National Theater Mannheim


Das Regionalabo Speyer hat eine neue Gruppenleitung

Speyer / Mannheim-Nationaltheater - Die Abonnenten des Regionalabo Speyer und die Mitarbeiter am Nationaltheater Mannheim freuen sich sehr, eine neue Gruppenleiterin für das Regionalabo in Speyer gefunden zu haben.

Frau Claudia Ziegle wird die Abonnenten, die bequem und sicher im Bus zum Nationaltheater in Mannheim fahren möchten, künftig betreuen und freut sich auf ihre neue Aufgabe. Sie wird 11 Vorstellungen pro Spielzeit anbieten und hat einen ausgewogenen und interessanten Spielplan zusammengestellt.

Sie beginnt am Dienstag, 23. Oktober im Schauspiel mit dem Monolog Judas von Lot Vekemans, gespielt von Samuel Koch, der seit seinem Unfall bei „Wetten dass“ gelähmt ist. Am 23. November folgt die Verdi-Oper Rigoletto und im Dezember kommt das Schauspiel Der Elefantengeist von Lukas Bärfuss auf die Bühne. Ein humoristischer Wagner-Abend ist am Donnerstag, 24. Januar mit Der Ring an einem Abend zu erleben, gefolgt von der Operette Orpheus in der Unterwelt von Jacques Offenbach. Meine geniale Freundin nach den Romanen von Elena Ferrantes gibt es im März und am Sonntag, 31. März wird die konzertante Oper Francesca da Rimini von Rachmaninow zu sehen sein. Böll’s Ansichten eines Clowns kommt im April und am Freitag 17. Mai gibt es die erste Kooperation von Oper und Tanz, Sanssouci mit Musik von Bach und Händel. Am Samstag, 8. Juni steht Pelléas und Mélisande von Debussy auf dem Programm und den Abschluss macht am Donnerstag 18. Juli Il trovatore von Giuseppe Verdi.

Frau Ziegle freut sich über neue Interessenten am Abo. Wer also gerne im Regionalabo bei Frau Ziegle mitfahren möchten, kann anfragen und sich anmelden per Telefon 06232-990451 oder per Mail an c.h.ziegle@t-online.de.

National Theater Mannheim (NTM)

15.10.2018


»Mannheimer Sommer«: Erfolgreiche Neuausrichtung des »Europäischen Festivals für Musik und Theater von Mozart bis heute« am Nationaltheater Mannheim

Mannheim &  Schwetzingen - Mit dem »Mannheim Requiem«, einer Abschlussparty am Samstagabend sowie einem »Potluck«-Frühstück im Festivalzentrum ging am Sonntag, 22. Juli nach elf Festivaltagen der »Mannheimer Sommer« am Nationaltheater Mannheim zu Ende, der neben dem NTM und seinem Studio Werkhaus auch Schloss und Schlossgarten in Schwetzingen sowie weitere Orte in Mannheim bespielte.

8.931 Eintrittskarten wurden dafür gelöst, insgesamt rund 16.200 Zuschauer besuchten die über 40 Veranstaltungen (darunter 13 Eigenproduktionen des NTM) inklusive des zum Teil kostenfreien Rahmenprogramms mit seinen Konzerten im neobarocken Festivalzentrum und der großen Eröffnungsparade »The School of Narrative Dance«.

»Dass unser viele Grenzen sprengendes Konzept und die Neuausrichtung des Festivals von den Besuchern so begeistert aufgenommen worden sind, macht mich sehr glücklich. Eine bunte, fröhliche wie auch geradezu anarchische Vielfalt war zu erleben. Und natürlich freuen wir uns, dass wir auch mit den Besucherzahlen an die erfolgreichen Festivalausgaben der Vorjahre anschließen konnten«, sagte Opernintendant Albrecht Puhlmann.

Der künstlerische Leiter des Festivals, Chefdramaturg Jan Dvorak, ergänzte: »Die Feier künstlerischer, politischer und persönlicher Freiheit, gerade in Anbetracht der zunehmenden Infragestellung demokratischer, freiheitlicher Werte, war uns wichtig – und sie ist uns auf vielfältige, diskursive und inspirierende Weise geglückt.«

Mozart als Erneuerer der Oper, die Ideale der Aufklärung und die Innovationskraft des europäischen Musiktheaters standen im Zentrum des »Mannheimer Sommers«, der sein Programm rund um eine kontrovers diskutierte Neuinszenierung des »Don Giovanni« von Ekaterina Vasileva entfaltete: Von der choreografierten Parade (einer Kooperation mit der Kunsthalle Mannheim), über partizipative Formate wie den »Salon des Lumières«, Produktionen mit dem Alphabet-Chor, über Jazz-, Pop- und Kammerkonzerte sowie gattungsübergreifende Installationen und Performances bis hin zu internationalen Gastspielen, etwa aus Dänemark, Italien und der Schweiz, reichte das vielfältige Spektrum, das den Blick, ausgehend von Mozarts Werk, ausweitete auf die Zukunft des Musiktheaters. Insbesondere die dänische Unterwasser-Produktion »Aquasonic« der Gruppe »Between Music« zog große überregionale Aufmerksamkeit auf sich.

Zehn Scouts, allesamt junge Kulturschaffende, unterstützten das Festivalteam bei der Organisation, Künstlerbetreuung, Kommunikation und Kunstvermittlung und besuchten Workshops von Künstlern, u.a. von Friedrich Liechtenstein und Benedikt von Peter.

Eine Festival-Nachlese findet sich hier: http://www.alphabet-oper.de/

Alphabet-Blog – Nationaltheater Mannheim: www.alphabet-oper.de

Text: Nationaltheater Mannheim (NTM) Foto: Christian Kleiner und Hans Jörg Michel (hjm)

26.07.2018


Bilanz der Spielzeit 2017/18 am NTM

Steigende Auslastungszahlen – Abschied der Schauspielsparte unter Burkhard C. Kosminski – Große Erfolge von Oper, Tanz und Jungem NTM

Mannheim / Nationaltheater (NTM) - Eine erfolgreiche Spielzeit geht am Nationaltheater Mannheim zu Ende, in der in allen vier Sparten zahlreiche künstlerische Erfolge sowie nach einer vorläufigen Auswertung (Stand 24. Juli 2018) eine Gesamtauslastung von 74 Prozent zu verzeichnen sind und damit ein Anstieg um vier Prozent im Vergleich zur Spielzeit 16/17 mit einer Auslastung von 70,12 Prozent.

Die Umsatzerlöse aus dem Kartenverkauf betragen rund 6,1 Mio. und sind damit um 0,4 Mio. höher als in der vorhergehenden Saison mit 5,7 Mio.

Die Besucherzahlen stiegen insgesamt bei 1.067 Vorstellungen von 326.738 in der Saison 16/17 auf 336.809 in der nun zu Ende gehenden Spielzeit 17/18.

Die Sparte Schauspiel unter ihrem Intendanten Burkhard C. Kosminski, sein künstlerisches Team und Ensemble, verabschieden sich mit zahlreichen Erfolgsproduktionen, etwa Noah Haidles Für immer schön in der Regie von Burkhard C. Kosminski mit Ulrike Folkerts in der Hauptrolle oder Orwells 1984 (Regie: Georg Schmiedleitner), die Uraufführung paradies spielen (abendland. ein abgesang) in der Regie von Marie Bues wurde zu den Mülheimer Theatertagen eingeladen, Thomas Köck, ehemaliger Hausautor am NTM, erhielt dafür den diesjährigen Mülheimer Dramatikerpreis. Gastspiele führten das Schauspiel nach Warschau, Bilbao, Subotica (Serbien), Hamburg, Weimar, Bozen, Siegen, Stuttgart und Ludwigsburg. Die Besucherzahlen lagen bei 384 Vorstellungen mit 96.112 auf konstant hohem Niveau und sind im Vergleich mit dem Vorjahr (abzüglich der Besucher der Schillertage) sogar um rund 3.000 gestiegen, obwohl die reine Spielzeit wegen der Übergabe an das nachfolgende Schauspielteam um zwei Wochen verkürzt war.

Die Oper zählte bei 304 Vorstellungen 187.523 Besucher, rund 24.000 mehr als in der Saison 16/17 sowie über 7.000 mehr als in der Saison 15/16 unter der vorhergehenden Intendanz. 25.391 Zuschauer besuchten die Konzerte der Musikalischen Akademie, 162.132 Besucher zählten allein die Opernvorstellungen, das bedeutet eine Auslastung von 75 Prozent.

Besonders beliebte und stets ausverkaufte Neuinszenierungen waren die Familienoper Aschenputtel (Regie: Cordula Däuper), Bellinis Norma (Regie: Markus Bothe) und der Björk-Oper Vespertine, die unter großer medialer Aufmerksamkeit an der Mannheimer Oper in der Regie von Hotel Pro Forma uraufgeführt wurde. Besonders begeistert aufgenommen wurden auch Lorenzo Fioronis Inszenierung von Monteverdis Die Krönung der Poppea sowie die konzertante Aufführung von Tschaikowsky Jolanthe. Händels Hercules erlebte ein umjubeltes Gastspiel beim Opernfestival in Mannheims polnischer Partnerstadt Bydgoszcz. Zum Saisonende verzeichnete außerdem das neu ausgerichtete Festival Mannheimer Sommer über 8.900 verkaufte Tickets sowie eine Gesamtbesucherzahl von rund 16.200 zuzüglich weiterer über 4.000 Zuschauer bei Schloss in Flammen in Schwetzingen.

Auch die Sparte Tanz konnte ihre Besucherzahlen steigern, von 24.351 in der vorangegangenen Spielzeit auf 29.551 in der Saison 17/18. Besonders erfolgreiche Produktionen waren Carmen (Choreografie: Yuki Mori) sowie der dreiteilige Abend Let’s Beat (Choreografie: Marco Goecke, Giuseppe Spota und Stephan Thoss). Die am Theater Heilbronn gefeierte Gastspielreihe mit fünf Vorstellungen von Gesicht der Nacht (Choreografie: Frank Fannar Pedersen und Stephan Thoss) brachte der Mannheimer Tanz-Sparte bereits eine Folge-Einladung mit Der Tod und das Mädchen (Choreografie: Stephan Thoss) ab Januar 2019 ein.

Mit der Spielzeit 17/18 geht auch die erste Saison des Jungen NTM unter seiner neuen Intendantin Ulrike Stöck zu Ende. Insgesamt kamen zwölf Produktionen zur Premiere. Die Besucherzahl liegt bei 21.891 – wegen des späteren Spielzeitstarts Ende Oktober und des neu aufzubauenden Repertoires, was auch weniger Gastspieleinladungen zur Folge hat, konnte das Vorjahres-Niveau von 27.530 noch nicht erreicht werden. Beliebte Neuproduktionen waren etwa die Europäische Erstaufführung von Die Regeln des Sommers, die Uraufführung von Der Affe von Hartlepool, Romeo und Julia – The next generation und Pinocchio. Mit Die Konferenz der Vögel war das Junge NTM beim Festival Schöne Aussicht 2018 in Stuttgart vertreten. Die Produktion Der Bär, der nicht da war als Koproduktion mit Theater Marabu war zu fast allen wichtigen Kinder- und Jugendtheaterfestivals eingeladen, u.a. zum Westwind und der Spurensuche.

Das Junge NTM richtete außerdem selbst mit großem Medienecho das internationale Figurentheaterfestival Imaginale mit aus, war Gastgeber des erfolgreichen Festivals Junges Theater im Delta und setzte mit der Ausrichtung von Play_work in progress die erfolgreiche Tradition des Schultheaterfestivals am Jungen NTM fort.

Ausblick

Die Spielzeit 2018/19 beginnt am Samstag, 15. September mit dem beliebten Theaterfest ab 15 Uhr.

Das Eröffnungswochenende des Schauspiels unter der neuen Intendanz von Christian Holtzhauer findet von 28. bis 30. September statt, u.a. mit der Uraufführung »Der Elefantengeist« von Lukas Bärfuss über Helmut Kohl, mit der deutschen Erstaufführung »Mitwisser« der Hausautorin Enis Maci, mit einer Neuinszenierung der »Räuber« sowie der ersten Produktion des neuen Stadtensembles, »Volksfest«, und der Videoinstallation »21 – Erinnerungen ans Erwachsenwerden«.

Die Theaterkasse ist von 13. bis 26. August geschlossen – ansonsten ist sie in den Theaterferien durchgängig geöffnet (Mo–Sa, 11–18 Uhr, telefonisch: Mo–Fr 10 –18 Uhr, Sa 10–13 Uhr).

Alle Vorstellungen im Opernhaus sind bereits im Vorverkauf.

Außerdem ist wieder ein Schnupperabo bereits ab 45 Euro erhältlich, das die Vorstellungen »Don Giovanni« (Oper), »Die Räuber« (Schauspiel) und »Blaubarts Geheimnis« (Tanz) enthält.

Nationaltheater Mannheim (NTM)

26.07.2018


Mannheimer Sommer erhält 25.000 Euro von den Freunden und Förderern des Nationaltheaters e.V.

v.l.: Margoth Werner, Richard Dietmann, Christian Haas, Helen Heberer, Albrecht Puhlmann (vorn), Matthias Bretschneider, Prof. Dr. Achim Weizel, Ulla Hofmann, Andreas Hilgenstock

Mannheim / Nationaltheater - Die Freunde und Förderer des Nationaltheaters Mannheim e.V. unterstützen – über ihr reguläres Engagement für das Nationaltheater hinaus – den Mannheimer Sommer zusätzlich mit einer Summe von 25.000 Euro.

Opern-Intendant Albrecht Puhlmann sagte: »Die großzügige Unterstützung der Freunde und Förderer des Nationaltheaters ermöglicht es uns, den Mannheimer Sommer so international und vielgestaltig auszurichten, wie es eines Europäischen Festivals würdig ist. Wir freuen uns sehr, dass wir damit ein aufregendes Programm mit Musiktheater in allen Spielarten gestalten können.«

»Die Freunde und Förderer haben in den vergangenen Jahren regelmäßig den Mozartsommer unterstützt; die gleiche Unterstützung gilt in diesem Jahr dem Mannheimer Sommer. Ein erfolgreiches Festival wird dazu beitragen, den guten Ruf des NTM und insbesondere der Mannheimer Oper regional und überregional zu festigen«,  so Prof. Achim Weizel, Vorsitzender des Vereins der Freunde und Förderer des Nationaltheaters.

https://www.nationaltheater-mannheim.de/de/mannheimer-sommer/stuecke_17_18.php

Text: Nationaltheater Mannheim Foto: Christian Kleiner

04.07.2018