Speyer 24 / 7 News

Speyer 24/7 News


Ein Abend in der Mikwe

Reihe „Innenräume-Außenperspektiven“
Ein Abend in und rund um die Mikwe…
Donnerstag, 23. November 2017 in Speyer

Starke orthodoxe Frauen, Kabbala und eine Mikwe
Wann? Donnerstag, 23. November 2017, 19.00 Uhr
Wo? Alter Stadtsaal e.V., Kleine Pfaffengasse 9, 67346 Speyer
Was? Film: „Ha-Sodot/ Secrets“ (FR/IL 2007, 120 Minuten, hebräisch/französisch mit englischen Untertiteln)
Wer? Einführung zum Film und anschließendes Gespräch: Prof. Dr. Frank Stern (Universität Wien)

Für Interessierte wird um 18.00 Uhr eine Führung durch die Mikwe in Speyer stattfinden (Judenhof, Kleine Pfaffengasse 20/21). Um Voranmeldung wird gebeten, unter 06232/142265; Treffpunkt vor Eingang Judenhof.

Prof. Frank Stern, Film- und Kulturwissenschaftler, Studium in Berlin und Jerusalem, Promotion an der Universität Tel-Aviv. Gastprofessuren u.a. in den USA und Österreich sowie an der Universität Mainz. Langjähriger Leiter des Zentrums für deutsche und österreichische Studien an der Ben-Gurion-Universität des Negev in Israel. 2004 Ruf an die Universität Wien an, wo er den Schwerpunkt Visuelle Zeit- und Kulturgeschichte am Institut für Zeitgeschichte leitet. 2013 Franz-Rosenzweig-Gastprofessor an der Universität Kassel, danach Gastprofessor für Mitteleuropäische Studien und Kulturdiplomatie an der Andrássy-Universität in Budapest und Gastprofessor für Israel- und Jüdische Studien am Moses Mendelssohn Zentrum in Potsdam. Veröffentlichungen u.a. zur jüdisch-deutschen Kulturgeschichte, zum Antisemitismus seit 1945, zu Arthur Schnitzler, Franz Werfel, Ludwig Börne, zum Filmexil und vor allem zum deutschsprachigen und israelischen Film.

Eine Kooperation der SchUM-Städte e.V. mit Beteiligung des Ministeriums für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur Rheinland-Pfalz.
SchUM-Städte Speyer, Worms, Mainz e.V. wird getragen vom Land Rheinland-Pfalz, den Städten Worms, Speyer und Mainz, der Jüdischen Gemeinde Mainz-Worms, der Jüdischen Kultusgemeinde der Rheinpfalz und dem Landesverband der Jüdischen Gemeinden von Rheinland-Pfalz.

Die jüdischen Gemeinden in Speyer, Worms und Mainz bildeten im Mittelalter den Verbund der SchUM-Städte, der die Architektur, Kultur, Religion und Rechtsprechung der jüdischen Welt zutiefst prägte. Steinerne Zeugnisse – Synagogen, Friedhöfe und Ritualbäder (Mikwaot) – berichten gemeinsam mit den religiösen Überlieferungen von der Blütezeit der SchUM-Städte. Seit 2005 engagiert sich das Land Rheinland-Pfalz für die Aufnahme der mittelalterlichen Synagogen, Friedhöfe und Ritualbäder (Mikwaot) als UNESCO-Welterbe. 2020 wird über das Auswärtige Amt bei der UNESCO in Paris die Bewerbung eingereicht. 2021 fällt die Entscheidung.

Kontakt / Info
SchUM-Städte e.V./ Dr. Susanne Urban (Geschäftsführerin) / Synagogenplatz 2 / D-67547 Worms, www.schumstaedte.de
E-Mail: susanne.urban@schumstaedte.de

SchUM-Städte e.V.


Historische Frauenspuren in Speyer - Frauen-Map geht online

Am Montag, 20.11.2017, geht die „Frauen-Map“ unter www.speyer.de online. Ziel ist, historische „Frauenspuren“ in Speyer im kollektiven Gedächtnis zu erhalten. Präsentiert wird der zeitgemäße Ansatz einer Frauengeschichtswerkstatt am Samstag, 18.11.2017, um 17 Uhr im Historischen Ratssaal. Neben Oberbürgermeister Hansjörg Eger, der die Veranstaltung eröffnet, hat auch Ministerin Anne Spiegel ihre Teilnahme angekündigt. Die junge Liedermacherin Nora Beisel gestaltet den musikalischen Teil des Abends.

Einige der von einem Autorinnenteam zusammengestellten 30 Kurzbiografien von bekannten und weniger bekannten Frauen aus über 1000 Jahren Stadtgeschichte werden exemplarisch vorgestellt. Erinnert wird an Kaiserinnen, Lehrerinnen, Politikerinnen, Künstlerinnen, jüdische Frauen und Geschäftsinhaberinnen  oder Frauen im Widerstand in der NS Zeit.

Das durch das Land RLP geförderte Projekt zeichnet die städtische Gleichstellungsstelle verantwortlich, Kooperationspartnerinnen sind die Volkshochschule, die Stadtbibliothek, das Stadtarchiv/Kulturelles Erbe und das Stadtmarketing der Stadt Speyer.

Der Eintritt ist frei, allerdings ist aus organisatorischen Gründen eine Anmeldung erforderlich: Tel 06232 142267 oder gleichstellungsstelle@stadt-speyer.de.

Stadt Speyer


Luther und die Protestation von Speyer

An Buß- und Bettag unterwegs auf den Spuren des Reichstags von 1529

Die Protestation von Speyer steht im Mittelpunkt eines Rundgangs mit dem Nachtwächter am Buß- und Bettag. Unter dem Motto "De Luder is an allem schuld – gar wahr Orten der Protestatio" geht es durch die abendliche Stadt. Am Ende des Lutherjahres wird der "wohlleibliche Herre Nachtrath" an verschiedenen Stationen noch einmal an das Geschehen während des Reichstags von 1529 erinnern.

Eine Zeit, als die Unterbringung und Verköstigung der vielen Tausend Teilnehmern eine besondere Herausforderung an Rat, Einwohner und Wirte stellten. Er wird aber auch von jenem historisch bedeutsamen Ereignis berichten, das zur Spaltung der christlichen Kirche führte – und zeigen, wo die Protestation von Speyer wirklich ihren Anfang nahm.

Der Protestationsgang am Mittwoch, 22. November, beginnt um 19.00 Uhr am Georgsbrunnen vor der Münze (Maximilianstraße). Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, Karten gibt es vor Ort oder in der Tourist Info Speyer.

Nachtwächterei & Pilgerstube Speyer, Ottmar Geiger


SPEYER.LIT geht in die dritte Runde: Auch 2018 kommen renommierte Autoren ins Historische Rathaus

SPEYER.LIT, die literarische Reihe im Historischen Rathaus, geht in ihr drittes Jahr. Oberbürgermeister Hansjörg Eger und die beteiligten Buchhandlungen haben am 23.10.2017 das Programm für das kommende Jahr vorgestellt. 2018 sind insgesamt sieben Veranstaltungen geplant.

Es sei erneut gelungen, so Oberbürgermeister Hansjörg Eger, zusammen mit den Speyerer Buchhandlungen „große“ Namen der bundesdeutschen Literaturszene nach Speyer zu locken. Die Reihe beginnt am 17. Januar mit einem „Heimspiel“: Der in Speyer geborene Autor Thomas Lehr wird aus seinem neuen Roman „Schlafende Sonne“ lesen, der in den Feuilletons bereits reichlich Furore macht.

Danach folgen zwei Autorinnen: Am 24. Januar Sasha Maria Salzmann mit Ihrem Roman-Debüt „Außer sich“ und am 31. Januar Marion Poschmann mit Ihrem neuen Buch „Die Kieferninseln“, in der sie einen erfolglosen Geisteswissenschaftler aus einem Affekt heraus nach Japan reisen lässt. Dort landet er in einer Welt der Teetrinker und Naturverdichter, Selbstmörder und Kiefernenthusiasten. Beide Bücher waren auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis 2017.

Am 28. Februar kommt Christoph Ransmayr - er zählt zu den renommiertesten Autoren der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur - mit seinem Epos „Cox oder Der Lauf der Zeit“ in den Alten Stadtsaal, ein farbenprächtiger Roman über den Kaiser von China Qiánlóng und den englischen Uhrmacher Alister Cox.

Weiter geht´s am 7. März mit einer ganz besonderen Kooperation für Fußballfans: Rainer Moritz, Leiter des Hamburger Literaturhauses, erzählt im Restaurant am Sportpark des FC Speyer 09 von bekannten und unbekannten Fußball-Höhepunkten, von schrecklichen, unangenehmen und grandiosen Ereignissen der letzten Jahrzehnte im deutschen und im europäischen Fußball.

Zum irischen St. Patricks Day am 17. März zelebriert SPEYER.LIT eine Hymne auf die grüne Insel mit dem Irland-Kenner Ralf Sotscheck, dem Gitarristen Patrick Steinbach und gutem irischen Whiskey. Ralf Sotscheck, der größte Experte in Sachen Irland seit Heinrich Böll, erzählt dabei mit einem sicheren Gespür fürs Skurrile von allen Tricks und Tücken der Bewohner der irischen Insel.

Abgerundet wird die Reihe von zwei Lokalmatadoren: Am 22. März werden Hans-Jürgen Herschel und Lömsch Lehmann gemeinsam einen Robert Gernhardt Abend gestalten. Lömsch Lehmann wird mit Klarinette und Saxophon auf seine unnachahmliche Weise aufspielen, Hans-Jürgen Herschel kommentierend und rezitierend hinführen zu Gernhardts vielschichtigem Werk.

SPEYER.LIT ist dank hoher Akzeptanz schnell aus den Kinderschuhen herausge­wachsen, so der Oberbürgermeister. Zu den bisherigen Kooperationspartnern, der Buchhandlung Oelbermann, dem Spei´rer Buchladen, der Buchhandlung Osiander, die Buchhandlung Fröhlich und der Stadtbibliothek gesellt sich 2018 der FC Speyer 09. Man darf gespannt sein auf die Zeitreise von Rainer Moritz in die europäische Fußball-Vergangenheit mit CD-Einspielern und originalen Reportagestücken im Restaurant des Fußballclubs FC Speyer 09.

Stadt Speyer


SWR4 Sommertour macht Halt in Speyer

von Daniel Kemmerich

Speyer - Genießen Sie den Sommer daheim? Dann kommen wir zu Ihnen und bringen die Musik einfach mit! An sechs Orten in Rheinland-Pfalz stehen junge Künstler wie Kerstin Ott, Julian David und viele andere auf der SWR4 Bühne.

Feiern Sie den Sommer mit der besten deutschen Musik!

Die Gelegenheit hierzuu bekamen die Speyerer am Donenrstag, dem 17.08.2017 auf dem Marktplatz gegenüber des historischen Rathauses Speyer. Kerstin Ott bot in 2 Sessions viele bekannte aber auch neue Hits und war den Bürgern stets nahe. Nicht nur auf der Bühne sondern auch in der, wohlverdienten Pause, war Sie für ihre kleinen und großen Fans da. Sie stand Rede und Antwort und war auch für die vielen "Selfie"wünsche der Fans offen.

Ein sehr schönes Event von SWR 4 welches die kleine Bühne aufgebaut und das Event organisiert hatte. Drum herum gab es ebenfalls vieles das geboten wurde, über Glücksradaktion fürden guten Zweck bis hin zu Informationen Rund ums Programm vom SWR gab es vieles zu sehen und zum mitmachen.

Jeder der dort war war absolut begeistert und es bleibt zu hoffen das wir bald wieder das Glück haben ein, solch spontanes, Konzert in Speyer erleben zu dürfen.

Sehen Sie hier das Fotoalbum zum Auftritt von Kerstin Ott:



"Pilgerleut han nie gereut" - 1.000 Jahre Pilger und Wallfahrer in Speyer

Mit Abschluss der Bauarbeiten am Kaiserdom begann bereits Ende des 11. Jahrhunderts die Wallfahrt zur einst größten Kirche der Welt. Für Speyer nicht nur eine große Herausforderung, sondern auch die Gelegenheit, gutes Geld mit den Pilgern zu verdienen. Ganz nach der damaligen Feststellung "Pilgerleut han nie gereut" wird der Nachtwächter und Pilgervater zu Speier am Samstag, 19. August, die Reihe seiner diesjährigen Sommernachtsthemengänge abschließen. Auf den Spuren von Kirchen, Klöster und Pilgerstätten geht es auf dem historischen Speyrer Pilgerweg durch die abendliche Stadt. Treffpunkt ist der Georgsbrunnen in der Maximilianstraße, der Rundgang beginnt um 21.00 Uhr.

Karten gibt es vor Ort oder der Tourist Info Speyer, eine Anmeldung ist nicht erforderlich!

Büro für Stadt- und Regionalgeschichte, Kurpfalz Regional Archiv


Saisonabschluss in der Gotischen Kapelle mit zwei Streichkonzerten

Matthias Metzger (Violine) und Sonja Schröder (Violoncello)

Der Sommer neigt sich langsam dem Ende zu und damit auch die beliebten Kammerkonzerte in der Gotischen Kapelle im Adenauerpark. Die vom Kulturbüro der Stadt Speyer gemeinsam mit den Speyerer Chören und Orchestern ausgerichtete Reihe fand auch in diesem Jahr wieder großen Anklang. Zum Saisonabschluss stehen im alten Friedhofskirchlein noch zwei Streichkonzerte auf dem Programm.

Unter dem Motto „Z(w)eitwende“ musizieren am Sonntag, dem 13. August 2017 Matthias Metzger (Violine), der Dirigent des Veranstalters, dem Speyerer Kammerorchester, und Sonja Schröder (Violoncello). Solistisch und im Duo präsentieren sie Kammermusik von Zoltán Kodály, Bohuslav Martinů und Eugène Ysaӱe - drei Komponisten, die an der Schwelle zur sogenannten „Moderne“ standen: Alle wurden noch im 19. Jahrhundert geboren, haben aber die vielfältigen stilistischen Strömungen des 20. Jahrhunderts und nationale Klänge ihrer jeweiligen Heimat zur Entwicklung einer eigenen Tonsprache verarbeitet.

Am Sonntag, dem 20. August 2017 präsentiert Daniel Spektor von der Musikschule der Stadt Speyer Teil II der Gesamtsolowerke für Violine von Johann Sebastian Bach. Die ausgewählten Werke stammen aus jener Zeit, in der Bach im Dienst des musikbegeisterten Fürsten Leopold zu Anhalt-Köthen stand. Da seine Stellung als Hofkapellmeister ihn nicht dazu verpflichtete, Kirchenmusik zu komponieren, entstanden in den Jahren 1717 bis 1723 überwiegend Werke für den Fest- und Alltagsgebrauch wie Suiten, Sonaten und Partiten.

Die Konzerte beginnen um 20 Uhr. Wie immer gibt es für die Konzerte keinen Vorverkauf, sondern nur Abendkasse. Zeitig da sein lohnt sich. Erwachsene zahlen 10 €, Schüler, Auszubildende, Studenten und Schwerbehinderte mit Ausweis nur 7 €.

Text: Stadt Speyer, Kulturbüro ani Foto: Jochen Kratschmer


Lesung von "Elwenfels2"

Sehen Sie hier eine Videoimpression von Markus Hild zur Lesung:



Picknickkonzert mit den Stuttgarter Saloniker großer Erfolg

Das Picknickkonzert das letzten Sonntag stattfand erfreute sich großem Interesse.


Sehen Sie hier das Fotoalbum zur Veranstaltung:


Sehen Sie hier eine Videoimpression zum Konzert:


Foto: dak Video: mah


Henker, Dirnen, Rabenstein...

Speyer. - Die nächste hist. Führung "Henker, Dirnen, Rabenstein & Missetäter" findet am

Freitag, 4. August, 18:30 Uhr statt,

Dauer: zwei Stunden.

Der Rundgang erinnert an dunkle, verruchte, unheimliche, sündige und kriminelle Ereignisse.

Tickets (6 €) im VV in der Tourist-Information, Maximilianstraße 13, neben Rathaus, und zu Beginn der Führung.

Treff: Tourist-Information.

Stadtführer Bernhard Bumb


Alter Friedhof/Adenauerpark / Historische Führung

Rundgang führt auch zum Helmut-Kohl-Grab

Speyer. - Die nächste historische und auch spannende Führung auf dem Alten Friedhof/Adenauerpark beginnt am Sonntag, 13. August, um 14:30 Uhr am Eingang Adenauerpark/Bahnhofstraße. Die Geschichte des Areals beginnt anno 1502. Gräber und Grabdenkmäler bedeutender Personen erinnern mit der Kapelle "Unsere Liebe Frau" an den ersten öffentlichen Friedhof der (Freien Reichs-)Stadt Speyer.

Tickets: VV: 6 €, Tourist-Information, Maximilianstraße 13, Speyer (neben Rathaus), Mo bis Fr von 9 bis 17 Uhr, Sa von 10 bis 15 Uhr, So von 10 bis 14 Uhr.

Tickets: 6 € vor Beginn der Führung am Eingang Adenauerpark/Bahnhofstraße

Stadtführer Bernhard Bumb


C’est la vie….Picknicken wie in Frankreich

Das Duo „Le Roi Julie“ präsentiert einen facettenreichen Streifzug voll Charme und Nostalgie mit zauberhaft interpretierten Chansons

Das Speyerer Picknickkonzert am 6. August 2017 auf dem Platz der Französischen Garnison steht ganz im Zeichen des französischen Savoir-vivre: Das Duo „Le Roi Julie“ präsentiert einen facettenreichen Streifzug voll Charme und Nostalgie mit zauberhaft interpretierten Chansons, die die kleinen Geschichten des Lebens erzählen. Der Freundeskreis Speyer-Chartres übernimmt den Ausschank und sorgt gemeinsam mit der Currysau, die sicher einen Burger à la française kreeirt, für das leibliche Wohl.

Lieder, die einst von den großen Chanson-Ikonen Frankreichs  gesungen wurden, interpretieren Julie André und Laurent Leroi bei ihrem Auftritt, mit warmem, launig-ungekünsteltem Charme und musikalischer Finesse.

Gleichsam ziehen die Sängerin und der Akkordeonist auf der Spur weniger bekannter Stücke  durch die französischen Hinterhöfe, die versteckten kleinen Cafés und Kneipen, in denen in den 1920er Jahren der Java getanzt wurde.

Die in England geborene und in Cannes aufgewachsene Julie André hat den Bogen raus und ist in ihren Chansons wie auch in ihren Gesten mittendrin im Geschehen. Ihre klangvolle, dunkle Stimme hat ihren eigenen, innigen Charakter und kann den Vergleich mit jenen Großen des Chansons standhalten.

Laurent Leroi liefert die stimmige Instrumentalbegleitung, lässt sein Akkordeonspiel in unberechenbarem Wellengang wogen, schickt es auf sprunghafte, jazzige Erkundungsstreifzüge, zaubert dann wieder alle herzenswarme, erdenschwere Melancholie hervor, die in dem hölzernen Klangkörper schlummert.

Picknicken ist nicht nur in Frankreich eine der beliebtesten Freizeitaktivitäten, auch in Speyer gehört das musikalische Sonntagspicknick schon dazu. Sollte das Wetter nicht mitspielen, wird kurzfristig ein Ausweichort bekannt gegeben.

Text: Stadt Speyer, Kulturbüro ani Foto: Veerle Verhaert


Kammermusikreihe in der Gotischen Kapelle wird mit Saiteninstrumenten verschiedenster Couleur fortgesetzt

In den Sommermonaten Juli und August finden seit fast dreißig Jahren die beliebten Kammermusik-Konzerte in der Gotischen Kapelle im Adenauer Park statt – realisiert vom Kulturbüro der Stadt Speyer in Kooperation mit Chören und Orchestern. In diesem altehrwürdigen Ambiente sorgten bereits die Auftaktkonzerte für große Begeisterung beim Publikum. Am Sonntag stehen Saiteninstrumente unterschiedlichster Couleur im Mittelpunkt.

Das vom Motettenchor Speyer organisierten Konzert am 6. August 2017 steht unter dem Motto „Viva Italia“ – Italiener in Deutschland – Deutsche in Italien. Das Programm des Echopreisträgers Axel Wolf umfasst u.a. Werke von Alessandro Piccinni, Johann Sebastian Bach und Giovanni Girolamo Kapsberger für Laute und Theorbe.

Das Konzert beginnen um 20 Uhr. Wie immer gibt es für die Konzerte keinen Vorverkauf, sondern nur Abendkasse. Zeitig da sein lohnt sich. Erwachsene zahlen 10 €, Schüler, Auszubildende, Studenten und Schwerbehinderte mit Ausweis nur 7 €.

Stadt Speyer, Kulturbüro ani


Neuer Sonderstempel in Speyer

Helmut Kohl – Trauerakt im Europaparlament

(hs) Zwei neue Sonderstempel würdigen Altkanzler Helmut Kohl, den Kanzler der Einheit, der am 01.07.2017 in Speyer beigesetzt wurde. Die Deutsche Post gedenkt mit einem Sonderstempel in Speyer  

Trauerakt im / Europaparlament / Helmut Kohl / * 1930 † 2017.

Zeitnah kam auch in Ludwigshafen ein weiterer Sonderstempel  „Abschied von Helmut Kohl“ zur Ausgabe.

Landesverband Südwestdeutscher Briefmarkensammlervereine Detlev Moratz (links im Bild), Harald Janssen vom BSV Speyer (rechts)

Das „Erlebnis: Briefmarken“- Team Pforzheim war am 21.07.2017 im Postbank-Finanzcenter Speyer, Wormser Str., 67346 Speyer vor Ort und führte diesen Stempel mit. 

Zusätzlich wurde für die Präsentation ein vom Erlebnis-Briefmarkenteam besonderer Briefumschlag mit der am 11. Oktober 2012 verausgabten  Briefmarke zu 55 Cent für Helmut Kohl und den zwei Sätzen "Kanzler der Einheit" und "Ehrenbürger Europas" aufgelegt, der nur vor Ort erhältlich war.  Helmut Kohl war der zweite und bislang letzte Ehrenbürger Europas. Der erste Ehrenbürger war Jean Monnet (1888-1979), der als "Vater Europas" gilt. Ihm wurde ebenfalls zu Lebzeiten- eine Briefmarke der damaligen Deutschen Bundespost gewidmet.

Zeitgleich hatte der Briefmarkensammlerverein Speyer einen Präsentationsstand in der Postgalerie Speyer aufgebaut und die beiden Belege mit dem Speyerer und Ludwigshafener Sonderstempel angeboten.  Es wurden  an  diesem Stand auch ältere Belege mit Briefmarken und Sonderstempeln von Speyer angeboten. Bereits um 15:00 Uhr waren die Belege vergriffen, so die Information des 1. BSV-Vorsitzenden Harald Janssen. 

Wegen der verspäteten Ankündigung wird die Stempelfrist bis 14.08.2017 für Interessenten in ganz Deutschland verlängert berichtet Janssen. Die Adresse für schriftliche Stempelaufträge lautet: Deutsche Post AG, Niederlassung Sonderstempelstelle 92627 Weiden


Nicht jeder kommt am Wächter der Brücke des Todes vorbei

Kinder und Jugendliche präsentieren Ergebnisse ihrer einwöchigen Theaterfreizeit

Die Theaterfreizeit des Kinder- und Jugendtheaters Speyer hat am Samstag (15.07.2017) die Ergebnisse ihrer einwöchigen Beschäftigung mit den Darstellungsformen des Theaters präsentiert. Die Show war eine lockere Abfolge von Szenen.

Mit dem Eröffnungssong "Wir sind happy to bring our show to you" begann die eineinhalbstündige Vorführung, die von zahlreichen Eltern, Großeltern und Freunden der Kinder verfolgt wurde. Besonders beeindruckend waren jene Szenen, die ohne Worte auskamen und wo sich der Zuhörer die Geschichte aus den Gesten der Schauspieler imaginieren musste. Lustig waren die Sketche, die die Show auflockerten. Einer der Betreuer erzählte etwas und ständig kam einer der Schüler zu ihm, um ein Kleidungsstück von ihm zu erbeten, was er dann auch ausziehen musste. Am Ende stand er dann nur noch in der Unterhose und Socken dar, und als die letzte Hose auch noch jemand beanspruchte, suchte der Betreuer dann schliesslich das Weite.

In einer anderen Szene bekommt ein Junge eine Stelle nachdem er auf einem Amt drei Fragen richtig beantwortet hat. Er verrät einem anderen Arbeitslosen die Antworten, worauf dieser selbstbewusst zum Amt geht. Er gibt genau die Antworten, die ihm der Junge mitgeteilt hat, aber weil die Fragen nicht dieselben sind wie vorher, verheddert sich der Arbeitslose und gibt ausschliesslich falsche Antworten. Um einstudierte Antworten geht es auch in der Disco-Szene, die beweist, dass auswendig gelernte Sprüche bei gleichzeitigem Ausbleiben von Charme kein Erfolgserlebnis beim Kennenlernen von Frauen nach sich zieht.

Auch der Deutschkurs für türkische Migranten ist skurril. Den Immigranten wird kein Deutsch, wie man es in der Schule lernt, beigebracht, sondern ein Deutsch, das sich anhört, wie wenn türkische Jugendliche sich umgangssprachlich unterhalten. Zwischendurch gibt es immer wieder Szenen aus "Warten auf Godot" von Samuel Beckett, einem der populärsten Stücke auf deutschen Bühnen. Sehr komisch ist auch jene Szene, in der fünf Kinder in die Rolle von Rittern schlüpfen. Das erinnert doch sehr stark an Monthy Phython. Der erste Ritter wird gefragt, wie sein Name ist, was seine Lieblingsfarbe ist und wo er hin wolle. Der Gefragte antwortete, er sei Sir Lancelot, seine Lieblingsfarbe sei blau und er sei auf der Suche nach dem Heiligen Gral. Er darf die Brücke passideren. Der zweite und dritte Ritter scheitern an der Brücke des Todes, weil sie entweder eine Farbe falsch benennen oder nicht wissen, was die Hauptstadt von Assyrien ist.

Zuletzt kommt König Artus. Als es darum geht, die letzte Frage richtig zu beantworten, stellt er eine Rückfrage, wo sich der Wächter der Brücke des Todes zwischen einer europäischen und afrikanischen Schwalbe entscheiden muss. Der Wächter zögert und kommt nun aufgrund seiner Inkompetenz selber ums Leben. Diese Szene wird mit so viel trockenem Humor gespielt, so dass man glaubt, sie sei - wie bereits erwähnt - einem Film der legendären britischen Komikertruppe entnommen. Wunderbar.

Die Filmindustrie wird auch aufs Korn genommen. Mehrmals muss ein Schauspielteam eine Szene wiederholen. Entweder die Schauspieler sind zu unmotiviert, zu hastig oder zu prollig. Der Regisseur ist ein arroganter Typ, der seine Schauspieler immer wieder anzustacheln versucht. Diese Szene erinnert an Loriots "Klavier-Sketch", der auch mehrmals wiederholt werden muss, weil immer irgendetwas nicht passt. Die Pointe der Jugendlichen in Speyer ist, dass der Kameramann am Ende zugeben muss, dass er vergessen hat, eine Speicherkarte in die Kamera zu tun. Schreiend läuft die Truppe davon.

Die 67 Kinder im Alter von sechs bis vierzehn Jahren konnten in der Woche maximal drei Workshops belegen. Sie beschäftigten sich mit "Schauspiel", "Tanz", "Pantomime", "Sketche"  und "Maskentheater". "Sinn  der Theaterfreizeit war es auch, dass einige Jugendliche mithilfe des Cajons ein Gefühl für Rhythmus bekommen", sagt Ricardo Espinosa.

Nächstes Jahr findet die Familienfreizeit am Meer statt. 25 Familien können daran teilnehmen. Die Theaterfreizeit für Kinder im Alter von sieben bis vierzehnfindet dann täglich von 10 bis 17 Uhr statt. Kevin Herbertz wird ein Musiktheaterstück schreiben, welches mit den Kindern einstudiert wird. Als Dozenten wirken neben ihm auch Ricardo Espinosa und Britta Hoffmann mit. Während die Kinder in der Theaterfreizeit sind, können ihre Eltern entspannen. Geplant sind auch ein Barbecue, Elterntanzkurse mit Ricardo in den Abendstunden und Spiel und Spaß. In der Theaterfreizeit sind auch zwei freie Tage enthalten. Zur Zeit arbeitet das Reisebüro an der idealen Reisemöglichkeit für die Workshopleiter und die Kinder und Jugendlichen der Theaterfreizeit. Wer teilnehmen will, wendet sich an Nicole Schneider (E-Mail info@theater-speyer.de, Tel. 06232-2890750 (Auch in den Theaterfreien wird der Anrufbeantworter abgehört)).

Sehen Sie hier das Video zur Veranstaltung von unserem Mitarbeiter Markus Hild:

        


Nostalgisch und modern - Internationales Oldtime Jazz Festival lockt in den Innenhof des historischen Rathauses

Mitten in den Hundstagen, vom 17. bis 20. August lockt auch in diesem Jahr das beliebte Internationale Oldtime Jazz Festival in den wunderschönen Innenhof des historischen Speyerer Rathauses. Mit Zydeco Annie + Swamp Cats, Paris Washboard, The Marching Bones Jazz Band, Johnny Baby, dem Little Vintage Orchestra und Zech’s Washboard Company stehen sechs Bands auf der Bühne, die dem Festivalkonzept entsprechend für eine gelungene Mischung aus Nostalgie und Modernität sorgen.

The Spirit of New Orleans

Zum Auftakt des Festivals entführen Zydeco Annie + Swamp Cats, die dem Publikum bereits vor vier Jahren gehörig einheizten, am Donnerstag, dem 17. August 2017 um 19:30 Uhr an die Wiege des Jazz, nach New Orleans. So vielfältig wie in New Orleans die Geschichten, so vielseitig sind Anja Baldauf alias Zydeco Annie und ihre Band, die Swamp Cats. Sie verstehen es in ihrer Einzigartigkeit die eigenen Wurzeln mit dem Big Easy zu verknüpfen, die eigene Vergangenheit in der Musik der Kreolen widerspiegeln zu lassen. Die eigenkomponierten Songs erzählen von der Traurigkeit des Abschiednehmens, von purer Lebensfreude im Mardi Gras, von den Sehnsüchten der einsamen Bayous bis hin zum geselligen Beisammensein beim Fais Deaux Deaux.

Jazzen wie Gott in Frankreich

Hot-Jazz aus dem Land der nouvelle cuisine, hinreißend swingend angerichtet und delikat gepfeffert – so kredenzt Paris Washboard am Freitag, den 18. August 2017 um 19:30 Uhr seine musikalische Menükarte. Die vier Ausnahmemusiker aus Europas Hauptstadt der feinen, nonchalanten Lebensart bezaubern durch ebenso feinen wie virtuos dargebotenen Jazz im Stil des klassischen New-Orleans- und Swing, gewürzt mit der richtigen Prise Entertainment, die zu gutem Jazz gehört.

„frisch und frech, ungestüm und galant, traditionsbewusst und doch jung“

Das Motto des Festivals passt auf das Konzert am Samstagmittag, dem 19. August 2017 ab 11:30 Uhr wie die Faust aufs Auge: Mit The Marching Bones Jazz Band & Johnny Baby gehört die Bühne zwei großartigen Nachwuchsbands der städtischen Musikschule, die trotz ihres jugendlichen Alters ganz im ursprünglichen Sinn des Jazz musizieren.

Die Marching Bones Jazzband macht sich Blues, Reggea, Funk, Soul und Popklassiker unserer Zeit zur Beute, um sie ohne Rücksicht auf Stilschubladen im Jazzgewand einer klassischen Brassband wiederzugeben.

Das außergewöhnliche Duo Johnny Baby präsentiert Ausnahmetalente, die schon in frühesten Kindheitsjahren zur Musik fanden. Ihr Repertoire reicht von Stücken des frühen Jazz und des Sintiswing bis hin zu Bearbeitungen von Chick Corea oder Pat Metheny.

Ein Hauch Nostalgie

Am Samstagabend, dem 19. August 2017 um 19:30 Uhr macht das Little Vintage Orchestra Jazz der 1920er bis 1950er Jahre mit Augenzwinkern und Hosenträgern. Nostalgisch - ohne diese Zeit je erlebt zu haben. Die Arrangements für das kleine Orchester schreibt der Mannheimer Trompeter und Komponist Johannes Stange. Vier Bläser, Klavier, Gitarre und Kontrabass transportieren eine Atmosphäre von swingender Freiheit mit ein bisschen „Was soll’s“ und viel Charme. Ihre Musik holt Altbekanntes in neue Zusammenhänge und sorgt für ein lächelndes Erinnern, aber auch ein Jucken in den Tanzbeinen und den Wunsch nach einem guten Whiskey. Am Ende des Abends tun die Füße weh und das Herz schwelgt, der Geist aber ist angeregt von der Erkenntnis, dass alt nicht altbacken und eine gute Idee nicht vergänglich ist. Exklusiv für den Auftritt beim Jazzfest Speyer werden die Stuttgarter Sängerin Franziska Schuster und der Mannheimer Schlagzeuger Christian Huber mit an Bord geholt.

Jazz, der sich gewaschen hat

Mit Zech’s Washboard Company, einst einer festen Größe in der Frankfurter Jazzszene der frühen 70er, klingt das Festival am Sonntag, dem 20. August 2017 ab 11:30 Uhr aus. Die Band mit namhaften Jazzern rührt einen „bunten Kessel“ mit alten Jazzstücken an, kocht diese heiß auf und serviert sie frisch gestärkt. Wer Lust auf swingenden, melodiösen Jazz aus den 20er bis 50er Jahren des letzten Jahrhunderts hat, virtuos gespielt, mit schönen Gesangsnummern und auf keinen Fall todernst, der wird sich wohlfühlen.

Das 24. Internationale Oldtime Jazz Festival wird vom Kulturbüro der Stadt Speyer veranstaltet. Die Künstlerische Leitung hat Bernhard Sperrfechter.

Für den kulinarischen Genuss im schönen Rathausinnenhof sorgen Gunter Braun und Team vom Restaurant Ratskeller.

Die Eintrittskarten für die Abendkonzerte kosten € 15,00 (ermäßigt € 13,00) bzw. € 38,00 im 3er-Paket und sind bei der Tourist-Information Speyer, Maximilianstraße 13, Tel. 06232 / 14 2392 sowie allen anderen ReserviX-Vorverkaufsstellen oder unter www.reservix.de erhältlich.

Der Eintritt zu den Mittagskonzerten ist frei.

Text: Stadt Speyer, Kulturbüro Foto: Christoph Mittermüller, Dieter Nentwig, Bernhard Sperrfechter und Sven Götz


Eröffnung der Ausstellung „Jan Schüler: Horizont. Landschaften und Porträts"

Am Freitag, dem 7. Juli 2017 um 11:00 Uhr in der Städtischen Galerie, Kulturhof Flachsgasse

Jan Schüler hat bereits zweimal an Gruppenausstellungen im Kulturhof Speyer teilgenommen, im Jahr 2011 an der Ausstellung "After the goldrush. Realistische Malerei des 21. Jahrhunderts aus Düsseldorf und Leipzig" und 2013 an der Präsentation "Beuysland ist abgebrannt!" mit Künstlerinnen und Künstlern der Galerie Peter Tedden.

In seiner ersten Einzelausstellung werden in der Städtischen Galerie Landschaften und Figurenbilder präsentiert. Im Zentrum der Ausstellung zeigt der Maler die Porträt-Reihe "Schwarze Blumen", Bilder zum Thema Auschwitz, die hier zum ersten Mal der Öffentlichkeit gezeigt wird. Schüler malte diese Porträts nach fotografischen Aufnahmen der Erkennungsdienstlichen Abteilung des Konzentrationslagers Auschwitz, die erhalten geblieben sind und nach der Befreiung des Lagers aufgefunden wurden. Er ist sich bewusst, dass die Frage nach der Darstellbarkeit des Völkermordes an den Europäischen Juden jede Diskussion über die „Bilder zum Judenmord“ bestimmt. Berühmt wurde Adornos Diktum „nach Auschwitz ein Gedicht zu schreiben, ist barbarisch“, das Hans Jürgen Syberberg verantwortlich machte für ein „Poesie- und Gefühlsverbot schlechthin“, für die Unfähigkeit, etwas im ästhetischen Sinne Schönes herzustellen. „Das Grauen kann man nicht malen, wohl aber Porträts von Menschen, die in Auschwitz ermordet wurden“, so Schüler, in dessen Geburtsjahr der erste Auschwitz-Prozess in Frankfurt am Main begann.

Während die Landschaftsbilder Hessen und das Rheinland, den früheren und den heutigen Lebensraum des Künstlers, zeigen, sind die auf den weiteren Porträts dargestellten Personen mit Jan Schülers Leben auf unterschiedliche Art verbunden: Dargestellt sind Verwandte, Freunde, Begleiter seiner künstlerischen Laufbahn und manchmal auch die Sängerinnen Amanda Lear, Grace Jones und Donna Summer. Durch Schülers an die Neue Sachlichkeit erinnernden Malstil weisen die dargestellten Personen durch die Reduktion ihrer Charakteristika über das Individuelle hinaus und werden - in den Worten des Künstlers - „überpersönlich“.

Schülers Bildwelten sind geprägt von der Vergänglichkeit, von der Erfahrung, dass nichts beständig ist. Romantisch-melancholische Landschaftsszenerien, Portraitierte, denen Attribute wie Lilien als Symbol des Todes oder die unendliche Schleife anbei gestellt werden, Bildtitel wie „Lebensstern“, „Herbstabend“ oder auch der Ausstellungstitel „Horizont“ verweisen auf die Endlichkeit des Daseins und stellen Fragen nach der eigenen Identität, dem Woher und dem Wohin. Die Arbeiten von Jan Schüler erscheinen daher auch in ihrer Malweise denkmalhaft monumental. Die zusammengefassten Formen sind klar strukturiert, erscheinen wie gemeißelt, nichts verliert sich im Detail. Den streng komponierten Landschaften wohnt eine stille Melancholie inne.

Jan Schüler, geboren 1963 in Gießen, studierte von 1985 bis 1993 an der Kunstakademie Düsseldorf bei Rissa und war Meisterschüler bei Fritz Schwegler. 1996 erhielt er den Förderpreis für Bildende Kunst der Stadt Düsseldorf. Seine Werke befinden sich in zahlreichen öffentlichen und privaten Sammlungen in Deutschland. 2013 veröffentlichte Schüler das erste Bestandsverzeichnis der Gemälde und Zeichnungen von der West-Berliner Malerin Maina-Miriam Munsky (1943-1999) im Verlag Kettler. Jan Schüler ist Mitglied des Beirats der Kunststiftung Poll, Berlin.

Stadt Speyer, Kulturbüro


Packt die Picknickkörbe ein - Speyerer Picknickkonzerte gehen in die zweite Runde

Nach dem sehr gelungenen Auftakt im vergangenen Jahr gehen die Speyerer Picknickkonzerte unter dem Motto "umsonst und draußen" in diesem Sommer in die zweite Runde. Zeitlich gestraffter, an vier Terminen in den Monaten Juli und August wird die bei Jung und Alt gleichermaßen beliebte Reihe fortgesetzt.

Eine ganze Reihe stimmungsvoller kleiner Parks in Speyer, die wesentlich mehr Aufmerksamkeit verdienen, eignen sich hervorragend für ein gemütliches Picknick mit der Familie oder Freunden: das Woogbachtal, die Landzunge am Alten Hafen, der Platz der Französischen Garnison und der Garten am Weidenberg bieten die traumhafte Kulisse für die musikalischen Sonntagsmatineen.

Thematisch passend zu den genannten Spielstätten wurden Musikgruppen ganz unterschiedlicher Stilrichtungen verpflichtet: Jung und dynamisch startet die Saison beim Jugendcafé Speyer-West mit dem Rapstammtisch. Von jazzig-smoothen Arrangements bis hin zu tanzbaren Songs reicht das Repertoire der vielseitigen HipHop-Crew aus Aachen.

Deutlich ruhiger geht es beim Klassik-Open-Air im Alten Hafen zu. Dort spielen die Stuttgarter Saloniker auf einer schwimmenden Bühne Wassermusiken und Gondellieder von Barock bis zur Moderne.

Französische Chansons vom Feinsten mit zauberhaften Interpretationen präsentiert das Duo Le Roi Julie. Lieder, die die kleinen Geschichten des Lebens erzählen, laden zu einem facettenreichen Streifzug voll Charme und Nostalgie ein.

Zum Abschluss interpretieren Klezmers Techter und Miriam Ast, die junge Speyerer Jazzsängerin, jiddische Lieder. Das temperamentvolle Quartett bewegt sich dabei zwischen unbändiger Lebensfreude und wehmütiger Sehnsucht.

Auch wenn sich der Picknick-Gedanke schnell durchgesetzt hat und einem beim Anblick der mitgebrachten kulinarischen Leckerbissen auf der Nachbardecke bisweilen das Wasser im Mund zusammenlaufen läuft, gibt es vor Ort weiterhin ein gastronomisches Angebot. Die bekannten Partner „Currysau Catering“ und „Zur Weinkiste“ sind ebenfalls wieder mit von der Partie.

Stadt Speyer, Kulturbüro


PalatinaKlassik-Saison 2017

Großartige Konzerte in ausverkauften Häusern prägten die PalatinaKlassik-Saison 2016

Gerne erinnere ich an das vom Auswärtigen Amt der Bundesrepublik Deutschland und dem Goethe-Institut Moskau unterstützen und geförderten drei Länder übergreifenden Großprojekt „Schuld und Sühne – Versöhnung und Freundschaft“. Vor wenigen Wochen lief im russischen Fernsehen eine 90 minütige Dokumentation, die die Reise der Musikstudenten des Staatlichen Konservatoriums Kazan über Moskau nach Speyer, dann weiter nach Rom und zurück nach Kazan nachzeichnete. Viele junge Studenten, aber auch zahlreiche Besucher an allen Aufführungsstätten kamen zu Gehör und waren voll des Lobes über die musikalischen Darbietungen.

Glücklich über die gewonnenen persönlichen Erfahrungen kehrten die jungen Menschen nach Russland zurück. Was bleibt, lieber Herr Steckmann, ist die musikalische Bereicherung und die Erkenntnis, dass Völkerverständigung auf diesem Wege bestens funktioniert. Die Dokumentation über das drei Länder übergreifende Großprojekt im russischen Fernsehen haben wir übrigens auf unserer Homepage (www.palatina-klassik.eu) unter „NEWS GALLERY“ verlinkt

Gerne erinnere ich an die großartige Aufführung des Weihnachtsoratoriums von Johann Sebastian Bach am 16. Dezember im ausverkauften Historischen Museum der Pfalz. Und natürlich erinnere ich sehr gerne an unsere Veranstaltung „Zukunft braucht Erinnerung“, bei welcher Herr Ministerpräsident a.D. Prof. Dr. Bernhard Vogel mit großer Begeisterung und stilsicherem Empfinden im Gespräch mit Jugendlichen im Historischen Ratssaal der Stadt Speyer an den Tag der Deutschen Einheit erinnerte.

Im fünften Jahr ihres Bestehens ist die Konzertreihe PalatinaKlassik aus der musikalischen Festivallandschaft nicht mehr wegzudenken.

Aktuell plant der Förderkreis PalatinaKlassik e.V. mit seinem weltweit agierenden musikalischen Leiter Prof. Leo Kraemer die Konzertsaison 2017, über deren musikalische wie thematische Schwerpunkte wir Sie nachfolgend in aller Kürze informieren dürfen. Dabei verfährt die angesehene Klassik-Konzertreihe nach dem Motto: „PalatinaKlassik kommt zu den Menschen in der Region“.

  1. Der musikalische Themenschwerpunkt soll im Jahr 2017 Johann Sebastian Bach und Wolfgang Amadeus Mozart, aber auch Ludwig van Beethoven und Giuseppe Verdi gewidmet sein. Johann Sebastian Bach wird zur Advents- und Weihnachtszeit wieder mit seinem Weihnachtsoratorium vertreten sein, während Verdis Requiem im Oktober/November im Rahmen eines weiteren völkerübergreifenden Großprojektes zur Aufführung kommen soll.
  2. Eine kleine Reihe „Konzerte in pfälzischen Schlössern“ haben wir in den diesjährigen Spielplan aufgenommen. So freuen wir uns auf Aufführungen im Schloss Kleinniedesheim am 28. Mai, im Schloss Villa Ludwigshöhe am 24. Juni und 02. September und im Schloss Hallberg am 03. September
  3. Die in den letzten vier Jahren in verschiedenen Projekten geknüpften Freundschaften mit dem Staatlichen Konservatorium Kasan sollen vertieft werden. So erwarten wir wieder russische Musikstudenten aus Kazan zu Konzerten in Deutschland. Gerade in dieser politisch bewegten Zeit ist ein Austausch auf kultureller Basis aus Sicht von PalatinaKlassik unerlässlich.
  4. Die Veranstaltungsreihe „Zukunft braucht Erinnerung“ soll fortgeführt werden. So wollen wir in Zusammenarbeit mit der Stadt Speyer den Tag der Deutschen Einheit würdevoll begehen und freuen uns, dass wir Herrn Ministerpräsident a.D. Prof. Dr. Bernhard Vogel wieder für diese Veranstaltung gewinnen konnten. Der Erlös der Veranstaltung soll – wie in den letzten Jahren auch - dem Fonds „Menschen in Not“ der Stadt Speyer zu Gute kommen.
  5. Letztendlich gedenkt PalatinaKlassik einer ehrenvollen Anfrage aus Rom zur Teilnahme am Festival Internazionale „musica e arte sacra“ im November nachzukommen. Der Auftritt ist in Rom auf den 04. November in einer der großen päpstlichen Basiliken terminiert.

Nach dem derzeitigen Planungsstand wird PalatinaKlassik im Jahr 2017 wieder rund 25 Veranstaltungen durchführen. So sind Konzerte in der Zisterzienser-Abteikirche Eußerthal, dem Schloss Villa Ludwigshöhe, dem UNESCO-Weltkulturerbe Völklinger Hütte, dem Historischen Museum der Pfalz, dem Historischen Ratssaal und dem Feuerbachhaus der Stadt Speyer, dem Schloss in Kleinniedesheim, dem Schloss Hallberg in Fußgönheim, den kath. Pfarrkirchen St. Ulrich in Deidesheim und St. Jakobus in Hohensachsen sowie den evangelischen Pfarrkirchen in Frankenthal und Neulußheim geplant.

Die bislang feststehenden Konzerte finden Sie unter:  http://www.palatina-klassik.eu/category/aktuelles-programm/

Palatina Klassik


Chawwerusch Theater

Chawwerusch Theater lässt Anfänge des neugegründeten Bistums Speyer wieder lebendig werden

1817 liegt der Speyerer Dom in Trümmern und der bayrische Löwe hat es sich in der Pfalz gemütlich gemacht. Eine unruhige Zeit voller gesellschaftlicher und politischer Veränderungen hat nicht nur den revolutionären Geist in einigen Menschen geweckt, sondern viele auch in tiefe Verunsicherung und in materielle Not gestürzt.

Da wird Nikolaus von Weis (Ben Hergl) der neue Bischof zu Speyer. Er will es gut machen – ein guter Hirte für die Menschen und ein erfolgreicher Kämpfer für die Kirche sein. Für die große Aufgabe des Wiederaufbaus des Bistums bekommt er Unterstützung von ganz unterschiedlichen Zeitgenossen: Da ist der heißblütige Franz Tafel (Thomas Kölsch), charismatischer Pfarrer in Zweibrücken. Im Kampf um mehr Gerechtigkeit und bessere Verhältnisse setzt er lieber auf die politischen Kräfte des Vormärz’ als auf die der katholischen Kirche. Das kann sein sanftmütiger Amtsbruder Josef Nardini (Stephan Wriecz) in Pirmasens gar nicht verstehen. Wie Bischof Weis ist er ein treuer Diener seiner Kirche, aber auch er ist entsetzt, wenn die einfachen Schuhmacher seiner Stadt im Wald wildern müssen, damit ihre Familien nicht verhungern - und dafür auch noch von der Obrigkeit ins Gefängnis gesteckt werden. Er gründet den mildtätigen Orden der armen Franziskanerinnen, in dem sich Agathe (Monika Kleebauer) und Katharina (Hanna Gandor) liebevoll um Kranke und Hungernde kümmern. Die beiden unterschiedlichen Frauen verbindet eine pragmatische Herangehensweise und große Einsatzbereitschaft. Und die sind auch nötig, um bei „ihrem“ Bischof oder „ihrem“ Pfarrer immer mal wieder den Blick auf das Wesentliche zu lenken.

Das Theaterstück „Wer die Wahrheit tut“ wird vom 12. Mai bis zum 10. Juni an insgesamt 11 Ort in der Pfalz und im Saarpfalzkreis gezeigt.

Weitere Informationen zum Theaterstück:

http://www.chawwerusch.de/wer-die-wahrheit-tut-stueckinfo/

Weitere Informationen zu den einzelnen Aufführungen:

http://www.bistum-speyer.de/bistum-speyer/bistumsjubilaeum-2017/theaterstueck-wer-die-wahrheit-tut/

Wie feiert das Bistum Speyer in diesem Jahr das Jubiläum seiner Neugründung?

Zusätzlich zum Theaterstück des Chawwerusch Theaters sind zahlreiche Veranstaltungen geplant. Professor Klaus Unterburger wird sich in einem wissenschaftlichen Vortrag am 16. Mai 2017 im Historischen Ratssaal in Speyer mit den Entwicklungen seit der Neugründung befassen. Die offizielle Feier des Jubiläums findet an Pfingsten in Speyer statt. Im Anschluss an eine ökumenische Vesper wird am Pfingstsonntag (4. Juni) im Dom eine multimediale Licht-Klang-Installation mit dem Titel „Glaubensfeuer“ gezeigt.Im Mittelpunkt des Jubiläums steht der Festgottesdienst im Dom am Pfingstmontag (5. Juni), zu dem zahlreiche hochrangige Repräsentanten des politischen und kirchlichen Lebens erwartet werden, darunter der apostolische Nuntius für Deutschland, die Bischöfe der Speyerer Nachbar- und Partnerbistümer sowie Vertreter des Hauses Wittelsbach und der rheinland-pfälzischen, der saarländischen und der bayerischen Landesregierungen. Nach dem Pontifikalamt wird der Domnapf auf dem Domvorplatz mit Wein gefüllt und an die Teilnehmer der Jubiläumsfeier ausgeschenkt.Das Programm am Nachmittag lädt die Besucherinnen und Besucher dazu ein, neben der Vergangenheit auch die gegenwärtigen Arbeitsschwerpunkte und die Zukunftsvisionen des Bistums kennenzulernen. Dazu öffnet das Bischöfliche Ordinariat seine Türen.

Weitere Informationen zum Jubiläum der Neugründung des Bistums Speyer:

http://www.bistum-speyer.de/bistum-speyer/bistumsjubilaeum-2017/