Historisches Museum der Pfalz, Speyer


Halloween für Groß und Klein im Historischen Museum der Pfalz

Am Mittwoch, 31. Oktober, sind alle Kinder in gruseliger Verkleidung in der Familien-Ausstellung „Das Sams und die Helden der Kinderbücher“ willkommen. Ab 14.30 Uhr erwartet sie ein Suchspiel, bei dem es eine kleine Überraschung zu gewinnen gibt.

Am Abend startet die alljährliche Halloween-Party für Erwachsene. Einlass ist ab 20 Uhr, das Mindestalter beträgt 16 Jahre. DJ Didi und DJ Seemann sorgen die ganze Nacht, dank guter Musik, für die richtige Stimmung im Innenhof. Weitere Informationen unter www.museum.speyer.de

Im Vorverkauf kosten die Tickets 13 Euro und sind an der Museumskasse und im Online-Ticketshop unter https://museum-speyer.ticketfritz.de (zzgl. 1 Euro Bearbeitungsgebühr) erhältlich. Mögliche Restkarten gibt es für 15 Euro an der Abendkasse.

Historisches Museum der Pfalz Speyer

09.10.2018


Aladin und Ronja Räubertochter im Historischen Museum der Pfalz Speyer

Puppentheater und Lesung begleitend zur Ausstellung „Das Sams und die Helden der Kinderbücher“

Aladin und die Sultanstocher. Sammlung des Museums für PuppentheaterKultur PuK, Foto: Jens Welsch.

Speyer / Historisches Museum - „Aladin und die Wunderlampe“ wird am Samstag, 20. Oktober, um 15 Uhr im Historischen Museum der Pfalz Speyer aufgeführt. Es ist das wohl bekannteste Märchen aus der Sammlung morgenländischer Erzählungen „Tausendundeine Nacht“ und handelt vom armen, jungen Mann „Aladin“, der durch eine Wunderlampe zu Reichtum und Macht kommt und die schöne Tochter des Sultans heiraten kann. Das Museum für PuppentheaterKultur "PuK" aus Bad Kreuznach führt das orientalische Zaubermärchen auf und verwendet historischen Stabfiguren. Die von PuppenspielerInnen aus Hannover, Bad Münster am Stein, Frankfurt und Neustadt an der Weinstraße gespielt werden. Der Eintritt kostet für Kinder und Jugendliche von 3 bis 17 Jahren 5 Euro und für Erwachsene 8 Euro.

Eine Woche später, am Samstag, 27. Oktober, um 15 Uhr ist ein weiterer Kinderbuchheld zu Gast im Historischen Museum der Pfalz Speyer: „Ronja Räubertocher“. Die Protagonistin des gleichnamigen, 1981 erschienenen Kinderbuches von Astrid Lindgren wächst in einer Burg auf und ist umgeben von einer Räuberbande. Sie erlebt die spannendsten Abenteuer und steht dabei in einer Welt, die von Vorurteilen und Konkurrenzdenken geprägt ist, für Freundschaft, Liebe, Respekt und Freiheit ein. Ihre Geschichten tragen die Schauspieler des Jungen Theaters Heidelberg in einer Lesung vor. Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei. Die Platzanzahl ist begrenzt und es wird um vorherige Anmeldung unter reservierung@museum.speyer.de gebeten.

Ronja Räubertochter. Theater und Orchester Heidelberg, Foto: Ludwig Ohla.

Beide Veranstaltungen finden im Rahmen der Ausstellung „Das Sams und die Helden der Kinderbücher“ statt, die noch bis zum 6. Januar 2019 im Historischen Museum der Pfalz zu sehen ist. Hier können die kleinen Besucher auf einem erlebnisreichen Rundgang mit vielen Mitmachstationen weiteren Kinderbuchhelden, wie der unabhängigen Pippi Langstrumpf, dem frechen Sams und dem mutigen kleinen Ritter Trenk, begegnen. Rund 500 Originalobjekte, darunter die Handpuppen zum „Räuber Hotzenplotz“ und „Michel aus Lönneberga“ inklusive Kulissen und Requisiten aus dem Museum für PuppentheaterKultur "PuK" aus Bad Kreuznach sind zu sehen. Vertiefungsstationen laden die Erwachsenen dazu ein, interessante Hintergrundinformationen zu den Werken, den Autoren und Illustratoren zu erfahren.

Das komplette Begleitprogramm zur Ausstellung finden Sie unter http://museum.speyer.de/aktuell/sams/begleitprogramm/

Öffnungszeiten

Das Historische Museum der Pfalz ist dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr, an Feiertagen und in den Herbstferien auch montags geöffnet. Weitere Informationen unter www.sams-ausstellung.de

Text: Historisches Museum der Pfalz Speyer Foto: "Aladin", Jens Welsch; "Ronja Räubertochter", Ludwig Ohla

02.10.2018


Valentinian I. und die Pfalz in der Spätantike

16. September 2018 bis 11. August 2019

Speyer / Historisches Museum - Im Jahr 364 beginnt für die Pfalz und den Nordwesten des Imperium Romanum eine besondere Ära: Flavius Valentinianus wird zum Kaiser des Römischen Reiches erhoben und wählt Augusta Treverorum – Trier – zu seiner bevorzugten Residenz. Von dieser aus unternimmt er zahlreiche Reisen durch die Provinzen an Rhein und Donau und besucht auch mehrfach die Pfalz. Nach den schweren Einfällen durch die Alamannen – ein germanischer Verband, der sich nach der Mitte des 3. Jahrhunderts im südwestdeutschen Raum ansiedelte – wird durch Valentinian I. ein umfangreiches Befestigungsprogramm an der Rheingrenze und im Hinterland realisiert. Er, der als einer der „starken“ Kaiser seiner Zeit gilt, soll sogar einige der Festungsbaumaßnahmen persönlich überwacht haben. Damit ist er der einzige römische Kaiser, der direkt mit der Regionalgeschichte verbunden werden kann.

Mit der Ausstellung „Valentinian I. und die Pfalz in der Spätantike“ rückt das Historische Museum der Pfalz vom 16. September 2018 bis 11. August 2019 einen Zeitabschnitt in den Fokus des Interesses, der in der Region viele Spuren hinterlassen hat. Während die Spätantike im Bewusstsein der Allgemeinheit noch oft als Zeit des Niedergangs und des Verfalls wahrgenommen wird, zeichnen die archäologischen Zeugnisse in der Pfalz ein komplexeres Bild. Aktuelle Forschungsergebnisse bezeugen eine dicht besiedelte Landschaft mit zahlreichen größeren und kleineren Städten, befestigten Siedlungen und eindrucksvollen landwirtschaftlichen Betrieben. Die Pfalz erfuhr für kurze Zeit eine wirtschaftliche und kulturelle Blüte. Doch nach dem Zusammenbruch der römischen Verwaltung im 5. Jahrhundert n. Chr. fand auch diese allmählich ein Ende.

Die Ausstellung präsentiert auf 150 Quadratmetern rund 65 herausragende Fundkomplexe und Einzelexponate der Spätantike. Neben dem Brotstempel von Eisenberg – das älteste Zeugnis des frühen Christentums in der Pfalz und Teil der Sammlung des Historischen Museums der Pfalz – zeigt die Ausstellung weitere besondere Exponate von exquisiten Leihgebern. So stellt die Ny Carlsberg Glyptotek in Kopenhagen eine herausragende Marmorbüste zur Verfügung. Sie ist eines der wenigen erhaltenen plastischen Bildnisse, die vermutlich Valentinian I. darstellen.

Zahlreiche weitere archäologische Funde aus Gräbern und militärischen und zivilen Siedlungen, umfangreiche Hortfunde sowie interaktive multimediale Elemente geben den Ausstellungsbesuchern einen tieferen Einblick in die Umbruchszeit des 4. und 5. Jahrhunderts n. Chr.

Die Ausstellung entstand in Kooperation mit der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (GDKE), Direktion Landesarchäologie, Außenstelle Speyer und dem Heidelberg Center for Cultural Heritage der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg (HCCH). Die enge Zusammenarbeit der Partner ermöglichte die Einbindung neuester Forschungsresultate und aktueller Grabungsergebnisse, die zum Teil erstmalig öffentlich präsentiert und in der Begleitpublikation vorgestellt werden.

Zur Ausstellung erscheint ein 136 Seiten starkes Begleitbuch, in dem Valentinian I. und sein Wirken in der Pfalz umfassend beleuchtet werden. Informative und spannende Vorträge namhafter Forscher sowie eine wissenschaftliche Tagung begleiten die Ausstellung.

Das Historische Museum der Pfalz ist dienstags bis sonntags, an Feiertagen auch montags, von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

www.museum.speyer.de

Sehen Sie hier ein Livevideo zum Rundgang durch die Ausstellung.

 

Sehen Sie hier das Fotoalbum zur Ausstellung:


Sehen Sie hier die Video`s zur Pressekonferenz zur Eröffnung "Valentinian I." :


Pressekonferenz zur Ausstellung Valentinian I im Historischen Museum Speyer - Teil 2

Text: Historisches Museum der Pfalz Speyer Foto: Speyer 24/7 News, dak

20.09.2018


Goldhut im Martin-Gropius-Bau ausgestellt

Leihgabe des Historischen Museums der Pfalz bereichert Europäisches Kulturerbejahr

Der Goldene Hut von Schifferstadt stammt aus der Bronzezeit, 1400-1300 v. Chr. , und ist einer von weltweit vier bekannten Goldhüten. Foto: Historisches Museum der Pfalz Speyer/Hans-Georg Merkel

Berlin / Speyer - Einer = der spektakulärsten Funde unter den reichen archäologischen Sammlungsbeständen im Historischen Museum der Pfalz in Speyer ist der Goldene Hut von Schifferstadt. Nur vier Kegelhüte dieser Art sind weltweit bekannt, von denen das um 1300 vor Christus entstandene Exemplar aus Schifferstadt das älteste ist.

Ab dem 21. September wird der Goldhut als Leihgabe des Historischen Museums der Pfalz im Martin-Gropius-Bau in Berlin zu sehen sein. Anlässlich des Europäischen Kulturerbejahres 2018 zeigen das Museum für Vor- und Frühgeschichte der Staatlichen Museen zu Berlin und der Verband der Landesarchäologen im Gropius Bau die Ausstellung „Bewegte Zeiten. Archäologie in Deutschland“. Hier werden alle vier Goldhüte gemeinsam ausgestellt. Eine seltene Gelegenheit die faszinierenden Fundstücke im Vergleich zu betrachten. Zuletzt waren die Hüte 2005 in der Ausstellung „Goldene Zeichen“ im Historischen Museum der Pfalz vereint.

Weitere Informationen zum Historischen Museum der Pfalz unter www.museum.speyer.de

Text: Historisches Museum der Pfalz Speyer Foto: Historisches Museum der Pfalz Speyer / Hans-Georg Merkel

20.09.2018


Ein Tandem für das Sams

Neues Objekt vom Filmset bereichert Familien-Ausstellung in Speyer

Im Historischen Museum der Pfalz ist das Sams zu Gast und präsentiert als neu eingetroffenes Ausstellungsexponat das Tandem von Herrn Taschenbier. Foto: Historisches Museum der Pfalz Speyer/Carolin Breckle

Speyer / Historisches Museum der Pfalz - Die Geschichten rund um das Sams begeistern seit mehr als 40 Jahren junge sowie erwachsene Leser. Mit bisher drei Kinofilmen wurde das Sams zudem zum Leinwandstar. Requisiten vom Filmset wie der Taucheranzug des Sams oder die Kleidung von Herrn Taschenbier sind aktuell in der Schau „Das Sams und die Helden der Kinderbücher“ im Historischen Museum der Pfalz ausgestellt. Ab sofort bereichert ein weiteres Exponat die Ausstellung: Das Tandem von Herrn Taschenbier und seinem Sohn Martin aus dem Kinofilm „Sams in Gefahr“!

Aber nicht nur Sams-Fans kommen im Historischen Museum der Pfalz auf ihre Kosten: Auch weitere Kinderbuchhelden wie Pippi Langstrumpf oder die kleine Hexe laden zu einer Entdeckungsreise durch die Welt der Kinder- und Jugendbuchliteratur ein.

Die klimatisierten Ausstellungsräume sorgen zudem gerade an heißen Sommertagen für willkommene Abkühlung!

Öffnungszeiten
Das Historische Museum der Pfalz ist dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr, an Feiertagen auch montags geöffnet. Weitere Informationen unter www.sams-ausstellung.de

Text: Historisches Museum der Pfalz Speyer Foto: Historisches Museum der Pfalz Speyer/Carolin Breckle

03.08.2018


Großes Besucherinteresse an der Ausstellung „Weltbühne Speyer. Die Ära der großen Staatsbesuche“ im Historischen Museum der Pfalz

Die Ausstellung „Weltbühne Speyer. Die Ära der großen Staatsbesuche“ dokumentierte die Besuche internationaler Politiker, geistlicher Würdenträger und Monarchen in Speyer zwischen 1984 und 1999.

Ausstellungsplakat Historisches Museum der Pfalz, Foto: Bundesregierung/Wolfgang Lemmerz, Gestaltung: Lisa-Marie Malek

Speyer / Historisches Museum der Pfalz - Präsentiert wurden großformatige Fotografien zu 19 Staatsbesuchen und Großereignissen aus der Regierungszeit von Bundeskanzler a.D. Helmut Kohl. Rund 30.000 Besucher sahen die Ausstellung im Historischen Museum der Pfalz.

Museumsdirektor Alexander Schubert stellte fest: „Mit der Ausstellung zu den großen Staatsbesuchen haben wir ein Thema in den Mittelpunkt gerückt, zu dem viele Bürgerinnen und Bürger Speyers noch unmittelbare Erinnerungen haben. Viele Besucher steuerten authentische Erfahrungsberichte aus dieser großen Zeit bei, als ihre Stadt zur Bühne hochrangiger Politik-Prominenz wurde. Mit dem Tod von Bundeskanzler a.D. Helmut Kohl am 16. Juni 2017 bekam die Ausstellung eine ungeahnte Aktualität, so dass wir diese nochmals überarbeiteten und mit Bildern vom Requiem im Speyerer Dom und vom Staatsempfang in unserem Museum ergänzten.“

Gorbatschowbesuch in Speyer Foto: Bundesregierung/Wolfgang Lemmerz

Ein Großteil der Aufnahmen in der Ausstellung stammte von der Pressefotografin Bettina Deuter und ihrem Kollegen Fred Runck, die die Speyerer Stadtgeschichte über mehrere Jahrzehnte dokumentiert haben. Sie zeugten von den Besuchen politischer Größen wie Boris Jelzin, Michail Gorbatschow und George H. W. Bush senior sowie Jacques Chirac und Margaret Thatcher, zeigten aber auch geistliche Würdenträger wie Papst Johannes Paul II. und Kurienkardinal Joseph Ratzinger, den späteren Papst Benedikt XVI.

Das Goldene Buch der Stadt Speyer unter Oberbürgermeister Werner Schineller (1996–2010). Historisches Museum der Pfalz/Foto: Carolin Breckle

Die Ausstellung, die in enger Zusammenarbeit mit der Abteilung „Kulturelles Erbe – Stadtarchiv Speyer“ und der Bezirksgruppe Speyer im Historischen Verein e.V. entstand, präsentierte neben den Fotografien auch Filmsequenzen des Rhein-Neckar-Fernsehens sowie weitere Zeitzeugnisse wie Karikaturen, die Goldenen Bücher der Stadt Speyer und ein Gewand, das Papst Johannes Paul II. bei der Messe in Speyer trug. Ein großer Kiosk mit zeitgenössischen Zeitungen und Zeitschriften lud die Besucher ein, in die 80er und 90er Jahre einzutauchen.

Während der Dauer der Ausstellung, vom 12. November 2016 bis zum 29. Juli 2018, erhielt das Museum gleich mehrere Ergänzungen, die als Ausstellungsobjekte in der „Weltbühne“ präsentiert werden konnten. Zum einen übergab die Ike und Berthold Roland-Stiftung zwei Porträtplastiken, die den verstorbenen Bundeskanzler Helmut Kohl zeigen, an das Museum.

Porträtplastik des Künstlers Karlheinz Oswald. Schenkung der Ike und Bertold Roland-Stiftung Historisches Museum der Pfalz/Foto: Carolin Breckle

Die erste Darstellung aus Eisenguss, wurde von dem in Worms geborenen Künstler Karlheinz Oswald 2002 und 2003 geschaffen. Die zweite, eine Bronzebüste des Künstlers Serge Mangin, stammte aus dem Jahr 2009. Zum anderen überreichte die Witwe des 2017 verstorbenen Helmut Kohl, Maike Kohl-Richter im Juli 2018, das letzte offizielle Porträtfoto des ehemaligen Bundeskanzlers an das Museum.Das Begleitprogramm umfasste Führungen mit szenischen Spielszenen, einen „Literarischen Abend“ in Kooperation mit der Stadtbibliothek Speyer, eine „Kino-Kombi“ in Kooperation mit dem Cineplex Mannheim zum Film „Die Eiserne Lady“, Küchenkünstler Stefan Walch bot während der Laufzeit der Ausstellung ein pfälzisches Menü für Staatsbesuche an, darüber hinaus fanden Matineeführungen mit Werner Schineller, dem Speyerer Oberbürgermeister a.D. statt.

Nachbau eines Kiosks mit Zeitungen und Zeitschriften der 80er und 90er Jahre. Historisches Museum der Pfalz/ Foto: Carolin Breckle

Der umfangreiche Katalog, u.a. mit Beiträgen des ehemaligen Oberbürgermeisters Werner Schineller, Bischof Anton Schlembach und Bernd Schneidmüller, Professor an der Uni Heidelberg ist im Museum erhältlich.

Das Historische Museum der Pfalz ist dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Weitere Informationen unter www.museum.speyer.de

Text: Historisches Museum der Pfalz Speyer Foto: "Gorbatschowbesuch" @ Bundesregierung/Wolfgang Lemmerz, "Alle anderen" Historisches Museum der Pfalz / Carolin Breckle

01.08.2018


Pack‘ das Sams in die Schultüte!

Historisches Museum der Pfalz startet Erstklässler-Aktion

Das Sams und Museumsdirektor Alexander Schubert laden Erstklässler ins Museum ein.

Speyer / Historisches Museum der Pfalz - Pünktlich zur Einschulung starten Paul Maar und das Historische Museum der Pfalz in Speyer eine Aktion für die neuen Schulkinder. Unter dem Motto „Pack‘ das Sams in die Schultüte“ erhalten alle Erstklässler-Eltern, die mit einer Schultüte ins Museum kommen und den Vornamen ihres Kindes verraten, eine Schüler-Freikarte für die aktuelle Familienausstellung „Das Sams und die Helden der Kinderbücher“. Die Aktion läuft ab sofort, rechtzeitig vor Schulbeginn in Rheinland-Pfalz und Hessen und endet am 9. September, dem letzten Sommerferientag in Baden-Württemberg.

Wie wäre das Sams als Überraschung in der Schultüte? Zeichnung: Paal Maar für das Historische Museum der Pfalz Speyer.

„Wir wollen mit der Schultüten-Aktion Freude am Lesen und Schreiben lernen vermitteln. Ein Besuch in unserer Kinderbuchhelden-Ausstellung weckt sicherlich bei vielen jungen Besucherinnen und Besuchern die Lust, mehr über die Figuren zu erfahren, selbst nach den Kinderbüchern zu greifen und sich mit Buchstaben und Schrift zu beschäftigen“, so Museumsdirektor Alexander Schubert. Kinderbuchautor Paul Maar, der an der Konzeption der Ausstellung mitgewirkt hat, zeigte sich gleich begeistert von der Aktion, Schulanfänger ins Museum zu holen. Mit der Freikarte können sie in ihrer Schultüte ein Geschenk des Museums vorfinden, das ihnen einen greifbaren und spielerischen Zugang zum Thema „Lesen“ bietet. Um die Aktion zu unterstützen, nahm Paul Maar das Motto deshalb wörtlich und zeichnete das Sams, das bereits frech in einer Schultüte steckt.

Die Ausstellung „Das Sams und die Helden der Kinderbücher“ führt durch rund 20 dreidimensional inszenierte Kinderbuchwelten, beispielweise in die Villa Kunterbunt der Pippi Langstrumpf, die Wohnung des Herrn Taschenbier, die Höhle der Olchis auf dem Müllplatz von Schmuddelfing oder die Unterwasserwelt des kleinen Wassermanns. Zahlreiche analoge und digitale Mitmachstationen und insgesamt rund 500 Originalexponate wie Filmrequisiten, Autorenmanuskripte und Grafiken laden zum „Eintauchen“ in die Kinderliteratur des 20. und 21. Jahrhunderts ein.

Öffnungszeiten

Das Historische Museum der Pfalz ist dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr geöffnet, an Feiertagen auch montags. Die Ausstellung kann noch bis zum 6. Januar 2019 besucht werden. Weitere Informationen unter www.sams-ausstellung.de

Text: Historisches Museum der Pfalz Speyer Foto: Historisches Museum der Pfalz Speyer/Carolin Breckle Zeichnung: Paul Maar

26.07.2018


Porträt von Bundeskanzler Helmut Kohl bereichert Ausstellung

Maike Kohl-Richter überreicht Aufnahme an Historisches Museum der Pfalz

v.l.: Ehemaliger Oberbürgermeister Werner Schineller, Maike Kohl-Richter, Witwe des verstorbenen Bundeskanzlers Helmut Kohl und Museumsdirektor Alexander Schubert

Speyer / Historisches Museum - Für die Sammlung des Historischen Museums der Pfalz stellte Maike Kohl-Richter, Witwe des verstorbenen Bundeskanzlers Helmut Kohl, ein besonderes Exponat zur Verfügung.  Es handelt sich um das offizielle Foto des Staatsmannes, mit dem am 1. Juli vergangenen Jahres beim Europäischen Trauerakt für Helmut Kohl im Europäischen Parlament in  Straßburg und bei dem Requiem im Speyerer Dom an ihn erinnert wurde. Frau Kohl-Richter übergab das Porträt persönlich am heutigen Vormittag an den Vorstandsvorsitzenden der Stiftung Historisches Museum der Pfalz, Oberbürgermeister a.D. Werner Schineller und an Museumsdirektor Alexander Schubert. Nun wird das Großfoto die Ausstellung „Weltbühne Speyer. Die Ära der großen Staatsbesuche“ ergänzen.

„Das Foto gebe ich gerne für die Sammlung des Museums und die aktuelle Ausstellung. Das Foto strahlt so vieles aus. Es ist authentisch und ehrlich. Es zeigt meinen Mann, wie er war: Dem Leben und den Menschen zugewandt, humorvoll, versöhnlich und in sich ruhend. So hat er gelebt, so ist er gestorben. Ich habe es 2014 auf einer privaten Feier selbst gemacht“ sagte Maike Kohl-Richter.

„Für das Historische Museum der Pfalz ist es wichtig, eine Sammlung zu Bundeskanzler Helmut Kohl als der  bedeutendsten aus der Pfalz stammenden Persönlichkeit des 20. Jahrhunderts aufzubauen. Das Interesse der Besucher an Helmut Kohl ist sehr groß. Es vergeht kaum ein Tag, an dem nicht nach der Begräbnisstätte des Kanzlers der Einheit gefragt  wird. Wir sind deshalb sehr froh und dankbar, dass Frau Dr. Kohl-Richter das bedeutende Porträtbild unserem Haus überlässt“, so Alexander Schubert.

„Helmut Kohl, der Ehrenbürger Europas, war zeit seines Lebens seiner Pfälzer Heimat aufs Engste verbunden. Auch nach seinem Ausscheiden aus dem Amt des Bundeskanzlers besuchte er regelmäßig gemeinsam mit seiner Ehefrau Maike Kohl-Richter den Speyerer Dom, für dessen Erhalt er sich als Mitbegründer und Vorsitzender der Europäischen Stiftung Kaiserdom zu Speyer in herausragender Weise einsetzte“, sagte Werner Schineller.

Die Ausstellung „Weltbühne Speyer“ im Historischen Museum der Pfalz widmet sich den Staatsgästen, die auf Einladung des Bundeskanzlers Helmut Kohl in den Speyerer Dom gekommen waren. Während seiner 16jährigen Kanzlerschaft von 1982 bis 1998 machte Helmut Kohl damit Speyer zur Begegnungsstätte der Mächtigen und verband den euro­päischen Gedanken mit dem Heimat Bezug. Nach dem Ende der Sonder­ausstellung soll das Porträt in die Sammlungsausstellung integriert werden, die derzeit neukonzipiert wird.

Historisches Museum der Pfalz Speyer

19.07.2018


Mehr als 30 Jahre im Dienst der Wissenschaft

Historisches Museum der Pfalz verabschiedet Dr. Werner Transier in den Ruhestand

Dr. Werner Transier, ist in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet worden.

Speyer / Historischen Museum der Pfalz - Der langjährige Sammlungsleiter für Judaika und Numismatik am Historischen Museum der Pfalz, Dr. Werner Transier, ist in den wohlverdienten Ruhestand getreten. „Mit Werner Transier verabschieden wir einen äußerst verdienstvollen Kollegen, der als einer der bundesweit renommiertesten Experten für jüdische Geschichte und für Numismatik das Profil unseres Hauses über Jahre mitgeprägt hat. Ich bin froh, dass er uns auch im Ruhestand als Ratgeber verbunden bleiben wird“, erklärte Museumsdirektor Dr. Alexander Schubert.

Werner Transier wurde am 3. April 1952 in Ludwigshafen geboren. Nach dem Besuch des Gymnasiums studierte er Alte Geschichte und Klassische Archäologie an der Universität Mannheim, wo er 1985 mit einer Arbeit zur Geschichte der Insel Samos in hellenistischer und römischer Zeit promoviert wurde.

Am 1. März 1985 trat erseinen Dienst beim Historischen Museum der Pfalz an und übernahm sukzessive die Sammlungen zur jüdischen Geschichte und zur Geldgeschichte vom damaligen stellvertretenden Direktor Prof. Günter Stein. Die von ihm kuratierte Ausstellung über Zeugnisse jüdischer Religiosität „Du sollst ein Segen sein“ wanderte nach der ersten Station, 1996 im Historischen Museum der Pfalz, in zahlreichen pfälzischen Gemeinden und beförderte dort das Interesse für das jüdische Kulturerbe in besonderer Weise.

Maßgeblich beteiligt war er auch an der Realisierung der großen Sonderausstellung „Europas Juden im Mittelalter“. Zu sehen war die Schau von November 2004 bis März 2005 im Historischen Museum der Pfalz in Speyer und von April bis August 2005 im Deutschen Historischen Museum in Berlin. Die Ausstellung kann als Initialzündung für die noch laufende Bewerbung der drei SCHUM-Städte Mainz, Worms und Speyer als UNESCO-Weltkulturerbe gesehen werden. Werner Transier setzte sich von Beginn an in den Gremien zur Bewerbung um den Welterbestatus ein und führt seine Arbeit als ehrenamtlicher Experte fort.

Neben dem Wirken für das kulturelle Erbe der SCHUM-Städte, zu dem auch die Konzeption einer Dauerausstellung im Museum SchPIRA im Speyerer Judenhof gehörte, wirkte Werner Transier in außergewöhnlicher Weise in der überregionalen „Arbeitsgemeinschaft Jüdischer Sammlungen in Deutschland“ mit und der „Association of European Jewish Museums“. Besonders lag ihm die intensive Zusammenarbeit am Oberrhein, von Basel bis Mainz, am Herzen.

Seit Anfang der 1990er Jahre arbeitete er in den Gremien des Historischen Vereins der Pfalz, zuletzt im Vorstand als Schriftführer und Geschäftsführer. Diese Aufgabe übte er bis 2016 aus. Nach wie vor ist er Mitglied im Ausschuss des Historischen Vereins. Sein beharrliches Wirken im Hintergrund über drei Jahrzehnte hinweg prägte die erfolgreiche Arbeit eines der größten Geschichtsvereine in Rheinland-Pfalz wesentlich mit. Darüber hinaus engagierte sich Werner Transier in der Vereinstätigkeit auch überregional als Vorstand des supranationalen „Netzwerks Geschichtsvereine“.

Weitere Informationen zum Historischen Museum der Pfalz Speyer unter www.museum.speyer.de

Text: Historisches Museum der Pfalz Speyer Foto: Historisches Museum der Pfalz Speyer/ Peter Haag-Kirchner

12.07.2018


Das Sams wünscht ein fröhliches Brezelfest

Paul Maar kreiert Grußkarte und neue Sams-Illustration

Paul Maar signiert für zwei junge Ausstellungsbesucherinnen. Im Hintergrund die Regenschirmmaschine des Herrn Taschenbier

Speyer / Historisches Museum - Nach 4 Wochen Ausstellungszeit hat sich das Sams, Held der aktuellen Familien-Ausstellung im Historischen Museum der Pfalz, schon ganz mit den Speyerer Gepflogenheiten vertraut gemacht. Gemeinsam mit seinem Schöpfer, dem erfolgreichen Kinderbuchautor und Illustrator Paul Maar, wünscht das freche Wesen den Bürgerinnen und Bürgern ein fröhliches Brezelfest und schnappt sich gleich selbst Exemplar des schmackhaften Traditionsgebäcks. Paul Maars individueller Gruß traf nun als Überraschung in der Pressestelle des Historischen Museums ein, die diesen gerne mit der Öffentlichkeit teilt.

Paul Maar hat anlässlich des Speyerer Brezelfestes eine neue Sams-Illustration geschaffen

Dem in Schweinfurt geborenen und in Bamberg lebenden Autor ist derzeit die interaktive Schau „Das Sams und die Helden der Kinderbücher“ im Historischen Museum der Pfalz gewidmet. Die Ausstellung wurde in Zusammenarbeit mit dem Autor konzipiert und feiert anlässlich seines 80. Geburtstags im Jahr 2017 die Helden der Kinderbücher. Sie lässt die Fantasiewelten von Paul Maar und vieler weiterer Kinderbuchautoren Realität werden.

Die kleinen und großen Besucher können die Wohnung des Herrn Taschenbier samt Knackwurstbring-Anlage und Regenschirmmaschine betreten, in der Küche von Pippi Langstrumpf das Buchstabenspiel lösen oder in der Gruft des kleinen Vampirs in einem der Särge Probe liegen. Zahlreiche analoge und digitale Mitmachstationen und insgesamt rund 500 Originalexponate wie Grafiken, Filmrequisiten und Autorenmanuskripte geben ein faszinierendes Bild der Kinderbuchliteratur des 20. und 21. Jahrhunderts ab.

Das Sams wünscht ein fröhliches Brezelfest; Illustration: Paul Maar

Öffnungszeiten

Das Historische Museum der Pfalz ist dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr geöffnet, an Feiertagen auch montags. Die Ausstellung ist noch bis zum 6. Januar 2019 zu besichtigen.

Weitere Informationen zur Ausstellung finden Sie unter www.sams-ausstellung.de

Text: Historisches Museum der Pfalz Speyer Foto: Historisches Museum der Pfalz Speyer / Carolin Breckle Illustration: Paul Maar

10.07.2018


Das Sams und die Helden der Kinderbücher - Eine Familien-Ausstellung des Jungen Museums

Vom 1. Juni 2018 bis 6. Januar 2019

Speyer/Historischen Museum der Pfalz - „Ich mach mir die Welt, widde widde wie sie mir gefällt." Frei nach dem wohl bekanntesten Zitat von Pippi Langstrumpf lädt die neue Familien-Ausstellung im Historischen Museum der Pfalz dazu ein, in die Welt der Fantasie einzutauchen. Vom 1. Juni 2018 bis zum 6. Januar 2019 öffnet das Haus seine Tore für die interaktive Schau „Das Sams und die Helden der Kinderbücher“. Auf die jungen Besucher warten detailgetreu nachempfundene Erlebnisräume, die aus berühmten Erzählungen bekannt sind. Erwachsene dürfen sich auf eine Reise in die eigene Kindheit freuen.

Anlass für die Auseinandersetzung mit den Kinderbuchhelden und -heldinnen des 20. und 21. Jahrhunderts ist der 80. Geburtstag des Schriftstellers und Sams-Erfinders Paul Maar.

Ihm widmet die Ausstellung die ersten Räume. Zu sehen sind Originale wie Maars Schreibmaschine, auf der er seine ersten Geschichten schrieb, oder das Kostüm, das die Schauspielerin ChrisTine Urspruch in ihrer Rolle als Sams in der Buch-Verfilmung trug. Doch die Ausstellung geht noch einen Schritt weiter: Sie erweckt die Fantasie-Welt der Kinderbücher zum Leben und verblüfft die Besucher mit der aus dem „Sams“ bekannten und voll funktionstüchtigen Knack-Wurst-Bring-Anlage oder der Wunschmaschine. Anfassen und Ausprobieren ist ausdrücklich erwünscht! Das gilt auch für Pippi Langstrumpfs Küche in der Villa Kunterbunt. Zwischen Töpfen und Pfannen, auf dem Tisch und unter dem Schrank gibt es herrliche Verstecke zu entdecken und Rätsel zu lösen.

Mehr als 20 interaktive Schauplätze lassen das geschriebene Wort Wirklichkeit werden: die Schreinerwerkstatt von Meister Eder und seinem Pumuckl, die Höhle der Olchis auf dem Müllplatz in Schmuddelfing mit einem echten Schimpfwortgenerator und der Grund des Mühlenweihers, wo der kleine Wassermann lebt, sind nur einige Beispiele. „Pünktchen und Anton“ sind in der Ausstellung ebenso vertreten wie der „Grüffelo“ oder „Der kleine Ritter Trenk“.

Mitmach-Stationen, digitale Spiele und multimediale Inszenierungen laden zum Fühlen, Hören und Verkleiden sowie zum kreativen Umgang mit Sprache ein. Im Zusammenspiel mit rund 500 Exponaten – darunter etwa hundert Grafiken und Illustrationen sowie einzigartige Originalfiguren und Requisiten aus Verfilmungen und Puppenspielen – gibt die Ausstellung einen tiefen Einblick in die Arbeit der Kinderbuch-Autoren und Autorinnen, in ihre Werke und die Macht der Sprache.

Das Begleitprogramm zur Ausstellung reicht von Puppentheatervorführungen über Lesungen mit Paul Maar und Kirsten Boie bis zu einem Instawalk. Zudem findet ein Talk mit Paul Maar und ChrisTine Urspruch statt, moderiert von Fernsehmoderatorin Bernadette Schoog.

Öffnungszeiten

Das Historische Museum der Pfalz ist dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr geöffnet, an Feiertagen und in den rheinland-pfälzischen, baden-württembergischen und hessischen Schulferien auch montags.

Weitere Informationen unter: www.sams-ausstellung.de.

Pressekonferenz, u.a. mit Paul Maar:


Videoimpression aus "Der kleine Wassermann":


Impressionen aus der Ausstellung:


Text: Historisches Museum der Pfalz Speyer Foto: Speyer 24/7 News,dak Video: Speyer 24/7 News, mah

31.05.2018


Das Sams auf dem Mannheimer Kinderfest

Ausstellung im Historischen Museum der Pfalz startet am 1. Juni

Mannheim/Speyer - Am Freitag, 25., und Samstag, 26. Mai, stellt das Historische Museum der Pfalz auf dem Mannheimer Kinderfest die kommende Familien-Ausstellung „Das Sams und die Helden der Kinderbücher“ vor.

Das Museum ist Gast am Stand der Buchhandlung Schmitt & Hahn. Die Besucher erwarten ein gemeinsames Gewinnspiel der beiden Standpartner, bei dem Freikarten, Buchpakete und vieles mehr verlost werden. Mitmach-Aktionen und Spiele, das Schminken von blauen „Wunschpunkten“ sowie Lesungen aus verschiedenen Kinderbüchern laden an beiden Veranstaltungstagen zu einer spannenden Entdeckungstour durch die Fantasiewelten unterschiedlichster Kinderbuchhelden ein.

Der Gemeinschaftsstand des Historische Museums der Pfalz und der Buchhandlung Schmitt & Hahn ist am Freitag, 25. Mai, von 14 bis 18 Uhr und am Samstag, 26. Mai, von 11 bis 18 Uhr auf den Mannheimer Kapuzinerplanken zu finden. Der Eintritt zum Mannheimer Kinderfest ist frei.

Das Historische Museum der Pfalz zeigt die Familienausstellung „Das Sams und die Helden der Kinderbücher“ ab dem 1. Juni in Speyer. Das Museum ist dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Weitere Informationen unter www.sams-ausstellung.de

Historisches Museum der Pfalz Speyer / Buchhandlung Schmitt & Hahn

24.05.2018


2021 kommt nächste Landesausstellung nach Speyer

Historisches Museum der Pfalz widmet sich den Habsburgern

König Rudolf I

Speyer / Historisches Museum - Nach der gerade zu Ende gegangenen Schau zu Richard Löwenherz wird 2021 die nächste Landesausstellung in Speyer zu sehen sein. Das erklärte der rheinland-pfälzische Wissenschaftsminister Konrad Wolf und bezog sich dabei auf die große kulturhistorische Ausstellung „Der Aufstieg der Habsburger. Von König Rudolf I. bis Kaiser Maximilian I.“, die aktuell im Historischen Museum der Pfalz in Vorbereitung ist. Zum Auftakt fand im April 2018 – im Jahr seines 800. Geburtstages – in Speyer eine wissenschaftliche Fachtagung über den römisch-deutschen König Rudolf I. statt. Veranstaltet hatte die Tagung die Europäische Stiftung Kaiserdom zu Speyer.

„Wo mehr meiner Vorfahren sind, die auch Könige waren“ – mit diesen Worten entschied Rudolf I. den Ort seiner Beisetzung, den Kaiserdom zu Speyer. Rudolf I. verstarb am 15. Juli 1291 in der alten Kaiserstadt am Rhein und wurde am Tag darauf an der Seite des Stauferkönigs Philipp von Schwaben beerdigt.

Rudolfs Grabplatte im Speyerer Dom © Domkapitel Speyer, Foto: Renate Matzko-Deckers

Die Habsburger sind ein Fürstengeschlecht, das im Mittelalter in Europa über Jahrhunderte eine bedeutende Rolle spielte. Der Name leitet sich nach der Stammburg Habsburg im heutigen Schweizer Kanton Aargau ab. Im Oktober 1273 wurde Rudolf I. als erster Habsburger zum König des Heiligen Römischen Reiches gewählt. Rudolf von Habsburg regierte 18 Jahre lang. Die meiste Zeit davon hielt er sich im Südwesten des Landes sowie in Österreich auf. Mit ihm nahm die unaufhaltsame Erfolgsgeschichte der Habsburger ihren Anfang. Eine Erfolgsgeschichte, die die kunst- und kulturgeschichtliche Ausstellung im Historischen Museum der Pfalz erzählen wird. Rudolf I. legte den Grundstein, auf dem in den nächsten 300 Jahren seine Nachfolger Albrecht I. – ebenfalls im Speyerer Dom beigesetzt – sowie Albrecht II., Friedrich III. und schließlich Kaiser Maximilian I. das Haus Habsburg errichtet haben.

Nach der Salier-Ausstellung, 2011 und der Löwenherz-Ausstellung, 2017/18, wird mit der Landesausstellung „Rudolf I.“ die europäische Geschichte des Mittelalters fest in Speyer und in Rheinland-Pfalz verortet werden.

Weitere Informationen zum Historischen Museum der Pfalz Speyer unter www.museum.speyer.de

Text: Historisches Museum der Pfalz Speyer Foto: Domkapitel Speyer, Renate Matzko-Deckers

08.05.2018


Knapp 100.000 Besucher sahen die Löwenherz-Landesausstellung im Historischen Museum der Pfalz

„Das Sams und die Helden der Kinderbuchliteratur“ kommen nach Speyer

Speyer / Historisches Museum - Knapp 100.000 Besucher sahen im Historischen Museum der Pfalz die Ausstellung „Richard Löwenherz. König – Ritter – Gefangener“. Museumsdirektor Alexander Schubert zog positiv Bilanz: „Richard Löwenherz hat sich als echtes ‚Zugpferd‘ für unser Haus erwiesen. Mit der Besucherzahl von fast  100.000 wurden unsere Erwartungen voll erfüllt. Wenn man die Einträge im Gästebuch studiert, kann man die Faszination greifen, die der englische König des 12. Jahrhunderts bis heute bei den Menschen weckt. Gleichzeitig ist es uns gelungen, ein vielschichtiges Bild des Herrschers zu zeigen, den viele aus Hollywood-Spielfilmen kennen.“ Die Präsentation begeisterte Museumsfreunde sowohl aus der Bundesrepublik als auch aus dem benachbarten Ausland.

Erstmalig in Deutschland wurden Aufstieg und Fall des berühmten englischen Königs in das Zentrum einer musealen Präsentation gestellt. Die einzigartige Ausstellung mit über 180 hochkarätigen Exponaten, darunter kostbare Handschriften, wertvolle Reliquiare und beeindruckende Skulpturen, eingebunden in eine stimmungsvolle Ausstellungsarchitektur, war bis zum 15. April zu sehen.

Begleitend zur Ausstellung, die den Titel „Landesausstellung Rheinland-Pfalz“ trug, veranstaltete das Museum eine Vortragsreihe mit namhaften Historikern und Mittelalter-Experten sowie eine Podiumsdiskussion, an der unter anderem der Historiker und Fernsehjournalist Guido Knopp, die Autorin Rebecca Gablé sowie der Mittelalterexperte Stefan Weinfurter teilnahmen. Mit den Partnern aus den Bereichen Kultur und Tourismus wurde ein vielseitiges Angebot entwickelt, das von Führungen auf der Reichsburg Trifels, über Themenangebote im Nibelungenmuseum und in der Stadt Worms bis zum Löwenherz-Wanderweg reichte und die Landesausstellung weit in die Region ausstrahlen ließ.

Viele Besucher kombinierten „Richard Löwenherz“ mit der parallel laufenden Familien-Ausstellung „Robin Hood“. Ein eigens zur Ausstellung produziertes Hörspiel führte die jungen Besucher durch die Löwenherz-Schau. Die Robin Hood-Ausstellung, die noch bis zum 3. Juni 2018 zu sehen ist, bietet einen kulturhistorischen Rundgang durch das Mittelalter mit vielen Mitmach-Stationen und spannenden Informationen zum Alltagsleben in dieser Zeit.

Ab 1. Juni kommen „Das Sams und die Helden der Kinderbücher“ nach Speyer. Anlass für die Familien-Ausstellung ist der 80ste Geburtstag des Kinderbuchautors Paul Maar. Neben dem Sams mit den blauen Wunschpunkten können die Besucher die Welt der Helden der Kinderbuchliteratur des 20. und 21. Jahrhunderts entdecken.

Weitere Informationen zur Ausstellung und zum Begleitprogramm:

Darüber hinaus veranstaltete das Museum gemeinsam mit verschiedenen Partnern aus Speyer und der Region ein umfangreiches Begleitprogramm. Erstmals organisierte das Museum unterstützt von der Stadt Speyer, der Leistungsgemeinschaft und dem Einzelhandel eine Aktionswoche mit Schaufensterwettbewerb und Aktionssonntag.

Bei den beiden Kino-Kombi-Veranstaltungen in Kooperation dem Cineplex Kino in Mannheim konnten Cineasten Kinobesuch und exklusive Ausstellungsführung kombinieren. Großen Zuspruch fand auch die Criminal-Dinner-Reihe „Excalibur und der Erbe des Königs“, die in Kooperation mit dem KulturNetz Mannheim Rhein-Neckar begleitend angeboten wurde.

Ein eigens zur Ausstellung „Richard Löwenherz“ verfasstes Theater- und Historienstück von Bernhard Weller und Götz Valter mit dem Titel „Die Krone des Löwen“ wurde im Forum des Museums zwei Mal vor ausverkauften Reihen aufgeführt. An zwei Konzertabenden verbanden die mittelalterlichen Musikgruppe Capella Antiqua Bambergensis und Gäste auf eine außergewöhnliche Art Lesung mit mittelalterlicher Musik.

Das Historische Museum der Pfalz ist regulär dienstags bis sonntags jeweils von 10 bis 18 Uhr und an allen Feiertagen geöffnet.

Text: Historisches Museum der Pfalz Speyer Foto: Speyer 24/7 News, dak

16.04.2018


Ein Museum für die ganze Familie

Robin Hood-Ausstellung in Speyer zählt 50.000 Besucher

v.l.: Oberbürgermeister Hansjörg Eger, Jubiläumsgast Roswitha Horn, Louis Hardock, Museumsdirektor Alexander Schubert, Sarah Nord, Niklas Hardock und Kuratorin Cathérine Biasini in der Robin Hood-Ausstellung.

Speyer / Historisches Museum - Roswitha Horn aus Mannheim ist die 50.000ste Besucherin der Robin Hood-Ausstellung. Sie kam heute zusammen mit Ihren Enkelkindern Louis, 13 Jahre, seinem Bruder Niklas, 11 Jahre und deren Cousine Sarah, 7 Jahre, nach Speyer um die interaktive Familien-Ausstellung anzusehen. „Wir waren schon oft im Historischen Museum der Pfalz“, erzählte sie, als sie vom Speyerer Oberbürgermeister Hansjörg Eger und Museumdirektor Alexander Schubert begrüßt wurde. Ganz besonders gern erinnert sie sich an die Wikinger-Ausstellung 2008, Sarahs Lieblingsausstellung war die Playmobil-Ausstellung 2013 und für Niklas war es die Detektive-Ausstellung 2015. Als Ehrengast erhielt sie eine Generationenkarte für die kommende Familien-Ausstellung „Das Sams und die Helden der Kinderbücher“, eine Robin Hood-Bastelbox und einen Blumenstrauß.

„Der Erfolg der Robin-Hood-Schau stellt wieder unter Beweis, dass das Historische Museum der Pfalz ein Haus für die gesamte Familie ist“, sagte Schubert und Eger ergänzte: „Wir sehen, dass das Interesse auch der jüngsten Museumsbesucher an der faszinierenden Zeit des Mittelalters ungebrochen ist. Robin Hood, der Held von Sherwood Forest, setzt Pfeil und Bogen ein, um die im Überfluss lebenden Reichen zu bestehlen und seine Beute den Armen und Bedürftigen zu schenken. Eine Botschaft, mit der man auch in unseren Tagen nachweislich Kinderherzen erobert.“

Viele Besucher kombinieren „Robin Hood“ mit der parallel laufenden, ebenfalls sehr erfolgreichen Landesausstellung „Richard Löwenherz“. Ein eigens zur Ausstellung produziertes Hörspiel führt die jungen Besucher durch die Löwenherz-Schau. In der Robin Hood-Ausstellung dagegen übernehmen die Kinder selbst die Führung. „An den Mitmachstationen erklären die Kinder ihren Eltern, was es mit dem edlen Gesetzlosen auf sich hat und greifen begeistert selbst zu Pfeil und Bogen“, berichtet Schubert.

Die Familien-Ausstellung „Robin Hood“ ist noch bis zum 3. Juni 2018 zu sehen, die Landesausstellung „Richard Löwenherz. König – Ritter – Gefangener“ bis zum 15. April. In den Osterferien ist das Museum auch montags von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Weitere Sonderöffnungszeiten gelten für Montag, 30. April, und Pfingstmontag, 21. Mai. Mehr zu Öffnungszeiten, Ausstellungsprogramm und Veranstaltungen unter www.museum.speyer.de

Text: Historisches Museum der Pfalz Speyer Foto: Historisches Museum der Pfalz Speyer/Caroline Breckle

28.03.2018


Zeitreise in die Kindheit

Zur Sams-Austellung in Speyer startet jetzt der Museumsblog „Kinderzeitkapsel“

Speyer/Historisches Museum - Auf dem Blog des Historischen Museums der Pfalz in Speyer www.kinderzeitkapsel.museum.speyer.de dreht sich ab sofort alles um die Welt der Kinderbücher. Im Rahmen ihres Freiwilligen Sozialen Jahres rief Melissa Moverley den Blog ins Leben und bietet ihren Lesern nun eine Plattform, um sich über Leseerlebnisse aus der Kindheit auszutauschen. Zudem enthält der Blog Lesetipps, Bastelideen und Interviews. Anlass ist die bevorstehende Familien-Ausstellung „Das Sams und die Helden der Kinderbücher“, die ab dem 1. Juni 2018 im Historischen Museum der Pfalz Speyer zu sehen sein wird.

Das Historische Museum der Pfalz ist immer dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Informationen zum Ausstellungsprogramm unter www.museum.speyer.de.

Den Blog finden Sie ab sofort unter www.kinderzeitkapsel.museum.speyer.de

Historisches Museum der Pfalz Speyer

01.03.2018


Positive Bilanz für das Jahr 2018

Ein erfolgreiches Jahr im Historischen Museum der Pfalz Speyer mit Löwenherz und Robin Hood

Direktor Alexander Schubert

Das Historische Museum der Pfalz blickt auf ein erfolgreiches Jahr zurück: Rund 180.600 Personen besuchten 2017 die Sonderausstellungen, Sammlungsausstellungen und Veranstaltungen des Speyerer Museums. Das sind 20.000 Besucher mehr als im vergangenen Jahr.

Direktor Alexander Schubert macht das vielseitige museale Angebot für den Besucherzustrom verantwortlich: „Das Historische Museum der Pfalz hat sich seit langem im Kreis der publikumsstärksten kulturgeschichtlichen Museen Deutschlands etabliert. 2017 konnten wir nach vier Jahren intensiver Vorbereitungszeit die erste umfassende Ausstellung zu Richard Löwenherz auf dem europäischen Festland eröffnen. In Kombination mit der Familienausstellung ‚Robin Hood’ ist es wieder gelungen, ein attraktives Programm für unsere Hauptzielgruppen, Kulturinteressierte aus der Region, Kulturtouristen, Familien mit Kindern sowie Schulklassen anzubieten“.

Die Vorbereitungen für das nächste Großprojekt im Jahr 2018 laufen bereits auf Hochtouren: Ab dem 1. Juni zeigt das Historische Museum der Pfalz die Familien-Ausstellung „Das Sams und die Helden der Kinderbücher“. Anlass ist der 80. Geburtstag des Kinderbuchautors Paul Maar, der insbesondere als Schöpfer des Sams bekannt geworden ist. Rund 20 Aktionsräume wie die Wohnung von Herrn Taschenbier oder die Küche der Villa Kunterbunt erwecken die Fantasiewelten der Kinderliteratur des 20. und 21. Jahrhunderts zum Leben. Die Ausstellung lädt bis zum 6. Januar 2019 dazu ein, sich kreativ mit Literatur und Sprache auseinanderzusetzen und gibt gleichzeitig einen Einblick in die Arbeit der Kinderbuchautoren und -autorinnen.

Mit der Ausstellung „Valentinian I. und die Pfalz in der Spätantike“ rückt das Historische Museum der Pfalz vom 16. September 2018 bis zum 11. August 2019 den römischen Kaiser Flavius Valentinianus in den Fokus. Unter seiner Herrschaft erlebten die Gegenden an Rhein und Mosel eine Zeit des Wohlstands und der Stabilität bevor im 5. Jahrhundert diese Blütezeit zu Ende ging. Archäologische Funde aus Gräbern, Siedlungen und Militärlagern geben im Zusammenspiel mit multimedialen Einheiten einen eindrucksvollen Einblick in diese wechselvolle Umbruchszeit.

Kurz vor Jahresende eröffnet am 16. Dezember 2018 die Ausstellung „Marilyn Monroe“. Gezeigt werden bis zum 16. Juni 2019 Originale aus dem Privatnachlass des Stars wie Kleidungsstücke, Fotos, Geschäftsdokumente, persönliche Briefe oder Bücher. Ergänzt werden diese durch historische Filmdokumente.

Aktuell ist im Historischen Museum der Pfalz noch bis zum 15. April 2018 die Landesausstellung „Richard Löwenherz. König – Ritter – Gefangener“ zu sehen und bis zum 3. Juni 2018 die Failien-Ausstellung „Robin Hood“. Weitere Informationen dazu auf der Museumshomepage unter www.museum.speyer.de. zu finden.

Interessenten können sich alle Informationen auch über den regelmäßig erscheinenden Museums-Newsletter zusenden lassen. Das Museum hat dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

Weitere Informationen auch über Sonderöffnungszeiten unter www.museum.speyer.de.


Fotoshow zur Jahrespressekonferenz des Historischen Museum der Pfalz Speyer:

Text: Historisches Museum der Pfalz Speyer Foto: Speyer 24/7 News, dak

26.01.2018


50.000 Besucher in Speyerer Löwenherz-Landesausstellung

Historisches Museum der Pfalz begrüßt Jubiläumsgast

Jubiläumsbesucherin Michelle Riebe, Stiftungsratsvorsitzender Theo Wieder, Patrick Riebe, Museumsdirektor Alexander Schubert

Nach weniger als drei Monaten Ausstellungslaufzeit gibt es beim Historischen Museum der Pfalz bereits Grund zu feiern: die 39-jährige Tourismusfachwirtin Michelle Riebe aus dem nordrhein-westfälischen Kleve hat in Begleitung ihres Mannes Patrick heute die 50.000ste Eintrittskarte für die Landesausstellung gelöst. Als „Stammbesucher“, die bereits zur Maya-, Titanic- und Playmobil-Ausstellung einen Wochenendtrip nach Speyer unternommen haben, nahmen die beiden heute rund viereinhalb Stunden Anreisezeit auf sich, um die Löwenherz-Ausstellung sehen zu können.

Sie wurden vom Vorsitzenden des Stiftungsrats des Historischen Museums der Pfalz, Theo Wieder, sowie von Museumsdirektor Alexander Schubert begrüßt. Überrascht und freudig nahmen sie ein Blumenpräsent sowie einen Katalog zur Ausstellung entgegen.

Museumsdirektor Alexander Schubert, Patrick Riebe, Jubiläumsbesucherin Michelle Riebe, Stiftungsratsvorsitzender Theo Wieder

„Dass wir bereits jetzt diese erste Schallgrenze durchbrechen können, freut uns ausgesprochen. Den Ausschlag für diesen Erfolg geben zum einen die vielen hochkarätigen Exponate, die wir zeigen, zum anderen aber auch unser Ausstellungskonzept, das viele neue Facetten der Persönlichkeit unseres Protagonisten zeigt“, erklärt Schubert. Theo Wieder ergänzt: „Die große Landesausstellung ‚Richard Löwenherz‘ beeindruckt die Menschen in der Region, zeigt sie doch wie ein wichtiges Kapitel des Mittelalters anschaulich vermittelt und den Menschen nahe gebracht werden kann. Der Mythos und die Strahlkraft, die sich bis heute mit dem Namen Richard Löwenherz verbinden, werden in dieser Ausstellung ebenso deutlich. Ich freue mich sehr darüber, dass diese tolle Ausstellung einen so großen Anklang findet. Darin liegt nicht zuletzt für die Ausstellungsmacher eine große und verdiente Anerkennung.“

Die große kunst- und kulturhistorische Schau „Richard Löwenherz. König – Ritter – Gefangener“ ist noch bis zum 15. April 2018 in Speyer zu sehen und trägt den Ehrentitel „Landesausstellung Rheinland-Pfalz“. Als Familien-Ausstellung zeigt das Museum zudem „Robin Hood“ in einem separaten Rundgang. Das Museum ist regulär Dienstag bis Sonntag geöffnet. Die Sonderöffnungszeiten über die Weihnachtsfeiertage sind auf der Homepage des Museums unter www.museum.speyer.de ersichtlich.

Text: Historisches Museum der Pfalz Speyer Foto: Klaus Venus


Luther, die Protestanten und die Pfalz

Neupräsentation zur Geschichte der Evangelischen Kirche der Pfalz ab 22. November 2017

Martin Luthers Thesenanschlag am 31. Oktober 1517 gilt als Geburtsstunde der Reformation. Die Verteidigung seiner Theologie und seiner Reformbestrebungen führten Luther unter anderem nach Worms und nach Heidelberg. Das Gebiet der heutigen Pfalz besuchte er zwar nicht, sein Wirken hatte aber großen Einfluss auf die Entwicklungen in der Region. Noch im 16. Jahrhundert wurden das Kurfürstentum Pfalz, das Herzogtum Zweibrücken und die freie Reichsstadt Speyer zu Zentren der evangelischen Reformation. Mit Speyer bleibt der Protestantismus in besonderer Weise verbunden: 1529 legten auf dem Speyerer Reichstag 19 Fürsten und Reichsstädte Protest gegen den Vollzug der Reichsacht über Martin Luther ein. Seit dieser „Protestation“ werden die Anhänger der Reformation „Protestanten“ genannt.

Wie 1529 die evangelisch Gesinnten auf dem Reichstag in Speyer zu Protestanten wurden und welche Geschichte sich daraus bis heute für die Pfalz entwickelt hat, das sind die Themen der Neupräsentation zur Geschichte der Evangelischen Kirche der Pfalz.

500 Jahre Protestantismus

Philipp Melanchthon

Im Zentrum der Betrachtung stehen die reformatorischen Schlüsselgestalten Martin Luther, Philipp Melanchthon, Martin Butzer, Huldrych Zwingli, Johannes Calvin und der reformierte Heidelberger Theologe Zacharias Ursinus, dessen „Heidelberger Katechismus“ eine bis heute wichtige Bekenntnisschrift der Reformierten darstellt. Darüber hinaus nimmt die Ausstellung Bezug auf den Bauernkrieg, die Kirchenunion von 1818 sowie die Gedächtniskirche in Speyer.
Die Ausstellung „Luther, die Protestanten und die Pfalz“ wird gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.

Öffnungszeiten

Das Historische Museum der Pfalz ist dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr geöffnet, an Feiertagen und in den rheinland-pfälzischen, baden-württembergischen und hessischen Schulferien auch montags. Weitere Informationen unter www.museum.speyer.de.

Historisches Museum der Pfalz Speyer
Medien- und Öffentlichkeitsarbeit
Domplatz 4
67346 Speyer
Telefon: 06232-13 25-613
Telefax: 06232-13 25-40
E-Mail: kommunikation@museum.speyer.de
www.loewenherz-ausstellung.de

Historisches Museum der Pfalz Speyer


"Robin Hood“ - Neue Familien-Ausstellung im Historischen Museum der Pfalz Speyer

Welches Kind kennt ihn nicht, den genialen Bogenschützen Robin Hood! Er ist tollkühn, listenreich und charmant, voller Humor, mutig und hilfsbereit. Zusammen mit seinen Gefährten, den Merry Men, zieht der Held vom 12. November 2017 bis zum 3. Juni 2018 ins Historische Museum der Pfalz Speyer ein.

Die Familien-Ausstellung „Robin Hood“ richtet sich an Kinder ab fünf Jahren, Familien und junggebliebene Erwachsene, die Freude daran haben, der Legende mit allen Sinnen nachzuspüren und in die Welt des Mittelalters einzutauchen.

Basierend auf den ältesten schriftlichen Überlieferungen der Sage, den spätmittelalterlichen Balladen, führt der Ausstellungsrundgang zu den typischen Schauplätze von Robin Hoods Abenteuern:

Auf 750 Quadratmetern zeigen detailreich inszenierte und bühnenartig begehbare Aktionsräume den Sherwood Forest, den Marktplatz von Nottingham, Nottingham Castle und das Kloster St. Mary’s. Mehr als 20 Mitmachstationen laden die Besucher dazu ein, selbst in die Rolle der Rebellen zu schlüpfen, den geheimnisvollen Wald zu erkunden und die Burg zu stürmen, wo der ungeliebte Prinz John in Löwenherz Abwesenheit regiert. Deutlich erleben sie dabei die Kluft zwischen der einfachen Bevölkerung, die in Wohnhöhlen oder schlichten Bauernhäusern lebte, und der reichen Oberschicht, die prächtige Säle und heimelige Kemenaten bewohnte.

Der Turnierplatz

Robin Hood ist ohne Pfeil und Bogen nicht denkbar. Der englische Eiben-Langbogen, wie er in den Balladen auch von Robin Hood benutzt wurde, ist legendär. Nur ein einziger dieser Bögen aus dem Mittelalter ist in Deutschland gefunden worden und wird als Original sowie als Rekonstruktion in der Ausstellung gezeigt. Auf dem Turnierplatz im Zentrum der Ausstellung werden die Besucher selbst zu Bogenschützen. Mit einer professionellen Bogenschießanlage in mittelalterlicher Optik können sie sich, mit Sportbögen und speziellen Pfeilen ausgestattet, in Konzentration und Zielgenauigkeit üben.

Multimediale Umsetzung

Die einzelnen Episoden der mittelalterlichen Balladen um den genialen Bogenschützen erzählen acht animierte Kurzfilme, darunter beispielsweise die Szene wie Robin von Maid Marian im Stockkampf besiegt wird. Vertiefend gibt ein eigens für die Ausstellung produziertes Hörspiel die gesamte Abenteuergeschichte Robin Hoods wieder. Der Ausstellungsrundgang endet mit der Begegnung von Robin und Richard Löwenherz, der sehnlichst von den Kämpfern für Gerechtigkeit erwartet wird. Mit Hilfe der Green-Screen Technik können sich die Besucher als Merry Men gekleidet in die Animationsfilme projizieren und so Richard Löwenherz persönlich begegnen.

Mittelalterliche Fundstücke

Im Zusammenspiel mit mehr als 150 Originalen und zahlreichen Rekonstruktionen vermittelt die Ausstellung jungen Besuchern ein leicht verständliches Bild des Alltagslebens im Mittelalter vom 12. bis ins 15. Jahrhundert. Die Mehrheit der Objekte stammt aus der Sammlung des Historischen Museums der Pfalz und sind zum Teil erstmals für die Öffentlich zu sehen. Darunter sind zahlreiche Fundstücke von Pfälzer Burgen, die anschaulich das Leben im Mittelalter dokumentieren.

Mythos Robin Hood

Die Existenz von Robin Hood als reale, historische Person ist trotz intensiver Recherchen und verschiedener Vorschläge nicht belegt. Womöglich trug eine Vielzahl historischer Individuen zur Entstehung der Legende bei. Als Mythos ist Robin Hood aber heute genauso präsent wie vor 800 Jahren. Nach wie vor knüpfen sich an seine Figur romantische Fantasien und die Utopie einer besseren, gerechteren Gesellschaft. Ein speziell für die Ausstellung produzierter, kindgerechter Film fasst die Entwicklung der Legende um Robin zusammen und stellt sie in den historischen Kontext.

Ergänzung zur Löwenherz-Ausstellung

Die Familienausstellung „Robin Hood“ knüpft inhaltlich an die große kunst- und kulturhistorische Landesausstellung „Richard Löwenherz. König – Ritter – Gefangener“ an, die noch bis zum 15. April 2018 ebenfalls im Historischen Museum der Pfalz zu sehen ist. Während sich die Landesausstellung auf die Spuren des englischen Herrschers begibt, widmet sich die Familienausstellung den Aspekten des Alltagslebens im Mittelalter. Mit einem eigenen Audioguide in Form eines Hörspiels können die jungen Besucher die Löwenherz-Schau erkunden, bevor sie interaktiv und mit allen Sinnen in die Welt von Robin Hood eintauchen. Zur Besichtigung beider Ausstellungen bietet das Museum Kombitickets an.

Öffnungszeiten

Das Historische Museum der Pfalz ist dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr geöffnet, an Feiertagen und in den rheinland-pfälzischen, baden-württembergischen und hessischen Schulferien auch montags. Weitere Informationen unter www.loewenherz-ausstellung.de.

Begleitprogramm

Im Rahmen der Ausstellung findet ein abwechslungsreiches Begleitprogramm statt, das von einem Leseabend für Kinder über einen Grundkurs im Bogenschießen bis zu einem Mittelalterwochenende in der Ausstellung reicht.

Freitag, 24. November 2017 und Freitag, 23. März 2018, jeweils 18.30 bis 21.30

Robin Hood-Leseabend für Kinder in Kooperation mit der Stadtbibliothek Speyer.
Tickets kosten 9 Euro, für Clubkinder 8,50 Euro, und sind nur im Vorverkauf an der Museumskasse und in der Stadtbibliothek erhältlich.
Es können maximal 25 Kinder teilnehmen.

Donnerstag, 8. März 2018, 19 Uhr

Vortrag: Der Mann aus dem Sherwood Forest – Eine Biographie der Robin Hood-Legende

Dr. phil. Heribert J. Leonardy, "Fabrica Cultura – die Kulturwerkstatt“, Saarbrücken Eintritt frei

Bogenschießen mit Klemens Schmelter

Samstag, 17. Februar und Samstag, 5. Mai 2018
Tageskurs für Jugendliche (12 bis 18 Jahre)

Sonntag, 18. Februar und Sonntag, 6. Mai.
Tageskurs für Erwachsene, jeweils 10 bis 16 Uhr

Teilnahmekosten: 60 Euro
Anmeldung erforderlich unter der Telefonnummer 06232 620222

Samstag und Sonntag, 10. und 11. März 2018, jeweils 10 bis 18 Uhr

Mittelalterliche Handwerks- und Jagdkunst

Die „Familia Swevia“ lässt die Zeit von Richard Löwenherz lebendig werden. Die Besucher erleben in der Ausstellung wie Kettenhemden hergestellt werden, worauf es bei Kampf und Jagd ankommt oder wie Handschriften entstehen. Eintritt mit Ausstellungsticket

Führungen und Kindergeburtstage

Führungen für Schulklassen und Jugendgruppen

Bei einer spannenden Führung tauchen die Kinder ein in die Welt des legendären Robin Hood. Sie lernen das Leben im Wald kennen und erfahren, was die Menschen im Mittelalter bewegte.
Die Führungen dauern jeweils eine Stunde, teilnehmen können maximal 30 Kinder.
Infos zu Kosten und Buchungen telefonisch unter 06232 620222.

Kindergeburtstag

Wer möchte, kann im Museum seinen Geburtstag feiern und gemeinsam mit seinen Freunden eine außergewöhnliche Party erleben!
Für Museumsfans von fünf bis zwölf Jahren gibt es viel Spannendes! Erst geht es auf Entdeckertour durch die Robin Hood-Ausstellung. Danach wird gemeinsam am bunt gedeckten Geburtstagstisch gefeiert, um anschließend in einem kreativen Workshop selbst aktiv zu werden. Für das Decken der Tafel und die Dekoration wird gesorgt, Speisen und Getränke bringt die Geburtstagsgesellschaft mit.
Zur Auswahl stehen die Workshops „Blattmaske Grüner Mann“, „Robin Hood-Kappe aus Filz“, „Amulett aus Speckstein als Talisman“.
Infos zu Kosten und Buchungen telefonisch unter 06232 620222.

Programm für Schulen und Kitas

Im Rahmen der Sonderausstellungen bietet das Junge Museum spezielle Workshop-Programme für Schulklassen und Jugendgruppen an.
Lehrkräfte finden zur Vorbereitung des Ausstellungsbesuchs auf der Homepage des Museums eine für die Ausstellung konzipierte und kostenlose Handreichung „Soziales Lernen mit Robin Hood“.

Workshops und Führungen zu „Robin Hood“

  • Blattmaske „Grüner Mann“ (6-12 Jahre)
  • Robin Hood-Kappe aus Filz (8-12 Jahre)
  • Amulett aus Speckstein als Talisman (6-12 Jahre)

Workshops und Führungen zu „Richard Löwenherz“

  • Schreiben mit Tinte und Feder (6-12 Jahre)
  • Brief und Siegel: Wie eine Urkunde entsteht (8-12 Jahre)
  • Herstellung von Eitemperafarben (6-12 Jahre)

Die Workshops dauern jeweils 90 Minuten, bestehen aus einer etwa 45-minütigen Führung und einem rund 45-minütigen praktischen Teil.
Kosten: 70 Euro für Gruppen mit maximal 16 Kindern
80 Euro für Gruppen mit maximal 30 Kindern
Buchungen und weitere Informationen unter der Telefonnummer 06232 62 02 22.

Lehrerinformationsveranstaltung „Robin Hood“
Montag, 20. November 2017, 10 bis 15 Uhr
Weitere Informationen und Anmeldung unter der Telefonnummer 06232 1 32 56 10 oder per E-Mail an info@museum.speyer.de

Materialien zur Vor- und Nachbereitung des Ausstellungsbesuchs

Die Handreichung zur Unterrichtsgestaltung greift Themen der Ausstellung auf wie Selbstbestimmtheit, Gerechtigkeit, Empathie und fairer Umgang miteinander, Werte, Rituale und Regeln, Partizipation, Freundschaft, Fairness und Respekt für ein bewusstes Zusammenleben in einer Gemeinschaft und für Veränderungen in der Gesellschaft.

Bastelbox und Hörspiel

Zur Ausstellung erscheint eine Lese-, Spiel- und Bastelmappe mit dem Titel „Robin Hood“. Sie richtet sich an Kinder zwischen acht und zwölf Jahren und besteht aus 24 reich bebilderten Themenbögen mit Sachinformationen, Spielanleitungen und Mitmach-Tipps.

Die Bastelmappe enthält einen „Download“-Link zu dem eigens für die Ausstellung produzierten und von der bekannten Hörspielautorin Birge Tetzner umgesetzten Robin Hood-Hörspiel. In der Ausstellung befindet sich die Hörstation in der Rekonstruktion eines Bauernhauses.

Serviceinformationen für Besucher

Eintrittspreise Erwachsene 12 Euro

Kinder ab 3 Jahren sowie Schüler und Studenten bis 27 Jahre 4 Euro

Generationenkarte* 26 Euro

* zwei Erwachsene mit zwei Kindern, jedes weitere Kind 4,50 Euro zusätzlich.
Kombipreise mit der Ausstellung „Richard Löwenherz“ unter www.museum.speyer.de

Öffnungszeiten Dienstag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr

Sonderöffnungszeiten: Heiligabend 10 bis 14 Uhr, Silvester 10 bis 16 Uhr.

An Feiertagen, Rosenmontag und in den rheinland-pfälzischen, baden-württembergischen und hessischen Schulferien auch montags von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

Servicebüro: Bei Fragen und Buchungswünschen steht den Besuchern das Servicebüro unter der Telefonnummer 06232 620222 zur Verfügung.

Weitere Informationen unter www.robinhood-ausstellung.de.

Sehen Sie hier das Fotoalbum zur Pressekonferenz zur Eröffnung der Ausstellung:

Sehen Sie hier das Fotoalbum zum Rundgang durch die Robin Hood Ausstellung:

Text: Historisches Museum der Pfalz Speyer Foto: Speyer 24/7 News, sos/tao/dak


Die Preisträger des Schaufensterwettbewerbs stehen fest

Speyerer Innenstadt schmückt sich mit Richard Löwenherz

v.l.: Matthias Nowack, Katharina Kromminga, Tanja Hermann und Alexander Schubert vor dem Historischen Museum der Pfalz.

Anlässlich der Landesausstellung „Richard Löwenherz“ präsentiert die Stadt Speyer seit dem 23. Oktober vielfältige Interpretationen des Löwenherz-Themas im Rahmen eines Schaufensterwettbewerbs. Am Freitag, 27. Oktober, tagte eine vierköpfige Jury, um die schönsten und kreativsten Schaufensterdekorationen zu bestimmen. Aus den insgesamt 36 angemeldeten Teilnehmern wählte die Jury drei Gewinner.

Den Hauptpreis, eine Kuratorenführung für bis zu 25 Personen durch die Löwenherz-Ausstellung im Historischen Museum der Pfalz sowie eine Flasche Sekt aus der Richard Löwenherz-Sonderedition des Weinguts Anselmann, erhält das Spielwarengeschäft „Ars Ludi“ in der Gilgenstraße. „Stiller Radsport“, ebenfalls in der Gilgenstraße, belegt den zweiten Platz und gewinnt damit sechs Eintrittskarten sowie eine Flasche Sekt. Der dritte Platz geht mit zwei Eintrittskarten und einer Flasche Sekt an das Ladengeschäft „Mono Duo“ in der Roßmarktstraße. Beeindruckt haben die Jury außerdem die Schaufensterinszenierung von „JH Versicherungen“ und das kulinarische Angebot der Bäckerei „Wilhelmi’s Brotkorb“. Die Jury setzte sich aus Alexander Schubert, dem Leitenden Direktor und Geschäftsführer des Historischen Museums der Pfalz, Matthias Nowack, Pressesprecher der Stadt Speyer, Tanja Hermann, Musik- und Konzertpädagogin am Pfalztheater Kaiserslautern und der Kostüm- und Bühnenbildnerin sowie Modedesignerin Katharina Kromminga aus Mannheim zusammen.

v.l.: Tanja Hermann, Alexander Schubert, Katharina Kromminga und Matthias Nowack vor dem Spielwarengeschäft „Ars Ludi“.

Die Jury-Mitglieder zeigten sich begeistert von dem Höchstmaß an Kreativität, mit dem die Speyerer Einzelhändler den Schaufensterwettbewerb zur Landesausstellung angegangen sind. „Es wurde mit großem Einsatz gebastelt, gebacken, inszeniert und dekoriert. Es fiel nicht leicht, die Auswahl gemäß den Wettbewerbsregeln auf drei Preise zu begrenzen. Festhalten muss man, dass alle Beteiligten einen großen Beitrag für die Stadtkultur geleistet und eine besondere Atmosphäre rund um die große Löwenherz-Ausstellung geschaffen haben“, so Alexander Schubert. Matthias Nowack ergänzt: „Der Schaufensterwettbewerb zur Löwenherz-Ausstellung mit 36 teilnehmenden Geschäften ist ein überzeugendes Votum des Speyerer Einzelhandels zu einem gemeinsamen Stadtmarketing für Speyer. Wenn viele an einem Strang ziehen, in diesem Falle das Historische Museum der Pfalz, der Einzelhandel, die Stadt und weitere Partner, dann können wir die Attraktivität der Domstadt weiter steigern. Die Originalität und die inhaltliche Auseinandersetzung mit dem Löwenherz-Thema in den Speyerer Schaufenstern haben ein dickes Lob verdient.“

Der Schaufensterwettbewerb ist Teil einer Themenwoche zur Landesausstellung „Richard Löwenherz. König – Ritter – Gefangener“. Die vielfältigen Interpretationen der Themen Richard Löwenherz, Mittelalter und Königtum laden noch bis zum verkaufsoffenen Mantelsonntag, 29. Oktober, zum außergewöhnlichen Stadtbummel in den Straßen der Speyerer Innenstadt ein. An diesem Tag warten Handel, Gastronomie, Hotellerie und das Historische Museum der Pfalz mit besonderen Löwenherz-Angeboten auf. Insgesamt beteiligen sich an der Aktionswoche über 50 Partner. Weitere Informationen unter www.loewenherz-ausstellung.de.

v.l.: Alexander Schubert, Tanja Hermann, Katharina Kromminga und Matthias Nowack betrachten die Dekoration bei Stiller Radsport.

Die Aktionswoche mit dem Schaufensterwettbewerb sowie dem verkaufsoffenen Aktionssonntag ist eine Gemeinschaftsinitiative der Leistungsgemeinschaft „Das Herz Speyers“, des Einzelhandelsverbands Speyer, der Stadt Speyer und des Historischen Museums der Pfalz.

Das Historische Museum der Pfalz zeigt die kunst- und kulturhistorische Sonderausstellung „Richard Löwenherz. König – Ritter – Gefangener“ noch bis zum 15. April 2018. Das Museum ist regulär Dienstag bis Sonntag und am 30. Oktober auch montags geöffnet. Weitere Informationen unter www.museum.speyer.de.

Historisches Museum der Pfalz Speyer


Excalibur und der Erbe des Königs

Richard Löwenherz-Criminal Dinner im Historischen Museum der Pfalz Speyer

Im Rahmen des Begleitprogramms zur aktuellen Landesausstellung „Richard Löwenherz. König – Ritter – Gefangener“, die noch bis 15. April 2018 im Historischen Museum der Pfalz in Speyer zu sehen ist, finden in Kooperation mit dem KulturNetz Mannheim Rhein-Neckar und Straub Catering Artists wieder die beliebten „Criminal Dinner“ statt.

Mit „Excalibur und der Erbe des Königs“ geht das erfolgreiche Veranstaltungskonzept nun bereits in die vierte Runde. „Das Richard Löwenherz-Criminal Dinner sehen wir als ideale Ergänzung zum Ausstellungsbesuch, da wir damit Wissenschaft und Unterhaltung optimal kombinieren können. Gleichzeitig reagieren wir natürlich auf die Nachfrage unserer Besucher, indem wir die Ausstellungsbesichtigung mit einem hochwertigen Abendprogramm abrunden“, so Museumsdirektor Alexander Schubert.

"Wir lieben die Herausforderung, hier immer etwas Neues, noch nie Dagewesenes zu schaffen und unseren Gästen dadurch ganz besondere und individuelle Criminal Dinner-Shows anbieten zu können", ergänzt Peter Baltruschat, Geschäftsführer und Künstlerischer Leiter des KulturNetz Mannheim Rhein-Neckar. Jürgen Straub, Inhaber von Straub Catering Artists, verrät mit einem Augenzwinkern: „Unser gemeinsames Criminal Dinner-Rezept ist ganz einfach: Man nehme acht DarstellerInnen, ein Drei-Gänge-Menü mit Aperitif und Amuse-Bouche, mixt alles gut durch und garniert die Mischung mit einem Ausstellungsbesuch und einer exklusiven Abendführung.“

Vor und zwischen den Gängen wird ein Mörder von Scotland Yard gesucht, denn im Rahmen des Stücks ist während einer Verlobungsfeier eine Bluttat mit „Excalibur“, dem legendären Schwert des mythischen Königs Artus, begangen worden.

Die Richard Löwenherz Criminal-Dinner finden an den folgenden Terminen jeweils ab 18 Uhr im Historischen Museum der Pfalz statt:

  • Samstag, 27. Januar
  • Samstag, 24. Februar
  • Samstag, 10. März
  • Samstag, 14. April

Tickets zum Preis von 129 Euro inkl. exklusiver Abendführung durch die Ausstellung, Aperitif, Amuse-Bouche, Drei-Gänge-Menü und Criminal Dinner mit acht DarstellerInnen sind ab sofort telefonisch unter 0681-7 09 41 95 oder www.kulturnetz.de/Excalibur-Criminal-Dinner erhältlich. Das Menü ist nach Voranmeldung auch in einer vegetarischen Variante verfügbar.

Die große kunst- und kulturhistorische Schau „Richard Löwenherz. König – Ritter – Gefangener“ ist noch bis zum 15. April 2018 zu sehen und trägt den Ehrentitel „Landesausstellung Rheinland-Pfalz“. Der Audioguide ist im Eintrittspreis inbegriffen. Für Kinder ab sechs Jahren bietet das Historische Museum der Pfalz eine eigene Audiospur in Form eines Hörspiels an. Das Museum ist regulär Dienstag bis Sonntag und in den Herbstferien der Metropolregion Rhein-Neckar auch montags von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Weitere Informationen unter www.loewenherz-ausstellung.de.

Historisches Museum der Pfalz Speyer


Landesausstellung Rheinland-Pfalz - Richard Löwenherz / König Ritter Gefangener

Bis heute ist der Name Richard Löwenherz mit der legendenhaft verklärten Vorstellung vom idealen Ritter und tatkräftigen König verknüpft.

Wie kommt es zu diesem Mythos? Was zeichnet die Figur Löwenherz aus, dass sie seit Jahrhunderten als Projektionsfläche für Ritterlichkeit und Wagemut dient? Erstmals überhaupt widmet sich eine große Landesausstellung dieser faszinierenden Herrschergestalt: Vom 17. September 2017 bis zum 15. April 2018 zeigt das Historische Museum der Pfalz in Speyer die einzigartige Sonderausstellung Richard Löwenherz.

König Ritter Gefangener. Im Mittelpunkt dieser Schau steht Richards Lebensgeschichte, seine Herkunft, sein Aufstieg und sein tiefer Fall auf dem Höhepunkt der Macht. Der Ausstellungsrundgang endet mit einem Blick auf die Verschiebung der Machtverhältnisse in England und Europa nach seinem Tod.

Die spannendste Frage aber ist, wie es Richard gelang trotz seiner mit zehn Jahren vergleichsweise kurzen Herrschaftszeit, von der er nur sechs Monate in England verbrachte zu einer der berühmtesten Persönlichkeiten des gesamten Mittelalters aufzusteigen. Sein Name reiht sich mühelos in die Liste bekannter Größen ein wie Karl dem Großen, Walther von der Vogelweide, Friedrich Barbarossa oder Hildegard von Bingen.

In der Geschichtswissenschaft galt Richard Löwenherz lange als schlechter König, der sein Reich vernachlässigte, ihm enorme finanzielle Belastungen auferlegte und seine persönliche Ruhmsucht über die Interessen des Reiches stellte. Im öffentlichen Bewusstsein konnte sich diese Interpretation seiner Lebensgeschichte aber nie durchsetzen.

Schon in jungen Jahren arbeitete Richard an seiner eigenen Glorifizierung. Er umgab sich mit zahlreichen Troubadouren, die seine ritterlichen Tugenden und den bedingungslosen Einsatz im Kampf besangen. So erhielt er schon zu Lebzeiten den berühmten Beinamen Löwenherz und wurde in einem Atemzug mit dem mythischen König Artus genannt.

Nicht zuletzt ermöglichte seine lange Abwesenheit während des Dritten Kreuzzuges und der anschließenden Gefangenschaft die Stilisierung Richards zum idealen König, ganz im Gegensatz zu seinem präsenten Bruder Johann Ohneland. In späterer Zeit verbanden sich Legenden wie die Sage von Blondel, der singend seinen gefangenen Herren sucht, sowie die Geschichten um Robin Hood mit seinem Namen und sorgten für die Tradierung des Mythos in Literatur, Film und Musik bis in die heutige Zeit.

Als Ausstellungsort kann Speyer direkt an die Geschichte des berühmten Königs anknüpfen. Hier war es, wo Richard als Gefangener des Stauferkaisers Heinrich VI. am 22. März 1193 in einer Art Schauprozess mit einer langen Liste an Vorwürfen konfrontiert wurde.

Über ein Jahr verbrachte der englische Herrscher in Gefangenschaft auf der Reichsburg Trifels, in der Kaiserpfalz im heute elsässischen Hagenau sowie in Speyer, Worms und Mainz, den bedeutenden Städten am Oberrhein. Für seine Freilassung wurde ein Lösegeld von nie dagewesenem Ausmaß verlangt: 100.000 Mark, was 23 Tonnen reinem Silber entspracht. An Weihnachten im Jahr 1193 war Richard erneut in Speyer. In diesem Winter verfasste er sein Lied Ja nus hons pris, in dem er beklagt, dass er so lange auf die Aufbringung des Lösegeldes warten muss.

Über 150 Exponate aus Museen und Bibliotheken in Deutschland, Österreich, England, Frankreich, Dänemark, den Niederlanden und der Schweiz sind in der Ausstellung zu sehen. Darunter kostbarste Handschriften, die erstmals in Deutschland gezeigt werden, Reliquiare, beeindruckende Skulpturen und Waffen.

So gehören zu den besonderen Schätzen dieser Ausstellung eine frühe Ausgabe der Magna Carta, die ursprünglich von Richards Bruder Johann Ohneland erlassen wurde, das vergoldete und mit Edelsteinen besetzte Kreuz Heinrichs des Löwen, historische Abgüsse der Grabmäler von Richard Löwenherz, Heinrich II. und Eleonore von Aquitanien aus der Abtei von Fontevraud und der sogenannte Kopenhagen-Psalter, der zur Erziehung junger Adliger an einem europäischen Fürstenhof angefertigt wurde. = Eigens für die Ausstellung angefertigte Animationen zeichnen Richards Reisewege durch Europa nach und bieten einen lebendigen Einblick in die Welt des Mittelalters.

Die Ausstellung steht unter der Schirmherrschaft der Ministerpräsidentin des Landes Rheinland-Pfalz, Malu Dreyer. Das rheinland-pfälzische Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur hat der Ausstellung den Ehrentitel einer Landesausstellung Rheinland-Pfalz verliehen.

Öffnungszeiten

Das Historische Museum der Pfalz ist dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr geöffnet, an Feiertagen und in den rheinland-pfälzischen, baden-württembergischen und hessischen Schulferien auch montags.

Weitere Informationen unter: www.loewenherz-ausstellung.de.

Sehen Sie hier das Fotoalbum zur Pressekonferenz zur Eröffnung der Ausstellung:


Sehen Sie hier das Video zur Pressekonferenz von der Eröffnung der Ausstellung:


Sehen Sie hier das Fotoalbum zur Landesausstellung "Richard Löwenherz / König Ritter Gefangener":

Sehen Sie hier einen 360 ° Rundgang durch die Ausstellung:

Text: Historisches Museum der Pfalz Speyer Video: mah Foto: dak


Erinnerung an Helmut Kohl: Ausstellung in Speyer wird verlängert

„Weltbühne Speyer. Die Ära der großen Staatsbesuche“ noch bis zum 29. Juli 2018 zu sehen

In Erinnerung an Helmut Kohl verlängert das Historische Museum der Pfalz die Ausstellung „Weltbühne Speyer. Die Ära der großen Staatsbesuche“ bis zum 29. Juli 2018. Die Schau bietet eine bundesweit einzigartige Zusammenstellung von Fotografien und Dokumenten aus der Zeit seiner Kanzlerschaft. Der langjährige Bundeskanzler und Ehrenbürger Europas, Helmut Kohl, war mit Speyer eng verbunden. Während seiner Amtszeit machte er die vergleichsweise kleine Stadt zur Begegnungsstätte der Mächtigen und verband den europäischen Gedanken mit seiner Pfälzer Heimat. Heute ist Speyer Kohls letzte Ruhestätte und damit zum Gedächtnisort für den Verstorbenen geworden. „Mit der Ausstellung würdigen wir die besonderen Verdienste des verstorbenen Bundeskanzlers um Speyer. Wie sehr diese Präsentation die Menschen bewegt, sehen wir daran, dass seit der Eröffnung zahlreiche Ausstellungsexponate – zuletzt eine eindrucksvolle Porträtplastik von der Ike und Berthold Roland-Stiftung – als Schenkungen hinzugekommen sind. Auch wer die Schau bereits besucht hat, wird in der Zeit der Verlängerung einiges Neues antreffen“, so Alexander Schubert, Direktor des Historischen Museums der Pfalz.

Die Ausstellung umfasst rund 80 Aufnahmen zu insgesamt 19 Staatsbesuchen und Großereignissen. Darunter sind Fotografien von Besuchen politischer Größen wie Boris Jelzin, Michail Gorbatschow und George H. W. Bush sowie Jacques Chirac und Margaret Thatcher. Gleichzeitig sind Besuche geistlicher Würdenträger dokumentiert wie die von Papst Johannes Paul II. oder Kurienkardinal Joseph Ratzinger, dem späteren Papst Benedikt XVI. Die Bilder zeugen von einer Zeit, die von Umbrüchen und Wegmarken geprägt war, wie dem Ende des Kalten Kriegs und der Wiedervereinigung Deutschlands. Zusätzlich präsentiert die Schau Ton- und Filmdokumente sowie ausgewählte Zeitzeugnisse.

Die Ausstellung ist noch bis zum 29. Juli 2018 im Historischen Museum der Pfalz in Speyer zu sehen. Öffnungszeiten sind dienstags bis sonntags jeweils von 10 bis 18 Uhr.

Die Begleitpublikation zur Ausstellung umfasst 120 Seiten mit zahlreichen Beiträgen und 84 Abbildungen. Sie ist im Verlag Regionalkultur erscheinen und kostet im Museumsshop 19,95 Euro.

Weitere Informationen unter www.weltbuehne.speyer.de.

Historisches Museum der Pfalz Speyer


Kohl-Porträtplastiken an Museum übergeben

Roland-Stiftung beschenkt Historisches Museum der Pfalz

Das Historische Museum der Pfalz hat von der Ike und Berthold Roland-Stiftung zwei Porträtplastiken als Schenkung erhalten, die den verstorbenen Bundeskanzler Helmut Kohl zeigen. Die erste, eine 28 Zentimeter hohe Darstellung aus Eisenguss, wurde 2002 und 2003 von dem in Worms geborenen Künstler Karlheinz Oswald geschaffen. Die zweite, eine 16 cm hohe Bronzebüste des Künstlers Serge Mangin aus dem Jahr 2009, erhielt das Museum überraschend und zusätzlich während der feierlichen Übergabe, die eigentlich nur für die erste Plastik gedacht war. Ab sofort sind beide in der Sonderausstellung „Weltbühne Speyer. Die Ära der großen Staatsbesuche“ zu sehen, die eine bundesweit einzigartige Zusammenstellung von Fotografien und Dokumenten aus der Zeit der Kanzlerschaft Kohls zeigt.

Porträtplastik vom Künstler Karlheinz Oswald

Museumsdirektor Alexander Schubert nahm die beiden Plastiken dankbar entgegen: „Mit den Trauerfeierlichkeiten und dem Begräbnis ist Speyer zum Gedächtnisort für Helmut Kohl geworden. Wir sind sehr froh, dass uns die großzügige Schenkung ermöglicht, mit den Kunstwerken auch im Museum dauerhaft an den Kanzler der Einheit zu erinnern“.

Die Ike und Berthold Roland-Stiftung fördert bereits seit 2007 Künstler und kulturelle Einrichtungen in Rheinland-Pfalz. Die beiden Kohl-Porträts sind bereits nach einem Gemälde, einer Skulptur und einer Porzellantasse die vierte und fünfte Schenkung an das Historische Museum der Pfalz. Stiftungsvorstand Berthold Roland betont die Einzigartigkeit der größeren Büste, die ursprünglich Anlass der feierlichen Übergabe war: „Der Bildhauer Karlheinz Oswald weiß das Kohl-Porträt in seiner Lebendigkeit zu einem unmittelbaren Erlebnis werden zu lassen.“ Oswald, der inzwischen in Locarno und Zürich lebt und arbeitet, hat bereits eine Reihe von Persönlichkeiten porträtiert, neben Kohl beispielsweise auch die Mainzer Kardinäle Volk und Lehmann sowie den Kabarettisten Hanns Dieter Hüsch. Die Idee zu der zweiten Schenkung sei spontan entstanden, so Roland.

Bronzebüste vom Künstlers Serge Mangin

Die Sonderausstellung „Weltbühne Speyer. Die Ära der großen Staatsbesuche“ ist noch bis zum 24. September 2017 im Historischen Museum der Pfalz in Speyer zu sehen. Sie dokumentiert die Besuche internationaler Politiker, geistlicher Würdenträger und Monarchen in Speyer zwischen 1984 und 1999. Anschließend wird die Porträtplastik des Künstlers Karlheinz Oswald in die Dauerausstellung überführt werden. Das Museum ist von Dienstag bis Sonntag jeweils von 10 bis 18 Uhr geöffnet.
 
Weitere Informationen unter www.museum.speyer.de.

Historisches Museum der Pfalz Speyer


Rückblick auf Bundeskanzler a.D. Helmut Kohl - Ausstellung in Speyer würdigt die Ära der großen Staatsbesuche

Das spanische Königspaar mit Bundeskanzler Helmut Kohl und seiner Frau Hannelore sowie Bischof Anton Schlembach und Weihbischof Otto Georgens am 17.7.1997 auf dem Domplatz.

Der langjährige Bundeskanzler und Ehrenbürger Europas, Helmut Kohl, war mit Speyer eng verbunden. Diese Verbundenheit spiegelt sich nun in seiner letzten Ruhestätte auf dem Speyerer Friedhof wider. Während seiner Amtszeit machte er die vergleichsweise kleine Stadt zur Begegnungsstätte der Mächtigen und verband den europäischen Gedanken mit seiner Pfälzer Heimat.

Wer Kohls Amtszeit noch einmal Revue passieren lassen möchte, findet im Historischen Museum der Pfalz in Speyer eine bundesweit einzigartige Zusammenstellung von Fotografien und Dokumenten aus der Zeit seiner Kanzlerschaft.

Unter dem Titel „Weltbühne Speyer. Die Ära der großen Staatsbesuche“ widmet sich das Museum den Besuchen politischer Größen wie Boris Jelzin, Michail Gorbatschow und George H. W. Bush sowie Jacques Chirac und Margaret Thatcher. Gleichzeitig sind Besuche geistlicher Würdenträger wie Papst Johannes Paul II. und Kurienkardinal Joseph Ratzinger, dem späteren Papst Benedikt XVI., dokumentiert.

Die Ausstellung umfasst rund 80 Aufnahmen zu insgesamt 19 Staatsbesuchen und Großereignissen. Die Bilder zeugen von einer Zeit, die von Umbrüchen und Wegmarken geprägt war, wie dem Ende des Kalten Kriegs und der Wiedervereinigung Deutschlands. Je nach Quellenlage präsentiert die Schau auch Ton- und Filmdokumente. Zusätzlich werden Zeitzeugnisse und ausgewählte Gastgeschenke der Staatsgäste präsentiert.

Der scheidende Bundeskanzler Helmut Kohl wird anlässlich des Großen Zapfenstreichs am 17.10.1998 von Oberbürgermeister Werner Schineller bei der Ankunft vor dem Rathaus begrüßt.

„Diese Ausstellung würdigt einen großen Pfälzer und Bundeskanzler, nämlich Helmut Kohl, den Ehrenbürger Europas. Er hat seine pfälzische Heimat und seine Herkunft nie verleugnet und den herrlichen Flecken Erde in der Welt bekannt gemacht“ erklärte Werner Schineller, Speyerer Oberbürgermeister a.D.

Die Ausstellung ist noch bis zum 24. September 2017 im Historischen Museum der Pfalz in Speyer zu sehen. Öffnungszeiten sind dienstags bis sonntags jeweils von 10 bis 18 Uhr. Die Begleitpublikation zur Ausstellung umfasst 120 Seiten mit zahlreichen Beiträgen und 84 Abbildungen. Sie ist im Verlag Regionalkultur erscheinen und kostet im Museumsshop 19,95 €.

Weitere Informationen unter www.museum.speyer.de.

Text: Historisches Museum der Pfalz Speyer Foto: Norbert Lenz/Bettina Deuter Stadtarchiv Speyer Fs 28365 und 27551


Münzschatz übergeben - Dauerleihgabe an das Historische Museum der Pfalz Speyer

Zur Übergabe der Münzsammlung trafen sich im Depot des Historischen Museums der Pfalz vom Vorstandsstab der Sparkasse Vorderpfalz Konrad Reichert (2.v.l.), Verena Micic (Mitte) und Klaus Steckmann (3.v.r.) mit Museumsdirektor Alexander Schubert (r.) sowie den Museumswissenschaftlern Werner Transier (2.v.r.) und Sebastian Zanke. Foto: Carolin Breckle/Historisches Museum der Pfalz Speyer

Münzen, Wertmarken, Notgeld aber auch Sammlerstücke wie Medaillen oder Plaketten enthält die rund 3.000 Objekte umfassende Sammlung der Sparkasse Vorderpfalz, die ab sofort als Dauerleihgabe im Historischen Museum der Pfalz beherbergt ist. Sämtliche Stücke haben einen direkten Bezug zu Speyer und ergänzen damit den Bestand des Hauses.

Museumsdirektor Alexander Schubert dankte Sparkassen-Vorstandsmitglied Klaus Steckmann für die großzügige Leihgabe: „Aus Museumssicht ist es immer ein wichtiges Anliegen, dass gewachsene Sammlungen in ihrer Vollständigkeit bewahrt werden. Es ist eine sehr umsichtige und verantwortungsbewusste Entscheidung der Sparkasse Vorderpfalz, ihre historischen Münzbestände dauerhaft unserem Haus zu überlassen.“

Im Rahmen seiner Tätigkeit als Mitarbeiter der Sparkasse begann Franz-Peter Kleiß 1975 Belege zur Speyerer Münzgeschichte zu sammeln. Das älteste Stück ist ein „Triens“, eine Münze aus der Römerzeit von etwa 650. Die jüngste Münze ist ein Talerstück von 1770. In der Sammlung finden sich aber auch Notmünzen aus dem Ersten Weltkrieg und Notgeldscheine bis 1923. Ebenfalls in der Sammlung enthalten ist ein  Querschnitt des Münzschatzes aus Lingenfeld.

Klaus Steckmann, Vorstandsmitglied der Sparkasse Vorderpfalz (r.) und Museumsdirektor Alexander Schubert begutachten einzelne Münzen der umfangreichen Sammlung. Foto: Carolin Breckle/Historisches Museum der Pfalz Speyer

„Die Sparkasse Vorderpfalz unterstützt und fördert das Historische Museum der Pfalz Speyer schon seit Jahren“, erklärte Klaus Steckmann. „Als Engagement für Speyer und als Ausdruck ihrer gesellschaftlichen Verantwortung für die Region hat die Sparkasse nun auch die Übergabe der regionalen, zum Teil antiken Münzen, an das Historische Museum der Pfalz Speyer beschlossen.“

Das Historische Museum der Pfalz in Speyer wird die Sammlung in seinen Bestand aufnehmen, inventarisieren und für Forschungszwecke zur Verfügung stellen.

Geöffnet ist das Historische Museum der Pfalz immer dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr. Weitere Informationen zum Haus unter www.museum.speyer.de.

Historisches Museum der Pfalz Speyer


Museum und Historischer Verein fördern Nachwuchs

Historisches Museum der Pfalz und Historischer Verein der Pfalz vergeben erstmals Schülerpreis im Fach Geschichte

Das Historische Museum der Pfalz hat in Kooperation mit dem Historischen Verein der Pfalz in diesem Jahr erstmals eine herausragende Leistung einer Abiturientin im Fach Geschichte mit einem Schülerpreis ausgezeichnet: ein Büchergutschein im Wert von 100 Euro, eine einjährige Mitgliedschaft im Historischen Verein der Pfalz sowie ein Blumenstrauß wurden am 14. Mai im Historischen Museum der Pfalz an die 19-jährige Theresa Mertel aus Bobenheim-Roxheim von Museumsdirektor Alexander Schubert überreicht.

Die Schülerin erarbeitete in der gymnasialen Oberstufe eigenständige, schriftliche Abhandlungen zur Propaganda im NS-Staat sowie zur Rolle der Region im Ersten Weltkrieg. In die zuletzt genannte Arbeit ließ sie unter anderem Fakten und Zusammenhänge einfließen, die ihr durch einen Besuch der Ausstellung „1914-1918. Die Pfalz im Ersten Weltkrieg“ im Historischen Museum der Pfalz bekannt waren. Schubert betonte: „Mit dem ‚Jungen Museum‘ widmen wir uns bereits seit knapp zwei Jahrzehnten der Aufgabe, Kinder und Jugendliche altersgerecht an kulturelle und geschichtliche Themen heranzuführen. Es ist natürlich eine großartige Bestätigung für unsere Arbeit, wenn der Besuch unserer Ausstellungen zur einer detaillierten Auseinandersetzung mit den jeweiligen Themen inspiriert“.

Werner Schineller, Vorsitzender des Historischen Vereins der Pfalz, ergänzt: „Auch unser Verein ist seit über 190 Jahren aktiv in Sachen der Erforschung und Vermittlung der Geschichte der Pfalz. Wir unterstützen diesen Preis, da wir ein Geschichtsinteresse bei jungen Erwachsenen honorieren und fördern möchten“.

Mertel, die derzeit ihre Allgemeine Hochschulreife in der gymnasialen Oberstufe des Georg-Kerschensteiner-Berufsbildungszentrum in Ludwigshafen erwirbt, wurde von ihrem Geschichts-Fachlehrer Johannes Fuchs für den Preis vorgeschlagen: „Theresa hat im Geschichts-Leistungskurs durch wissenschaftliche Arbeitsmethoden und weitreichende Recherchen beeindruckende Ergebnisse geliefert und sich mit Einsatz, Eifer und Interesse den behandelten Themen gewidmet“, so Fuchs. Ihr schriftliches Abitur schrieb sie zum Thema „Zeitalter des Lichts: die Aufklärung“ und glänzte hier durch eine differenzierte Einordnung und Betrachtung der Epoche sowie durch eingearbeitete Zitate nebst Quellenangaben.

Auch im nächsten Jahr soll von Seiten des Historischen Museums der Pfalz und des Historischen Vereins der Pfalz ein Schülerpreis ausgelobt werden. Weitere Informationen ab Herbst 2017 unter www.museum.speyer.de.

Text: Historisches Museum der Pfalz Speyer Foto: dak


Aktionswoche in Speyer im Rahmen der Landesausstellung zu „Richard Löwenherz“

Ausgehend von der großen kunst- und kulturhistorischen Landesausstellung „Richard Löwenherz. König – Ritter – Gefangener“, die das Historische Museum der Pfalz ab Herbst 2017 zeigt, ist erneut die Idee zwischen Museum, Leistungsgemeinschaft und dem Speyerer Einzelhandelsverband entstanden, eine Gemeinschaftsaktion auf die Beine zu stellen: nach der gelungenen Premiere mit der „Langen Nacht der Titanic“ im Jahr 2015 wird es 2017 einen Schaufensterwettbewerb mit anschließendem Aktionstag am verkaufsoffenen Mantelsonntag geben.

„Wir freuen uns, mit der Löwenherz-Aktionswoche an die sehr erfolgreiche Titanic-Nacht vor zwei Jahren und die damals entstandenen Geschäftsbeziehungen anknüpfen zu können. Der Ideenreichtum der Partner damals war überwältigend! Da das mittelalterliche Thema ‚Richard Löwenherz‘ ebenfalls sehr viele Anknüpfungspunkte zulässt sind wir zuversichtlich, gemeinsam mit den Gewerbetreibenden ein attraktives Programm zu veranstalten, das viele Besucher nach Speyer lockt und auch die Einheimischen begeistert“, so Museumsdirektor Alexander Schubert.

Der Schaufensterwettbewerb findet vom 23. bis zum 29. Oktober 2017 statt. Beteiligen können sich alle Speyerer Einzelhändler, die im Wettbewerbszeitraum ein Schaufenster bezugnehmend auf die Themen "Richard Löwenherz" bzw. "Mittelalter" oder "Königtum" gestalten. Der diesjährige Mantelsonntag, der 29. Oktober 2017, soll als Abschluss der Aktionswoche für alle Speyerer und auswärtigen Gäste zu einem mittelalterlichen Erlebnistag werden.

An der „Langen Nacht der Titanic“ im Sommer 2015 beteiligten sich mehr als 70 Partner aus der Speyerer Gastronomie und dem Einzelhandel. Mehrere tausend Besucher strömten am Veranstaltungsabend nach Speyer.

Das Historische Museum der Pfalz zeigt ab 17. September 2017 die kunst- und kulturhistorische Landesausstellung „Richard Löwenherz. König – Ritter – Gefangener“. Weitere Informationen, auch zur Aktionswoche, unter www.loewenherz-ausstellung.de.
 
Kontakt für Einzelhändler und Gastronomen:
Anmeldungen zur Löwenherz-Aktionswoche nimmt ab sofort bis spätestens zum 29. September 2017 Museumsmitarbeiterin Melina Metzker unter melina.metzker@museum.speyer.de und Telefon 06232-1325-613 entgegen.

Text: Historisches Museum der Pfalz Speyer Foto: AktionswocheRL.jpg: Historisches Museum der Pfalz

Loewenherz_LondonPortraet.jpg: Historisches Museum der Pfalz/Foto: Dennis Gilbert

Loewenherzausstellung.jpg : dak


Maya-Ausstellung ab sofort in Spanien zu sehen

Ausstellungsweitergabe vom Historischen Museum der Pfalz in Speyer an das Museo Arqueológico Provincial in Alicante

Die erfolgreiche Maya-Ausstellung, die bis vor kurzem im Historischen Museum der Pfalz in Speyer zu sehen war, ist ab sofort im spanischen Alicante zu Gast. Das Museo Arqueológico Provincial de Alicante (MARQ) zeigt ab sofort unter dem Titel „Mayas“ die Speyerer Präsentation.

Beide Häuser sind Teil des sogenannten „European Exhibition Networks“. Das spanische MARQ zeigt bereits zum zweiten Mal eine Übernahme aus dem Historischen Museum der Pfalz: 2012 wurde die in Speyer konzipierte Sonderausstellung „Der Barbarenschatz. Geraubt und im Rhein versunken“ mit großem Erfolg in Alicante präsentiert.

Die Maya-Ausstellung, die vom Historischen Museum der Pfalz in Zusammenarbeit mit Nikolai Grube, einem der wichtigsten und etabliertesten deutschen Maya-Forscher unserer Zeit, konzipiert wurde, ermöglicht spektakuläre Einblicke in die Kultur und Geschichte der Maya und präsentiert durch die Kooperation mit der Universität Bonn neuste wissenschaftliche Erkenntnisse.

„Für uns ist die Weitergabe der Maya-Ausstellung nach Spanien eine ausgesprochen schöne Bestätigung unserer Arbeit. So zeigt sich, dass die Gründung des European Exhibition Network und die Arbeit, die wir in das Netzwerk investiert haben, sich nachhaltig auszahlt“, so Lars Börner, Projektleiter der Speyerer Maya-Ausstellung und Sekretär des E.E.N.

Das European Exhibition Network ist ein Netzwerk von acht mittelgroßen, europäischen Museen, die sich hinsichtlich internationaler Großprojekte regelmäßig austauschen und gegebenenfalls vereinbaren, diese gemeinsam zu realisieren. Fertig konzipierte Ausstellungen werden den Mitgliedshäusern des Netzwerks zur Weitergabe angeboten. Zu den Mitgliedern des Netzwerks gehören derzeit neben dem Historischen Museum der Pfalz in Speyer das „Drents Museum“ in Assen, die beiden spanischen Museen „MARQ Alicante“ und „Entitat Autònoma Museus d'Arqueologia de Catalunya“, das „Världskulturmusearnaa – National Museums of Worldculture“ in Schweden, das Liechtensteinische Landesmuseum, das britische „Amgueddfa Cymru – National Museum Wales“ in Cardiff und das Landesmuseum für Vorgeschichte aus Halle in Deutschland.

Weitere Informationen zur Arbeit des Historischen Museums der Pfalz unter www.museum.speyer.de. Weitere Informationen zur Maya-Ausstellung in Alicante unter www.marqalicante.com.

Text: Historisches Museum der Pfalz Speyer Foto: Lars Börner, Historisches Museum der Pfalz Speyer


Auf die Landesausstellung!

Löwenherz-Weine im Vordergrund, im Hintergrund wird auf die Landesausstellung Rheinland-Pfalz angestoßen.

Wein-Sonderedition zur Löwenherz-Ausstellung im Historischen Museum der Pfalz ab sofort erhältlich

Das Historische Museum der Pfalz kooperiert für die kommende Landesausstellung zu Richard Löwenherz mit dem familiengeführten Weingut Werner Anselmann: bereits jetzt sind drei Sondereditionen eines Grauburgunders, eines Spätburgunders und eines Riesling-Sekts im Löwenherz-Design erhältlich.

Das Löwenherz-Team des Historischen Museums der Pfalz sowie Ralf Anselmann (Mitte) und Gerhard Bossert (Verwaltungsleiter des Museums) stoßen gemeinsam auf die Landesausstellung Rheinland-Pfalz an.

Die edlen Tropfen können ab dem 1. Mai direkt vom Weingut oder in Kürze auch im Shop des Speyerer Museums sowie im gut sortierten Wein- und Lebensmittelhandel der Metropolregion Rhein-Neckar bezogen werden.

Tatsächlich liegt es überraschend nahe, zu einer Löwenherz-Ausstellung einen speziellen Wein aufzulegen: Richard selbst wusste einen guten Tropfen zu schätzen, und zwar nicht nur bei den Banketten zu Hof. Der Überlieferung nach trank der englische König durchaus auch in Gefangenschaft schon einmal seine Wärter unter den Tisch.

Die Löwenherz-Sondereditionen können in der Probierstube des Weinguts in Edesheim auch verkostet werden. Diese ist montags bis samstags von 8 bis 20.30 Uhr sowie sonn- und feiertags von 9 bis 20.30 Uhr geöffnet.

Sonderedition eines Grauburgunders, eines Riesling-Sekts sowie eines Spätburgunders zur Löwenherz-Ausstellung im Historischen Museum der Pfalz

Das Historische Museum der Pfalz zeigt die Landesausstellung „Richard Löwenherz. König – Ritter – Gefangener“ ab dem 17. September 2017 und ist dienstags bis sonntags sowie feiertags von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Weitere Informationen unter www.loewenherz-ausstellung.de.

Text: Historisches Museum der Pfalz Speyer Foto: "Wein und Sekt": Weingut Werner Anselmann/Ad Lumina, Ralf Ziegler "Personen" und "Wein vorm Museum": Carolin Breckle


97.142 Besucher sahen Maya-Ausstellung im Historischen Museum der Pfalz Speyer

Raumaufnahme des Eingangsbereichs der Ausstellung.

Historisches Museum Speyer - Am Sonntag, 23. April, endete die kulturhistorische Ausstellung "Maya - Das Rätsel der   Königsstädte" im Historischen Museum der Pfalz Speyer.

Insgesamt sahen während der knapp über 200-tägigen Laufzeit 97.142 große wie auch kleine Besucher die Präsentation am Speyerer Domplatz.

Ein junger Besucher schaute sich in der Ausstellung die Inszenierung des „Königlichen Hofstaates“ von El Peru an.

"Mit der Maya-Ausstellung haben wir ein spannendes kulturgeschichtliches Thema nach Speyer geholt, das großen Anklang beim Publikum fand. Ausschlaggebend für den Erfolg war, dass wir einerseits den neusten Stand der Forschung präsentieren konnten, andererseits aber auch die Kultur der Maya familiengerecht und lebensnah 'zum Anfassen' vermittelt haben", so Museumsdirektor Alexander Schubert. Die Besucher hätten die ansprechende Gestaltung ebenso gelobt, wie die Auswahl und Schönheit der Ausstellungsobjekte.

Junger Besucher an einer Mitmachstation in der Ausstellung.

Auf rund 1.000 m² widmete sich die Ausstellung, die nur dank der Unterstützung durch   die Klaus Tschira Stiftung und die Stiftung Rheinland-Pfalz für Kultur realisiert werden konnte, seit dem 2. Oktober 2016 der "versunkenen" Hochkultur der Maya: 250 hochkarätige Exponate aus mittelamerikanischen Museen und Institutionen sowie interaktive Installationen ermöglichten spektakuläre Einblicke in die Kultur und Geschichte der Maya und beleuchteten deren Blütezeit wie Untergang. Für Kinder und Familien bot die Präsentation einen integrierten Rundgang mit zahlreichen Mitmachstationen und einem eigens konzipierten Audioguide. Die Ausstellung, die unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten und ehemaligen Bundesaußenministers Frank-Walter Steinmeier sowie der von Ministerpräsidentin Malu Dreyer stand, zeichnete sich durch eine sehr enge und fruchtbare Zusammenarbeit mit der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn aus. Für das wissenschaftliche Konzept zeichnete Nikolai Grube verantwortlich, einer der führenden und etabliertesten deutschen Maya-Forscher unserer Zeit. Auch der Katalog zur Ausstellung, der schon jetzt als neues Standardwerk im Bereich der Maya-Forschung gilt, war bis zum Ausstellungsende ausverkauft.

Das Forscherteam von der Universität Bonn bei der Arbeit in der Ausstellung „Maya – Das Rätsel der Königsstädte“.

Die einmalige Gelegenheit, dass viele Objekte mit Inschriften zum ersten Mal in Deutschland ausgestellt wurden, nutzte auch ein Team von Hieroglyphenforschern aus der Abteilung für Altamerikanistik der Universität Bonn. An 10 Tagen digitalisierten sie während der Ausstellungslaufzeit mit Hilfe eines 3D-Weißlichtscanners die Inschriften von insgesamt 12 Exponaten. Durch das digitale Aufnahmeverfahren wurden mit dem Auge kaum erkennbare Textstellen wieder lesbar. So leistete die Ausstellung letztendlich auch einen wichtigen Beitrag zur Vervollständigung des Forschungsprojekts, dem "Wörterbuch des Klassischen Maya".

Mit der Museums-App wurde die Vergangenheit lebendig: Wer die Hieroglyphen auf der Bodengrafik in der Ausstellung scannte, bekam weitere Informationen.

Ein umfangreiches Begleitprogramm bot fast in jeder Ausstellungswoche eine thematische Ergänzung der Präsentation. Die begleitenden Vorträge fanden allesamt vor voll besetzten Reihen statt. Mehr als 1.100 Personen lauschten an den sieben Vortragsabenden den   Referenten beispielsweise zu den Widrigkeiten einer Ausgrabung im Regenwald, dem   prophezeiten Weltuntergang von 2012 oder dem Ballspiel der Maya. Die öffentlichen   Führungen wurden so gut angenommen, dass das Angebot im Februar um einen dritten,   wöchentlichen Termin ergänzt wurde. Kochkurse im Gewölbekeller Speyer mit Lebensmitteln, die bereits die Maya kannten, Lesenächte und -nachmittage für Kinder sowie die Maya-Criminal-Dinner fanden jeweils mehrfach statt. Die Dinner-Reihe, die in Kooperation mit dem Kulturnetz Mannheim Rhein-Neckar durchgeführt wurde, war erneut so erfolgreich, dass die Planungen für eine analog konzipierte Veranstaltung zur kommenden Löwenherz-Ausstellung bereits begonnen haben.

Die Umbauarbeiten für die Schau "Richard Löwenherz. König - Ritter - Gefangener", die ab 17. September 2017 zu sehen ist und vom rheinland-pfälzischen Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur bereits den Ehrentitel "Landesausstellung"   verliehen bekommen hat, starten ab sofort. Knapp zwei Monate nach dem Beginn der   kunst- und kulturhistorischen Präsentation ist parallel noch eine weitere Sonderausstellung zu sehen: "Robin Hood" entführt ab 12. November 2017 am Speyerer Domplatz Familien und junge Besucher nach Nottingham und in den Sherwood Forest.Weitere   Informationen unter www.loewenherz-ausstellung.de, www.robinhood-ausstellung.de und www.museum.speyer.de.

Text: Historisches Museum der Pfalz, Speyer Foto: Carolin Breckle, Historisches Museum der Pfalz


„Neuzeit“ schließt vorübergehend

Sonderausstellungen, Domschatz, Urgeschichte, Weinmuseum und Römerzeit weiterhin präsent

Zwangspause für Liebhaber der regionalen Geschichte: Die Abteilung „Neuzeit“ im Obergeschoss des Altbaus im Historischen Museum der Pfalz schließt ab dem 2. Mai 2017. Damit sind auch die Historischen Schlaglichter zu den Themen „Die Pfalz im Ersten   Weltkrieg“ und „Auf ewige Zeiten zugehören. Die Entstehung des Rheinkreises – 200 Jahre Bezirkstag Pfalz “ nicht mehr zu sehen. Grund sind anstehende Sanierungen im Erweiterungsbau des Museums. Die Arbeiten ziehen Umstrukturierungen auf der gesamten Ausstellungsfläche des Hauses nach sich.

„Wir werden die kommende Phase der Sanierung dazu nutzen, das Präsentationskonzept des Museums schrittweise zu aktualisieren. In einem ersten Schritt beginnen wir damit, die Räume der Sammlung ‚Neuzeit‘ zu überarbeiten“, teilt Museumsdirektor Alexander Schubert mit.

Die Sammlung „Neuzeit“, die die Epochen von der Frühen Neuzeit bis zum Ersten Weltkrieg aus dem Blickwinkel der regionalen Geschichte präsentiert, wird seit 1993 in der aktuellen Form gezeigt. Sie ist die älteste stehende Ausstellung des Hauses und bedarf dringend einer Überarbeitung.

Als Zeitpunkt einer Neueröffnung der „Neuzeit“ hat das Museum das Jahr 2020 ins Auge gefasst. Ein konkreter Termin kann zum aktuellen Zeitpunkt allerdings noch nicht genannt werden, da die Sanierung mit Baumaßnahmen verbunden sein wird. Der „Neuzeit“ werden im kommenden Jahr die Abteilungen „Domschatz“, „Urgeschichte“ und „Römerzeit“ folgen.

Noch bis 23. April 2017 ist die erfolgreiche Sonderausstellung „Maya – Das Rätsel der Königsstädte zu sehen, bis zum 24. September 2017 die Schau „Weltbühne Speyer. Die Ära der großen Staatsbesuche". „Das Museum wird auch während der Phase der Umgestaltung seine Pforten nicht schließen. Die kommende Sonderausstellungen wie die Landesausstellung „Löwenherz. König-Ritter-Gefangener“ (17. September 2017 bis 15. April 2018) und die Familienausstellung „Robin Hood“ (12. November 2017 bis 3. Juni 2018) werden in gewohnter Weise und ohne Beeinträchtigungen stattfinden“, erklärt der Direktor des Historischen Museums der Pfalz.

Weitere Informationen zum Historischen Museum der Pfalz unter www.museum.speyer.de

Historisches Museum der Pfalz Speyer


Ministerpräsident a.D. Bernhard Vogel besucht „Weltbühne Speyer“

Spannende Hintergründe zur Partnerschaft mit Ruanda

Speyer - Als einer der maßgeblichen politischen Akteure der Ära Kohl besuchte Ministerpräsident a.D. Bernhard Vogel in diesen Tagen die Ausstellung „Weltbühne Speyer. Die Ära der großen Staatsbesuche“ im Historischen Museum der Pfalz Speyer. Gemeinsam mit dem Vorsitzenden des Münchner Presseclubs Peter Schmalz ließ er sich von Museumsdirektor Alexander Schubert die Ausstellung zeigen, die an ein außergewöhnliches Kapitel der Speyerer Stadtgeschichte erinnert.

Die Ausstellung, die noch bis zum 24. September 2017 zu sehen ist, präsentiert rund 80 Fotografien und Zeitzeugnisse zu insgesamt 19 Staatsbesuchen und Großereignissen im Speyerer Dom in der Zeit von 1984 bis 1998. Bundeskanzler Helmut Kohl führte in dieser Ära Spitzenpolitiker wie Michael Gorbatschow, George Bush sen., Margaret Thatcher, Boris Jelzin, John Major, Vaclav Havel und viele weitere bedeutende Staatsgäste in den Kaiserdom, um ihnen seine Idee eines geeinten Europas nahezubringen.

Beim Rundgang berichtete Ministerpräsident Bernhard Vogel aus erster Hand von Begebenheiten dieser Zeit. Besonders zum Besuch des Staatspräsidenten von Ruanda, Juvénal Habyarimana und seiner Frau Agathe, der vor genau 33 Jahren stattfand, wartete er mit spannenden Hintergründen auf. Vogel hatte Habyarimana seinerzeit eingeladen, weil er eine partnerschaftliche Verbindung mit dem afrikanischen Land begründet hatte. Ziel sei eine echte Entwicklungshilfe für Ruanda gewesen, deshalb warb Vogel für eine „Graswurzelpartnerschaft“, bei der die Menschen lebensnah zusammenfinden sollten. „Wir setzten auf Kooperationen von Gemeinde zu Gemeinde, von Pfarrei zu Pfarrei, von Verein zu Verein“, so Vogel. Habyarimana ließ sich für das Vorhaben begeistern, viele gegenseitige Besuche schlossen sich an, so dass ein intensiver freundschaftlicher Kontakt entstand. Nach Bernhard Vogel gab das Ehepaar Habyarimana ihrem zweiten Sohn den Namen Bernard.

Zehn Jahre nach dem Besuch in Speyer sorgten dramatische Ereignisse in Ruanda für Schlagzeilen: Der tödliche Flugzeugabsturz Habyarimanas zusammen mit seinen engsten Mitarbeitern und seinem Kollegen aus Burundi am 6. April 1994 setzte eine Kette von Entwicklungen in Gang, die im Völkermord der Hutu an den Tutsi gipfelte. Er kostete hunderttausende Menschen das Leben.

Die 1982 geschlossene Partnerschaft zwischen Rheinland-Pfalz und Ruanda lebt indes bis heute über alle Regierungswechsel hinweg fort. Die im gleichen Jahr entstandene Verbindung zwischen der Stadt Speyer und der südruandischen Großgemeinde Karengera wurde 2001 auf den neugeschaffenen Distrikt Ruzisi übertragen. Und auch der 1984 von Ministerpräsident Bernhard Vogel initiierte "Freundeskreis Ruanda" pflegt heute eine lebendige Partnerschaft mit dem ostafrikanischen Land.

Weitere Informationen zur Ausstellung unter www.weltbuehne.speyer.de.

Historisches Museum der Pfalz Speyer