Führung mit dem Nachtwächter

"Unbekannte Stadt am Dom"

Speyer - Mit Abschluss der Bauarbeiten am Kaiserdom begann bereits Ende des 11. Jahrhunderts die Wallfahrt zur einst größten Kirche der Welt. Für Speyer nicht nur eine große Herausforderung, sondern auch die Gelegenheit, gutes Geld mit den Pilgern zu verdienen. Ganz nach der damaligen Feststellung "Pilgerleut han nie gereut" wird der Nachtwächter und Pilgervater zu Speier am Samstag, 25. August, mit einem Vollmondgang die Reihe seiner diesjährigen Sommernachtsgänge abschließen.

Durch die heute meist unbekannte Stadt am Dom geht es durch die abendliche Stadt. Treffpunkt ist der Georgsbrunnen in der Maximilianstraße, der Rundgang beginnt um 20.00 Uhr. Karten gibt es vor Ort oder der Tourist Info Speyer, eine Anmeldung ist nicht erforderlich!

Text: Nachtwächterey zu Speyer Foto: S24N, dak

15.08.2018


SWR Fernsehen Familienfest im Technik Museum Speyer

Speyer / Technik Museum - Am Sonntag, 9. September, rund um das Technik Museum Speyer mit Glasperlenspiel, Wincent Weiss, Vanessa Mai, Chako Habekost, Christoph - Jetzt schon Ticket sichern.

Fernsehen zum Mitmachen und Anfassen

Fernsehen schauen können alle, aber beim Fernsehen mittendrin sein und mitmachen, das kann das Publikum nur beim SWR Fernsehen Familienfest. Am Sonntag, 9. September, ab 12 Uhr gibt es rund um das Technik Museum Speyer abwechslungsreiche Unterhaltung. Große und kleine Besucher versuchen sich am Mikrofon und vor der Kamera, treffen beliebte Stars und Moderatoren, sehen wie Sendungen gemacht werden und haben an Spiel- und Mitmachstationen ihren Spaß. Publikumslieblinge wie Chako Habekost und Christoph Sonntag unterhalten mit ansteckendem Humor und Top-Acts wie Wincent Weiss, Vanessa Mai und die Band Glasperlenspiel mit mitreißender Musik.

Fernsehen zum Anfassen in der „Programmwelt“

Ob hinter oder vor der Kamera, mit oder ohne Mikrofon – in den Zelten der Programmwelt gibt es viele Möglichkeiten zum Mitmachen. Hier präsentierten sich Sendungen des SWR Fernsehens wie der „Tigerenten Club“, die „Landesschau“ oder die Koch-Sendung „Marktfrisch“, die mit Jens Hübschen vor Ort aufgezeichnet wird. Die Fernsehleute lassen sich über die Schulter schauen und erklären, wie alles funktioniert. Dann läuft die Kamera und die Besucher sind dran, präsentieren die Nachrichten oder das Wetter, kommentieren ein Spiel des Lieblingsfußballclubs oder interviewen als Kindernetzreporter das Publikum.

Programm auf zwei Bühnen

Die Tigerente Seit 1996 ist die Figur des Zeichners Janosch das Symbol für die Kinderunterhaltungssendung des "SWR Tigerentenclub". Bei zahlreichen Veranstaltungen trifft man sie im Sendegebiet an.

Zum Greifen nah erleben Fans den „Tigerenten Club“ mit den Moderatoren Muschda Sherzada und Johannes Zenglein. Für die Herzenssache, die Kinderhilfsaktion von SWR, SR und Sparda-Bank, singen die Globetrotter-Kids des Stage Centers aus Speyer ihre Songs und die Akrobaten des Europa-Parks vollführen spektakuläre Kunststücke. Zudem sind viele Moderatorinnen und Moderatoren wie Martin Seidler, Ulrike Nehrbaß, Frank Bräutigam, Hendrike Brenninkmeyer, Sascha Becker oder Patricia Küll sowie die „Fallers“-Darsteller Anne von Linstow und Edgar M. Marcus vor Ort und stellen sich den Fragen ihres Publikums.

Comedy vom Feinsten

Christian Chako Habekost

Die Comedian Christian "Chako" Habekost hat die pfälzische Mundart auf der Bühne kultiviert. Seit fast 20 Jahren tritt er mit Solo-Programmen auf und wirkte bei zahlreichen Fernsehproduktionen mit. Die aus der SWR Sendung „Verstehen Sie was?“ bekannten Mundartprofis Christian „Chako“ Habekost und Christoph Sonntag zeigen auf der Bühne Comedy und Humor vom Feinsten. Dabei nimmt der Kabarettist, Comedian und Pfälzer „Mundartist“ Habekost die Eigenheiten seiner Mitpfälzer aufs Korn, während Kabarettist und Spaßbombe Sonntag mit scharfer Beobachtungsgabe tiefe Einblicke in die schwäbische Seele gibt.

Glasperlenspiel, Vanessa Mai, Wincent Weiss und Cris Cosmo

Carolin Niemczyk und Daniel Grunenberg sind Glasperlenspiel

Glasperlenspiel Die Band steht für perfekten deutschen Elektropop. Bekannt wurden Carolin Niemczyk und Daniel Grunenberg mit den Titels "Geiles Leben" und "Tag X".

Schlagerstar Vanessa Mai begeistert mit starker Stimme, sanften Texten und eingängigen Tanzrhythmen das Publikum. Die ebenso gefühlvollen wie ausdrucksstarken Songs des Deutsch-Pop-Sängers Wincent Weiss erobern gerade die Playlists der Radiosender und in Speyer die Herzen der Fest-Besucher. Sänger und Gitarrist Cris Cosmo mischt deutsche Popmusik mit Reggae zu einem tanzbaren Cocktail und verbreitet damit Sommerlaune. Krönender Abschluss ist der Auftritt der Band Glasperlenspiel. Spätestens mit ihrem Doppelplatin-Song „Geiles Leben“ hat die Gruppe Millionen von Fans gewonnen.

Ticketverkauf

Vanessa Mai Vanessa Mai Bereits vier Musikalben hat die Künstlerin aus Baden-Württemberg veröffentlicht. Mit Titeln wie " Endlos verliebt" oder "Wachgeküsst" stürmte sie die Charts.

Tickets für das SWR Fernsehen Familienfest kosten 11 Euro pro Erwachsener, Kinder bis 14 Jahre sind in Begleitung eines Erwachsenen frei. Erhältlich sind sie vorab beim Technik Museum Speyer, in den ADAC Geschäftsstellen in Neustadt an der Weinstraße, Landau, Ludwigshafen, Worms, Kaiserslautern und Pirmasens, online unter www.technik-museum.de/SWR-Fernsehen-Familienfest sowie an der Tageskasse. Wer auch das Technik Museum besuchen will, bekommt als Besucher des SWR Fernsehen Familienfestes ermäßigten Eintritt ins Museum.

SWR

13.08.2018


Einladung zur Eröffnung der Ausstellung "Johannes Doerr | Gerd Roos †: Zwei Malerfreunde"

am Sonntag, dem 12. August 2018 um 11:00 Uhr in der Städtischen Galerie, Kulturhof Flachsgasse.

Speyer / Städtische Galerie Kulturhof Flachsgasse - Johannes Doerr und der im vergangenen Jahr verstorbene Gerd Roos waren 20 Jahre lang immer wieder gemeinsam unterwegs und hielten auf je eigene Weise in Zeichnung, Aquarell und Acrylmalerei vielfältige Eindrücke malerisch fest.

Während gemeinsamer Urlaube, Malreisen und in den Sitzungen der Aktzeichengruppe AKTzent schufen sie ein umfangreiches Werk.

Die Ausstellung "Johannes Doerr | Gerd Roos †: Zwei Malerfreunde"ist vom 12.08.2018 bis 16.09.2018, während der Öffnungszeiten der Städtischen Galerie Kulturhof Flachsgasse, zu besichtigen. Der Eintritt ist frei.

Stadt Speyer, Kulturbüro

03.08.2018


Ausschreibung für den Förderpreis „Hans-Purrmann-Preis der Stadt Speyer für Bildende Kunst“ 2019

Selbstbildnis Hans Purrmann

Speyer - Am 9. Februar 2019 wird die Stadt Speyer den mit 6.000 Euro dotierten Förderpreis „Hans-Purrmann-Preis für Bildende Kunst der Stadt Speyer“ zum 19. Mal vergeben.

Dieser im Jahr 1965 anlässlich des 85. Geburtstages des Künstlers von der Stadt gestiftete Förderpreis wird alle zwei Jahre (bis 2015 alle drei Jahre) ausgeschrieben und ist nach Möglichkeit ungeteilt zu verleihen.

Dieser Preis sollte, so der ausdrückliche Wunsch von Hans Purrmann, an förderungswürdige junge Künstlerinnen und Künstler verliehen werden. Für die erste Stufe sind nur Fotos von maximal 6 Arbeiten einzureichen. Die von der Jury dann ausgewählten Künstlerinnen und Künstler werden zur Teilnahme an der Endauswahl mit ihren Originalarbeiten eingeladen.

Um den Hans-Purrmann-Preis (Förderpreis) kann sich jede/r bewerben, die oder der vergleichbar den Lebensstationen Hans Purrmanns (Geburt in der Pfalz, Lebens- und Arbeitsstationen in München, Berlin, Paris, Rom, Florenz, aber auch der Schweiz sowie dem Bodensee) einen europäischen Blick und Bezug, aber auch einen Bogen von europäischen Metropolen und ländlichen Räumen aufweist und das 35. Lebensjahr noch nicht überschritten hat (§ 4 der Vergaberichtlinien), es gelten folgende Anmeldebedingungen:

  1. Abgabe des vollständig ausgefüllten Bewerbungsbogens, Einreichungsfrist: 1. September bis 2. November 2018 (Datum des Poststempels).
  2. Lebenslauf mit künstlerischem Werdegang (1 DIN A4-Seite).
  3. Zugelassen sind je Arbeit 2 nicht digital bearbeitete Fotoabzüge (max. 13x18cm), nur bei audio-visuellen Kunstformen sind DVD oder CD-Rom erlaubt. Originale werden in der ersten Stufe des Wettbewerbs nicht angenommen, die exakte Beschriftung aller Unterlagen muss gewährleistet sein.
  4. Objektformate und Installationen, die die Möglichkeit der Präsentation übersteigen, werden von der Jury nicht berücksichtigt.
  5. Für die Rücksendung bitte ausreichend frankierten und adressierten Rückumschlag beifügen.
  6. Einsendeschluss: 2. November 2018, es gilt das Datum des Poststempels.
  7. Mit der Abgabe des Bewerbungsbogens erkennt die Künstlerin/der Künstler die Vergaberichtlinien an.

Ihre schriftliche Bewerbung richten Sie bitte bis spätestens 2. November 2018 an:

Stadt Speyer
Kulturbüro
Kleine Pfaffengasse 6
67346 Speyer

Weitere Infos unter www.speyer.de/purrmann-preis oder Telefon 06232 14-2250.

Preisverleihung: Samstag, 9. Februar 2019, 16 Uhr
Ausstellung: 9. Februar – 10. März 2019 im Kulturhof Flachsgasse
Öffnungszeiten: Do-So 11-18 Uhr

Stadt Speyer / Kulturbüro

09.07.2018


Straßenmalerei sorgte neben Plamen und Oleander für südliches Flair

Madonnari-Malerei entlang der Maximilianstraße

Speyer - Das Pflaster der Maximilianstraße wurde zur „Leinwand“ für Straßenkünstler: Am Dienstag und Mittwoch, 3. und 4. Juli 2018, veranstaltete die Stadt Speyer ein kleines Madonnari Festival, um Kunst und Kultur im öffentlichen Raum für jeden erlebbar zu machen. Dazu hatte sie drei Madonnari-Malerinnen aus Italien und einen Straßenkünstler aus Mexiko eingeladen, die auf Plätzen und Seitenbereichen der Maximilianstraße vergängliche Kunstwerke aus verschiedenen Epochen schaffen werden.

Der Begriff Madonnari stammt aus Italien. Seit dem 16. Jahrhundert wurden dort bei religiösen Festen und Prozessionen öffentliche Plätze insbesondere mit Kopien von Madonnendarstellungen bekannter Meister bemalt. Bis heute wurde die Bezeichnung der Madonnaris für diese traditionelle Kunstform beibehalten.

In Speyer konnten die Passanten Genny Gavio aus Italien beim Malen über die Schultern schauen. Sie ist seit 1994 als „Madonnara“ hauptsächlich in Nord- und Mittelitalien unterwegs und nimmt regelmäßig an internationalen Madonnara Wettbewerben von Mantova und anderen Festivals teil. Sie hat den 2. Platz beim Internationalen Streetpainting Festival von Toulon in Frankreich belegt.

Ebenfalls angereist war die italienische Straßenmalerin und Musikerin Francesca Arsi. Nach ihrer Ausbildung zur Wandmalerin und Restauratorin von Fresken und Stuckarbeiten studierte sie Malerei. Ihre Kunst zeigte sie bereits in vielen Ausstellungen. Zu ihren großen Erfolgen zählt die Teilnahme an der „Athens Art 2010“. Mit der Straßenmalerei hat sie 2014 begonnen.
Das italienische Trio komplettiert Sonja Samardzieva, die an der Akademie für Fine Arts in Florence studierte und mit dem Master abschloss.

Die Madonnaris sind bei internationalen Streetart Festivals dem Mexikaner Abraham Burciaga begegnet und haben ihn für das Speyerer Gastspiel gewonnen. Abraham Burciaga ist von Haus aus Ingenieur und entdeckte vor drei Jahren seine Leidenschaft für die Straßenmalerei. Seitdem nimmt er regelmäßig an internationalen Streetart Festivals teil. 2017 wurde er beim Festival Bella Via in Monterry Mexiko mit einem Ehrenpreis ausgezeichnet.

Da die Künstler keine Gage erhielten, durfte sie einen Hut neben ihrem temporären Arbeitsplatz bereitstellen. Wir hoffen dies wurde gut angenommen, wir haben auf jedenfall etwas gespendt und das ganze sehr genossen.

S24N

05.07.2018


Aus den Kinderschuhen herausgewachsen - Speyerer Picknickkonzerte gehen in die dritte Saison

Speyer - In ihrer mittlerweile dritten Saison sind die Speyerer Picknickkonzerte eindeutig aus den Kinderschuhen herausgewachsen. Gemeinsam mit alt bekannten und neuen Partnern werden erneut vier ganz unterschiedliche musikalische Leckerbissen serviert, die zum gemütlichen Sonntags-Picknick mit der Familie oder Freunden einladen.

Eine hervorragende Kulisse für die bei Jung und Alt beliebten Sonntagsmatineen bieten die Grünflächen im Woogbachtal, am Rheinufer, hinter der Stadthalle und auf dem Platz der Französischen Garnison. Zudem versprechen die gewählten Park- und Grünanlagen genügend Platz für Decken und Picknickkörbe.

Für gute Stimmung und abwechslungsreiche Musik sorgen in diesem Jahr Les Primitifs, Albert Koch’s Acoustic Blues Company, Stephanie Neigel & Band sowie Stereo Naked.

Albert Koch’s Acoustic Blues Company © Johanna Leonhardt

Mit einem seltenen Auftritt in voller Quintett-Besetzung bereitet Albert Koch’s Acoustic Blues Company dem Gitarristen Wolfgang „Blueswolf“ Schuster ein Heimspiel. Ihr Repertoire reicht vom melancholischen Delta-Blues über fröhliche Ragtime-Nummern bis zu bekannten Rock´n´Roll-Stücken und bekannten Songs der 60er und 70er Jahre.

Sonntag, 22. Juli - 11:00 Uhr

Haus Pannonia, Friedrich-Ebert-Strasse 106

Die gebürtige Wormserin Stephanie Neigel & Band passen in keine Schublade. Auf ungezwungene Art überzeugt die sympathische Sängerin mit eigenen und authentischen Songs auf Englisch und auf Deutsch, die sie mit vollem Herzen singt, und ist dabei vor allem eines: natürlich, lustig und verdammt ehrlich.

Sonntag, 5. August - 11:00 Uhr

Parkanlage zwischen Stadthalle und Mühlturmstraße

Band Stereo Naked © Giorgio Morra

Die Kölner Band Stereo Naked schlingert mit ihren Songs in der Schnittmenge von amerikanischer Rootsmusik und experimentierfreudigem Indiepop. Texte und Musik suchen dabei immer wieder den Kontrast: menschliche Abgründe zu fröhlichem Countrygejodel, archaischer Folk mit aktuellen Texten und ein Banjo, das sich auch mal an Hiphop versucht.

Sonntag, 26. August - 11:00 Uhr

Platz der Französischen Garnison, Hans-Stempel-Straße

In entspannter Atmosphäre lässt sich nicht nur die Musik, sondern auch das gemeinsame Picknick genießen und so zaubern inzwischen die Besucher vielfältige kulinarische Köstlichkeiten aus ihren Picknickkörben und präsentieren wahre Buffets auf ihren Picknickdecken. Für die zusätzliche Bewirtung sorgen jeweils bei einem Konzert die Rudergesellschaft Speyer e.V., die Donaudeutsche Landsmannschaft Speyer e.V., das T1 Art Café und die Currysau.

Bei schlechtem Wetter wird kurzfristig ein Ausweichort bekannt gegeben.

Text: Stadt Speyer, Kulturbüro Fotos: © Klaus Pelzer (Les Primitifs), © Johanna Leonhardt (Albert Koch’s Acoustic Blues Community), © Giorgio Morra (Stereo Naked).

02.07.2018


25 Jahre Internationales Oldtime Jazz Festival im Innenhof des Speyerer Rathauses

Speyer / Historisches Rathaus Innenhof - Bereits zum 25. Mal lockt das beliebte Internationale Oldtime Jazz Festival in Speyer vom 16. bis 19. August in den wunderschönen Innenhof des historischen Rathauses. Mit Krüger Rockt! und den Original-Blütenweg-Jazzern stehen zwei altbekannte Bands auf der Bühne. Bei der Jubiläumsauflage ebenfalls mit von der Partie sind die Mama Shakers, die Whiskydenker und die Men in Blue des Landespolizeiorchesters Rheinland-Pfalz. Unter dem Motto „frisch und frech, ungestüm und galant, traditionsbewusst und doch jung“ wird vier Tage getanzt, gesungen und gelacht!

Neue Rock’n’Roll-Maßstäbe

Zum Auftakt des Festivals betritt mit Krüger Rockt! am Donnerstag, dem 16. August 2018 um 19:30 Uhr die schärfste Rock’n’Roll-Band seit Einführung der Anschnallpflicht die Bühne. Elvis kann post mortem froh um das Glück seiner frühen Geburt sein. Der bekannte Heidelberger Boogie Woogie Pianist Harald „Lee“ Krüger malträtiert das Piano mit Händen, Füßen und anderen Körperteilen. Zu hören gibt es alles, was die Fünfziger zu bieten hatten, ob Schnulze, Doo-Wop, Boogie oder Rockabilly. Chuck Berry, Little Richard, Bill Haley, Everly Brothers, Jerry Lee Lewis, Elvis, Gene Vincent, Buddy Holly und viele mehr zählen zu den Musikern, die den Stoff für die größte Rock’n’Roll Show südlich von Spitzbergen lieferten. Musik, die geschrieben wurde, um durch Krüger Rockt! ihre Vervollkommnung zu erfahren.

„Wild Songs from the Roaring Twenties“

Am Freitag, dem 17. August 2018 um 19:30 Uhr werden die Besucher von den Mama Shakers empfangen. Die fünf jungen, temperamentvollen Künstler kommen aus Frankreich, Schweden und der Türkei, haben sich in Paris kennengelernt und aus Liebe zum ganz alten, wilden Jazz der „Roaring Twenties“ vor zwei Jahren ihre Band gegründet. Sie spielen eine bunte Mischung aus tanzbaren Jazz- und Blues-Titeln der 20er und 30er Jahre, gewürzt mit Gesangseinlagen aus dem Fundus des Jazz, Blues und Chanson. Beim Nachwuchswettbewerb des Jazzfestivals in Megève/Frankreich gewannen die Mama Shakers im vergangenen Jahr den 1. Preis der Jury und wurden vom Publikum unter 20 Bands aus ganz Europa zur beliebtesten Band des Festivals gewählt.

Dixieland und Oldies von der Bergstraße

Ihr Name ist inzwischen zum Markenzeichen geworden: am Samstagmittag, dem 18. August 2018 ab 11:30 Uhr stehen Die Original-Blütenweg-Jazzer auf der Bühne. Original steht für die unverwechselbare Art sowie humorvolle Interpretation bekannter und weniger bekannter Jazzstandards und Oldies, die ein breites Publikum aus Alt und Jung gleichermaßen begeistert. Blütenweg heißt die Straße in Bensheim, in der sich 1979 eine Gruppe von begeisterten Amateurmusikern um Bandleader Bruno Weis formierte. Jazzer gibt die Musikrichtung der Gruppe an, deren umfangreiches Repertoire vom klassischen Dixieland und verjazzten Oldies gekennzeichnet ist. Der Einsatz „exotischer“ Instrumente wie z. B. Mundharmonika, Akkordeon und Waschbrett beweist die Kreativität der Musiker, zeigt aber auch den Spaß, den die Band an der Musik hat und den sie an die Zuhörer weitergibt.

Grammophonesk scheppernder Swing

Am Samstagabend, dem 18. August 2018 um 19:30 Uhr laden die Whiskydenker dazu ein, eine flotte Sohle auf’s Parkett zu legen. „Die ham dit jewisse avec“, könnte der Berliner sagen. Und das kommt nicht von ungefähr, sondern von vier Musikern, die sehr häufig wissen was sie tun und dies dazu ausgefallen instrumentieren: deutscher Gesang und Trompete, Banjo, Schlagwerk – und der Bass bläst aus dem Tubax, einem monströsen Bastard aus Saxophon und Tuba. Hier besinnt man sich darauf zurück, was Swing eigentlich sein sollte: tanzbar, geradeheraus und unterhaltsam. Mischt man nun noch eine gehörige Portion Straßenköter-Charme, Ballhaus-Atmosphäre, Garagenband-Attitüde und musikalische Unverfrorenheit bei, kann man sich ganz gut vorstellen, wie Whiskydenker klingen.

„Make serious music, but make it funky and make it fun“

Mit den Men in Blue, der Brass-Band des Landespolizeiorchesters Rheinland-Pfalz, klingt das Festival am Sonntag, dem 19. August 2018 ab 11:30 Uhr aus. Mit Saxophonen, Trompeten, Posaunen, mit Sousaphon und Schlagzeug ist die neunköpfige Band genauso besetzt, wie die Marching-Bands und Brass-Bands aus New Orleans. Die Musiker haben sich die „Dirty Dozen Brass-Band“ und Lester Bowies „Brass Fantasy“ zum Vorbild genommen und daraus ein eigenständiges Konzept entwickelt. Sie machen ernsthafte Musik, aber spielen funky und mit viel Spaß Jazzklassiker, Hits der 70er und 80er Jahre sowie Highlights aus den aktuellen Charts.

Das 25. Internationale Oldtime Jazz Festival wird vom Kulturbüro der Stadt Speyer veranstaltet. Die Künstlerische Leitung hat Bernhard Sperrfechter.

Für den kulinarischen Genuss im schönen Rathausinnenhof sorgen Gunter Braun und Team vom Restaurant Ratskeller.

Die Eintrittskarten für die Abendkonzerte kosten € 15,00 (ermäßigt € 13,00) bzw. € 38,00 im 3er-Paket und sind bei der Tourist-Information Speyer, Maximilianstraße 13, Tel. 06232 / 14 2392 sowie allen anderen ReserviX-Vorverkaufsstellen oder unter www.reservix.de erhältlich.              
Der Eintritt zu den Mittagskonzerten ist frei.

Text: Stadt Speyer, Kulturbüro Foto: Speyer 24/7 News, dak und toe

19.06.2018


Vernissage Lukas Glinkowski

Berliner U-Bahn oder Kulturhof Flachsgasse?

Von Maria Benita Braun

Speyer / Kulturhof Flachsgasse - Fast könnte der Besucher meinen, er hätte sich in Tür geirrt oder wäre unversehens nach Berlin teleportiert worden. Aber nein! Die U-Bahn, die Gleise, der Geruch nach abgeriebenem Metall fehlt. Wir sind noch in Speyer, Kulturhof Flachsgasse. Doch die teils übergroßen Kunstwerke des polnischen Hans-Purrman-Preisträgers Lukas Glinkowski versetzen den Besucher in Großstadtstimmung. Ein enormes wandbildartiges Werk ist die maßstabgetreue Kopie der U-Bahnhof-Gestaltung der Haltestelle Paul-Stern-Straße. Es besteht aus quadratischen kleinen schwarzen Fliesen, die den Hintergrund bilden für die bunten Motiven aus mosaikartig eingelegten Fliesen. Sogar Graffitis finden sich auf Glinkowskis Arbeit.

Lukas Glinkowski vor einem seiner Kunstwerke

Der junge Künstler, der in Berlin lebt und arbeitet, stellt seine Werke bis 29. Juli im Kulturhof Flachsgasse aus. Die schweren, gefliesten Bilder aus wirklichen Fliesen oder Spiegelfliesen sind nicht ganz einfach zu transportieren, da doch ziemlich schwer, verrät der Künstler selbst, aber er hat eine Lösung gefunden: er bringt das Bild einfach in Einzelteilen mit und setzt diese dann erst in der Ausstellung zusammen.

Sein Sujet sind architektonische Ausschnitte aus dem Leben in der Metropole. Er ist ein Suchender und Findender im öffentlichen Raum der Großstadt, ein DJ der Farben und Formen. Die Inspirationen sind nicht zu übersehen: U-Bahn-Stationen, Gebäude mit vielerlei Plakaten und Bemalungen, ja sogar öffentliche Toiletten.

Viele verschiedene Elemente und bunte Farben, oft neon, verwendet der junge Künstler.

Die Kuratorin der Ausstellung Maria Leitmeyer führt die Besucher der Vernissage ein in die Welt des urbanen Wechselspiels dieser situativen Kunst und erklärt die Einordnung dieser Kunstrichtung.

Kuratorin der Ausstellung Maria Leitmeyer

„Recht dekorativ“, „die feine Art des Künstlers kann man in den Werken erkennen“, „frische, fröhliche Farben, könnte sich auch als Gardine gut machen!“ – so einige Anmerkungen der anwesenden Interessierten.

Wer Lust hat, die urbanen Motive anzusehen: Donnerstag bis Sonntag 11-18 Uhr , noch bis 29.07.2018

Wir wünschen Ihnen viel Spaß!

Lektorin: Speyer 24/7 News,ank

18.06.2018


Kammermusik in der Gotischen Kapelle im Adenauerpark – Musikalische Kostbarkeiten

Speyer - Wer Mußestunden an einem geschichtsträchtigen Ort verbringen möchte, der ist diesen Sommer im Adenauerpark genau richtig. Von Ende Juni bis Anfang August findet die beliebte Kammermusik-Reihe an sechs Sonntagabenden jeweils um 20 Uhr in der Gotischen Kapelle statt. Verwunschen liegt das kleine Kirchlein inmitten des Botanischen Schmuckkästchens, dem Adenauerpark. Im stimmungsvollen Ambiente, das auch gerne für Trauungen genutzt wird, organisiert das Kulturbüro der Stadt Speyer in Kooperation mit Chören, Orchestern und Künstlern seit Jahren unterhaltsame Kammermusik-Musikdarbietungen.

Zum Auftakt am 24. Juni 2018 erklingen Madrigale aus Deutschland, Italien und England sowie Klavierwerke von Domenico Scarlatti und Dmitri Kabalewski präsentiert vom Mozartchor Speyer unter der Leitung von Dieter Hauß. Die mehrstimmigen Vokalstücke haben meist weltlichen Inhalt und sind eine wichtige musikalische Gesangsform der Renaissance und des Frühbarock.

Unter dem Motto „Saitensprünge“ präsentieren am 08. Juli 2018 Simone Pepping (Alt), Andrea Baur (Laute) und Wolfgang "Blueswolf" Schuster (Gitarre) Werke vom Frühbarock bis Late-Night-Blues. Für das Programm des Abends zeigt sich die Protestantische Gesamtkirchengemeinde Speyer verantwortlich.

Am 15. Juli 2018 spielt Daniel Spektor von der Musikschule der Stadt Speyer Teil III der Gesamtsolowerke für Violine von Johann Sebastian Bach. Bis heute zählen Bachs Violinkonzerte zum beliebten Programmbestandteil vieler Violinisten, an die in den Stücken große spieltechnische Ansprüche gestellt werden. Die Werke stammen aus den Jahren 1717 bis 1723, in denen Bach im Dienste des musikbegeisterten Fürsten Leopold zu Anhalt-Köthen stand.

Zwei Streichkonzerte stehen Ende Juli auf dem Programm: „Klassik unter Freunden“ erwartet die Besucher bei dem vom Speyerer Kammerorchester organisierten Konzert am 22. Juli 2018. Stefan Krznaric (Violine), Felix Wulfert (Violne) und Dominique Anstett (Viola) präsentieren im Duo und im Trio Kammermusik von Miklós Ròsza, Johan Halvorsen, Ludwig van Beethoven und Antonín Dvořák.

Das überregional bekannte Hessequartett gibt am 29. Juli 2018 sein jährliches Konzert. Wolfgang Brodbeck, Manfred Holder (beide Violine), Susanne Holder (Viola) und Beate Holder-Kirst (Violoncello) spielen Streichquartette von Joseph Haydn und Johannes Brahms.

Das Finale am 05. August 2018 bildet die Darbietung des Duos Alexander mit Alexander Scherf (Violonchello) und Alexander Puliaev (Cembalo), welche vom Motettenchor Speyer ausgerichtet wird. Das Programm „Very British“ umfasst Werke aus dem 17. und 18. Jahrhundert, die am Hofe zu Zeiten Fredericks, des Prince of Wales, gespielt wurden. Erklingen werden Sonaten und Suiten u.a. von Johannes Ernst Galliard, Francesco Geminiani, Georg Friedrich Händel und Antonio Vivaldi.

Wie immer gibt es für die Konzerte keinen Vorverkauf, sondern nur Abendkasse. Zeitig da sein lohnt sich. Erwachsene zahlen 10 €, Schüler, Auszubildende, Studenten und Schwerbehinderte mit Ausweis nur 7 €.

Stadt Speyer

12.06.2018


"Zum Schutz und Trutz seien Turm und Mauer"

Kontrollgang entlang der Stadtmauer

Speyer / Georgsbrunnen (Alte Münze) - Mehrmals im Jahr gehörte es zu den Aufgaben des "wohlleiblichen Herre Nachtrath", ohne Vorankündigung einen Kontroll- und Inspektionsgang entlang von Teilen der Stadtbefestigung von Speyer zu unternehmen. Ein öffentlicher Wachgang für alle Bürger der des Reiches Freyen Stadtt war stets für den Peter- und Paulstag befohlen. Der alten Ordnung folgend wird sich der Nachtwächter am Freitag, 15. Juni, "unangekündigt" wieder auf den Weg machen, einen Teil der Stadtbefestigung abzugehen und die Wachbereitschaft an den Toren und auf den Türmen überprüfen.

Der Stadtmauergang beginnt um 20.00 Uhr am Georgsbrunnen vor der Münze in der Maximilianstraße. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, Karten gibt es vor Ort oder in der Tourist Info Speyer.

Nachtwächterei & Pilgerstube zu Speyer

08.06.2018


1,2 Millionen Euro für die Kultur - Kulturelle Spielstätten im Rathausensemble werden ertüchtigt

Vorbereitende Arbeiten zur Schaffung eines barrierefreien Zugangs zum Alten Stadtsaal

Speyer/Zimmertheater - Am Zimmertheater in Speyer begannen in dieser Woche die ersten Arbeiten zur Schaffung eines neuen Treppenaufgangs aus dem Gewölbekeller. Nach dem Kulturbeutel-Festival geht der Alte Stadtsaal in die Generalsanierung und auch im Historischen Ratssaal wird in den Sommermonaten nachgebessert, was den Brandschutz sowie die Flucht und-Rettungswege angeht.

Oberbürgermeister Hansjörg Eger hat damit ein ganzes Paket von Maßnahmen auf den Weg gebracht, um die kulturellen Spielstätten im Rathausensemble den gesetzlichen Forderungen anzupassen und Gefährdungen von Publikum und Akteuren auszuschließen.

„Kultur ist ein Markenzeichen unserer Stadt“, sagt Eger, „und deshalb müssen wir auch dafür sorgen, dass unsere Veranstaltungsräume den aktuellen gesetzlichen Vorgaben entsprechen und die Sicherheit der Besucherinnen und Besucher gewährleistet bleibt“. Dies betrifft in erster Linie bauliche Anpassungen durch geeignete Flucht- und Rettungswege, die Frischluftversorgung der Räume, den vorbeugenden Brandschutz, die Ersatzstromversorgung mit der notwendigen Sicherheitsbeleuchtung, die Schwerentflammbarkeit und nicht Brennbarkeit von Baustoffen und nicht zuletzt die Bemessung der höchstzulässigen Personenanzahl in den Versammlungsräumen.

In den nächsten Monaten wird viel Geld in die Veranstaltungssicherheit und in die Sanierungsmaßnahmen fließen: Mit rund 1,2 Millionen Euro werden die Arbeiten im Alten Stadtsaal zu Buche schlagen, wobei der Löwenanteil dieser Kosten aus einem Investitionsprogramm des Bundes gefördert wird. 20.000 Euro wird die Stadt in die Ertüchtigung des Zimmertheaters stecken. Eine lohnende Investition, so Eger, um das kulturelle Profil der Domstadt weiter zu stärken.

Stadt Speyer

01.06.2018


Sehr groß, sehr kantig, sehr „Kunst“

Eröffnung der Kunsthalle Mannheim nach dreijähriger Bauzeit am Freitag, den 01. Juni 2018.

Von Maria Benita Braun

Mannheim/Kunsthalle - Der monolithische wirkende Bau, der von außen in ein engmaschiges, bronzefarbiges Metallgitter eingehüllt ist, soll der Stadt Mannheim den Anschluss an die internationale und nationale Topliga der Kunstwelt langfristig sichern. Diese Parole gibt Frau Dr. Ulrike Lorenz, die Direktorin der Kunsthalle, nicht ohne Stolz aus.

Der Besucher betritt den großen Bau, lässt den Straßenlärm der Ringstraße um den Wasserturm hinter sich und findet sich sogleich in der zentralen Einheit des neuen Gebäudes wieder. Helles, weißes Licht umfängt ihn.  Ein großzügiges Atrium, das zu allen Seiten Einblicke und Ausblicke zulässt fungiert als Mittelpunkt der neuen Kunsthalle. Die blockartige Architektur gibt die Struktur des Gebäudes vor. Die geraden Linien und vielen gebäudehohen Glasflächen und Dachfenster strahlen Ruhe und Klarheit aus. Um das Atrium gruppieren sich 13 Ausstellungsflächen, Kuben genannt, in denen die einzelnen Abteilungen untergebracht sind. Die sparsame Bestückung der hohen, großen Räume wirkt großzügig und modern.

v.l.: Ehrenbürger Manfred Fuchs, Kulturbürgermeister Grötsch, Museumsleiterin Dr. Lorenz, Kurator Heiko Daniels

Die „Stadt in der Stadt“ soll allen offen stehen, so der Wunsch der Verantwortlichen, eine neuer Typus von Museum soll an den Alltag der Menschen anknüpfen; barrierefreie Zugänge und ein umfassendes digitales Angebot seinen da nur der Anfang, so Dr. Lorenz.

Tatsächlich kann sich jeder in der großen Halle des Museums aufhalten und dort verweilen. Auch die große interaktive Wand, die man berührungslos bedienen kann, darf und soll auch ohne Eintrittskarte benutzt werden. Hier kann man sich die wichtigsten Ausstellungsstücke heranzoomen und erhält Hintergrundinformationen zu Künstler, Geschichte und Standort im Museum. Mit der zugehörigen App kann man sich Bilder seiner Lieblingskunstwerke sogar auf sein Handy laden und so auch mit nach Hause nehmen.

Geplant sei auch eine Art interaktives Spiel fürs Handy, in dem Kinder in Gruppen oder alleine Elemente in oder an Kunstwerken finden und ihren eigenen Avatar kreieren können, erklärt der fürs Digitale verantwortliche Heiko Daniels.  Bereits jetzt könne man sich allerdings von der museumseigenen App durchs Gebäude leiten lassen und sich dabei Hintergrundinformationen auf dem eigenen Handy ansehen und anhören. Den digitalen Museumsführer gibt es auch als Version für Kinder, was einen Museumsbesuch vielleicht für das junge Publikum attraktiver macht.

Langfristig soll die ambitionierte Idee umgesetzt werden, dass Besucher mit Hilfe der App sich ihren eigenen Katalog auf 16 oder 32 Seite zusammenstellen können, beim Verlassen des Museums bezahlen und den Katalog in Buchform gedruckt nach Hause geschickt bekommen.

Zur Eröffnung der Kunsthalle haben die Kuratoren Werke des bekannten Fotokünstlers Jeff Wall – der Name ist hier durchaus Programm- ins Haus geholt. Großformatige, oft hinterleuchtete Fotos von Alltagssituationen, die zufällig wirken, aber vom Künstler teilweise minutiös inszeniert oder auch nachbearbeitet wurden.

Die Ausstellung trägt den Namen „APPEARANCE“ und ist noch bis zum 09. September zu sehen. Ähnlichkeiten mit berühmten Vorbilder aus der Malerei sind da natürlich nicht zufällig, sondern beabsichtigt. Zur Eröffnung der Ausstellung ist der Künstler selbst anwesend und erklärt den Anwesenden, dass er bis heute seine teils riesigen Bilder in einer eigens dafür gebauten Dunkelkammer selbst entwickle, da er mit den Abzügen der Webefotografie, die als einzige derartige Formate herstellen könne, nicht zufrieden gewesen sei.

Die Vielfalt der Kunstwerke, die man in den einzelnen Abteilungen sehen kann, beeindruckt. Teilweise handelt es sich sehr ästhetische Arrangements, teilweise um verstörende Installationen, wie die des südafrikanischen Künstlers William Kentridge. Eine eindringliche, sehr laute Video- und Klanginstallation in einem abgedunkelten Raum, die sich nicht auf den ersten Blick erschließt.

Doch Frau Dr. Lorenz fasst das so zusammen: „Die Kunsthalle versteht sich als Vermittler zwischen dem Besucher und der Fremdartigkeit der Kunst. Die Aufgabe des Museums besteht auch in der Fremdheitsvermittlung, daher ist das Selbstverständnis dieses Museums auch, eine politische Rolle in der Gesellschaft zu spielen.“

Während im Neubau die moderneren Arbeiten ihren Platz gefunden haben, präsentieren sich im wunderschönen Jugendstilbau die Sammlungen des Museums. Hier hat beispielsweise die Graphische Sammlung ihren Platz gefunden und zeigt einige der bedeutendsten Arbeiten des Mannheimer Hofmalers Carl Kuntz in frisch restaurierter Form.

Im Außenbereich im neugestalteten Skulpturengarten wandelt man zwischen den Kunstwerken an (bedingt) frischer Luft und kann danach nach so viel Kunst im neugestalteten Restaurant LUXX direkt am Eingang des Museums mit Blick auf den Wasserturm aus ungewöhnlichen internationalen und  traditionell badischen Spezialitäten auswählen.

Dieses ambitionierte Projekt von einem Budgetvolumen in Höhe von insgesamt 68,3 Millionen Euro konnte nur durch außergewöhnliches privates Engagement des SAP-Mitbegründers Hans-Werner Hector und seiner Frau Josephine Hector im Rahmen von 50 Millionen Euro verwirklicht werden.

Durch eine Stiftung und ein dauerhaftes Engagement von Firmen aus der Region, aber auch  Einzelpersonen soll die Finanzierung sichergestellt bleiben.

Die Kunsthalle Mannheim eröffnet offiziell am Freitag, 01.06. ab 18.00Uhr.

Montags bleibt sie geschlossen, ansonsten ist sie täglich von 10-18 Uhr geöffnet, mittwochs sogar bis 20 Uhr.

Für weitere Infos: www.kuma.art

Besuchertelefon: 0621-2936423

Impressionen aus der Kunsthalle und von der Einweihung:

31.05.2018


Speyer Kult(o)urnacht 2018 wieder ein voller Erfolg

Von Daniel Kemmerich

Speyer - Bei herrlichstem Kaiserwetter haben sich am Freitag, dem 25.05.2018 zwischen 19 und 1 Uhr Nachts wieder zig tausende auf die Straßen Speyers begeben um die Kult(o)urnacht zu feiern.

Natürlich war auch Speyer 24/7 News wieder für euch mit dabei.

31 Kultureinrichtungen öffneten ihre Pforten und Türen für die Besucher. Mit dabei in diesem Jahr erstmalig das Bistum Speyer mit dem Kaisersaal und der Möglichkeit zur Turmbesteigung.

Dies wurde auch überragend gut angenommen und über 2.500 Menschen nutzen an diesem Abend die Gelegenheit hierzu. Das Bistum hat bereits angekündigt auch im nächsten Jahr wieder mit dabei zu sein.

Einige Impressionen der Kult(o)urnacht 2018 sehen Sie in den folgenden Videoclips und dem Fotoalbum, viel Spaß.


Die Trommelgruppe Afabato, aus Speyer, in der Gedächniskirche


360 Grad Rundgang auf dem Altpörtel, Speyer

 

 

Kulturnacht, Sandmalerei in der Sparkasse Vorderpfalz, Speyer mit Künstlerin Frauke Menger


Impressionen der Kult(o)urnacht 2018 in Speyer

Text und Foto: Speyer 24/7 News, dak Video: Speyer 24/7 News, mah

28.05.2018

 

Domturm Anziehungspunkt während Speyerer „Kultu(o)rnacht“

2520 Besucher in Kaisersaal und auf dem Südwestturm – Blick auf Fresken und das nächtliche Speyer wecken spürbare Begeisterung

Speyer - Riesengroß war das Interesse an einem Besuch von Kaisersaal und Südwestturm während der Speyerer Kult(o)urnacht. Die beiden Bereiche im Westbau des Speyerer Doms waren erstmals teil des Programms.

Von Beginn an bildete sich in der Vorhalle des Doms eine lange Schlange, die im Laufe des Abends immer länger werden sollte. Da sich aus Sicherheitsgründen maximal 50 Personen im Turm aufhalten dürfen, musste für den Blick auf das nächtliche Speyer eine Wartezeit von bis zu einer Stunde in Kauf genommen werden.

Von Anfang bis Ende war der Turm maximal gefüllt, so dass von 19 – 24 Uhr 2520 Besucher gezählt werden konnten. Im Kaisersaal hörten die Menschen viertelstündlich einen Vortrag zu der Geschichte des Westbaus und der Domausmalung und bekamen Infos zu den dort ausgestellten monumentalen Fresken.

„Wir freuen uns riesig über das immense Interesse an der Turmbesteigung während der Kult(o)rnacht,“ so Bastian Hoffmann, der Leiter des Dom-Besuchermanagements.

„Es war toll, die Begeisterung der Menschen zu erleben. Unsere Besucher kamen mit viel guter Laune und verließen uns mit bleibenden Eindrücken. Kaisersaal und Südwestturm haben spürbar Erstaunen geweckt. Wir planen auf jeden Fall, im nächsten Jahr wieder dabei zu sein.“

Domkapitel Speyer

28.05.2018


„Wieviel Geld braucht die Kunst? Kulturarbeit unter ökonomischen Druck."

Speyer / Alter Stadtsaal - Unter diesem Titel wird am Montag, den 04.06.18 um 20 Uhr über die ökonomische Basis der Kulturarbeit in Speyer und darüber hinaus diskutiert werden. Der Abend beginnt mit einer Standortbestimmung innerhalb des Diskurses um die Ökonomisierung sozialer und kultureller Lebensbereiche. Im Anschluss an diesen Inputvortrag von Theresa Schnell,  wird mit Kulturschaffenden aus Speyer, sowie mit Vertreter*innen der (Kultur-)Politik  ausgehend von ihrer beruflichen Erfahrung und Praxis diskutiert werden.

Schon seit einiger Zeit kämpft das Kinder - und Jugendtheater ums Überleben. Trotzdem werden die drei festangestellten Kulturschaffenden und die zahlreichen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer nicht müde unser Speyerer Theaterfestival, den „Kulturbeutel“ auf die Beine zu stellen. Dieses Jahr steht aber nicht nur Theater und Musik auf dem Programm, sondern auch die finanziellen Engpässe des Theaters werden thematisiert. Schon um 18 Uhr lädt das Kinder- und Jugendtheater Team ein die Vernetzung von Schule und Theater neu zu denken. Im Anschluss daran wird sich dann auf das eigentliche Problem des fehlenden Geldes konzentriert. Der Speyerer Theaterverein ist aber nicht alleine mit seinen Sorgen. In ganz Deutschland kämpfen Kulturschaffende um eine solide Finanzierung. Staatliche Förderung von Kulturbetrieben wird in Relation zur wirtschaftlichen Entwicklung kontinuierlich reduziert, nicht zuletzt wegen der hohen Verschuldung der Kommunen.

Theresa Schnell, bildende Künstlerin, hat die Frage nach den ökonomischen Bedingungen der Kulturarbeit über ihre eigene künstlerische Praxis hinaus beschäftigt. Nach ihrer künstlerischen Ausbildung in Dresden studiert sie darum den Master „Ökonomie und Gesellschaftsgestaltung“ an der Cusanus Hochschule in Bernkastel-Kues. Dort beschäftigen sich die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit dem Verhältnis von Wirtschaft und Gesellschaft. Der Prozess der Ökonomisierung ist dabei von zentraler Bedeutung. Er beschreibt die Übertragung ökonomischer Rationalitäten auf Bereiche, die – unter anderem, weil sie keine eindeutig bepreisbaren Produkte herstellen – bisher außerhalb der Marktwirtschaft organisiert waren; So kann etwa der Wert eines Theaterstückes für unsere Gesellschaft, aber auch für den einzelnen Menschen schwerlich als Zahl ausgedrückt werden.

Die Diskussion am Montagabend soll aber nicht mit der Problematisierung enden. Gemeinsame Organisierung, wie beispielsweise in Gewerkschaften und Verbänden, kann eine Art des Widerstands gegen die Marktlogiken sein. Ein konkretes Beispiel künstlerischer Solidarität wird Theresa Schnell in ihrem Vortrag vorstellen. Welche Möglichkeiten die Speyerer Theatermacher*innen und Politiker*innen sehen wird im Anschluss gefragt. Ein Platz in der Runde ist reserviert für die Zuschauerinnen und Zuschauer, die diesmal mehr dürfen als nur gucken. Einmischen ist ganz im Sinne der jungen Speyerer Initiative erwünscht. Es ist schließlich unsere Kultur, um die es am Montagabend im Kulturbeutel gehen wird.

inSPEYERed, Hannah Heller

25.05.2018


Malteser Grabtuchausstellung fasziniert 13500 Besucher

Ausstellung in der Domkrypta ging nach Verlängerung an Christi Himmelfahrt zu Ende

Schwestern des Klosters St. Magdalena Speyer bei einer Führung.

Speyer/Domkrypta -  13500 Menschen unterschiedlicher Nationen und Motivation sind in der Malteser-Ausstellung zum Turiner Grabtuch auf Spurensuche gegangen und haben sich mit der Frage „Wer ist der Mann auf dem Tuch?“ auseinandergesetzt. Es waren Familien und Schulgruppen, Touristen aus Russland oder Asien, Ordensschwestern genauso wie Biker-Gruppen – sie alle hat das meistuntersuchte Textil der Weltgeschichte auf seine ganz eigene Art fasziniert und berührt.

Die Ausstellung unter der Schirmherrschaft von Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann und mit freundlicher Unterstützung des Domkapitels war zunächst von Mitte März bis Ende April geplant und wurde dann aufgrund des großen Zuspruchs um zehn Tage bis Christi Himmelfahrt verlängert.

Die Malteser-Ausstellung faszinierte Groß und Klein.

"Ich freue mich, dass die Ausstellung in der Krypta so großes Interesse gefunden hat. Auch die vielen Nachfragen in unserer Dom-Info aus Interesse an einer Vertiefung des Gesehenen, zeugen von der Faszination des Schicksals des Mannes auf dem Tuch. Ein tieferes Sehen im Glauben erkennt im Gekreuzigten den auferstandenen Herrn. Dieser Schritt vom Sehen zum Glauben liegt allein bei der Betrachterin, beim Betrachter. Ich wünsche mir, dass viele Menschen angesichts der Ausstellung diesen Schritt vom Sehen zum Glauben getan haben oder ihren Glauben vertiefen konnten“ sagte Weihbischof und Dompropst Otto Georgens.

„Mit der Fasten- und Osterzeit hätte es im Jahr kaum eine bessere Zeit für die Ausstellung „Wer ist der Mann auf dem Tuch?“ in der Krypta unseres Speyerer Domes geben können.

Es ist schön, dass die Ausstellung auf ein so reges Interesse gestoßen ist. Beeindruckt haben mich vor allem die Zeugnisse, die die Besucher in dem ausliegenden Büchlein hinterlassen haben. Sie zeugen davon, wie sie das Schicksal des Mannes auf dem Tuch bewegt und zum Teil auch näher an die Person Jesus von Nazareth herangeführt hat“ fügt Schirmherr Bischof Wiesemann hinzu.

Dirk Wachsmann, Diözesangeschäftsführer der Malteser resümiert dankbar: „Nachdem wir die Zusage vom Domkapitel erhalten hatten, die Ausstellung in der Krypta zu präsentieren, waren wir zuversichtlich viele Menschen im Bistum ansprechen zu können. Dass wir letztendlich eine so große Anzahl und Vielfalt von interessierten Besuchern erreichen konnten, war nicht abzusehen und freut uns sehr. Ein großer Dank geht an alle Mithelfer, die sich ehrenamtlich als Aufsicht oder Ausstellungsführer für das Projekt engagiert haben. Ohne sie wäre dieser Erfolg nicht möglich gewesen.“ Über 435 Stunden wurden durch die Malteser seit Anfang März ehrenamtlich im Rahmen der Ausstellung geleistet.

Die Ausstellung zeigte unter anderem eine originalgetreue Kopie des Turiner Grabtuchs sowie einen Korpus, der nach einer 3D-Betrachtung der Tuchabdrücke gefertigt wurde.

Weitere Informationen erhalten Sie unter www.malteser-turinergrabtuch.de und www.malteser-speyer.de

Sehen Sie hier das Video zur Ausstellungseröffnung:

Text und Foto: Malteser Speyer Video: Speyer 24/7 News, mah

22.05.2018


Kultur ist für alle da - OB Eger setzt sich für Kulturpass ein

Speyer - Nach den positiven Erfahrungen mit den Speyerer Picknickkonzerten, die im Sommer 2018 zum dritten Mal in Speyerer Parkanlagen ohne Eintritt und mit viel Zuspruch über die Bühne gehen werden, will Oberbürgermeister Hansjörg Eger ein weiteres Projekt zur kulturellen Teilhabe ins Leben rufen. Bald soll es auch in der Domstadt einen „Kulturpass“ geben.  Damit können Menschen mit geringem Einkommen kostenlos Kulturveranstaltungen besuchen. Deren Teilhabe am kulturellen und gesellschaftlichen Leben soll mit einem „Kulturpass“ gefördert werden.

Bevor bei Konzertveranstaltungen und im Theater Plätze frei bleiben, können diese Karten auch anderweitig vergeben werden, so der Oberbürgermeister. „Ich möchte mit einem Kulturpass erreichen, dass Menschen mit wenig Geld in den Genuss von kulturellen Darbietungen kommen“, sagt Eger, auch in seiner Funktion als Kulturdezernent.

"Stuttgarter Saloniker" bei den Picknickkonzerten 2017

Mehrere Modelle kämen dafür in Betracht: In der Metropolregion Rhein-Neckar sei bereits der Verein „Kulturparkett Rhein-Neckar“ aktiv, dem man sich anschließen könne. Andere Städte in Rheinland-Pfalz wie Koblenz oder Kaiserslautern würden mit der bundesweiten Aktion „Kulturloge“ zusammenarbeiten. „Kultur darf kein Luxus sein. Kultur ist für alle da.“ – Das ist das Motto des Vereins „Kulturparkett Rhein-Neckar“. Seit 2013 engagiert sich der Verein gegen die Ausgrenzung von Menschen mit geringem Einkommen aus dem Kulturleben. Gestartet ist er in Mannheim, mittlerweile ist er auch in Heidelberg, Schwetzingen und Ludwigshafen aktiv. Das Kulturparkett ist ein professioneller Träger, der mit den Sozialbehörden zusammenarbeitet.

Eine Alternative zum Kulturparkett wäre die sog. „Kulturloge“, die die Auszeichnung des Bundesverbandes für Bürgerschaftspreise erhalten hat. Die Kulturloge etabliert sich als Verein und arbeitet mit vielen verschiedenen Partnern auf lokaler Ebene zusammen. Ein Vorteil der Kulturloge ist, dass sie ehrenamtlich tätig ist.

Eger will beide Modelle im nächsten Kulturausschuss vorstellen und danach auch für Speyerer Bürgerinnen und Bürger mit geringem Einkommen einen Kulturpass einführen und damit kulturelle Teilhabe ermöglichen.

Text: Stadt Speyer Foto: Speyer 24/7 News, dak

22.05.2018


"Reinig, Braun + Böhm: Von Folk bis Kammerblues" - ein musikalischer pfälzer Abend

Paul Reinig, Peter Braun, Rüdiger Böhm

Speyer - Reinig, Braun + Böhm traten zum zweiten Mal im Rahmen der Reihe „Kultur im Fachkraftwerk auf. Die drei Musiker spielten ein unterhaltsames, abwechslungsreiches Repertoire mit Tiefgang. Im Programm hatten sie vergrabene Kostbarkeiten aus alter Zeit, Gedichtvertonungen, traditionelle Lieder und Tänze aus der Pfalz sowie einige Neuinterpretationen von Songs deutscher Liedermacher. Ihre Musik verbindet Folk, Chanson, Blues und „Pfälzer Rock’n Roll“ mit kammermusikalischen Elementen, kurzum es war ein unterhaltsames, abwechslungsreiches Konzert.

Vielfältig war nicht nur die Liedauswahl, auch das Instrumentarium entsprach dem. So spielte Paul Reinig diatonisches Knopfakkordeon, Gitarre und Irish Bouzouki, Peter Braun Gitarre sowie Rüdiger Böhm Klavier, Blockflöten, Krummhorn. Im Laufe des Konzerts nahmen die Musiker ihre Zuhörer auf eine musikalische Reise durch die Pfalz. Neben einigen traditionellen Tänzen gab es Lieder zum Thema Wein („Uf'm Woifeschd“, „De Hoddedrächer“) oder Jahreszeitliches („Lehmklumpe-Blues“, „E neies Friehjohr kummt ins Land“). Nicht fehlen durfte „Verzehl ma nix“, ein Lied das gut zum Anspruch von Reinig, Braun + Böhm passt, des Volkes Musik jenseits aller Klischees oder Volkstümeleien zu spielen.

Erstmals griffen die Musiker auf eine weitere ihrer Wurzeln zurück, deutschsprachige Liedermacher, geprägt aus der „Burg Waldeck Zeit“. Damit hielten hochdeutsche texte Einzug ins Repertoire. An diesem Abend spielten sie u. a. Lieder von Georg Danzer oder Philip Poisel. Auch ein Ausflug ins benachbarte Elsaß durfte nicht fehlten. Mit dem „Hans im Schnoogeloch“ warf man einen Blick in unsere Nachbarschaft. Zusammengefasst lässt sich festhalten, dass die Zuhörer einen gelungenen musikalischen pfälzer Abend erlebten.

CoLab gemeinnützige GmbH, Andreas Scherer

08.05.2018


Zwei Jahrhunderte Chorgesang

Mozartchor Speyer feiert in diesem Jahr ein ungewöhnliches Jubiläum

Den Sack zugemacht hat der Vorstand des Mozartchors Speyer Ende Dezember letzten Jahres: Drei Konzerte und ein Festakt sind die Eckpunkte des Jubiläumsjahres 2018, in dem der Mozartchor seinen 200. Geburtstag feiert. Kaum eine musikalische Vereinigung im weiten Umkreis dürfte auf eine so lange Tradition zurückblicken können. Den Komponisten Mozart führt der Chor zwar erst seit 1946 im Namen, sein künstlerisches Wirken und seine organisatorische Kontinuität aber reichen zurück bis zur Gründung des Musikvereins Speyer am 9. November 1818.

Vorstandsmitglied Ulrich Schalck hat für eine Jubiläums-Publikation im Herbst den Etappen der Chorgeschichte nachgespürt. „Allein, dass der Chor im Lauf der Zeit sieben verschiedene Namen geführt hat, zeugt von der wechselvollen Geschichte des Vereins“, resümiert er. Von „Musikverein“ über „Cäcilienverein“ und „Liedertafel“ bis „Mozartchor“ spannt sich der Bogen, unterbrochen von der Gleichschaltung im „Deutschen Musikverein“ der NS-Zeit. Zweimal hat der Chor auch einen Doppelnamen geführt: „Liedertafel-Cäcilienverein“ im ersten Viertel des 19. Jahrhunderts und „Mozartchor/Capella Spirensis“ in den 80er und 90er Jahren.

Das Jahresprogramm beginnt, wie immer in den letzten Jahren, an Mozarts Geburtstag am 27. Januar. Im Unterschied zur sonst üblichen intimen Feierstunde unter dem Titel „Happy birthday, Amadeus!“ lädt der Mozartchor dieses Jahr zu einem „richtigen“ Konzert gemeinsam mit dem Speyerer Kammerorchester in die Kirche St. Bernhard. Zu hören gibt es Chor- und Instrumentalwerke von Wolfgang Amadeus Mozart und John Rutter. Eintrittskarten zu diesem Konzert gibt es bereits bei allen Reservix-Vorverkaufsstellen und in Speyer bei der Buchhandlung Oelbermann.

Zweite musikalische Station des Jahres ist eine sommerliche Serenade in der Gotischen Kapelle des Speyerer Adenauerparks am 24. Juni. Wie schon im Januar 2016 wird dabei neben der großen Chorbesetzung auch wieder der junge Chor mitwirken, der sich zum Teil aus ehemaligen Schülerinnen von Dirigent Dieter Hauß zusammensetzt.

Die eigentlichen Feierlichkeiten schließlich folgen im Spätjahr, in zeitlicher Nähe zum Gründungsdatum 9. November. Im Zentrum steht dabei das Jubiläumskonzert am 3. November in der Dreifaltigkeitskirche. Zusammen mit der Kammerphilharmonie Mannheim führt der Chor das Deutsche Requiem von Johannes Brahms und die unvollendete h-Moll-Sinfonie von Franz Schubert auf.

Bereits eine Woche vorher, am 28. Oktober lädt der Mozartchor zu einem Festakt in die Speyerer Stadthalle. Mitglieder, Freunde und Förderer des Chors sollen geladen werden, dazu offizielle Personen des politischen und öffentlichen Lebens. „Auch wenn am genauen Programm noch gefeilt wird“, so Presseverantwortlicher Christian Huber, „steht doch eines fest: Die musikalische Gestaltung übernimmt auf jeden Fall der Chor selbst.“

Mozartchor Speyer e. V.

09.01.2018


3.190,- EUR gehen 2017 an verschiedene Einrichtungen in und um Speyer

Nachtwächter übergibt traditionelle Jahresspende

Dank der Erlöse aus den Vollmondgängen und anderen Aktionen beträgt die diesjährigen Spendensumme 3.190 Euro.

Speyer - Alle Jahre wieder nutzt der Nachtwächter seinen letzten öffentlichen Rundgang im Jahreslauf auch dafür, um seine traditionelle Nachtwächter-Spende an verschiedene soziale und karitative Einrichtungen und Projekte zu übergeben.

Bereits zum 15. Mal fand nun am Brezelbrunnen auf dem Königsplatz die symbolische Spendenübergabe statt. Der “wohlleibliche Herre Nachtrath” Otmar Geiger zeigte sich darüber erfreut, dass auch in diesem Jahr wieder ein "ordentlicher" Spendenbetrag zusammengekommen sei. "Dies ist aber nur dank der Unterstützung all der Menschen möglich, die 2017 an den Nachtwächterrundgängen in Speyer teilgenommen haben”, gab er den Beifall der bereits auf den Rauhnachtgang "zwischen den Jahren" wartenden Besucher aus der ganzen badisch-pfälzischen Region zurück.

Der “wohlleibliche Herre Nachtrath” Otmar Geiger gemeinsam mit einer Gruppe beim Vollmondrundgang

Dank der Erlöse aus den Vollmondgängen und anderen Aktionen beträgt die diesjährigen Spendensumme 3.190 Euro. Damit beläuft sich der Gesamtbetrag der Jahresspenden seit 2003 inzwischen auf 38.787,50 Euro. Da es ihm und seiner Familie, so Geiger, aus eigener Erfahrung immer wieder ein Herzensanliegen sei, kinder- und jugendfördernde Maßnahmen zu unterstützen, werden neben dem Förderverein Kindernotarztwagen Speyer auch in diesem Jahr wieder verschiedene Projekte und kleinere Aktionen in und um Speyer mit Förderbeiträgen bedacht.

Der Nachtwächter bedankte sich zugleich bei allen Medien in Speyer, der Pfalz und im Badischen für die in 2017 gewährte Unterstützung. Dank deren Terminhinweise seien viele Menschen nach Speyer gekommen, um den Nachtwächter bei einem seiner historischen Wachgänge zu begleiten. Der nächste Rundgang mit dem "wohlleiblichen Herre Nachtrath" ist der traditionelle Neujahrsruf, der am 2. Januar durch eine Vollmondnacht führt und um 19.00 Uhr am Brunnen auf dem Königsplatz beginnt.

Weitere Termine und Informationen unter www.erlebnis-speyer.de und natürlich bei Speyer 24/7 News.

Text: Nachtwächterei & Pilgerstube Speyer, Ottmar Geiger Foto: Alex

28.12.2017


Ende der Rede von Bundespräsident Frank Walter Steinmeier zur Übergabe der Kunsthalle Mannheim


SWR4 Sommertour macht Halt in Speyer

von Daniel Kemmerich

Speyer - Genießen Sie den Sommer daheim? Dann kommen wir zu Ihnen und bringen die Musik einfach mit! An sechs Orten in Rheinland-Pfalz stehen junge Künstler wie Kerstin Ott, Julian David und viele andere auf der SWR4 Bühne.

Feiern Sie den Sommer mit der besten deutschen Musik!

Die Gelegenheit hierzuu bekamen die Speyerer am Donenrstag, dem 17.08.2017 auf dem Marktplatz gegenüber des historischen Rathauses Speyer. Kerstin Ott bot in 2 Sessions viele bekannte aber auch neue Hits und war den Bürgern stets nahe. Nicht nur auf der Bühne sondern auch in der, wohlverdienten Pause, war Sie für ihre kleinen und großen Fans da. Sie stand Rede und Antwort und war auch für die vielen "Selfie"wünsche der Fans offen.

Ein sehr schönes Event von SWR 4 welches die kleine Bühne aufgebaut und das Event organisiert hatte. Drum herum gab es ebenfalls vieles das geboten wurde, über Glücksradaktion fürden guten Zweck bis hin zu Informationen Rund ums Programm vom SWR gab es vieles zu sehen und zum mitmachen.

Jeder der dort war war absolut begeistert und es bleibt zu hoffen das wir bald wieder das Glück haben ein, solch spontanes, Konzert in Speyer erleben zu dürfen.

Sehen Sie hier das Fotoalbum zum Auftritt von Kerstin Ott:

Lesung von "Elwenfels2"

Sehen Sie hier eine Videoimpression von Markus Hild zur Lesung:



Picknickkonzert mit den Stuttgarter Saloniker großer Erfolg

Das Picknickkonzert das letzten Sonntag stattfand erfreute sich großem Interesse.

Sehen Sie hier das Fotoalbum zur Veranstaltung:


Sehen Sie hier eine Videoimpression zum Konzert:

Foto: dak Video: mah


Neuer Sonderstempel in Speyer

Helmut Kohl – Trauerakt im Europaparlament

(hs) Zwei neue Sonderstempel würdigen Altkanzler Helmut Kohl, den Kanzler der Einheit, der am 01.07.2017 in Speyer beigesetzt wurde. Die Deutsche Post gedenkt mit einem Sonderstempel in Speyer  

Trauerakt im / Europaparlament / Helmut Kohl / * 1930 † 2017.

Zeitnah kam auch in Ludwigshafen ein weiterer Sonderstempel  „Abschied von Helmut Kohl“ zur Ausgabe.

Landesverband Südwestdeutscher Briefmarkensammlervereine Detlev Moratz (links im Bild), Harald Janssen vom BSV Speyer (rechts)

Das „Erlebnis: Briefmarken“- Team Pforzheim war am 21.07.2017 im Postbank-Finanzcenter Speyer, Wormser Str., 67346 Speyer vor Ort und führte diesen Stempel mit. 

Zusätzlich wurde für die Präsentation ein vom Erlebnis-Briefmarkenteam besonderer Briefumschlag mit der am 11. Oktober 2012 verausgabten  Briefmarke zu 55 Cent für Helmut Kohl und den zwei Sätzen "Kanzler der Einheit" und "Ehrenbürger Europas" aufgelegt, der nur vor Ort erhältlich war.  Helmut Kohl war der zweite und bislang letzte Ehrenbürger Europas. Der erste Ehrenbürger war Jean Monnet (1888-1979), der als "Vater Europas" gilt. Ihm wurde ebenfalls zu Lebzeiten- eine Briefmarke der damaligen Deutschen Bundespost gewidmet.

Zeitgleich hatte der Briefmarkensammlerverein Speyer einen Präsentationsstand in der Postgalerie Speyer aufgebaut und die beiden Belege mit dem Speyerer und Ludwigshafener Sonderstempel angeboten.  Es wurden  an  diesem Stand auch ältere Belege mit Briefmarken und Sonderstempeln von Speyer angeboten. Bereits um 15:00 Uhr waren die Belege vergriffen, so die Information des 1. BSV-Vorsitzenden Harald Janssen. 

Wegen der verspäteten Ankündigung wird die Stempelfrist bis 14.08.2017 für Interessenten in ganz Deutschland verlängert berichtet Janssen. Die Adresse für schriftliche Stempelaufträge lautet: Deutsche Post AG, Niederlassung Sonderstempelstelle 92627 Weiden


Nicht jeder kommt am Wächter der Brücke des Todes vorbei

Kinder und Jugendliche präsentieren Ergebnisse ihrer einwöchigen Theaterfreizeit

Die Theaterfreizeit des Kinder- und Jugendtheaters Speyer hat am Samstag (15.07.2017) die Ergebnisse ihrer einwöchigen Beschäftigung mit den Darstellungsformen des Theaters präsentiert. Die Show war eine lockere Abfolge von Szenen.

Mit dem Eröffnungssong "Wir sind happy to bring our show to you" begann die eineinhalbstündige Vorführung, die von zahlreichen Eltern, Großeltern und Freunden der Kinder verfolgt wurde. Besonders beeindruckend waren jene Szenen, die ohne Worte auskamen und wo sich der Zuhörer die Geschichte aus den Gesten der Schauspieler imaginieren musste. Lustig waren die Sketche, die die Show auflockerten. Einer der Betreuer erzählte etwas und ständig kam einer der Schüler zu ihm, um ein Kleidungsstück von ihm zu erbeten, was er dann auch ausziehen musste. Am Ende stand er dann nur noch in der Unterhose und Socken dar, und als die letzte Hose auch noch jemand beanspruchte, suchte der Betreuer dann schliesslich das Weite.

In einer anderen Szene bekommt ein Junge eine Stelle nachdem er auf einem Amt drei Fragen richtig beantwortet hat. Er verrät einem anderen Arbeitslosen die Antworten, worauf dieser selbstbewusst zum Amt geht. Er gibt genau die Antworten, die ihm der Junge mitgeteilt hat, aber weil die Fragen nicht dieselben sind wie vorher, verheddert sich der Arbeitslose und gibt ausschliesslich falsche Antworten. Um einstudierte Antworten geht es auch in der Disco-Szene, die beweist, dass auswendig gelernte Sprüche bei gleichzeitigem Ausbleiben von Charme kein Erfolgserlebnis beim Kennenlernen von Frauen nach sich zieht.

Auch der Deutschkurs für türkische Migranten ist skurril. Den Immigranten wird kein Deutsch, wie man es in der Schule lernt, beigebracht, sondern ein Deutsch, das sich anhört, wie wenn türkische Jugendliche sich umgangssprachlich unterhalten. Zwischendurch gibt es immer wieder Szenen aus "Warten auf Godot" von Samuel Beckett, einem der populärsten Stücke auf deutschen Bühnen. Sehr komisch ist auch jene Szene, in der fünf Kinder in die Rolle von Rittern schlüpfen. Das erinnert doch sehr stark an Monthy Phython. Der erste Ritter wird gefragt, wie sein Name ist, was seine Lieblingsfarbe ist und wo er hin wolle. Der Gefragte antwortete, er sei Sir Lancelot, seine Lieblingsfarbe sei blau und er sei auf der Suche nach dem Heiligen Gral. Er darf die Brücke passideren. Der zweite und dritte Ritter scheitern an der Brücke des Todes, weil sie entweder eine Farbe falsch benennen oder nicht wissen, was die Hauptstadt von Assyrien ist.

Zuletzt kommt König Artus. Als es darum geht, die letzte Frage richtig zu beantworten, stellt er eine Rückfrage, wo sich der Wächter der Brücke des Todes zwischen einer europäischen und afrikanischen Schwalbe entscheiden muss. Der Wächter zögert und kommt nun aufgrund seiner Inkompetenz selber ums Leben. Diese Szene wird mit so viel trockenem Humor gespielt, so dass man glaubt, sie sei - wie bereits erwähnt - einem Film der legendären britischen Komikertruppe entnommen. Wunderbar.

Die Filmindustrie wird auch aufs Korn genommen. Mehrmals muss ein Schauspielteam eine Szene wiederholen. Entweder die Schauspieler sind zu unmotiviert, zu hastig oder zu prollig. Der Regisseur ist ein arroganter Typ, der seine Schauspieler immer wieder anzustacheln versucht. Diese Szene erinnert an Loriots "Klavier-Sketch", der auch mehrmals wiederholt werden muss, weil immer irgendetwas nicht passt. Die Pointe der Jugendlichen in Speyer ist, dass der Kameramann am Ende zugeben muss, dass er vergessen hat, eine Speicherkarte in die Kamera zu tun. Schreiend läuft die Truppe davon.

Die 67 Kinder im Alter von sechs bis vierzehn Jahren konnten in der Woche maximal drei Workshops belegen. Sie beschäftigten sich mit "Schauspiel", "Tanz", "Pantomime", "Sketche"  und "Maskentheater". "Sinn  der Theaterfreizeit war es auch, dass einige Jugendliche mithilfe des Cajons ein Gefühl für Rhythmus bekommen", sagt Ricardo Espinosa.

Nächstes Jahr findet die Familienfreizeit am Meer statt. 25 Familien können daran teilnehmen. Die Theaterfreizeit für Kinder im Alter von sieben bis vierzehnfindet dann täglich von 10 bis 17 Uhr statt. Kevin Herbertz wird ein Musiktheaterstück schreiben, welches mit den Kindern einstudiert wird. Als Dozenten wirken neben ihm auch Ricardo Espinosa und Britta Hoffmann mit. Während die Kinder in der Theaterfreizeit sind, können ihre Eltern entspannen. Geplant sind auch ein Barbecue, Elterntanzkurse mit Ricardo in den Abendstunden und Spiel und Spaß. In der Theaterfreizeit sind auch zwei freie Tage enthalten. Zur Zeit arbeitet das Reisebüro an der idealen Reisemöglichkeit für die Workshopleiter und die Kinder und Jugendlichen der Theaterfreizeit. Wer teilnehmen will, wendet sich an Nicole Schneider (E-Mail info@theater-speyer.de, Tel. 06232-2890750 (Auch in den Theaterfreien wird der Anrufbeantworter abgehört)).

Sehen Sie hier das Video zur Veranstaltung von unserem Mitarbeiter Markus Hild:

Video: Speyer 24/7 News, mah