prozess beginnt, haben gerade die ersten Informationsabende stattgefunden.“ Gleichzeitig seien Teile des SpeQM-Einrichtungshandbuches aktualisiert worden.

Grundlage für den Prozess ist das Gütesiegel des Bundesverbandes Katholischer Tageseinrichtungen für Kinder (KTK). Das KTK-Gütesiegel ist ein bundesweit anerkanntes Qualitätsmanagementsystem, das Kindertagesstätten dabei unterstützt, die Qualität ihrer Arbeit zu reflektieren, weiterzuentwickeln und zu dokumentieren. Dazu werden neun Qualitätsbereiche – von „Kinder“ und „Eltern“ über „Mittel“ und „Personal“ bis hin zu „Kirchengemeinde“ und „Glaube“ – genau unter die Lupe genommen. In zehn Ausbildungsabschnitten über einen Zeitraum von zwei Jahren machen sich im Rahmen des SpeQM die Trägervertreter, Leiterinnen und die Qualitätsbeauftragten der Kindertagesstätten mit den Grundsätzen und Methoden des Qualitätsmanagements vertraut. Im dritten Projektjahr erhalten sie in vierteljährlich stattfindenden Qualitätszirkeln weitere Unterstützung durch die Referenten und Referentinnen der Diözese und des Caritasverbandes. Dabei entwickeln sie ein Qualitätshandbuch speziell für ihre Einrichtung. Nach drei Jahren schließt das Projekt mit der Durchführung einer externen Evaluation und – bei Erfolg – mit dem Erwerb des KTK-Qualitätsbriefes ab. In den Folgejahren besteht die Möglichkeit zur Zertifizierung mit dem KTK-Gütesiegel.

Bistum Speyer

03.09.2018


Neues Herzstück der Dommusik fertig gestellt

Großer Chorsaal feierlich eingeweiht – Pontifikalvesper im Dom mit Weihbischof Otto Georgens

Segnung des neuen Chorsaals durch Weihbischof Otto Georgens; Foto: Klaus Landry

Speyer - In zwei Jahren wurde aus einer ehemaligen Schulturnhalle der neue Proben- und Konzertraum der Dommusik. Jetzt wurde der neue Große Chorsaal beim Haus der Kirchenmusik, Hasenpfuhlstraße 33b, eingeweiht. Domkapellmeister Markus Melchiori freut sich über die Fertigstellung des „Herzstücks der Dommusik". Rund 350 Kinder, Jugendliche und Erwachsene werden dort künftig proben. Gefeiert wurde die Einweihung am 1. September mit einer Pontifikalvesper im Dom mit Weihbischof und Dompropst Otto Georgens.

Die Chöre der Dommusik singen im Großen Chorsaal¸ Foto: Klaus Landry

Weihbischof Otto Georgens dankte der Dommusik für die musikalische Bereicherung der Liturgie, die „Verkündigung, aber auch Kunst“ sei. Sie stärke und bestärke das in Worten verkündete Wort Gottes: „Musik kann es gelingen, Tiefenschichten des Menschen anzusprechen, die kein gesprochenes Wort erreicht.“ Als „Markenzeichen der Dommusik“ hob der Weihbischof die Kinder- und Jugendarbeit hervor: „Durch die kontinuierliche musikalische und stimmliche Förderung in der Domsingschule mit Musikgarten und vokaler Früherziehung und die Einrichtung eines Mädchenchors und der Domsingknaben gelingt es, viele junge Menschen für die Kirchenmusik zu interessieren und sie an diese Kunstform zu binden.“

Prozession vom Dom zum Haus der Kirchenmusik, Foto: Klaus Landry

So waren denn auch Kinder aller Altersgruppen beim Gottesdienst dabei und gestalteten diesen mit. Unterstützt wurden sie von den Dombläsern. Es erklangen Werke von Alessandro Scarlatti, Heinrich Schütz und Christian Heiss. Domkapellmeister Markus Melchiori und Domkantor Joachim Weller dirigierten die Stücke, die vom Mädchenchor, den Domsingknaben und dem Domchor gesungen wurden.  Der Zweite Domorganist Christoph Keggenhoff leitete die Schola und Domorganist Markus Eichenlaub spielte die Orgel. Ihnen allen dankte Weihbischof Georges namentlich für ihre „hervorragende pädagogische und künstlerische Leistung“.  Die Lesung und die Fürbitten wurden von Domdekan Dr. Christoph Kohl vorgetragen, der für die Liturgie am Dom und damit auch für die Dommusik verantwortlich ist.

Pontifikalvesper zur Einweihung des neuen Chorsaals im Dom, Foto: Klaus Landry

Nach der Pontifikalvesper schritt die Gemeinde gemeinsam mit den Chören der Dommusik in einer Prozession durch die Altstadt zum Hof des Hauses der Kirchenmusik. Dort sangen die jüngsten Sänger das Mottolied der benachbarten Klosterschule St. Magdalena, die mit der Dommusik eng kooperiert und deren Schüler in dem Raum schon für die Einweihung geprobt hatten.  Die Segnung des Saals durch Weihbischof Georgens war der Höhepunkt der Feier.

Weihbischof Otto Georgens bei der Predigt im Dom; Foto: Domkapitel Speyer

Die Gemeinde verfolgte die Weihe über Lautsprecher im Hof des Hauses der Kirchenmusik, da der Saal mit den Chören bereits gefüllt war. Im Anschluss nutzen die Gottesdienstbesucher dann aber sofort die Gelegenheit, sich den Saal und das angrenzende Notenlager anzusehen. Dabei waren es viele anerkennende „Ahs und Ohs“ zu vernehmen. Denn an eine Turnhalle erinnert dort wirklich nichts mehr. Entstanden ist ein Raum, der sowohl die für die Probenarbeit notwendige Einrichtung und Akustik besitzt als auch einen eigenen künstlerischen Charakter ausprägt. Gestaltet wurde der Große Chorsaal von Dombaumeister Mario Colletto. Er ließ den 170 Quadratmeter großen Raum wie einen Renaissanceplatz anlegen. Die in Rottönen gepolsterten Stühle stehen auf einem getreppten Podest, die großflächigen, seitlich angebrachten Leuchten lassen den Raum wie einen offenen, sonnenbeschienenen Campus erscheinen. An den Wänden sind in sepiafarbener Lasur verschiedene Außen- und Innenansichten des Doms zu sehen.  Die ursprüngliche Wandstruktur bleibt darunter sichtbar, so dass die Historie des Raums nicht verloren geht, erklärte Colletto zu seiner Arbeit.

Text: Bistum Speyer Foto: (1-4) Klaus Landry & (5) Domkapitel Speyer

03.09.2018


Aussendung in den seelsorglichen Dienst

Beauftragungsfeier für Michael Gutting und Marcel Ladan mit Weihbischof Georgens im Dom zu Speyer

Die beiden neuen Pastoralassistenten feierten heute ihre offizielle Beauftragung (v.l.): Matthias Zech, Diözesanreferent für die Pastoralreferent/-innen im Bistum Speyer, Michael Gutting, Weihbischof Otto Georgens, Marcel Ladan und Sr. Dorotea Castano de Luis, Mentorin in der Ausbildung der Pastoralassistenten.

Speyer - Weihbischof Otto Georgens hat am heutigen Sonntag im Rahmen eines feierlichen Gottesdienstes im Speyerer Dom die Pastoralassistenten Marcel Ladan und Michael Gutting offiziell in den seelsorglichen Dienst des Bistums Speyer ausgesandt. Ladan ist seit dem 1. August in der Pfarrei Hl. Johannes XXIII. in Lambrecht im Einsatz, Gutting arbeitet in der Pfarrei Heilige Hildegard von Bingen in Dudenhofen. Der Weihbischof begrüßte unter den zahlreichen Gläubigen Angehörige sowie Kolleginnen und Kollegen der beiden Pastoralassistenten und eine Reihe von Pastoral- und Gemeindereferentinnen und -referenten, die vor 25 Jahren im Dom ihre Beauftragung gefeiert hatten.

Weihbischof Otto Georgens bei seiner Predigt

In seiner Predigt nahm Weihbischof Georgens Bezug auf das Tagesevanglium. Der Evangelist Markus schildert darin, wie die Pharisäer daran Anstoß nehmen, dass Jesus und seine Jünger entgegen der damals geltenden Reinheitsvorschriften Brot essen, ohne die Hände vorher zu waschen. „Bei Markus sehen wir die radikale Wende, die Jesus dem Begriff Reinheit vor Gott gegeben hat. Nicht rituelle Handlungen reinigen. Reinheit und Unreinheit ereignen sich im Herzen des Menschen und hängen vom Zustand seines Herzens ab“, erklärte der Weihbischof. Es gehe darum, Gott in die Mitte des Lebens zu stellen. Eine Tradition aus sich selbst heraus nütze dabei nichts. „Das Evangelium legt uns eindringlich ans Herz: Nichts Äußeres, auch kein Frommsein, garantiert aus sich, dass unser Leben gelingt und wir vor Gott bestehen.“ Als Quintessenz des Evangeliums für alle Seelsorgerinnen und Seelsorgern zitierte Georgens aus dem Grundlagentext „Gemeinsam Kirche sein“ der deutschen Bischöfe: „Wir können die Kirche nicht machen und wir müssen die Kirche nicht retten. Aber es muss uns sehr unruhig machen, wenn wir uns als Kirche verschließen, wenn wir nur eine bestimmt Gestalt von Kirche und kirchlichem Leben konservieren wollen.“ Der Weihbischof ermutigte Marcel Ladan und Michael Gutting dazu, „mutig aufzubrechen, zu einer Kirche, wie Gott sie haben will“.

Mit Handschlag und Überreichung der Heiligen Schrift beauftragte der Weihbischof anschließend die beiden Männer zu ihrem Dienst. Beide hatten zuvor mit einem lauten „Hier bin ich“ ihre Bereitschaft für den Dienst in der Diözese bekundet.

Für die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes sorgten der Mädchenchor der Dommusik unter der Leitung von Domkapellmeister Markus Melchiori, Domorganist Markus Eichenlaub sowie Domkantor Joachim Weller.

Michael Gutting (links) und Marcel Ladan.

Am Ende des Gottesdienstes dankte Michael Gutting auch im Namen seines Kollegen dem Weihbischof und allen Beteiligten für den gelungenen Gottesdienst. Sein Dank galt außerdem den Ausbildern, Begleiterinnen und Begleitern in den letzten beiden Jahren und den eigenen Familien für die vielfältige Unterstützung. Die versammelte Gemeinde gratulierte den beiden Beauftragten mit frohem Applaus. An den Gottesdienst schloss sich ein Empfang in der Vorhalle des Domes an.

Der 30-Jährige Michael Gutting stammt aus Rheinhausen und hat in Mainz Diplom-Theologie studiert. Seine Heimatgemeinde ist Herz Jesu in der Pfarrei Hl. Edith Stein, Schifferstadt. Marcel Ladan, Jahrgang 1985, wohnt in Frankenthal. Er stammt aus Bosnien-Herzegowina und hat sein Theologiestudium in Zagreb absolviert. Seine Heimatgemeinde ist St. Paul in der Pfarrei Hl. Dreifaltigkeit, Frankenthal.

Nach der offiziellen Beauftragung

Insgesamt gibt es im Bistum Speyer zurzeit 113 Pastoralassistenten/-referenten. Etwa ein Drittel ist in der Pfarrseelsorge tätig, rund ein Drittel als Religionslehrerin oder Religionslehrer, die übrigen arbeiten in der außerordentlichen Seelsorge in Krankenhäusern und Gefängnissen oder als Bildungsreferenten und in der kirchlichen Verwaltung. Die Pastoralassistenten erhalten ihre Ausbildung im Theologiestudium an einer Universität und in einem zweijährigen pastoralpraktischen Kurs im Priesterseminar in Speyer. Nach der Beauftragung folgt zunächst eine dreijährige Tätigkeit als Pastoralassistent, bevor ihnen nach der zweiten Dienstprüfung der Titel Pastoralreferent verliehen wird.

Ansprechpartner für Pastoralreferentinnen und – referenten im Bistum Speyer ist Diözesanreferent Matthias Zech, Telefon 0 62 32/102 354, E-Mail: matthias.zech@bistum-speyer.de

Bistum Speyer

03.09.2018


Ein Brot für den Dom

Dombauverein Speyer und Bäckerei Görtz widmen dem Speyerer Dom ein eigenes Brot

v.l.: Präsentieren das neue „Dombrot“ vor dem Speyerer Dom: Dr. Gottfried Jung, Vorstandsvorsitzender des Dombauvereins, Peter Görtz, Geschäftsführer der Bäckerei Görtz und Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann Foto: Klaus Landry

Speyer - Für den Domerhalt zu werben und diesen finanziell zu unterstützen, gehört zu den Zwecken des Dombauvereins. Seit heute geschieht dies auf einem weiteren besonderen Weg, nämlich über die Bäckereitheke. Ein „Dombrot“, das der Verein zusammen mit der Bäckerei Görtz herausgebracht und nun öffentlich vorstellt hat, soll einen Beitrag zum Domerhalt leisten. 10 Cent von jedem verkauften Leib kommen dabei dem Verein zugute, was sich, so schätzt Bäckermeister und Geschäftsführer Peter Görtz, zu einer Summe von 40.000 bis 70.000 Euro jährlich summieren könnte. Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann begrüßte ausdrücklich, dass gerade mit diesem Brot für ein wichtiges, gemeinsames Anliegen geworben werden: „Das Brot reicht wunderbar und lädt uns ein, es mit Freude zu genießen“.

Das neue „Dombrot“, Foto: Domkapitel Speyer

Der Vorstandsvorsitzende des Dombauvereins Dr. Gottfried Jung freute sich sichtlich über das vor ihm liegende Brot und lobte die „spontane und unkomplizierte“ Zusage von Peter Görtz, ein Dombrot zu kreieren und in den Verkauf zu nehmen. Dieses wird nun ab sofort in 161 Filialen der Bäckerei Görtz zu kaufen sein. Gekennzeichnet ist es mit einer Oblate und dem Spruch „Ut unum sint – Dass alle eins seien“ und einer Zeichnung der Kaiserkrone. Zu lesen ist dieses Zitat über dem Eingangsportal des Doms, die Krone hängt im Dominnern über dem sogenannten Königschor.

„Dass alle eins seien, steht über allem“, so Peter Görtz. Gemeinsam wolle man etwas für den Dom tun, mit einem Produkt, das in die Region passe. Bei dem Brot handele es sich um Mischbrot, 50 Prozent Weizen und 50 Prozent Roggen, mit Roggenschrot. Neben dem Verkaufserlös könne das Brot auch einen Beitrag zur Wahrnehmung der Notwendigkeit des Domerhalts leisten, wünscht sich Görtz. „Brot ist mehr als Brot“, fasste Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann die Bedeutung des „Dombrots“ zusammen. „Bei Brot schwingen immer mehrere Bedeutungsinhalte mit“, erklärte der Bischof. Zahlreiche biblische Bezüge und die Bitte, um „das tägliche Brot“ im Vaterunser verwiesen auf die Bedeutung des Brots. Brot sei immer auch ein Zeichen für ein Miteinander. Er lobte daher auch die Gestaltung der Oblate mit dem Jesuswort „Ut unum sint“. Über dem Domportal weise dieser Satz darauf hin, dass der Dom als Haus Gottes allen Menschen offen stehe. Den Protagonisten der Aktion dankte er für den guten, sehr nennbaren Effekt, welchen das neue Dombrot für den Dom habe.

v.l.: Stellten das neue „Dombrot“ in einer Pressekonferenz vor: Dr. Gottfried Jung, Vorstandsvorsitzender des Dombauvereins, Peter Görtz, Geschäftsführer der Bäckerei Görtz und Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann Foto: Domkapitel Speyer

Domkustos Peter Schappert dankte von Seiten des Domkapitels für die Aktion. Den Dombauverein würdigte er als treuesten Unterstützer des Doms. „Bauuntersuchungen, die Erneuerung technischer Einrichtungen, Ergänzungen und Reparaturen sind laufend notwendig, um die Bausubstanz dauerhaft zu sichern“, so der Domkustos. „Dabei hilft uns der Dombauverein mit seiner verlässlichen Unterstützung“. Die größte, derzeit anstehende Baumaßnahme sei die Sanierung der bereits eingerüsteten Vierungskuppel, erläuterte Dombaumeister Mario Colletto.

Auf die Frage, wann die Aktion ende, antwortete Peter Görtz: „Wir wünschen uns eine dauerhafte Zusammenarbeit“. Jetzt gelte es zu sehen, wie die Kunden auf das Produkt reagierten. Möglichkeit einer Verkostung besteht am 9. September im Rahmen des Tags des offenen Denkmals in der Vorhalle des Doms.

Text: Bistum Speyer Foto: (1) Klaus Landry, (2) & (3) Bistum Speyer

30.08.2018


Das Bistum Speyer startet einen Visionsprozess

Diözesanes Forum beschließt die Entwicklung einer Vision, die das Bistum in das Jahr 2030 führen soll – Die zentrale Frage lautet: Wozu ruft Gott die Kirche von Speyer heute?

Ludwigshafen - Das Bistum Speyer startet einen Visionsprozess: Das hat das Diözesane Forum bei seiner neunten Zusammenkunft heute in Ludwigshafen beschlossen. „In einer Zeit verstärkter Richtungsdebatten in Gesellschaft und Kirche wollen wir uns tiefer darüber klar werden, wofür wir als Kirche da sind und was unsere Sendung ist“, erklärte Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann. Das diözesane Forum setzt sich aus den Mitgliedern der diözesanen Räte zusammen und ist derzeit das zentrale Beratungsgremium im Bistum Speyer.

„Mit der Entwicklung einer Vision stellen wir uns der Frage, was uns in die Zukunft hinein tragen und motivieren kann“, beschrieb Bischof Wiesemann das Ziel der Visionsentwicklung. Viele Gemeinden seien derzeit auf dem Weg, zusammen mit ihrem pastoralen Konzept auch eine Vision für die Seelsorge zu entwickeln. „Es ist wichtig, dass dieser Prozess von unten beginnt und aus den konkreten Erfahrungen der Gemeinden erwächst“, so Bischof Wiesemann. Er versteht die Visionsentwicklung als einen Beitrag zu der „missionarischen Umgestaltung der Kirche“, wie sie von Papst Franziskus in seiner Enzyklika „Evangelii gaudium“ beschrieben wird. Es gehe darum, Kirche neu zu denken und sie von „der leidenschaftlichen Vision Gottes her neu auszurichten“.

Die Vision für das Bistum Speyer soll in den kommenden drei Jahren unter Mitwirkung aller Interessierten aus Pfarreien, Verbänden und der Gesellschaft entwickelt werden und für Zukunftsentscheidungen bis etwa ins Jahr 2030 leitend sein. „Wir wollen hinhören, wozu Gott die Kirche von Speyer heute ruft und welche Veränderungen dazu notwendig sind“, erläuterte Domkapitular Franz Vogelgesang das geplante Vorgehen. Als ersten inhaltlichen Impuls stellte Bischof Wiesemann zwölf mögliche Leitsätze vor, die auf einer Klausur des Allgemeinen Geistlichen Rats im vergangenen Jahr entstanden sind. „Sie können möglicherweise als Anregung für die Diskussion dienen“, so Wiesemann. Für die genauere Ausgestaltung des Prozessgeschehens wurde eine Lenkungsgruppe eingesetzt, bestehend aus Generalvikar Andreas Sturm, Christine Lambrich, Heike Vogt, Gabriele Heinz, Theo Wieder, Dr. Peter Hundertmark und Dr. Thomas Kiefer.

Diözesanes Forum verständigt sich auf Satzung für künftige Diözesanversammlung

Ein weiterer Schwerpunkt des diözesanen Forums war die Beratung der Satzung für eine neu zu bildende Diözesanversammlung. Sie soll als synodales Beratungsgremium auf Diözesanebene die Themen und Anliegen der verschiedenen diözesanen Gremien zusammenführen und zugleich die Aufgaben des Diözesanpastoralrats wahrnehmen. „Mit der Diözesanversammlung wollen wir die positiven Beratungserfahrungen der diözesanen Foren verstetigen“, erklärte Generalvikar Andreas Sturm. Auch aus Sicht von Bischof Wiesemann haben die diözesanen Foren viel zur Vertrauensbildung in der Diözese in den vergangenen Jahren beigetragen. Der Satzungsentwurf für die Diözesanversammlung bot Anlass und Stoff für grundsätzliche Klärungen, zum Beispiel hinsichtlich der Aufgaben, der Rechte und der Zusammensetzung  der Diözesanversammlung. Klar wurde im Lauf der Diskussion: Die Diözesanversammlung soll die großen Linien beraten, ohne sich - wie von einem Forumsteilnehmer formuliert - in „kleinkarierte Kasuistik“ zu verzetteln.

Die meisten Änderungsanträge betrafen die Zusammensetzung des Gremiums. Das diözesane Forum einigte sich am Ende der Beratung darauf, zusätzlich zu den Mitgliedern des Allgemeinen Geistlichen Rates, des Priesterrates, des Katholikenrates auch Vertretern der ständigen Diakone, der Pastoral- und Gemeindereferenten, der Ordensleute, des Diözesansteuerrates und des Caritasverbandes in der künftigen Diözesanversammlung Sitz und Stimme zu geben. Um mehr Raum für innovative Ideen und missionarische Offenheit zu schaffen, wurde in der Satzung darüber hinaus die Möglichkeit vorgesehen, bis zu sechs Personen von der Diözesanversammlung hinzu zu wählen und bis zu drei weitere Personen durch den Bischof zu berufen. Die Diözesanversammlung soll mindestens einmal im Jahr tagen. Unterjährig soll ein Hauptausschuss die Aufgaben der Diözesanversammlung wahrnehmen. Der vierköpfige Vorstand der Diözesanversammlung wird sich aus einer oder einem Vorsitzenden der Diözesanversammlung, dem Generalvikar des Bistums sowie zwei weiteren aus der Diözesanversammlung gewählten Personen zusammensetzen. Als Termin für das Inkraftsetzen der Satzung der Diözesanversammlung empfahl das diözesane Forum, zunächst die Wahl der neuen Pfarrgremien im kommenden Jahr abzuwarten. Die Konstituierung der Diözesanversammlung könnte somit im Sommer des Jahres 2020 erfolgen.

Wie können Gemeindestrukturen in Pfarreien verändert werden?

Die Arbeitsgruppe Gemeindebildung informierte die rund 75 Forumsmitglieder über die Möglichkeit, im Zusammenhang mit der Pfarrgremienwahl 2019 die Gemeindestruktur in den Pfarreien auf den Prüfstand zu stellen. Das Seelsorgekonzept der Diözese sieht die Option zum Zusammenschluss, zur Teilung oder zur Auflösung von Gemeinden innerhalb einer Pfarrei vor. Wichtige Kriterien des „Gemeinde-Seins“ sind unter anderem die regelmäßigen Feiern von Gottesdiensten, Angebote der Glaubensweitergabe sowie die Bildung eines Gemeindeausschusses. Beschließt ein Pfarreirat, die Gemeindestruktur nicht zu überprüfen, bleibt die bisher geltende territoriale Ordnung bestehen. Beauftragt der Pfarreirat jedoch die Gemeindeausschüsse mit einer Überprüfung, soll in den Gemeinden über eine eventuelle Neuordnung beraten werden. Entsteht daraus ein Vorschlag für eine neue Struktur innerhalb der Pfarrei, liegt die Entscheidung darüber wiederum bei dem jeweiligen Pfarreirat. Rechtsverbindlich wird die Änderung der Gemeindestruktur mit der Inkraftsetzung durch den Bischof.

Zum Thema Bildungshäuser kündigte Generalvikar Andreas Sturm an, dass im Hinblick auf die Zukunft der verschiedenen Häuser ein Konzept erstellt werden soll. Das erfordere jedoch noch Zeit: „Wir wollen nichts übers Knie brechen“.

Diözesaner Katholikentag 2019 in Kaiserslautern

Domkapitular Franz Vogelgesang stellte die Planungen für die zukünftigen diözesanen Katholikentage vor. Der nächste Katholikentag wird am 15. September 2019 unter dem Motto „Weite(r)denken“ auf dem Gelände der Landesgartenschau in Kaiserslautern stattfinden. „Der Ort liegt in der Mitte des Bistums und ist verkehrstechnisch gut zu erreichen“, erklärte der Leiter der Hauptabteilung Seelsorge. Für die Ortswahl spreche außerdem, dass das Gelände vielfältige Möglichkeiten für das geplante Programm des Tages biete. Vorgesehen ist, dass der Tag mit einem Pontifikalamt beginnt, anschließend drei Foren zum Thema des Tages stattfinden, ein Markt der Möglichkeiten und ein Gottesdienst den Tag beschließen. Den Eintritt übernimmt für alle Gäste zum Katholikentag das Bistum Speyer. Bereits am Vortag ist eine Werbeaktion zu der Veranstaltung in der Fußgängerzone von Kaiserslautern geplant. Das Konzept sieht außerdem vor, dass der Katholikentag ab 2019 alle zwei Jahre jeweils am dritten Sonntag im September stattfinden soll.

Entwicklung der Kirchensteuer und des kirchlichen Lebens im Bistum

Diözesan-Ökonom Peter Schappert präsentierte den Mitgliedern des Diözesanen Forums Ergebnisse aus einer Studie des „Forschungszentrums Generationenverträge“ der Albert Ludwig Universität Freiburg, die unter anderem Informationen zur Entwicklung der Katholikenzahl und zur Kirchensteuer im Bistum Speyer in den letzten Jahrzehnten enthält. „Es ist ein konstantes Absinken der Katholikenzahl festzustellen“, erklärte Schappert und betonte, dass sich dieser Trend nach Einschätzung der Experten auch in Zukunft fortsetzen werde. „Wir müssen damit rechnen, dass zwischen 2025 bis 2030 die Anzahl aller Christen in Deutschland weiter sinkt und insgesamt einen Wert von unter 50 Prozent Anteil an der Bevölkerung erreichen wird“. Auch das Aufkommen an Kirchensteuer werde weiter sinken. Der Anteil der Kirchensteuer an den gesamten Steuerfällen werde von Jahr zu Jahr weniger, auch wenn in diesem Jahr dank der guten Konjunktur mit einem leichten Anstieg der Steuereinnahmen gerechnet werde. Angesichts dieser Langzeitprognosen sei es notwendig gegenzusteuern.

Diözesanes Forum mit Zeiten der Stille, der Betrachtung und des Gebets

Sachliche Debatten wechselten sich beim diözesanen Forum mit Zeiten der Besinnung und des Gebets ab. Die Beratung am zweiten Tag wurde mit einem Bibel-Teilen eröffnet, den Abschluss bildete ein Gottesdienst mit Bischof Wiesemann. Er zog ein positives Fazit der Veranstaltung. „Wir schaffen es, kontrovers zu diskutieren, und am Ende der Beratung in großer Einmütigkeit zu Ergebnissen zu kommen“, hob er in seinem Schlusswort hervor. „In unserem Miteinander ist ein guter Geist spürbar, das ist ein großes Geschenk.“

Das nächste diözesane Forum tagt am 17. August 2019.

Weitere Informationen: https://www.bistum-speyer.de/news/nachrichten/?no_cache=1&tx_ttnews%5Btt_news%5D=7731&cHash=5fde655d27a910380d6d998e880eabf7

Bildergalerie: https://www.bistum-speyer.de/bistum-speyer/bildergalerien/bildergalerie-forum-ix/

Bistum Speyer

30.08.2018


„Was ist guter Religionsunterricht?“

Tag der Religionslehrerinnen und Religionslehrer findet regen Anklang.

Domdekan Dr. Christoph Kohl, Leiter der Hauptabteilung Schulen, Hochschulen und Bildung und Oberschulrätin Dr. Irina Kreusch, Leitung: HA II/ 2 Religionsunterricht und Schule 2 (u.a. Religionspädagogische Fortbildung, Religionspädagogische Arbeitsstellen, Grundsatzfragen)

Speyer - Am 24. August versammelten sich rund 250 Religionslehrerinnen und Religionslehrer in Speyer. Sie folgten der Einladung von Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann, sich einen Tag lang zum Thema „Was ist guter Unterricht? Was ist guter Religionsunterricht?“ auszutauschen. Domdekan Dr. Christoph Kohl, Leiter der Hauptabteilung Schulen, Hochschulen und Bildung, begrüßte die Religionslehrenden als „wichtige Mitarbeiter des Bistums“ im Dom zu Speyer. Auch Bischof Wiesemann zeigte sich dankbar über die geleistete Arbeit und betonte die Gemeinschaft, die die Lehrenden und das Bistum bildeten: „Ihr seid nicht allein, selbst wenn es manchmal schwierig ist und man sich wie ein Einzelkämpfer vorkommt!“ Im Pontifikalamt illustrierte das Alfred-Grosser-Gymansium aus Bad Bergzabern die enge Beziehung musikalisch. Chor, Orchester und Jazz-Combo beschwingten den Gottesdienst, beispielsweise mit Stücken von Haydn oder Duke Ellington und beschlossen die Messe mit „Freude, schöner Götterfunken“.

Ignatianische Pädagogik: Raum für eigene Gedankengänge schaffen

Lehrerinnen und Lehrer applaudieren den Schülerinnen und Schüler für ihren gelungenen musikalischen Vortrag

Es folgte der Vortrag von Studiendirektor Mathias Molzberger, Aloisiuskolleg, Bonn: „Was ist guter Unterricht? Was ist guter Religionsunterricht? – Grundsätzliche Überlegungen aus der Perspektive ignatianischer Pädagogik“. Aufgrund der zahlreichen Anmeldungen musste der Vortrag in den Dom verlegt werden. In einem „Parfoceritt durch die bildungstheoretische, pädagogische und didaktische Landschaft“ stellte Molzberger ein „Merkmalhaus“ vor, das auf drei Säulen beruht. So sind aus  „lernförderlichem Miteinander“, „Klarheit“ und „sinnstiftendem Kommunizieren“ wiederum zahlreiche Faktoren für einen guten Unterricht ableitbar. Im Kern gehe es bei der ignatianischen Pädagogik darum, sich dem einzelnen Schüler und der einzelnen Schülerin zuzuwenden. In Anknüpfung an ihre Lebenswelt sollen diese dazu angeregt werden, sich selbständig Gedanken über die gelehrten Inhalte zu machen. Der Raum dafür solle über knappe und hochwertige Lehrinhalte entstehen, was auch mit einer pädagogischen Zurückhaltung seitens der Lehrenden einherginge. Die passende innere Haltung dazu könne, nach Ignatius von Loyala, beispielsweise über eine tägliche Selbstreflexion erreicht werden.

Hohe Besucherzahl: „Erwartungen übertroffen“

Schülerinnen und Schüler des Alfred-Grosser-Gymansium aus Bad Bergzabern beim Musizieren

Im Anschluss an den Vortrag folgte der Wechsel in das Priesterseminar St. German, wo bereits das Mittagessen wartete. Gut gestärkt konnten sich die Religionslehrenden auf dem „Markt der Möglichkeiten“ unterschiedliche Impulse zur Gestaltung ihres Unterrichts finden. Nach dem geistlichen Ausklang mit Domdekan Dr. Kohl in der Seminarkirche, bestand zum Ende des Tages bei Kaffee und Kuchen eine weitere Möglichkeit zum gegenseitigen Austausch. Oberschulrätin Dr. Irina Kreusch, Organisatorin des Tages, freut sich insbesondere über die hohe Besucherzahl: „Unsere Erwartungen wurden spürbar übertroffen - Es sind mehr als doppelt so viele Kolleginnen und Kollegen gekommen, wie erhofft.“

Bistum Speyer

30.08.2018

Dankbarkeit für gemeinsame Jahre

Feier der Ehejubiläen mit Weihbischof Otto Georgens im Dom zu Speyer

Speyer - Insgesamt 758 Paare aus dem gesamten Bistum Speyer begrüßte Weihbischof Otto Georgens zu den beiden Gottesdiensten am Samstag und Sonntag zur Feier der Ehejubiläen im Dom. Vier der Paare sind bereits 70 Jahre verheiratet, 14 Paare seit 65 Jahren, 110 seit 60 Jahren, 53 Paare haben vor 55 Jahren geheiratet, und der größte Teil, nämlich 312 Paare, feierte in diesem Jahr Goldene Hochzeit. Aber auch Jüngere waren dabei: 97 Paare hatten dieses Jahr Silberhochzeit gefeiert, 28 sind dreißig Jahre verheiratet, 54 seit vierzig Jahren und 29 Paare seit 45 Jahren.

Weihbischof Otto Georgens, der den Gottesdienst zelebrierte, begrüßte eingangs besonders herzlich auch die Paare in konfessionsverbindenden Ehen. In seiner Predigt bezog sich der Weihbischof auf die Ehe als ein Zeichen für die Liebe Gottes: So wie Partner sich immer wieder umwerben und sich lieben, so umwirbt Gott die Menschen und liebt sie. Ehe sei daher ein „Sakrament des Alltags“, das nicht nur mit der feierlichen Trauung am Altar, sondern jeden Tag, in alltäglicher Treue und Liebe, vollzogen werde. In der „Vermählung“ stecke das Wort „Mahl“, und so gehöre zur Trauung auch ein Festmahl als Zeichen der Gemeinschaft, und auch Ehejubiläen müssten gefeiert werden. „Wenn Gott mit uns spricht, ist das kein Stehimbiss“. Die erste Lesung aus dem Buch der Sprichwörter, in der die Weisheit zum Mahl lädt, „lässt uns das Wasser im Munde zusammenlaufen“. Gottes Wort sei – wie das Sakrament – Brot vom Himmel, Lebensmittel „gegen unseren Hunger“, erklärte Georgens.

Christel und Günther Haffner, Ehejubilare aus Kaiserslautern, haben in diesem Jahr ihre Goldene Hochzeit gefeiert. Am 15. Juni 1968 hatten sie geheiratet, 1976 kam ihr Sohn auf die Welt. Enkel haben sie noch keine. Die kirchliche Heirat, damals in der Dorfkirche von Erfenbach, war ihnen beiden sehr wichtig. „Die kirchliche Heirat ist einfach eine andere Liga, so kann man es sagen“, erzählt Günther Haffner. So war es ihnen auch wichtig, an dieser kirchlichen Feier der Ehejubiläen teilzunehmen, und dass die im Dom stattfindet, war ein kleiner zusätzlicher Bonus. „Ich würde meine Frau jederzeit wieder heiraten – auch im Dom“, sagt er. Kennengelernt hat er seine Christel beim Tanzen. „Dabei schien sie am Anfang gar nicht so interessiert zu sein. Ich musste mich schon ein bisschen anstrengen und hartnäckig sein – aber bei den weiteren Verabredungen konnte ich sie dann überzeugen“.

Zum Abschluss der Feier der Ehejubiläen tanzten die Paare vor dem Dom zu Speyer einen Walzer.

Jürgen und Dr. Beate Gehrlein aus Neupotz sind seit 25 Jahren verheiratet. „Wir haben uns schon ganz jung kennengelernt“, erzählt Jürgen Gehrlein. „Eigentlich sind wir schon seit 37 Jahren zusammen“. Vier Kinder haben sie bekommen, von denen zwei bereits erwachsen und selbständig sind. „Ich empfinde dieses Ehejubiläum einfach als eine tolle Sache“, meint Jürgen Gehrlein. „wir haben uns für diese Feier im Dom angemeldet, weil wir die Freude darüber mit den vielen anderen Paaren teilen wollen.“

Am Ende des Gottesdienstes sprachen die Jubilare an den Partner gewandt laut ein Gebet, in dem sie gegenseitig ihr Eheversprechen erneuerten. Manch liebevolles Lächeln und kleine Gesten der Zuneigung konnte man dabei sehen. Der Gottesdienst endete mit dem persönlichen Segen, den die Ehepaare sich einzeln zusprechen lassen konnten. Dazu standen an gekennzeichneten Stellen im Dom Geistliche zur Verfügung, bei denen sich schnell längere Schlangen bildeten.

Draußen ging die Feier weiter mit einem Sektempfang, bei dem sogar die in Speyer obligatorischen Brezeln in Herzform angeboten wurden. Für die Paare, von denen viele schon älter und manche auch etwas gebrechlich waren, gab es genug Stühle an der Seite des Domes, nicht weit von den Ausschankstellen entfernt. Fröhlich ging es dabei zu, Kinder und Enkel waren mitgekommen, und manch kirchlicher Mitarbeiter bekam den Fotoapparat oder das Foto-Handy in die Hand gedrückt, damit sich die komplette Familie fürs Erinnerungsfoto aufstellen konnte. Die eine oder andere der Ehegattinnen hatte auch einen kleinen Blumenstrauß in der Hand, in Erinnerung an das Brautbukett vor so vielen Jahren. Das Bistum hatte den Brautpaaren am Beginn der Feier jeweils eine kleine Flasche Wein als Erinnerungsgabe überreicht.

Musikalisch gestaltet wurden die Messen an beiden Tagen von einer Kantorenschola der Dommusik unter der Leitung von Domkapellmeister Markus Melchiori und Domkantor Joachim Weller. Die Orgel spielte Domorganist Markus Eichenlaub.

Am Ende der Feier formierte sich eine kleine Band mit Keyboard, gespielt von Walter Ast (Speyer), und dem Saxofonisten Timo Wagner (Neustadt) vor dem Portal des Domes, und der „Hochzeitswalzer“ wurde angekündigt. Zu den Klängen des Donauwalzers von Johann Strauß drehten sich dann die Paare im Walzertakt. Und weil langsam fröhliche Tanzstimmung aufkam, gab die Kapelle noch ein paar Zugaben in eher jazzigen Rhythmen.

Sehen Sie hier auch 2 Livevideos zum Event:

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Text: Andrea Dölle Foto und Video: Speyer 24/7 News, dak

20.08.2018


Aktion „Trendsetter Weltretter“ eröffnet

Ökumenische Mitmachaktion für einen nachhaltigen Lebensstil – Anmeldungen ab sofort möglich

Auf der Bühne (v.l.): Steffen Glombitza, Umweltbeauftragter des Bistums Speyer, Generalvikar Andreas Sturm, Pastor Jochen Wagner, Vorsitzender der ACK Südwest, Oberkirchenrat Dr. Michael Gärtner

Ludwigshafen - Am Samstag ist die Aktion „Trendsetter Weltretter – einfach anders konsumieren“ auf dem Platz der Deutschen Einheit eröffnet worden. Die ökumenische Mitmachaktion für einen nachhaltigen Lebensstil richtet sich an Einzelpersonen und Gruppen, die im Alltag nach Alternativen für einen nachhaltigeren Lebensstil suchen. Los geht es am 1. September, Anmeldungen sind ab sofort möglich.

Pünktlich um fünf vor zwölf startete die Eröffnungsfeier auf dem Platz der Deutschen Einheit. „Sie sind Pioniere“, rief die rheinland-pfälzische Umweltministerin Ulrike Höfken (Bündnis 90/Die Grünen) den Initiatoren der Aktion zu. Denn mit der Aktion „Trendsetter Weltretter – einfach anders konsumieren“ betreten das Bistum Speyer, die Evangelische Kirche der Pfalz, die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) in der Region Südwest und die Landeszentrale für Umweltaufklärung Rheinland-Pfalz Neuland. Gemeinsam haben Sibylle Wiesemann, Klimaschutz-Managerin bei der Evangelischen Kirche der Pfalz, Steffen Glombitza, Umweltbeauftragter des Bistums Speyer, und Bärbel Schäfer, Umweltbeauftragte der Evangelischen Kirche der Pfalz, das vierwöchige Mitmachprogramm entwickelt. Es findet bewusst im Rahmen der ökumenischen „Schöpfungszeit“ statt, die seit vielen Jahren zwischen dem 1. September und dem 4. Oktober von Christen in vielen Ländern begangen wird.

Aktion der Evangelischen Jugend Ludwigshafen

Glombitza, Wiesemann und Schäfer hoffen, dass ihre Aktion auch in anderen Regionen Nachahmer findet. Es sei sehr wichtig, die Bedeutung eines nachhaltigeren Lebensstils verstärkt ins Bewusstsein der Menschen zu bringen, betonte auch die Umweltministerin. Die Themen Klima und Energie sowie Biodiversität seien die beiden herausragenden Themen der Zeit. Um hier Veränderungen zu erreichen, müsse auch die Politik neue Schritte unternehmen. „Es können nicht nur die Verbraucher die Welt retten“, so Ulrike Höfken. Auch für die Ludwigshafener Oberbürgermeisterin Jutta Steinruck (SPD) ist es wichtig, dass für das Thema Nachhaltigkeit vermehrt Sensibilität erzeugt wird.

Oberkirchenrat Dr. Michael Gärtner informierte die rund 60 Gäste dann über die Inhalte der Aktion. „Wir haben vier Themen in vier Wochen: Kleidung, Papier, Elektroartikel und Plastik“, erläuterte er. Die Teilnehmer erhalten über E-Mail oder WhatsApp jeweils eine Wochenaufgabe sowie tägliche Impulse und Ideen für praktische Veränderungen beim Konsum. Die drei Organisatoren haben sich dabei kreative Ideen wie etwa das Gruppen-Plogging einfallen lassen. „Da joggt man in der Gruppe und sammelt gleichzeitig Müll. Das ist Joggen mit Sinn“, erklärt Sybille Wiesemann. Die Veranstalter erbitten von den Teilnehmern Rückmeldungen über die Erfahrungen. Unter allen, die über ihre Erfahrungen berichten, werden attraktive Preise verlost.

Eröffnung der Aktion Trendsetter Weltretter (v.r.): Pfarrer Alban Meißner, kath. Dekan Ludwigshafen, Oberbürgermeisterin Jutta Steinruck, Generalvikar Andreas Sturm, Umweltministerin Ulrike Höfken.

Der neue Generalvikar des Bistums Speyer, Andreas Sturm, erinnerte an die globale Verantwortung der Christen. „Wir müssen als Christen über den Tellerrand hinausschauen. Es muss allen Menschen gut gehen“, sagte er. Ein erster Schritt dazu könne beispielsweise sein, regional und saisonal einzukaufen.

Schon vor der offiziellen Eröffnung gab es auf dem Platz der Deutschen Einheit verschiedene Aktionsstände. Der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) war mit seinem Oldtimer-Wohnmobil „Polli“ gekommen. Die Besucher konnten alte Handys abgeben, die recycelt werden. Beim Trendsetter Weltretter-Quiz konnten sie ihre Kenntnisse über nachhaltiges Verhalten unter Beweis stellen.

Werbung für die Eröffnungsaktion mit einer Weltkugel

Die Evangelische Jugend Ludwigshafen hatte gleich mehrere Aktionsstände aufgebaut. In großen Plexiglas-Säulen konnten die Besucher bunte Bälle werfen und so ihre Meinung zu Fragen wie „Ist Papier besser als Plastik?“ oder „Wird in Deutschland genug zur Müllvermeidung getan?“ zum Ausdruck bringen. Gleich nebenan konnte man ganz praktisch zum Weltenretter werden und so schnell wie möglich eine Wasserball-Weltkugel aufpumpen. Über Alternativen zu Einweg-Plastikgeschirr informierte ein weiterer Stand. Die Band „Small Pint“ begleitete die Eröffnungsfeier musikalisch.

Bis Samstagmittag hatten sich schon 100 Teilnehmer angemeldet – die Organisatoren hoffen nun auf viele weitere Weltretter. Anmeldungen sind über die Internetseite www.trendsetter-weltretter.de möglich.

Dr. Anette Konrad

20.08.2018


Beistand in den schwersten Stunden des Lebens

Bistum Speyer und Evangelische Kirche der Pfalz entsenden im Rahmen eines ökumenischen Gottesdienstes 25 Notfallseelsorgerinnen und Notfallseelsorger

Patrick Stöbener, Diözesanbeauftragter für die Notfallseelsorge im Bistum, und Pfarrerin Anne Henning, Beauftragte für Polizei- und Notfallseelsorge der evangelischen Kirche der Pfalz, hielten eine Dialogpredigt. Im Hintergrund Oberkirchenrätin Marianne Wagner und Domkapitular Franz Vogelgesang.

Speyer - Notfallseelsorger stehen Menschen in den wohl schwersten Stunden ihres Lebens bei. 25 sind am Freitag in einem ökumenischen Gottesdienst in der Kirche des Speyerer Priesterseminars entsandt worden.

Von den 25 entsandten Notfallseelsorgern haben 16 vor kurzem ihre Ausbildung „Erste Hilfe für die Seele“ absolviert, die übrigen bereits vor längerer Zeit. Der Kurs wurde gemeinsam von der Evangelischen Kirche der Pfalz und dem Bistum Speyer angeboten. Die Teilnehmer sind in verschiedenen Berufen tätig, einige arbeiten im sozialen Bereich und in der Pflege, andere bei der Polizei, sind Physiotherapeuten oder Hausfrau, Polizist oder kaufmännische Angestellte. Auch Pastoral- und Gemeindereferenten sowie evangelische Pfarrer besuchten den ökumenischen Kurs.

Kursleiter waren Pfarrerin Anne Henning, Beauftragte für Polizei- und Notfallseelsorge der Evangelischen Kirche der Pfalz, und Patrick Stöbener, Diözesanbeauftragter für die Notfallseelsorge im Bistum, die im Gottesdienst eine Dialogpredigt hielten. Als Grundlage hatten sie Jesu Gespräch mit einer Samariterin aus dem Johannes-Evangelium gewählt. Die Samariterin befinde sich in einem Ausnahmezustand – in solche Situation gerieten auch Notfallseelsorger, sagten beide. Menschen, die von einem Unglück betroffen sind, fühlten Leid, Trauer, seien fassungslos und geschockt, reagierten mit Unverständnis. Da sei es wichtig, Menschen an der Seite zu wissen. „Ihr seid für mich solche Menschen“, rief Stöbener den Notfallseelsorgern zu und Pfarrerin Henning fügte hinzu: „Auf dem Höhepunkt der Krise seid ihr da, ihr haltet mit den Betroffenen aus.“ So wie Jesus der Samariterin beistehe, würden es auch Notfallseelsorger tun – und nicht nur sie selbst. „Jesus ist durch euren Beistand da“, sagte Pfarrerin Henning. „Die Begegnung mit euch weist auf das große Ganze hin, auf die Begegnung mit Gott“, ergänzte Stöbener. Gott sei aber genauso für die Notfallseelsorger selbst da, sei gegenwärtig, spende Kraft. „Wir sind überzeugt: Keiner geht allein in einen Einsatz.“

Oberkirchenrätin Marianne Wagner und Domkapitular Franz Vogelgesang segneten die Notfallseelsorger. Die Urkunden überreichten sie gemeinsam mit Henning, Stöbener sowie Susanne Laun, die im Bischöflichen Ordinariat die Abteilung Besondere Seelsorgebereiche leitet.

Beim anschließenden Empfang wies Vogelgesang ausdrücklich darauf hin, dass die Ausbildung zum ersten Mal ökumenisch aufgestellt war. Auch Oberkirchenrätin Wagner lobte die Zusammenarbeit und zeigte sich beeindruckt von der gelungenen Premiere. Beide versicherten den Entsandten die Unterstützungen ihrer Kirchen.

Notfallseelsorger stehen Menschen in schwierigen Situationen bei

Die ausgesandten Notfallseelsorgerinnen und Notfallseelsorger mit allen, die den Gottesdienst mitgestalteten.

Befinden sich Menschen in Not, brauchen sie ein soziales Netz, das sie auffängt. Früher spendeten Großfamilie oder Nachbarn Trost. Heute leben Angehörige oft weit entfernt, zu Nachbarn besteht kein enger Kontakt. Hier sind Notfallseelsorger zur Stelle und betreuen Betroffene und Angehörige. Sie sind zum Beispiel bei schweren Unfällen im Einsatz, nach dem plötzlichen Tod eines Kindes, bei erfolgloser Reanimation, nach Gewalttaten und überbringen Todesnachrichten. Im Ausbildungskurs eigneten sich die Teilnehmer notwendiges Fachwissen und eine seelsorgliche Haltung an. Sie lernten unter anderem, wie Einsätze von Polizei- und Rettungskräften ablaufen und wie Menschen mit Stress und Trauer umgehen. Durch Rollenübungen bereiteten sie sich darauf vor, Unglücksnachrichten zu überbringen. Sie erfuhren, was Glauben und Religion in Notsituation bewirken und welche Rituale helfen. Darüber hinaus lag ein Augenmerk auf der Selbstfürsorge. Zuletzt begleiteten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein halbes Jahr lang Einsätze.

Nobert Memmer wird im Landkreis Pirmasens im Einsatz sein. Als Polizist kennt er Notsituationen, ist bereits in der Polizeiseelsorge tätig. Memmer weiß um die Not der Menschen und hat sich deshalb für die zusätzliche ehrenamtliche Tätigkeit entschieden. Während Polizei und Rettungskräfte sich nur im Einsatz um die Menschen kümmern können, bleiben Notfallseelsorger länger. „Notfallseelsorge geht tiefer, sie wirkt nachhaltiger“, sagt der Südwestpfälzer.

Susanne Schweizer aus Dirmstein wird für die Notfallseelsorge Frankenthal tätig sein. Die junge Frau weiß aus eigener Erfahrung, wie wichtig Beistand in schwierigen Zeiten ist. Als Notfallseelsorgerin will sie dieses Geschenk weitergeben. „Zum anderen bin ich in der Kirche verankert und habe eine Aufgabe gesucht.“

Neue Ausbildung „Erste Hilfe für die Seele“

Ein weiterer Kurs „Erste Hilfe für die Seele“ startet im November. Das erste Modul des achtteiligen Kurses findet vom 9. bis 10. November 2018 im Protestantischen Butenschoen-Haus in Landau statt. Die weiteren Module: 15./16. Februar 2019; 5./6. April 2019; 14./15. Juni 2019; 23./24. August 2019; 8./9. November 2019; 10./11. Januar 2020 und 6./7. März 2020. Veranstaltungsorte sind Landau und Speyer. Anmeldeschluss für das Curriculum Notfallseelsorge ist der 24. August 2018. Über die Teilnahme an der Ausbildung entscheidet ein individuelles Auswahlgespräch. Die Kursgebühr beträgt pro Einheit 120 Euro. Die Gebühren werden bei erfolgreichem Abschluss der Ausbildung und anschließender ehrenamtlicher Mitarbeit in einem der kirchlichen Notfallseelsorgesysteme zurückerstattet.

Kontakt, Information und Anmeldung: Anne Henning, Pfarramt für Polizei- und Notfallseelsorge, Telefon 0173/2444620, E-Mail: anne.henning@evkirchepfalz.de und Patrick Stöbener, Diözesanbeauftragter für die Notfallseelsorge im Bistum Speyer, Telefon: 06232/102476, E-Mail: patrick.stoebener@bistum-speyer.de.

Mehr zum Thema:
www.evkirchepfalz.de, Thema Begleitung und Hilfe/Seelsorge;
www.bistum-speyer.de, Thema Seelsorge und Spiritualität/Notfallseelsorge.

is / lk, Yvette Wagner

20.08.2018


Was ist guter Unterricht?

Bischof Wiesemann lädt am 24. August Religionslehrerinnen und –lehrer aus dem Bistum Speyer ein – Pontifikalamt um 9.30 Uhr im Dom

Speyer - Der Speyerer Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann hat die rund 2.100 Religionslehrerinnen und -lehrer aus dem Bistum zu einem gemeinsamen Tag am Freitag, 24. August, nach Speyer eingeladen. Das Thema lautet „Was ist guter Unterricht? Was ist guter Religionsunterricht?“.

Auf dem Programm steht ein Pontifikalamt mit dem Bischof im Speyerer Dom (Begegnung ab 9.00 Uhr, Gottesdienstbeginn 9.30 Uhr). Das Gymnasium Bad Bergzabern begleitet die Messe musikalisch mit Jazz Combo, Orchester und Chor. Um 11 Uhr referiert Mathias Molzberger, Bonn, im Priesterseminar St. German in Speyer zum Thema „Guter Religionsunterricht in heutiger Zeit? - Impulse aus der ignatianisch-jesuitischen Pädagogik“. Ein „Marktplatz Religionsunterricht“ im Anschluss bietet praktische Einblicke zum Thema Unterricht. Nach Angaben der Schulabteilung des Bistums Speyer stehen an diesem Tag vor allem Qualität, Inhalt und Theologie des Religionsunterrichts sowie persönliche Zugänge im Mittelpunkt.

Bistum Speyer

20.08.2018


„Sich durch den ökumenischen Dialog beschenken lassen“

Gipfeltreffen des Bistums Speyer und der Evangelischen Kirche der Pfalz zum Thema Kirche und Kirchengemeinschaft

Die Teilnehmer an dem ökumenischen Gipfeltreffen. In der ersten Reihe / Mitte: Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann, Kirchenpräsident Christian Schad, Dr. Burkhard Neumann.

Speyer / Ludwigshafen - Im September dieses Jahres werden der Päpstliche Einheitsrat und die Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa (GEKE) einen gemeinsamen Bericht vorlegen, der sich mit den Themen „Kirche und Kirchengemeinschaft“ befasst. Die Autoren dieses Berichts halten als Fazit fest: „Wir sind uns in ekklesiologischen Fragen deutlich näher, als wir bisher gedacht haben“. Sie bitten die an der Konsultation beteiligten ökumenischen Partner, einen offiziellen Dialog über diese Fragen aufzunehmen und fortzuführen. Delegationsleiter waren auf katholischer Seite Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann, auf evangelischer Seite Kirchenpräsident Christian Schad. Für die Evangelische Kirche der Pfalz und das Bistum Speyer Grund genug, sich beim diesjährigen Gipfeltreffen der leitenden Gremien Landeskirchenrat und Allgemeiner Geistlicher Rat mit diesem Ökumenepapier zu befassen.

Das „Neue und Einmalige“ dieses Berichts besteht für Dr. Burkhard Neumann, Direktor am Johann-Adam-Möhler-Institut für Ökumenik in Paderborn, darin, dass „erstmals ein Dialog zwischen der römisch-katholischen Kirche und einer regionalen Gemeinschaft bekenntnisverschiedener Kirchen geführt worden ist“. Ein Leitgedanke des Textes laute: „Kirchen sind keine statischen Größen, sondern lassen sich durch den ökumenischen Dialog herausfordern und beschenken“. Der Text mache den Unterschied zwischen dem göttlichen und dem menschlichen Handeln in der Kirche deutlich: „Gottes Reich ist immer größer als das Wirken das Kirche“, so Neumann. Zugleich weise der Text darauf hin, dass „die sichtbare Gestalt der Kirche nicht beliebig ist“.

Mit Blick auf die gefundenen Übereinstimmungen im Amtsverständnis rief Neumann beide Seiten dazu auf, „die sich daraus ergebenden Konsequenzen anzugehen“. Ökumenisch bedeutsam sei auch die Feststellung, dass „das evangelische Verständnis von Kirchengemeinschaft kein Gegenmodell zum katholischen Einheitsmodell einer sichtbaren Einheit“ ist. Neumann gab zu bedenken, dass sich „Kirchengemeinschaft immer nur dynamisch vollzieht“, und dass „jede irdische Form von kirchlicher Einheit vorläufig ist und bleibt“. Insgesamt, so das Fazit des katholischen Theologen, könne der Text viel dazu beitragen, „das gemeinsame Zeugnis der Kirchen in Europa zu stärken“.

Kirchenpräsident Schad betonte, dass der Text bereits vor seiner Veröffentlichung „eine beginnende Debatte innerhalb der EKD-Gliedkirchen über ein gemeinsames Verständnis des ordinierten Amtes bewirkt hat“. Er erinnerte daran, dass die meisten evangelischen Kirchen erst seit 45 Jahren Abendmahlsgemeinschaft praktizieren. Bischof Wiesemann sagte mit Blick auf den fünfjährigen Dialogprozess: „Er hat beide Seiten zu Rückfragen an das Eigene animiert und ihnen so geholfen, sich noch mehr aus konfessionellen Engführungen zu befreien“. In diesem Zusammenhang berichtete Wiesemann, dass er vor wenigen Wochen für das Bistum Speyer eine Orientierungshilfe in Kraft gesetzt hat, wonach es „in bestimmten Fällen möglich ist, evangelischen Christen, die in einer konfessionsverbindenden Ehe leben, die Eucharistie zu reichen“. Für den Speyerer Bischof ein „Grund zur Freude“.

Gemeinsam betonten Wiesemann und Schad, die Kirchen lebten derzeit in einem „ökumenischen Kairos“. Es komme darauf an, sich „nicht auf das Eigene zurückzuziehen, sondern mit der Haltung der Offenheit auf dem mühsamen Weg des Dialogs voranzuschreiten“. Leitend sollten die Erfahrungen des Reformationsjahres 2017 sein, etwa beim Versöhnungsgottesdienst in Otterberg. Ein Schritt auf diesem Weg könne der ökumenische Gottesdienst zum Jubiläum 200 Jahre Pfälzer Kirchenunion am 2. September in Kaiserslautern sein, zu dem Schad am Ende der herzlichen und vertrauensvollen Begegnung alle einlud.

Text: is / lk Foto: Pfarrer Thomas Borchers

20.08.2018


„freshX- Seminar für Entdecker*innen“ in Landau

Ökumenische Initiative „Schon jetzt“ lädt am 14./15. September zu einer Fortbildung über neue Formen von Kirche ein

Landau - „Schon jetzt“, eine ökumenische Initiative des Bistums Speyer und der Evangelischen Kirche der Pfalz, lädt am 14./15. September im protestantischen Bildungszentrum Butenschoen-Haus in Landau zu einem Seminar ein, bei dem es um neue Formen von Kirche geht.

„Das Wochenende ist für Kirchenentdecker*innen eine Möglichkeit, tiefer in die Idee der fresh expressions of church einzutauchen, sich untereinander auszutauschen, voneinander zu lernen und miteinander weiterzugehen“, erklärt Felix Goldinger, Referent für missionarische Pastoral im Bistum Speyer. „Fresh Expressions of Church“ (neue Ausdrucksformen von Kirche) ist eine aus England stammende Bewegung, die neue Formen von Kirche an ganz unterschiedlichen Orten fördert und damit Menschen in ihrem Alltag besser erreichen möchte.

Das Seminar beginnt am 14. September um 17.30 Uhr, das Ende ist am 15. September um 16.30 Uhr geplant.

Anmeldungen (bis 31. August):
Online: www.schon-jetzt.de/freshX2
Per Mail: hallo@schon-jetzt.de
Per Telefon: 0 6232 102-316

Weitere Informationen und Kontakt:
Felix Goldinger
Referent für missionarische Pastoral im Bistum Speyer
Telefon: 06232/102-286
E-Mail: felix.goldinger@bistum-speyer.de

Stefanie Schlenczek
Pfarrerin beim Missionarisch-Ökumenischen Dienst (MÖD) der Evangelische Kirche der Pfalz
Telefon: 06341/9289-22
E-Mail: schlenczek@moed-pfalz.de

Mehr zum Thema: www.schon-jetzt.de; www.freshexpressions.de

Hintergrund:

SCHON JETZT ist eine ökumenische Initiative der Evangelischen Kirche der Pfalz (Prot. Landeskirche) und des Bistums Speyer, die sich so beschreibt:

„Wir arbeiten als Bistum und als Landeskirche (MÖD) zusammen an der Frage, welche Gestalt Kirche in Gegenwart und Zukunft annehmen kann, um Menschen zu erreichen, die den Anschluss zu Gemeinde und Pfarrei nie hatten oder verloren haben. Mit ihnen gemeinsam wollen wir Wege finden, ihr kreatives Potenzial mit Blick auf Kirche in Form zu bringen. Um dies zu ermöglichen, unterstützt unsere Initiative jene Haupt- und Ehrenamtliche, die Kirche in ihrem konkreten Kontext kennen und zugleich auf neue Weise wahrnehmen möchten: Von einer Kirche für Menschen führt der Weg hin zu einer Kirche mit Menschen. Unter dieser Prämisse kann Kirche an verschiedenen Orten ganz unterschiedliche Gestalt annehmen. Diese Vielfalt regt an zum gemeinsamen Lernen.“

Bistum Speyer

20.08.2018


Andreas Sturm zum Domkapitular ernannt

Feierliche Amtseinführung im Rahmen der Pontifikalvesper an Mariä Himmelfahrt

Weihbischof und Domprobst Otto Georgens verliest die Ernennungsurkunde

Speyer - Am Festtag Mariä Himmelfahrt wurde der neue Generalvikar des Bistums Speyer Andreas Sturm im Rahmen einer Pontifikalvesper feierlich in das Domkapitel aufgenommen. Er gehört damit einem Kollegium von derzeit neun Priestern an, welche die Gesamtverantwortung für den Dom tragen. Die Aufnahme von Andreas Sturm in das Speyerer Domkapitel erfolgte drei Tage nach der offiziellen Amtseinführung als Generalvikar.

Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann begrüßte die Familie von Generalvikar Sturm, seine Freunde und Weggefährten. Mit besonderer Freude und Dankbarkeit begrüßte er die rund 300 Gläubigen, die sich aus St. Ingbert, Sturms vormaliger Pfarrei, auf den Weg nach Speyer gemacht hatten, und die Sturm „nur unter Tränen“ gehen ließen, wie der Bischof sagte.

In seiner Ansprache nahm der Bischof Bezug auf die Lesung aus dem Brief an die Korinther: „Es gibt aber eine bestimmte Reihenfolge: Erster ist Christus; dann folgen, wenn Christus kommt, alle, die zu ihm gehören.“ Durch Maria sei Christus unter den Menschen geboren worden. Sie habe den Willen des Herrn erfüllt, unter dem Kreuz gestanden aber auch die Herrlichkeit des Himmels erfahren, in den sie mit Leib und Seele aufgenommen wurde. Für die lebendige Kirche sei es wichtig, dass sich Menschen mit Leib und Seele in Gottes Dienst stellten.

Generalvikar Andreas Sturm gibt sein Treueversprechen

Der eigentliche Aufnahmeritus begann mit dem Verlesen der Ernennungsurkunde durch Dompropst und Weihbischof Otto Georgens. Danach gab Generalvikar Andreas Sturm dem Bischof das Treueversprechen. Als äußerliches Zeichen seiner Zugehörigkeit zum Domkapitel erhielt er die traditionellen Kleidungsstücke eines Kapitulars: Mozetta und Birett, ein Schultermäntelchen und eine Kopfbedeckung mit Quaste, beides in violetter Farbe. Dazu wurde Sturm mit den Worten „trage dieses kostbare Kreuz zur Ehre der Kirche von Speyer“ das Pektorale genannte Kapitelskreuz übergeben. Der Aufnahmeritus endete mit dem Friedensgruß durch die Mitglieder des Domkapitels. Die feierliche musikalische Gestaltung der Vesper übernahmen die Domsingknaben unter der Leitung von Jochim Weller. Die Orgel spielte Domorganist Markus Eichenlaub.

Das Speyerer Domkapitel – Hintergrundinformation

Gratulation und Friedensgruß von Weihbischof Otto Georgens für den neuen Domkapitular Andreas Sturm, der die Mozetta, das Birett und das Kapitelskreuz trägt.

Das Domkapitel ist ein Kollegium von derzeit neun Diözesanpriestern. Es besteht aus zwei Dignitären, nämlich dem Dompropst und dem Domdekan, und sieben Kapitularen. Zum derzeitigen Domkapitel gehört auch der Domvikar.

Ein Domkapitel gibt es in Speyer vermutlich seit dem Bestehen des Bistums, d.h. bereits seit dem Bau der merowingischen Kathedrale, noch vor dem Bau des salischen Doms. Das Domkapitel Speyer in der derzeitigen Konstellation wurde im Zusammenhang mit der Neugründung des Bistums Speyer 1818 ins Leben gerufen und durch die Bayerischen Konkordate von 1817 und 1924 errichtet und bestätigt.

Das Domkapitel hat nach dem Kirchenrecht die Aufgabe, an den feierlichen Gottesdiensten im Dom sowie an der Leitung und Verwaltung der Diözese mitzuwirken. Besondere Verantwortlichkeiten liegen beim Dompropst (Er übernimmt u. a. Repräsentationspflichten in der Öffentlichkeit.), beim Domdekan (Er trägt u. a. die Verantwortung für die Liturgie am Dom und die Dommusik.), beim Domkustos (Er trägt u. a. die Sorge und die Verantwortung für das Gebäude der Domkirche und die Finanzen des Domkapitels) und beim Dompfarrer (Er trägt u. a. die Verantwortung für die Seelsorge.)

Alle Mitglieder des Speyerer Domkapitels

Domkapitular wird man entweder durch persönliche Ernennung durch den Bischof im Einvernehmen mit dem Domkapitel oder durch die Wahl des Domkapitels mit Zustimmung des Bischofs. Vor der Aufnahme von Andreas Sturm wurde zuletzt 2009 Pfarrer Matthias Bender vom Domkapitel zum Mitglied des Domkapitels gewählt. Mit der Einführung von Generalvikar Sturm ist dieser das jüngste Mitglied. Das älteste Mitglied (Senior Capituli) ist derzeit Domkapitular Dr. Norbert Weis.

Text: Bistum Speyer Foto: Klaus Landry

20.08.2018


Fest für „Maria, die auf milde Weise das Licht Gottes wieder gibt“

Pontifikalamt mit Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann an Mariä Himmelfahrt / Gottesmutter Maria ist Patronin des Bistums und des Doms

Einzug der Pilgergruppe, die in einer nächtlichen Wallfahrt von der St. Anna Kapelle zum Dom gepilgert war

Speyer - Der 15. August ist im Bistum Speyer ein besonderer Tag. Gefeiert wird das Hochfest Mariä Aufnahme in den Himmel, das Patronatsfest des Speyerer Doms und des Bistums. Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann zelebrierte in der vollbesetzten Speyerer Kathedrale aus diesem Anlass ein Pontifikalamt. Eine besondere Begrüßung gab es für eine Pilgergruppe, die in an einer erstmals durchgeführten, nächtlichen Wallfahrt von der St. Anna Kapelle bei Burrweiler zum Dom teilgenommen hatte und nun mit in den Dom einzog.

Bischof Karl-Heinz Wiesemann bei der Predigt

In seiner Predigt nahm Bischof Wiesemann Bezug auf die Hitze der vergangenen Tage. Der tödlich versengenden Sonne stellte er das milde Licht des Mondes gegenüber. Der Mond, der in den romanischen Sprachen weiblich ist, stehe dabei für das Mariannische Geheimnis der Kirche. Wie der Mond nicht von sich selbst aus leuchte, sondern sein Licht von der Sonne erhalte, so gebe Maria auf milde Weise das Licht Gottes wieder. Das feurige Licht der Sonne werde dabei gemildert und ihre Hitze im nächtlichen Dunkel gekühlt. Der Bischof verwies dabei auf das Gnadenbild des Doms, das eine auf einer Mondsichel stehende Madonna zeigt. Alle Menschen könnten mit den „zerreißenden Fragen unseres Lebens“ zur milden Königin kommen, die selbst die Schmerzen des Lebens gespürt habe, ermutigte der Bischof.

Bischof Karl-Heinz Wiesemann bei der Predigt

Religiöse Wahrheit im sei nicht „wie sengende Hitze oder feurige Blitze“; als „zutiefst unkatholisch“ bezeichnete der Bischof eine solche Art der Verkündung. Seine Predigt schloss er mit dem Vortrag der ersten Strophe eines bekannten Marienliedes:  „Milde Königin, gedenke, wie’s auf Erden unerhört, dass zu dir ein Pilger lenke, der verlassen wiederkehrt. Nein, o Mutter weit und breit, schallts durch deiner Kinder Mitte, dass Maria eine Bitte nicht gewährt ist unerhört, unerhört in Ewigkeit!“

Viele Dombesucher hatten Sträuße mit Kräutern und Blumen mitgebracht, die von Bischof Wiesemann im Gottesdienst gesegnet wurden. Einer alten Tradition entsprechend sollen sie deutlich machen, dass die ganze Schöpfung unter dem Segen Gottes und der Verheißung der österlichen Vollendung steht. Danach spendete Bischof Wiesemann den päpstlichen Segen.

Kräutersegnung

Mit einer Statio vor dem Gnadenbild und dem Gesang des „Salve Regina“ endete der Gottesdienst. Für die feierliche musikalische Gestaltung beim Pontifikalamt sorgte die Capella Spirensis vocale e instrumentale unter der Leitung von Domkapellmeister Markus Melchiori. Es erklangen die „Missa in C“ von Johann Joseph und ein Magnifikat von Wolfgang Amadeus Mozart. Die Orgel spielte Domorganist Markus Eichenlaub.

Hintergrund: Mariä Himmelfahrt

Mariä Aufnahme in den Himmel (lateinisch: Assumptio Beatae Mariae Virginis), bekannt als Mariä Himmelfahrt, ist das Fest der leiblichen Aufnahme Mariens in den Himmel am 15. August. Das Fest wird von der katholischen und der orthodoxen Kirche als Hauptfest unter den Marientagen gefeiert.

Viele Gläubige hatten der Tradition gemäß Kräuter- und Blumensträuße mitgebracht, um sie segnen zu lassen.

Erstmals ist es in der armenischen Kirche für die Mitte des fünften Jahrhunderts bezeugt. An diesem Tag werden in der katholischen Kirche verbreitet auch Kräuter gesegnet. Mit Hilfe der Gottesmutter sollen die Kräfte der Natur ganz besonders zugunsten der Menschen und Tiere wirken. Die gesegneten Kräuter dienen in den Häusern später auch als Zeichen, dass Gott den Gläubigen vieles schenkt und die Menschen unter seinem ganz besonderen Schutz stehen.
Im Bistum Speyer hat die Verehrung der in den Himmel aufgenommenen Gottesmutter eine sehr lange Tradition. Im Jahr 670 wird in einer Schenkungsurkunde des Merowingerkönigs Hilderich II. zum ersten Mal Maria als Patronin der Diözese genannt. Ebenso hatte schon die Vorgängerkirche des jetzigen salischen Domes das Marienpatrozinium.

Das Gnadenbild im Speyerer Dom

Seit dem Mittelalter machte das Gnadenbild der „Patrona Spirensis“ den Dom zu einem Mittelpunkt der Marienverehrung für das ganze Bistum Speyer.

Heute steht im Chorraum des Doms eine Marienstatue, die dem Dom 1930 von Papst Pius XI. zum Jubiläum der Domgründung geschenkt wurde. Weitere bildliche Zeugnisse der Marienverehrung finden sich in der Marienfigur über dem Hauptportal, den Fresken im Mittelschiff und im Kaisersaal, sowie einer Darstellung der Marienkrönung auf dem Chorgestühl.

Domkapitel Speyer

15.08.2018


Abschluss der Wallfahrten zum Annaberg

Bischof Wiesemann hält am 21. August den letzten Wallfahrtsgottesdienst in diesem Jahr

Annaberg bei Burrweiler

Burrweiler - Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann wird am Dienstag, den 21. August, den letzten Wallfahrtsgottesdienst in diesem Sommer auf dem Annaberg bei Burrweiler halten. Die Messe beginnt um 10 Uhr und steht unter dem Thema „Jesus Christus – Gott begegnen“. Bei dem Gottesdienst wird Bischof Wiesemann die Erntegaben segnen. Gleichzeitig findet an diesem Tag eine Schülerwallfahrt zum Annaberg statt.

Bereits um 6.30 Uhr und 8 Uhr besteht die Möglichkeit einen Gottesdienst in der Annakapelle mitzufeiern und das Bußsakrament zu empfangen. Ab 7.30 Uhr fahren an dem Wallfahrtstag Pendelbusse von Burrweiler aus zur Kapelle und zurück. Neu ist der Abfahrtsort der Busse, ein Startpunkt ist der PKW-Parkplatz „Pfarrgarten P1“, ein weiterer der PKW-Parkplatz „Festhalle P3“.

Die Annakapelle gehört zu den meistbesuchten Wallfahrtsorten im Bistum Speyer. Zu den Wallfahrtstagen - jeweils dienstags von Ende Juni bis Anfang/Mitte August - kommen regelmäßig bis zu 1 000 Wallfahrerinnen und Wallfahrer mit ihren Anliegen zur Heiligen Mutter Anna.

Weitere Informationen: www.annakapelle.de

Bistum Speyer

15.08.2018


Generalvikar Andreas Sturm in sein Amt eingeführt

Gottesdienst mit Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann im Dom zu Speyer

Am Altar bei der Gabenbereitung (v.r.): Generalvikar Andreas Sturm, Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann, Weihbischof Otto Georgens, Diakon Mathias Reitnauer

Speyer - Im Rahmen eines feierlichen Gottesdienstes hat Montag, 13.08.2018 Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann im Dom zu Speyer den neuen Generalvikar im Bistum Speyer, Andreas Sturm, in sein Amt eingeführt. Sturm ist im Amt des Generalvikars Nachfolger von Dr. Franz Jung, der im Juni dieses Jahres zum neuen Bischof von Würzburg geweiht wurde.

In seiner Predigt nahm Bischof Wiesemann Bezug auf die Lesung des Tages aus dem Buch Ezechiel. Darin wird geschildert, wie der Prophet die Gegenwart Gottes erlebt, die durch einen aus dem Norden kommenden Sturmwind für den im Exil lebenden Ezechiel erfahrbar wird. „Nomen est Omen“, so Wiesemann lächelnd. Als rechte Hand des Bischofs und Leiter der Verwaltung habe der Generalvikar eine große Aufgabe mit vielfältigen Herausforderungen übernommen. Sicher hänge viel davon ab, wie es gelinge, mit Geschick das Schiff der Kirche gut in die Zukunft zu steuern.

Die Berufungsgeschichte Ezechiels aber mache deutlich, dass es vor allem auch darum gehe, Gott zu suchen und die Gegenwart Gottes in der Welt spürbar werden zu lassen. „Alles was wir tun, betreiben, verwalten dient dazu den Menschen zu sagen, hier ist Gott, hier bin ich mit ihm in Berührung gekommen“, so Wiesemann. Erst dann bekomme alles Tun Kraft, Sinn, Mut und Hoffnung. „Dafür brauchen wir einen „Sturm der Begeisterung“, um zusammen am Aufbau des Reiches Gottes zu wirken“ so der Bischof in Anspielung auf den Namen des neuen Generalvikars. Für sein neues Amt wünschte er Sturm Gottes Segen und den Schutz der Gottesmutter Maria, Patronin des Bistums.

Hilfe und Unterstützung durch das Ordinariat – Grußwort des neuen Generalvikars

Generalvikar Andreas Sturm bei seiner Ansprache

„Das Ordinariat soll ein Haus sei, das da ist, wenn man ein Problem oder eine Frage hat und das hilft“, charakterisierte Generalvikar Andreas Sturm die Funktion der kirchlichen Verwaltungsbehörde. Er habe in all den Jahren seit er Priester sei, immer Hilfe und Unterstützung durch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Ordinariats erfahren.

Das Bistum erlebe eine Zeit des Umbruchs, bei dem nicht immer alles ganz rund laufe. Aber Veränderungen in dieser Größenordnung brauchten Zeit. Er sei aber zuversichtlich, dass „wenn wir die Sorgen und Anliegen der jeweils anderen ernst nehmen und hinhören und dann auch Verständnis füreinander haben, dann kann das gut gelingen. So wünsche ich mir auch unsere Kirche als Ganze: Ein großes Team, in dem alle aufeinander schauen und wo wir uns mit Respekt begegnen.“ Er wolle seinen Teil dazu beitragen. „Ich will mithelfen, dass wir Strukturen nicht verkomplizieren, sondern dass wir in Speyer im Ordinariat und in den Regionalverwaltungen helfen, dass Ihnen und Euch in den Pfarreien der Rücken freigehalten wird für die Seelsorge“, versprach Sturm.

Seinem Vorgänger Dr. Franz Jung danke Sturm für die Arbeit, die er all die Jahre in den Veränderungsprozess gesteckt habe. Sein Dank galt auch Bischof Wiesemann für das ihm entgegengebrachte Vertrauen. „Ich freue mich auf eine gute und konstruktive Arbeit mit Ihnen, mit den Mitbrüdern im Domkapitel und mit Ihnen und Euch an den ganz unterschiedlichen Stellen“, so der neue Generalvikar.

Der Generalvikar als Trainer - Grußwort der Mitarbeitervertretung

Thomas Eschbach von der Mitarbeitervertretung des Bischöflichen Ordinariats (MAV) verglich in seinem Grußwort das Amt des Generalvikars mit dem eines Trainers. Einen guten Coach zeichne eine Reihe von Eigenschaften und Fähigkeiten aus. Entscheidend sei das Menschenbild des Trainers, der allen Teammitgliedern mit der Grundhaltung eines „Du bist ok“ begegne. Neben der fachlichen, methodischen und Führungskompetenz zählten Humor und gutes Zeitmanagement zu den wichtigen Fähigkeiten eines guten Trainers sowie Begeisterung für die Sache.

„Der Beitrag des Trainers ist wichtig – unbenommen – die Performance bestimmt sich aber im Wesentlichen auch aus dem Miteinander zwischen Trainer und Mannschaft“, betonte Eschbach. Verbunden mit der Hoffnung auf ein „konstruktives Miteinander für eine gelingende Zukunft im Bistum“ wünschte er dem neuen Generalvikar einen guten Start und „eine glückliche Hand bei allen Entscheidungen“.

Bischof Wiesemann und Generalvikar Sturm beim Friedensgruß

Als Dank, dass er das Amt des Generalvikars übernommen hat, überreichte Bischof Wiesemann Andreas Sturm am Ende des Gottesdienstes einen Rosenkranz, den er selbst als Jugendbischof bei einer Ministranten Wallfahrt in Rom von Papst Franziskus bekommen hatte. Bischof Wiesemann bekundete auch seinen Respekt und seinen Dank dem stellvertretenden Generalvikar, Domkapitular Josef Szuba, der mit großem Einsatz für Kontinuität im Amt gesorgt habe.

An den Gottesdienst schloß sich ein Umtrunk mit Gelegenheit zu persönlichen Begegnungen und Gesprächen in der Vorhalle des Domes an. Musikalisch wurde der Gottesdienst von der Schola gregoriana unter Leitung von Domkapellmeister Markus Melchiori gestaltet. Domorganist Markus Eichenlaub spielte die Orgel.

Unter den zahlreichen Gästen im vollbesetzten Dom waren neben den vielen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und Seelsorgern aus dem Bistum, auch Vertreter der katholischen Büros aus Mainz und Saarbrücken, der Generalvikar des Bistums Trier, Dr. Ulrich Graf von Plettenberg sowie die Eltern des neuen Generalvikars.

Begegnung mit dem neuen Generalvikar in der Vorhalle des Speyerer Domes

Andreas Sturm (43) stammt aus der Gemeinde St. Leodegar Gerolsheim, die zur Pfarrei Hl. Petrus Bobenheim-Roxheim gehört. Im Jahr 2002 wurde er zum Priester geweiht. Er wirkte als Kaplan in der Pfarrei St. Maria in Landau und als Jugendseelsorger für das Dekanat Landau. Im Jahr 2004 wechselte er als Referent für die Ministrantenseelsorge nach Speyer und wurde geistlicher Leiter des KJG-Diözesanverbandes. 2010 wurde er zum Diözesanpräses des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) gewählt und bekam die Leitung des bischöflichen Jugendamtes übertragen. Von 2005 bis 2014 wohnte Andreas Sturm in Burrweiler, half dort in der Seelsorge der Pfarreiengemeinschaft mit und betreute die Wallfahrt auf den Annaberg. Im Januar 2015 wurde er Pfarrer der Pfarreiengemeinschaft St. Ingbert mit sieben eigenständigen Pfarreien, seit 2016 leitet er die Pfarrei Heiliger Ingobertus in St. Ingbert. Im Juni 2016 wurde er zum Dekan des Dekanats Saarpfalz gewählt. Am 10. Juni 2018 ernannte ihn Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann zum Generalvikar.

Der Generalvikar hat im Aufbau der katholischen Kirche eine besondere Stellung: Er ist das „alter ego“ und damit wichtigster Mitarbeiter des Bischofs. Er steht an der Spitze des Bischöflichen Ordinariats und leitet die kirchliche Verwaltung.

Text: Bistum Speyer Foto: Klaus Landry

15.08.2018


Diözesanes Forum IX tagt am 24. und 25. August

Visionsprozess des Bistums und Satzungsentwurf der Diözesanversammlung als zentrale Themen – Informationen unter anderem zum Diözesankatholikentag 2019 und zur Entwicklung der Kirchenmitglieder und der Kirchensteuer

Ludwigshafen / Heinrich-Pesch-Haus - Am Freitag, den 24. August, beginnt um 18 Uhr im Heinrich-Pesch-Haus in Ludwigshafen das diözesane Forum IX des Bistums Speyer. Die Mitglieder beraten bis zum späten Samstagnachmittag über zentrale Fragen der Weiterentwicklung des Bistums Speyer. Die diözesanen Foren wurden als Beratungsgremien für den Prozess „Gemeindepastoral 2015“ eingerichtet und setzen sich aus den Mitgliedern des Allgemeinen Geistlichen Rats, des Priesterrats, des Diözesanpastoralrats und des Katholikenrats zusammen. Den Vorsitz führt Bischof Dr. Karl‐Heinz Wiesemann.

Am Freitagabend steht der geplante Visionsprozess des Bistums im Mittelpunkt. Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann hatte in seinem Hirtenbrief zur diesjährigen Fastenzeit angekündigt, dass eine Vision für das Bistum Speyer entwickelt werden soll. Sie soll einen Weg zeigen „von der innerkirchlichen Betriebsamkeit hin zur Unmittelbarkeit der Grenzerfahrungen, zur Gottesberührung und zur Menschennähe“. Bischof Wiesemann hatte geworben für eine Vision, die „die Sprengkraft der frohen Botschaft und der Revolution der Liebe in sich trägt“. Eine solche Vision könne nicht von oben verordnet werden, sondern baue sich von unten her auf.

Am Samstagvormittag geht es weiter mit Informationen zum aktuellen Sachstand in der Arbeitsgruppe „Gemeindebildung“, zur Diskussion um die Bildungshäuser, dem Diözesankatholikentag 2019 und der Entwicklung der Kirchenmitglieder und der Kirchensteuer.

Schwerpunkt der Beratung am zweiten Sitzungstag ist die Satzung für eine neu zu bildende Diözesanversammlung für das Bistum Speyer. Sie soll als synodales Beratungsgremium auf Diözesanebene die Themen und Anliegen der verschiedenen diözesanen Gremien zusammenführen und zugleich die Aufgaben des Diözesanpastoralrats wahrnehmen. Nach den guten Erfahrungen mit den diözesanen Foren war im Jahr 2015 beschlossen worden, das Beratungsformat „Diözesanes Forum“ nach Abschluss des Prozesses „Gemeindepastoral 2015“ zu verstetigen. Leitend ist dabei die Idee, den Diözesanpastoralrat durch eine neu zu schaffende Diözesanversammlung zu ersetzen, in der wie bisher der Priesterrat und der Katholikenrat zusammengefasst sind.

Zum Satzungsentwurf für die Diözesanversammlung konnten seit Februar Modifikationsanträge eingebracht werden. Sie werden beim diözesanen Forum im August beraten. Den Abschluss des Forums bildet eine Eucharistiefeier mit Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann.

Weitere Informationen und Unterlagen zum Forum: https://www.bistum-speyer.de/news/nachrichten/?no_cache=1&tx_ttnews%5Btt_news%5D=7445&cHash=f54b1c9389a5e924b1ba5ec33caee124

Bistum Speyer

10.08.2018


Erstmals exklusive Baustellenführung

Mitglieder des Dombauvereins besichtigen Baustelle am Vierungsturm des Doms

Dombaumeister Mario Colletto erklärt den Mitgliedern des Dombauvereins die Sanierungsmaßnahmen am Vierungsturm des Speyerer Domes.@Dombauverein Speyer e.V.

Speyer / Dom - Das Gerüst steht zum größten Teil – die Untersuchungen laufen und die nächste große Baumaßnahme wird bald beginnen: Der zuletzt in den 1960er Jahren sanierte Vierungsturm des Speyerer Domes steht erneut zur Sanierung an. An insgesamt drei Terminen gab es nun für rund 30 Mitglieder des Dombauvereins die exklusive Möglichkeit, unter Führung von Dombaumeister Mario Colletto die Baustelle in luftiger Höhe zu begehen und sich selbst ein Bild von den notwendigen Sanierungsmaßnahmen zu machen. Als „kleines Dankeschön“, so der Vorstandsvorsitzende des Dombauvereins, Dr. Gottfried Jung, der bei der zweiten Begehung mit dabei war. Mit ihrem Mitgliedsbeitrag unterstützen die Vereinsmitglieder die laufenden Restaurierungsmaßnahmen am Dom. Die Kosten für die Sanierung des Vierungsturms schätzt Dombaumeister Maria Colletto auf 700.000 Euro.

Auch an einem so großen Gebäude wie dem Dom hinterlässt die Witterung über Jahrzehnte und zum Teil über Jahrhunderte hinweg ihre Spuren. So ist besonders die Südwestseite des Vierungsturms als „Wetterseite“ von Schäden betroffen, erläuterte Dombaumeister Colletto. Aber auch die Sanierungsmaßnahmen früherer Zeiten haben dem Vierungsturm nicht immer nur gut getan. So besteht die Oberfläche teilweise aus einer Mischung verschiedenster Baustoffe – nicht alle davon historisch. Dabei verfügen die alten Materialien über eine längere Lebensdauer als die neuen, so der Dombaumeister. Für ihn kommt es bei der Sanierung darauf an, sich auf alte Fertigkeiten zu besinnen und mit ihrer Hilfe das Bauwerk mindestens für die nächsten Jahrzehnte zu sichern.

Die Mitglieder des Vereins, die einen der begehrten Plätze für die erstmals in dieser Form angebotenen Baustellenführungen ergattert hatten, verfolgten interessiert die Ausführungen des Dombaumeisters. Dann und wann ließen sie die Blicke auch über die Umgebung schweifen, die man aus dieser Höhe sonst nicht zu sehen bekommt: Das Gerüst am Vierungsturm befindet sich in 40 Metern Höhe. Dorthin gelangte die kleine Truppe mit einem Baustellenaufzug. Besondere Bedingungen, die eine kurze Einweisung und eine Beschränkung der Teilnehmerzahl notwendig machten. Aus Sicherheitsgründen war die Gruppengröße auf zehn Teilnehmer limitiert und für alle Termine hatte es lange Wartelisten gegeben. „Das Angebot der Baustellenbegehung soll zum einen Wertschätzung gegenüber der Unterstützung durch unserer Mitgliedschaft zum Ausdruck bringen, als auch die Attraktivität einer Vereinsmitgliedschaft deutlich machen“, so der Vorstandsvorsitzende Dr. Jung.

Rund eine Million Euro werden jährlich für den Erhalt des Kaiserdoms aufgewendet. Der Dombauverein trug dazu zuletzt 140.000 Euro bei. Der Löwenanteil dieses Betrags stammt aus den Mitgliedsbeiträgen. Hinzu kommen Verkaufserlöse und Spenden.

Text:  Bistum Speyer Foto: Dombauverein Speyer e.V.

10.08.2018


Verschiedenheit wertschätzen

Bistum Speyer geht mit neuer Initiative auf homosexuelle Frauen und Männer zu – Diskriminierung und Vorurteile sollen überwunden werden – Ähnliche Angebote in vielen deutschen Bistümern

Speyer - Mit dem Angebot zu Gesprächen und persönlicher Begleitung geht das Bistum Speyer auf homosexuelle Frauen und Männer zu. „Alle Menschen haben ein Recht auf Toleranz und Wertschätzung. Wir wollen erreichen, dass homosexuelle Menschen sich auch in Gemeinden, kirchlichen Gruppen und Verbänden zuhause fühlen“, erläutern Monika Kreiner und Axel Ochsenreither das Ziel der Initiative, zu dem das Bischöfliche Ordinariat ein neues Faltblatt herausgegeben hat.

Die beiden Pastoralreferenten wollen durch Gespräche und persönliche Begleitung dazu beitragen, Vorurteile abzubauen, Diskriminierung zu verhindern und dem Thema in der Kirche „ein Gesicht und eine Stimme“ zu geben. Denn vielfach sei die Lebenssituation von homosexuellen Frauen und Männern noch immer von Abwertung und Zurücksetzung bestimmt. Papst Franziskus habe in seiner Enzyklika „Amoris laetitia“ dazu ermutigt, die Wirklichkeit und damit den ganzen Menschen zu sehen. „Es ist verletzend und wird der Würde eines Menschen nicht gerecht, wenn man ihn auf seine sexuelle Orientierung reduziert“, betonen Monika Kreiner und Axel Ochsenreither. Das bedeute auch, sich der verschiedenen Lebensformen bewusst zu werden und offen für die Anliegen und Erfahrungen homosexueller Frauen und Männer zu sein. Die meisten deutschen Bistümer haben in den vergangenen Jahren ähnliche Initiativen gestartet. „Dabei geht es nicht um ein neues Spezialangebot, sondern um die Einladung an homosexuelle Frauen und Männer, an den ganz normalen kirchlichen Veranstaltungen, an Gottesdiensten, Pfarrfesten und ähnlichem teilzunehmen.“

Die Initiative richtet sich an homosexuelle Frauen und Männer und steht auf Wunsch auch Eltern und Angehörigen offen. Sie können direkt mit Monika Kreiner(Referat Frauenseelsorge) oder Axel Ochsenreither (Referat Männerseelsorge) Kontakt aufnehmen, die beide auch für persönliche Gespräche zur Verfügung stehen. Auf Wunsch vermitteln sie auch Seelsorgerinnen und Seelsorger vor Ort als Gesprächspartner oder zur persönlichen Begleitung. Für alle Gespräche gilt der Grundsatz der Vertraulichkeit.

Kontakt:

Monika Kreiner
Bischöfliches Ordinariat
Frauenseelsorge im Bistum Speyer
Webergasse 11, Speyer
Telefon: 06232 / 102-202
E-Mail: monika.kreiner@bistum-speyer.de

Axel Ochsenreither
Bischöfliches Ordinariat
Männerseelsorge im Bistum Speyer
Webergasse 11, Speyer
Telefon: 06232 / 102-312
E-Mail: axel.ochsenreither@bistum-speyer.de

Bistum Speyer

10.08.2018


Mythen des Pfälzer Rheins

KulTour on Board der Pfälzerland

Speyer - Am Mittwoch, 12. September, von 18.30 bis 22.00 Uhr, gibt es eine launige musikalisch-literarische Reise auf dem Fahrgastschiff Pfälzerland, zu der die Katholische Erwachsenenbildung Diözese Speyer einlädt. Der Autor und Verleger Ulrich Wellhöfer und der Musiker Christoph Krzeslack begeben sich mit den Fahrgästen auf eine Reise zu den Untiefen des Altrheins, ins Getümmel der Fährmänner, Gaukler und einfachen Leute, deren Leben von den Launen des Stroms geprägt war.

Im Zentrum der heiter-besinnlichen Reise stehen die großen Pfälzer Literaten Willy Gutting und Lina Sommer sowie der Pfälzer Sagenschatz, den Friedrich Wilhelm Hebel gesammelt und 1912 in seinem Pfälzischen Sagenbuch herausgebracht hat. Dazu gibt es zwischen den Blöcken mit Literatur und Musik ein lukullisches Büfett mit Genüssen aus der Küche des Pfälzer Hofes in Römerberg-Mechtersheim.

Weitere Informationen gibt es bei der Katholischen Erwachsenenbildung Diözese Speyer, Große Pfaffengasse 13,Tel. 06232 / 102 180, email: keb@bistum-speyer.de, Karten zu 35,00 €  in der Osianderschen Buchhandlung Speyer, Wormser Straße 2, Tel. 06232 / 60540.

Bistum Speyer

10.08.2018


Neue Organisten- und Chorleiterkurse

Das Bischöfliche Kirchenmusikalische Institut (BKI) im Bistum Speyer bietet Ausbildung in Speyer, Landau, Kaiserslautern und St. Ingbert an – Einzelunterricht auch in anderen Orten – Aufnahmeprüfung am 19. September

Speyer - Das Bischöfliche Kirchenmusikalische Institut (BKI) im Bistum Speyer mit Unterrichtsorten in Speyer, Landau, Kaiserslautern und St. Ingbert bietet wieder diverse musikalische Ausbildungskurse an.

Im „Grundkurs“ kann das Klavierspiel erlernt werden; Grundkenntnisse für das Orgelspiel im Gottesdienst können erworben werden. Hierfür ist keine Aufnahmeprüfung erforderlich.
Der „C-Kurs“ steht Hobby-Musikern mit bereits soliden Klavierspielfähigkeiten offen und dient der Ausbildung zum/zur nebenamtlichen Organist/in und/oder Chorleiter/in. Für die Dauer von drei Jahren werden samstags im Gruppenunterricht Fächer wie Chorleitung, Gehörbildung und Musiktheorie unterrichtet. Der Einzelunterricht in Orgel, Klavier und Gesang findet nach Absprache unter der Woche statt. Darüber hinaus bietet das BKI den „D-Kurs“ an, der mit deutlich geringerem Zeitaufwand absolviert werden kann.

Das Einstiegsalter für den Grundkurs liegt bei 12 Jahren, für die D- und C-Kurse jeweils bei 13 Jahren und sie stehen auch Erwachsenen jeden Alters offen. Die Aufnahmeprüfung für die D- und C-Kurse findet am 19. September um 15 Uhr im Haus der Kirchenmusik in Speyer statt. Alle Kurse beginnen ab November 2018.

Weitere Unterrichtsorte für den Einzelunterricht sind Neustadt, Ludwigshafen-Rheingönheim, Zweibrücken, Pirmasens, Dahn, Blieskastel, Rheinzabern und Weisenheim am Sand.

Weitere Auskünfte:

Sekretariat Abteilung Kirchenmusik
Bürozeiten: Montag bis Freitag 9.00-12.00 Uhr
Telefon: 06232/10093-20
E-Mail: kirchenmusik@bistum-speyer.de
Homepage: www.kirchenmusik-bistum-speyer.de

Bistum Speyer

08.08.2018


A, B, C – katholisch. Mit religiösen Fragen durch das neue Schuljahr

Schulabteilung des Bistums Speyer bietet Pädagogen und Schulen vielseitiges Angebot an Fort- und Weiterbildungen sowie Projekten

Speyer - In blau-weißem Bistumslook und mit über 100 Angeboten, so präsentiert sich der zum neuen Schuljahr herausgegeben Kalender „Schule und Kirche“ der Hauptabteilung Schulen, Hochschulen, Bildung im Bistum Speyer. Er wurde an alle Schulen im Bistumsgebiet versandt. Denn auch für das neue Schuljahr bietet die Bischöfliche Schulabteilung Schulen und Pädagogen im Bistumsgebiet einen großen Reigen an Fort- und Weiterbildung sowie Projekten an.

Neu ist ein Angebot der Schulpastoral mit einem weiterführenden Kurs „Krisenseelsorge“ sowie spirituelle Tage für Lehrerinnen und Lehrer. Diese sind möglich durch die erweiterte Kooperation mit dem Zentrum für Ignatianische Pädagogik (ZIP) mit den Jesuiten in Ludwigshafen.

Auch in der Sexualerziehung wurde das Angebot inhaltlich erweitert: Außer kostenfreien Schulstunden und gestaltpädagogischen Work-Shops gibt es nun auch die speziell auf Grundschule ausgerichtete „KörperWunderWerkstatt“.

Den Start aller Veranstaltungen macht die Religionspädagogik: Bei einem großen Tag der Religionslehrer treffen diese am 24. August Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann zur Frage, was ist „guter Unterricht“. Durch das gesamte Schuljahr stehen theologische und religiöse Themen zur Lehrerfortbildung an: „Bilderbücher zu Fragen des Lebens“, neue Methoden für den kompetenzorientierten Unterricht und entwicklungspsychologisch ausgerichtete Materialien wie „Hoffnungsspuren entdecken“. Für alle Schularten bietet die Schulabteilung Jahrestagungen als Berufsgruppentreffen der katholischen Religionslehrer an.

Eine neue Kooperation ist mit den evangelischen Religionspädagogen im Aufbau zur „GodlyPlay“ Methode. Bereits jetzt ist auch eine Anmeldung zur Religionspädagogischen Woche in Frankreich möglich, in der sich die Teilnehmer intensiv auf die Psalmen einlassen.

Weitere Angebote bestehen in den Bereichen Globales Lernen, wo man zur Fairtrade-Schule werden kann, in der Allgemeinen Pädagogik zur respektvollen Auseinandersetzung mit Schülern und in der Medienethik zum Filmen und digitalen Unterrichten.

Die Schülerprojekte an außerschulischen Lernorten sind bereits Teil des bewährten Programms: Im Saar-Pfalz-Kreis können Schülergruppen das ehemalige Kloster Wörschweiler erleben. An den Schülertagen sind Oberstufenschüler nach Speyer zu einem Tag „Meine Diözese“ eingeladen, für den Januartermin 2019 können Lehrer ihre Gruppen umgehend anmelden.

Alle weiteren Informationen und Anmeldungsformulare finden sich auf der Homepage:

im Kalender „Schule und Kirche“ zum Download (https://www.bistum-speyer.de/fileadmin/user_upload/1-0-0/Hauptabteilung_II/Downloads/Kreusch/2018_02.pdf)

oder zur direkten Online-Info: https://www.bistum-speyer.de/erziehung-schule-bildung/angebote-fuer-schulen/fortbildungen-fuer-schulen/

Der Kalender kann zugesandt werden:

Bischöfliches Ordinariat Speyer

HA II Schulen, Hochschulen und Bildung

Gr. Pfaffengasse 13,67346 Speyer

Tel. 06232-102-121,ru-fortbildung@bistum-speyer.de

Bistum Speyer

03.08.2018


Terminkalender des Bistums Speyer im August 2018

  • 21.8. 10 Uhr letzter Wallfahrtsgottesdienst des Sommers auf dem Annaberg bei Burrweiler mit Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann.
  • 22.8. Verabschiedung von Prälat Dr. Peter Prassel, dem Leiter des Katholischen Büros im Saarland mit Sitz in Saarbrücken.
  • 22.8. Ab 7.30 Uhr, 10. Fußwallfahrt für Bundeswehrangehörige; Startpunkt ist die Südpfalz Kaserne Germersheim, Ziel das Schönstattzentrum Marienpfalz in Herxheim. Organisiert wird die Wallfahrt, bei der für das Caritas-Zentrum Germersheim gesammelt wird, von der katholischen Militärseelsorge Bruchsal.
  • 23.8. BDKJ-Tourbus Polli macht Station am Mainzer Landtag.
  • 24.8. Tag der Religionslehrer/innen im Bistum Speyer. 9.30 Uhr Gottesdienst mit Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann im Speyerer Dom. Anschließend weiteres Programm im Bischöflichen Priesterseminar St. German in Speyer.
  • 24.8. Nächtliche ökumenische Kirchentour durch vier Kirchen in Speyer: 18 bis 18:45 Uhr Gedächtniskirche; 19 bis 19:45 Uhr, Josephskirche mit Pause (Getränke und Brezeln); 20:30 bis 21:15 Uhr, Dreifaltigkeitskirche; 21:30  bis 22:15 Uhr Abschluss im Dom mit anschließendem Umtrunk in der Vorhalle
  • 24. – 25.8. IX. Diözesanes Forum des Bistums Speyer im Heinrich Pesch Haus in Ludwigshafen.
  • 24. – 26.8.„Werkstatt Biblische Erzählfiguren“ – Herstellung und Einsatz in der Gemeinde. Veranstaltung im Kloster Neustadt, Waldstr. 145 in Neustadt. Teil 2: Tagesveranstaltung am 22. September 2018
  • 29.8. 10.30 Uhr Pressekonferenz des Dombauvereins Speyer zur Vorstellung des Dombrotes im Haus Domplatz 3 (Blauer Salon) in Speyer.
  • 29.8. 15 Uhr Fortbildung für Religionslehrer der Sekundarstufe I zum Thema „Neue Übe- und Wiederholungsmethoden für den kompetenzorientierten Religionsunterricht“ in der Religionspädagogischen Arbeitsstelle Landau, Moltkestr. 9.
  • 31.8. 50 Jahre „Ökumenisches Gemeinschaftswerk Pfalz“, 10 Uhr Festveranstaltung in der Stadthalle Landstuhl mit Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann.
  • 31.8. 18 Uhr Firmung durch Weihbischof Otto Georgens in Wörth.

Bistum Speyer

26.07.2018


Auf dem Rad quer durch Europa

Christoph Fuhrbach, Referent für Weltkirche im Bistum Speyer, nimmt zum zweiten Mal am Transcontinental Race teil – Werbung für Engagement von Renovabis, den ökumenischen Prozess und die Klima-Kollekte

Christoph Fuhrbach startet am 29. Juli zum Transcontinental Race (TRC) und wirbt für Renovabis, den ökumenischen Prozess und die Klima-Kollekte Foto: privat

Speyer/ Geraardsbergen - Am Abend des 29. Juli macht sich Christoph Fuhrbach, Weltkirche-Referent im Bistum Speyer und erfahrener Ausdauersportler, wieder auf einen langen Weg – mit dem Fahrrad von Belgien über Frankreich, Luxemburg, Deutschland , Österreich, Italien, Slowenien, Tschechien, Ungarn, Kroatien, Bosnien-Herzegowina, Montenegro, Albanien bis nach Griechenland. Mit der Startnummer 146 nimmt er am fast 4000 Kilometer langen „Transcontinental Race (TRC)“ teil. Es ist eines der härtesten Ultraradrennen, bei dem die Radlerinnen und Radler ohne Unterstützung fahren. Sie sind ganz auf sich allein gestellt - kein Teambus, keine Wasserholer begleiten sie.

Christoph Fuhrbach, der in Neustadt/Weinstr. wohnt, reizt bei dem Rennen nicht allein die sportliche Herausforderung und das Abenteuer, auch wenn er gerne in die TOP 10 fahren würde. „Meine noch wichtigeren Ziele sind, dass ich auf Organisationen und Initiativen hinweise, die ich für wichtig und unterstützenswert halte“, erklärt er. Die Logos dazu sind auf seinem Trikot zu sehen.

Das ist zum einen das Osteuropa Hilfswerk der katholischen Kirche in Deutschland Renovabis. „Durch Renovabis wurde mir der Osten unseres Kontinents in den letzten Jahren deutlich näher gebracht. Ich finde es sehr wichtig, als Westeuropäer den Osten meines Heimatkontinents besser zu verstehen. Denn nur so kann es eine gute Einheit Europas geben, die wiederum Voraussetzung dafür ist, dass Europa eine Vorreiterrolle für eine solidarischere und nachhaltigere EINE Welt einnehmen kann“,  sagt Fuhrbach. Auf www.renobavis.de wird das Hilfswerk über die Tour von ihm berichten.

Ein zweites Anliegen ist für den Sportler und Theologen die Werbung für den Ökumenischen Prozess. Unter dem Leitwort „Umkehr zum Leben“ geht es darum, sich angesichts von Klimawandel, Verlust von Biodiversität und weiteren globalen Herausforderungen für einen an Nachhaltigkeit orientierten Lebensstil einzusetzen – mit allen damit verbundenen Veränderungen in Kirche, Gesellschaft, Wirtschaft und Politik. Informationen dazu bietet die Webseite www.umkehr-zum-leben.de.

Unterwegs ist Christoph Fuhrbach außerdem für die Kampagne Klima-Kollekte, die konkret helfen möchte, klimafreundlich zu leben, durch Vermeidung, Reduzierung und Kompensierung aller klimaschädlicher Gase. Informationen dazu findet man unter www.klima-kollekte.de. Als Zeichen für seine fast 20-jährige Tätigkeit für das Bistum Speyer, ist auf seinem Trikot auch das Logo des Bistums zu finden.

Über seine Erfahrungen beim Transcontinental Race wird Christoph Fuhrbach auf seinem Blog https://voll-das-leben.net berichten.

Alle Informationen zu dem Rennen und den jeweils aktuellen Stand des Rennens findet man unter www.transcontinental.cc. Über einen GPS-Sender, den die Fahrer an ihrem Rad montiert haben, lässt sich der jeweilige Standort der Sportler ermitteln. Beim Transcontinental Race planen die Radfahrerinnen und Radfahrer ihre Route selbst. Da sie ohne Unterstützung von außen unterwegs sind, müssen sie sich selbst um Verpflegung und Unterkunft kümmern. Im Rahmen der Tour müssen sie vier Kontrollpunkte anfahren. Start ist am 29. Juli um 22 Uhr im belgischen Geraadsbergen. Zielort sind die Metéora-Klöster in Griechenland,  die Fuhrbach zehn Tage nach dem Start erreicht haben möchte.

Text: Bistum Speyer Foto: Privat

24.07.2018


Horst Christill wird neuer Dekanatskantor für das Dekanat Landau

Bisher Kirchenmusiker am Dom zu Wetzlar – Gebürtiger Pfälzer ist zugleich als Komponist geistlicher Werke und Neuer Geistlicher Lieder tätig

Horst Christill wird neuer Dekanatskantor für das Dekanat Landau

Landau - Die Landauer Pfarrei Mariä Himmelfahrt und das Dekanat Landau können sich auf einen neuen Dekanatskantor freuen: Zum 1. Januar 2019 tritt Horst Christill seinen Dienst als Kirchenmusiker an der Landauer Marienkirche an, der zweitgrößten Kirche des Bistums Speyer, die mit der berühmten Steinmeyer-Orgel zudem eine kirchenmusikalische Kostbarkeit enthält. Am Amt des Dekanatskantors reizt ihn die Vielseitigkeit: Zusätzlich zur Verantwortung für die Kirchenmusik an der Marienkirche und in der Pfarrei Mariä Himmelfahrt wird die Betreuung der Chöre und kirchenmusikalischen Ensembles im Dekanat Landau sowie die Nachwuchsförderung und die Unterrichtstätigkeit als Dozent zu seinen Aufgaben zählen. Auf Ebene des Bistums wird ihm zudem die Aufgabe eines Beauftragten für den Bereich „Neues Geistliches Lied, Popularmusik und Lobpreis“ übertragen.

Horst Christill am Flügel

Horst Christills Ursprünge liegen in der Pfalz. 1959 in Annweiler am Trifels geboren, begann er 1976 an der Musikhochschule des Saarlandes in Saarbrücken sein Musikstudium im Fach Musikerziehung mit dem Hauptfach Klavier und schloss dieses 1980 mit der staatlichen Musiklehrerprüfung ab. Ein Aufbaustudium bei Prof. Robert Leonardy führte ihn 1983 zur erfolgreichen Konzertreifeprüfung im Fach Klavier. Noch im selben Jahr begann Horst Christill sein Studium der Kirchenmusik mit dem Hauptfach Orgel bei Prof. André Luy, das er 1986 mit dem B-Kirchenmusikexamen in Saarbrücken beendete. 1987 besuchte er die Johannes Gutenberg Universität in Mainz und schloss 1988 sein Kirchenmusikstudium bei Prof. Stadtmüller mit dem A-Kirchenmusikexamen ab.

Horst Christill beim Dirigieren

Im Jahre1989 trat Horst Christill als Kirchenmusiker in den Dienst des Bistum Limburgs. Seit 1996 ist er als Kirchenmusiker am Dom zu Wetzlar tätig. Zudem komponierte er mehrere kleine Messen zum liturgischen Gebrauch, eine Weihnachtskantate, ein Musical für Kinderchor und zahlreiche neue geistliche Lieder, häufig zu Texten von Eugen Eckert. Seine jüngste große Komposition ist das „Wetzlarer Requiem“ aus dem Jahr 2015. Von Kritikern als „monumentales Werk gegen Krieg und Gewalt“ gewürdigt, behandelt das Requiem die Zerstörung des Doms zu Wetzlar, der im März 1945 bei einem Luftangriff von einer Fliegerbombe getroffen wurde. Im Mai 2017 dirigierte Horst Christill auf Einladung der Präfektur Shimane Matsue das Eröffnungskonzert des Classic Music Festivals in Matsue in Japan. Seit den 90er-Jahren wirkt Horst Christill in der Band Habakuk mit.

Im Amt des Dekanatskantors für das Dekanat Landau folgt er auf den gebürtigen Niederrheiner Christian Schmitz, der nach sechs Jahren in der Südpfalz Anfang Juli dieses Jahres auf eine Kantorenstelle in Mönchengladbach im Bistum Aachen gewechselt ist. Im Unterschied zu Christian Schmitz, der die Kirchenmusik sowohl im Dekanat Landau als auch im Dekanat Germersheim betreute, wird Horst Christill ausschließlich für die Kirchenmusik im Dekanat Landau verantwortlich sein. „Für das Dekanat Germersheim wird eine eigene Stelle geschaffen. Sie wird im kommenden Jahr mit einem Dekanatskantor für das Dekanat Germersheim erstmals besetzt werden“, informiert Diözesankirchenmusikdirektor Markus Eichenlaub.

Bistum Speyer

24.07.2018


Bistum Speyer veröffentlicht Kirchenstatistik für das Jahr 2017

Rückgang bei Gesamtzahl der Katholiken – Rund 41.000 Kirchenmitglieder besuchen sonntags den Gottesdienst

Speyer - Das Bistum Speyer hat die Kirchenstatistik für das Jahr 2017 veröffentlicht. Die Zahlen stehen auf der Internetseite des Bistums Speyer zur Ansicht bereit. Es handelt sich um die Gesamtzahlen für das Bistum wie auch die Kennzahlen für das kirchliche Leben in den zehn Dekanaten des Bistums.

Das Bistum Speyer zählte zum Jahresende 2017 insgesamt 527.950 Katholikinnen und Katholiken. Das bedeutet gegenüber dem Vorjahr einen Rückgang von rund 9.500 Gläubigen. „Wir nehmen diese Entwicklung realistisch wahr, gleichzeitig wollen wir durch eine zugewandte Seelsorge und eine Verkündigung auf Höhe der aktuellen Fragen und Herausforderungen deutlich machen, dass der christliche Glaube eine positive Perspektive bereithält, für das persönliche Leben ebenso wie für die Gesellschaft insgesamt“, erklärt Generalvikar Andreas Sturm.

Rund 41.000 Kirchenmitglieder besuchten sonntags einen Gottesdienst. Das entspricht einem Anteil von knapp acht Prozent aller Gläubigen. Leicht zugenommen hat die Zahl der Bestattungen (6.433). Bei der Zahl der Taufen (3.301), der Erstkommunionkinder (3.565), der Firmlinge (1.896) und der Trauungen (867) ist hingegen eine leicht rückläufige Entwicklung festzustellen. Die Zahl der Kirchenaustritte lag bei rund 4.200 im vergangenen Jahr. Demgegenüber hat sich die Zahl der Kircheneintritte leicht nach oben bewegt (223), was vor allem auf eine höhere Zahl von Wiederaufnahmen (161) zurückzuführen ist.

Die Zahl der Gläubigen in den einzelnen Pfarreien bewegt sich in einer Spanne zwischen 1.966 in der Pfarrei Heiliger Franz Xaver in Lauterecken bis zu 16.387 in der Pfarrei Pax Christi in Speyer. Zum Jahresende 2017 waren 154 Diözesanpriester, 44 Diakone, 114 Pastoralreferentinnen und Pastoralreferenten sowie 122 Gemeindereferentinnen und Gemeindereferenten in der Seelsorge des Bistums Speyer tätig.

Weitere Informationen zur Statistik des Bistums Speyer: https://www.bistum-speyer.de/bistum-speyer/zahlen-und-statistik/

Informationen zur Entwicklung des kirchlichen Lebens im Jahr 2017 in den 27 deutschen Bistümern insgesamt finden Sie auf der Internetseite der Deutschen Bischofskonferenz (www.dbk.de).

Text: Bistum Speyer Foto: Speyer 24/7 News, dak

20.07.2018


Chawwerusch Theater zu Gast in Speyer

Katholische Erwachsenenbildung lädt zur Aufführung des aktuellen Stücks „Kleine Frau - was nun?“ ein

Speyer - Am Donnerstag, 23. August, 20 Uhr, gastiert das Chawwerusch Theater Herxheim auf Einladung der Katholischen Erwachsenenbildung Diözese Speyer in der Aula des Nikolaus-von-Weis-Gymnasiums in Speyer.

Gespielt wird die aktuelle Produktion „Kleine Frau - was nun?“, die am 7. Juni Premiere auf dem Hambacher Schloss feierte.  Zum Inhalt: „Im Schicksalsjahr 1918 kommt Luise, ein Fräulein aus der Provinz in die Großstadt Berlin. Sie gerät auf der Straße zwischen die Fronten politischer Auseinandersetzungen und erlebt den Anfang der deutschen Demokratie. Luise darf als Frau erstmals wählen gehen, lernt unterschiedliche Positionen kennen und entdeckt schließlich eine gewisse Sympathie für soziale Ideen.“

Informationen und Karten (18,00 €, ermäßigt 13,00 €) gibt es bei der Katholischen Erwachsenenbildung Diözese Speyer, Große Pfaffengasse 13,Tel. 06232 / 102 180, email: keb@bistum-speyer.de und in der Osianderschen Buchhandlung Speyer, Wormser Straße 2, Tel. 06232 / 60540.

Bistum Speyer

19.07.2018


Paar mit Kleintrecker hat Lourdes erreicht / Auf der Rückfahrt machten Sie Halt in Speyer

Dirk Friedrich und Bettina Gebert sind am Ziel. Von Bad Belzig ging es in 58 Tagen in den Wallfahrtsort Lourdes. Eine Tour, bei der es manches Abenteuer zu bestehen gab.

Von Johanna Uminski

Dirk Friedrich und Bettina Gebert aus Bad Belzig mit Kleintrecker unterwegs nach Frankreich: in Lourdes vor der Wallfahrtsbasilika und auf der Brücke über die Gave. Foto: Johanna Uminski

Bad Belzig / Lourdes (Frankreich) / Speyer - 58 Tage und 1800 Kilometer später haben es Dirk Friedrich und Bettina Gebert geschafft. Sie sind im südfranzösischen Wallfahrtort Lourdes angekommen. Viele Strapazen und Schwierigkeiten haben die beiden Bad Belziger überstanden und überwunden. Doch mindestens genauso viele wundervolle Begegnungen und Eindrücke haben sie auf ihrer außergewöhnlichen Pilgerfahrt erlebt und genossen.

Am Ostersonntag hatten sie sich nach dem Segen des katholischen Pfarrers Burkhard Stegemann von Bad Belzig aus mit ihrem Kleintrecker samt Hund und Anhänger in Richtung Frankreich auf den Weg. Nach ihrem Aufenthalt in Lourdes zieht das Pärchen nun weiter und erst später Heim.

Dirk Friedrich und Bettina Gebert wissen indes gar nicht so recht, wo sie zuerst anfangen sollen. Viele Eindrücke und Erlebtes schwirren in ihren Köpfen und sie haben Schwierigkeiten sich zu erinnern, wo sie am vorherigen Tag waren.

Pause hinter traumhafter Kulisse:Auf ihrer Pilgerreise übernachteten die beiden vor dem Festungsturm in Montcuq (Südfrankreich). Foto: Privat

„Das ist erstaunlich, aber diese Art des Reisens füllt den Kopf doch unheimlich und lässt gar nicht viel Platz für das, was gestern war“, sagt Dirk Friedrich. Vor allem die Begegnung mit den verschiedenen Menschen auf ihren Weg hat das Pärchen beeindruckt.

Dirk Friedrich erzählt von der Platzhalterin aus dem Harz, die sich mit Tränen in den Augen bei der Abfahrt der Bad Belziger verabschiedete und sagte, sie würde gerne anders leben, so wie die beiden Reisenden.

Oder vom Moldawier Jury, der seit Monaten am Seeufer in seinem Auto kampiert in der Nähe von Nancy (Frankreich). „Er geht nur arbeiten, kehrt abends zu seinem Auto zurück und gestand mir abends mit Wodka schwerer Zunge, dass er doch so gerne leben würde wie wir“, erzählt der Bad Belziger.

Bettina Gebert hält selbst gerne vieles in Bildern fest. Foto: Speyer 24/7 News, dak

Die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft der Menschen, die sie auf ihren Weg getroffen haben, waren enorm. Eine Frau bestand darauf, dass sie einen großen Sack Äpfel mitnehmen, obwohl sie keinen Platz in ihrem Vehikel haben. „Aber sie sagte, dass wir sie mitnehmen müssen, weil Äpfel so gesund sind“, sagt Bettina Gebert.

Beeindruckendes Erlebnis

Auf dem ersten Rastplatz in Frankreich trafen sie auf einen beeindruckenden Einheimischen. „Als wir dort ankamen, war so manches am Trecker kaputt und er fuhr herum, besorgte alles, was für die Reparatur benötigt wurde. „Er war überaus freundlich und lieb, umarmte uns und sagt, dass wir doch alle Brüder sind“, beschreibt der 50-Jährige dieses besondere Erlebnis. Sein Geburtstag wurde ebenfalls unterwegs gefeiert.

Einfach war die Reise nicht immer, vor allem nicht als sie in den Bergen mit ihrem Trecker, übernachteten. „Wie aus dem Nichts erschien ein Gewitter, mit so dichten Blitzen wie ich es noch nie zuvor gesehen habe“, beschreibt der Bad Belziger dieses beängstigende Erlebnis.

Die Wetterverhältnisse haben letztendlich auch dafür gesorgt, dass sie schneller am Ziel angekommen sind als sie geplant haben. „Regen, Feuchtigkeit, Nässe und Kühle können doch ein Sklavenantreiber sein“, sagen die beiden Bad Belziger.

Dirk Friedrich nachdem er sich den Pilgerstempel im Dom geholt hat. Foto: Speyer 24/7 News, dak

Nahezu jeden zweiten Tag habe es in Frankreich geregnet. Leider auch bei der Ankunft in Lourdes, so dass sie auf den letzten Kilometern den schlechtesten Weg zurücklegen mussten. „Wir waren mehr als enttäuscht, und wir waren mehr damit beschäftigt den Weg zum Campingplatz zu finden als uns über andere Sachen Gedanken machen zu können“, beschreiben die Bad Belziger diesen Moment, den sich beide schöner vorgestellt hatten.

Nicht immer konnte das Pärchen auf abgelegenen und sicheren Wegen reisen. „Auf der Autobahn und über Serpentinen zu fahren, ist immer gefährlich“, sagt Dirk Friedrich. Doch auch das haben sie gemeistert. Während der Tour musste das Pärchen mit einem ganz anderen Problem fertig werden. „Das enge Aufeinanderleben zu ertragen, das ist schwierig“, sagt Dirk Friedrich.

Nie ans Aufgeben gedacht

Bettina Gebert und Dirk Friedrich vor dem Speyerer Dom und neben ihrem treuen Reisegefährt. Foto: Speyer 24/7 News, dak

Er hat immerhin seinen Hausmeisterservice als Geschäft in der Heimat für das Abenteuer aufgegeben. An Aufgeben haben die Bad Belziger nie gedacht, wie sie beteuern:. „Wir sind beide Menschen, die der Philosophie anhängen, dass Schwierigkeiten zum Leben gehören.“

Dirk Friedrich und Bettina Gebert nutzen daher diese wertvolle Zeit und reisen noch durch Frankreich, bevor sie nach Deutschland zurückkehren. „Wir werden zurückkehren und wenn wir den Trecker schieben müssen“, sagen beide und lachen.

Wir haben das Paar auf ihrer Rückreise zufällig vor dem Speyerer Dom getroffen. Dort haben Sie sich natürlich auch den Pilgerstempel geholt und wir hatten Gelegenheit uns kurz mit beiden zu unterhalten. Ein wirklich schönes Zusammentreffen und wir wünschen beiden eine gute Heimfahrt und alles Gute.

Foto: Siehe Text für Quellangaben.

18.07.2018


Der Dom als Wallfahrtsort

Betrachtung zum Weltpilgertag am 22. Juli

Pilgerausweis mit Stempel

Speyer - Der Dom zu Speyer ist die bedeutendste Wallfahrtskirche des Bistums. Hauptpatronin des Doms ist die heilige Gottesmutter Maria. Bereits die merowingische Vorgängerkirche, vermutlich an gleicher Stelle wie der heutige Dom, stand unter ihrem Schutz. Hochfest der Kathedrale und Wallfahrtstag ist Mariä Himmelfahrt am 15. August.

Geschichte der Domwallfahrt

Im Mittelalter gehörte der Dom zu den bedeutendsten Wallfahrtsorten des Reiches. Die Menschen kamen, um von der Mutter Gottes Fürsprache und Hilfe zu erbitten. Das ursprüngliche Gnadenbild, das noch in salischer Zeit aufgestellt wurde, war eine thronende vergoldete Madonna. Vor ihr soll Bernhard von Clairvaux, der große Zisterzienserabt und Heilige, an Weihnachten 1146 dem „Salve Regina” die drei Anrufungen „o clemens, o pia, o dulcis virgo Maria” angefügt haben.

Zu Beginn des 14. Jahrhunderts wurde das romanische Bild durch eine stehende Madonna in gotischer Formgebung ersetzt. Als wundertätiges Gnadenbild hochverehrt und mit Weihegaben reich beschenkt, zog sie über Jahrhunderte hinweg Pilger aus allen Ständen und Ländern nach Speyer. Wie durch ein Wunder überstand die Statue den Dombrand 1689. Doch ein Jahrhundert später, im Januar 1794, wurde sie mit dem ganzen Inventar des Domes von französischen Revolutionstruppen verbrannt und die Wallfahrt erlosch. Eine Nachbildung des alten Wallfahrtsbildes blieb mit der 1777 von Joachim Günther geschaffenen Madonna, die bis 1856 die Westkuppel zierte. Sie ist im Kaisersaal des Domes erhalten.
Das heutige Gnadenbild der Mutter Gottes wurde 1930 anlässlich des 900-jährigen Jubiläums der Grundsteinlegung des Doms feierlich in die Kathedrale überführt, nachdem es zuvor in Rom von Papst Pius XI. geweiht worden war. Damit belebte sich auch wieder die Wallfahrt zur „Patrona Spirensis“. Als berühmtester Pilger kniete Papst Johannes Paul II. bei seinem Besuch in Speyer im Jahr 1987 vor der Madonna.

Der Dom als Station auf dem Jakobsweg

Jakobsmuschel im Pflaster vor dem Dom

Der Dom zu Speyer ist Station an einem der bekanntesten Pilgerwege der heutigen Tage: dem Jakobsweg. Direkt vor dem Dom, unmittelbar beim Domnapf, findet sich im Boden eine steinerne Muschel als Hinweis auf die Bedeutung des Doms als Wallfahrtstation. Immer mal wieder lehnt während eines Gottesdiensts im Dom ein mit einer Muschel verzierter Pilgerstab an einem der mächtigen Pfeiler. In der Dom-Info fragt mancher nach einem Pilgerstempel, einem Muschel-Anhänger oder sucht in Vorbereitung einer Pilgerreise Literatur zum Thema Jakobsweg. Seltener kommen Rom- oder gar Jerusalempilger am Dom vorbei. Aber auch auf deren Route darf der Dom nicht fehlen.

Der Pilgerstempel ist in der Dom-Info im südlichen Domgarten erhältlich. Dort bekommt man auch eine Auswahl an Literatur zum Thema Pilgern. Anfragen zu Gottesdiensten und Pilgersegen nimmt das Pfarramt Pax Christi pfarramt.speyer@bistum-speyer.de entgegen.

Informationen zum Weltpilgertag: www.weltpilgertag.de

Domkapitel Speyer

12.07.2018


Klimaschutz spielt für das Bistum Speyer eine wichtige Rolle

Konzept in Zusammenarbeit mit dem Institut für angewandtes Stoffstrommanagement der Hochschule Trier erstellt – Beitrag zur nationalen Klimaschutz-Initiative der Bundesregierung

Speyer - Das Bistum Speyer hat in Zusammenarbeit mit dem Institut für angewandtes Stoffstrommanagement der Hochschule Trier ein Konzept für das Energiemanagement und den Klimaschutz in den bistumseigenen Gebäuden erstellt. Es leistet damit einen Beitrag zur nationalen Klimaschutz-Initiative.

Untersucht wurden 22 Liegenschaften im gesamten Bistum, die für unterschiedliche Zwecke genutzt werden. Das Spektrum reichte von Verwaltungsgebäuden, Bildungseinrichtungen und Wohnhäusern bis zu einer Schule und einem Kloster. „Kirchliche Immobilien haben meist eine lange Lebensdauer. Unser Ziel ist, die baulichen und technischen Konzepte an die Erfordernisse des Klimawandels anzupassen“, erläutert Diözesanbaudirektor Stephan Tschepella. Durch eine Verbesserung der Energieeffizienz in den Gebäuden sollen der Ausstoß von Treibhausgasen begrenzt und die Energiekosten gesenkt werden.

Grundlage der Untersuchung war eine Erhebung des Strom- und Wärmeverbrauchs in den einzelnen Gebäuden. Sie führte zu Hinweisen auf Einsparpotentiale. „Es gibt eine große Bandbreite von Möglichkeiten, den Energieverbrauch in Gebäuden zu reduzieren“, erklärt Stephan Tschepella. Dazu zählen zum Beispiel die Erstellung von Energieausweisen und jährlichen Energieberichten für die einzelnen Liegenschaften. Bauliche Maßnahmen wie der Einbau von Dämmmaterialien, der Austausch von Fenstern oder die Erneuerung von Heizungsanlagen würden in der Energiebilanz zu deutlichen Effekten führen. Aber auch umweltbewußtes Handeln im Alltag sei gefragt, zum Beispiel durch eine bedarfsgerechte Heizungssteuerung, die Aktivierung der Nachtabsenkung oder den Gebrauch energiesparender LED-Leuchten.

Das Klimaschutzkonzept liefert eine Entscheidungsgrundlage und Ansatzpunkte für ein besseres Klimaschutz-Management. Das Beispiel kommunaler Einrichtungen habe gezeigt, dass allein durch die Kontrolle und Steuerung der Energieverbräuche Energie- und Kosteneinsparungen bis zu 20 Prozent erreicht werden können, erklären die Fachleute des Instituts für angewandtes Stoffstrommanagement in dem rund 40 Seiten umfassenden Basiskonzepts, auf dessen Grundlage Klimaschutzkonzepte für die einzelnen Einrichtungen erstellt wurden. „Im Zuge von größeren Bau- und Modernisierungsarbeiten an den Gebäuden werden die Klimaschutzmaßnahmen in den nächsten Jahren Schritt für Schritt umgesetzt“, kündigt Stephan Tschepella an. So werden bei der aktuellen Modernisierung der Verwaltungsgebäude des Bischöflichen Ordinariats in der Kleinen Pfaffengasse in Speyer bereits die ersten Bausteine umsetzt, so zum Beispiel die Dämmung von Fassaden, der Austausch von Fenstern sowie der Austausch der Innenbeleuchtung in LED-Leuchtmittel.

Gefördert wurde die Erstellung des Klimaschutzkonzepts aus Fördermitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit im Förderbereich der nationalen Klimaschutzinitiative.

Weitere Informationen: www.ptj.de/klimaschutzinitiative-kommunen

Kontakt:

Bischöfliches Ordinariat
Hauptabteilung Finanzen und Immobilien
Bischöfliches Bauamt
Diözesanbaudirektor Dipl.-Ing. Stephan Tschepella
Domplatz 3
67346 Speyer
Tel: 06232 102 272
E-Mail: bauamt@bistum-speyer.de

Bistum Speyer

12.07.2018


Für eine Stärkung von konfessionsverbindenden Ehen

Katholikenrat begrüßt Umsetzung der Orientierungshilfe

Bistum Speyer - Der Katholikenrat im Bistum Speyer begrüßt die Entscheidung von Bischof Wiesemann, die pastorale Handreichung „Mit Christus gehen – Der Einheit auf der Spur. Konfessionsverbindende Ehen und gemeinsame Teilnahme an der Eucharistie“ als verbindliche Orientierungshilfe für die Seelsorgerinnen und Seelsorger des Bistums umzusetzen. Der Text regelt Grundlagen und Voraussetzungen der gemeinsamen Teilnahme von katholischen und evangelischen Ehepartnern an der Eucharistie, wie sie vielerorts auch in unserem Bistum bereits gängige Praxis sind.

Luisa Fischer, die Vorsitzende des Katholikenrates, betont: „Die Veröffentlichung stellt einen kleinen, aber eminent wichtigen Schritt für die Ökumene dar. Der auch öffentlich ausgetragene Streit um Status und Inhalt der Handreichung in den vergangenen Wochen ist gerade für betroffene konfessionsverbindende Ehen und Familien herausfordernd und entmutigend gewesen. Es ist zu hoffen, dass mit der Umsetzung der Orientierungshilfe Wunden heilen, konfessionsverbindende Ehen gestärkt und ökumenische Beziehungen gefördert werden."

Weitere Informationen:

https://www.bistum-speyer.de/news/nachrichten/?no_cache=1&tx_ttnews%5Btt_news%5D=7427&cHash=abf54e3ff21701e38d5ccc033cad28c1

Bistum Speyer

11.07.2018


„Jugendliche können erleben, wie der Glaube bis heute nichts von seiner Anziehungskraft verloren hat“

Pfarrer Ralf Feix vom Referat Ministrantenseelsorge im Gespräch zur internationalen Rom-Wallfahrt der Ministrantinnen und Ministranten

Am 27. Juli startet die große Ministrantenwallfahrt nach Rom. Wie viele Ministrantinnen und Ministranten aus dem Bistum Speyer werden dabei sein?

Ralf Feix: Wir werden uns mit insgesamt gut 1000 Jugendlichen und jungen Erwachsenen auf den Weg nach Rom aufmachen. Mitfahren können alle Minis ab 13 Jahren. Es freut uns, dass ein großer Teil der Teilnehmer zwischen 13 und 15 Jahren ist.

Wie wird die Wallfahrt konkret ablaufen?

Am Freitagabend geht es von 20 Abfahrtsorten in unserer Diözese Richtung Rom los. Vier Doppeldeckerbusse sind auch am Start. Samstagmittag werden wir, hoffentlich nicht zu gerädert von der Nacht, in Rom ankommen, wo uns ein Mittagessen erwarten wird. Danach kann sich jeder erstmal ausruhen oder auch in der Gruppe Rom auf eigene Faust erkunden.

Am Sonntagvormittag starten wir dann  mit unserem Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann und einer Messfeier offiziell unsere gemeinsame Wallfahrt.

Was werden die Höhepunkte der Wallfahrt sein?

Persönlich hoffe ich, dass jede und jeder für sich ganz eigene Höhepunkte in dieser Zeit erlebt. Sei es die Gemeinschaft untereinander, diese grandiose Stadt oder einfach die Gewissheit: Wir sind ja echt viele, die den Ministrantendienst ausüben. Es wird eigene Angebote für die Gruppen geben. Es geht in die Katakomben, die vatikanischen Gärten, an verborgene Orte Roms und es werden Stadtführungen mit eigenen Schwerpunkten angeboten. Wenn am Dienstag zur Papstaudienz dann der ganze Petersplatz mit jungen Menschen geflutet sein wird – das wird bestimmt ein grandioses Erlebnis!

Welche Botschaft verbindet der Papst mit der Einladung der Ministrantinnen und Ministranten nach Rom?

Die Wallfahrt steht ja unter dem Motto „Suche Frieden und jage ihm nach“. Darauf wird der Papst natürlich eingehen. Da Franziskus für Überraschungen gut ist, dürfen wir gespannt sein, was er den jungen Pilgerinnen und Pilger mit auf ihren Lebensweg geben wird.

Wie viele Ministrantinnen und Ministranten werden denn insgesamt in Rom sein?

Dieses Mal wird es ja wieder eine internationale Ministrantenwallfahrt sein. Insgesamt haben sich ca. 60.000 Minis angemeldet. Etwa 50.000 aus Deutschland und ca. 10.000 aus anderen europäischen Ländern. Dazu werden noch Gruppen stoßen, die privat in dieser Zeit in Rom sein werden. Auch hier können wir auf die endgültige Zahl gespannt sein.

Was können die Jugendlichen von einer solchen Reise nach Rom mitnehmen? Worin liegt die Bedeutung eines solchen Treffens aus ihrer Sicht?

Die Jugendlichen werden in einer solchen Stadt, die für mich persönlich fast nur aus Superlativen besteht, nicht nur große kulturelle Erfahrungen machen, sondern erleben können, wie sich Glaube über die Jahrhunderte hinweg gerade in Rom verdichtet hat und bis heute nichts von seiner Anziehung verloren hat. Den jungen Christinnen und Christen wird sicher nicht selten der Mund vor Stauen offenstehen.

Welche Erwartungen haben Sie ganz persönlich an die Tage in Rom?

Erwartungen gar nicht so sehr, sondern eher Wünsche. Ich sage es mal so: Zufrieden und glücklich bin ich, wenn die jungen Menschen spüren und erfahren können, dass der Glaube an Jesus Christus und seine Kirche einen wirklich begeistern und das eigenen Leben im besten Sinne auf den Kopf stellen kann. Das mag jetzt vielleicht in Rom nicht gleich das „Ergebnis“ dieser Wallfahrt sein, aber ich glaube, dass die Tage in den Minis nachhaltig wirken werden und sich bei der einen oder dem anderen aus diesen Erfahrungen zu Hause etwas fortführen wird. Wie sich das zeigt, das weiß dann erstmal nur der Herr.

Wie viele Ministrantinnen und Ministranten gibt es im Bistum Speyer? Geht es dabei nur um den Dienst als Messdiener oder um mehr?

Im Jahr 2015 führten wir eine bundesweite Ministrantenzählung auf Diözesanebene durch. Das Ergebnis waren damals circa 6.800 Ministrantinnen und Ministranten. Schon eine starke Zahl, wenngleich es eine große Verantwortung mit sich bringt. Als Messdiener – wie es das Wort schon sagt – diene ich zuerst bei der Heiligen Messe, aber natürlich werden über den Altar hinaus verschiedene Aktivitäten angeboten. Da gibt es Ausflüge, Zeltlager, Spieleabende und vieles mehr. So schön das ist, braucht es hier natürlich auch Organisation und Begleitung, viel women- und manpower. In vielen Gemeinden sind hier auch erwachsene Ehrenamtliche engagiert – oft seit vielen Jahren. Wenn ich zu Aushilfen in den Gemeinden unterwegs bin und verschiedene Messdienergruppen dabei treffe, ist es oft schön zu sehen, wie gewachsene Strukturen in der Begleitung tragen und daraus eine solide Messdienerarbeit erwächst.

Weitere Informationen:

https://www.bistum-speyer.de/news/nachrichten/?no_cache=1&tx_ttnews%5Btt_news%5D=7394&cHash=aa4398ed61ec62f9883f087070d1248c

Bistum Speyer

11.07.2018


Bistum Speyer setzt Orientierungshilfe zum Kommunionempfang um

Bischof Wiesemann richtet Schreiben zur Begleitung konfessionsverbindender Ehen an Priester, Diakone und pastorale Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Speyer - Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann hat die von der Deutschen Bischofskonferenz veröffentlichte Orientierungshilfe zur Begleitung konfessionsverbindender Ehen für das Bistum Speyer übernommen. In einem Schreiben an die Priester, Diakone und pastoralen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bistums Speyer erklärt Bischof Wiesemann: „Ich habe mich für die Erstellung dieser Hilfe eingesetzt und dem Text bei der Frühjahrs-Vollversammlung der Deutschen Bischöfe zugestimmt. Diese pastorale Hilfe lege ich Ihnen hiermit ans Herz. Ich bitte Sie, dass sie als verbindliche Orientierung für die seelsorgerliche Begleitung konfessionsverbindender Ehepaare im Bistum Speyer Beachtung findet.“

Der Ständige Rat der Deutschen Bischofskonferenz hatte Ende Juni die Veröffentlichung der Handreichung „Mit Christus gehen – Der Einheit auf der Spur“ als Orientierungshilfe beschlossen. Er unterstreicht dabei die Zusammengehörigkeit von Eucharistiegemeinschaft und Kirchengemeinschaft. Die Handreichung sei eine „geistliche Hilfe für die Gewissensentscheidung in seelsorglich begleiteten Einzelfällen für konfessionsverbindende Ehepaare, die ein ernsthaftes geistliches Bedürfnis haben, die Eucharistie zu empfangen.“ Dem Ständigen Rat ist nach eigener Aussage „wichtig, dass wir im ökumenischen Suchen zu einem vertieften Verständnis und einer noch größeren Einheit der Christen unterwegs sind“. Er fühle sich verpflichtet, „hier mutig voranzuschreiten“.

In Deutschland sind gegenwärtig bei mehr als 40 Prozent der kirchlichen Trauungen die Partner konfessionsverschieden. „Sie leben ihre Ehe als ein Band, das die Konfessionen vereint“, heißt es in der Orientierungshilfe. Viele dieser Paare hätten immer wieder die „große Sehnsucht“ nach einem gemeinsamen Empfang der Eucharistie geäußert. Die Handreichung will eine Orientierung geben „für einen persönlich verantworteten und kirchlich anerkannten Weg, wie im Einzelfall eine volle Mitfeier der Eucharistie eröffnet werden kann“. Dazu sei eine persönliche Gewissensentscheidung gefragt, die „Menschen nach reiflicher Überlegung im Gespräch mit ihrem Pfarrer oder einer anderen mit der Seelsorge beauftragten Person treffen sollen“. Der Text enthält im Anhang eine Gesprächshilfe. Dort heißt es unter anderem: „Das Gespräch erfordert Offenheit nach innen und Diskretion nach außen. Es braucht den Raum einer vertrauensvollen Beziehung, um das Für und Wider, die Beweggründe und die Wirkungen einer Entscheidung zu bedenken“.

Bistum Speyer

11.07.2018


Zweitauflage des Gotteslob erscheint

Speyerer Diözesanausgabe ab 10. Juli auf dem Markt

Die zweite Auflage des „Gotteslob“ erscheint als Standardausgabe (links) und als Großdruckausgabe (rechts). Die Schmuckausgabe (Mitte) kann noch in der Erstauflage bezogen werden.

Speyer - In den vergangenen Wochen und Monaten häuften sich die Anfragen. Nun müssen sich die Interessenten nicht mehr lange gedulden: Am 10. Juli kommt die zweite korrigierte und überarbeitete Auflage des „Gotteslob“, der Speyerer  Diözesanausgabe des katholischen Gebet- und Gesangbuchs, auf den Markt. Das 1296 Seiten umfassende Werk erscheint im Pilgerverlag, der unter dem Dach der Peregrinus GmbH in Speyer angesiedelt ist. Die erste Auflage des „Gotteslob“, die noch in der Verantwortung des Pilgerverlages Annweiler lag, wurde im Frühjahr 2014 herausgebracht.Wie Anja Eisfeld, die den Pilgerverlag bei der Peregrinus GmbH verantwortet, erläutert, mussten im Vergleich zur ersten Auflage einige Änderungen vorgenommen werden. Dabei handele es sich vor allem um Korrekturen im Notensatz, aber auch in der Rechtschreibung und Interpunktion. Darüber hinaus hätten die Liedrechte neu geklärt werden müssen. „Und nicht zuletzt hat sich teilweise der Seitenumbruch geändert, was das Singen der Lieder erleichtert.“ Der Grundaufbau der Lieder und Texte sei dagegen gleich geblieben.  Der 330 Seiten umfassende „Eigenteil“ für das Bistum Speyer enthält Texte, Lieder und Kehrverse. Eine Neuerung gibt es allerdings, die vor allem Freunde von Sinnsprüchen erfreuen dürfte: Bislang weitgehend leere Seiten schmücken nun insgesamt rund 30 Zitate von bekannten kirchlichen Persönlichkeiten wie Papst Franziskus oder der heiligen Edith Stein. Das „Gotteslob“ ist jedoch nicht nur ein Gebets- und Gesangbuch. Es gibt etwa auch eine Einführung in die Sakramente und beantwortet dabei wichtige Fragen wie: Wer kann Taufpate werden? Wer firmt? oder: Welche Aufgaben übernehmen Eltern, Paten und Gemeinde bei der Spendung der jeweiligen Sakramente?

Die erste Auflage des Buches war als Standard-, Schmuck- und Großdruckausgabe erhältlich. „Bis auf die Schmuckausgabe ist sie so gut wie vergriffen“, betont Anja Eisfeld. „Auf Nachfrage kann die Standardausgabe allerdings noch in einigen wenigen Buchhandlungen erworben werden.“ Die zweite Auflage von 35 000 Exemplaren erscheint in zwei Varianten: als Standardausgabe zum Preis von 22 Euro (ISBN 978-3-946777-07-6) und als Großdruckausgabe für 30 Euro (ISBN 978-3-946777-08-3). Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, Exemplare der Schmuckausgabe in der Erstauflage zum Preis von 35,95 Euro (ISBN 978-3-942133-64-7) zu beziehen.

Domkapitular Franz Vogelgesang, der von Seiten des Bistums für die Speyerer Diözesanausgabe des „Gotteslob“ verantwortlich ist, freut sich über das „vollkommene Werk“. Die Fehler aus der Erstauflage seien behoben, „so dass wir nach derzeitigem Stand das bestmögliche Produkt dem Verkauf übergeben können“. Im Rahmen des „Gotteslob“ beabsichtigt Vogelgesang, von etwa 20 unbekannten Liedern aus dem Speyerer Diözesanteil Hörbeispiele aufnehmen zu lassen und diese als Audio-Dateien auf der Internetseite der Dommusik zu veröffentlichen. Der Domkapitular rechnet damit, dass dies spätestens Ende des Jahres der Fall sein wird.

Das Gotteslob gibt es beim örtlichen Buchhandel oder direkt beim Pilgerverlag Speyer, Hasenpfuhlstraße 33, 67346 Speyer, Telefon 06232/31830, Telefax 06232/318399, E-Mail: info@pilger-speyer.de

Der Pilger

06.07.2018


Internationale Romwallfahrt der Messdiener

1000 Jugendliche aus dem Bistum Speyer begegnen Papst Franziskus

Speyer / Rom (Italien) - Vom 27. Juli bis 03. August findet die Internationale Ministranten-Wallfahrt statt. Aus dem Bistum Speyer (Rheinland-Pfalz/ Saarland) nehmen gut 1000 Jugendliche teil. Mit Bussen werden sich die Teilnehmenden am 27. Juli nach Rom aufmachen, um dort am 31. Juli Papst Franziskus zu begegnen. Der Speyerer Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann begleitet die Speyerer Gruppe. Es werden insgesamt rund 60.000 Ministrantinnen und Ministranten aus Deutschland und Europa in Rom erwartet. Die Ministrantenwallfahrt steht in diesem Jahr unter dem Motto „Suche Frieden und jage ihm nach.“ (Psalm 34,15)

Rom zu erleben und unzählige Jugendliche aus anderen Bistümern und Ländern treffen - das allein ist schon reizvoll. Höhepunkt der Wallfahrt wird aber sicher die Papstaudienz sein. Neben zentralen Gottesdiensten in Santa Maria in Ara Coeli und der Lateran-Basilika werden die Messdienerinnen und Messdiener auch die Sehenswürdigkeiten Roms erleben. Ein Besuch der Katakomben steht ebenso auf dem Programm wie der Besuch der Vatikanischen Gärten.

Weitere Informationen | Logo und Motto:

Zentrale Internetplattform der bundesweiten Koordinatoren: https://romwallfahrt-minis.de

Infoseite der Ministrant_innen im Bistums Speyer zur Romwallfahrt: www.bit.ly/rom2018

Das Mottolied des CIM (internationaler Ministrantenbund) zur Internationalen Romwallfahrt: https://romwallfahrt-minis.de/mottosong

Wir berichten ausführlich in den sozialen Netzwerken: twitter.de/ BDKJ_Speyer, Instagram: speyererminis, bdkj speyer | facebook.de/minis.speyer. Wir nutzen zur Verknüpfung der medialen Inhalte den Hashtag #minisinrom2018 #CIM2018Roma

Bistum Speyer

05.07.2018


Neue Jugendseelsorgerin im Dekanat Speyer

Speyer - Marie-Christin Mayer aus Böhl-Iggelheim ist zur ehrenamtlichen Dekanatsjugendseelsorgerin im Dekanat Speyer ernannt worden. Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann hat ihre Ernennung mit sofortiger Wirkung bestätigt.

Bistum Speyer

05.07.2018


Sommerfest des Priesterseminars im Zeichen von Abschied und Neubeginn

Mitarbeiterinnen aus Küche und Hauswirtschaft verabschiedet - Imelda Weilbach neue Hauswirtschaftsleitung

Regens Markus Magin (2. von links) bei der Verabschiedung der Hauswirtschaftsmitarbeiterinnen Regina Grallert, Elke Heintz und Dora Knebel.

Speyer - Am Mittwoch, den 20. Juni, fand das Sommerfest des Priesterseminars Sankt German statt. Traditionell beginnt dieser Abend mit einem Gottesdienst, den die Neupriester, in diesem Jahr Christoph Herr, zelebrieren und am Ende den Besuchern die Möglichkeit geben den Primizsegen zu empfangen. Ein gemütlicher Grillabend der Belegschaft des Priesterseminars, der Dozenten und Studenten sowie der ehrenamtlichen Helfer schließt sich dem Gottesdienst an. Die Absolventen des Pastoralkurses II verabschiedeten sich bei dieser Gelegenheit vom Seminar um im August ihren Dienst in der Pfarreiseelsorge zu beginnen.

Etwas Wehmut verursachte der Abschied von drei liebenswerten „Hausengeln“, Frau Knebl, Frau Grallert und Frau Heintz, die in Küche und Hauswirtschaft des Priesterseminars beschäftigt waren. Alle drei nehmen aus persönlichen Gründen Abschied vom Priesterseminar. Zwei Jahre lang versah Frau Dora Knebl dort ihren Dienst. Frau Regina Grallert, seit 1997 in der Hauswirtschaft des Seminars tätig und seit 2005 mit der Hauswirtschaftsleitung betraut, verabschiedete sich mit einer kleinen Rede und erinnerte daran, dass es ihr immer wichtig war,  Wissen weiterzugeben. Frau Elke Heintz verlässt das Seminar nach 34 Jahren und hat im Laufe dieser Jahre die meisten, der heute aktiven Priester, die ihre Ausbildung im Priesterseminar absolviert haben, noch als Studenten kennengelernt. Mit Frau Grallert und Frau Heintz gehen zwei Frauen, die über viele Jahre dem Haus ein freundliches und einladendes Gesicht gegeben haben.

Herr Regens Magin verabschiedete sich bei den drei Mitarbeiterinnen und bedankte sich herzlich für die langjährige gute Zusammenarbeit, wünschte allen ein gutes Gelingen an der neuen Wirkungsstätte und überreichte neben den guten Wünschen auch Präsente, welche die Damen an die Zeit im Haus erinnern sollen. Eine Nachfolgerin für die Hauswirtschaftsleitung ist bereits gefunden, so wurde auch Frau Imelda Weilbach bei dieser Gelegenheit herzlich begrüßt und allen vorgestellt.

Bistum Speyer

05.07.2018


Weihbischof Georgens eröffnet Wallfahrt auf den Annaberg

Wallfahrtstage behandeln Gottesbegegnungen im alten und im neuen Testament – Rund 800 Wallfahrer bei Eröffnungs-Gottesdienst

Burrweiler - Bei Sonnenschein und angenehmen Temperaturen hat heute die beliebte Wallfahrt auf den Annaberg bei Burrweiler begonnen. Rund 800 Gläubige aus dem gesamten Bistum Speyer feierten mit Weihbischof Otto Georgens den Eröffnungs-Gottesdienst vor der St. Anna-Kapelle. „Gott begegnet“ lautet das Thema der diesjährigen Wallfahrt mit insgesamt neun Wallfahrtstagen. Es schlägt einen Bogen von der Schöpfungsgeschichte bis zur Begegnung mit Jesus Christus.

Der Eröffnungsgottesdienst behandelte die Frage „Adam und Eva – Mensch, wo bist Du?“ Bei Adam und Eva anzufangen heiße, Gott ins Spiel zu bringen, erklärte Weihbischof Otto Georgens in seiner Predigt. Was die Bibel von Adam aussagt, gelte für jeden Menschen. „In Adam wird deutlich: Mensch und Erde sind miteinander verbunden und gehören zusammen.“ Durch den Atem Gottes werde der Mensch zu einem lebenden Wesen. Er gehört nicht nur der Erde an, sondern sei zugleich auf Gott hin geschaffen. „Lebensatem von oben und Erde von unten haben beide ihren Ursprung in Gott. Gott gehört in die Definition des Menschen.“

Adam aber sei kein Einzelgänger, sondern auf Gemeinschaft hin angelegt. Damit er neben seinem Herrn und Schöpfer auch einen ebenbürtigen Partner hat, habe Gott ihm die Frau zur Seite gegeben. „Mensch, wo bist du?“ sei die Frage Gottes an den Menschen, der sich versteckt oder auf der Flucht ist. „Zum heutigen Zeitgeist gehören die ständige Ablenkung und das Davonlaufen vor sich selbst und vor den anderen. Unsere Zeit ist damit beschäftigt, Ablenkungen zu schaffen, Tiefgang zu verhindern. Damit bleiben wir an der Oberfläche des Lebens“, so Weihbischof Georgens. Zum Menschen gehöre nicht nur der Gottesbezug, sondern auch die Beziehung zu den anderen Menschen. „Wir sind einander aufgetragen, aufeinander verwiesen.“ Verwurzelt in Gott und solidarisch mit den Schwestern und Brüdern: „Das ist der Mensch in den Augen Gottes.“

Insgesamt zwölf Priester aus der Diözese Speyer zelebrierten mit Weihbischof Georgens den Gottesdienst. Durch die Mitwirkung des Caritasdirektors aus Togo und von zwei indischen Priestern kam auch die weltkirchliche Verbundenheit zum Ausdruck. Viele Pilgergruppen waren schon in den frühen Morgenstunden zum Annaberg aufgebrochen. So hatte zum Beispiel die katholische Frauengemeinschaft St. Martin zu einem Kreuzweg mit geistlichen Impulsen und Liedern auf den Annaberg eingeladen.

Die Teilnahme vieler Ministrantinnen und Ministranten aus dem Dekanat Landau sorgte für ein lebendiges Miteinander der Generationen. Der Gottesdienst wurde musikalisch von einer Projektband gestaltet und endete mit einer feierlichen Prozession um die St. Anna-Kapelle. Anschließend konnten sich die Wallfahrer auf der Anna-Hütte mit kühlen Getränken und klassischen Pfälzer Gerichten stärken. Wallfahrtspfarrer Matthias Pfeifer und Gemeindereferentin Simone Hartner von der Pfarrei Heilige Anna in Edenkoben zogen eine durchgängig positive Bilanz des ersten Wallfahrtstages, dem weitere acht folgen werden. Beim nächsten Wallfahrtstag am 3. Juli spricht Regens Markus Magin zum Thema „Abraham und Sara – offen sein“. Den Abschluss bildet ein Gottesdienst mit Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann am 21. August zum Thema „Jesus Christus – Gott begegnen“.

Die Wallfahrt auf den Annaberg besteht seit der Mitte des 18. Jahrhunderts und geht auf ein Gelübde der Gläubigen in den umliegenden Gemeinden angesichts von Tod und Krankheit durch die Pest zurück. „Die Menschen wandten sich hilfesuchend an die Heilige Mutter Anna und wurden erhört. Seitdem versammeln sich die Menschen jedes Jahr zur Wallfahrt auf den Annaberg“, erklärt Simone Hartner, bei der die Fäden der Organisation zusammenlaufen.

Bildergalerie: https://www.bistum-speyer.de/bistum-speyer/bildergalerien/bildergalerie-eroeffnung-st-annaberg-wallfahrt-2018/

Weitere Wallfahrts-Gottesdienste auf den Annaberg: https://www.bistum-speyer.de/news/nachrichten/?no_cache=1&tx_ttnews%5Btt_news%5D=7287&cHash=ece3a0e9f784d88f2e6d23f73e1e2a8f

Bistum Speyer

05.07.2018


Prälat Richard Fritzinger verstorben

Speyer / Pirmasens - Am 25. Juni ist in St. Ingbert Prälat Richard Fritzinger (85) verstorben. Er diente den Gläubigen im Bistum Speyer in zahlreichen Ämtern und Funktionen und an verschiedenen Wirkungsorten.

Zum Priester geweiht wurde Richard Fritzinger im Jahr 1958. Er wirkte als Kaplan in Edenkoben und Neustadt, als Präfekt im Studienheim St. Pirmin in Dahn und im Mädchenheim Maria Rosenberg. 1969 wurde er zum Domvikar und zum Diözesanfrauenseelsorger ernannt. Die Ernennung zum päpstlichen Ehrenprälat wurde ihm 1989 zuteil. Von 1995 bis zum Eintritt in den Ruhestand im Jahr 2003 nahm er die Aufgabe des Krankenhausseelsorgers in St. Ingbert wahr. Mehr als drei Jahrzehnte war er zugleich Diözesanpräses der Pfarrhaushälterinnen.

Die Beerdigung findet am Freitag, den 29. Juni, um 11.30 Uhr auf dem Waldfriedhof in Pirmasens statt. Totenoffizium und Requiem werden anschließend um 13.00 Uhr in der Pfarrkirche St. Pirmin in Pirmasens gefeiert.

Bistum Speyer

26.06.2018


Cooler Dom

So wird der Sommer am Dom zu Speyer

Speyer - Wer erfahren will, wie „cool“ der Speyerer Dom ist, der muss im Sommer vorbei kommen. Bei Temperaturen von weit über 30 Grad ist es im Innern der romanischen Kathedrale immer noch angenehm kühl. Ruhig und schattig ist es außerdem. Wer frei von Höhenangst ist, kann sich außerdem in 60 Meter Höhe eine frische Brise um die Nase wehen lassen. Auf der Aussichtsplattform des Südwestturms geht immer ein laues Lüftchen. Aber auch an einem verregneten Ferientag ist der Dom das ideale Ausflugsziel: Mehr als 4000 Quadratmeter überdachter Fläche bieten viel Raum zum Sehen und Staunen. Und wer sich als Begleiter einen Audioguide mitnimmt und alle Informationen bis zum Schluss anhört, der ist gut zwei Stunden unterwegs.

Domerkundung

Öffentliche Führungen bieten Einzelbesuchern oder Paaren die Möglichkeit, den Dom gemeinsam genauer kennen zu lernen. Sie finden in der Regel samstags um 11 Uhr und um 14 Uhr statt. Gruppen können vorab eine Führung über das Domführungsbüro buchen. Für Erwachsene und für Kinder, die den Dom spontan besuchen, gibt es interessante und spannende Hörtouren. Speziell für Kinder gibt es einen Kinderführer in Quizform, herausgegeben vom Dombauverein, der zu einer spannenden Entdeckungsreise durch den Dom einlädt. Vom 1. bis zum 27. August bieten junge Menschen aus verschiedenen Europäischen Ländern Führungen in ihrer Landessprache an. Das Projekt wird von der ökumenischen Organisation ARC organisiert und vom Speyerer Domkapitel unterstützt.

Musik im Dom

Im Rahmen des Orgelzyklus sind in diesem Jahr wieder eine Reihe bedeutender Organisten im Dom zu Gast. Kay Johannsen, Organist aus Stuttgart, gastiert am Samstag, 18. August, 19.30 Uhr an der großen Domorgel. Jeweils eine Dreiviertelstunde vor Beginn der Konzerte stellen die Organisten sich und ihre Programme in einer Gesprächsrunde vor. Treffpunkt im Dom ist das Chorpodest gegenüber der Chororgel.

Besondere Gottesdienste

Am Samstag, 14. Juli, findet im Speyerer Dom wieder ein „Nightfever“- Abend statt. Nightfever ist eine offene Kirche mit einer besonderen Atmosphäre aus Musik, Gebet und Kerzenlicht. Und das zu einer Zeit, in der Kirchen normalerweise längst geschlossen sind. Eröffnet wird die Veranstaltung um 18 Uhr mit einer Heiligen Messe. Danach gibt es bei Kerzenschein und in ungezwungener Atmosphäre gemeinsame Gebete, Gesang von Jugendbands und Angeboten wie Segnung, Beichte und Gespräch. In den vergangenen Jahren folgten tausende Menschen der Einladung und waren begeistert von der besonderen Atmosphäre im Dom.

Zum traditionsreichen Privilegienfest zu Ehren Kaiser Heinrichs V. lädt die Saliergesellschaft für Samstag, 4. August, 17 Uhr in den Dom ein. Die Feier geht auf die Verleihung umfangreicher Privilegien an die Bürger der Stadt Speyer zurück. Das Gebot des Almosengebens erfüllt die Saliergesellschaft, indem sie nach dem Gottesdienst zu einem Empfang in der Vorhalle des Domes einlädt. Dabei werden alkoholfreie Getränke, Wein und Brezeln angeboten und die Besucher um eine Spende gebeten. Die Spendengelder gehen einem wohltätigen Zweck zu.

Ein besonderer Tag für Dom und Bistum ist das Fest Mariä Himmelfahrt am 15. August: dann wird das Patrozinium und Hauptwallfahrtsfest des Speyerer Doms gefeiert. Um 10 Uhr zelebriert Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann ein Pontifikalamt und um 16.30 Uhr eine Pontifikalvesper.

Blick von der Aussichtsplattform auf den Ostteil mit Querhaus und Osttürmen

In dieser Vesper wird der neu ernannte Generalvikar des Bistums Andreas Sturm feierlich in das Domkapitel aufgenommen. Um 20.30 Uhr findet eine Marienfeier mit anschließender Lichterprozession durch den Domgarten statt.

Unter dem Motto „Liebe miteinander leben“ lädt das Bistum Speyer auch in diesem Jahr wieder Eheleute aus der gesamten Diözese, die silberne, goldene oder diamantene Hochzeit feiern, zur Feier der Ehejubiläen im Speyerer Dom ein. Wegen der großen Nachfrage in den letzten Jahren werden wieder zwei Termine angeboten. Die Feiern finden am Samstag, 18. August und Sonntag, 19. August statt. Der Tag beginnt jeweils um 10 Uhr mit einem Pontifikalamt im Dom zu Speyer. Zelebrant der beiden Eucharistiefeiern ist Weihbischof Otto Georgens.

Heiligenfeste

Im Juli und August häufen sich die Heiligenfest am Dom zu Speyer. Allen voran das Fest Mariä Himmelfahrt am 15. August – das Patronatsfest von Dom und Bistum. Ein Pontifikalamt und eine Andacht mit Lichterprozession laden am Morgen beziehungsweise am Abend zum mitfeiern ein.

Die Gedenktage von zwei weiteren heiligen Frauen werden im August gefeiert: die heilige Afra am 7.8 und die heilige Edith Stein am 9.8. Die heilige Afra war eine frühchristliche Märtyrerin, ihr ist die Kapelle auf der Nordseite geweiht.

Edith Stein, die in eine jüdische Familie geboren wurde, konvertierte später zum Christentum und arbeitete eine Zeitlang an den Schulen der Dominikanerinnen von St. Magdalena in Speyer. Als Jüdin und Christin wurde sie 1942 in Auschwitz ermordet. An sie erinnern eine Reliquie und Gedenktafeln in der Doppelkapelle des Doms. Papst Johannes Paul II., der Edith Stein zuerst selig und dann heilig sprach, ernannte sie zur Mitpatronin Europas.

Drei männlichen Heiligen, die für den Dom eine besondere Bedeutung haben, sind Portale des Doms gewidmet: dem heiligen Benno von Osnabrück (28. Juli), dem  heiligen Papst Stephan (2. August) und dem heiligen Bernhard von Clairvaux (20. August).

Aktuelle Informationen: www.dom-zu-speyer.de

Text: Bistum Speyer Foto: "Turmaussicht" Domkapitel Speyer / Karl Hoffmann, "Rest" Speyer 24/7 News, dak

26.06.2018


„Ein himmlisches Getränk“

Zum achten Mal wurde am 22. Juni auf dem Domplatz der Weinzehnt aus Kirrweiler in Empfang genommen. Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann und Weihbischof Otto Georgens begrüßten die Kirrweiler Delegation mit Bürgermeister Rolf Metzger, Pfarrer Peter Nirmaier, Weinprinzessin Kerstin I. und zahlreichen weiteren Freundinnen und Freunden des Weines.

Speyer - „Wo isses Trinke? Wir ham dorscht!“. Georgius, Verwalter des „göttlichen Weinkellers“, und Maria begrüßten humorvoll das Publikum auf dem Domplatz, während beide im Domnapf standen. Sie erzählten in Form eines Schauspiels von der nicht immer einfachen Aufgabe, den Weinzehnten zu erbringen. Im Anschluss hob der Kirrweiler Bürgermeister Rolf Metzger augenzwinkernd die engen historischen Beziehungen zwischen Speyer und Kirrweiler hervor. Seit der Zeit der Fürstbischöfe könne sich „die Qualität des abgelieferten Produktes sehen lassen“. Und so knüpfte er an den mitgebrachten Wein auch die Bedingung, dass Bischof Wiesemann nun im Gegenzug in Kirrweiler eine Messe abhalten müsse. Neben seinem ausdrücklichen Dank an alle Beteiligten, sagte Bischof Wiesemann zu, die geforderte Messe abzuhalten, allerdings „immer auch mit dem Gegenversprechen, dass dann alle da sind!".

Der mitgereiste Kirrweiler Pfarrer Peter Nirmaier hob die große Bedeutung des Weines in der Bibel hervor: „Neben dem Wasser, so wissen wir es von unserem Herrn persönlich, wird es im Himmel Wein zu trinken geben“. Diese Ansicht teilte auch „Woibischof“ Georgens, der thematisch passende Dichtkunst zum Besten gab: „Drum lasst am Wein uns laben, den Noah schon geliebt, als eine dieser Gaben, die uns der Herrgott gibt“. Aus dem Publikum gab es keinen Widerspruch zu hören und so konnte der Kirrweiler Tropfen auf Wunsch umgehend von jedermann verkostet werden. In der geselligen Atmosphäre hatte das neugierige Publikum nun die Gelegenheit zur Begegnung mit den beiden Bischöfen und der Kirrweiler Delegation.

Über Kirrweiler und den Weinzehnt

Der Weinort Kirrweiler an der Südlichen Weinstraße war zu Feudalzeiten Oberamt und Sommerresidenz der Fürstbischöfe des alten Bistums Speyer. Auf Anregung von Bürgermeister Metzger wurde 2011 - anlässlich des 950-jährigen Domweihjubiläums - an die alte Tradition des „Weinzehnts“ neu angeknüpft, bei der dem bischöflichen Landesherrn der „Zehnte“ des Weinertrages abgeliefert werden musste. Der Weinzehnt ist eine Naturalabgabe auf die Weinernte im bischöflichen Weinberg in der Kirrweilerer Gemarkung „in den Legeläckern“. In früheren Jahrhunderten wurde der Weinzehnt im fürstbischöflichen Zehntkeller in Kirrweiler entrichtet, dort ausgebaut und anschließend nach Speyer gebracht. Heutzutage bringen die Kirrweilerer den trinkfertigen Wein direkt zu den Bischöfen nach Speyer.

In diesem Jahr stammt der „Zehnt-Wein“, ein 2017er Grauburgunder Classic, welcher am 17.09.2017 mit dem Mostgewicht einer Spätlese gelesen wurde, aus dem Kirrweiler Weinhaus Ralph Anton. Die zweimal 146 Flaschen werden als Geschenk der Gemeinde Kirrweiler an die Speyerer Bischöfe übergeben.



Sehen Sie hier das Fotoalbum zur Übergabe des Weinzehnts am Dom: