Kirche


Schwester Meskel Kelta aus Äthiopien zu Gast im Bistum Speyer

Veranstaltungen in Neustadt, Speyer und Lautzkirchen - Am 28. Oktober wird der Sonntag der Weltmission gefeiert

Speyer - Der Oktober ist traditionell der „Monat der Weltmission“. In diesem Jahr steht das ostafrikanische Land Äthiopien im Mittelpunkt der Aktion. Aus diesem Anlass besucht Schwester Meskel Kelta vom 19. bis 24. Oktober das Bistum Speyer. Sie ist Projektpartnerin des katholischen Hilfswerkes missio München, das sie zusammen mit weiteren Gästen zum „Monat der Weltmission“ nach Deutschland eingeladen hat.

Schwester Meskel Kelta (35) leitet im Apostolischen Vikariat Hosanna eine kleine Gesundheitsstation, das „Taza Catholic Health Center“. Die Schwester hat eine fünfjährige Ausbildung zum „Health Officer“ absolviert und gehört zum „Institute of the Maids of the Poor“ – eine Missionsgemeinschaft, die sich um Kranke und Waisenkinder kümmert. Täglich versorgt sie bis zu 100 Patienten. Bei ihrem Besuch im Bistum Speyer wird Schwester Meskel Kelta in Gemeinden über die Situation der Menschen in ihrem Land und ihre Arbeit berichten.

Termine mit Schwester Meskel Kelta im Bistum Speyer:

  • Samstag, 20.10. ,14 - 18 Uhr, St. Pius in Neustadt; Studientag für Frauen zum Weltmissionssonntag; Veranstalter: Katholische Frauengemeinschaft Deutschland (kfd), Katholischer Deutsch
  • Sonntag, 21.10., 10.30  - ca. 14 Uhr, Speyer, Kirche St.Joseph, Gottesdienst und anschl. Vortrag von Sr. Kelta im Ägidienhaus
  • Dienstag, 23. 10., 19.30 Uhr, Lautzkirchen, Pfarrheim, Informationsveranstaltung mit Sr. Meskel Kelta

Hintergrundinformationen:
Höhepunkt des Monats der Weltmission ist der Sonntag der Weltmission, der in diesem Jahr am 28. Oktober gefeiert wird. Er wurde 1926 von Papst Pius XI. eingeführt und ist nach Angaben des katholischen Hilfswerkes missio, das die Aktion in Deutschland organisiert, die größte Solidaritätsaktion der Katholiken weltweit. Jedes Jahr wird seither in rund 100 Ländern für die soziale und pastorale Arbeit der katholischen Kirche in den 1.100 ärmsten Diözesen der Welt gesammelt. Welchen Ortskirchen die Kollekte jeweils zugutekommen, bestimmen die Nationaldirektoren der Päpstlichen Missionswerke. Sie wählen dazu jedes Jahr ein Beispielland aus, das einen Monat lang im Mittelpunkt der Pfarrei- und Gemeindearbeit steht. So erhalten Christen und Christinnen einen Einblick in die Vielfalt der katholischen Kirche. Der Sonntag der Weltmission steht in diesem Jahr unter dem Leitwort "Gott ist uns Zuflucht und Stärke" (Psalm 46).

Weiter Informationen zum katholischen Hilfswerk missio und dem Sonntag der Weltmission: www.missio.com

Bistum Speyer

16.10.2018


Bischof Wiesemann verleiht Admissio

Gottesdienst am 20. Oktober in der Kirche des Priesterseminars

Speyer / Priesterseminar - Am Samstag, 20. Oktober, erhalten der Priesteramtskandidat Stefan Häußler aus der Pfarrei Pax Christi, Speyer, und der Diakonatsbewerber Holger Weberbauer aus der Pfarrei Heiliger Ingobertus, St. Ingbert, im Rahmen eines Pontifikalamtes durch Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann die Admissio. Der Gottesdienst findet um 10.30 Uhr in der Kirche des Priesterseminars St. German in Speyer statt.

Die Admissio bezeichnet die feierliche An- und Aufnahme in den Bewerberkreis der Weihekandidaten für die Priesterweihe und den Diakonat.

Bistum Speyer

16.10.2018


„Singt dem Herrn ein neues Lied“

24. Diözesankirchenmusiktag mit 500 Sängerinnen und Sängern im Dom zu Speyer

Pontifikalamt anlässlich des 23. Diözesankirchenmusiktags in St. Maria Landau im September 2014.

Speyer - Auf Einladung der Abteilung Kirchenmusik und des Diözesan-Cäcilienverbandes wird am Sonntag, 21. Oktober, der 24. Diözesankirchenmusiktag mit einem festlichen Pontifikalamt um 10.30 Uhr im Dom zu Speyer eröffnet. Der feierliche Gottesdienst, den der Diözesanbischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann feiert, steht unter dem Motto „Singt dem Herrn ein neues Lied“. Zu diesem besonderen Ereignis kommen gut 500 Kirchenchor-Sängerinnen und -Sänger aus dem gesamten Bistum zusammen.

Mit besonderer Spannung wird der Uraufführung der „Missa in F“ entgegen gesehen, einer Messe für vierstimmig gemischten Chor, Blechbläser, Orgel und Pauken, die der Düsseldorfer Kirchenmusiker und Komponist Klaus Wallrath als Auftragskomposition eigens für diesen Tag geschrieben hat. Die Sängerinnen und Sänger haben diese Messe in ihren jeweiligen Chören und in weiterführenden Proben auf Dekanatsebenen über viele Wochen hinweg einstudiert. Die eigentliche Kunst besteht nun darin, dass es am Sonntag und unmittelbar vor dem Gottesdienst selbst nur eine Generalprobe geben wird, in deren Rahmen Diözesankirchenmusikdirektor Markus Eichenlaub unter Anwesenheit des Komponisten alle Stimmen zum ersten Mal zusammenführen wird.

Das Pontifikalamt beginnt entgegen der sonst üblichen Anfangszeit erst um 10.30 Uhr. Da das Hauptschiff vollständig mit den aktiven Teilnehmern des Diözesankirchenmusiktags genutzt und besetzt sein wird, werden für die übrigen Gottesdienstbesucher zum Mitfeiern der Eucharistie die beiden Querhäuser geöffnet sein. Der Zutritt erfolgt über die beiden hinteren Eingänge am nördlichen und südlichen Seitenschiff.

Den festlichen Abschluss des Tages bildet ein öffentliches und bei freiem Eintritt stattfindendes Festkonzert der Dommusik Speyer, die um 15.30 Uhr im Dom mit Domchor, Mädchenkantorei am Dom und den Domsingknaben sowie den Dombläsern unter der Leitung von Domkapellmeister Markus Melchiori und Domkantor Joachim Weller Teile aus ihrer neuen CD „Laudate Dominum“ präsentieren wird. Die Orgel spielt Domorganist Markus Eichenlaub. Zu diesem Konzert sind über die am Pontifikalamt teilnehmenden Chöre hinaus insbesondere alle kirchenmusikalisch neben- und ehrenamtlich Aktiven aus dem gesamten Bistum eingeladen.

Bistum Speyer

16.10.2018


Heilsames Singen für Alleinlebende und Singles

Speyer / Bischöflichen Ordinariat - Am Mittwoch, 24. Oktober, 18 Uhr heißt es in der Reihe AlleinLebensART „Drückt’s dich wo, sing dich froh!“. Das Treffen im Konferenzraum des Bischöflichen Ordinariats, Große Pfaffengasse 13, bietet eine spezielle Portion „Kraftfutter für die Seele“ im gemeinsamen Singen, Sich bewegen und Tanzen – gewürzt mit einigen kraftvollen und heilenden Texten und Geschichten. Neben der seelischen Nahrung gibt es zwischendurch auch leibliche Stärkung mit Speis und Trank. Eingeladen sind Frauen und Männer – Vorerfahrung im Chorsingen ist nicht erforderlich.

Veranstalter ist die Katholische Erwachsenenbildung Diözese Speyer. Im Kostenbeitrag von 15 € sind Imbiss und Getränke inbegriffen. Anmeldung an: Katholische Erwachsenenbildung Diözese Speyer, Tel. 06232 / 102 180, email: keb@bistum-speyer.de

Bistum Speyer

16.10.2018


Polizeiorchester des Saarlandes gastiert im Speyerer Dom

Polizeiorchester des Saarlandes

Speyer / Dom - Das Polizeiorchester des Saarlandes gastiert am Donnerstag, 25. Oktober 2018, um 19 Uhr, zum traditionellen Herbstkonzert der Polizeiseelsorge im Dom zu Speyer.

Das Polizeiorchester des Saarlandes, mit Sitz in der Landeshauptstadt Saarbrücken, ist ein professionelles und modernes Blasorchester, welches sich als Bindeglied zwischen Polizei und Bürger versteht. Neben aktiven Polizeibeamten, die regelmäßig Vollzugsdienst verrichten, besteht das Orchester auch aus studierten Berufsmusikern, die national und international auftreten. Bei der Vielzahl von Auftritten, die während eines Jahres stattfinden, stellen die Mitglieder des Polizeiorchesters unter Beweis, wie flexibel und wandlungsfähig sie sind. Egal ob Schulkonzerte, Empfänge, Rundfunkübertragungen, hochkarätige Tanzveranstaltungen oder ganz klassisch im Konzertsaal, das Orchester mit seinem Musikalischen Leiter Peter Kästner trifft stets den richtigen Ton und weiß sich auch fernab der traditionellen "Blasorchesterpfade" professionell zu präsentieren. Man darf auf die diesjährige Liedauswahl gespannt sein, mit der das Polizeiorchester des Saarlandes den sakralen Raum des romanischen Kaiserdomes zum Klingen bringen wird.

Herzlich laden das Polizeipräsidium Rheinpfalz und der Ökumenische Polizeiseelsorgebeirat des Bistums Speyer und der Evangelischen Kirche der Pfalz zu diesem musikalischen Abend mit dem Polizeiorchester des Saarlandes in den Dom zu Speyer ein.

Der Eintritt ist frei.

Bistum Speyer

16.10.2018


Vortrag über den Bildhauer Gottfried Renn

Speyer / Bibliothek St. German - In der Bibliothek St. German (Am Germansberg 60) findet am Dienstag, 16. Oktober, um 18.30 Uhr ein Vortrag über den Künstler Gottfried Renn und seine Werke statt. Referent ist Hermann-Josef Schwab.

Gottfried Renn war im 19. Jahrhundert ein weit über Speyer hinaus bekannter, ungeheuer produktiver Bildhauer. Allein für den Speyerer Dom schuf er die Figuren des Hochaltars, einen Christus auf dem Schalldeckel der Kanzel, eine Pieta für die Krypta, das Tympanon über dem Hauptportal, die Bauzier und viele Skulpturen des Westwerks, die Bauzier des Ostgiebels, den Kreuzweg sowie die neuen Figuren für den zerstörten Ölberg. Darüber hinaus war er für eine Vielzahl von Kirchen in der Diözese Speyer und im rechtsrheinischen Teil des alten Bistums, aber auch in Straßburg, Hagenau, Metz, Trier, Meisenheim, Aachen, Köln, Düsseldorf, Frankfurt und Mainz tätig.

Renn stammte aus einer alten Bildschnitzer- und Altarbauerfamilie aus Imst in Tirol, wo er vor 200 Jahren geboren wurde. Nach Speyer kam Renn 1847 im Zusammenhang mit den für die Ausmalung des Doms verantwortlichen Künstlern, den sogenannten Nazarenern. Renn teilt das Schicksal vieler der religiös geprägten Künstler im Umfeld der Nazarener, die schon gegen Ende des 19. Jahrhunderts völlig geringgeschätzt wurden. Ziel des Vortrages von Hermann-Josef Schwab ist es, die Person Renns und seine Werke wiederentdecken zu helfen.

Der Eintritt ist frei. Um Voranmeldung wird gebeten unter Tel. 06232 603050 oder Bibliothek@Sankt-German-Speyer.de

Bistum Speyer

10.10.2018


„Heiliger Mammon!“

Vortrag des Forums Katholische Akademie

Speyer / Friedrich-Spee-Haus - Am Mittwoch, 17. Oktober, 19.30 Uhr geht es in der Akademieveranstaltung im Friedrich-Spee-Haus Speyer (Edith-Stein-Platz 7) um den „rechten Umgang mit dem Geld“. Referent ist Dr. Thomas Steinforth, Bildungsreferent für den Bereich Wirtschaftsethik im Heinrich Pesch Haus Ludwigshafen und Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zentrum für Globale Fragen an der Hochschule für Philosophie München.

Es geht bei dem Vortrag um die Bedeutung des Geldes als wichtige Voraussetzung für soziale und kulturelle Teilhabe, zeigt aber auch, dass Geld nicht automatisch glücklich macht, ja auch gefährlich werden kann, wenn nur noch das als gut, schön und bereichernd gilt, das einen „Geldwert“ hat. Der Vortrag skizziert einen Umgang mit Geld, der es weder dämonisiert noch vergötzt, sondern für ein gutes Leben zu nutzen weiß. Kostenbeitrag: 5,00 €.

Information und Anmeldung bei der Katholischen Erwachsenenbildung Diözese Speyer, Große Pfaffengasse 13,Tel. 06232 / 102 180, email: keb@bistum-speyer.de

Bistum Speyer

09.10.2018


Bischof Wiesemann verleiht Pirminius-Plakette

Auszeichnung für kirchliches und karitatives Engagement

Speyer - Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann hat 17 Frauen und Männern aus der Diözese Speyer für ihr kirchliches und karitatives Engagement die Pirminius-Plakette, die höchste Auszeichnung der Diözese, verleihen. Benannt ist die bischöfliche Ehrenplakette nach dem heiligen Abtbischof Pirminius, der als Missionar im südwestdeutschen Raum wirkte und 753 in dem von ihm gegründeten Kloster Hornbach starb. Die Ehrung erfolgt im Anschluss an das Pontifikalamt zum 957. Jahrestag der Domweihe.

Die Geehrten wurden von den Dekanatsräten sowie von Bischof Wiesemann für die Auszeichnung vorgeschlagen. Die neuen Träger der Pirminius-Plakette sind:
Alexandra Pfeifer aus Bockenheim (Pfarrei Hl. Elisabeth von Thüringen, Grünstadt), Franziska Frübis aus Meckenheim (Pfarrei Hl. Michael, Deidesheim), Peter Schaub aus Winnweiler-Potzbach (Pfarrei: Heilig Kreuz, Winnweiler). Agnes Deris  aus Wörth-Büchelberg (Pfarrei: Hl. Christopherus, Wörth), Robert Brucker aus Kandel (Pfarrei: Hl. Vierzehn Nothelfer, Kandel), Alois Donauer aus Ramstein-Miesenbach (Pfarrei Hl. Wendelinus, Ramstein-Miesenbach), Adele Weidlich aus Kaiserslautern; (Pfarrei Heilig Geist, Kaiserslautern) Heinrich Wallich aus Schönenberg-Kübelberg (Pfarrei Hl. Christopherus, Schönenberg-Kübelberg), Robert Schuck aus Brücken (Pfarrei Hl. Christopherus, Schönenberg-Kübelberg), Thomas Jörg aus Albersweiler (Pfarrei Hl. Elisabeth, Annweiler), Jutta Moser-Hauck aus Zweibrücken (Pfarrei Hl. Elisabeth, Zweibrücken), Anton Eichenlaub aus Erfweiler (Pfarrei Hl. Petrus, Dahn), Susanne Geisinger aus Niederwürzbach (Pfarrei Hl. Familie, Blieskastel), Schwester Birgit Stibig aus St. Ingbert (Pfarrei Hl. Ingobertus, St. Ingbert), Lothar Gräf aus Bobenheim-Roxheim; ( Pfarrei Hl. Petrus, Bobenheim-Roxheim), Friedrich [Karl Ludwig (gen. Fritz)] Koch aus Schifferstadt (Pfarrei Hl. Edith Stein, Schifferstadt), Michael Neis aus Landau (Pfarrei Hl. Kreuz, Landau).

In seiner Laudatio würdigte Bischof Wiesemann die vielfältigen und langjährigen Dienste, die die Geehrten ehrenamtlich neben der Familie, dem Beruf und anderen Verpflichtungen für die Kirche, für ihre Pfarrgemeinde erbracht haben. Sie seien wichtige Säulen ihrer jeweiligen Pfarrei. Nicht immer sei dieser Dienst offensichtlich. Mit der Pirminius-Plakette solle auch der treue Dienst im Hintergrund geehrt werden. So erhielten die heute Geehrten die Plakette auch stellvertretend für die Vielen, die in der Diözese im Stillen und Verborgenen wirken. „Mit Papst Franziskus möchte ich sagen, dass Sie als Ehrenamtliche eine der ‚wertvollsten Realitäten der Kirche‘ sind. Sie sind nicht einfach Lückenfüller dort, wo Hauptamtliche fehlen oder die Arbeit nicht leisten können, sondern Sie haben als Getaufte und Gefirmte Anteil am Aufbau des Gottesreiches, jeder nach seinen Möglichkeiten und seinem Temperament“, so der Bischof. „Gerade Sie können glaubhaft Zeugnis für die befreiende Kraft des Evangeliums geben, gerade jetzt, wo die Amtskirche auf allen Ebenen der Hierarchie eine Krise der Glaubwürdigkeit erlebt. Wir sollen darüber nicht vergessen, wieviel Gutes von Menschen getan wird. Wir werden immer darauf angewiesen sein, dass Menschen sich engagieren. Es gibt nichts Gutes, außer man tut es.“

Die einzelnen Geehrten in der alphabetischen Reihenfolge der Dekanate:

Alexandra Pfeifer (Bockenheim, Pfarrei Hl. Elisabeth Grünstadt, Dekanat Bad Dürkheim)
wurde ausgezeichnet für ihr außerordentliches ehrenamtliches Engagement in nahezu allen Bereichen der Seelsorge, bei der Erstkommunionvorbereitung, der Vorbereitung von ökumenischen Gottesdiensten, anderen Gottesdiensten und Andachten, für die Sorge um Ministranten, die Gestaltung von Ferienfreizeiten, den Dienst als Sakristanin und vieles andere mehr.

Franziska Frübis (Meckenheim, Pfarrei Hl. Michael, Deidesheim, Dekanat Bad Dürkheim)
ist seit langem in den Gremien der Pfarrei aktiv, singt seit 69 Jahren im Cäcilienverein, sorgt seit 56 Jahren für den Blumenteppich an Fronleichnam, organisiert Rollstuhlfahrten für Senioren, ist Sakristanin und Lektorin und noch vieles mehr.

Peter Schaub (Winnweiler Potzbach, Pfarrei Heilig Kreuz Winnweiler, Dekanat Donnersberg)
wurde dafür ausgezeichnet, dass er „leise und ohne Aufhebens der Motor für kirchliches Leben in der Diaspora ist“. Er kümmert sich um Reinigung, Schmuck und Instandhaltung der Kirche, um Gottesdienstgestaltung und um die Pflege alter religiöser Bräuche und ist seit Jahrzehnten in den Gremien aktiv.

Agnes Deris aus Wörth-Büchelberg (Pfarrei: Hl. Christopherus, Wörth, Dekanat Germersheim) und Robert Brucker aus Kandel (Pfarrei Hl. Vierzehn Nothelfer, Dekanat Germersheim) sind beide seit vielen Jahrzehnten „tragende Säulen ihrer Gemeinden“. Agnes Deris versieht trotz ihres Alters von 87 Jahren gewissenhaft ihre Dienste als Sakristanin, bei den Andachten, für Senioren und bei Krankenbesuchen und vielem mehr. Robert Brucker ist seit langer Zeit in den Gremien aktiv und koordinierte viele Baumaßnahmen der Pfarrei.

Aus dem Dekanat Kaiserslautern stammen Alois Donauer aus Ramstein-Miesenbach (Pfarrei Hl. Wendelinus Ramstein) und Adele Weidlich aus der Pfarrei Hl. Geist, Kaiserslautern, die an der Verleihung nicht teilnehmen konnte und die Plakette in der Pfarrei erhält. Alois Donauer ist vielfältig und lange in allen Gremien der Pfarrei aktiv, engagiert sich in der Jugendarbeit, bei der Organisation der Messdienerfreizeiten, bei denen er oft als Lagerkoch mitgewirkt hat, und auch in vielen anderen Dingen. Adele Weidlich engagiert sich seit fast 20 Jahren vor allem in der Jungen Kantorei und der kirchenmusikalischen Jugendarbeit der Diözese.

Heinrich Wallich aus Schönenberg-Kübelberg und Robert Schuck aus Brücken engagieren sich beide in der Pfarrei Hl. Christopherus Schönenberg-Kübelberg im Dekanat Kusel. Beide sind seit Jahrzehnten im kirchlichen Leben der Pfarrei verwurzelt und in den Gremien aktiv. Heinrich Wallich hat sich besonders in der kirchlichen Erwachsenenbildung betätigt, Robert Schuck in der Kirchenmusik. Als „Brücker Urgewächs“ leitete er lange sowohl den Kirchenchor als auch die Frauenschola und übte mit den Erstkommunionkindern den Gottesdienst musikalisch ein.

Thomas Jörg, aus Albersweiler (Pfarrei St. Elisabeth Annweiler, Dekanat Landau), erhielt die Auszeichnung für sein langjähriges Engagement in der Messdienerarbeit und in der Kirchenmusik. „Trotz seines jugendlichen Alters hat er sich in der Gemeinde überaus verdient gemacht“, so die Begründung für die Auszeichnung des im Jahr 1992 geborenen jungen Mannes.

Aus dem Dekanat Pirmasens kommen Jutta Moser-Hauck aus Zweibrücken (Pfarrei Hl. Elisabeth Zweibrücken) und Anton Eichenlaub aus Erfweiler (Pfarrei Hl. Petrus Dahn). Neben der langen Mitarbeit in den Gremien engagiert sich Jutta Moser-Hauck besonders und vielfältig in der Ökumene  und Anton Eichenlaub in der katholischen öffentlichen Büchereiarbeit, beide sind auch in der Jugendarbeit aktiv.

Das besondere Engagement von Susanne Geisinger aus Niederwürzbach (Pfarrei Hl. Familie Blieskastel)) gilt neben der Gremienarbeit und der Aktivität in vielen Ausschüssen den Pfadfindern und der Organisation um das „Licht von Bethlehem“. Schwester Birgit Stibig aus St. Ingbert (Pfarrei Hl. Ingobertus) war Jahrzehnte die Leiterin des Kindergartens, kümmert sich um das Stadtranderholungsheim der Pfarrei, das Schwesternhaus, den Blumenschmuck und vieles mehr.

Lothar Gräf aus Bobenheim-Roxheim (Pfarrei Hl. Petrus) und Fritz Koch aus Schifferstadt (Pfarrei Hl. Edith Stein, Dekanat Speyer) engagieren sich beide seit vielen Jahren in ihren Pfarreien.  Lothar Gräf arbeitet seit Jahrzehnten intensiv in den Gremien der Pfarrei mit und hatte wesentlichen Anteil am reibungslosen Übergang bei der Neuorganisation der Pfarrei. Fritz Koch ist ebenfalls über Jahrzehnte „eine tragende Säule des Gemeindelebens“ und engagiert beim Pfarrgemeinderat, beim Förderverein “Marienkapelle“, bei der Sternsingeraktion und war „ein Mann der ersten Stunde“ bei der Hungermarsch-Aktion in Schifferstadt.

Auf Vorschlag von Bischof Wiesemann wurde außerdem Michael Neis aus Landau mit der Pirminius Plakette ausgezeichnet. Als langjähriger Geschäftsführer des Sozialdienstes katholischer Frauen und Männer (SKFM) trug er wesentlich zur Gründung und zum Aufbau des SKFM-Diözesanvereins bei und war so ein wichtiger Anwalt der Kranken und Notleidenden. „Erfreulich war zudem, dass Sie von Anfang an auf die Unterstützung und Begleitung Ehrenamtlicher gesetzt haben“, lobte der Bischof.

Text: Andrea Dölle Foto: Klaus Landry

09.10.2018


Reliquien aus Lourdes im Bistum Speyer

Schrein mit Reliquien der Heiligen Bernadette macht ab 31. Oktober Station in Ludwigshafen, Jockgrim, Rheinzabern, Maria Rosenberg, Homburg und Speyer

Speyer - Ein Schrein mit Reliquien der Heiligen Bernadette Soubirous aus Lourdes ist in diesem Jahr zum ersten Mal auf Missionsreise durch Deutschland. Vom 31. Oktober bis 19. November 2018 wird er im Bistum Speyer an mehreren Orten zu sehen sein. Der Reliquienschrein enthält ein Stück eines Rippenknochens und Hautpartikel der Heiligen Bernadette. Das 40 Kilo schwere Behältnis mit den Reliquien wird von den Maltesern im Bistum Speyer zu den verschiedenen Orten transportiert und jeweils zusammen mit einer Marienstatue sowie einem dreiteiligen Faltaltar ausgestellt. Während des Aufenthaltes des Schreines im Bistum besteht die Gelegenheit zur Verehrung der Reliquien und zur Mitfeier von Andachten und Gottesdiensten.

„Viele Menschen, denen es nicht möglich ist nach Lourdes zu reisen, können sich so am Reliquienschrein in Gebet und Meditation mit den Geschehnissen in dem Wallfahrtsort verbinden“, erklärt Domkapitular Franz Vogelgesang. Der Leiter der Hauptabteilung Seelsorge im Bischöflichen Ordinariat in Speyer ist für die Organisation der Reise des Reliquienschreins durch das Bistum verantwortlich.

Erste Station im Bistum ist vom 31. Oktober bis 5. November Ludwigshafen-Oggersheim. Nach dem Empfang am 31. Oktober um 17 Uhr in der Herz-Jesu-Kapelle im Franziskanerkloster finden in den darauf folgenden Tagen Gebete, Andachten und Gottesdienste zur Verehrung der Reliquien in der Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt und der Kirche der Hl. Familie statt.

Am Montag, 5. November, reist die Reliquie zu einem kurzen Aufenthalt nach Jockgrim, wo der Schrein um 19.30 Uhr feierlich mit einem Festamt in der St. Georgskirche empfangen wird. Ab 6. November wird er in der Kirche St. Michael in Rheinzabern zu sehen sein. Domkapitular Franz Vogelgesang hält dort an diesem Tag um 19 Uhr ein Festamt, an das sich eine Lichterprozession zur Lourdesgrotte anschließt. Von Rheinzabern führt der Weg der Reliquien in das Wallfahrtszentrum Maria Rosenberg in Waldfischbach-Burgalben, wo am 7. November um 20 Uhr eine Begrüßungsfeier in der Gnadenkapelle stattfindet. Am Donnerstag, 8. November, 18 Uhr, feiert in der Wallfahrtskirche in Maria Rosenberg, wohin die Reliquien von der Gnadenkapelle aus hingebracht werden, Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann eine Messe. Bis zum Abend des 10. November bleiben die Reliquien im Wallfahrtszentrum, dann werden sie für einen kurzen Aufenthalt nach Frankfurt transportiert.

Am 12. November wird der Reliquienschrein um 18 Uhr in der Klinikkirche in Homburg begrüßt. Während des  Aufenthaltes in Homburg finden Andachten und Gottesdienste statt, darunter am 14. November eine Eucharistiefeier mit Krankensalbung mit Domkapitular Franz Vogelgesang.

Letzte Station des Reliquienschreines im Bistum ist das Kloster St. Magdalena in Speyer. Am 15. November um 17 Uhr ist dort der Empfang geplant, anschließend findet ein Rosenkranzgebet und die Vesper statt. Am Sonntag, 18. November, um 8.30 Uhr feiert Weihbischof Otto Georgens eine Heilige Messe in der Klosterkirche. Die Gelegenheit zur Verehrung der Reliquien besteht in dem Speyerer Kloster bis Montag, 19. November, um 12 Uhr. Danach reist der Schrein weiter in das Bistum Trier.

Hintergrundinformationen zur Hl. Bernadette

Der Heiligenlegende nach erschien im Jahr 1858 dem damals 14-jährigen Hirtenmädchen Bernadette Soubirous nahe der Stadt Lourdes insgesamt 18 Mal die Muttergottes. Sie forderte das Mädchen nicht nur auf, an dieser Stelle eine Kirche bauen zu lassen, sondern zeigte ihr auch den Weg zu einer Grotte mit einer Quelle. Diese Quelle wurde berühmt, nachdem ein blinder Mann sich die Augen mit dem Wasser daraus benetzt hatte und danach wieder sehen konnte. Dieses Wunder trug dazu bei, dass die Marienerscheinungen Bernadettes, die aus sehr armen Verhältnissen stammte und Zeit ihres Lebens kränklich war, anerkannt wurden. 1866 entschloss sich die junge Frau in das Kloster der Caritas- und Schulschwestern in Nevers einzutreten, wo sie sich in der Krankenpflege engagierte. Im Alter von nur 35 Jahren starb Bernadette 1879. Am 8. Dezember 1933 sprach Papst Pius XI. die Seherin und Nonne heilig. Der südfranzösische Ort Lourdes entwickelte sich zu einem Marienheiligtum und zählt mit vier bis sechs Millionen Pilgern pro Jahr zu einem der größten Wallfahrtsorte weltweit.

Bistum Speyer

09.10.2018


Der Domhügel von der Antike bis zum Mittelalter

Wissenschaftliches Forum des Dombauvereins lädt am 18. Oktober zu Vortrag über den Domhügel

Fotomontage: Domhügel mit Streifenhausbebauung 2.-3- Jahrhundert nach Christus © H. Bernhard

Speyer - Als langjähriger Bodendenkmalpfleger und früherer Leiter der Außenstelle Speyer der Direktion Landesarchäologie (Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz) widmet sich Professor Helmut Bernhard besonders der frühen Geschichte der Pfalz. Im Wissenschaftlichen Forum des Dombauvereins wird er über den „Domhügel von der Antike bis zum Mittelalter“ berichten. Der Vortrag findet am Donnerstag, 18. Oktober, 19 Uhr, im Vortragssaal der Volksbank Kur- und Rheinpfalz Speyer, Bahnhofstraße 19, statt.

Die Topographie der Speyerer Niederterrasse zeigt eine deutlich herausgehobene Nordost-Spitze, die schon seit den vorrömischen Metallzeiten besiedelt wurde. Die besondere Lagegunst wurde dann in der frührömischen Zeit seit etwa 8 v. Chr. durch Militäranlagen genutzt. Zum Ende des 1. Jahrhunderts n. Chr. begann eine Umwandlung in zivile Wohnbereiche der nunmehrigen Civitashauptstadt Noviomagus. Auf der Südseite des späteren Domes befand sich zivile Wohnhausbebauung seit dem 1. Jahrhundert auf der Nordseite wurden Wohnhäuser hingegen erst im 3. Jahrhundert errichtet.

Unter Valentinian I. wurde die verkleinerte Reststadt ummauert und mit einer Militärgarnison besetzt. Die zivile antike Bebauung ist im südlicheren Bereich bis zum Ende des 5. Jahrhunderts nachweisbar. Die Umwidmung zu einem sakralen, christlichen Umfeld könnte im 6. Jahrhundert erfolgt sein. Hinweise auf christliche Kultausübung in Räumlichkeiten der spätantiken Festungsstadt – wohl im frühen 5. Jahrhundert – im „Domhügelbereich“ gibt ein Tragaltar, der 1927 auf der Nordseite des Doms geborgen wurde. Für die Frage nach der Lage einer spätmerowingischen bis frühkarolingischen Bischofskirche gibt die rund 30 m lange St. Stephanskirche auf der Südseite der Domhügelspitze einige Hinweise.

Text: Bistum Speyer Foto: H. Bernhard

09.10.2018


„Gott ist immer größer“

Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann predigte zum 957. Fest der Domweihe

Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann bei der Predigt am 957. Domweihfest, Foto: Domkapitel Speyer

Speyer - Aus Anlass des 957. Jahrestages der Domweihe feierte Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann am Sonntag, 7. Oktober, im Speyerer Dom ein Pontifikalamt. Zahlreiche Menschen waren in dem Dom gekommen, um bei diesem Gottesdienst dabei zu sein. Die musikalische Gestaltung des Domweihfestes übernahm in diesem Jahr das Collegium Vocale Blieskastel unter der Leitung von Christian von Blohn. Die Orgel spielte Domorganist Markus Eichenlaub.

Bereits in seiner Begrüßung machte Bischof Wiesemann deutlich, dass in diesen Tagen kein Platz für Selbstherrlichkeit sei. In seiner Predigt fuhr er fort „Gott ist größer als jedes Haus, das wir ihm bauen. Selbstherrliche Vermessenheit ist hier nicht am Platz.“ Der von Menschen Haus Gottes gebaute Speyerer Dom sei ein Ort, wo die Menschen Gott nahe sein könnten, „mit allem was sie mitbringen, Schönheit oder Schmutz“. Große Theologen hätten Überlegungen angestellt, was die Ursünde der Menschheit sei. Oft sei hier die Vertreibung aus dem Paradies und die Entfernung von Gott genannt worden. Vielleicht sei aber, so Bischof Wiesemann in seiner Predigt, gerade das Abhandenkommen der richtigen Distanz zu Gott die Ursünde. Denn wenn ein Mensch versuche zu Gott zu werden, müsse er scheitern und vieles, was nicht gottgleich sei, müsse verdrängt und versteckt werden. Den Dom bezeichnete der Bischof als einen von Menschen gebauten Ort, wo man vor Gott treten könne. Die beinahe 1000 Jahre alte Kathedrale nannte Wiesemann ein „Zeichen des großen Atem Gottes, seiner Geduld, seiner Menschenfreundlichkeit, die jedoch nichts unter den Tisch fallen lässt“. Dadurch dass Gott selbst am Kreuz die Abgründe des menschlichen getragen habe, könne der Mensch mit allem, was er in sich trage vor Gott treten und „zerbrochenes kann von innen heraus geheilt werden“, so der Bischof am Ende seiner Predigt.

In seiner Verabschiedung dankte Bischof Wiesemann allen Menschen, die sich in der Kirche engagierten. Ein besonderer Dank ging dabei an die anwesenden Männer und Frauen, denen im Anschluss im benachbarten Friedrich-Spee-Haus die Pirminiusplakette und damit die höchste Auszeichnung der Diözese verliehen wurde.

Um 16.30 Uhr waren alle Gläubigen zu einer Pontifikalvesper mit Bischof Wiesemann im Dom eingeladen. Mit der Abendmesse um 18 Uhr und der Jugendvesper um 19.30 Uhr in der Krypta folgten weitere Gottesdienste.

Text: Bistum Speyer Foto: Domkapitel Speyer

09.10.2018


Requiem für Professor Stefan Weinfurter im Dom

Weihbischof Georgens feierte Gottesdienst mit Familie, Freunden und Weggefährten des Mittelalterhistorikers

Speyer - Zwei Tage vor dem Weihefest der romanischen Kathedrale wurde im Dom zu Speyer am 5. Oktober auf Einladung des Domkapitels ein Requiem für den am 27. August im Alter von 73 Jahren verstorbenen Mittelalterhistoriker Stefan Weinfurter gefeiert. Weihbischof und Dompropst Otto Georgens begrüßte die Familie, Freunde und Weggefährten des renommierten Forschers zu einem Gottesdienst im Gedenken an den Verstorbenen mit den Worten „Wir alle haben Professor Weinfurter viel zu danken.“ Insbesondere sprach er dabei auch im Namen der Europäischen Stiftung Kaiserdom zu Speyer, des Dombauvereins und der Saliergesellschaft sowie die Stadt Speyer und deren anwesender Vertreter.

Weinfurter war bis zu seiner Emeritierung 2013 Professor für Mittelalterliche Geschichte in Heidelberg. Als Fachmann für die Salier war er dem Dom „persönlich und beruflich verbunden“, so Weihbischof Georgens. Er würdigte vor allem die offene und unkomplizierte Art des renommierten Wissenschaftlers. Als Experte war Weinfurter federführend an der Salierausstellung im Historischen Museum der Pfalz 2011 beteiligt. Als Kurator gehörte er seit ihrer Gründung 1999 den Gremien der Europäischen Stiftung Kaiserdom zu Speyer an.

In seiner Predigt bezog Weihbischof Georgs sich ganz auf das Domweihfest und stellte die Frage nach dem Wert des Doms, der sich nicht aus der Materie sondern aus der Bedeutung des Ortes ergebe. Der Dom sei nicht nach den Maßstäben menschlicher Nützlichkeit gebaut worden und zeige sich doch überaus menschenfreundlich als ein „Haus, in dem alle Platz nehmen dürfen.“ Als ein Ort, in dem die Eucharistie und damit der Sieg über den Tod gefeiert werde, setze sich hier im Dom „aus Menschen ein lebendiges Haus“ zusammen. Musikalisch wurde das Requiem von der Schola Cantorum Saliensis gestaltet. Die Orgel spielte Domorganist Markus Eichenlaub.

Im Anschluss an das Requiem hatte die Europäische Stiftung Kaiserdom zu Speyer zu einer informellen Feierstunde in das Historische Museum eingeladen. Dort würdigten Weggefährten seiner akademischen Karriere Stefan Weinfurter als Wissenschaftler und Freund. Der ehemalige Speyerer Oberbürgermeister Werner Schineller begrüßte im Namen der Stiftung und des Historischen Museums die Gäste. Er bezeichnete Weinfurter als „im besten Sinne des Wortes populär“, als einen Menschen der anderen offen und zugänglich begegnete. Professor Nikolas Gaspert, Nachfolger Weinfurters an der Heidelberger Universität, würdigte ihn als „unnachahmlichen großen Erzähler der Geschichte, der begeisterte und sich selbst begeistern ließ“. Einen „Freund, Kollegen und akademischen Lehrer, der in den Bann zu ziehen vermochte“, nannte Professor Claudia Zey den Verstorbenen, dem sie über die Zusammenarbeit im Konstanzer Arbeitskreis für Mittelalterliche Geschichte verbunden war. „Voll Dankbarkeit für den hell leuchtenden Funken, den er bei seinen Schülern entfacht hat“, sprach Professor Jürgen Dendorf über den akademischen Lehrer Weinfurter. Die letzte Würdigung des Abends kam von Weinfurters langjährigem Weggefährten Professor Gert Melville. Mehrfach um Fassung ringend, beklagte er den plötzlichen Verlust des Freundes und Kollegen. In seinen Büchern, als „gestiftete Präsenz“, bleibe Weinfurter über seinen Tod hinweg präsent.

Text: Bistum Speyer Foto: Domkapitel Speyer

09.10.2018


Das Kloster Blieskastel wird bis zum Jahr 2020 umfassend saniert

Zahlreiche Pilger und Gruppen besuchen jährlich das beliebte Wallfahrtsziel – Kreuzkapellenstiftung bittet um Spenden für Renovierung des Klosters

Blieskastel - Das Kloster Blieskastel wird bis zum Jahr 2020 umfassend saniert. Über die historische und kulturelle Bedeutung des Klosters, die seelsorglichen Angebote sowie die geplanten Sanierungsmaßnahmen informierten bei einem Pressegespräch am 4. Oktober Vertreter der Franziskaner-Minoriten, der Kreuzkapellenstiftung, des Bistums Speyer und des Landkreises Saarpfalz. Architekt Peter Wack erläuterte bei einer Ortsbegehung die geplanten Sanierungsmaßnahmen.

Das Kloster Blieskastel zählt zu den bedeutenden Wallfahrtsstätten im Bistum Speyer. Die Kreuzkapelle wurde Ende des 17. Jahrhunderts von Meister Thomas Gampfer errichtet. Eine dort ausgestellte Kreuzreliquie sowie das 1911 wieder entdeckte Gnadenbild „Unsere Liebe Frau mit den Pfeilen“ sind bis heute Ziel vieler Wallfahrer. Von 1925 an betreuten Kapuziner aus der bayerischen Ordensprovinz die Wallfahrt. Im Jahr 2005 übernahmen Franziskaner-Minoriten der Provinz Krakau das Kloster und die seelsorgliche Betreuung der Wallfahrt.

Aktuell setzt sich die die Ordensgemeinschaft der Franziskaner-Minoriten aus fünf Patres und einem Ordensbruder zusammen. „Wir sind rund um die Uhr erreichbar und haben immer ein offenes Ohr für die Sorgen und Nöte der Menschen“, erklärte Pater Mateusz Micek. „Ein geschwisterliches Leben, Armut und Demut sind die Säulen unserer Gemeinschaft.“ Zahlreiche Gläubige aus Blieskastel und Umgebung besuchen täglich die Gottesdienste. Jedes Jahr kommen viele Pilger und rund 50 Wallfahrergruppen zum Kloster Blieskastel. „Das Kloster ist für viele Menschen ein Ort des Friedens und Heils. Durch unsere Präsenz und unsere seelsorgliche Arbeit wollen wir Zeugnis geben von der frohen Botschaft des Evangeliums“, so Pater Mateusz Micek. Die Patres tragen zugleich die seelsorgerische Verantwortung für die Pfarrei „Heiliger Franz von Assisi“ in Blieskastel.

In den vergangenen Jahren wurden bereits die Kreuzkapelle und die Pilgerrast saniert. Jetzt sind das Klostergebäude und der Innenhof an der Reihe. Geplant sind unter anderem der Einbau einer neuen Treppenanlage, eine Erneuerung der Heizung, der Sanitäranlagen und Elektroinstallationen sowie die Realisierung von Brandschutzmaßnahmen. Das Kloster wird künftig barrierefrei zugänglich sein. Die Kosten der Sanierung belaufen sich auf rund 3,75 Millionen Euro. Sie werden zum überwiegenden Teil durch das Bistum Speyer finanziert.

„Gleichzeitig sind wir auf die finanzielle Unterstützung der Gläubigen vor Ort angewiesen“, erklärte Eric Klein, Dekan des Dekanats Saarpfalz und Vorsitzender der Kreuzkapellenstiftung, die Eigentümerin der Klosteranlage ist. „Das Kloster ist als geistliches Zentrum eine wichtige Ergänzung zur seelsorglichen Arbeit in den Pfarreien“, würdigte er die Angebote der Klosters, „die weit in die Region ausstrahlen“. Zu einem späteren Zeitpunkt ist noch die Renovierung der Klosterkirche vorgesehen. „Dann sind die Weichen gestellt, dass das Kloster Blieskastel auch für künftige Generationen ein Ort der Besinnung, des Gebets und der Begegnung mit Gott sein kann“, so Eric Klein.

Weitere Informationen: www.wallfahrtskloster-blieskastel.de

Spendenkonto:

Kreuzkapellenstiftung
Kreissparkasse Saarpfalz
IBAN: DE88 5945 0010 1011 5658 58

Bistum Speyer

09.10.2018


Fotoausstellung „Der Dom aus neuen Blickwinkeln“

Fotogruppe Speyer e.V. setzt die Kathedrale in der Volksbank ins Bild

Speyer / Volksbank Kur- und Rheinpfalz Speyer - Am 11. Oktober um 19 Uhr eröffnet in der Volksbank Kur- und Rheinpfalz Speyer, Bahnhofstraße 19, eine Ausstellung mit Bildern der Fotogruppe Speyer e.V.. Über mehr als ein Jahr hinweg war der Dom für die Mitglieder der Fotogruppe ein zentrales Objekt. Mit Unterstützung des Domkapitels gelangten die Amateurfotografen an ansonsten nicht zugängliche Orte und fotografierten den Dom aus den verschiedensten Perspektiven. Die "neuen Blickwinkel" spiegeln aber auch persönliche Sichtweisen und unterschiedliche Stile wieder.

Auf Initiative des Dombauvereins und mit freundlicher Unterstützung durch die Volksbank Kur- und Rheinpfalz Speyer werden die Ergebnisse dieser intensiven Auseinandersetzung mit dem Dom in der Ausstellung nun bis zum 8. November der Öffentlichkeit präsentiert. Parallel dazu wird eine besondere Auswahl an Fotos auch auf den Bildschirmen in der Dom-Info gezeigt.

Die Fotogruppe Speyer ist ein eingetragener Verein mit ca. 40 Amateurfotografen aus der Region Speyer. Die Mitglieder befassen sich mit verschiedenen Themenbereichen, führen Exkursionen durch und veranstalten regelmäßig Ausstellungen in Speyer.

Text: Dombauvereins Speyer Foto: Fotogruppe Speyer e.V.

04.10.2018


„Wir werden uns mit den Ergebnissen der Studie intensiv auseinandersetzen“

Generalvikar Andreas Sturm kündigt Ausbau der Prävention im Bistum Speyer an – Bistum wird Arbeitsgruppe „Missbrauch und Prävention“ einrichten und bei Forschungskonsortium eine zusätzliche Auswertung speziell für das Bistum Speyer in Auftrag geben

Zum Foto: An der Pressekonferenz nahmen (v.l.) Generalvikar Andreas Sturm, die beiden Ansprechpartner für Hilfe bei sexuellem Missbrauch im Bistum Speyer Dorothea Küppers-Lehmann und Ansgar Schreiner sowie der Präventionsbeauftragte des Bistum, Thomas Mann, teil.

Speyer - Anlässlich der Veröffentlichung der bundesweiten Missbrauchsstudie der Deutschen Bischofskonferenz hat das Bistum Speyer im Rahmen einer Pressekonferenz über Missbrauch und Prävention im Bistum Speyer informiert.

„Missbrauch bedeutet Gewalt gegen Kinder, Jugendliche und erwachsene Schutzbefohlene und steht zum Auftrag der Kirche in einem Widerspruch, der größer nicht sein könnte“, machte Generalvikar Andreas Sturm deutlich. „Wir bitten die Betroffenen um Vergebung und sagen Menschen, die bis heute unter den Folgen des Missbrauchs leiden, unsere Hilfe zu.“ Er ermutigte Betroffene, die bisher geschwiegen haben, mit den beiden Missbrauchsbeauftragten des Bistums Kontakt aufzunehmen.

Für die bundesweite Missbrauchsstudie hat das Bistum Speyer 1452 Personalakten von Priestern und hauptamtlichen Diakonen gesichtet, die zwischen 1946 und 2014 in der Diözese Speyer tätig waren oder sich im Ruhestand befanden. Erfasst und dem Forschungskonsortium zur Auswertung übergeben wurden Hinweise nicht nur auf strafrechtlich relevante Formen des sexuellen Missbrauchs, sondern auch auf Grenzverletzungen unterhalb der Schwelle der Strafbarkeit, zum Beispiel scheinbar harmlose Berührungen, sowie Hinweise und Andeutungen, die sich auf einen Verdacht oder eine Mutmaßung beziehen.

Festgestellt wurden dabei Hinweise auf 186 Betroffene, davon 98 männliche und 88 weibliche Kinder und Jugendliche. 89 Priester wurden als Beschuldigte erfasst, ungeachtet dessen, ob es sich um verifizierte Taten, Beschuldigungen, Verdächtigungen, vage Hinweise oder mögliche oder erwiesene Falschbeschuldigungen handelte. Hinsichtlich der mutmaßlichen Tathandlungen habe das Bistum „ein breites Spektrum“ festgestellt, so Generalvikar Sturm. Es reiche „von dem Fall, in dem ein Priester ein Mädchen nach seiner Periode fragt, bis hin zu Fällen von Vergewaltigung.“ 54 Verdachtsfälle seien kirchlich und 23 Verdachtsfälle durch staatliche Behörden untersucht worden. Insgesamt elf strafrechtliche Verfahren hätten mit der Verurteilung des Beschuldigten geendet. Die meisten Verdachtsfälle stammen aus den 60er-Jahren.

„Wir werden uns mit den Ergebnissen der Studie sehr genau auseinandersetzen und uns allen damit verbundenen Fragen offen und ehrlich stellen. Wir wollen lernen und verstehen, wie es zum Missbrauch in der Kirche kommen konnte, um dann wirksame Konsequenzen für die künftige Arbeit zu ziehen“, kündigte Generalvikar Andreas Sturm an. Das Bistum Speyer beabsichtige, das Forschungskonsortium mit einer zusätzlichen Auswertung speziell zum Missbrauch im Bistum Speyer zu beauftragen. Die jetzt veröffentlichte Studie enthalte Informationen und Analysen zum Missbrauch in der katholischen Kirche in Deutschland insgesamt. „Wir brauchen ergänzend dazu ein klares Bild, was den Missbrauch in unserem Bistum betrifft. Nur so können wir die Ursachen und damit die Punkte erkennen, an denen die Prävention vor sexuellem Missbrauch künftig wirksam ansetzen muss“, so Andreas Sturm.

Das Bistum Speyer richtet eine Arbeitsgruppe „Missbrauch und Prävention“ ein, um die Studie zu analysieren und Handlungskonsequenzen für das Bistum Speyer daraus abzuleiten. Dabei werde das Bistum auch Betroffene und Fachleute von außen einbeziehen. Generalvikar Sturm teilte mit, dass das Bistum Speyer seine Präventionsarbeit ausbaut. Die Stelle des Präventionsbeauftragten Thomas Mann wird zeitlich aufgestockt, zusätzlich wird eine weitere Mitarbeiterin ab Oktober als Präventionsbeauftragte eingesetzt.

Die beiden Missbrauchsbeauftragten des Bistums Speyer, Ansgar Schreiner und Dorothea Küppers-Lehmann, stellten ihre Tätigkeit gemäß den Leitlinien der Deutschen Bischofskonferenz vor. Seit dem Jahr 2010 sind die Missbrauchsbeauftragten des Bistums insgesamt 79 Verdachtsfällen nachgegangen. In 40 dieser Verdachtsfälle haben die Betroffenen einen Antrag auf materielle Leistungen in Anerkennung ihres Leids gestellt. Insgesamt 266.000 Euro hat das Bistum Speyer seitdem an Leistungen für Betroffene aufgebracht. Jeder neue Verdachtsfall werde an die Staatsanwaltschaft übergeben. So konnte bereits in zwei Missbrauchsfällen eine gerichtliche Verurteilung des Täters erreicht werden.

„Unser Ziel ist, für alle kirchlichen Einrichtungen ein institutionelles Schutzkonzept zu erstellen“, erläuterte der Präventionsbeauftragte des Bistums Thomas Mann die Pläne zur Stärkung der Präventionsarbeit. Das Bistum werde Interventionsrichtlinien erstellen und einen runden Tisch zur Einführung von Präventionsstandards und zur besseren Vernetzung einberufen. Geplant seien Basis- und Vertiefungsschulungen in allen Bereichen, die mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen Schutzbefohlenen arbeiten. Als unterstützende Maßnahmen werde das Bistum Speyer darüber hinaus Handreichungen und eLearning-Angebote für haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter/innen einführen.

Kontakte:

Missbrauchsbeauftragter
Ansgar Schreiner
Handy-Nummer 0151/148 800 09
E-Mail: ansprechpartner@bistum-speyer.de

Missbrauchsbeauftragte
Dorothea Küppers-Lehmann
Caritas-Zentrum Kaiserslautern
Engelsgasse 1
67657 Kaiserslautern
Handy-Nummer 0151/148 800 14
E-Mail: ansprechpartnerin@bistum-speyer.de

Präventionsbeauftragter
Thomas Mann
Tel: 06232 / 102 480
E-Mail: thomas.mann@bistum-speyer.de

Weitere Informationen auf der Homepage des Bistums: https://www.bistum-speyer.de/news/nachrichten/?no_cache=1&tx_ttnews%5Btt_news%5D=8013&cHash=202d807b65b59bf19fa5e2d306387b3d

Bistum Speyer

26.09.2018


Sternsinger sammeln Rekordsumme

Aktion Dreikönigssingen erbringt knapp 1,3 Millionen Euro im Bistum Speyer

Speyer - Rund 1,3 Millionen Euro haben die Sternsingerinnen und Sternsinger im Bistum Speyer bei der diesjährigen Aktion Dreikönigssingen gesammelt, wie das Kindermissionswerk am 20. September, dem Weltkindertag, bekannt gab. Bundesweit verzeichnet die Aktion das höchste Sammelergebnis ihrer Geschichte: 48,8 Millionen Euro und damit rund zwei Millionen Euro mehr als im Vorjahr haben die Kinder und Jugendlichen gesammelt. Auch im Bistum Speyer spendeten die Menschen rund 70.000 Euro mehr als 2017. Unter dem Motto „Segen bringen, Segen sein. Gemeinsam gegen Kinderarbeit – in Indien und weltweit!“ waren zahlreiche Gruppen aus dem gesamten Bistum rund um den 6. Januar unterwegs und haben sich an der weltweit größten Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder beteiligt.

Das Kindermissionswerk und der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ), die Träger der Aktion, dankten allen Sternsingerinnen und Sternsingern und den Begleiterinnen und Begleitern für dieses große Engagement. „Dieses großartige Ergebnis macht Mut, spornt an und spiegelt die große Wertschätzung für die Arbeit der Sternsinger wider“, sagt Pfarrer Dirk Bingener, Bundespräses des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ). „Schön, dass diese Kinder und Jugendlichen uns allen die Möglichkeit geben zu zeigen, was gerade jetzt wichtig ist: die Solidarität mit all denen, die unserer Hilfe bedürfen“, so Bingener. Seit dem Start der Aktion Dreikönigssingen im Jahr 1959 haben die Sternsinger mehr als eine Milliarde Euro gesammelt. Rund 71.700 Projekte für benachteiligte Kinder in Afrika, Lateinamerika, Asien, Ozeanien und Osteuropa konnten damit unterstützt werden. Das Geld, das durch die Sternsinger gesammelt wird, kommt Kindern in Not in über 100 Ländern zu Gute. Vor allem in Bildungs- und Ausbildungsprojekten werden Mädchen und Jungen gefördert und betreut, aber auch Projekte im Gesundheits- und Ernährungsbereich und im Kindesschutz können von den Sternsingergeldern verwirklicht werden.

Die kommende Aktion Dreikönigssingen steht unter dem Motto „Segen bringen, Segen sein. Wir gehören zusammen – in Peru und weltweit“ und stellt Kinder mit Behinderungen in den Mittelpunkt. Die bundesweite Aussendung wird am 28. Dezember in Altötting im Bistum Passau gefeiert.

Alle Informationen zur Aktion Dreikönigssingen sind unter www.sternsinger.de zu finden. Der Jahresbericht des Kindermissionswerks mit Informationen zu den Hilfsprojekten findet sich unter: www.sternsinger.de/ueber-uns/jahresbericht-2017.

Bistum Speyer

21.09.2018


„Menschen mit Demenz verstehend begleiten“

Erleben, verstehen, handeln: Ein Qualifizierungsangebot für Ehrenamtliche

Neustadt - Am Samstag, den 20. Oktober, wird Ehrenamtlichen im Kloster Neustadt zunächst ein kurzer Überblick über die Krankheit Demenz mit ihren unterschiedlichen Formen, Symptomen und Ursachen gegeben. Nach der Beschäftigung mit der Krankheit Demenz, werden sich die Teilnehmenden anhand einer Selbsterfahrung in das Erleben eines Menschen mit Demenz hineinversetzen.

Im Vordergrund stehen hier die Fragen, wie es einem Menschen gehen könnte, der nach und nach die Kontrolle über sich und seine Welt verliert, dessen Ich-Identität zunehmend verloren geht. Welche Auswirkung könnte dies auf die Lebensqualität und Selbstbestimmung eines dementiell erkrankten Menschen haben?

Nur wer persönliche Verluste selbst nachempfindet und versteht, welche Unterstützung Menschen mit Demenz brauchen, kann empathische und gelingende Begegnungen gestalten. Der Nachmittag wird einen Einblick auf die möglichen Konsequenzen geben, die sich daraus für Reden, Tun und Handeln ergeben. Hilfreiche Kommunikationsmethoden werden vorgestellt und eingeübt. Das Gelernte wird in den eigenen Alltag übertragen. Für Fragen und Fallbeispiele wird es ausreichend Raum geben.

  • Wann:  Samstag, 20. Oktober 2018, 09.00 Uhr – 17.00 Uhr
  • Wo:  Kloster Neustadt, Waldstr. 145, 67434 Neustadt/W.
  • Referentin: Johanna Köhler, Ergotherapeutin im Krankenhaus „Zum Guten Hirten“ in Ludwigshafen

Anmeldung beim Referat Krankenhausseelsorge im Bischöflichen Ordinariat Speyer, Webergasse 11, 67346 Speyer, Tel.: 06232/102-249/288, Email: krankenhausseelsorge@bistum-speyer.de

Text: Referat Krankenhausseelsorge / Foto: Bistum Speyer

21.09.2018

 

United Praise – Eine Nacht im Dom

Großer Lobpreisabend mit Livemusik und seelsorgerischem Angebot

Speyer - Am 27.10.2018 wird der Dom zu Speyer mit United Praise eine neue Dimension der Ökumene erleben. Fünf Bands verschiedener christlicher Glaubensgemeinschaften packen elektrische Gitarren, Schlagzeug und Nebelmaschine aus, um einen ökumenischen Lobpreisgottesdienst zu feiern. Das gemeinsame Projekt von Bistum Speyer, der Evangelischen Kirche der Pfalz, Chara Gerbach, Vineyard Speyer und der Gemeinde Wort des Glaubens soll die Einheit der Christen bestärken, so die Absicht des ökumenischen Organisationsteams.

Das vielfältige Programm besteht aus spirituellen Impulsen von Predigerinnen und Predigern, den Auftritten christlicher Bands, Gelegenheiten für Gebete aller Art und Angeboten zur Seelsorge. Im Hauptschiff des Domes werden die Bands, durchgehend von 19 Uhr bis zur Mitternacht, zahlreiche deutsche und englische Songs mit Bezug zum Glauben präsentieren. Der Altarbereich wird mittels zeitgemäßer Studiotechnik zur Bühne und wer die Lieder noch nicht kennt, wird über mehrere Leinwände die Gelegenheit bekommen, trotzdem textsicher mitzusingen. Parallel dazu sind in den Seitenschiffen Geistliche für verschiedene Anliegen ansprechbar: So können Besucherinnen und Besucher unter anderem für sich beten lassen, ihre Sorgen loswerden oder beichten. Der Dom kann während der gesamten Veranstaltung jederzeit betreten oder verlassen werden.

„Eine abenteuerliche Geschichte“

„Man kann es nicht anders sagen. Dass es „United Praise“ gibt, ist eine abenteuerliche Geschichte mit vielen Zufällen, die sich – wenn man an Gott glaubt – als Fügungen begreifen lassen. Gott hat eine Handvoll Menschen zusammengeführt, denen die Einheit der Christen ein Herzensanliegen ist. Gemeinsam loben wir Jesus. Über konfessionelle Grenzen hinweg hat alles im Gebet begonnen. Das ist es, was uns Christen eint, egal aus welcher Kirche wir kommen. Wir beten darum um die Einheit der Christen, aber noch um viel mehr“ so das gemeinsame Statement des Organisationsteams von United Praise.

Domkapitular Vogelsang, Bistum Speyer: „Ich bin davon überzeugt, dass Jesus die Antwort auf alle Fragen der Menschen ist … und zwar zu allen Zeiten, also auch für uns Menschen heute! Ich spüre, wie er im Moment gerade die Christen aus den verschiedenen Kirchen durch seinen Heiligen Geist in eine Gebetsbewegung versetzt, die auf deren Einheit zielt.“ Stefan Fröhlich, Pfarrer der Protestantischen Kirchengemeinde Maxdorf: „Nah bei Jesus sind wir einander nah. Wenn diese Nähe spürbar wird, merken wir so richtig, was uns verbindet. Ich freu mich auf ein riesen Fest aus Freude an Gott!“.

Michaela Wesely, Leitung Chara Gerbach: „United Praise ist für mich eine geniale Möglichkeit, der Welt zu zeigen, dass Gott ganz und gar nicht langweilig ist. Es erwarten uns unglaublich gute Musik, modere Lichtshow im alten Gemäuer und interessante Leute, die alle das gleiche Ziel haben: Jesus begegnen.“ Esther Friesen, Wort des Glaubens: „Ich glaube "United Praise" ist der Herzschlag Gottes ... Jesus ist der Fokus. Die Liebe ist der Weg und das Zeugnis ist die Proklamation und Demonstration der "guten Nachricht". Das ist effektives Christentum!“ Reinhard Regberg, Vineyard Speyer: „... wir wollen mit Jesus himmlische Zustände auf der Erde ausbreiten!“

Weitere Infos: www.unitedpraise.de

Text/Fotos: United Praise

19.09.2018


Bischof Wiesemann wendet sich im Kampf gegen Missbrauch direkt an die Gläubigen

Seine Erklärung zur Veröffentlichung der Missbrauchsstudie wird an diesem Wochenende in allen Gottesdiensten der Diözese verlesen

Speyer - Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann wendet sich im Kampf gegen den Missbrauch direkt an die Gemeinden und Gläubigen im Bistum Speyer. Seine Erklärung zur Veröffentlichung der Missbrauchsstudie wird an diesem Wochenende in allen Gottesdiensten der Diözese verlesen.

„Das Bekanntwerden der Missbrauchsfälle in Deutschland im Jahr 2010 hat eine tiefe Erschütterung ausgelöst. Wir Bischöfe haben in dieser Situation zahlreiche Maßnahmen zur Aufklärung und Prävention ergriffen. Auch sahen wir die Notwendigkeit, den Missbrauch in der katholischen Kirche durch Wissenschaftler von außen unabhängig untersuchen zu lassen“, schreibt Bischof Wiesemann. „Das geschah mit dem Ziel, Aufschluss über das Ausmaß und die Ursachen des Missbrauchs zu erhalten.“

Die nun bekannt gewordenen Zahlen über die Dimension des Missbrauchs erschütterten ihn zutiefst: „Was Priester unserer Kirche Kindern, Jugendlichen und erwachsenen Schutzbefohlenen an körperlichem und seelischem Leid zugefügt haben, ist unbeschreiblich und sehr bedrückend.“ Versagen und Schuld treffe auch die Leitung auf allen Ebenen der Kirche. Der Schutz der Kirche sei oft vor den Schutz der Betroffenen gestellt worden. „Das bedaure ich zutiefst und bitte die Betroffenen aus tiefem Herzen um Verzeihung“, so der Bischof.

Die ersten Ergebnisse der Studie zeigen aus seiner Sicht: „Das bisher Unternommene reicht nicht aus. Wir müssen für unsere Kirche weitere Konsequenzen ziehen und uns allen damit verbundenen Fragen offen und ehrlich stellen.“ Dazu brauche es zuerst eine intensive Auseinandersetzung mit den Ergebnissen der Studie.

„Ich werde mich weiterhin für eine konsequente Aufarbeitung einsetzen“, erklärt Bischof Wiesemann. Dabei seien ihm der Kontakt und das Gespräch mit den Betroffenen besonders wichtig. „Sie wurden oft über Jahrzehnte in unserer Kirche nicht gehört und ich bin entschlossen, dies zu ändern und dauerhaft zu gewährleisten.“ Er ermutigt Betroffene, die sich bisher noch nicht gemeldet haben, sich an die beiden Missbrauchsbeauftragten des Bistums zu wenden. Dies könne helfen, Täter zu entlarven und weitere Verbrechen zu vermeiden.

Die Diözese Speyer werde die Prävention weiter ausbauen, personell wie finanziell, um so einen umfassenderen Schutz für Kinder, Jugendliche und erwachsene Schutzbefohlene zu erreichen, kündigt Bischof Wiesemann an. „Wir werden alles tun, damit sie bei uns sicher sein können.“ In den letzten Wochen hatten den Bischof viele Mitteilungen erreicht, „aus denen Schmerz und Zorn sprechen“. Er verstehe und teile die Enttäuschung der Gläubigen, „die Wut und das tiefes Leiden an der Kirche“. Der Schmerz und das Leid der Betroffenen seien „der Schmerz und das Leid Jesu Christi.“ Zusätzlich zu Gesprächen mit Betroffenen, Aufklärung und Prävention seien auch Umkehr, Buße und das gemeinschaftliche Gebet der Kirche notwendig.

Bistum Speyer

18.09.2018


Die Erklärung von Bischof Wiesemann im Wortlaut

Erklärung zur Veröffentlichung der Missbrauchsstudie der Deutschen Bischofskonferenz

Liebe Schwestern und Brüder,

das Bekanntwerden der Missbrauchsfälle in Deutschland im Jahr 2010 hat eine tiefe Erschütterung ausgelöst. Wir Bischöfe haben in dieser Situation zahlreiche Maßnahmen zur Aufklärung und Prävention ergriffen. Auch sahen wir die Notwendigkeit, den Missbrauch in der katholischen Kirche durch Wissenschaftler von außen unabhängig untersuchen zu lassen. Das geschah mit dem Ziel, Aufschluss über das Ausmaß und die Ursachen des Missbrauchs zu erhalten. Mir war es ein wichtiges Anliegen, dass unsere Diözese dabei an einer Langzeitstudie teilnimmt. Es wurden Personalakten ausgewertet, die bis zu den Anfängen des vergangenen Jahrhunderts zurückreichen.

Die nun bekannt gewordenen Zahlen über die Dimension des Missbrauchs erschüttern mich zutiefst. Was Priester unserer Kirche Kindern, Jugendlichen und erwachsenen Schutzbefohlenen an körperlichem und seelischem Leid zugefügt haben, ist unbeschreiblich und sehr bedrückend. Versagen und Schuld treffen auch die Leitung auf allen Ebenen der Kirche. Leider wurde der Schutz der Kirche oft vor den Schutz der Betroffenen gestellt – das bedaure ich zutiefst und bitte die Betroffenen aus tiefem Herzen um Verzeihung.

Die ersten Ergebnisse der Studie zeigen: Das bisher Unternommene reicht nicht aus. Wir müssen für unsere Kirche weitere Konsequenzen ziehen und uns allen damit verbundenen Fragen offen und ehrlich stellen. Dazu braucht es zuerst eine intensive Auseinandersetzung mit den Ergebnissen der Studie. Ich werde mich weiterhin für eine konsequente Aufarbeitung einsetzen. Dabei sind mir der Kontakt und das Gespräch mit den Betroffenen besonders wichtig. Sie wurden oft über Jahrzehnte in unserer Kirche nicht gehört und ich bin entschlossen, dies zu ändern und dauerhaft zu gewährleisten. Ich ermutige Betroffene, die sich bisher noch nicht gemeldet haben, ausdrücklich, sich an unsere beiden Missbrauchsbeauftragten zu wenden. Dies kann helfen, Täter zu entlarven und weitere Verbrechen zu vermeiden.

Wir werden zudem als Diözese die Prävention weiter ausbauen, personell wie finanziell, um so einen umfassenderen Schutz für Kinder, Jugendliche und erwachsene Schutzbefohlene im Bereich der Kirche zu erreichen. Wir werden alles tun, damit sie bei uns sicher sein können.

Die letzten Wochen haben mich viele Mitteilungen erreicht, aus denen Schmerz und Zorn sprechen. Liebe Schwestern und Brüder, ich verstehe und teile Ihre Enttäuschung, Ihre Wut und Ihr tiefes Leiden an der Kirche. Der spätere Papst Benedikt XVI. hat diesen Schmerz über die abscheulichen Taten am Karfreitag des Jahres 2005 in den Worten ausgedrückt: „Wie viel Schmutz gibt es in der Kirche und gerade auch unter denen, die im Priestertum ihm [dem Herrn] ganz zugehören sollten? Wie viel Hochmut und Selbstherrlichkeit? […] All das ist in seiner Passion gegenwärtig. Der Verrat der Jünger, der unwürdige Empfang seines Leibes und Blutes, muss doch der tiefste Schmerz des Erlösers sein, der ihn mitten ins Herz trifft. Wir können nur aus tiefster Seele zu ihm rufen: Kyrie, eleison – Herr, rette uns!“

Der Schmerz und das Leid der Betroffenen sind der Schmerz und das Leid Jesu Christi. Ihn bitten wir um seinen Beistand, seine Hilfe, seine Erlösung.

Papst Franziskus fordert uns auf, „uns des Schmerzes unserer an Leib und Seele verwundeten Brüder und Schwestern anzunehmen.“ Dazu braucht es das Gespräch mit den Betroffenen. Es braucht Aufklärung und Prävention. Es braucht unsere Umkehr und unsere Buße. Es braucht das gemeinschaftliche Gebet der ganzen Kirche: Kyrie, eleison – Herr, rette uns!

Ihr Bischof Karl-Heinz Wiesemann

18.09.2018


Angebot für Ehrenamtliche in der Krankenhausseelsorge

Bistum Speyer bietet ab Sommer 2019 mehrteilige Fortbildung an – Bewerbungsschluss: 30. November 2018

Bistum Speyer bietet ab Sommer 2019 mehrteilige Fortbildung an – Bewerbungsschluss: 30. November 2018

Speyer / Ludwigshafen - Sie haben ein offenes Ohr für kranke Menschen und stehen ihnen in schwierigen Situationen zur Seite: ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter leisten einen wertvollen Beitrag in der Krankenhausseelsorge. Die Abteilung „Besondere Seelsorgebereiche“ im Bischöflichen Ordinariat Speyer bietet zum zweiten Mal für alle, die sich für ein solches ehrenamtliches Engagement interessieren, eine fundierte Ausbildung an.

In sechs Kurseinheiten geht es um Themen wie Gesprächsführung, Umgang mit Krankheit, Sterben, Tod und Trauer und Beten, segnen, Glauben teilen. Ab der zweiten Kurseinheit beginnt begleitend eine Praxisphase von etwa zwei Stunden pro Woche in ausgewählten Krankenhäusern der Diözese.
Geleitet wird die Schulungsreihe von Pastoralreferentin Cäcilia Jünger-Fiebig, Krankenhausseelsorgerin in Frankenthal und EFL-Beraterin, Gemeindereferent Johannes Hammer, Krankenhaus-seelsorger in Bad Bergzabern und Supervisor, und Dipl.-Theol. Marita Seegers, Krankenhausseelsorgerin in Ludwigshafen, Hospitantin in der Kursleitung.

Wer sich für die Fortbildung bewirbt, wird zu einem Auswahlgespräch eingeladen.

Die Termine und Themen der Kurseinheiten:

Modul 1 - Das Krankenhaus als Ort der Seelsorge
Samstag, 29. Juni 2019, 09.30 Uhr bis 17.00 Uhr
Priesterseminar St. German, Speyer

Modul 2 - Seelsorgliche Gespräche führen
Samstag, 31. August 2019, 09.30 Uhr bis 17.00 Uhr
Heinrich Pesch Haus, Ludwigshafen

Modul 3  - Biographie, Spiritualität und meine Rolle als Ehrenamtliche/r in der Seelsorge
Samstag, 9. November 2019, 09.30 Uhr bis 17.00 Uhr
Kloster Neustadt

Modul 4 - Umgang mit Sterben, Tod und Trauer
Samstag, 18. Januar 2020, 09.30 Uhr bis 17.00 Uhr
Priesterseminar St. German, Speyer

Modul 5 – „Du stellst meine Füße auf weiten Raum“ (PS 31) – Beten, segnen, Glauben teilen
Samstag, 14. März 2020, 09.30 Uhr bis 17.00 Uhr
Kloster Neustadt

Modul 6 – Abschluss und Beauftragung
Samstag, 20. Juni 2020, 09.30 Uhr bis 17.00 Uhr
Heinrich Pesch Haus, Ludwigshafen

Weitere Informationen und Bewerbung (bis zum 30. November 2018) bei:

Bischöfliches Ordinariat
Abteilung Besondere Seelsorgebereiche
Susanne Laun
Webergasse 11
67346 Speyer
Tel. 0 62 32/102-249
E-Mail: krankenhausseelsorge@bistum-speyer.de

Bistum Speyer

18.09.2018


Kirche schafft bezahlbaren Wohnraum in Speyer

Gemeinnütziges Siedlungswerk übernimmt ehemaliges Bistumshaus St. Josef – Stadtbildprägende Gebäudeteile bleiben erhalten

Speyer - Das ehemalige Bistumshaus St. Josef in Speyer, im Volksmund auch „Seppelskasten“ genannt und bis Anfang des Jahres 2017 als Zentrale des Diözesan-Caritasverbandes genutzt, wird in den Teilen, die für das Stadtbild prägend sind, erhalten bleiben. Das in den 20er-Jahren geschaffene Gebäudeensemble auf der Ecke Bahnhofstraße und Obere Langgasse wird in den nächsten Jahren grundlegend saniert, in Teilen umgestaltet und soll zukünftig hauptsächlich für Wohnungen genutzt werden. Neuer Eigentümer wird das Gemeinnützige Siedlungswerk, das im Auftrag des Bischöflichen Stuhls bereits die Projektentwicklung übernommen hatte.

„Das vom Architekten Albert Boßlet entworfene Gebäude ist ein beredtes Zeugnis der Architektur aus den 20er und 30er-Jahren“, erklärt Gerhard Müller, Geschäftsführer des Gemeinnützigen Siedlungswerks. Besonders der Turm sei ein prägendes städtebauliches Element, das erhalten werden soll, ebenso der Gebäudeflügel entlang der Bahnhofsstraße. „Auch die markante Figur der Heiligen Josef rechts des Eingangs werden wir als Hinweis aus die kirchliche Tradition des Ortes belassen“, unterstreicht Müller. Der Gebäudeteil zur Oberen Langgasse hingegen hat so starke bauliche Mängel, dass an seine Stelle ein Neubau treten wird. Durch eine Tiefgarage werden die bisherigen Parkplätze hinter dem Gebäude unter die Erde verlagert und der Innenhof zu einer Parkanlage umgestaltet. Der Umbau des Projekts „Seppelskasten“ soll im Jahr 2019 geplant und in den Jahren 2020 und 2021 umgesetzt werden, erklärt Gerhard Müller das weitere Vorgehen.

Im neuen „Seppelskasten“ sind 37 Wohnungen vorgesehen, knapp die Hälfte davon als Mietwohnungen zum Beispiel für Senioren oder Studenten und gegebenenfalls auch für Wohngruppen. „Aus den Erfahrungen der Caritas, aber auch aus Untersuchungen der Stadt wissen wir, dass in Speyer ein großer Bedarf nach bezahlbarem Wohnraum besteht“, nennt Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann den Grund, warum der Bischöfliche Stuhl das Gebäude nicht meistbietend an einen Investor veräußert, sondern verbunden mit einer sozialen Zielsetzung an das Gemeinnützige Siedlungswerk verkauft. „Das Gemeinnützige Siedlungswerk hat im Zusammenhang mit der Entwicklung und Erschließung des Baugeländes beim Speyerer Priesterseminar erneut seine Zuverlässigkeit und fachliche Kompetenz unter Beweis gestellt. Diese Erfahrung wollen wir für weitere Projekte fruchtbar machen“, so Bischof Wiesemann. Auch gehöre die Errichtung von bezahlbaren Wohnungen zu den Kernkompetenzen des Gemeinnützigen Siedlungswerks. Zum neuen Nutzungskonzept für den „Seppelskasten“ gehören zudem Ladengeschäfte und Gewerbeeinheiten im Erdgeschoss.

Das Gemeinnützige Siedlungswerk ist die Wohnungsbaugesellschaft des Bistums Speyer. Sie wurde 1949 gegründet, um der Wohnungsnot der Nachkriegsjahre entgegenzutreten. Zweck der Gesellschaft ist bis heute die Einrichtung von familiengerechten Eigenheimen, Eigentumswohnungen und öffentlich geförderten Mietwohnungen. Bis heute konnten weit über 7000 Wohneinheiten fertiggestellt und an die Käufer oder Mieter übergeben werden.

Das ehemalige Bistumshaus St. Josef war aus dem Umbau einer 1875 als Zigarrenfabrik errichteten Anlage hervorgegangen. Es wurde 1924 von der Diözese Speyer erworben und vom Architekten Albert Boßlet, der in der Pfalz zahlreiche Kirchen geschaffen hat, zu einem Studentenheim umgestaltet. Seit dem Ende der 70er-Jahre diente das Gebäude als Sitz der Zentrale des Diözesan-Caritasverbandes. Anfang des Jahres 2017 verlegte der Caritasverband seine Zentrale in die Nikolaus-von-Weis-Straße. Die Entscheidung zum Verkauf des Gebäudes an das Gemeinnützige Siedlungswerk erfolgte nach Beratung im Diözesan-Steuerrat, der für den Bischöflichen Stuhl die Funktion des Beratungsgremiums wahrnimmt.

Bistum Speyer

13.09.2018


Artur Noras in den Kreis der Weihekandidaten aufgenommen

v.l.: Spiritual Martin Seither, Artur Noras, Weihbischof Otto Georgens und Regens Markus Magin

Speyer - Artur Noras wurde am Fest „Mariä Geburt“ am 8. September in den Kreis der Weihekandidaten für das Priesteramt des Bistums Speyer aufgenommen. Im Rahmen eines feierlichen Gottesdienstes in der Kirche des Speyerer Karmelklosters verlieh ihm Weihbischof Otto Georgens die Admissio.

Artur Noras (35) stammt aus Lauterecken in der Nordpfalz. Nach der Schule absolvierte er eine Ausbildung zum Groß- und Außenhandelskaufmann und arbeitete in diesem Beruf. Sein Theologie-Studium hat er in Eichstätt und Heiligenkreuz bei Wien absolviert. Praktische Erfahrungen im Rahmen eines Praktikums sammelte er in der Pfarrei Heilige Cäcilia in Ludwigshafen. Als Hobby pflegt er das Tischtennis-Spiel, das er bis heute im Verein praktiziert.

Weihbischof Georgens stellte Maria als „Morgenröte des Heils, die ihr Licht von Jesus empfängt“, in den Mittelpunkt seiner Predigt. In Maria stehe den Christen das Urbild einer Kirche vor Augen, die sich ganz von Jesus Christus versteht. „Maria lässt zu, was von Gott auf sie zukommt. Sie verlässt sich ganz auf Gott und wird dadurch gelassen“, so Weihbischof Georgens. Wo Gott den Menschen rufe, stehe das Loslassen am Anfang des Weges. Auch in der Erfahrung der Angst gelte die Zusage Gottes „Du bist nicht verlassen, Du kannst dich ganz mir überlassen“.

Bistum Speyer

10.09.2018


Professjubiläen im Institut St. Dominikus Speyer

Ordensschwestern feiern am 16. September ihr 65-, 60-jähriges Jubiläum – Festgottesdienst mit Generalvikar Andreas Sturm

Speyer - 14 Schwestern aus verschiedenen Konventen des Instituts St. Dominikus Speyer feiern im Kreis ihrer Mitschwestern am 16. September  im Mutterhaus (Institut St. Dominikus, Vincentiusstr.4 in Speyer) ihr 65- oder 60-jähriges Professjubiläum.

Die Schwestern haben ihren Auftrag als Dominikanerinnen des Instituts in vielen Bereichen (Krankenhaus,  Kindergarten, Schule, Paramentik, Küche, Pfarrei und in der Mission in Ghana und Südafrika/Montebello) wahrgenommen. An diesem Festtag gilt der Dank der Ordensfrauen Gott für alles, was er in ihrem Leben gewirkt hat.

„Jubiläen sind zwar durch den Rückblick auf die vergangene Zeit geprägt, aber sie sind kein Schlusspunkt, sie sind nur eine Station auf unserem Weg“, erklärt Schwester Annemarie Kirsch. So gehöre zu dem Festtag auch der Blick nach vorne. Dieser finde seinen Ausdruck in der Erneuerung der Gelübde. „Unsere Sendung geht weiter, wenn auch in anderer Form. So erbitten wir an diesem Tag für die Jubilarinnen den Segen für ihren weiteren Lebensweg“.

Andreas Sturm, Generalvikar des Bistums Speyer, hält um 9 Uhr in der Mutterhauskapelle den Festgottesdienst. Die Festgemeinde begleitet die Jubilarinnen nach dem Gottesdienst unter Gesang zur Gratulation in den Festsaal.

65-jähriges Jubiläum feiern:

  • Sr. M. Exsulta Bischof (Holzstr. 8, Speyer)
  • Sr. Maria Crucis Welsch (St. Marienkrankenhaus Ludwigshafen)
  • Sr. M. Virgula Winkelblech (Mutterhaus Institut St. Dominikus)

60-jähriges Jubiläum feiern:

  • Sr. M. Dominga Albert (St. Marienkrankenhaus Ludwigshafen)
  • Sr. M. Friedhilde Bastuck (Landstuhl)
  • Sr. M. Rebekka Eichberger (Mutterhaus Institut St. Dominikus)
  • Sr. M. Helga Jörger (Holzstr. 8, Speyer)
  • Sr. M. Miguela Keller (Mutterhaus Institut St. Dominikus)
  • Sr. M. Waltrud Kries (Landstuhl)
  • Sr. M. Thea Lelle (Mutterhaus Institut St. Dominikus)
  • Sr. M. Albertis Ludwig (Saarbrücken)
  • Sr. Rosemarie Rinck (Maximilianstr.96, Speyer)
  • Sr. M. Fatima Schmitt (Mutterhaus Institut St. Dominikus)
  • Sr. M. Felicis Weber (Mutterhaus Institut St. Dominikus)

Bistum Speyer

10.09.2018


Hilfe für Opfer der schweren Überschwemmungen in Indien

Evangelische Kirch, Bistum Speyer, Diakonie und Caritas stellen 30.000 Euro Soforthilfe bereit

Speyer - Das Bistum Speyer, die Evangelische Kirche der Pfalz, das Diakonische Werk und der Diözesan-Caritasverband haben zusammen 30 000 Euro Soforthilfe für die Opfer der schweren Überschwemmungen im südindischen Bundesstaat Kerala zur Verfügung gestellt. Das Geld wird an Caritas International und die Diakonie Katastrophenhilfe gespendet, die mit ihren Partnerorganisationen vor Ort die notleidendenden Menschen unterstützen.

Nach schweren Monsunregenfällen ist vor allem der südindische Bundesstaat Kerala von großflächigen Überschwemmungen betroffen. Nach offizieller Einschätzung handelt es sich um die schwersten Fluten seit hundert Jahren in der Region. Fast eine halbe Million Menschen harren nach Angaben von Caritas International und der Katastrophenhilfe der Diakonie in Notunterkünften aus. Rund 400 Menschen seien in den Fluten ums Leben gekommen. Erdrutsche und Schlammlawinen sorgten dafür, dass viele Gebiete nicht passierbar seien. Ein weiteres Problem seien die schwierigen hygienischen Bedingungen. Um eine Ausbreitung von Krankheiten zu verhindern, würden Hygieneartikel, sauberes Trinkwasser und Medikamente benötigt.

Spendenkonten:

Caritas international
Bank für Sozialwirtschaft Karlsruhe
IBAN: DE88 6602 0500 0202 0202 02
BIC: BFSWDE33KRL
Kennwort: Fluthilfe
oder online: www.caritas-international.de

Diakonie Katastrophenhilfe
Evangelische Bank eG
IBAN: DE78 5206 0410 0000 0014 14
BIC: GENODEF1EK1
Kennwort: Fluthilfe Indien
oder online: www.diakonie-katastrophenhilfe.de

is / lk

09.09.2018


21 Kindertagesstätten im Bistum Speyer erwerben KTK-Zertifikat

Erste Abschlüsse des Qualitätsmanagementprozesses auf der Grundlage der Richtlinien des Bundesverbandes Katholischer Tageseinrichtungen für Kinder (KTK) – 60 Kitas starten neu

Speyer - Seit 2012 läuft das Projekt "Speyerer Qualitätsmanagement" (SpeQM) für die katholischen Kindertagesstätten im Bistum Speyer. In insgesamt vier Staffeln werden alle der rund 240 Einrichtungen den Qualitätsmanagementprozess voraussichtlich bis zum Jahr 2022 absolviert haben. „Zwischenzeitlich haben in der Diözese sieben Kindertageseinrichtungen das KTK-Gütesiegel und 14 Kindertageseinrichtungen den KTK-Qualitätsbrief erworben“ zieht Heinz-Peter Schneider, Referent für Qualitätsmanagement in Kindertagesstätten im Bistum Speyer, eine Zwischenbilanz.

Im kommenden Jahr werden weitere folgen. „Von den 38 Kindertagesstätten, die als erste Staffel im Sommer 2015 mit dem Prozess begonnen hatten, haben sich jetzt die Ersten zur externen Evaluation zur Erlangung des KTK-Qualitätsbriefes angemeldet. Parallel dazu haben 52 Einrichtungen der zweiten Staffel, die im Sommer 2017 startete, inzwischen die Hälfte der Schulungen absolviert“, berichtet Heinz-Peter Schneider von der umfangreichen Koordinationsarbeit. „60 weitere Einrichtungen gehen in diesen Tagen als dritte Staffel an den Start und für die vierte Staffel mit 54 Einrichtungen, die im Sommer 2019 den Prozess beginnt, haben gerade die ersten Informationsabende stattgefunden.“ Gleichzeitig seien Teile des SpeQM-Einrichtungshandbuches aktualisiert worden.

Grundlage für den Prozess ist das Gütesiegel des Bundesverbandes Katholischer Tageseinrichtungen für Kinder (KTK). Das KTK-Gütesiegel ist ein bundesweit anerkanntes Qualitätsmanagementsystem, das Kindertagesstätten dabei unterstützt, die Qualität ihrer Arbeit zu reflektieren, weiterzuentwickeln und zu dokumentieren. Dazu werden neun Qualitätsbereiche – von „Kinder“ und „Eltern“ über „Mittel“ und „Personal“ bis hin zu „Kirchengemeinde“ und „Glaube“ – genau unter die Lupe genommen. In zehn Ausbildungsabschnitten über einen Zeitraum von zwei Jahren machen sich im Rahmen des SpeQM die Trägervertreter, Leiterinnen und die Qualitätsbeauftragten der Kindertagesstätten mit den Grundsätzen und Methoden des Qualitätsmanagements vertraut. Im dritten Projektjahr erhalten sie in vierteljährlich stattfindenden Qualitätszirkeln weitere Unterstützung durch die Referenten und Referentinnen der Diözese und des Caritasverbandes. Dabei entwickeln sie ein Qualitätshandbuch speziell für ihre Einrichtung. Nach drei Jahren schließt das Projekt mit der Durchführung einer externen Evaluation und – bei Erfolg – mit dem Erwerb des KTK-Qualitätsbriefes ab. In den Folgejahren besteht die Möglichkeit zur Zertifizierung mit dem KTK-Gütesiegel.

Bistum Speyer

03.09.2018


Neues Herzstück der Dommusik fertig gestellt

Großer Chorsaal feierlich eingeweiht – Pontifikalvesper im Dom mit Weihbischof Otto Georgens

Segnung des neuen Chorsaals durch Weihbischof Otto Georgens; Foto: Klaus Landry

Speyer - In zwei Jahren wurde aus einer ehemaligen Schulturnhalle der neue Proben- und Konzertraum der Dommusik. Jetzt wurde der neue Große Chorsaal beim Haus der Kirchenmusik, Hasenpfuhlstraße 33b, eingeweiht. Domkapellmeister Markus Melchiori freut sich über die Fertigstellung des „Herzstücks der Dommusik". Rund 350 Kinder, Jugendliche und Erwachsene werden dort künftig proben. Gefeiert wurde die Einweihung am 1. September mit einer Pontifikalvesper im Dom mit Weihbischof und Dompropst Otto Georgens.

Die Chöre der Dommusik singen im Großen Chorsaal¸ Foto: Klaus Landry

Weihbischof Otto Georgens dankte der Dommusik für die musikalische Bereicherung der Liturgie, die „Verkündigung, aber auch Kunst“ sei. Sie stärke und bestärke das in Worten verkündete Wort Gottes: „Musik kann es gelingen, Tiefenschichten des Menschen anzusprechen, die kein gesprochenes Wort erreicht.“ Als „Markenzeichen der Dommusik“ hob der Weihbischof die Kinder- und Jugendarbeit hervor: „Durch die kontinuierliche musikalische und stimmliche Förderung in der Domsingschule mit Musikgarten und vokaler Früherziehung und die Einrichtung eines Mädchenchors und der Domsingknaben gelingt es, viele junge Menschen für die Kirchenmusik zu interessieren und sie an diese Kunstform zu binden.“

Prozession vom Dom zum Haus der Kirchenmusik, Foto: Klaus Landry

So waren denn auch Kinder aller Altersgruppen beim Gottesdienst dabei und gestalteten diesen mit. Unterstützt wurden sie von den Dombläsern. Es erklangen Werke von Alessandro Scarlatti, Heinrich Schütz und Christian Heiss. Domkapellmeister Markus Melchiori und Domkantor Joachim Weller dirigierten die Stücke, die vom Mädchenchor, den Domsingknaben und dem Domchor gesungen wurden.  Der Zweite Domorganist Christoph Keggenhoff leitete die Schola und Domorganist Markus Eichenlaub spielte die Orgel. Ihnen allen dankte Weihbischof Georges namentlich für ihre „hervorragende pädagogische und künstlerische Leistung“.  Die Lesung und die Fürbitten wurden von Domdekan Dr. Christoph Kohl vorgetragen, der für die Liturgie am Dom und damit auch für die Dommusik verantwortlich ist.

Pontifikalvesper zur Einweihung des neuen Chorsaals im Dom, Foto: Klaus Landry

Nach der Pontifikalvesper schritt die Gemeinde gemeinsam mit den Chören der Dommusik in einer Prozession durch die Altstadt zum Hof des Hauses der Kirchenmusik. Dort sangen die jüngsten Sänger das Mottolied der benachbarten Klosterschule St. Magdalena, die mit der Dommusik eng kooperiert und deren Schüler in dem Raum schon für die Einweihung geprobt hatten.  Die Segnung des Saals durch Weihbischof Georgens war der Höhepunkt der Feier.

Weihbischof Otto Georgens bei der Predigt im Dom; Foto: Domkapitel Speyer

Die Gemeinde verfolgte die Weihe über Lautsprecher im Hof des Hauses der Kirchenmusik, da der Saal mit den Chören bereits gefüllt war. Im Anschluss nutzen die Gottesdienstbesucher dann aber sofort die Gelegenheit, sich den Saal und das angrenzende Notenlager anzusehen. Dabei waren es viele anerkennende „Ahs und Ohs“ zu vernehmen. Denn an eine Turnhalle erinnert dort wirklich nichts mehr. Entstanden ist ein Raum, der sowohl die für die Probenarbeit notwendige Einrichtung und Akustik besitzt als auch einen eigenen künstlerischen Charakter ausprägt. Gestaltet wurde der Große Chorsaal von Dombaumeister Mario Colletto. Er ließ den 170 Quadratmeter großen Raum wie einen Renaissanceplatz anlegen. Die in Rottönen gepolsterten Stühle stehen auf einem getreppten Podest, die großflächigen, seitlich angebrachten Leuchten lassen den Raum wie einen offenen, sonnenbeschienenen Campus erscheinen. An den Wänden sind in sepiafarbener Lasur verschiedene Außen- und Innenansichten des Doms zu sehen.  Die ursprüngliche Wandstruktur bleibt darunter sichtbar, so dass die Historie des Raums nicht verloren geht, erklärte Colletto zu seiner Arbeit.

Text: Bistum Speyer Foto: (1-4) Klaus Landry & (5) Domkapitel Speyer

03.09.2018


Aussendung in den seelsorglichen Dienst

Beauftragungsfeier für Michael Gutting und Marcel Ladan mit Weihbischof Georgens im Dom zu Speyer

Die beiden neuen Pastoralassistenten feierten heute ihre offizielle Beauftragung (v.l.): Matthias Zech, Diözesanreferent für die Pastoralreferent/-innen im Bistum Speyer, Michael Gutting, Weihbischof Otto Georgens, Marcel Ladan und Sr. Dorotea Castano de Luis, Mentorin in der Ausbildung der Pastoralassistenten.

Speyer - Weihbischof Otto Georgens hat am heutigen Sonntag im Rahmen eines feierlichen Gottesdienstes im Speyerer Dom die Pastoralassistenten Marcel Ladan und Michael Gutting offiziell in den seelsorglichen Dienst des Bistums Speyer ausgesandt. Ladan ist seit dem 1. August in der Pfarrei Hl. Johannes XXIII. in Lambrecht im Einsatz, Gutting arbeitet in der Pfarrei Heilige Hildegard von Bingen in Dudenhofen. Der Weihbischof begrüßte unter den zahlreichen Gläubigen Angehörige sowie Kolleginnen und Kollegen der beiden Pastoralassistenten und eine Reihe von Pastoral- und Gemeindereferentinnen und -referenten, die vor 25 Jahren im Dom ihre Beauftragung gefeiert hatten.

Weihbischof Otto Georgens bei seiner Predigt

In seiner Predigt nahm Weihbischof Georgens Bezug auf das Tagesevanglium. Der Evangelist Markus schildert darin, wie die Pharisäer daran Anstoß nehmen, dass Jesus und seine Jünger entgegen der damals geltenden Reinheitsvorschriften Brot essen, ohne die Hände vorher zu waschen. „Bei Markus sehen wir die radikale Wende, die Jesus dem Begriff Reinheit vor Gott gegeben hat. Nicht rituelle Handlungen reinigen. Reinheit und Unreinheit ereignen sich im Herzen des Menschen und hängen vom Zustand seines Herzens ab“, erklärte der Weihbischof. Es gehe darum, Gott in die Mitte des Lebens zu stellen. Eine Tradition aus sich selbst heraus nütze dabei nichts. „Das Evangelium legt uns eindringlich ans Herz: Nichts Äußeres, auch kein Frommsein, garantiert aus sich, dass unser Leben gelingt und wir vor Gott bestehen.“ Als Quintessenz des Evangeliums für alle Seelsorgerinnen und Seelsorgern zitierte Georgens aus dem Grundlagentext „Gemeinsam Kirche sein“ der deutschen Bischöfe: „Wir können die Kirche nicht machen und wir müssen die Kirche nicht retten. Aber es muss uns sehr unruhig machen, wenn wir uns als Kirche verschließen, wenn wir nur eine bestimmt Gestalt von Kirche und kirchlichem Leben konservieren wollen.“ Der Weihbischof ermutigte Marcel Ladan und Michael Gutting dazu, „mutig aufzubrechen, zu einer Kirche, wie Gott sie haben will“.

Mit Handschlag und Überreichung der Heiligen Schrift beauftragte der Weihbischof anschließend die beiden Männer zu ihrem Dienst. Beide hatten zuvor mit einem lauten „Hier bin ich“ ihre Bereitschaft für den Dienst in der Diözese bekundet.

Für die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes sorgten der Mädchenchor der Dommusik unter der Leitung von Domkapellmeister Markus Melchiori, Domorganist Markus Eichenlaub sowie Domkantor Joachim Weller.

Michael Gutting (links) und Marcel Ladan.

Am Ende des Gottesdienstes dankte Michael Gutting auch im Namen seines Kollegen dem Weihbischof und allen Beteiligten für den gelungenen Gottesdienst. Sein Dank galt außerdem den Ausbildern, Begleiterinnen und Begleitern in den letzten beiden Jahren und den eigenen Familien für die vielfältige Unterstützung. Die versammelte Gemeinde gratulierte den beiden Beauftragten mit frohem Applaus. An den Gottesdienst schloss sich ein Empfang in der Vorhalle des Domes an.

Der 30-Jährige Michael Gutting stammt aus Rheinhausen und hat in Mainz Diplom-Theologie studiert. Seine Heimatgemeinde ist Herz Jesu in der Pfarrei Hl. Edith Stein, Schifferstadt. Marcel Ladan, Jahrgang 1985, wohnt in Frankenthal. Er stammt aus Bosnien-Herzegowina und hat sein Theologiestudium in Zagreb absolviert. Seine Heimatgemeinde ist St. Paul in der Pfarrei Hl. Dreifaltigkeit, Frankenthal.

Nach der offiziellen Beauftragung

Insgesamt gibt es im Bistum Speyer zurzeit 113 Pastoralassistenten/-referenten. Etwa ein Drittel ist in der Pfarrseelsorge tätig, rund ein Drittel als Religionslehrerin oder Religionslehrer, die übrigen arbeiten in der außerordentlichen Seelsorge in Krankenhäusern und Gefängnissen oder als Bildungsreferenten und in der kirchlichen Verwaltung. Die Pastoralassistenten erhalten ihre Ausbildung im Theologiestudium an einer Universität und in einem zweijährigen pastoralpraktischen Kurs im Priesterseminar in Speyer. Nach der Beauftragung folgt zunächst eine dreijährige Tätigkeit als Pastoralassistent, bevor ihnen nach der zweiten Dienstprüfung der Titel Pastoralreferent verliehen wird.

Ansprechpartner für Pastoralreferentinnen und – referenten im Bistum Speyer ist Diözesanreferent Matthias Zech, Telefon 0 62 32/102 354, E-Mail: matthias.zech@bistum-speyer.de

Bistum Speyer

03.09.2018


Ein Brot für den Dom

Dombauverein Speyer und Bäckerei Görtz widmen dem Speyerer Dom ein eigenes Brot

v.l.: Präsentieren das neue „Dombrot“ vor dem Speyerer Dom: Dr. Gottfried Jung, Vorstandsvorsitzender des Dombauvereins, Peter Görtz, Geschäftsführer der Bäckerei Görtz und Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann Foto: Klaus Landry

Speyer - Für den Domerhalt zu werben und diesen finanziell zu unterstützen, gehört zu den Zwecken des Dombauvereins. Seit heute geschieht dies auf einem weiteren besonderen Weg, nämlich über die Bäckereitheke. Ein „Dombrot“, das der Verein zusammen mit der Bäckerei Görtz herausgebracht und nun öffentlich vorstellt hat, soll einen Beitrag zum Domerhalt leisten. 10 Cent von jedem verkauften Leib kommen dabei dem Verein zugute, was sich, so schätzt Bäckermeister und Geschäftsführer Peter Görtz, zu einer Summe von 40.000 bis 70.000 Euro jährlich summieren könnte. Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann begrüßte ausdrücklich, dass gerade mit diesem Brot für ein wichtiges, gemeinsames Anliegen geworben werden: „Das Brot reicht wunderbar und lädt uns ein, es mit Freude zu genießen“.

Das neue „Dombrot“, Foto: Domkapitel Speyer

Der Vorstandsvorsitzende des Dombauvereins Dr. Gottfried Jung freute sich sichtlich über das vor ihm liegende Brot und lobte die „spontane und unkomplizierte“ Zusage von Peter Görtz, ein Dombrot zu kreieren und in den Verkauf zu nehmen. Dieses wird nun ab sofort in 161 Filialen der Bäckerei Görtz zu kaufen sein. Gekennzeichnet ist es mit einer Oblate und dem Spruch „Ut unum sint – Dass alle eins seien“ und einer Zeichnung der Kaiserkrone. Zu lesen ist dieses Zitat über dem Eingangsportal des Doms, die Krone hängt im Dominnern über dem sogenannten Königschor.

„Dass alle eins seien, steht über allem“, so Peter Görtz. Gemeinsam wolle man etwas für den Dom tun, mit einem Produkt, das in die Region passe. Bei dem Brot handele es sich um Mischbrot, 50 Prozent Weizen und 50 Prozent Roggen, mit Roggenschrot. Neben dem Verkaufserlös könne das Brot auch einen Beitrag zur Wahrnehmung der Notwendigkeit des Domerhalts leisten, wünscht sich Görtz. „Brot ist mehr als Brot“, fasste Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann die Bedeutung des „Dombrots“ zusammen. „Bei Brot schwingen immer mehrere Bedeutungsinhalte mit“, erklärte der Bischof. Zahlreiche biblische Bezüge und die Bitte, um „das tägliche Brot“ im Vaterunser verwiesen auf die Bedeutung des Brots. Brot sei immer auch ein Zeichen für ein Miteinander. Er lobte daher auch die Gestaltung der Oblate mit dem Jesuswort „Ut unum sint“. Über dem Domportal weise dieser Satz darauf hin, dass der Dom als Haus Gottes allen Menschen offen stehe. Den Protagonisten der Aktion dankte er für den guten, sehr nennbaren Effekt, welchen das neue Dombrot für den Dom habe.

v.l.: Stellten das neue „Dombrot“ in einer Pressekonferenz vor: Dr. Gottfried Jung, Vorstandsvorsitzender des Dombauvereins, Peter Görtz, Geschäftsführer der Bäckerei Görtz und Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann Foto: Domkapitel Speyer

Domkustos Peter Schappert dankte von Seiten des Domkapitels für die Aktion. Den Dombauverein würdigte er als treuesten Unterstützer des Doms. „Bauuntersuchungen, die Erneuerung technischer Einrichtungen, Ergänzungen und Reparaturen sind laufend notwendig, um die Bausubstanz dauerhaft zu sichern“, so der Domkustos. „Dabei hilft uns der Dombauverein mit seiner verlässlichen Unterstützung“. Die größte, derzeit anstehende Baumaßnahme sei die Sanierung der bereits eingerüsteten Vierungskuppel, erläuterte Dombaumeister Mario Colletto.

Auf die Frage, wann die Aktion ende, antwortete Peter Görtz: „Wir wünschen uns eine dauerhafte Zusammenarbeit“. Jetzt gelte es zu sehen, wie die Kunden auf das Produkt reagierten. Möglichkeit einer Verkostung besteht am 9. September im Rahmen des Tags des offenen Denkmals in der Vorhalle des Doms.

Text: Bistum Speyer Foto: (1) Klaus Landry, (2) & (3) Bistum Speyer

30.08.2018


Das Bistum Speyer startet einen Visionsprozess

Diözesanes Forum beschließt die Entwicklung einer Vision, die das Bistum in das Jahr 2030 führen soll – Die zentrale Frage lautet: Wozu ruft Gott die Kirche von Speyer heute?

Ludwigshafen - Das Bistum Speyer startet einen Visionsprozess: Das hat das Diözesane Forum bei seiner neunten Zusammenkunft heute in Ludwigshafen beschlossen. „In einer Zeit verstärkter Richtungsdebatten in Gesellschaft und Kirche wollen wir uns tiefer darüber klar werden, wofür wir als Kirche da sind und was unsere Sendung ist“, erklärte Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann. Das diözesane Forum setzt sich aus den Mitgliedern der diözesanen Räte zusammen und ist derzeit das zentrale Beratungsgremium im Bistum Speyer.

„Mit der Entwicklung einer Vision stellen wir uns der Frage, was uns in die Zukunft hinein tragen und motivieren kann“, beschrieb Bischof Wiesemann das Ziel der Visionsentwicklung. Viele Gemeinden seien derzeit auf dem Weg, zusammen mit ihrem pastoralen Konzept auch eine Vision für die Seelsorge zu entwickeln. „Es ist wichtig, dass dieser Prozess von unten beginnt und aus den konkreten Erfahrungen der Gemeinden erwächst“, so Bischof Wiesemann. Er versteht die Visionsentwicklung als einen Beitrag zu der „missionarischen Umgestaltung der Kirche“, wie sie von Papst Franziskus in seiner Enzyklika „Evangelii gaudium“ beschrieben wird. Es gehe darum, Kirche neu zu denken und sie von „der leidenschaftlichen Vision Gottes her neu auszurichten“.

Die Vision für das Bistum Speyer soll in den kommenden drei Jahren unter Mitwirkung aller Interessierten aus Pfarreien, Verbänden und der Gesellschaft entwickelt werden und für Zukunftsentscheidungen bis etwa ins Jahr 2030 leitend sein. „Wir wollen hinhören, wozu Gott die Kirche von Speyer heute ruft und welche Veränderungen dazu notwendig sind“, erläuterte Domkapitular Franz Vogelgesang das geplante Vorgehen. Als ersten inhaltlichen Impuls stellte Bischof Wiesemann zwölf mögliche Leitsätze vor, die auf einer Klausur des Allgemeinen Geistlichen Rats im vergangenen Jahr entstanden sind. „Sie können möglicherweise als Anregung für die Diskussion dienen“, so Wiesemann. Für die genauere Ausgestaltung des Prozessgeschehens wurde eine Lenkungsgruppe eingesetzt, bestehend aus Generalvikar Andreas Sturm, Christine Lambrich, Heike Vogt, Gabriele Heinz, Theo Wieder, Dr. Peter Hundertmark und Dr. Thomas Kiefer.

Diözesanes Forum verständigt sich auf Satzung für künftige Diözesanversammlung

Ein weiterer Schwerpunkt des diözesanen Forums war die Beratung der Satzung für eine neu zu bildende Diözesanversammlung. Sie soll als synodales Beratungsgremium auf Diözesanebene die Themen und Anliegen der verschiedenen diözesanen Gremien zusammenführen und zugleich die Aufgaben des Diözesanpastoralrats wahrnehmen. „Mit der Diözesanversammlung wollen wir die positiven Beratungserfahrungen der diözesanen Foren verstetigen“, erklärte Generalvikar Andreas Sturm. Auch aus Sicht von Bischof Wiesemann haben die diözesanen Foren viel zur Vertrauensbildung in der Diözese in den vergangenen Jahren beigetragen. Der Satzungsentwurf für die Diözesanversammlung bot Anlass und Stoff für grundsätzliche Klärungen, zum Beispiel hinsichtlich der Aufgaben, der Rechte und der Zusammensetzung  der Diözesanversammlung. Klar wurde im Lauf der Diskussion: Die Diözesanversammlung soll die großen Linien beraten, ohne sich - wie von einem Forumsteilnehmer formuliert - in „kleinkarierte Kasuistik“ zu verzetteln.

Die meisten Änderungsanträge betrafen die Zusammensetzung des Gremiums. Das diözesane Forum einigte sich am Ende der Beratung darauf, zusätzlich zu den Mitgliedern des Allgemeinen Geistlichen Rates, des Priesterrates, des Katholikenrates auch Vertretern der ständigen Diakone, der Pastoral- und Gemeindereferenten, der Ordensleute, des Diözesansteuerrates und des Caritasverbandes in der künftigen Diözesanversammlung Sitz und Stimme zu geben. Um mehr Raum für innovative Ideen und missionarische Offenheit zu schaffen, wurde in der Satzung darüber hinaus die Möglichkeit vorgesehen, bis zu sechs Personen von der Diözesanversammlung hinzu zu wählen und bis zu drei weitere Personen durch den Bischof zu berufen. Die Diözesanversammlung soll mindestens einmal im Jahr tagen. Unterjährig soll ein Hauptausschuss die Aufgaben der Diözesanversammlung wahrnehmen. Der vierköpfige Vorstand der Diözesanversammlung wird sich aus einer oder einem Vorsitzenden der Diözesanversammlung, dem Generalvikar des Bistums sowie zwei weiteren aus der Diözesanversammlung gewählten Personen zusammensetzen. Als Termin für das Inkraftsetzen der Satzung der Diözesanversammlung empfahl das diözesane Forum, zunächst die Wahl der neuen Pfarrgremien im kommenden Jahr abzuwarten. Die Konstituierung der Diözesanversammlung könnte somit im Sommer des Jahres 2020 erfolgen.

Wie können Gemeindestrukturen in Pfarreien verändert werden?

Die Arbeitsgruppe Gemeindebildung informierte die rund 75 Forumsmitglieder über die Möglichkeit, im Zusammenhang mit der Pfarrgremienwahl 2019 die Gemeindestruktur in den Pfarreien auf den Prüfstand zu stellen. Das Seelsorgekonzept der Diözese sieht die Option zum Zusammenschluss, zur Teilung oder zur Auflösung von Gemeinden innerhalb einer Pfarrei vor. Wichtige Kriterien des „Gemeinde-Seins“ sind unter anderem die regelmäßigen Feiern von Gottesdiensten, Angebote der Glaubensweitergabe sowie die Bildung eines Gemeindeausschusses. Beschließt ein Pfarreirat, die Gemeindestruktur nicht zu überprüfen, bleibt die bisher geltende territoriale Ordnung bestehen. Beauftragt der Pfarreirat jedoch die Gemeindeausschüsse mit einer Überprüfung, soll in den Gemeinden über eine eventuelle Neuordnung beraten werden. Entsteht daraus ein Vorschlag für eine neue Struktur innerhalb der Pfarrei, liegt die Entscheidung darüber wiederum bei dem jeweiligen Pfarreirat. Rechtsverbindlich wird die Änderung der Gemeindestruktur mit der Inkraftsetzung durch den Bischof.

Zum Thema Bildungshäuser kündigte Generalvikar Andreas Sturm an, dass im Hinblick auf die Zukunft der verschiedenen Häuser ein Konzept erstellt werden soll. Das erfordere jedoch noch Zeit: „Wir wollen nichts übers Knie brechen“.

Diözesaner Katholikentag 2019 in Kaiserslautern

Domkapitular Franz Vogelgesang stellte die Planungen für die zukünftigen diözesanen Katholikentage vor. Der nächste Katholikentag wird am 15. September 2019 unter dem Motto „Weite(r)denken“ auf dem Gelände der Landesgartenschau in Kaiserslautern stattfinden. „Der Ort liegt in der Mitte des Bistums und ist verkehrstechnisch gut zu erreichen“, erklärte der Leiter der Hauptabteilung Seelsorge. Für die Ortswahl spreche außerdem, dass das Gelände vielfältige Möglichkeiten für das geplante Programm des Tages biete. Vorgesehen ist, dass der Tag mit einem Pontifikalamt beginnt, anschließend drei Foren zum Thema des Tages stattfinden, ein Markt der Möglichkeiten und ein Gottesdienst den Tag beschließen. Den Eintritt übernimmt für alle Gäste zum Katholikentag das Bistum Speyer. Bereits am Vortag ist eine Werbeaktion zu der Veranstaltung in der Fußgängerzone von Kaiserslautern geplant. Das Konzept sieht außerdem vor, dass der Katholikentag ab 2019 alle zwei Jahre jeweils am dritten Sonntag im September stattfinden soll.

Entwicklung der Kirchensteuer und des kirchlichen Lebens im Bistum

Diözesan-Ökonom Peter Schappert präsentierte den Mitgliedern des Diözesanen Forums Ergebnisse aus einer Studie des „Forschungszentrums Generationenverträge“ der Albert Ludwig Universität Freiburg, die unter anderem Informationen zur Entwicklung der Katholikenzahl und zur Kirchensteuer im Bistum Speyer in den letzten Jahrzehnten enthält. „Es ist ein konstantes Absinken der Katholikenzahl festzustellen“, erklärte Schappert und betonte, dass sich dieser Trend nach Einschätzung der Experten auch in Zukunft fortsetzen werde. „Wir müssen damit rechnen, dass zwischen 2025 bis 2030 die Anzahl aller Christen in Deutschland weiter sinkt und insgesamt einen Wert von unter 50 Prozent Anteil an der Bevölkerung erreichen wird“. Auch das Aufkommen an Kirchensteuer werde weiter sinken. Der Anteil der Kirchensteuer an den gesamten Steuerfällen werde von Jahr zu Jahr weniger, auch wenn in diesem Jahr dank der guten Konjunktur mit einem leichten Anstieg der Steuereinnahmen gerechnet werde. Angesichts dieser Langzeitprognosen sei es notwendig gegenzusteuern.

Diözesanes Forum mit Zeiten der Stille, der Betrachtung und des Gebets

Sachliche Debatten wechselten sich beim diözesanen Forum mit Zeiten der Besinnung und des Gebets ab. Die Beratung am zweiten Tag wurde mit einem Bibel-Teilen eröffnet, den Abschluss bildete ein Gottesdienst mit Bischof Wiesemann. Er zog ein positives Fazit der Veranstaltung. „Wir schaffen es, kontrovers zu diskutieren, und am Ende der Beratung in großer Einmütigkeit zu Ergebnissen zu kommen“, hob er in seinem Schlusswort hervor. „In unserem Miteinander ist ein guter Geist spürbar, das ist ein großes Geschenk.“

Das nächste diözesane Forum tagt am 17. August 2019.

Weitere Informationen: https://www.bistum-speyer.de/news/nachrichten/?no_cache=1&tx_ttnews%5Btt_news%5D=7731&cHash=5fde655d27a910380d6d998e880eabf7

Bildergalerie: https://www.bistum-speyer.de/bistum-speyer/bildergalerien/bildergalerie-forum-ix/

Bistum Speyer

30.08.2018


„Was ist guter Religionsunterricht?“

Tag der Religionslehrerinnen und Religionslehrer findet regen Anklang.

Domdekan Dr. Christoph Kohl, Leiter der Hauptabteilung Schulen, Hochschulen und Bildung und Oberschulrätin Dr. Irina Kreusch, Leitung: HA II/ 2 Religionsunterricht und Schule 2 (u.a. Religionspädagogische Fortbildung, Religionspädagogische Arbeitsstellen, Grundsatzfragen)

Speyer - Am 24. August versammelten sich rund 250 Religionslehrerinnen und Religionslehrer in Speyer. Sie folgten der Einladung von Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann, sich einen Tag lang zum Thema „Was ist guter Unterricht? Was ist guter Religionsunterricht?“ auszutauschen. Domdekan Dr. Christoph Kohl, Leiter der Hauptabteilung Schulen, Hochschulen und Bildung, begrüßte die Religionslehrenden als „wichtige Mitarbeiter des Bistums“ im Dom zu Speyer. Auch Bischof Wiesemann zeigte sich dankbar über die geleistete Arbeit und betonte die Gemeinschaft, die die Lehrenden und das Bistum bildeten: „Ihr seid nicht allein, selbst wenn es manchmal schwierig ist und man sich wie ein Einzelkämpfer vorkommt!“ Im Pontifikalamt illustrierte das Alfred-Grosser-Gymansium aus Bad Bergzabern die enge Beziehung musikalisch. Chor, Orchester und Jazz-Combo beschwingten den Gottesdienst, beispielsweise mit Stücken von Haydn oder Duke Ellington und beschlossen die Messe mit „Freude, schöner Götterfunken“.

Ignatianische Pädagogik: Raum für eigene Gedankengänge schaffen

Lehrerinnen und Lehrer applaudieren den Schülerinnen und Schüler für ihren gelungenen musikalischen Vortrag

Es folgte der Vortrag von Studiendirektor Mathias Molzberger, Aloisiuskolleg, Bonn: „Was ist guter Unterricht? Was ist guter Religionsunterricht? – Grundsätzliche Überlegungen aus der Perspektive ignatianischer Pädagogik“. Aufgrund der zahlreichen Anmeldungen musste der Vortrag in den Dom verlegt werden. In einem „Parfoceritt durch die bildungstheoretische, pädagogische und didaktische Landschaft“ stellte Molzberger ein „Merkmalhaus“ vor, das auf drei Säulen beruht. So sind aus  „lernförderlichem Miteinander“, „Klarheit“ und „sinnstiftendem Kommunizieren“ wiederum zahlreiche Faktoren für einen guten Unterricht ableitbar. Im Kern gehe es bei der ignatianischen Pädagogik darum, sich dem einzelnen Schüler und der einzelnen Schülerin zuzuwenden. In Anknüpfung an ihre Lebenswelt sollen diese dazu angeregt werden, sich selbständig Gedanken über die gelehrten Inhalte zu machen. Der Raum dafür solle über knappe und hochwertige Lehrinhalte entstehen, was auch mit einer pädagogischen Zurückhaltung seitens der Lehrenden einherginge. Die passende innere Haltung dazu könne, nach Ignatius von Loyala, beispielsweise über eine tägliche Selbstreflexion erreicht werden.

Hohe Besucherzahl: „Erwartungen übertroffen“

Schülerinnen und Schüler des Alfred-Grosser-Gymansium aus Bad Bergzabern beim Musizieren

Im Anschluss an den Vortrag folgte der Wechsel in das Priesterseminar St. German, wo bereits das Mittagessen wartete. Gut gestärkt konnten sich die Religionslehrenden auf dem „Markt der Möglichkeiten“ unterschiedliche Impulse zur Gestaltung ihres Unterrichts finden. Nach dem geistlichen Ausklang mit Domdekan Dr. Kohl in der Seminarkirche, bestand zum Ende des Tages bei Kaffee und Kuchen eine weitere Möglichkeit zum gegenseitigen Austausch. Oberschulrätin Dr. Irina Kreusch, Organisatorin des Tages, freut sich insbesondere über die hohe Besucherzahl: „Unsere Erwartungen wurden spürbar übertroffen - Es sind mehr als doppelt so viele Kolleginnen und Kollegen gekommen, wie erhofft.“

Bistum Speyer

30.08.2018

Dankbarkeit für gemeinsame Jahre

Feier der Ehejubiläen mit Weihbischof Otto Georgens im Dom zu Speyer

Speyer - Insgesamt 758 Paare aus dem gesamten Bistum Speyer begrüßte Weihbischof Otto Georgens zu den beiden Gottesdiensten am Samstag und Sonntag zur Feier der Ehejubiläen im Dom. Vier der Paare sind bereits 70 Jahre verheiratet, 14 Paare seit 65 Jahren, 110 seit 60 Jahren, 53 Paare haben vor 55 Jahren geheiratet, und der größte Teil, nämlich 312 Paare, feierte in diesem Jahr Goldene Hochzeit. Aber auch Jüngere waren dabei: 97 Paare hatten dieses Jahr Silberhochzeit gefeiert, 28 sind dreißig Jahre verheiratet, 54 seit vierzig Jahren und 29 Paare seit 45 Jahren.

Weihbischof Otto Georgens, der den Gottesdienst zelebrierte, begrüßte eingangs besonders herzlich auch die Paare in konfessionsverbindenden Ehen. In seiner Predigt bezog sich der Weihbischof auf die Ehe als ein Zeichen für die Liebe Gottes: So wie Partner sich immer wieder umwerben und sich lieben, so umwirbt Gott die Menschen und liebt sie. Ehe sei daher ein „Sakrament des Alltags“, das nicht nur mit der feierlichen Trauung am Altar, sondern jeden Tag, in alltäglicher Treue und Liebe, vollzogen werde. In der „Vermählung“ stecke das Wort „Mahl“, und so gehöre zur Trauung auch ein Festmahl als Zeichen der Gemeinschaft, und auch Ehejubiläen müssten gefeiert werden. „Wenn Gott mit uns spricht, ist das kein Stehimbiss“. Die erste Lesung aus dem Buch der Sprichwörter, in der die Weisheit zum Mahl lädt, „lässt uns das Wasser im Munde zusammenlaufen“. Gottes Wort sei – wie das Sakrament – Brot vom Himmel, Lebensmittel „gegen unseren Hunger“, erklärte Georgens.

Christel und Günther Haffner, Ehejubilare aus Kaiserslautern, haben in diesem Jahr ihre Goldene Hochzeit gefeiert. Am 15. Juni 1968 hatten sie geheiratet, 1976 kam ihr Sohn auf die Welt. Enkel haben sie noch keine. Die kirchliche Heirat, damals in der Dorfkirche von Erfenbach, war ihnen beiden sehr wichtig. „Die kirchliche Heirat ist einfach eine andere Liga, so kann man es sagen“, erzählt Günther Haffner. So war es ihnen auch wichtig, an dieser kirchlichen Feier der Ehejubiläen teilzunehmen, und dass die im Dom stattfindet, war ein kleiner zusätzlicher Bonus. „Ich würde meine Frau jederzeit wieder heiraten – auch im Dom“, sagt er. Kennengelernt hat er seine Christel beim Tanzen. „Dabei schien sie am Anfang gar nicht so interessiert zu sein. Ich musste mich schon ein bisschen anstrengen und hartnäckig sein – aber bei den weiteren Verabredungen konnte ich sie dann überzeugen“.

Zum Abschluss der Feier der Ehejubiläen tanzten die Paare vor dem Dom zu Speyer einen Walzer.

Jürgen und Dr. Beate Gehrlein aus Neupotz sind seit 25 Jahren verheiratet. „Wir haben uns schon ganz jung kennengelernt“, erzählt Jürgen Gehrlein. „Eigentlich sind wir schon seit 37 Jahren zusammen“. Vier Kinder haben sie bekommen, von denen zwei bereits erwachsen und selbständig sind. „Ich empfinde dieses Ehejubiläum einfach als eine tolle Sache“, meint Jürgen Gehrlein. „wir haben uns für diese Feier im Dom angemeldet, weil wir die Freude darüber mit den vielen anderen Paaren teilen wollen.“

Am Ende des Gottesdienstes sprachen die Jubilare an den Partner gewandt laut ein Gebet, in dem sie gegenseitig ihr Eheversprechen erneuerten. Manch liebevolles Lächeln und kleine Gesten der Zuneigung konnte man dabei sehen. Der Gottesdienst endete mit dem persönlichen Segen, den die Ehepaare sich einzeln zusprechen lassen konnten. Dazu standen an gekennzeichneten Stellen im Dom Geistliche zur Verfügung, bei denen sich schnell längere Schlangen bildeten.

Draußen ging die Feier weiter mit einem Sektempfang, bei dem sogar die in Speyer obligatorischen Brezeln in Herzform angeboten wurden. Für die Paare, von denen viele schon älter und manche auch etwas gebrechlich waren, gab es genug Stühle an der Seite des Domes, nicht weit von den Ausschankstellen entfernt. Fröhlich ging es dabei zu, Kinder und Enkel waren mitgekommen, und manch kirchlicher Mitarbeiter bekam den Fotoapparat oder das Foto-Handy in die Hand gedrückt, damit sich die komplette Familie fürs Erinnerungsfoto aufstellen konnte. Die eine oder andere der Ehegattinnen hatte auch einen kleinen Blumenstrauß in der Hand, in Erinnerung an das Brautbukett vor so vielen Jahren. Das Bistum hatte den Brautpaaren am Beginn der Feier jeweils eine kleine Flasche Wein als Erinnerungsgabe überreicht.

Musikalisch gestaltet wurden die Messen an beiden Tagen von einer Kantorenschola der Dommusik unter der Leitung von Domkapellmeister Markus Melchiori und Domkantor Joachim Weller. Die Orgel spielte Domorganist Markus Eichenlaub.

Am Ende der Feier formierte sich eine kleine Band mit Keyboard, gespielt von Walter Ast (Speyer), und dem Saxofonisten Timo Wagner (Neustadt) vor dem Portal des Domes, und der „Hochzeitswalzer“ wurde angekündigt. Zu den Klängen des Donauwalzers von Johann Strauß drehten sich dann die Paare im Walzertakt. Und weil langsam fröhliche Tanzstimmung aufkam, gab die Kapelle noch ein paar Zugaben in eher jazzigen Rhythmen.

Sehen Sie hier auch 2 Livevideos zum Event:

https://m.facebook.com/story.php?story_fbid=225011898195721&id=959859520797395

https://m.facebook.com/story.php?story_fbid=1716873945077509&id=959859520797395

Text: Andrea Dölle Foto und Video: Speyer 24/7 News, dak

20.08.2018


Aktion „Trendsetter Weltretter“ eröffnet

Ökumenische Mitmachaktion für einen nachhaltigen Lebensstil – Anmeldungen ab sofort möglich

Auf der Bühne (v.l.): Steffen Glombitza, Umweltbeauftragter des Bistums Speyer, Generalvikar Andreas Sturm, Pastor Jochen Wagner, Vorsitzender der ACK Südwest, Oberkirchenrat Dr. Michael Gärtner

Ludwigshafen - Am Samstag ist die Aktion „Trendsetter Weltretter – einfach anders konsumieren“ auf dem Platz der Deutschen Einheit eröffnet worden. Die ökumenische Mitmachaktion für einen nachhaltigen Lebensstil richtet sich an Einzelpersonen und Gruppen, die im Alltag nach Alternativen für einen nachhaltigeren Lebensstil suchen. Los geht es am 1. September, Anmeldungen sind ab sofort möglich.

Pünktlich um fünf vor zwölf startete die Eröffnungsfeier auf dem Platz der Deutschen Einheit. „Sie sind Pioniere“, rief die rheinland-pfälzische Umweltministerin Ulrike Höfken (Bündnis 90/Die Grünen) den Initiatoren der Aktion zu. Denn mit der Aktion „Trendsetter Weltretter – einfach anders konsumieren“ betreten das Bistum Speyer, die Evangelische Kirche der Pfalz, die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) in der Region Südwest und die Landeszentrale für Umweltaufklärung Rheinland-Pfalz Neuland. Gemeinsam haben Sibylle Wiesemann, Klimaschutz-Managerin bei der Evangelischen Kirche der Pfalz, Steffen Glombitza, Umweltbeauftragter des Bistums Speyer, und Bärbel Schäfer, Umweltbeauftragte der Evangelischen Kirche der Pfalz, das vierwöchige Mitmachprogramm entwickelt. Es findet bewusst im Rahmen der ökumenischen „Schöpfungszeit“ statt, die seit vielen Jahren zwischen dem 1. September und dem 4. Oktober von Christen in vielen Ländern begangen wird.

Aktion der Evangelischen Jugend Ludwigshafen

Glombitza, Wiesemann und Schäfer hoffen, dass ihre Aktion auch in anderen Regionen Nachahmer findet. Es sei sehr wichtig, die Bedeutung eines nachhaltigeren Lebensstils verstärkt ins Bewusstsein der Menschen zu bringen, betonte auch die Umweltministerin. Die Themen Klima und Energie sowie Biodiversität seien die beiden herausragenden Themen der Zeit. Um hier Veränderungen zu erreichen, müsse auch die Politik neue Schritte unternehmen. „Es können nicht nur die Verbraucher die Welt retten“, so Ulrike Höfken. Auch für die Ludwigshafener Oberbürgermeisterin Jutta Steinruck (SPD) ist es wichtig, dass für das Thema Nachhaltigkeit vermehrt Sensibilität erzeugt wird.

Oberkirchenrat Dr. Michael Gärtner informierte die rund 60 Gäste dann über die Inhalte der Aktion. „Wir haben vier Themen in vier Wochen: Kleidung, Papier, Elektroartikel und Plastik“, erläuterte er. Die Teilnehmer erhalten über E-Mail oder WhatsApp jeweils eine Wochenaufgabe sowie tägliche Impulse und Ideen für praktische Veränderungen beim Konsum. Die drei Organisatoren haben sich dabei kreative Ideen wie etwa das Gruppen-Plogging einfallen lassen. „Da joggt man in der Gruppe und sammelt gleichzeitig Müll. Das ist Joggen mit Sinn“, erklärt Sybille Wiesemann. Die Veranstalter erbitten von den Teilnehmern Rückmeldungen über die Erfahrungen. Unter allen, die über ihre Erfahrungen berichten, werden attraktive Preise verlost.

Eröffnung der Aktion Trendsetter Weltretter (v.r.): Pfarrer Alban Meißner, kath. Dekan Ludwigshafen, Oberbürgermeisterin Jutta Steinruck, Generalvikar Andreas Sturm, Umweltministerin Ulrike Höfken.

Der neue Generalvikar des Bistums Speyer, Andreas Sturm, erinnerte an die globale Verantwortung der Christen. „Wir müssen als Christen über den Tellerrand hinausschauen. Es muss allen Menschen gut gehen“, sagte er. Ein erster Schritt dazu könne beispielsweise sein, regional und saisonal einzukaufen.

Schon vor der offiziellen Eröffnung gab es auf dem Platz der Deutschen Einheit verschiedene Aktionsstände. Der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) war mit seinem Oldtimer-Wohnmobil „Polli“ gekommen. Die Besucher konnten alte Handys abgeben, die recycelt werden. Beim Trendsetter Weltretter-Quiz konnten sie ihre Kenntnisse über nachhaltiges Verhalten unter Beweis stellen.

Werbung für die Eröffnungsaktion mit einer Weltkugel

Die Evangelische Jugend Ludwigshafen hatte gleich mehrere Aktionsstände aufgebaut. In großen Plexiglas-Säulen konnten die Besucher bunte Bälle werfen und so ihre Meinung zu Fragen wie „Ist Papier besser als Plastik?“ oder „Wird in Deutschland genug zur Müllvermeidung getan?“ zum Ausdruck bringen. Gleich nebenan konnte man ganz praktisch zum Weltenretter werden und so schnell wie möglich eine Wasserball-Weltkugel aufpumpen. Über Alternativen zu Einweg-Plastikgeschirr informierte ein weiterer Stand. Die Band „Small Pint“ begleitete die Eröffnungsfeier musikalisch.

Bis Samstagmittag hatten sich schon 100 Teilnehmer angemeldet – die Organisatoren hoffen nun auf viele weitere Weltretter. Anmeldungen sind über die Internetseite www.trendsetter-weltretter.de möglich.

Dr. Anette Konrad

20.08.2018


Beistand in den schwersten Stunden des Lebens

Bistum Speyer und Evangelische Kirche der Pfalz entsenden im Rahmen eines ökumenischen Gottesdienstes 25 Notfallseelsorgerinnen und Notfallseelsorger

Patrick Stöbener, Diözesanbeauftragter für die Notfallseelsorge im Bistum, und Pfarrerin Anne Henning, Beauftragte für Polizei- und Notfallseelsorge der evangelischen Kirche der Pfalz, hielten eine Dialogpredigt. Im Hintergrund Oberkirchenrätin Marianne Wagner und Domkapitular Franz Vogelgesang.

Speyer - Notfallseelsorger stehen Menschen in den wohl schwersten Stunden ihres Lebens bei. 25 sind am Freitag in einem ökumenischen Gottesdienst in der Kirche des Speyerer Priesterseminars entsandt worden.

Von den 25 entsandten Notfallseelsorgern haben 16 vor kurzem ihre Ausbildung „Erste Hilfe für die Seele“ absolviert, die übrigen bereits vor längerer Zeit. Der Kurs wurde gemeinsam von der Evangelischen Kirche der Pfalz und dem Bistum Speyer angeboten. Die Teilnehmer sind in verschiedenen Berufen tätig, einige arbeiten im sozialen Bereich und in der Pflege, andere bei der Polizei, sind Physiotherapeuten oder Hausfrau, Polizist oder kaufmännische Angestellte. Auch Pastoral- und Gemeindereferenten sowie evangelische Pfarrer besuchten den ökumenischen Kurs.

Kursleiter waren Pfarrerin Anne Henning, Beauftragte für Polizei- und Notfallseelsorge der Evangelischen Kirche der Pfalz, und Patrick Stöbener, Diözesanbeauftragter für die Notfallseelsorge im Bistum, die im Gottesdienst eine Dialogpredigt hielten. Als Grundlage hatten sie Jesu Gespräch mit einer Samariterin aus dem Johannes-Evangelium gewählt. Die Samariterin befinde sich in einem Ausnahmezustand – in solche Situation gerieten auch Notfallseelsorger, sagten beide. Menschen, die von einem Unglück betroffen sind, fühlten Leid, Trauer, seien fassungslos und geschockt, reagierten mit Unverständnis. Da sei es wichtig, Menschen an der Seite zu wissen. „Ihr seid für mich solche Menschen“, rief Stöbener den Notfallseelsorgern zu und Pfarrerin Henning fügte hinzu: „Auf dem Höhepunkt der Krise seid ihr da, ihr haltet mit den Betroffenen aus.“ So wie Jesus der Samariterin beistehe, würden es auch Notfallseelsorger tun – und nicht nur sie selbst. „Jesus ist durch euren Beistand da“, sagte Pfarrerin Henning. „Die Begegnung mit euch weist auf das große Ganze hin, auf die Begegnung mit Gott“, ergänzte Stöbener. Gott sei aber genauso für die Notfallseelsorger selbst da, sei gegenwärtig, spende Kraft. „Wir sind überzeugt: Keiner geht allein in einen Einsatz.“

Oberkirchenrätin Marianne Wagner und Domkapitular Franz Vogelgesang segneten die Notfallseelsorger. Die Urkunden überreichten sie gemeinsam mit Henning, Stöbener sowie Susanne Laun, die im Bischöflichen Ordinariat die Abteilung Besondere Seelsorgebereiche leitet.

Beim anschließenden Empfang wies Vogelgesang ausdrücklich darauf hin, dass die Ausbildung zum ersten Mal ökumenisch aufgestellt war. Auch Oberkirchenrätin Wagner lobte die Zusammenarbeit und zeigte sich beeindruckt von der gelungenen Premiere. Beide versicherten den Entsandten die Unterstützungen ihrer Kirchen.

Notfallseelsorger stehen Menschen in schwierigen Situationen bei

Die ausgesandten Notfallseelsorgerinnen und Notfallseelsorger mit allen, die den Gottesdienst mitgestalteten.

Befinden sich Menschen in Not, brauchen sie ein soziales Netz, das sie auffängt. Früher spendeten Großfamilie oder Nachbarn Trost. Heute leben Angehörige oft weit entfernt, zu Nachbarn besteht kein enger Kontakt. Hier sind Notfallseelsorger zur Stelle und betreuen Betroffene und Angehörige. Sie sind zum Beispiel bei schweren Unfällen im Einsatz, nach dem plötzlichen Tod eines Kindes, bei erfolgloser Reanimation, nach Gewalttaten und überbringen Todesnachrichten. Im Ausbildungskurs eigneten sich die Teilnehmer notwendiges Fachwissen und eine seelsorgliche Haltung an. Sie lernten unter anderem, wie Einsätze von Polizei- und Rettungskräften ablaufen und wie Menschen mit Stress und Trauer umgehen. Durch Rollenübungen bereiteten sie sich darauf vor, Unglücksnachrichten zu überbringen. Sie erfuhren, was Glauben und Religion in Notsituation bewirken und welche Rituale helfen. Darüber hinaus lag ein Augenmerk auf der Selbstfürsorge. Zuletzt begleiteten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein halbes Jahr lang Einsätze.

Nobert Memmer wird im Landkreis Pirmasens im Einsatz sein. Als Polizist kennt er Notsituationen, ist bereits in der Polizeiseelsorge tätig. Memmer weiß um die Not der Menschen und hat sich deshalb für die zusätzliche ehrenamtliche Tätigkeit entschieden. Während Polizei und Rettungskräfte sich nur im Einsatz um die Menschen kümmern können, bleiben Notfallseelsorger länger. „Notfallseelsorge geht tiefer, sie wirkt nachhaltiger“, sagt der Südwestpfälzer.

Susanne Schweizer aus Dirmstein wird für die Notfallseelsorge Frankenthal tätig sein. Die junge Frau weiß aus eigener Erfahrung, wie wichtig Beistand in schwierigen Zeiten ist. Als Notfallseelsorgerin will sie dieses Geschenk weitergeben. „Zum anderen bin ich in der Kirche verankert und habe eine Aufgabe gesucht.“

Neue Ausbildung „Erste Hilfe für die Seele“

Ein weiterer Kurs „Erste Hilfe für die Seele“ startet im November. Das erste Modul des achtteiligen Kurses findet vom 9. bis 10. November 2018 im Protestantischen Butenschoen-Haus in Landau statt. Die weiteren Module: 15./16. Februar 2019; 5./6. April 2019; 14./15. Juni 2019; 23./24. August 2019; 8./9. November 2019; 10./11. Januar 2020 und 6./7. März 2020. Veranstaltungsorte sind Landau und Speyer. Anmeldeschluss für das Curriculum Notfallseelsorge ist der 24. August 2018. Über die Teilnahme an der Ausbildung entscheidet ein individuelles Auswahlgespräch. Die Kursgebühr beträgt pro Einheit 120 Euro. Die Gebühren werden bei erfolgreichem Abschluss der Ausbildung und anschließender ehrenamtlicher Mitarbeit in einem der kirchlichen Notfallseelsorgesysteme zurückerstattet.

Kontakt, Information und Anmeldung: Anne Henning, Pfarramt für Polizei- und Notfallseelsorge, Telefon 0173/2444620, E-Mail: anne.henning@evkirchepfalz.de und Patrick Stöbener, Diözesanbeauftragter für die Notfallseelsorge im Bistum Speyer, Telefon: 06232/102476, E-Mail: patrick.stoebener@bistum-speyer.de.

Mehr zum Thema:
www.evkirchepfalz.de, Thema Begleitung und Hilfe/Seelsorge;
www.bistum-speyer.de, Thema Seelsorge und Spiritualität/Notfallseelsorge.

is / lk, Yvette Wagner

20.08.2018


Was ist guter Unterricht?

Bischof Wiesemann lädt am 24. August Religionslehrerinnen und –lehrer aus dem Bistum Speyer ein – Pontifikalamt um 9.30 Uhr im Dom

Speyer - Der Speyerer Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann hat die rund 2.100 Religionslehrerinnen und -lehrer aus dem Bistum zu einem gemeinsamen Tag am Freitag, 24. August, nach Speyer eingeladen. Das Thema lautet „Was ist guter Unterricht? Was ist guter Religionsunterricht?“.

Auf dem Programm steht ein Pontifikalamt mit dem Bischof im Speyerer Dom (Begegnung ab 9.00 Uhr, Gottesdienstbeginn 9.30 Uhr). Das Gymnasium Bad Bergzabern begleitet die Messe musikalisch mit Jazz Combo, Orchester und Chor. Um 11 Uhr referiert Mathias Molzberger, Bonn, im Priesterseminar St. German in Speyer zum Thema „Guter Religionsunterricht in heutiger Zeit? - Impulse aus der ignatianisch-jesuitischen Pädagogik“. Ein „Marktplatz Religionsunterricht“ im Anschluss bietet praktische Einblicke zum Thema Unterricht. Nach Angaben der Schulabteilung des Bistums Speyer stehen an diesem Tag vor allem Qualität, Inhalt und Theologie des Religionsunterrichts sowie persönliche Zugänge im Mittelpunkt.

Bistum Speyer

20.08.2018


„Sich durch den ökumenischen Dialog beschenken lassen“

Gipfeltreffen des Bistums Speyer und der Evangelischen Kirche der Pfalz zum Thema Kirche und Kirchengemeinschaft

Die Teilnehmer an dem ökumenischen Gipfeltreffen. In der ersten Reihe / Mitte: Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann, Kirchenpräsident Christian Schad, Dr. Burkhard Neumann.

Speyer / Ludwigshafen - Im September dieses Jahres werden der Päpstliche Einheitsrat und die Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa (GEKE) einen gemeinsamen Bericht vorlegen, der sich mit den Themen „Kirche und Kirchengemeinschaft“ befasst. Die Autoren dieses Berichts halten als Fazit fest: „Wir sind uns in ekklesiologischen Fragen deutlich näher, als wir bisher gedacht haben“. Sie bitten die an der Konsultation beteiligten ökumenischen Partner, einen offiziellen Dialog über diese Fragen aufzunehmen und fortzuführen. Delegationsleiter waren auf katholischer Seite Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann, auf evangelischer Seite Kirchenpräsident Christian Schad. Für die Evangelische Kirche der Pfalz und das Bistum Speyer Grund genug, sich beim diesjährigen Gipfeltreffen der leitenden Gremien Landeskirchenrat und Allgemeiner Geistlicher Rat mit diesem Ökumenepapier zu befassen.

Das „Neue und Einmalige“ dieses Berichts besteht für Dr. Burkhard Neumann, Direktor am Johann-Adam-Möhler-Institut für Ökumenik in Paderborn, darin, dass „erstmals ein Dialog zwischen der römisch-katholischen Kirche und einer regionalen Gemeinschaft bekenntnisverschiedener Kirchen geführt worden ist“. Ein Leitgedanke des Textes laute: „Kirchen sind keine statischen Größen, sondern lassen sich durch den ökumenischen Dialog herausfordern und beschenken“. Der Text mache den Unterschied zwischen dem göttlichen und dem menschlichen Handeln in der Kirche deutlich: „Gottes Reich ist immer größer als das Wirken das Kirche“, so Neumann. Zugleich weise der Text darauf hin, dass „die sichtbare Gestalt der Kirche nicht beliebig ist“.

Mit Blick auf die gefundenen Übereinstimmungen im Amtsverständnis rief Neumann beide Seiten dazu auf, „die sich daraus ergebenden Konsequenzen anzugehen“. Ökumenisch bedeutsam sei auch die Feststellung, dass „das evangelische Verständnis von Kirchengemeinschaft kein Gegenmodell zum katholischen Einheitsmodell einer sichtbaren Einheit“ ist. Neumann gab zu bedenken, dass sich „Kirchengemeinschaft immer nur dynamisch vollzieht“, und dass „jede irdische Form von kirchlicher Einheit vorläufig ist und bleibt“. Insgesamt, so das Fazit des katholischen Theologen, könne der Text viel dazu beitragen, „das gemeinsame Zeugnis der Kirchen in Europa zu stärken“.

Kirchenpräsident Schad betonte, dass der Text bereits vor seiner Veröffentlichung „eine beginnende Debatte innerhalb der EKD-Gliedkirchen über ein gemeinsames Verständnis des ordinierten Amtes bewirkt hat“. Er erinnerte daran, dass die meisten evangelischen Kirchen erst seit 45 Jahren Abendmahlsgemeinschaft praktizieren. Bischof Wiesemann sagte mit Blick auf den fünfjährigen Dialogprozess: „Er hat beide Seiten zu Rückfragen an das Eigene animiert und ihnen so geholfen, sich noch mehr aus konfessionellen Engführungen zu befreien“. In diesem Zusammenhang berichtete Wiesemann, dass er vor wenigen Wochen für das Bistum Speyer eine Orientierungshilfe in Kraft gesetzt hat, wonach es „in bestimmten Fällen möglich ist, evangelischen Christen, die in einer konfessionsverbindenden Ehe leben, die Eucharistie zu reichen“. Für den Speyerer Bischof ein „Grund zur Freude“.

Gemeinsam betonten Wiesemann und Schad, die Kirchen lebten derzeit in einem „ökumenischen Kairos“. Es komme darauf an, sich „nicht auf das Eigene zurückzuziehen, sondern mit der Haltung der Offenheit auf dem mühsamen Weg des Dialogs voranzuschreiten“. Leitend sollten die Erfahrungen des Reformationsjahres 2017 sein, etwa beim Versöhnungsgottesdienst in Otterberg. Ein Schritt auf diesem Weg könne der ökumenische Gottesdienst zum Jubiläum 200 Jahre Pfälzer Kirchenunion am 2. September in Kaiserslautern sein, zu dem Schad am Ende der herzlichen und vertrauensvollen Begegnung alle einlud.

Text: is / lk Foto: Pfarrer Thomas Borchers

20.08.2018


„freshX- Seminar für Entdecker*innen“ in Landau

Ökumenische Initiative „Schon jetzt“ lädt am 14./15. September zu einer Fortbildung über neue Formen von Kirche ein

Landau - „Schon jetzt“, eine ökumenische Initiative des Bistums Speyer und der Evangelischen Kirche der Pfalz, lädt am 14./15. September im protestantischen Bildungszentrum Butenschoen-Haus in Landau zu einem Seminar ein, bei dem es um neue Formen von Kirche geht.

„Das Wochenende ist für Kirchenentdecker*innen eine Möglichkeit, tiefer in die Idee der fresh expressions of church einzutauchen, sich untereinander auszutauschen, voneinander zu lernen und miteinander weiterzugehen“, erklärt Felix Goldinger, Referent für missionarische Pastoral im Bistum Speyer. „Fresh Expressions of Church“ (neue Ausdrucksformen von Kirche) ist eine aus England stammende Bewegung, die neue Formen von Kirche an ganz unterschiedlichen Orten fördert und damit Menschen in ihrem Alltag besser erreichen möchte.

Das Seminar beginnt am 14. September um 17.30 Uhr, das Ende ist am 15. September um 16.30 Uhr geplant.

Anmeldungen (bis 31. August):
Online: www.schon-jetzt.de/freshX2
Per Mail: hallo@schon-jetzt.de
Per Telefon: 0 6232 102-316

Weitere Informationen und Kontakt:
Felix Goldinger
Referent für missionarische Pastoral im Bistum Speyer
Telefon: 06232/102-286
E-Mail: felix.goldinger@bistum-speyer.de

Stefanie Schlenczek
Pfarrerin beim Missionarisch-Ökumenischen Dienst (MÖD) der Evangelische Kirche der Pfalz
Telefon: 06341/9289-22
E-Mail: schlenczek@moed-pfalz.de

Mehr zum Thema: www.schon-jetzt.de; www.freshexpressions.de

Hintergrund:

SCHON JETZT ist eine ökumenische Initiative der Evangelischen Kirche der Pfalz (Prot. Landeskirche) und des Bistums Speyer, die sich so beschreibt:

„Wir arbeiten als Bistum und als Landeskirche (MÖD) zusammen an der Frage, welche Gestalt Kirche in Gegenwart und Zukunft annehmen kann, um Menschen zu erreichen, die den Anschluss zu Gemeinde und Pfarrei nie hatten oder verloren haben. Mit ihnen gemeinsam wollen wir Wege finden, ihr kreatives Potenzial mit Blick auf Kirche in Form zu bringen. Um dies zu ermöglichen, unterstützt unsere Initiative jene Haupt- und Ehrenamtliche, die Kirche in ihrem konkreten Kontext kennen und zugleich auf neue Weise wahrnehmen möchten: Von einer Kirche für Menschen führt der Weg hin zu einer Kirche mit Menschen. Unter dieser Prämisse kann Kirche an verschiedenen Orten ganz unterschiedliche Gestalt annehmen. Diese Vielfalt regt an zum gemeinsamen Lernen.“

Bistum Speyer

20.08.2018


Andreas Sturm zum Domkapitular ernannt

Feierliche Amtseinführung im Rahmen der Pontifikalvesper an Mariä Himmelfahrt

Weihbischof und Domprobst Otto Georgens verliest die Ernennungsurkunde

Speyer - Am Festtag Mariä Himmelfahrt wurde der neue Generalvikar des Bistums Speyer Andreas Sturm im Rahmen einer Pontifikalvesper feierlich in das Domkapitel aufgenommen. Er gehört damit einem Kollegium von derzeit neun Priestern an, welche die Gesamtverantwortung für den Dom tragen. Die Aufnahme von Andreas Sturm in das Speyerer Domkapitel erfolgte drei Tage nach der offiziellen Amtseinführung als Generalvikar.

Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann begrüßte die Familie von Generalvikar Sturm, seine Freunde und Weggefährten. Mit besonderer Freude und Dankbarkeit begrüßte er die rund 300 Gläubigen, die sich aus St. Ingbert, Sturms vormaliger Pfarrei, auf den Weg nach Speyer gemacht hatten, und die Sturm „nur unter Tränen“ gehen ließen, wie der Bischof sagte.

In seiner Ansprache nahm der Bischof Bezug auf die Lesung aus dem Brief an die Korinther: „Es gibt aber eine bestimmte Reihenfolge: Erster ist Christus; dann folgen, wenn Christus kommt, alle, die zu ihm gehören.“ Durch Maria sei Christus unter den Menschen geboren worden. Sie habe den Willen des Herrn erfüllt, unter dem Kreuz gestanden aber auch die Herrlichkeit des Himmels erfahren, in den sie mit Leib und Seele aufgenommen wurde. Für die lebendige Kirche sei es wichtig, dass sich Menschen mit Leib und Seele in Gottes Dienst stellten.

Generalvikar Andreas Sturm gibt sein Treueversprechen

Der eigentliche Aufnahmeritus begann mit dem Verlesen der Ernennungsurkunde durch Dompropst und Weihbischof Otto Georgens. Danach gab Generalvikar Andreas Sturm dem Bischof das Treueversprechen. Als äußerliches Zeichen seiner Zugehörigkeit zum Domkapitel erhielt er die traditionellen Kleidungsstücke eines Kapitulars: Mozetta und Birett, ein Schultermäntelchen und eine Kopfbedeckung mit Quaste, beides in violetter Farbe. Dazu wurde Sturm mit den Worten „trage dieses kostbare Kreuz zur Ehre der Kirche von Speyer“ das Pektorale genannte Kapitelskreuz übergeben. Der Aufnahmeritus endete mit dem Friedensgruß durch die Mitglieder des Domkapitels. Die feierliche musikalische Gestaltung der Vesper übernahmen die Domsingknaben unter der Leitung von Jochim Weller. Die Orgel spielte Domorganist Markus Eichenlaub.

Das Speyerer Domkapitel – Hintergrundinformation

Gratulation und Friedensgruß von Weihbischof Otto Georgens für den neuen Domkapitular Andreas Sturm, der die Mozetta, das Birett und das Kapitelskreuz trägt.

Das Domkapitel ist ein Kollegium von derzeit neun Diözesanpriestern. Es besteht aus zwei Dignitären, nämlich dem Dompropst und dem Domdekan, und sieben Kapitularen. Zum derzeitigen Domkapitel gehört auch der Domvikar.

Ein Domkapitel gibt es in Speyer vermutlich seit dem Bestehen des Bistums, d.h. bereits seit dem Bau der merowingischen Kathedrale, noch vor dem Bau des salischen Doms. Das Domkapitel Speyer in der derzeitigen Konstellation wurde im Zusammenhang mit der Neugründung des Bistums Speyer 1818 ins Leben gerufen und durch die Bayerischen Konkordate von 1817 und 1924 errichtet und bestätigt.

Das Domkapitel hat nach dem Kirchenrecht die Aufgabe, an den feierlichen Gottesdiensten im Dom sowie an der Leitung und Verwaltung der Diözese mitzuwirken. Besondere Verantwortlichkeiten liegen beim Dompropst (Er übernimmt u. a. Repräsentationspflichten in der Öffentlichkeit.), beim Domdekan (Er trägt u. a. die Verantwortung für die Liturgie am Dom und die Dommusik.), beim Domkustos (Er trägt u. a. die Sorge und die Verantwortung für das Gebäude der Domkirche und die Finanzen des Domkapitels) und beim Dompfarrer (Er trägt u. a. die Verantwortung für die Seelsorge.)

Alle Mitglieder des Speyerer Domkapitels

Domkapitular wird man entweder durch persönliche Ernennung durch den Bischof im Einvernehmen mit dem Domkapitel oder durch die Wahl des Domkapitels mit Zustimmung des Bischofs. Vor der Aufnahme von Andreas Sturm wurde zuletzt 2009 Pfarrer Matthias Bender vom Domkapitel zum Mitglied des Domkapitels gewählt. Mit der Einführung von Generalvikar Sturm ist dieser das jüngste Mitglied. Das älteste Mitglied (Senior Capituli) ist derzeit Domkapitular Dr. Norbert Weis.

Text: Bistum Speyer Foto: Klaus Landry

20.08.2018


Fest für „Maria, die auf milde Weise das Licht Gottes wieder gibt“

Pontifikalamt mit Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann an Mariä Himmelfahrt / Gottesmutter Maria ist Patronin des Bistums und des Doms

Einzug der Pilgergruppe, die in einer nächtlichen Wallfahrt von der St. Anna Kapelle zum Dom gepilgert war

Speyer - Der 15. August ist im Bistum Speyer ein besonderer Tag. Gefeiert wird das Hochfest Mariä Aufnahme in den Himmel, das Patronatsfest des Speyerer Doms und des Bistums. Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann zelebrierte in der vollbesetzten Speyerer Kathedrale aus diesem Anlass ein Pontifikalamt. Eine besondere Begrüßung gab es für eine Pilgergruppe, die in an einer erstmals durchgeführten, nächtlichen Wallfahrt von der St. Anna Kapelle bei Burrweiler zum Dom teilgenommen hatte und nun mit in den Dom einzog.

Bischof Karl-Heinz Wiesemann bei der Predigt

In seiner Predigt nahm Bischof Wiesemann Bezug auf die Hitze der vergangenen Tage. Der tödlich versengenden Sonne stellte er das milde Licht des Mondes gegenüber. Der Mond, der in den romanischen Sprachen weiblich ist, stehe dabei für das Mariannische Geheimnis der Kirche. Wie der Mond nicht von sich selbst aus leuchte, sondern sein Licht von der Sonne erhalte, so gebe Maria auf milde Weise das Licht Gottes wieder. Das feurige Licht der Sonne werde dabei gemildert und ihre Hitze im nächtlichen Dunkel gekühlt. Der Bischof verwies dabei auf das Gnadenbild des Doms, das eine auf einer Mondsichel stehende Madonna zeigt. Alle Menschen könnten mit den „zerreißenden Fragen unseres Lebens“ zur milden Königin kommen, die selbst die Schmerzen des Lebens gespürt habe, ermutigte der Bischof.

Bischof Karl-Heinz Wiesemann bei der Predigt

Religiöse Wahrheit im sei nicht „wie sengende Hitze oder feurige Blitze“; als „zutiefst unkatholisch“ bezeichnete der Bischof eine solche Art der Verkündung. Seine Predigt schloss er mit dem Vortrag der ersten Strophe eines bekannten Marienliedes:  „Milde Königin, gedenke, wie’s auf Erden unerhört, dass zu dir ein Pilger lenke, der verlassen wiederkehrt. Nein, o Mutter weit und breit, schallts durch deiner Kinder Mitte, dass Maria eine Bitte nicht gewährt ist unerhört, unerhört in Ewigkeit!“

Viele Dombesucher hatten Sträuße mit Kräutern und Blumen mitgebracht, die von Bischof Wiesemann im Gottesdienst gesegnet wurden. Einer alten Tradition entsprechend sollen sie deutlich machen, dass die ganze Schöpfung unter dem Segen Gottes und der Verheißung der österlichen Vollendung steht. Danach spendete Bischof Wiesemann den päpstlichen Segen.

Kräutersegnung

Mit einer Statio vor dem Gnadenbild und dem Gesang des „Salve Regina“ endete der Gottesdienst. Für die feierliche musikalische Gestaltung beim Pontifikalamt sorgte die Capella Spirensis vocale e instrumentale unter der Leitung von Domkapellmeister Markus Melchiori. Es erklangen die „Missa in C“ von Johann Joseph und ein Magnifikat von Wolfgang Amadeus Mozart. Die Orgel spielte Domorganist Markus Eichenlaub.

Hintergrund: Mariä Himmelfahrt

Mariä Aufnahme in den Himmel (lateinisch: Assumptio Beatae Mariae Virginis), bekannt als Mariä Himmelfahrt, ist das Fest der leiblichen Aufnahme Mariens in den Himmel am 15. August. Das Fest wird von der katholischen und der orthodoxen Kirche als Hauptfest unter den Marientagen gefeiert.

Viele Gläubige hatten der Tradition gemäß Kräuter- und Blumensträuße mitgebracht, um sie segnen zu lassen.

Erstmals ist es in der armenischen Kirche für die Mitte des fünften Jahrhunderts bezeugt. An diesem Tag werden in der katholischen Kirche verbreitet auch Kräuter gesegnet. Mit Hilfe der Gottesmutter sollen die Kräfte der Natur ganz besonders zugunsten der Menschen und Tiere wirken. Die gesegneten Kräuter dienen in den Häusern später auch als Zeichen, dass Gott den Gläubigen vieles schenkt und die Menschen unter seinem ganz besonderen Schutz stehen.
Im Bistum Speyer hat die Verehrung der in den Himmel aufgenommenen Gottesmutter eine sehr lange Tradition. Im Jahr 670 wird in einer Schenkungsurkunde des Merowingerkönigs Hilderich II. zum ersten Mal Maria als Patronin der Diözese genannt. Ebenso hatte schon die Vorgängerkirche des jetzigen salischen Domes das Marienpatrozinium.

Das Gnadenbild im Speyerer Dom

Seit dem Mittelalter machte das Gnadenbild der „Patrona Spirensis“ den Dom zu einem Mittelpunkt der Marienverehrung für das ganze Bistum Speyer.

Heute steht im Chorraum des Doms eine Marienstatue, die dem Dom 1930 von Papst Pius XI. zum Jubiläum der Domgründung geschenkt wurde. Weitere bildliche Zeugnisse der Marienverehrung finden sich in der Marienfigur über dem Hauptportal, den Fresken im Mittelschiff und im Kaisersaal, sowie einer Darstellung der Marienkrönung auf dem Chorgestühl.

Domkapitel Speyer

15.08.2018


Abschluss der Wallfahrten zum Annaberg

Bischof Wiesemann hält am 21. August den letzten Wallfahrtsgottesdienst in diesem Jahr

Annaberg bei Burrweiler

Burrweiler - Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann wird am Dienstag, den 21. August, den letzten Wallfahrtsgottesdienst in diesem Sommer auf dem Annaberg bei Burrweiler halten. Die Messe beginnt um 10 Uhr und steht unter dem Thema „Jesus Christus – Gott begegnen“. Bei dem Gottesdienst wird Bischof Wiesemann die Erntegaben segnen. Gleichzeitig findet an diesem Tag eine Schülerwallfahrt zum Annaberg statt.

Bereits um 6.30 Uhr und 8 Uhr besteht die Möglichkeit einen Gottesdienst in der Annakapelle mitzufeiern und das Bußsakrament zu empfangen. Ab 7.30 Uhr fahren an dem Wallfahrtstag Pendelbusse von Burrweiler aus zur Kapelle und zurück. Neu ist der Abfahrtsort der Busse, ein Startpunkt ist der PKW-Parkplatz „Pfarrgarten P1“, ein weiterer der PKW-Parkplatz „Festhalle P3“.

Die Annakapelle gehört zu den meistbesuchten Wallfahrtsorten im Bistum Speyer. Zu den Wallfahrtstagen - jeweils dienstags von Ende Juni bis Anfang/Mitte August - kommen regelmäßig bis zu 1 000 Wallfahrerinnen und Wallfahrer mit ihren Anliegen zur Heiligen Mutter Anna.

Weitere Informationen: www.annakapelle.de

Bistum Speyer

15.08.2018


Generalvikar Andreas Sturm in sein Amt eingeführt

Gottesdienst mit Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann im Dom zu Speyer

Am Altar bei der Gabenbereitung (v.r.): Generalvikar Andreas Sturm, Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann, Weihbischof Otto Georgens, Diakon Mathias Reitnauer

Speyer - Im Rahmen eines feierlichen Gottesdienstes hat Montag, 13.08.2018 Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann im Dom zu Speyer den neuen Generalvikar im Bistum Speyer, Andreas Sturm, in sein Amt eingeführt. Sturm ist im Amt des Generalvikars Nachfolger von Dr. Franz Jung, der im Juni dieses Jahres zum neuen Bischof von Würzburg geweiht wurde.

In seiner Predigt nahm Bischof Wiesemann Bezug auf die Lesung des Tages aus dem Buch Ezechiel. Darin wird geschildert, wie der Prophet die Gegenwart Gottes erlebt, die durch einen aus dem Norden kommenden Sturmwind für den im Exil lebenden Ezechiel erfahrbar wird. „Nomen est Omen“, so Wiesemann lächelnd. Als rechte Hand des Bischofs und Leiter der Verwaltung habe der Generalvikar eine große Aufgabe mit vielfältigen Herausforderungen übernommen. Sicher hänge viel davon ab, wie es gelinge, mit Geschick das Schiff der Kirche gut in die Zukunft zu steuern.

Die Berufungsgeschichte Ezechiels aber mache deutlich, dass es vor allem auch darum gehe, Gott zu suchen und die Gegenwart Gottes in der Welt spürbar werden zu lassen. „Alles was wir tun, betreiben, verwalten dient dazu den Menschen zu sagen, hier ist Gott, hier bin ich mit ihm in Berührung gekommen“, so Wiesemann. Erst dann bekomme alles Tun Kraft, Sinn, Mut und Hoffnung. „Dafür brauchen wir einen „Sturm der Begeisterung“, um zusammen am Aufbau des Reiches Gottes zu wirken“ so der Bischof in Anspielung auf den Namen des neuen Generalvikars. Für sein neues Amt wünschte er Sturm Gottes Segen und den Schutz der Gottesmutter Maria, Patronin des Bistums.

Hilfe und Unterstützung durch das Ordinariat – Grußwort des neuen Generalvikars

Generalvikar Andreas Sturm bei seiner Ansprache

„Das Ordinariat soll ein Haus sei, das da ist, wenn man ein Problem oder eine Frage hat und das hilft“, charakterisierte Generalvikar Andreas Sturm die Funktion der kirchlichen Verwaltungsbehörde. Er habe in all den Jahren seit er Priester sei, immer Hilfe und Unterstützung durch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Ordinariats erfahren.

Das Bistum erlebe eine Zeit des Umbruchs, bei dem nicht immer alles ganz rund laufe. Aber Veränderungen in dieser Größenordnung brauchten Zeit. Er sei aber zuversichtlich, dass „wenn wir die Sorgen und Anliegen der jeweils anderen ernst nehmen und hinhören und dann auch Verständnis füreinander haben, dann kann das gut gelingen. So wünsche ich mir auch unsere Kirche als Ganze: Ein großes Team, in dem alle aufeinander schauen und wo wir uns mit Respekt begegnen.“ Er wolle seinen Teil dazu beitragen. „Ich will mithelfen, dass wir Strukturen nicht verkomplizieren, sondern dass wir in Speyer im Ordinariat und in den Regionalverwaltungen helfen, dass Ihnen und Euch in den Pfarreien der Rücken freigehalten wird für die Seelsorge“, versprach Sturm.

Seinem Vorgänger Dr. Franz Jung danke Sturm für die Arbeit, die er all die Jahre in den Veränderungsprozess gesteckt habe. Sein Dank galt auch Bischof Wiesemann für das ihm entgegengebrachte Vertrauen. „Ich freue mich auf eine gute und konstruktive Arbeit mit Ihnen, mit den Mitbrüdern im Domkapitel und mit Ihnen und Euch an den ganz unterschiedlichen Stellen“, so der neue Generalvikar.

Der Generalvikar als Trainer - Grußwort der Mitarbeitervertretung

Thomas Eschbach von der Mitarbeitervertretung des Bischöflichen Ordinariats (MAV) verglich in seinem Grußwort das Amt des Generalvikars mit dem eines Trainers. Einen guten Coach zeichne eine Reihe von Eigenschaften und Fähigkeiten aus. Entscheidend sei das Menschenbild des Trainers, der allen Teammitgliedern mit der Grundhaltung eines „Du bist ok“ begegne. Neben der fachlichen, methodischen und Führungskompetenz zählten Humor und gutes Zeitmanagement zu den wichtigen Fähigkeiten eines guten Trainers sowie Begeisterung für die Sache.

„Der Beitrag des Trainers ist wichtig – unbenommen – die Performance bestimmt sich aber im Wesentlichen auch aus dem Miteinander zwischen Trainer und Mannschaft“, betonte Eschbach. Verbunden mit der Hoffnung auf ein „konstruktives Miteinander für eine gelingende Zukunft im Bistum“ wünschte er dem neuen Generalvikar einen guten Start und „eine glückliche Hand bei allen Entscheidungen“.

Bischof Wiesemann und Generalvikar Sturm beim Friedensgruß

Als Dank, dass er das Amt des Generalvikars übernommen hat, überreichte Bischof Wiesemann Andreas Sturm am Ende des Gottesdienstes einen Rosenkranz, den er selbst als Jugendbischof bei einer Ministranten Wallfahrt in Rom von Papst Franziskus bekommen hatte. Bischof Wiesemann bekundete auch seinen Respekt und seinen Dank dem stellvertretenden Generalvikar, Domkapitular Josef Szuba, der mit großem Einsatz für Kontinuität im Amt gesorgt habe.

An den Gottesdienst schloß sich ein Umtrunk mit Gelegenheit zu persönlichen Begegnungen und Gesprächen in der Vorhalle des Domes an. Musikalisch wurde der Gottesdienst von der Schola gregoriana unter Leitung von Domkapellmeister Markus Melchiori gestaltet. Domorganist Markus Eichenlaub spielte die Orgel.

Unter den zahlreichen Gästen im vollbesetzten Dom waren neben den vielen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und Seelsorgern aus dem Bistum, auch Vertreter der katholischen Büros aus Mainz und Saarbrücken, der Generalvikar des Bistums Trier, Dr. Ulrich Graf von Plettenberg sowie die Eltern des neuen Generalvikars.

Begegnung mit dem neuen Generalvikar in der Vorhalle des Speyerer Domes

Andreas Sturm (43) stammt aus der Gemeinde St. Leodegar Gerolsheim, die zur Pfarrei Hl. Petrus Bobenheim-Roxheim gehört. Im Jahr 2002 wurde er zum Priester geweiht. Er wirkte als Kaplan in der Pfarrei St. Maria in Landau und als Jugendseelsorger für das Dekanat Landau. Im Jahr 2004 wechselte er als Referent für die Ministrantenseelsorge nach Speyer und wurde geistlicher Leiter des KJG-Diözesanverbandes. 2010 wurde er zum Diözesanpräses des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) gewählt und bekam die Leitung des bischöflichen Jugendamtes übertragen. Von 2005 bis 2014 wohnte Andreas Sturm in Burrweiler, half dort in der Seelsorge der Pfarreiengemeinschaft mit und betreute die Wallfahrt auf den Annaberg. Im Januar 2015 wurde er Pfarrer der Pfarreiengemeinschaft St. Ingbert mit sieben eigenständigen Pfarreien, seit 2016 leitet er die Pfarrei Heiliger Ingobertus in St. Ingbert. Im Juni 2016 wurde er zum Dekan des Dekanats Saarpfalz gewählt. Am 10. Juni 2018 ernannte ihn Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann zum Generalvikar.

Der Generalvikar hat im Aufbau der katholischen Kirche eine besondere Stellung: Er ist das „alter ego“ und damit wichtigster Mitarbeiter des Bischofs. Er steht an der Spitze des Bischöflichen Ordinariats und leitet die kirchliche Verwaltung.

Text: Bistum Speyer Foto: Klaus Landry

15.08.2018


Diözesanes Forum IX tagt am 24. und 25. August

Visionsprozess des Bistums und Satzungsentwurf der Diözesanversammlung als zentrale Themen – Informationen unter anderem zum Diözesankatholikentag 2019 und zur Entwicklung der Kirchenmitglieder und der Kirchensteuer

Ludwigshafen / Heinrich-Pesch-Haus - Am Freitag, den 24. August, beginnt um 18 Uhr im Heinrich-Pesch-Haus in Ludwigshafen das diözesane Forum IX des Bistums Speyer. Die Mitglieder beraten bis zum späten Samstagnachmittag über zentrale Fragen der Weiterentwicklung des Bistums Speyer. Die diözesanen Foren wurden als Beratungsgremien für den Prozess „Gemeindepastoral 2015“ eingerichtet und setzen sich aus den Mitgliedern des Allgemeinen Geistlichen Rats, des Priesterrats, des Diözesanpastoralrats und des Katholikenrats zusammen. Den Vorsitz führt Bischof Dr. Karl‐Heinz Wiesemann.

Am Freitagabend steht der geplante Visionsprozess des Bistums im Mittelpunkt. Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann hatte in seinem Hirtenbrief zur diesjährigen Fastenzeit angekündigt, dass eine Vision für das Bistum Speyer entwickelt werden soll. Sie soll einen Weg zeigen „von der innerkirchlichen Betriebsamkeit hin zur Unmittelbarkeit der Grenzerfahrungen, zur Gottesberührung und zur Menschennähe“. Bischof Wiesemann hatte geworben für eine Vision, die „die Sprengkraft der frohen Botschaft und der Revolution der Liebe in sich trägt“. Eine solche Vision könne nicht von oben verordnet werden, sondern baue sich von unten her auf.

Am Samstagvormittag geht es weiter mit Informationen zum aktuellen Sachstand in der Arbeitsgruppe „Gemeindebildung“, zur Diskussion um die Bildungshäuser, dem Diözesankatholikentag 2019 und der Entwicklung der Kirchenmitglieder und der Kirchensteuer.

Schwerpunkt der Beratung am zweiten Sitzungstag ist die Satzung für eine neu zu bildende Diözesanversammlung für das Bistum Speyer. Sie soll als synodales Beratungsgremium auf Diözesanebene die Themen und Anliegen der verschiedenen diözesanen Gremien zusammenführen und zugleich die Aufgaben des Diözesanpastoralrats wahrnehmen. Nach den guten Erfahrungen mit den diözesanen Foren war im Jahr 2015 beschlossen worden, das Beratungsformat „Diözesanes Forum“ nach Abschluss des Prozesses „Gemeindepastoral 2015“ zu verstetigen. Leitend ist dabei die Idee, den Diözesanpastoralrat durch eine neu zu schaffende Diözesanversammlung zu ersetzen, in der wie bisher der Priesterrat und der Katholikenrat zusammengefasst sind.

Zum Satzungsentwurf für die Diözesanversammlung konnten seit Februar Modifikationsanträge eingebracht werden. Sie werden beim diözesanen Forum im August beraten. Den Abschluss des Forums bildet eine Eucharistiefeier mit Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann.

Weitere Informationen und Unterlagen zum Forum: https://www.bistum-speyer.de/news/nachrichten/?no_cache=1&tx_ttnews%5Btt_news%5D=7445&cHash=f54b1c9389a5e924b1ba5ec33caee124

Bistum Speyer

10.08.2018


Erstmals exklusive Baustellenführung

Mitglieder des Dombauvereins besichtigen Baustelle am Vierungsturm des Doms

Dombaumeister Mario Colletto erklärt den Mitgliedern des Dombauvereins die Sanierungsmaßnahmen am Vierungsturm des Speyerer Domes.@Dombauverein Speyer e.V.

Speyer / Dom - Das Gerüst steht zum größten Teil – die Untersuchungen laufen und die nächste große Baumaßnahme wird bald beginnen: Der zuletzt in den 1960er Jahren sanierte Vierungsturm des Speyerer Domes steht erneut zur Sanierung an. An insgesamt drei Terminen gab es nun für rund 30 Mitglieder des Dombauvereins die exklusive Möglichkeit, unter Führung von Dombaumeister Mario Colletto die Baustelle in luftiger Höhe zu begehen und sich selbst ein Bild von den notwendigen Sanierungsmaßnahmen zu machen. Als „kleines Dankeschön“, so der Vorstandsvorsitzende des Dombauvereins, Dr. Gottfried Jung, der bei der zweiten Begehung mit dabei war. Mit ihrem Mitgliedsbeitrag unterstützen die Vereinsmitglieder die laufenden Restaurierungsmaßnahmen am Dom. Die Kosten für die Sanierung des Vierungsturms schätzt Dombaumeister Maria Colletto auf 700.000 Euro.

Auch an einem so großen Gebäude wie dem Dom hinterlässt die Witterung über Jahrzehnte und zum Teil über Jahrhunderte hinweg ihre Spuren. So ist besonders die Südwestseite des Vierungsturms als „Wetterseite“ von Schäden betroffen, erläuterte Dombaumeister Colletto. Aber auch die Sanierungsmaßnahmen früherer Zeiten haben dem Vierungsturm nicht immer nur gut getan. So besteht die Oberfläche teilweise aus einer Mischung verschiedenster Baustoffe – nicht alle davon historisch. Dabei verfügen die alten Materialien über eine längere Lebensdauer als die neuen, so der Dombaumeister. Für ihn kommt es bei der Sanierung darauf an, sich auf alte Fertigkeiten zu besinnen und mit ihrer Hilfe das Bauwerk mindestens für die nächsten Jahrzehnte zu sichern.

Die Mitglieder des Vereins, die einen der begehrten Plätze für die erstmals in dieser Form angebotenen Baustellenführungen ergattert hatten, verfolgten interessiert die Ausführungen des Dombaumeisters. Dann und wann ließen sie die Blicke auch über die Umgebung schweifen, die man aus dieser Höhe sonst nicht zu sehen bekommt: Das Gerüst am Vierungsturm befindet sich in 40 Metern Höhe. Dorthin gelangte die kleine Truppe mit einem Baustellenaufzug. Besondere Bedingungen, die eine kurze Einweisung und eine Beschränkung der Teilnehmerzahl notwendig machten. Aus Sicherheitsgründen war die Gruppengröße auf zehn Teilnehmer limitiert und für alle Termine hatte es lange Wartelisten gegeben. „Das Angebot der Baustellenbegehung soll zum einen Wertschätzung gegenüber der Unterstützung durch unserer Mitgliedschaft zum Ausdruck bringen, als auch die Attraktivität einer Vereinsmitgliedschaft deutlich machen“, so der Vorstandsvorsitzende Dr. Jung.

Rund eine Million Euro werden jährlich für den Erhalt des Kaiserdoms aufgewendet. Der Dombauverein trug dazu zuletzt 140.000 Euro bei. Der Löwenanteil dieses Betrags stammt aus den Mitgliedsbeiträgen. Hinzu kommen Verkaufserlöse und Spenden.

Text:  Bistum Speyer Foto: Dombauverein Speyer e.V.

10.08.2018


Verschiedenheit wertschätzen

Bistum Speyer geht mit neuer Initiative auf homosexuelle Frauen und Männer zu – Diskriminierung und Vorurteile sollen überwunden werden – Ähnliche Angebote in vielen deutschen Bistümern

Speyer - Mit dem Angebot zu Gesprächen und persönlicher Begleitung geht das Bistum Speyer auf homosexuelle Frauen und Männer zu. „Alle Menschen haben ein Recht auf Toleranz und Wertschätzung. Wir wollen erreichen, dass homosexuelle Menschen sich auch in Gemeinden, kirchlichen Gruppen und Verbänden zuhause fühlen“, erläutern Monika Kreiner und Axel Ochsenreither das Ziel der Initiative, zu dem das Bischöfliche Ordinariat ein neues Faltblatt herausgegeben hat.

Die beiden Pastoralreferenten wollen durch Gespräche und persönliche Begleitung dazu beitragen, Vorurteile abzubauen, Diskriminierung zu verhindern und dem Thema in der Kirche „ein Gesicht und eine Stimme“ zu geben. Denn vielfach sei die Lebenssituation von homosexuellen Frauen und Männern noch immer von Abwertung und Zurücksetzung bestimmt. Papst Franziskus habe in seiner Enzyklika „Amoris laetitia“ dazu ermutigt, die Wirklichkeit und damit den ganzen Menschen zu sehen. „Es ist verletzend und wird der Würde eines Menschen nicht gerecht, wenn man ihn auf seine sexuelle Orientierung reduziert“, betonen Monika Kreiner und Axel Ochsenreither. Das bedeute auch, sich der verschiedenen Lebensformen bewusst zu werden und offen für die Anliegen und Erfahrungen homosexueller Frauen und Männer zu sein. Die meisten deutschen Bistümer haben in den vergangenen Jahren ähnliche Initiativen gestartet. „Dabei geht es nicht um ein neues Spezialangebot, sondern um die Einladung an homosexuelle Frauen und Männer, an den ganz normalen kirchlichen Veranstaltungen, an Gottesdiensten, Pfarrfesten und ähnlichem teilzunehmen.“

Die Initiative richtet sich an homosexuelle Frauen und Männer und steht auf Wunsch auch Eltern und Angehörigen offen. Sie können direkt mit Monika Kreiner(Referat Frauenseelsorge) oder Axel Ochsenreither (Referat Männerseelsorge) Kontakt aufnehmen, die beide auch für persönliche Gespräche zur Verfügung stehen. Auf Wunsch vermitteln sie auch Seelsorgerinnen und Seelsorger vor Ort als Gesprächspartner oder zur persönlichen Begleitung. Für alle Gespräche gilt der Grundsatz der Vertraulichkeit.

Kontakt:

Monika Kreiner
Bischöfliches Ordinariat
Frauenseelsorge im Bistum Speyer
Webergasse 11, Speyer
Telefon: 06232 / 102-202
E-Mail: monika.kreiner@bistum-speyer.de

Axel Ochsenreither
Bischöfliches Ordinariat
Männerseelsorge im Bistum Speyer
Webergasse 11, Speyer
Telefon: 06232 / 102-312
E-Mail: axel.ochsenreither@bistum-speyer.de

Bistum Speyer

10.08.2018


Mythen des Pfälzer Rheins

KulTour on Board der Pfälzerland

Speyer - Am Mittwoch, 12. September, von 18.30 bis 22.00 Uhr, gibt es eine launige musikalisch-literarische Reise auf dem Fahrgastschiff Pfälzerland, zu der die Katholische Erwachsenenbildung Diözese Speyer einlädt. Der Autor und Verleger Ulrich Wellhöfer und der Musiker Christoph Krzeslack begeben sich mit den Fahrgästen auf eine Reise zu den Untiefen des Altrheins, ins Getümmel der Fährmänner, Gaukler und einfachen Leute, deren Leben von den Launen des Stroms geprägt war.

Im Zentrum der heiter-besinnlichen Reise stehen die großen Pfälzer Literaten Willy Gutting und Lina Sommer sowie der Pfälzer Sagenschatz, den Friedrich Wilhelm Hebel gesammelt und 1912 in seinem Pfälzischen Sagenbuch herausgebracht hat. Dazu gibt es zwischen den Blöcken mit Literatur und Musik ein lukullisches Büfett mit Genüssen aus der Küche des Pfälzer Hofes in Römerberg-Mechtersheim.

Weitere Informationen gibt es bei der Katholischen Erwachsenenbildung Diözese Speyer, Große Pfaffengasse 13,Tel. 06232 / 102 180, email: keb@bistum-speyer.de, Karten zu 35,00 €  in der Osianderschen Buchhandlung Speyer, Wormser Straße 2, Tel. 06232 / 60540.

Bistum Speyer

10.08.2018


Neue Organisten- und Chorleiterkurse

Das Bischöfliche Kirchenmusikalische Institut (BKI) im Bistum Speyer bietet Ausbildung in Speyer, Landau, Kaiserslautern und St. Ingbert an – Einzelunterricht auch in anderen Orten – Aufnahmeprüfung am 19. September

Speyer - Das Bischöfliche Kirchenmusikalische Institut (BKI) im Bistum Speyer mit Unterrichtsorten in Speyer, Landau, Kaiserslautern und St. Ingbert bietet wieder diverse musikalische Ausbildungskurse an.

Im „Grundkurs“ kann das Klavierspiel erlernt werden; Grundkenntnisse für das Orgelspiel im Gottesdienst können erworben werden. Hierfür ist keine Aufnahmeprüfung erforderlich.
Der „C-Kurs“ steht Hobby-Musikern mit bereits soliden Klavierspielfähigkeiten offen und dient der Ausbildung zum/zur nebenamtlichen Organist/in und/oder Chorleiter/in. Für die Dauer von drei Jahren werden samstags im Gruppenunterricht Fächer wie Chorleitung, Gehörbildung und Musiktheorie unterrichtet. Der Einzelunterricht in Orgel, Klavier und Gesang findet nach Absprache unter der Woche statt. Darüber hinaus bietet das BKI den „D-Kurs“ an, der mit deutlich geringerem Zeitaufwand absolviert werden kann.

Das Einstiegsalter für den Grundkurs liegt bei 12 Jahren, für die D- und C-Kurse jeweils bei 13 Jahren und sie stehen auch Erwachsenen jeden Alters offen. Die Aufnahmeprüfung für die D- und C-Kurse findet am 19. September um 15 Uhr im Haus der Kirchenmusik in Speyer statt. Alle Kurse beginnen ab November 2018.

Weitere Unterrichtsorte für den Einzelunterricht sind Neustadt, Ludwigshafen-Rheingönheim, Zweibrücken, Pirmasens, Dahn, Blieskastel, Rheinzabern und Weisenheim am Sand.

Weitere Auskünfte:

Sekretariat Abteilung Kirchenmusik
Bürozeiten: Montag bis Freitag 9.00-12.00 Uhr
Telefon: 06232/10093-20
E-Mail: kirchenmusik@bistum-speyer.de
Homepage: www.kirchenmusik-bistum-speyer.de

Bistum Speyer

08.08.2018


A, B, C – katholisch. Mit religiösen Fragen durch das neue Schuljahr

Schulabteilung des Bistums Speyer bietet Pädagogen und Schulen vielseitiges Angebot an Fort- und Weiterbildungen sowie Projekten

Speyer - In blau-weißem Bistumslook und mit über 100 Angeboten, so präsentiert sich der zum neuen Schuljahr herausgegeben Kalender „Schule und Kirche“ der Hauptabteilung Schulen, Hochschulen, Bildung im Bistum Speyer. Er wurde an alle Schulen im Bistumsgebiet versandt. Denn auch für das neue Schuljahr bietet die Bischöfliche Schulabteilung Schulen und Pädagogen im Bistumsgebiet einen großen Reigen an Fort- und Weiterbildung sowie Projekten an.

Neu ist ein Angebot der Schulpastoral mit einem weiterführenden Kurs „Krisenseelsorge“ sowie spirituelle Tage für Lehrerinnen und Lehrer. Diese sind möglich durch die erweiterte Kooperation mit dem Zentrum für Ignatianische Pädagogik (ZIP) mit den Jesuiten in Ludwigshafen.

Auch in der Sexualerziehung wurde das Angebot inhaltlich erweitert: Außer kostenfreien Schulstunden und gestaltpädagogischen Work-Shops gibt es nun auch die speziell auf Grundschule ausgerichtete „KörperWunderWerkstatt“.

Den Start aller Veranstaltungen macht die Religionspädagogik: Bei einem großen Tag der Religionslehrer treffen diese am 24. August Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann zur Frage, was ist „guter Unterricht“. Durch das gesamte Schuljahr stehen theologische und religiöse Themen zur Lehrerfortbildung an: „Bilderbücher zu Fragen des Lebens“, neue Methoden für den kompetenzorientierten Unterricht und entwicklungspsychologisch ausgerichtete Materialien wie „Hoffnungsspuren entdecken“. Für alle Schularten bietet die Schulabteilung Jahrestagungen als Berufsgruppentreffen der katholischen Religionslehrer an.

Eine neue Kooperation ist mit den evangelischen Religionspädagogen im Aufbau zur „GodlyPlay“ Methode. Bereits jetzt ist auch eine Anmeldung zur Religionspädagogischen Woche in Frankreich möglich, in der sich die Teilnehmer intensiv auf die Psalmen einlassen.

Weitere Angebote bestehen in den Bereichen Globales Lernen, wo man zur Fairtrade-Schule werden kann, in der Allgemeinen Pädagogik zur respektvollen Auseinandersetzung mit Schülern und in der Medienethik zum Filmen und digitalen Unterrichten.

Die Schülerprojekte an außerschulischen Lernorten sind bereits Teil des bewährten Programms: Im Saar-Pfalz-Kreis können Schülergruppen das ehemalige Kloster Wörschweiler erleben. An den Schülertagen sind Oberstufenschüler nach Speyer zu einem Tag „Meine Diözese“ eingeladen, für den Januartermin 2019 können Lehrer ihre Gruppen umgehend anmelden.

Alle weiteren Informationen und Anmeldungsformulare finden sich auf der Homepage:

im Kalender „Schule und Kirche“ zum Download (https://www.bistum-speyer.de/fileadmin/user_upload/1-0-0/Hauptabteilung_II/Downloads/Kreusch/2018_02.pdf)

oder zur direkten Online-Info: https://www.bistum-speyer.de/erziehung-schule-bildung/angebote-fuer-schulen/fortbildungen-fuer-schulen/

Der Kalender kann zugesandt werden:

Bischöfliches Ordinariat Speyer

HA II Schulen, Hochschulen und Bildung

Gr. Pfaffengasse 13,67346 Speyer

Tel. 06232-102-121,ru-fortbildung@bistum-speyer.de

Bistum Speyer

03.08.2018


Terminkalender des Bistums Speyer im August 2018

  • 21.8. 10 Uhr letzter Wallfahrtsgottesdienst des Sommers auf dem Annaberg bei Burrweiler mit Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann.
  • 22.8. Verabschiedung von Prälat Dr. Peter Prassel, dem Leiter des Katholischen Büros im Saarland mit Sitz in Saarbrücken.
  • 22.8. Ab 7.30 Uhr, 10. Fußwallfahrt für Bundeswehrangehörige; Startpunkt ist die Südpfalz Kaserne Germersheim, Ziel das Schönstattzentrum Marienpfalz in Herxheim. Organisiert wird die Wallfahrt, bei der für das Caritas-Zentrum Germersheim gesammelt wird, von der katholischen Militärseelsorge Bruchsal.
  • 23.8. BDKJ-Tourbus Polli macht Station am Mainzer Landtag.
  • 24.8. Tag der Religionslehrer/innen im Bistum Speyer. 9.30 Uhr Gottesdienst mit Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann im Speyerer Dom. Anschließend weiteres Programm im Bischöflichen Priesterseminar St. German in Speyer.
  • 24.8. Nächtliche ökumenische Kirchentour durch vier Kirchen in Speyer: 18 bis 18:45 Uhr Gedächtniskirche; 19 bis 19:45 Uhr, Josephskirche mit Pause (Getränke und Brezeln); 20:30 bis 21:15 Uhr, Dreifaltigkeitskirche; 21:30  bis 22:15 Uhr Abschluss im Dom mit anschließendem Umtrunk in der Vorhalle
  • 24. – 25.8. IX. Diözesanes Forum des Bistums Speyer im Heinrich Pesch Haus in Ludwigshafen.
  • 24. – 26.8.„Werkstatt Biblische Erzählfiguren“ – Herstellung und Einsatz in der Gemeinde. Veranstaltung im Kloster Neustadt, Waldstr. 145 in Neustadt. Teil 2: Tagesveranstaltung am 22. September 2018
  • 29.8. 10.30 Uhr Pressekonferenz des Dombauvereins Speyer zur Vorstellung des Dombrotes im Haus Domplatz 3 (Blauer Salon) in Speyer.
  • 29.8. 15 Uhr Fortbildung für Religionslehrer der Sekundarstufe I zum Thema „Neue Übe- und Wiederholungsmethoden für den kompetenzorientierten Religionsunterricht“ in der Religionspädagogischen Arbeitsstelle Landau, Moltkestr. 9.
  • 31.8. 50 Jahre „Ökumenisches Gemeinschaftswerk Pfalz“, 10 Uhr Festveranstaltung in der Stadthalle Landstuhl mit Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann.
  • 31.8. 18 Uhr Firmung durch Weihbischof Otto Georgens in Wörth.

Bistum Speyer

26.07.2018


Auf dem Rad quer durch Europa

Christoph Fuhrbach, Referent für Weltkirche im Bistum Speyer, nimmt zum zweiten Mal am Transcontinental Race teil – Werbung für Engagement von Renovabis, den ökumenischen Prozess und die Klima-Kollekte

Christoph Fuhrbach startet am 29. Juli zum Transcontinental Race (TRC) und wirbt für Renovabis, den ökumenischen Prozess und die Klima-Kollekte Foto: privat

Speyer/ Geraardsbergen - Am Abend des 29. Juli macht sich Christoph Fuhrbach, Weltkirche-Referent im Bistum Speyer und erfahrener Ausdauersportler, wieder auf einen langen Weg – mit dem Fahrrad von Belgien über Frankreich, Luxemburg, Deutschland , Österreich, Italien, Slowenien, Tschechien, Ungarn, Kroatien, Bosnien-Herzegowina, Montenegro, Albanien bis nach Griechenland. Mit der Startnummer 146 nimmt er am fast 4000 Kilometer langen „Transcontinental Race (TRC)“ teil. Es ist eines der härtesten Ultraradrennen, bei dem die Radlerinnen und Radler ohne Unterstützung fahren. Sie sind ganz auf sich allein gestellt - kein Teambus, keine Wasserholer begleiten sie.

Christoph Fuhrbach, der in Neustadt/Weinstr. wohnt, reizt bei dem Rennen nicht allein die sportliche Herausforderung und das Abenteuer, auch wenn er gerne in die TOP 10 fahren würde. „Meine noch wichtigeren Ziele sind, dass ich auf Organisationen und Initiativen hinweise, die ich für wichtig und unterstützenswert halte“, erklärt er. Die Logos dazu sind auf seinem Trikot zu sehen.

Das ist zum einen das Osteuropa Hilfswerk der katholischen Kirche in Deutschland Renovabis. „Durch Renovabis wurde mir der Osten unseres Kontinents in den letzten Jahren deutlich näher gebracht. Ich finde es sehr wichtig, als Westeuropäer den Osten meines Heimatkontinents besser zu verstehen. Denn nur so kann es eine gute Einheit Europas geben, die wiederum Voraussetzung dafür ist, dass Europa eine Vorreiterrolle für eine solidarischere und nachhaltigere EINE Welt einnehmen kann“,  sagt Fuhrbach. Auf www.renobavis.de wird das Hilfswerk über die Tour von ihm berichten.

Ein zweites Anliegen ist für den Sportler und Theologen die Werbung für den Ökumenischen Prozess. Unter dem Leitwort „Umkehr zum Leben“ geht es darum, sich angesichts von Klimawandel, Verlust von Biodiversität und weiteren globalen Herausforderungen für einen an Nachhaltigkeit orientierten Lebensstil einzusetzen – mit allen damit verbundenen Veränderungen in Kirche, Gesellschaft, Wirtschaft und Politik. Informationen dazu bietet die Webseite www.umkehr-zum-leben.de.

Unterwegs ist Christoph Fuhrbach außerdem für die Kampagne Klima-Kollekte, die konkret helfen möchte, klimafreundlich zu leben, durch Vermeidung, Reduzierung und Kompensierung aller klimaschädlicher Gase. Informationen dazu findet man unter www.klima-kollekte.de. Als Zeichen für seine fast 20-jährige Tätigkeit für das Bistum Speyer, ist auf seinem Trikot auch das Logo des Bistums zu finden.

Über seine Erfahrungen beim Transcontinental Race wird Christoph Fuhrbach auf seinem Blog https://voll-das-leben.net berichten.

Alle Informationen zu dem Rennen und den jeweils aktuellen Stand des Rennens findet man unter www.transcontinental.cc. Über einen GPS-Sender, den die Fahrer an ihrem Rad montiert haben, lässt sich der jeweilige Standort der Sportler ermitteln. Beim Transcontinental Race planen die Radfahrerinnen und Radfahrer ihre Route selbst. Da sie ohne Unterstützung von außen unterwegs sind, müssen sie sich selbst um Verpflegung und Unterkunft kümmern. Im Rahmen der Tour müssen sie vier Kontrollpunkte anfahren. Start ist am 29. Juli um 22 Uhr im belgischen Geraadsbergen. Zielort sind die Metéora-Klöster in Griechenland,  die Fuhrbach zehn Tage nach dem Start erreicht haben möchte.

Text: Bistum Speyer Foto: Privat

24.07.2018


Horst Christill wird neuer Dekanatskantor für das Dekanat Landau

Bisher Kirchenmusiker am Dom zu Wetzlar – Gebürtiger Pfälzer ist zugleich als Komponist geistlicher Werke und Neuer Geistlicher Lieder tätig

Horst Christill wird neuer Dekanatskantor für das Dekanat Landau

Landau - Die Landauer Pfarrei Mariä Himmelfahrt und das Dekanat Landau können sich auf einen neuen Dekanatskantor freuen: Zum 1. Januar 2019 tritt Horst Christill seinen Dienst als Kirchenmusiker an der Landauer Marienkirche an, der zweitgrößten Kirche des Bistums Speyer, die mit der berühmten Steinmeyer-Orgel zudem eine kirchenmusikalische Kostbarkeit enthält. Am Amt des Dekanatskantors reizt ihn die Vielseitigkeit: Zusätzlich zur Verantwortung für die Kirchenmusik an der Marienkirche und in der Pfarrei Mariä Himmelfahrt wird die Betreuung der Chöre und kirchenmusikalischen Ensembles im Dekanat Landau sowie die Nachwuchsförderung und die Unterrichtstätigkeit als Dozent zu seinen Aufgaben zählen. Auf Ebene des Bistums wird ihm zudem die Aufgabe eines Beauftragten für den Bereich „Neues Geistliches Lied, Popularmusik und Lobpreis“ übertragen.

Horst Christill am Flügel

Horst Christills Ursprünge liegen in der Pfalz. 1959 in Annweiler am Trifels geboren, begann er 1976 an der Musikhochschule des Saarlandes in Saarbrücken sein Musikstudium im Fach Musikerziehung mit dem Hauptfach Klavier und schloss dieses 1980 mit der staatlichen Musiklehrerprüfung ab. Ein Aufbaustudium bei Prof. Robert Leonardy führte ihn 1983 zur erfolgreichen Konzertreifeprüfung im Fach Klavier. Noch im selben Jahr begann Horst Christill sein Studium der Kirchenmusik mit dem Hauptfach Orgel bei Prof. André Luy, das er 1986 mit dem B-Kirchenmusikexamen in Saarbrücken beendete. 1987 besuchte er die Johannes Gutenberg Universität in Mainz und schloss 1988 sein Kirchenmusikstudium bei Prof. Stadtmüller mit dem A-Kirchenmusikexamen ab.

Horst Christill beim Dirigieren

Im Jahre1989 trat Horst Christill als Kirchenmusiker in den Dienst des Bistum Limburgs. Seit 1996 ist er als Kirchenmusiker am Dom zu Wetzlar tätig. Zudem komponierte er mehrere kleine Messen zum liturgischen Gebrauch, eine Weihnachtskantate, ein Musical für Kinderchor und zahlreiche neue geistliche Lieder, häufig zu Texten von Eugen Eckert. Seine jüngste große Komposition ist das „Wetzlarer Requiem“ aus dem Jahr 2015. Von Kritikern als „monumentales Werk gegen Krieg und Gewalt“ gewürdigt, behandelt das Requiem die Zerstörung des Doms zu Wetzlar, der im März 1945 bei einem Luftangriff von einer Fliegerbombe getroffen wurde. Im Mai 2017 dirigierte Horst Christill auf Einladung der Präfektur Shimane Matsue das Eröffnungskonzert des Classic Music Festivals in Matsue in Japan. Seit den 90er-Jahren wirkt Horst Christill in der Band Habakuk mit.

Im Amt des Dekanatskantors für das Dekanat Landau folgt er auf den gebürtigen Niederrheiner Christian Schmitz, der nach sechs Jahren in der Südpfalz Anfang Juli dieses Jahres auf eine Kantorenstelle in Mönchengladbach im Bistum Aachen gewechselt ist. Im Unterschied zu Christian Schmitz, der die Kirchenmusik sowohl im Dekanat Landau als auch im Dekanat Germersheim betreute, wird Horst Christill ausschließlich für die Kirchenmusik im Dekanat Landau verantwortlich sein. „Für das Dekanat Germersheim wird eine eigene Stelle geschaffen. Sie wird im kommenden Jahr mit einem Dekanatskantor für das Dekanat Germersheim erstmals besetzt werden“, informiert Diözesankirchenmusikdirektor Markus Eichenlaub.

Bistum Speyer

24.07.2018


Bistum Speyer veröffentlicht Kirchenstatistik für das Jahr 2017

Rückgang bei Gesamtzahl der Katholiken – Rund 41.000 Kirchenmitglieder besuchen sonntags den Gottesdienst

Speyer - Das Bistum Speyer hat die Kirchenstatistik für das Jahr 2017 veröffentlicht. Die Zahlen stehen auf der Internetseite des Bistums Speyer zur Ansicht bereit. Es handelt sich um die Gesamtzahlen für das Bistum wie auch die Kennzahlen für das kirchliche Leben in den zehn Dekanaten des Bistums.

Das Bistum Speyer zählte zum Jahresende 2017 insgesamt 527.950 Katholikinnen und Katholiken. Das bedeutet gegenüber dem Vorjahr einen Rückgang von rund 9.500 Gläubigen. „Wir nehmen diese Entwicklung realistisch wahr, gleichzeitig wollen wir durch eine zugewandte Seelsorge und eine Verkündigung auf Höhe der aktuellen Fragen und Herausforderungen deutlich machen, dass der christliche Glaube eine positive Perspektive bereithält, für das persönliche Leben ebenso wie für die Gesellschaft insgesamt“, erklärt Generalvikar Andreas Sturm.

Rund 41.000 Kirchenmitglieder besuchten sonntags einen Gottesdienst. Das entspricht einem Anteil von knapp acht Prozent aller Gläubigen. Leicht zugenommen hat die Zahl der Bestattungen (6.433). Bei der Zahl der Taufen (3.301), der Erstkommunionkinder (3.565), der Firmlinge (1.896) und der Trauungen (867) ist hingegen eine leicht rückläufige Entwicklung festzustellen. Die Zahl der Kirchenaustritte lag bei rund 4.200 im vergangenen Jahr. Demgegenüber hat sich die Zahl der Kircheneintritte leicht nach oben bewegt (223), was vor allem auf eine höhere Zahl von Wiederaufnahmen (161) zurückzuführen ist.

Die Zahl der Gläubigen in den einzelnen Pfarreien bewegt sich in einer Spanne zwischen 1.966 in der Pfarrei Heiliger Franz Xaver in Lauterecken bis zu 16.387 in der Pfarrei Pax Christi in Speyer. Zum Jahresende 2017 waren 154 Diözesanpriester, 44 Diakone, 114 Pastoralreferentinnen und Pastoralreferenten sowie 122 Gemeindereferentinnen und Gemeindereferenten in der Seelsorge des Bistums Speyer tätig.

Weitere Informationen zur Statistik des Bistums Speyer: https://www.bistum-speyer.de/bistum-speyer/zahlen-und-statistik/

Informationen zur Entwicklung des kirchlichen Lebens im Jahr 2017 in den 27 deutschen Bistümern insgesamt finden Sie auf der Internetseite der Deutschen Bischofskonferenz (www.dbk.de).

Text: Bistum Speyer Foto: Speyer 24/7 News, dak

20.07.2018


Chawwerusch Theater zu Gast in Speyer

Katholische Erwachsenenbildung lädt zur Aufführung des aktuellen Stücks „Kleine Frau - was nun?“ ein

Speyer - Am Donnerstag, 23. August, 20 Uhr, gastiert das Chawwerusch Theater Herxheim auf Einladung der Katholischen Erwachsenenbildung Diözese Speyer in der Aula des Nikolaus-von-Weis-Gymnasiums in Speyer.

Gespielt wird die aktuelle Produktion „Kleine Frau - was nun?“, die am 7. Juni Premiere auf dem Hambacher Schloss feierte.  Zum Inhalt: „Im Schicksalsjahr 1918 kommt Luise, ein Fräulein aus der Provinz in die Großstadt Berlin. Sie gerät auf der Straße zwischen die Fronten politischer Auseinandersetzungen und erlebt den Anfang der deutschen Demokratie. Luise darf als Frau erstmals wählen gehen, lernt unterschiedliche Positionen kennen und entdeckt schließlich eine gewisse Sympathie für soziale Ideen.“

Informationen und Karten (18,00 €, ermäßigt 13,00 €) gibt es bei der Katholischen Erwachsenenbildung Diözese Speyer, Große Pfaffengasse 13,Tel. 06232 / 102 180, email: keb@bistum-speyer.de und in der Osianderschen Buchhandlung Speyer, Wormser Straße 2, Tel. 06232 / 60540.

Bistum Speyer

19.07.2018


Paar mit Kleintrecker hat Lourdes erreicht / Auf der Rückfahrt machten Sie Halt in Speyer

Dirk Friedrich und Bettina Gebert sind am Ziel. Von Bad Belzig ging es in 58 Tagen in den Wallfahrtsort Lourdes. Eine Tour, bei der es manches Abenteuer zu bestehen gab.

Von Johanna Uminski

Dirk Friedrich und Bettina Gebert aus Bad Belzig mit Kleintrecker unterwegs nach Frankreich: in Lourdes vor der Wallfahrtsbasilika und auf der Brücke über die Gave. Foto: Johanna Uminski

Bad Belzig / Lourdes (Frankreich) / Speyer - 58 Tage und 1800 Kilometer später haben es Dirk Friedrich und Bettina Gebert geschafft. Sie sind im südfranzösischen Wallfahrtort Lourdes angekommen. Viele Strapazen und Schwierigkeiten haben die beiden Bad Belziger überstanden und überwunden. Doch mindestens genauso viele wundervolle Begegnungen und Eindrücke haben sie auf ihrer außergewöhnlichen Pilgerfahrt erlebt und genossen.

Am Ostersonntag hatten sie sich nach dem Segen des katholischen Pfarrers Burkhard Stegemann von Bad Belzig aus mit ihrem Kleintrecker samt Hund und Anhänger in Richtung Frankreich auf den Weg. Nach ihrem Aufenthalt in Lourdes zieht das Pärchen nun weiter und erst später Heim.

Dirk Friedrich und Bettina Gebert wissen indes gar nicht so recht, wo sie zuerst anfangen sollen. Viele Eindrücke und Erlebtes schwirren in ihren Köpfen und sie haben Schwierigkeiten sich zu erinnern, wo sie am vorherigen Tag waren.

Pause hinter traumhafter Kulisse:Auf ihrer Pilgerreise übernachteten die beiden vor dem Festungsturm in Montcuq (Südfrankreich). Foto: Privat

„Das ist erstaunlich, aber diese Art des Reisens füllt den Kopf doch unheimlich und lässt gar nicht viel Platz für das, was gestern war“, sagt Dirk Friedrich. Vor allem die Begegnung mit den verschiedenen Menschen auf ihren Weg hat das Pärchen beeindruckt.

Dirk Friedrich erzählt von der Platzhalterin aus dem Harz, die sich mit Tränen in den Augen bei der Abfahrt der Bad Belziger verabschiedete und sagte, sie würde gerne anders leben, so wie die beiden Reisenden.

Oder vom Moldawier Jury, der seit Monaten am Seeufer in seinem Auto kampiert in der Nähe von Nancy (Frankreich). „Er geht nur arbeiten, kehrt abends zu seinem Auto zurück und gestand mir abends mit Wodka schwerer Zunge, dass er doch so gerne leben würde wie wir“, erzählt der Bad Belziger.

Bettina Gebert hält selbst gerne vieles in Bildern fest. Foto: Speyer 24/7 News, dak

Die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft der Menschen, die sie auf ihren Weg getroffen haben, waren enorm. Eine Frau bestand darauf, dass sie einen großen Sack Äpfel mitnehmen, obwohl sie keinen Platz in ihrem Vehikel haben. „Aber sie sagte, dass wir sie mitnehmen müssen, weil Äpfel so gesund sind“, sagt Bettina Gebert.

Beeindruckendes Erlebnis

Auf dem ersten Rastplatz in Frankreich trafen sie auf einen beeindruckenden Einheimischen. „Als wir dort ankamen, war so manches am Trecker kaputt und er fuhr herum, besorgte alles, was für die Reparatur benötigt wurde. „Er war überaus freundlich und lieb, umarmte uns und sagt, dass wir doch alle Brüder sind“, beschreibt der 50-Jährige dieses besondere Erlebnis. Sein Geburtstag wurde ebenfalls unterwegs gefeiert.

Einfach war die Reise nicht immer, vor allem nicht als sie in den Bergen mit ihrem Trecker, übernachteten. „Wie aus dem Nichts erschien ein Gewitter, mit so dichten Blitzen wie ich es noch nie zuvor gesehen habe“, beschreibt der Bad Belziger dieses beängstigende Erlebnis.

Die Wetterverhältnisse haben letztendlich auch dafür gesorgt, dass sie schneller am Ziel angekommen sind als sie geplant haben. „Regen, Feuchtigkeit, Nässe und Kühle können doch ein Sklavenantreiber sein“, sagen die beiden Bad Belziger.

Dirk Friedrich nachdem er sich den Pilgerstempel im Dom geholt hat. Foto: Speyer 24/7 News, dak

Nahezu jeden zweiten Tag habe es in Frankreich geregnet. Leider auch bei der Ankunft in Lourdes, so dass sie auf den letzten Kilometern den schlechtesten Weg zurücklegen mussten. „Wir waren mehr als enttäuscht, und wir waren mehr damit beschäftigt den Weg zum Campingplatz zu finden als uns über andere Sachen Gedanken machen zu können“, beschreiben die Bad Belziger diesen Moment, den sich beide schöner vorgestellt hatten.

Nicht immer konnte das Pärchen auf abgelegenen und sicheren Wegen reisen. „Auf der Autobahn und über Serpentinen zu fahren, ist immer gefährlich“, sagt Dirk Friedrich. Doch auch das haben sie gemeistert. Während der Tour musste das Pärchen mit einem ganz anderen Problem fertig werden. „Das enge Aufeinanderleben zu ertragen, das ist schwierig“, sagt Dirk Friedrich.

Nie ans Aufgeben gedacht

Bettina Gebert und Dirk Friedrich vor dem Speyerer Dom und neben ihrem treuen Reisegefährt. Foto: Speyer 24/7 News, dak

Er hat immerhin seinen Hausmeisterservice als Geschäft in der Heimat für das Abenteuer aufgegeben. An Aufgeben haben die Bad Belziger nie gedacht, wie sie beteuern:. „Wir sind beide Menschen, die der Philosophie anhängen, dass Schwierigkeiten zum Leben gehören.“

Dirk Friedrich und Bettina Gebert nutzen daher diese wertvolle Zeit und reisen noch durch Frankreich, bevor sie nach Deutschland zurückkehren. „Wir werden zurückkehren und wenn wir den Trecker schieben müssen“, sagen beide und lachen.

Wir haben das Paar auf ihrer Rückreise zufällig vor dem Speyerer Dom getroffen. Dort haben Sie sich natürlich auch den Pilgerstempel geholt und wir hatten Gelegenheit uns kurz mit beiden zu unterhalten. Ein wirklich schönes Zusammentreffen und wir wünschen beiden eine gute Heimfahrt und alles Gute.

Foto: Siehe Text für Quellangaben.

18.07.2018


Der Dom als Wallfahrtsort

Betrachtung zum Weltpilgertag am 22. Juli

Pilgerausweis mit Stempel

Speyer - Der Dom zu Speyer ist die bedeutendste Wallfahrtskirche des Bistums. Hauptpatronin des Doms ist die heilige Gottesmutter Maria. Bereits die merowingische Vorgängerkirche, vermutlich an gleicher Stelle wie der heutige Dom, stand unter ihrem Schutz. Hochfest der Kathedrale und Wallfahrtstag ist Mariä Himmelfahrt am 15. August.

Geschichte der Domwallfahrt

Im Mittelalter gehörte der Dom zu den bedeutendsten Wallfahrtsorten des Reiches. Die Menschen kamen, um von der Mutter Gottes Fürsprache und Hilfe zu erbitten. Das ursprüngliche Gnadenbild, das noch in salischer Zeit aufgestellt wurde, war eine thronende vergoldete Madonna. Vor ihr soll Bernhard von Clairvaux, der große Zisterzienserabt und Heilige, an Weihnachten 1146 dem „Salve Regina” die drei Anrufungen „o clemens, o pia, o dulcis virgo Maria” angefügt haben.

Zu Beginn des 14. Jahrhunderts wurde das romanische Bild durch eine stehende Madonna in gotischer Formgebung ersetzt. Als wundertätiges Gnadenbild hochverehrt und mit Weihegaben reich beschenkt, zog sie über Jahrhunderte hinweg Pilger aus allen Ständen und Ländern nach Speyer. Wie durch ein Wunder überstand die Statue den Dombrand 1689. Doch ein Jahrhundert später, im Januar 1794, wurde sie mit dem ganzen Inventar des Domes von französischen Revolutionstruppen verbrannt und die Wallfahrt erlosch. Eine Nachbildung des alten Wallfahrtsbildes blieb mit der 1777 von Joachim Günther geschaffenen Madonna, die bis 1856 die Westkuppel zierte. Sie ist im Kaisersaal des Domes erhalten.
Das heutige Gnadenbild der Mutter Gottes wurde 1930 anlässlich des 900-jährigen Jubiläums der Grundsteinlegung des Doms feierlich in die Kathedrale überführt, nachdem es zuvor in Rom von Papst Pius XI. geweiht worden war. Damit belebte sich auch wieder die Wallfahrt zur „Patrona Spirensis“. Als berühmtester Pilger kniete Papst Johannes Paul II. bei seinem Besuch in Speyer im Jahr 1987 vor der Madonna.

Der Dom als Station auf dem Jakobsweg

Jakobsmuschel im Pflaster vor dem Dom

Der Dom zu Speyer ist Station an einem der bekanntesten Pilgerwege der heutigen Tage: dem Jakobsweg. Direkt vor dem Dom, unmittelbar beim Domnapf, findet sich im Boden eine steinerne Muschel als Hinweis auf die Bedeutung des Doms als Wallfahrtstation. Immer mal wieder lehnt während eines Gottesdiensts im Dom ein mit einer Muschel verzierter Pilgerstab an einem der mächtigen Pfeiler. In der Dom-Info fragt mancher nach einem Pilgerstempel, einem Muschel-Anhänger oder sucht in Vorbereitung einer Pilgerreise Literatur zum Thema Jakobsweg. Seltener kommen Rom- oder gar Jerusalempilger am Dom vorbei. Aber auch auf deren Route darf der Dom nicht fehlen.

Der Pilgerstempel ist in der Dom-Info im südlichen Domgarten erhältlich. Dort bekommt man auch eine Auswahl an Literatur zum Thema Pilgern. Anfragen zu Gottesdiensten und Pilgersegen nimmt das Pfarramt Pax Christi pfarramt.speyer@bistum-speyer.de entgegen.

Informationen zum Weltpilgertag: www.weltpilgertag.de

Domkapitel Speyer

12.07.2018


Klimaschutz spielt für das Bistum Speyer eine wichtige Rolle

Konzept in Zusammenarbeit mit dem Institut für angewandtes Stoffstrommanagement der Hochschule Trier erstellt – Beitrag zur nationalen Klimaschutz-Initiative der Bundesregierung

Speyer - Das Bistum Speyer hat in Zusammenarbeit mit dem Institut für angewandtes Stoffstrommanagement der Hochschule Trier ein Konzept für das Energiemanagement und den Klimaschutz in den bistumseigenen Gebäuden erstellt. Es leistet damit einen Beitrag zur nationalen Klimaschutz-Initiative.

Untersucht wurden 22 Liegenschaften im gesamten Bistum, die für unterschiedliche Zwecke genutzt werden. Das Spektrum reichte von Verwaltungsgebäuden, Bildungseinrichtungen und Wohnhäusern bis zu einer Schule und einem Kloster. „Kirchliche Immobilien haben meist eine lange Lebensdauer. Unser Ziel ist, die baulichen und technischen Konzepte an die Erfordernisse des Klimawandels anzupassen“, erläutert Diözesanbaudirektor Stephan Tschepella. Durch eine Verbesserung der Energieeffizienz in den Gebäuden sollen der Ausstoß von Treibhausgasen begrenzt und die Energiekosten gesenkt werden.

Grundlage der Untersuchung war eine Erhebung des Strom- und Wärmeverbrauchs in den einzelnen Gebäuden. Sie führte zu Hinweisen auf Einsparpotentiale. „Es gibt eine große Bandbreite von Möglichkeiten, den Energieverbrauch in Gebäuden zu reduzieren“, erklärt Stephan Tschepella. Dazu zählen zum Beispiel die Erstellung von Energieausweisen und jährlichen Energieberichten für die einzelnen Liegenschaften. Bauliche Maßnahmen wie der Einbau von Dämmmaterialien, der Austausch von Fenstern oder die Erneuerung von Heizungsanlagen würden in der Energiebilanz zu deutlichen Effekten führen. Aber auch umweltbewußtes Handeln im Alltag sei gefragt, zum Beispiel durch eine bedarfsgerechte Heizungssteuerung, die Aktivierung der Nachtabsenkung oder den Gebrauch energiesparender LED-Leuchten.

Das Klimaschutzkonzept liefert eine Entscheidungsgrundlage und Ansatzpunkte für ein besseres Klimaschutz-Management. Das Beispiel kommunaler Einrichtungen habe gezeigt, dass allein durch die Kontrolle und Steuerung der Energieverbräuche Energie- und Kosteneinsparungen bis zu 20 Prozent erreicht werden können, erklären die Fachleute des Instituts für angewandtes Stoffstrommanagement in dem rund 40 Seiten umfassenden Basiskonzepts, auf dessen Grundlage Klimaschutzkonzepte für die einzelnen Einrichtungen erstellt wurden. „Im Zuge von größeren Bau- und Modernisierungsarbeiten an den Gebäuden werden die Klimaschutzmaßnahmen in den nächsten Jahren Schritt für Schritt umgesetzt“, kündigt Stephan Tschepella an. So werden bei der aktuellen Modernisierung der Verwaltungsgebäude des Bischöflichen Ordinariats in der Kleinen Pfaffengasse in Speyer bereits die ersten Bausteine umsetzt, so zum Beispiel die Dämmung von Fassaden, der Austausch von Fenstern sowie der Austausch der Innenbeleuchtung in LED-Leuchtmittel.

Gefördert wurde die Erstellung des Klimaschutzkonzepts aus Fördermitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit im Förderbereich der nationalen Klimaschutzinitiative.

Weitere Informationen: www.ptj.de/klimaschutzinitiative-kommunen

Kontakt:

Bischöfliches Ordinariat
Hauptabteilung Finanzen und Immobilien
Bischöfliches Bauamt
Diözesanbaudirektor Dipl.-Ing. Stephan Tschepella
Domplatz 3
67346 Speyer
Tel: 06232 102 272
E-Mail: bauamt@bistum-speyer.de

Bistum Speyer

12.07.2018


Für eine Stärkung von konfessionsverbindenden Ehen

Katholikenrat begrüßt Umsetzung der Orientierungshilfe

Bistum Speyer - Der Katholikenrat im Bistum Speyer begrüßt die Entscheidung von Bischof Wiesemann, die pastorale Handreichung „Mit Christus gehen – Der Einheit auf der Spur. Konfessionsverbindende Ehen und gemeinsame Teilnahme an der Eucharistie“ als verbindliche Orientierungshilfe für die Seelsorgerinnen und Seelsorger des Bistums umzusetzen. Der Text regelt Grundlagen und Voraussetzungen der gemeinsamen Teilnahme von katholischen und evangelischen Ehepartnern an der Eucharistie, wie sie vielerorts auch in unserem Bistum bereits gängige Praxis sind.

Luisa Fischer, die Vorsitzende des Katholikenrates, betont: „Die Veröffentlichung stellt einen kleinen, aber eminent wichtigen Schritt für die Ökumene dar. Der auch öffentlich ausgetragene Streit um Status und Inhalt der Handreichung in den vergangenen Wochen ist gerade für betroffene konfessionsverbindende Ehen und Familien herausfordernd und entmutigend gewesen. Es ist zu hoffen, dass mit der Umsetzung der Orientierungshilfe Wunden heilen, konfessionsverbindende Ehen gestärkt und ökumenische Beziehungen gefördert werden."

Weitere Informationen:

https://www.bistum-speyer.de/news/nachrichten/?no_cache=1&tx_ttnews%5Btt_news%5D=7427&cHash=abf54e3ff21701e38d5ccc033cad28c1

Bistum Speyer

11.07.2018


„Jugendliche können erleben, wie der Glaube bis heute nichts von seiner Anziehungskraft verloren hat“

Pfarrer Ralf Feix vom Referat Ministrantenseelsorge im Gespräch zur internationalen Rom-Wallfahrt der Ministrantinnen und Ministranten

Am 27. Juli startet die große Ministrantenwallfahrt nach Rom. Wie viele Ministrantinnen und Ministranten aus dem Bistum Speyer werden dabei sein?

Ralf Feix: Wir werden uns mit insgesamt gut 1000 Jugendlichen und jungen Erwachsenen auf den Weg nach Rom aufmachen. Mitfahren können alle Minis ab 13 Jahren. Es freut uns, dass ein großer Teil der Teilnehmer zwischen 13 und 15 Jahren ist.

Wie wird die Wallfahrt konkret ablaufen?

Am Freitagabend geht es von 20 Abfahrtsorten in unserer Diözese Richtung Rom los. Vier Doppeldeckerbusse sind auch am Start. Samstagmittag werden wir, hoffentlich nicht zu gerädert von der Nacht, in Rom ankommen, wo uns ein Mittagessen erwarten wird. Danach kann sich jeder erstmal ausruhen oder auch in der Gruppe Rom auf eigene Faust erkunden.

Am Sonntagvormittag starten wir dann  mit unserem Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann und einer Messfeier offiziell unsere gemeinsame Wallfahrt.

Was werden die Höhepunkte der Wallfahrt sein?

Persönlich hoffe ich, dass jede und jeder für sich ganz eigene Höhepunkte in dieser Zeit erlebt. Sei es die Gemeinschaft untereinander, diese grandiose Stadt oder einfach die Gewissheit: Wir sind ja echt viele, die den Ministrantendienst ausüben. Es wird eigene Angebote für die Gruppen geben. Es geht in die Katakomben, die vatikanischen Gärten, an verborgene Orte Roms und es werden Stadtführungen mit eigenen Schwerpunkten angeboten. Wenn am Dienstag zur Papstaudienz dann der ganze Petersplatz mit jungen Menschen geflutet sein wird – das wird bestimmt ein grandioses Erlebnis!

Welche Botschaft verbindet der Papst mit der Einladung der Ministrantinnen und Ministranten nach Rom?

Die Wallfahrt steht ja unter dem Motto „Suche Frieden und jage ihm nach“. Darauf wird der Papst natürlich eingehen. Da Franziskus für Überraschungen gut ist, dürfen wir gespannt sein, was er den jungen Pilgerinnen und Pilger mit auf ihren Lebensweg geben wird.

Wie viele Ministrantinnen und Ministranten werden denn insgesamt in Rom sein?

Dieses Mal wird es ja wieder eine internationale Ministrantenwallfahrt sein. Insgesamt haben sich ca. 60.000 Minis angemeldet. Etwa 50.000 aus Deutschland und ca. 10.000 aus anderen europäischen Ländern. Dazu werden noch Gruppen stoßen, die privat in dieser Zeit in Rom sein werden. Auch hier können wir auf die endgültige Zahl gespannt sein.

Was können die Jugendlichen von einer solchen Reise nach Rom mitnehmen? Worin liegt die Bedeutung eines solchen Treffens aus ihrer Sicht?

Die Jugendlichen werden in einer solchen Stadt, die für mich persönlich fast nur aus Superlativen besteht, nicht nur große kulturelle Erfahrungen machen, sondern erleben können, wie sich Glaube über die Jahrhunderte hinweg gerade in Rom verdichtet hat und bis heute nichts von seiner Anziehung verloren hat. Den jungen Christinnen und Christen wird sicher nicht selten der Mund vor Stauen offenstehen.

Welche Erwartungen haben Sie ganz persönlich an die Tage in Rom?

Erwartungen gar nicht so sehr, sondern eher Wünsche. Ich sage es mal so: Zufrieden und glücklich bin ich, wenn die jungen Menschen spüren und erfahren können, dass der Glaube an Jesus Christus und seine Kirche einen wirklich begeistern und das eigenen Leben im besten Sinne auf den Kopf stellen kann. Das mag jetzt vielleicht in Rom nicht gleich das „Ergebnis“ dieser Wallfahrt sein, aber ich glaube, dass die Tage in den Minis nachhaltig wirken werden und sich bei der einen oder dem anderen aus diesen Erfahrungen zu Hause etwas fortführen wird. Wie sich das zeigt, das weiß dann erstmal nur der Herr.

Wie viele Ministrantinnen und Ministranten gibt es im Bistum Speyer? Geht es dabei nur um den Dienst als Messdiener oder um mehr?

Im Jahr 2015 führten wir eine bundesweite Ministrantenzählung auf Diözesanebene durch. Das Ergebnis waren damals circa 6.800 Ministrantinnen und Ministranten. Schon eine starke Zahl, wenngleich es eine große Verantwortung mit sich bringt. Als Messdiener – wie es das Wort schon sagt – diene ich zuerst bei der Heiligen Messe, aber natürlich werden über den Altar hinaus verschiedene Aktivitäten angeboten. Da gibt es Ausflüge, Zeltlager, Spieleabende und vieles mehr. So schön das ist, braucht es hier natürlich auch Organisation und Begleitung, viel women- und manpower. In vielen Gemeinden sind hier auch erwachsene Ehrenamtliche engagiert – oft seit vielen Jahren. Wenn ich zu Aushilfen in den Gemeinden unterwegs bin und verschiedene Messdienergruppen dabei treffe, ist es oft schön zu sehen, wie gewachsene Strukturen in der Begleitung tragen und daraus eine solide Messdienerarbeit erwächst.

Weitere Informationen:

https://www.bistum-speyer.de/news/nachrichten/?no_cache=1&tx_ttnews%5Btt_news%5D=7394&cHash=aa4398ed61ec62f9883f087070d1248c

Bistum Speyer

11.07.2018


Bistum Speyer setzt Orientierungshilfe zum Kommunionempfang um

Bischof Wiesemann richtet Schreiben zur Begleitung konfessionsverbindender Ehen an Priester, Diakone und pastorale Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Speyer - Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann hat die von der Deutschen Bischofskonferenz veröffentlichte Orientierungshilfe zur Begleitung konfessionsverbindender Ehen für das Bistum Speyer übernommen. In einem Schreiben an die Priester, Diakone und pastoralen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bistums Speyer erklärt Bischof Wiesemann: „Ich habe mich für die Erstellung dieser Hilfe eingesetzt und dem Text bei der Frühjahrs-Vollversammlung der Deutschen Bischöfe zugestimmt. Diese pastorale Hilfe lege ich Ihnen hiermit ans Herz. Ich bitte Sie, dass sie als verbindliche Orientierung für die seelsorgerliche Begleitung konfessionsverbindender Ehepaare im Bistum Speyer Beachtung findet.“

Der Ständige Rat der Deutschen Bischofskonferenz hatte Ende Juni die Veröffentlichung der Handreichung „Mit Christus gehen – Der Einheit auf der Spur“ als Orientierungshilfe beschlossen. Er unterstreicht dabei die Zusammengehörigkeit von Eucharistiegemeinschaft und Kirchengemeinschaft. Die Handreichung sei eine „geistliche Hilfe für die Gewissensentscheidung in seelsorglich begleiteten Einzelfällen für konfessionsverbindende Ehepaare, die ein ernsthaftes geistliches Bedürfnis haben, die Eucharistie zu empfangen.“ Dem Ständigen Rat ist nach eigener Aussage „wichtig, dass wir im ökumenischen Suchen zu einem vertieften Verständnis und einer noch größeren Einheit der Christen unterwegs sind“. Er fühle sich verpflichtet, „hier mutig voranzuschreiten“.

In Deutschland sind gegenwärtig bei mehr als 40 Prozent der kirchlichen Trauungen die Partner konfessionsverschieden. „Sie leben ihre Ehe als ein Band, das die Konfessionen vereint“, heißt es in der Orientierungshilfe. Viele dieser Paare hätten immer wieder die „große Sehnsucht“ nach einem gemeinsamen Empfang der Eucharistie geäußert. Die Handreichung will eine Orientierung geben „für einen persönlich verantworteten und kirchlich anerkannten Weg, wie im Einzelfall eine volle Mitfeier der Eucharistie eröffnet werden kann“. Dazu sei eine persönliche Gewissensentscheidung gefragt, die „Menschen nach reiflicher Überlegung im Gespräch mit ihrem Pfarrer oder einer anderen mit der Seelsorge beauftragten Person treffen sollen“. Der Text enthält im Anhang eine Gesprächshilfe. Dort heißt es unter anderem: „Das Gespräch erfordert Offenheit nach innen und Diskretion nach außen. Es braucht den Raum einer vertrauensvollen Beziehung, um das Für und Wider, die Beweggründe und die Wirkungen einer Entscheidung zu bedenken“.

Bistum Speyer

11.07.2018


Zweitauflage des Gotteslob erscheint

Speyerer Diözesanausgabe ab 10. Juli auf dem Markt

Die zweite Auflage des „Gotteslob“ erscheint als Standardausgabe (links) und als Großdruckausgabe (rechts). Die Schmuckausgabe (Mitte) kann noch in der Erstauflage bezogen werden.

Speyer - In den vergangenen Wochen und Monaten häuften sich die Anfragen. Nun müssen sich die Interessenten nicht mehr lange gedulden: Am 10. Juli kommt die zweite korrigierte und überarbeitete Auflage des „Gotteslob“, der Speyerer  Diözesanausgabe des katholischen Gebet- und Gesangbuchs, auf den Markt. Das 1296 Seiten umfassende Werk erscheint im Pilgerverlag, der unter dem Dach der Peregrinus GmbH in Speyer angesiedelt ist. Die erste Auflage des „Gotteslob“, die noch in der Verantwortung des Pilgerverlages Annweiler lag, wurde im Frühjahr 2014 herausgebracht.Wie Anja Eisfeld, die den Pilgerverlag bei der Peregrinus GmbH verantwortet, erläutert, mussten im Vergleich zur ersten Auflage einige Änderungen vorgenommen werden. Dabei handele es sich vor allem um Korrekturen im Notensatz, aber auch in der Rechtschreibung und Interpunktion. Darüber hinaus hätten die Liedrechte neu geklärt werden müssen. „Und nicht zuletzt hat sich teilweise der Seitenumbruch geändert, was das Singen der Lieder erleichtert.“ Der Grundaufbau der Lieder und Texte sei dagegen gleich geblieben.  Der 330 Seiten umfassende „Eigenteil“ für das Bistum Speyer enthält Texte, Lieder und Kehrverse. Eine Neuerung gibt es allerdings, die vor allem Freunde von Sinnsprüchen erfreuen dürfte: Bislang weitgehend leere Seiten schmücken nun insgesamt rund 30 Zitate von bekannten kirchlichen Persönlichkeiten wie Papst Franziskus oder der heiligen Edith Stein. Das „Gotteslob“ ist jedoch nicht nur ein Gebets- und Gesangbuch. Es gibt etwa auch eine Einführung in die Sakramente und beantwortet dabei wichtige Fragen wie: Wer kann Taufpate werden? Wer firmt? oder: Welche Aufgaben übernehmen Eltern, Paten und Gemeinde bei der Spendung der jeweiligen Sakramente?

Die erste Auflage des Buches war als Standard-, Schmuck- und Großdruckausgabe erhältlich. „Bis auf die Schmuckausgabe ist sie so gut wie vergriffen“, betont Anja Eisfeld. „Auf Nachfrage kann die Standardausgabe allerdings noch in einigen wenigen Buchhandlungen erworben werden.“ Die zweite Auflage von 35 000 Exemplaren erscheint in zwei Varianten: als Standardausgabe zum Preis von 22 Euro (ISBN 978-3-946777-07-6) und als Großdruckausgabe für 30 Euro (ISBN 978-3-946777-08-3). Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, Exemplare der Schmuckausgabe in der Erstauflage zum Preis von 35,95 Euro (ISBN 978-3-942133-64-7) zu beziehen.

Domkapitular Franz Vogelgesang, der von Seiten des Bistums für die Speyerer Diözesanausgabe des „Gotteslob“ verantwortlich ist, freut sich über das „vollkommene Werk“. Die Fehler aus der Erstauflage seien behoben, „so dass wir nach derzeitigem Stand das bestmögliche Produkt dem Verkauf übergeben können“. Im Rahmen des „Gotteslob“ beabsichtigt Vogelgesang, von etwa 20 unbekannten Liedern aus dem Speyerer Diözesanteil Hörbeispiele aufnehmen zu lassen und diese als Audio-Dateien auf der Internetseite der Dommusik zu veröffentlichen. Der Domkapitular rechnet damit, dass dies spätestens Ende des Jahres der Fall sein wird.

Das Gotteslob gibt es beim örtlichen Buchhandel oder direkt beim Pilgerverlag Speyer, Hasenpfuhlstraße 33, 67346 Speyer, Telefon 06232/31830, Telefax 06232/318399, E-Mail: info@pilger-speyer.de

Der Pilger

06.07.2018


Internationale Romwallfahrt der Messdiener

1000 Jugendliche aus dem Bistum Speyer begegnen Papst Franziskus

Speyer / Rom (Italien) - Vom 27. Juli bis 03. August findet die Internationale Ministranten-Wallfahrt statt. Aus dem Bistum Speyer (Rheinland-Pfalz/ Saarland) nehmen gut 1000 Jugendliche teil. Mit Bussen werden sich die Teilnehmenden am 27. Juli nach Rom aufmachen, um dort am 31. Juli Papst Franziskus zu begegnen. Der Speyerer Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann begleitet die Speyerer Gruppe. Es werden insgesamt rund 60.000 Ministrantinnen und Ministranten aus Deutschland und Europa in Rom erwartet. Die Ministrantenwallfahrt steht in diesem Jahr unter dem Motto „Suche Frieden und jage ihm nach.“ (Psalm 34,15)

Rom zu erleben und unzählige Jugendliche aus anderen Bistümern und Ländern treffen - das allein ist schon reizvoll. Höhepunkt der Wallfahrt wird aber sicher die Papstaudienz sein. Neben zentralen Gottesdiensten in Santa Maria in Ara Coeli und der Lateran-Basilika werden die Messdienerinnen und Messdiener auch die Sehenswürdigkeiten Roms erleben. Ein Besuch der Katakomben steht ebenso auf dem Programm wie der Besuch der Vatikanischen Gärten.

Weitere Informationen | Logo und Motto:

Zentrale Internetplattform der bundesweiten Koordinatoren: https://romwallfahrt-minis.de

Infoseite der Ministrant_innen im Bistums Speyer zur Romwallfahrt: www.bit.ly/rom2018

Das Mottolied des CIM (internationaler Ministrantenbund) zur Internationalen Romwallfahrt: https://romwallfahrt-minis.de/mottosong

Wir berichten ausführlich in den sozialen Netzwerken: twitter.de/ BDKJ_Speyer, Instagram: speyererminis, bdkj speyer | facebook.de/minis.speyer. Wir nutzen zur Verknüpfung der medialen Inhalte den Hashtag #minisinrom2018 #CIM2018Roma

Bistum Speyer

05.07.2018


Neue Jugendseelsorgerin im Dekanat Speyer

Speyer - Marie-Christin Mayer aus Böhl-Iggelheim ist zur ehrenamtlichen Dekanatsjugendseelsorgerin im Dekanat Speyer ernannt worden. Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann hat ihre Ernennung mit sofortiger Wirkung bestätigt.

Bistum Speyer

05.07.2018


Sommerfest des Priesterseminars im Zeichen von Abschied und Neubeginn

Mitarbeiterinnen aus Küche und Hauswirtschaft verabschiedet - Imelda Weilbach neue Hauswirtschaftsleitung

Regens Markus Magin (2. von links) bei der Verabschiedung der Hauswirtschaftsmitarbeiterinnen Regina Grallert, Elke Heintz und Dora Knebel.

Speyer - Am Mittwoch, den 20. Juni, fand das Sommerfest des Priesterseminars Sankt German statt. Traditionell beginnt dieser Abend mit einem Gottesdienst, den die Neupriester, in diesem Jahr Christoph Herr, zelebrieren und am Ende den Besuchern die Möglichkeit geben den Primizsegen zu empfangen. Ein gemütlicher Grillabend der Belegschaft des Priesterseminars, der Dozenten und Studenten sowie der ehrenamtlichen Helfer schließt sich dem Gottesdienst an. Die Absolventen des Pastoralkurses II verabschiedeten sich bei dieser Gelegenheit vom Seminar um im August ihren Dienst in der Pfarreiseelsorge zu beginnen.

Etwas Wehmut verursachte der Abschied von drei liebenswerten „Hausengeln“, Frau Knebl, Frau Grallert und Frau Heintz, die in Küche und Hauswirtschaft des Priesterseminars beschäftigt waren. Alle drei nehmen aus persönlichen Gründen Abschied vom Priesterseminar. Zwei Jahre lang versah Frau Dora Knebl dort ihren Dienst. Frau Regina Grallert, seit 1997 in der Hauswirtschaft des Seminars tätig und seit 2005 mit der Hauswirtschaftsleitung betraut, verabschiedete sich mit einer kleinen Rede und erinnerte daran, dass es ihr immer wichtig war,  Wissen weiterzugeben. Frau Elke Heintz verlässt das Seminar nach 34 Jahren und hat im Laufe dieser Jahre die meisten, der heute aktiven Priester, die ihre Ausbildung im Priesterseminar absolviert haben, noch als Studenten kennengelernt. Mit Frau Grallert und Frau Heintz gehen zwei Frauen, die über viele Jahre dem Haus ein freundliches und einladendes Gesicht gegeben haben.

Herr Regens Magin verabschiedete sich bei den drei Mitarbeiterinnen und bedankte sich herzlich für die langjährige gute Zusammenarbeit, wünschte allen ein gutes Gelingen an der neuen Wirkungsstätte und überreichte neben den guten Wünschen auch Präsente, welche die Damen an die Zeit im Haus erinnern sollen. Eine Nachfolgerin für die Hauswirtschaftsleitung ist bereits gefunden, so wurde auch Frau Imelda Weilbach bei dieser Gelegenheit herzlich begrüßt und allen vorgestellt.

Bistum Speyer

05.07.2018


Weihbischof Georgens eröffnet Wallfahrt auf den Annaberg

Wallfahrtstage behandeln Gottesbegegnungen im alten und im neuen Testament – Rund 800 Wallfahrer bei Eröffnungs-Gottesdienst

Burrweiler - Bei Sonnenschein und angenehmen Temperaturen hat heute die beliebte Wallfahrt auf den Annaberg bei Burrweiler begonnen. Rund 800 Gläubige aus dem gesamten Bistum Speyer feierten mit Weihbischof Otto Georgens den Eröffnungs-Gottesdienst vor der St. Anna-Kapelle. „Gott begegnet“ lautet das Thema der diesjährigen Wallfahrt mit insgesamt neun Wallfahrtstagen. Es schlägt einen Bogen von der Schöpfungsgeschichte bis zur Begegnung mit Jesus Christus.

Der Eröffnungsgottesdienst behandelte die Frage „Adam und Eva – Mensch, wo bist Du?“ Bei Adam und Eva anzufangen heiße, Gott ins Spiel zu bringen, erklärte Weihbischof Otto Georgens in seiner Predigt. Was die Bibel von Adam aussagt, gelte für jeden Menschen. „In Adam wird deutlich: Mensch und Erde sind miteinander verbunden und gehören zusammen.“ Durch den Atem Gottes werde der Mensch zu einem lebenden Wesen. Er gehört nicht nur der Erde an, sondern sei zugleich auf Gott hin geschaffen. „Lebensatem von oben und Erde von unten haben beide ihren Ursprung in Gott. Gott gehört in die Definition des Menschen.“

Adam aber sei kein Einzelgänger, sondern auf Gemeinschaft hin angelegt. Damit er neben seinem Herrn und Schöpfer auch einen ebenbürtigen Partner hat, habe Gott ihm die Frau zur Seite gegeben. „Mensch, wo bist du?“ sei die Frage Gottes an den Menschen, der sich versteckt oder auf der Flucht ist. „Zum heutigen Zeitgeist gehören die ständige Ablenkung und das Davonlaufen vor sich selbst und vor den anderen. Unsere Zeit ist damit beschäftigt, Ablenkungen zu schaffen, Tiefgang zu verhindern. Damit bleiben wir an der Oberfläche des Lebens“, so Weihbischof Georgens. Zum Menschen gehöre nicht nur der Gottesbezug, sondern auch die Beziehung zu den anderen Menschen. „Wir sind einander aufgetragen, aufeinander verwiesen.“ Verwurzelt in Gott und solidarisch mit den Schwestern und Brüdern: „Das ist der Mensch in den Augen Gottes.“

Insgesamt zwölf Priester aus der Diözese Speyer zelebrierten mit Weihbischof Georgens den Gottesdienst. Durch die Mitwirkung des Caritasdirektors aus Togo und von zwei indischen Priestern kam auch die weltkirchliche Verbundenheit zum Ausdruck. Viele Pilgergruppen waren schon in den frühen Morgenstunden zum Annaberg aufgebrochen. So hatte zum Beispiel die katholische Frauengemeinschaft St. Martin zu einem Kreuzweg mit geistlichen Impulsen und Liedern auf den Annaberg eingeladen.

Die Teilnahme vieler Ministrantinnen und Ministranten aus dem Dekanat Landau sorgte für ein lebendiges Miteinander der Generationen. Der Gottesdienst wurde musikalisch von einer Projektband gestaltet und endete mit einer feierlichen Prozession um die St. Anna-Kapelle. Anschließend konnten sich die Wallfahrer auf der Anna-Hütte mit kühlen Getränken und klassischen Pfälzer Gerichten stärken. Wallfahrtspfarrer Matthias Pfeifer und Gemeindereferentin Simone Hartner von der Pfarrei Heilige Anna in Edenkoben zogen eine durchgängig positive Bilanz des ersten Wallfahrtstages, dem weitere acht folgen werden. Beim nächsten Wallfahrtstag am 3. Juli spricht Regens Markus Magin zum Thema „Abraham und Sara – offen sein“. Den Abschluss bildet ein Gottesdienst mit Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann am 21. August zum Thema „Jesus Christus – Gott begegnen“.

Die Wallfahrt auf den Annaberg besteht seit der Mitte des 18. Jahrhunderts und geht auf ein Gelübde der Gläubigen in den umliegenden Gemeinden angesichts von Tod und Krankheit durch die Pest zurück. „Die Menschen wandten sich hilfesuchend an die Heilige Mutter Anna und wurden erhört. Seitdem versammeln sich die Menschen jedes Jahr zur Wallfahrt auf den Annaberg“, erklärt Simone Hartner, bei der die Fäden der Organisation zusammenlaufen.

Bildergalerie: https://www.bistum-speyer.de/bistum-speyer/bildergalerien/bildergalerie-eroeffnung-st-annaberg-wallfahrt-2018/

Weitere Wallfahrts-Gottesdienste auf den Annaberg: https://www.bistum-speyer.de/news/nachrichten/?no_cache=1&tx_ttnews%5Btt_news%5D=7287&cHash=ece3a0e9f784d88f2e6d23f73e1e2a8f

Bistum Speyer

05.07.2018


Prälat Richard Fritzinger verstorben

Speyer / Pirmasens - Am 25. Juni ist in St. Ingbert Prälat Richard Fritzinger (85) verstorben. Er diente den Gläubigen im Bistum Speyer in zahlreichen Ämtern und Funktionen und an verschiedenen Wirkungsorten.

Zum Priester geweiht wurde Richard Fritzinger im Jahr 1958. Er wirkte als Kaplan in Edenkoben und Neustadt, als Präfekt im Studienheim St. Pirmin in Dahn und im Mädchenheim Maria Rosenberg. 1969 wurde er zum Domvikar und zum Diözesanfrauenseelsorger ernannt. Die Ernennung zum päpstlichen Ehrenprälat wurde ihm 1989 zuteil. Von 1995 bis zum Eintritt in den Ruhestand im Jahr 2003 nahm er die Aufgabe des Krankenhausseelsorgers in St. Ingbert wahr. Mehr als drei Jahrzehnte war er zugleich Diözesanpräses der Pfarrhaushälterinnen.

Die Beerdigung findet am Freitag, den 29. Juni, um 11.30 Uhr auf dem Waldfriedhof in Pirmasens statt. Totenoffizium und Requiem werden anschließend um 13.00 Uhr in der Pfarrkirche St. Pirmin in Pirmasens gefeiert.

Bistum Speyer

26.06.2018


Cooler Dom

So wird der Sommer am Dom zu Speyer

Speyer - Wer erfahren will, wie „cool“ der Speyerer Dom ist, der muss im Sommer vorbei kommen. Bei Temperaturen von weit über 30 Grad ist es im Innern der romanischen Kathedrale immer noch angenehm kühl. Ruhig und schattig ist es außerdem. Wer frei von Höhenangst ist, kann sich außerdem in 60 Meter Höhe eine frische Brise um die Nase wehen lassen. Auf der Aussichtsplattform des Südwestturms geht immer ein laues Lüftchen. Aber auch an einem verregneten Ferientag ist der Dom das ideale Ausflugsziel: Mehr als 4000 Quadratmeter überdachter Fläche bieten viel Raum zum Sehen und Staunen. Und wer sich als Begleiter einen Audioguide mitnimmt und alle Informationen bis zum Schluss anhört, der ist gut zwei Stunden unterwegs.

Domerkundung

Öffentliche Führungen bieten Einzelbesuchern oder Paaren die Möglichkeit, den Dom gemeinsam genauer kennen zu lernen. Sie finden in der Regel samstags um 11 Uhr und um 14 Uhr statt. Gruppen können vorab eine Führung über das Domführungsbüro buchen. Für Erwachsene und für Kinder, die den Dom spontan besuchen, gibt es interessante und spannende Hörtouren. Speziell für Kinder gibt es einen Kinderführer in Quizform, herausgegeben vom Dombauverein, der zu einer spannenden Entdeckungsreise durch den Dom einlädt. Vom 1. bis zum 27. August bieten junge Menschen aus verschiedenen Europäischen Ländern Führungen in ihrer Landessprache an. Das Projekt wird von der ökumenischen Organisation ARC organisiert und vom Speyerer Domkapitel unterstützt.

Musik im Dom

Im Rahmen des Orgelzyklus sind in diesem Jahr wieder eine Reihe bedeutender Organisten im Dom zu Gast. Kay Johannsen, Organist aus Stuttgart, gastiert am Samstag, 18. August, 19.30 Uhr an der großen Domorgel. Jeweils eine Dreiviertelstunde vor Beginn der Konzerte stellen die Organisten sich und ihre Programme in einer Gesprächsrunde vor. Treffpunkt im Dom ist das Chorpodest gegenüber der Chororgel.

Besondere Gottesdienste

Am Samstag, 14. Juli, findet im Speyerer Dom wieder ein „Nightfever“- Abend statt. Nightfever ist eine offene Kirche mit einer besonderen Atmosphäre aus Musik, Gebet und Kerzenlicht. Und das zu einer Zeit, in der Kirchen normalerweise längst geschlossen sind. Eröffnet wird die Veranstaltung um 18 Uhr mit einer Heiligen Messe. Danach gibt es bei Kerzenschein und in ungezwungener Atmosphäre gemeinsame Gebete, Gesang von Jugendbands und Angeboten wie Segnung, Beichte und Gespräch. In den vergangenen Jahren folgten tausende Menschen der Einladung und waren begeistert von der besonderen Atmosphäre im Dom.

Zum traditionsreichen Privilegienfest zu Ehren Kaiser Heinrichs V. lädt die Saliergesellschaft für Samstag, 4. August, 17 Uhr in den Dom ein. Die Feier geht auf die Verleihung umfangreicher Privilegien an die Bürger der Stadt Speyer zurück. Das Gebot des Almosengebens erfüllt die Saliergesellschaft, indem sie nach dem Gottesdienst zu einem Empfang in der Vorhalle des Domes einlädt. Dabei werden alkoholfreie Getränke, Wein und Brezeln angeboten und die Besucher um eine Spende gebeten. Die Spendengelder gehen einem wohltätigen Zweck zu.

Ein besonderer Tag für Dom und Bistum ist das Fest Mariä Himmelfahrt am 15. August: dann wird das Patrozinium und Hauptwallfahrtsfest des Speyerer Doms gefeiert. Um 10 Uhr zelebriert Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann ein Pontifikalamt und um 16.30 Uhr eine Pontifikalvesper.

Blick von der Aussichtsplattform auf den Ostteil mit Querhaus und Osttürmen

In dieser Vesper wird der neu ernannte Generalvikar des Bistums Andreas Sturm feierlich in das Domkapitel aufgenommen. Um 20.30 Uhr findet eine Marienfeier mit anschließender Lichterprozession durch den Domgarten statt.

Unter dem Motto „Liebe miteinander leben“ lädt das Bistum Speyer auch in diesem Jahr wieder Eheleute aus der gesamten Diözese, die silberne, goldene oder diamantene Hochzeit feiern, zur Feier der Ehejubiläen im Speyerer Dom ein. Wegen der großen Nachfrage in den letzten Jahren werden wieder zwei Termine angeboten. Die Feiern finden am Samstag, 18. August und Sonntag, 19. August statt. Der Tag beginnt jeweils um 10 Uhr mit einem Pontifikalamt im Dom zu Speyer. Zelebrant der beiden Eucharistiefeiern ist Weihbischof Otto Georgens.

Heiligenfeste

Im Juli und August häufen sich die Heiligenfest am Dom zu Speyer. Allen voran das Fest Mariä Himmelfahrt am 15. August – das Patronatsfest von Dom und Bistum. Ein Pontifikalamt und eine Andacht mit Lichterprozession laden am Morgen beziehungsweise am Abend zum mitfeiern ein.

Die Gedenktage von zwei weiteren heiligen Frauen werden im August gefeiert: die heilige Afra am 7.8 und die heilige Edith Stein am 9.8. Die heilige Afra war eine frühchristliche Märtyrerin, ihr ist die Kapelle auf der Nordseite geweiht.

Edith Stein, die in eine jüdische Familie geboren wurde, konvertierte später zum Christentum und arbeitete eine Zeitlang an den Schulen der Dominikanerinnen von St. Magdalena in Speyer. Als Jüdin und Christin wurde sie 1942 in Auschwitz ermordet. An sie erinnern eine Reliquie und Gedenktafeln in der Doppelkapelle des Doms. Papst Johannes Paul II., der Edith Stein zuerst selig und dann heilig sprach, ernannte sie zur Mitpatronin Europas.

Drei männlichen Heiligen, die für den Dom eine besondere Bedeutung haben, sind Portale des Doms gewidmet: dem heiligen Benno von Osnabrück (28. Juli), dem  heiligen Papst Stephan (2. August) und dem heiligen Bernhard von Clairvaux (20. August).

Aktuelle Informationen: www.dom-zu-speyer.de

Text: Bistum Speyer Foto: "Turmaussicht" Domkapitel Speyer / Karl Hoffmann, "Rest" Speyer 24/7 News, dak

26.06.2018


„Ein himmlisches Getränk“

Zum achten Mal wurde am 22. Juni auf dem Domplatz der Weinzehnt aus Kirrweiler in Empfang genommen. Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann und Weihbischof Otto Georgens begrüßten die Kirrweiler Delegation mit Bürgermeister Rolf Metzger, Pfarrer Peter Nirmaier, Weinprinzessin Kerstin I. und zahlreichen weiteren Freundinnen und Freunden des Weines.

Speyer - „Wo isses Trinke? Wir ham dorscht!“. Georgius, Verwalter des „göttlichen Weinkellers“, und Maria begrüßten humorvoll das Publikum auf dem Domplatz, während beide im Domnapf standen. Sie erzählten in Form eines Schauspiels von der nicht immer einfachen Aufgabe, den Weinzehnten zu erbringen. Im Anschluss hob der Kirrweiler Bürgermeister Rolf Metzger augenzwinkernd die engen historischen Beziehungen zwischen Speyer und Kirrweiler hervor. Seit der Zeit der Fürstbischöfe könne sich „die Qualität des abgelieferten Produktes sehen lassen“. Und so knüpfte er an den mitgebrachten Wein auch die Bedingung, dass Bischof Wiesemann nun im Gegenzug in Kirrweiler eine Messe abhalten müsse. Neben seinem ausdrücklichen Dank an alle Beteiligten, sagte Bischof Wiesemann zu, die geforderte Messe abzuhalten, allerdings „immer auch mit dem Gegenversprechen, dass dann alle da sind!".

Der mitgereiste Kirrweiler Pfarrer Peter Nirmaier hob die große Bedeutung des Weines in der Bibel hervor: „Neben dem Wasser, so wissen wir es von unserem Herrn persönlich, wird es im Himmel Wein zu trinken geben“. Diese Ansicht teilte auch „Woibischof“ Georgens, der thematisch passende Dichtkunst zum Besten gab: „Drum lasst am Wein uns laben, den Noah schon geliebt, als eine dieser Gaben, die uns der Herrgott gibt“. Aus dem Publikum gab es keinen Widerspruch zu hören und so konnte der Kirrweiler Tropfen auf Wunsch umgehend von jedermann verkostet werden. In der geselligen Atmosphäre hatte das neugierige Publikum nun die Gelegenheit zur Begegnung mit den beiden Bischöfen und der Kirrweiler Delegation.

Über Kirrweiler und den Weinzehnt

Der Weinort Kirrweiler an der Südlichen Weinstraße war zu Feudalzeiten Oberamt und Sommerresidenz der Fürstbischöfe des alten Bistums Speyer. Auf Anregung von Bürgermeister Metzger wurde 2011 - anlässlich des 950-jährigen Domweihjubiläums - an die alte Tradition des „Weinzehnts“ neu angeknüpft, bei der dem bischöflichen Landesherrn der „Zehnte“ des Weinertrages abgeliefert werden musste. Der Weinzehnt ist eine Naturalabgabe auf die Weinernte im bischöflichen Weinberg in der Kirrweilerer Gemarkung „in den Legeläckern“. In früheren Jahrhunderten wurde der Weinzehnt im fürstbischöflichen Zehntkeller in Kirrweiler entrichtet, dort ausgebaut und anschließend nach Speyer gebracht. Heutzutage bringen die Kirrweilerer den trinkfertigen Wein direkt zu den Bischöfen nach Speyer.

In diesem Jahr stammt der „Zehnt-Wein“, ein 2017er Grauburgunder Classic, welcher am 17.09.2017 mit dem Mostgewicht einer Spätlese gelesen wurde, aus dem Kirrweiler Weinhaus Ralph Anton. Die zweimal 146 Flaschen werden als Geschenk der Gemeinde Kirrweiler an die Speyerer Bischöfe übergeben.



Sehen Sie hier das Fotoalbum zur Übergabe des Weinzehnts am Dom:

Sehen Sie hier das Fotoalbum zum Umtrunk im Bistumsgewölbekeller:

Text: Bistum Speyer Foto: Speyer 24/7 News, dak

26.06.2018


Bischof gratuliert ehemaligem Oberbürgermeister Werner Schineller

Speyer - In einem persönlichen Schreiben gratuliert Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann dem ehemaligen Speyerer Oberbürgermeister Werner Schineller zu seinem 70. Geburtstag. „Ich erinnere mich gerne an meinen Anfang in Speyer, an das herzliche Willkommen, das Sie mir als Oberbürgermeister bereitet haben, und an die gute Zusammenarbeit“, schreibt Bischof Wiesemann. Er dankt Schineller besonders für seine langjährige Mitwirkung im Caritasrat und wünscht ihm für die Zukunft „von Herzen Gottes Segen, Gesundheit und Lebensfreude“.

Bistum Speyer

20.06.2018


Reliquien aus Lourdes im Bistum Speyer

Schrein der Heiligen Bernadette macht im Herbst Station in Ludwigshafen, Rheinzabern, Maria Rosenberg, Homburg und Speyer

Speyer - Ein Schrein mit Reliquien der Heiligen Bernadette Soubirous aus Lourdes ist in diesem Jahr auf Missionsreise durch Deutschland. Vom 31. Oktober bis 19. November 2018 wird er auch im Bistum Speyer an mehreren Orten zu sehen sein.

„Wir freuen uns sehr, dass der Reliquienschrein der Heiligen Bernadette in das Bistum Speyer kommt. Während des Aufenthaltes des Schreines in Ludwigshafen-Oggersheim, Rheinzabern, Maria Rosenberg, in der Klinikkirche in Homburg und Speyer St. Magdalena besteht für alle Gläubigen im Bistum die Gelegenheit zur Verehrung der Reliquien und zur Mitfeier von Andachten und Messfeiern. Wir laden dazu schon jetzt herzlich ein und bitten darum, diese einmalige Gelegenheit in den Pfarreien bekannt zu machen“, sagt Domkapitular Franz Vogelgesang. Der Leiter der Hauptabteilung Seelsorge im Bischöflichen Ordinariat in Speyer ist für die Organisation der Reise des Reliquienschreins durch das Bistum verantwortlich. Das genaue Programm wird zurzeit noch erarbeitet. Die Gestaltung liegt in Händen der Pfarreien vor Ort. Den Transport des Behältnisses im Bistum Speyer übernehmen die Malteser.

Der Heiligenlegende nach erschien im Jahr 1858 der damals 14-jährigen Bernadette Soubirous nahe der Stadt Lourdes insgesamt 18 Mal die Muttergottes. Sie forderte das Mädchen nicht nur auf, an dieser Stelle eine Kirche bauen zu lassen, sondern zeigte ihr auch den Weg zu einer Grotte mit einer Quelle. Diese Quelle wurde berühmt, nachdem ein blinder Mann sich die Augen mit dem Wasser daraus benetzt hatte und danach wieder sehen konnte. Dieses Wunder trug dazu bei, dass die Marienerscheinungen Bernadettes, die aus sehr armen Verhältnissen stammte und Zeit ihres Lebens kränklich war, anerkannt wurden. 1866 entschloss sich die junge Frau in das Kloster der Barmherzigen Schwestern in Nevers einzutreten, wo sie sich in der Krankenpflege engagierte. Im Alter von nur 35 Jahren starb Bernadette 1879. Am 8. Dezember 1933 sprach Papst Pius XI. die Seherin und Nonne heilig. Der südfranzösische Ort Lourdes entwickelte sich zu einem Marienheiligtum und zählt mit vier bis sechs Millionen Pilgern pro Jahr zu einem der größten Wallfahrtsorte weltweit.

Bistum Speyer

19.06.2018


Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann weiht Christoph Herr zum Priester

Bischof stellt den Prophet Ezechiel in den Mittelpunkt seiner Predigt - „Die Barmherzigkeit Gottes übersteigt alle Denk- und Lehrsysteme“

Speyer - Im Speyerer Dom hat Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann heute Diakon Christoph Herr zum Priester geweiht. Zahlreiche Priester, Angehörige, Freunde, Weggefährten und Gläubige - darunter viele aus seiner Heimatpfarrei Seliger Paul Josef Nardini Germersheim - feierten das festliche Pontifikalamt mit.

„Wenn ein Kandidat sein ‚Adsum‘ (Hier bin ich) spricht und sich damit ganz in den Dienst Jesu Christi stellt, ist das für unser Bistum sehr wertvoll“, hob Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann in seiner Begrüßung hervor. In der Predigt nahm er Bezug auf den Primizspruch von Christoph Herr „Ich leistete dir den Eid und ging mit dir einen Bund ein – und du wurdest mein“ aus dem Buch Ezechiel. Der Prophet Ezechiel habe dem Volk Gottes in der Zeit der Krise beigestanden und es nahe bei Gott gehalten. Er habe die Wirkmächtigkeit Gottes bezeugt, als alle Sicherheiten verloren zu gehen schienen. Ezechiel habe Gottes Barmherzigkeit als Liebe zum Leben verkündet. Seine Barmherzigkeit übersteige „alle Denk- und Lehrsysteme“. Er gab dem Neupriester Christoph Herr den Wunsch mit auf den Weg, dass „das Glück dieser Liebe immer größer ist und tiefer geht als die Last der Ämter und die Krisen, die es zu bestehen gilt.“

Die Priesterweihe ist eine liturgische Handlung mir reicher Symbolik. Zunächst legte der Weihekandidat gegenüber dem Bischof sein Weihversprechen ab. Darin verspricht er unter anderem, den Dienst am Wort Gottes treu und gewissenhaft zu erfüllen, die Sakramente gemäß der Überlieferung der Kirche zu feiern, den Heimatlosen und Notleidenden zu helfen sowie Ehrfurcht und Gehorsam gegenüber dem Bischof und seinen Nachfolgern. Die Weihe selbst empfing er durch die Handauflegung und das Weihegebet. Nach dem Bischof legten auch alle anwenden Priester dem Neupriester die Hände auf und machten so seine Aufnahme in das Presbyterium des Bistums deutlich. Das Messgewand wurde Christoph Herr durch seinen Heimatpfarrer Dekan Jörg Rubeck überreicht. Der Bischof salbte seine Hände mit Chrisam, dem Öl, das auch in der Taufe und bei der Firmung verwendet wird. Auf das Überreichen von Brot und Wein folgte die Umarmung als Zeichen der brüderlichen Verbundenheit. Die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes lag in den Händen des Mädchenchores und des Domchores unter Leitung von Domkapellmeister Markus Melchiori. Die Orgel spielte Domorganist Markus Eichenlaub.

Studium führte ihn nach Mainz, Belgien und München

Im Jahr 1990 geboren, wuchs Christoph Herr in Germersheim auf. Sein Abitur machte er am Nikolaus von Weis-Gymnasium in Speyer. Der Weg zum Priesterberuf war ihm nicht unbedingt vorgezeichnet. In Germersheim war er in der Katholischen Jungen Gemeinde engagiert, und die Erfahrungen, die er als Gruppenleiter sammeln konnte, werde er auch „in der Seelsorge gut gebrauchen können“, ist er sich sicher. Dem Zivildienst im Archiv eines Krankenhauses folgte das Theologiestudium in Mainz, das er ohne den Hintergrund Priesterberuf begann. Die lange Geschichte der Kirche, die großen Zusammenhänge interessierten ihn. Die Entscheidung zum Priesterberuf kam für den jungen Theologen aus der Überzeugung, „dass dieser Weg für mich stimmig ist, weil ich mein Leben immer mehr auf Christus ausrichte“, so Herr. Sein Studium absolvierte er nach Mainz in Leuven (Belgien) und in München. Danach folgten einige Monate Praktikum bei der deutschen katholischen Gemeinde in Bangkok und von 2016 bis 2018 der Pastoralkurs am Speyerer Priesterseminar und in der Praktikumspfarrei Bobenheim-Roxheim. 2017 wurde Herr in seiner Heimatpfarrei Germersheim zum Diakon geweiht. Hier wird er auch am Sonntag, 17. Juni, um 10 Uhr, in der Pfarrkirche St. Jakobus seine Primiz feiern. Primizprediger ist Pfarrer Karsten Geeck (Landau). Am Mittwoch, 20. Juni, um 18 Uhr feiert der Neupriester in der Kirche des Priesterseminars St. German in Speyer die Eucharistiefeier mit und erteilt anschließend den Primizsegen. Die Nachprimiz in seiner Praktikumspfarrei Bobenheim-Roxheim folgt am Sonntag, 24. Juni, 10 Uhr, in Roxheim (in der Kirche St. Magdalena).

Interview mit dem Neupriester Christoph Herr: https://www.berufe-der-kirche-speyer.de/2018/05/warum-ist-priester-werden-dein-weg-7/

Bistum Speyer

19.06.2018


Bischöfe nehmen Weinzehnt in Empfang

Lieferung aus Kirrweiler kommt am 22. Juni nach Speyer – Zug mit der Pferdekutsche von der Stadthalle zum Dom

Speyer / Kirrweiler - Zum achten Mal in der Geschichte des vor gut 200 Jahren neugegründeten Bistums Speyer wird ein fürstbischöflicher „Weinzehnt" den Weg von Kirrweiler nach Speyer nehmen – zuerst mit Traktor und Anhänger, dann mit Pferden und Fuhrwerk. Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann und Weihbischof Otto Georgens werden die Weinfuhre am Freitag, 22. Juni, gegen 15 Uhr vor dem Speyerer Dom in Empfang nehmen. Die Kutsche mit dem Wein wird begleitet von einer Delegation der Ortsgemeinde mit dem Kirrweiler Bürgermeister Rolf Metzger, Weinprinzessin Kerstin I. und Pfarrer Peter Nirmaier. Der Zug mit der Pferdekutsche wird von der Stadthalle über die Bahnhofstraße zum Altpörtel und dann über die Maximilianstraße zum Dom führen.

Der Weinort Kirrweiler an der Südlichen Weinstraße war zu Feudalzeiten Oberamt und Sommerresidenz der Fürstbischöfe des alten Bistums Speyer. Auf Anregung von Bürgermeister Metzger wurde 2011 - anlässlich des 950-jährigen Domweihjubiläums - an die alte Tradition des „Weinzehnts“ neu angeknüpft, bei der dem bischöflichen Landesherrn der „Zehnte“ des Weinertrages abgeliefert werden musste. Der Weinzehnt ist eine Naturalabgabe auf die Weinernte im bischöflichen Weinberg in der Kirrweilerer Gemarkung „in den Legeläckern“. In früheren Jahrhunderten wurde der Weinzehnt im fürstbischöflichen Zehntkeller in Kirrweiler entrichtet, dort ausgebaut und anschließend nach Speyer gebracht. Heutzutage bringen die Kirrweilerer den trinkfertigen Wein direkt zu den Bischöfen nach Speyer.

In diesem Jahr stammt der „Zehnt-Wein“, ein 2017er Grauburgunder Classic, welcher am 17.09.2017 mit dem Mostgewicht einer Spätlese gelesen wurde, aus dem Kirrweiler Weinhaus Ralph Anton. Die zweimal 146 Flaschen werden als Geschenk der Gemeinde Kirrweiler an die Speyerer Bischöfe übergeben.

Bistum Speyer

15.06.2018


Passantenseelsorge „Licht.punkt“ in Ludwigshafen schließt im Januar 2019

Standort am S-Bahn-Haltepunkt Ludwigshafen-Mitte wenig attraktiv – Ehrenamtliche wollen als Gruppe zusammenbleiben und ihr Engagement fortsetzen

Ludwigshafen - Das Angebot „Licht.punkt“ am S-Bahn-Haltepunkt Ludwigshafen-Mitte schließt im Januar 2019. Das Bistum Speyer zieht damit die Konsequenz aus den zuletzt stark rückläufigen Besucherzahlen. „Das Geschäftsleben und die Besucherströme haben sich aus der Innenstadt zunehmend in die großen Einkaufszentren verlagert. Speziell das Gebiet um die Walzmühle ist heute deutlich schwächer frequentiert als noch vor einigen Jahren“, erklärt Joachim Lauer, der Leiter des „Licht.punkts“.

Das Bischöfliche Ordinariat, das Träger des „Licht.punkts“ in Ludwigshafen ist, hat in den vergangenen Monaten intensiv nach einem alternativen Standort gesucht. Doch leider blieb die Suche erfolglos, auch weil die Umbaukosten an einem alternativen Standort den finanziellen Rahmen gesprengt hätten. „Schweren Herzens müssen wir der Realität ins Auge sehen und feststellen, dass die Weiterführung der Passantenseelsorge am jetzigen Standort wenig sinnvoll ist und sich trotz intensiver Suche keine andere Perspektive aufgetan hat“, erklärt Dr. Thomas Kiefer, der Leiter der Abteilung „Seelsorge in Pfarrei und Lebensräumen“ des Bischöflichen Ordinariats.

Der Entscheidung waren eingehende Beratungen mit den im „Licht.punkt“ ehrenamtlich Engagierten vorausgegangen. „Bei einer ehrlichen Bestandsaufnahme im vergangenen Jahr haben wir gemeinsam erkannt, dass es am jetzigen Standort immer seltener gelingt, Passanten zum Verweilen zu animieren“, berichtet Thomas Kiefer. Gleichzeitig habe man einen steigenden Anteil von Personen in sozialen Problemlagen festgestellt. „Das hatte uns auf die Idee gebracht, an einem neuen Standort stärker mit der Gemeinde St. Ludwig und dem örtlichen Caritas-Zentrum zu kooperieren. Nachdem nun klar ist, dass es kein Nachfolgeprojekt für den Licht.punkt geben wird, aber die Caritas weiterhin an einer Kooperation mit den Ehrenamtlichen sehr interessiert ist, gibt es ein konkretes Gesprächs- und Begleitungsangebot vonseiten des Caritas-Zentrums. Ziel ist es, zusammen mit den Ehrenamtlichen auszuloten, wo sie ihre Kompetenzen für die Menschen von Ludwigshafen einbringen können.“ Die Ehrenamtlichen haben den Wunsch, als Gruppe zusammenzubleiben und ihr Engagement fortzusetzen, berichtet Joachim Lauer.

Der „Licht.punkt“ als Angebot der Passantenseelsorge war im Jahr 2003 vom Bistum Speyer ins Leben gerufen worden. Mit dem Projekt verband sich die Idee, im Gedränge des Alltags zwischen S-Bahnhof und Ladengeschäften Menschen dazu einzuladen, kurz Ruhe zu tanken, eine Kerze anzuzünden oder miteinander ins Gespräch zu kommen. Neben einer schlichten Kapelle im Brückenpfeiler des S-Bahnhaltepunkts bietet ein Glaskubus im Bahnhof Raum für Begegnungen mit Menschen gleich welcher Religion und sozialer oder kultureller Zugehörigkeit.

„Immer wieder durften wir erleben, dass eine kurze Auszeit vom Alltag oder das Gespräch tatsächlich zum Lichtpunkt für Menschen wurde, zum Beispiel im Teilen von Freuden und Sorgen oder im stillen Gebet“, erinnert sich Joachim Lauer an viele eindrückliche Erlebnisse und Begegnungen in den vergangenen Jahren. Besondere Aktionen zum Beispiel im Advent oder in der Fastenzeit, Kunstausstellungen oder zuletzt die Mitmachaktion „Before I Die“ im Rahmen des ökumenischen Projektes „Auf Leben und Tod“ regten die Besucher dazu an, im städtischen Trubel einen Moment innezuhalten und neue Inspiration für ihr Leben zu gewinnen. Auch aus Sicht des Bischöflichen Ordinariats fällt die Bilanz nach 15 Jahren Passantenseelsorge in Ludwigshafen positiv aus. „Wir konnten viele wertvolle Erfahrungen sammeln, wie man den christlichen Glauben auf kreative und unerwartete Weise in die alltägliche Lebenswelt der Menschen hineintragen kann“, lautet das Resümee von Abteilungsleiter Thomas Kiefer.

Weitere Informationen: https://www.bistum-speyer.de/seelsorge-und-spiritualitaet/passantenseelsorge/

https://www.kath-dekanat-lu.de/seelsorgeeinrichtungen/lichtpunkt-passantenseelsorge/

Bistum Speyer

13.06.2018


„Ich habe mich entschlossen, den Dom malen zu lassen“

Beschluss zur Ausmalung des Doms vor 175 Jahren

Domausmalung des 19. Jahrhunderts

Speyer - Am 13. Juni 1843 fasste König Ludwig von Bayern den Beschluss, den Speyerer Dom ausmalen zu lassen. Am Morgen dieses Tages hatte König Ludwig I. den Dom besucht und sich einige Zeit dort aufgehalten. Als er die Kathedrale gegen Mittag verließ, sagte er zu Bischof und Domkapitel, die ihn vor der Tür erwarteten: „Ich habe mich entschlossen, den Dom malen zu lassen.“ Motiviert war diese Entscheidung des Königs zum einen durch das Bedürfnis, den Dom neu zu gestalten und zu verschönern. Zum anderen wollte der Monarch durch die Schaffung vorbildlicher Kunst auf die ästhetische und religiöse Erziehung seines Volkes Einfluss nehmen.

Szenen auf dem Leben wichtiger Heiliger

Den Auftrag zur Ausmalung des Speyerer Doms erhielt Johann Baptist Schraudolph. Die Ausarbeitung des ikonographischen Programms der Fresken war vor allem das Werk des damaligen Speyerer Bischofs Nikolaus von Weis. Man einigte sich auf einen großen Freskenzyklus mit Szenen aus dem Leben Mariens, der Hauptpatronin des Doms, und zwei kleinere Bildfolgen mit Szenen aus dem Leben des Heiligen Stephanus und des Heiligen Bernhard von Clairvaux.

Ausmalung des Doms über sieben Jahre

Die Ausmalung begann am 8. Juni 1846 mit der Darstellung Gottes des Vaters an die Apsis angrenzenden Gewölbe und wurde beendet am 9. Juli 1853 mit dem Bild der Vertreibung aus dem Paradies. Neben den bildlichen Szenen wurden alle Wand und Deckenflächen des Doms mit Ornamenten verziert. In der letzten Phase der Ausmalung wurden auch neue Altäre im Dom errichtet. Vom 15. bis 17. November 1853 fand die Weihe der neuen Altäre statt. Zum Abschluss der dreitägigen Feier waren auch (der emeritierte) König Ludwig I. und (der regierende) König Maximilian II. anwesend. Die Freskenausstattung des Doms zählte zu den bedeutendsten Ausmalungen eines Kircheninneren im 19. Jahrhundert.

Entfernung der Fresken im 20. Jahrhundert

Virtuelle Rekonstruktion der Domausmalung

Nachdem die Ausmalung anfänglich viele Bewunderer fand, mehrten sich mit der Zeit kritische Stimmen. So kam es, dass 1957 im Zuge der großen Domrestaurierung nahezu alle Fresken aus dem Dom entfernt wurden. An Ort und Stelle beließ man lediglich den sogenannten Marienzyklus an den Wänden des Mittelschiffs. Ein weiterer Teil der Ausmalung wurde gerettet und ist seit 2012 in einer Präsentation im Kaisersaal über der Vorhalle des Doms zu sehen. Der Großteil der Fresken, insbesondere kleinere Figuren und Ornamente, wurden mitsamt des Putzes von den Wänden geschlagen und damit zerstört.

Text: Friederike Walter Foto: (1) Dr. Franz Pelgen, Niederolm ; (2) Historisches Museum der Pfalz / ArchimediX

12.06.2018


Deutscher Orgeltag findet am 9. September statt

Überall in Deutschland werden Orgeln erklingen und erklärt werden - Orgelbau und Orgelmusik sind immaterielles Kulturerbe der Menschheit

Speyer - Am 9. September findet in Deutschland erneut der „Deutsche Orgeltag“ statt. In Kirchen, Konzertsälen, Orgelbauwerkstätten und Privathäusern überall in Deutschland werden Pfeifenorgeln erklingen und erklärt werden. „Die Pfeifenorgel wird auch Königin der Musikinstrumente genannt und ist das aufwändigste, größte, teuerste und faszinierendste Instrument“, erklärt Christoph Keggenhoff, der Vorsitzende der „Vereinigung der Orgelsachverständigen Deutschlands“ (VOD), die den Tag ins Leben gerufen hat und bereits zum achten Mal veranstaltet. „Unsere Freude über die UNESCO-Kulturerbe Auszeichnung ist groß. Daher hoffen wir in diesem Jahr auf besonders viele Veranstaltungen“, lädt Keggenhoff Organisten, Orgelbauer und alle Interessierten zur Teilnahme am Deutschen Orgeltag ein.

„Viele Menschen wissen gar nicht, wie eine Orgel funktioniert und was man alles mit ihr machen kann“, erläutert Keggenhoff. Darum werden Organisten, Orgelbauer, Kirchengemeinden und Orgelfreunde gesucht, die an diesem Tag eine Veranstaltung zum Thema Pfeifenorgel organisieren und durchführen. „In den Vorjahren gab es bereits eine große Bandbreite an Ideen, so dass der Fantasie wohl keine Grenzen gesetzt sind.“ Es wurden Konzerte für Kinder, Orgelwanderungen zu Fuß, mit dem Fahrrad oder dem Bus, Werkstattbesichtigungen, Orgelerklärungen, Orgeln zum selber spielen und vieles andere mehr angeboten.

Nähere Informationen finden sich auf einer eigenen Internetseite zum Deutschen Orgeltag, wo alle Veranstaltungen eingetragen werden sollen. Da am 14. September in Berlin die UNESCO-Urkunde überreicht wird, wird der Orgeltag in diesem Jahr in die Woche nach dem 9.9. ausgedehnt. Bei Veranstaltungen wird um eine exakte Datumsangabe gebeten.

Weitere Informationen: www.orgeltag.de

Bistum Speyer

12.06.2018


Einblick in neue und überraschende Formen von Kirche

Kath und Pete Atkins berichten in Speyer über „Fresh Expression of Church“ – Kontakt entstand bei Kundschafterreise des Bistums

Speyer - Wie können Menschen zum Glauben finden? Wie sieht eine erfolgreiche Mission aus? Großbritannien hat auf diese Fragen eine erstaunliche Antwort gefunden und schon viele andere Länder angesteckt. Die Bewegung nennt sich „Fresh Expression of Church“. Sie hat neue, überraschende Formen von Kirche geschaffen und viele neue Christen gewonnen. Was sich genau hinter der Bewegung verbirgt und wie die Mitglieder ihren Glauben im Alltag leben, berichteten die Briten Kath und Pete Atkins am Samstag, 9. Juni, bei einem Kaffeekränzchen in Speyer.

Wenn man Nicht-Christen in die Kirche einlade, kommen sie nicht, sprach Pete Atkins aus, was viele wissen. Und seine Frau Kath ergänzte: „Für viele Menschen ist ein Kirchenbesuch wie eine Reise in ein fremdes Land. Das vergessen wir oft.“ Deshalb verfolgt Fresh Expressions einen anderen Weg. „Wir gehen zu den Menschen hin und bleiben dort“, sagt Pete Atkins. Mehr noch. Nicht die Mission formt die neue Gemeinschaft, sondern die Menschen selbst bestimmen, wie ihre Kirche aussehen soll - ein wichtiger Punkt, wie er betonte. Im Übrigen lebten in der westlichen Gesellschaft Menschen vieler Nationen und mit unterschiedlichen sozialen Hintergründen zusammen. Da sei es schwierig, alle in einer Kirche zusammenzubringen.

Innerhalb von Fresh Expressions begegnen sich alle auf Augenhöhe. Gemeinsam beten sie, lobpreisen den Herrn, feiern Abendmahl, lesen die Bibel, unterstützen sich und andere. Neben regelmäßigen Zusammenkünften im Haus der Atkins, bei denen der Glauben im Mittelpunkt steht, lädt die Gemeinde zum gemeinsamen Essen ein. Auch öffentliche Aktionen im Ort stehen auf dem Programm, unter anderem eine turbulente Suche nach dem Jesuskind samt Esel und Pub-Durchquerung, an der sich mehr als 100 Menschen beteiligen und Spaß haben.

„Das Kirchenverständnis hat sich in England grundlegend geändert“, stellte Felix Goldinger fest. Er ist Referent für missionarische Pastoral im Bistum und hatte gemeinsam mit Pfarrerin Stefanie Schlenczek vom Missionarisch-Ökumenischen Dienst der Landeskirche zu dem Treffen mit den Briten eingeladen. Gekommen waren zehn Neugierige, die meist ehrenamtlich in den Kirchen engagiert sind. Die Runde staunte, als die Atkins von 3500 bis 4000 neuen christlichen Gemeinschaften in England sprachen, die durch die noch junge Fresh-Expressions-Bewegung entstanden.

Die Fresh-Expressions-Bewegung begann 2004 und wird von sechs Partnern getragen: der Kirche von England, der Kirche von Schottland, den Baptisten, Methodisten, der Reformierten Kirche und der Heilsarmee. Ein weiterer wichtiger Punkt, den die Atkins mehrfach betonten: Die neuen Formen ersetzen nicht die traditionellen, sondern stehen gleichberechtigt daneben. Traditionelle Kirche werde nicht abgewertet und es gehe nicht um eine Diskussion über das einzig Wahre. Pete Atkins: „Wir arbeiten eng mit traditionellen Kirchen zusammen. Wir lieben die ganze Kirche.“ Die Zusammenarbeit über die Konfessionsgrenzen hinweg sowie zwischen Alt und Neu bezeichnete er als Schlüsselelement.

Die Speyerer hatten Kath und Pete Atkins letztes Jahr bei einer Kundschafterreise des Bistums Speyer kennengelernt. Unter der Gesandtschaft befand sich auch der damalige Generalvikar Franz Jung. Weil Kath und Pete Atkins seine Bischofsweihe in Würzburg miterleben wollten, reisten sie nach Deutschland und machten gerne einen Abstecher nach Speyer, um über ihr Engagement zu sprechen.

Beide gründeten vor 22 Jahren eine eigene freikirchliche Gemeinschaft in einem kleinen Ort in Mittelengland – das geschah noch vor dem Start der Fresh-Expressions-Bewegung. Dass sich neue Strömungen in der Kirche entwickeln, ist in England nicht ungewöhnlich, erläuterte Pete Atkins. Er und seine Frau wurden von ihren Familien stark christlich geprägt, sind aber keine ausgebildeten Theologen und hatten zuvor keine Position in der Kirche. Für das Fresh-Expressions-Netzwerk bietet das Paar nun Ausbildungskurse an.

Felix Goldinger ist von Fresh Expressions begeistert: „Das wollen wir hier auch starten!“ In Deutschland würden einzelne Landeskirchen und Bistümer gerade erste Erfahrungen mit diesem neuen Weg sammeln, sagte er. Auch das Bistum Speyer und die Evangelische Kirche der Pfalz ziehen an einem Strang und bieten Stammtische für Entdecker*innen an, die auf der Suche nach neuen missionarischen Formen von Gemeinde sind.

Ob Fresh Expressions auch hier möglich seien, fragte Pete Atkins, der wie seine Frau englisch sprachen, was dank Johanna Greenslade ins Deutsche übersetzt wurde. Eine Teilnehmerin zeigte sich skeptisch. „Ja, schon“, überlegte sie, „aber die Strukturen behindern uns.“ Es müsse anders gedacht werden, fügte Felix Goldinger hinzu. „Das ist die große Herausforderung.“

Mehr über Fresh Expressions in Deutschland unter www.freshexpressions.de

Hinweis: Ein nächster Stammtisch für Entdecker*innen findet am Dienstag, 19. Juni, in Neustadt satt. Weitere Termine: 13. August, Kaiserslautern; 6. November, Homburg. Mehr Infos dazu unter www.schon-jetzt.de

Text und Foto: Yvette Wagner

12.06.2018


Viele „Speyerer“ bei Bischofsweihe in Würzburg

Bischof Dr. Wiesemann und Speyerer Domkapitel übergeben Reliquie des Seligen Paul Josef Nardini und Bischofsstab des verstorbenen Speyerer Weihbischofs Ernst Gutting

Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann (links), Domdekan Dr. Christoph Kohl und Domkapitular Peter Schappert (leicht verdeckt) übergeben den Bischofsstab des verstorbenen Speyerer Weihbischofs an Dr. Franz Jung (rechts).

Würzburg - Als am Sonntag im voll besetzen Kiliansdom in Würzburg der langjährige Speyerer Generalvikar Dr. Franz Jung zum Bischof geweiht wurde, waren unter den Mitfeiernden auch rund 200 Gläubige und Weggefährten aus dem Bistum Speyer. Neben Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann, der am Weihegottesdienst als Mitkonsekrator mitwirkte, Weihbischof Otto Georgens und den Mitgliedern des Speyerer Domkapitels waren auch viele Priester, Angehörige, Freunde und Mitarbeitende nach Würzburg gereist, um Dr. Franz Jung bei der Einführung in sein neues Amt als 89. Bischof des Bistums Würzburg persönlich zu begleiten.

„Wir lassen Dr. Franz Jung mit einem weinenden und einem lachenden Auge ziehen“, schrieb der Speyerer Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann in einem Abschiedswort für das Würzburger katholische Sonntagsblatt. „Weinend, da wir ihn, mit seinen vielen von Gott geschenkten Talenten, gehen lassen müssen, und lachend, weil wir wissen, dass er gerade aufgrund dieser Fähigkeiten von Gott in das Amt des Bischofs von Würzburg berufen wurde.“ Er wünsche ihm für seine neue Aufgabe Gottes reichen Segen: „Fest verankert in Gott und im fränkischen Boden und gestützt durch viele Gebete kann das Wirken von Dr. Franz Jung, so meine tiefe Überzeugung, fruchtbar für die Diözese Würzburg werden.“ Bei einem Empfang im Würzburger Burkardushaus überreichten Bischof Wiesemann und das Speyerer Domkapitel an Franz Jung eine Reliquie des Seligen Paul Josef Nardini und den Bischofsstab des verstorbenen Speyerer Weihbischofs Ernst Gutting als Ausdruck der Verbundenheit.

Speyerer Stimmen zur Bischofsweihe in Würzburg

Der neue Bischof von Würzburg, Dr Franz Jung

Zu den Mitfeiernden im Kiliansdom zählten auch zahlreiche Mitglieder des Ordens der Ritter zum Heiligen Grab von Jerusalem, dem auch Dr. Franz Jung angehört. „Seine geistlichen Beiträge haben uns immer sehr beeindruckt“, berichtet Dr. Wolfgang Simon von der Komturei Speyer-Kaiserslautern. „Er vereint auf glückliche Weise die Fähigkeit zur Leitung und Organisation mit einer weiten theologischen und geschichtlichen Bildung und einer tiefen Spiritualität.“ Für Bettina Steiger, Mitarbeiterin des Domkapitels, war die Mitfeier des Weihegottesdienstes ein „einmaliges Erlebnis“. Sie hat sich zur Fahrt nach Würzburg entschieden, da sie es wichtig findet, dass an diesem besonderen Tag auch die ehemalige Dienstgemeinschaft des Bistums Speyer dabei ist. Pfarrer Ralf Feix, zuständig für die Berufungspastoral und die Ministrantenseelsorge im Bistum Speyer, versteht seine Teilnahme an der Bischofsweihe als Ausdruck der Dankbarkeit, der Wertschätzung und des Respekts. „Das Berufen-Werden in das Amt des Bischofs ist eine besondere Form der Berufung.“ Franz Jung habe aus seiner Sicht das geistliche Leben immer an erste Stelle gesetzt und dem Bistum Speyer zugleich mit hoher Sachkompetenz gedient.

Christine Lambrich, Dozentin für Pastoraltheologie am Speyerer Priesterseminar, hat die liturgische Gestaltung des Gottesdienstes als sehr stimmig und passend auf die Person von Franz Jung hin empfunden. „Wir sind in den vergangenen Jahren viele Wege miteinander gegangen. Zum Abschiednehmen in Wertschätzung und Dankbarkeit gehört für mich auch, dass ich heute in Würzburg dabei bin.“ Als besonders bewegend hat sie empfunden, dass beim Weihgebet das Evangelienbuch über den Kopf des Kandidaten gehalten wurde. „Es bringt für mich das Behütetsein durch das Evangelium zum Ausdruck.“ Ähnlich hat es Pastor Dr. Jochen Wagner, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) in der Region Südwest, erlebt: „Das Evangelium über dem Kopf verdeutlicht Schatz und Schutz der Botschaft Jesu.“ Die ökumenische Verständigung vollzieht sich nach seiner Erfahrung nicht nur in schriftlichen Dokumenten und Gesprächen, sondern auch im Mitfeiern der Liturgie der jeweils anderen Konfessionen. „Diese Eindrücke eröffnen einen besonderen Zugang und eine neue Welt.“

Bistum Speyer

12.06.2018


Offizielle Beauftragung für den Religionsunterricht

31 Frauen und Männer erhalten im Bistum Speyer die Missio Canonica - Fach Religion eine Herzensangelegenheit

31 Religionslehrerinnen und Religionslehrer aus dem Bistum Speyer haben am Freitag die Missio Canonica erhalten

Speyer - 31 Frauen und Männer haben am Freitag in Speyer die offizielle kirchliche Beauftragung (Missio canonica) zur Erteilung des katholischen Religionsunterrichts im Bistum erhalten. In Gesprächen wird deutlich: Für diese Lehrerinnen und Lehrer ist das Fach Religion eine Herzensangelegenheit. Sie schätzen es, Kindern und Jugendlichen Werte zu vermitteln, mit ihnen über religiöse Fragen zu diskutieren und zu der persönlichen Entwicklung der Mädchen und Jungen beizutragen.

„Religionsunterricht bietet eine gute Basis für Wertevermittlung“, meint Simone Müller-Bleh. Die 46-Jährige unterrichtet an der Südschule im saarländischen St. Ingbert Grundschüler. Das Fach Religion lehre Hilfsbereitschaft, Teilen, Verantwortung zu übernehmen und es könne dazu beitragen, dass sich die Kinder von Gott getragen fühlen. Es biete außerdem Spielraum, über Erlebnisse und Erfahrungen der Kinder nachzudenken, benennt sie weitere Besonderheiten.

Stefan Moos drückt seine Begeisterung für das Fach so aus: „Ich denke, Religionsunterricht unterscheidet sich von anderen Fächer, weil er lebt.“ Der 27-Jährige arbeitet an der Friedrich-Schiller-Realschule plus in Frankenthal und sieht das Lebendige in den vielen Gesprächen. Die drehen sich um Probleme und Nöte der Schüler bis hin zu kritischen Nachfragen zu Kirche und Glauben. Damit lernten Schüler zu diskutieren, sich eine Meinung zu bilden und ethische Wertebilder zu schaffen und eigneten sich nicht nur reines Faktenwissen an.

Für Judith Moos ist das Fach Religion nicht nur spannend, sondern auch Grundlage unserer Kultur. Viele Schüler wüssten nicht, warum wir Feste im Jahreskreis feiern, hat die 30-Jährige beobachtet, die am Wilhelm-Erb-Gymnasium in Winnweiler tätig ist. So vermittelt sie im Religionsunterricht auch Hintergrundwissen. Das Fach sei auch wichtig, um sich mit Religion auseinanderzusetzen und Berührungspunkte mit Kirche zu schaffen – zumal in den meisten Elternhäusern keine Religion mehr vermittelt werde. Beim Abitur verfügten die jungen Frauen und Männer über den „Höhepunkt ihres religiösen Wissens“, falls sie sich nicht in diese Richtung weiterbewegen, macht Judith Moos deutlich.

In die Richtung weiterbewegt hat sich Isabel Lehmann. Als Schülerin begeisterte sie der Religionsunterricht so sehr, dass sie sich für ein Lehramtsstudium mit den Fächern Geschichte und Theologie entschied. Heute arbeitet die 30-Jährige an der berufsbildenden Anna-Freud-Schule, wo unter anderem Erzieher ausgebildet werden. Ihnen gibt sie zum Beispiel mit, wie sie später in ihrem Beruf religiöse Aktivitäten umsetzen können.

Mit 31 Pädagogen haben dieses Mal vergleichsweise wenige die Missio canonica erhalten. Sonst seien es 50 bis 60, erläutert Birgitta Greif, Studiendirektorin im Kirchendienst und im Bischöflichen Ordinariat zuständig für die Ausbildung von Religionslehrern. Hinter der geringen Zahl in diesem Jahr stecke kein mangelndes Interesse, versichert sie. Grund sei das Ausbildungsende im Studienseminar, das dieses Mal hinter der Missio-Überreichung liege.

Gut die Hälfte der diesjährigen Missio-Kandidaten ist an Grundschulen tätig, jeweils ein Viertel an Realschulen und Gymnasien, vereinzelte an Förder- und berufsbildenden Schulen. Vier aus dem Kreis sind Religionslehrer im Kirchendienst, das bedeutet, sie sind bei der Diözese angestellt, unterrichten aber an staatlichen Schulen.

Die Missio-Kandidaten verbrachten einen ganzen Tag in Speyer. Nach der Begrüßung stand eine Domführung auf dem Programm, anschließend das gemeinsame Mittagessen. Dann gaben sich Gratulanten ein Stelldichein, darunter Fachleiter aus den Studienseminaren, Vertreter der Lehrerverbände, der Schulabteilung im Bischöflichen Ordinariat und der staatlichen Schulaufsicht.

Gemeinsam mit ihren Angehörigen und Freunden feierten die 31 Lehrer in der Kirche des Priesterseminars Gottesdienst, den Domdekan Christoph Kohl zelebrierte. Nachdem sie das Glaubensbekenntnis abgelegt hatten, erhielten sie die Missio canonica. Nach dem Gottesdienst klang der Tag bei Wein und Brezeln aus.

Text und Foto: Yvette Wagner

12.06.2018

 

Priesterweihe im Dom zu Speyer

Christoph Herr: Ein für mich stimmiger Weg

Speyer / Dom / Priesterseminars St. German / Bobenheim-Roxheim "St. Magdalena" - Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann spendet am Samstag, 16. Juni, dem Diakon Christoph Herr im Dom zu Speyer die Priesterweihe. Der feierliche Weihegottesdienst beginnt um 9 Uhr.

Herr ist der einzige Neupriester im Bistum Speyer in diesem Jahr. Aber „Einzelkämpfer“ war er auch während der praktischen Ausbildung im Speyerer Priesterseminar nicht. Zu seinem Ausbildungskurs gehören zwei zukünftige Pastoralreferenten, mit denen er sich bestens versteht – „eine ganz und gar positive Erfahrung“, wie er feststellt. Das gelte auch für die gemeinsamen Ausbildungsteile mit den anderen Diözesen der Kirchenprovinz Bamberg.

Im Jahr 1990 geboren, wuchs Christoph Herr in Germersheim auf. Sein Abitur machte er am Nikolaus von Weis-Gymnasium in Speyer. Der Weg zum Priesterberuf war ihm nicht unbedingt vorgezeichnet. In Germersheim war er in der Katholischen Jungen Gemeinde engagiert, und die Erfahrungen, die er als Gruppenleiter sammeln konnte, werde er auch „in der Seelsorge gut gebrauchen können“, ist er sich sicher. Dem Zivildienst im Archiv eines Krankenhauses folgte das Theologiestudium in Mainz, das er ohne den Hintergrund Priesterberuf begann. Die lange Geschichte der Kirche, die großen Zusammenhänge interessierten ihn. Er bekennt im Gespräch offen, dass es in dieser Zeit bei ihm eine gewisse Distanz zur Kirche gab. „Sie konnte mir nur noch wenig geben.“ Das änderte sich in der Berührung mit der  alten lateinischen Liturgie und sich daraus ergebenden Begegnungen mit Priestern dieser Haltung. Die alte Liturgie sei „keine alleinige Heilsbringerin“, stellt Christoph Herr klar, aber für ihn sei sie eine Ergänzung zu seinem geistlichen Leben, die er nicht missen möchte.

Der Dom zu Speyer - Foto: Speyer 24/7 News, dak

Die Entscheidung zum Priesterberuf kam für den jungen Theologen nicht aus einem Berufungserlebnis, sondern aus der Überzeugung, „dass dieser Weg für mich stimmig ist,  weil ich mein Leben immer mehr auf Christus ausrichte“, so Herr. Sein Studium absolvierte er nach Mainz in Leuven (Belgien) und in München. Danach folgten einige Monate Praktikum bei der deutschen katholischen Gemeinde in Bangkok und von 2016 bis 2018 der Pastoralkurs am Speyerer Priesterseminar und in der Praktikumspfarrei Bobenheim-Roxheim. 2017 wurde Herr in seiner Heimatpfarrei Germersheim zum Diakon geweiht. Hier wird er auch am Sonntag, 17. Juni, um 10 Uhr, in der Pfarrkirche St. Jakobus seine Primiz feiern. Primizprediger ist Pfarrer Karsten Geeck (Landau).

Am Mittwoch, 20. Juni, um 18 Uhr feiert der Neupriester in der Kirche des Priesterseminars St. German in Speyer die Eucharistiefeier mit und erteilt anschließend den Primizsegen. Die Nachprimiz in seiner Praktikumspfarrei Bobenheim-Roxheim folgt am Sonntag, 24. Juni, 10 Uhr, in Roxheim (in der Kirche St. Magdalena).

Text: Norbert Rönn Foto: Klaus Landry

08.06.2018


Domjubiläum Worms

Ministerpräsidentin Malu Dreyer: Wormser Dom ist Kulturdenkmal und weltoffener Ort der Begegnung

Worms / Dom / Mainz - „Dem Wormser Dom wünsche ich, dass er ein weltoffener Ort der Begegnung bleibt und noch vielen Generationen einen sicheren Raum bieten kann, in dem Menschen unabhängig von ihrer Herkunft Ruhe, Kraft und Besinnung finden können. Allen Besuchern und Besucherinnen wünsche ich ein unvergessliches Jubiläumsjahr“, erklärte Ministerpräsidentin Malu Dreyer anlässlich der Feierlichkeiten zum 1.000-jährigen Bestehen, die am Wochenende ihren Höhepunkt finden. Am Pontifikalamt wird Ministerpräsidentin Malu Dreyer teilnehmen, die auch die Schirmherrschaft für das Jubiläum übernommen hat. Es bildet den Abschluss einer bunten Festwoche mit Aktionen wie Kindertag, Erstausgabe der Sonderbriefmarke „Tausend Jahre Weihe Dom zu Worms“, der Barocken Marienvesper und dem Familienfest. Dom und Diözese hätten mit „Aufgeschlossen“ ein wunderbares Motto gefunden, das Aufforderung an uns alle sei, so die Ministerpräsidentin.

„1000 Jahre Dom zu Worms sind weit mehr als ein Jahrtausend wechselvolle Bau- und Kirchengeschichte. Der Dom ist ohne Zweifel ein Kulturdenkmal ersten Ranges für das Land Rheinland-Pfalz und ein Schauplatz der Geschichte. In ihm haben 40 Generationen von Menschen gebetet und Gottesdienste gefeiert, getrauert und Trost gefunden. Erst die Menschen, die den Dom besuchen, machen dieses großartige Denkmal zu einem lebendigen Ort und geben ihm eine Zukunft“, unterstrich Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Gemeinsam mit den Domen von Speyer und Mainz bilde der Dom St. Peter in Worms eine einzigartige Trias. Bis heute präge seine großartige Silhouette das Stadtbild und sei zudem eindrucksvolle Kulisse für die jährlichen Nibelungenfestspiele.

Staatskanzlei Rheinland-Pfalz

08.06.2018


Gottesdienst in Erinnerung an Dr. Helmut Kohl

Kapitelsamt im Speyerer Dom am Sonntag, den 17. Juni, um 10 Uhr mit Jahresgedächtnis zum Tod des früheren Bundeskanzlers und Ehrenbürger Europas

Speyer - Am Sonntag, den 17. Juni, findet um 10 Uhr im Speyerer Dom das Kapitelsamt statt. Aus Anlass des ersten Todestages von Dr. Helmut Kohl wird in dem Gottesdienst des früheren Bundeskanzlers gedacht. Er war mit dem Dom zu Speyer zeitlebens eng verbunden.

Helmut Kohl war vor einem Jahr, am 16. Juni 2017, verstorben. Mit einem feierlichen Requiem im Speyerer Dom hatten Angehörige, Weggefährten und hochrangige Gäste aus aller Welt am 1. Juli 2017 von dem christlichen Politiker Abschied genommen. Der Speyerer Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann, der das Requiem gemeinsam mit dem Apostolischen Nuntius in Deutschland Erzbischof Nikola Eterović, dem Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz Reinhard Kardinal Marx und weiteren Bischöfe zelebrierte, hatte Kohl dabei als einen „wahrhaft großen Staatsmann“ gewürdigt, der „seine pfälzische Heimat und sein deutsches Vaterland liebte und aus einem weiten, universalen Horizont heraus lebte und handelte.“ Der Speyerer Dom sei für Helmut Kohl ein Symbol gewesen für das, was ihm im Leben wichtig war, „die Verschmelzung tiefer Heimatverwurzelung mit dem großen Atem der Geschichte, mit den weiten Bögen geistiger, kultureller und religiöser Zusammengehörigkeit Europas.“ Patriot und Europäer zu sein, seien für Helmut Kohl zwei Seiten ein und derselben Medaille gewesen. Das „befruchtende Zueinander des Politikers und des gläubigen Christen“ habe ihn zu einer weltweit geachteten Persönlichkeit werden lassen. Nach dem Requiem war Helmut Kohl auf dem alten Speyerer Stadtfriedhof, der heute noch als Friedhof des Domkapitels genutzt wird, neben der von Franzosen und Deutschen nach dem zweiten Weltkrieg gemeinsam erbaute Friedenskirche St. Bernhard beigesetzt.

In seiner Amtszeit als Bundeskanzler hatte Helmut Kohl zahlreiche ausländische Staatsgäste nach Speyer geführt, darunter Margaret Thatcher, Michael Gorbatschow, George Bush, Vaclav Havel, Boris Jelzin und König Juan Carlos. Am Beispiel des Domes hatte er ihnen die Bedeutung des christlichen Glaubens für ein Zusammenleben in Gerechtigkeit und Frieden in Deutschland, Europa und der Welt verdeutlicht. Durch sein Engagement im Kuratorium der Europäischen Stiftung Kaiserdom zu Speyer hatte er sich um den Erhalt der Speyerer Kathedralkirche verdient gemacht und entscheidend dazu beigetragen, Menschen für den Dom zu begeistern. Eine Gedenkplatte in der Vorhalle des Speyerer Domes erinnert an die Verdienste Helmut Kohls um den Dom.

Bistum Speyer

06.06.2018


Prälat Gerhard Fischer wird 80

Verantwortung für das Bistum in zahlreichen Funktion – Mehr als drei Jahrzehnte Leiter des Diözesan-Kolpingwerks

Prälat Gerhard Fischer feiert am 8. Juni seine 80 Geburtstag

Speyer - Am 8. Juni feiert Prälat Gerhard Fischer, Domkapitular im Ruhestand, in Speyer seinen 80. Geburtstag. Er war in zahlreichen Leitungsfunktionen für das Kirche tätig, unter anderem als Leiter des katholischen Büros in Mainz und als Verantwortlicher für die Bildungsarbeit des Bistums.

Geboren und aufgewachsen in Ludwigshafen, empfing Gerhard Fischer 1965 die Priesterweihe. Nach Kaplansjahren in Hauenstein und Bexbach wurde er 1970 zum Diözesanpräses der Kolpingfamilie berufen. In seiner Amtszeit wuchs die Mitgliederzahl von 3 500 auf 8 000 um mehr als das Doppelte. Neun Großtagungen mit Rednern wie dem damaligen Bundeskanzler Helmut Kohl oder Bernhard Vogel initiierte Fischer in diesen Jahren und unterstrich eindrucksvoll den gesellschaftspolitischen Anspruch des kirchlichen Sozialverbandes. Ebenso wichtig war dem Kolping-Präses die religiöse Bildungsarbeit, die er durch die Gründung des Kolpingbildungswerkes auf eine tragfähige organisatorische Grundlage stellte. Von seinem sozialen Engagement zeugen zahlreiche Partnerschafts- und Entwicklungshilfeprojekte des Kolpingwerkes. Fischer leitete das Diözesan-Kolpingwerk bis zum Jahr 2002 und wurde anschließend zum Diözesanehrenpräses ernannt.

Neben seiner Aufgabe im Kolpingwerk kam Fischer bis zu seiner Berufung in die Diözesanleitung 1995 einer ganzen Reihe weiterer Verpflichtungen nach: So war er Religionslehrer am Albert-Schweitzer-Gymnasium in Kaiserslautern und Pfarrer in Erfenbach-Siegelbach. Von 1982 bis 1986 leitete er das Katholische Büro in Mainz, die Verbindungsstelle zwischen den fünf rheinland-pfälzischen Bistümern und der Landesregierung. Danach beauftragte ihn Bischof Dr. Anton Schlembach mit dem Aufbau der Akademikerseelsorge in der Diözese, für die er ein anspruchsvolles Bildungsprogramm entwickelte. Seit 1989 war Fischer für den Ritterorden vom Heiligen Grab zu Jerusalem als Prior in der Komturei Speyer-Kaiserslautern aktiv. Im Jahr 1995 wurde Gerhard Fischer in das Speyerer Domkapitel berufen. Er leitete seitdem die Hauptabteilung Fort- und Weiterbildung des Bischöflichen Ordinariats, zugleich war ihm die Diözesanstelle für weltkirchliche Aufgaben anvertraut. Zu Beginn des Jahres 2009 trat Prälat Fischer in den Ruhestand.

Als Zeichen der Anerkennung für sein vielfältiges Engagement in Kirche, Staat und Gesellschaft erhielt Gerhard Fischer 1986 das Bundesverdienstkreuz, 1988 wurde ihm das goldene Ehrenzeichen des Internationalen Kolpingwerkes verliehen. Bereits 1982 hatte ihn Papst Johannes Paul II. zum Päpstlichen Ehrenprälaten ernannt. Im Jahr 2015 feierte Gerhard Fischer sein goldenes Priesterjubiläum.

Bistum Speyer

06.06.2018


Einführung in die Taufelternkatechese

Fortbildungsangebot für Katechese-Verantwortliche in Pfarreien

Speyer/Neustadt - Die Taufe eines Säuglings oder Kindes kann für Eltern und Paten zu einer positiven, spirituellen Erfahrung auf ihrem eigenen Glaubensweg werden. Die Vorbereitung auf das Sakrament ist für Eltern und Paten des Täuflings ein wichtiger Weg, der katechetisch begleitet werden sollte.

Für alle, die in Pfarreien Verantwortung für Katechese übernommen haben, bietet die Abteilung Seelsorge in Pfarrei und Lebensräumen im Bischöflichen Ordinariat eine Fortbildung zur Einführung in die Taufelternkatechese an. Dabei geht es ganz allgemein um grundlegende Informationen zum Hintergrund dieser speziellen Form der Erwachsenenkatechese, es werden Best-Practice-Beispiele vorgestellt und Ideen für eigene Konzepte entwickelt.

Die Fortbildung findet am Samstag, 18. August von 9.30 bis 16 Uhr im Kloster Neustadt (Waldstr. 145) statt. Die Leitung liegt in Händen von Walburga Wintergerst, Referentin im Bereich Grunddienst Katechese.

Anmeldungen an:
Bischöfliches Ordinariat
Seelsorge in Pfarrei und Lebensräumen
Webergasse 11
67346 Speyer
Tel. 0 62 32/102-314
E-Mail: pfarrei-lebensraeume@bistum-speyer.de

Anmeldeschluss ist der 18. Juni 2018.

Bistum Speyer

06.06.2018


Demonstration der entschlossenen Suche nach dem Reich Gottes

Fronleichnam in Speyer: Eucharistiefeier in St. Joseph und Prozession zum Dom

Speyer - Zahlreiche Gläubige verfolgten Fronleichnam die Eucharistiefeier und die Prozession zu Fronleichnam in Speyer. Die Monstranz, getragen von Weihbischof Otto Georgens unter dem von vier Diakonen getragenen Himmel, symbolisierte die Kraft Gottes als Heilsbringer und Erlöser. „Fronleichnam wird zu einer Demonstration für unsere Entschlossenheit, in allem als erstes das Reich Gottes und seine Gerechtigkeit zu suchen“, sagte Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann in seiner Ansprache.

Die Bankreihen reichten bei weitem nicht für alle Gläubigen aus in der katholischen Pfarrkirche St. Joseph, in der der Auftakt des Fronleichnamsfestes gefeiert wurde. „Wo bist du Gott?“ lautete die Frage, die als Leitwort über der gesamten Feier stand. In der Aussetzung der Eucharistie sah Bischof Wiesemann die erste Antwort: „Wir nehmen ihn mit und zeigen ihn allen als das Heil der Welt und als den, der Erlösung bringt.“

Die Dombläser begleiteten die Prozession von der Josephskirche durch die Maximilianstraße bis zum Dom. Eingereiht hatten sich auch die Kommunionkinder der Pfarrei Pax Christi, deren Mitglieder die Organisation des kirchlichen Festtags übernommen hatten. Fahnenträger, Ministranten, Vertreter des Domkapitels sowie Seelsorger aus Speyerer Pfarreien schlossen sich ebenfalls an.

Inne hielten die Gläubigen an drei Abschnitten auf dem Weg zur Kathedrale, um sich tiefer mit der Frage nach der Existenz Gottes zu beschäftigen. Auszüge aus dem Johannes-Evangelium, einem Brief des Propheten Jeremia und dem Matthäus-Evangelium begleiteten sie auf dem Weg. Die Texte hatte der Liturgieausschuss der Dompfarrei Pax Christi zusammengestellt.

Zahlreiche Gläubige erwarteten die Prozession bereits vor dem Hauptportal des Domes, vor dessen Stufen ein prachtvoller Blumenteppich gestaltet worden war. Kommunionkinder und Gemeindemitglieder erinnerten mit Meditationstexten und Fürbitten an die Größe und Güte Gottes und das Brot des Lebens, das er den Menschen spendet.

Daran knüpfte Bischof Wiesemann in seiner Predigt an. „Wir zeigen heute bei der Prozession, dass Gott mitten unter uns ist, nicht unter dem Sternenzelt, sondern mitten im wandelnden Gottesvolk“, hob er hervor. Das Vaterunser stellte er in den Mittelpunkt seiner Ausführungen, nicht ohne darauf zu verweisen, dass dessen herausfordernder Charakter kaum noch wahrgenommen werde.

Wiesemann erinnerte an die kürzlich durch Papst Franziskus angestoßene Debatte über die sechste Bitte „und führe uns nicht in Versuchung“. Diese scheine die sperrigste zu sein, doch bringe die vierte Bitte – „unser tägliches Brot gib uns heute“ – alle Übersetzer des griechischen Urtextes in große Verlegenheit. Denn Jesus selbst sei es gewesen, so der Bischof, der seinen Jüngern eingeschärft habe, sich nicht um Essen oder Kleidung zu kümmern. „Euch aber muss es zuerst um sein Reich und um seine Gerechtigkeit gehen; dann wird euch alles andere dazu gegeben werden“, zitierte Wiesemann aus Matthäus 6,32f.

Er verwies auf die Befreiung des Volkes Israel aus Ägypten und dessen Weg durch die Wüste und verdeutlichte: „An dieser Stelle steht Gott selbst auf dem Spiel, und dass er die Kraft hat, Nahrung für die Menschen zu sein, dass die Hoffnung eine unendlich größere Nahrungsquelle für die Welt ist als der Konsum.“ Jesus selbst habe am Vorabend von Gründonnerstag der schlimmsten Versuchung widerstanden und die Menschen nicht sich selbst und ihrem Schicksal überlassen.

Bischof Wiesemann bezeichnete die Eucharistie als „das Geheimnis der Verwandlung dieser Versuchung gegen die eigene Würde, Berufung und Sendung in freiwillige Hingabe“.

Das Brot vom Himmel, das Manna, sei die tägliche Nahrung, die helfe, der Gleichgültigkeit, Unfreiheit, Würdelosigkeit und Versuchung zu widerstehen. So werde im Vaterunser alles zusammengefügt.

Wiesemann wies darauf hin, dass die aktuelle Zeit vieles von der Wüstenwanderung des Volkes Israel habe. Der Gottesglaube werde immer stärker herausgefordert. „In der geistlichen Wüste unserer Zeit rufen wir: Gott, wo bist du?“ Israel sei seinem Gott nie so nah gewesen wie in der Wüste, gleichzeitig sei aber die Wüste der Ort der größten Versuchung, die das Volk Gottes zu durchstehen habe. Man könne beides nicht voneinander trennen. Aber: „Gott ist nicht der hinterlistige Versucher, er lockt uns als pilgerndes Volk in die Wüste, um wieder ganz nahe bei uns zu sein und uns die wunderbare Würde unserer Berufung und Sendung als Christen in dieser Welt für das Reich Gottes und die größere Gerechtigkeit ins Herz zu schreiben“, so der Bischof.

Musikalisch gestaltet wurden der Gottesdienst in St. Joseph und der Abschluss im Dom vom Kirchenchor St. Joseph, vom Motettenchor Speyer und von Christoph Keggenhoff an der Orgel und den Dombläsern. Die Gesamtleitung hatte Marie Theres Brand. Am Mittag trafen sich die Gläubigen zur Reunion in St. Joseph.

Text: Bistum Speyer Foto: Speyer 24/7 News

01.06.2018


Kranzniederlegung für Rudolf von Habsburg

Landauer Oberbürgermeister Thomas Hirsch dankt mit seinem Besuch im Dom dem mittelalterlichen Herrscher für die Verleihung der Stadtrechte an Landau

v.l.: Weihbischof und Dompropst Otto Georgens, der Oberbürgermeister der Stadt Landau Thomas Hirsch

Speyer - Vor 800 Jahren, am 1. Mai 1218, wurde Rudolf von Habsburg geboren, der erste römisch-deutsche König aus dem Geschlecht der Habsburger. Sein Grab im Speyerer Dom besuchte nun der Landauer Oberbürgermeister Thomas Hirsch. Mit einer Kranzniederlegung dankte er dem mittelalterlichen Herrscher für die Verleihung der Stadtrechte an die Stadt Landau am 30. Mai 1274. Empfangen wurde er von Weihbischof und Dompropst Otto Georgens in der Vorhalle des Doms, wo mehrere Wandreliefs, ein Standbild und ein großes Denkmal an den König erinnern.

Der Begrüßung folgte ein kurzer Gang durch den Dom, hin zur Krypta und der Grablege. Vor dem Grab Rudolfs von Habsburg sprach der Weihbischof ein kurzes Gebet. Der Kranz des Landauer Oberbürgermeisters wurde in der Krypta vor dem Grabdenkmal Rudolf von Habsburgs niedergelegt. Damit dankte das Stadtoberhaupt dem Verleiher der Stadtrechte für seine Förderung der Stadt Landau. Bei diesem feierlichen Höhepunkt des Besuchs war auch der Oberbürgermeister von Speyer, Hansjörg Eger, anwesend. Im Anschluss übergab OB Hirsch Weihbischof Georgens eine Spende der Sparkassenstiftung in Höhe von 5.000 Euro, die der Domerhaltung zu Gute kommen soll. Eine Spende in gleicher Höhe wird fortan jährlich über sechs Jahre bis zum 750. Geburtstag der Stadt Landau an den Speyerer Dom gerichtet. Weihbischof Otto Georgens dankte herzlich für diese Zuwendung, die der Erhaltung der Krypta und der Grablege dienen soll.

Beim Rückweg durch den Dom ließ es sich der Oberbürgermeister nicht nehmen, eine Kerze anzuzünden und für ein kurzes stilles Gebet in einer der Bänke Platz zu nehmen. Den Abschluss fand der Besuch an der Innenseite des Hauptportals, wo eine weitere Darstellung Rudolfs von Habsburgs zu sehen ist: Mit gebeugtem Kopf sitzt der Herrscher auf seinem Pferd. Der Überlieferung nach wollte der König - wissend, dass sein Ende kurz bevor stand - noch selbst nach Speyer reiten, um hier im Dom begraben zu werden.

Text: Bistum Speyer Foto: Domkapitel Speyer / Klaus Venus

01.06.2018

Kundschafter übergeben „Wegweiser-Papier“ an Bischof Wiesemann

Abschlusstreffen in Ludwigshafen

Die Kundschafterinnen und Kundschafter aus dem Bistum Speyer.

Ludwigshafen - Vor etwas mehr als einem Jahr wurden Kundschafter aus dem Bistum Speyer ausgesandt, um in der Weltkirche Anregungen zu sammeln, wie eine lebendige und wachsende Kirche aussieht. Sie waren in Nicaragua, Südafrika, auf den Philippinen und in England. Seit sie zurückgekommen sind, haben sie bei zwei Pastoraltagen – einem für Haupt- und einem für Ehrenamtliche - von ihren Erfahrungen berichtet und erste Impulse in ihrem Umfeld gesetzt.

Zugleich ist aus den Erlebnissen und Reflexionen ein „Wegweiser-Papier“ entstanden, das die Kundschafter jetzt an Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann übergaben. Der war selbst Kundschafter gewesen, als Teil der Reisegruppe auf die Philippinen „Das Papier wird Einfluss haben auf die Entwicklung einer Vision für unser Bistum“, sagte er auf Rückfrage zu.

Mit diesem dritten Treffen der Kundschafter wurden sie offiziell aus ihrer Aufgabe „entlassen“. Alle stellten jedoch klar, dass für sie der Prozess nicht beendet sei. Sie wollen weiterhin über ihre Erfahrungen berichten und mit ihrer Hilfe die Entwicklung des Bistums mitprägen: „Wir haben etwas zu sagen“, betonen sie.

Vielfältige persönliche Bereicherung erlebt

Sie alle haben auch persönlich stark von den Reisen profitiert, berichteten sie sich gegenseitig. Und sie haben erste Impulse gesetzt, Vorträge gehalten über die Länder, in denen sie waren. Sie zehren davon, dass sie erlebt haben, wie wichtig jeder einzelne Mensch ist, wie stark die verschiedenen Charismen in anderen Ländern wert geschätzt werden. Sie sind nachhaltig davon begeistert, wie in der Weltkirche das Wort Gottes ganz selbstverständlich eine Rolle im Alltag der Menschen spielt und sie betonen immer wieder, dass die Unterscheidung zwischen Haupt- und Ehrenamt in anderen Ländern nicht die herausragende Rolle spiele.

„Bibel teilen“, wie es die Kundschafter in anderen Ländern erlebt haben, spielt nun auch in ihrer Heimat eine Rolle, sei es als Bestandteil des Gottesdienstes oder als Einstieg in eine Gremiensitzung. Sie haben die Kraft des freien Gebets kennengelernt und in ihr Umfeld übertragen. Sie nehmen jetzt viel stärker den Kontext wahr, in dem die Menschen leben, und stimmen daraufhin ihre Aktivitäten ab. Die Engländer nennen dieses Denken „Kontextualisierung“.

Die vielen – teils sehr persönlichen und bewegenden – Erinnerungen und Erlebnisse sind nun zusammen gefasst in dem „Wegweiser-Papier“, das die Kundschafter alle unterzeichneten. Darin sind Empfehlungen zusammen gefasst, die sich auf vier Schwerpunkte konzentrieren.

Vier Schwerpunkte im „Wegweiser-Papier“

Das Wegweiser-Papier beinhaltet vier Schwerpunkte:  Die Kirche lebt von Zusammengehörigkeit in Unterschieden. Das bedeutet, dass es eine Vielzahl von Kirchenformen geben kann, dass all diese Formen gleich wertvoll sind, und dass Kirche nicht nur territorial gedacht werden kann. Große Bedeutung kommt der Partizipation zu und der bischöflichen Beauftragung derjenigen, die Kirche gestalten möchten.

Das Hören auf Gott bestimmt das persönliche Handeln im Alltag. Dieser Grundsatz bedeutet auch, dass es ausdrücklich erlaubt ist, unterschiedliche Glaubensformen auszuprobieren und zu leben; dass das vielleicht auch neue Formen klösterlichen Lebens sein können, und vor allem: dass diese Formen anschlussfähig sein müssen für Menschen, die fern der Kirche stehen oder sich von ihr abgewandt haben. Angebote der Kirche an die Menschen müssen „unverzweckt“ sein, sie müssen den Menschen dienen, nicht die Zahl der Gottesdienstbesucher steigern.

Lebendige und wachsende Kirche muss konfessionsübergreifend, in ökumenischer Verbundenheit sein. Die Kundschafter empfehlen ein „bewusstes und aktives Zugehen“ auf andere Konfessionen. Die Kundschafter haben auf ihren Reisen gespürt, dass Gemeindewachstum immer „von unten“ geschieht und das Leben aus dem Evangelium heraus immer zentral ist – und dass dabei die Konfession keine Rolle spielt.

Und schließlich: Die Kirche ist gesandt – und die Kirche sendet. Die Kirche ist gesandt in den jeweiligen Sozialraum und zeigt sich auch in politischem Engagement. Die Kirche sendet aber auch Menschen, die Neuanfänge wagen. Diese Menschen dürfen Fehler machen, sie brauchen Mut, etwas auszuprobieren, sowie Begleitung und Ausbildung.

„Viel passiert in einem Jahr“

Domkapitular Franz Vogelgesang (links) und Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann.

„Im vergangenen Jahr, seit wir als Kundschafter zurück gekommen sind, ist schon viel passiert“, so Domkapitular Franz Vogelgesang, selbst ein ehemaliger Kundschafter. Er erinnerte dabei an die beiden Pastoraltage, an die Summer School, die 2017 erstmals angeboten wurde, und an den Entdecker-Stammtisch „schon jetzt“, den Felix Goldinger gemeinsam mit seiner evangelischen Kollegin ins Leben gerufen hat. Nicht zuletzt hat Bischof Wiesemann das Thema „Visionen“ ins Zentrum seines letzten Hirtenbriefes gestellt.

Für die Kundschafter ist auf jeden Fall klar, dass sie sich weiterhin treffen, austauschen und gegenseitig bestärken möchten. So soll es weiterhin Treffen innerhalb der „Ländergruppen“ geben, als auch übergreifend. Das Bistum werde das unterstützen, sagte Vogelgesang zu. Er selbst hofft, dass die Kundschafter auch weiterhin „sich einmischen, Neues ausprobieren, den Mut nicht verlieren und sich in den Visionsprozess einklinken.“

Brigitte Deiters

29.05.2018


Alle Plätze für die Feiern der Ehejubiläen sind vergeben

Veranstaltungen mit Weihbischof Georgens am 18. und 19. August 2018 im Dom zu Speyer ausgebucht

Speyer - Für die Feiern der Ehejubiläen des Bistums im Speyerer Dom am 18. und 19. August 2018 sind alle Plätze ausgebucht. Jeweils 390 Paare sind zu den Gottesdiensten (10 Uhr) und dem daran anschließenden Sektempfang und dem Hochzeitswalzer vor dem Dom unter dem Motto „Liebe miteinander leben“ angemeldet.

„Wir freuen uns sehr über die große Resonanz“, so Rita Höfer, die die Veranstaltung der Ehe- und Familienseelsorge in der Abteilung Seelsorge in Pfarrei und Lebenswelten im Bischöflichen Ordinariat Speyer mit organisiert. „Leider können wir nicht mehr als 780 Paaren die Teilnahme an den Feiern ermöglichen, weil der Platz im Dom begrenzt ist.“

Ab Ende Juni erhalten alle gemeldeten Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine Anmeldebestätigung und eine Einlasskarte für den Dom.

Weitere Informationen:
Bischöfliches Ordinariat Speyer
Hauptabteilung Seelsorge, Generationen und Lebenswelten,
Ehe- und Familienseelsorge,  
Telefon 0 62 32/102-314
E-Mail: ehe-familie@bistum-speyer.de

Bistum Speyer

29.05.2018


Viele Nationen in einem Geist vereint

Wallfahrt der muttersprachlichen Gemeinden im Speyerer Dom

Weihbischof Otto Georgens inmitten der Konzelebranten, den Seelsorgern der muttersprachlichen Gemeinden.

Speyer - Es ist gute Tradition, dass im Mai die muttersprachlichen Gemeinden im Speyerer Dom zusammenkommen. So feierten viele Nationen am Sonntag gemeinsam mit Weihbischof Otto Georgens einen mehrsprachigen, aber einstimmigen Gottesdienst.

Schon der Eröffnungsvers wurde in mehreren Sprachen vorgetragen, die Lesungen wurden auf Polnisch und Portugiesisch gehalten. Die nigerianische Gemeinde brachte wie gewohnt zu diesem besonderen Termin Gaben mit rhythmischen Klängen und Gesang und in bunten Gewändern zum Altar. Die polnische Gemeinde gestaltete das Pontifikalamt mit Musik und Gesang, unter anderem während der Kommunion mit dem mitreißenden „Abba Vater“. Georgens zelebrierte die Messe gemeinsam mit Domkapitular Franz Vogelgesang und den Priestern der muttersprachlichen Gemeinden. Auch die Fürbitten wurden natürlich in verschiedenen Landessprachen gesprochen.

Die Gabenprozession der nigerianischen Gemeinde.

Der Weihbischof stellte die Verknüpfung zwischen dem Dreifaltigkeitssonntag und der Wallfahrt der muttersprachlichen Gemeinden heraus. Die Wallfahrt sei ein eindrucksvolles Zeugnis für den dreifaltigen Gott, sagte er. Alle Nationen seien in einem Geist vereint. In seiner Predigt führte er diesen Gedanken weiter und zeigte die Facetten der Dreifaltigkeit auf. Er verglich die Dreifaltigkeit mit einem Theaterstück – dieses Theaterstück spiele die Kirche. „Das Stück ist großartig, unsere Aufführung lässt manchmal zu wünschen übrig“, räumte er ein. Georgens rief der Gemeinde zu, ihren Glauben zu leben und sich dazu zu bekennen: „Wir Christen müssen eine Rolle auf der Bühne der Welt spielen.“

Nach dem Pontifikalamt lud die polnische Gemeinde an einem üppigen Büffet zur Begegnung ein.

Nach dem Pontifikalamt lud dieses Jahr die polnische Gemeinde zur Begegnung im Domgarten ein. Nach dem Gottesdienst strömte Klein und Groß an das mit polnischen Leckereien überbordende Büffet. Verschiedene polnische Gemeinden, unter anderen aus Landau, Ludwigshafen und Kaiserslautern, hatten landestypische Gerichte zubereitet. Mit großer Herzlichkeit reichten sie unter anderem eine würzige Rote-Beete- und andere Suppen, Bigos, mit Teig ummanteltes Fleisch, verschiedene belegte Brote, Salate, allerlei Kuchen und Süßspeisen und luden zur Schnapsverkostung. Die Wallfahrt endete mit einem internationalen Rosenkranzgebet im Kloster St. Magdalena.

In der Diözese Speyer bestehen muttersprachliche Gemeinden für Kroaten, Polen sowie für Portugiesen. Darüber hinaus gibt es für weitere Sprachgruppen regelmäßige Gottesdienst- und Seelsorgeangebote.

Yvette Wagner

29.05.2018


„Der Beruf ist eine Berufung“

Gemeindereferenten im Bistum Speyer feiern im Priesterseminar 90. „Geburtstag“ ihres Berufes – Festgottesdienst mit Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann

Bischof Karl-Heinz Wiesemann feierte mit den Gemeindereferenten Gottesdienst. v.l.: Gemeindereferentin Heidi Schlink, Gemeindereferentin Silke Kessler, Domkapitular Josef Damian Szuba, Bischof Karl-Heinz Wiesemann, Martin Seither, Geistlichen Begleiter der Priester, Diakone, Gemeinde- und Pastoralreferent(inn)en im Bistum Speyer, Diözesanreferentin Marianne Steffen, Gemeindereferentin Bärbel Grimm.

Speyer - Seit 90 Jahren gibt es in der katholischen Kirche in Deutschland den Beruf der Gemeindereferentin oder des Gemeindereferenten. Dies nahm die Berufsgruppe zum Anlass, im Rahmen ihres jährlichen Gemeinschaftstages am 25. Mai ein „Geburtstagsfest“ im Priesterseminar St. German in Speyer zu feiern.

Im Bistum Speyer sind zurzeit 122 Gemeindereferenten/-assistenten tätig. Rund 100, die derzeit im Beruf sind, im Ruhestand und in Ausbildung, folgten der Einladung nach Speyer. Sie nutzen den Gemeinschaftstag, um sich besser kennenzulernen, auszutauschen, Gottesdienst zu feiern und einem Festvortrag zu lauschen. Unter den Teilnehmern war auch die frühere Diözesanreferentin Hildegunde Bickelmann, die von der Runde mit einem jubelnden Applaus begrüßt wurde. Vor 20 Jahren hat sie den Ruhestand angetreten, aber ihr Herz schlägt noch immer für den Beruf: „Ich würde ihn wieder wählen.“ Sie ist überzeugt, dass der Beruf den Wandel vollzieht und bestehen bleibt. „Ich glaube an die Kraft Gottes.“

Die 23 Jahre alte Lara Mayer studiert derzeit Praktische Theologie und freut sich auf die abwechslungsreiche, direkte Arbeit mit Menschen. Krankenhausseelsorgerin Beate Stiegler liebt diese vielfältige Arbeit, die immer wieder neue Herausforderung und Begegnungen vom Baby bis zum Hochbetagten bietet: „Jede Begegnung ist anders, jeder Tag ist anders.“

Artur Kessler ist Gemeindereferent in der Pfarrei Mariä Himmelfahrt in Landau und Gemeindeberater. Die größte Herausforderung für ihn besteht derzeit darin, „unseren Glauben in einer Welt zur Sprache zu bringen, in der Gott eine geringere Rolle spielt“. Für ihn zähle, als Gemeindereferent zu den Menschen zu gehen und nicht darauf zu warten, „dass sie zu uns kommen“.

Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann hielt den Festgottesdienst, den die Gemeindereferenten zum Großteil gestalteten. Ihren Tag hatten die sie unter das Motto „Mittendrin“ gestellt. Im Gottesdienst spürten sie nach, was es bedeutet, „mittendrin“ zu sein. Einige meldeten sich zu Wort und machten deutlich, dass „mittendrin“ sowohl den ganz gewöhnlichen Alltag, aber auch besonders herausfordernde und kräftezehrende Situationen betrifft. Sie zeigten auf, in wie vielen Bereichen sie mittendrin sind: als Seelsorger im Krankenhaus, bei der Polizei, in der Schule oder in den Pfarreien. Gemeindereferenten teilen Freude und Lachen, aber auch Sorgen, Ängste und Nöte. Sie geben den Menschen Halt, stehen ihnen bei und versichern ihnen Gottes Gegenwart. Eine Stimme bezeichnete die Gemeindereferenten als die Schmuckstücke der Kirche. Eine andere bedauerte, weniger Zeit für persönliche Kontakte zu haben.

Was steht für „mittendrin“? Die Gemeindereferenten legen ihre persönlichen Symbole vor den Altar.

In seiner Predigt bedankte sich Bischof Wiesemann mehrfach für das Engagement der Gemeindereferenten. Ihre Arbeit sei „etwas Großes, Wunderbares, Bereicherndes“, sagte er in der Kirche des Priesterseminars. Der Beruf der Gemeindereferenten sei mehr als ein Job: „Er ist eine Berufung.“ Diese sei nicht immer leicht zu erfüllen. Enttäuschungen müssten verkraftet, schwierige Situationen gemeistert, der Spagat zwischen Familie und Beruf bewältigt werden. Zudem begegneten Gemeindereferenten derzeit zahlreiche weitere Herausforderungen. Vieles verändere sich: die Rahmenbedingungen, die Menschen, die Welt. „Mancher fragt sich, ob die Aufgabe noch die ist, die er einst gewählt hat“, zeigte er sich verständnisvoll. Der Bischof machte Mut, mit Gottvertrauen, „gemeinsam Kirche zu sein“. Er dankte, dass sich die Gemeindereferenten den Veränderungen stellen und sie mittragen.

Die wechselvolle Geschichte des Berufs stellte Katharina Seifert in ihrem Festvortrag vor. Die Leiterin des Margarete-Ruckmich-Hauses in Freiburg blickte nicht nur auf die letzten 90 Jahre, sondern weiter zurück: Durch die industrielle Revolution vollzog sich im 19. Jahrhundert ein tiefgreifender gesellschaftlicher Wandel. Der pastorale Weg musste anders gestaltet werden. Statt Gemeinschaftsseelsorge mit Wallfahrten, Missionen oder Vereinswesen stand nun die individuelle Betreuung im Mittelpunkt. Deshalb suchten vor rund 100 Jahren überlastete Pfarrer nach Hilfskräften. Männer sollten als ehrenamtliche Pastoralhelfer mitarbeiten. Aber praktisch waren es alleinstehende, hochgebildete Frauen, die vor rund 100 Jahren die Seelsorge unterstützten. 1920 wurde die erste Caritasschule für Frauen gegründet mit den Ausbildungszielen Caritas und Seelsorge.

„Der Ruf nach einer umfassenden Ausbildung durch die die Frauen, die bereits in der Seelsorge wirken, wurde immer lauter“, schilderte Seifert. So wurde mit Zustimmung der deutschen Bischöfe am 17. April 1928 die „Katholische Gemeindehelferinnenschule“ in Freiburg gegründet. Dieses Datum feierten die Gemeindereferenten im Bistum Speyer jetzt.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden zahlreiche Seelsorger gesucht, weshalb zahlreiche neue Seminare geschaffen wurden, erläuterte Katharina Seifert. Seit den 1960er Jahren können auch Männer die Ausbildung zum Seelsorgehelfer beginnen. Anfang der 1970er Jahre legte die gemeinsame Synode der Bistümer in der Bundesrepublik die neue Berufsbezeichnung fest: Statt Seelsorgehelfer(in) heißt sie nun Gemeindereferent(in). Zudem änderten sich die Anforderungen und Aufgaben der Berufsgruppe, worauf auch die Ausbildung reagierte. „Es wird ein breiteres Spektrum an religionspädagogischer Bildung und theologischem Wissen notwendig.“

Katharina Seifert, Leiterin des Margarete-Ruckmich-Hauses in Freiburg, hielt den Festvortrag.

„Wie im 19. Jahrhundert stehen wir nun wieder vor umfassenden gesellschaftlichen Veränderungen:  Kirche und Glauben werden für zahlreiche Menschen unbedeutender, Vereinzelung statt Gemeinschaft, Event- und Erlebniskultur statt innere Einkehr, weniger Finanzmittel für die Kirchen. Die Entscheidung einiger Diözesen, die Ausbildung vorerst auszusetzen oder Anstellungszahlen zu begrenzen, sind weitreichende und schmerzhafte Einschnitte in der Berufsgeschichte“, mahnte Seifert. Zudem sieht sie die pastoralen Laienberufe immer im Wettbewerb zu anderen religiösen oder semi-religiösen Dienstleistern.

Die Fachakademie in Freiburg habe in den letzten zehn Jahren deutlich gespürt, dass sich weniger Menschen für die Ausbildung interessieren, sagte sie. Neuen Aufschwung brachte eine Neuprofilierung des Studiengangs.

Gemeindeassistenten studieren drei Jahre Praktische Theologie an einer Katholischen Hochschule oder an einer Fachakademie und absolvieren anschließend ein Praxisjahr in einer Gemeinde. Nach weiteren zwei Jahren Berufseinführung werden sie zur Gemeindereferentin oder Gemeindereferenten ernannt. Sie arbeiten als Seelsorgerinnen und Seelsorger in Pfarrgemeinden, Krankenhäusern, Seniorenheimen, Gefängnissen. Sie sind tätig in der Notfallseelsorge, in Schulen oder als Referenten für verschiedene Aufgabengebiete im Bischöflichen Ordinariat.

Yvette Wagner

29.05.2018


Terminkalender des Bistum Speyer im Juni 2018

8.6.     80. Geburtstag von DK i.R. Prälat Gerhard Fischer

8.–10.6.Diözesanversammlung des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) mit Wahlen der Diözesanvorsitzenden (3 Stellen) im Kardinal-Wendel-Haus in Homburg.

9.6.    10 Uhr Firmung durch Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann in Ludwigshafen.
          16 Uhr Firmung durch Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann in der Kirche St. Hedwig in Ludwigshafen.
          14.30 Uhr Kaffeeklatsch mit den Fresh-X-Pionieren Kath und Pete Atkins aus England für Kirchen-Entdecker*innen in Speyer (Domplatz 3).

10.6.   14 Uhr Bischofsweihe von Dr. Franz Jung zum 98. Bischof von Würzburg im Kiliansdom Würzburg.

          14 Uhr bis 16 Uhr Live-Übertragung im Fernsehen (Bayerischer Rundfunk).
    Teilnahme von Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann und Weihbischof Otto Georgens.

13.6.   18 Uhr Parlamentarischer Abend des Landesjugendringes Rheinland-Pfalz im Jugendhaus Don Bosco in Mainz mit dem BDJK Speyer.
           18 Uhr Veranstaltung mit dem Titel „Geschieden und wiederverheiratet?“ im Edtih-Stein-Haus in Kaiserslautern. Im Gespräch mit Betroffenen und Interessierten werden Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann, Domkapitular Franz Vogelgesang, Leiter der Hauptabteilung Seelsorge sowie die Verantwortlichen für die Ehe- und Familienseelsorge im Bistum persönliche Sichtweisen und Erfahrungen austauschen.
           1843 Beschluss Ludwigs I. zur Ausmalung des Doms (vor 175 Jahren).

15.6.    18 Uhr Firmung durch Weihbischof Otto Georgens in Waldfischbach.

16.6.    9 Uhr Priesterweihe mit Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann im Speyerer Dom.
          17 Uhr Firmung durch Weihbischof Otto Georgens in der Kirche Maria Schutz in Kaiserslautern.
          18 Uhr Firmung durch Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann in Petersberg.
          18 Uhr Konzert der Reihe Cantate Domino im Speyerer Dom.
    Cantate – Jubilate – Exultate; Geistliche Chormusik aus fünf Jahrhunderten von Giovanni P. da Palestrina, Felix Mendelssohn Bartholdy, Otto Olsson, John Rutter u. a. Mit den Regensburger Domspatzen unter Leitung von Karl-Heinz Liebl
         Todestag von Altkanzler Dr. Helmut Kohl (gest. 2017):
         Jahresgedächtnis im Kapitelsamt am 17.6. (10 Uhr)

17.6.  10 Uhr Firmung durch Weihbischof Otto Georgens in Blieskastel.
          Goldenes Weihejubiläum des Schönstattzentrums Marienpfalz in Herxheim mit dem Heiligtum der Freude.
          10.30 Uhr Festgottesdienst mit Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann.
          16 Uhr Firmung durch Weihbischof Otto Georgens in Ommersheim.

19.6.   ab 13 Uhr Dies Pastoralis im Bischöflichen Priesterseminar St. German in Speyer.
    Vorstellung missionarischer Projekte und Zeugnisübergabe an Absolventen nach erfolgreichem Abschluss der Zweiten Dienstprüfung.
          19.30 Uhr „Stammtisch für Entdecker*innen“ in Neustadt (Biolandhaus Konfetti). Ökumenische Austauschplattform für Haupt- und Ehrenamtliche aus den verschiedenen Regionen im Gebiet der beiden Großkirchen. Veranstalter: „Schon jetzt“ – eine ökumenische Initiative der Evangelischen Kirche der Pfalz (Prot. Landeskirche) und des Bistums Speyer.

22.6.  15 Uhr Übergabe des „Weinzehnten“ an Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann und das Domkapitel durch Kirrweilerer Winzer in Speyer.
          18 Uhr Firmung durch Weihbischof Otto Georgens in der Kirche Heilig Kreuz in Landau.

22. – 24.6.    BDKJ-Tourbus Polli auf dem Stadtfest in Ludwigshafen (Standort: Bismarckstr. 39, Platznummer 60)

23.6.  16 Uhr Firmung durch Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann in der Kirche St. Josef in Rodalben.
          18 Uhr Firmung durch Weihbischof Otto Georgens in der Kirche Heilig Kreuz in Zweibrücken.
          19.30 Uhr Orgelkonzert im Rahmen des Orgelzyklus 2018 im Speyerer Dom mit Organist Heribert Metzger, Salzburg, Österreich.

23. - 24.6.    „Architektouren 2018“ -Tag der Architektur unter dem bundesweiten Motto „Architektur bleibt!“

24.6.   12 Uhr bis 16 Uhr Teilnahme des Bischöflichen Priesterseminars St. German in Speyer. Veranstalter: Architektenkammer Rheinland-Pfalz
           10 Uhr Firmung durch Weihbischof Otto Georgens in der Kirche St. Anton in Pirmasens.
           10.30 Uhr Firmung durch Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann in Hallgarten.

25.6.    Entsendetag von vier Freiwilligen ins Ausland, die dort für ein Jahr einen weltwärts-Freiwilligendienst in sozialen Projekten absolvieren (FSD).
           18 Uhr Gottesdienst im Garten des Bischöflichen Ordinariates, Haus Webergasse 11, in Speyer.

26.6.    Eröffnung der Wallfahrten zum Annaberg bei Burrweiler. 10 Uhr Gottesdienst mit Weihbischof Otto Georgens.

27.6.    Statio des Reliquienschreins von Zélie und Louis Martin (Eltern von Theresia von Lisieux) im Karmelkloster in Hauenstein.
            7.30 Uhr Pontifikalamt mit Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann.

30.6.    Todestag und Gedenktag des Hl. Otto von Bamberg (Otto-Portal und Darstellung auf dem Hauptportal innen).

Bistum Speyer

29.05.2018

Orientieren an den Früchten des Heiligen Geistes

Festliches Pontifikalamt zu Pfingsten: Predigt von Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann / Erinnerung an Abbé Franz Stock

Speyer - „Der Geist Jesu Christi ist der Atem dieser Welt“: Mit dieser Aussage verband Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann beim Pontifikalamt am Pfingstsonntag im Speyerer Dom den Appell an die Gläubigen, sich an den Früchten des Heiligen Geistes zu orientieren, wie es beim Apostel Paulus heißt. Er ging mit Paulus auf Spurensuche nach dem Heiligen Geist: „Ihm kommt es auf den Grundton an“, sagte Wiesemann und sprach vom Geist Gottes, der nicht bei Eigennutz, Missgunst, Neid und ausschweifendem Leben, sondern in Güte, Treue, Sanftmut und Selbstbeherrschung zu finden sei.

Im Blick auf den politischen und gesellschaftlichen Umgang miteinander in der Welt beschrieb Wiesemann den Geist Gottes eine verbindende und ausgleichende Hilfe. Er rief auf zu einem klaren Kopf, zu Vernunft und Verstand, geschöpft aus dem Geist Gottes. „Er kann ein kaltes, hartes Herz wärmen, kann Werte, Visionen und Hoffnung erzeugende Ziele geben“, stellte Wiesemann heraus. Nur der Geist Gottes in der Welt und die Orientierung an seinen Früchten habe die Nachhaltigkeit, die die Erde brauche.

Was es bedeutet, aus dem Geist zu leben, machte Wiesemann am Beispiel des vor 70 Jahren im Alter von nur 44 Jahren verstorbenen Abbé Franz Stock aus Paderborn deutlich. Er hatte die geistliche Begleitung der zum Tod verurteilten französischen Soldaten in Paris übernommen. Fast 2000 Hinrichtungen habe er miterlebt. Die Seligsprechung Stocks stehe kurz vor dem Abschluss, so Wiesemann, der den Pfarrer als „Mensch der Versöhnung“ bezeichnete. Das Grab des Seelsorgers liege in der Speyerer Partnerstadt Chartres.

Voll besetzt war die Kathedrale an diesem Morgen bei dem Gottesdienst, der musikalisch vom Domchor- und Domorchester gestaltet war. Domkapellmeister Markus Melchiori hatte Mozarts „Krönungsmesse“ ausgewählt. Das Domorchester ergänzte in beachtenswerter Harmonie, so dass die Messe ihre Wirkung in voller Pracht erzielte. Domorganist Markus Eichenlaub begleitete das Pontifikalamt auf der Orgel. Zu Beginn des Pontifikalamtes wurden zwölf Sängerinnen des Mädchenchors nach drei Jahren im B-Chor in den A-Chor aufgenommen. Am Nachmittag lud Bischof Wiesemann zur Pontifikalvesper ein, die von der Schola Cantorum Saliensis gestaltet wurde.

Susanne Kühner

23.05.2018


Gesprächsforum „Geschieden und wiederverheiratet?“

Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann bei Veranstaltung am 13. Juni in Kaiserslautern - „Wir wollen offen, herzlich und einladend auf Wiederverheiratete zugehen“

Speyer - Das päpstliche Schreiben „Amoris laetitia“ hat den Weg zu einer neuen Form der Seelsorge für Wiederverheiratete geöffnet. Das Bistum Speyer lädt Menschen, deren erste Ehe zerbrochen ist und die in einer neuen Verbindung leben, seit kurzem zu Gesprächen mit einer Seelsorgerin oder einem Seelsorger ein. „Diese Gespräche bieten einen Rahmen, die eigene Lebensgeschichte mit ihren Fragen, Leiden und Hoffnungen vertraulich zu besprechen. Darin kann es zum Beispiel um Bedrückendes gehen, das ausgesprochen werden muss, oder Unversöhntes, das Heilung finden will“, erläutert der Speyerer Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann. Bei einem Gesprächsforum am Mittwoch, den 13. Juni, im Edith-Stein-Haus (Engelsgasse 1) in Kaiserslautern wird er mit betroffenen Personen und Paaren, aber auch mit Seelsorgerinnen und Seelsorgern, Mitarbeitern, Vertretern von Räten und Verbänden sowie allen Interessierten in einen Austausch zu dieser neuen Form der Seelsorge treten. Die Veranstaltung beginnt um 18 Uhr. Geplant sind unter anderem Einblicke in die Lebenserfahrungen von Betroffenen, Praxisberichte aus Beratung und Seelsorge sowie Gelegenheit zu Austausch und Gespräch. Als weitere Gesprächspartner von Seiten des Bischöflichen Ordinariats nehmen der Leiter der Hauptabteilung Seelsorge Domkapitular Franz Vogelgesang sowie die Verantwortlichen für die Ehe- und Familienpastoral an der Abendveranstaltung teil.

Bistum Speyer lädt Wiederverheiratete zu Gesprächen mit Seelsorgern ein

Bischof Wiesemann hat für das Bistum Speyer im April eine Handreichung mit dem Titel „Geschieden und Wiederverheiratet? Damit Sie sich in Ihrer Kirche ganz zuhause fühlen können“ veröffentlicht, in der das Gesprächsangebot an Wiederverheiratete genauer dargelegt wird. „Es richtet sich vor allem an jene, für die der Glaube und die lebendige Beziehung zur Kirche von großer Bedeutung sind“, erklärt Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann. „Wir wollen für diese Menschen da sein, auch und gerade wenn ihre erste Ehe gescheitert ist, aus welchen Gründen auch immer.“ Das neue Angebot versteht er als Ausdruck einer Kirche, „die nicht zuerst urteilt, sondern zuhört und den Menschen in ihren konkreten Lebenssituationen aus der Kraft der frohen Botschaft weiterhilft.“ Das Bistum wolle „offen, herzlich und einladend“ auf alle Wiederverheirateten zugehen.

Im Blick auf die Frage nach dem Empfang der Sakramente diene das Gespräch zugleich als ein persönlicher Entscheidungsprozess. Dazu hatte Papst Franziskus deutlich gemacht: „Am Ende eines solchen geistlichen Prozesses, dem es immer um das Eingliedern geht, steht nicht in jedem Fall der Empfang der Sakramente von Buße und Eucharistie.“ Die individuelle Entscheidung, unter den jeweiligen Gegebenheiten nicht oder noch nicht in der Lage zu sein, die Sakramente zu empfangen, verdiene Respekt und Achtung. „Aber auch eine Entscheidung für den Sakramentenempfang gilt es zu respektieren“, so der Papst. Durch seine Handreichung zur Seelsorge will Bischof Wiesemann erreichen, „dass eine Einheitlichkeit in der pastoralen Sorge um wiederverheiratete Geschiedene gesichert und eine Verunsicherung der Gläubigen vermieden wird.“ In Lebenssituationen, die oft genug als aufreibend und belastend erlebt werden, „sollen die Betroffenen erfahren, dass ihre Kirche sie nicht fallen lässt.“

Zu dem Gesprächsforum „Geschieden und wiederverheiratet?“ am 13. Juni wird eine Anmeldung bis zum 1. Juni an die E-Mail-Adresse pfarrei-lebensraeume@bistum-speyer.de erbeten. Die Teilnahme ist kostenlos. Es ist ein Imbiss vorgesehen.

Kontakt:

Bischöfliches Ordinariat
Hauptabteilung Seelsorge
Seelsorge in Pfarrei und Lebensräumen
Webergasse 11, 67346 Speyer
E-Mail: pfarrei-lebensraeume@bistum-speyer.de
Telefon: 06232 / 102-314

Weitere Informationen: https://www.bistum-speyer.de/seelsorge-und-spiritualitaet/beziehung-leben/geschieden-wiederverheiratet/

Auf dieser Internetseite können Sie auch das Faltblatt und die Handreichung des Bistums Speyer zur Seelsorge für Wiederverheiratete herunterladen, ebenso eine Einladungskarte für das Gesprächsforum am 13. Juni in Kaiserslautern.

Bistum Speyer

23.05.2018


Standing Ovation zum Schluss

Pontifikalvesper im Dom zu Speyer: Viele Weggefährten und Gläubige bereiteten Dr. Franz Jung einen herzlichen Abschied aus dem Bistum Speyer – Ernennung zum Ehrendomherr der Speyerer Kathedrale – Reliquie des Seligen Paul Josef Nardini und Bischofsstab von Weihbischof Ernst Gutting bringen dauerhafte Verbundenheit mit dem Bistum Speyer zum Ausdruck

Speyer - Mit einer feierlichen Pontifikalvesper im Speyerer Dom nahm das Bistum Speyer heute Abschied von seinem Generalvikar Dr. Franz Jung. Er wurde von Papst Franziskus zum neuen Bischof von Würzburg ernannt und empfängt am 10. Juni im Würzburger Kiliansdom die Bischofsweihe.

„Viele Priester, Seelsorger, Mitarbeiter und Gläubige aus dem gesamten Bistum sind heute nach Speyer gekommen, weil der Abschied sie berührt und sie Dank sagen möchten für den kraftvollen Einsatz, den Sie zum Aufbau der Kirche im Bistum Speyer geleistet haben“, würdigte Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann das Wirken Jungs, der nahezu zehn Jahre die Verwaltung des Bistum Speyer geleitet und mit dem Prozess „Gemeindepastoral 2015“ ein neues Seelsorgekonzept und eine neue Pfarreistruktur auf den Weg gebracht hat. Als besonderes Kennzeichen hob er Jungs außerordentlichen Realitätssinn hervor. Diese Fähigkeit, „die Wirklichkeit so anzuschauen, wie sie ist“, werde auch der Deutschen und der Freisinger Bischofskonferenz gut tun. Wo andere in einen Kulturpessimismus verfallen, habe Jung mit großer Neugier und Offenheit Chancen für positive Veränderung aufgespürt. „Sie bringen damit Gott ins Spiel, der unerwartet Neues schafft.“ Jungs Begeisterungsfähigkeit sei Ausdruck einer tiefen Freude am Glauben, wie sie auch das Pontifikat von Papst Franziskus durchziehe. Als Geschenk des Bistums Speyer für seinen Dienst in Würzburg erhält Jung eine Reliquie des Seligen Paul Josef Nardini sowie den Bischofsstab des verstorbenen Weihbischofs Ernst Gutting, kündigte Wiesemann an.

Franz Jung: „Durfte immer wieder das Wirken des Heiligen Geistes erfahren“

In einer Predigt hielt Jung Rückschau auf wichtige Ereignisse in der Zeit als Generalvikar. Darin habe er das Wirken des Heiligen Geistes immer wieder neu erfahren dürfen. Er erinnerte an den Beginn des Prozesses „Gemeindepastoral 2015“ und hob die „Atmosphäre des vertrauensvollen Miteinanders“ hervor, die sich bereits beim ersten Diözesanen Forum im Jahr 2010 herausgebildet hatte. Auch das Domweihfest 2011 rief er in Erinnerung: „Eine ganze Woche lang pilgerten viele Gruppierungen und Pfarreien zum Dom und setzten damit ein Zeichen ihrer Verbundenheit.“ In der Rückschau auf die Themen Missbrauch und Limburg würdigte er das große Engagement, das im Bistum Speyer „ohne Wenn und Aber“ für die Aufarbeitung der Missbrauchsfälle und die Herstellung finanzieller Transparenz geleistet wurde. Dass das neue Seelsorgekonzept des Bistums am Ende des Prozesses „Gemeindepastoral 2015“ nahezu einstimmig angenommen wurde, habe ihn überrascht, aber zugleich „sehr demütig und dankbar“ gemacht: „Ich habe dieses Ergebnis nicht nur als Zustimmung der Sache nach interpretiert, sondern auch als Dankeschön für den Weg, den wir gemeinsam gegangen sind und wie wir ihn gegangen sind.“

Er richtete seinen Dank an Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann, „dessen Vertrauen ich mir in den vergangenen Jahren immer sicher sein durfte“, sowie an die Mitglieder des Domkapitels und die gesamte Mitarbeiterschaft. „Ein Generalvikar ist immer nur so gut wie seine Mitarbeiter – ich konnte mich immer auf sie verlassen“, brachte er seine Wertschätzung zum Ausdruck. Besonders hob er Kanzleidirektor Wolfgang Jochim und seine Sekretärin Alexandra Hoffmann hervor, „die immer zur Stelle waren, wenn es galt, mitzuplanen, mitzudenken und vor allem mitanzupacken.“ Dank sagte er auch für die gute Zusammenarbeit mit der Mitarbeitervertretung: „Es war möglich, auch schwierige Fragen gemeinsam anzugehen und Lösungen zu finden, die allen Seiten Rechnung tragen.“ Ein Schmunzeln ging durch die Bankreihen, als er den neuen Generalvikar mit den Worten ankündigte: „Nach mir kommt einer, der größer ist als ich.“ Gemeint ist der Dekan des Dekanats Saarpfalz und Pfarrer von St. Ingbert Andreas Sturm, der am 10. Juni Jungs Nachfolge antreten wird.

Domkapitel ernennt Franz Jung zum Ehrendomherr der Speyerer Kathedrale

Weihbischof und Dompropst Otto Georgens

Im Anschluss an die von der Dommusik festlich gestaltete Pontifikalvesper gab Weihbischof und Dompropst Otto Georgens bekannt, dass das Speyerer Domkapitel Dr. Franz Jung zum Ehrendomherr der Speyerer Kathedrale ernannt hat. „Durch dieses Zeichen bringen wir unseren Dank für die Mitarbeit im Domkapitel und unsere dauerhafte Verbundenheit zum Ausdruck“, sagte Georgens bei der Überreichung der Ernennungsurkunde.

Dr. Franz Jung (links) und Weihbischof Otto Georgens (rechts)

Für die rund 16.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der sozial-caritativen Einrichtungen des Bistums Speyer dankte der Vorsitzende des Caritasverbandes, Domkapitular Karl-Ludwig Hundemer, dem scheidenden Generalvikar. „Wir durften in den zurückliegenden Jahren einen unbedingten Rückhalt für die Caritas der Kirche von Speyer erfahren“, würdigte er das positive „Miteinander von kirchlicher Caritas und caritativer Kirche“. Für Franz Jung sei es ein Herzensanliegen gewesen, Caritas nicht losgelöst als professionelle Hilfsorganisation, sondern stets als unverzichtbaren Teil der Seelsorge weiterzuentwickeln. Durch die Prinzipien der Sozialraumorientierung sei eine wichtige Verbindung zwischen Caritas und Seelsorge geschaffen worden. Auch seien die Kindertagesstätten der Pfarreien, angestoßen durch den Qualitätsentwicklungsprozess des Bistums und der Caritas, auf einem guten Weg, zu tragenden Familien-Zentren in ihrem Sozialraum zu werden.

Mitarbeitervertreter: Dank für „Begegnung auf Augenhöhe“

Dr. Franz Jung (links) und Domkapitular Karl-Ludwig Hundemer (rechts)

Mit einem Rosenkranz, einer Schnapsflasche „Speyerer Geist“ und einem Paar warme Socken statteten Thomas Ochsenreither und Thomas Eschbach von der Mitarbeitervertretung des Bischöflichen Ordinariats den künftigen Bischof von Würzburg aus. „Wir haben als Mitarbeitervertreter bei Ihnen stets ein offenes Ohr gefunden. Sie waren immer bereit zum Dialog und haben eine Begegnung auf Augenhöhe ermöglicht“, dankten sie für das konstruktive Miteinander in der Dienstgemeinschaft. Eine Dankeskarte aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bischöflichen Ordinariats, übergeben vom stellvertretenden Generalvikar Josef Damian Szuba, brachte den Wunsch zum Ausdruck, dass Jungs Dienst als Bischof von Würzburg – mit einem Wort des Heiligen Bernhard von Clairvaux – für die Gläubigen „angenehm und fruchtbar“ werden möge. Mit dem „Frankenlied“ in einer auf Franz Jung zugeschnittenen Textfassung endete die Feier im Dom, an die sich viele Gratulationen, Dankesworte und Segenswünsche in der Vorhalle des Speyerer Doms anschlossen.

„Pilgerstab“ für den neuen Würzburger Bischof

Dr. Franz Jung (links) und Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann (rechts)

Das Team der Speyerer Bistumszeitung schenkte dem scheidenden Generalvikar Franz Jung, der auch Herausgeber des "pilger" ist, zum Abschied von Speyer einen Pilgerstab. Geschäftsführer Marco Fraleoni und Chefredakteur Norbert Rönn dankten damit symbolisch für die langjährige gute Zusammenarbeit und Unterstützung der Arbeit der Peregrinus GmbH. Bei der Übergabe sagte Rönn, ein Pilgerstab gebe Standfestigkeit in unsicherem Gelände und sorge für zügiges Vorankommen auf dem Weg – und eigne sich auch als Hirtenstab, um die Schäfchen zusammenzuhalten, so der Chefredakteur augenzwinkernd.

Weitere Informationen zur Verabschiedung von Dr. Franz Jung: https://www.bistum-speyer.de/news/nachrichten/?no_cache=1&tx_ttnews%5Btt_news%5D=6971&cHash=b6c6d72a16f2f765588505312f08492f

Weitere Informationen zur Ernennung von Dr. Franz Jung zum Bischof von Würzburg: https://www.bistum-speyer.de/bistum-speyer/leitung/generalvikar/ernennung-zum-bischof-von-wuerzburg/

Text: Bistum Speyer Foto: Klaus Landry

23.05.2018


„Speyerer“ Bistumsstand beim Deutschen Katholikentag in Münster gut besucht

Münster - Pfälzer Riesling schmeckt auch bei Regenwetter: Schon am ersten Tag nutzten viele Besucherinnen und Besucher die Gelegenheit am „Speyerer“ Stand auf dem Deutschen Katholikentag in Münster bei einem Gläschen Wein mit Vertreterinnen und Vertretern des Bistums ins Gespräch zu kommen, über Gott und die Welt zu plaudern und ein paar Informationen über die Neugründung des Bistums vor 200 Jahren zu sammeln. Die Präsentation zum Jubiläum am Stand steht unter dem Titel „Seht ich mache alles neu“, bietet einen Streifzug durch die Geschichte des Bistums ab 1817 bis heute und informiert über zeitgeschichtliche Hintergründe, zentrale Ereignisse und Schwerpunkte im kirchlichen Leben sowie über den Dom als „Mutterkirche“ des Bistums.

Auch für viele Pfälzer und Saarpfälzer Teilnehmer am Katholikentag war es selbstverständlich, „ihren“ Stand auf der Kirchenmeile zu besuchen. Zu den prominentesten Besucherinnen und Besuchern gehörten Julia Klöckner, Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Erzbischof Ludwig Schick aus Bamberg, Misereor-Chef Pirmin Spiegel und der Präsident von missio München Msgr. Wolfgang Huber. Auch Weihbischof Otto Georgens und Domdekan Dr. Christoph Kohl waren zeitweise am Stand anzutreffen, Domkapitular Franz Vogelgesang gehört mit zum Betreuungsteam. Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann hat seinen Besuch für Samstagnachmittag (ab ca. 13.30 Uhr) angekündigt.

Begehrt – nicht nur bei den kleinen Katholikentagsbesuchern – sind die blauen, mit Helium gefüllten Luftballons im Bistumsblau mit Bistumslogo. Anklang findet auch das kleine Postkarten-Gewinnspiel der Bistumszeitung „der Pilger“, mit Fragen zur Pfalz. Die Gewinnerinnen und Gewinner können sich über ein Buchgeschenk freuen. Gelegenheit zu einem Besuch am Speyerer Stand in Münster besteht noch bis Samstagabend (18 Uhr).

Weitere Informationen:

Bistum Speyer

23.05.2018

Zwischenstopp auf dem Weg nach Münster

Das Erzbistum Freiburg reist mit zwei Elektro-Autos zum Deutschen Katholikentag – Empfang und Austausch in Speyer

Freiburger Delegation beim Eintreffen vor dem Speyerer Dom, v.l.: Im Auto sitzend der Freiburger Pressesprecher Dr. Michael Hertl, dahinter stehend Domkapitular Franz Vogelgesang, Diana Weber und Michael Himmelsbach vom Erzbistum Freiburg und der Speyerer Umweltbeauftragte Steffen Glombitza.

Speyer - Mit zwei Elektro-Autos machte das Erzbistum Freiburg auf dem Weg zum Deutschen Katholikentag einen Zwischenstopp in Speyer. Am Speyerer Dom wurden die Vertreter des Nachbarbistums von Domkapitular Franz Vogelgesang und dem Umweltbeauftragten des Bistums Speyer Steffen Glombitza empfangen. Während die Autos an der Elektro-Ladestation für die Weiterfahrt nachgeladen wurden, schöpften die Freiburger Gäste spirituelle Energie bei einer Führung durch den Speyerer Dom. Michael Himmelsbach, Leiter der Freiburger Diözesanstelle für Umwelt, Energie und Arbeitsschutz berichtete über das Umweltengagement der Nachbardiözese. Auch der Speyerer Umweltbeauftragte Steffen Glombitza gab einen Einblick in aktuelle Umweltprojekte.

„Wir möchten mit der Fahrt zeigen, dass uns als Kirche die Umwelt und die Elektro-Mobilität wichtig sind, und möchten den Menschen zugleich die Angst nehmen, dass man mit einem Elektro-Auto keine weiten Reisen unternehmen kann. Es bedarf dazu etwas Vorbereitung, aber dann sind auch weitere Distanzen kein Problem“, erklärte der Freiburger Pressesprecher Dr. Michael Hertl. Seit zehn Jahren verfolge die Erzdiözese Freiburg bei der Reduktion der CO2-Emissionen ambitionierte Ziele. So wurde die Nutzung von Elektrofahrzeugen als Dienstwagen beharrlich vorangetrieben. „Nach einer wissenschaftlich begleiteten Testphase sind wir mittlerweile soweit, dass wir ein Drittel der Dienstfahrzeuge elektrisch angeschafft haben“, berichtet Michael Himmelsbach. Die Erfahrung im Erzbistum habe gezeigt, dass die Mitarbeitenden gerne mit den Fahrzeugen unterwegs sind. Vor allem wenn die Elektrofahrzeuge regional und täglich genutzt werden, seien sie sehr gut einsetzbar. „Wir wollen gemeinsam das Thema E-Mobilität voranbringen und über das, was wir für die Schöpfung tun, in Austausch kommen“, erläuterte Michael Himmelsbach das Ziel, das sich mit der Fahrt mit den Elektro-Autos zum Deutschen Katholikentag verbindet.

Weitere Informationen aus dem Erzbistum Freiburg: https://e-mobil-zum-kt.tumblr.com/

https://ebfr.de/html/aktuell/aktuell_aktuell_u.html?&&&m=19781&cataktuell=&artikel=95185&stichwort_aktuell=&default=true

Weitere Informationen zum Umweltengagement des Bistums Speyer: https://www.bistum-speyer.de/rat-und-hilfe/informationen-zu-umweltfragen/

Weitere Informationen zur Beteiligung des Bistums Speyer am Deutschen Katholikentag in Münster: https://www.bistum-speyer.de/news/nachrichten/?no_cache=1&tx_ttnews%5Btt_news%5D=6835&cHash=fd308fc2047fb0be6d198d5691396e74

Bistum Speyer

07.05.2018


Neue Vertreterin der rheinland-pfälzischen Bistümer im SWR-Rundfunkrat

Dr. Irina Kreusch (Bistum Speyer) folgt auf Monsignore Stephan Wahl (Bistum Trier)

Speyer - Oberschulrätin Dr. Irina Kreusch, Abteilungsleiterin des Bischöflichen Ordinariats Speyer,  wurde zur neuen Vertreterin der rheinland-pfälzischen Bistümer im Rundfunkrat des Südwestrundfunks (SWR) ernannt. Sie folgt auf Monsignore Stephan Wahl aus Trier, der eine neue Aufgabe in Jerusalem übernommen hat. Die Entsendung erfolgt durch die Bistümer Trier, Mainz, Speyer, Limburg und Köln, die mit Teilen ihres Bistumsgebiets in Rheinland-Pfalz vertreten sind.

Der Rundfunkrat vertritt innerhalb des SWR die Interessen der Allgemeinheit. Er überwacht die Einhaltung der Programmgrundsätze und berät den Intendanten in allgemeinen Programmangelegenheiten. Der Rundfunkrat setzt sich aus 74 Mitgliedern zusammen. 51 Mitglieder sind aus dem Land Baden-Württemberg und 23 Mitglieder aus dem Land Rheinland-Pfalz entsandt. Die Amtszeit des Rundfunkrats beträgt fünf Jahre, die aktuelle Amtsperiode geht noch bis 2020. Zu den Aufgaben des Rundfunkrats zählen unter anderem die Beschlussfassung über Richtlinien der Programmgestaltung sowie die Genehmigung der Haushaltspläne und der Jahresabschlüsse.

„Die Mitwirkung von Dr. Irina Kreusch im SWR-Rundfunkrat bedeutet aus kirchlicher Sicht eine wertvolle Bereicherung. Sie knüpft damit nahtlos an die kompetente Mitwirkung von Monsignore Stephan Wahl in diesem Gremium an. Dr. Irina Kreusch bringt vielfältige Kompetenzen und Erfahrungen für diese Aufgabe mit und hat einen guten Blick für Themen, die im Schnittfeld von Gesellschaft, Kirche und Medien liegen“, freuen sich der Speyerer Generalvikar Dr. Franz Jung und Ordinariatsdirektor Dieter Skala, der Leiter des Katholischen Büros in Mainz, über ihre Ernennung.

Irina Kreusch (Jahrgang 1972) stammt aus Bernkastel-Kues an der Mosel und hat in Trier katholische Theologie, Germanistik, Deutsch als Fremdsprache und Politikwissenschaften studiert. Die Promotion hat sie an der Universität Regensburg abgelegt, wo sie zugleich als wissenschaftliche Mitarbeiterin und Assistentin am Lehrstuhl für Kirchenrecht tätig war. 2005 wechselte sie nach Speyer und wurde Grundsatzreferentin für Bildung im Bischöflichen Ordinariat Speyer. Als Abteilungsleiterin in der Hauptabteilung Schulen, Hochschulen und Bildung ist sie seit 2008 für den Religionsunterricht an Gymnasien, die religionspädagogische Fortbildungen und die Medienstellen im Bistum Speyer verantwortlich. 2013 hat sie die „Schülertage“ des Bistums Speyer initiiert. Seitdem haben rund 2.800 Schülerinnen und Schüler aus der gesamten Pfalz und dem Saarpfalzkreis ihr Heimatbistum näher kennengelernt, zum Beispiel durch Gespräche und persönliche Begegnungen mit dem Bischof und Mitarbeitern aus verschiedenen kirchlichen Arbeitsfeldern. Irina Kreusch ist Altstipendiatin der Konrad-Adenauer-Stiftung und Mitglied der Gesellschaft Katholischer Publizisten. Sie ist verheiratet, Mutter von drei Kindern und lebt mit ihrer Familie in Speyer.

Bistum Speyer

07.05.2018


Renovabis-Pfingstaktion wirbt für solidarisches Europa

Leitwort „miteinander. versöhnt. leben“ richtet sich nach Osten und Westen – Rund 330.000 Euro Spenden für Projekte in Osteuropa kamen 2017 aus dem Bistum Speyer

Speyer - Unter dem Leitwort „miteinander. versöhnt. leben. – Gemeinsam für ein solidarisches Europa!“ richtet die aktuelle Renovabis-Pfingstaktion den Blick gleichermaßen nach Osten wie nach Westen. „Wir wollen dazu beitragen, dass die Menschen in Europa miteinander im Gespräch bleiben“, betont Renovabis-Hauptgeschäftsführer Pfarrer Christian Hartl. „Häufig fehlt bei Konflikten auf beiden Seiten die Bereitschaft, den anderen überhaupt verstehen zu wollen.“ Gerade im Hinblick auf drängende Fragen in Europa etwa zu Migration und Integration, zur Rolle der Nationalstaaten, aber auch zu Fragen nach einem gemeinsamen Werte-Fundament, sei die Bereitschaft zum gegenseitigen Verständnis allerdings unverzichtbar.

Verständigung in Europa, Versöhnung und Brückenbau: Das sind die Kernthemen des katholischen Osteuropa-Hilfswerks Renovabis im Jahr 2018. Zum 25-jährigen Bestehen greift die Solidaritätsaktion damit ein seit ihrer Gründung zentrales Anliegen auf. Dabei sollen im Jubiläumsjahr nicht nur Fragen der Aufarbeitung der oft gewaltbelasteten Vergangenheit in Mittel-, Ost- und Südosteuropa angesprochen werden. Thema sollen auch aktuelle Konflikt-Szenarien und die im Zuge der Flüchtlingskrise immer deutlicher gewordenen Kommunikationsprobleme zwischen Ost und West in Europa sein. Die aktuelle Pfingstaktion geht noch bis zum Pfingstsonntag, den 20. Mai, und wird in Heiligenstadt/Eichsfeld im Bistum Erfurt mit einem Gottesdienst mit Bischof Ulrich Neymeyr beendet. An diesem Tag kommt die Kollekte in allen katholischen Kirchen Deutschlands den Projekten von Renovabis zugute. Im vergangenen Jahr haben die Gläubigen aus dem Bistum Speyer Projekte von Renovabis in Osteuropa mit Spenden in der Höhe von rund 330.000 Euro unterstützt.

Renovabis ist die Solidaritätsaktion der deutschen Katholiken mit den Menschen in Mittel- und Osteuropa. Das Hilfswerk mit Sitz in Freising unterstützt Projekte zur Erneuerung des kirchlichen und gesellschaftlichen Lebens in den ehemals kommunistischen Ländern. Im Jahr 2017 konnte Renovabis mehr als 29 Millionen Euro bewilligen und damit 691 Projekte in den osteuropäischen Partnerländern unterstützen. Seit 1993 hat das Hilfswerk in rund 23.000 Projekte seiner Partner gut 715 Millionen Euro investiert.

Weitere Informationen: www.renovabis.de

Bistum Speyer

07.05.2018


Baden schaute wieder über den Rhein

Speyer - Zum 15. Mal fand im Kaiserdom zu Speyer ein Konzert in der Reihe „Baden schaut über den Rhein“ statt. Ausführende waren in diesem Jahr der Musikverein Edelweiss Pfaffenrot unter der Leitung von Markus Mauderer sowie der Männerchor Hanauer Land unter der Leitung von Willi Kammerer. An der Orgel zeigte Holger Becker aus Gernsbach sein Können.

Bis auf den letzten Platz war der Dom besetzt und auch zusätzlich aufgestellte Stühle reichten kaum, um alle Besucher aufzunehmen, als der Vorsitzende des Dombauvereins, Prof. Dr. Gottfried Jung, die Besucher begrüßte. Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann, Weihbischof Otto Georgens und Bischof emeritus Dr. Anton Schlembach ließen es sich auch in diesem Jahr nicht nehmen, bei dem Konzert dabei zu sein. Als Schirmherr war der baden-württembergische Minister der Justiz und für Europa, Guido Wolf, gekommen. Für die Stadt Speyer waren Oberbürgermeister Hansjörg Eger und Bürgermeisterin Monika Kabs erschienen.

Gottfried Jung würdigte Udo Heidt aus Muggensturm als Initiator, Namensgeber und Motor der Veranstaltungsreihe. Sein Herz schlage nicht nur für die Musik, sondern für den Dom, der für ihn ein Stück Heimat sei. Seinem Engagement sei es zu verdanken, dass in 14 Veranstaltungen ein Spendenaufkommen von fast 70 000 Euro erzielt worden sei. Am Sonntag kamen 4231 Euro hinzu. Alle Spenden werden für den Domunterhalt verwendet.

Mit klassischer geistlicher Musik, aber auch mit Musikstücken aus den letzten Jahrzehnten brillierten die Musikerinnen und Musiker des Musikvereins Edelweiss sowie die Sänger des  Männerchors Hanauer Land, die zeitweilig auch durch eine Gruppe von Sängerinnen unterstützt wurden. Was sie boten, war Musik vom Feinsten. Nicht weniger eindrucksvoll waren die musikalischen Beiträge von Holger Becker an der Chororgel.

Musikverein, Chor und alle Besucher stimmten gemeinsam in die Lieder „Lobe den Herren“ und „Großer Gott wir loben dich“ ein und füllten mit ihrem Klang das mächtige Kirchenschiff.

Dombauverein Speyer e.V.

07.05.2018


Vier neue Referentinnen für die „KörperWunderWerkstatt“

Neue Referentinnen für einen MFM-Grundschulworkshop in der Erich-Kästner-Grundschule in Ludwigshafen zertifiziert

Expertinnen für das MFM-Programm: v.l.: Irmi Müller, Sonja Schmith, Monika Geis und MFM-Koordinatorin Alexandra Dellwo-Monzel.

Speyer/Ludwigshafen - Der neue Workshop „KörperWunderWerkstatt“  im Programm des werteorientierten sexualpädagogischen Präventionsprogrammes MFM (=My Fertility Matters), das von der Abteilung Schulen, Hochschulen, Bildung des Bistums Speyer angeboten wird, bietet altersgerechte Aufklärung für die vierte Klasse in der Grundschule. Alle Workshops im MFM-Programm haben zwei Gemeinsamkeiten: Es wird mit vielseitigem Material gearbeitet und die Wertschätzung steht im Vordergrund. Die Kinder lernen mit allen Sinnen, denn: „Nur was ich schätze, kann ich schützen!“ In dieser Woche wurden vier Referentinnen für diesen neuen MFM-Grundschulworkshop „KörperWunderWerkstatt“ in der Erich-Kästner-Grundschule in Ludwigshafen zertifiziert.

Die neuen Referentinnen sind Claudia Kugler, Gudrun Edinger-Harbarth, Sonja Schmith und Monika Geis. Sie alle sind im Bistumsgebiert für Workshop-Angebote buchbar und haben bereits jahrelange Erfahrung in der Durchführung des Workshops „Zyklusshow“ in den fünften oder sechsten Klassen der weiterführenden Schulen. Trotzdem war der zeitliche Aufwand in der Vorbereitung enorm. Ein großer Reisekoffer musste mit Material befüllt werden und das standardisierte Manual für fünf Unterrichtsstunden verinnerlicht werden.

Die beiden Zertifiziererinnen Alexandra Dellwo-Monzel und Irmi Müller freuten sich sehr über die Unterstützung, die sie nun auch im Grundschulbereich von den neuen Mitarbeiterinnen erfahren. Die Nachfragen sind besonders in den vierten Klassen der Grundschulen sehr hoch.

Die Themen mit den Schwerpunkten Veränderungen, Entstehung neuen Lebens und die „Aufräumtage“ in der KörperWunderWerkstatt stimmen fast gänzlich mit dem Lehrplan für die vierten Klassen überein.

Die Eltern wurden in einem vorausgehenden Elternabend ausführlich darüber informiert, was ihren Kindern im Workshop vermittelt wird. Eine der vielen positiven Rückmeldungen: „Vielen Dank für diesen schönen und unterhaltsamen Abend. Auch ich habe noch etwas gelernt.“

Auch die Lehrer und Lehrerinnen sind dankbar um die Unterstützung von außen. „Die Darstellung und Vermittlung mit den vielen Materialien war großartig, dies müsste es für noch mehr Themen in der Grundschule geben“, sagte ein Lehrer der Erich-Kästner-Schule in Ludwigshafen.

MFM-Zentrale Bistum Speyer
Seit 2017 ist die Diözese Speyer Vertragspartnerin des sexualpädagogischen Programms MFM-Deutschland e.V. Sie ist damit eine von deutschlandweit 27 Zentralen. Innerhalb des bistumseigenen Angebotes „wertvoll-aufgeklärt“ können Schulen im Bistum Speyer kostenlose Unterrichtsstunden oder MFM-Work-Shops buchen. Die Work-Shops werden von der Bischöflichen Stiftung für Mutter und Kind direkt an den Schulen finanziell unterstützt. Die MFM-Zentrale Speyer ist Teil der Bischöflichen Schulabteilung.

Nähere Informationen:

www.wertvoll-aufgeklaert.de

www.mfm-programm.de

Kontakt:

MFM-Zentrale Diözese Speyer

Koordinatorin Alexandra Dellwo-Monzel

mfm@bistum-speyer.de

Mobil 0151 - 14 88 00 40

Klosterstr. 6, 67655 Kaiserslautern


HAII/2 Schulen, Hochschulen und Bildung

Dr. Irina Kreusch

67343 Speyer

Tel. 06232/102-217

www.bistum-speyer.de

Bistum Speyer

07.05.2018


Wein für den Dom

Dombauverein stellt die Domweinedition 2018 vor – Feierlicher Rahmen für Mitgliederehrung

Speyer - Am 26. April um 19 Uhr war es wieder so weit: Der Dombauverein Speyer stellte mit Unterstützung der amtierenden Pfälzischen Weinkönigin Inga Storck die Domweinedition 2018 vor. Begrüßt wurden die Anwesenden im bis auf den letzten Platz besetzten Historischen Ratssaal vom Vorstandsvorsitzenden des Vereins Dr. Gottfried Jung. Ein Grußwort der Stadt Speyer kam von Bürgermeisterin Monika Kabs, die damit das Engagement des Vereins für den Erhalt der romanischen Kathedrale würdigte.

Die neuen Domweine sind jeweils ein Weiß- und ein Rotwein. Als Vertreter aus der Weißweine wurde ein 2017 Herxheimer Kobnert Weißburgunder trocken, mit fruchtigen Aromen wie Birne, Apfel und Ananas vorgestellt. Der Rotwein ist ein 2016 Herxheimer Kobnert, ein trockener Spätburgunder mit Waldbeernuancen. Weiß- und Rotwein Weine stammen, wie in den beiden Vorjahren, von der Winzergenossenschaft Herxheim am Berg. Geschäftsführer Thomas Vogel überreichte dem Verein einen Scheck über 12.000 Euro an Erlös für die Domweinedition 2017. Anschließend bestand die Möglichkeit, die neuen Weine zu verkosten. Auch Domdekan Dr. Christoph Kohl, Dompfarrer Matthias Bender und Domkustos Peter Schappert waren gekommen, um sich von der Qualität der neuen Domweine zu überzeugen. Dafür, dass die Weinflaschen auch optisch ein Genuss sind, sorgen die vom Speyerer Künstler Johannes Doerr gestalteten Etiketten mit Dom Motiven.

Im Rahmen der Präsentation wurden traditionell diejenigen Vereinsmitglieder geehrt, die dem Dombauverein 10 beziehungsweise 20 Jahre angehören. Musikalisch begleitet wurde das Programm mit Gitarrenmusik von Benjamin Ziegler und Linus Kellner. Beide sind Schüler der Städtischen Musikschule Speyer.

Text: Bistum Speyer Foto: Klaus Venus

29.04.2018


Storytelling und Fake News im Mittelalter

Bernd Schneidmüller gibt Einblick in das Leben und Nachleben von Rudolf von Habsburg

Professor Dr. Bernd Schneidmüller im Speyerer Dom, © Europäische Stiftung Kaiserdom zu Speyer, Foto: Klaus Venus

Speyer - „Rudolf von Habsburg. Geschichten vom Regieren im Reich und vom Sterben in Speyer.“ So lautete der vielversprechende Titel eines öffentlichen Vortrags, den Professor. Dr. Bernd Schneidmüller von der Universität Heidelberg am Abend des 11. April im Dom zu Speyer hielt. Den Rahmen dazu gab das vierte wissenschaftlichen Symposiums der Europäischen Stiftung Kaiserdom zu Speyer. Anlass für das Symposium wie für den Abendvortrag ist der bevorstehende 800. Geburtstag von Rudolf von Habsburg am 1. Mai.

Der Einblick, den der Historiker Schneidmüller in das Leben und die Wirkungsgeschichte von König Rudolf von gab, geriet keineswegs trocken akademisch sondern glich mehr einer der eindrücklichen literarischen Schilderungen, die er zitierte. Zudem stellte Schneidmüller klar, dass eine solche Betrachtung im Dom ideal verortet sei, da man sich quasi direkt über den sterblichen Überresten des Königs befände.

Gleich zu Beginn ermutigte Bernd Schneidmüller seine Zuhörer, sich „von einstiger Lust am Erzählen übermannen zu lassen“. Und so schilderte er „Stories“ aus dem Leben eines „Aufsteigers“, die – und das war etwas völlig Neues – den König als Menschen zeigten. Wohl wies er darauf hin, dass diese Episoden, die er als „Facetien“ bezeichnete, zum Teil auch als „alternative Fakten“ zu gelten hätten. Gestrickt und platziert, um gezielt ein besonderes Bild des König zu formen. Sein Vortrag löste „Geschichte in Geschichten auf“ und rückte die mittelalterlichen Geschichten um Rudolf ins Zentrum: „die Anekdoten, die Schwänke, die Lobpreisungen, die Scheltworte.“ Damit verabschiedete sich Schneidmüller jedoch nicht von der strukturierten Betrachtung eines Historikers. Er hob vielmehr auf den Wert dieser Quellen ab. Ab dem 13. Jahrhundert schienen viele Geschichtsschreiber ohne Strukturen, ohne Fokussierungen auf die großen Dinge, ohne Richtungen auszukommen. Darin sei jedoch keine Zerfallsgeschichte zu sehen, sondern eine Befreiung aus dem „Korsett einer geschichtsschreibenden Leitkultur“. Die Dominikaner und Franziskaner berichteten natürlich religiös fundiert aber episodenhaft von den großen, aber eben auch den kleinen Geschehnissen dieser Zeit. So steht in einem Bericht der Kolmarer Dominikaner die Nachricht über den Schlachtensieg Rudolfs gegen König Ottokar von Böhmen neben vielen kleineren Episoden, etwa der eines Kolmarer Hirten, der von seinen eigenen Schweinen gefressen wurde.

Diese kleinen Geschichten und Begebenheit eigneten sich freilich auch auf das Beste um mit „alternativen Fakten“ die Herrschaft Rudolfs und seiner Nachfahren zu etablieren. So wurde beispielsweise die Herkunft Rudolfs neu konstruiert. Gleichzeitig wurde seine bescheidene und kluge Handlungsweise zur Schau gestellt, die den König als Menschen zeigten. Hohe und niedrige Adelige sowie bürgerlichen Eliten überzeugte Rudolf durch „persönliche Tapferkeit und Schlagfertigkeit“.

Durch geschickte Regierungspolitik gelang Rudolf von Habsburg, was keinem seiner Vorgänger gelungen sei, nämlich die „schreckliche, kaiserlose Zeit“ zu beenden. Durch geschickte Heiratspolitik vermochte er es zudem, seinen Nachkommen Macht und Einfluss zu sichern: Mit ihm begann der Aufstieg des Hauses Habsburg. In seinem Vortrag widmete sich Schneidmüller auch dem Menschen Rudolf von Habsburg und zeigte, wie die über ihn überlieferten Geschichten sowohl einen historischen Wandel, wie auch einen Wandel in der Geschichtsschreibung dokumentierten.

Text: Friederike Walter Foto: Europäische Stiftung Kaiserdom zu Speyer, Klaus Venus

13.04.2018


Einladung an wiederverheiratet Geschiedene zum seelsorgerlichen Gespräch

Umsetzung der Impulse der Familiensynode und des Schreibens „Amoris laetitia“ von Papst Franziskus - Gesprächsforum im Edith-Stein-Haus Kaiserslautern am 13. Juni

Kaiserslautern / Speyer - Das Bistum Speyer geht mit einem Angebot auf Menschen zu, deren erste Ehe zerbrochen ist und die in einer neuen Verbindung leben. „Wir wenden uns insbesondere an jene, für die der Glaube und die lebendige Beziehung zur Kirche von großer Bedeutung sind“, erklärt Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann. „Wir wollen für diese Menschen da sein, auch und gerade, wenn aus welchen Gründen auch immer ihre erste Ehe gescheitert ist.“ Papst Franziskus habe mit dem Schreiben „Amoris laetitia“ wichtige Impulse zur Erneuerung der Ehe- und Familienpastoral gegeben. Es sei ihm ein „großes Anliegen, dass wir diese Impulse voll und ganz aufnehmen.“ Die Unauflöslichkeit der Ehe gehöre zwar zum unverzichtbaren Glaubensgut der Kirche, zugleich sei jedoch ein differenzierter Blick auf die Lebenssituationen der Menschen notwendig, so der Bischof.

Das Angebot besteht darin, dass das Bistum Speyer wiederverheiratet Geschiedene zum seelsorglichen Gespräch einlädt. Es soll einen Rahmen bieten, die eigene Lebensgeschichte mit ihren Fragen, Leiden und Hoffnungen mit einer Seelsorgerin oder einem Seelsorger vertraulich zu besprechen. „In dem Gespräch kann es zum Beispiel um Bedrückendes gehen, das ausgesprochen werden muss, oder Unversöhntes, das Heilung finden will“, erläutert Bischof Wiesemann. „Wir wollen in unserem Bistum offen, herzlich und einladend auf alle zugehen und wiederverheiratet Geschiedenen einen geschützten, seelsorgerlich sensibel begleiteten Raum anbieten, in dem sie einen Versöhnungsweg in und mit der Kirche gehen können.“ Das neue Angebot ist aus seiner Sicht Ausdruck einer Kirche, „die nicht zuerst urteilt, sondern zuhört und den Menschen in ihren konkreten Lebenssituationen aus der Kraft der frohen Botschaft weiterhilft.“

Im Blick auf die Frage nach dem Empfang der Sakramente diene das Gespräch zugleich als ein persönlicher Entscheidungsprozess. Dazu hatte Papst Franziskus deutlich gemacht: „Am Ende eines solchen geistlichen Prozesses, dem es immer um das Eingliedern geht, steht nicht in jedem Fall der Empfang der Sakramente von Buße und Eucharistie.“ Die individuelle Entscheidung, unter den jeweiligen Gegebenheiten nicht oder noch nicht in der Lage zu sein, die Sakramente zu empfangen, verdiene Respekt und Achtung. „Aber auch eine Entscheidung für den Sakramentenempfang gilt es zu respektieren“, so der Papst.

Das Bischöfliche Ordinariat hat ein Faltblatt entwickelt, in dem das Gesprächsangebot näher beschrieben wird (Titel: „Geschieden und wiederverheiratet? Damit Sie sich in Ihrer Kirche ganz zuhause fühlen können“). Im April werden diese Faltblätter an alle Pfarreien des Bistums zur Auslage in Kirchen und kirchlichen Einrichtungen versandt. Die hauptamtlichen Seelsorgerinnen und Seelsorger des Bistums erhalten zusätzlich eine schriftliche Handreichung. Das Bistum will auf diesem Weg erreichen, „dass eine Einheitlichkeit in der pastoralen Sorge um wiederverheiratete Geschiedene gesichert und eine Verunsicherung der Gläubigen vermieden wird“, wie Bischof Wiesemann im Vorwort darlegt. „In Lebenssituationen, die oft genug als aufreibend und belastend erlebt werden, sollen die Betroffenen erfahren, dass ihre Kirche sie nicht fallen lässt.“

Am Mittwoch, den 13. Juni, bietet das Bistum im Edith-Stein-Haus in Kaiserslautern (Engelsgasse 1) ein Gesprächsforum zum Thema an. Im Gespräch mit Betroffenen und Interessierten werden Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann, der Leiter der Hauptabteilung Seelsorge Domkapitular Franz Vogelgesang sowie die Verantwortlichen für die Ehe- und Familienseelsorge im Bistum persönliche Sichtweisen und Erfahrungen austauschen. Die Veranstaltung mit dem Titel „Geschieden und wiederheiratet?“ beginnt um 18 Uhr und endet voraussichtlich um 21 Uhr.

Kontakt:

Bischöfliches Ordinariat
Hauptabteilung Seelsorge
Seelsorge in Pfarrei und Lebensräumen
Webergasse 11, 67346 Speyer
E-Mail: pfarrei-lebensraeume@bistum-speyer.de
Telefon: 06232 / 102-314

Das Faltblatt und die Handreichung zu dem Angebot finden Sie unter: https://www.bistum-speyer.de/news/nachrichten/?no_cache=1&tx_ttnews%5Btt_news%5D=6680&cHash=f443cd6d0b9f63b350dbc639d2ad5b9d

Bistum Speyer

11.04.2018


Akribischer Blick in Speyers älteste Kirchenbücher

Buchneuerscheinung: Hans-Helmut Görtz lenkt Blick auf Reichskammergericht