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Italienische Köstlichkeiten ab Ende September in der ehemaligen Hof-Apotheke: VAPIANO eröffnet erstes Restaurant in Heidelberg

Köln / Heidelberg – Seit dem 26. September bietet VAPIANO in der ehemaligen Hof-Apotheke, direkt im Heidelberger Stadtzentrum, leckere Pasta aus der hauseigenen Produktion, frisch gebackene Pizza, knackige Salate und köstliche Antipasti und Dolci an. Bei köstlichen Lieblingsgerichten, prickelnden Drinks und musikalischen Highlights wurde am 26. September der kulinarische Neuzuwachs der Heidelberger Gastro-Szene mit einer offiziellen Eröffnung gebührend gefeiert. Der Einlass begann für geladene Gäste ab 19 Uhr.

2002 begann in Hamburg die Erfolgsgeschichte der gastronomischen Lifestylemarke VAPIANO mit ihrem innovativen „Fresh Casual Dining“-Konzept. Heute gibt es weltweit über 220 VAPIANOs in über 35 Ländern auf fünf Kontinenten – nun eröffnet Ende September auch das erste Restaurant der beliebten Pizza- & Pasta-Kette in Heidelberg.

„Wir freuen uns sehr, im September unser erstes VAPIANO in Heidelberg zu eröffnen“, sagt Amalia Schwartz, Restaurantleiterin bei VAPIANO in Heidelberg. „Der besondere Charme dieses außergewöhnlichen und denkmalgeschützten Standortes in Kombination mit seiner stark frequentierten Fußgängerzone lässt uns für diesen Standort optimistisch in die Zukunft blicken. Hier begrüßen wir alle Heidelberger und Reisende mit unseren frischen Lieblingsgerichten, leckeren Dolci oder einem Glas Wein, um den Einkaufsbummel gemütlich ausklingen zu lassen.“

Das neue Restaurant im Herzen von Heidelberg, direkt in der Fußgängerzone Hauptstraße, erstreckt sich über drei Etagen auf 890 Quadratmetern mit 182 Sitzplätzen. Außerdem wird ein zusätzlicher Außenbereich mit 18 Sitzplätzen geboten. Große Eichenholztische, die zur Kommunikation anregen, ein 100 Jahre alter Olivenbaum und frische Kräuter auf den Tischen kennzeichnen das urbane Wohlfühlambiente bei VAPIANO. Insgesamt besticht das helle und leichte Design- und Farbkonzept des Mailänder Designers und Architekten Matteo Thun. So lädt das neue VAPIANO Restaurant Familien und Freunde zum Verweilen und Wohlfühlen ein.

Auch aus innovativer Sicht bietet das neue VAPIANO in Heidelberg ein paar bequeme Besonderheiten: So ist es möglich, mit der auf dem Smartphone installierten VAPIANO App mobil Bestellungen zu tätigen und ebenso nach dem Besuch damit zu bezahlen. Mit VAPIANO Take Away & Home Delivery können die Heidelberger Pizza, Pasta und mehr online bestellen und dann abholen. Oder für einen VAPIANO Abend in den eigenen vier Wänden direkt nach Hause liefern lassen.

Das VAPIANO in der Hauptstraße 190 ist seit dem 26. September geöffnet – die Küche täglich von 11.00 Uhr bis 23.30 Uhr, samstags und sonntags bis 00.30 Uhr.

Über VAPIANO

Die gastronomische Lifestylemarke VAPIANO aus Deutschland begründete 2002 mit ihrem innovativen „Fresh Casual Dining“-Konzept eine neue Kategorie in der Systemgastronomie. Sie kombiniert Elemente aus „Fast Casual“ und „Casual Dining“ und ermöglicht so den Gästen einen hohen Grad an Selbstbestimmung. Qualität, Frische und Transparenz sind die Basis des Restaurantkonzepts. VAPIANO verwendet fast ausschließlich frische Zutaten. In vielen VAPIANO Restaurants werden Pasta, Pizzateig, Soßen, Dressings sowie Dolci selbst hergestellt, zum Teil sogar mitten im Gastraum in der gläsernen Manifattura. Die Speisen werden direkt vor den Augen des Gastes in der Showküche „à la minute“ zubereitet. Dies, gepaart mit einem kosmopolitischen Ambiente, macht das Erfolgsrezept des Unternehmens aus. Von Hamburg aus verbreitete sich das Erfolgskonzept schnell in die ganze Welt.

Weitere Informationen finden Sie auf de.vapiano.com, facebook.com/vapiano und twitter.com/vapiano.

Sehen Sie hier ein Livevideo "Rundgang zur Eröffnung"

Sehen Sie hier ein Video zur Eröffnungsansprache durch Restaurantleiterin Amalia Schwartz:

Sehen Sie hier das Fotoalbum "Bilder zur Vapianoeröffnung":

 

Text: Commco Communication & PR Consulting, Annette Müller Foto: (Eröffnung) Andreia Guedes, (Rest) Speyer 24/7 News,dak Video: S24N, dak

28.09.2018


Asiatische Tigermücke in Heidelberg

Intensive Bekämpfung im Jahresverlauf / Bevölkerung wird um Mithilfe gebeten

Weibchen der Asiatischen Tigermücke

Heidelberg / Rhein-Neckar-Kreis - Die Asiatische Tigermücke (Aedes albopictus) ist seit Jahrzehnten durch globale Handels- und Verkehrsrouten weltweit verschleppt worden. In den vergangenen Jahren wurde die auffällig schwarz-weiß gemusterte Stechmückenart auch mehrfach in Heidelberg nachgewiesen. Da die Asiatische Tigermücke eine sehr aggressive Stechmückenart ist, werden die Bestände im Stadtgebiet im Jahresverlauf nun intensiv bekämpft. Das Gesundheitsamt des Rhein-Neckar-Kreises und die Stadt Heidelberg bitten dabei auch die Bevölkerung um Mithilfe.

Ende 2015 wurde ein Vorkommen der Asiatischen Tigermücke in einem Areal zwischen dem Siedlungsbereich Ochsenkopf (Stadtteil Wieblingen) über die Kleingartenanlage (In den 12 Morgen) bis zum Siedlungsbereich Wellengewann (Stadtteil Pfaffengrund) entdeckt. Es umfasst eine Fläche von rund 18 Hektar. 2017 wurde eine weitere Population im Stadtteil Handschuhsheim nachgewiesen, deren gesamte Ausdehnung noch nicht vollständig erfasst werden konnte.

Die Asiatische Tigermücke ist eine sehr aggressive Stechmückenart, deren Weibchen auf der Suche nach einer Blutmahlzeit den Menschen auch am hellen Tag hartnäckig verfolgen. So kann es bei hohen Populationsdichten im Bereich menschlicher Siedlungen zu starker Belästigung, Einschränkung des Freizeitverhaltens und zur Verringerung der Lebensqualität kommen. Vor allem in tropischen Bereichen kann die wärmeliebende Art zahlreiche humanmedizinisch relevante Viren auf den Menschen übertragen. Dieses sogenannte Vektorpotential fällt unter den kühleren klimatischen Bedingungen in Deutschland zwar geringer aus, eine Übertragung von Viren durch die Asiatische Tigermücke kann jedoch auch hier nicht ausgeschlossen werden.

Fachkräfte des Instituts für Dipterologie sind beauftragt

Daher werden im diesem Jahr im Auftrag des Gesundheitsamtes Rhein-Neckar-Kreis und der Stadt Heidelberg die Ansiedlungen der Asiatischen Tigermücke in Heidelberg mit hoher Intensität durch das Institut für Dipterologie (IfD) bekämpft und bestenfalls schon bis Ende 2018 ausgelöscht. Dass eine erfolgreiche Bekämpfung der sehr anpassungsfähigen Stechmückenart möglich ist, zeigt die Auslöschung von kleineren Populationen der Asiatischen Tigermücke im Rhein-Neckar-Kreis und Freiburg durch das IfD. Auch innerhalb des größeren Vorkommen der Asiatischen Tigermücke im Heidelberger Siedlungsbereich Ochsenkopf wurden in den letzten beiden Jahren ebenfalls durch das IfD verschiedene Bekämpfungsmaßnahmen in der Praxis erprobt, was zu einer sehr starken Reduktion der Tigermückenpopulation in den meisten Bereichen geführt hat.

Jedoch haben die bisherigen Erfahrungen bei der Bekämpfung der Tigermücke gezeigt, dass eine vollständige Auslöschung nur bei Mithilfe und Kooperation der betroffenen Anwohner möglich ist. Daher bitten die Behörden die Bevölkerung, die Bekämpfungsmaßnahmen zu unterstützen und somit die Asiatische Tigermücke aus Heidelberg zu entfernen.

In den Heidelberger Stadtteilen Wieblingen, Pfaffengrund und Bahnstadt werden die Mitarbeiter des IfD ab Ende April direkt mit einer intensiven Bekämpfung der Restbestände der Tigermückenpopulation beginnen. Detaillierte Informationen hierzu finden Sie auf der Internetseite: www.heidelberg.tigermuecke.info.

In den Stadtteilen Handschuhsheim und Neuenheim wird schon im März 2018 eine Kontrolle von Regentonnen auf Eier der Asiatischen Tigermücke erfolgen, da das gesamte Ausmaß der Tigermückenpopulation in diesen Bereichen bis Ende des Sommers 2017 noch nicht vollständig erfasst werden konnte. Nur dadurch wird es auch in diesen Stadtteilen möglich sein, zielgerichtet und rechtzeitig mit der Bekämpfung im Frühjahr 2018 zu beginnen. Bewohner der Stadtteile Handschuhsheim und Neuenheim können mit dem IfD einen kostenfreien Termin vereinbaren.

Bei einer Kontrolle werden vorhandene Regentonnen von den Mitarbeitern des IfD ausgebürstet und das gewonnene Substrat im Labor auf Eier der Tigermücke untersucht. Das IfD erhält dadurch wichtige Informationen zur Populationsausdehnung der Tigermücke in den Stadtteilen Handschuhsheim und Neuenheim – und der Bürger oder die Bürgerin eine gründlich gereinigte Regentonne.

Wer eine Kontrolle durch Regentonnenreinigung vereinbaren möchte, kann mit dem IfD über Telefon (01511/1341863), E-Mail (heidelberg@tigermuecke.info) oder über das Online-Kontaktformular auf der Informationsseite (www.heidelberg.tigermuecke.info/Kontrollanfrage.html) in Kontakt treten.

Text: Stadt Heidelberg / Rhein-Neckar-Kreis Foto: Björn Pluskota/IfD

02.03.2018


Heidelberg wird „Waldhauptstadt“ 2018

Organisation für nachhaltige Waldbewirtschaftung PEFC würdigt städtisches Engagement

Die Stadt Heidelberg darf sich im Jahr 2018 „Waldhauptstadt“ nennen. Die Organisation PEFC verleiht der Stadt diesen Titel für ihr vorbildliches Engagement bei der Bewirtschaftung des Stadtwaldes. Die Bewerbung bei PEFC hatte das Heidelberger Landschafts- und Forstamt eingereicht. PEFC ist die größte Institution zur Sicherstellung einer nachhaltigen Waldbewirtschaftung. Das weltweit anerkannte Gütesiegel wurde Heidelberg bereits 2001 verliehen. 2015 kam noch die Zertifizierung als „Erholungswald“ hinzu.

„Die Auszeichnung als Waldhauptstadt ist eine tolle Anerkennung für unsere kontinuierliche Arbeit. Rund 40 Prozent der Heidelberger Gemarkungsfläche bestehen aus Wald. Das ist ein Schatz, den wir sehr gewissenhaft pflegen. Der Stadtwald ist ein ökologisches Reservoir, Freizeit- und Erholungsraum und als Holzlieferant auch ein wirtschaftlicher Faktor. Es freut mich sehr, dass wir diesen Titel bekommen, gerade weil wir alle diese Funktionen nachhaltig sicherstellen“, freute sich Bürgermeister Wolfgang Erichson.

Ambitioniertes Veranstaltungsprogramm

Heidelberg überzeugte die Jury, die aus hochrangigen Repräsentanten der Wald- und Holzwirtschaft sowie Gewerkschaften und Umweltverbänden besteht, vor allem durch das ambitionierte Veranstaltungsprogramm, das als PEFC-Waldhauptstadt in Angriff genommen werden soll. Zudem gehört Heidelberg zu den deutschlandweit sieben Städten, die zusätzlich zur Zertifizierung ihrer nachhaltigen Waldbewirtschaftung den Erholungswaldstandard von PEFC Deutschland erfüllen. „Im Januar 2018 wird der Staffelstab von der diesjährigen PEFC-Waldhauptstadt Brilon an Heidelberg übergeben und die Urkunde in feierlichem Rahmen überreicht. Im Juli wird Heidelberg dann Austragungsort der Mitgliederversammlung von PEFC Deutschland e.V. und des nächsten „Forum Zertifizierung“ sein“, blickt PEFC-Geschäftsführer Dirk Teegelbekkers voraus.

Neben dem Titel stiftet PEFC unter anderem 1.000 Forstpflanzen. Diese sollen im Aktionsjahr im Rahmen eines Aktionstages „Waldwandel mit PEFC“ ausgebracht werden. Auf einer Wanderung durch den Stadtwald sollen Bürgerinnen und Bürger dabei an drei Stationen unter Anleitung eigenhändig die Bäumchen setzen. Unter dem Arbeitstitel „Das PEFC-Stadtwaldrevier“ plant das Landschafts- und Forstamt zudem eine dreiteilige Veranstaltungsreihe für interessierte Bürgerinnen und Bürger, die Stadteilvereine und die städtischen Mitarbeiter. Nach dem Prinzip „Tag der offenen Tür“ soll Interessierten dabei die nachhaltige Waldbehandlung erklärt werden.

Hintergrund: Die Stadt Heidelberg bewirtschaftet den Stadtwald seit vielen Jahren nach ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Kriterien vorbildlich und hat für ihre nachhaltige Forstwirtschaft nicht nur das Zertifikat des „Programme for the Endorsement of Forest Certification schemes“ (PEFC), sondern auch das Gütesiegel des „Forest Stewardship Council“ (FSC) erhalten. Beide Zertifikate bescheinigen einen verantwortungsvollen Umgang mit Mensch und Natur. Etwa vierzig Prozent der Heidelberger Gemarkungsfläche sind bewaldet, rund drei Viertel dieser Waldfläche befindet sich im Eigentum der Stadt Heidelberg. Die Gesamtgröße beträgt über 3.300 Hektar.

Stadt Heidelberg, 01.12.2017


Konstruktiver Austausch beim ersten Dialogforum Wohnen

EBM Odszuck: „Brauchen gemeinsames Handeln öffentlicher und privater Akteure“

Dem wachsenden Wohnraumbedarf sozial ausgewogen und nachhaltig begegnen: Das ist ein wichtiges Ziel der Stadt Heidelberg. Für alle wohnungspolitischen Maßnahmen bildet seit Februar 2017 das Handlungsprogramm Wohnen die strategische Klammer. Ein weiterer Eckpfeiler ist das Dialogforum Wohnen: Mit diesem neuen Veranstaltungsformat will die Stadt den kontinuierlichen Austausch aller wohnungspolitischen Akteure in Heidelberg fördern. Am Dienstag, 28. November 2017, fand das erste Dialogforum Wohnen statt. Teilnehmer waren neben Mitgliedern des Gemeinderates Erster Bürgermeister Jürgen Odszuck, Vertreterinnen und Vertreter aus Wohnungswirtschaft, Sozialverbänden, Interessengruppen und Verwaltung.

Der Fokus des ersten Dialogforums Wohnen lag auf den mittleren Einkommensgruppen: Sie werden von den bestehenden Förderprogrammen meist nicht erfasst und haben es deshalb auf dem Heidelberger Wohnungsmarkt oft besonders schwer. Wie man speziell für sie mehr bezahlbaren Wohnraum schaffen kann und welche Rolle die Wohnungswirtschaft dabei spielen kann, war das Leitthema des ersten Dialogforums.

„Wenn wir über bezahlbaren Wohnraum reden, haben wir oft ganz automatisch geförderte Wohnungen für die unteren Einkommensgruppen vor Augen“, sagt Erster Bürgermeister Jürgen Odszuck: „Das ist natürlich ein sehr wichtiger Aspekt, aber nicht der einzige: Auch ‚Normalverdiener‘ haben es auf dem angespannten Heidelberger Wohnungsmarkt schwer. Damit wir auch für sie mehr Wohnraum schaffen können, brauchen wir verschiedene Lösungsansätze und ein gemeinsames Handeln öffentlicher und unterschiedlicher privater Akteure. Sektorales Denken hilft bei dieser Querschnittsaufgabe nicht weiter: Wir müssen soziale, ökologische und ökonomische Parameter zusammendenken.“

Enge Wechselwirkung aller Stellschrauben

Im Plenum und in Arbeitsgruppen diskutierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Dialogforums unter anderem über Wohnungsbauflächen für die mittleren Einkommensgruppen, über Partner bei der Schaffung von preisgedämpftem Wohnraum sowie über Baukosten, kommunale Vorgaben und Qualitätsstandards. Zum Beispiel ging es um die Frage, welche Möglichkeiten zur Schaffung von preisgünstigem Wohnraum sich durch die Senkung der Herstellungskosten im Wohnungsneubau oder durch die Anpassung kommunaler Vorgaben (etwa zu energetischen Standards oder Fassadengestaltungen) ergeben. Auch der Einsatz der Landeswohnraumförderung für die unteren Einkommensgruppen sowie deren Auswirkungen auf das freie Wohnungsangebot waren ein Thema: Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer diskutierten, inwiefern die Vorgaben für gebundenen Wohnraum bei Neubauprojekten preistreibend auf die übrigen, frei finanzierten Wohnungen wirken. Die enge Wechselwirkung von wohnungspolitischen, städtebaulichen, energetischen, mobilitätsbezogenen und finanziellen Stellschrauben und die Notwendigkeit, mögliche zukünftige Ansprüche an Wohnraum mitzudenken, waren dabei wichtige Eckpfeiler der Diskussion.

„Heidelberger Baukasten“

Ein zentrales Ergebnis des Dialogforums: All die Stellschrauben, die zur Preisbildung im Wohnungsbau beitragen – von Erschließungskosten über energetische Ansprüche bis zum Stellplatzschlüssel – sollen in einem „Heidelberger Baukasten“ zusammengetragen und mit ihren jeweiligen Kostenauswirkungen transparent gegenübergestellt werden. Auf dieser Basis können dann künftig integrierte Wohnbaukonzepte für einzelne Quartiere entwickelt werden, die das Optimum für eine nachhaltige Quartiersentwicklung im Sinne einer sozial gemischten, umweltgerechten und finanziell tragfähigen Maßnahme herausholen.

So geht es weiter

Das nächste Dialogforum Wohnen soll in der zweiten Jahreshälfte 2018 stattfinden. Hier sollen die Themenkreise enger gezogen werden, um die einzelnen wohnungspolitischen Stellschrauben im Detail betrachten zu können. Zuvor ist im Frühjahr eine neuerliche Klausursitzung des Gemeinderates geplant. Dabei wird es vor allem um den Einsatz kommunaler Ressourcen in der Wohnungspolitik gehen. Parallel laufen auch die Vorbereitungen für die einzelnen wohnungspolitischen Maßnahmen im Rahmen des Handlungsprogramms Wohnen: Diese Maßnahmenpakete werden nach und nach in die gemeinderätlichen Gremien eingebracht. Im nächsten Schritt wird sich der Gemeinderat mit dem Baulandprogramm befassen, einem der Kernstücke des Handlungsprogramms Wohnen. Damit soll künftig sichergestellt werden, dass jederzeit genügend Bauflächen für unterschiedliche Wohnraumbedürfnisse zur Verfügung stehen.

Handlungsprogramm Wohnen

Der Gemeinderat hat am 16. Februar 2017 einstimmig das Handlungsprogramm Wohnen beschlossen. Ziel ist es, dem wachsenden Wohnraumbedarf nachhaltig zu begegnen und ausreichend Wohnraum für Menschen aller Einkommensgruppen zu schaffen. Das Handlungsprogramm bildet künftig die strategische Klammer für die Heidelberger Wohnungspolitik: Alle wohnungspolitischen Aktivitäten der Stadt – von der Flächenentwicklung bis hin zum Förderprogramm – sollen darin zusammengefasst, aufeinander abgestimmt und weiterentwickelt werden. Auf Basis des Handlungsprogramms werden Maßnahmenpakete vorbereitet, die jeweils separat vom Gemeinderat beschlossen werden.

Ergänzend: www.heidelberg.de >Leben >Wohnen

Stadt Heidelberg, 01.12.2017


Für mehr Verkehrssicherheit: Bitte Bäume und Hecken an Straßen und Gehwegen zurückschneiden

Zugewachsene Straßenschilder beeinträchtigen die Verkehrssicherheit. Die Stadt Heidelberg bittet daher alle Haus- und Grundbesitzerinnen und -besitzer ihre Bäume, Hecken und Sträucher an Straßen und Gehwegen regelmäßig zurückzuschneiden.

Die Stadt Heidelberg bittet alle Haus- und Grundbesitzerinnen und -besitzer ihre Bäume, Hecken und Sträucher an Straßen und Gehwegen regelmäßig zurückzuschneiden. Wenn Grünwuchs in Geh- und Fahrwege hineinreicht, können Fußgänger, Radfahrer, Schulkinder, Menschen mit Gehilfen und Eltern mit Kinderwägen diese nicht oder nur eingeschränkt nutzen. Besonders gefährlich ist es, wenn Schulkinder auf die Straße ausweichen müssen. Darüber hinaus beeinträchtigen schlecht einsehbare Straßenkreuzungen und zugewachsene Straßenschilder und -laternen die Verkehrssicherheit. Die Herbstzeit bietet sich ideal für Rückschnitte an, da die Pflanzen bald neue Triebe bilden.

Abmessungen und Regelungen

Auf Geh- und Radwegen gilt eine Durchgangshöhe von zweieinhalb Metern. So kann gewährleistet werden, dass Fußgänger und Radfahrer nicht durch tiefhängende Äste behindert werden. Auf den Fahrbahnen gilt eine Höhe von viereinhalb Metern, damit Müllwägen oder hohe Transporter ungehindert die Straße passieren können. Straßenlaternen und Verkehrszeichen müssen immer freigeschnitten und sichtbar sein. Eigentümer sind außerdem verpflichtet, Gehwege und die Entwässerungsrinnen bei Bedarf zu reinigen um den ordnungsgemäßen Ablauf von Regenwasser zu gewährleisten.

Stadt Heidelberg, 01.12.2017


„Sparkassen sind Garanten für gute Entwicklung unserer Städte und Regionen“

OB Prof. Würzner zur bevorstehenden Berufung von Helmut Schleweis als deutscher Sparkassen-Präsident

Der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Heidelberg, Helmut Schleweis, wird aller Voraussicht nach im kommenden Jahr Präsident aller Sparkassen in Deutschland. Die Verbandsvorsteherkonferenz der Deutschen Sparkassen-Finanzgruppe hat in ihrer Sitzung am 28. November 2017 in Frankfurt am Main einstimmig beschlossen, den aktuellen Bundesobmann Schleweis als Präsidenten des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes vorzuschlagen. Die Verbandsvorsteher gehen davon aus, dass die Neuwahl noch vor Weihnachten 2017 stattfindet. Als Oberbürgermeister der größten Trägergemeinde der Sparkasse Heidelberg und Vorsitzender des Verwaltungsrats sagt Prof. Dr. Eckart Würzner zum bevorstehenden Wechsel:

„Helmut Schleweis hat in Heidelberg gezeigt, wie wichtig die Sparkassen für unser Land sind: Sie sind Ansprechpartner für unsere Bürgerinnen und Bürger vor Ort. Und sie sind eine wichtige Stütze für unsere kleinen und mittelständischen Unternehmen. Die Sparkasse Heidelberg hat unter Leitung von Helmut Schleweis hunderten von Unternehmensgründern einen guten Start ermöglicht. Sie ermöglichen Modernisierungen und Erweiterungen von Unternehmen, die kerngesund sind – und die dennoch bei den Großbanken abblitzen, weil sie nicht genug Umsatz oder Rendite versprechen. Die Sparkasse Heidelberg ist selbst kerngesund. Deshalb kann sie Betriebe sehr wirkungsvoll unterstützen. Alleine seit der Finanzkrise vor zehn Jahren hat die Sparkasse Heidelberg Dutzende Betriebe gerettet, denen sie – im Gegensatz zu manch privater Hausbank – in Zeiten der Flaute zur Seite stand.

Das alles hat Helmut Schleweis nie an die große Glocke gehängt. Fakt aber ist: Er hat mit der Sparkasse Heidelberg erheblich dazu beigetragen, dass wir so eine gesunde Wirtschaft in der Region haben. Andere Länder beneiden uns um unser Sparkassen-System. Die Sparkassen möchten nicht ihren eigenen Gewinn maximieren, sondern den Nutzen ihren Kunden. Das ist für unsere Gesellschaft der beste Gewinn. Helmut Schleweis wird sich dafür künftig auch bundesweit sehr erfolgreich engagieren. Das ist ein Glücksgriff für den Sparkassen-Verband. Der Verwaltungsrat der Sparkasse Heidelberg wird die Herausforderung lösen, einen Nachfolger für die Spitze des Instituts zu finden.“

Stadt Heidelberg, 01.12.2017


Konversion: Neuer Nutzungsvorschlag für ehemaligen US-Flugplatz

Hangar-Erlebniswelt mit Zeppelin Luftschiff und großer Freifläche / Positives Stimmungsbild bei Gemeinderäten

Visualisierung Hangarworld aus der Luft

Für den ehemaligen Flugplatz der US-Armee zwischen den Stadtteilen Kirchheim und Pfaffengrund gibt es eine neue Nutzungsidee. Die Initiatoren des Projekts Hangarworld sind vor kurzem auf die Stadt Heidelberg zugekommen, ob die Realisierung einer Hangar-Erlebniswelt inklusive eines Zeppelin Luftschiffes auf dem ehemaligen US-Flugplatz möglich sei. Die Stadtverwaltung hat daraufhin Ende November den Gemeinderat über das Interesse der Initiatoren informiert. Ein erstes Stimmungsbild aus den Reihen des Gemeinderats war positiv, weshalb die Verwaltung nun weitere Gespräche mit dem Projektträger Hangarworld AG (München) führen wird. Das Vorhaben soll dann für Heidelberg konkretisiert werden, so dass sich Gemeinderat und Bürgerschaft damit detailliert beschäftigen können.

Das Projekt Hangarworld soll weltweit erstmals realisiert werden. Mit diesem Ziel prüft die Projektträgerin derzeit verschiedene Ansiedlungsmöglichkeiten. Zwei Kernelemente stehen im Mittelpunkt des Konzepts: Ein Zeppelin Luftschiff, das für touristische Rundflüge zum Einsatz kommt, sowie ein zentrales Erlebnisangebot im Hangar – die Wissenswelt. Diese multimediale Zeitreise ist dem Thema Pioniere und Visionen des digitalen Zeitalters gewidmet.

Freiflächen bleiben öffentlich und kosten keinen Eintritt

Die weitläufigen Außenanlagen rund um den Zeppelin-Landeplatz bieten nach dem Konzept der Hangarworld AG zudem viel Platz für Sport, Spiel sowie einen Pfad, der den Besucher Wissenswertes über Natur und Technik näherbringt. Angereichert wird der Hangar um Tagungs- und Eventflächen, verschiedene Gastronomiebetriebe sowie ein Vier-Sterne-Themenhotel für jene Besucher, die am Standort über Nacht verweilen möchten. Der Zugang auf das Gelände und in den Hangar wird für alle Besucher kostenfrei sein. Kostenpflichtig wären lediglich Erlebnisangebote wie beispielweise der Besuch der Wissenswelt oder der Flug mit dem Zeppelin Luftschiff.
Von dem mit rund acht bis zehn Hektar bezifferten Platzbedarf würden nur rund 20 Prozent für Hangar und Nebengebäude baulich versiegelt. Landeplatz und Außenanlagen sollen wiederum landschaftsgärtnerisch hochwertig gestaltet werden. Das Verkehrskonzept der Hangarworld AG sieht unter anderem möglichst kurze Wege zu einer Autobahnanschlussstelle, ausreichende Parkmöglichkeiten für Besucher auf dem Gelände – zum Beispiel in Form einer Parkgarage unter dem Hangar – sowie Anreizsysteme für die Nutzung des ÖPNV vor.

Verzahnung mit Landschaftspark-Idee möglich

Visualisierung des Hangar-Gebäudes

„Das Konzept der Investoren sieht vor, einen Großteil des ehemaligen Flugplatzes als öffentliche Grün- und Freizeitfläche anzulegen. So könnte das Projekt auch mit der bereits bestehenden Idee eines Landwirtschaftsparks verzahnt werden. Inhaltlich würde Hangarworld sehr gut zur Identität des Ortes passen“, sagt Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner.
„Der Standort Heidelberg ist aus unserer Sicht hoch attraktiv“, kommentiert Arantxa Dörrié, Vorstand der Hangarworld AG. „Als Tourismushochburg einerseits, hätten wir hier perfekte Voraussetzungen, eine unserer Kernzielgruppen unmittelbar zu erreichen. Andererseits bietet uns diese renommierte Universitätsstadt vielfältige Möglichkeiten der inhaltlichen Vernetzung.“

Hintergrund: Das ehemalige Airfield gehört seit dem Abzug der US-Armee im Mai 2014 der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben. Seither wurde es zwei Mal während der Wintermonate von einem international tätigen Landmaschinenhersteller für Produktvorführungen und -tests genutzt. Das Areal ist etwa 15,6 Hektar groß. Die bebaute Fläche nimmt einen vergleichsweise geringen Umfang ein. Es handelt sich dabei hauptsächlich um Gebäude, die – wie Tower und Hangars – zum Flughafen gehören. Die Landebahn erstreckt sich über eine Länge von 1.070 Metern und ist 30 Meter breit.

Text: Stadt Heidelberg Foto: Hangarworld AG, 01.12.2017


„Dieselgipfel“: Mannheim, Heidelberg und Ludwigshafen beantragen Masterplan „Green City“

Emissionen sollen durch Sofortmaßnahmen schnell und spürbar reduziert werden

Die Oberbürgermeister (von links) Dr. Peter Kurz (Mannheim), Dr. Eva Lohse (Ludwigshafen) und Prof. Dr. Eckart Würzner (Heidelberg) am Rande des „Dieselgipfels“ in Berlin.

Die Oberbürgermeister der drei großen Städte in der Metropolregion Rhein-Neckar haben beim zweiten „Dieselgipfel“ von Bundeskanzlerin Angela Merkel ein gemeinsames Förderprogramm zur Luftreinhaltung beantragt. Dr. Peter Kurz (Mannheim), Prof. Dr. Eckart Würzner (Heidelberg) und Dr. Eva Lohse (Ludwigshafen) möchten mit einem Masterplan „Green City“ Sofortmaßnahmen zur Reduzierung der Stickstoffdioxidbelastung erreichen. Bei dem Austausch der Bundeskanzlerin mit Vertretern von Bund, Ländern und Kommunen in Berlin stellten sie die im Plan verankerten Maßnahmen vor. Diese sollen kurzfristig zu einem spürbaren Rückgang der Emissionen führen und die Luftqualität verbessern. Die Metropolregion ist damit eine der wenigen Regionen in Deutschland, die mit einem derartigen Antrag nach Berlin gekommen ist.

Die Kernpunkte des Masterplan „Green City“

  • Digitalisierung des Verkehrs
  • Vernetzung im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV)
  • Förderung des Radverkehrs
  • Elektrifizierung des Verkehrs
  • E-Busse im Linienverkehr
  • emissionsfreie städtische Nutzfahrzeuge
  • Förderung des Umstiegs auf emissionsarme Mobilität
  • Ausbau der Ladeinfrastruktur für E-Fahrzeuge
  • Green City Logistik

Heidelbergs Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner – er ist zugleich Präsident des europäischen Klimaschutz-Städtenetzwerks „Energy Cities“ als Verbund von mehr als 1.000 Städten – betonte: „Über den gemeinsamen Antrag bin ich sehr glücklich. Es ist absolut richtig, dass wir dieses Thema gemeinsam angehen. Aufgrund der hohen Pendlerströme in der Region und zwischen unseren Städten ist eine Lösung für die Verbesserung der Luftqualität ohnehin nur im Verbund zu erreichen. Weniger erfreulich ist, dass die Autoindustrie bei der Nachrüstung von Autos und bei der Massenproduktion von Elektro-Fahrzeugen hinterherhinkt, insbesondere bei Lastkraftwagen und Bussen.“

Die Ludwigshafener Oberbürgermeisterin Dr. Eva Lohse, die auch Präsidentin des Deutschen Städtetages ist, erläuterte: „Die Städte sind nicht die Verursacher des Stickoxid-Problems und wir können dieses Problem allein auch nicht lösen, aber wir wollen und wir werden alles tun, was uns möglich ist, um Fahrverbote zu vermeiden. Dabei ist es wichtig, dass nicht jeder für sich vorgeht, sondern dass wir gemeinsam handeln. Große Herausforderungen gemeinsam anpacken, das ist etwas, was die Metropolregion Rhein-Neckar schon immer ausgezeichnet hat, und so wollen wir auch dieses Problem angehen. Die Allianz der Großstädte bei der Luftreinhaltung wird zu konkreten Maßnahmen führen. Ein wesentlicher Träger wird dabei in den kommenden Jahren die rnv sein, die ja ebenfalls ein Gemeinschaftsunternehmen der drei Städte ist. Was wir jetzt brauchen, das sind unbürokratische Antragsverfahren und eine Vollfinanzierung der Maßnahmen durch Zuschüsse.“

Über die Bewilligung der Anträge will der Bund noch in diesem Jahr entscheiden. Im ersten Halbjahr 2018 soll der Masterplan dann in den beteiligten Städten erarbeitet werden. Unter den Teilnehmenden des Gipfels ist zudem ein weiteres Treffen vereinbart worden – an diesem sollen dann Vertreterinnen und Vertreter der Autoindustrie teilnehmen. Der erste Kommunalgipfel von Bundeskanzlerin Angela Merkel zum Thema Luftqualität hatte am 4. September 2017 stattgefunden.

Stadt Heidelberg, 01.12.2017


Ministerpräsident Winfried Kretschmann würdigt #HolDenOberbürgermeister

Empfang in Stuttgart nach Erfolg im bundesweiten Wettbewerb „Ausgezeichnete Orte im Land der Ideen“

Nicole Huber (Mitte), Leiterin des Referats des Oberbürgermeisters, nahm die Glückwünsche von Ministerpräsident Winfried Kretschmann und Ute Weiland, Geschäftsführerin „Deutschland – Land der Ideen“, entgegen.

Die Plattform #HolDenOberbürgermeister der Stadt Heidelberg ist vom baden-württembergischen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann für ihren Erfolg im bundesweiten Wettbewerb „Ausgezeichnete Orte im Land der Ideen“ gewürdigt worden. Der Ministerpräsident sprach am heutigen Mittwoch, 29. November 2017, im Staatsministerium in Stuttgart Nicole Huber, Leiterin des Referats des Oberbürgermeisters, seine Glückwünsche für das beispielhafte Engagement und die vorbildlichen Leistungen aus. Zehn weitere Preisträger aus Baden-Württemberg wurden ebenfalls empfangen. Eine hochkarätig besetzte Jury aus Wissenschaftlern, Wirtschaftsmanagern, Journalisten und Politikern hatte #HolDenOberbürgermeister im Juni aus rund 1.000 Bewerbungen als eines der 100 besten deutschen Projekte unter dem Motto „Offen denken – Damit sich Neues entfalten kann“ ausgewählt. Bei #HolDenOberbürgermeister können Bürgerinnen und Bürger online Projekte vorschlagen und dadurch Einfluss auf den Terminkalender von Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner nehmen.

„Möglichkeit, online Ideen und Wünsche, aber auch Sorgen einzubringen“

„Ich staune über das Spektrum der Ideen, das die hiesigen Preisträgerinnen und Preisträger in den Wettbewerb eingebracht haben. Ihre Projekte kommen aus allen Bereichen der Gesellschaft – aus der Wirtschaft, der Wissenschaft und der Verwaltung“, so Ministerpräsident Kretschmann. „Die Ideen würdigen die große Bedeutung technologischer Innovation, die in einer Zeit der technologischen Revolution für uns sehr wichtig sind. Und sie stehen für soziale Innovationen, die gerade in einer Zeit der Umbrüche wichtig sind und eine essentielle Bedeutung für den gesellschaftlichen Zusammenhalt haben.“

„#HolDenOberbürgermeister bietet eine ganz neue Form des bürgerschaftlichen Engagements und spricht durch seinen digitalen Zugang viele Bürgerinnen und Bürger an, die sich auf anderen Wegen nicht beteiligen würden. Sie haben die Möglichkeit, online ihre eigenen Ideen und Wünsche, aber auch ihre Sorgen einzubringen. Der Erfolg bei dem Wettbewerb und der heutige Empfang zeigen, wie stark #HolDenOberbürgermeister in Baden-Württemberg und auch deutschlandweit wahrgenommen wird“, sagte Nicole Huber, Mit-Initiatorin der Plattform.

Im Wettbewerb „Deutschland – Land der Ideen“ der Bundesregierung und der deutschen Wirtschaft werden herausragende Ideen für die Stadt, das Land, die digitale Welt und zum Thema Nachbarschaft gesucht. In diesem Jahr wurden Projekte ausgewählt, die durch Offenheit und Aufgeschlossenheit etwas bewegen. In der Begründung für die Auszeichnung von #HolDenOberbürgermeister hieß es: „Es braucht Offenheit für neue Lösungen, um die Zukunft zu meistern. Mit Ihrem Projekt nutzen Sie das Potential von Offenheit und leisten einen herausragenden Beitrag für die Innovationskraft und Zukunftsfähigkeit Deutschlands.“

Seit Januar 2015 können Bürgerinnen und Bürger unter www.holdenoberbuergermeister.de eigene Themen und Ideen ins Licht der Öffentlichkeit rücken. Jeden ersten Freitag im Monat wird das Projekt mit den meisten Stimmen – mindestens 100 sind erforderlich – gekürt. Die Initiatoren erhalten anschließend einen Termin mit Oberbürgermeister Prof. Würzner. Für die englischsprachigen Teilnehmenden gibt es die Plattform unter #GetTheMayor (www.getthemayor.com). Sie ist Teil der Heidelberger Digitalstrategie.

Stadt Heidelberg, 01.12.2017


Heidelberg gehört zu den zehn zukunftsfähigsten Städten Deutschlands

Städteranking der Wirtschaftswoche bescheinigt beste Zukunftsaussichten

Heidelberg gehört zu den zehn Städten Deutschlands mit den besten Zukunftschancen: Das ist das Ergebnis des aktuellen Städterankings der Wirtschaftswoche. Das renommierte Wirtschaftsmagazin führt die Universitätsstadt in ihrer Untersuchung auf dem bundesweit achten Platz in der Kategorie der zukunftsfähigsten Städte Deutschlands – vor beispielsweise Frankfurt, Karlsruhe, Mannheim, Hamburg und Berlin. Bundesweit wurden 70 kreisfreie Städte über 100.000 Einwohner untersucht.

„Das Städteranking zeigt, dass wir uns auf dem Weg hin zu einer digitalen Stadt auf einem sehr guten Weg befinden. Heidelberg gehört bundesweit zu den Städten, die über das beste Potenzial für den Aufbruch in die digitale und vernetzte Wirtschaft verfügen“, sagt Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner: „Schon jetzt bringt die Digitalisierung den Heidelbergerinnen und Heidelbergern in vielen Bereichen Vorteile, beispielsweise durch den digitalen Bürgerservice auf der städtischen Internetseite. Unser Ziel und Anspruch ist ganz klar: Wir wollen den Bürgerinnen und Bürgern noch mehr Lebensqualität im Alltag bieten. In vielen Bereichen ist Heidelberg bereits Vorreiter, ob als Wissenschaftsstadt, im Umweltschutz oder bei der Familienfreundlichkeit. Jetzt übernimmt die Stadt auch eine führende Rolle im Bereich der Digitalisierung.“

In den sogenannten Zukunftsindex zur Untersuchung der zukunftsfähigsten deutschen Städte flossen 13 Indikatoren rund um die Themen Innovation, Kreativität und Digitalisierung ein. Heidelberg punktet vor allem im Bereich der kreativen Dienstleistungen und in der Forschungsstärke, unter anderem

  • mit seinem hohen Anteil an Hochqualifizierten: Jeder dritte (35 Prozent) in Heidelberg lebende Arbeitnehmer hat einen akademischen Abschluss. In Deutschland liegt der Schnitt bei zwölf Prozent.
  • seiner hohen Abiturquote: Zuletzt schloss mehr als die Hälfe (54 Prozent) der Schülerinnen und Schüler eines Jahrgangs die Schulzeit mit dem Abitur ab (Bundesschnitt: 33 Prozent).
  • seinem großen Anteil an Beschäftigten im Bereich der Forschung und Entwicklung: Circa 71 Prozent der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze in Heidelberg entfallen auf wissensintensive Dienstleistungen und Hochtechnologie.

Daneben verfügt Heidelberg über eine sehr gute Breitbandversorgung – 88 Prozent aller Haushalte sind an schnelles Internet angeschlossen – sowie hochklassige kulturelle Angebote wie beispielsweise das Theater. Das Städteranking der Wirtschaftswoche betont auch den Stellenwert Heidelbergs als internationaler Top-Wissenschaftsstandort: Die Universität Heidelberg, die älteste Deutschlands und eine der weltweit 50 besten Universitäten, sowie zahlreiche international renommierte Forschungseinrichtung wie das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ), das Nationale Centrum für Tumorerkrankungen (NCT), das European Molecular Biology Laboratory (EMBL) und vier Max-Planck-Institute ziehen internationale Top-Wissenschaftler nach Heidelberg.

Spitzenwert bei Schulabschlüssen

In der Gesamtauswertung belegt Heidelberg mit dem 16. Rang ebenfalls einen der vorderen Plätze – noch vor Mannheim, Köln und Berlin. In das sogenannte Niveauranking fließen neben dem Zukunftsindex auch die Kategorien Arbeitsmarkt, Wirtschaftsstruktur, Lebensqualität und Immobilienmarkt ein. Heidelberg überzeugt hierbei vor allem mit seinen hervorragenden Bildungsangeboten: Von den Schulabgängern des Jahres 2015 in Heidelberg machten 98,2 Prozent einen Abschluss – der Bestwert in ganz Deutschland. Der Mittelwert aller untersuchten 70 Städte lag bei 93,8 Prozent. Heidelberg ist auch noch in einem weiteren Bereich bundesweit ganz vorne: In keiner anderen Stadt Deutschlands leben in Relation so viele jüngere Menschen. Auf einen Einwohner über 60 Jahre kommen drei Bürgerinnen und Bürger zwischen 20 und 60 Jahren.

Stadt Heidelberg, 01.12.2017


Heidelberg von der UNESCO als Vorzeige-Kommune ausgezeichnet

Jury: „Herausragendes Beispiel für die strukturelle Umsetzung von BNE auf kommunaler Ebene“

Die Stadt Heidelberg, der Ökogarten der Pädagogischen Hochschule und das Globale Klassenzimmer im Eine-Welt-Zentrum wurden für vorbildliches Engagement im Bereich Bildung für nachhaltige Entwicklung von der Deutschen UNESCO-Kommission ausgezeichnet. Die Auszeichnung für die Stadt Heidelberg nahmen Bürgermeister Wolfgang Erichson (Mitte) sowie Sabine Lachenicht (2. v. r.) und Tina Wetzel (4. v. l.) vom Amt für Umweltschutz, Gewerbeaufsicht und Energie entgegen.

Heidelberg ist zum vierten Mal von der Deutschen UNESCO-Kommission für eine beispielhafte Umsetzung des Konzeptes „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (BNE) ausgezeichnet worden. Die Auszeichnung wurde im Rahmen des UNESCO-Weltaktionsprogramms an Kommunen vergeben, die Bildung für nachhaltige Entwicklung in hoher Qualität implementieren und langfristig verankern. Heidelberg hat von drei möglichen Auszeichnungsstufen die höchste erreicht. Als Heidelberger BNE-Lernorte sind der Ökogarten der Pädagogischen Hochschule und das Globale Klassenzimmer im Eine-Welt-Zentrum ausgezeichnet worden.

Die Jury begründete ihre Entscheidung so: „Die Stadt Heidelberg kann als herausragendes Beispiel für die strukturelle Umsetzung von BNE auf kommunaler Ebene gelten. Über verschiedene Beteiligungsformate schafft es die Stadt, die Partizipation von Bürgern aller Generationen, insbesondere die der Jugend, zu stärken. Hervorzuheben sind innovative Formate wie der Jugendklimagipfel Heidelberg oder die Aktion #HolDenOberbürgermeister, die gerade für kleine und junge Initiativen die Möglichkeit bieten, die Termine des Oberbürgermeisters aktiv zu steuern bzw. das eigene Projekt in den Blick der Verwaltung und der Öffentlichkeit zu rücken. Als aktives Mitglied im Partnernetzwerk der BNE-Kommunen ist Heidelberg national gut vernetzt und platziert das Thema BNE darüber hinaus auch in internationalen Netzwerken.“

Bürgermeister Erichson: „Bildung für nachhaltige Entwicklung weiter vor Ort mit Leben füllen“

Bürgermeister Wolfgang Erichson nahm zusammen mit Sabine Lachenicht und Kristina Wetzel vom Amt für Umweltschutz, Gewerbeaufsicht und Energie den Preis beim Agendakongress in Berlin am Montag, 27. November 2017, entgegen. Er bedankte sich mit den Worten: „Die Stadt Heidelberg sieht sich durch diese Auszeichnung darin bestärkt, Bildung für nachhaltige Entwicklung weiterhin mit vielen Partnerinnen und Partnern vor Ort mit Leben zu füllen und Strukturen zur dauerhaften Verankerung aufzubauen.“

Bildung für nachhaltige Entwicklung in Heidelberg

Bildung für nachhaltige Entwicklung ermöglicht es jedem Einzelnen, die Auswirkungen des eigenen Handelns auf die Welt zu verstehen und verantwortungsvolle Entscheidungen zu treffen. Um möglichst vielen Menschen diese Einblicke zu ermöglichen, setzt die Stadt Heidelberg seit Jahren erfolgreiche BNE-Projekte wie das „E-Team-Projekt“ und Mobilitätsprojekte an Schulen um. Im außerschulischen Bereich werden durch das waldpädagogische Programm „Natürlich Heidelberg“ oder das Sport-Umwelt-Team-Projekt weitere Zielgruppen erreicht.

Heidelberg ist es ebenfalls gelungen, feste Strukturen für eine Bildung für nachhaltige Entwicklung zu etablieren: So finden Kinder in Heidelbergs städtischen Kindertagesstätten spielerisch einen Zugang zu den Themen Umwelt, Energie und fairer Handel. In der Schule wird dieses Wissen vertieft und erweitert. Die Kinder und Jugendlichen werden darin bestärkt, ihre eigenen Handlungsmöglichkeiten zu erkennen und zu nutzen. Auch in der Nachmittags- und Ferienbetreuung durch den Verein päd-aktiv e. V. ist „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ zu einem Schwerpunktthema geworden. Das Amt für Umweltschutz, Gewerbeaufsicht und Energie der Stadt Heidelberg bietet pädagogischen Fachkräften in regelmäßigen Abständen Fortbildungen zum Thema an.

Weiterführende Informationen zur Bildung für nachhaltige Entwicklung in Heidelberg sind unter www.heidelberg.de/bne zu finden.

Text: Stadt Heidelberg Foto: Deutsche UNESCO-Kommission (DUK)


Wolfsbrunnensteige: Ein Parkplatz wurde entfernt

Verwaltung prüft weitere Empfehlungen des Büros bueffee / Alternativen für Kölner Teller vorgeschlagen

Die Stadt Heidelberg hat vom Büro für Forschung, Entwicklung und Evaluation (bueffee) Empfehlungen erhalten, wie die Verkehrssicherheit in der Wolfsbrunnensteige in Schlierbach verbessert werden kann. Eine erste Maßnahme konnte die Stadt bereits umsetzen: Das Büro hatte dazu geraten, einen Parkplatz in Höhe der Wolfsbrunnensteige 10 zu entfernen, um die Verkehrssituation für Radfahrerinnen und Radfahrer auf dem Weg bergab übersichtlicher zu gestalten. Die Stadt Heidelberg ist der Empfehlung gefolgt und hat Anfang der Woche den markierten Parkstand in der Wolfsbrunnensteige verkürzt. Weitere Maßnahmen – insbesondere eine Alternative zu den Kölner Tellern – hat bueffee ebenfalls vorgeschlagen. Diese werden aktuell von der Verwaltung auf ihre Machbarkeit hin geprüft und gegebenenfalls ebenfalls zeitnah umgesetzt.

Nach einem tödlichen Fahrradunfall in der Wolfsbrunnensteige in Schlierbach am 30. Oktober 2017 hatte die Stadt Heidelberg das Büro für Forschung, Entwicklung und Evaluation (bueffee) damit beauftragt, die Verkehrssituation vor Ort unabhängig zu untersuchen. Das Büro bueffee führt auch das Sicherheitsaudit in Heidelberg durch, mit dem alle potenziellen Gefahrenstellen auf Kinder- und Schulwegen und vor Senioreneinrichtungen untersucht werden.

Ergänzend: Informationen über die aktuellen Baustellen im Stadtgebiet finden Sie im Internet unter www.heidelberg.de/baustellen.

Stadt Heidelberg, 01.12.2017


Erste Sitzung des Koordinationsbeirats „Masterplan Im Neuenheimer Feld“:
Prof. Dr. Lenelis Kruse-Graumann und Albertus L. Bujard zu Vorsitzenden gewählt

Der Masterplan Im Neuenheimer Feld soll die Grundlage für die räumliche Entwicklung des Wissenschaftsstandortes und seiner Vernetzung mit dem Umfeld bilden. Dabei ist die Einbindung aller Betroffenen wichtig: Das Beteiligungsverfahren wird von dem Koordinationsbeirat „Masterplan Im Neuenheimer Feld“ vorbereitet und gesteuert. Dazu fand am 13. November 2017 die konstituierende Sitzung des Beirats statt.

In dieser ersten öffentlichen Sitzung wählte der Beirat Prof. Dr. Lenelis Kruse-Graumann und Albertus L. Bujard zu Vorsitzenden des Gremiums. Sie werden ab sofort die Sitzungen leiten. Prof. Dr. Lenelis Kruse-Graumann ist pensionierte Professorin der Fernuniversität in Hagen und seit mehr als 20 Jahren Honorarprofessorin am Psychologischen Institut der Universität Heidelberg, mit dem Schwerpunkt Umweltpsychologie. Albertus L. Bujard ist Mitbegründer des Vereins „Bürger für Heidelberg“ und Träger des Bundesverdienstkreuzes für sein langjähriges ehrenamtliches Engagement für die Bürgergesellschaft in Heidelberg. Die weiteren Mitglieder des Beirates vertreten folgende Organisationen und Institutionen:

  • Bündnis für Bürgerbeteiligung Masterplan Im Neuenheimer Feld
  • Verein „Bürger für Heidelberg“ / Bürgerstiftung
  • Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ)
  • Max-Planck-Institut
  • Ökumenisches Seelsorgezentrum
  • Pädagogische Hochschule Heidelberg
  • Sportkreis Heidelberg
  • Stadtteilverein Bergheim e.V.
  • Stadtteilverein Handschuhsheim e.V.
  • Stadtteilverein Neuenheim e.V.
  • Stadtteilverein Wieblingen e.V.
  • Stadtverwaltung Heidelberg
  • Studentische Vertretung Wohnheim INF
  • Studierendenrat der Universität Heidelberg
  • Universität Heidelberg, Personalrat
  • Universität Heidelberg
  • Universitätsklinikum Heidelberg
  • Universitätsklinikum Heidelberg, Personalrat
  • Vermögen und Bau Baden-Württemberg Amt Mannheim und Heidelberg
  • Zoo Heidelberg

Zu Beginn der Sitzung trugen die Mitglieder des neu gegründeten Beirats zusammen, was sie unter einer gelingenden Beteiligung der Öffentlichkeit verstehen. Neben den Aspekten der verständlichen Darstellung von Informationen und einer Beteiligung, die möglichst alle Interessen und Blickwinkel einbindet, wurde auch das Ziel formuliert, die Beteiligung so zu gestalten, dass man trotz aller Kontroversen statt übereinander offen miteinander spricht und sich dabei „in die Augen schauen kann“.

Der Koordinationsbeirat „Masterplan Im Neuenheimer Feld“ berät nicht in der Sache, sondern er bespricht die Art und Weise der Bürgerbeteiligung und begleitet den Beteiligungsprozess. Eine seiner ersten Aufgaben wird sein, ein Beteiligungskonzept zu entwickeln, das die gesamte Breite der Interessen berücksichtigen soll und anschließend dem Gemeinderat zum Beschluss vorgelegt wird. Damit wird die Basis für die umfassende Beteiligung der Öffentlichkeit geschaffen. Im weiteren Masterplanverfahren wird er den Beteiligungsprozess steuern und begleiten. Die nächste Sitzung des Koordinationsbeirates soll Anfang 2018 stattfinden.

Parallel dazu werden, auf Basis der Rahmenvereinbarung zwischen Stadt, Universität und Land, die weiteren Arbeitsstrukturen für den gemeinsamen Masterplanprozess eingerichtet. Derzeit läuft die Ausschreibung des Projektmanagements und der Moderation.

Ergänzend: www.heidelberg.de/masterplan

Stadt Heidelberg, 01.12.2017


Mobilitätsnetz-Maßnahme Pfaffengrund: Eppelheimer Straße ab heute wieder regulär befahrbar

Endspurt für die Mobilitätsnetz-Maßnahme im Pfaffengrund: Der Umbau der Straßenbahngleise zwischen Henkel-Teroson-Straße / Diebsweg und Kranichweg / Kurpfalzring ist so gut wie abgeschlossen. Ab dieser Woche starten die Testfahrten sowie die Schulungen der rnv-Fahrerinnen und -Fahrer auf dem neuen Streckenabschnitt. Auch die Fahrbahn und die Ampelanlagen in diesem Bereich sind dann weitestgehend fertiggestellt. Damit kann die Eppelheimer Straße zwischen Diebsweg und Kurpfalzring wieder für den Autoverkehr in beide Richtungen freigegeben werden.

Die neue Verkehrsführung startete am Montag, 27. November 2017. Die Geschäfte in der Eppelheimer Straße sind dann wie gewohnt über die Eppelheimer Straße erreichbar. Auch die Bewohnerinnen und Bewohner des Pfaffengrundes kommen wieder bequemer ins Wohngebiet. Einzig am Baumarkt, in Höhe der ehemaligen Eisenbahnbrücke, bleibt die kleinräumige Umleitung über die Henkel-Teroson-Straße bis auf weiteres noch bestehen.

Der Schienenersatzverkehr bleibt noch bis Mitte Dezember bestehen: Ab Sonntag, 17. Dezember 2017, werden die Straßenbahnen der Linie 22 wieder durch den Pfaffengrund und erstmals auch durch Teile der Bahnstadt rollen.

Ergänzend: www.heidelberg-mobinetz.de

Stadt Heidelberg, 01.12.2017


„Ehe für alle“: gemeinsame Hochzeitszeremonie für gleichgeschlechtliche Paare in Heidelberg

In der Stadthalle geben sich über vierzig gleichgeschlechtliche Paare nun das „echte“ Ja-Wort, nachdem der Bundestag im Sommer die „Ehe für alle“ beschlossen hat. Unter den Neuvermählten sind auch Danilo Floreani und sein Mann Paolo Amerio (v.l.).

Heidelberg hat die „Ehe für alle“ mit einer ganz besonderen Veranstaltung gefeiert: Bei einem von der Stadt organisierten Festakt haben sich am Sonntag, 26. November 2017, insgesamt 44 gleichgeschlechtliche Paare erneut das Ja-Wort gegeben und damit ihre eingetragenen Lebenspartnerschaften in Ehen umgewandelt. Zu der gemeinsamen Hochzeitszeremonie im Ballsaal des Kongresshaus Stadthalle waren alle Paare eingeladen, die sich seit 2001 im Standesamt Heidelberg haben verpartnern lassen. Das Gesetz zur „Ehe für alle“ ist seit 1. Oktober 2017 in Kraft.

Bürgermeister Erichson: „Wichtiger Indikator für Gleichberechtigung und Freiheit“

Seit 2001 haben sich im Heidelberger Standesamt 321 Paare – 137 Frauenpaare und 183 Männerpaare – verpartnern lassen. Davon sind 120 Paare von Bürgermeister Wolfgang Erichson persönlich verpartnert worden. In seiner Traurede betonte er: „Seit zehn Jahren ist es mir ein persönliches Anliegen, gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaften offiziell in meiner Funktion als Bürgermeister zu begleiten und zu beurkunden, denn dies ist ein ganz wichtiger Beitrag auf dem Weg von gesellschaftlicher Toleranz zu Akzeptanz. Die Öffnung der Ehe ist für gleichgeschlechtliche Paare ein wichtiger Indikator für Gleichberechtigung und Freiheit in einer pluralen und offenen Gesellschaft, in der die Akzeptanz und der Schutz von Minderheiten die Gemeinschaft und somit das Miteinander unter den Menschen stärken.“

OB Prof. Würzner: „Sexuelle Vielfalt wird in Heidelberg nicht nur toleriert, sondern akzeptiert“

Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner beglückwünschte die Paare ebenfalls und sagte: „Die Stadt Heidelberg ist weltoffen und betreibt seit vielen Jahren aktive Antidiskriminierungsarbeit. Uns ist wichtig, dass sich Stadtgesellschaft und Politik öffentlich dazu bekennen, dass sexuelle Vielfalt in Heidelberg nicht nur toleriert, sondern akzeptiert wird. Heidelberg hat sich hier mit dem Aktionsplan ,Offen für Vielfalt und Chancengleichheit‘ und dem Beitritt zur ,Charta der Vielfalt‘ und zur ,Städtekoalition gegen Rassismus‘ einem größeren Zusammenhang verpflichtet.“

Bei der geschlossenen Veranstaltung ohne Angehörige und Publikum legten die 27 Männer- und 17 Frauenpaare jeweils einzeln das Ja-Wort ab. Für diesen formalen Akt standen Bürgermeister Wolfgang Erichson und fünf Standesbeamtinnen und -beamte zur Verfügung. Dem offiziellen Teil schloss sich zum Ausklang der Zeremonie eine kleine Feier an. Für den musikalischen Rahmen sorgte am Klavier Tom Putsch – er spendet seine Gage der „AIDS-Hilfe Heidelberg e. V.“. Ein Sponsor hat den Sekt für die Feier gespendet. Mathias Schiemer, Geschäftsführer der Heidelberg Marketing GmbH, sagte am Rande der Veranstaltung: „Ich freue mich, dass die Zeremonie hier im Ballsaal unserer Stadthalle ausgetragen wird. Die Stadt setzt damit ein Zeichen und prägt ein gleichzeitig ein sympathisches Bild der Stadt – auch das ist Tourismusmarketing!“.

Stadt Heidelberg geht gegen Rassismus, Ausgrenzung, Homo- und Trans*phobie vor

Die Stadt Heidelberg geht engagiert gegen Diskriminierung, Vorurteile und Ausgrenzung, gegen Homo- und Trans*phobie sowie gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit vor. Sie will das friedliche Zusammenleben ihrer Einwohnerinnen und Einwohner fördern. Die Veranstaltung „Ehe für alle“ ist Teil dieser Anstrengungen, ebenso wie beispielsweise der „Runde Tisch sexuelle Vielfalt“, von der Stadt im Oktober 2016 gegründet, oder das Beratungsangebot zum Thema „Sexuelle Vielfalt“. Im September 2017 hat die Stadt Danijel Cubelic als Beauftragten für die Chancengleichheit von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, transsexuellen, transgender, intersexuellen und queeren Menschen (LSBTTIQ) berufen.

Bereits im Jahr 2001 hatte die ehemalige Oberbürgermeisterin Beate Weber das historische Trauzimmer des Heidelberger Standesamtes für Schwule und Lesben geöffnet – zu einer Zeit, als sich gleichgeschlechtliche Paare das Ja-Wort andernorts noch in schmucklosen Amtsstuben geben mussten. Seit 2001 haben 321 Paare ihre Lebenspartnerschaft in Heidelberg begründet (137 Frauenpaare, 183 Männerpaare).

Hintergrund „Ehe für alle“

  • Schwule und Lesben dürfen seit 1. Oktober 2017 heiraten. Sie bekommen dann alle Rechte und Pflichten einer Ehe zwischen Mann und Frau. Dazu wird das Bürgerliche Gesetzbuch geändert. Dort heißt es: „Die Ehe wird von zwei Personen verschiedenen oder gleichen Geschlechts auf Lebenszeit geschlossen.“
  • Rechtlich sind homosexuelle und heterosexuelle Paare künftig gleich, wenn sie heiraten. Praktisch wirkt sich das vor allem beim Adoptionsrecht aus: Bislang dürfen schwule oder lesbische Paare ein Kind nämlich nicht gemeinsam adoptieren. Das wird künftig möglich sein.
  • In allen anderen Bereichen sind Ehe und Lebenspartnerschaft bereits gleichgestellt.
  • Eine bestehende eingetragene Lebenspartnerschaft wird mit Inkrafttreten des Gesetzes nicht automatisch in eine Ehe umgewandelt. Das Heidelberger Standesamt bietet Termine für die Umwandlung an. Nach der Umwandlung der Lebenspartnerschaft in eine Ehe haben die Lebenspartnerinnen oder Lebenspartner die gleichen Rechte und Pflichten, als ob sie am Tag der Begründung der Lebenspartnerschaft geheiratet hätten – die Ehe gilt also rückwirkend ab dem Tag der Verpartnerung.
  • Eine bestehende Lebenspartnerschaft kann auch bestehen bleiben, das heißt kein Paar wird gezwungen zu heiraten.
  • Wer noch nicht verpartnert ist, kann künftig nur heiraten. Die Rechtsform der eingetragenen Lebenspartnerschaft gibt es nicht mehr.

Text: Stadt Heidelberg Foto: Philipp Rothe, 01.12.2017


Heidelbergerinnen und Heidelberger mit 27 Bürgerplaketten der Stadt ausgezeichnet

Ehrenamtliche für ihren großen Einsatz für das Gemeinwohl geehrt

Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner (vorne links) ehrte verdiente Heidelbergerinnen und Heidelberger mit der Bürgerplakette der Stadt Heidelberg.

Sie alle eint ihr großer Einsatz für ihre Mitbürgerinnen und Mitbürger: Heidelbergerinnen und Heidelberger sind am Donnerstagabend, 23. November 2017, mit der Bürgerplakette der Stadt Heidelberg geehrt worden. Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner überreichte die 27 Auszeichnungen bei einer Feierstunde im Großen Rathaussaal an Bürgerinnen und Bürger der Stadt, die sich in besonderem Maße ehrenamtlich für das Gemeinwohl einsetzen.

„Bürgerschaftliches Engagement bildet das Fundament unserer demokratischen Gesellschaft. Ihr freiwilliger Einsatz für Mitbürgerinnen und Mitbürger ist daher von unschätzbarem Wert“, sagte Oberbürgermeister Prof. Würzner bei der Verleihung der Bürgerplaketten: „Durch bürgerschaftliches Engagement ist Heidelberg zu der Stadt geworden, die sie ist: eine weltoffene, tolerante Stadt der Vielfalt, in der Gemeinschaft und Solidarität großgeschrieben werden. Sie gestalten das lebendige Miteinander in Heidelberg: Sie stärken den Zusammenhalt in ihrem Stadtteil und stiften Gemeinschaftssinn in ihrem Verein. Sie unterstützen die Schwächeren der Gesellschaft und ermöglichen ihnen Teilhabe. Sie erkennen Herausforderungen und gehen sie tatkräftig an.“

Mit der Bürgerplakette 2017 wurden in den Stadtteilen ausgezeichnet: Bernhard Schwall (Boxberg), Georg Jaworek (Emmertsgrund), Christine Comtesse (Handschuhsheim), Willi Ehrhard (Handschuhsheim), Ludwig Heckmann (Handschuhsheim), Marco Jäger (Kirchheim), Silvia und Horst Schwarzer (Kirchheim), Richard Ziegler (Kirchheim), Ulrich Hammer (Neuenheim), Andreas Knorn (Neuenheim), Matteo Briante (Pfaffengrund), Hans Jürgen Fuchs-Sander (Rohrbach), Wolfgang Späth (Rohrbach), Dr. Brigitte Spannagel-van Kaick (Rohrbach), Manfred Weiser (Schlierbach), Dr. Franziska Geiges-Heindl (Weststadt), Walter Petschan (Wieblingen) und Mechthild Thewes (Ziegelhausen).

Gesamtstädtisch wurden ausgezeichnet: Dr. Horst Eichler, Carolyn Höhn, Dr. Ursula Lorenz, Manfred Trupka, Hermann Häfner, Maria Reichenbach, Margarethe Stadler, Heinz Manser sowie die Heidelberger Energiegenossenschaft.

Anerkennung bürgerschaftlichen Engagements

Im Jahr 2001 hat die Stadt Heidelberg mit der Bürgerplakette eine Ehrung geschaffen, um den Einsatz von engagierten Bürgerinnen und Bürgern für das Gemeinwesen in besonderer Weise anzuerkennen. Menschen, die sich durch ehrenamtlichen, persönlichen Einsatz für das Gemeinwohl verdient gemacht haben, können ausgezeichnet werden – unabhängig von ihrem Alter und von der Dauer des freiwilligen Engagements. Es können Einzelpersonen oder Gruppen geehrt werden. Seit 2013 werden maximal

27 Bürgerplaketten in einem Jahr verliehen – ein Großteil geht an engagierte Menschen aus den Stadtteilen, die übrigen Bürgerplaketten sind für gesamtstädtische Vorschläge reserviert.

Jedes Jahr schlagen Mitglieder der Stadtteilvereine, der Bezirksbeiräte, des Gemeinderats und der Stadtverwaltung Personen vor. Heidelberger Bürgerinnen und Bürger können über diese Gremien ebenfalls Empfehlungen aussprechen. Der Gemeinderat entscheidet über die vorgeschlagenen Kandidaten.

Die Trägerinnen und Träger der Bürgerplakette 2017:

Ausgezeichnete Bürgerinnen und Bürger aus den Stadtteilen

Bernhard Schwall (Boxberg)

Seit vielen Jahren engagiert sich Bernhard Schwall für das Miteinander im Stadtteil Boxberg und darüber hinaus. Beim Aufbau der Gemeinde St. Paul, des Kindergartens und des Gemeindezentrums beteiligte er sich maßgeblich und arbeitet bis heute aktiv in der Kirchengemeinde und auch im Stadtteilverein mit. Darüber hinaus setzt er sich als Bezirksbeirat seit mehr als 13 Jahren für die Belange des Stadtteils und seiner Bewohnerinnen und Bewohner ein.

Georg Jaworek (Emmertsgrund)

Georg Jaworek engagiert sich seit 13 Jahren als Erster Vorsitzender des VdK-Ortsverbands Boxberg-Emmertsgrund. Hier setzt er sich für Ältere, für Menschen mit Behinderung und für chronisch Kranke ein. Auch als Wahlhelfer ist er im Stadtteil aktiv und unterstützt darüber hinaus seit vielen Jahren als ehrenamtlicher Helfer die katholische St.-Paul-Gemeinde bei ihren Feierlichkeiten.

Christine Comtesse (Handschuhsheim)

Im Vorstand des Stadtteilvereins Handschuhsheim ist Christine Comtesse seit vielen Jahren ehrenamtlich tätig. Sie bringt sich in verschiedenen Arbeitskreisen und Gruppen ein und ist in Seniorenzentren aktiv. Durch ihren vielfältigen Einsatz motiviert sie weitere Helferinnen und Helfer. So trägt sie in beispielhafter Weise Sorge für ein gutes Zusammenleben der älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger im Stadtteil.

Willi Ehrhard (Handschuhsheim)

Im Jahr 1976 trat Willi Ehrhard in den MGV Liederkranz 1847 e.V. Heidelberg-Handschuhsheim ein und ist seit 1983 Mitglied des Vorstandes, heute als Ehrenvorsitzender. Sein Ehrenamt, in das auch die Jubiläen zum 150- und 160-jährigen Bestehen des Vereins fielen, führte er stets engagiert aus. In seiner Amtszeit wurde der „Junge Chor“, heute „blue notes“, gegründet. Dieser sichert die Zukunft des Vereins maßgeblich. Bis heute steht Willi Ehrhard dem Vorstand und der jungen Generation mit Rat und Tat zur Seite.

Ludwig Heckmann (Handschuhsheim)

Ludwig Heckmann ist seit vielen Jahren ehrenamtlich aktiv und engagiert sich als Kassier beim TSV Handschuhsheim, beim Kirchenchor und bei der Friedensgemeinde. In der Nachbarschaft übernimmt er Botengänge, zum Beispiel für erkrankte Nachbarn, und sorgt so für ein gutes Miteinander. Auch den Gemeindebrief und den Gemeindeboten verteilt er ehrenamtlich und kümmert sich darüber hinaus um die Plakatierung – sowohl für die Friedensgemeinde als auch den Stadtteilverein.

Marco Jäger (Kirchheim)

Der Geehrte ist eine feste Größe der Kirchheimer und Heidelberger Fastnacht. Seit 23 Jahren ist Marco Jäger Sitzungspräsident der Karnevalsgesellschaft der Polizei und hat dort die Jugendarbeit aufgebaut und maßgeblich geprägt. Engagiert und stetig setzt er sich dafür ein, den Verein und damit das Brauchtum im Stadtteil lebendig und zeitgemäß zu erhalten. Auch anderen Vereinen steht er als verlässlicher Partner mit Rat und Tat zur Seite. Seit 2015 ist er zudem 2. Vorsitzender des Heidelberger Karnevalkomitees.

Silvia und Horst Schwarzer (Kirchheim)

Für den Kleingärtnerverein Heidelberg Stadt e.V. waren Silvia und Horst Schwarzer 26 Jahre tätig und prägten diesen durch ihr Engagement. Silvia Schwarzer war als Schriftführerin aktiv und stand den wechselnden Vorständen mit ihrem Wissen zur Seite. Horst Schwarzer leitete als Beisitzer den Vergnügungsausschuss und organisierte Feste und Ausflüge. Beide unterstützen den Verein bis heute mit ihrer Erfahrung.

Richard Ziegler (Kirchheim)

Richard Ziegler ist seit 1974 Vereinsmitglied und Schatzmeister der SG Heidelberg-Kirchheim e.V. In seine Amtszeit fielen große Projekte wie der Verkauf des Vereinsgeländes, der Umzug sowie Bau- und Sanierungsmaßnahmen. Bis heute kümmert sich der Geehrte ehrenamtlich und erfolgreich um alle finanziellen Belange des mitgliederstarken Vereins. Daneben engagiert er sich bei der katholischen Kirche und als ehrenamtlicher Betreuer.

Ulrich Hammer (Neuenheim)

Der ehrenamtliche Einsatz von Ulrich Hammer ist vielfältig: Frühzeitig engagierte er sich bereits in der Kirchengemeinde und später auch über den Beruf als Gymnasiallehrer hinaus. Zehn Jahre war er stellvertretender Vorsitzender des Bundes für Vogelschutz Heidelberg, daneben Mitglied des Teams zur Vorbereitung des Naturschutzgebietes „Alter Neckar“ sowie mehrere Jahrzehnte Gewährsmann für Avifauna Baden-Württemberg. Für seinen Stadtteil setzt er sich seit 2004 im Bezirksbeirat ein und ist seit 40 Jahren im Vorstand der CDU Neuenheim tätig.

Andreas Knorn (Neuenheim)

Andreas Knorn ist seit zehn Jahren als zweiter Vorsitzender des Stadtteilvereins Neuenheim tätig und dabei maßgeblich an den Veranstaltungen im Stadtteil beteiligt. Ehrenamtlich begleitete er verschiedene Bauprojekte im Stadtteil und engagiert sich darüber hinaus seit mehreren Jahren als Jugendtrainer beim ASC Neuenheim. Als Vertreter des Stadtteilvereins ist er außerdem Mitglied im Bezirksbeirat Neuenheim.

Matteo Briante (Pfaffengrund)

Unermüdlich setzt sich Matteo Briante in allen Bereichen und Belangen der Emmausgemeinde Pfaffengrund ein. Viele Aktivitäten der Gemeinde und auch des Stadtteils wurden erst durch sein Engagement ermöglicht. Unter seiner Federführung und in Kooperation mit anderen Vereinen finden Faschingskehraus, Osterfrühstück und Erntedankfest statt. Sein Einsatz gilt dem Wohl der Gemeinde und den Begegnungen im Stadtteil. Er ist immer zur Stelle, wo Hilfe gebraucht wird.

Hans Jürgen Fuchs-Sander (Rohrbach)

Seit vielen Jahren engagiert sich Hans Jürgen Fuchs-Sander in besonderem Maße für den Stadtteil Rohrbach. Er ist Mitbegründer und Vorsitzender des Vereins Punker. Seit 2013 ist er als Vorstand des Stadtteilvereins aktiv und kümmert sich seither noch stärker um die Projekte, Anliegen und Themen der Menschen im Stadtteil. Insbesondere dank seines Einsatzes erlebte Rohrbach ein rauschendes Jubiläumsjahr 2016.

Wolfgang Späth (Rohrbach)

Als Mitglied des Stadtteilvereins ist Wolfgang Späth seit vielen Jahren federführend im Heimatmuseum Rohrbach tätig. Besonders wichtig ist es ihm, den zahlreichen Besuchern „Alt-Rohrbach“ zu vermitteln. Das alljährliche Museumsfest wäre ohne ihn kaum denkbar. Bei den Veranstaltungen des Stadtteils übernimmt er verschiedenste Aufgaben, war maßgeblich am Jubiläumszug beteiligt und engagiert sich darüber hinaus im evangelischen Männerverein.

Dr. Brigitte Spannagel-van Kaick (Rohrbach)

Seit vielen Jahren engagiert sich Dr. Brigitte Spannagel-van Kaick im Sozialdienst katholischer Frauen e.V., davon acht Jahre lang als ehrenamtliche Vorstandsvorsitzende. In dieser Zeit übernahm sie immer mehr verantwortliche Aufgaben, warb für die Erweiterung von Hilfsangeboten und erkannte wichtige Bedarfe. Auch nach ihrem Ausscheiden aus dem Vorstand bleibt sie ehrenamtlich aktiv, insbesondere in der Begleitung seelisch erkrankter Erwachsener.

Manfred Weiser (Schlierbach)

Manfred Weiser setzt sich seit Jahrzehnten für die Belange benachteiligter Kinder, Jugendlicher und junger Erwachsener in Schule und Ausbildung ein. Er begleitet auch Heranwachsende mit Behinderung und ist als ehrenamtlicher Referent und Berater tätig. Sein Engagement für Kinder und Jugendliche sowie für Integration und Inklusion begann bereits Ende der 70er Jahre und dauert bis heute an.

Dr. Franziska Geiges-Heindl (Weststadt)

Seit 2007 ist Dr. Franziska Geiges-Heindl ehrenamtliche Vorsitzende des Caritas-Verbandes Heidelberg und trägt Verantwortung für eine große Vielfalt an Aufgaben. Innerhalb der CDU Heidelberg und in der katholischen Kirche engagiert sie sich seit mehreren Jahrzehnten. Inzwischen ist sie Mitglied des Stiftungsrates der katholischen Stadtkirche Heidelberg. Auch mit zahlreichen weiteren Ehrenämtern in verschiedenen Vereinen und Institutionen hat sie sich um das Gemeinwohl verdient gemacht.

Walter Petschan (Wieblingen)

Durch vielfältiges ehrenamtliches Engagement in Wieblingen zeichnet sich Walter Petschan aus. Seit 2004 ist er Mitglied im Vorstand des Stadtteilvereins und erstellte ein umfangreiches Bildarchiv mit historischen Wieblinger Ansichten. Er beteiligte sich an der Erstellung eines Bildbands, führt regelmäßig historische Ortsführungen durch und bemüht sich um Exponate für das Ortsmuseum. Die zahlreichen Legendenschilder verdankt Wieblingen ebenfalls seinem Einsatz.

Mechthild Thewes (Ziegelhausen)

Mechthild Thewes war Elternvertreterin im Kindergarten, gründete dort den Förderverein und engagierte sich zudem an der Steinbachschule und der Theodor-Heuss Realschule. Seit 2003 ist sie aktives Mitglied im Freundeskreis des Jugendzentrums Ziegelhausen und als Kinderbeauftragte im Bezirksbeirat vertreten. Auch in der Gemeinde St. Laurentius engagiert sie sich. Ihr Einsatz bei der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen in Ziegelhausen ist außergewöhnlich.

Ausgezeichnete Bürgerinnen und Bürger sowie Gruppen aus gesamtstädtischen Vorschlägen

Dr. Horst Eichler

Seit vielen Jahren engagiert sich Dr. Horst Eichler als Geopark-Experte des UNESCO-Geoparks Bergstraße-Odenwald für die Belange Heidelbergs. Seit 2004 ist er als Veranstalter und Organisator des „Heidelberger Namibia-Tages“ aktiv und setzt Zeichen der Völkerfreundschaft. Auch als langjähriges Vorstandsmitglied der „China-Initiative Heidelberg“ und als Mitbegründer der Wählerinitiative „Die Heidelberger“ trägt er zu einer lebendigen Stadtgesellschaft bei.

Carolyn Höhn

Die Geehrte ist Leiterin der Selbsthilfegruppe Forum Gehirn e.V., Selbsthilfegruppe für Schädel-Hirn-Verletzte Heidelberg. Carolyn Höhn ist unermüdlich aktiv, um Betroffene und ihre Angehörigen in dieser schwierigen Situation zu unterstützen, Hilfsmöglichkeiten zu finden sowie die Tagesförderstätte als Einrichtung zu sichern. Ihr vorbildlicher Einsatz geht weit über das übliche Maß hinaus und verleiht den Anliegen der Schädel-Hirn-Verletzten eine Stimme.

Dr. Ursula Lorenz

Seit 1993 ist sie Mitglied bei den Freien Wählern und übte für diese ihr Stadtratsmandat aus. Über 17 Jahre war sie ein engagiertes Mitglied im Gemeinderat und hat sich zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger Heidelbergs eingesetzt. Daneben engagierte sie sich als Ärztin über das übliche berufliche Maß hinaus für junge Familien mit Migrationshintergrund, alleinerziehende Mütter und Schwangere in schwieriger sozialer Lage.

Manfred Trupka

Jugendaustausche sind ein wichtiger Baustein der Städtepartnerschaft zwischen Montpellier in Frankreich und Heidelberg. Seit 1994 ist Manfred Trupka ein wichtiger ehrenamtlicher Organisator dieser Begegnungen. Viele Jugendliche haben durch sein Engagement einen direkten Zugang zur Städtepartnerschaft gefunden. Seine authentische und insbesondere frankophile Art des Umgangs sind eine Bereicherung des Austauschs und der Partnerschaft.

Hermann Häfner

Seit mehr als 40 Jahren engagiert sich Hermann Häfner für die Belange des Orchestervereins 1892 e.V., bei dem er seit 1975 ununterbrochen das Amt des Ersten Vorsitzenden ausübt. Er kümmert sich insbesondere um die organisatorischen Belange des Vereins. Musikfeste, Partnerschaften mit anderen Vereinen und Orchestern sowie die intensive Jugendarbeit des Orchestervereins wurden und werden durch ihn geprägt und vorangetrieben.

Maria Reichenbach

Die Geehrte engagiert sich seit der Gründung des Seniorenzentrums Handschuhsheim im Jahr 1995 in der Küche, bei Spiele-Nachmittagen und Ausflügen. Darüber hinaus arbeitet sie in der katholischen Kirchengemeinde Pfaffengrund aktiv im Vorstand der Frauengemeinschaft mit. Durch ihre mehr als 20-jährige Tätigkeit als ehrenamtliche Helferin trägt sie zu einem selbstbestimmten Leben bei und gestaltet das Gemeinwesen mit. Vielen älteren Menschen ist sie damit ein Beispiel.

Margarete Stadler

Seit vielen Jahren bringt sich Margarete Stadler aktiv im Stadtteil Ziegelhausen für ihre Mitbürgerinnen und Mitbürger in das Vereinsleben ein. Besonders wichtig sind ihr der Gesangverein Liederkranz 1896 Ziegelhausen e.V. und ein gutes Miteinander aller Bewohnerinnen und Bewohner des Stadtteils. Die Pflege des Chorgesangs bei Anlässen im gesamten Stadtgebiet – wie beispielsweise dem „Singenden Schloss“ oder der „Singenden Altstadt“ – zählt ebenfalls zu ihren Aktivitäten.

Heinz Manser

Seit über einem halben Jahrhundert ist Heinz Manser im Eisenbahnersportverein Rot-Weiß Heidelberg aktiv. Ob als Mitglied, langjähriger Kassier oder zwölf Jahre lang als Erster Vorsitzender – sein Einsatz war stets beispielhaft. Ebenfalls seit über 50 Jahren engagiert er sich auch im Bahn-Sozialwerk und in der Eisenbahnergewerkschaft. Große Verdienste hat er sich bei den Verhandlungen über die Umsiedlung des Vereins an den heutigen Standort an der Speyerer Schnauz erworben. Seit Ende April ist Heinz Manser Ehrenvorsitzender des Vereins.

Heidelberger Energiegenossenschaft eG

Das Team der Heidelberger Energiegenossenschaft – stellvertretend nahmen Nicolai Ferchl und Andreas Gißler die Bürgerplakette entgegen – hat seit 2010 einen erheblichen Beitrag zur Förderung von erneuerbaren Energien und Klimaschutz in Heidelberg geleistet. Besonderen Einsatz forderte die Gründung und der Aufbau der genossenschaftlichen Strukturen und das komplette ehrenamtliche Management der Organisation.

Text: Stadt Heidelberg Foto: Philipp Rothe, 01.12.2017


Winter-Hilfe für Obdachlose

Bedarf an Übernachtungsplätzen in den kalten Monaten in Heidelberg gut abgedeckt

Die Stadt Heidelberg hat in Kooperation mit dem Katholischen Verein für soziale Dienste in Heidelberg (SKM) seit 16. November wieder ihr Winter-Notquartier im Stadtteil Rohrbach geöffnet. Bis Ende März 2018 gibt es hier zusätzlich 24 Übernachtungsplätze für wohnungslose Menschen, darunter fünf Plätze für Frauen, die ihren Lebensmittelpunkt in Heidelberg haben.

Die Suche nach Unterkünften gerade in der kalten Jahreszeit ist für viele Wohnungslose von existenzieller Bedeutung. Der SKM geht von rund 70 Personen aus, die momentan in Heidelberg obdachlos leben. „Die Nutzungszahlen der vergangenen Jahre zeigen, dass die vorhandenen Schlafplätze ausreichend sind“, berichtet die Leiterin des Amtes für Soziales und Senioren der Stadt Heidelberg Angelika Haas-Scheuermann. Zu beobachten sei, so Haas-Scheuermann, dass Menschen ohne festen Wohnsitz in der Winterzeit teils auch bei Verwandten oder Freunden unterkommen oder aus unterschiedlichsten persönlichen Gründen Angebote nicht annehmen.

In Heidelberg stehen für wohnungslose Menschen neben dem Winterquartier folgende Hilfsangebote zur Verfügung:

  • bis zu 80 Plätze bei Obdach e.V. im ganzen Stadtgebiet;
  • bis zu 70 Plätze im Wichernheim der evangelischen Stadtmission in der Altstadt;
  • 4 Plätze für wohnungslose Frauen im Mörgelgewann in Kirchheim (betreut durch die evangelische Stadtmission);
  • 6 Plätze zur Betreuung in eigenem Wohnraum und zur nachgehenden Betreuung (betreut durch die evangelische Stadtmission) im gesamten Stadtgebiet;
  • 5 Plätze zur Betreuung von jungen Volljährigen (betreut durch die Jugendagentur Heidelberg) in verschiedenen Stadtteilen;
  • 1 Tagesstätte mit Fachberatung für wohnungslose Menschen im Karl-Klotz-Haus in der Weststadt (betrieben durch den SKM);
  • 1 Tagesstätte mit Fachberatung für wohnungslose Frauen im „FrauenRaum“ im Mörgelgewann 17/2 in Kirchheim (betrieben durch den SKM)

Im Vergleich zu anderen Städten Baden-Württembergs gibt es in Heidelberg ein überdurchschnittlich großes Angebot an Plätzen im ambulant betreuten Wohnen sowie die speziellen Angebote für wohnungslose Frauen. Daneben finanziert die Stadt Heidelberg eine Streetwork-Stelle. Ein Sozialarbeiter und eine Sozialarbeiterin sind so direkte Ansprechpartner für Menschen auf der Straße. Außerdem gibt es die Fachstelle für Wohnungsnotfälle der Stadt Heidelberg, die Unterkünfte für wohnungslose Menschen bereitstellt, diese bei der Wohnungssuche unterstützt und hilft, bestehenden Wohnraum zu sichern, wenn ein Verlust droht.

Kontakt
Fachstelle für Wohnungsnotfälle und Flüchtlinge, Amt für Soziales und Senioren der Stadt Heidelberg
Fischmarkt 2, 69117 Heidelberg, Telefon 06221 58-37000.

Stadt Heidelberg, 01.12.2017


Baustellen in und um Heidelberg

Übersicht über die aktuellen Baustellen in der Zeit vom 27. November bis 3. Dezember 2017

  • A 656: Fahrbahneinengung von vier auf zwei Fahrstreifen wegen Brückenbauarbeiten im Bereich Friedrichsfeld; Umleitungsempfehlung über A 6 oder B 535.
  • B 37: Sanierung der Fahrbahn in Neckargemünd sowie der Friedensbrücke durch das Regierungspräsidium Karlsruhe; B 37 Bahnhofstraße in Richtung Heidelberg bis voraussichtlich Mitte Dezember 2017 gesperrt, Umleitung über Friedensbrücke und L 534.
  • Alte Eppelheimer Straße: Kanal- und Leitungsarbeiten sowie Fahrbahnsanierung zwischen Mittermaierstraße und Bluntschlistraße; bis voraussichtlich Ende März 2018 zwischen Mittermaierstraße und Kirchstraße halbseitig gesperrt, Durchfahrt in Richtung Innenstadt frei; auch Radverkehr betroffen.
  • Czernyring: Vorbereitende Arbeiten für das Mobilitätsnetz-Projekt Straßenbahn Bahnstadt und den Umbau des Czernyrings, bis voraussichtlich Mitte Dezember 2017 zwischen Czernybrücke und westlicher Ast Max-Planck-Ring in beide Richtungen gesperrt; Umleitung über Kurfürsten-Anlage, Lessingstraße und Montpellierbrücke.
  • Eppelheimer Straße (I): Umbau der Gleistrasse zwischen Henkel-Teroson-Straße und Kranichweg sowie Neubau der Autobahnbrücke über die A 5 zwischen Pfaffengrund und Eppelheim im Rahmen des Mobilitätsnetzes Heidelberg bis voraussichtlich Sommer 2018; stadteinwärts in Höhe alte Eisenbahnbrücke gesperrt, Umleitung über Henkel-Teroson-Straße; Straßenbahnen der Linie 22 durch Busse ersetzt; zwischen Pfaffengrund und Eppelheim Umleitung über Friedrich-Schott-Brücke.
  • Eppelheimer Straße (II): Hochbauarbeiten Westarkaden, südlicher Geh- und Radweg zwischen Da-Vinci-Straße und Czernyring bis voraussichtlich Ende Oktober 2019 vollgesperrt, Radverkehr wird auf der Fahrbahn geführt.
  • Im Emmertsgrund: Sanierung des Fußgängerstegs am Forum bis voraussichtlich Ende Februar 2018; Zufahrt zur Jellinekstraße in Höhe Forum, Umleitung über Straße Im Emmertsgrund.
  • Herrenwiesenstraße: Wegen Leitungsarbeiten und Fahrbahnsanierung zwischen Achim-von-Arnim-Straße und Rathausstraße bis voraussichtlich Ende Dezember 2017 voll gesperrt; Umleitung über Rathausstraße; Zufahrt zu den Grundstücken bedingt frei.
  • Neuenheimer Landstraße: Private Baumaßnahme in Höhe Hausnummer 48 bis voraussichtlich Ende Juli 2018, wochentags zwischen 9 und 15 Uhr halbseitig gesperrt mit Ampelregelung.
  • Neuer Weg: Straßen- und Stützmauersanierung zwischen Neckarhangweg und Stiftweg bis Sommer 2018, zwischen Neckarhangweg und Am Büchsenacker vollgesperrt.
  • Plöck: Hochbauarbeiten in Höhe St.-Anna-Gasse; beengte Fahrbahn, Radverkehr in Richtung Sofienstraße wird über Nadlerstraße und Friedrich-Ebert-Anlage umgeleitet.
  • Steigerweg: Hangsicherung oberhalb Bergfriedhof bis voraussichtlich 8. Dezember 2017; zwischen Hausnummer 65 und Kreuzung Steigerweg / Kühruhweg voll gesperrt; Buslinie 39 wird umgeleitet.
  • St.-Peter-Straße: Grundsanierung zwischen Karlsruher Straße und Von-der-Tann-Straße bis voraussichtlich Mitte Mai 2018; zwischen Karlsruher Straße und Kreuzung Heidelberger Straße bis voraussichtlich Dezember 2017 gesperrt; Verkehr wird kleinräumig umgeleitet.
  • Theaterstraße: Abrissarbeiten am Gebäude Hauptstraße 110 bis voraussichtlich Ende 2017; Baustellenverkehr wird in der Plöck mit Ampeln entgegen der Einbahnstraße zur Theaterstraße geführt.
  • Zeppelinstraße: Grundsanierung zwischen Richard-Wagner-Straße und Blumenthalstraße; bis voraussichtlich Dezember 2017 zwischen Mozartstraße und Blumenthalstraße voll gesperrt; auch Radverkehr betroffen.

Ergänzend: www.heidelberg.de/baustellen

Stadt Heidelberg


Heidelberg will Betreuungsgebühren für einkommensschwache Familien abschaffen

Kinder von Familien mit Heidelberg-Pass sollen ab dem ersten Lebensjahr kostenfrei betreut werden

Ab 1. September 2018 sollen Kinder aus einkommensschwachen Familien vom ersten Lebensjahr bis zum Schuleintritt kostenfrei Krippen, Kindergärten oder Tagespflege besuchen können – inklusive Mittagessen. Die Stadt übernimmt dann die anfallenden Kosten. „Wenn der Gemeinderat dieser Maßnahme in seiner Sitzung am 14. Dezember zustimmt, ist das ein Meilenstein in der Heidelberger Sozialpolitik“, sagt Sozialbürgermeister Dr. Joachim Gerner. „Unser Ziel ist es, jedem Kind in Heidelberg eine Betreuung zu ermöglichen – und zwar unabhängig vom Einkommen der Eltern. Kein Kind soll, weil das Geld zu Hause knapp ist, eine Krippe oder Kita nicht besuchen können“, so Gerner.

Was das geplante Heidelberger Angebot aus anderen heraushebt: Nirgendwo sonst in Deutschland gibt es die Betreuung bis zu zehn Stunden täglich mitsamt Mittagessen kostenfrei. Das Angebot soll für Familien mit dem sogenannten Heidelberg-Pass beziehungsweise Heidelberg-Pass+ gelten. Voraussetzung hierfür ist, dass die Familien Sozialleistungen wie Wohngeld oder Kindergeldzuschlag beziehen oder deren monatliches Nettoeinkommen einen festgelegten Betrag nicht überschreitet, beispielsweise bei Alleinerziehenden mit einem Kind 1.500 Euro, bei Eltern mit zwei Kindern sind es 2.150 Euro.

Beide Pässe ermöglichen einkommensschwächeren Familien ein Bündel von Vergünstigungen insbesondere in den Bereichen Kinderbetreuung, Bildung, Freizeit und Kultur sowie Öffentlicher Nahverkehr. Bisher gibt es für Familien mit Heidelberg-Pässen eine Kostenbefreiung für drei Kindergartenjahre. Davon profitieren aktuell 700 Kinder. Die Betreuung in Krippen ist nicht kostenfrei.

Künftig würden sich für eine Familie mit zwei Kindern, die eine städtische Krippe besuchen, Entlastungen von bis zu 400 Euro ergeben – bei freien Trägern, die nicht das städtische Entgeltsystem übernommen haben, fallen die Summen sogar deutlich höher aus.

Die geplante Ausweitung des Angebots ist Teil eines größeren Maßnahmenbündels im Zuge der Anpassung des Entgeltsystems für städtische Kindertageseinrichtungen. Angestoßen durch den Gemeinderat sollen einkommensschwächere Familien künftig stärker entlastet werden, Besserverdiener sollen etwas höhere Beträge als bisher für die Kinderbetreuung zahlen. Der Gemeinderat berät hierüber erstmals im Jugendhilfeausschuss am 28. November 2017.

Spitze bei der Kinderbetreuung

In Heidelberg bieten mehr als 40 Träger in über 120 Kindertageseinrichtungen rund 6.250 Betreuungsplätze für Kinder von der Geburt bis zum Schuleintritt an, mehr als zwei Drittel sind Ganztagesplätze. Mit einer Versorgungsquote für Kinder unter drei Jahren von rund 51,3 Prozent und einer Vollversorgung im Kindergartenbereich (3 bis 6 Jahre) belegt Heidelberg seit Jahren einen Spitzenplatz innerhalb der westlichen Bundesländer. Für die Kinderbetreuung investiert die Stadt 2017 und 2018 insgesamt mehr als 147 Millionen Euro.

Stadt Heidelberg


Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner empfing Botschafter des Libanon

Der Botschafter des Libanon Dr. Mustapha Adib (rechts) überreichte gemeinsam mit Klaus Steinbrenner (von links) und Dr. Joseph Azzi vom Verein für Deutsch-Libanesische Zusammenarbeit Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner eine libanesische Pinie als Geschenk an die Stadt Heidelberg.

Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner hat den Botschafter des Libanon Dr. Mustapha Adib empfangen. Heidelbergs Stadtoberhaupt und Dr. Adib sprachen bei dem Treffen im Rathaus unter anderem über Perspektiven der zukünftigen Zusammenarbeit und des gegenseitigen Austausches. Außerdem ging es auch um die enormen Herausforderungen für den Libanon durch die Zuwanderung von vor allem Bürgerkriegsflüchtlingen aus dem Nachbarland Syrien sowie Möglichkeiten der Hilfe für das Land am Mittelmeer: Schätzungsweise rund 1,5 bis 2 Millionen Menschen sind mittlerweile in den Libanon geflüchtet. Damit machen Menschen auf der Flucht ein Viertel der Bevölkerung des Libanon aus.

Dr. Adib ist seit Juli 2013 Botschafter der Libanesischen Republik in Deutschland mit Sitz in Berlin. Gemeinsam mit Dr. Joseph Azzi, Präsident des Vereins für Deutsch-Libanesische Zusammenarbeit, sowie Vizepräsident Gerhard Steinbrenner und Schatzmeister Klaus Wanner überreichte Dr. Adib Oberbürgermeister Prof. Würzner als Geschenk für die Stadt Heidelberg eine vom Verein gestiftete Pinie. Der zehn Jahre alte Baum stammt ursprünglich aus dem Libanon und soll nun als Zeichen der Verbundenheit in Heidelberg eine neue Heimat finden.

Im Jahr 2009 hatte der Verein für Deutsch-Libanesische Zusammenarbeit der Stadt Heidelberg bereits eine Libanon-Zeder geschenkt. Diese wurde in der Grünanlage bei der Stadtbücherei eingepflanzt. Da aufgrund der zu erwartenden Größe der Pinie – die Bäume können bis zu 30 Meter hoch werden – an dieser Stelle nicht mehr ausreichend Platz vorhanden ist, soll der Baum am Philosophenweg eingepflanzt werden.

Stadt Heidelberg


Sich wehren lernen – Kurse zur Selbstbehauptung

Stadt Heidelberg finanziert Workshops beim Verein Frauennotruf

Wie verhalte ich mich in Situationen, die mir gefährlich erscheinen? Wie lasse ich solche Situationen gar nicht erst entstehen? Wie reagiere ich, wenn ein Bekannter übergriffig wird? Antworten auf solche und andere Fragen bekommen Frauen in Selbstbehauptungskursen. Die Stadt Heidelberg finanziert diese Kurse seit April 2016. Sie sind ein Baustein, mit dem das Sicherheitsempfinden der Heidelberger Bevölkerung gestärkt werden soll. Der Verein „Frauennotruf gegen sexuelle Gewalt an Frauen und Mädchen Heidelberg“ bietet die Selbstbehauptungskurse an. Ziel ist es, Übergriffe in den jeweiligen Situationen frühzeitig zu erkennen, sich davor entsprechend zu schützen oder sie erfolgreich abzuwehren. Die Frauen lernen, ihre persönlichen Grenzen ernst zu nehmen und deutlich zu machen. Die eigenen Stärken sollen bewusst wahrgenommen und gestärkt werden.

Nächste Kurstermine 2017

Ein Kurs dauert sechs Stunden. Pro Seminar können acht bis zwölf Frauen ab 18 Jahren teilnehmen. Die Kurse sind kostenlos und finden jeweils von 18 bis 21 Uhr im Forum am Park, Poststraße 11, 69115 Heidelberg, statt. Kursleiterin ist Edith Kutsche. Sie ist unter anderem Wen-Do-Trainerin und Fachberaterin für Psychotraumatologie. Die nächsten Kurstermine:

  • Montag und Dienstag, 4. und 5. Dezember,
  • Montag und Dienstag, 11.und 12. Dezember.

Interessierte Frauen können sich bis jeweils zwei Tage vor Kursbeginn anmelden: per E-Mail an  info@frauennotruf-heidelberg.de oder telefonisch unter 06221 181622.

Stadt investiert in den Schutz und die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger

Für die Selbstverteidigungs-Workshops erhält der Frauennotruf von der Stadt Heidelberg rund 13.300 Euro pro Jahr. Der Schutz und die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger haben für die Stadt Heidelberg einen hohen Stellenwert. Mit umfangreichen Anstrengungen im Rahmen des Netzwerkes der Kommunalen Kriminalprävention leistet die Stadt ihren Beitrag dafür. Jedes Jahr investiert sie in eigene Projekte und Maßnahmen 30.000 Euro. Außerdem fördert sie externe Akteure der Kommunalen Kriminalprävention wie Vereine und Institutionen. Insgesamt hat der Gemeinderat im Doppelhaushalt 2017/2018 pro Jahr für die Kriminalprävention rund 520.000 Euro beziehungsweise etwa 540.000 Euro bewilligt.

Stadt Heidelberg


Neue Broschüre „Deutschkurse in Heidelberg für Zugewanderte“ – in sieben Sprachen erhältlich

In Heidelberg gibt es viele Anbieter für Deutschkurse. Die große Auswahl macht es Menschen mit Migrationshintergrund schwer, den richtigen Kurs zu finden. Als Orientierungshilfe hat das Amt für Chancengleichheit der Stadt Heidelberg jetzt die Broschüre „Deutschkurse in Heidelberg für Zugewanderte“ herausgebracht. Die neue Publikation bildet die Vielfalt der preiswerten Sprachkursangebote in Heidelberg für erwachsene Zugewanderte ab.

Die 15-seitige Broschüre „Deutschkurse in Heidelberg für Zugewanderte“

  • bietet eine Übersicht über günstige Sprachkurse der Stadt Heidelberg, von Vereinen und wohltätigen Organisationen
  • gibt Informationen zu den in Heidelberg durchgeführten Integrationskursen und berufsbezogenen Sprachkursen vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF)
  • benennt die Zielgruppen und Teilnahmevoraussetzungen der Deutschkurse
  • ist erhältlich in sieben Sprachen: Deutsch, Englisch, Französisch, Türkisch, Farsi, Arabisch und Russisch
  • listet Ansprechpartnerinnen und -partner sowie deren Kontaktdaten auf

Die Broschüre richtet sich direkt an Menschen, die Deutsch lernen wollen, eignet sich aber zugleich als Hilfsmittel für Multiplikatorinnen und Multiplikatoren sowie und Beraterinnen und Berater im Arbeitsfeld „Bildung und Migration & Integration“. Sie ist ab sofort beim Amt für Chancengleichheit für den Eigenbedarf und zur Weiterverbreitung per E-Mail an chancengleichheit@heidelberg.de bestellbar.

Stadt Heidelberg


Breitbandausbau: Stadt Heidelberg erhält Förderung des Landes in Höhe von rund 1,5 Millionen Euro

Ausbau von schnellem Internet in bislang unterversorgten Gebieten

Ministerialdirektor Julian Würtenberger überreichte Nicole Huber, Leiterin des Referats des Oberbürgermeisters, am 22. November 2017 in Stuttgart den Förderbescheid zum Breitbandausbau.

Heidelberg/Stuttgart - Die Stadt Heidelberg erhält Fördermittel des Landes Baden-Württemberg in Höhe von rund 1,5 Millionen Euro zum weiteren Ausbau der Breitbandversorgung. Julian Würtenberger, Ministerialdirektor im Ministerium für Inneres, Digitalisierung und Migration, hat den Förderbescheid am Mittwoch, 22. November 2017, in Stuttgart an Nicole Huber, Leiterin des Referats des Oberbürgermeisters, übergeben. Anfang August hatte die Stadt bereits eine Förderzusage des Bundes für den Breitbandausbau von rund 3,8 Millionen Euro erhalten. Das Land unterstützt nun das Förderprogramm des Bundes mit zusätzlichen Mitteln. Mit Hilfe der Fördermittel möchte die Stadt in den kommenden Jahren bislang unterversorgte Gebiete Heidelbergs an schnelles Internet mit mehr als 50 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) anbinden.

„Wir freuen uns sehr, dass sich auch das Land am Ausbau von schnellem Internet in bislang unterversorgten Gebieten in Heidelberg beteiligt. Leider halten auch in Heidelberg private Telekommunikationsunternehmen den Ausbau der Breitbandversorgung in einzelnen Gebieten nicht für lohnenswert. Daher wird die Stadt Heidelberg investieren, um die Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen an diesen ,weißen Flecken‘ an schnelles Internet anzubinden. Die Gesamtfördersumme von rund 5,3 Millionen Euro durch den Bund und das Land hilft uns dabei sehr“, sagte Nicole Huber, die als Leiterin des OB-Referats für die Koordinierung des Fördermittelantrags zuständig ist.

Mehrere Tausend Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen erhalten schnelles Internet

Die Versorgung mit schnellem Internet ist grundsätzlich Aufgabe der privaten Telekommunikationsunternehmen. Als unterversorgte Bereiche gelten Stadtgebiete, in denen in den kommenden drei Jahren kein Ausbau durch Telekommunikationsunternehmen auf mindestens 30 Mbit/s zu erwarten ist, da diese dort keine ausreichende Rentabilität sehen.

Als unterversorgte Gebiete in Heidelberg gelten insbesondere:

  • Teilbereiche von Schlierbach, Ziegelhausen und Neuenheim (Ludolf-Krehl-Straße),
  • äußere Wohnbereiche (Königstuhl, Kohlhof, Kurpfalzhöfe, Neurott und Grenzhof),
  • die Gewerbegebiete Fabrikstraße, Handschuhsheim-Nord, Hardtstraße, Im Bosseldorn, Pfaffengrund, Rohrbach-Süd, Weststadt, Wieblingen-Süd, Wieblingen-West,
  • die noch zu entwickelnde Konversionsfläche Patrick-Henry-Village.

Mit Hilfe der Fördergelder will die Stadt diese Gebiete nun mit schneller Datenübertragung von mindestens 50 Mbit/s ausstatten. Von dem Breitbandausbau werden rund 3.500 Bürgerinnen und Bürger in insgesamt circa 1.600 Haushalten profitieren. Hinzu kommen die künftig circa 10.000 Bewohnerinnen und Bewohner von Patrick-Henry-Village sowie zahlreiche Unternehmen in den Gewerbegebieten. Durch die Förderung von Bund und Land können voraussichtlich rund 70 Prozent der Kosten gedeckt werden.

Deutlicher Ausbau der Breitbandversorgung in den vergangenen Jahren

Die Breitbandversorgung in Heidelberg ist in den vergangenen Jahren deutlich ausgebaut worden: Mittlerweile sind rund 88 Prozent aller Haushalte in Heidelberg mit einer Übertragungsrate von mindestens 50 Mbit/s angeschlossen – landesweit sind es lediglich 78 Prozent. Bei dieser Geschwindigkeit ist ein Lied etwa in einer Sekunde aus dem Internet heruntergeladen, ein zweistündiger Film in circa drei bis vier Minuten. Die insgesamt positive Situation in Heidelberg ergibt sich durch den Breitbandausbau durch private Telekommunikationsanbieter sowie durch die Stadtwerke Heidelberg und die Gesellschaft für Grund- und Hausbesitz mbH Heidelberg (GGH).

Stadt Heidelberg


Aufruf an Vereine: gemeinsame Programmpunkte für die „Internationalen Wochen gegen Rassismus 2018“

Das Interkulturelle Zentrum der Stadt Heidelberg (IZ) sucht Vereine, die sich mit gemeinsamen Programmpunkten an den „Internationalen Wochen gegen Rassismus 2018“ beteiligen wollen. Diese finden vom 12. bis 25. März 2018 statt. In den vergangenen Jahren haben zahlreiche Heidelberger Organisationen und Vereine zum Erfolg der Aktionswochen beigetragen und damit ein klares Signal für eine vielfältige, weltoffene Stadt gesetzt.

Anmeldung bis 4. Dezember 2017

Im Jahr 2018 stellt das IZ die Kooperation zwischen entsprechenden Akteurinnen und Akteuren in den Mittelpunkt der Aktionswochen. Damit soll das gemeinsame Engagement innerhalb der Stadtgesellschaft gegen Rassismus sichtbarer werden. Aus diesem Grund werden Heidelberger Institutionen und Vereine gesucht, die gemeinsame Programmpunkte anbieten. Die Zahl der engagierten Organisationen soll sich nicht verringern, doch hofft das IZ, durch Netzwerktreffen dieses Jahr die Zahl der Kooperationen zu erhöhen. IZ-Leiterin Jagoda Mariniҫ betont: „Weniger Veranstaltungen mit höherer Qualität und engerer Zusammenarbeit der Akteure sind das Ziel für die Aktionswochen 2018. Das Programm bleibt hochwertig und abwechslungsreich, doch zugleich überschaubarer und für die Gäste planbarer. Auch die Stadtgesellschaft als Ganzes kann durch die gebündelte Organisation mehr Institutionen und Engagierte pro Abend kennenlernen.“

Die Anmeldung eines Programmpunktes ist möglich bis Montag, 4. Dezember 2017. Das Anmeldeformular und weitere Informationen gibt es im Internet unter www.iz-heidelberg.de, Fragen beantwortet das Team des Interkulturellen Zentrums unter Telefon 06221 58-15600 oder per E-Mail an iz@heidelberg.de.

Stadt Heidelberg


Heidelberg, 25 Jahre nach Rio: Global denken, lokal handeln

Die Umweltkonferenz hat die Stadtentwicklung spürbar beeinflusst

Die erste Konferenz der Vereinten Nationen über Umwelt und Entwicklung fand im Jahr 1992 in Rio de Janeiro statt. Die Konferenz verabschiedete damals die „Agenda 21“. Wichtigste Akteure für die Umsetzung sollten die Kommunen sein. Die Impulse von Rio haben auch die Heidelberger Stadtentwicklungspolitik stark beeinflusst.

Unter dem Motto „Rio verhandelt – Heidelberg handelt“ startete die Stadt Heidelberg damals ihre Klimaschutzkampagne. Grundlage war das bereits vorhandene Klimaschutzkonzept – eines der ersten in Deutschland. Rio gab einen sehr starken Anstoß, den lokalen Klimaschutz und die nachhaltige Kommunalpolitik zu intensivieren. Der 1997 verabschiedete Stadtentwicklungsplan ist heute noch der Maßnahmenkatalog, der die Richtung vorgibt hin zu einer nachhaltigen und damit zukunftsfähigen Kommune. Seit 1992 hat sich Heidelberg zu einer der erfolgreichsten Städte im kommunalen Klimaschutz entwickelt. Ziel des aktuellen Klimaschutzkonzeptes „Masterplan 100 % Klimaschutz“ ist die Klimaneutralität bis zum Jahr 2050 (www.heidelberg.de/masterplan100).

OB Prof. Dr. Würzner: „Klimaschutz sollte zum selbstverständlichen Bestandteil unserer Entscheidungen werden“

Heidelbergs Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner setzt sich konsequent für den Klimaschutz ein. Seit 2006 ist er Vorsitzender des europäischen Netzwerks „Energy Cities“. Zu der Frage nach den Herausforderungen, die auf die Kommunen in den nächsten 25 Jahren warten, sagt er: „Nachhaltigkeit und Klimaschutz muss bei den Menschen ankommen. Klimaschutz sollte zum selbstverständlichen Bestandteil unserer Entscheidungen im privaten Bereich, im Arbeitsleben und in der Politik werden. Die Kommunen und die Regierungen müssen hierfür die Voraussetzungen schaffen. Dazu gehören: regenerative Energieversorgung. Energieeffizienz, Anreize für Sanierungen und Neubau. Nur wenn viele lokal und national handeln, kann sich global etwas ändern.“

Heidelberg – Vorreiter in Sachen Klimaschutz

Klimaschutz und Nachhaltigkeit wurden integraler Bestandteil der Stadtentwicklung. Ob Stadtplanung, Verkehrsplanung oder Abfallverwertung – alles städtische Handeln muss seither auf Nachhaltigkeit geprüft werden. Eine Auswahl Heidelberger Klimaschutz-Projekte:

  • Bahnstadt: weltweit größte Passivhaussiedlung. Mit der Bahnstadt hat Heidelberg ein Klimaschutzprojekt mit internationalem Vorbildcharakter auf den Weg gebracht: Für den gesamten Stadtteil und für alle Gebäudetypen gilt der Passivhaus-Standard. Der verbleibende, minimale Heizenergiebedarf wird durch Fernwärme gedeckt, vollständig erzeugt aus regenerativer Energie durch ein neues Holzkraftwerk in der Nachbarschaft. Auf dem Areal entsteht ein funktionsgemischter Stadtteil mit Raum für Wohnen, Wissenschaft und Gewerbe.
  • Ausbau der Straßenbahn. Die Stadt investiert viel in Alternativen zum Autoverkehr. Nachdem bundesweit jahrzehntelang Straßenbahn-Trassen stillgelegt wurden – auch in Heidelberg –, baut die Universitätsstadt jetzt ihr Straßenbahnnetz aus. Derzeit sind im Rahmen des „Mobilitätsnetzes“ drei Projekte parallel im Bau. Investitionsvolumen: mehr als 60 Millionen Euro. Ziel: täglich 10.000 Fahrgäste mehr, davon 7.000 bisherige Autofahrer.
  • Förderung regenerativer Energie: Dezentrale, erneuerbare Energien sind ein maßgeblicher Baustein in der Energiewende. Heidelberg baut daher die Eigenerzeugung auf Basis von erneuerbaren Energien konsequent aus und erweitert zudem das Fernwärmenetz kontinuierlich. Der Anteil erneuerbarer Energien an der Fernwärme beträgt aufgrund des 2014 eingeweihten Holz-Heizkraftwerk sowie mehrerer neuer Biomethan-Blockheizkraftwerke inzwischen rund 20 Prozent. Der Energie- und Zukunftsspeicher der Stadtwerke Heidelberg, der kurz vor dem Baustart steht, wird den Anteil der erneuerbaren Energien im Wärmesektor weiter erhöhen.
  • Radstadt Heidelberg. Heidelberg verfügt über ein dichtes Radwegenetz. Jeder dritte Heidelberger nutzt das Fahrrad – ein Anteil, den bundesweit nur noch wenige Radfahr-Hochburgen wie Münster oder Freiburg erreichen. Damit ist das Fahrrad innerstädtisch das beliebteste Fortbewegungsmittel in Heidelberg. Eine optimale Anbindung garantiert dabei das Heidelberger Radwegenetz, das zurzeit 120 Kilometer umfasst und das weiter ausgebaut wird, unter anderem durch Radschnellwege und Radachsen über den Neckar.
  • E-Teams: Beim E-Team-Projekt setzen sich Kinder und Jugendliche seit 1995 im Schulalltag mit Themen der Nachhaltigkeit auseinander. Ein Prämiensystem honoriert jedes Jahr erfolgreiche Aktivitäten. Zu Beginn des Projektes stand das Energiesparen im Vordergrund, in den vergangenen Jahren wurde es umfassender auf „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ ausgeweitet. Dabei geht es etwa um nachhaltigen Konsum, fairen Handel, umweltbewusste Mobilität oder Abfallvermeidung.
  • Nachhaltiges Wirtschaften: Seit 2001 unterstützt die Stadt kleine und mittelständische Unternehmen dabei, ein Umweltmanagementsystem einzuführen. Seit Beginn des Projekts haben sich 135 Betriebe mit zusammen mehr als 9.000 Beschäftigten beteiligt. In den ersten zehn Projektphasen konnten so jährlich mehr als 2.000 Tonnen CO2 eingespart werden. Diese Menge fällt durch den Stromverbrauch von über 700 Vier-Personen-Haushalten an. Die Betriebskosten sanken um insgesamt 1,2 Millionen Euro jährlich.
  • Nachhaltig genießen – bio.regional.fair: Mit dem Kauf ökologischer und regional erzeugter sowie fair gehandelter Lebensmittel hat jeder Einfluss auf eine nachhaltige Entwicklung. Um dies zu unterstützen, hat die Stadt 2016 beispielsweise einen speziellen Einkaufsführer herausgegeben. Sie unterstützt zudem zahlreiche Veranstaltungen, etwa den Runden Tisch bio.regional.fair oder bei der Fairen Woche, an denen Interessierte teilnehmen können. Die Stadt berücksichtigt Nachhaltigkeit außerdem bei öffentlichen Ausschreibungen in vielen Bereichen, zum Beispiel bei Bio-Produkten in der Kita- und Schulverpflegung oder der Beschaffung von Pflastersteinen aus fairer Produktion.
  • Elektromobilität. Heidelberg unterstützt die Nutzer von Elektrofahrzeugen. Gemeinsam mit ihren Stadtwerken sorgt die Stadt beispielsweise für Stromtankstellen in Parkhäusern und zahlt Prämien für die Anschaffung von Elektro-Autos. Ein neues Stadtquartier auf dem ehemaligen Kasernengelände Patton Baracks soll von vornherein mit Ladestationen an Straßenlaternen ausgestattet werden. Noch weiter gehen die Visionen für die künftige Nachnutzung des ehemaligen US-Areals Patrick-Henry-Village: Dort möchte die Stadt auch Angebote zum autonomen Fahren mit umweltverträglichen Fahrzeugen etablieren.
  • Luftreinhalteplan für Heidelberg. Im März 2006 trat der Luftreinhalteplan für Heidelberg in Kraft. Wichtigste Maßnahme war die Einrichtung einer Umweltzone. Freie Fahrt haben seit Januar 2013 in der Umweltzone Heidelberg nur noch Fahrzeuge mit grüner Plakette. Der Erfolg ist messbar: 2016 zeigte die Überprüfung eine jüngere Fahrzeugflotte und eine deutlich bessere Luftqualität, die jedoch auch der guten Durchlüftung der Stadt und dem vergleichsweise geringen Anteil des Schwerlastverkehrs geschuldet ist. Der EU-Grenzwert für Stickstoffdioxid, einem sehr umwelt- und gesundheitsschädlichsten Bestandteil von Autoabgasen, wurde nur noch knapp am Messpunkt Mittermaierstraße überschritten. Laut einer aktuellen Prognose im Auftrag des Regierungspräsidiums Karlsruhe wird der Grenzwert ab 2019 dauerhaft und flächendeckend im gesamten Stadtgebiet eingehalten.
  • Energieverbrauch städtischer Gebäude. Die Stadt geht mit gutem Beispiel voran: Durch energetisches Bauen und Sanieren konnte sie den Energieverbrauch in städtischen Gebäuden bis heute um 57 Prozent verringern. Das spart jährlich rund 24.000 Tonnen CO2 im Vergleich zu 1993 ein. Umgerechnet auf Kilometer entspricht das 3.500 Umrundungen des Äquators mit einem Auto. Die kommunalen Liegenschaften werden zu 100 Prozent mit Strom aus erneuerbaren Energien versorgt.
  • Biologische Vielfalt: Mit dem Artenschutzplan und Artenschutzprogrammen soll die Vielfalt der Arten und Biotope – insbesondere in ausgewählten Bereichen – durch gezielte Maßnahmen erhalten und gefördert und ihre Entwicklung wissenschaftlich begleitet werden. Das Ziel dieses Vorhabens ist die Umsetzung des internationalen Übereinkommens über die biologische Vielfalt (Rio 1992) auf kommunaler Ebene.
  • Biotopvernetzung und Biotoppflege: Mit der Biotopvernetzung strebt die Stadt den Aufbau eines Systems naturnaher oder extensiv genutzter Flächen an, um noch vorhandene verstreut liegende Biotope aus der Isolation herauszuholen und miteinander zu vernetzen. Auf diese Weise kann die Ausbreitung von Pflanzen- und Tierarten ermöglicht und gefördert werden, und der Genaustausch zwischen isolierten Populationen wird wieder möglich. Mit den Landwirten werden Verträge zur Pflege dieser Vernetzungselemente wie Hecken, Buschgruppen, Grünland oder Obstwiesen abgeschlossen.

Stadt Heidelberg


797 neue Wohnungen in Heidelberg gebaut

Bautätigkeitsbericht: Viel neuer Wohnraum in Bergheim, der Bahnstadt und Kirchheim

Der starke Heidelberger Wohnbautrend hält an. Das zeigt der aktuelle Bautätigkeitsbericht der Stadt Heidelberg, der am 22. November 2017 im Stadtentwicklungs- und Verkehrsausschuss vorgestellt wird. Demnach wurden 2016 in Heidelberg insgesamt 797 Wohnungen fertiggestellt, die meisten davon in Bergheim, der Bahnstadt und in Kirchheim entstanden. Seit 2012 sind über 3.700 Wohnungen in Heidelberg neu entstanden.

„Ich freue mich sehr über das gute Ergebnis“, sagt Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner: „Unser Ziel ist es, mehr Wohnraum für alle Bevölkerungsgruppen in Heidelberg zu schaffen. Und viele neue Wohnungen sind darauf die beste Antwort. Mit den 2016 gebauten Wohnungen knüpfen wir nahtlos an das hohe Niveau der Vorjahre an. Innerhalb von fünf Jahren sind über 3.700 Wohnungen in Heidelberg neu entstanden. Mit der Bahnstadt und den Konversionsflächen kommen nochmal mehrere tausend hinzu.“

„Heidelberg ist ein attraktiver Standort, entsprechend hoch ist die Nachfrage nach Wohnraum für alle Bevölkerungsgruppen“, sagt Erster Bürgermeister Jürgen Odszuck: „Natürlich können wir unsere Wohnbauflächen nicht grenzenlos erweitern. Aber der starke Wohnbautrend der letzten Jahre hilft uns dabei, der hohen Nachfrage ein Stück weit zu begegnen und wir haben unser Ziel, rund 800 Wohneinheiten pro Jahr zu schaffen, in 2016 fast erreicht. Die meisten Wohnungen sind in der Bahnstadt neu entstanden, aber auch in Kirchheim, Rohrbach oder zuletzt in Bergheim.“

Zieht man von den 797 Fertigstellungen die 127 Wohnungen ab, die durch Gebäudeabrisse entfallen sind, ergibt sich immer noch ein Plus von 670 Wohnungen in 2016. Zusammen mit den 80 Wohnungen, die 2016 auf den Konversionsflächen in der Südstadt saniert und neu bezogen wurden, standen insgesamt 750 Wohnungen dem Wohnungsmarkt neu zur Verfügung. Das entspricht in etwa der Zielgröße von 800 neuen Wohnungen pro Jahr, die der Gemeinderat im Februar 2017 mit dem Handlungsprogramm Wohnen festgelegt hat.

2012 kamen in Heidelberg im Saldo 868 Wohnungen dazu, 2013 im Saldo 630 Wohnungen, 2014 im Saldo 875 Wohnungen und 2015 im Saldo 673 Wohnungen – insgesamt über 3.700 neue Wohnungen innerhalb von fünf Jahren.

Auch im Landesvergleich ist die Bautätigkeit in Heidelberg überproportional hoch: Während 2015 in Baden-Württemberg der Wohnungsbestand um 0,7 Prozent angestiegen ist, betrug der Anstieg in Heidelberg 1,0 Prozent.

Viel neuer Wohnraum in Bergheim und der Bahnstadt

Die meisten Neubauwohnungen sind letztes Jahr im Stadtteil Bergheim entstanden: Auf dem F + U Bildungscampus wurden insgesamt 289 Wohnungen neu errichtet. Den zweiten Platz belegt Heidelbergs jüngster Stadtteil Bahnstadt mit insgesamt 186 neu errichteten Wohnungen. An dritter Stelle steht Kirchheim mit 177 neu errichteten Wohnungen – 153 davon im Quartier Höllenstein, das die Gesellschaft für Grund- und Hausbesitz (GGH) derzeit neu entwickelt. Die weiteren Baufertigstellungen 2016 verteilen sich vor allem auf die Stadtteile Rohrbach, Handschuhsheim, Pfaffengrund und Neuenheim.

Rund 61 Prozent der 2016 fertiggestellten Wohnungen sind Ein- und Zweiraumwohnungen. Drei oder vier Räume haben rund 28 Prozent der fertiggestellten Wohnungen, rund 11 Prozent haben fünf Räume und mehr. Von den 91 neu errichteten Wohngebäuden in 2016 waren knapp die Hälfte Einfamilienhäuser.

Baugenehmigungen für rund 1.400 Wohnungen

Die Wohnbautätigkeit in Heidelberg wird auch in den kommenden Jahren voraussichtlich auf einem hohen Niveau bleiben. Dies lässt die Zahl der erteilten Baugenehmigungen erwarten: So lagen für Heidelberg zum Ende des letzten Jahres Baugenehmigungen für rund 1.400 Wohnungen vor, davon allein 839 in der Bahnstadt. In Kirchheim sollen 234 Wohnungen entstehen, darunter 183 im Quartier Höllenstein. Weitere rund 106 Wohnungen sollen in Rohrbach entstehen.

Weitere 1.300 Wohnungen in Mark Twain Village

Auch auf den Konversionsflächen entsteht in den kommenden Jahren viel neuer Wohnraum. In der Südstadt werden auf dem ehemaligen Mark Twain Village in Zusammenarbeit mit der „MTV Bauen und Wohnen GmbH & Co. KG“ (MTV GmbH), einem Bündnis aus genossenschaftlich organisierten Banken und Wohnungsbauunternehmen sowie der städtischen Wohnungsbaugesellschaft GGH, rund 1.300 Wohnungen neu gebaut und saniert. 70 Prozent davon werden nach dem wohnungspolitischen Konzept der Stadt Heidelberg als preiswerter Wohnraum angeboten. Die ersten 80 Wohnungen wurden im Sommer 2016 bezogen. Im Oktober 2017 wurde Spatenstich für den Neubau von rund 680 Einheiten gefeiert.

Neuer Wohnraum für Studierende

Besonders großer Bedarf besteht in Heidelberg traditionell nach studentischem Wohnraum. Insgesamt wurden in den letzten Jahren über tausend neue Wohnungen für Studierende geschaffen – darunter rund 260 Wohnungen, die vom Studierendenwerk Heidelberg auf den Konversionsflächen im Holbeinring und an der Römerstraße angemietet wurden, rund 440 neue Wohnungen im Neuenheimer Feld und rund 890 in der Bahnstadt. Seit 2008 wurde damit Wohnraum für mehr als 2.000 Studierende geschaffen.

Rund 76.500 Wohnungen im Gesamtbestand

Insgesamt gab es Ende 2016 in Heidelberg 19.782 Wohngebäude mit 76.463 Wohnungen. Der größte Vermieter in Heidelberg ist die GGH: Sie ist ein hundertprozentiges Tochterunternehmen der Stadt Heidelberg mit rund 7.000 eigenen Wohnungen – fast 15 Prozent aller Mietwohnungen in Heidelberg. Rund die Hälfte aller GGH-Wohnungen wird derzeit zu Mieten unter 5,91 Euro pro Quadratmeter angeboten.

Ergänzend: www.heidelberg.de >Leben >Wohnen

Stadt Heidelberg


Gemeinderat berät über Sanierung der Mark-Twain-Sporthalle in der Südstadt

Erneuerung als reine Trainingshalle für Sportvereine vorgeschlagen / Aktuell keine Nutzung möglich

Der Bedarf an Sporthallen ist in Heidelberg groß: In der Mark-Twain-Halle auf der Konversionsfläche Südstadt könnten schon im kommenden Jahr durch eine Sanierung neue Trainingsmöglichkeiten für Sportvereine geschaffen werden. Die in den 60er Jahren durch die US-Amerikaner gebaute und in den 90ern renovierte Halle ist sanierungsbedürftig. Der Betonboden lässt einen Sportbetrieb derzeit nicht zu. Die Stadtverwaltung hat dem Sportausschuss am 8. November drei Varianten zur Neugestaltung und künftigen Nutzung vorgestellt – dieser hat sich geschlossen für die Sanierung zu einer reinen Trainingshalle ausgesprochen.

„Weitere Trainingsstätte wäre eine große Erleichterung für unsere Sportvereine“

„Auf der Basis des einstimmigen Votums im Sportausschuss werden wir dem Konversionsausschuss und dem Gemeinderat im Dezember vorschlagen, die Halle kurzfristig zu ertüchtigen. Eine weitere Trainingsstätte wäre eine große Erleichterung für unsere Sportvereine, die immer mit knappen Hallenkapazitäten kämpfen“, sagt Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner. Am 29. November berät der Konversationsausschuss über die Sanierung, eine Entscheidung ist am 14. Dezember im Gemeinderat vorgesehen.

Die rund 26 mal 29 Meter große Spielfläche der Halle bietet ausreichend Platz für ein reguläres Basketball- oder Volleyballfeld. Für Handball- und Hockeyspiele ist sie zu klein. In der vom Sportausschuss präferierten Sanierungs- und Nutzungsvariante als reine Trainingshalle soll ein Sportboden den alten Betonuntergrund ersetzen. Die Tribünen im Erdgeschoss werden ausgebaut, diejenigen im Obergeschoss stillgelegt. Zudem sind die Sanierung der Dusch-, Umkleide- und WC-Bereiche sowie Reparaturen am Flachdach und an der Haustechnik vorgesehen. Die Kosten: voraussichtlich rund 850.000 Euro. Im Obergeschoss könnten Büros für Vereine, etwa als Geschäftsstelle, entstehen. Umbaumaßnahmen dort sind jedoch in der Kostenschätzung nicht enthalten. Dies könnte zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen. Die Halle könnte künftig auch für einen Teil des Unterrichts der Julius-Springer-Schule nebenan genutzt werden. Der Sportunterricht der Berufsschule findet weiterhin in den Hallen statt, die auch vor dem Umzug genutzt wurden.

Die mit rund 2,4 Millionen Euro teuerste Sanierungsvariante sieht umfangreichere Erneuerungsarbeiten vor, unter anderem der Tribünen, und die Renovierung entsprechend der Versammlungsstättenverordnung. Die Halle könnte so künftig für Wettkämpfe und Veranstaltungen mit bis zu 450 Sitzplätzen genutzt werden. Die günstigste Variante schlägt eine Nutzung als Beachvolleyball-Halle durch den Nordbadischen Volleyball-Verband vor: Die Stadt müsste Heizungs-, Sanitär- und Elektroanlagen für schätzungsweise 180.000 Euro sanieren. Parallel prüft die Stadtverwaltung, ob eine Beachvolleyball-Halle in der Sporthalle auf der Fläche US Hospital in Rohrbach möglich ist.

Stadt Heidelberg


Investitionen von mehr als zehn Millionen Euro zuletzt in Sporthallen

Die Stadt Heidelberg investiert seit vielen Jahren in die Sanierung und den Bau von Sporthallen im gesamten Stadtgebiet, um den Vereinen und Schulen optimale Voraussetzungen zu bieten: Im vergangenen Jahr wurde die rund 7,3 Millionen Euro teure neue Erlenweghalle in Rohrbach eingeweiht. Die für rund drei Millionen Euro energetisch sanierte Klingenteichhalle in der Altstadt ist im April 2016 wiedereröffnet worden. Weiterhin wurde im September 2017 die Sanierung der Sporthalle am Helmholtz-Gymnasium mit Kosten in Höhe von 480.000 Euro fertiggestellt. Zudem ist auf der Konversionsfläche Patton Barracks in Kirchheim der Bau einer Großsporthalle geplant: Diese soll ab Ende 2019 vorrangig für den Vereins- und Schulsport genutzt werden. Daneben sind dort auch Profispiele, vor allem im Basketball und Handball, sowie Kulturveranstaltungen für bis zu 5.000 Zuschauer vorgesehen.

Stadt Heidelberg


Veranstaltungswerbung in den Stadtteilen: Gemeinderat berät über Plakatierungskonzept

Das kulturelle Leben im Stadtteil fördern und gleichzeitig die Aufenthaltsqualität im Stadtgebiet verbessern: Dieses Ziel verfolgt die Stadtverwaltung mit ihren neuen Änderungsvorschlägen für das Plakatierungskonzept in Heidelberg, die ab 21. November 2017 in den gemeinderätlichen Gremien diskutiert werden. So soll es künftig unter anderem in jeder Stadtteilmitte eine Kultursäule geben, ergänzt durch mobile Plakatträger. Die Stadträtinnen und -räte beraten darüber am Dienstag, 21. November 2017, im Bau- und Umweltausschuss, am Donnerstag, 30. November 2017, im Ausschuss für Bildung und Kultur und am Mittwoch, 6. Dezember 2017, im Haupt- und Finanzausschuss. Am Donnerstag, 14. Dezember 2017, fällt der Gemeinderat die Entscheidung. Die angepasste Plakatierungssatzung würde dann ab 1. April 2018 gelten.

Der Hintergrund: Im Februar 2014 hatte der Heidelberger Gemeinderat die „Neuordnung der Veranstaltungsplakatierung“ beschlossen und damit das ausufernde Plakatieren eingedämmt. Dies hat seitdem das Stadtbild deutlich verbessert. Veranstalter und Stadtteilvereine hatten jedoch bemängelt, dass es zu wenige Flächen seien, dass es viele schlechte Plakatstandorte gebe und dass die Stadtteilthemen nicht mehr ausreichend kommuniziert werden könnten. Daraufhin hatte der Gemeinderat die Verwaltung mit einer Evaluierung der Veranstaltungsplakatierung beauftragt. Zudem sollte geprüft werden, wie die Möglichkeiten der Plakatierung in den Stadtteilen erweitert werden können.

Ergebnis der Evaluierung: neues Standortkonzept für Kultursäulen und mobile Plakatträger

Ergebnis der Evaluierung ist unter anderem, dass rund 200 vorhandene Plakatstandorte aufgrund schlechter Sichtbarkeit oder geringer Publikumsfrequenz nicht optimal platziert sind. Manche Plakatstandorte müssen aufgrund von baulichen Veränderungen in der Stadt weichen. Mögliche Reservestandorte bieten die Bahnstadt und die Südstadt sowie die zentralen Kultursäulen. Mit einem neuen Standortkonzept für Kultursäulen soll in jedem Stadtteil an einem hochfrequentierten Platz eine Kultursäule installiert werden. Zusätzlich sollen in den Stadtteilen mobile Plakatträger mit kleinerer Plakatgröße, zeitlicher Beschränkung und eingegrenztem Nutzerkreis aufgestellt werden. Die mobilen Plakatträger werden nach dem Gemeinderatsbeschluss ausgewählt und von der Stadt Heidelberg zur Verfügung gestellt.

Veranstaltungsplakate in den Stadtteilen – die Vorschläge der Verwaltung im Überblick:

  • Für die Stadtteilplakatierung sollen mobile Plakatträger der Größe DIN A2 verwendet werden.
  • In jedem Stadtteil sollen acht mobile Plakatträger für je zwei DIN A2-Plakate zur Verfügung stehen.
  • In jedem Stadtteil sollen vier Bereiche ausgewiesen werden, an denen je zwei mobile Plakatträger aufgebaut werden können.

Die Verwaltung schlägt einen 14-tägigen Nutzungszeitraum vor.

  • Es wird vorgeschlagen, dass der Stadtteilverein, die Sport- und weiteren Vereine im Stadtteil für die Brauchtumsveranstaltungen im Stadtteil wie beispielsweise Fastnacht, Sommertagszüge oder Stadtteilfeste plakatieren dürfen.
  • Werbung wäre nur für Veranstaltungen möglich.

Die Antragsstellung und -bearbeitung würde über das vorhandene Online-System unter www.heidelberg.de/buergeramt >Plakatierung von Veranstaltungen laufen.

Die Plakatträger würden den Stadtteilvereinen und den anderen Nutzern von der Stadt zur Verfügung gestellt.

Für die Nutzung der mobilen Plakatträger würde von den Nutzern eine einheitliche Gebühr pro Zwei-Wochen-Zeitraum erhoben. Die Höhe der Gebühr würde nach einer Gebührenkalkulation zu einem späteren Zeitpunkt festgelegt.

Es soll entweder nur in den freien Netzen fürs gesamte Stadtgebiet oder nur in den Stadtteilen plakatiert werden dürfen.

Hintergrund
Seit Juli 2015 sind die alten „Pappen“ – die Holzgestelle mit Platten aus Pappe – Geschichte. Seither werden die Plakate für Veranstaltungen im Stadtgebiet in 1.500 anthrazitfarbenen Metallrahmen an Geländern und in rund 200 Dreiecksständer im gleichen Design präsentiert. Diese Neuanordnung hat das ausufernde Plakatieren eingedämmt und das Stadtbild deutlich verbessert. Der Gemeinderat hatte die Maßnahme im Februar 2014 beschlossen. Zudem hatte das Gremium eine Mengenbeschränkung auf 2.400 Plakate festgelegt.

Stadt Heidelberg


Situation auf der Neckarwiese war Thema im Gemeinderat und beim Runden Tisch

Lärm, aggressives Verhalten, Falschparker und Müll: Dies sind die Ärgernisse, unter denen die Anwohnerinnen und Anwohner der Heidelberger Neckarwiese leiden. Die öffentliche Grünfläche ist derart beliebt, dass sich in den Sommermonaten aus der intensiven Nutzung Konflikte ergeben. Denn nicht nur die Heidelbergerinnen und Heidelberger kommen in ihrer Freizeit hierher, sondern die Grünanlage ist auch ein Anziehungspunkt für Menschen aus benachbarten Orten.

Eine Information über die aktuelle Situation auf der Neckarwiese hat der Gemeinderat bei seiner Sitzung am Donnerstag, 16. November 2017, erhalten. Über mögliche Problemlösungen tauschten sich zudem die Teilnehmenden des „Runden Tisches Neckarvorland“ am Dienstag, 14. November 2017, aus. Am „Runden Tisch“, den die Stadt initiiert hat, nehmen Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Interessengruppen und Vereine teil. Der zuständige Bürgermeister Wolfgang Erichson leitet die Treffen, für Detailfragen stehen Vertreterinnen und Vertreter städtischer Ämter und das Polizeipräsidium Mannheim zur Verfügung.

Polizei zum Rückgang der Straftaten: „Appell zeigt Wirkung: soziale Kontrolle ist gestiegen“

Beim jüngsten Treffen bemängelten die Anwesenden insbesondere den Lärm nach 22 Uhr und die Gewaltbereitschaft und Aggressivität von Angetrunkenen in den Abend- und Nachtstunden auf der Neckarwiese und in den benachbarten Seitenstraßen.

Erster Polizeihauptkommissar Volker Pfeiffer, Leiter des Polizeireviers Heidelberg-Nord, berichtete, dass die Straftaten insgesamt auf der Neckarwiese im bisherigen Verlauf des Jahres 2017 deutlich zurückgegangen sind. Belastbare Zahlen für das Jahr 2017 lägen derzeit zwar noch nicht vor, es seien aber bislang rund 100 Straftaten (40 Prozent) weniger zu verzeichnen als 2016; insbesondere bei den Diebstählen. Auch die Aufklärungsquote sei mit rund 20 Prozent sehr gut. „Dies liegt an der hohen Präsenz der Polizei, aber auch an der größeren sozialen Kontrolle. Es ist erfreulich, dass der Appell vom vergangenen Jahr Wirkung zeigt: Die Bürgerinnen und Bürger melden uns Missstände jetzt zeitnah. Nur so können wir eingreifen.“ Die Zahl der Rohheitsdelikte liegt mit etwa 30 auf dem Niveau von 2016. Hinzu kommen drei Sexualdelikte, 2016 waren es zwei. Drogenhandel und -konsum gebe es nach wie vor, aber keine offene Szene. Die Polizei leistete im Jahr 2017 bislang rund 3.400 Stunden Dienst auf dem Neckarvorland (dies entspricht fast der Netto-Jahresarbeitszeit von zwei Polizeibeamten). Davon entfielen 2.300 Stunden auf die Beamten des Reviers Nord.

Arbeitsaufträge für die Verwaltung

Folgende Arbeitsaufträge für die Verwaltung nahm Bürgermeister Wolfgang Erichson aus der Besprechung mit:

  • Die Einsatzplanung des Kommunalen Ordnungsdienstes (KOD) soll mit der Polizei neu abgestimmt werden.
  • Zum 1. April 2018 sollen vom Land die rechtlichen Voraussetzungen dafür geschaffen werden, dass Kommunen räumlich und zeitlich begrenzte Alkoholverbote anordnen können. Die Stadt soll prüfen, ob das Bürgeramt als Polizeibehörde von dieser Möglichkeit Gebrauch machen wird.
  • „Wildes Parken“: Das Amt für Verkehrsmanagement soll Vorschläge machen, wie sich die Situation verbessern lässt.
  • Die Stadtverwaltung soll prüfen, an welchen Stellen die Beleuchtung an und rund um die Neckarwiese verbessert werden kann.

Situation auf dem Neckarvorland – ein Überblick:

Unterhaltungskosten: Der Bereich zwischen dem Liegeplatz des Restaurant-Schiffes und der Ernst-Walz-Brücke ist der am stärksten benutzte Bereich des Neckarvorlandes – mit entsprechend hohem Betreuungsaufwand. Hierdurch entstehen die folgenden durchschnittlichen Unterhaltungskosten pro Jahr – größere Einzelmaßnahmen nicht mitbetrachtet:

  • Unterhaltung der Grünanlage: 160.000 Euro
  • Unterhaltung der Spielplätze auf dem Neckarvorland: 80.000 Euro
  • Reinigung der Flächen und die Leerung der Mülleimer: 62.500 Euro
  • Gesamtkosten je Jahr: 302.500 Euro

Veranstaltungen: Der Gemeinderat hat festgelegt, dass pro Jahr nicht mehr als acht Veranstaltungen auf dem Neckarvorland stattfinden dürfen. Hierbei handelt es sich in der Regel um etablierte, jährlich stattfindende Veranstaltungen. Darüber hinaus gibt es im Jahresverlauf weitere „Nutzungsspitzen“, die mit dem Schuljahreskalender, den Feiertagen, den Schlossbeleuchtungen und mit hochsommerlichen Wetterperioden zusammenhängen.

Parken: Besonders bei Veranstaltungen auf der Neckarwiese entsteht ein erhöhter Parkdruck im Umfeld, was regelmäßig zu Problemen durch unberechtigtes Parken – überwiegend entlang der Uferstraße – führt. Da die Veranstaltungen überwiegend an Wochenenden stattfinden, ist der verstärkte Einsatz des Gemeindevollzugsdienstes ein zusätzlicher, mit erheblichem Aufwand verbunder Personaleinsatz – der zudem die Überwachungskapazität für das restliche Stadtgebiet reduziert.

Reinigung/Müll: Vier bis sechs Mitarbeiter der Heidelberger Dienste gGmbH reinigen die Neckarwiese und die dortigen Spielplätze täglich in den frühen Morgenstunden. Sie sind dabei jeweils für zwei bis vier Stunden im Einsatz. Sie reinigen die Rasenfläche und leeren täglich die 60 Mülleimer der Neckarwiese sowie zwölf große Mülltonnen, die in den Sommermonaten zusätzlich aufgestellt werden. Außerdem wird die Wiese vom Landschafts- und Forstamt im zwei- bis dreiwöchigen Rhythmus mit einer Rasenkehrmaschine beispielsweise von Glasscherben, Kronkorken, Zigarettenstummeln und Gänsekot gesäubert.

Bei vorhersehbaren Ereignissen – wie den Feiern anlässlich des letzten Schultags auf dem Neckarvorland – werden an die Jugendlichen und jungen Erwachsenen Müllsäcke ausgegeben und die jungen Menschen werden angehalten, Flaschen und sonstigen Müll angemessen zu entsorgen.

Instandhaltung/Pflege: Durch die hohe Beanspruchung steht die Grünanlage häufig am Rand einer Übernutzung und kann nur mit erheblichem Aufwand auf dem gewünschten Niveau gehalten werden. Eine Rolle spielen dabei Sachbeschädigungen und Vandalismus (etwa an Bänken, Pflanzbeeten, Spielgeräten, Beleuchtung). Die Verwendung von Einmalgrills außerhalb der Grillzonen bewirkt gravierende Brandschäden an der Grasnarbe, die in der Regel erst für die Folgesaison behoben werden können. Verstärkte Kontrollen und Ahndungen durch den Kommunalen Ordnungsdienst (KOD) zeigen deutliche Wirkung – die allerdings nachlässt, sobald die Intensität der Kontrollen nicht aufrechterhalten werden kann.

Auf der Fußballwiese ist die Verwendung von Sportschuhen mit Stollenprofilen problematisch. Wird die Wiese nach Regenfällen intensiv bespielt, führt dies zu starken Beschädigungen, die dann für die Sommersaison nicht repariert werden können und im kommenden Frühjahr einen hohen Wiederherstellungsaufwand verursachen. Deshalb sind dort Stollenschuhe untersagt und die Wiese darf nur bespielt werden, wenn durch die aufgezogene „Fußballfahne“ das Spielen freigegeben wurde.

Toiletten: Kostenlose öffentliche Toilettenanlagen stehen – je nach Jahreszeit und Besucheraufkommen – zur Verfügung:

  • im Brückenpfeiler der Theodor-Heuss-Brücke, täglich von 8 bis 24 Uhr geöffnet
  • in der DLRG-Station (Uferstraße 17), Öffnungszeiten richten sich nach denen des Kiosks; in der Regel bis 22 Uhr geöffnet
  • im Toilettenhäuschen Höhe Posseltstraße, täglich von 8 bis 24 Uhr geöffnet
  • im Toilettenhäuschen Höhe Bleichstraße (nur mit Urinal), durchgehend geöffnet

Trotz dieser guten Ausstattung mit WC-Anlagen lässt es sich besonders in den Sommermonaten nicht vollständig vermeiden, dass der öffentliche Raum ebenso wie private Hof- und Gartenflächen durch „wildes Urinieren“ verunreinigt werden. Im März 2015 wurde das bisherige Verwarnungsgeld von 55 Euro auf 75 Euro angehoben (dazu kommen noch zusätzliche Verwaltungsgebühren).

Sicherheit und Ordnung: Der Kommunale Ordnungsdienst (KOD) der Stadt Heidelberg zeigt seit Jahren auf der Neckarwiese verstärkte Präsenz. Dies hat die objektive Sicherheitslage auf der Neckarwiese verbessert und das subjektive Sicherheitsempfinden der Anwohnerschaft und derer, die sich dort aufhalten, verstärkt. Typische Verstöße, mit denen der KOD auf der Neckarwiese beschäftigt ist, sind beispielsweise öffentliches Urinieren, Grillen außerhalb der Grillzonen, Ruhestörungen, bettelnde Personen, unangeleinte Hunde, Verschmutzung der Wiese und aggressives Verhalten alkoholisierter Personen. Der KOD hat zudem ein besonderes Augenmerk auf die Einhaltung jugendschutzrechtlicher Vorschriften. Allerdings bestreifen die Teams des KOD nicht nur die Neckarwiese, sondern das gesamte Stadtgebiet. Auch bei den regelmäßig stattfindenden Schulabschlussfeiern ist der Kommunale Ordnungsdienst der Stadt verstärkt präsent. Der Einsatz des KOD ist auch präventiver Natur; die Teams sind Ansprechpartner für alle Sorgen und Nöte rund um die Neckarwiese.

Schulabschlussfeiern: Seit über zehn Jahren gibt es das „Netzwerk Kommunale Kriminalprävention Neckarwiese“. Es setzt sich zusammen aus Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen des Bürgeramtes, einschließlich des Kommunalen Ordnungsdienstes, des Kinder- und Jugendamtes und der Polizei. Der ganzheitliche Ansatz eines behördenübergreifenden Jugendschutzkonzeptes im Rahmen der Kommunalen Kriminalprävention hat sich seither bewährt. Das Konzept sieht vor, dass die Akteure in gemischten Jugendschutztrupps bei entsprechenden Anlässen vor Ort sind. Stadt und Polizei wollen die Schulabschlussfeiern nicht unterbinden, die Schüler und Schülerinnen müssen sich allerdings an Regeln halten. Im Vorfeld werden die Schulleitungen von 126 Schulen in Heidelberg, dem Rhein-Neckar-Kreis bis nach Karlsruhe angeschrieben, die Schüler und Schülerinnen über die Kontrollen auf dem Neckarvorland zu informieren. Auch sollen die Schulen im Rahmen ihres pädagogischen Konzeptes auf die Schüler und Schülerinnen hinwirken, sich an die sozialen Regeln zu halten.

Stadt Heidelberg


Hebelstraßenbrücke: Fahrzeuglast wird auf 3,5 Tonnen beschränkt

Die Tragfähigkeit der Brücke über die Bahngleise in der Hebelstraße hat sich verschlechtert. Die zulässige Fahrzeuglast muss daher weiter reduziert werden: Künftig kann die Hebelstraßenbrücke nur noch von Fahrzeugen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 3,5 Tonnen – statt wie bisher zwölf Tonnen – befahren werden. Eine entsprechende Beschilderung wird im Laufe des Novembers angebracht. Zusätzlich wird der Fahrstreifen baulich auf zwei Meter eingeengt. Das ist notwendig, weil in der Vergangenheit viele Lastkraftwagen die Tonnagebeschränkung nicht eingehalten haben. Für Kraftfahrzeuge über 3,5 Tonnen wird eine Umleitung ausgeschildert. Die Stadt Heidelberg bittet um Verständnis.

Die 1952 errichtete Hebelstraßenbrücke ist eine von insgesamt elf Brücken, deren Baulast im Zuge der Privatisierung der Bahn im Jahr 1994 von der Deutschen Bahn auf die Stadt Heidelberg überging. Die meisten dieser Brücken befanden sich bereits damals in einem schlechten Zustand, so auch die Hebelstraßenbrücke. 2010 musste die zulässige Fahrzeuglast auf 30 Tonnen beschränkt und die Fahrbahn von vier auf zwei Fahrstreifen verringert werden. Im Frühjahr 2016 wurde die Fahrzeuglast auf zwölf Tonnen reduziert.

Erneuerung der Hebelstraßenbrücke

Der Abriss und Neubau der Hebelstraßenbrücke ist Thema im nächsten Bau- und Umweltausschuss am Dienstag, 21. November: Die Stadt Heidelberg plant das Bauwerk in bestehender Lage zu erneuern. Derzeit werden die Modalitäten für den Abriss und Neubau mit der Deutschen Bahn abgestimmt. Vorbehaltlich der entsprechenden Kreuzungsvereinbarung, soll voraussichtlich im Jahr 2019 mit dem Bau begonnen werden. Im Dezember 2017 soll der Gemeinderat über die Maßnahme beschließen.

Stadt Heidelberg


66 Jugendliche kandidieren für den Heidelberger Jugendgemeinderat

Die Kandidaten stehen fest: 66 Jugendliche im Alter von 14 bis 19 Jahren bewerben sich um einen der 30 Sitze im Heidelberger Jugendgemeinderat. Das sind mehr als doppelt so viele wie bei der letzten Wahl im Jahr 2015. Zehn der Bewerber haben bereits Erfahrung als Mitglieder des Gremiums gesammelt. Wie bei der letzten Wahl ist das Verhältnis von weiblichen und männlichen Bewerbern weitgehend ausgeglichen. Bewerbungsschluss war der 17. November 2017.

Seit Ende September hatte die Stadt um Kandidatinnen und Kandidaten geworben: Mit Aufrufen in den regionalen Medien, im Internet, über Social Media-Kanäle, über Plakate an Schulen und erstmals auch einen persönlichen Brief des Oberbürgermeisters an rund 10.000 Jugendliche. „Die persönliche Ansprache hat dazu geführt, dass wir erstmals sehr früh schon deutlich mehr Bewerbungen als in den Vorjahren hatten“, erklärt Albrecht Mentz, Leiter der Wahldienststelle im Kinder- und Jugendamt. „Auch die amtierenden Jugendgemeinderäte haben an verschiedenen Schulen tatkräftig die Werbetrommel gerührt“, sagt Mentz. Erleichtert war in diesem Jahr auch das Bewerbungsverfahren: Jugendliche konnten ihre Bewerbung direkt über ein Online-Formular einreichen.

Wahl vom 11. bis 16. Dezember

Jetzt sind alle Schülerinnen und Schüler der Heidelberger Schulen im Alter von 14 bis 19 Jahren aufgerufen, ihre Interessenvertretung in der Zeit vom 11. bis 15. Dezember 2017 zu wählen. Schülerinnen und Schüler, die keine Gelegenheit haben, an ihrer Schule zu wählen, sowie Heidelberger Jugendliche im Alter von 14 bis 19 Jahren, die nicht mehr zur Schule gehen, können am 16. Dezember von 10 bis 12 Uhr ihre Stimme im Wahlbüro im Haus der Jugend abgeben.

Infos zu den Kandidaten

Infos über die Kandidatinnen und Kandidaten gibt es im Internet unter www.jugendgemeinderat.heidelberg.de. Die Kandidatinnen und Kandidaten werden auch über Plakate an den Schulen bekanntgemacht.

Für die Jugendgemeinderatswahl 2017 kandidieren:

für die Haupt-, Real-, Gemeinschaftsschulen sowie das Sonderpädagogische Bildungs- und Beratungszentrum (SBBZ):


  • Atil Barut (17)                Johannes-Kepler-Realschule
  • Sarah Berdel (16)            Gregor-Mendel-Realschule
  • Edina Boller (16)            Waldparkschule
  • Tobias Christ (16)            Theodor-Heuss-Realschule
  • Jasmin-Sarah Dahhan (15)        Theodor-Heuss-Realschule
  • Seyed Mohammad Hosseini (18)            Waldparkschule
  • Katera Ibrahimi (15)            Gregor-Mendel-Realschule
  • Nikola Istrefaj (14)            Geschwister-Scholl-Schule
  • Karsten Kohse (15)            Gregor-Mendel-Realschule
  • Targol Moslemi (14)            Theodor-Heuss-Realschule
  • Khalek Naderi (15)            Theodor-Heuss-Realschule
  • Sabina Ramadani (15)            Gregor-Mendel-Realschule
  • Samantha Taho (14)            Internationale Gesamtschule Heidelberg
  • Talia Wolf (15)                Theodor-Heuss-Realschule

für die Beruflichen Schulen:

  • Björn-Erik Lützen (19)        Willy-Hellpach-Schule
  • Shanika Posch (19)            Willy-Hellpach-Schule
  • Jonas Schädel (18)            Johannes-Gutenberg-Schule
  • Paul Schädel (16)               Johannes-Gutenberg-Schule
  • Andreea Ioana Vincze (17)  Julius-Springer-Schule
  • Alexander Winnikes (18)     Friedrich-List-Schule, Mannheim

für die Gymnasien:

  • Ilayda Dilan Akkuleliler (14)        Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium, Eppelheim
  • Bella Avergon (15)            St. Raphael-Gymnasium
  • Ceyhun Aydin (14)            Bunsen-Gymnasium
  • Miray Barlak (15)            Helmholtz-Gymnasium
  • Louisa Becker (14)            St. Raphael-Gymnasium
  • Sina Bodem (15)                    Kurfürst-Friedrich-Gymnasium
  • Noah Buchheit (18)            Internationale Gesamtschule Heidelberg
  • Rosa Bühler (15)            Helmholtz-Gymnasium
  • Julia Clauer (16)            Kurfürst-Friedrich-Gymnasium
  • Thadeus Deuter (17)            Helmholtz-Gymnasium
  • Jonathan Engel     (17)            Helmholtz-Gymnasium
  • Dina Clara Feigenbutz (17)        Liselotte-Gymnasium, Mannheim
  • Sophie Helbing (16)            Hölderlin-Gymnasium
  • Jonas Jänsch (17)            Helmholtz-Gymnasium
  • Moritz Jänsch (14)            Helmholtz-Gymnasium
  • Ole Klevenz (15)            Kurfürst-Friedrich-Gymnasium
  • Leonard Köhler (14)            Helmholtz-Gymnasium
  • Peer Lasser (18)            Hölderlin-Gymnasium
  • Lucy Marmé (17)                    St. Raphael-Gymnasium
  • Emil May (17)                Helmholtz-Gymnasium
  • Fürozan Naderi (18)            Bunsen-Gymnasium
  • Vincent Niestroj (17)            Englisches Institut Heidelberg
  • Daisy Otter (15)            Englisches Institut Heidelberg
  • Vinh Hung Phong (14)            Bunsen-Gymnasium
  • Livia Polte (18)            Bunsen-Gymnasium
  • Eliza Rafaela Prihoanca (14)        Kurfürst-Friedrich-Gymnasium
  • Nelly Reinstorf (17)            Bunsen-Gymnasium
  • Hannah van Santvliet (19)        Internationale Gesamtschule Heidelberg
  • Chiara Schmelcher (16)            St. Raphael-Gymnasium
  • Leah Schmid (18)            zuletzt Gymnasium Lindenberg im Allgäu
  • Livia Schnierer (14)            Helmholtz-Gymnasium
  • Louis Schumacher (14)            Heidelberg International School
  • Sofia Schwald (19)            zuletzt: International School of the Hague
  • Emil Sharaf (14)            Kurfürst-Friedrich-Gymnasium
  • Paul Smolka (17)            Helmholtz-Gymnasium
  • Kjell Stauch (14)            Englisches Institut Heidelberg
  • Mairi Stauch (14)            Kurfürst-Friedrich-Gymnasium
  • Luca Steinhausen (16)            Kurfürst-Friedrich-Gymnasium
  • Zara Tankut (17)            Kurfürst-Friedrich-Gymnasium
  • Paula Theißen (14)            Kurfürst-Friedrich-Gymnasium
  • Amelie Veil (16)            Hölderlin-Gymnasium
  • Hannah Merle Wachter     (18)        zuletzt: Kurfürst-Friedrich-Gymnasium
  • Katharina Weber (14)            Helmholtz-Gymnasium
  • Nathan Wieland (19)            zuletzt: Carl-Lämmle-Gymnasium Laupheim
  • Maria Woda (14)                    Hölderlin-Gymnasium
  • Antonia v. Zadow (14)            Hölderlin-Gymnasium

Stadt Heidelberg


Für Kinder und Erwachsene: der neu gestaltete Spielbereich am Philosophenweg

Probeliegen beim Pressetermin am 16. November 2017 zur Neugestaltung der „Spiel- und Chill-Landschaft“ am Philosophenweg: Bürgermeister Wolfgang Erichson (vorne mittig) und Dr. Ernst Baader (vorne links), Leiter des Landschafts- und Forstamtes, mit Hund Leo sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Landschafts- und Forstamtes.

Mit Kreativität und guter Detailplanung hat die Stadt Heidelberg am Philosophenweg auf kleinem Raum ein attraktives Spielangebot geschaffen. Weil für einen großen Spielplatz zu wenig Platz ist, hat das städtische Landschafts- und Forstamt den Spielpunkt gegenüber dem Liselotte-Platz neu gestaltet. Der in die Jahre gekommene Spielpunkt ist zu einer „Spiel- und Chill-Landschaft“ aufgewertet worden. Die Arbeiten konnten wie geplant noch 2017 abgeschlossen werden. Insgesamt hat die Stadt in die „Spiel- und Chilllandschaft“ für die Lieferung und den Einbau 25.000 Euro investiert. Die begleitenden Bodenmodellierungsarbeiten und der Einbau des Fallschutzmaterials wurden vom Regiebetrieb Gartenbau ausgeführt.

Bürgermeister Wolfgang Erichson hat sich den Umbau der Freizeitfläche am Donnerstag, 16. November 2017, von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Landschafts- und Forstamtes erläutern lassen. Zu der Neugestaltung sagte er: „Nachhaltig, Bäume aus der Region und so eine Aussicht – was wollen wir mehr? Ich wünsche den Eltern und Kindern viel Spaß beim Spielen und Chillen auf der neuen Anlage.“

Bislang hatte es dort einen Sandkasten und Sandsteinblöcke mit einem kleinen Kletternetz gegeben. Diese Sandsteine wurden weiterverwendet. Neu dazugekommen ist ein Holz-Spielgerät aus Robinie für Kinder, etwa zum Hangeln und Steigen. Zudem gibt es Podeste zum Sitzen und zum Liegen, also zum „Chillen“ – mit Blick ins Neckartal. Das Spielgerät soll sowohl Kinder als auch Erwachsene zum Bewegen und zum Ausruhen einladen. Das Spielgerät ist nicht „von der Stange“, sondern es wurde an den begrenzten Platz und auch optisch an den Außenbereich angepasst.

Die Aufwertung des Spielbereichs ist der letzte Baustein einer Reihe von Verbesserungsmaßnahmen rund um die Eichendorff-Anlage. Die Stadt hat erst kürzlich die Liselotte-Hütte saniert und den Bewuchs in der unmittelbaren Umgebung der Hütte entfernt. In mehreren Schritten hat das Landschafts- und Forstamt Bäume rund um die Hütte und in der Parkanlage dahinter zurückgenommen, so dass der Platz jetzt besser austrocknet und die Sonne stärker durchkommt.

Text: Stadt Heidelberg Foto: Philipp Rothe


Förderprogramm „Rationelle Energieverwendung“

Aktualisierte Informationsbroschüre erhältlich / Plakataktion in Bussen und Bahnen

Attraktiv für Immobilienbesitzer und Mieter: Die Stadt Heidelberg erhöht bei ihrem Förderprogramm „Rationelle Energieverwendung“ die Anreize für energiesparendes Bauen und Sanieren. Seit Montag, 20. November 2017, gibt es die aktualisierte Informationsbroschüre zum Förderprogramm, die im Amt für Umweltschutz, Gewerbeaufsicht und Energie, Prinz-Carl, Kornmarkt 1, 69117 Heidelberg, erhältlich ist. Sie beinhaltet genaue Erläuterungen zum Antragsverfahren, zu den einzelnen Förderanforderungen und Zuschüssen sowie technische Erläuterungen zu den Sanierungsmöglichkeiten. Außerdem sind alle Antragsformulare Bestandteil der Broschüre. So kann das Sanierungsvorhaben unkompliziert eingeleitet werden. Die Broschüre sowie weitere Informationen und Antragsformulare sind auch online unter www.heidelberg.de/foerderprogramm zu finden. Gleichzeitig startet eine Plakataktion in den Bussen und Bahnen der RNV, um das Förderprogramm zu bewerben.

Förderprogramm „Rationelle Energieverwendung“ – ein Überblick

  • Antragsberechtigung: Antragsberechtigt sind alle Bürgerinnen und Bürger, die Immobilien in Heidelberg besitzen. Auch Wohnungsbaugesellschaften können Zuschüsse beantragen und damit ihren Mietern ein energieeffizientes Wohnen ermöglichen. Zu beachten ist, dass der Antrag auf Förderung gestellt werden muss bevor Aufträge zum Beispiel an Handwerksunternehmen vergeben werden.
  • Förderung für effiziente Gebäudehüllen: Durch das Förderprogramm werden vor allem Investitionen in die Effizienz der Gebäudehülle unterstützt. Diese Förderung bezieht sich auf alle Bauteile: vom Dach, über die Außenwand und Fenster bis hin zur Kellerdecke. Die Förderhöhe ist dabei abhängig von der sanierten Bauteilfläche in Quadratmetern.
  • Installation von Wohnungslüftungsanlagen: Zudem unterstützt die Stadt Heidelberg die Installation einer Wohnungslüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung. Diese erhöht den Wohnkomfort und spart Energie, die normalerweise über offenstehende Fenster verloren geht.
  • Installation von Brut- und Nistplätzen und Verwendung ökologischer Baustoffe: Zusätzliche Förderungen gibt es, wenn ökologische Baustoffe verwendet werden und Nistmöglichkeiten für Gebäudebrüter und Fledermäuse geschaffen werden. Denn im Zuge von energetischen Sanierungen werden oftmals Ritzen und Löcher in der Gebäudehülle geschlossen, die vormals als wertvoller Lebensraum für verschiedene Tiere dienten.
  • Bonusförderung bei mehreren zeitgleichen Maßnahmen: Einen zusätzlichen Bonus erhalten Antragsstellerinnen und Antragssteller, die mehrere Maßnahmen kombinieren, wie zum Beispiel die gleichzeitige Sanierung des Daches und der Außenwand.
  • Energieberatung: Insbesondere größere Sanierungsvorhaben können eine hohe Komplexität aufweisen. Daher unterstützt die Stadt Heidelberg die Beauftragung von Energieberatungsbüros, damit die Sanierung auch tatsächlich eine langfristige Einsparung mit sich bringt.
  • Gleichzeitige Förderung durch KfW möglich: Die Förderanforderungen sind weitestgehend identisch mit den Programmen der staatlichen Förderbank KfW. Eine Förderung aus beiden Programmen ist grundsätzlich möglich.
  • Letzte Fortschreibung im Juli 2017: Einige der oben genannten Förderpunkte sind durch die Fortschreibung des Programms im Juli 2017 neu hinzugekommen. Teilweise waren sie schon vorher Bestandteil des Förderprogramms, das es bereits seit 1993 gibt – es ist damit eines der am längsten laufenden kommunalen Förderprogramme in Deutschland.

Pro Jahr Einsparung des Wärmeverbrauchs von mehr als 2.300 Haushalten

Seit 1999 ist die Wärmeeinsparung durch Sanierungsmaßnahmen, die durch das Programm gefördert wurden, berechnet und dokumentiert. Pro Jahr beläuft sich diese auf 37,3 Millionen Kilowattstunden – dies entspricht dem durchschnittlichen Wärmeverbrauch von mehr als 2.300 Haushalten. Pro Jahr werden dadurch circa 7,5 Millionen Kilogramm Kohlendioxid eingespart.

Die Anforderungen im Förderprogramm gehen dabei deutlich über die gesetzlichen Anforderungen der Energieeinsparverordnung hinaus. Diese erhöhten Anforderungen sind allerdings notwendig auf Heidelbergs Weg zu einer klimaneutralen Kommune.

„Masterplan 100% Klimaschutz“

Hintergrund sind die ambitionierten Klimaschutzziele der Stadt Heidelberg. Die finanzielle Unterstützung von Bauherren bei der Investition in die Energieeffizienz ihrer Gebäude ist ein wirksames Instrument zum Erreichen des im „Masterplan 100% Klimaschutz“ der Stadt Heidelberg definierten Ziels: die klimaneutrale Kommune. Bis 2050 will Heidelberg die CO2-Emissionen um 95 Prozent reduzieren und den Energiebedarf der Kommune um die Hälfte senken. Dies kann die Stadt nur gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern sowie zentralen Akteuren der Stadt erreichen. Weitere Infos gibt es unter www.heidelberg.de/masterplan100.

Stadt Heidelberg


Positive Prognose: Ausgeglichenes Haushaltjahr 2017 erwartet

Das Haushaltjahr 2017 der Stadt Heidelberg gestaltet sich deutlich positiver als angenommen: Nach der Prognose zum 1. Oktober wird der städtische Haushalt in diesem Jahr voraussichtlich mit einem ausgeglichenen ordentlichen Ergebnis abschließen – und damit um rund 6,4 Millionen Euro besser als angenommen. Der Gemeinderat hat angesichts der positiven Prognose die für 2017 beschlossene Haushaltssperre in Höhe von 1,5 Millionen Euro einstimmig aufgehoben.

Bei der laufenden Verwaltungstätigkeit im Ergebnishaushalt bestehen Verbesserungen insbesondere bei der Grundsteuer, der Grunderwerbsteuer, den Schlüsselzuweisungen im Rahmen des Kommunalen Finanzausgleichs sowie dem Gemeindeanteil an der Einkommenssteuer. Die Zuweisungen durch das Land sind ebenfalls höher als erwartet – vor allem bei der Kinderbetreuung. Hinzu kommen geringere Aufwendungen für soziale Leistungen für Menschen auf der Flucht, da der Stadt weniger Personen zugewiesen wurden. Die Verschlechterungen – unter anderem höhere Kosten bei der Gebäudeunterhaltung – fallen deutlich niedriger aus.

Durch die Verbesserungen im Ergebnishaushalt kann eine Lücke in Höhe von 3,5 Millionen Euro im Finanzhaushalt – er ist vergleichbar mit einem Tagesgeldkonto, das für Investitionen genutzt wird –geschlossen werden. Die Lücke ergibt sich insbesondere durch geringere Einnahmen bei Grundstücksverkäufen sowie sich verzögernden Zuschüssen für Investitionen, beispielsweise zum Umzug der Julius-Springer-Schule. Zudem lag der tatsächliche Zahlungsmittelbestand – der sofort verfügbare Kassenbestand und Geldanlagen der Stadt bei Kreditinstituten – zum Jahresbeginn mit 39,9 Millionen Euro um mehr als 50 Prozent über den Planannahmen (26,0 Millionen Euro). Der Kreditrahmen von 36,2 Millionen Euro wird daher voraussichtlich nicht vollständig ausgeschöpft: Bislang wurde für 2017 lediglich ein Kredit in Höhe von 15 Millionen Euro aufgenommen.

Broschüre bietet informativen Überblick über städtischen Haushalt

Einen Überblick über den aktuellen Doppelhaushalt bietet die kostenlose Broschüre „Die Leistungen der Stadt Heidelberg für Sie – Informationen zum Haushalt 2017/18“, die in den Bürgerämtern der Stadt Heidelberg ausliegt und online unter www.heidelberg.de/haushalt heruntergeladen werden kann.

Stadt Heidelberg


Verlängert: Alte Feuerwache in Bergheim bleibt Kultur- und Kreativwirtschaftszentrum

Gemeinderat beschließt Zwischennutzung bis Ende 2023

Das „Dezernat 16“ in der alten Feuerwache im Stadtteil Bergheim bleibt einer der Hotspots der Kultur- und Kreativwirtschaft in Heidelberg. Einer Verlängerung der Zwischennutzung des Gebäudes um zunächst weitere fünf Jahre bis Ende 2023 hat der Gemeinderat am 16. November einstimmig zugestimmt. Die Zwischennutzung war bislang bis 31. Dezember 2018 befristet. Betreiber des Zentrums ist die Heidelberger Dienste gGmbH (HDD). Über eine dauerhafte Nutzung der Immobilie soll im Gesamtkontext der Entwicklung des Stadtviertels Bergheim-West entschieden werden. Der Gemeinderat folgte zudem einem Antrag der Grünen-Fraktion wonach bis 2021 ein Konzept erstellt werden soll, das eine langfristige Perspektive für die Kreativschaffenden aufzeigt.

Das Kultur-und Kreativwirtschaftszentrum hat sich in den vergangenen Jahren zu einem Leuchtturm der Heidelberger Kreativszene entwickelt. Die Nachfrage nach günstigen Büros und Ateliers vor allem für Jungunternehmerinnen und -unternehmer aus der Kreativwirtschaft ist enorm hoch, die Beratungsangebote werden gut angenommen. Die positive Entwicklung des Dezernats 16 hatte zuletzt auch die unabhängige Evaluierung des Planungs- und Beratungsbüros STADTart aus Dortmund bestätigt. Das Zentrum verfügt aktuell über rund 3.000 Quadratmeter vermietbare Fläche.

Vorherrschende Branchen im Zentrum sind der Kunstmarkt, dem sich 20 Prozent der Mieterschaft zurechnen, sowie die Musikwirtschaft (16 Prozent), die Designwirtschaft (16 Prozent) und der Bereich Software-/Games-Industrie (10 Prozent). Zudem hat sich das Dezernat 16 als Treffpunkt und Veranstaltungsort für die kreative Szene etabliert. Allein im Jahr 2016 fanden rund 200 Events im Zentrum statt, dazu gehörten Netzwerkveranstaltungen oder Tagungen für die Gründerszene, Kulturveranstaltungen, Messen oder Special-Interest-Treffen von Firmen. Die Kultur- und Kreativwirtschaft ist in Heidelberg ein bedeutender Wirtschaftssektor. Jedes zehnte Unternehmen ist einer der Teilbranchen der Kreativwirtschaft zuzuordnen, mit einem Umsatz von über 600 Millionen Euro jährlich.

Stadt Heidelberg


Neue Straßennamen für ehemalige US-Fläche in der Südstadt stehen fest

Gemeinderat stimmt für Vorschläge der Kommission

In den kommenden Jahren entsteht auf der über 40 Hektar großen ehemaligen US-Fläche in der Südstadt ein neues Quartier – nun stehen dafür auch die Straßennamen fest. Der Gemeinderat hat ein Vorschlagspaket der Kommission für Straßenbenennungen in seiner Sitzung am 16. November 2017 einstimmig beschlossen. Die im Bereich der Bebauungspläne „Campbell Barracks“ und „Mark-Twain-Village-Nord“ liegenden Straßen erhalten oder behalten demnach folgende Namen: Berthold-Mogel-Straße, Emil-Gumbel-Straße, Frieda-Fromm-Reichmann-Straße, Hannah-Arendt-Straße, Elsa-Brändström-Straße, Eleonore-Sterling-Straße, Nina-Simone-Straße, Billie-Holiday-Straße, Adelheid-Steinmann-Straße, Clara-Immerwahr-Straße, Carl-Schurz-Straße, John-Zenger-Straße, Mark-Twain-Straße, Columbusstraße und Roeblingstraße. Neue Plätze erhalten die Namen Marlene-Dietrich-Platz (vor dem künftigen Karlstorbahnhof) und Paradeplatz. Der Weg um den Paradeplatz wird „Am Paradeplatz“ genannt.

Stadt Heidelberg


Baustellen in und um Heidelberg

Übersicht über die aktuellen Baustellen in der Zeit vom 20. bis 26. November 2017

  • A 656: Fahrbahneinengung von vier auf zwei Fahrstreifen wegen Brückenbauarbeiten im Bereich Friedrichsfeld; Umleitungsempfehlung über A 6 oder B 535.
  • B 37: Sanierung der Fahrbahn in Neckargemünd sowie der Friedensbrücke durch das Regierungspräsidium Karlsruhe; B 37 Bahnhofstraße in Richtung Heidelberg bis voraussichtlich Ende November 2017 gesperrt, Umleitung über Friedensbrücke und L 534.
  • Alte Eppelheimer Straße: Kanal- und Leitungsarbeiten sowie Fahrbahnsanierung zwischen Mittermaierstraße und Bluntschlistraße; bis voraussichtlich Ende März 2018 zwischen Mittermaierstraße und Kirchstraße halbseitig gesperrt, Durchfahrt in Richtung Innenstadt frei; auch Radverkehr betroffen.
  • Czernyring: Vorbereitende Arbeiten für das Mobilitätsnetz-Projekt Straßenbahn Bahnstadt und den Umbau des Czernyrings, bis voraussichtlich Mitte Dezember 2017 zwischen Czernybrücke und westlicher Ast Max-Planck-Ring in beide Richtungen gesperrt; Umleitung über Kurfürsten-Anlage, Lessingstraße und Montpellierbrücke.
  • Eppelheimer Straße (I): Umbau der Gleistrasse zwischen Henkel-Teroson-Straße und Kranichweg sowie Neubau der Autobahnbrücke über die A 5 zwischen Pfaffengrund und Eppelheim im Rahmen des Mobilitätsnetzes Heidelberg bis voraussichtlich Sommer 2018; stadtauswärts zwischen Henkel-Teroson-Straße und Kranichweg gesperrt, Umleitung über Henkel-Teroson-Straße und Hans-Bunte-Straße; stadteinwärts in Höhe alte Eisenbahnbrücke gesperrt, Umleitung über Henkel-Teroson-Straße; Straßenbahnen der Linie 22 durch Busse ersetzt; zwischen Pfaffengrund und Eppelheim Umleitung über Friedrich-Schott-Brücke.
  • Eppelheimer Straße (II): Hochbauarbeiten Westarkaden, südlicher Geh- und Radweg zwischen Da-Vinci-Straße und Czernyring bis voraussichtlich Ende Oktober 2019 vollgesperrt, Radverkehr wird auf der Fahrbahn geführt.
  • Im Emmertsgrund: Sanierung des Fußgängerstegs am Forum bis voraussichtlich Ende Februar 2018; Zufahrt zur Jellinekstraße in Höhe Forum, Umleitung über Straße Im Emmertsgrund.
  • Herrenwiesenstraße: Wegen Leitungsarbeiten und Fahrbahnsanierung zwischen Achim-von-Arnim-Straße und Rathausstraße bis voraussichtlich Ende November 2017 voll gesperrt; Umleitung über Rathausstraße; Zufahrt zu den Grundstücken bedingt frei.
  • Kurzer Buckel: Wegen Treppensanierung zwischen Neue Schlossstraße und Schlossberg bis voraussichtlich 20. November 2017 gesperrt, Umleitung zum Schloss ausgeschildert.
  • Lessingstraße: Leitungsarbeiten an der Einmündung Kurfürsten-Anlage im Vorgriff auf das Mobilitätsnetz-Projekt Hauptbahnhof Nord bis voraussichtlich Ende März 2018; einer von vier Fahrstreifen stadteinwärts gesperrt; Geh- und Radweg vollgesperrt, Umleitung über Belfortstraße und Kaiserstraße am ehemaligen Postgebäude.
  • Neuenheimer Landstraße: Private Baumaßnahme in Höhe Hausnummer 48 bis voraussichtlich Ende Juli 2018, wochentags zwischen 9 und 15 Uhr halbseitig gesperrt mit Ampelregelung.
  • Neuer Weg: Straßen- und Stützmauersanierung zwischen Neckarhangweg und Stiftweg bis Sommer 2018, zwischen Neckarhangweg und Am Büchsenacker vollgesperrt.
  • Plöck: Hochbauarbeiten in Höhe St.-Anna-Gasse bis voraussichtlich Ende November 2017; beengte Fahrbahn, Radverkehr in Richtung Sofienstraße wird über Nadlerstraße und Friedrich-Ebert-Anlage umgeleitet.
  • Steigerweg: Hangsicherung oberhalb Bergfriedhof bis voraussichtlich 8. Dezember 2017; zwischen Hausnummer 65 und Kreuzung Steigerweg / Kühruhweg voll gesperrt; Buslinie 39 wird umgeleitet.
  • St.-Peter-Straße: Grundsanierung zwischen Karlsruher Straße und Von-der-Tann-Straße bis voraussichtlich Mitte Mai 2018; zwischen Karlsruher Straße und Kreuzung Heidelberger Straße bis voraussichtlich Dezember 2017 gesperrt; Verkehr wird kleinräumig umgeleitet.
  • Theaterstraße: Abrissarbeiten am Gebäude Hauptstraße 110 bis voraussichtlich Ende 2017; Baustellenverkehr wird in der Plöck mit Ampeln entgegen der Einbahnstraße zur Theaterstraße geführt.
  • Zeppelinstraße: Grundsanierung zwischen Richard-Wagner-Straße und Blumenthalstraße; bis voraussichtlich Dezember 2017 zwischen Mozartstraße und Blumenthalstraße voll gesperrt; auch Radverkehr betroffen.

Ergänzend: www.heidelberg.de/baustellen

Stadt Heidelberg


OB Prof. Würzner zum Klimaschutz: „Ohne die lokale Ebene wird die CO2-Reduktion nicht gelingen“

COP 23 in Bonn: Heidelbergs Oberbürgermeister vertritt „Energy Cities“ und stellt städtische Vorzeigeprojekte vor

Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner mit Aisa Kirabo Kacyira (Deputy Executive Director and Assistant Secretary-General for UN-Habitat) beim „Climate Summit for Local Leaders“ am Sonntag, 12. November 2017, bei der Klimakonferenz COP 23 in Bonn.

Mit Nachdruck hat Heidelbergs Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner bei der Klimakonferenz COP 23 in Bonn darauf hingewiesen, dass die lokale und regionale Ebene gestärkt werden muss, wenn die weltweite Reduktion der CO2-Emissionen gelingen soll. Prof. Würzner hat in Bonn an unterschiedlichen Veranstaltungen teilgenommen und bei Podiumssitzungen gesprochen.

Bilanz OB Prof. Würzner: „Dringender Handlungsbedarf auf allen Ebenen“

Seine Bilanz: „Es ist dringender Handlungsbedarf auf allen Ebenen. Wenn wir die gesteckten Ziele in Heidelberg, Europa und weltweit erreichen wollen, müssen wir jetzt handeln. In Heidelberg sind wir schon auf einem guten Weg, aber noch lange nicht am Ziel. Ohne die lokale Ebene wird es uns weder in Europa noch weltweit gelingen, eine Reduktion der CO2-Emissionen und das in Paris gesteckte 2-Grad-Ziel zu erreichen. Die nationalen Regierungen müssen enger mit den Städten und Regionen zusammenarbeiten, ihnen Rahmen und Möglichkeiten schaffen, die Maßnahmen umzusetzen.“

An der 23. Weltklimakonferenz „COP 23“ von Montag, 6. November, bis Freitag, 17. November 2017, nehmen Diplomaten, Politiker und Vertreter der Zivilgesellschaft aus aller Welt teil. Sie alle haben das Ziel, die Umsetzung des Pariser Klimaabkommens zu konkretisieren und weiter voranzutreiben. Die Konferenz ist die größte zwischenstaatliche Konferenz, die es in Deutschland je gegeben hat. Nach Angaben des Bundesumweltministeriums nehmen bis zu 25.000 Menschen aus allen Ländern der Welt teil, dazu rund 500 Nichtregierungsorganisationen (NGOs) und mehr als 1.000 Journalistinnen und Journalisten. Neben vielen bekannten Politikern sind auch Prominente wie Arnold Schwarzenegger, Leonardo DiCaprio, Al Gore und Michael Bloomberg vor Ort.

Prof. Würzner vertritt als Präsident von „Energy Cities“ Städte und Gemeinden

Klimakonferenz COP 23: Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner (rechts) bei der Vertragsunterzeichnung mit Betrand Piccard, Projektentwickler von „Solar Impulse“ und Abenteurer, der mit einem Solarflugzeug die Welt umrundet hat.

Prof. Würzner trat bei der Konferenz auch als Vertreter des Städtenetzwerks „Energy Cities“ auf. Energy Cities ist ein Zusammenschluss aus über tausend europäischen Gemeinden, die sich eine nachhaltige Energiepolitik zum Ziel gesetzt haben. Prof. Würzner ist seit 2006 Präsident des Netzwerks. Er berichtete: „Neben den vielen Gelegenheiten, für die europäischen Städte und Gemeinden zu sprechen, hatte ich in der Bonn-Zone ausreichend Gelegenheit, mich mit Regierungsvertreterinnen und -vertretern aus aller Welt sowie mit zahlreichen NGOs über die Umsetzung der Pariser Ziele auf lokaler Ebene auszutauschen.“ Heidelbergs Oberbürgermeister war an folgenden Programmpunkten aktiv beteiligt:

Auf dem „Climate Summit for Local Leaders“ am Sonntag, 12. November, nahm Prof. Würzner gemeinsam mit dem ehemaligen Bürgermeister von New York, Michael Bloomberg, und dem ehemaligen Gouverneur von Kalifornien, Arnold Schwarzenegger, an der Veranstaltung der „Europaen Climate Foundation“ und der „Bloomberg Philantrophies“ teil. Er setzte sich beim Thema „Jenseits von Kohle nach Paris: Können die USA und die EU ihre Kohlekraftwerke rechtzeitig stilllegen, um die Pariser Ziele zu erreichen?“ für die Interessen von Städten ein. Als Vertreter der europäischen Sektion des „Global Covenant of Mayors“ („Konvent der Bürgermeister“) appellierte er an alle Städte und Regionen, sich den Pariser Klimazielen zu verpflichten und dem Bündnis anzuschließen. Bisher sind bereits fast 8.000 Städte weltweit dem Covenant beigetreten.

Zudem war Prof. Würzner am Montag, 13. November, an einer Diskussion des Deutsch-Chinesischen Forums der GIZ (Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit) mit Bundesumweltministerin Barbara Hendricks eingeladen, die besten Heidelberger und europäischen Ideen zum Klimaschutz vorzustellen und mit dem chinesischen Umweltminister zu diskutieren.

Prof. Würzner nahm als Vertreter des Städtenetzwerks „Energy Cities“ die Gelegenheit wahr, zum „European Union Energy Day“ am Donnerstag, 16. November, einen Kurzvortrag zu halten. Als Präsident des Zusammenschlusses aus über tausend europäischen Gemeinden betonte Prof. Würzner die zentrale Rolle von Städten und Gemeinden bei der Umsetzung der in Paris vereinbarten Klimaschutzziele.

In Bonn unterzeichnete Prof. Würzner im Namen des „EU Covenant of Mayors“ gemeinsam mit Bertrand Piccard („Solar Impulse“/Abenteurer, der mit einem Solarflugzeug die Welt umrundete), Vertretern der Europäischen Kommission (Miguel Arias Cañete, Kommission für Klima und Energie) und des Europaparlaments (Claude Turmes) eine Absichtserklärung mit der „World Alliance for Efficient Solutions“. Beide Einrichtungen bekräftigen darin die gegenseitige Unterstützung zur Erreichung der CO2-Reduktionssziele (20% bis 2020 und 40% bis 2030).

Hintergrund: Die UN-Klimakonferenz ist die jährlich stattfindende Vertragsstaatenkonferenz (Conference of the Parties, COP) der UN-Klimarahmenkonvention. Seit 2005 ist die Konferenz um das Treffen der Mitglieder des Kyoto-Protokolls (Meeting of the Parties to the Protocol, MOP) und seit 2016 um das Treffen der Unterzeichner des Paris-Abkommens (Meetings of the Parties to the Paris Agreement, CMA) ergänzt worden. Die jährlich stattfindende Vertragsstaatenkonferenz ist das höchste Gremium der Klimarahmenkonvention UNFCCC. In diesem internationalen Übereinkommen haben sich alle Industrieländer zur Reduktion ihres Ausstoßes an Treibhausgasen verpflichtet. Bei der COP 21 in Paris wurde das erste Klimaschutzabkommen vereinbart, das alle 195 Mitgliedsstaaten der UN-Klimarahmenkonvention in die Pflicht nimmt.

Ergänzende Informationen zur Weltklimakonferenz 2017 unter www.cop23.de sowie zum Netzwerk Energy Cities unter http://www.energy-cities.eu.

Stadt Heidelberg


Drei neue Projekte für die Vorhabenliste

Die neue Auflage der Vorhabenliste ist da: Seit 2012 informiert die Stadt Heidelberg regelmäßig und frühzeitig in Form kurzer Steckbriefe über wichtige städtische Projekte und Vorhaben. In der aktuellen Fortschreibung gibt es kompakte Informationen zu 114 Projekten. Die Vorhabenliste der Stadt Heidelberg wurde um drei neue Vorhaben ergänzt. Sie werden mit Beschluss des Gemeinderats vom 16. November 2017 erstmals in der Liste veröffentlicht.

Folgende Vorhaben befinden sich zum ersten Mal auf der Liste:

Fahrradstraßen in Heidelberg

Um die Verkehrssicherheit für Fahrradfahrerrinnen und -fahrer zu erhöhen und den Radverkehr kostengünstig zu stärken, sollen in Heidelberg weitere Fahrradstraßen ausgewiesen werden. Ziel ist es, den umwelt-, stadt- und sozialverträglichen Verkehr zu fördern und die Belastungen durch den motorisierten Individualverkehr zu mindern. Hierfür sind 20 Straßen geprüft und eine Machbarkeitsstudie erstellt worden. Im nächsten Schritt sollen nach einer abschließenden verkehrsrechtlichen Prüfung im Jahr 2018 folgende Straßen als Fahrradstraßen ausgewiesen werden:

  • Plöck von Sofienstraße bis Ebertplatz
  • Gaisbergstraße von Dantestraße bis Adenauerplatz
  • Zeppelinstraße von Berliner Straße bis Blumenthalstraße
  • Vangerowstraße Ost von Bluntschlistraße bis Fehrentzstraße,
  • Steubenstraße und an der Tiefburg von Kapellenweg bis Kriegsstraße
  • Alte Eppelheimer Straße von Emil-Maier-Straße bis Römerstraße
  • Wieblinger Weg von Mannheimer Straße bis Ochsenkopf
  • Poststraße und Alte Bergheimer Straße von Römerstraße bis Altes Hallenbad
  • Leimer Straße von Bierhelderweg bis Abzweig B3

Vermeidung von Coffee-to-go-Einwegbechern – Stadtweite Imagekampagne

Um die kontinuierlich steigende Müllproduktion durch Einwegbecher zu reduzieren, prüft die Stadt Heidelberg die Einführung des „Heidelberg-Bechers“ mit einem Pfandsystem. Zum Jahresende 2017 ist eine Öffentlichkeitskampagne mit Werbeplakaten, Infoständen, Flyern und Onlineangeboten geplant, um Bürgerinnen und Bürger für das Thema zu sensibilisieren. Die Gesamtkosten für die Kampagne belaufen sich auf rund 35.000 Euro.

Hauptstraße Ost

Der Abwasserkanal im östlichen Teil der Hauptstraße stammt aus der Zeit um 1890 und weist schwere bauliche Schäden auf. Deshalb soll er zwischen Mönchgasse und Karlstor auf einer Länge von rund 450 Metern ausgetauscht werden. Gleichzeitig werden die Stadtwerke Heidelberg Stromleitungen und eine Fernwärmeleitung neu verlegen und die vorhandenen Gas- und Wasserleitungen bereichsweise erneuen. Die Gehwege bleiben bis auf wenige Anpassungen bestehen. Als Baubeginn ist der 19. Februar 2018 geplant. Die Baumaßnahme ist in drei Bauabschnitte aufgeteilt und wird voraussichtlich im dritten Quartal des Jahres 2020 abgeschlossen. Die Gesamtkosten betragen voraussichtlich rund 3,8 Millionen Euro.

Die beiden Vorhaben „Klarstellungssatzung für einen Bereich des Heiligenbergs in Neuenheim und Handschuhsheim“ und „Erhaltungssatzungen Neuenheim“ erscheinen ab November 2017 nicht mehr in der Vorhabenliste, da sie inzwischen rechtskräftig geworden sind.

Frühzeitige Information wichtig, um Mitgestaltung zu ermöglichen

Ziel der Vorhabenliste ist es, Bürgerinnen und Bürger frühzeitig und in einer gut lesbaren Form zu informieren, welche Projekte in Heidelberg laufen oder anstehen. Neue Vorhaben werden so früh aufgenommen, dass eine frühzeitige Mitgestaltung grundsätzlich möglich ist. Dadurch werden bereits Grundüberlegungen zu einem Vorhaben transparent, auch wenn es noch viele offene Fragen geben kann – sei es zum geplanten Vorhaben selbst oder zur Frage, ob und in welcher Form eine Bürgerbeteiligung stattfinden soll. Die gelisteten Vorhaben sind in unterschiedlichen Planungs- und Projektphasen: Manche werden bereits umgesetzt, andere stehen noch ganz am Anfang. Neben einer kurzen Projektbeschreibung erhält der Leser auch Informationen zum Zeit- und Budgetplan, zu bereits getroffenen Beschlüssen sowie die Namen der Ansprechpartner. Jeder einzelne Steckbrief ist nicht länger als eine DIN A4-Seite – fasst das Wichtigste also sehr komprimiert zusammen.

Die Veröffentlichung der nächsten komplett überarbeiteten Vorhabenliste mit aktualisierten und neuen Vorhaben soll im Juli 2018 beschlossen werden. Um zwischenzeitlich eine frühzeitige Information der Bürgerinnen und Bürger zu ermöglichen, werden bereits veröffentlichte Projekte bei Bedarf fortlaufend im Internet aktualisiert.

Ergänzend: www.heidelberg.de/vorhabenliste

Stadt Heidelberg


Gemeinderat beschließt Alternativkonzept zur Übernachtungsteuer

Maßvolle Erhöhung des Kombitickets für Schloss und Bergbahn ab 2019 / Finanzieller Beitrag der Hotellerie

Die Übernachtungsteuer für Heidelberg ist vom Tisch: Der Heidelberger Gemeinderat hat sich in seiner Sitzung am Donnerstag, 16. November 2017, gegen die Einführung der Übernachtungsteuer ausgesprochen und stattdessen mehrheitlich ein Alternativkonzept beschlossen. Das Alternativkonzept ermöglicht auch ohne Erhebung der Steuer deutliche finanzielle Verbesserungen für den Konzern Stadt Heidelberg. Es sieht unter anderem eine maßvolle Erhöhung des Kombitickets für die Bergbahnnutzung und den Schlosseintritt in zwei Schritten jeweils zum Jahresbeginn 2019 und 2021 vor. Damit gelingt es, die vielen Tagestouristen stärker an den hohen Infrastrukturkosten in Heidelberg zu beteiligen. Denn das Schloss wird vor allem von Touristen besucht: Zwei Drittel der rund 1,1 Millionen Schlossbesucher 2016 waren das erste Mal zu Gast.

Die Übernachtungsteuer hätte dagegen vor allem Besucherinnen und Besucher getroffen, die für mehrere Tage in Heidelberg bleiben. Gerade Mehrtagesgäste möchte aber das Stadtmarketing noch stärker für einen Aufenthalt in Heidelberg gewinnen, um den Verkehr in der Stadt zu reduzieren und die heimische Wirtschaft zu stärken. Zum Vergleich: Mehrtagesgäste geben im Durchschnitt rund 170 Euro pro Tag in Heidelberg aus – viermal so viel wie Tagestouristen. Das Alternativkonzept wurde von einem Arbeitskreis unter der Leitung der Heidelberg Marketing GmbH erarbeitet. Ihm gehörten Mitglieder des Gemeinderates, der Stadtverwaltung und der Hotellerie an.

Das Alternativkonzept umfasst im Einzelnen folgende zusätzliche Einnahmen für den Konzern Stadt Heidelberg:

  • Einen einmaligen und freiwilligen finanziellen Beitrag in Höhe von insgesamt 300.000 Euro, den mehr als 80 Heidelberger Übernachtungsbetriebe für das Jahr 2018 an Heidelberg Marketing zur Stärkung der touristischen Infrastruktur und Vermarktung zahlen
  • Erhöhung des gemeinsamen Kombitickets von Stadt Heidelberg und Land Baden-Württemberg für Erwachsene für die Fahrt mit der Bergbahn und den Eintritt in das Schloss um einen Euro zum 1. Januar 2019: 70 Cent von jedem Euro gehen an die Stadt – voraussichtliche jährliche Mehreinnahmen für die Stadt: rund 525.000 Euro
  • Erhöhung des Kombitickets für Bergbahn und Schlosseintritt um einen weiteren Euro zum 1. Januar 2021: 30 Cent von jedem Euro gehen an die Stadt – voraussichtliche jährliche Mehreinnahmen für die Stadt: rund 220.000 Euro

Hinzu kommt, dass durch das Alternativkonzept folgende finanzielle Auswirkungen – die bei Einführung der Übernachtungsteuer zu erwarten gewesen wären – vermieden werden:

  • Geringere Gewerbesteuereinnahmen für die Stadt Heidelberg aufgrund des zusätzlichen Verwaltungsaufwands der Hotellerie: jährlich rund 325.000 Euro
  • Wegfall des Sponsorings der Hotellerie für Heidelberger Kultureinrichtungen: jährlich rund 200.000 Euro, unter anderem für den Heidelberger Frühling, das Theater und Enjoy Jazz
  • Fünf Prozent der Einnahmen aus der Übernachtungsteuer sollten von der Stadt Heidelberg an die Hotellerie für Werbemaßnahmen gehen: jährlich rund 70.000 Euro

In der Summe ergeben sich durch das Alternativkonzept positive finanzielle Auswirkungen in Höhe von 895.000 Euro für 2018, 1,12 Millionen Euro ab 2019 und 1,34 Millionen Euro ab 2021. Ab dem Jahr 2019 ist die Summe damit annährend so groß wie die Einnahmen, die durch die Einführung der Übernachtungsteuer jährlich zu erwarten gewesen wären (im Saldo rund 1,2 Millionen Euro). Ab dem Jahr 2021 übersteigt die Summe des Alternativkonzeptes gar die kalkulierten Einnahmen durch die Übernachtungsteuer.

Hinzu kommt, dass durch den Beschluss eine hohe finanzielle Belastung für das Heidelberger Hotelgewerbe und das Ausweichen von Übernachtungsgästen auf das Umland vermieden werden: Die Einführung einer Übernachtungsteuer hätte einem Gutachten zufolge zu einem erhöhten Verwaltungsaufwand bei der Hotellerie in Höhe von voraussichtlich rund 1,6 Millionen Euro im Jahr geführt.

Stadt Heidelberg


Landgut Lingental eröffnet mit Adventsmarkt

Weihnachtsstimmung 300 Meter über Heidelberg im „abgeschiedenen Sorgenfrei“

Heidelberg/Lingental - 25 Kilometer von Mannheim und nur 15 Autominuten von der Heidelberger Altstadt entfernt liegt in 300 Meter Höhe, angrenzend zum Odenwald und dem benachbarten Kraichgau, das Zauberhafte Landgut Lingental, das von seinem ehemaligen Besitzer, dem Rechtsprofessor Karl Salomo Zachariae, in seiner Biographie aus dem Jahr 1818 als „ein von den Wohnungen der Menschen abgeschiedenes Sorgenfrei“ beschrieben wurde.

Mit einem Weihnachtsmarkt am ersten und zweiten Adventswochenende zieht neues Leben in das romantische Gebäude-Ensemble mit seinem einladenden Außenbereich am ca. 2000 qm großen Naturteich ein. Rund 20 Aussteller bieten an diesen beiden Wochenenden von Freitag bis Sonntag traditionelles Kunsthandwerk an liebevoll geschmückten Ständen im vorweihnachtlichen Dorf und in festlichen Z Eventscheune an. Handpuppen und Krippenfiguren, antiker und moderner Christbaumschmuck, Edles aus Papier und Keramik, Warmes aus Wolle und Feines aus Seide: Kein Weihnachtswunsch bleibt hier unerfüllt.

Floristin Christiane Risch Kübler bietet in ihrer neuen Blumenwerkstatt phantasievolle Adventskränze und Weihnachtsdekoration an. Heiße Maroni, leckere Waffeln, gebrannte Mandeln und andere Köstlichkeiten verwöhnen den Gaumen. Der Glühwein kommt dabei vom benachbarten Weingut Clauer, das seine Trauben auf der „Heidelberger Sonnenseite ob der Bruck“ – direkt gegenüber des weltberühmten Heidelberger Schlosses – pflückt. Und wer will, nimmt seinen im Odenwald frisch geschlagenen Weihnachtsbaum direkt mit nach Hause.

Für die Geschäftsführerin der neuen Betreibergesellschaft Z Event & Catering GmbH, Anne-Kathrin Zentsch, erfüllt sich damit ein Herzenswunsch: „Das Landgut Lingental mit seinen vielen Bewirtschaftungsmöglichkeiten bietet die ideale Ergänzung zum bestehenden Portfolio von Z Event & Catering. Dass wir zum Auftakt an diesem zauberhaften Ort gleich mit einem Adventsmarkt beginnen, ist für mich als Weihnachtsfan ein ganz besonderer Start in eine neue Ära. Insbesondere Familien mit Kindern möchten wir mit unseren Aktionen und unserem gastronomischen Angebot begeistern.“

Nach umfangreichen Sanierungsmaßnahmen in 2012 und 2013 musste das Landgut Lingental nach einem fulminanten Start nicht zuletzt wegen eines unerwarteten Hochwasserereignisses im Mai und Juni 2016 den kompletten Betrieb einstellen. Seit dem 9. Juni 2017 hat das Zauberhafte Landgut Lingental einen neuen Besitzer: Z Event & Catering.

Mit Investitionen im hohen sechsstelligen Bereich wird das Landgut seit fünf Monaten saniert. Diesem Neuanfang sieht der Oberbürgermeister der Stadt Leimen Hans Reinwald positiv entgegen: „Wir freuen uns, dass nach der Zeit des Stillstands jetzt klar ist, dass das Landgut Lingental professionell geführt wird und diese wunderschöne Location wieder eines der attraktivsten Ausflugsziele in der Metropolregion sein wird. Nach einer intensiven Bestandsanalyse in enger Abstimmung mit den zuständigen Fachbehörden wird aktuell ein Konzept erstellt, das sowohl die kommunalen Interessen des Ausbaus der L 600 sowie den Ausbau des Wanderwegnetzes zum Gegenstand hat.“

Nach dem Adventsmarkt sind unabhängig vom Fortschreiten der Umbau- und Instandsetzungsmaßnahmen ganzjährig weitere Events im Außenbereich geplant. Schon kurz nach Weihnachten soll ein Lingentaler Winterdorf entstehen. Zum Winterzauber wird die quirlige Eventmanagerin Anne-Kathrin Zentsch in Kürze mehr verraten.

Neben den Veranstaltungen im großzügigen Außenbereich wird es im Küchenmichl ganzjährig ein A-La-Carte Restaurant mit regionalen Gerichten und internationalen Kreationen, passend zur jeweiligen Saison, geben. Die verschiedenen gastronomischen Angebote wie z.B. eine Sushi & Wine Bar koordiniert der ehemalige Weinchef der Sylter Sansibar Torsten Ibers. Dort hat er vor 20 Jahren seine gastronomische Karriere als Küchenlehrling begonnen und nahezu alle Stationen in Deutschlands berühmtester Holzhütte durchlaufen. Als Chefeinkäufer hat er bis zu 2.000 Weine auf die Karte und an schönen Tagen mit seinem Team bis zu 3.000 Essen aus der Dünenküche über den Tresen gebracht. Insbesondere der Markenaufbau der gekreuzten Säbel - dem Logo der Sansibar, das verschiedensten Produkten ein Zeugnis von hoher Qualität verleiht - und der damit einhergehende Markenschutz wurden zu seinem Steckenpferd. Die Kombination aus familiärem Ausflugsziel und Szenetreff für Naturliebhaber und Individualisten, das Spagat zwischen bodenständig und hip, dabei Type sein und alle Regeln der Gastronomie auf den Kopf stellend, das sind die Maßstäbe, die er für das Landgut Lingental sieht: „Dieses schöne Fleckchen Erde birgt ein enormes Potential. Hier muss sich jeder unabhängig vom Geldbeutel wohlfühlen dürfen.“

Vom Loungebereich für 20 Gäste bis zur Z Event Festscheune, die auf 400 Quadratmetern im Erdgeschoss und der offenen Galerie im Obergeschoss Platz für bis zu 250 Gästen bietet, stehen insgesamt sieben Räumlichkeiten für private Feiern zur Verfügung. Wer das gesamt Landgut mietet, kann dort mit bis zu 500 Gästen feiern. Attraktive Ladengeschäfte mit hauseigenen Produkten und ausgefallenen Accessoires laden neben einem unverbauten Blick in die Natur zum Verweilen ein. Für Hochzeiten, Firmenincentives und private Feiern sowie temporäre Ausstellungen und Events ist die frisch renovierte Z Event-Scheune ab sofort geöffnet. Die Blumenwerkstatt von Christiane Risch Kübler präsentiert sich ab dem 1. Januar in neuen Räumlichkeiten. Das Grand Opening soll nach Fertigstellung aller baulichen Maßnahmen Anfang März stattfinden.

Adventsmarkt: 1. + 2. Adventswochende

freitags 14 – 20 Uhr, samstags & sonntags 12 – 20 Uhr

Öffnungszeiten Landgut: ganzwöchig mit durchgehend warmer Küche geöffnet

Küchenmichl: täglich, 11 – 24 Uhr durchgehend warme Küche

Sushi & Wine: Mi – So, 16 – 24 Uhr

Event Festscheune: 100 – 300 Gäste, ab sofort buchbar

Reservierung & Information: www.landgut-lingental.de oder telefonisch unter 06221-79110.

Fotogalerie zur Pressekonferenz:

Fotogalerie zum Landgasthaus Lingental:

Fotogalerie zur Blumenwerkstatt:

Fotogalerie zum Essen im Landgasthaus Lingental:

Text: CommCo Communication & PR Consulting Foto: dak


Klavier symphonisch

Konzert in der Musik- und Singschule am 26. November

Die Musik- und Singschule lädt am 26. November zum Konzert „Klavier symphonisch“ ein.

Ein „symphonisches“ Klavierkonzert präsentiert die Musik- und Singschule Heidelberg am Sonntag, 26. November 2017, um 17 Uhr im Johannes-Brahms-Saal, Kirchstraße 2. Auf dem Programm stehen die Sinfonie Nr. 7 A-Dur op. 92 von Ludwig van Beethoven bearbeitet für zwei Klaviere zu acht Händen von Theodor Kirchner sowie die Sinfonie Nr. 1 c-moll op. 68 von Johannes Brahms, bearbeitet für Violine, Cello und Klavier zu vier Händen von Friedrich Hermann. Ausführende sind Irina Madirazza, Eiko Yamada, Uwe Balser, Norbert Schubach (Klavier), Mirek Jahoda (Violine) sowie Eva Röntz (Violoncello). Karten zu sechs, ermäßigt drei Euro, gibt es an der Abendkasse.

Text: Stadt Heidelberg Foto: Musik- und Singschule Heidelberg


Luther 500: Stummfilm mit Livemusik in der Heiliggeistkirche

Hans Kysers historischer Stummfilm „Luther“ ist am Dienstag 28. November, um 19 Uhr in der Heiliggeistkirche mit Livemusik zu erleben. Knapp 90 Jahre nach seiner Premiere ist der kontrovers diskutierte Film 2017 aufwendig rekonstruiert worden und wird nun erstmals in Heidelberg gezeigt. Organist ist an diesem Abend der vielfach ausgezeichnete Chorleiter und Komponist Jan Wilke. Elektronische Instrumente bedient Produzent und DJ Tobias Breier. Der Filmabend ist eine Kooperation des Kulturamts der Stadt Heidelberg mit dem Medienforum Heidelberg e.V. und der Citykirche Heiliggeist im Rahmen der Reihe „Luther 500“. Der Eintritt kostet zehn, ermäßigt acht Euro. Tickets sind im Vorverkauf im Karlstorkino, Am Karlstor 1, sowie bei allen bekannten Vorverkaufsstellen erhältlich.

Stadt Heidelberg


Für Kultur- und Kreativschaffende: Jetzt anmelden für Orientierungsberatungen am 6. Dezember

„Welchen Preis hat eine kreative Idee? Wie lassen sich aus Ideen Geschäftsmodelle entwickeln? Wo findet man neue Kontakte und Kunden?“ Antworten auf diese Fragen liefern Orientierungsgespräche für Kultur- und Kreativschaffende am Mittwoch, 6. Dezember 2017, im Kultur- und Kreativwirtschaftszentrum Dezernat 16, Emil-Maier-Straße 16, 69115 Heidelberg. Angeboten werden die kostenlosen Beratungen von der MFG Innovationsagentur Baden-Württemberg in Kooperation mit der Stabsstelle Kultur- und Kreativwirtschaft der Stadt Heidelberg. Ziel der Beratung ist es, erste Lösungsansätze zu entwickeln und über Netzwerke, Anlaufstellen und Förderangebote zu informieren. Das Angebot richtet sich an Kreative aus allen Teilmärkten der Kultur- und Kreativwirtschaft wie Architektur, Design, Musik-, Film-, und Rundfunkwirtschaft, Kunst- und Buchmarkt, Games-Industrie, Darstellende Künste sowie Presse und Werbemarkt.

Interessierte werden gebeten, sich für die einstündigen Einzelgespräche mit Stephanie Hock, Kulturwissenschaftlerin mit Schwerpunkt Betriebswirtschaftslehre, unter www.innovation.mfg.de/de/services/orientierungsberatungen anzumelden.

Stadt Heidelberg


Sich wehren lernen – Kurse zur Selbstbehauptung

Stadt Heidelberg finanziert Workshops beim Verein Frauennotruf

Wie verhalte ich mich in Situationen, die mir gefährlich erscheinen? Wie lasse ich solche Situationen gar nicht erst entstehen? Wie reagiere ich, wenn ein Bekannter übergriffig wird? Antworten auf solche und andere Fragen bekommen Frauen in Selbstbehauptungskursen. Die Stadt Heidelberg finanziert diese Kurse seit April 2016. Sie sind ein Baustein, mit dem das Sicherheitsempfinden der Heidelberger Bevölkerung gestärkt werden soll. Der Verein „Frauennotruf gegen sexuelle Gewalt an Frauen und Mädchen Heidelberg“ bietet die Selbstbehauptungskurse an. Ziel ist es, Übergriffe in den jeweiligen Situationen frühzeitig zu erkennen, sich davor entsprechend zu schützen oder sie erfolgreich abzuwehren. Die Frauen lernen, ihre persönlichen Grenzen ernst zu nehmen und deutlich zu machen. Die eigenen Stärken sollen bewusst wahrgenommen und gestärkt werden.

Nächste Kurstermine 2017

Ein Kurs dauert sechs Stunden. Pro Seminar können acht bis zwölf Frauen ab 18 Jahren teilnehmen. Die Kurse sind kostenlos und finden jeweils von 18 bis 21 Uhr im Forum am Park, Poststraße 11, 69115 Heidelberg, statt. Kursleiterin ist Edith Kutsche. Sie ist unter anderem Wen-Do-Trainerin und Fachberaterin für Psychotraumatologie. Die nächsten Kurstermine:

  • Montag und Dienstag, 27. und 28. November
  • Montag und Dienstag, 4. und 5. Dezember
  • Montag und Dienstag, 11.und 12. Dezember.

Interessierte Frauen können sich bis jeweils zwei Tage vor Kursbeginn anmelden: per E-Mail an  info@frauennotruf-heidelberg.de oder telefonisch unter 06221 181622.

Stadt investiert in den Schutz und die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger

Für die Selbstverteidigungs-Workshops erhält der Frauennotruf von der Stadt Heidelberg rund 13.300 Euro pro Jahr. Der Schutz und die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger haben für die Stadt Heidelberg einen hohen Stellenwert. Mit umfangreichen Anstrengungen im Rahmen des Netzwerkes der Kommunalen Kriminalprävention leistet die Stadt ihren Beitrag dafür. Jedes Jahr investiert sie in eigene Projekte und Maßnahmen 30.000 Euro. Außerdem fördert sie externe Akteure der Kommunalen Kriminalprävention wie Vereine und Institutionen. Insgesamt hat der Gemeinderat im Doppelhaushalt 2017/2018 pro Jahr für die Kriminalprävention rund 520.000 Euro beziehungsweise etwa 540.000 Euro bewilligt.

Stadt Heidelberg


Stadt Heidelberg wirkt in überregionalem Netzwerk an Weiterentwicklung innovativer Mobilität mit

Heidelberg arbeitet an der überregionalen Weiterentwicklung von intelligenter Mobilität für die Zukunft mit: Die Stadt gehört seit Kurzem dem neuaufgestellten Netzwerk „Automotive Engineering Network“ (AEN) an. Ziel des Mobilitätsclusters ist die Verbreitung, Nutzung und Weiterentwicklung innovativer Technologien in den Bereichen Digitalisierung, E-Mobilität und alternative Antriebskonzepte. Die Mitgliedschaft bietet der Stadt Heidelberg die Chance, in Zusammenarbeit mit der Region Karlsruhe an der Weiterentwicklung intelligenter Mobilität mitzuwirken. Für Heidelberger Unternehmen und Wissenschaftseinrichtungen entstehen zugleich positive Kooperationseffekte. Die Stadtverwaltung hat den Haupt- und Finanzausschuss des Gemeinderats am 8. November 2017 über die Mitgliedschaft im AEN informiert.

Das Netzwerk bietet Möglichkeiten zur Aus- und Fortbildung für unternehmerisch interessierte Absolventen der Hochschulen und Schulen sowie für Unternehmer und Mitarbeiter, vor allem aus dem Bereich der Automobiltechnologien. Zudem fördert es Wissenschaft und Forschung durch die Begleitung und Unterstützung von wissenschaftlichen Forschungsarbeiten. Schulungen, Workshops, Kongresse, Netzwerk- und Kontaktveranstaltungen dienen als Plattform für den Austausch von Wissen und Erfahrungen. Heidelberg ist Standort einer Vielzahl von innovativen Institutionen und Unternehmen aus dem Automobilbereich. Zugleich arbeiten die Stadt und die Stadtwerke Heidelberg gemeinsam mit weiteren Akteuren im Sinne einer „Smart City“, einer intelligent vernetzten Stadt, an der Weiterentwicklung und stärkeren Verbreitung von E-Mobilität. Hier sollen neue Geschäftsmodelle kreiert und umgesetzt, Start-ups unterstützt sowie Synergien durch Vernetzung geschaffen werden.

Das Netzwerk AEN wurde 2004 durch die Wirtschaftsförderung der Stadt Karlsruhe mit Partnern aus Wirtschaft und Wissenschaft gegründet und 2015 neu aufgestellt. Es hat sich zu einem wichtigen Ansprechpartner im Bereich Mobilität in der Region Karlsruhe und in Baden-Württemberg entwickelt.

Stadt Heidelberg


Heidelberger Winterdienst: einsatzbereit bei Schnee und Eis

Am Wochenende 11./12. November 2017 hatte der Heidelberger Winterdienst seinen ersten Einsatz auf dem Königstuhl. Generell stehen bis zu 140 Winterdienst-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter der städtischen Ämter bereit, um die Straßen und Wege zu räumen. Ab vier Uhr morgens bis 22 Uhr wird bei Schnee und Eis gestreut und geräumt. Bis ein Uhr nachts und an den Wochenenden bis vier Uhr sorgt die Notdienst-Schicht für freie Straßen.

Die Stadt hat 2.200 Tonnen Streusalz und 20 Tonnen Split eingelagert – rund fünf Meter hoch ist der weiße Salzberg in der Lagerhalle beim Amt für Abfallwirtschaft und Stadtreinigung. Die Erfahrung zeigt, dass in einer normalen Wintersaison je nach Schneefall zwischen 500 Tonnen und 2.000 Tonnen Streusalz gebraucht werden. Die Winterdienstbereitschaft startet am Donnerstag, 16. November 2017, und endet am Donnerstag, 5. April 2018.

Fokus liegt auf Sicherheit und Umweltschutz

Der Winterdienst ist eine organisatorische und technische Gemeinschaftsleistung, bei der Sicherheit und Umweltschutz großgeschrieben werden. Zum Schutz der Umwelt dürfen – das gilt auch für die Bürgerinnen und Bürger – zum Streuen nur abstumpfende Materialien wie Sand oder Splitt verwendet werden. Auftauende Mittel sind nicht gestattet. Nur in Steillagen oder am Hang darf ein Gemisch aus Salz und Splitt oder Sand mit maximal einem Drittel Salzanteil verwendet werden. Dort, wo Salz in den Wurzelbereich von Bäumen und Sträuchern geraten kann, ist ein solches Gemisch generell nicht erlaubt.

Pflichten der Bürgerinnen und Bürger

Zur Sicherheit im Winter müssen die Bürgerinnen und Bürger ihren Teil beitragen. Gemäß der kommunalen Satzung müssen die Anliegerinnen und Anlieger die Gehwege bei Schnee und Glätte an Wochentagen durchgehend bis 21 Uhr räumen und streuen – an Wochentagen ab 7 Uhr morgens, an Sonn- und Feiertagen ab 8 Uhr. Der Schnee muss so an den Gehwegrand geschoben werden, dass Fußgänger ungehindert passieren können. Ein Übergang über die Straße muss möglich sein. Es muss zudem gewährleistet sein, dass die Winterdienstfahrzeuge jederzeit überall schnell durchkommen – oft erschweren falsch geparkte Fahrzeuge die Winterdiensträumung.

Der Heidelberger Winterdienst in Zahlen

  • Rund 500 Kilometer Straßen und Wege werden geräumt und gestreut.
  • Bei einem Volleinsatz sind rund 140 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unterwegs.
  • Insgesamt sind 2.200 Tonnen Salz und 20 Tonnen Split gelagert.
  • 14 Fahrzeuge werden mit Schneepflug und Streugeräten für den Winterdienst ausgerüstet.
  • Für die Radwege stehen neun Kleinräumer bereit.

Stadt Heidelberg


Aktionswoche gegen die Verwendung von „Coffee to go“-Einwegbechern

Stadt Heidelberg und viele Umweltinitiativen beteiligen sich an der Europäischen Woche der Abfallvermeidung

Alternativen zur Wegwerfgesellschaft und Ressourcenverschwendung: Diesen Themen widmet sich vom 18. bis 26. November 2017 wieder die „Europäische Woche der Abfallvermeidung“ mit tausenden öffentlicher Aktionen. Auch Heidelberg ist wieder dabei – diesmal richtet sich die Aktionswoche insbesondere gegen die Verwendung von „Coffee to go“-Einwegbechern.

Am Donnerstag, 23. November 2017, ist die Abfallwirtschaft und Stadtreinigung Heidelberg von 10 bis 14 Uhr mit einem Infostand zum Thema „Vermeidung von ‚Coffee to go‘–Einwegbechern“ an der Ecke Theaterstraße/Hauptstraße vertreten. Dort stellen die städtischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Möglichkeiten vor, die die Einzelnen haben, um gegen die Einwegbecherflut vorzugehen. Es gibt zudem Informationen, wo Interessierte ihre selbst mitgebrachten Mehrwegbecher wieder befüllen lassen können – zum Teil sogar mit Rabatt für das „Mehrweg“-Getränk.

Gemeinsam mit der Stadt werden sich in dieser Aktionswoche die Grüne Jugend, der Bund für Umwelt- und Naturschutz (BUND), der NABU und verschiedene Hochschulgruppen und Studierende der Pädagogischen Hochschule mit Aktionen und Infotischen in der Stadt, auf dem Platz vor dem Hauptbahnhof und im Neuenheimer Feld für einen Kaffeegenuss im Mehrwegbecher stark machen.

Auf der Website www.wochederabfallvermeidung.de sind alle Beiträge aus Deutschland in einer Aktionskarte zusammengefasst. Weitere Infos zum Thema Abfall und zu den städtischen Aktionen gibt es online unter www.heidelberg.de/abfall.

Heidelberg will die Einwegbecher-Flut aktiv eindämmen

Die Aktionen finden im Rahmen einer Öffentlichkeitskampagne statt, mit der die Stadt Heidelberg die Einwegbecher-Flut aktiv eindämmen möchte. Zur Reduzierung der „Coffee to go-Becher“ sollen die Verbraucherinnen und Verbraucher mit Faltblättern und Werbeplakaten, Onlineangeboten, Infoständen und diversen Aktionen dazu aufgerufen werden, für ihren „Coffee to go“ einen Mehrwegbecher zu verwenden oder den Kaffee mit Genuss und Muße vor Ort zu trinken.

Stadt Heidelberg


Heidelberger Kinderspielplatz gewinnt den ersten Platz beim „Spielraumpreis 2017“

Themenspielplatz „Feuerwehr“ überzeugt mit „mutigen Materialkombinationen und kreativem Spielangebot“

Auf dem Kinderspielplatz „Feuerwehr“ in der Bahnstadt können Kinder von zwei bis 14 Jahren entlang eines linearen Bewegungsparcours in Form eines Feuerwehrautos spielen.

Eine markante Außenhülle, ein vielseitiger Kletterparcours und eine feuerwehrechte Ausstattung: Der Themenspielplatz „Feuerwehr“ in der Bahnstadt hat alles, was der Sieger des Spielraumpreises braucht. Bei dem bundesweiten Wettbewerb mit 75 Bewerbungen belegt der Heidelberger Feuerwehr-Spielplatz, zusammen mit dem Rackerwerk in Dortmund und dem Donauwurm in Ingolstadt, den ersten Rang. Das wurde am Freitag, 10. November 2017, bei der Siegerehrung des von der „Stadt und Raum Messe und Medien GmbH“ ausgelobten Wettbewerbs auf der Kölnmesse bekannt gegeben. Der Kinderspielplatz konnte – so die Jury – vor allem mit seinem „realitätsnahen Erscheinungsbild und seinem kreativen Spielangebot“ überzeugen und gewann einen Sachpreis in Höhe von 3.000 Euro.

„Wir freuen uns sehr über die Auszeichnung des Heidelberger Feuerwehrspielplatzes. Der Spielplatz in der Bahnstadt hat nach seiner Fertigstellung geradezu einen Spielplatz-Tourismus ausgelöst, da er ein Klettererlebnis für verschiedene Altersgruppen bietet. Das Thema Feuerwehr motiviert die Kinder zum kreativen Spielen“, sagte Bürgermeister Wolfgang Erichson zum Ergebnis der Preisverleihung.

Nominiert war außerdem der Heidelberger Themenspielplatz „Theater“; er erhielt eine Belobigung. Der Theaterspielplatz wurde im April 2015 direkt neben dem Heidelberger Theater in der Altstadt durch einen Umbau zu einem Themenspielplatz.

Besonderheiten des Gewinners

Der Kinderspielplatz „Feuerwehr“ befindet sich auf der Promenade in der Bahnstadt und in unmittelbarer Nähe zu der 2007 fertig gestellten neuen Feuerwache. Kinder und Jugendliche von zwei bis 14 Jahren können vom Spielplatz aus die Feuerwehrautos beobachten. Der Spielplatz „Feuerwehr“, der im April 2014 eröffnet wurde, ist einer von drei Motto-Spielplätzen – neben den Themen „Eisenbahn“ und „Bauernhof“ –, die entlang der Promenade errichtet wurden. Die Kosten betrugen circa 270.000 Euro.

Die Jury des Spielraumpreises bezeichnet den Feuerwehr-Spielplatz als „mutige Materialkombination und kreatives Spielangebot.“ In der Spielplatzbeschreibung der Jury heißt es: „Die Idee und Materialität der Ausstattung orientiert sich an der Realität und der Arbeitswelt der Feuerwehrleute und besteht aus einer gelungenen Kombination von unterschiedlichen Stockwerken, Podesten und Plattformen.“ Nicht nur „die markante rote Außenhülle aus Sichtbeton mit der Aufschrift ‚Feuerwehr‘ und der Notrufnummer“ machen laut Jury die Besonderheit des Spielplatzes aus, sondern auch, dass er sich in „unmittelbarer Nähe zu einer Feuerwache befindet und gestalterisch in einen Grünzug eingebunden ist“, heißt es weiter in der Beschreibung.

Der Deutsche „Spielraumpreis“

Der Deutsche Spielraumpreis wurde 2017 bereits zum zwölften Mal vergeben. Unter dem Motto Themenspielplätze wurden in diesem Jahr Spielplätze mit innovativem Charakter gesucht, die modellhaft und wegweisend für Spielraumgestaltung sein sollen, um ein phantasievolles und kreatives Spielen zu ermöglichen. Aus 75 Bewerbungen erstellt die Fachjury zunächst eine Nominierungsliste von 18 Spielplätzen. Anschließend vergibt die Jury an die erst- bis neuntplatzierten Spielplätze jedes Jahr Sachpreise in Form von Einkaufsgutscheinen bei Spielgeräte- und Stadtmobiliarherstellern im Gesamtwert von 21.000 Euro.

Text: Stadt Heidelberg Foto: Settelune Photography


Klimakonferenz COP 23: Prof. Würzner setzt sich für eine größere Rolle von Städten und Gemeinden ein

Unter den Teilnehmenden der Diskussion des Deutsch-Chinesischen Forums der GIZ über die besten deutschen und chinesischen Ideen zum Klimaschutz (v. l.): Felicitas Kubala, Umweltbürgermeisterin der Stadt Mannheim, der chinesische Umweltminister Xie Zhenua, Bundesumweltministerin Barbara Hendricks, Simone Raskob, Umweltbürgermeisterin der Stadt Essen, und Heidelbergs Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner.

Heidelbergs Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner hat bei der Klimakonferenz COP 23 in Bonn gemeinsam mit dem ehemaligen Bürgermeister von New York, Michael Bloomberg, und dem ehemaligen Gouverneur von Kalifornien, Arnold Schwarzenegger, am „Climate Summit for Local Leaders“ teilgenommen. Prof. Würzner vertrat dabei das „European Board of the Covenant of Mayors for Climate and Energy“. Zusammen mit dem amtierenden kalifornischen Gouverneur Jerry Brown und dem Friedensnobelpreisträger Al Gore setzte sich Prof. Dr. Würzner am Sonntag, 12. November 2017, für eine größere Rolle von Städten und Gemeinden bei der Umsetzung der Pariser Klimaschutzziele ein. Ziel ist es, die lokale und regionale Ebene zu stärken. Der „Konvent der Bürgermeister“ hat in Bonn mit fast 8.000 Unterschriften ein Zeichen gesetzt. Die Vereinigung eröffnet die Möglichkeit, sich über nationale Grenzen hinweg auszutauschen und sich gegenseitig bei Klimaschutzprojekten zu unterstützen.

Am Montag, 13. November 2017, war Prof. Dr. Würzner außerdem zu einer Diskussion des Deutsch-Chinesischen Forums der „Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit“ (GIZ) mit Bundesumweltministerin Barbara Hendricks eingeladen. Er berichtete dort über die besten deutschen Ideen zum Klimaschutz.

Prof. Würzner wird als Vertreter des Städtenetzwerks „Energy Cities“ am 16. November zum „European Union Energy Day“ bei der COP 23 einen Kurzvortrag halten. Energy Cities ist ein Zusammenschluss aus über tausend europäischen Gemeinden, die sich eine nachhaltige Energiepolitik zum Ziel gesetzt haben. Prof. Würzner ist bereits seit 2006 Präsident des Netzwerks.

Weltklimakonferenz „COP 23“

Die 23. Weltklimakonferenz „COP 23“ findet dieses Jahr von Montag, 6. November, bis Freitag, 17. November, in Bonn statt. Diplomaten, Politiker und Vertreter der Zivilgesellschaft aus aller Welt kommen hier mit dem Ziel zusammen, die Umsetzung des Pariser Klimaabkommens zu konkretisieren und weiter voranzutreiben. Die Konferenz wird die größte zwischenstaatliche Konferenz, die es in Deutschland je gegeben hat. Heidelbergs Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner wird an unterschiedlichen Veranstaltungen teilnehmen und auf dem Podium sitzen.

Erwartet werden nach Angaben des Bundesumweltministeriums bis zu 25.000 Teilnehmende aus allen Ländern der Welt, dazu rund 500 Nichtregierungsorganisationen und mehr als 1000 Journalistinnen und Journalisten. Neben vielen bekannten Politikern sind auch Prominente wie Arnold Schwarzenegger und Leonardo DiCaprio vor Ort. Die deutsche Bundesregierung wird sich an der COP 23 aktiv beteiligen und organisiert mehr als 60 Veranstaltungen zum Thema Klimaschutz.

Hintergrund: Die UN-Klimakonferenz ist die jährlich stattfindende Vertragsstaatenkonferenz (Conference of the Parties, COP) der UN-Klimarahmenkonvention. Seit 2005 ist die Konferenz um das Treffen der Mitglieder des Kyoto-Protokolls (Meeting of the Parties to the Protocol, MOP) und seit 2016 um das Treffen der Unterzeichner des Paris Abkommens (Meetings of the Parties to the Paris Agreement, CMA) ergänzt worden. Die jährlich stattfindende Vertragsstaatenkonferenz ist das höchste Gremium der Klimarahmenkonvention UNFCCC. In diesem internationalen Übereinkommen haben sich alle Industrieländer zur Reduktion ihres Ausstoßes an Treibhausgasen verpflichtet. Bei der COP 21 in Paris wurde das erste Klimaschutzabkommen vereinbart, das alle 195 Mitgliedsstaaten der UN-Klimarahmenkonvention in die Pflicht nimmt.

Ergänzende Informationen zur Weltklimakonferenz 2017 unter www.cop23.de sowie zum Netzwerk Energy Cities unter http://www.energy-cities.eu.

Stadt Heidelberg


Mit Tieren um die Wette springen

„Waldhoch- und Weitsprung“-Station auf dem Walderlebnispfad erneuert

Anlauf nehmen und abspringen heißt es bei der neuen Station „Waldhoch- und Weitsprung“ auf dem Walderlebnispfad auf dem Königstuhl. Einzelne Holzbalken zeigen, wie weit und hoch einzelne Tiere springen können und ob die eigene Sprungkraft reicht, um einem Luchs oder einem Reh Konkurrenz zu machen.

Wie hoch springt ein Reh? Wie weit ein Fuchs oder ein Hase? Antworten auf diese Fragen finden Kinder zwischen drei und zwölf Jahren bei der sanierten und neu gestalteten Station „Waldhoch- und Weitsprung“ auf dem Walderlebnispfad auf dem Königstuhl. Wie weit und hoch tierische Waldbewohner springen können, zeigen hölzerne Balken mit Tiermotiven am Rand eines Sprungkastens. Für Groß und Klein, die mit den Tieren um die Wette springen möchten, heißt es: Anlauf nehmen, in den Kasten hüpfen und direkt vergleichen, ob die eigene Sprungkraft an die der Weitsprungmeister Reh und Luchs heranreicht. Die neue Station wurde von der Werkstatt gGmbH gestaltet und durch den Naturpark Neckartal-Odenwald gefördert. Neben ihr gibt es auf dem Walderlebnispfad 15 weitere Stationen, bei denen sich Kinder spielerisch und sinnesbezogen mit dem Thema Wald beschäftigen sollen. Ziel ist, dass Kinder den Wald mit ihren Augen, Ohren, Nasen und Händen erleben, erfahren und begreifen.

Der Walderlebnispfad ist ein rund zwei Kilometer langer Lehr- und Erlebnisweg besonders für Kinder. Der Beginn und das Ende des Pfades ist am Wanderparkplatz auf dem Königstuhl. Am Eingang des Waldes direkt beim Fernmeldeturm beginnt der Weg und endet unterhalb des Märchenparadieses wieder auf dem Parkplatz. Der Rundweg führt über den Hohlen Kästenbaumweg, Nasenplatzweg und den Eisweiherweg. Zu erreichen ist der Walderlebnispfad am besten mit der Bergbahn von der Station Kornmarkt / Rathaus bis zur Endstation Königstuhl. Mit dem Auto gelangt man über die Klingenteichstraße auf den Königstuhl. Am Königstuhl befinden sich ausreichend kostenlose Parkplätze.

„Schonwald Königstuhl“

Der Walderlebnispfad sowie die „Via Naturae“ sind Teil des Projekts „Schonwald Königstuhl“, das die Stadt Heidelberg angeregt hat. Die „Via Naturae“ möchte mit Bildtafeln dazu beitragen, dem Menschen den Wald als Teil seiner natürlichen Lebensgrundlage näherzubringen. Sie wendet sich an alle, die Interesse an der Natur haben, insbesondere auch an Lehrer und Schüler, die einen Teil des Biologieunterrichts direkt in die Natur verlegen möchten. An der Gestaltung der Wege haben sich das Forstamt Heidelberg und der Naturpark Neckartal-Odenwald beteiligt. Weitere Informationen zu Freizeitangeboten im Grünen unter www.heidelberg.de > Erleben > Freizeitangebote > Freizeit im Grünen.

Stadt Heidelberg


Sprechstunde des Oberbürgermeisters im Bürgeramt Boxberg/Emmertsgrund

Eine Sprechstunde von Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner findet am Montag, 20. November 2017, von 16 bis 18 Uhr, im Bürgeramt Boxberg/Emmertsgrund, im Dienstleistungszentrum, Emmertsgrundpassage 17, 69126 Heidelberg, statt.

Die Bewohnerinnen und Bewohner der Stadtteile haben an diesem Tag die Gelegenheit, sich während der Sprechstunde mit ihren Anregungen und Problemen persönlich an den Oberbürgermeister zu wenden.

Anmeldungen werden generell erst an diesem Tag ab 15 Uhr entgegengenommen. Telefonische Anmeldungen sind unter 06221 58-13850 möglich, persönliche Anmeldungen werden vorrangig berücksichtigt.

Die Sprechstunden des Oberbürgermeisters finden in wechselnder Abfolge in den Bürgerämtern der einzelnen Stadtteile statt. Weitere Sprechstunden-Termine sind unter www.heidelberg.de >Rathaus >Oberbürgermeister zu finden.

Stadt Heidelberg


Nächster Beratungstermin „Frauen, Karriere und Existenzgründung“ am 20. November

Für Frauen, die eine Führungsposition anstreben, bereits innehaben oder darüber nachdenken, sich selbständig zu machen, gibt es in Heidelberg ein kostenloses Beratungsangebot. Der nächste Beratungstermin ist am Montag, 20. November 2017. Die knapp einstündigen Beratungen finden an jedem dritten Montag im Monat von 9 bis 16 Uhr im Bürgeramt Mitte, Zimmer 114 (1. Obergeschoss), Bergheimer Straße 69, 69115 Heidelberg, statt.

Beratungstermine sollten vorab vereinbart werden unter Telefon 0621 2932590 oder per E-Mail an frauundberuf@mannheim.de. Die Beraterin ist Gabriele Daniel, Leiterin der Kontaktstelle Frau und Beruf – Mannheim – Rhein-Neckar-Odenwald. Mit dem Angebot möchte das städtische Amt für Chancengleichheit in Zusammenarbeit mit der Kontaktstelle Frau und Beruf Mannheim Frauen gezielt unterstützen.

Passend zum neuen Beratungsangebot gibt das Amt für Chancengleichheit unter www.heidelberg.de/frau-karriere ein „Handbuch Frau und Karriere“ heraus. Es gibt Frauen, die sich mit den Themen Karriere und Existenzgründung beschäftigen, eine Übersicht über 72 lokale und regionale Fortbildungs-, Beratungs- und Coachingangebote.

Stadt Heidelberg


Zum Volkstrauertag 2017

Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner und alle Bürgermeister der Stadt Heidelberg rufen auf zum Gedenken an die Opfer von Krieg und Gewalt

Unsere Gedanken sind heute auf der einen Seite bei Millionen von Kindern, Frauen und Männern, die durch die beiden Weltkriege ihr Leben verloren haben. Eine unvorstellbare Menge, die dadurch zustande kam, dass jeder einzelne von diesen Menschen von einem anderen Menschen getötet wurde.

Auf der anderen Seite gedenken wir heute der hunderttausenden von Kindern, Frauen und Männer, die 2017 in Kriegen gestorben sind. Denn das Sterben durch Töten geht weiter. Sei es in Syrien, im Sudan oder auch bei den vielen Terror-Anschlägen überall auf der Welt. Denn auch das ist Krieg, Krieg gegen unbeteiligte und unschuldige Menschen. Wir sind bestürzt und traurig, dass es uns Menschen noch immer nicht zu gelingen scheint, in Frieden miteinander zu leben und diesen Frieden dauerhaft zu erhalten. Trotz aller Fortschritte und Erfahrungen.

Der Volkstrauertag mahnt uns zum Frieden. Er geht auf die Initiative des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge zurück. Seine Mitglieder pflegen bis heute Gräber gefallener Soldaten in Deutschland und in anderen europäischen Ländern. Der Volkstrauertag ist ein Tag der Erinnerung und der Solidarität zwischen den Generationen, über Ländergrenzen hinweg. Bürgerinnen und Bürger einst verfeindeter Nationen erinnern gemeinsam in vielen Städten und Gemeinden an die Opfer und das Leid der Hinterbliebenen aller Kriege weltweit.

Wir geben die Hoffnung nicht auf, dass eine friedlichere Welt möglich ist. Diese Hoffnung nährt sich aus den vielen kleinen und großen Projekten, die den Frieden in vielen Regionen der Welt stabilisieren. Dazu gehören auch die zahlreichen internationalen Partnerschaften zwischen einzelnen Städten. Sie tragen dazu bei, andere Länder, andere Kulturen kennen und verstehen zu lernen. Solche Freundschaften wären noch vor weniger als 100 Jahren undenkbar gewesen. Der Prozess der Aussöhnung, der nach dem Zweiten Weltkrieg in Europa begann und durch das Ende des Kalten Krieges neue Impulse erhielt, kann, trotz mancherlei Rückschläge, immer noch als Orientierung dienen für alle, die sich heute nach Frieden sehnen.

Prof. Dr. Eckart Würzner, Oberbürgermeister

Jürgen Odszuck, Erster Bürgermeister

Dr. Joachim Gerner, Bürgermeister

Wolfgang Erichson, Bürgermeister

Hans-Jürgen Heiß, Bürgermeister

Stadt Heidelberg


Gedenkveranstaltung zum Volkstrauertag am 19. November auf dem Bergfriedhof

Am Volkstrauertag, Sonntag, 19. November 2017, wird in ganz Deutschland der Opfer von Gewalt und Kriegen gedacht. Mit diesem Tag wird Zeit zum Trauern geschaffen und ein Zeichen gegen das Verdrängen und Vergessen gesetzt. In Heidelberg findet am 19. November um 11.30 Uhr eine Gedenkveranstaltung auf dem Annaplatz des Bergfriedhofs statt. Der Platz liegt südlich der Friedhofsverwaltung zwischen dem Haupteingang an der Rohrbacher Straße und dem Eingang am Steigerweg (siehe Plan, Kennzeichnung „A“).

Bürgermeister Wolfgang Erichson und die Pfarrerin und Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Heidelberg (ACK) Sybille Baur-Kolster werden das Wort an die Bürgerinnen und Bürger richten. An der Blumenniederlegung werden auch Auszubildende der Stadt Heidelberg teilnehmen.

Der Annaplatz wurde auf Wunsch des Arbeitskreises Volkstrauertag vor vier Jahren eigens für die jährliche Gedenkveranstaltung umgestaltet. Der inoffizielle Name des Platzes bezieht sich auf Grabsteine, die vom ehemaligen Anna-Friedhof (heute Europäischer Hof) dorthin gebracht wurden. Der neue Gedenkstein am Annaplatz ist ein Findling aus der Altstadt und trägt die Inschrift: „Den Opfern von Krieg und Gewaltherrschaft“.

Alle Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, an der Gedenkfeier teilzunehmen.

Stadt Heidelberg


Baustellen in und um Heidelberg

Übersicht über die aktuellen Baustellen in der Zeit vom 13. bis 19. November 2017

  • A 656: Fahrbahneinengung von vier auf zwei Fahrstreifen wegen Brückenbauarbeiten im Bereich Friedrichsfeld; Umleitungsempfehlung über A 6 oder B 535.
  • B 37: Sanierung der Fahrbahn in Neckargemünd sowie der Friedensbrücke durch das Regierungspräsidium Karlsruhe; B 37 Bahnhofstraße in Richtung Heidelberg bis voraussichtlich Ende November 2017 gesperrt, Umleitung über Friedensbrücke und L 534.
  • Alte Eppelheimer Straße: Kanal- und Leitungsarbeiten und Fahrbahnsanierung zwischen Mittermaierstraße und Bluntschlistraße; bis voraussichtlich Ende März 2018 zwischen Mittermaierstraße und Kirchstraße halbseitig gesperrt, Durchfahrt in Richtung Innenstadt frei; auch Radverkehr betroffen.
  • Czernyring: Vorbereitende Arbeiten für das Mobilitätsnetz-Projekt Straßenbahn Bahnstadt und den Umbau des Czernyrings, bis voraussichtlich Mitte Dezember 2017 zwischen Czernybrücke und westlicher Ast Max-Planck-Ring in beide Richtungen gesperrt; Umleitung über Kurfürsten-Anlage, Lessingstraße und Montpellierbrücke; Linienbusse können gesperrten Bereich befahren.
  • Eppelheimer Straße (I): Umbau der Gleistrasse zwischen Henkel-Teroson-Straße und Kranichweg sowie Neubau der Autobahnbrücke über die A 5 zwischen Pfaffengrund und Eppelheim im Rahmen des Mobilitätsnetzes Heidelberg bis voraussichtlich Sommer 2018; stadtauswärts zwischen Henkel-Teroson-Straße und Kranichweg gesperrt, Umleitung über Henkel-Teroson-Straße und Hans-Bunte-Straße; stadteinwärts in Höhe alte Eisenbahnbrücke gesperrt, Umleitung über Henkel-Teroson-Straße; Straßenbahnen der Linie 22 durch Busse ersetzt; zwischen Pfaffengrund und Eppelheim Umleitung über Friedrich-Schott-Brücke; im Kranichweg in Höhe der Kreuzung Eppelheimer Straße Einbahnregelung in Richtung Kurpfalzring.
  • Eppelheimer Straße (II): Hochbauarbeiten Westarkaden, südlicher Geh- und Radweg zwischen Da-Vinci-Straße und Czernyring bis voraussichtlich Ende Oktober 2019 vollgesperrt, Radverkehr wird auf der Fahrbahn geführt.
  • Im Emmertsgrund: Sanierungsarbeiten des Fußgängerstegs am Forum verzögern sich über den 10. November 2017 hinaus; Zufahrt zur Jellinekstraße in Höhe Forum, Umleitung über Straße Im Emmertsgrund.
  • Herrenwiesenstraße: Wegen Leitungsarbeiten und Fahrbahnsanierung zwischen Achim-von-Arnim-Straße und Rathausstraße bis voraussichtlich Ende November 2017 voll gesperrt; Umleitung über Rathausstraße; Zufahrt zu den Grundstücken bedingt frei.
  • Kurzer Buckel: Wegen Treppensanierung zwischen Neue Schlossstraße und Schlossberg bis voraussichtlich Mitte November 2017 gesperrt, Umleitung zum Schloss ausgeschildert.
  • Lessingstraße: Leitungsarbeiten an der Einmündung Kurfürsten-Anlage im Vorgriff auf das Mobilitätsnetz-Projekt Hauptbahnhof Nord bis voraussichtlich Ende März 2018; einer von vier Fahrstreifen stadteinwärts gesperrt; Geh- und Radweg vollgesperrt, Umleitung über Belfortstraße und Kaiserstraße am ehemaligen Postgebäude.
  • Neuenheimer Landstraße: Private Baumaßnahme in Höhe Hausnummer 48 bis voraussichtlich Ende 2017, wochentags zwischen 9 und 15 Uhr halbseitig gesperrt mit Ampelregelung.
  • Neuer Weg: Straßen- und Stützmauersanierung zwischen Neckarhangweg und Stiftweg bis Sommer 2018, zwischen Neckarhangweg und Am Büchsenacker vollgesperrt.
  • Plöck: Hochbauarbeiten in Höhe St.-Anna-Gasse bis voraussichtlich Ende November 2017; beengte Fahrbahn, Radverkehr in Richtung Sofienstraße wird über Nadlerstraße und Friedrich-Ebert-Anlage umgeleitet.
  • Steigerweg: Hangsicherung oberhalb Bergfriedhof bis voraussichtlich 8. Dezember 2017; zwischen Hausnummer 65 und Kreuzung Steigerweg / Kühruhweg voll gesperrt; Buslinie 39 wird umgeleitet.
  • St.-Peter-Straße: Grundsanierung zwischen Karlsruher Straße und Von-der-Tann-Straße bis voraussichtlich Mitte Mai 2018; zwischen Karlsruher Straße und Kreuzung Heidelberger Straße bis voraussichtlich Dezember 2017 gesperrt; Verkehr wird kleinräumig umgeleitet.
  • Theaterstraße: Abrissarbeiten am Gebäude Hauptstraße 110 bis voraussichtlich Ende 2017; Baustellenverkehr wird in der Plöck mit Ampeln entgegen der Einbahnstraße zur Theaterstraße geführt.
  • Zeppelinstraße: Grundsanierung zwischen Richard-Wagner-Straße und Blumenthalstraße bis Dezember 2017; bis voraussichtlich Dezember 2017 zwischen Mozartstraße und Blumenthalstraße voll gesperrt; auch Radverkehr betroffen.

Ergänzend: www.heidelberg.de/baustellen

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Heidelberg-Studie 2017: Telefonbefragung startet am 13. November

Am Montag, 13. November 2017, beginnt die telefonische Erhebung zur diesjährigen Heidelberg-Studie. Befragt werden 1.000 zufällig ausgewählte Heidelbergerinnen und Heidelberger ab 16 Jahren. Mit der Befragung hat die Stadt Heidelberg die Forschungsgruppe Wahlen Telefonfeld GmbH in Mannheim beauftragt. Die Umfrage wird streng anonym durchgeführt. Die Teilnahme daran ist freiwillig. Sämtliche Datenschutzbestimmungen werden strikt eingehalten. Die Ergebnisse der Umfrage werden Anfang 2018 vorliegen und veröffentlicht.

Die Heidelberg-Studie 2017 ist die zwölfte Befragung zur Lebenssituation in Heidelberg in dieser Reihe; die erste Heidelberg-Studie wurde 1994 durchgeführt. Die bisher erschienenen Heidelberg-Studien sind unter www.heidelberg.de/heidelberg-studie zu finden.

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Trans*Aktionswochen Rhein-Neckar 2017

Von Dienstag, 14., bis Donnerstag, 23. November 2017, finden wieder die „Trans*Aktionswochen Rhein-Neckar“ statt, die den „International Transgender Day of Remembrance“ am Montag, 20. November, umrahmen. Während der „Transgender Day of Remembrance“ auf trans*feindliche Gewalt und Diskriminierung aufmerksam macht, zielen die Trans*Aktionswochen auf Sensibilisierung und Aufklärung von und über Trans*Personen.

Die „Trans*Aktionswochen Rhein-Neckar“ werden auch in diesem Jahr maßgeblich vom Amt für Chancengleichheit der Stadt Heidelberg unterstützt. Auch die Stadt Mannheim ist wieder dabei. Die Besucherinnen und Besucher erwartet ein vielfältiges Programm aus Konzerten, Workshops, Vorträgen und Diskussionen. Der Eintritt für fast alle Veranstaltungen ist frei. Das komplette Programm sowie weitere Informationen zu den Trans*Aktionswochen Rhein-Neckar 2017 gibt es im Internet unter www.transaktionswochen.wordpress.com

Organisiert wird die Trans*Aktionswoche von der Heidelberger Initiative „Identität & Geschlechtlichkeit“, dem Karlstorbahnhof, „PLUS – Psychologische Lesben- und Schwulenberatung“, dem „Queerfeministischen Kollektiv Heidelberg“, dem „Reallabor Asylsuchende in der Rhein-Neckar-Region“, dem Verein „schwarzweiss“, dem Jugendtreff „sT*ernchen“, dem Verein „Trans-Kinder-Netz“, der Elterninitiative „Kim & Alex“ sowie der Initiative „UnheilBar“ und dem Verein „Wandlungsbedarf“.

Stadt Heidelberg


Die Obstbauberatung der Stadt Heidelberg informiert: Arbeiten im Herbst

Verschiedene Arbeiten im Obstgarten können jetzt im Herbst vorgenommen werden:

  • Leimringe an Bäume und Pfähle anlegen: Dies verhindert das Aufwandern von Frostspannerweibchen zur Eiablage und damit Fraßschäden durch die Raupen im Frühjahr. Baumpfähle nicht vergessen. In Nordbaden wird mit einem starken Auftreten der Raupen im Frühjahr gerechnet.
  • Fallobst aufsammeln: Das konsequente Aufsammeln des Fallobstes ist die beste Vorbeugung gegen Feld- und Wühlmäuse. Baumscheiben sollten frei von Bewuchs in den Winter gehen.
  • Holzkrankheiten eindämmen: Holzkrankheiten an verschiedenen Gehölzen verbreiten sich auch über die Wintermonate. Die Krötenhautkrankheit an Steinobst, der Obstbaumkrebs an Kernobst und die Rotpustelkrankheit an Johannisbeeren sind pilzliche Krankheiten und mit Fungiziden nicht bekämpfbar. Befallene Astpartien sollten bis ins gesunde Holz zurückgeschnitten und befallene Stämme sorgfältig ausgeschnitten werden, bis keine braunen Verfärbungen mehr zu sehen sind. Nur so kann die Ausbreitung eingedämmt werden.
  • Fruchtmumien entfernen: Hängen besonders an Steinobstbäumen noch verschimmelte Fruchtmumien, ist es ratsam, diese abzusammeln, um eine direkte Infektion der Blüten mit dem Moniliapilz im nächsten Jahr auszuschließen.
  • Falllaub beseitigen: An Apfelbäumen ist dieses Jahr starker Blattschorf zu finden. Der Pilz überwintert im Falllaub und infiziert von dort aus im Frühjahr neu. Entfernen und Kompostieren des Laubes verringert den Infektionsdruck.
  • Maulbeerschildlaus: Sie bildet auf verschiedenen Obst- und Ziergehölzen weiße Beläge und schwächt diese durch ihre Saugtätigkeit. Diese Schildläuse sind chemisch kaum bekämpfbar. Mechanisch kann der Belag mittels einer Bürste oder vorsichtig mit einem Hochdruckreiniger entfernt werden.
  • Kiwis ernten: Vor dem ersten Frost werden die Früchte schonend geerntet. Sie müssen dann nachreifen und sind, abhängig von den Lagerbedingungen, bis ins Frühjahr haltbar.
  • Wühlmäuse jagen: Nachdem im November die Wanderzeit der Wühlmäuse weitgehend abgeschlossen ist, können diese mit Fallen oder Ködern gut abgefangen werden, bevor sie über Winter ernsthafte Fraßschäden anrichten.
  • Obstgehölze pflanzen: Nach Abschluss des natürlichen Laubfalles ist die ideale Zeit, Gehölze zu pflanzen. Diese können dann über Winter einwurzeln und haben im Frühjahr einen guten Start.
  • Von Schnittarbeiten sollte bis zur vollständigen Winterruhe Abstand genommen werden: Schnitt im Herbst schadet der Gesundheit der Gehölze und setzt deren Frosthärte herab. Ab Dezember, besser noch nach der Jahreswende, kann mit Schnittmaßnahmen begonnen werden.

Ergänzend: Auskünfte und Tipps auch zu anderen gartenbaulichen Fragen gibt die Obst- und Gartenbauberatung beim Landschafts- und Forstamt der Stadt Heidelberg unter der Telefonnummer 06221 58-28000.

Stadt Heidelberg


Große Bühne für junge Tanztalente

Mehr als 800 Kinder und Jugendliche zeigen am 18. November beim Heidelberger Jugendtanztag in der Stadthalle auf großer Bühne ihr Können.

Showtime in der Stadthalle: Am Samstag, 18. November 2017, bietet der 31. Heidelberger Jugendtanztag wieder eine große Bühne für junge Tanztalente. Mehr als 800 Teilnehmerinnen und Teilnehmer vorwiegend aus Heidelberg und dem Rhein-Neckar-Kreis werden wieder ihr Können vor hunderten Zuschauern zeigen. Veranstalter sind das Haus der Jugend und der Stadtjugendring Heidelberg, die Leitung hat Uschy Szott.

Ab 14.30 Uhr präsentieren verschiedene Kindertanzgruppen ihr Programm auf großer Bühne, um 16.30 Uhr beginnt der Jugendteil mit einem Choreografie-Contest und um 20 Uhr startet der große Hip-Hop-Contest, der zugleich ein Qualifikationswettbewerb für die süddeutschen Meisterschaften von Streetdance BW ist.

Weitere Informationen zum Programm und Kartenvorverkauf unter www.hausderjugend-hd.de

Text: Stadt Heidelberg Foto: Philipp Rothe


Erste „Jüdisch-Muslimische Kulturtage“ vom 9. November bis 19. Dezember in Heidelberg

Bundesweit zum ersten Mal finden in Heidelberg die „Jüdisch-Muslimischen Kulturtage“ vom 9. November bis 19. Dezember 2017 statt. Nach den zweiten „Jüdischen Kulturtagen“ und den ersten „Muslimischen Kulturtagen“ im vergangenen Jahr, stehen bei den „Jüdisch-Muslimischen Kulturtagen“ Räume für Begegnung, Verständigung und Toleranz im Mittelpunkt. Unter dem Leitgedanken „Neue Normalität(en)“ soll ein Zeichen gesetzt werden, dass in einer weltoffenen Gesellschaft wie Heidelberg die Menschen gemeinsam leben, feiern, essen und diskutieren. Geboten wird ein sechswöchiges, vielfältiges Programm mit 19 Veranstaltungen an unterschiedlichen Orten in Heidelberg. Der Eintritt zu fast allen Veranstaltungen ist frei.

Neben öffentlichen Führungen durch das jüdische und muslimische Heidelberg, durch die Synagoge und Yavuz Sultan Selim Moschee, gibt es am Sonntag, 12. November, eine Lesung der israelischen Schriftstellerin Lizzie Doron, Autorin des Romans „Who the fuck is Kafka“. Darüber hinaus wird die Ausstellung „Synagogen in Süddeutschland – Fotografien von Judith Wetzka“ in der Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg eröffnet und der syrische Violinist Aly Moraly sowie die Reggae-Band „Unojah“ sorgen in der Galerie Tudox, beziehungsweise im Karlstorbahnhof, für musikalische Höhepunkte. Ebenfalls im Karlstorbahnhof diskutieren die Künstlerin Tasnim Baghdadi und der Schriftsteller Muhammet Ali Bas mit Professor Frederek Musall von der Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg zum Thema Islam, Kunst und Identität. Kinofans sollten sich die Filme „Wir sind Juden aus Breslau“ von der Regisseurin Karin Kaper und „Ummah – Unter Freunden“ im Gloria-Kino nicht entgehen lassen. Informationen zu den einzelnen Veranstaltungen gibt es unter www.teilseiend.de.

Initiatoren der Kulturtage sind die Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg, das Kulturhaus Karlstorbahnhof, die Initiative Heidelberger Muslime Teilseiend, in Kooperation mit dem Amt für Chancengleichheit der Stadt Heidelberg.

Stadt Heidelberg


Stadt Heidelberg fördert Umbau der Sportanlage der TSG Rohrbach

Die TSG Rohrbach darf sich freuen: Der Verein erhält einen Zuschuss für den Umbau des Aschenplatzes zu einem Kunstrasenspielfeld sowie der Flutlichtanlage auf LED-Beleuchtung. Das hat der Haupt- und Finanzausschuss in seiner Sitzung am Mittwoch, 8. November 2017, beschlossen. Die Stadt Heidelberg trägt mit der Förderung von bis zu 165.000 Euro für die Modernisierung der Sportanlage zur Sicherung eines zeitgemäßen Sportangebotes in dem Verein bei. Die Umrüstung der Flutlichtanlage auf die energiesparenden LED-Leuchten unterstützt zudem Heidelbergs Ziel einer nachhaltigen Stadtentwicklung. Die Gesamtkosten des Umbaus belaufen sich auf rund 600.000 Euro. Die TSG Rohrbach zeichnet sich durch hohes ehrenamtliches Engagement und ein vielfältiges Sportangebot aus.

Stadt Heidelberg


Das Kurpfälzische Museum wird dreisprachig

Neuer Audioguide erläutert 20 Museums-Highlights

Freuen sich auf den Audioguide: Museumsdirektor Prof. Dr. Frieder Hepp, Projektverantwortliche Annina Seele, Dr. Til Engel, Ehrenmitglied des Freundeskreises Kurpfälzisches Museum

Für die Besucher des Kurpfälzischen Museums Heidelberg gibt es eine gute Nachricht: Sie werden neben den bisherigen Angeboten zukünftig auch via Audioguide sachkundig und kurzweilig durch die Ausstellung geführt. Der Audioguide erläutert über zwanzig Highlights des Museums in den Sprachen Deutsch, Englisch und Russisch. Begrüßt vom eindrucksvollen Gemälde des Heidelberger Schlosses flaniert man durch das barocke Palais und gelangt über die Kunst der Romantik zur Moderne. Die archäologischen Schätze und der Homo heidelbergensis bilden den Abschluss.

Ermöglicht wurde die Anschaffung des Audioguides durch eine großzügige Spende der Baumgärtner-Engel-Stiftung an den Freundeskreis des Kurpfälzischen Museums. „Damit das größte Museum der Stadt Heidelberg seinem internationalen Publikum gastfreundlich begegnen kann“, erklärt Dr. Til Engel die Beweggründe für die Stiftung. Von seiner Mutter Annemarie Baumgärtner und seinem Stiefvater Walter Baumgärtner an die bildenden Künste herangeführt, unterstreicht Engel die Bedeutung des Museums für die universitäre, kulturelle und touristische Ausrichtung Heidelbergs. Er blickt dabei besonders auf die historische Bedeutung Heidelbergs für russische Künstler und Wissenschaftler, zum Beispiel Nikolai Rimskij-Korsakow, Osip Mandelstam und Dimitri Mendeljew.

Mit der Audioführung in den beiden Weltsprachen Englisch und Russisch wendet sich das Museum an ein breites Publikum unterschiedlichster Herkunft. Natürlich freuen sich auch die deutschsprachigen Besucher und die Heidelberger selbst, ihr Museum neu zu erleben.

„Für das Kurpfälzische Museum ist dieses Projekt ein Glücksfall und ein Zeichen für das bürgerschaftliche Engagement, das die Entwicklung des Museums seit Langem mitträgt“, freut sich Museumsdirektor Prof. Dr. Frieder Hepp. Der Audioguide steht allen Museumsbesuchern ab 12. November zur Verfügung.

Text: Stadt Heidelberg Foto: KMH (K. Gattner)


Oberbürgermeister Prof. Würzner besuchte Gründer-Institut der SRH Hochschule Heidelberg

„Junge Gründerinnen und Gründer professionell auf ihrem Weg begleiten“

Austausch mit Jungunternehmern: Prof. Dr. Rüdiger Fischer (von rechts), Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner und Marc Massoth, stellvertretender Leiter des Amtes für Wirtschaftsförderung und Beschäftigung, im Gespräch mit Antoan Milkov, Bharanidharan Jayanthi Natarajan und Mona Keller.

Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner hat sich gemeinsam mit Marc Massoth, stellvertretender Leiter des Amtes für Wirtschaftsförderung und Beschäftigung, bei einem Besuch einen Eindruck von der Arbeit des Gründer-Instituts der SRH Hochschule Heidelberg gemacht. „Ich freue mich, dass die SRH Hochschule junge Gründerinnen und Gründer unterstützt und ihren Weg professionell begleitet – und das bereits während des Studiums. Mit seinem lehrübergreifenden Ansatz erreicht das Gründer-Institut ganz viele unterschiedliche Zielgruppen und schafft es, dass sich Studierende Gedanken über eine Existenzgründung machen und den Weg in die Selbstständigkeit gehen“, sagte Prof. Würzner bei einem Rundgang mit Institutsleiter Prof. Dr. Rüdiger Fischer und Prof. Dr. Katja Rade, Rektorin der SRH Hochschule Heidelberg.

Das 2010 ins Leben gerufene Gründer-Institut unterstützt Studierende, Absolventen der vergangenen fünf Jahre sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der SRH Hochschule Heidelberg rund um das Thema „Existenzgründung“. „Das Gründer-Institut wirkt auf den Ebenen Lehre, Betreuung und Netzwerken“, sagte Prof. Dr. Rüdiger Fischer. So sensibilisiert das Gründer-Institut in der Kurfürsten-Anlage in der Lehre alle Studierenden für das Thema und fördert die Gründungsinteressierten. Studierende können unter anderem ihre Abschlussarbeit zum Thema Existenzgründung schreiben oder ein mehrmonatiges Praktikum im Gründer-Institut absolvieren. Gründerinnen und Gründer werden darüber hinaus durch intensives Coaching, die Bereitstellung von Infrastruktur – zum Beispiel von Arbeitsräumen und IT – sowie bei der Beantragung von Fördermitteln umfassend unterstützt. Zudem hilft das Gründer-Institut beim Aufbau eines Netzwerkes mit Unternehmen, Gründerverbunden, Mentoren und Coaches.

Mit jungen Gründerinnen und Gründern tauschte sich Prof. Würzner über deren Ideen und Produkte aus, darunter Neuerungen in medizinischen Diagnoseverfahren, eine intelligente Software für Senioren zur Kontaktaufnahme, ein Computerspiel mit Bezug zu Heidelberg und ein Edelsirup. In den Gesprächen ging es auch um Herausforderungen und Schwierigkeiten im Gründungsprozess. Heidelbergs Oberbürgermeister bestärkte die Jungunternehmer in ihrem weiteren Weg: „Ein eigenes Unternehmen zu gründen erfordert Mut. Dieser Mut wird vom Gründer-Institut der SRH, aber auch von der Stadt Heidelberg unter anderem über den Technologiepark und den neuen Heidelberg Innovation Park gefördert. Es ist wichtig, dass junge Menschen die Möglichkeit erhalten, ihre Träume zu verwirklichen.“

Zur Förderung von Gründerinnen und Gründern stellt der Technologiepark Heidelberg an fünf Standorten im Stadtgebiet spezielle Flächen zur Verfügung. Auf der rund 14 Hektar großen Fläche Patton Barracks in Kirchheim entsteht zudem mit dem Heidelberg Innovation Park (HIP) ein Hotspot für Innovationen aus dem Bereichen IT, digitale Medien und Bioinformatik – ein Ort, an dem Ideen gepflegt werden und kreative Köpfe an Lösungen und Produkten für die digitale Zukunft arbeiten. Das Amt für Wirtschaftsförderung und Beschäftigung unterstützt Existenzgründerinnen und -gründer ebenfalls und arbeitet hierbei eng mit Institutionen aus Handwerk, Handel und Wirtschaft zusammen.

Stadt Heidelberg


Bio, regional und fair – Nachhaltigkeit in Kantinen und Mensen

Kostenlose Informationsveranstaltung für Küchenleitungen am 1. Dezember

Praxisnahe Informationen über den Mehrwert von regionalen, biologischen und fair gehandelten Produkten: Zum Thema Nachhaltigkeit in Kantinen und Mensen informiert am Freitag, 1. Dezember 2017, das Amt für Umweltschutz, Gewerbeaufsicht und Energie der Stadt Heidelberg zusammen mit dem Beratungsunternehmen Ökonsult. Die kostenlose Veranstaltung findet von 14 bis 17 Uhr in der Jugendherberge Heidelberg, Tiergartenstraße 5, 69120 Heidelberg, statt. Sie richtet sich an Leitungen und Küchenverantwortliche in Kantinen, Mensen, Hochschul- und Betriebsgastronomie und an sonstige Interessierte.

Die Teilnehmenden erfahren von Andreas Greiner, dem geschäftsführenden Gesellschafter der Ökonsult GbR, mit welchen Strategien immer mehr Mensen und Kantinen erfolgreich biologische, regionale und faire Produkte einsetzen. Von seinen zehnjährigen Erfahrungen einer biozertifizierten Großküche mit Catering berichtet der Bio-Mentor Bertold Kohm, GV-Betriebsleiter der Servicegesellschaft Nordbaden. Der Leiter der Jugendherberge Heidelberg International, Andreas Rihm, erklärt, warum der Gebrauch von Bio-Produkten in der Küche einen wichtigen Teil eines Nachhaltigkeitskonzeptes darstellt. „Mit dieser Veranstaltung möchten wir dazu ermutigen, nachhaltige Lebensmittel in Kantinen einzusetzen. Wir bieten dabei gerne Unterstützung und Beratung an“, sagt Umweltamtsleiterin Sabine Lachenicht.

Bitte bis 24. November anmelden

Für die Teilnahme wird um eine schriftliche Anmeldung bis 24. November 2017 gebeten. Das Programm und das Anmeldeformular sind zu finden unter www.heidelberg.de/bio. Anmeldungen gehen an Andreas Greiner, Ökonsult GbR, Schwabstraße 33, 70197 Stuttgart, E-Mail: greiner@oekonsult-stuttgart.de.

Stadt Heidelberg


Öffentliche Toilette auf dem Königstuhl wird während der Wintermonate abgebaut

Der Toilettenwagen auf dem Königstuhl wird während der Wintermonate eingezogen, um Frostschäden wie zum Beispiel ein Einfrieren der Wasserleitungen zu vermeiden. Sobald es die Temperaturen zulassen, wird er im Frühling 2018 wieder aufgestellt. Die Nutzerinnen und Nutzer der Bergbahn werden gebeten, während der Wintermonate beim Umstieg auf der Molkenkur die dortige öffentliche Toilette zu nutzen.

Durch den Umbau des Berghotels und des angegliederten Kiosks ist die bisher vorhandene Toilette weggefallen. Auf Wunsch der Heidelberger Straßen- und Bergbahn GmbH (HSB) hat die Stadt Heidelberg daher vor einem Jahr in den Sommermonaten einen Toilettenwagen aufgestellt.

Stadt Heidelberg


„Heidelberg4you“: 25 neue Standorte für öffentliches WLAN geplant

Nutzerinnen und Nutzer surfen an mehr als 170 Orten im Stadtgebiet kostenlos

Immer mehr Standorte, stetig steigende Nutzerzahlen und eine längere Nutzungsdauer – das kostenlose öffentliche WLAN-Netz „Heidelberg4you“ der Stadt Heidelberg ist ein Erfolgsmodell. An mehr als 170 Standorten im gesamten Stadtgebiet – von Handschuhsheim bis zum Emmertsgrund, von Schlierbach bis Wieblingen – können Interessierte dank einer Kooperation der Stadt mit der Universität Heidelberg kostenfrei im Internet surfen. Darunter befinden sich allein 53 Standorte, an denen die Stadt Heidelberg ihr Netz „Heidelberg4you“ zur Verfügung stellt – mit wachsender Zahl: Zuletzt wurden neue Zugangspunkte beispielsweise auf dem Bismarckplatz sowie im Thermal- und im Tiergartenbad geschaffen. An 25 weiteren Standorten soll das kostenlose öffentliche WLAN-Netz in Kürze ebenfalls verfügbar sein, unter anderem auf dem Schloss, an den Bergbahnstationen und auf der „alla hopp!“-Anlage in Kirchheim.

Wer surfen möchte, geht ganz einfach und bequem online: Nutzerinnen und Nutzer müssen an einem der Standorte von „Heidelberg4you“ lediglich in den WLAN-Einstellungen ihres Smartphones oder internetfähigen Tablets das Netzwerk „Heidelberg4you“ auswählen sowie anschließend die allgemeinen Geschäftsbedingungen akzeptieren und die Verbindung starten – und schon geht es los. Eine Registrierung ist nicht nötig. Haben sich Nutzer erstmalig mit „Heidelberg4you“ verbunden, loggt sich das Smartphone oder Tablet automatisch an allen Zugangspunkten des städtischen Netzwerkes und auch der Universität Heidelberg ein. Stadt und Universität bieten damit gemeinsam eines der größten öffentlichen und kostenlosen Netzwerke in ganz Deutschland an.

Anstieg um 30 Prozent bei Nutzerinnen und Nutzer

In den vergangenen zwölf Monaten haben sich rund 18.000 verschiedene Endgeräte eingewählt. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies ein Anstieg von mehr als 30 Prozent. Im September 2017 waren insgesamt 466 Geräte gleichzeitig verbunden – mehr als dreimal so viel wie im Spitzenmonat September ein Jahr zuvor. Die durchschnittliche Nutzungsdauer ist im Vergleich zum Vorjahr um knapp ein Viertel auf 24 Minuten pro Session angestiegen. Pro Tag werden im Schnitt 30.000 Sessions – damit ist der WLAN-Gebrauch eines Nutzers vom Login bis zum Logout gemeint – verzeichnet.

Die Stadt Heidelberg möchte ihr öffentliches WLAN-Angebot weiter ausbauen. In diesem Zusammenhang will die Stadt prüfen, ob sie sich um Fördergelder aus dem Programm „WiFi4EU“ der Europäischen Kommission bewirbt. Eine Bewerbung wird vorrausichtlich Ende 2017/Anfang 2018 möglich sein. Die Europäische Kommission fördert den Ausbau eines freien WLAN mit insgesamt 120 Millionen Euro.

Geplante neue Standorte von „Heidelberg4you“:

  • „alla hopp!“-Anlage, Kirchheim
  • Alte Brücke Nord
  • Bildungs-, Betreuungs- und Bürgerhaus B3
  • Bergbahnstation, Kornmarkt
  • Bergbahnstation, Molkenkur
  • Bergbahnstation, Schloss
  • Erlenweghalle
  • Gadamerplatz
  • Grahampark
  • Hauptbahnhof Süd
  • Karlstorbahnhof
  • Karl-Klotz-Haus
  • Odenwaldplatz, Kirchheim
  • Patton Barracks, Heidelberg Innovation Park (HIP)
  • Philosophengärtchen
  • Platz der Begegnung, Schlierbach
  • Pfaffengrunder Terrasse
  • Rathausplatz Wieblingen
  • Schlierbachhang
  • Schloss Heidelberg, Glockenturm
  • Schloss Heidelberg, Königssaal
  • Schloss Heidelberg, Soldatenbau
  • Schloss Heidelberg, Uhrenturm
  • Seegarten
  • Vangerow-Park

Bestehende Standorte von „Heidelberg4you“:

  • Alte Brücke
  • Bahnhofsgebäude Schlierbach
  • Bismarckplatz
  • Brückentor/Haspelgasse
  • Bürgeramt Bergheim
  • Bürgeramt Kirchheim
  • Bürgerhaus Emmertsgrund
  • Deutscher Alpenverein
  • Fischmarkt/Steingasse
  • Flüchtlingswohnheim Hardtstraße
  • Flüchtlingswohnheim Henkel-Teroson-Straße
  • Flüchtlingswohnheim „Im Weiher“
  • Flüchtlingswohnheim „Kleingemünder Straße“
  • Flüchtlingswohnheim Hotel Metropol
  • Friedrich-Ebert-Platz
  • Halle02/Zollhofgarten
  • Hauptbahnhof Tourist Info
  • Hauptstraße Mitte (Kurpfälzisches Museum)
  • Hauptstraße Ost (Palmbräugasse)
  • International Welcome Center
  • Karlsplatz
  • Kornmarkt
  • Marktplatz Nord
  • Marktplatz Süd
  • Neckarmünzplatz Tourist-Info
  • Neckarwiese, Ernst-Walz-Brücke
  • Neckarwiese, Theodor-Heuss-Brücke
  • Neckarwiese, DLRG-Haus
  • Neckarwiese, Weiße Flotte
  • Neuenheim Marktplatz (Stadtteilverein)
  • Rohrbach Rathausplatz, #1 (Stadtteilverein)
  • Rohrbach Rathausplatz, #2 (Stadtteilverein)
  • Schwetzinger Terrasse
  • Seniorenzentrum Altstadt
  • Seniorenzentrum Bergheim
  • Seniorenzentrum Boxberg/Emmertsgrund
  • Seniorenzentrum Handschuhsheim
  • Seniorenzentrum Kirchheim
  • Seniorenzentrum Neuenheim
  • Seniorenzentrum Pfaffengrund
  • Seniorenzentrum Rohrbach
  • Seniorenzentrum Weststadt
  • Seniorenzentrum Ziegelhausen
  • Stadtbücherei
  • Stadthalle, Bootsanleger
  • Stadthalle, Montpellierplatz
  • Stadthalle, Jubiläumsplatz
  • Stadtteilverein Schlierbach
  • Theaterplatz
  • Thermalbad
  • Tiergartenbad
  • Tiefburg Handschuhsheim
  • Quartiersmanagement Rohrbach-Hasenleiser

Stadt Heidelberg


Digitale Stadt – auch in Sachen Baugenehmigung

Elektronische Bauakte zum 1. November gestartet / Mehr Transparenz sowie Zeit- und Kostenersparnis

Die Stadt Heidelberg hat eine neue Baugenehmigungssoftware inklusive elektronischer Bauakte eingeführt. Damit werden die Genehmigungsverfahren künftig für alle Beteiligten übersichtlicher: Statt sämtliche Bauvorlagen, Planänderungen, Stellungnahmen und Schriftwechsel in Papierform abzuwickeln, gibt es künftig eine elektronische Bauakte, auf die Bauherren, Architekten und Fachämter gemeinsam, mit individuellen Lese- und Schreibrechten, digital zugreifen können. Am 1. November 2017 ist das neue System offiziell gestartet. Die elektronische Bauakte ist erreichbar über das Bauverwaltungsportal „Bau-Online“ des Amtes für Baurecht und Denkmalschutz unter www.heidelberg.de/bau-online.

„Die neue elektronische Bauakte bringt viele Vorteile: Sie spart Zeit und Papier und macht das Genehmigungsverfahren für alle Beteiligten transparent“, sagt Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner: „Heidelberg ist in Baden-Württemberg eine der ersten Kommunen, die die elektronische Bauakte in dieser Form einführt, ohne zusätzliche Papierakte im Hintergrund. Damit gehen wir einen Schritt weiter auf dem Weg zur Digitalen Stadt.“

Bisher mussten sämtliche Dokumente und Pläne im Laufe eines Baugenehmigungsverfahrens in Papierform eingereicht, bearbeitet und archiviert werden. Bei großen Bauvorhaben kommen dabei schnell mehrere hundert Seiten Schriftverkehr, mehrere Dutzend Pläne sowie umfangreiche Nachweise wie Brandschutzgutachten zusammen – nicht nur beim zuständigen Amt für Baurecht und Denkmalschutz, sondern auch bei den übrigen beteiligten Ämtern und Dienststellen. Pro Bauvorhaben sind das teilweise über einen Meter Aktenordner. Nicht ganz einfach für die Antragstellerinnen und Antragsteller, dabei den Überblick über den aktuellen Bearbeitungsstand zu behalten. Hinzu kommt der hohe Zeitaufwand, den die Abstimmung zwischen allen Beteiligten auf dem Postweg bedeutet.

Alle Dokumente und Pläne digital für alle Beteiligten verfügbar

Jörg Hornung, der Leiter des Amtes für Baurecht und Denkmalschutz: „Das neue elektronische Verfahren bietet für die meisten Antragsteller Vorteile, da sie ohne Medienbruch die Planunterlagen, die bei den vielen Büros schon in elektronischer Form vorliegen, beim Heidelberger Baurechtsamt digital einsehen können.“ Die digitalisierten Dokumente und Pläne stehen den Bauherren, Architekten, dem Baurechtsamt sowie den Trägern öffentlicher Belange elektronisch zur Verfügung. Dadurch sind diese Beteiligten jederzeit auf dem neuesten Stand. Individuelle Lese- und Schreibrechte, elektronische Formulare und automatische Benachrichtigungen ermöglichen eine einfache Bearbeitung. Die entsprechenden elektronischen Formulare werden von der beauftragten Firma voraussichtlich Ende Januar 2018 zur Verfügung gestellt.

Einzig am Anfang und am Ende des Verfahrens braucht es aus verwaltungsrechtlichen Gründen noch Dokumente in Papierform: den unterschriebenen Bauantrag und die Erklärung zur Teilnahme an der elektronischen Bauakte Heidelberg (elBauHD) zu Beginn, und zum Schluss gegebenenfalls die offizielle Baugenehmigung. Der umfangreiche Prozess dazwischen, von Stellungnahmen über Planänderungen bis zu sämtlichen Briefwechseln, kann komplett digital erfolgen. Die Datensicherheit ist auf dem Bauverwaltungsportal „Bau-Online“ für alle gewährleistet, ein passwortgeschützter Web-Client sorgt für zusätzlichen Schutz.

Ein weiteres Plus für die Bauherren: Sie müssen die Bauvorlagen nur noch in einfacher Ausfertigung vorlegen, und nicht wie bisher in dreifacher Ausfertigung. Das spart Kosten. Zudem können sie sich nach Abschluss des Verfahrens die erteilte Entscheidung samt Planunterlagen kostenlos auf ihren heimischen Rechner herunterladen. Sie verfügen dann über ein digitales und signiertes Original.

Intensive Gespräche mit Bauakteuren im Vorfeld

Der Einführung des neuen Systems gingen intensive Vorgespräche mit Heidelberger Bauträgern, Projektentwicklern, Architekten und sonstigen Bauakteuren voraus, um die elektronische Bauakte möglichst auf deren Bedarfe und Vorstellungen abstimmen und eine zielgruppengerechte eGovernment-Lösung im Baugenehmigungsverfahren anbieten zu können.

Die elektronische Bauakte wird als Alternative zum bisherigen Baugenehmigungsverfahren eingeführt: Auch künftig können Bauherren, wenn sie es wünschen, auf das rein „analoge“ Verfahren zurückgreifen.

Beim Amt für Baurecht und Denkmalschutz gehen jährlich rund 700 Anträge ein.

Elektronik-Anpassungsgesetz

Die Einführung der digitalen Bauakte ist möglich durch das Elektronik-Anpassungsgesetz (EAnpG) sowie den damit verbundenen Änderungen in der Landesbauordnung für Baden-Württemberg, samt Nebengesetzen und Verordnungen. Bauvorlagen dürfen seither in Baden-Württemberg auch in elektronischer Form eingereicht werden, Mehrfertigungen in schriftlicher Form sind grundsätzlich nicht mehr erforderlich.

Ergänzend: Bei Fragen zur elektronischen Antragstellung können sich die Bauherren gerne an den Projektleiter im Amt für Baurecht und Denkmalschutz Rainer Kern wenden: Telefon 06221 58-25550.

www.heidelberg.de/bau-online

www.digitales.heidelberg.de

Stadt Heidelberg


Schule fertig, was dann?

Informationsabende für Eltern und Schüler am 14. und 21. November

„Schule fertig, was dann?“ lautet der Titel zweier Infoveranstaltungen für Eltern und Schüler am Dienstag, 14. November 2017, in der Internationalen Gesamtschule (IGH) und am Dienstag, 21. November 2017, in der Turnhalle der Johannes-Kepler-Realschule. Viele Schülerinnen und Schüler folgen dem aktuellen Trend und entscheiden sich nach dem Schulabschluss für den Wechsel auf eine Schule, an der sie einen höheren Abschluss erreichen können. Gleichzeitig können sie aber die Anforderungen an diesen Schulen oft nicht realistisch einschätzen. Der Informationsabend soll einerseits über die Anforderungen an den Beruflichen Schulen und andererseits über Alternativwege zum höheren Bildungsabschluss aufklären.

Veranstalter ist das Regionale Bildungsbüro in Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit, der Internationalen Gesamtschule Heidelberg, der Geschwister-Scholl-Gemeinschaftsschule, der Gregor-Mendel-Realschule, der Johannes-Kepler-Realschule, der Theodor-Heuss-Realschule sowie den Beruflichen Schulen in Heidelberg.

Interessierte können die Veranstaltung am 14. November in der IGH, Baden-Badener-Straße 14, und am 21. November in der Johannes-Kepler-Realschule, Mönchhofstraße 24, jeweils um 18.30 Uhr besuchen. Unter anderem berichten die Schulleitungen und ehemalige Schülerinnen und Schüler der Beruflichen Schulen über ihre Erfahrungen. Informationen gibt es außerdem vom Amt für Schule und Bildung der Stadt Heidelberg und der Agentur für Arbeit Heidelberg.

Stadt Heidelberg


Oberbürgermeister Prof. Würzner stellt Heidelberger Projekte bei Klimakonferenz COP 23 in Bonn vor

Rund 25.000 Teilnehmende erwartet / OB bei Diskussion mit Bundesumweltministerin Hendricks dabei

Die 23. Weltklimakonferenz „COP 23“ findet dieses Jahr von Montag, 6. November, bis Freitag, 17. November, in Bonn statt. Diplomaten, Politiker und Vertreter der Zivilgesellschaft aus aller Welt kommen hier mit dem Ziel zusammen, die Umsetzung des Pariser Klimaabkommens zu konkretisieren und weiter voranzutreiben. Die Konferenz wird die größte zwischenstaatliche Konferenz, die es in Deutschland je gegeben hat. Heidelbergs Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner wird an unterschiedlichen Veranstaltungen teilnehmen und auf dem Podium sitzen.

Erwartet werden nach Angaben des Bundesumweltministeriums bis zu 25.000 Teilnehmende aus allen Ländern der Welt, dazu rund 500 Nichtregierungsorganisationen und mehr als 1000 Journalistinnen und Journalisten. Neben vielen bekannten Politikern sind auch Prominente wie Arnold Schwarzenegger und Leonardo DiCaprio vor Ort. Die deutsche Bundesregierung wird sich an der COP 23 aktiv beteiligen und organisiert mehr als 60 Veranstaltungen zum Thema Klimaschutz.

Prof. Würzner wird als Vertreter des Städtenetzwerks „Energy Cities“ am 16. November zum „European Union Energy Day“ bei der COP 23 einen Kurzvortrag halten. Energy Cities ist ein Zusammenschluss aus über tausend europäischen Gemeinden, die sich eine nachhaltige Energiepolitik zum Ziel gesetzt haben. Prof. Würzner ist bereits seit 2006 Präsident des Netzwerks. Außerdem wird Prof. Würzner am 13. November an einer Diskussion des Deutsch-Chinesischen Forums der GIZ (Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit) mit Bundesumweltministerin Barbara Hendricks teilnehmen, bei dem über die besten deutschen sowie chinesischen Ideen zum Klimaschutz diskutiert wird. Zudem nimmt er am 12. November am „Climate Summit for Local Leaders“ mit dem ehemaligen Bürgermeister von New York, Michael Bloomberg, teil.

„Städte haben eine enorme Verantwortung“

„Die COP 23 ist ein wichtiges Treffen, dessen Ergebnisse und Entschlüsse über die Zukunft unserer Erde maßgeblich mitentscheiden werden. Ich freue mich, dass ich in meiner Funktion als Präsident von Energy Cities auch Heidelberg dort vertreten kann. Wir haben in den vergangenen Jahrzehnten in den Bereichen Umwelt- und Klimaschutz zahlreiche Projekte gestemmt, die zwischenzeitlich auch international als beispielhaft und vorbildlich wahrgenommen werden – allen voran unser Null-Emissionsstadtteil Bahnstadt. Gerade die Städte haben eine enorme Verantwortung im Klimaschutz – aktuelle Prognosen zeigen, dass bis zum Jahr 2030 rund 60 Prozent der Menschen weltweit in Städten leben werden“, erklärt Prof. Würzner.

„In Bonn kommt es mehr denn je darauf an, dass zum Verhandeln auch das Handeln kommt. Wir wollen mit praktischen Beispielen zeigen, dass die Welt Fortschritte beim Klimaschutz macht", so Umweltministerin Barbara Hendricks. Die Präsidentschaft der Konferenz hat Fidschi inne, Deutschland unterstützt als technischer Gastgeber.

Hintergrund: Die UN-Klimakonferenz ist die jährlich stattfindende Vertragsstaatenkonferenz (Conference of the Parties, COP) der UN-Klimarahmenkonvention. Seit 2005 ist die Konferenz um das Treffen der Mitglieder des Kyoto-Protokolls (Meeting of the Parties to the Protocol, MOP) und seit 2016 um das Treffen der Unterzeichner des Paris Abkommens (Meetings of the Parties to the Paris Agreement, CMA) ergänzt worden. Die jährlich stattfindende Vertragsstaatenkonferenz ist das höchste Gremium der Klimarahmenkonvention UNFCCC. In diesem internationalen Übereinkommen haben sich alle Industrieländer zur Reduktion ihres Ausstoßes an Treibhausgasen verpflichtet. Bei der COP 21 in Paris wurde das erste Klimaschutzabkommen vereinbart, das alle 195 Mitgliedsstaaten der UN-Klimarahmenkonvention in die Pflicht nimmt.

Ergänzende Informationen zur Weltklimakonferenz 2017 unter www.cop23.de sowie zum Netzwerk Energy Cities unter http://www.energy-cities.eu.

Stadt Heidelberg


Erste Delegationsreise in Heidelbergs neue Partnerstadt Palo Alto

OB Prof. Würzner traf Google-Vizepräsident Vinton Cerf und weitere Wirtschaftsvertreter im Silicon Valley

Sie sind über 9.200 Kilometer voneinander entfernt und getrennt durch einen Ozean. Und dennoch haben Palo Alto in Kalifornien und Heidelberg mehr Gemeinsamkeiten miteinander als mit vielen Orten in ihrem eigenen Land. Die beiden Städte vertieften in der vergangenen Woche ihren Austausch – nur wenige Wochen nach der Besiegelung ihrer Städtepartnerschaft am 28. September. Eine Delegation unter der Leitung von Oberbürgermeister Professor Dr. Eckart Würzner hat dazu nun die Partnerstadt besucht. Gemeinsame Themen waren Bildung, Mobilität, bezahlbarer Wohnraum, Konversion und die Entwicklung zur Smart City. Gesprächspartner waren unter anderem der Vizepräsident des Google-Konzerns Vinton Cerf, Wissenschaftler der Elite-Universität Stanford, Stadträte der Stadt Palo Alto, Schüler einer Highschool, im Städteaustausch engagierte Bürger und Vertreter der Handelskammern in Palo Alto und San Francisco.

„Palo Alto und Heidelberg entwickeln sich beide sehr erfolgreich, beide dank der exzellenten Wissenschaft und herausragender Unternehmern in ihrer Stadt“, erklärt Prof. Würzner. „Wir haben dadurch besondere Möglichkeiten, aber wir stehen auch vor besonderen Herausforderungen. Wir lernen hier viel voneinander. Und wir bringen jeweils hochkarätige Partner in die Zusammenarbeit ein.“

„Unternehmergeist in Schulen wecken“

Dr. Wolfgang Niopek, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Rhein-Neckar war ebenfalls als Delegationsmitglied dabei. Sein Fazit: „Aus Sicht der IHK Rhein-Neckar ist eine Städtepartnerschaft zwischen Heidelberg und Palo Alto auch unter wirtschaftlichen Aspekten interessant. Das Innovationspotenzial ist in Heidelberg und Palo Alto gleichermaßen hoch. Allerdings gelingt es dem kalifornischen Standort noch besser, dieses Innovationspotenzial durch Neugründungen auch auszuschöpfen und neue Arbeitsplätze zu generieren. Die Lernchancen für uns liegen vor allem in den Bereichen Bildung in den Schulen, dort wird in Palo Alto schon sehr früh der Unternehmergeist durch sehr konkrete Ausbildungsbausteine geweckt, und im Feld des Risikokapitals. Zudem gibt es eine Kultur des Scheiterns, so dass das gesellschaftliche Ansehen risikobereiter Unternehmer auch im Falle eines Misserfolgs nicht gefährdet ist. In den kommenden Jahren könnten neue interessante Kooperationen zwischen Unternehmen an beiden Standorten entstehen."

Palo Alto gilt als weltweites Zentrum der IT- und High-Tech-Industrie. Konzerne wie Tesla oder Hewlett-Packard wurden hier gegründet, Google oder PayPal haben hier ihren Ursprung. Die Stadt selbst hat nur 65.000 Einwohner. Sie beherbergt jedoch die Stanford Universität – eine der besten technischen Universitäten weltweit. Besonderes Kennzeichen von Stanford: Die hohe Zahl an Unternehmensgründungen durch Wissenschaftler und Absolventen. Alleine in Palo Alto gibt es dadurch heute 250.000 Arbeitsplätze.

Die Universität nutzt das für ihre eigene Entwicklung: Sie baut auf ihrem Areal ganze Bürokomplexe und vermietet diese an die Unternehmen. Darüber hinaus hat Stanford inzwischen ein Stiftungsvermögen von mehr als 100 Milliarden Dollar aufgebaut, mit dem es seine Forschung auf Spitzenniveau finanziert.

Doch genauso wie in Heidelberg stoßen auch in Palo Alto Universität und Stadt an Grenzen. Hauptprobleme sind der Verkehr und extrem hohe Immobilienpreise. Oberbürgermeister Professor Würzner stellte Heidelberger Lösungsansätze in einem Vortrag an der Standford Universität vor, etwa die Entwicklung der Bahnstadt und der Konversionsflächen. Durch die Mischung von Wohnen, Arbeit und Freizeit in einem Quartier werden dort von vornherein lange Wege vermieden. Gleichzeitig bieten Radwege, Straßenbahn, Carsharing und Ladestationen für Elektrofahrzeuge bequeme Alternativen zum Auto.

Die amerikanischen Partner haben sich einzelne Elemente bereits in Heidelberg abgeschaut – beispielsweise die Einführung von Radwegen und Leihrädern. Sie setzen ihren Fokus dagegen stärker als Heidelberg auf technische Lösungen wie E-Mobilität und vor allem auf autonomes Fahren. Die Vision: Eine Flotte von selbstfahrenden Elektro-Autos ist permanent in der Stadt unterwegs und bringt jeden an sein Ziel. Der Bedarf an Parkplätzen würde praktisch gegen Null gehen, es würden deutlich weniger Autos als heute ausreichen und durch die E-Mobilität gäbe es weder Lärm noch Abgase mehr. Das Resümee der Diskussion: Beide Städte wollen die Stärke des anderen Partners in ihren Planungen mit nutzen.

Englisches Institut bei internationalem Schulprojekt dabei

Am Hauptsitz des Google-Konzerns traf Professor Würzner den Vizepräsidenten des Konzerns, Vinton Cerf. Er gilt als einer der Erfinder des Internets. Sie sprachen über Chancen der Digitalisierung in der Bildung und in der Entwicklung neuer Stadtquartiere. An der Gunn Highschool präsentierten Schüler Ergebnisse ihres sogenannten Beam-Projektes. Dabei entwickelten Schülergruppen Geschäftsideen bis hin zu umsetzungsreifen Plänen. Sie werden dabei von Lehrern und Unternehmensvertretern betreut. Das Projekt verlief so erfolgreich, dass Palo Alto alle seine Partnerstädte eingeladen hat, mit eigenen Schulen teilzunehmen. Heidelberg ist bereits dabei. Das Englische Institut hat die Chance ergriffen. Es ist damit nun in einem Verbund mit Schulen auch aus den Niederlanden, Schweden, Mexiko und China.

Auf dem Programm standen auch Gespräche mit den Handelskammern in Palo Alto und San Francisco. Hauptthema in San Francisco: der Verkehr. Der Fahrtdienst uber hat seinen Hauptsitz in San Francisco und hat dort das System weltweit erstmals eingesetzt. Heute zeigt sich: zwar hat durch uber der Verkehr zugenommen. Gleichzeitig ist jedoch der Bedarf an Parkplätzen extrem zurückgegangen – in der Innenstadt um bis zu fünfzig Prozent. Gleichzeitig denkt die Stadt über eine Kooperation mit High-Tech-Unternehmen im Bereich der City-Logistik nach. Die Vision, die rein technisch bereits möglich ist: kleine Roboter übernehmen die Verteilung von Waren in der Innenstadt. Große Lastwagen könnten damit aus engen Bereichen herausgehalten werden. Auch hierzu haben die Partner einen weiteren Austausch vereinbart.

Stadt Heidelberg


Vorverkauf für den 31. Heidelberger Jugendtanztag startet am 6. November

Am Samstag, 18. November 2017, findet der 31. Heidelberger Jugendtanztag in der Heidelberger Stadthalle statt. Veranstalter sind das Haus der Jugend und der Stadtjugendring. Ab 14.30 Uhr präsentieren verschiedene Kindertanzgruppen ihr Programm auf großer Bühne, um 16.30 Uhr beginnt der Jugendteil mit einem Choreografie-Contest und um 20 Uhr startet der große Hip-Hop-Contest, der zugleich ein Qualifikationswettbewerb für die süddeutschen Meisterschaften von Streetdance BW ist.

Der Kartenvorverkauf startet am Montag, 6. November, im Café Plan B des Hauses der Jugend, Römerstraße 87. Karten für die Kinder- und Jugendvorstellungen von 14.30 bis circa 19 Uhr kosten ermäßigt für Kinder ab sechs Jahren, Schüler, Studierende, Familienpassinhaber und andere Ermäßigungsberechtigte fünf Euro, für Erwachsene acht Euro. Auch für den Hip-Hop-Contest gilt: fünf Euro für Ermäßigte und acht Euro für Erwachsene. Ein Kombiticket für den ganzen Tag kostet ermäßigt acht Euro für Erwachsene zwölf Euro.

Weitere Infos gibt es im Haus der Jugend, Römerstraße 87, Telefon 06221 602926 oder im Internet unter hausderjugend-hd.de.

Stadt Heidelberg


Leitungsarbeiten in der Lessingstraße in Höhe Hauptbahnhof

Im Vorgriff auf das Mobilitätsnetz-Projekt Hauptbahnhof Nord stehen in der Lessingstraße ab nächster Woche Leitungsarbeiten an. In Höhe des Bahnhofsgebäudes, zwischen dem Willy-Brandt-Platz und der Einmündung Kurfürsten-Anlage, werden Fernwärmeleitungen verlegt. Die Arbeiten beginnen am Montag, 6. November 2017, und dauern voraussichtlich bis Ende März 2018.

Zunächst müssen die Kampfmitteluntersuchungen im Baufeld abgeschlossen werden. Anschließend wird im Einmündungsbereich Lessingstraße / Kurfürsten-Anlage eine Pressgrube ausgehoben, um die Rohre unter der Lessingstraße vortreiben zu können. Im Zuge dieser Arbeiten muss in der Lessingstraße stadteinwärts einer der vier Fahrstreifen in Höhe der Einmündung Kurfürsten-Anlage gesperrt werden. Das betrifft den separaten Abbiegefahrstreifen in Richtung Kurfürsten-Anlage. Für den Autoverkehr wird stattdessen eine gemeinsame Geradeaus- und Rechtsabbiegespur markiert.

Auch der Rad- und Fußverkehr ist betroffen: Der gemeinsame Geh- und Radweg auf der Ostseite der Lessingstraße muss während der Arbeiten vollgesperrt werden. Radfahrer und Fußgänger werden über die Belfortstraße und Kaiserstraße umleitet, vorbei am ehemaligen Postgebäude. Im weiteren Verlauf der Baumaßnahme können sich weitere Verkehrseinschränkungen ergeben. Die Stadt Heidelberg bittet um Verständnis.

Ergänzend: Informationen über die aktuellen Baustellen im Stadtgebiet finden Sie im Internet unter www.heidelberg.de/baustellen.

Stadt Heidelberg


Gehwegreinigungsgebühren werden fällig

Das Amt für Abfallwirtschaft und Stadtreinigung der Stadt Heidelberg weist darauf hin, dass die vierte Rate der Gehwegreinigungsgebühren 2017 zum 15. November für alle gebührenpflichtigen Anwesen fällig wird. Es wird gebeten, bei der Überweisung die Kundennummer und die Vertragskontonummer anzugeben. Für die Gehwegreinigungsgebühren gibt es eine eigene Bankverbindung:

Sparkasse Heidelberg,

BLZ 672 500 20,

Kontonummer 9054367

oder

IBAN DE76672500200009054367.

Ergänzend: www.heidelberg.de/abfall

Stadt Heidelberg


Konversion Südstadt: Bagger rollen zu mehreren Projekten an

Entwicklungsstart für MTV Nord und Spiellandschaft / Abrissarbeiten an Torhaus und Checkpoint Rheinstraße

Die Entwicklung auf der Konversionsfläche Südstadt geht in großen Schritten weiter. An mehreren Teilprojekten wird die Arbeit nun auch deutlich sichtbar, weil konkrete Bauarbeiten starten. „Wir gehen weiter ein sehr hohes Tempo, da es in einer wachsenden Stadt wie Heidelberg einen enormen Bedarf für Wohnungen in einer attraktiven Umgebung gibt. In der Südstadt entsteht auf über 40 Hektar ein urbanes Quartier mit vielen Grün- und Freiflächen und preiswertem Wohnraum“, sagt Konversionsbürgermeister Hans-Jürgen Heiß. Eine Übersicht über den Sachstand bei den einzelnen Teilprojekten:

MTV Nord

Am Mittwoch, 25. Oktober, hat die MTV Bauen und Wohnen GmbH den Spatenstich für die Entwicklung von MTV Nord gefeiert. Das Konsortium aus der städtischen GGH, den Baugenossenschaften Familienheim und Neu-Heidelberg sowie der Heidelberger Volksbank und der Volksbank Kurpfalz hat ein Großprojekt vor sich: Die GmbH entwickelt zwischen Feuerbachstraße und Rheinstraße ein Nahversorgungszentrum mit großem Supermarkt sowie 680 Wohneinheiten in Neubauten und Bestandsgebäuden westlich und östlich der Römerstraße für etwa 1.600 Bewohner. Die ersten Wohnungen werden voraussichtlich im Sommer 2019 bezugsfertig sein. Die Fertigstellung des gesamten nördlichen Bereiches des Mark-Twain-Village ist für 2021 geplant. Die MTV Bauen und Wohnen GmbH wird im gesamten Quartier rund 1.300 Wohneinheiten bauen. Voraussichtliche Fertigstellung aller Einzelprojekte ist im Jahr 2025.

Heidelbergs Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner bedankte sich bei den Unternehmen, die sich in der MTV Bauen und Wohnen GmbH zusammengeschlossen haben: „Wir sind sehr froh, dass die Stadt solche engagierten Partner gewinnen konnte. Es war unser Ziel, auf dieser Fläche preiswerten Wohnraum in einer urbanen und lebendigen Umgebung zu realisieren. Ich freue mich, dass 70 Prozent des Wohnraums für Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen zur Verfügung steht.“

Lärmschutzlandschaft an der Bahnlinie

Für die Lärmschutz- und Spiellandschaft an der Bahnlinie im nordwestlichen Bereich der Fläche läuft aktuell das Baugenehmigungsverfahren. Mit den Erdbauarbeiten soll noch in diesem Jahr begonnen werden. Die Flächen werden in fünf Spielbereiche gegliedert – mit viel Grün dazwischen. Sie bieten Spielmöglichkeiten für Kinder aller Altersstufen. Besonderes Element wird eine in den Wall eingeschnittene Spielwand. Mit der Gesamtfertigstellung ist voraussichtlich im Herbst 2018 zu rechnen.

Rückbau am Torhaus und Checkpoint Rheinstraße

Das Torhaus an der Römerstraße mit seinem markanten Uhrenturm gehört zu den bekanntesten Gebäuden auf der Konversionsfläche. Der Platz vor dem Gebäude in Richtung Römerstraße gehört zu dem Freiraum-Ensemble, das im Rahmen des IBA-Projekts „Der andere Park“ neu gestaltet wird. Zu diesem Zweck wird nun der Platz entsiegelt und bestehende Einbauten werden entfernt. Ebenfalls teilweise zurückgebaut und entsiegelt wird der ehemalige Checkpoint an der Rheinstraße. Der Konversionsausschuss der Stadt Heidelberg hat in seiner Sitzung am 25. Oktober 2017 bereits einstimmig der Ausführungsgenehmigung für beide Projekte zugestimmt. Die Kosten belaufen sich auf rund 400.000 Euro, die Maßnahmen laufen zwischen November 2017 und Januar 2018.

Vor dem Torhaus werden unter anderem Poller, ein Schlagbaum und ein Fahnenmast entfernt. Ein rostbraunes Schiebetor wird als „historische Schicht“ erhalten. Beim Checkpoint an der Rheinstraße folgt auf Asphalt frisches Grün: Eine rund 8.000 Quadratmeter große Fläche wird Teil des zentralen Parks, der dann 24.000 Quadratmeter groß sein wird. Allerdings bleiben auch hier einige signifikante Spuren der Nutzung durch die US-Armee vorerst erhalten: ein Sendemast, ein Funktionsgebäude und mehrere Überdachungen. Ob diese Relikte langfristig stehen bleiben, hängt vom Ausgang der aktuellen Mehrfachbeauftragung „Der andere Park“ ab. Einige Büros haben bereits geäußert, dass sie diese Elemente in einen künftigen Park integrieren könnten.

Sachstand „Der andere Park“

Ein einst militärischer Ort soll in den kommenden Jahren einen völlig neuen Charakter bekommen – dank seiner besonderen Grün- und Freiflächen und mehrerer Orte des Wissens, die sich daran entlang ziehen. Das ist der Grundgedanke für die Entwicklung eines Gebiets, das sich vom künftigen Standort des Karlstorbahnhofs im Westen des Areals über den Paradeplatz bis zum zentralen Park rund um die Kommandantur und das künftige Bürgerzentrum in der Chapel zieht. Für diesen Freiraum neuen Typs haben die Stadt Heidelberg und die Internationale Bauausstellung (IBA) den Wettbewerb „Der andere Park“ ausgeschrieben. Von 21 teilnehmenden Büros aus ganz Europa hat eine Jury am 4. Juli sieben Arbeiten für die zweite Wettbewerbsphase ausgewählt. Am 20./21. Oktober haben sich diese Büros bei einem Ausgabekolloquium in Heidelberg über die Anforderungen für die zweite Phase informiert – nun haben sie bis Ende des Jahres Zeit, um ihre endgültigen Entwürfe einzureichen. Anfang 2018 wird dann in einer Jurysitzung entschieden, mit welchem Entwurf die Stadt und die IBA in die Realisierung gehen wollen.

Julius-Springer-Schule in neuen Räumen

Pünktlich zum Schuljahresbeginn 2017/2018 hat die berufliche Julius-Springer-Schule ihren Betrieb in neuen Räumlichkeiten aufgenommen. Seit Februar 2016 wurde hierfür die ehemalige Mark-Twain-Schule saniert. Die Julius-Springer-Schule war bisher Teil des Komplexes zwischen Rohrbacher Straße und Römerstraße, wo sich auch die Willy-Hellpach- und die Pestalozzischule befinden. Sie hatte mit ihren über 1.600 Schülerinnen und Schülern bereits seit längerem mit Raummangel zu kämpfen. Mit dem Abzug der amerikanischen Streitkräfte ergab sich die Möglichkeit, die ehemalige Mark-Twain-Schule zu übernehmen. Die Stadt investierte rund 13 Millionen Euro in die Sanierung des Gebäudes.

Mehrfachbeauftragung MTV West und Sickingenplatz

Die Areale MTV West und Sickingenplatz sind die letzten „weißen Flecken“ auf dem Südstadt-Areal. Bei einem Bürgerforum am 14. September wurden bereits Anregungen für eine Aufgabenstellung gesammelt, die im Dezember an sechs ausgewählte Stadtplanungsbüros verteilt werden soll. Die Büros sollen dann im Februar 2018 ihre städtebaulichen Entwürfe abgeben.

Das Areal Sickingenplatz liegt ganz im Südwesten der Konversionsfläche an der Sickingenstraße. Die Bestandsgebäude sollen abgerissen werden. Stattdessen sollen 250 Wohneinheiten entstehen. In den Erdgeschosszonen soll es ergänzende Nutzungen zur Belebung des Quartiers geben – beispielsweise Einkaufsmöglichkeiten oder Gastronomie. Bei MTV West – zwischen dem künftigen Park um die Kommandantur und den Kleingärtenanlagen – soll ebenfalls ein Wohngebiet entstehen. Vorgesehen sind hier 150 Einheiten. Bauherr bei beiden Arealen ist die MTV Bauen und Wohnen GmbH.

Stadt Heidelberg


Baumfällungen auf Patton Barracks

Im Zuge der Konversion der Patton Barracks im Stadtteil Kirchheim müssen ab Montag, 6. November 2017, im Rahmen der vorbereitenden Maßnahmen im westlichen Bereich (ehemaliger Motorpool) rund 30 Bäume gefällt werden. Die Arbeiten sind mit den jeweils zuständigen Ämtern der Stadt Heidelberg abgestimmt. Als Ersatz für die entfernten Bäume sind nach unmittelbarer Beendigung der Baumaßnahmen in den jeweiligen Bauabschnitten geeignete Nachpflanzungen gemäß den Festsetzungen des Bebauungsplans vorzunehmen.

Auf den Patton Barracks wächst der Heidelberg Innovation Park (HIP) – ein Hotspot für Unternehmen aus den Bereichen IT, Bioinformatik, Digitale Medien und Design. Ein erster Meilenstein wird das Geschäftsentwicklungszentrum Organische Elektronik, für das im März 2017 Spatenstich gefeiert wurde. Ferner ist auf dem Areal eine Sport- und Kulturhalle für bis zu 5.000 Personen geplant.

Stadt Heidelberg


Thementreffs für Eltern mit Neugeborenen

Familienbüro der Stadt Heidelberg lädt zu Austausch und fachlicher Beratung

Das Familienbüro der Stadt Heidelberg bietet wieder Thementreffs für Eltern mit Neugeborenen an. Bei den Thementreffs können sich Mütter und Väter über Themen rund um das neugeborene Baby und die veränderte Familiensituation informieren und austauschen. Die Treffs werden von Nicole Müller in Kooperation mit dem Team des Familienbüros der Stadt Heidelberg geleitet. Nicole Müller ist
Familien-, Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin, entwicklungspsychologische Beraterin und systemische Familienberaterin. Das Angebot knüpft an die bestehende Informationsveranstaltung „Willkommen im Leben! Informationen für Eltern mit Neugeborenen in Heidelberg“ an. Die vorherige Teilnahme an einer Informationsveranstaltung ist aber nicht Voraussetzung für die Teilnahme an den Thementreffs.

Die Thementreffs im Überblick:

  • Mittwoch, 15. November 2017, 17 bis 18.30 Uhr

Willkommen als Eltern: Eltern sein und mit Freude Eltern bleiben

  • Mittwoch, 22. November 2017, 17 bis 18.30 Uhr

Gefühle willkommen: Weinende Babys trösten und mit eigenen Gefühlen umgehen

  • Mittwoch, 29. November 2017, 17 bis 18.30 Uhr

Wünsche willkommen: Individuelle Fragen und Sorgen der Eltern stehen im Mittelpunkt

  • Donnerstag, 7. Dezember 2017, 17 bis 18.30 Uhr

Willkommen im Kreis der Sicherheit: Über die Bedeutung einer sicheren Bindung und wie sie gelingt.

Die Thementreffs finden in den Räumen der Kinder- und Jugendförderung, Plöck 2a, statt.

Weitere Informationen unter familienoffensive@heidelberg.de und unter Telefon 06221 58-37888. Babys sind selbstverständlich willkommen. Für Geschwisterkinder kann nach vorheriger Absprache eine Betreuung angeboten werden.

Stadt Heidelberg


Stadthalle: Oberbürgermeister Prof. Würzner dankt Wolfgang Marguerre für großzügige Spendenzusage

Heidelberger Unternehmer unterstützt Sanierung der Stadthalle / Weitere Großspender / Insgesamt Zusagen über 22 Millionen Euro

Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner hat am heutigen Freitag, 27. Oktober 2017, den Heidelberger Unternehmer und Mäzen Wolfgang Marguerre im Rathaus begrüßt und ihm für eine äußerst großzügige Spendenzusage zur Sanierung der Heidelberger Stadthalle gedankt. „Die Spendenzusage von Wolfgang Marguerre ist eine großartige Nachricht für unsere Stadt und alle Heidelbergerinnen und Heidelberger. Ohne diese Unterstützung wäre eine umfangreiche Sanierung und Weiterentwicklung der Stadthalle zu einem Konzert- und Kulturhaus für die Zukunft undenkbar“, betonte Oberbürgermeister Prof. Würzner: „Mit seiner Spendenzusage leistet Wolfgang Marguerre – wie auch schon bei seiner außergewöhnlichen Unterstützung für die Sanierung des Theaters und die Integration von Menschen auf der Flucht – seiner Heimatstadt Heidelberg einen großen Dienst. Dafür bedanke ich mich – auch im Namen des Gemeinderats – ganz herzlich. Die Stadthalle ist die gute Stube Heidelbergs. Mit dieser großartigen Unterstützung kann sie ihre Rolle künftig noch schöner ausfüllen als jemals zuvor.“

„Ich will meiner Heimstadt, in der ich mich und in der meine Familie sich so wohl fühlt, etwas zurückgeben. Ich will, dass Heidelbergs gute Stube wieder das wird, als was sie vor über 100 Jahren gebaut wurde, als Versammlungs- und Festgebäude für die Bürgerschaft“, sagte Wolfgang Marguerre. Der Unternehmer hatte unter anderem schon die Sanierung des 2012 wiedereröffneten Heidelberger Theaters mit mehr als 15 Millionen Euro unterstützt. Im Jahr 2015 spendete er an die Stadt Heidelberg zudem eine Million Euro für Flüchtlingsprojekte.

Prof. Würzner bedankte sich bei weiteren Großspendern, deren großzügige Zusagen in dieser Woche bekannt geworden waren. Dabei handelt es sich um Prof. Dr. Dietrich Götze, Dr. Renate Keysser-Götze, Dr. Manfred Lautenschläger, Günter Reimann-Dubbers, Dr. Jobst Wellensiek und Achim Wessendorf. Zusammen stehen alle Spender für Zusagen im Gesamtumfang von 22 Millionen Euro, von denen Wolfgang Marguerre den Löwenanteil trägt.

„Es ist ein großartiges Signal, dass sich diese hochverdienten Personen aus der Heidelberger Stadtgesellschaft mit solchen Summen für unsere Stadthalle engagieren. Jedem einzelnen gilt mein großer Dank“, sagte Prof. Würzner.

Pläne für Umbau zu einem Konzert- und Kulturhaus

Die Stadthalle könnte in den kommenden Jahren saniert und zum Konzert- und Kulturhaus weiterentwickelt werden. Der Gemeinderat hatte Anfang Oktober mit großer Mehrheit zugestimmt, entsprechende Pläne weiter zu verfolgen. Der Impuls für eine Weiterentwicklung der Stadthalle zum jetzigen Zeitpunkt geht auf eine Initiative von Mäzenen und Sponsoren des „Heidelberger Frühling“ zurück.

Die Stadthalle wurde 1903 fertiggestellt und ist sanierungsbedürftig. Eine Machbarkeitsstudie schlägt einen Umbau vor, der ausschließlich das Innere des Gebäudes betreffen würde. Damit könnte die Stadthalle in Zukunft mehrere Funktionen erfüllen: als Konzerthaus nach international erstklassigen Standards, als Ort für ein breites gesellschaftliches Veranstaltungsangebot – vom Jugendtanztag über gesellschaftliche Bälle, Feste und Empfänge bis hin zu Fastnachtsveranstaltungen. Und drittens als Anbieter von Abendveranstaltungen in Zusammenarbeit mit dem neuen Konferenzzentrum, das bis 2021 in der Bahnstadt entsteht. Von einer Sanierung würden alle profitieren: Konzertbesucher ebenso wie Gäste der Traditionsveranstaltungen oder Tagungsteilnehmer, die abends aus dem Konferenzzentrum zum Empfang in die Altstadt kommen. Die Fassade der Stadthalle bliebe unverändert.

Die Bühne soll künftig in der Mitte des Saales liegen. Hubböden könnten sowohl ansteigende Sitzreihen, zum Beispiel für Konzerte, als auch eine durchgehende Ebene, etwa für Tanzbälle, ermöglichen. Die Besucher sollen von einer deutlich verbesserten Sicht und Akustik profitieren. Durch die Hubpodien sind zahlreiche verschiedene Anordnungen möglich – beispielsweise auch die bisherige Konstellation von ebenem Parkett und Bühne an der Stirnseite des Saals.

Der Gemeinderat hat Anfang Oktober – wie bei der erfolgreichen Theatersanierung – der Übertragung der Stadthalle samt Grundstück auf die städtische Theater- und Orchesterstiftung, vorbehaltlich des Ergebnisses der beim Finanzamt Heidelberg eingereichten Anfrage auf verbindliche Auskunft, zugestimmt. Bei erfolgreichem Verlauf und Genehmigung durch das Regierungspräsidium Karlsruhe könnten die Sanierungsarbeiten bereits Anfang 2019 beginnen.

Grundlage für die künftige Nutzung der Stadthalle bildet ein Konzept, das von der Heidelberg Marketing GmbH und der Heidelberger Frühling gGmbH erstellt wurde. Die architektonische Machbarkeitsstudie hierzu wurde vom Büro Waechter + Waechter Architekten erarbeitet. Das Büro hatte bereits die Sanierung des Theaters geplant.

Ergänzend: Weitere Informationen unter www.heidelberg.de/stadthalle.

Stadt Heidelberg


Heidelberg einfach erklärt

Städtische Homepage bietet Nachrichten in einfacher Sprache – wöchentlich neu

„In einer Stadt geschehen viele Dinge. Es gibt neue Angebote. Es werden viele Entscheidungen getroffen. Das ist für manche Menschen schwer zu verstehen. Jeder in Heidelberg soll aber wissen, was in Heidelberg passiert. Deshalb gibt es jetzt auch Nachrichten in einfacher Sprache.“ Mit diesem Einstiegstext bewirbt die Stadt Heidelberg auf der städtischen Homepage das neue Angebot zu Informationen in einfacher Sprache (www.heidelberg.de/einfach). Als eine der ersten Städte in Baden-Württemberg bietet Heidelberg wöchentlich Neuigkeiten aus der Stadt in einfach verständlicher Sprache an.

Die Heidelberger „Nachrichten in einfacher Sprache“ werden nach ihrer Bedeutung ausgewählt und danach, wie hoch der Servicegehalt für die Bevölkerung ist. So sind unterschiedliche Themen zu finden, wie zum Beispiel unlängst die Bundestagswahl („Brief-wahl: So geht das!“), die Städtepartnerschaft mit Palo Alto („Heidelberg schließt Freundschaft mit einer Stadt in Amerika“), die Bahnstadt („Neuer Häuser-Block in der Bahnstadt“) oder um ein Porträt der Stadt („Die Super-Stadt für Erfinder und Genießer“). Um den Haushalt der Stadt geht es in einem kurzen Video („Haushalt einfach erklärt – Wofür gibt die Stadt Geld aus? Und warum tut sie das?“).

Für rund 20 Prozent der Bevölkerung sind gängige Texte zu kompliziert

Zur Zielgruppe zählen neben Menschen mit kognitiven Einschränkungen auch ausdrücklich Personen, deren Erstsprache nicht Deutsch ist. Fachleute schätzen, dass für rund 20 Prozent der Bevölkerung das gängige geschriebene und gesprochene Wort zu kompliziert ist. Mit Hilfe von einfacher Sprache sollen Informationen auch für Menschen besser verständlich sein, die aus unterschiedlichen Gründen, vorübergehend oder dauerhaft, Probleme mit einem komplexen Satzbau haben und Fremdwörter nicht verstehen.

Die Übersetzung in die einfache Sprache ist zeitaufwändig. Die Stadtverwaltung kooperiert bei dem Projekt mit dem Nachrichtenportal „www.einfach-heidelberg.de“: Studierende der Pädagogischen Hochschule Heidelberg haben gemeinsam mit Menschen mit Behinderung das erste barrierefreie Online-Nachrichtenportal für Heidelberg in Leichter Sprache entwickelt. Die Webseite der unabhängigen Redaktion ist seit Juli 2016 online und bietet Menschen mit Lese- und Lernschwierigkeiten in Heidelberg ein barrierefreies und unabhängiges Nachrichten- und Informationsangebot. Bei der Auswahl und Formulierung der Texte für die städtische Homepage findet zudem eine Rückkopplung mit Betroffenen statt. Begleitende Unterstützung kommt von der Kommunalen Behindertenbeauftragten Christine Reiß und vom Beirat von Menschen mit Behinderungen der Stadt Heidelberg (bmb).

Das Amt für Öffentlichkeitsarbeit der Stadt Heidelberg hat seit vielen Jahren ein Auge darauf, dass die Informationen auf der städtischen Homepage für möglichst alle Interessierte verständlich sind. Im Sinne der Barrierefreiheit der Website gibt es etwa seit Langem die Vorlesefunktion, größenverstellbare Schrift, variabel einstellbare Kontraste und Fotos, die für Blinde mit Alternativtext versehen sind. Darüber hinaus gibt es viele Inhalte auf Englisch und Angebote speziell für Kinder, zum Beispiel den Kinder-Stadtplan.

Presseinformation der Stadt Heidelberg in einfacher Sprache

Heidelberg einfach erklärt - Nachrichten in einfacher Sprache auf www.heidelberg.de

  • In einer Stadt geschehen viele Dinge.
  • Es gibt viele Angebote.
  • Es werden viele Entscheidungen getroffen.
  • Das ist für manche Menschen schwer zu verstehen.
  • Jeder in Heidelberg soll aber wissen, was in Heidelberg passiert.
  • Deshalb gibt es jetzt auch Nachrichten in einfacher Sprache.
  • Jede Woche neu.

Die Nachrichten in einfacher Sprache stehen auf der Internetseite:
www.heidelberg.de/einfach

Die Stadt möchte, dass alle das neue Angebot kennen

Nur wenige Städte bieten bisher Nachrichten in einfacher Sprache an.

In Baden-Württemberg ist Heidelberg unter den ersten Städten.

Jede Woche kommen auf der Internetseite neue Nachrichten dazu.

In den Nachrichten stehen Dinge, die in der Stadt passieren.

Und Angebote für die Menschen aus Heidelberg werden erklärt.

Die Nachrichten in einfacher Sprache gibt es zu verschiedenen Themen.

Das sind zum Beispiel:

Heidelberg schließt Freundschaft mit einer Stadt in Amerika.

Neuer Häuserblock in der Bahnstadt.

Die Super-Stadt für Erfinder und Genießer

Oder Haushalt einfach erklärt - Wofür gibt die Stadt Geld aus.


Für wen sind die Nachrichten in einfacher Sprache gedacht?

Man hat herausgefunden, dass 20 von 100 Menschen schwere Sprache nicht verstehen können.

Das sind sehr viele Menschen.

Zum Beispiel sind es Menschen mit Lern-schwierigkeiten.

Oder Menschen aus anderen Ländern.

Diese Menschen können manchmal wenig Deutsch sprechen und verstehen.

Deshalb brauchen sie Texte in einfacher Sprache.


So entstehen die Nachrichten in einfacher Sprache

Das Schreiben in einfacher Sprache ist schwierig.

Dafür braucht man viel Zeit.

Deshalb arbeitet die Stadt Heidelberg mit Partnern zusammen.

Das sind zum Beispiel Studierende der Pädagogischen Hochschule Heidelberg.

Die Studierenden haben 2016 eine Internetseite in leichter Sprache gemacht.

Das war die erste Internetseite in Heidelberg, die Nachrichten in leichter Sprache anbietet.

Der Link für die Seite ist: www.einfach-heidelberg.de

Menschen mit und ohne Behinderung schreiben zusammen an den Nachrichten.

Eine große Hilfe sind auch Christina Reiß und der Beirat für Menschen mit Behinderungen.

Christina Reiß kümmert sich um Menschen mit Behinderungen.

Sie ist die Kommunale Behinderten-beauftragte in Heidelberg.


Die Stadt Heidelberg hat auf ihrer Webseite noch viele weitere Angebote.

Es gibt seit Langem eine Vorlese-funktion.

Das ist zum Beispiel für Menschen wichtig, die nicht gut sehen können.

Wenn man auf „vorlesen“ klickt, wird der Text auf der Seite von einer Stimme vorgelesen.

Manchen Menschen ist die Schrift auf der Internetseite zu klein.

Sie brauchen größere Schrift.

Jeder kann die Schrift auf der Website der Stadt Heidelberg selbst größer machen.

Viele Informationen gibt es auch in englischer Sprache für Menschen, die besser Englisch verstehen
können.

Und auch für Kinder gibt es Angebote, zum Beispiel den Kinderstadtplan.

Stadt Heidelberg


Czernyring: Keine Durchfahrt voraussichtlich bis Mitte Dezember

Gleis- und Straßenbauarbeiten zwischen Czernybrücke und Max-Planck-Ring / Asphaltarbeiten beginnen

Der Czernyring wird zwischen Czernybrücke und Montpellierbrücke umfassend umgebaut. Das Ziel ist, seine Leistungsfähigkeit für die Zukunft sicherzustellen und ihn für die neue Straßenbahntrasse umzugestalten. Für die umfangreichen Arbeiten ist der Czernyring derzeit zwischen Czernybrücke und dem westlichen Ast des künftigen Max-Planck-Rings für den Verkehr vollgesperrt. Diese Sperrung muss voraussichtlich noch bis 15. Dezember 2017 andauern, um die Arbeiten im Bereich des Czernyplatzes rechtzeitig zur geplanten Inbetriebnahme des ersten Abschnitts der neuen Straßenbahntrasse durch die Grüne Meile (zwischen Eppelheimer Straße und Galileistraße) abschließen zu können. Die komplexen Abläufe auf der Baustelle mit mehreren Dutzend Einzelmaßnahmen gehen mit einem hohen Abstimmungs- und Koordinierungsbedarf einher.

Eine Durchfahrt des Czernyrings ist weiterhin nicht möglich. Der Verkehr wird in beide Fahrtrichtungen über die Kurfürsten-Anlage, Lessingstraße und Montpellierbrücke umgeleitet. Die Stadt Heidelberg bittet um Verständnis. Anlieger können aus Richtung Osten, von der Speyerer Straße kommend, im Czernyring bis zur Baustelle fahren. Die Zufahrt zum Hauptbahnhof ist ebenso über den provisorischen Max-Planck-Ring frei wie auch zu den Geschäften im Postgebäude. Der Aldi am Czernyring ist aus Richtung Osten erreichbar. Der Verkehr zwischen Bergheim und Pfaffengrund ist weiterhin über die Czernybrücke in beide Richtungen möglich.

Für den öffentlichen Nahverkehr ergeben sich zunächst keine Änderungen: Die Buslinien 33 und 721 können weiterhin durch die Baustelle fahren. Ab Sonntag, 5. November 2017, ist die Durchfahrt auch für Buslinien wegen der beginnenden Asphaltarbeiten nicht mehr möglich. Die genauen Umleitungsstrecken werden noch bekannt gegeben. Die Ersatzbuslinie 22 fährt auf ihrem gewohnten Linienweg. Für den Rad- und Fußverkehr ist im Czernyring eine Umleitung ausgeschildert. An einem Wochenende muss der Knoten Czernybrücke / Eppelheimer Straße für den Verkehr zeitweise gesperrt werden, um am Czernyplatz die Straßenbahngleise in die Bahnstadt zu verlängern. Der Termin wird noch bekannt gegeben. Die Fertigstellung des Czernyplatzes ist für Ende 2017 vorgesehen.

Große Bedeutung für das Heidelberger Verkehrsnetz

Der Czernyring hat als Hauptverkehrsstraße sowohl für die Erschließung der Bahnstadt als auch für das Heidelberger Verkehrsnetz insgesamt eine große Bedeutung. Um seine Leistungsfähigkeit für die Zukunft sicherzustellen, wird er zwischen Czernybrücke und Montpellierbrücke vierspurig umgebaut. Auch die neue Straßenbahntrasse durch die Bahnstadt soll zwischen Wasserturm und Montpellierbrücke durch den Czernyring führen. Dieser wird künftig je zwei Fahrstreifen in beide Richtungen mit zusätzlichen Abbiegestreifen an den Knoten umfassen. Am Knoten Czernybrücke sollen zwei Linksabbiegerspuren in die Eppelheimer Straße entstehen.

Die Straßenbahntrasse durch die Bahnstadt wird durch die Grüne Meile und den Czernyring verlaufen. Die neuen Haltestellen Eppelheimer Terrasse, Gadamerplatz und Hauptbahnhof Süd werden barrierefrei ausgebaut. Die Fertigstellung der Trasse ist für Ende 2018 vorgesehen. Mit dem Mobilitätsnetz Heidelberg wird das Straßenbahnnetz umfassend und nachhaltig ausgebaut. Damit sind künftig zwei weitere Linien direkt an den Hauptbahnhof angebunden. Die Umsteigesituationen werden optimiert und dadurch die Fahrzeiten insgesamt kürzer. Das macht den Umstieg auf die Straßenbahn attraktiv und ist ein wichtiger Beitrag zur umweltfreundlichen Mobilität in Heidelberg und zur Entlastung des Straßenverkehrs.

Ergänzend: Informationen über die aktuellen Baustellen im Stadtgebiet finden Sie unter www.heidelberg.de/baustellen. Informationen zum Mobilitätsnetz Heidelberg finden Sie unter www.heidelberg-mobinetz.de.

Stadt Heidelberg


Foto-Ausstellung „Stein und Licht – Die Alpen“ im Bürgeramt Handschuhsheim

Ralf Kuhlen stellt im Bürgeramt Handschuhsheim seine kontrastreichen Fotografien der Alpen aus.

Die Foto-Ausstellung „Stein und Licht – Die Alpen – Neue Bilder einer verletzlichen Schönheit“ ist von Donnerstag, 2. November 2017, bis Freitag, 2. Februar 2018, im Bürgeramt Handschuhsheim zu sehen. Die kontrastreichen Fotografien sind in den Alpen in Österreich, in der Schweiz und in Deutschland entstanden. Der Fotograf Ralf Kuhlen spielt mit den spannungsgeladenen Gegensätzen der massiven Felslandschaften, die auf helle Sonnenflecken und weiche Wolken treffen. Widerstreitende Elemente werden zu einem harmonischen und magischen Bildeindruck verschmolzen. Ralf Kuhlen hat schon als Zehnjähriger mit der ersten Kamera experimentiert. Seit er 19 Jahre alt ist stellt er seine Bilder öffentlich aus. Die Fotografien entstehen vor allem bei Reisen durch Asien, Europa oder die Region.

Die Ausstellung in Handschuhsheim kann während der Öffnungszeiten des Bürgeramtes montags und freitags von 8 bis 12 Uhr, dienstags und mittwochs von 8 bis 16 Uhr sowie donnerstags von 8 bis 18 Uhr in der Dossenheimer Landstraße 13, 69121 Heidelberg, besucht werden.

Text: Stadt Heidelberg Foto: Ralf Kuhlen


Stadt, IHK und Metropolregion fordern von Landesregierung Förderung der IBA Heidelberg

Würzner, Niopek, Mucic: „Land misst mit zweierlei Maß“ / IBA Stuttgart wird vom Land institutionell gefördert

Die Internationale Bauausstellung (IBA) Stuttgart erhält von der baden-württembergischen Landesregierung eine Grundförderung – die IBA Heidelberg nicht. Gegen diese Ungleichbehandlung wehren sich führende Vertreter der Stadt Heidelberg, der Metropolregion Rhein-Neckar und der IBA Heidelberg in einem gemeinsamen Schreiben an Ministerpräsident Winfried Kretschmann. Es sei, so heißt es darin, „nicht nachvollziehbar, warum die Landesregierung hier mit zweierlei Maß misst“. Die Unterzeichner fordern in dem Schreiben, dass das Land in seinem kommenden Haushalt auch eine Grundförderung der IBA Heidelberg vorsieht. Die Haushaltsberatungen im Landtag beginnen am 9. November.

Das Schreiben wurde unterzeichnet durch Prof. Dr. Eckart Würzner (Oberbürgermeister der Stadt Heidelberg), Dr. Wolfgang Niopek (stellvertretender Hauptgeschäftsführer der IHK Rhein-Neckar), Luka Mucic (Vorstand des Vereins Zukunft Metropolregion Rhein-Neckar), Prof. Michael Braum (Direktor der IBA Heidelberg) sowie den drei renommierten Stadtplanern Prof. Undine Giseke, Dr. Volker Hassemer und Prof. Dr. Walter Siebel.

Bemühungen seit 2011

Seit 2011 bemüht sich die Stadt Heidelberg intensiv um eine institutionelle Förderung des Landes zur IBA „Wissen | schafft | Stadt“. Über die Jahre gab es dazu immer wieder Gespräche mit verschiedenen Entscheidungsträgern. Dabei wurde wiederholt die grundsätzliche Bereitschaft geäußert, sich bei der IBA Heidelberg zu engagieren. In einer Landtagsdebatte hatte die Landesregierung vor Kurzem eine institutionelle Förderung für die IBA Stuttgart in Aussicht gestellt – für Heidelberg nicht.

„Wir sind überzeugt, dass das Land Baden-Württemberg von der IBA Heidelberg viele Impulse erhält. Die IBA Heidelberg hat eine institutionelle Förderung durch das Land mehr als verdient“, betonen die Unterzeichner des Schreibens.

Besonders enttäuscht sind die Vertreter angesichts der Begründung der Landesregierung, warum sie die IBA Stuttgart fördert: Die IBA Stuttgart habe „aktuelle und drängende Fragestellungen wie integrierte Quartiersentwicklung, die Wohnraumversorgung sowie alternative Mobilitätskonzepte“ zum Thema und eigne sich daher für eine Förderung. Zudem biete sich die Region Stuttgart als „herausragender Wirtschaftsstandort“ für einen solchen Innovationsprozess an, der auch „ein erhebliches Potenzial für hoch verdichtete Lebensräume national und international“ berge. Die IBA Heidelberg sei damit nicht vergleichbar, weil sie andere Schwerpunkte gesetzt habe.

Die Unterzeichner: „Diese Aussagen irritieren uns enorm. Die Heidelberger IBA hat einen umfassenden Ansatz: Wie sieht die Wissensstadt der Zukunft aus?“ Sämtliche Punkte, die die Landesregierung bei der IBA Stuttgart – vollkommen zurecht – interessant finde, spielten auch in Heidelberg eine zentrale Rolle.

Kernprojekt der Heidelberger IBA ist die Entwicklung des fast 100 Hektar großen Patrick-Henry-Village (PHV) zu einem Stadtquartier der Zukunft mit Wohnraum und Arbeitsplätzen für mehr als 10.000 Menschen. „Dort werden gerade alle diese Fragestellungen gebündelt“, heißt es in dem Schreiben. Heidelberg und die Region seien ebenso wie Stuttgart ein hochverdichteter Raum. Viele Unternehmen brauchen hier aufgrund ihres Wachstums eine gute Entwicklungsperspektive, die mit der IBA auf PHV erarbeitet wird. Die IBA sei damit eine enorme Chance auch für den Wirtschaftsstandort Heidelberg und die Metropolregion Rhein-Neckar.

„IBA Heidelberg entwickelt Modelllösungen für Städte im 21. Jahrhundert“

Die Entwicklungsvision für PHV wurde von weltweit renommierten Städteplanern entworfen. Mehr als 1.200 Fachleute informierten sich bei Europas größter Immobilienmesse Expo Real in München über das Projekt. Der Bund hat der IBA bereits 5,9 Millionen Euro Projektförderung zugesagt und weitere 2,1 Millionen Euro in Aussicht gestellt. Die Stadt Heidelberg fördert die IBA aktuell mit rund einer Million Euro pro Jahr.

Das Land hat bislang betont, die IBA Heidelberg nicht grundsätzlich, sondern nur projektbezogen zu fördern. Die Unterzeichner sind hingegen der Überzeugung, dass ein Leuchtturm der Innovationen dem Land mehr wert sein sollte, als 267.000 Euro für eine neue Lüftungsanlage in den bestehenden Räumen der Sammlung Prinzhorn.

Die Unterzeichner betonen: „Die IBA Heidelberg entwickelt Modelllösungen für Städte im 21. Jahrhundert. Die Modellhaftigkeit beginnt schon jetzt. Die IBA Heidelberg wird mit ihren Projekten, allen voran PHV, weitere Erfolgsgeschichten schreiben. Wir wünschen uns, dass das Land diese Geschichten mitschreibt und sich mit einer institutionellen Förderung an der IBA beteiligt.“ Als Größenordnung schlagen die Vertreter eine „ähnliche Größenordnung“ wie die Förderung durch die Stadt Heidelberg vor, also rund eine Million Euro pro Jahr.

Die Unterzeichner

Unterzeichner des Schreibens sind (in alphabetischer Reihenfolge):

  • Prof. Michael Braum, Geschäftsführender Direktor der IBA Heidelberg
  • Prof. Undine Giseke, TU Berlin, Vorsitzende des Kuratoriums der IBA Heidelberg
  • Dr. Volker Hassemer, Vorstand der Stiftung Zukunft Berlin, Aufsichtsrat der IBA Heidelberg
  • Luka Mucic, Vorstand Zukunft Metropolregion Rhein-Neckar e.V.
  • Dr. Wolfgang Niopek, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Rhein-Neckar
  • Prof. Dr. Walter Siebel, Universität Oldenburg, Mitglied des IBA-Expertenrats des Bundes
  • Prof. Dr. Eckart Würzner, Oberbürgermeister der Stadt Heidelberg

Stadt Heidelberg


Neue Fahrradstellplätze an der Eppelheimer Straße Ecke Hugo-Stotz-Straße

Seit Anfang des Jahres wird die Straßenbahntrasse im Pfaffengrund im Rahmen des Mobilitätsnetzes Heidelberg umgebaut. Unter anderem werden die Haltestellen Kranichweg und Stotz zu einer neuen barrierefreien Haltestelle zusammengelegt – das alte Wartehäuschen an der Haltestelle Stotz stadtauswärts wird dann als Fahrgastunterstand nicht mehr benötigt. Nun soll es einer neuen Bestimmung zugeführt werden: Die Stadt Heidelberg und die Rhein-Neckar-Verkehr GmbH (rnv) haben das ehemalige Wartehäuschen zu einer überdachten Fahrradabstellanlage umfunktioniert. Die Sitzbank und Rückwände sind bereits zurückgebaut, im Laufe des Herbsts werden noch fünf Anlehnbügel installiert. Zusammen mit der bestehenden Abstellanlage der rnv stehen dann zehn überdachte Anlehnbügel an der Einmündung Hugo-Stotz-Straße zur Verfügung. Das Wartehäuschen kann ab sofort als Fahrradabstellplatz genutzt werden.

Stadt Heidelberg


Neue Fahrradabstellplätze am S-Bahnhof Kirchheim/Rohrbach unter der Bürgerbrücke

Pendlerinnen und Pendler aufgepasst: Am S-Bahnhof Kirchheim/Rohrbach gibt es jetzt eine neue Abstellmöglichkeit für Fahrräder. Die Stadt Heidelberg hat unter der Bürgerbrücke, auf Kirchheimer Seite hin zur Hardtstraße, dreißig Anlehnbügel installiert – das bedeutet Platz für 60 Räder, geschützt vor Wind und Wetter. Die Stellplätze können ab sofort genutzt werden. Die neue Abstellanlage ergänzt das bisherige Fahrradparkangebot rund um den S-Bahnhof: Bisher standen auf der Bürgerbrücke auf beiden Seiten jeweils 15 überdachte Stellplätze und am Zugang von der Hardtstraße zum Bahnsteig 25 überdachte sowie 16 nicht überdachte Stellplätze zur Verfügung.

Stadt Heidelberg


Bunte Banden: Graffiti-Projekt der IGH am Spielplatz Erlenweg ist abgeschlossen

Graffiti-Projekt: Die 11. Klassen der Internationalen Gesamtschule Heidelberg (IGH) haben den Spielplatz Erlenweg bunt gestaltet.

Sprayen mit den Kunstlehrerinnen: Bei einem Graffiti-Projekt haben die 11. Klassen der Internationalen Gesamtschule Heidelberg (IGH) vor wenigen Wochen die Banden am neuen Soccer-Court des Spielplatzes Erlenweg in Rohrbach bunt gestaltet. Das Projekt hat das Landschafts- und Forstamt der Stadt Heidelberg initiiert, um wildem Graffiti vorzubeugen. Zudem sollen sich die Jugendlichen mit dem öffentlichen Platz identifizieren – dies beugt Vandalismus vor. Die Stadt hat die Entwürfe mit den Jugendlichen vorbesprochen und die Farben gestellt.

Seit Ende vergangenen Jahres ist der Soccerplatz fertiggestellt. Auf dem Spielfeld gibt es zwei Bolzplatztore mit jeweils integriertem Basketballzielbrett und Korb. Der Erdaushub, der beim Bau des Soccerplatzes angefallen war, wurde vollständig für die Umgestaltung der benachbarten BMX-Strecke zu einem Pumptrack verwendet.

Text: Stadt Heidelberg Foto: Philipp Rothe


Fürsprecher der Natur

42 Mitglieder des ehrenamtlichen Naturschutzdienstes in Heidelberg neu bestellt

Die Mitglieder des ehrenamtlichen Naturschutzdienstes bringen ihre Erfahrung und ihr Fachwissen über Insekten, Biber, Amphibien, Vögel, Reptilien und Pflanzen für den Artenschutz in Heidelberg ein.

Sie tragen Kröten über die Straßen, retten Salamander, siedeln Hornissen um, beobachten Fledermäuse und kartieren seltene Pflanzen: 42 ehrenamtliche Naturschützerinnen und -schützer sind am Dienstag, 24. Oktober 2017, für den Stadtkreis Heidelberg im Rahmen der diesjährigen Arbeitstagung neu bestellt worden. Die meisten von ihnen sind seit vielen Jahren für den Naturschutz aktiv: Sie haben sich für die nächste Amtszeit von Oktober 2017 bis September 2022 wieder beworben und wurden vom Landesnaturschutzverband und/oder von diversen Naturschutzvereinen erneut vorgeschlagen. Der ehrenamtliche Naturschutzdienst ist ein offizielles Gremium der Stadt.

Gefragtes Fachwissen über Insekten, Amphibien, Vögel, Reptilien und Pflanzen

Die 42 Expertinnen und Experten bringen ihre Erfahrung und ihr Fachwissen über Insekten, Biber, Amphibien, Vögel, Reptilien und Pflanzen für den Artenschutz in Heidelberg ein. Zudem bringen die Ehrenamtlichen den Bürgerinnen und Bürgern den Natur- und Landschaftsschutz näher und melden Verstöße gegen die naturschutzrechtlichen Vorschriften an die Naturschutzbehörde. Sie unterstützen das städtische Umweltamt bei der Umsetzung des Artenschutzplans, bei der Kartierung von Arten und schaffen Lebensräume für bedrohte Tiere und Pflanzen. Oft beraten sie Bauherren, wenn im Zusammenhang mit Bauvorhaben Konflikte bezüglich des Artenschutzes zu lösen sind (beispielsweise beim Mauersegler, bei Amphibien oder Turmfalken). Fachkundige Mitglieder mit entsprechender Ausbildung können besondere Aufgaben im Bereich des Artenschutzes wahrnehmen (zum Beispiel als Biberfachberater oder bei Hornissen).

Vier dieser Fachleute – Brigitte Heinz, Christina Pietsch, Prof. Volker Voigtländer und Hans-Martin Gäng – konnten ihr Wissen bei der Begehung des Schlossgartens weitergeben, welche im Rahmen der Arbeitstagung stattfand. In Kurzvorträgen berichteten sie von den dort vorkommenden Fledermäusen, Amphibien, Mauerseglern und Turmfalken, bevor die Sitzung im Tagungsraum fortgesetzt wurde. Zu Beginn waren die Teilnehmenden durch Michael Bös, Leiter der Schlossverwaltung, und Sabine Lachenicht, Leiterin des Amtes für Umweltschutz, Gewerbeaufsicht und Energie der Stadt Heidelberg, begrüßt worden.

Rechte und Pflichten der Mitglieder des ehrenamtlichen Naturschutzdienstes

Die Mitglieder des ehrenamtlichen Naturschutzdienstes müssen bei der Ausübung ihrer Tätigkeit einen Ausweis mit sich führen und auf Verlangen vorzeigen. Sie sind dazu berechtigt, Personen, die gegen das Natur- und Artenschutzrecht verstoßen, zur Feststellung der Personalien anzuhalten.

Für die Amtszeit von fünf Jahren sind bestellt worden:

  • Franz Auer
  • Hans-Jürgen Bälz
  • Manfred Bopp
  • Johannes Baust
  • Jörg Clauer
  • Philipp Clauer
  • Dr. Jörg Edelmann
  • Sebastian Faus
  • Hans-Martin Gäng
  • Adi Hansmann
  • Thomas Hartmann
  • Dirk Herrmann
  • Uwe Hertel
  • Corinna Heyer
  • Gerhard Hornung
  • Klaus Ihlenfeld
  • Dr. Claudia Jäger
  • Frederic Jürgens
  • Heinz Kaltschmidt
  • Jens Kaltschmidt
  • Armin Konrad
  • Silke Krämer
  • Erich Lehn
  • Andreas Lösch
  • Dr. Daniela Lüthgens
  • Norbert Ortlieb
  • Dr. Sandra Panienka
  • Dr. Wolfgang Piepenbrock
  • Christina Pietsch
  • Dr. Michael Preusch
  • Dr. Karl-Friedrich Raqué
  • Karin Rossmanith
  • Nidal Saghir
  • Regina Schmidt
  • Dr. Christa Schneider
  • Dr. Thomas Trabold
  • Volker Violet
  • Christian Vogt
  • Prof. Dr. med. Volker Voigtländer
  • Michael Waldbrenner
  • Ilge Wilhelm
  • Dr. Wilfried Willer

Text: Stadt Heidelberg Foto: Christian Buck


Stadtteilbüro Boxberg im Nahversorgungszentrum offiziell eröffnet

Erster Bürgermeister Jürgen Odszuck: „Der Boxberg hat hervorragende Aussichten“

Großer Besucherandrang bei der offiziellen Eröffnung des Stadtteilbüros Boxberg

Für die Bewohnerinnen und Bewohner des Boxbergs gibt es eine neue zentrale Anlaufstelle: das Stadtteilbüro im Nahversorgungszentrum, Boxbergring 12-16. Hier können interessierte Bürgerinnen und Bürger zusammenkommen, um Projekte anzustoßen, Netzwerke zu schaffen und ihr Engagement für den Boxberg zu bündeln. Das Stadtteilbüro ist Herzstück und zugleich Arbeitsort des Stadtteilmanagements Boxberg: Dessen Einrichtung hatte der Gemeinderat im Juni 2016 beschlossen. Seit Mitte 2017 wird das Stadtteilmanagement Boxberg im Auftrag der Stadt vom Internationalen Bund (IB) betrieben. Ziel ist es, den Boxberg zusammen mit seinen Bewohnerinnen und Bewohnern in kultureller, sozialer, städtebaulicher und ökonomischer Hinsicht weiterzuentwickeln. Am Dienstag, 24. Oktober 2017, wurde das neue Stadtteilbüro im Beisein von rund 100 Besucherinnen und Besuchern offiziell eröffnet.

„Auf dem Emmertsgrund und im Hasenleiser haben wir bereits sehr gute Erfahrungen mit dem Instrument des Quartiers- und Stadtteilmanagements gemacht. Ich freue mich, dass auch das Stadtteilmanagement auf dem Boxberg nun richtig Fahrt aufnimmt“, sagt Erster Bürgermeister Jürgen Odszuck: „Der Boxberg hat hervorragende Aussichten – nicht nur in die Rheinebene hinein, sondern auch mit Blick auf die Zukunft. Das neue Stadtteilbüro wird sich schnell zu einem wichtigen Mittelpunkt für die Bewohnerinnen und Bewohner des Bergstadtteils entwickeln.“

„Der Boxberg ist ein Stadtteil mit sehr viel Potenzial. Diesen Schatz möchten wir heben, gemeinsam mit den Menschen vor Ort“, sagt Rüdiger Albert, Betriebsleiter des IB: „Ich freue mich, dass wir mit dem Stadtteilbüro Boxberg nun auch ganz offiziell starten können. Wir möchten Brücken bauen zwischen den Bewohnerinnen und Bewohnern des Boxbergs, dem Nachbarstadtteil Emmertsgrund und der Gesamtstadt.“

Barrierefrei und vielseitig nutzbar

Die Räumlichkeiten des Stadtteilbüros im Nahversorgungszentrum sind barrierefrei zugänglich und vielseitig nutzbar. Es gibt einen großen Raum mit Arbeitsplätzen, Besprechungstisch und Sitzecke sowie einen abgetrennten Schulungsraum, in dem künftig PC-Kurse, Sprachkurse und vieles mehr stattfinden sollen. Der Raum soll zudem auch von Boxbergerinnen und Boxbergern als Internetcafé genutzt werden können.

Das Stadtteilbüro Boxberg im Nahversorgungszentrum, Boxbergring 12-16, ist derzeit wie folgt geöffnet: montags 14 bis 17 Uhr, dienstags 8.30 bis 11.30 Uhr, mittwochs 14 bis 17 Uhr, freitags 8.30 bis 11.30 Uhr und samstags 10 bis 13 Uhr. Ansprechpartnerinnen vor Ort sind die Stadtteilmanagerinnen Allegra Peiffer und Dorothea Malik. Ziel des Stadtteilmanagements ist es, den Boxberg zusammen mit seinen Bewohnerinnen und Bewohnern in kultureller, sozialer, städtebaulicher und ökonomischer Hinsicht weiterzuentwickeln.

Boxberg – ein Stadtteil im Umbruch

Grundlage für die Einrichtung des Stadtteilmanagements Boxberg ist ein Gutachten, das das Institut für Stadtplanung und Sozialforschung Weeber + Partner Stuttgart für die Stadt erstellt hat. Das Gutachten kommt zu dem Ergebnis, dass mithilfe eines Stadtteilmanagements die Wohn- und Lebensqualität auf dem Boxberg deutlich verbessert werden kann: Bestehende Einrichtungen könnten besser vernetzt und neue Kultur-, Bildungs- und Freizeitangebote sowie generations- und konfessionsübergreifende Projekte entwickelt werden. Auf diese Weise könne das bürgerschaftliche Engagement gestärkt, die Quartiersidentität gefördert und das Gemeinwesen ausgebaut werden.

Der Boxberg ist ein Stadtteil im Umbruch. In den 1960er Jahren als erste große Stadterweiterung nach dem Zweiten Weltkrieg gebaut, ging die Einwohnerzahl der „Waldparksiedlung“ in den vergangenen Jahren kontinuierlich zurück. Aktuell liegt die Einwohnerzahl bei rund 4.000. Eine ruhige Lage, günstige Mieten und viel Grün und Freiräume kennzeichnen laut Gutachten das Wohnen auf dem Boxberg. Während die soziale Infrastruktur und die Verknüpfung mit dem Nachbarstadtteil Emmertsgrund als gut bewertet werden, mangelt es an generations- und konfessionsübergreifenden öffentlichen Treffpunkten. Hinzu kommen der Sanierungsstau bei den Wohngebäuden sowie die eingeschränkte Funktionsfähigkeit des Nahversorgungszentrums Iduna-Center.

Darüber hinaus gibt es hinsichtlich der Siedlungs- und Sozialstruktur im Stadtteil große Unterschiede: In Boxberg-West finden sich vor allem Ein- und Zweifamilienhäuser, die Wohndauer ist sehr lang und das Durchschnittsalter der Bevölkerung hoch. In Boxberg-Ost dagegen dominieren Geschosswohnungen und die Einwohnerinnen und Einwohner sind relativ jung. Diese Unterschiede zu überbrücken und positiv zu nutzen, wird eine große Herausforderung für das künftige Stadtteilmanagement sein.

Ergänzend: www.heidelberg.de > Leben > Stadtteile > Boxberg

Text: Stadt Heidelberg Foto: Tobias Dittmer


Bebauungsplanentwurf für Campbell Barracks liegt ab dem 26. Oktober aus

Die Campbell Barracks in der Südstadt werden neu entwickelt. Der Gemeinderat hat am 5. Oktober mit großer Mehrheit dem Bebauungsplanentwurf zugestimmt. Dieser ist nun vom 26. Oktober bis einschließlich 27. November im Technischen Bürgeramt, Kornmarkt 1, zu den üblichen Öffnungszeiten einsehbar. Auch im Internet ist er unter www.heidelberg.de/bekanntmachungen vollständig abgebildet.

Kernprojekte auf der rund 18 Hektar großen Konversionsfläche sind die Neubebauung am Entwicklungsband, hervorgegangen aus dem wettbewerblichen Dialog für die Campbell Barracks, und das Vorhaben „Der andere Park“ von Stadt und Internationaler Bauausstellung (IBA) Heidelberg. Neben der Bebauung sollen auch die Freiräume entwickelt und mit der Bebauung verzahnt werden. Dem Paradeplatz kommt dabei eine wichtige Funktion als Aufenthalts-, Freizeit- und Veranstaltungsfläche zu.

Stadt Heidelberg


Stadt Heidelberg will Regionalvermarktung fördern

Die Stadt Heidelberg will die Regionalvermarktung in Heidelberg und den umliegenden Landkreisen stärker fördern. In einem ersten Schritt sollen die regionalen Vertreterinnen und Vertreter aus der Landwirtschaft, der Verarbeitung und dem Handel besser vernetzt werden. Hierzu hatte das städtische Umweltamt einen Auftakt-Workshop initiiert, an dem am 20. Oktober 2017 rund 50 Interessierte teilgenommen hatten. Bürgermeister Wolfgang Erichson sagte bei dem Treffen: „Wo es gelungen ist, eine tragfähige regionale Initiative aus Erzeugern, Verarbeitern, Händlern und Gastronomen aufzubauen, profitieren die Produzenten, die Verbraucher und die ganze Region.“

Die Teilnehmenden besprachen erste Vorstellungen zu den Prinzipien der Regionalvermarktung, zu den Absatzwegen und Wertschöpfungsketten sowie geeignete Kommunikationsmittel – beispielsweise die Einführung einer Regionalmarke – und mögliche neue Strukturen. Dem Umweltamt ist insbesondere daran gelegen, dass alle beteiligten Akteurinnen und Akteure ein gemeinsames Verständnis zu den Zielen entwickeln und gemeinsame Wünsche und Anforderungen an eine Regionalvermarktung formulieren. Es ist geplant, eine Regionalmarke/ein Label für Heidelberg und die Region zu entwickeln und die regionalen Produkte aus Heidelberg bei der Vermarktung zu unterstützen.

Griff nach Bio-, regionalen und fairen Produkten

Die Stadt Heidelberg möchte Verbraucherinnen und Verbraucher dazu ermutigen, dass sie bei alltäglichen Einkaufsentscheidungen bevorzugt nach Bio-, regionalen und fairen Produkten greifen und somit an einer nachhaltigen Entwicklung mitwirken. Regionale Produkte erfreuen sich immer größerer Beliebtheit, denn die Verbraucherinnen und Verbraucher interessieren sich zunehmend für die Herkunft und Produktionsbedingungen der Lebensmittel, die sie konsumieren. Regionale Produkte geben Sicherheit, da Verbraucherinnen und Verbraucher besser nachvollziehen können, woher die Ware stammt und wie sie produziert wurde. Doch im Wirrwarr des Angebots im Einkaufsmarkt ist oft schwer zu erkennen, ob ein Produkt tatsächlich aus der Region stammt; häufig werden die Produkte nicht entsprechend deklariert.

Stadt Heidelberg


Herrenwiesenstraße noch bis Ende November gesperrt

Seit Ende Juni führen die Stadtwerke Heidelberg in der Herrenwiesenstraße in Rohrbach umfangreiche Leitungsarbeiten durch. Die Gas- und Wasserleitungen werden saniert, zudem werden eine neue Fernwärmeleitung gelegt sowie Hausanschlüsse erneuert. Hierfür ist die Herrenwiesenstraße seit August zwischen Achim-von-Arnim-Straße und Rathausstraße vollgesperrt. Da kurzfristig zusätzliche Hausanschlüsse verlegt werden sollen, wird die Sperrung noch etwas länger dauern: Statt bis Ende Oktober muss die Herrenwiesenstraße bis Ende November 2017 für den Verkehr gesperrt bleiben. Stadtwerke Heidelberg und Stadt Heidelberg bitten um Verständnis. Anliegerinnen und Anlieger können den Bereich passieren. Nach Fertigstellung der Leitungsarbeiten wird die Stadt Heidelberg die Fahrbahn in der Herrenwiesenstraße sanieren. Voraussichtlich Ende 2017 soll die Gesamtmaßnahme abgeschlossen sein.

Ergänzend: Informationen über die aktuellen Baustellen im Stadtgebiet finden Sie unter www.heidelberg.de/baustellen.

Stadt Heidelberg


Niederschlagswassergebühr wird neu berechnet

Bürgermeister Heiß: „Größere Gebührengerechtigkeit“ / Befragung der Grundstückseigentümer im November

Für Regenwasser, das von Hausdächern und anderen befestigten Flächen in die Kanalisation oder zum Beispiel Versickerungsbecken geleitet wird, erhebt die Stadt Heidelberg seit 2004 eine sogenannte Niederschlagswassergebühr. Diese deckt zusammen mit der Schmutzwassergebühr die Kosten für die Abwasserbeseitigung, das heißt für das Heidelberger Kanalnetz, Kläranlagen und sonstige Anlagen zur Abwasserbehandlung. Um die Gebühren möglichst gerecht zu verteilen, wird nun der Maßstab für die Niederschlagswassergebühr angepasst: Künftig sollen alle Grundstücksflächen, die Regenwasser in das öffentliche Abwasserbeseitigungssystem einleiten, für die Niederschlagswassergebühr herangezogen werden – je nachdem, wie viel Regenwasser sie einleiten.

„Mit der neuen Berechnungsgrundlage der Niederschlagswassergebühr sorgen wir für mehr Gleichbehandlung und Gebührengerechtigkeit“, sagt der Finanzbürgermeister und Leiter der Stadtbetriebe Hans-Jürgen Heiß: „Wir können die Grundstücke damit differenzierter betrachten: Je nachdem, wie stark sie das öffentliche Kanalnetz beanspruchen, beteiligen sich die Eigentümer künftig mehr oder weniger an den Unterhaltungskosten. Für die Stadt bedeutet das keine zusätzlichen Einnahmen, sondern die Kosten für die Abwasserbeseitigung werden gerechter auf alle verteilt.“

Bisher fiel nur für solche Grundstücksflächen eine Niederschlagswassergebühr an, die mehr als 60 Prozent des Regenwassers in den Kanal einleiten. Das heißt: Gründächer oder Schotterrasenflächen zum Beispiel, von denen nur die Hälfte des Regenwassers im Erdreich versickert und die andere Hälfte in den Kanal fließt, waren von der Gebühr befreit. Auf Beschluss des Gemeinderats vom Dezember 2015 wird der Gebührenmaßstab nun angepasst. Künftig soll die Niederschlagswassergebühr für sämtliche bebauten und versiegelten Flächen anfallen, von denen aus Regenwasser nicht ins Erdreich versickern kann, sondern über eine Anschlussleitung oder oberflächlich über eine angrenzende Straße in das öffentliche Abwasserbeseitigungssystem geleitet wird. Dabei soll – wie in Baden-Württemberg mittlerweile üblich – zwischen nicht wasserdurchlässigen, wenig wasserdurchlässigen und stark wasserdurchlässigen Versiegelungen unterschieden werden: Je wasserdurchlässiger eine Fläche, umso geringer fällt die Gebühr aus.

Aktuell beträgt die Niederschlagswassergebühr in Heidelberg 0,75 Euro pro Quadratmeter überbauter und versiegelter Fläche. Geplant ist, den Gebührenmaßstab rückwirkend anzupassen. Die neue Gebühr wird mit den Gebühren verrechnet, die seit Januar 2016 unter dem Vorbehalt der Nachprüfung erhoben wurden. Eine entsprechende Neufassung der Abwassersatzung wird vorbereitet. Laut Schätzungen wird sich die Niederschlagswassergebühr für die meisten Grundstückseigentümerinnen und -eigentümer kaum ändern oder sogar etwas geringer ausfallen; Grundstücke mit geringversiegelten Flächen werden erstmalig zur Niederschlagswassergebühr herangezogen.

Befragung der Grundstückseigentümer

Um die Niederschlagswassergebühr anhand des neuen Gebührenmaßstabs kalkulieren zu können, muss zunächst der Datenbestand aller versiegelten Flächen überprüft und aktualisiert werden. Hierfür hat die Stadtverwaltung in einem ersten Schritt aktuelle Luftbilder der rund 22.000 Grundstücke in Heidelberg angefertigt. Im zweiten Schritt werden nun alle Grundstückseigentümerinnen und -eigentümer angeschrieben: Sie erhalten einen Erhebungsbogen, auf dem sie Angaben zur Entwässerung ihres Grundstücks machen. Auf dieser Basis werden anschließend die Niederschlagswassergebühren festgesetzt.

Die Erhebungsbögen werden im Laufe des Novembers an die Eigentümerinnen und Eigentümer versandt. Diese haben dann drei Wochen Zeit, den Erhebungsbogen auszufüllen. Aufgrund der Vielzahl der Grundstücke im Stadtgebiet wird die Bearbeitung einige Zeit in Anspruch nehmen: Bei der Festsetzung der Niederschlagswassergebühr 2017 wird daher noch die bisherige Flächenberechnung zugrunde gelegt. Später erfolgt eine Korrektur der Bescheide anhand der neuen Flächendaten.

Förderprogramm Nachhaltiges Wassermanagement

Die Stadt Heidelberg fördert Umweltschutzmaßnahmen an privaten Grundstücken und Gebäuden. Mit dem Programm „Nachhaltiges Wassermanagement“ werden Maßnahmen bezuschusst, die dabei helfen, Trinkwasser zu sparen und Regenwasser zu nutzen, zum Beispiel der Einbau von Zisternen, Dachbegrünungen oder die Entsiegelung von Flächen. Mehr Informationen zu dem Förderprogramm gibt es bei der Wohnbauförderung des Technischen Bürgeramtes, Telefon 06221 58-25720 / -25130, oder beim Technischen Umweltschutz des Amtes für Umweltschutz, Gewerbeaufsicht und Energie, Telefon 06221 58-45540 oder 58-18050.

Ergänzend: Informationen zur Abwassergebühr finden Sie im Internet unter www.heidelberg.de > Rathaus > Stadtverwaltung > Ämter von A bis Z > Tiefbauamt > Abwassergebühr.

Informationen zum Förderprogramm Nachhaltiges Wassermanagement finden Sie im Internet unter www.heidelberg.de/foerderprogramm.

Stadt Heidelberg


Erneuerte Kinderbaustelle auf dem Emmertsgrund eröffnet

Neue Spielanlagen und Sonnensegel dank Spende von Falconwood Foundation um Dr. Henry Jarecki

Mit einem Fest wurde die erneuerte Kinderbaustelle auf dem Emmertsgrund eröffnet. Die neuen Sonnensegel bieten den Kindern Schutz vor Sonne und Regen, ein Piratenschiff-Wrack (hinten rechts) wird zum Spielen genutzt.

Ein Bauwagen in neuem Glanz, ein Piratenschiff zum Erkunden, Sonnensegel zum Schutz gegen Hitze und Regen, befestigte Wege sowie erstmals ein Wasser- und Stromanschluss: Die Kinderbaustelle auf dem Emmertsgrund wurde seit November 2016 grundlegend umgestaltet, um neue Angebote für die Kinder ergänzt und an das Versorgungsnetz angeschlossen. Möglich wurden die Arbeiten durch eine großzügige Spende der Falconwood Foundation unter der Leitung von Dr. Henry Jarecki. Am Samstag, 21. Oktober 2017, hat Heidelbergs Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner gemeinsam mit Spender Dr. Henry Jarecki und vielen Kindern die erneuerte Kinderbaustelle bei einem Fest offiziell eröffnet.

„Dank der großzügigen Spende bietet sich den Kindern ein Spielparadies“

„Kinder brauchen Platz zum miteinander Spielen und Austoben. Und sie benötigen Angebote mit pädagogischer Betreuung, um ihre Kreativität ausleben und weiterentwickeln zu können. Genau diese Möglichkeiten erhalten Mädchen und Jungen vom Emmertsgrund und aus allen anderen Heidelberger Stadtteilen hier auf der neuen Kinderbaustelle. Mein großer Dank gilt der Falconwood Foundation um Dr. Henry Jarecki für die großzügige Spende. Dank Ihnen bietet sich den Kindern hier ein Spielparadies, das für rundum glückliche und fröhliche Gesichter sorgt. Ich freue mich daher besonders, Sie zu der Eröffnung begrüßen zu dürfen“, sagte Oberbürgermeister Prof. Würzner zu Dr. Jarecki.

„Ich bin sehr stolz darauf, dass die Falconwood Foundation Mittel bereitstellt, um die Kinder Heidelbergs mit diesem neuen Spielplatz zu unterstützen, vor allem, dass wir in Kinder mit Migrations- und Flüchtlingshintergrund investieren, so wie ich selbst eines war“, sagte Spender Dr. Henry Jarecki.

Piratenschiff lädt zum Entdecken ein

Drei große Sonnensegel schützen die Kinder ab sofort beim Spielen vor Hitze und Regen. Dadurch kann die Saison der Kinderbaustelle in Zukunft verlängert werden. Die Bauwagen wurden neu gestrichen und verschönert. Die Werkstatt-Spielart e.G. Heidelberg, ein Projekt für benachteiligte Menschen, baute und gestaltete gemeinsam mit Eltern und Kindern das neue Piratenschiff-Wrack. Dank der Befestigung des Wegenetzes ist der Gang über die Kinderbaustelle nun auch für Eltern mit Kinderwagen, Rollstuhlfahrer und auf Rollatoren angewiesene Großeltern von Kindern leicht möglich. Der Anschluss an das Wasser- und Stromnetz bietet ganz neue Möglichkeiten zur Nutzung der Anlage.

Geplant ist zudem noch ein Niedrigseilgarten, zu dem die Kinder auch ihre Ideen einbringen sollen. In Eigenleistung wird im naturbelassenen Hangbereich eine Kletterlandschaft entstehen, die von Kinder ohne Seilsicherung genutzt werden kann. Der natürliche Bewegungsdrang darf sich hier künftig ohne Leistungsdruck entfalten. Die Kletterstationen sind so ausgelegt, dass sie immer wieder umgestaltet werden können und keine Langweile entstehen wird.

Die Kinderbaustelle oberhalb der Emmertsgrundpassage (Otto-Hahn-Straße 15) steht in der Verantwortung des Kinder- und Jugendamtes der Stadt Heidelberg. Das Team des Kinder- und Jugendzentrums Emmertsgrund um Leiter Joachim Ritter betreut die Anlage und die Angebote vor Ort. Der Umbau der Kinderbaustelle erfolgte durch das Landschafts- und Forstamt in Abstimmung mit dem Kinder- und Jugendamt.

Der Abenteuerspielplatz mit pädagogischer Betreuung für Jungen und Mädchen zwischen sechs und zwölf Jahren wurde 1993 eröffnet. Seither bietet er Kindern aus dem Emmertsgrund – dort leben aktuell rund 350 Jungen und Mädchen im genannten Alter – sowie den anderen Stadtteilen Raum für Kreativität und Gemeinschaftssinn. Kinder unterschiedlicher Herkunft spielen auf dem naturbelassenen Gelände ganz selbstverständlich nebeneinander. Die Kinderbaustelle ist bislang regelmäßig in den Sommermonaten zu den Pfingst- und Sommerferien geöffnet – nun kann die Anlage dank der Überdachung länger im Jahr genutzt werden. Künftig sollen Kinder dort von April bis Oktober in den Ferien wochentags spielen können. Zudem soll es Angebote für Gruppen und Schulklassen geben.

Dr. Henry Jarecki: Enge Verbundenheit mit Heidelberg

Dr. Henry Jarecki ist mit Heidelberg vielfach und seit langer Zeit verbunden: Nach dem Zweiten Weltkrieg studierte er – wie zuvor schon sein Vater – Medizin an der Universität Heidelberg. Der amerikanische Unternehmer und Psychiater hat über die nach seinem Vater benannte Max-Jarecki-Stiftung bereits in das Labor- und Forschungsgebäude SkyLabs in der Heidelberger Bahnstadt investiert. In Nachbarschaft – ebenfalls in der nach seinem Vater benannten Max-Jarecki-Straße – entsteht derzeit das „Schwestergebäude“ SkyAngle. Am 20. Oktober 2017 wurde hier Richtfest gefeiert. Mit seinen Investitionen in den Bahnstadt-Campus leistet Dr. Jarecki einen großen Beitrag zur Weiterentwicklung des Wissenschaftsstandortes Heidelberg. Im November 2016 wurde er in Anerkennung seiner großen Verdienste mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.

Text: Stadt Heidelberg Foto: Philipp Rothe


OB Prof. Würzner fordert von Landesregierung Zeitplan zur Verlagerung des Ankunftszentrums

Vereinbarung läuft in halbem Jahr aus / OB lehnt Verbindung mit Abschiebezentrum strikt ab

Heidelbergs Oberbürgermeister Professor Dr. Eckart Würzner fordert von der Landesregierung einen Zeitplan zur Verlagerung des Ankunftszentrums für Flüchtlinge. Das Land hat die Einrichtung auf dem ehemaligen Militärgelände Patrick-Henry-Village (PHV) in Heidelberg untergebracht und von Anbeginn zugesagt, das Areal nur befristet zu nutzen. Die aktuelle Nutzungsvereinbarung zwischen Stadt und Land läuft in sechs Monaten aus.

„Wir haben einen enormen Bedarf an Wohn- und Gewerbeflächen. Den können wir nur dort decken“, betont Oberbürgermeister Prof. Würzner. „Wir brauchen jetzt vom Land eine klare Perspektive für den Umzug des Ankunftszentrums. Es liegt mitten in dem Areal und blockiert die gesamte Entwicklung. Wir haben in Heidelberg viel dafür getan, dass das Land gute Strukturen zur Aufnahme von Menschen auf der Flucht schaffen kann. Diese Hilfsbereitschaft darf nicht dazu führen, dass jetzt eines unserer wichtigsten Zukunftsprojekte verhindert wird.“

Heidelberg zählt seit Jahren zu den Städten mit der dynamischsten Entwicklung in ganz Deutschland. Die Stadt wächst sehr stark, sowohl bei der Zahl der Einwohner als auch bei der Zahl der Arbeits- und Studienplätze. Die Stadt benötigt deshalb PHV. Es ist die letzte große Entwicklungsfläche, die als Bauland ausgewiesen ist. Die Stadt plant dort einen Zukunfts-Stadtteil für mehr als 10.000 Menschen. Das Vorhaben ist Teil der Internationalen Bauausstellung (IBA) Heidelberg. Renommierte Architekten haben im Rahmen der IBA eine Entwicklungsvision entwickelt. Die Pläne stießen bei der größten Immobilienmesse Europas, der Expo Real, Anfang des Monats auf größtes Interesse. Rund 1.200 Fachbesucher informierten sich über den Stand der Planungen.

„Diese Dynamik müssen wir jetzt nutzen“, fordert Prof. Würzner. Er wandte sich deshalb in der vergangenen Woche mit einem Schreiben an den baden-württembergischen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann. Darin bittet er den Ministerpräsidenten bis Ende November um einen Zeitplan für den Umzug der Einrichtung, damit sich der Gemeinderat rechtzeitig vor Auslaufen der Vereinbarung mit dem Thema befassen kann. Die bisherige Informationslage reiche hierfür in keiner Weise. Das Heidelberger Rathaus hat zuletzt mündlich die Aussage erhalten, man solle sich „bis 2020 gedulden“.

„Wir stehen in Heidelberg zu dem Konzept des Ankunftszentrums und unterstützen dieses gerne“, betont Oberbürgermeister Prof. Würzner. „Ich kann mir auch eine Verlängerung um ein oder zwei Jahre vorstellen. Aber diesen Vorschlag kann ich dem Gemeinderat nur machen, wenn das Land mit einem belastbaren Konzept belegt, dass wir hier in zwei Jahren Wohnungen und Büros für 10.000 Menschen bauen können.“

In dem Schreiben lehnt Professor Würzner außerdem entschieden jegliche Vermischung des Ankunftszentrums mit Funktionen eines Abschiebezentrums ab. Die Spitzen von CDU und CSU hatten dies im Vorfeld der Koalitionsverhandlungen auf Bundesebene ins Spiel gebracht. In dem Schreiben heißt es: „Ich lehne diese Doppelfunktion inmitten einer dicht besiedelten Region strikt ab. Sie verändert den Charakter eines Aufnahmezentrums grundlegend. Sie führt zu einer vollständigen Abschottung der Einrichtung von der Außenwelt. Sie erfordert unüberwindbare Zäune genauso wie massiven Einsatz von Sicherheitspersonal. Es wäre die Kasernierung von Menschen anstelle der heute entwickelten, offenen Willkommenskultur.“ Um weitere Irritationen in der Flüchtlingsarbeit vor Ort zu vermeiden, bat Oberbürgermeister Prof. Würzner den Ministerpräsidenten um eine Klarstellung, dass von Seiten der baden-württembergischen Landesregierung das Konzept von kombinierten Ankunfts- und Rückführungszentren abgelehnt wird und eine Umsetzung in Heidelberg ausgeschlossen ist.

Stadt Heidelberg


Müllabfuhr verschiebt sich Ende Oktober/Anfang November 2017

Wegen der Feiertage „Reformationstag“ am Dienstag, 31. Oktober, und „Allerheiligen“ am Mittwoch, 1. November 2017, ändern sich bis Samstag, 11. November 2017, die Abholtermine der Müllabfuhr. Die Änderung betrifft immer alle Abfallgruppen (Restmüll, Bioabfall, Gelbe Säcke / Gelbe Tonnen, Papier, Bündelsammlung, Speisereste, Glas und Abfälle zur Verwertung).

Die Leerung verschiebt sich

  • von Dienstag, 31. Oktober, auf Donnerstag, 2. November
  • von Mittwoch, 1. November, auf Freitag, 3. November
  • von Donnerstag, 2. November, auf Samstag, 4. November
  • von Freitag, 3. November, auf Montag, 6. November
  • von Montag, 6. November, auf Dienstag, 7. November
  • von Dienstag, 7. November, auf Mittwoch, 8. November
  • von Mittwoch, 8. November, auf Donnerstag, 9. November
  • von Donnerstag, 9. November, auf Freitag, 10. November
  • von Freitag, 10. November, auf Samstag, 11. November

Stadt Heidelberg


Baustellen in und um Heidelberg

Übersicht über die aktuellen Baustellen in der Zeit vom 23. bis 29. Oktober 2017

  • A 5: Abriss und Neubau der Autobahnbrücke zwischen Heidelberg-Pfaffengrund und Eppelheim im Rahmen des Mobilitätsnetzes Heidelberg; A 5 zwischen Heidelberger Kreuz und AS Schwetzingen von Freitag, 20. Oktober, bis Sonntag, 22. Oktober 2017, vollgesperrt; weiträumige Umleitung.
  • A 656: Fahrbahneinengung von vier auf zwei Fahrstreifen wegen Brückenbauarbeiten im Bereich Friedrichsfeld; Umleitungsempfehlung über A 6 oder B 535.
  • B 37: Sanierung der Fahrbahn in Neckargemünd sowie der Friedensbrücke durch das Regierungspräsidium Karlsruhe; B 37 Bahnhofstraße in Richtung Heidelberg bis voraussichtlich Ende November 2017 gesperrt, Umleitung über Friedensbrücke und L 534.
  • Czernyring: Vorbereitende Arbeiten für das Mobilitätsnetz-Projekt Straßenbahn Bahnstadt und den Umbau des Czernyrings, bis voraussichtlich November 2017 zwischen Czernybrücke und westlicher Ast Max-Planck-Ring in beide Richtungen gesperrt; Umleitung über Kurfürsten-Anlage, Lessingstraße und Montpellierbrücke; Linienbusse können gesperrten Bereich befahren.
  • Eppelheimer Straße (I): Umbau der Gleistrasse zwischen Henkel-Teroson-Straße und Kranichweg sowie Neubau der Autobahnbrücke über die A 5 zwischen Pfaffengrund und Eppelheim im Rahmen des Mobilitätsnetzes Heidelberg bis voraussichtlich Sommer 2018; stadtauswärts zwischen Henkel-Teroson-Straße und Kranichweg gesperrt, Umleitung über Henkel-Teroson-Straße und Hans-Bunte-Straße; stadteinwärts in Höhe alte Eisenbahnbrücke gesperrt, Umleitung über Henkel-Teroson-Straße; Straßenbahnen der Linie 22 durch Busse ersetzt; zwischen Pfaffengrund und Eppelheim Umleitung über Friedrich-Schott-Brücke; im Kranichweg in Höhe der Kreuzung Eppelheimer Straße Einbahnregelung in Richtung Kurpfalzring.
  • Eppelheimer Straße (II): Hochbauarbeiten Westarkaden, südlicher Geh- und Radweg zwischen Da-Vinci-Straße und Czernyring bis voraussichtlich Ende Oktober 2019 vollgesperrt, Radverkehr wird auf der Fahrbahn geführt.
  • Im Emmertsgrund: Sanierung des Fußgängerstegs am Forum; Zufahrt zur Jellinekstraße in Höhe Forum bis voraussichtlich 10. November 2017 gesperrt, Umleitung über Straße Im Emmertsgrund.
  • Herrenwiesenstraße: Wegen Leitungsarbeiten und Fahrbahnsanierung zwischen Achim-von-Arnim-Straße und Rathausstraße bis voraussichtlich Ende November 2017 voll gesperrt; Umleitung über Rathausstraße; Zufahrt zu den Grundstücken bedingt frei.
  • Kurzer Buckel: Wegen Treppensanierung zwischen Neue Schlossstraße und Schlossberg bis voraussichtlich Mitte November 2017 gesperrt, Umleitung zum Schloss ausgeschildert.
  • Neuenheimer Landstraße: Private Baumaßnahme in Höhe Hausnummer 48 bis voraussichtlich Oktober 2017, wochentags zwischen 9 und 15 Uhr halbseitig gesperrt mit Ampelregelung.
  • Neuer Weg: Straßen- und Stützmauersanierung zwischen Neckarhangweg und Stiftweg bis Sommer 2018, zwischen Neckarhangweg und Am Büchsenacker vollgesperrt.
  • Plöck: Hochbauarbeiten in Höhe St.-Anna-Gasse bis voraussichtlich Ende Oktober 2017; beengte Fahrbahn, Radverkehr in Richtung Sofienstraße wird über Nadlerstraße und Friedrich-Ebert-Anlage umgeleitet.
  • Sofienstraße: Regulierung der Bordsteine in Höhe der Einmündung Hauptstraße bis voraussichtlich 2. November 2017; rechter Fahrstreifen im Baustellenbereich verengt, Durchfahrt für Radverkehr frei.
  • Steigerweg: Hangsicherung oberhalb Bergfriedhof bis voraussichtlich 10. November 2017; zwischen Hausnummer 65 und Kreuzung Steigerweg/Kühruhweg voll gesperrt; Buslinie 39 wird umgeleitet.
  • St.-Peter-Straße: Grundsanierung zwischen Karlsruher Straße und Von-der-Tann-Straße bis voraussichtlich Mitte Mai 2018; zwischen Karlsruher Straße und Kreuzung Heidelberger Straße bis voraussichtlich Dezember 2017 gesperrt; Verkehr wird kleinräumig umgeleitet.
  • Theaterstraße: Abrissarbeiten am Gebäude Hauptstraße 110 bis voraussichtlich Ende 2017; Baustellenverkehr wird in der Plöck mit Ampeln entgegen der Einbahnstraße zur Theaterstraße geführt.
  • Zeppelinstraße: Grundsanierung zwischen Richard-Wagner-Straße und Blumenthalstraße bis Dezember 2017; bis voraussichtlich 10. November zwischen Feuerwehrzufahrt Altenpflegeheim Philippus und Mozartstraße voll gesperrt; auch Radverkehr betroffen.

Ergänzend: www.heidelberg.de/baustellen

Stadt Heidelberg


Sofienstraße: Bordsteine werden angepasst

Fahrbahnverengung ab Montag, 23. Oktober

In der Sofienstraße am Bismarckplatz haben 2016 umfangreiche Tiefbauarbeiten stattgefunden. Der Kanal wurde punktuell saniert und die Leitungen erneuert, außerdem wurde die Fahrbahn saniert und teilweise verbreitert. Hierzu stehen ab nächster Woche noch einmal Nacharbeiten an: Der Bordstein wird in Höhe der Einmündung Hauptstraße auf einer Länge von rund 15 Metern angepasst, um am Zugang zur Hauptstraße die Barrierefreiheit zu verbessern.

Die Arbeiten beginnen am Montag, 23. Oktober 2017, und dauern rund eine Woche. Anschließend muss der Beton noch einige Tage aushärten, so dass die Baustellenabsicherung voraussichtlich am Donnerstag, 2. November 2017, wieder abgebaut werden kann. Für die Dauer der Maßnahme muss der rechte Fahrstreifen der Sofienstraße im Baustellenbereich verengt werden: Der Autoverkehr wird auf dem linken Fahrstreifen an der Baustelle vorbeigeführt. Für den Radverkehr ist die Durchfahrt frei.

Die Maßnahme ist mit dem Beirat von Menschen mit Behinderungen abgestimmt. Die Anliegerinnen und Anlieger in der Sofienstraße wurden über die Arbeiten informiert.

Ergänzend: Informationen über die aktuellen Baustellen im Stadtgebiet finden Sie unter www.heidelberg.de/baustellen.

Stadt Heidelberg


Dezernat 16: Kultur- und Kreativwirtschaftszentrum lädt ein zum Tag der offenen Tür am 29. Oktober

Beim „Open House Day“ am Sonntag, 29. Oktober 2017, öffnet das Kultur- und Kreativwirtschaftszentrum im Dezernat 16, Emil-Maier-Straße 16, 69115 Heidelberg, Türen und Tore: Interessierte können sich von 12 bis 17 Uhr die Räumlichkeiten der alten Feuerwache anschauen und Büros, Co-Working-Flächen, Fotolabore, Ausstellungsräume, Ateliers, ein Café und vieles mehr erkunden. Darüber hinaus zeigen Künstlerinnen und Künstler ihre Werke, Selbstständige stellen ihre Fähigkeiten in Mini-Workshops und Netzwerktreffen zur Verfügung. Unternehmen und Start-ups präsentieren ihre Angebote und sprechen über die Entwicklungen der vergangenen Jahre. Der Eintritt ist frei. Seit mittlerweile vier Jahren befindet sich der Sitz der Heidelberger Kultur- und Kreativwirtschaft in den Räumen der alten Feuerwache. Weitere Informationen gibt es unter www.heidelberg.de/kreativwirtschaft oder www.dezernat16.de.

Stadt Heidelberg


Sanierung des Steigerwegs: Bitte die Absperrungen beachten

Die Stadt Heidelberg sichert seit Mitte September den Steilhang des Steigerwegs oberhalb des Bergfriedhofs. Hierfür ist der Steigerweg von der Haltestelle Rohrbacher Grenzweg bis Drei-Tröge-Hütte für den Verkehr voll gesperrt. Die Absperrung gilt nicht nur für den Autoverkehr, sondern auch für Radfahrer und Fußgänger: Die Stadt Heidelberg weist deshalb ausdrücklich darauf hin, dass der abgesperrte Baustellenbereich von Unbefugten nicht befahren oder betreten werden darf.

Der Baustellenverkehr und insbesondere die Aufgrabungen bedeuten für Unbefugte nicht kalkulierbare Risiken. Wer sich hier widerrechtlich aufhält, tut dies auf eigene Gefahr. Zudem werden auch die Bauarbeiten selbst durch das unbefugte Betreten erheblich behindert. Radfahrer und Fußgänger werden gebeten, den unterhalb des Steigerwegs verlaufenden Wanderweg Bierhelder Steige zu benutzen.

Die Arbeiten im Steigerweg liegen gut im Zeitplan und dauern voraussichtlich noch bis Mitte November 2017.

Ergänzend: Informationen über die aktuellen Baustellen im Stadtgebiet finden Sie unter www.heidelberg.de/baustellen.

Stadt Heidelberg


„Luther 500“: Stadtführung mit Hans-Martin Mumm

„Heidelberg im Zeitalter der Glaubensspaltungen“: Das ist das Thema der Stadtführung mit Hans-Martin Mumm am Sonntag, 22. Oktober 2017, um 11 Uhr. Im Mittelpunkt stehen die Streitigkeiten um den „richtigen“ Glauben, die in Heidelberg über vier Jahrhunderte andauerten. Der Bogen spannt sich vom Feuertod eines hussitischen Priesters 1425 über Luthers Disputation bis zur Toleranzpolitik im Großherzogtum Baden. Treffpunkt ist der Herkules-Brunnen am Markplatz, die Teilnahmegebühr beträgt fünf Euro. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Führung findet im Rahmen der Reihe „Luther 500“ der UNESCO City of Literature Heidelberg statt.

Ergänzend: Weitere Informationen gibt es unter www.heidelberg.de > Erleben > Kultur erleben > UNESCO City of Literature > Luther 500

Stadt Heidelberg


Blütenweg in Handschuhsheim erhält neuen Deckenbelag

Die Stadt Heidelberg wird in Handschuhsheim den Blütenweg vom Friedhof Handschuhsheim in Richtung Dossenheim sanieren. Sofern die Witterung es zulässt, sollen die Arbeiten am Montag, 23. Oktober 2017, beginnen und voraussichtlich eine Woche dauern. Um die Deckenarbeiten durchführen zu können, muss der Blütenweg abschnittsweise für den Verkehr gesperrt werden. Für die Anrainerinnen und Anrainer kann es daher bei der Zufahrt zu ihren Grundstücken zu Behinderungen kommen. Die Stadt Heidelberg bittet hierfür um Verständnis.

Stadt Heidelberg


Gehwege und Pflanzenfläche im Grahampark werden instandgesetzt

Teilsperrungen ab Montag, 23. Oktober

Die Stadt Heidelberg wird ab nächster Woche im Grahampark in Handschuhsheim alle Gehwege sowie die große Pflanzenfläche entlang der Mauer an der Steubenstraße instandsetzen. Die Wegeflächen werden mit einer neuen, feinkörnigen Asphaltschicht überzogen, um die Stolperstellen zu beseitigen und die Begehbarkeit der Wege wiederherzustellen. Hierfür werden zuvor die gepflasterten Wegebegrenzungen teilweise erneuert. Um die Asphaltierungsarbeiten effizient durchführen zu können, werden bereits im Laufe dieser Woche sämtliche Bänke im Grahampark vom städtischen Landschafts- und Forstamt abgebaut. Sie werden mit neuen Holzlatten bestückt und nach Beendigung der Wegesanierung wieder aufgestellt. Zudem werden neue Abfallbehälter im Park installiert.

Die Arbeiten beginnen am Montag, 23. Oktober 2017, und werden circa vier bis fünf Wochen dauern. Um einen reibungslosen Ablauf gewährleisten zu können, müssen während der Bauzeit teilweise die Wege sowie Teilbereiche der Parkanlage gesperrt werden. Für die Asphaltierungsarbeiten muss zudem aus Sicherheitsgründen der gesamte Park zwei bis drei Tage lang für die Öffentlichkeit voll gesperrt werden. Die Stadt Heidelberg bittet hierfür um Verständnis.

Stadt Heidelberg


Täglich im Einsatz gegen Raser und Falschparker

Sicherheitsbilanz des Gemeindevollzugsdienstes 2016

Damit Verkehrssünder in Heidelberg nicht ungestraft „davonfahren“, überwachen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des städtischen Gemeindevollzugsdienstes (GVD) den ruhenden und fließenden Verkehr. Sie führen mobile Geschwindigkeitskontrollen durch, verteilen Knöllchen oder lassen Fahrzeuge abschleppen, wenn diese den Straßenverkehr behindern. Hierfür sind sie täglich im Stadtgebiet im Einsatz. Ihre Bilanz 2016: Rund 28.300 Fahrzeuge wurden vergangenes Jahr wegen zu schnellen Fahrens geblitzt, rund 115.800 Knöllchen verteilt und 299 Fahrzeuge abgeschleppt.

Erster Bürgermeister Jürgen Odszuck: „Wir arbeiten permanent daran, die Verkehrssituation in Heidelberg weiter zu verbessern. Aber ohne Kontrollen geht es nicht: Die Verkehrsregeln müssen von den Verkehrsteilnehmern eingehalten werden, sonst kann auch die beste Verkehrsplanung nichts ausrichten. Die Geschwindigkeits- und Parkkontrollen sind ein wichtiger Beitrag für die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer. Die Bereiche rund um Kindergärten, Schulen und Spielplätze hat unser Gemeindevollzugsdienst dabei besonders im Blick.“

Überwachungsschwerpunkte

Der GVD überwacht vor allem die zentrumsnahen Stadtteile, weil diese durch das hohe Verkehrsaufkommen als besonders gefahrenträchtig gelten. Ein Schwerpunkt ist die Altstadt: Hier sind überdurchschnittlich viele Radfahrer und Fußgänger unterwegs, zudem behindern Falschparker in den Altstadt-Gassen immer wieder die Einsatzkräfte von Feuerwehr oder Rettungsdiensten. Deshalb führt der GVD in der Altstadt halbjährig eine Schwerpunktaktion durch: Alle Überwachungskräfte kontrollieren dann eine Woche lang primär diesen Stadtteil. Im Jahr 2016 wurden dabei rund 1.700 Falschparker verwarnt und 92 Fahrzeuge abgeschleppt, nachdem eine Halterfeststellung erfolglos blieb. Insgesamt wurden 2016 allein in der Altstadt 25.600 Knöllchen (22 Prozent) verteilt und 185 Autos (62 Prozent) abgeschleppt.

Zudem ist der GVD verstärkt an Schulen und Kindertagesstätten aktiv, um die Verkehrssicherheit für Kinder zu verbessern. Zum einen führen die GVD-Kräfte Geschwindigkeits- und Parkkontrollen auf Schul- und Kinderwegen durch. Zum anderen zeigen sie in der Einschulungswoche den Grundschülerinnen und -schülern, wie sie eine Straße sicher überqueren und sich im Straßenverkehr richtig verhalten.

Daneben sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des GVD an zahlreichen Wochenenden bei Veranstaltungen im gesamten Stadtgebiet tätig, um den ruhenden Verkehr zu überwachen. Weitere Überwachungsschwerpunkte werden durch Wünsche der Bürgerinnen und Bürger, Mitteilungen über Verkehrsstörungen sowie Aufträge der Verkehrspolizei festgelegt.

Vor dem Hintergrund wachsender Aufgaben, etwa durch den neuen Stadtteil Bahnstadt und die Einrichtung neuer Bereiche mit Parkraumbewirtschaftung, wurde der GVD zum Doppelhaushalt 2017/2018 personell aufgestockt: Seit Juni sind nun 26 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die Überwachung des ruhenden und des fließenden Verkehrs beim GVD tätig.

Neues Messgerät

Die Stadt Heidelberg hat auch ein neues Messgerät angeschafft: Damit kann der GVD nun auch in solchen Straßen Geschwindigkeitsmessungen durchführen, wo das bisher aufgrund der baulichen Gegebenheiten nicht möglich war. Das Gerät ist eine Weiterentwicklung und war bis vor Kurzem in Deutschland noch nicht erhältlich: Es kommt zum Beispiel ohne Messfahrzeug in unmittelbarer Nähe aus und benötigt nur circa zehn Meter Abstand zum Messobjekt. Die Stadt Heidelberg wird das Messgerät nun als eine der ersten Kommunen in Deutschland einsetzen. Die Anschaffungskosten lagen bei rund 70.000 Euro.

Die Sicherheitsbilanz des GVD 2016:

Geschwindigkeitsmessungen

Im Jahr 2016 hat der GVD insgesamt 990 mehrstündige mobile Geschwindigkeitsmessungen in Heidelberg durchgeführt. Das sind durchschnittlich fast drei Messungen pro Tag. Die Geschwindigkeitsmessungen finden vor allem in Tempo-30-Zonen und in verkehrsberuhigten Bereichen statt. Das Umfeld von Kitas und Schulen, Pflegeheimen und anderen sozialen Einrichtungen steht dabei besonders im Fokus: Rund die Hälfte der insgesamt 180 Messstellen befinden sich im Umkreis von Schulen und Kindertagesstätten. Auch Unfallschwerpunkte oder Bürgerbeschwerden werden bei der Auswahl der Messstellen berücksichtigt. Insgesamt wurden 2016 in Heidelberg rund 401.900 Fahrzeuge kontrolliert, von denen rund 28.300 zu schnell fuhren (7 Prozent).

Verwarnungen

Rund 115.800 Knöllchen wurden 2016 durch den GVD verteilt, davon allein 25.600 in der Altstadt (22 Prozent). Rund 1.700 Verwarnungen kamen bei zwei Schwerpunktaktionen über jeweils eine Woche in der Altstadt zusammen.

Abschleppen

Insgesamt 299 Mal musste der GVD im Jahr 2016 Autos abschleppen lassen, davon allein 62 Prozent (185 Autos) in der Altstadt. 92 der Abschleppmaßnahmen 2016 erfolgten bei den beiden Schwerpunktaktionen in der Altstadt.

Ergänzend: www.heidelberg.de > Leben > Mobilität > Verkehrssicherheit

Stadt Heidelberg


Für Menschen mit psychischen Erkrankungen

Neue Informations-, Beratungs- und Beschwerdestelle in der Heidelberger Altstadt

Für Menschen mit psychischen Erkrankungen und deren Angehörige gibt es in Heidelberg ab sofort eine neue Informations-, Beratungs- und Beschwerdestelle (IBB-Stelle). Dort beraten und informieren Menschen mit unterschiedlichen Erfahrungen in der Psychiatrie – ob als betroffene Person, als Angehörige oder Angehöriger oder als psychiatrische Fachkraft. Offene Sprechzeiten finden ab Dienstag, 7. November 2017, jeweils am ersten und dritten Dienstag im Monat zwischen 16 und 18 Uhr in der Hauptstraße 29 (Hinterhaus, erstes Obergeschoss), 69117 Heidelberg, statt. Weitere Termine können telefonisch unter 06221 3544428 vereinbart werden. Anruferinnen und Anrufer werden gebeten, Anfragen auf dem Anrufbeantworter zu hinterlassen, der werktäglich abgehört wird. Träger der IBB-Stelle ist die Stadt Heidelberg.

Die ehrenamtlichen Beraterinnen und Berater informieren über wohnortnahe Hilfs- und Unterstützungsmöglichkeiten, sind gleichzeitig Lotsen im psychiatrischen Hilfesystem, nehmen unvoreingenommen Beschwerden und Anregungen auf, vermitteln bei Konflikten mit ambulanten oder stationären Einrichtungen in Heidelberg und versuchen mit allen Beteiligten Lösungen zu erarbeiten. Die Mitglieder sind unabhängig und neutral, arbeiten kostenfrei und unterliegen der Schweigepflicht. Sie bieten keine Rechtsberatung. Bearbeitet werden Anregungen, Fragen und Beschwerden von Heidelbergerinnen und Heidelbergern beziehungsweise solche, die Einrichtungen und Dienste in Heidelberg betreffen. Weitere Informationen gibt es unter www.heidelberg.de/ibb-stelle.

Stadt Heidelberg


Mensa der Friedrich-Ebert-Schule feierlich eröffnet

Mittagstisch nun direkt an der Schule / EBM Odszuck: „Gemeinsame Zeit besser genießen“

Die Kinder an der Friedrich-Ebert-Schule in der Altstadt können ihr Mittagessen künftig in einem eigenen Speisesaal einnehmen: Die Stadt Heidelberg hat von Herbst 2016 bis Juli 2017 im Untergeschoss der Grundschule zwei bestehende Räume zu einer multifunktionalen Mensa mit hundert Sitzplätzen umgebaut. Am Montag, 16. Oktober 2017, wurde die Mensa im Beisein von Erstem Bürgermeister Jürgen Odszuck, Rektorin Stefanie Wall und Architekt Patrick Lubs feierlich eingeweiht. Die Kosten für den Anbau betrugen rund 889.000 Euro.

Erster Bürgermeister Jürgen Odszuck: „Damit unsere Schulen für den Mittagstisch und die Betreuungsangebote optimal gerüstet sind, nehmen wir als Stadt viel Geld in die Hand, um die baulichen und organisatorischen Voraussetzungen zu schaffen. An der Friedrich-Ebert-Schule ist uns das gut gelungen: Dank der neuen Mensa können die Kinder ihr Essen nun direkt an der Schule einnehmen und müssen nicht mehr in die Triplex-Mensa umziehen. Das entspannt die Mittagspause, die Kinder können die gemeinsame Zeit besser genießen – das wirkt sich auch positiv auf die Lernatmosphäre aus.“

Die Kinder der Friedrich-Ebert-Grundschule werden im Rahmen der durch die Stadt Heidelberg beauftragten Ganztagsbetreuung täglich außerhalb der Unterrichtszeiten bis 17 Uhr in den Räumen der Schule betreut. Damit verbunden ist das Angebot an die Kinder, das Mittagessen „an der Schule“ einzunehmen. Bisher fand das Mittagessen in der benachbarten Triplex-Mensa des Studierendenwerks Heidelberg statt. Dieses System war aufgrund der steigenden Nachfrage zuletzt an seine Grenzen gestoßen. Aktuell nutzen circa 150 Schülerinnen und Schüler in zwei Schichten das Angebot.

Was wurde gemacht?

Um den Speisesaal, die Küche und die Spülküche der Mensa in der Grundschule unterzubringen, wurde der zuvor als Kunst- und Theaterraum genutzte Bereich im Untergeschoss umgebaut. Durch den Abbruch einer Wand wurde aus zwei Räumen ein Speisesaal mit circa hundert Sitzplätzen geschaffen. Zur besseren Belichtung wurden die vorhandenen Fensteröffnungen vergrößert. Zum zukünftigen Multifunktionsraum, dem ehemaligen Lehrschwimmbecken, wurden Fensternischen mit Sitzbänken eingebaut. Küche, Spülküche und Lager wurden in den östlich angrenzenden Räumen zur Sandgasse untergebracht. Die Küche ist als Ausgabeküche konzipiert: Die warm angelieferten Speisen werden hier portioniert und auf die Tischgruppen verteilt. In der Spülküche wird das anfallende Geschirr gereinigt.

Die in der Schule bisher nicht vorhandene Behindertentoilette und die Toilette für das Küchenpersonal wurden im Bereich der bereits vorhandenen alten Toilettenanlage im Untergeschoss eingerichtet. Ein barrierefreier Zugang wurde über den Fahrradhof hergestellt, eines der großen Fenster wurde zur Zugangstür umgebaut. Im Inneren des Gebäudes wurde ein Plattformlift eingebaut, um den vorhandenen Höhenunterschied zu überwinden. Die erforderliche Lüftungsanlage wurde im abgesenkten Bereich neben der Spülküche angeordnet, ebenso der Fettabschneider und eine Hebeanlage.

Hintergrund: Betreuungsangebot für Grundschulkinder

Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist für die Stadt Heidelberg ein zentrales Anliegen. Damit dies gelingt, bietet der Verein päd-aktiv im Auftrag der Stadt ein bedarfsgerechtes und flexibel buchbares Betreuungsangebot an allen Grundschulstandorten. Eltern können zwischen verschiedenen Modulen auswählen: Betreuung vor dem Unterricht, Betreuung nach dem Unterricht, Mittagstisch und Hausaufgabenbetreuung. Zwei Drittel der Heidelberger Grundschulkinder nutzen bereits das Angebot.

Ergänzend: www.heidelberg.de > Lernen & Forschen > Schulen > Schulkindbetreuung

Stadt Heidelberg


Neuer Gesundheitswegweiser für Migrantinnen und Migranten

Um Migrantinnen und Migranten eine Orientierungshilfe im deutschen Gesundheitswesen an die Hand zu geben, hat die Stadt Heidelberg einen neuen Gesundheitswegweiser aufgelegt. Der „Gesundheitswegweiser für Migrantinnen und Migranten“ gibt Antworten auf ganz konkreten Fragen, etwa: Wo finde ich Beratung und ärztliche Hilfe in meiner Muttersprache? Welche Präventionsangebote, Impfungen oder Vorsorgeuntersuchungen gibt es? Und was genau macht eigentlich die Krankenkasse? Die Broschüre ist in drei Sprachen verfügbar – englisch, türkisch (jeweils mit deutscher Übersetzung) und arabisch – und ab Ende des Monats in allen Heidelberger Bürgerämtern, im Gesundheitsamt, Kurfürsten-Anlage 38-40, sowie bei weiteren Anlaufstellen der Migrantenberatung erhältlich.

Öffentliche Präsentation am 27. Oktober im Rathaus

Am Freitag, 27. Oktober 2017, wird der Heidelberger Gesundheitswegweiser für Migrantinnen und Migranten öffentlich vorgestellt. Alle interessierten Bürgerinnen und Bürger sind herzlich dazu eingeladen. Beginn ist um 17 Uhr im Heidelberger Rathaus, Großer Rathaussaal (2. OG), Marktplatz 10, 69117 Heidelberg.

Bürgermeister Wolfgang Erichson und Dr. Torsten Eckstein vom Gesundheitsamt Heidelberg und Rhein-Neckar-Kreis werden ein Grußwort sprechen. Eine Einführung in den Gebrauch des Gesundheitswegweisers gibt Dr. Eva-Maria Herms, die die Recherche des Gesundheitswegweisers vorgenommen hat. In Kurzinterviews, moderiert durch die Leiterin des Amtes für Chancengleichheit Dörthe Domzig, berichten Expertinnen und Experten von den Herausforderungen im deutschen Gesundheitssystem für Migrantinnen und Migranten. Vertreten sein werden Gabriele Opitz, Fachärztin für Allgemeinmedizin, Nicole Bader, Migrationsberatung beim Diakonischen Werk, sowie Mirko Articus vom MediNetz Rhein-Neckar e.V. Für den musikalischen Rahmen sorgen die Mannheimer Saxophonistinnen Famdüsax. Es schließt sich ein Stehempfang mit der Möglichkeit zum informellen Austausch und der Verteilung des Gesundheitswegweisers an. Um Anmeldung per E-Mail an eugenia.boesherz@heidelberg.de bis zum 23. Oktober 2017 wird gebeten.

Stadt Heidelberg


Spaß und Spannung in den Herbstferien

In den Herbstferien werden vom 30. Oktober bis zum 3. November rund 50 spannende und lehrreiche Freizeitaktivitäten für Kinder und Jugendliche in Heidelberg angeboten. So können Kinder beispielsweise in die Rolle eines Tierpflegers im Heidelberger Zoo schlüpfen, ihre Kreativität bei der Gestaltung eines Trickfilms ausleben oder in einem Robotik-Workshop eigene Roboter bauen und ihnen kleine Aufgaben beibringen. Infos zu allen Angeboten in der Heidelberger Feriensuchmaschine gibt es unter www.heidelberg.de/ferienangebote.

Stadt Heidelberg


Match Rider bietet Fahrgemeinschaften für jeden Tag. - Festgelegte Routen, ausgesuchte Fahrer und regelmäßige Fahrpläne.

Stadt Heidelberg kooperiert mit dem Fahrgemeinschaftsanbieter Match Rider - Zusätzliche Fahrerinnen und Fahrer gesucht

Für Berufspendler von und nach Heidelberg gibt es jetzt ein neues Angebot: Um den Verkehr auf den Strecken zwischen Heidelberg und Wiesenbach / Neckargemünd / Neckarsteinach zu entlasten, hat die Stadt Heidelberg mit dem Startup Match Rider ein Kooperationsprojekt gestartet. Mit der App MatchRiderGO können Pendler künftig eine verbindliche Fahrgemeinschaft von und zur Arbeit finden. Das bedeutet: weniger Autos auf den Straßen, weniger Stau und entspannter ans Ziel kommen.

Fahrer, die ohnehin auf diesen Strecken pendeln, können sich bei Match Rider registrieren und sorgen für ein zuverlässiges Fahrtangebot. Als Mitfahrer ist es lediglich nötig, die kostenlose App herunterzuladen und Fahrten für 15 Cent pro Kilometer zu buchen. Mit Gutscheinen, die über die Homepage von Match Rider bezogen werden können, kann der neue Service auch kostenlos getestet werden.

Die Buchung geht ganz einfach: Mitfahrer suchen sich in der App vorgeschlagene Ein- und Ausstiegspunkte (Match Points), Abfahrtszeiten sowie Fahrer aus und gelangen so bequem zu ihren Zielen. Die App minimiert den Koordinationsaufwand und macht langwierige Abstimmungen überflüssig. Somit kann der App-Nutzer kurzfristig planen und mitfahren. Mithilfe des Live-GPS-Trackings weiß der Mitfahrer zudem stets Bescheid, ob der Fahrer pünktlich ist. Verlässlichkeit ist oberstes Gebot, so dass endlich auch Berufspendler auf kürzeren Strecken in den Genuss von Fahrgemeinschaften kommen. Nach der Buchung können Mitteilungen zwischen Fahrer und Mitfahrer ausgetauscht werden, über ein Rankingsystem kann eine Bewertung der Fahrt abgegeben werden.

Fahrer Tobias meint: „Ich finde es sehr angenehm, mir meine Pendelfahrten mit anderen Menschen zu teilen. So lerne ich auch interessante Leute aus meiner unmittelbaren Umgebung kennen.“

Um das Fahrtangebot künftig noch weiter ausdehnen zu können, werden noch zusätzliche Fahrer gesucht: Wer ohnehin mit dem Auto von und nach Heidelberg pendelt und sich als Fahrer zur Verfügung stellen möchte, kann sich unter www.MatchRiderGO.de registrieren. Die Fahrer erhalten 10 Cent pro gefahrenem Kilometer.

Stadt Heidelberg/MatchRiderGO


Bilanz der Schwerpunktaktion Altstadt

Der Gemeindevollzugsdienst (GVD) der Stadt Heidelberg hat in der zweiten Oktoberwoche eine Schwerpunktaktion in der Altstadt durchgeführt, um den ruhenden Verkehr zu kontrollieren. Dabei wurden 1.187 Verwarnungen ausgestellt und 48 Fahrzeuge abgeschleppt.

Der GVD führt zweimal pro Jahr in der Altstadt eine Schwerpunktaktion durch: Alle Überwachungskräfte kontrollieren dann eine Woche lang primär diesen Stadtteil. Bei den Kontrollen geht es vor allem darum, dass die Rettungswege für Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst frei bleiben, dass Fußgänger und Radfahrer nicht durch parkende Autos behindert werden, dass die Müllabfuhr durchfahren kann und dass Behindertenparkplätze nicht von Unberechtigten zugeparkt werden. Bei der letzten Schwerpunktaktion Altstadt im April 2017 wurden 1.023 Verwarnungen ausgestellt und 55 Fahrzeuge abgeschleppt.

Hintergrund: wichtige Parkregeln

In den Straßen muss eine Durchfahrtsbreite von mindestens drei Metern unbedingt freibleiben. Bis fünf Meter vor und hinter Kreuzungen und Einmündungen sowie auf Sperrflächen und Grenzmarkierungen darf nicht geparkt werden. Das gilt auch für die gegenüberliegende Straßenseite einer Einmündung. Parken im Fünf-Meter-Bereich ist ein Bußgeldvergehen.

  • Vor und gegenüber von Grundstücksein- und -ausfahrten darf nicht geparkt werden, außer die Straße ist ausreichend breit.
  • An engen und unübersichtlichen Straßenstellen, im Bereich von scharfen Kurven sowie vor und in amtlich gekennzeichneten Feuerwehrzufahrten ist das Parken nicht erlaubt und das Halten maximal drei Minuten.
  • Haltestellen des Öffentlichen Personennahverkehrs sind inklusive der An- und Abfahrbereiche freizuhalten.
  • Radverkehrsanalagen sind grundsätzlich freizuhalten, ebenso Gehwege, soweit das Parken nicht durch Beschilderung zugelassen ist.

Ergänzend: www.heidelberg.de > Leben > Mobilität > Sicherheit

Stadt Heidelberg


Beispielhaftes Bauen Heidelberg 2010 – 2017

Sechs städtische Bauprojekte ausgezeichnet

Die Architektenkammer Baden-Württemberg hat 2017 gemeinsam mit der Stadt Heidelberg zum dritten Mal das Auszeichnungsverfahren Beispielhaftes Bauen in Heidelberg ausgelobt. Ziel ist es, besonders gelungene Architektur aufzuspüren, die weitere Impulse für eine positive Entwicklung der Baukultur in der Stadt gibt, und Architekten und Bauherren für ihr gemeinsames Engagement zu würdigen. Gesucht wurden rundum beispielhafte Arbeiten aus den Jahren 2010 bis 2017. Insgesamt wurden 65 Arbeiten eingereicht, von denen 14 eine Auszeichnung erhielten. Sechs davon sind städtische Projekte:

  • die Unterkunft für Menschen auf der Flucht Im Weiher (Architekt: architektur_atelier_lerch),
  • die Halle 02 (ARGE ap88 architektenpartnerschaft mdB Freie Architekten BDA, Bellm Löffel Lubs Trager und AAg Loebner Schäfer Weber Freie Architekten BDA),
  • das Konzept für den öffentlichen Raum in der Bahnstadt mit den Teilprojekten Promenade und Langer Anger (LATZ+PARTNER LandschaftsArchitektur Stadtplanung) und
  • das Alte Rathaus Handschuhsheim mit der Umnutzung von einer Fahrzeughalle in ein Füllfederhaltermuseum (Schwarz Architektur)

mit der Stadt Heidelberg als Bauherrin, sowie zwei Projekte der städtischen Gesellschaft für Grund- und Hausbesitz mbh Heidelberg (GGH):

  • die Wohnanlage Wieblingen-Ost (Architektei GmbH) und
  • das Bildungs-, Betreuungs-, Begegnungshaus B³ am Gadamerplatz (Datscha Architekten), das im Rahmen einer Öffentlich-Privaten Partnerschaft von der BSG Bau- und Servicegesellschaft mbH Heidelberg, einer Tochter der GGH, gebaut wird.

„Es freut mich sehr, dass wir die Jury von ‚Beispielhaftes Bauen Heidelberg 2010 – 2017‘ gleich mit sechs städtischen Bauprojekten überzeugen konnten. Sechs von insgesamt 14 Preisen sind ein tolles Ergebnis“, sagt Erster Bürgermeister Jürgen Odszuck: „Als Stadt stellen wir höchste Ansprüche an die architektonische Qualität unserer Bauvorhaben, trotz aller funktionaler und wirtschaftlicher Zwänge. Die Auszeichnung der Architektenkammer Baden-Württemberg zeigt uns, dass wir damit auf dem richtigen Weg sind.“

Insgesamt vier der 14 Auszeichnungen gingen an Bauprojekte in der Bahnstadt. Neben den drei genannten städtischen Arbeiten wurde auch der Tankturm in der Eppelheimer Straße (AAg Loebner Schäfer Weber Freie Architekten BDA) ausgezeichnet.

Die siebenköpfige Jury, bestehend aus vier Fachjuroren sowie drei Sachjuroren aus Heidelberg, lobte das durchweg hohe Niveau der eingereichten Arbeiten. In der Begründung zum städtischen Bauprojekt Halle 02 heißt es etwa: „Bei der alten Güterhalle 02 in der Bahnstadt ist es beispielhaft gelungen, einen identitätsstiftenden Baukörper mit einfachen Mitteln umzunutzen, so dass das historische Gebäude im Wesentlichen unberührt bleibt.“ Zu B³ schreibt die Jury: „Das Schul- und Bürgerzentrum zeichnet sich durch seine differenzierte und kraftvolle Architektur aus. Es ist Anker und Mittelpunkt des neu entstandenen Stadtteils Bahnstadt in Heidelberg.“ Und zur Unterkunft für Menschen auf der Flucht Im Weiher: „Das Gebäude fügt sich städtebaulich unaufdringlich in seine Nachbarschaft ein und schafft mit seiner kleinen halboffenen Hofanlage die notwendigen Freiräume auf wenig Platz.“

Der Jury gehörten an: Lisa Bogner, Freie Architektin, Stuttgart, Dr.-Ing. Fred Gresens, Architekt, Karlsruhe, Karin M. Storch, Freie Architektin BDA, Mannheim, Karin Strübing, Freie Innenarchitektin BDA, Ulm (Fachjuroren), sowie Jakob J. Köllhofer, Direktor des Deutsch-Amerikanischen Instituts Heidelberg (DAI), Dr. Monika Meißner, Stadträtin, und Volker Oesterreich, Ressortleiter Feuilleton der Rhein-Neckar-Zeitung (Sachjuroren aus Heidelberg).

Beim letzten Auszeichnungsverfahren Beispielhaftes Bauen Heidelberg 2003 – 2010 wurden unter anderem die städtischen Bauprojekte Gregor-Mendel-Realschule Heidelberg und die Neugestaltung Rohrbach Markt ausgezeichnet.

Stadt Heidelberg


Dezernat 16: Kultur- und Kreativwirtschaftszentrum soll weitere fünf Jahre in alter Feuerwache bleiben

Gemeinderat entscheidet über Verlängerung / Gremienlauf startet am 18. Oktober

Stylische E-Bikes oder frisch geschabte Spätzle direkt aus der Verpackung – Produkte wie diese haben ihren Ursprung im Kultur- und Kreativwirtschaftszentrum Dezernat 16. Seit 2013 gibt es die Einrichtung in der alten Feuerwache in Bergheim-West, die sich seither sehr gut entwickelt hat. Das bestätigt auch eine unabhängige Evaluierung des Planungs- und Beratungsbüros STADTart aus Dortmund. Nun steht die Entscheidung an, wie es mit dem Zentrum weitergeht – denn die Zwischennutzung des Gebäudes ist befristet bis Ende 2018. Betreiber des Zentrums ist die Heidelberger Dienste gGmbH (HDD). Die Verwaltung schlägt nun vor, die Nutzung um weitere fünf Jahre bis 2023 zu verlängern. Ab dem 18. Oktober beraten darüber die gemeinderätlichen Gremien.

„Wir wünschen uns eine Verlängerung für das Dezernat 16, da sich hier ein Leuchtturm der Kreativszene entwickelt hat. Die Nachfrage nach günstigen Büros und Ateliers ist enorm hoch und die Beratungsangebote werden gut angenommen. Die Zahl der erfolgsbedingten Auszüge zeigt auch, dass das Zentrum eine wichtige wirtschaftliche Funktion erfüllt: Es bietet die Rahmenbedingungen, damit junge Kreativunternehmen in den Markt starten und dort auch bestehen können“, erklärt Erster Bürgermeister Jürgen Odszuck.

Erfolgreiche Ausgründungen: „Das Beste waren die kurzen Entscheidungswege“

Die Studie zur Evaluierung hat untersucht, ob das Dezernat 16 die vom Gemeinderat 2013 formulierten Ziele erreicht hat. Dazu gehörten eine stärkere Wahrnehmung Heidelbergs als kreative Stadt, eine stärkere Bindung der kreativen Akteurinnen und Akteure an die Stadt und mehr Neugründungen im Bereich der Kultur- und Kreativwirtschaft. Die Studie kommt zu dem Schluss, dass diese Ziele bereits weitestgehend erreicht worden sind. So gab es seit 2013 beispielsweise 13 Auszüge aus dem Dezernat 16, von denen sich anschließend sieben als selbständige Unternehmen im Stadtgebiet niedergelassen haben.

Dazu gehört zum Beispiel die E-Bike-Manufaktur Coboc. Das Unternehmen startete im Dezernat 16, wurde kontinuierlich größer und hat heute 27 Mitarbeiter und einen neuen Firmensitz an der Kurfürsten-Anlage. „An unsere Zeit im Dezernat 16 denken wir gerne zurück. Wegen der Atmosphäre und der Zusammenarbeit mit anderen Mietern. Oder weil es auch spätabends nach langer Montage noch Gespräche oder gemeinsame Essen mit den anderen Unternehmen und Kreativen gab und sich alle gegenseitig halfen“, erinnert sich Cobocs Brandmanagerin Carina Ehmann und ergänzt: „Das Beste waren die kurzen Entscheidungswege. Wie schnell das Dezernat 16 auf unser Wachstum reagiert hat. Das ist nicht selbstverständlich. Da gehen die Türen woanders zu und hier sind sie aufgegangen.“

Zentrum konstant voll belegt

Die Zahl der Bewerberinnen und Bewerber um Räume spricht für den Erfolg des Dezernats 16. Das Zentrum ist konstant voll ausgelastet – es gibt immer mehr Bewerbungen als Räume zur Verfügung stehen. Bis Ende 2016 haben sich fast 330 Unternehmen um Räumlichkeiten im Dezernat 16 beworben – nur ein Teil konnte tatsächlich bedient werden. Das Zentrum verfügt aktuell über rund 3.000 Quadratmeter vermietbarer Fläche, davon sind rund 1.700 Quadratmeter flexible Nutzräume – also Medienräume, Ateliers, Studios, Büros, Lagerräume und ein großes Foyer für Ausstellungen. Vorherrschende Branchen im Zentrum sind der Kunstmarkt, dem sich 20 Prozent der Mieter/innen zurechnen, sowie die Musikwirtschaft (16 Prozent), die Designwirtschaft (16 Prozent) und der Bereich Software-/Games-Industrie (10 Prozent).

Zudem hat sich das Dezernat 16 – insbesondere das integrierte Café Leitstelle – als Treffpunkt und Veranstaltungsort für die kreative Szene etabliert. Allein im Jahr 2016 fanden rund 200 Events im Zentrum statt, dazu gehörten Netzwerkveranstaltungen oder Tagungen für die Gründerszene, Kulturveranstaltungen, Messen oder Special-Interest-Treffen von Firmen.

Finanzen: Instandhaltungsarbeiten am Gebäude notwendig

Der Betreiber Heidelberger Dienste gGmbH konnte seit Beginn des Projekts jährlich wachsende Einnahmen vorweisen, die jedoch noch nicht alle laufenden Kosten decken. Die Stadt Heidelberg verzichtet daher gegenüber der HDD bislang auf die Zahlung einer Miete und unterstützt die HDD bei den Nebenkosten. Im Falle einer Verlängerung der bisherigen Nutzung für weitere fünf Jahre müsste die Stadt auch für diesen Zeitraum mit laufenden Gebäudeunterhaltungsmaßnahmen rechnen, die voraussichtlich in einem Gesamtumfang von bis zu 182.000 Euro liegen werden.

Stadt Heidelberg


Stadt Heidelberg belegt zweiten Platz im Abwassergebührenranking 2017

EBM Odszuck: „Abwasserentsorgung arbeitet nicht nur wirtschaftlich, sondern auch ökologisch hervorragend“

Für den zweiten Platz im bundesweiten Abwassergebührenranking wurde die Stadt Heidelberg von Haus & Grund Deutschland mit einem Preis ausgezeichnet. Thilo Koch, Vorsitzender von Haus & Grund Heidelberg (l.), überreichte die Urkunde an Ersten Bürgermeister Jürgen Odszuck (2.v.r.), Bürgermeister Hans-Jürgen Heiß (2.v.l.) und den Leiter des Tiefbauamtes Jürgen Weber (l.).

In Heidelberg sind die Abwassergebühren besonders günstig. Das ist das Ergebnis eines Rankings, das Haus & Grund Deutschland für die nach Einwohnern hundert größten deutschen Städte durchgeführt hat. Untersucht wurden dabei die jährlichen Abwassergebühren einer vierköpfigen Musterfamilie. Das Ergebnis: Mit durchschnittlich 309 Euro Abwassergebühren pro Jahr ist Heidelberg die zweitgünstigste Stadt, direkt nach Ludwigsburg auf Platz eins (262 Euro) und vor Freiburg im Breisgau auf Platz drei (320 Euro). Zum Vergleich: In Potsdam liegen die Gebühren mit 911 Euro pro Jahr knapp dreimal so hoch wie in Heidelberg.

Für das gute Abschneiden Heidelbergs im Abwassergebührenranking hat Thilo Koch, Vorsitzender von Haus & Grund Heidelberg, am Dienstag, 10. Oktober 2017, an den Ersten Bürgermeister und Vorsitzenden des Abwasserzweckverbands Heidelberg (AZV) Jürgen Odszuck, den Bürgermeister und Leiter der Stadtbetriebe Heidelberg Hans-Jürgen Heiß und den Leiter des Tiefbauamtes und AZV-Geschäftsführer Jürgen Weber eine Urkunde überreicht.

„Wir freuen uns wirklich sehr über den zweiten Platz im Abwassergebührenranking“, sagt Erster Bürgermeister Jürgen Odszuck. „Dieser Erfolg kommt nicht von ungefähr: Wir investieren kontinuierlich in unser Kanalnetz und die Technik unserer Kläranlagen. Unsere Abwasserentsorgung arbeitet nicht nur wirtschaftlich, sondern ist auch ökologisch hervorragend. Ein Beispiel: die Schlammentsorgung. Unser Großklärwerk hat ein Verfahren entwickelt, mit dem Klärschlamm stärker entwässert und effektiver in Biogas umgesetzt werden kann. Das bedeutet: eine geringere Umweltbelastung durch die reduzierte Schlammmenge, und gleichzeitig rund 500.000 Euro gesparte Betriebskosten pro Jahr.“

„Unser Abwasserzweckverband hat aus Tradition eine starke innovative und ökologisch ambitionierte Ausrichtung, das ist schon bemerkenswert“, ergänzt Bürgermeister Hans-Jürgen Heiß. „Gleichzeitig arbeiten wir in der Abwasserentsorgung betriebswirtschaftlich höchst effizient: Wir investieren regelmäßig in die Instandsetzung unserer Kanäle – im letzten Jahr waren das circa fünf Millionen Euro. Dadurch können wir Vermögen erhalten, die jährlichen Folgekosten senken und die Gebühren für die Bürgerinnen und Bürger niedrig halten. Im Schnitt zahlt jeder Heidelberger für diese hervorragende Abwasserentsorgung nur rund zehn bis zwanzig Cent pro Tag.“

Die Höhe der Abwassergebühren einer Kommune hängt von verschiedenen Faktoren ab: neben der Topografie und Einwohnerdichte auch von der Dimensionierung der Kanäle, dem Alter des Kanalnetzes, Hochwasserschutzmaßnahmen, der Infrastruktur für die Regenrückhaltung und Abwasserbeseitigung oder dem Einsatz neuer Technologien.

Kanalsanierung in der Hauptstraße Ost

Die wichtigste Investition in die Heidelberger Abwasserentsorgung wird nächstes Jahr die Kanalsanierung im östlichen Teil der Hauptstraße sein. Der Abwasserzweckverband wird im Auftrag der Stadtbetriebe Heidelberg den Mischwasserkanal zwischen Karlstor und Mönchgasse sanieren. Auch die Wasserleitung wird teilweise angepasst, anschließend wird die Straße im Baustellenbereich wieder instandgesetzt. Die Maßnahme wird 2018 und 2019 durchgeführt. Die Gesamtkosten betragen voraussichtlich rund 3,8 Millionen Euro.

Der Kanal stammt größtenteils aus der Zeit um 1890. Er weist Innenkorrosion, mechanischen Verschleiß und andere Schäden auf. Er soll deshalb auf einer Länge von 450 Metern saniert werden. Im Kreuzungsbereich Friesenberg/Hauptstraße/Jakobsgasse wird zusätzlich eine Quellleitung gelegt: Damit kann der Friesenbergbach künftig vom Mischwasserkanal abgekoppelt und über die ehemalige Entlastungsleitung in der Jakobsgasse direkt in den Neckar geleitet werden.

Text: Stadt Heidelberg Foto: Philipp Rothe


Jugendklimagipfel in Heidelberg

Schülerinnen und Schüler bringen Ideen für „Masterplan 100 % Klimaschutz“ ein

Beim fünften Heidelberger Jugendklimagipfel im Rahmen des „Masterplan 100 % Klimaschutz“ haben 22 Jugendliche ab der achten Klasse wieder Ideen und Anregungen für Heidelbergs Weg zu einer klimaneutralen Kommune eingebracht. Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner hatte die Schirmherrschaft übernommen und diskutierte mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern am Freitag, 13. Oktober 2017, deren Ideen bei einer Ergebnispräsentation. Bürgermeister Wolfgang Erichson eröffnete die Veranstaltung am 12. Oktober.

An zwei Tagen (12./13. Oktober 2017) erarbeiteten die Jugendlichen im Haus am Harbigweg in moderierten Arbeitsgruppen Ideen zu verschiedenen Umweltthemen. Schwerpunktthema in diesem Jahr war Stadtentwicklung. In den Arbeitskreisen befassten sich die Jugendlichen mit folgenden Themen:

  • AK Wachstum (Wie stark soll eine Stadt wachsen? Gibt es Grenzen des Wachstums? Was muss beachtet werden?)
  • AK KlimAktiv (Der CO2-Rechner erklärt die persönlichen Handlungsfelder für den Klimaschutz. Wie können die Gesellschaft und die Stadt Heidelberg das notwendige Engagement fördern?)
  • AK Stoffkreisläufe (Der AK basiert auf den Ideen zum Patrick-Henry-Village: Wie sollte die Stadt der Zukunft aussehen? Was ist aus Sicht der Jugendlichen zu beachten?)
  • AK Verkehr (Fahrradstraßen in Heidelberg, Multimedialität im Verkehr, welche möglichen Verkehrssysteme können sich die Jugendlichen vorstellen?)

Der Jugendklimagipfel findet alle zwei Jahre statt. Er wird vom BUND organisiert und von der Stadt Heidelberg unterstützt. Weitere Partner des Jugendklimagipfels sind unter anderem die Stadtwerke Heidelberg, die IBA Heidelberg und das Institut für Energie und Umweltforschung Heidelberg (ifeu).

Masterplan 100 % Klimaschutz

Heidelberg beteiligt sich als eine von 19 Modellkommunen am Klimaschutz-Masterplan des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit. Ziel ist die klimaneutrale Kommune: Bis 2050 will Heidelberg die CO2-Emissionen um 95 Prozent reduzieren und den Energiebedarf der Kommune um die Hälfte senken. Dies will die Stadt gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern sowie zentralen Akteuren der Stadt erreichen. Infos dazu gibt es online unter www.heidelberg.de/masterplan100.

Stadt Heidelberg


Neues Konferenzzentrum: Büro DEGELO Architekten aus Basel gewinnt ersten Preis bei Wettbewerb

Siegerentwurf sieht in der Bahnstadt markantes Gebäude mit rötlicher, wellenförmiger Fassade vor

Das Büro DEGELO Architekten aus Basel sieht für das Konferenzzentrum in der Bahnstadt ein architektonisch markantes Gebäude mit einer rötlich gefärbten Fassade vor. Vom Bahnhofsplatz Süd aus bietet sich ein freier Blick auf den Bereich des Haupteingangs.

Das Büro DEGELO Architekten aus Basel hat den ersten Preis beim Wettbewerb zur künftigen Gestaltung des neuen Konferenzzentrums in der Heidelberger Bahnstadt gewonnen. Das Preisgericht wählte den Entwurf am Mittwochabend, 11. Oktober 2017, unter 22 eingereichten Arbeiten aus. Der Siegerentwurf sieht auf dem Areal südlich des Czernyrings und östlich der ehemaligen Güterhallen ein architektonisch markantes Gebäude mit einer rötlich getönten Fassade und großzügig geöffneten Eingangsbereichen in Richtung Bahnhofsplatz Süd und Zollhofgarten vor. Dadurch bietet sich für Fußgänger vom Hauptbahnhof kommend freie Sicht auf den Zugang zum Konferenzzentrum – eine der Vorgaben aus der Bürgerschaft in der Wettbewerbsauslobung. Am Donnerstag, 12. Oktober, wurden die Preisträger bei einem Pressetermin vorgestellt. Bürgerinnen und Bürger können alle Wettbewerbsbeiträge ab dem 17. Oktober in einer öffentlichen Ausstellung in der ehemaligen Sporthalle der Mark-Twain-Schule (Südstadt) sehen.

„Die Wettbewerbsbeiträge haben unsere hohen Anforderungen sehr gut umgesetzt. Mit dem ersten Preisträger haben wir einen Entwurf gefunden, der über eine sehr große Ausdrucksstärke für Heidelberg und über die Region hinaus verfügt“, sagte Erster Bürgermeister und Baudezernent Jürgen Odszuck: „Die rötliche Außenhülle ist eine sehr schöne Interpretation der Materialien der Altstadt, die weiße Innenraumgestaltung setzt Bezüge zur Bahnstadt. Vom städtebaulichen Konzept bis hin zum Material passt der Entwurf sehr gut in den Stadtteil und in unsere Stadt. Damit zeigt das Büro, dass es sich intensiv mit Heidelberg befasst hat und sensibel mit unserer Stadt umgehen kann.“

1.800 Plätze im Großen Saal

Blick in den Großen Saal des Konferenzzentrums im Siegerentwurf von DEGELO Architekten aus Basel mit der leicht zur Bühne hin abfallenden Decke.

Die wellenförmig strukturierte Außenfassade suggeriert das Bild eines Vorhangs, hinter dem sich die Bühne befindet. Auf diese Weise entsteht ein lebendiges Schattenspiel auf der Betonfassade. Zwei große Fensterfronten im Eingangsbereich geben den Blick in das Gebäude frei. Der Haupteingang führt in das weiß gestaltete Innere des Konferenzzentrums mit dem fast gebäudehohen Hauptfoyer – eines der Herzstücke des zweigeschossigen Tagungszentrums. Über das Foyer soll der Weg in den Großen Saal mit seiner bis zu 15 Meter hohen, zur Bühne hin abfallenden Decke möglich sein. Der Saal verfügt über den geforderten Raum für 1.800 Sitzplätze in Reihenbestuhlung.

Ein öffentliches gastronomisches Angebot kann sich zum Großen Saal und dem Hauptfoyer hin öffnen, ist aber auch über einen separaten Zugang erreichbar. Auch Außenbewirtschaftung ist vorgesehen für ein stets lebendiges Tagungszentrum. Im ersten Obergeschoss sind eine Galerie, ein Nebenfoyer, ein Kleiner Saal mit 800 Plätzen in Reihenbestuhlung sowie Tagungsräume geplant. Die Be- und Entladung von Lastwagen soll über den Czernyring und die Einsteinstraße kommend im Inneren des Gebäudes erfolgen, um die Lärm- und Abgasbelastung für die Nachbarschaft zu reduzieren. Geplant ist das Konferenzzentrum – wie alle Gebäude in der Bahnstadt – in Passivhaus-Bauweise.

Da der Wettbewerb in Form eines Realisierungswettbewerbes stattfand, wird der erste oder einer der weiteren Preisträger mit der Umsetzung beauftragt. Hierüber wird der Gemeinderat entscheiden.

„Das Preisgericht hat einen Sieger ausgewählt, der die Vorgaben der Präambel hervorragend umsetzt – und das mit einstimmigem Beschluss. Der Entwurf setzt sich mit dem städtebaulichen Umfeld auseinander, weist aber zugleich auch seinen eigenen Charakter auf. Er bietet architektonisch eine große Strahlkraft und ein interessantes Innenleben. Zugleich lässt sich das Gebäude sehr gut bespielen und nutzen. Funktionalität, Ästhetik und Wirtschaftlichkeit stehen somit wunderbar im Einklang. Wir wollen ein Konferenzzentrum, das mit viel Leben gefüllt ist“, sagte Mathias Schiemer, Geschäftsführer der Heidelberg Marketing GmbH.

„Bauliches Gelenk zwischen Bahnhofsplatz Süd und Zollhofgarten“

„Wir haben einen Wettbewerb mit sehr unterschiedlichen und qualitativ hochwertigen Beiträgen erfahren, die die Vorgaben der Auslobung und der Präambel sehr gut umgesetzt haben“, sagte Architekt und Stadtplaner Prof. Dr. Franz Pesch, Vorsitzender des Preisgerichtes: „Der Siegerentwurf funktioniert hervorragend als bauliches Gelenk zwischen dem Bahnhofsplatz Süd und dem Zollhofgarten. Die zweiseitige Orientierung wird in der Fassadengestaltung aufgenommen. Mit den großen Fenstern bietet er die Möglichkeiten zum Ein- und Ausblick. Das Gebäude steht genau richtig und überzeugt durch seinen Mut, sich auf die architektonischen Mittel zu konzentrieren.“

„Wir haben uns sehr dafür eingesetzt, dass sich das neue Konferenzzentrum in die Umgebung integriert. Ich bin begeistert, wie gut das scheinbar gelungen ist, insbesondere das Zusammenspiel mit dem Bahnhofsplatz Süd. Das Gebäude bietet so einen sehr schönen Eingang vom Hauptbahnhof kommend in die Bahnstadt. Es zeigt, wofür die Bahnstadt steht: Weltoffenheit und Freundlichkeit gegenüber Besuchern“, sagte Dieter Bartmann, Vorsitzender des Stadtteilvereins Bahnstadt e.V. und Mitglied des Koordinationsbeirats Neues Konferenzzentrum.

Fertigstellung bis zum Jahr 2021 geplant

Das eindrucksvolle, nahezu gebäudehohe Hauptfoyer empfängt die Gäste des Konferenzzentrums und bietet zugleich Zugang zum Großen Saal.

Als Kostenrahmen für das Gebäude ohne Ausstattung ist eine Summe von 45 Millionen Euro (ohne Mehrwertsteuer) vorgegeben. Die Gesamtkosten sollen voraussichtlich rund 65 Millionen Euro betragen. Die Fertigstellung ist bis zum Jahr 2021 vorgesehen. Das Konferenzzentrum ist Kandidat der Internationalen Bauausstellung (IBA) Heidelberg „Wissen | schafft | Stadt“.

Das Büro DEGELO Architekten setzte sich in dem Wettbewerb gegen international renommierte Architektenbüros durch. Es wurde für seine Arbeiten bereits mehrfach ausgezeichnet, unter anderem erhielt es 2012 den „best architects 12 award“ für die Erweiterung des Kongresszentrums in Davos. Im Jahr 2013 gewann es den Wettbewerb zur Sanierung der St. Jakobshalle in Basel. Das Büro Nieto Sobejano Arquitectos (Berlin/Madrid) wurde mit dem zweiten Preis ausgezeichnet, Bez + Kock Architekten (Stuttgart) und 4a Architekten (Stuttgart) jeweils mit einem dritten Preis. Anerkennungen erteilte das Preisgericht den Büros Studio Duplex (Düsseldorf/Hamburg)/Duplex Architekten (Zürich) und Atelier 30 Architekten (Kassel).

Die Auslobung zum Wettbewerb – sozusagen das Drehbuch für die Architekten – war unter Federführung der Heidelberg Marketing GmbH in intensivem Austausch mit Experten aus dem Veranstaltungsbetrieb, Wirtschaftsunternehmen, der Universität Heidelberg sowie Bürgern entwickelt worden. Fünf Bürger wirkten zudem als sachverständige, nicht stimmberechtigte Berater im Preisgericht mit: je ein Vertreter aus dem Stadtteilverein Bahnstadt und aus dem Koordinationsbeirat Neues Konferenzzentrum sowie drei Bürger, die unter mehr als 30 Bewerbern ausgelost wurden.

Öffentliche Ausstellung aller Wettbewerbsbeiträge vom 17. Oktober bis 7. November

Interessierte Bürgerinnen und Bürger können alle eingereichten Wettbewerbsbeiträge ab Dienstag, 17. Oktober, bis einschließlich Dienstag, 7. November 2017, bei einer öffentlichen Ausstellung in der ehemaligen Sporthalle der Mark-Twain-Schule (Zugang über die Elsa-Brandström-Straße) in der Südstadt betrachten. Der Zugang über die Schule selbst ist nicht direkt möglich. Die Ausstellung ist von Montag bis Freitag jeweils von 16 bis 20 Uhr geöffnet. Am Eröffnungstag, 17. Oktober, findet um 16.30 Uhr eine öffentliche Führung durch die Ausstellung statt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Ergänzend: Mehr Informationen unter www.konferenzzentrum.heidelberg.de.

Text: Stadt Heidelberg Foto: DEGELO Architekten


„Coffee to go“ im Mehrwegbecher: Fünf Anbieter stellten ihre Pfandsysteme bei Infoveranstaltung vor

Weiteres Treffen mit interessierten Betrieben vorgesehen

Um die Einwegbecherflut einzudämmen, hat die Stadt Heidelberg die Cafés, Imbisslokale, Tankstellen und Bäckereien sowie die Einzelhandels-, Tourismus- und Umweltverbände zu einer Infoveranstaltung am Dienstag, 10. Oktober 2017, in den Großen Rathaussaal eingeladen. Fünf Systemanbieter für Mehrwegbecher haben hier ihre Lösungsansätze präsentiert und sich den kritischen Fragen der rund 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer gestellt. Anschließend konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in verschiedenen Gesprächsrunden die Vor- und Nachteile der einzelnen Systeme erörtern. Die Informationen waren so vielfältig, dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein weiteres Treffen in den nächsten Wochen angeregt haben, um die Lösungsansätze nochmals vertieft zu diskutieren. Bei diesem Treffen soll nach Möglichkeit auch ein System herausgearbeitet werden, das von möglichst vielen Cafés und Betrieben in Heidelberg genutzt werden kann. Die Stadt Heidelberg wird interessierte Betriebe zu dem Termin einladen.

„Wir wollen eine Bewusstseins- und im Idealfall eine Verhaltensänderung in Sachen Abfallvermeidung bewirken“, sagt Bürgermeister Wolfgang Erichson: „Ein eigenes Pfandsystem für Mehrwegbecher wollen wir als Stadt nicht einführen, sondern wir setzen auf private Initiativen. Unser Ziel ist es, den Handel mit den Anbietern der unterschiedlichen Mehrwegsysteme zusammenzubringen.“

Online-Karte: Diese Betriebe füllen Getränke in mitgebrachte Becher

Die Stadt unterstützt die Initiative mit einer Informations- und Öffentlichkeitskampagne. Schon jetzt sind die Cafés, Bäckereien und Tankstellen, die einen mitgebrachten Becher wieder befüllen, in einem Online-Stadtplan unter www.becherkarte.de zu finden. Eine Liste der Betriebe kann auch auf der Seite www.heidelberg.de/coffeetogo heruntergeladen werden. Organisationen und Firmen, die mitgebrachte Becher befüllen, einen Rabatt auf das Getränk im Mehrwegbecher geben oder eigene Becher verkaufen, können sich hier über ein Onlineformular in die Karte eintragen lassen.

Die Stadt Heidelberg sensibilisiert schon seit vielen Jahren ihre Bürgerinnen und Bürger für die Müllvermeidung und gibt Anregungen zur Abfallvermeidung im täglichen Leben. Unter anderem sind regelmäßig praktische Tipps online unter www.heidelberg.de/abfall veröffentlicht.

Stadt Heidelberg


#HolDenOberbürgermeister: OB Würzner diskutierte mit „Amt für unlösbare Aufgaben“ über Bürokratie

Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner tauschte sich mit den Initiatoren vom „Amt für unlösbare Aufgaben“ über Ideen zur Vereinfachung bürokratischer Prozesse aus.

Was ist unter gut gestalteter Bürokratie zu verstehen? Und wie kann sich die Stadt Heidelberg hierbei noch verbessern? Um diese und andere Fragen ging es beim jüngsten Besuch von Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner im Rahmen von #HolDenOberbürgermeister beim „Amt für unlösbare Aufgaben“. Die Initiatoren hatten mit dem Projekt „Ein Gespräch zu Alternativen für Bürokratie in Heidelberg und der Welt“ in der 29. Abstimmungsrunde die meisten Stimmen erhalten. Das „Amt für unlösbare Aufgaben“ ist Teil des Projekts PHASE XI des Kompetenzzentrums Kultur- und Kreativwirtschaft der Bundesregierung. In enger Zusammenarbeit mit der Stadt Heidelberg suchte es in den vergangenen Monaten nach Alternativen und Verbesserungen für bürokratische Prozesse in Heidelberg.

Die Initiatoren vom „Amt für unlösbare Aufgaben“ – Matthias Burgbacher, Leonie Pichler, Julia Wartmann und Lilia Kleeman – lobten #HolDenOberbürgermeister und die Stadtverwaltung Heidelberg insgesamt: „Es war sehr schwer, Dinge zu finden, die bei der Stadt Heidelberg nicht gut laufen“, räumte Burgbacher ein. Dennoch stellten die Kreativschaffenden Oberbürgermeister Prof. Würzner Ideen zur Vereinfachung bürokratischer Prozesse vor und gaben Visionen, wie der Service der Stadt für ihre Bürgerinnen und Bürger in Zukunft noch weiter verbessert werden könnte – zum Beispiel durch die Bereitstellung von „Dienstleistungspaketen“ oder persönliche Begrüßungen durch den Oberbürgermeister auf der Internetseite. Daneben sammelte das „Amt für unlösbare Aufgaben“ auch Vorschläge, wie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadt Heidelberg im Berufsalltag stärker ihre Kreativität nutzen könnten – etwa durch Zeit zur freien Gestaltung oder ein Belohnungssystem. Behördenräume könnten durch andere Sitzmöbel und moderne Beleuchtung für Mitarbeiter wie Bürger angenehmer und attraktiver werden.

„Ich nehme aus dem Gespräch mit dem Amt für unlösbare Aufgaben viele interessante Anregungen mit, über die wir uns weiter Gedanken machen werden. Bürokratie ist grundsätzlich etwas Positives, denn das Gegenteil ist Chaos. Egal, wer zur Stadtverwaltung Heidelberg kommt: Jede Person wird gleich gut behandelt. Das ist der Grundsatz. Innerhalb dieses Rahmens lohnt es sich, über neue Ideen nachzudenken – gerade auch im Hinblick auf die Weiterentwicklung Heidelbergs hin zu einer digitalen Stadt. Wir wollen die Dienstleistungen weiter so nahe wie möglich an die Bürgerinnen und Bürger heranbringen und dabei den Aufwand so weit wie möglich reduzieren. Hier sehe ich noch viele Möglichkeiten“, sagte Oberbürgermeister Prof. Würzner.

Bürgerinnen und Bürger können Projekte einreichen und darüber abstimmen

Unter www.holdenoberbuergermeister.de und – für englischsprachige Teilnehmer – www.getthemayor.com haben die Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, eigene Themen und Projekte ins Licht der Öffentlichkeit zu rücken und den Terminkalender von Heidelbergs Stadtoberhaupt mit zu beeinflussen. Jeden ersten Freitag im Monat wird das Projekt mit den meisten Stimmen gekürt – das nächste Mal wieder am Freitag, 3. November 2017. Das Siegerprojekt muss mindestens 100 Stimmen erhalten haben. Es wird anschließend nach einer Terminvereinbarung von Oberbürgermeister Prof. Würzner besucht.

Dank der #GetTheMayor-App können Interessierte inzwischen noch einfacher ihre Projektideen veröffentlichen – in vier Schritten schnell und bequem von unterwegs. Natürlich kann über die App auch für bereits vorhandene Projekte abgestimmt werden. Unter www.holdenoberbuergermeister.de und www.getthemayor.com steht die App zum Download bereit. Außerdem werden alle Terminankündigungen und Nachberichterstattungen der besuchten Projekte auf der #GetTheMayor-Facebookseite veröffentlicht.

Text: Stadt Heidelberg Foto: Tobias Dittmer


Die Sorgen der Bürgerinnen und Bürger ernst nehmen

Bürgerbeauftragter legte Bericht vor

Wildes Fahrradparken, Bauvorhaben oder Fragen zur Rente – das sind einige der Anliegen, mit denen sich Heidelbergs Bürgerbeauftragter in den vergangenen zwei Jahren beschäftigt hat. Gustav Adolf Apfel ist der neutrale Vermittler zwischen Bürgerinnen und Bürgern auf der einen Seite und der Stadtverwaltung, den städtischen Gesellschaften und sonstigen Einrichtungen auf der anderen Seite. Bei der Gemeinderatssitzung am 5. Oktober 2017 legte Apfel den jüngsten Bericht über seine Arbeit vor.

Im ersten Jahr (Juni 2015 bis Mai 2016) des Berichtszeitraums haben 138 Personen den Bürgerbeauftragten hinzugezogen, im zweiten Jahr (Juni 2016 bis Mai 2017) waren es 126. Im Vorjahr waren es 117 Anliegen. Seit 1991 haben sich damit fast 3.400 Menschen mit ihren Angelegenheiten an den Bürgerbeauftragten gewandt. Heidelberg ist bundesweit die einzige Stadt mit einem ehrenamtlichen, von der Verwaltung völlig unabhängigen Bürgerbeauftragten.

„Viele der Bürgerinnen und Bürger, die zu mir kommen, haben einen Bescheid erhalten, der für sie negativ ist“, sagte Gustav Apfel. „Es ist im Arbeitsalltag nicht immer einfach, das Feingefühl dafür aufzubringen, damit sie diesen Bescheid positiv aufnehmen. Da hilft nur, sich bürgerfreundlich zu verhalten. Dazu gehört, die Bürgerinnen und Bürger und ihre Sorgen ernst zu nehmen. Im Gegensatz zu den zuständigen städtischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stadt beziehungsweise Einrichtungen habe ich als Bürgerbeauftragter die Zeit, ihnen ausführlich Gehör zu schenken und dabei Hintergründe zu erfahren. Dass ihre Einwände dann schlussendlich Gegenstand der jeweiligen Entscheidung sind, ist mein Ziel.“

Zwei städtische Ämter als besonders bürgerfreundlich gelobt

Im Berichtszeitraum waren Apfel zwei städtische Ämter besonders positiv aufgefallen. Zum einen das Amt für Soziales und Senioren, das in Zusammenarbeit mit dem Bürgerbeauftragten und seinem Team eine neue Tabelle entwickelt hatte. Mit deren Hilfe können hilfsbedürftige Bürgerinnen und Bürger bei der Wohnungssuche auf einen Blick sehen, ob eine potenzielle Unterkunft eine angemessene Miethöhe beziehungsweise Größe hat. Auch das Amt für Abfallwirtschaft lobte Apfel für seine Bürgerfreundlichkeit. Demnach hätten sich zwei Personen gemeldet, die aufgrund ihrer körperlichen Verfassung nicht in der Lage waren, ihre Mülltonne zur Abholung an die Straße zu stellen. Bei gemeinsamen Besuchen vor Ort fanden sich Lösungen.

Der Bürgerbeauftragte wurde im Berichtszeitraum überwiegend für Hilfestellung bei Anträgen und zu ausführlichen Gesprächen mit Information und Beratung konsultiert. Zu den Anliegen gehörten beispielsweise Themen wie Parkplatzsituation, Zustand von Wegen, Gebühren für Strafzettel, Verkehrssituation, Wohnungsangelegenheiten, Einbürgerungsangelegenheiten, Lärmbelästigung, Hilfe bei Versorgungsamt- und Finanzangelegenheiten. Die Zusammenarbeit mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stadt und sonstigen Dienststellen beurteilte Apfel weiterhin als gut bis sehr gut.

Bürgerbeauftragter Gustav Adolf Apfel seit fünf Jahren im Amt

Gustav Adolf Apfel ist seit 1. Juni 2012 als Bürgerbeauftragter tätig. Er leitete bis Ende 1999 die Abteilung Sozialamt und war stellvertretender Leiter des Sozial- und Jugendamts der Stadt Heidelberg. Mehr als 20 Jahre war Apfel als ehrenamtlicher Richter am Sozialgericht Mannheim tätig und engagiert sich außerdem bei der Arbeiterwohlfahrt im Bereich der Sozialberatung. Für dieses Engagement wurde er im Jahr 2010 mit der Bürgerplakette der Stadt Heidelberg ausgezeichnet.

Sprechzeiten des Bürgerbeauftragten

Das Büro des Bürgerbeauftragten ist mittwochs von 9 bis 12 Uhr und von 13 bis 15 Uhr sowie donnerstags von 9 bis 12 Uhr und von 13 bis 17 Uhr geöffnet. Der Bürgerbeauftragte ist per Telefon unter 06221 58-10260 und per E-Mail an buergerbeauftragter@heidelberg.de zu erreichen. Außerhalb der Öffnungszeiten ist der Anrufbeantworter eingeschaltet.

Weitere Informationen: Der Bericht des Bürgerbeauftragten ist verfügbar unter www.heidelberg.de > Rathaus > Bürgerbeauftragter

Hintergrund: Für die Dauer von drei Jahren wird der Bürgerbeauftragte vom Gemeinderat der Stadt Heidelberg bestellt. Er ist ehrenamtlich ohne Vergütung tätig und von der Stadtverwaltung völlig unabhängig. Der Bürgerbeauftragte ist als neutraler Vermittler tätig. Aufgabe des Bürgerbeauftragten ist es, bei Konflikten, die Bürgerinnen und Bürger mit der Stadtverwaltung haben, auf eine einvernehmliche Lösung hinzuwirken. Auf Wunsch werden die Anfragen gegenüber der Verwaltung vertraulich behandelt. Der Bürgerbeauftragte kann dabei in jedem Stadium eines laufenden Verwaltungsverfahrens von der Verwaltung Auskünfte und Einsicht in Akten und Unterlagen verlangen. Er hat jedoch keine Möglichkeit, in Rechtsstreitigkeiten einzugreifen. Bisherige Bürgerbeauftragte der Stadt Heidelberg waren Hannelore Zöller (1991 – 1997), Jan-Pieter Baumann (1997 – 2001), Hans-Ulrich Tzschaschel (2002 – 2005) und Roland Blatz (2006 – 2012).

Stadt Heidelberg

Heidelberger Präventionspreis 2017: Jetzt bewerben!

Diesjähriges Thema: „Gesellschaft im Wandel – Prävention geht alle an!“

Der Heidelberger Präventionspreis, ausgeschrieben vom Verein „Sicheres Heidelberg e.V.“, steht unter dem dauerhaften Motto „Heidelberg macht Mut!“ und befasst sich im Jahr 2017 mit dem Thema „Gesellschaft im Wandel – Prävention geht alle an!“.

Heidelberg ist eine der Städte, die jährlichen Zuzug und damit ein Bevölkerungswachstum vermelden kann. Dennoch findet auch hier ein gesellschaftlicher Wandel statt, der ständig neue Herausforderungen mit sich bringt:

  • Welchen Fragestellungen müssen Schulen künftig gerecht werden und welche Projekte, Programme oder Themen müssen erarbeitet werden, um Bildungsinhalte nachhaltig und wirksam zu vermitteln (Stichworte: Inklusion, Integration, Konflikthandhabung, Schulprofil, Elternarbeit, Umgang mit digitalen Medien, Generation Facebook u.a.)?
  • Wie schaffen wir es, lebenslanges Lernen zu gestalten? Und wie müssen Angebote für Ältere in unserer Gesellschaft aussehen (Stichworte: Demografischer Wandel, Teilhabe, Jung & Alt, Kriminalitätsfurcht u.a.)?
  • Wie hat sich unser Alltag in Bezug auf die weltpolitischen Auseinandersetzungen und Konflikte verändert? Und was können wir tun, um unsere freiheitliche Gesellschaft zu erhalten (Stichworte: Ängste, Kriminalitätsgeschehen, Extremismus, Radikalisierung, Zivilcourage u.a.)?

Bei allen Herausforderungen muss Prävention Schritt halten können. Sie bleibt ein Thema für alle, die sich mit den angeführten Fragestellungen beschäftigen. Die hierbei entfalteten Aktivitäten sollen 2017 in den Fokus des Preises gerückt werden.

Der Präventionspreis: Anerkennungskultur Heidelbergs

Der Heidelberger Präventionspreis genießt einen hohen Stellenwert und ist eine prominente Plattform in der Anerkennungskultur Heidelbergs. Er ist dotiert mit 1.000 Euro (1. Preis), 500 Euro (2. Preis) und 250 Euro (3. Preis). Die Platzierung wird von einer Jury festgelegt. Diese besteht aus Vertretern des Vereins Sicheres Heidelberg e.V. und neutralen Personen.

Die Ausschreibung richtet sich an alle Einrichtungen, die sich im Bereich Prävention gesellschaftlich engagieren (zum Beispiel Ehrenamtliche, Vereine und Verbände, Behörden, Hilfsorganisationen, Jugendarbeit, Schulen und Bildungseinrichtungen, Kulturschaffende, Firmen). Sie bewerben sich mit ihren Projekten, Aktionen, Internetauftritten, Ausstellungen, Theaterstücken, Plakataktionen, Filmspots und vielem mehr.

Einsendeschluss für die Bewerbung ist am 31. Oktober 2017

Für die Teilnahme bittet Sicheres Heidelberg e.V. um eine schriftliche Bewerbung, die folgendes beinhalten sollte:

  • Wer bewirbt sich und wie ist der Projektname?
  • Kurzbeschreibung des Projekts
  • Gibt es Kooperationspartner?  
  • Welche Ziele sollen erreicht werden beziehungsweise wurden bereits erreicht?
  • Wie ist eine Ansprechpartnerin/ein Ansprechpartner zu erreichen?

Einsendeschluss ist Dienstag, 31. Oktober 2017. Die Preisverleihung, zu der alle Bewerber eingeladen werden, findet am Donnerstag, 7. Dezember 2017, um 18 Uhr im Heidelberger Rathaus statt. Nichtplatzierte Projekte erhalten einen Anerkennungspreis als Wertschätzung der Arbeit ihrer Einrichtung.

Schriftliche Bewerbung per E-Mail einreichen

Eine aussagekräftige Bewerbung ist schriftlich (möglichst per E-Mail) einzureichen an:

Sicheres Heidelberg e.V.
Römerstraße 2-4
69115 Heidelberg
E-Mail: info@sicherheid.de
Kennwort: Heidelberger Präventionspreis 2017

Mit der Bewerbung erklären sich die Teilnehmer mit einer Veröffentlichung in den Medien einverstanden. Für Fragen steht die Geschäftsstelle des Vereins per E-Mail an info@sicherheid.de und unter Telefon 0172 7618161 zur Verfügung.

Stadt Heidelberg / Sicheres Heidelberg e.V.


Ankunftszentrum in Heidelberg hat für die Bundespolitik Vorbildcharakter

OB Prof. Würzner: Einrichtung auf PHV ist jedoch keine Abschiebe-Einrichtung

CDU und CSU haben sich am 08.10.2017 auf Bundesebene auf Grundsätze zu einer gemeinsamen Flüchtlingspolitik verständigt. Laut Medienberichten streben beide Partei- und Fraktionsspitzen sogenannte Entscheidungs- und Rückführungszentren für geflüchtete Menschen an. Als Vorbild hierzu wurden in verschiedenen Medien „bestehende Einrichtungen in Manching, Bamberg und Heidelberg“ genannt. Das Land Baden-Württemberg betreibt aktuell im Heidelberger Patrick-Henry-Village ein Ankunftszentrum.

Hierzu erklärte am 09.10.2017 Heidelbergs Oberbürgermeister Professor Dr. Eckart Würzner:

„Ich freue mich, dass das Ankunftszentrum des Landes in unserer Stadt als ein vorbildliches Konzept gesehen wird, wie man sich in Deutschland und speziell hier in Baden-Württemberg dem Thema Menschen auf der Flucht angenommen hat. Seitdem es das Zentrum in Heidelberg gibt, wurden hier zigtausende Menschen aufgenommen, registriert, gesundheitlich untersucht und auf weitere Städte verteilt. Dieses Konzept wurde und wird von vielen Menschen unterstützt, von ehrenamtlichen Helfern, professionellen Partnern und auch dem Heidelberger Gemeinderat.

Allerdings möchte ich darauf hinweisen, dass es sich in Heidelberg nicht um ein Rückführungszentrum handelt. Das darf man nicht miteinander verwechseln. Wenn man aus einem Ankunftszentrum heraus auch gleichzeitig abschieben möchte, dann verändert das den Charakter der Einrichtung grundlegend. In der Struktur, die es in Heidelberg gibt, ist das nicht möglich. Das ist dann ein anderes Konzept, an der man eine Einrichtung von vornherein ausrichten muss.

Es ist gut, dass diese Diskussion jetzt geführt wird. Gerade für uns in der Region ist der Zeitpunkt überfällig. Denn das Ankunftszentrum des Landes im Heidelberger Patrick-Henry-Village ist bis April kommenden Jahres befristet. Wir als Stadt wollen dort im Anschluss einen Stadtteil für über 10.000 Menschen entwickeln. Das Land hat deshalb eine Verlagerung zugesagt. Im Gespräch ist unter anderem ein Areal in Mannheim. Die Überlegungen zu einem bundesweit abgestimmten Verfahren könnten dort von vornherein berücksichtigt werden.“

Stadt Heidelberg


Bahnstadt: Kita am Gadamerplatz in Betrieb

Neue Betreuungseinrichtung für 60 Kinder

Die pädagogische Fachkräfte Elke Langefeld (links) und Anais Levebvre bei den letzten Vorbereitungen in der neuen Kita am Gadamerplatz. Seit 4. Oktober ist die Einrichtung in Betrieb

Das Herz der Bahnstadt schlägt am Gadamerplatz: Im neuen Bildungs-, Betreuungs- und Bürgerhaus B³ ist nun nach der Grundschule auch die städtische Kindertageseinrichtung in Betrieb gegangen. Seit Mittwoch, 4. Oktober, werden sukzessive die neuen Kinder aufgenommen. In der Einrichtung mit vier Gruppen werden insgesamt 60 Kinder von 13 pädagogischen Fachkräften betreut. Die Kita Gadamerplatz bietet 20 Plätze für Kinder unter drei Jahren und 40 Plätze für Kinder ab drei Jahren bis zur Einschulung an.

„Die Bahnstadt entwickelt sich fantastisch und ist ein Anziehungspunkt für junge Familien. 86 Prozent der Einwohner sind unter 45 Jahre alt, rund 650 Kinder und Jugendliche leben im Stadtteil und jede Woche kommt mindestens ein neuer Bahnstädter zur Welt. Die neue Kita in B³ ist daher bereits die fünfte Betreuungseinrichtung in unserem im wahrsten Wortsinn jüngsten Stadtteil“, freut sich Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner.

Die neue Kita in B³ verfügt über rund 430 Quadratmeter Nutzfläche im Innenbereich sowie ein 750 Quadratmeter großes Außengelände mit zahlreichen Spielmöglichkeiten. Die Kindertageseinrichtung wird von der Grünen Meile her erschlossen. An einen Eingangsbereich schließen sich der Bewegungsraum und der Gruppenbereich des Erdgeschosses an. Letzterer besteht aus je einem Gruppenraum für Kindergarten- und Kleinkinder. Zwischen beiden Gruppen führt ein Ausgang direkt in den Außenbereich. Im rückwärtigen Bereich liegen hier die Nebenräume sowie die Küchen- und Haustechnik. Über eine Treppe gelangt man ins Obergeschoss, wo analog zum Erdgeschoss ein Gruppenbereich mit zwei Räumen für Kindergarten- und Kleinkinder liegt. Hinzu kommen Räume für das Personal und für die Kinder zum Forschen, Werken und Musizieren.

Text: Stadt Heidelberg Foto: Tobias Dittmer


Stadthalle: Gemeinderat stimmt weiteren Planungen zur Modernisierung als Konzert- und Kulturhaus zu

Umfassende Sanierung im Inneren und vielfältige Nutzung vorgeschlagen / Impuls durch Mäzene und Sponsoren

Die Heidelberger Stadthalle könnte in den kommenden Jahren saniert und zum Konzert- und Kulturhaus weiterentwickelt werden. Der Heidelberger Gemeinderat hat in seiner Sitzung am Donnerstag, 5. Oktober 2017, mit großer Mehrheit zugestimmt, entsprechende Pläne weiter zu verfolgen.

Die Stadthalle wurde 1903 fertiggestellt und ist sanierungsbedürftig. Eine Machbarkeitsstudie schlägt einen Umbau vor, der ausschließlich das Innere des Gebäudes betreffen würde. Damit könnte die Stadthalle in Zukunft mehrere Funktionen erfüllen: als Konzerthaus nach international erstklassigen Standards, als Ort für ein breites gesellschaftliches Veranstaltungsangebot – vom Jugendtanztag über gesellschaftliche Bälle, Feste und Empfänge bis hin zu Fastnachtsveranstaltungen. Und drittens als Anbieter von Abendveranstaltungen in Zusammenarbeit mit dem neuen Konferenzzentrum, das bis 2021 in der Bahnstadt entsteht.

Der Impuls für eine Weiterentwicklung der Stadthalle zum jetzigen Zeitpunkt geht zurück auf eine Initiative von Mäzenen und Sponsoren des „Heidelberger Frühling“, die bereits erste sehr großzügige Zusagen zur finanziellen Unterstützung erklärt haben.

„Hervorragende Perspektive für unsere Stadthalle“

Dazu sagte Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner: „Die Stadthalle ist die gute Stube Heidelbergs. Mit diesen Plänen kommt sie noch besser zur Geltung als jemals zuvor. Ich danke dem Gemeinderat, dass wir diese Pläne weiter vertiefen können. Die Machbarkeitsstudie bietet eine hervorragende Perspektive für unsere Stadthalle. Davon würden alle profitieren: Konzertbesucher genauso wie die Gäste unserer Traditionsveranstaltungen oder die Tagungsteilnehmer, die abends aus dem neuen Konferenzzentrum in der Bahnstadt zum Empfang in die Altstadt kommen. Mein großer Dank gilt den Sponsoren und Mäzenen, die ihre Unterstützung zugesichert haben. Ohne diese Hilfe könnten wir uns diesen Wurf nicht leisten. Wir müssten uns stattdessen weiterhin jedes Jahr mit Notreparaturen begnügen.“

Die Bühne der Stadthalle soll künftig in der Mitte des Saales liegen. Hubböden könnten sowohl ansteigende Sitzreihen, zum Beispiel für Konzerte, als auch eine durchgehende Ebene, etwa für Tanzbälle, ermöglichen. Die Besucher sollen von einer deutlich verbesserten Sicht und Akustik profitieren. Durch die Hubpodien sind zahlreiche verschiedene Anordnungen möglich – beispielsweise auch die bisherige Konstellation von ebenem Parkett und Bühne an der Stirnseite des Saals. Damit sollen die Bedürfnisse bisheriger Veranstaltungen genauso berücksichtigt werden wie die Ansprüche künftiger Events. Alle Umbauten beschränken sich auf das Innere. Die Fassade der Stadthalle bleibt unverändert.

Die geplante Modernisierung wird durch einen Initiativkreises unterstützt, der sich aus der Gruppe der Mäzene und Sponsoren des Musikfestivals „Heidelberger Frühling“ gebildet hat. Der Gemeinderat hat in seiner gestrigen Sitzung – wie auch schon bei der erfolgreichen Sanierung des Theaters – der Übertragung der Stadthalle samt Grundstück auf die städtische Theater- und Orchesterstiftung zugestimmt. Dies bietet steuerliche Vorteile für die Stadt als Bauherrin und ermöglicht zugleich die Einwerbung von Spenden für das Projekt. Bei entsprechend erfolgreichem Spendenverlauf könnten die Sanierungsarbeiten bereits Ende 2018 beginnen. Eine noch zu gründende städtische Betreibergesellschaft soll den Betrieb der Stadthalle im Einklang mit dem neuen Konferenzzentrum übernehmen, um Synergien zu schaffen.

Der Gemeinderat hatte bereits 2016 beschlossen, dass Konferenzen und Tagungen künftig aus der Altstadt in das neue Konferenzzentrum in der Bahnstadt ziehen werden. Die 1903 eröffnete Stadthalle mit ihrem historischen Ambiente kann sich dann auf ihre Stärken konzentrieren. Grundlage für die künftige Nutzung der Stadthalle bildet ein Konzept, das von der Heidelberg Marketing GmbH und der Heidelberger Frühling gGmbH erstellt wurde. Die architektonische Machbarkeitsstudie hierzu wurde vom Büro Waechter + Waechter Architekten erarbeitet. Das Büro hatte bereits die Sanierung des Theaters geplant.

Stadt Heidelberg


Für mehr Verkehrssicherheit: Stadt Heidelberg will konsequent gegen das Gehwegparken vorgehen

Fahrzeuge, die auf Gehwegen halten oder parken, stellen oft eine große Behinderung für Fußgängerinnen und Fußgänger dar. Sie versperren die Sichtbeziehung und machen ein Durchkommen mit dem Kinderwagen, Rollstuhl oder Kinderfahrrad schwierig – ein Problem gerade für Kinder auf dem Weg zur Schule. Um die Gehwege im Stadtgebiet wieder fußgängerfreundlicher zu machen und die Verkehrssicherheit auf Kinderwegen zu verbessern, will die Stadt Heidelberg deshalb konsequent gegen das Gehwegparken vorgehen. Über den Stand der Umsetzung wurde der Gemeinderat in seiner Sitzung am 5. Oktober 2017 informiert.

In einem ersten Schritt haben die Kinderbeauftragten die aus ihrer Sicht wichtigsten Bereiche in den verschiedenen Stadtteilen benannt. Das Amt für Verkehrsmanagement nimmt diese Bereiche nun nach und nach genau unter die Lupe. Bisher konnten die Prüfungen in den Stadtteilen Altstadt, Weststadt, Wieblingen, Südstadt und Kirchheim durchgeführt werden. Das Ergebnis: Neben Kleinmaßnahmen, wie etwa dem Rückschnitt von Hecken, ist in vielen Fällen eine konsequente Parkkontrolle notwendig, um das widerrechtliche Gehwegparken zu verhindern. Der Gemeindevollzugsdienst (GVD) der Stadt Heidelberg wird dies entsprechend seiner personellen Möglichkeiten durchführen. Das Parken und Halten auf Gehwegen ist gemäß Straßenverkehrsordnung nur dort zulässig, wo es mit den entsprechenden Verkehrszeichen ausdrücklich erlaubt wird.

Hinzu kommen teils weitere ordnende Maßnahmen, um das Gehwegparken zu verhindern – etwa das Setzen von Pollern, die bauliche Umgestaltung des Straßenraums oder andere Vorschläge im Rahmen des Sicherheitsaudits. All das wird stets im Einzelfall geprüft, um die jeweiligen Rahmenbedingungen vor Ort angemessen zu berücksichtigen; die Verkehrssicherheit hat bei alledem jedoch die oberste Priorität. Vor der Umsetzung der Maßnahmen werden der jeweilige Bezirksbeirat, Stadtteilverein und die unmittelbar betroffenen Anwohnerinnen und Anwohner informiert.

Folgende Maßnahmen wurden bereits umgesetzt:

  • In der Grahamstraße in Handschuhsheim wurden auf der einen Straßenseite Poller gesetzt, um das einseitige Halteverbot durchzusetzen und das Parken auf dem Gehweg zu verhindern.
  • In der Elisabethstraße, Hermann-Treiber-Straße und Oberfeldstraße in Wieblingen-Ost wurden einseitige Halteverbote und das Parken auf der Fahrbahn angeordnet.
  • In der St.-Peter-Straße in Rohrbach wird im Zuge der Tiefbauarbeiten zwischen Karlsruher Straße und Von-der-Tann-Straße das Parken neu geordnet. Künftig sind einseitige Parkbuchten inklusive Gehwegnasen vorgesehen, um die Sichtbeziehungen und die Verkehrssicherheit zu verbessern.

Ergänzend: www.heidelberg.de > Leben > Mobilität > Kinderfreundliche Mobilität

Stadt Heidelberg


Stadt zahlt fast 750.000 Euro Zuschuss für neue Kita im ehemaligen Stephanushaus im Pfaffengrund

Die Stadt Heidelberg beteiligt sich finanziell am Umbau des Stephanushauses im Pfaffengrund zu einer Kindertageseinrichtung. Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung am Donnerstag, 5. Oktober 2017, einstimmig beschlossen, dass die Stadt das Vorhaben mit einem Zuschuss in Höhe von 748.825 Euro fördert. Träger der Maßnahme ist der Luise Scheppler-Heim e.V., der das Haus von der evangelischen Kirche gekauft hat.

Das Haus, Im Heimgarten 34, wird nach dem Umbau 24 Plätze zur Betreuung von Kindern über drei Jahren und 10 Plätze zur Kleinkindbetreuung mit ganztägigem Betreuungsangebot anbieten können. Die Betreuungsplätze werden im Stadtteil Pfaffengrund dringend benötigt und wurden bereits in die Bedarfsplanung aufgenommen. Der Träger hat das Vorhaben vor Beginn der Maßnahme mit der Stadt Heidelberg, insbesondere dem Kinder- und Jugendamt und dem Amt für Baurecht und Denkmalschutz, abgestimmt.

Stadt Heidelberg


Kinderbeauftragte berichten künftig im Gemeinderat

Die Kinderbeauftragten in den Heidelberger Stadtteilen sollen künftig alle zwei Jahre im Gemeinderat über ihre Arbeit berichten. Das hat der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung am 5. Oktober 2017 einstimmig beschlossen und einer entsprechenden Satzungsänderung zugestimmt. Die Beauftragten wählen demnach zwei Vertreter aus ihren Reihen, die dann dem Gemeinderat über die Tätigkeit der Beauftragten in allen Stadtteilen berichten.

Kinderbeauftragte gibt es in Heidelberg seit 1996. Sie sollen als Bindeglied zwischen den Stadtbezirken sowie Verwaltung und Gemeinderat sorgen. In ihren Stadtteilen setzen sich die Beauftragten ehrenamtlich für die Berücksichtigung von Lebensinteressen und Belangen der Kinder und Familien ein. Die jeweiligen Bezirksbeiräte schlagen dem Gemeinderat geeignete und interessierte Personen als Kinderbeauftragte vor. Die bestellten Kinderbeauftragten und deren Stellvertretungen nehmen an den Sitzungen der Bezirksbeiräte teil.

Stadt Heidelberg


Pflegewohnheim Schlosskirschenweg: Gemeinderat stimmt Entwurf zu und beschließt Offenlage

Die Schlosskirschen GmbH & Co. KG plant im Neubaugebiet „Im Bieth“ zwischen Schlosskirschenweg und Pleikartsförster Straße in Kirchheim die Errichtung eines Pflegewohnheims. Hierfür ist die Aufstellung eines Vorhabenbezogenen Bebauungsplans erforderlich: Der Gemeinderat hat am Donnerstag, 5. Oktober 2017, dem Entwurf des Vorhaben- und Erschließungsplans sowie dem Entwurf des Vorhabenbezogenen Bebauungsplans mit örtlichen Bauvorschriften und zugehöriger Begründung jeweils in der Fassung vom 26. Juni 2017 zugestimmt. Zudem hat er die öffentliche Auslegung des Bebauungsplanentwurfs mit Begründung, des Schallgutachtens und des Leitfadens Heidelberger Dachgärten beschlossen.

Geplant ist ein Pflegewohnheim mit hundert Plätzen und zehn betreuten Seniorenwohnungen. Auf dem Grundstück ist ein circa 700 Quadratmeter großer Garten für Demenzkranke vorgesehen. Das Planungskonzept wurde gegenüber dem ersten Bebauungsplanentwurf nochmal angepasst: Der neue Entwurf entspricht den aktuellen Richtlinien für die Planung von Pflegeheimen, sieht einen deutlich größeren und besser gelegenen Demenzgarten vor und führt insgesamt zu einem besseren städtebaulichen Ergebnis.

Stadt Heidelberg


Gemeinsame Presseinformation der Stadt Heidelberg, der Universität Heidelberg und des Landes Baden-Württemberg

Masterplan Neuenheimer Feld: Stadt, Universität und Land unterzeichnen Rahmenvereinbarung

OB Würzner: „Ein großer Schritt in Richtung Zukunft“

Ein Meilenstein ist erreicht: Die drei Projektpartner im Masterplanverfahren Im Neuenheimer Feld – Stadt Heidelberg, Universität Heidelberg und das Land Baden-Württemberg – haben am Montag, 9. Oktober 2017, die gemeinsame Rahmenvereinbarung unterzeichnet. Damit kann das Masterplanverfahren offiziell beginnen. Im Spiegelsaal des Prinz Carl gaben die Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg Theresia Bauer, die Staatssekretärin im Ministerium für Finanzen Baden-Württemberg Gisela Splett, der Rektor der Universität Heidelberg Prof. Dr. Dr. h.c. Bernhard Eitel und Heidelbergs Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner mit ihren Unterschriften den Startschuss für den gemeinsamen Prozess.

Im Neuenheimer Feld sind weltweit renommierte Wissenschaftsinstitutionen angesiedelt, insbesondere die Natur- und die Lebenswissenschaften der Universität Heidelberg, das Universitätsklinikum Heidelberg und das Deutsche Krebsforschungszentrum. Gleichzeitig sind hier auch Unternehmen und Einrichtungen wie der Zoo, die Jugendherberge und Sportanlagen beheimatet. Rund 15.000 Beschäftigte sind im Neuenheimer Feld tätig, hinzu kommen rund 4.000 Einwohnerinnen und Einwohner und rund 18.000 Studierende. Vor allem die Wissenschaftseinrichtungen benötigen Entwicklungsperspektiven. Diese sollen auch das Umfeld berücksichtigen und im Rahmen des Masterplanprozesses erarbeitet werden.

Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner: „Ich freue mich sehr, dass wir heute die gemeinsame Rahmenvereinbarung unterzeichnen können. Das ist der Start eines ganz wichtigen Prozesses. Das Neuenheimer Feld ist die zentrale Triebfeder für unsere Wissenschaftsstadt Heidelberg. Damit das auch künftig so bleibt, wollen wir mit dem Masterplanverfahren eine ebenso zukunftsweisende wie stadtverträgliche Entwicklungsperspektive für den Campus erarbeiten – gemeinsam mit der Universität, dem Land und unseren Bürgerinnen und Bürgern. Wir machen heute einen großen Schritt in Richtung Zukunft.“

Theresia Bauer, Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg: „Starke Wissenschaft braucht Flexibilität und Raum zur Entfaltung. Weil Raum in einer Stadt wie Heidelberg aber immer begrenzt ist, erfordert das Wachstum neue Ansätze, um Verdichtung und Verkehr klug zusammenzudenken. Das wird eine anspruchsvolle Aufgabe für alle beteiligten Akteure sein. Gleichzeitig besteht jetzt eine große Gelegenheit, eine Erfolgsgeschichte für Universität und Stadt gleichermaßen zu schaffen.“

Gisela Splett, Staatssekretärin im Ministerium für Finanzen Baden-Württemberg: „Wir brauchen gesicherte Rahmenbedingungen und klare Entwicklungsperspektiven für die baulichen Investitionen in den Wissenschaftsstandort Heidelberg. Die heutige Unterzeichnung der Vereinbarung ist hierfür ein wichtiger gemeinsamer Schritt.“

Prof. Dr. Dr. h.c. Bernhard Eitel, Rektor der Universität Heidelberg: „Die heute unterzeichnete Vereinbarung will eine Basis schaffen für eine vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit im Rahmen des Masterplanverfahrens. Der Campus im Neuenheimer Feld ist ein Wissenschaftscampus und ein Sondernutzungsbereich für Forschung und Wissenschaft. Von dieser Ausgangslage aus wollen wir gemeinsam nach Lösungen suchen für alle Fragen, die für die Entwicklung des Wissenschaftsstandortes ebenso wie für die Entwicklung der Stadtgesellschaft von Bedeutung sind.“

Ebenfalls bei der Unterzeichnung anwesend waren Erster Bürgermeister Jürgen Odszuck, Bürgermeister Wolfgang Erichson sowie die Mitglieder des Steuerungskreises des Masterplanverfahrens: Bernd Müller, Amtsleiter von Vermögen und Bau Baden-Württemberg Amt Mannheim und Heidelberg, Dr. Manfred Hilzenbecher, zuständig für Bauangelegenheiten im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg, Dr. Arne Egger, stellvertretender Abteilungsleiter im Dezernat Planung, Bau und Sicherheit der Universität Heidelberg, Annette Friedrich, Amtsleiterin des Stadtplanungsamts der Stadt Heidelberg, und Frank Zimmermann, Leiter der Koordinierungsstelle Bürgerbeteiligung im Amt für Stadtentwicklung und Statistik der Stadt Heidelberg.

Wie geht es weiter?

Die Rahmenvereinbarung schafft die Grundlagen für das von Stadt, Universität und Land gemeinsam geführte Verfahren. Auf ihrer Basis können nun die nächsten Schritte erfolgen, etwa die Einrichtung der Arbeitsstrukturen für den Prozess. Noch in diesem Jahr ist die Ausschreibung des Projektmanagements und der Moderation vorgesehen.

Der Masterplan Im Neuenheimer Feld soll die Grundlage für die Entwicklung des Wissenschaftsstandortes und seiner Vernetzung mit dem Umfeld bilden. Ziel ist es, Vorgaben unter anderem für die Bereiche Bauen, Umwelt und Verkehr zu entwickeln. Bei der Erarbeitung des Masterplans ist die Einbindung aller Betroffenen wichtig. Zur Steuerung des entsprechenden Beteiligungsverfahrens soll ein Koordinationsbeirat eingerichtet werden. Dies ist für Mitte November vorgesehen. Der Koordinationsbeirat soll dann zunächst ein Beteiligungskonzept entwickeln, das die gesamte Breite der Interessen berücksichtigen soll und anschließend dem Gemeinderat zum Beschluss vorgelegt wird.

Ergänzend: www.heidelberg.de > Entwickeln > Masterplan INF

Stadt Heidelberg


Nobelpreisträger Prof. Dr. Harald zur Hausen wird Ehrenbürger der Stadt Heidelberg

Würdigung der außergewöhnlichen Verdienste in der Krebsforschung / Verleihung am 7. Dezember 2017

Prof. Dr. Harald zur Hausen wird Ehrenbürger der Stadt Heidelberg: Der langjährige Vorstandsvorsitzende des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) und Nobelpreisträger für Medizin 2008 wird bei einer Feierstunde am Donnerstag, 7. Dezember 2017, im Rathaus mit der höchsten Auszeichnung der Stadt Heidelberg geehrt. „Von der Forschung und den bahnbrechenden Erkenntnissen von Prof. Dr. Harald zur Hausen profitieren viele Millionen Menschen rund um den Globus. Durch sein langjähriges Wirken in unserer Stadt hat er Heidelberg zum deutschen Vorreiter in der Krebsforschung gemacht. Prof. zur Hausen ist in der ganzen Welt ein herausragender Repräsentant des Forschungs- und Wissenschaftsstandortes Heidelberg“, sagte Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner bei der Bekanntgabe der Auszeichnung am 9. Oktober 2017.

Prof. zur Hausen entwickelte von 1983 bis 2003 als Vorsitzender und wissenschaftliches Mitglied des Stiftungsvorstandes das DKFZ zu einem weltweit renommierten Forschungszentrum. In den 80er Jahren erkannte er, dass Gebärmutterhalskrebs durch Virusinfektionen ausgelöst wird. Seine Forschung hat es ermöglicht, einen Impfstoff gegen eine der häufigsten Krebserkrankungen bei Frauen zu entwickeln – die erste gezielte Impfung gegen eine Krebsart. Für seine wegweisende Forschung erhielt er 2008 den Nobelpreis für Medizin verliehen. Prof. zur Hausen brachte zudem das 2014 gegründete Nationale Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) – ein Kooperationsprojekt von DKFZ, Universitätsklinikum Heidelberg, Heidelberger Thoraxklinik und Deutscher Krebshilfe – maßgeblich mit auf den Weg. Der 81-Jährige ist Träger zahlreicher nationaler und internationaler Preise.

Harald zur Hausen wurde 1936 in Gelsenkirchen geboren. Er studierte Medizin an den Universitäten Bonn, Hamburg und Düsseldorf, wo er auch promovierte. Er arbeitete am Institut für Hygiene und Mikrobiologie in Düsseldorf und am Children's Hospital in Philadelphia, war Oberassistent am Institut für Virologie der Universität Würzburg und leitete als Professor und Gründungsdirektor das Institut für Virologie an der Universität Erlangen-Nürnberg. 1977 wurde er auf den Lehrstuhl für Virologie an die Universität Freiburg berufen, ehe er 1983 nach Heidelberg an das DKFZ wechselte.

Höchste Auszeichnung der Stadt Heidelberg

Das Ehrenbürgerrecht wird seit 1819 verliehen. Geehrt werden Personen, „die sich in hervorragender und beispielhafter Weise um ihre Mitmenschen, um das Gemeinwohl, um unsere Stadt und ihr Ansehen verdient gemacht haben“. Die Auszeichnung ist nicht auf Heidelberger Bürger beschränkt. Die Entscheidung trifft der Gemeinderat mit Zweidrittelmehrheit. Zuletzt wurde 2012 die langjährige Oberbürgermeisterin Beate Weber-Schuerholz geehrt. Sie ist die einzig lebende Ehrenbürgerin.

Seit 1945 wurden mit der Ehrenbürgerwürde der Stadt Heidelberg ausgezeichnet:

  • 2012 Beate Weber-Schuerholz (geb. 1943), Oberbürgermeisterin a.D.
  • 2004 Hilde Domin (1909 – 2006), Lyrikerin
  • 2001 Georges Frêche (1938 – 2010), Oberbürgermeister a.D. der Stadt Montpellier
  • 2000 Prof. Dr. Hans-Georg Gadamer (1900 – 2002), Philosoph
  • 1995 Reinhold Zundel (1930 – 2008), Oberbürgermeister a.D.
  • 1965 Francois Delmas (1913 – 2002), Oberbürgermeister a.D. der Stadt Montpellier
  • 1964 Gräfin Maria von Graimberg (1879 – 1965), Gründerin der ersten Katholischen Sozialen Frauenschule in Deutschland
  • 1963 Josef Amann (1879 – 1971), Bürgermeister a.D.
  • 1963 Dr. Carl Neinhaus (1888 – 1965), Oberbürgermeister a.D.
  • 1954 Dr. Richard Benz (1884 – 1966), Schriftsteller und Kulturhistoriker
  • 1953 Dr. Karl Lohmeyer (1878 – 1957), Geheimrat
  • 1952 Hermann Maas (1877 – 1970), Kreisdekan
  • 1950 Prof. Dr. Rupert Rohrhurst (1860 – 1952), Geheimer Hofrat

Stadt Heidelberg


Sanierung der B 37 in Neckargemünd: neue Verkehrsführung ab Dienstag, 10. Oktober

Das Regierungspräsidium Karlsruhe saniert derzeit die B 37 in Neckargemünd. Seit Juli ist im Zuge dessen die Friedensbrücke voll gesperrt. Nun steht der nächste Bauabschnitt an: Ab Dienstag, 10. Oktober, ist die Friedensbrücke von Neckargemünd in Fahrtrichtung Kleingemünd wieder befahrbar. Bis voraussichtlich Ende November 2017 bleibt sie in die Gegenrichtung noch gesperrt.

Gleichzeitig wird ab Dienstag, 10. Oktober, der Abschnitt Bahnhofstraße der B 37 in Neckargemünd saniert: Hierfür muss die Straße in Fahrtrichtung Heidelberg voll gesperrt werden. Der Verkehr nach Heidelberg wird über die Friedensbrücke und L 534 umgeleitet. Diese Verkehrsführung gilt ebenfalls bis voraussichtlich Ende November. In Fahrtrichtung Neckargemünd bleibt die B 37 befahrbar.

Diese Umleitung betrifft auch die Buslinien 35 und 735 in Fahrtrichtung Heidelberg. In Neckargemünd werden die Haltestellen Melacpass und Kümmelbacher Hof in Fahrtrichtung Heidelberg nicht bedient. Die Rhein-Neckar-Verkehr GmbH wird im Stadtgebiet Heidelberg auf dem Streckenabschnitt Heidelberg-Orthopädie, Im Grund, S-Bahnhof Schlierbach-Ziegelhausen und Adlerüberfahrt in Fahrtrichtung Wieblingen zusätzliche Kleinbusse mit Umsteigemöglichkeit auf die Buslinien 35 und 33 einsetzen. Dieser Zusatzverkehr wird tagsüber bis circa 20 Uhr angeboten und gilt vorerst bis zum Beginn der Herbstferien am 29. Oktober 2017. Mehr Informationen zur Busumleitung gibt es im Internet unter www.rnv-online.de.

Durch die Sanierung der B 37 in Neckargemünd kommt es auch in Heidelberg zu Mehrbelastungen, insbesondere in Schlierbach und Ziegelhausen im Bereich rund um die Ziegelhäuser Brücke. Um den Verkehr so gut wie möglich zu lenken, hat das Regierungspräsidium Karlsruhe in Abstimmung mit der Stadt Heidelberg mehrere Begleitmaßnahmen in Schlierbach und Ziegelhausen durchgeführt, unter anderem eine angepasste Verkehrsführung an der Brückenabfahrt auf Schlierbacher Seite und Park- und Halteverbote in der Kleingemünder Straße.

Ergänzend: Informationen über die aktuellen Baustellen im Stadtgebiet finden Sie unter www.heidelberg.de/baustellen.

Stadt Heidelberg


Beharrlicher Förderer von Integration, umfassendem Bürgerservice und Umweltschutz

Wolfgang Erichson seit zehn Jahren Bürgermeister in Heidelberg

Wolfgang Erichson feiert in diesem Jahr zehnjähriges „Dienstjubiläum“ – seine Amtszeit als Bürgermeister in Heidelberg begann am 10. September 2007. Er leitet das Dezernat für Umwelt, Bürgerdienste und Integration der Stadt Heidelberg mit den dazugehörigen Ämtern. Am 25. Juni 2015 wurde Wolfgang Erichson mit großer Mehrheit als Bürgermeister für weitere acht Jahre wiedergewählt.

In seiner bisherigen Amtszeit initiierte er zahlreiche Projekte in seinem Verantwortungsbereich: 

Integration

Ein zentrales Anliegen der Stadt ist die Integration von Migrantinnen und Migranten. Mit der Erarbeitung des „Kommunalen Integrationsplans Heidelberg" (KIP) durch Betroffene und Multiplikatoren der Integrationsarbeit von 2008 bis 2010 hat die Stadt ein umfassendes Konzept zur Hand, um gezielt die Teilhabe zugewanderter Menschen zu fördern, Verständnis für ihre spezielle Lebenssituation zu wecken und insgesamt ein Klima der Toleranz zu schaffen.

Im Juli 2016 verabschiedete der Gemeinderat die Fortschreibung des KIP. Sie mündete in den Aktionsplan „Offen für Vielfalt und Chancengleichheit – Ansporn für alle“. Dieser bündelt – bundesweit einmalig – erstmals Projekte für alle Zielgruppen (Frauen, Menschen mit Handicap, Zugewanderte und Migranten, Menschen ohne Arbeit, Menschen mit anderer geschlechtlicher Identität usw.) in einem gemeinsamen Plan. An der Erstellung des Handlungsrahmens, der mehr als konkrete 100 Maßnahmenvorschläge aufführt, beteiligten sich rund 150 Bürgerinnen und Bürger.

Eröffnung des Interkulturellen Zentrums

Eines der Schlüsselprojekte des Kommunalen Integrationsplans feierte am 24. Juli 2012 Eröffnung: das „Interkulturelle Zentrum in Gründung“ (IZ). Als Haus der Begegnung und zentrale Anlaufstelle für Migrantenselbstorganisationen steht es Menschen mit und ohne Migrationsgeschichte offen. Mit von der Bundesregierung geförderten Projekten wie „Wir sind Heidelberg“ stärkt das Interkulturelle Zentrum die Willkommens- und Anerkennungskultur in der Stadt. Im Landfriedkomplex im Stadtteil Bergheim präsentiert sich das Interkulturelle Zentrum gemeinsam mit der Ausländerbehörde als „International Welcome Center Heidelberg“ (IWCH). Die neue Anlaufstelle für alle Neuankömmlinge vereint seit August 2016 die Leistungen der städtischen Ausländerbehörde und die vielfältigen Kultur- und Serviceangebote des Interkulturellen Zentrums an einem Ort. Auch dies ist ein bundesweit einmaliges Modell.

Neubürgerinnen und Neubürger in Heidelberg

Regelmäßig empfängt Bürgermeister Erichson Ausländerinnen und Ausländer, die die deutsche Staatsbürgerschaft angenommen haben, und übergibt ihnen die Urkunden. Die Einbürgerungszahlen in Heidelberg bewegen sich seit einigen Jahren auf hohem Niveau – gemessen an der Einwohnerzahl hat Heidelberg unter den Stadtkreisen die höchste Einbürgerungsquote in Baden-Württemberg. „Ein sehr deutliches Zeichen dafür, dass sich die Menschen in Heidelberg willkommen fühlen“, so Wolfgang Erichson.

Queeres Leben in Heidelberg

Seit dem Amtsantritt von Wolfgang Erichson intensiviert die Stadt ihre Anstrengungen gegen Diskriminierung und Vorurteile im Bereich der sexuellen und geschlechtlichen Vielfalt. Sie beteiligt sich an Veranstaltungen und fördert Plattformen, die die Stadtgesellschaft für die Vielfalt sexueller Orientierung und geschlechtlicher Identitäten sensibilisieren soll. Ein „Runder Tisch sexuelle und geschlechtliche Vielfalt“ rückt die Belange von Lesben, Schwulen, Bisexuellen sowie trans*- und intersexuellen Menschen ins Bewusstsein und dient als Austausch zwischen Community einerseits und Stadtverwaltung sowie Kommunalpolitik andererseits. Zum ersten städtischen Empfang anlässlich des Christopher Street Days Rhein-Neckar im August 2017 lud Erichson ein. „Queeres Leben ist ein Teil der Heidelberger Stadtgesellschaft geworden“, so der Bürgermeister.

Biozertifizierung der Stadtgärtnerei

Zum Zuständigkeitsbereich von Bürgermeister Erichson gehört auch das Landschafts- und Forstamt. Zwei Themen beschäftigten den Dezernenten besonders in seiner bisherigen Amtszeit: die Biozertifizierung der Stadtgärtnerei und die Probleme rund um die Neckarwiese.

Als bundesweit erste Gärtnerei in kommunaler Hand hat die Heidelberger Stadtgärtnerei im Mai 2017 das Bio-Zertifikat der Europäischen Union erhalten. Konkret heißt das: Alle Beet-, Balkon- und Zierpflanzen, die das Stadtgebiet beinahe ganzjährig mit bunten Farbtupfern schmücken, stammen aus der stadteigenen biologischen Produktion.

Runder Tisch Neckarvorland

In konstruktiver Atmosphäre diskutierten Interessengruppen und Vereine beim „Runden Tisch Neckarvorland“ die aktuellen Herausforderungen rund um die beliebte Freizeitfläche. Aufgabe des zuständigen Bürgermeisters Erichson ist es, die unterschiedlichen Interessen von Anwohnern und Nutzern unter einen Hut zu bringen. Zum Schutz der Grünanlage hatte der Gemeinderat im Jahr 2009 das umfangreiche Gesamtkonzept „Neckarvorland“ beschlossen – mit unterschiedlichen Maßnahmen rund um die Fragen Abfall, Sicherheit und Verkehr. Das Konzept war am „Runden Tisch Neckarvorland“ erarbeitet worden. Ähnlich lösungsorientiert arbeitet auch der „Runde Tisch Altstadt“, in dem Vertreter der Bürgerschaft, der Gastronomie und andere Beteiligte Probleme in der Altstadt angehen.

Erweiterung des Kommunalen Ordnungsdienstes

Zum Verantwortungsbereich von Erichson gehört auch das Bürgeramt mit seinen Dienstleistungen für die Heidelbergerinnen und Heidelberger. Zum Aufgabenspektrum des Amtes zählt die Sicherheit im öffentlichen Raum. Um dort wachsenden Nutzungskonflikten wirksam entgegentreten zu können, wurde Anfang 2016 die Zahl der Mitarbeiter beim Kommunalen Ordnungsdienst (KOD) auf 16 erhöht. Der Leitgedanke bei allen Einsätzen ist die Deeskalation: Präsenz zeigen, präventiv kontrollieren, in kritischen Situationen besonnen reagieren, das Sicherheitsgefühl der Bürgerinnen und Bürger stärken.

Neue Bürgerämter

Bürgernahen Service bieten die Bürgerämter in den Stadtteilen. Damit sie ihre Aufgaben vor Ort besser erfüllen können, wurden die Einrichtungen in Rohrbach (Januar 2013) und Neuenheim (November 2013) neu eröffnet.

Abfallvermeidung und Stadtreinigung

Die Sammlung und umweltfreundliche Entsorgung von Abfällen sowie die regelmäßige Reinigung der Straßen, Plätze und Wege sind Aufgaben der Abfallwirtschaft und Stadtreinigung Heidelberg, die im Zuständigkeitsbereich von Bürgermeister Erichson liegt. Bei all diesen Dienstleistungen gilt: Nur gemeinsam lässt sich auf Dauer die Stadt sauber halten. Durch besonders intensive Mülltrennung ist es gelungen, in Baden-Württemberg die niedrigsten Gebühren für die Müllabfuhr zu erreichen.

Die Stadt greift auf die Mithilfe der Bürgerinnen und Bürger zurück: Über eine Hotline oder die App „Mein Heidelberg“ können diese Schmutzecken melden. Regelmäßig können Stadtteilbewohner bei Begehungen auf schmuddelige Bereiche hinweisen. Aktionen wie aktuell die „Coffee to go-Kampagne“ sensibilisieren für mehr Umweltfreundlichkeit im Alltag.

Zuständig für Umwelt- und Klimaschutz

Seit September 2015 ist Erichson als Bürgermeister auch zuständig für das Amt für Umweltschutz, Gewerbeaufsicht und Energie. Ein großes Ziel der Stadt ist, die Treibhausgasemissionen bis 2050 um 95 Prozent gegenüber 1990 zu reduzieren. Dies soll mit dem Förderprogramm „Masterplan 100% Klimaschutz“ des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit erreicht werden. Die bekannteste Klimaschutzmaßnahme Heidelbergs ist der neue Passivhausstadtteil Bahnstadt.

In den Verantwortungsbereich von Bürgermeister Erichson fallen zudem beispielsweise die Pflege der Grünflächen, Schulhöfe und Kinderspielplätze sowie die Friedhöfe. Besonders gern genutzt werden die kürzlich fertiggestellte Schwanenteichanlage, der neu gestaltete Tiefburgvorplatz sowie der neu angelegte Kinderspielplatz in der Märzgasse.

„In meinen zehn Jahren als Bürgermeister habe ich Heidelberg als Stadt kennengelernt, die in ganz überwiegendem Maße offen und tolerant ist, sich den Herausforderungen der Zukunft stellt und deren Bürgerinnen und Bürger kritisch und diskussionsfreudig, aber meist lösungsorientiert die Probleme des Alltags anpacken. Ich freue mich daher auf die nächsten Jahre im Dienste der Heidelbergerinnen und Heidelberger“, sagt Erichson und fügt an: „Ich werde auch weiterhin den Bürgerinnen und Bürgern Gelegenheit geben, mir ihre Sorgen, Nöte und Anregungen im Rahmen meiner Bürgersprechstunde direkt vorzutragen.“

Zuständigkeitsbereiche

Das Dezernat von Bürgermeister Wolfgang Erichson umfasst folgende Ämter: Abfallwirtschaft und Stadtreinigung Heidelberg, Amt für Chancengleichheit, Amt für Umweltschutz, Gewerbeaufsicht und Energie, Bürgeramt, Geschäftsstelle Interkulturelles Zentrum, Landschafts- und Forstamt sowie das Standesamt.

Text: Stadt Heidelberg Foto: Stadt Heidelberg / Rothe


Sich wehren lernen – Kurse zur Selbstbehauptung

Stadt Heidelberg finanziert Workshops beim Verein Frauennotruf

Wie verhalte ich mich in Situationen, die mir gefährlich erscheinen? Wie lasse ich solche Situationen gar nicht erst entstehen? Wie reagiere ich, wenn ein Bekannter übergriffig wird? Antworten auf solche und andere Fragen bekommen Frauen in Selbstbehauptungskursen. Die Stadt Heidelberg finanziert diese Kurse seit April 2016. Sie sind ein Baustein, mit dem das Sicherheitsempfinden der Heidelberger Bevölkerung gestärkt werden soll. Der Verein „Frauennotruf gegen sexuelle Gewalt an Frauen und Mädchen Heidelberg“ bietet die Selbstbehauptungskurse an. Ziel ist es, Übergriffe in den jeweiligen Situationen frühzeitig zu erkennen, sich davor entsprechend zu schützen oder sie erfolgreich abzuwehren. Die Frauen lernen, ihre persönlichen Grenzen ernst zu nehmen und deutlich zu machen. Die eigenen Stärken sollen bewusst wahrgenommen und gestärkt werden.

Nächste Kurstermine 2017

Ein Kurs dauert sechs Stunden. Pro Seminar können acht bis zwölf Frauen ab 18 Jahren teilnehmen. Die Kurse sind kostenlos. Leiterin ist Edith Kutsche. Sie ist unter anderem Wen-Do-Trainerin und Fachberaterin für Psychotraumatologie. Die nächsten Kurstermine:

  • Montag und Dienstag, 23. und 24. Oktober, jeweils 18 bis 21 Uhr im Forum am Park, Poststraße 11, 69115 Heidelberg
  • Montag und Dienstag, 6. und 7. November, jeweils 18 bis 21 Uhr im Forum am Park, Poststraße 11, 69115 Heidelberg

Interessierte Frauen können sich bis jeweils zwei Tage vor Kursbeginn anmelden, per E-Mail an  info@frauennotruf-heidelberg.de oder telefonisch unter 06221 181622.

Stadt investiert in den Schutz und die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger

Für die Selbstverteidigungs-Workshops erhält der Frauennotruf von der Stadt Heidelberg rund 13.300 Euro pro Jahr. Der Schutz und die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger haben für die Stadt Heidelberg einen hohen Stellenwert. Mit umfangreichen Anstrengungen im Rahmen des Netzwerkes der Kommunalen Kriminalprävention leistet die Stadt ihren Beitrag dafür. Jedes Jahr investiert sie in eigene Projekte und Maßnahmen 30.000 Euro. Außerdem fördert sie externe Akteure der Kommunalen Kriminalprävention wie Vereine und Institutionen. Insgesamt hat der Gemeinderat im Doppelhaushalt 2017/2018 pro Jahr für die Kriminalprävention rund 520.000 Euro beziehungsweise circa 540.000 Euro bewilligt.

Stadt Heidelberg


Heidelberg und Kumamoto feierten 25-jähriges Bestehen der Städtepartnerschaft

OB Prof. Würzner: „In den heutigen Zeiten mehr denn je wichtig, über alle Grenzen hinweg zusammenzuhalten“

Heidelbergs Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner und Kazufumi Onishi, Oberbürgermeister von Kumamoto, betonten die Bedeutung der Partnerschaft beider Städte.

Die Feier des gemeinsamen Partnerschaftsjubiläums und der Austausch über die künftige Zusammenarbeit standen bei dem Besuch einer Delegation aus Kumamoto vom 28. September bis 2. Oktober 2017 in Heidelberg im Mittelpunkt: Bei einem Festabend im Rathaus und auf dem Stadtfest Heidelberger Herbst wurde die 25-jährige Städtepartnerschaft mit den Gästen aus Japan um Oberbürgermeister Kazufumi Onishi und mehrere Stadträte begangen. In Gesprächen tauschten sich Kumamotos Stadtoberhaupt und Heidelbergs Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner unter anderem über die gemeinsame Weiterentwicklung als „Städte der Zukunft“ aus. Auch Kiminori Iwama, Gesandter der japanischen Botschaft, gratulierte beiden Städten beim Festabend zum Jubiläum.

„Voneinander lernen, einander helfen“

„Es ist wichtig, dass die Menschen gerade in den heutigen Zeiten mehr denn je zusammenhalten – über alle tatsächlichen oder vermeintlichen Grenzen hinweg. Internationale Städtepartnerschaften eignen sich hierfür hervorragend. Hier begegnen sich Menschen, lernen voneinander, helfen einander. Ich freue mich, dass zwischen Heidelberg und Kumamoto schon seit 25 Jahren eine lebendige Partnerschaft besteht. Unsere enge Verbindung ist ein sichtbares Zeichen dafür, dass tiefreichende Freundschaften lange Zeiten überdauern“, sagte Oberbürgermeister Prof. Würzner.

„Auf dass die Freundschaft unserer beiden Städte in Zukunft durch regen Austausch weiter vertieft wird“, sagte Oberbürgermeister Onishi, der erstmals in Heidelberg zu Gast war und sich für das warme Willkommen sowie die Unterstützung nach den schweren Erdbeben im April 2016 bedankte: „In der Erdbebenkatastrophe erlitt angefangen beim Symbol unserer Stadt, die Burg Kumamoto, das gesamte Gebiet große Schäden. In diesen schweren Zeiten erreichten uns aus Heidelberg und der ganzen Welt aufmunternde Worte und reichlich Unterstützung.“ Die Stadt Heidelberg, der Stadtjugendring Heidelberg und der Heidelberger Freundeskreis Kumamoto starteten gemeinsam einen Spendenaufruf. Der Freundeskreis übergab schließlich eine Spende in Höhe von 10.000 Euro.

Delegations- und Bürgerbesuche, Jugend- und Medizinaustausche, Wissenschaft und Spenden

Die Freundschaft beider Städte ist gekennzeichnet durch zahlreiche offizielle und private Beziehungen – von Delegations- bis hin zu Bürgerbesuchen. Auf Heidelberger Seite wirkten an der Stärkung einer lebendigen Freundschaft neben vielen Bürgern und dem Freundeskreis vor allem der Stadtjugendring, der Sportkreis, der Gehörlosenverein Alt-Heidelberg und Heidelberger Schulen mit. Sie organisierten Sportsymposien, regelmäßige Bürgerreisen und mehr.

Der intensive Austausch von Jugendlichen ist ein weiterer Garant: Seit mehr als 20 Jahren nehmen junge Menschen aus Kumamoto an der International Summer Science School Heidelberg (ISH) teil, einem internationalen Austausch-Programm der Stadt zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Der medizinische Austausch hat durch die schweren Erdbeben einen heftigen Rückschlag erlitten: Das zerstörte Partnerkrankenhaus in Kumamoto wird aktuell erst wieder neu aufgebaut.

Ein weiterer wichtiger Bestandteil der Partnerschaft ist der inhaltliche Austausch über wichtige Zukunftsfragen, etwa zur Weiterentwicklung als „Städte der Zukunft“ und wie Heidelberg und Kumamoto durch die Entwicklung konkreter Projekte vor Ort zur Lösung globaler Probleme beitragen können. Bei einem Rundgang durch die Bahnstadt, der weltweit größten Passivhaus-Siedlung, konnte sich die Delegation aus Kumamoto ein Bild von Heidelbergs Zukunftsstadtteil machen. Bei einem Bürgerabend im Haus am Harbigweg stand dagegen der Austausch mit den Bürgerinnen und Bürgern, dem Heidelberger Freundkreis Kumamoto, dem Stadtjugendring Heidelberg und dem Sportkreis Heidelberg im Zentrum.

Kumamoto: Standort exzellenter Bildungs- und Technologieeinrichtungen

Kumamoto ist die Hauptstadt der gleichnamigen Präfektur und mit rund 740.000 Einwohnern die drittgrößte Stadt der südlichsten japanischen Hauptinsel Kyûshû. Die Stadt zeichnet sich wie Heidelberg durch sein berühmtes Schloss sowie exzellente Bildungs- und Technologieeinrichtungen aus. Die freundschaftlichen Beziehungen beider Städte gehen auf Kontakte in den frühen 60er Jahren zurück. Bis zum Abschluss des Freundschaftsvertrages 1992 fanden bereits viele Austausche statt.

Text: Stadt Heidelberg Foto: Philipp Rothe


Halteverbot im östlichen Wieblinger Weg

Der Verkehrsfluss im östlichen Wieblinger Weg zwischen Steinzeitweg und Mannheimer Straße wird häufig durch parkende Fahrzeuge behindert. Vor allem zu den Hauptverkehrszeiten ist ein Durchkommen schwierig – ein Problem gerade auch für Rettungsfahrzeuge, Feuerwehr und Müllabfuhr.

Um die Verkehrssituation zu verbessern, wird die Stadt Heidelberg daher im östlichen Wieblinger Weg zwischen Steinzeitweg und Mannheimer Straße ein zeitlich begrenztes Halteverbot anordnen.

Das Halteverbot gilt ab nächster Woche tagsüber zwischen 7 und 18 Uhr.

Stadt Heidelberg

Modernisierte Leichtathletikanlage des Heidelberger TV eingeweiht

Laufbahn, Weitsprung- und Kugelstoßanlage erneuert / Stadt Heidelberg förderte Umbau mit 450.000 Euro

Die Leichtathletikanlage des Heidelberger TV in der Carl-Bosch-Straße ist grundlegend saniert worden: Die nicht mehr zeitgemäße Asche-Laufbahn wurde abgetragen und durch eine neue Kunststofflaufbahn ersetzt. Auch die übrigen Leichtathletikeinrichtungen wie die Weitsprung- und Kugelstoßanlage wurden erneuert. Zudem wurde das Nebenspielfeld mit einer Beregnungsanlage ausgestattet. Am Freitag, 29. September 2017, ist die modernisierte Leichtathletikanlage des Heidelberger TV mit einem Fest offiziell eröffnet worden. Die Stadt Heidelberg hat die Umbaumaßnahme mit einem Zuschuss von 450.000 Euro gefördert. Der Heidelberger TV selbst beteiligte sich mit Eigenleistungen im Gegenwert von circa 40.000 Euro.

„Die erneuerte Leichtathletikanlage bietet dem Verein und seinen Mitgliedern moderne und hervorragende Voraussetzungen, um ihre Sportart auszuüben. Die neue Anlage bildet die Basis dafür, dass der Sport für Kinder und Jugendliche attraktiv bleibt und diese mit Spaß mitmachen. Mit der Förderung von Baumaßnahmen wie hier investieren wir in die Zukunftsfähigkeit unserer Heidelberger Vereine und in die Nachwuchsarbeit in der Sportstadt Heidelberg“, sagte Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner bei der gemeinsamen Einweihung der sanierten Leichtathletikanlage mit Martin Brandel, 1. Vorstand des Heidelberger TV, und Gerhard Schäfer, Vorsitzender des Sportkreises Heidelberg e.V.

„Mein Dank gilt der Stadt Heidelberg, die uns das Vertrauen entgegengebracht hat, dieses Projekt in eigener Verantwortung durchzuführen“, sagte Martin Brandel, 1. Vorstand des Heidelberger TV: „Im Ausblick auf unsere 175-Jahr-Feier 2021 sind wir stolz, mit der neuen Kunststofflaufbahn einen ersten Meilenstein für eine erfolgreiche Zukunft geschaffen zu haben. Ich freue mich, heute diese Laufbahn zu eröffnen.“

Die neue Laufbahn wurde gleich eifrig genutzt: Oberbürgermeister Prof. Würzner gab den Startschuss für einen Kinderlauf über 800 Meter. Der Heidelberger TV ist vorrangig in den Stadtteilen Altstadt, Südstadt, Weststadt und Bahnstadt sehr aktiv. Der Verein ist Hauptnutzer der in der Nähe liegenden Sporthallen der Pestalozzi-Schule, des Sportzentrums Mitte und der bis 2016 für rund drei Millionen Euro sanierten Klingenteichhalle in der Altstadt.

Sportstadt Heidelberg

Im Doppelhaushalt 2017/18 investiert die Stadt Heidelberg rund 5,8 Millionen Euro in den Sportbereich – das sind etwa 37 Euro für jede Heidelbergerin und jeden Heidelberger. Die finanziellen Mittel werden vielseitig eingesetzt: Den Vereinssport unterstützt die Stadt über das Sportförderungsprogramm mit rund 2,3 Millionen Euro in 2017 und 2018. Für weitere Baumaßnahmen der Vereine stellt die Stadt 1,6 Millionen Euro zur Verfügung. In eigene Projekte investiert die Stadt circa 1,9 Millionen Euro. Insgesamt gibt es mehr als 20 städtische Sportanlagen und rund 50 Sport- und Gymnastikhallen. Die mehr als 120 Sportvereine in Heidelberg zählen rund 44.000 Mitglieder.

Stadt Heidelberg


Dr. Heide Häberle mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet

Jahrzehntelanges Engagement für die Betreuung von Familien mit an Krebs erkrankten Kindern

Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner überreicht Dr. Heide Häberle das Bundesverdienstkreuz am Bande.

Dr. Heide Häberle engagiert sich seit über 30 Jahren beispielhaft im Bereich der psychotherapeutischen und psychosozialen Betreuung von Familien mit an Krebs erkrankten Kindern. Für ihr Engagement ist Dr. Häberle am Donnerstag, 28. September 2017, im Heidelberger Rathaus mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet worden. „Mit Ihrem Engagement haben Sie nicht nur lokal in Heidelberg und Umgebung, sondern auch bundesweit Pionierarbeit geleistet. Ihr Engagement im Bereich der Weiterentwicklung der psychosozialen Versorgung krebskranker Kinder geht weit über Ihre beruflichen Aufgaben hinaus und ist für die Gesellschaft von besonderer Bedeutung. Die Entwicklung der psychosozialen Versorgung krebskranker Kinder und deren Familien ist untrennbar mit Ihrer Person verbunden“, sagte Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner bei der Überreichung des Bundesverdienstkreuzes an Dr. Häberle.

„Ich fühle mich sehr geehrt über diese tolle Auszeichnung. Wir haben in einer Zeit begonnen, als es noch Besuchszeiten für Eltern von krebskranken Kindern gab und diese nicht dauerhaft bei ihnen bleiben konnten. Das aktive Mitarbeiten, also etwas für das krebskranke Kind zu tun, hilft den Familien. Ich bin stolz darauf, dass wir in Heidelberg gemeinsam die Initiatoren in der ganzen Bundesrepublik für eine Weiterentwicklung waren“, sagte Dr. Häberle.

Entscheidender Beitrag zur Gründung des Waldpiraten-Camps

Dr. Häberle richtet den Fokus in ihrem Wirken nicht allein auf das erkrankte Kind, sondern auch auf dessen familiäres Bezugssystem. Sie beschränkte sich bereits frühzeitig nicht auf die Zeit der Akutbehandlung, sondern vergrößerte das Blickfeld und entwickelte Konzepte für ambulante und stationäre Nachsorge. Für krebskranke Kinder und deren Familien hat sie sehr viel getan und wesentliche Impulse gesetzt. Zur Gründung des Waldpiraten-Camps in Heidelberg hat die heute 77-Jährige mit ihrem Fachwissen entscheidend beigetragen.

Die Geehrte wurde in Lampertheim geboren und machte ihr Abitur am Wirtschaftsgymnasium in Heidelberg. Ihr Studium der Soziologie und Psychologie an der Universität Heidelberg schloss sie 1972 erfolgreich ab. Von 1973 bis 1980 war sie beim Zentralinstitut für Seelische Gesundheit in Mannheim als wissenschaftliche Mitarbeiterin beschäftigt, ehe sie bis 2001 in der Abteilung Psychosoziale Nachsorge am Universitätsklinikum Heidelberg tätig war. Bereits 1982 gründete sie gemeinsam mit betroffenen Eltern den Verein „Aktion für krebskranke Kinder Heidelberg“, dessen Vorstand sie über viele Jahre angehörte. Eltern wurden ab sofort aktiv in die Pflege und Überwachung der Therapie ihrer kranken Kinder eingebunden – zu dieser Zeit ein Novum. Im Jahr 1991 promovierte sie an der Universität-Gesamthochschule Kassel im Fachbereich Sozialwesen. Bis zum Eintritt in den Ruhestand war Dr. Häberle von 2001 bis 2009 als freiberufliche Psychotherapeutin tätig.

Auch bundesweit ist Dr. Häberle aktiv: 1984 hat sie in Heidelberg ein erstes Treffen von Elterngruppen organisiert. Nahezu zeitgleich startete sie mit Seminaren für Familien, die bis heute unter ihrer Leitung in Heidelberg veranstaltet werden. Die Geehrte war von 2003 bis 2014 Kuratoriumsmitglied der Deutschen Kinderkrebsstiftung und wirkte wesentlich bei der Konzeption des Waldpiraten-Camps in Heidelberg mit. Die Freizeiteinrichtung hilft krebskranken Kindern, Mut und Kraft zu tanken und in den Alltag zurückzufinden. Zudem initiierte Dr. Häberle bundesweite Fachtagungen und rief „PädOnkSeminare“ ins Leben, die zu einem wichtigen Baustein in der Aus- und Weiterbildung für Mitarbeiter in der pädiatrischen Onkologie wurden. Mit einer Reihe von Veröffentlichungen hat sie zum besseren Verständnis der Situation von Familien mit einem krebskranken Kind beigetragen.

Text: Stadt Heidelberg Foto: Philipp Rothe


Heidelberg und Palo Alto schließen Vertrag zur Städtepartnerschaft

Vereinbarung bei Festabend im Rathaus unterzeichnet / OB Prof. Würzner: „Großer Gewinn für unsere Stadt“

Heidelbergs Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner (links) und Greg Scharff, Bürgermeister von Palo Alto, mit dem unterzeichneten Städtepartnerschaftsvertrag.

Palo Alto in den USA ist neue Partnerstadt von Heidelberg: Prof. Dr. Eckart Würzner, Oberbürgermeister von Heidelberg, und Palo Altos Bürgermeister Greg Scharff haben am Donnerstag, 28. September 2017, bei einem Festabend im Heidelberger Rathaus den Partnerschaftsvertrag unterzeichnet. „Das ist ein wunderbarer Tag für beide Städte. Heidelberg und Palo Alto können auf ihrem gemeinsamen Weg in die Zukunft viel voneinander lernen. Palo Alto gehört zu den weltweit führenden Städten in den Bereichen Smart Cities sowie Forschung und Innovation. Die Städtepartnerschaft mit Palo Alto birgt enorme Potenziale für Heidelberg und ist ein großer Gewinn für unsere Stadt. Jetzt wollen wir diese neue Partnerschaft durch gegenseitige Besuche und Austausche mit viel Leben füllen“, sagte Oberbürgermeister Prof. Würzner. Palo Alto im US-Bundesstaat Kalifornien gilt als Hauptstadt des IT- und Hightech-Standortes Silicon Valley.

„Ich möchte mich für den sehr herzlichen Empfang in Heidelberg bedanken. Es ist wichtig, dass Städte und Länder direkt miteinander kooperieren und in Verbindung stehen. Es ist für uns eine große Ehre, am heutigen Tag die Städtepartnerschaft mit Heidelberg zu unterzeichnen – auf eine herausragende Freundschaft“, sagte Palo Altos Bürgermeister Greg Scharff.

„Ich freue mich sehr über die Städtepartnerschaft zwischen Palo Alto und Heidelberg, denn in beiden Städten stehen Bildung, Forschung und Innovation an vorderster Stelle. Für SAP und die gesamte Rhein-Neckar-Region ist es wichtig, sich in einem Netzwerk von unterschiedlichsten Partnern auszutauschen, um gemeinsam innovative Kräfte freizusetzen“, sagte Festredner Luka Mucic, Vorstandsvorsitzender des Vereins Zukunft Metropolregion Rhein-Neckar e.V. und Finanzvorstand der SAP SE. Am SAP-Entwicklungsstandort in Palo Alto arbeiten rund 3.000 Menschen.

Palo Alto: „Hauptstadt“ des IT- und Hightech-Standortes Silicon Valley

Heidelberg und Palo Alto im US-Bundesstaat Kalifornien haben viele Gemeinsamkeiten: Beide Städte sind wissenschaftlich geprägt, verfügen über innovative Unternehmen und Forschungseinrichtungen und arbeiten stark an ihrer Weiterentwicklung für die Zukunft im Sinne einer Smart City, einer intelligent vernetzten Stadt. Palo Alto hat rund 67.000 Einwohner und liegt etwa 50 Kilometer südlich von San Francisco. Die international renommierte Stanford Universität ist dort ebenfalls angesiedelt wie international bekannte Forschungseinrichtungen wie das Palo Alto Research Center und das Foresight Institute. Die Stadt ist zudem Hauptsitz zahlreicher Unternehmen aus dem IT-Bereich wie Hewlett Packard und dem aufstrebenden Hersteller von Elektroautos Tesla.

Schwerpunkte bei Smart City, Wissenschaft, Klimaschutz, Wirtschaft und Jugend

Die Städtepartnerschaft mit Palo Alto soll vor allem die Schwerpunkte Smart City, Forschung und Wissenschaft, Klima und Umwelt, Wirtschaft, Jugendaustausch und Kultur umfassen. Heidelberg und Palo Alto tauschen sich bereits seit 2013 im Rahmen einer „Smart City Alliance“ regelmäßig aus. „Aus strategischen Partnern werden mit dem heutigen Tag Freunde. Wir wollen gemeinsam an der Speerspitze der Entwicklung einer nachhaltigen, innovativen und digital vernetzten Welt stehen“, erklärte Oberbürgermeister Prof. Würzner: „Gerade die Städte erarbeiten im Bereich der Digitalisierung Maßnahmen für globale Lösungsansätze. Deshalb ist es wichtig, dass sich Städte zusammenschließen, austauschen und international Gehör verschaffen. Mit unserem transatlantischen Bündnis mit Palo Alto setzen wir gerade jetzt ein wertvolles Zeichen für internationale Zusammenarbeit und gegen Abschottung.“

Die Gäste aus Palo Alto erhielten zur neuen Städtepartnerschaft ein besonderes Geschenk überreicht: das Schild für einen Platz im neuen Heidelberg Innovation Park (HIP) auf der Konversionsfläche Patton Barracks, der nach Palo Alto benannt werden soll. Vor der Unterzeichnung des Vertrages hatten in den vergangenen Monaten bereits die Gemeinderäte beider Städte einer Partnerschaft zugestimmt. Die Delegation aus Palo Alto kann die neue Partnerstadt Heidelberg in den kommenden Tagen gleich noch besser kennenlernen: Bürgermeister Scharff und City Manager James Keene werden am morgigen Samstag, 30. September, gemeinsam mit Oberbürgermeister Prof. Würzner und einer Delegation aus Heidelbergs Partnerstadt Kumamoto das Stadtfest Heidelberger Herbst eröffnen. Die japanischen Gäste sind anlässlich des 25-jährigen Bestehens der Partnerschaft mit Heidelberg zu Besuch.

Siebte Partnerstadt Heidelbergs

Palo Alto ist damit die siebte Partnerstadt Heidelbergs nach Montpellier in Frankreich (seit 1961), Cambridge in Großbritannien (seit 1965), Rehovot in Israel (seit 1983), Bautzen in Deutschland (seit 1991), Simferopol auf der Halbinsel Krim (seit 1991) und Kumamoto in Japan (seit 1992). Palo Alto ist die erste Partnerstadt Heidelbergs jenseits des Atlantiks.

Text: Stadt Heidelberg Foto: Philipp Rothe

Vernissage der Ausstellung „Verführendes Licht“

Künstler aus Kumamoto präsentiert ab 4. Oktober Werke im Rathaus zum Jubiläum der Städtepartnerschaft

Anlässlich des Bestehens der 25-jährigen Städtepartnerschaft zwischen Heidelberg und Kumamoto präsentiert der japanische Künstler Tetsuro Kimura seine Ausstellung mit dem Titel „Verführendes Licht“ in Heidelberg. Am Mittwoch, 4. Oktober 2017, ab 18 Uhr findet die Vernissage im Foyer des Rathauses, Marktplatz 10, statt. Nach der offiziellen Begrüßung durch Bürgermeister Wolfgang Erichson werden Hans-Jürgen Howoldt vom Heidelberger Freundeskreis Kumamoto e.V. und der Künstler das Konzept der Ausstellung vorstellen. Die Werke können anschließend bis einschließlich Freitag, 20. Oktober 2017, zu den regulären Öffnungszeiten des Rathauses – montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr – im Foyer besichtigt werden.

Werke spiegeln Verbindung der Partnerstädte wider

Die überwiegend bunten Bilder des Künstlers befassen sich mit den Befindlichkeiten des Menschen und seiner Umgebung. Die Malereien sollen die Freude am Leben, die Verbindung zwischen den Menschen und die Magie des Lichts thematisieren. Damit spiegeln die Werke Kimuras auch die Verbindung der beiden Partnerstädte wider: Seit 1992 der Partnerschaftsvertrag unterzeichnet wurde findet ein lebhafter Austausch zwischen Heidelberg und Kumamoto statt. Dieser reicht von Delegationsbesuchen bis hin zu Jugendbegegnungen und Bürgeraktivitäten in den Bereichen Medizin, Kultur, Sport, Bildung und vielen anderen. Vor allem die für Kumamoto wichtigsten Wirtschaftszweige der Hightech-Industrie und der Biotechnologie verbinden die japanische Inselstadt mit der Wissenschaftsstadt Heidelberg. Noch bis 2. Oktober ist eine Delegation aus Kumamoto zu Gast in Heidelberg, um die Städtepartnerschaft unter anderem beim Stadtfest Heidelberger Herbst hochleben zu lassen.

Früh mit Malerei in Berührung gekommen

Der in Sagara im Regierungsbezirk Kumamoto geborene Maler ist eng mit Heidelbergs Partnerstadt Kumamoto verbunden und hat dort den größten Teil seines Lebens verbracht. Im Jugendalter kam er erstmals mit der Malerei in Berührung. „Als ich 16 Jahre alt war, besuchte ich eine Ausstellung der Wiener Schule des phantastischen Realismus. Ich war tief bewegt und beeindruckt von den gezeigten Werken. Vier Jahre später entschied ich, Maler zu werden und begann mich ernsthaft mit Malerei zu beschäftigen“, sagt Kimura. Seitdem ist er als Künstler tätig und präsentiert seine Werke auch in anderen Städten Europas, unter anderem in Wien.

Stadt Heidelberg

Amtliches Endergebnis der Bundestagswahl vom 24. September 2017 im Wahlkreis 274 Heidelberg

Der Kreiswahlausschuss hat in seiner Sitzung am 29. September 2017 für den Wahlkreis 274 Heidelberg das endgültige amtliche Wahlergebnis festgestellt. Der stellvertretende Kreiswahlleiter, Bürgermeister Wolfgang Erichson, teilte das Ergebnis mit und bedankte sich bei den über 2.500 ehrenamtlichen Wahlhelferinnen und Wahlhelfern. Gegenüber dem am Wahlabend bekannt gegebenen vorläufigen Endergebnis bestehen nur geringe Abweichungen.

Wahlberechtigte    217.934
Wähler/innen        179.138    82,2 %

Erststimmen
Ungültig            1.568    0,88 %
Gültig            177.570     99,12 %

Für die einzelnen Bewerber/innen abgegebene gültige Erststimmen (analog der Reihenfolge auf dem amtlichen Stimmzettel):

1    Prof. h.c. Dr. Lamers, Karl (CDU)    58.019    32,67 %
2    Binding, Lothar (SPD)            46.219    26,03 %
3    Dr. Brantner, Franziska (GRÜNE)    29.664    16,71 %
4    Nusser, Dennis (FDP)            11.769    6,63 %
5    Kaufmann, Malte (AfD)             15.803    8,90 %
6    Mirow, Sahra (DIE LINKE)        10.751    6,05 %
7    Schestag, Alexander (PIRATEN)    1.174    0.66 %
8    Barutta, Bernhard (FREIE WÄHLER)    1.792    1,01 %
9    Schweigert, Bernhard (MLPD)        196    0,11 %
10    Leuzinger, Björn (Die PARTEI)        2.183    1,23 %

Zweitstimmen
Ungültig         1.306        0,73 %
Gültig            177.832    99,27 %

Für die einzelnen Landeslisten abgegebene gültige Zweitstimmen (analog der Reihenfolge auf dem amtlichen Stimmzettel):

1    CDU            53.138    29,88 %
2    SPD            32.806    18,45 %
3    GRÜNE        30.491    17,15 %
4    FDP            22.556    12,68 %
5    AFD            16.850    9,48 %
6    DIE LINKE        14.812    8,33 %
7    PIRATEN        734    0,41 %
8    NPD            303    0,17 %
9    Tierschutzpartei    1.151    0,65 %
10    FREIE WÄHLER    990    0,56 %
11    ÖDP            386    0,22 %
12    MLPD            83    0,05 %
13    Tierschutzallianz    389    0,22 %
14    BGE            297    0,17 %
15    DiB            388    0.22 %
16    DKP            40    0,02 %
17    DM            199    0,11 %
18    DIE RECHTE        24    0,01 %
19    MENSCHLICHE WELT    167    0,09 %
20    Die PARTEI        1.780    1,00 %
21    V-Partei3        248    0,14 %

Prof. h.c. Dr. Karl Lamers (CDU) hat die meisten Erststimmen auf sich vereinigt und ist somit als Wahlkreisabgeordneter im Wahlkreis 274 gewählt.

Ausführliche Informationen rund um die Bundestagswahl und die detaillierten Ergebnisse sind im Internet unter www.heidelberg.de/wahlen und im aktuellen Stadtblatt vom 27. September 2017 zu finden.

Stadt Heidelberg


Stadtgeschichte im Gehen: Heidelberg vor 1700

Führungen mit Michael Buselmeier und Hans-Martin Mumm

Heidelberg vor dem Jahr 1700 steht im Zentrum der neuen Führungen in der Reihe Stadtgeschichte im Gehen mit Michael Buselmeier und Hans-Martin Mumm. Bauten, Strukturen und Details aus der Zeit vor der Stadtzerstörung von 1693 sind in Heidelberg in großer Zahl zu entdecken.

Die Führungen finden jeweils sonntags um 11 Uhr statt und dauern zwei bis zweieinhalb Stunden. Bei der Führung zur Oberen Burg ist festes Schuhwerk erforderlich. Die dritte und vierte Führung enden an anderer Stelle als der Treffpunkt, sodass die Anfahrt mit Bahn oder Bus ratsam ist. Die Teilnahme kostet fünf Euro.

Die Termine im Überblick:

  • Altstadt und Peterskirche 8. Oktober 2017, Treffpunkt: Heuscheuer, Ecke Marstallstraße
  • Schloss und Schlossgarten 15. Oktober 2017, Treffpunkt: Elisabethentor am Stückgarten
  • Obere Burg und Plättelsweg 29. Oktober 2017, Treffpunkt: Bergbahnstation Molkenkur
  • Neuburg, Ziegelhausen, Laurentiuskapelle Schlierbach 5. November 2017, Treffpunkt: Klostereingang am Stiftweg

Veranstalter ist der Heidelberger Geschichtsverein in Zusammenarbeit mit der UNESCO City of Literature Heidelberg / dem Kulturamt der Stadt Heidelberg.

Stadt Heidelberg


Stadtteilbüro Boxberg nimmt Arbeit auf - Offizielle Eröffnungsfeier am Dienstag, 24. Oktober

Für die Bewohnerinnen und Bewohner des Boxbergs gibt es eine neue zentrale Anlaufstelle: das Stadtteilbüro im Nahversorgungszentrum, Boxbergring 12-16. Hier können interessierte Bürgerinnen und Bürger zusammenkommen, um Projekte anzustoßen, Netzwerke zu schaffen und ihr Engagement für den Boxberg zu bündeln. Das Stadtteilbüro ist Herzstück und zugleich Arbeitsort des Stadtteilmanagements Boxberg, das seit Mitte 2017 im Auftrag der Stadt vom Internationalen Bund (IB) betrieben wird.

In den vergangenen Wochen hat das Team des Stadtteilmanagements die neuen Räume fertig hergerichtet und die Arbeit vor Ort ins Rollen gebracht. Nun soll das Stadtteilbüro offiziell eröffnet werden: Am Dienstag, 24. Oktober 2017, 16 Uhr findet die Eröffnungsfeier statt. Alle Bewohnerinnen und Bewohner des Bergstadtteils sind herzlich dazu eingeladen.

Erster Bürgermeister Jürgen Odszuck wird zum Auftakt der Eröffnungsfeier die Gäste begrüßen, anschließend wird Rüdiger Albert, Betriebsleiter des IB Bildungszentrums Heidelberg, einige Worte an die Besucherinnen und Besucher richten. Danach gibt es Gelegenheit, die Räume des Stadtteilbüros zu besichtigen und mit dem Team des Stadtteilmanagements ins Gespräch zu kommen. Zudem können sich die Gäste im Rahmen eines kleinen Wettbewerbs an der Namenssuche für das neue Stadtteilbüro beteiligen. Für Essen und Getränke ist gesorgt, für die Kinder werden Spielmöglichkeiten angeboten.

Stadtteilbüro Boxberg

Das Stadtteilbüro Boxberg im Nahversorgungszentrum, Boxbergring 12-16, ist derzeit wie folgt geöffnet: montags 14 bis 17 Uhr, dienstags 8.30 bis 11.30 Uhr, mittwochs 14 bis 17 Uhr, freitags 8.30 bis 11.30 Uhr und samstags 10 bis 13 Uhr. Die Räume sind barrierefrei zugänglich. Ansprechpartnerinnen vor Ort sind die Stadtteilmanagerinnen Allegra Peiffer und Dorothea Malik. Ziel des Stadtteilmanagements ist es, den Boxberg zusammen mit seinen Bewohnerinnen und Bewohnern in kultureller, sozialer, städtebaulicher und ökonomischer Hinsicht weiterzuentwickeln.

Stadt Heidelberg


Heidelberger Expertise ist gefragt: Jagoda Marinić in Jury der Bundeskulturstiftung berufen

Die Kulturstiftung des Bundes startet mit „360°“ das bisher größte Förderprogramm für die diversitätsorientierte Öffnung von Kultureinrichtungen in den Bereichen Programmangebot, Publikum und Personal. Für die Auswahl der Projekte wird eine sechsköpfige Jury zuständig sein, in die auch Jagoda Marinić berufen wurde.

Bürgermeister Wolfgang Erichson sagte: „Ich sehe in der Berufung auch eine Auszeichnung für die Stadt Heidelberg und ihre beispielhafte Arbeit. Mit dem Aufbau des Interkulturellen Zentrums als städtische Einrichtung im Rahmen des International Welcome Center Heidelberg wurde ein interkultureller Ort der Begegnung geschaffen, der diese Ziele exemplarisch vorlebt. Gleichzeitig ist die städtische Verankerung ein gelungenes Beispiel für die interkulturelle Öffnung von Kommunen. Jagoda Marinić, die den Prozess der Gründung und des Aufbaus des Interkulturellen Zentrums an der Schnittstelle zwischen Stadtverwaltung, interkultureller Programmarbeit und freien Akteuren maßgeblich mitgestaltet hat, ist nunmehr als Expertin gefragt, ähnliche Projekte mit auf den Weg zu bringen.

Mit „360°“ – einem Fonds für Kulturen der neuen Stadtgesellschaft – unterstützt die Kulturstiftung des Bundes Institutionen aus den Sparten Kunst, Musik, Darstellende Künste, Literatur, Architektur, Neue Medien und verwandte Formen sowie spartenübergreifende Institutionen und kunst- und kulturhistorische Museen, die sich in ihrem Feld mit Fragen der Gegenwart befassen, die gesamte Gesellschaft in den Blick zu nehmen: Einwanderung und kulturelle Vielfalt sollen als ebenso chancenreiches wie kontroverses Zukunftsthema aktiv in das eigene Haus und in die Stadtgesellschaft getragen und strukturelle Ausschlüsse im Kulturbetrieb vermindert werden. Der Fonds soll eine große Bandbreite von Ansatzpunkten, Strategien und Methoden fördern, die in exemplarischer Weise aufzeigen, wie Institutionen – thematisch und personell – ihr Potenzial zur Mitgestaltung der neuen Stadtgesellschaft wirksam entfalten können.“

Hinweis: Weitere Informationen gibt es unter http://www.kulturstiftung-des-bundes.de

Stadt Heidelberg


Ab 1. Oktober 2017 gilt der neue Mietspiegel

Am 1. Oktober 2017 tritt der neue Mietspiegel in Kraft. Er gilt dann bis zum 30. September 2019. Damit legt die Stadt Heidelberg den zehnten Mietspiegel seit 1998 vor. Der Verband der Haus-, Wohnungs- und Grundeigentümer Heidelberg und Umgebung e.V. und der Mieterverein Heidelberg und Umgebung e.V. haben dem Mietspiegel zugestimmt. Da er außerdem nach anerkannten wissenschaftlichen Grundsätzen erstellt wurde, ist es auch diesmal wieder ein qualifizierter Mietspiegel.

Mietspiegel sind anerkannte Grundlage für die Ermittlung der ortsüblichen Vergleichsmiete bei den Vertretern der Vermieter, den Vertretern der Mieter sowie bei den mit Mietangelegenheiten befassten Gerichten und werden mittlerweile von vielen Städten erstellt. Die bisherigen Erfahrungen mit dem Mietspiegel werden von Verbänden und Gerichten sehr positiv beurteilt.

Der Mietspiegel 2017 basiert auf einer Fortschreibung mit dem Verbraucherpreisindex für Deutschland (sogenannte Indexfortschreibung). Sein Zustandekommen wurde von einem fach- und sachkundigen Beirat begleitet.

Gegenüber 2015 sind die Nettokaltmieten um durchschnittlich 1,87 Prozent gestiegen. Die durchschnittliche Mietspiegel-Miete in Heidelberg beträgt nun 8,56 Euro pro Quadratmeter gegenüber 8,40 Euro pro Quadratmeter 2015.

Broschüre und CD-ROM ab 1. Oktober erhältlich

Der Mietspiegel 2017 ist ab dem 1. Oktober als Broschüre und auf CD-ROM erhältlich. Die CD enthält neben der Mietspiegelbroschüre auch einen Mietspiegelrechner, der die Ermittlung der ortsüblichen Vergleichsmiete deutlich vereinfacht. Die Mietspiegelbroschüre 2017 steht auf der Internetseite der Stadt Heidelberg www.heidelberg.de zum Herunterladen bereit. Informationen zum Mietspiegel gibt es im Technischen Bürgeramt, Prinz Carl, Kornmarkt 1, Telefon 06221 58-25100 und 58-25110.

Die Broschüre „Mietspiegel 2017“ ist für fünf Euro, die CD für zehn Euro (bei Versand zuzüglich Versandkosten) erhältlich bei allen Bürgerämtern, beim Mieterverein Heidelberg und Umgebung e.V., Poststraße 46, 69115 Heidelberg, und bei Haus & Grund, Rohrbacher Straße 43, 69115 Heidelberg. Mieter und Vermieter können sich außerdem beim Mieterverein oder bei Haus & Grund beraten lassen.

Ergänzend: www.heidelberg.de > Leben > Wohnen > Mietspiegel

Stadt Heidelberg


Freiwillige für mehrfache Blutspenden ausgezeichnet

Ehrung mit Ehrennadeln des Deutschen Roten Kreuzes

Stadtrat Werner Pfisterer (links) und Jürgen Wiesbeck (rechts), Vorsitzender des DRK-Ortsvereins Heidelberg, ehrten Arie-Michael Krüger (2. von links) und Dieter Schiedl für ihr Engagement bei der Blutspende.

Stadtrat Werner Pfisterer und Jürgen Wiesbeck, Vizepräsident des DRK-Kreisverbandes Rhein-Neckar/Heidelberg und Vorsitzender des DRK-Ortsvereins Heidelberg, haben am 25. September 2017 mehrmalige Blutspender für ihr freiwilliges und unentgeltliches Engagement ausgezeichnet. „Jede Blutspende kommt Menschen zugute, die nach einem Unfall oder während einer schweren Operation dringend auf eine Bluttransfusion angewiesen sind oder die Blutplasma oder ein aus Blutprodukten hergestelltes Medikament brauchen. In eine solche Situation kann jeder von uns geraten. Und wir alle möchten dann, dass uns schnell sowie mit allen erforderlichen Mitteln geholfen wird. Sie tun das Ihre, damit genau dies möglich wird“, sagte Werner Pfisterer bei einer kleinen Feier im Rathaus zu den Geehrten. Er überreichte die Ehrennadeln in Vertretung von Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner, dem Vorsitzenden des DRK-Kreisverbandes Rhein-Neckar/Heidelberg.

„Die Gesamtzahl der Menschen, die Blut spenden, wird nicht zuletzt aufgrund der demografischen Entwicklung und der sinkenden Anzahl junger Menschen, die zur Blutspende bereit sind, immer weniger. Das ist ein zunehmendes Problem bei der Deckung des Blutbedarfs. Wir alle sind daher auf Ihre Unterstützung angewiesen und freuen uns über jeden, den wir gemeinsam für eine Blutspende gewinnen können“, betonte Jürgen Wiesbeck die Wichtigkeit von Blutspenden bei der Hilfe und Rettung kranker und schwerverletzter Personen. Bei schweren Notfalloperationen seien beispielsweise bis zu 40 Blutbeutel von Spendern erforderlich, veranschaulichte Wiesbeck.

Rund 50 Liter Blut gespendet

Dieter Schiedl erhielt bei der Ehrung im Rathaus für 100 Blutspenden die Ehrennadel in Gold mit goldenem Eichenkranz. Der Heidelberger spendete erstmals im Alter von 19 Jahren Blut – seither ging er, mit Unterbrechungen, teilweise bis zu sechsmal im Jahr zur Blutspende. Der Geehrte hat damit in seinem Leben bislang circa 50 Liter Blut gespendet. Arie-Michael Krüger wurde für 25 Blutspenden mit der Ehrennadel in Gold mit Lorbeerkranz ausgezeichnet.

Insgesamt haben zwischen November 2015 und Oktober 2016 in Heidelberg 16 Bürgerinnen und Bürger eine Blutspende geleistet, für die sie nun vom Deutschen Roten Kreuz mit Ehrennadeln und Urkunden geehrt werden – für ihre jeweils 10., 25. oder 100. Blutspende. Mit Blutspenden leisten Freiwillige wichtige Beiträge zur Rettung und Hilfe kranker und schwerverletzter Mitmenschen. Das DRK würdigt mit der Auszeichnung die Bereitschaft zu wiederholten Blutspenden.

Text: Stadt Heidelberg Foto: Phillip Rothe


Statt „Elterntaxi“: einfach mal zu Fuß zur Schule

Über 2.500 Grundschülerinnen und -schüler beteiligen sich am „Zu-Fuß-zur-Schule-Monat“ in Heidelberg

Die Stadt Heidelberg will fördern, dass Kinder zur Schule laufen. So lernen sie, sich im Wohnumfeld zu orientieren. Sie entwickeln durch das regelmäßige Training mehr Sicherheit im Straßenverkehr.

Einfach mal zur Schule laufen statt mit dem „Elterntaxi“ chauffiert werden: Über 2.500 Grundschülerinnen und Grundschüler von 13 Schulen beteiligen sich in Heidelberg im Oktober wieder am „Zu-Fuß-zur-Schule-Monat“. Damit macht die Mehrzahl der Heidelberger Grundschulen auf Einladung von Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner bei dem Projekt mit. Ziel der internationalen Kampagne ist es, Kindern sowie Eltern das Selbstverständliche und Naheliegende wieder näherzubringen: Den täglichen Schulweg zu Fuß zurückzulegen und den Spaß an der Bewegung fördern.

Die Kampagne wird an den Grundschulen in den Stadtteilen mit einer großen Bandbreite an Aktivitäten begleitet. Die Kinder beschäftigen sich zum Beispiel mit Klimaschutz im Alltag, sammeln „Kindermeilen“ in einem sogenannten Laufpass oder erfahren von ihren Großeltern, wie die Schulwege früher waren.

Bewegung an der frischen Luft fördert die körperliche und geistige Entwicklung

Die Kinder zum Laufen zu motivieren ist nur ein Baustein. Genauso wichtig ist es aus Sicht der Stadt Heidelberg, die Eltern zu sensibilisieren. Ein Brief informiert die Eltern über die Vorteile, wenn Kinder Wege zu Fuß zurücklegen:

  • Regelmäßige Bewegung an der frischen Luft fördert die körperliche und geistige Entwicklung.
  • Laufen macht Kinder wacher, aufmerksamer und steigert die Konzentrationsfähigkeit.
  • Die Kinder lernen, sich im Wohnumfeld zu orientieren.
  • Sie entwickeln durch das regelmäßige Training mehr Sicherheit im Straßenverkehr.
  • Der gemeinsame Weg fördert die soziale Kompetenz, Kontakte und Freundschaften.
  • Die Reduzierung des Autoverkehrs im Umfeld der Schule erhöht die Sicherheit für alle Kinder; zusätzlich dient es dem Umwelt- und Klimaschutz.

Der „Zu-Fuß-zur-Schule-Monat“ wird unterstützt vom Agenda-Büro des Amtes für Umweltschutz, Gewerbeaufsicht und Energie. Weitere Informationen gibt es online unter www.heidelberg.de/nachhaltig > Projekte.

Text: Stadt Heidelberg Foto: Peter Dom


Heidelberg stellt seine „Wissensstadt der Zukunft“ bei Immobilienmesse Expo Real in München vor

Vision für knapp 100 Hektar großes Patrick-Henry-Village im Fokus / Internationales Fachpublikum vor Ort

Spektakuläre Vision: Das Patrick-Henry-Village in Heidelberg soll zu einem Modell für die Wissensstadt der Zukunft werden.

München/Heidelberg - Das Patrick-Henry-Village (PHV) lag jahrzehntelang abgeschottet am Heidelberger Stadtrand. Nun rückt die ehemalige Wohnsiedlung der US-Armee ins Zentrum der Aufmerksamkeit. Die Stadt Heidelberg und ihre Partner präsentieren auf Europas größter Immobilienmesse Expo Real in München (4. – 6. Oktober 2017) dem internationalen Fachpublikum ihre großen Stadtentwicklungsprojekte – mit einem besonderen Fokus auf PHV. Seit März 2017 gibt es für die fast 100 Hektar große Fläche eine spektakuläre Entwicklungsvision als „Wissensstadt der Zukunft“, die in der Fachwelt für Aufsehen sorgt. Neben PHV zeigt die Stadt Heidelberg am Gemeinschaftsstand der Metropolregion Rhein-Neckar (Halle C1, Stand 130) auch den aktuellen Entwicklungsstand auf seinen weiteren Konversionsflächen und im neuen Stadtteil Bahnstadt – dem weltweit größten Passivhausquartier.

„Heidelberg entwickelt sich aktuell in einem enormen Tempo. Mit der Bahnstadt und den ehemaligen Flächen der US-Armee gestalten wir rund 300 Hektar neu. Wir sind eine wachsende Stadt mit einem hohen Bedarf an Wohnungen und Flächen für innovative Unternehmen. Beim Planen und Bauen suchen wir Lösungen, die beispielhaft für urbanes Leben im 21. Jahrhundert sein sollen: digital vernetzt, energieeffizient, ressourcenschonend und mit einer hohen Lebensqualität“, sagt Heidelbergs Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner.

PHV: Leuchtturmprojekt der Internationalen Bauausstellung

Ein besonderes Leuchtturmprojekt ist die Entwicklung des Patrick-Henry-Village (97 Hektar), mit dem sich die Internationale Bauausstellung (IBA) Heidelberg intensiv befasst. Seit März 2017 liegt hierfür eine spektakuläre Vision für eine „Wissensstadt der Zukunft“ vor. Der international renommierte Städtebauer Kees Christiaanse (u.a. Hafen-City Hamburg) hat hierfür Ideen und Ansätze weiterer weltweit tätiger Fachkollegen zusammengeführt. Das PHV könnte demnach Arbeits- und Wohnraum für 10.000 bis 15.000 Menschen und ein Modellort für den Einsatz digitaler Technologien, innovativer Mobilitätskonzepte sowie klimaneutraler Energieversorgung werden.

Das Interesse der Fachwelt an den Planungen für PHV und die „Wissensstadt der Zukunft“ ist sehr groß. Deshalb sind die Stadt Heidelberg und die Internationale Bauausstellung (IBA) eingeladen worden, eine spezielle Ausstellungsfläche auf der Messe zum Thema Urbanisierung mitzugestalten: Auf dem „Intelligent Urbanization Forum“ (Halle C1, Stand 442) werden richtungsweisende Prozesse in der Stadtentwicklung vorgestellt – PHV wird dabei als Modellfall behandelt. Kees Christiaanse hält am Mittwoch, 4. Oktober, 10 Uhr, die Eröffnungsrede. Anschließend nimmt Oberbürgermeister Prof. Würzner um 11 Uhr an einer Podiumsdiskussion zum Thema „Zukunftsperspektiven der Stadtplanung“ teil.

Weitere Konversionsflächen: Patton Barracks, Mark-Twain-Village, US Hospital

Neben PHV entwickelt Heidelberg aktuell noch drei weitere ehemalige US-Flächen. Auf den Patton Barracks (15 Hektar) im Stadtteil Kirchheim wächst der Heidelberg Innovation Park (HIP) – ein Hot-Spot für Unternehmen aus den Bereichen IT, digitale Medien, Bioinformatik und Design. Hinzu kommt eine Großsporthalle für bis zu 5.000 Zuschauer und ein Entwicklungszentrum für Startups aus dem Bereich Organische Elektronik.

Bereits weit vorangeschritten ist die Entwicklung auf Mark-Twain-Village/Campbell Barracks (43 Hektar). Bei der Entwicklung der weitgehend denkmalgeschützten Bausubstanz der Campbell Barracks rund um den zentralen Paradeplatz geht die Stadt gemeinsam mit der IBA Heidelberg einen neuen Weg: Das Areal soll vor allem über die Freiräume und Grünflächen entwickelt werden. Unter dem Titel „Der andere Park“ entwerfen sieben internationale Büros bis Jahresende 2017 Vorschläge. In ehemalige Wohnhäuser der US-Armee im Mark-Twain-Village sind seit Sommer 2016 vor allem junge Familien in die ersten knapp 100 fertigen Wohnungen gezogen. Insgesamt entstehen in dem Areal über 1.300 Wohnungen – 70 Prozent davon im preiswerten Segment. Auch auf US Hospital (9 Hektar) entsteht vor allem Wohnraum: etwa 600 Einheiten rund um einen fast 8.000 Quadratmeter großen Park.

Bahnstadt: Weltweit größtes Passivhausquartier

Die neue Bahnstadt ist Heidelbergs jüngster Stadtteil. Er hat sich mit seiner durchgehenden Passivhausbauweise bereits international einen Namen als „Null-Emissionsstadtteil“ gemacht und wächst kontinuierlich. Rund 6.500 bis 6.800 Menschen werden später in dem Gebiet leben, hinzu kommen etwa 5.000 bis 6.000 Arbeitsplätze, vor allem in Forschung und wissenschaftsbasierten Unternehmen. Bundesbauministerin Barbara Hendricks urteilte bei einem Besuch: „Die Bahnstadt hat Modellcharakter. Durchgehende Passivhaus-Bauweise, ein Energiekonzept, das komplett auf regenerative Energien setzt, oder das Fahrrad als Leitverkehrsmittel – dieser Rahmen ist beispielhaft für eine umweltfreundliche und ökologische Stadtentwicklung.“

Das Areal ist mit 116 Hektar größer als die Heidelberger Altstadt. Es liegt auf dem Gelände des früheren Güterbahnhofes. Der Hauptbahnhof ist wenige Gehminuten entfernt, in die Altstadt sind es zehn Minuten mit Fahrrad oder Straßenbahn. Hightech-Unternehmen, eine Hochschule, Hotels, Kinderbetreuungseinrichtungen, eine Kultur- und Veranstaltungseinrichtung und Einzelhändler sind vor Ort. Mit dem Bau von B³ – einem Komplex mit Grundschule, Kita und einem Bürgerzentrum – und eines Multiplex-Kinos stehen zwei weitere Großvorhaben kurz vor dem Abschluss.

Weitere Informationen:

Bahnstadt: www.heidelberg-bahnstadt.de

Patrick-Henry-Village: http://www.iba.heidelberg.de/deutsch/projekte/entwicklungsvision-phv.html

Konversion Heidelberg: http://www.heidelberg.de/Konversion,Lde/150136.html

Text: Stadt Heidelberg Foto: KCAP Architects and Planners

Prof. h. c. Dr. Karl Lamers (CDU) gewinnt Direktmandat

Die Ergebnisse im Bundestags-Wahlkreis 274 Heidelberg

Heidelberg - Der Heidelberger CDU-Kandidat Prof. h. c. Dr. Karl Lamers hat bei der Bundestagswahl am 24. September 2017 mit 32,7 Prozent der Stimmen das Direktmandat im Wahlkreis 274 Heidelberg gewonnen.

SPD-Kandidat Lothar Binding kam auf 26,0 Prozent der Stimmen. Die Kandidatin der Grünen, Dr. Franziska Brantner, konnte 16,7 Prozent der Stimmen auf sich vereinigen. Malte Kaufmann (AfD) erhielt 8,9 Prozent, der Kandidat der FDP, Dennis Nusser, 6,6 Prozent. Die Kandidatin der Partei Die Linke, Sahra Mirow, erhielt 6,1 Prozent. Björn Leuzinger (Die PARTEI) kam auf 1,2 Prozent, Bernhard Barutta von den Freien Wählern auf 1,0 Prozent, Alexander Schestag (Piraten) erreichte 0,7 Prozent und Bernhard Schweigert von der Marxistisch-Leninistischen Partei Deutschlands (MLPD) 0,1 Prozent.

Zweitstimmen

Bei den Zweitstimmen ergibt sich das folgende vorläufige Endergebnis im Wahlkreis 274 Heidelberg: CDU 29,9 Prozent, SPD 18,5 Prozent, Grüne 17,2 Prozent, FDP 12,7 Prozent, AfD 9,5 Prozent, Die Linke 8,3 Prozent. Alle anderen Wahlvorschläge erreichten zusammen 4,0 Prozent.

Die Wahlbeteiligung im Wahlkreis 274 lag bei 82,2 Prozent und damit deutlich höher als 2013 (77,9 Prozent).

Das vorläufige Endergebnis des Wahlkreises 274 bei der Bundestagswahl ist im Internet zu finden unter www.heidelberg.de/wahlen.

Zum Wahlkreis 274 Heidelberg gehören neben der Stadt Heidelberg die Städte und Gemeinden Dossenheim, Eppelheim, Edingen-Neckarhausen, Heddesheim, Hemsbach, Hirschberg, Ilvesheim, Ladenburg, Laudenbach, Schriesheim und Weinheim.

Heidelbergs Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner verkündete in seiner Funktion als Kreiswahlleiter das vorläufige amtliche Endergebnis am 24.09.2017 um 21.45 Uhr im Rahmen einer öffentlichen Wahlpräsentation im Heidelberger Rathaus.

Stadt Heidelberg, Kreiswahlleiter


Sicherheitsaudit: Eine Straßenseite der Hauptstraße wird probeweise für Lieferverkehr gesperrt

Sicherer Durchgang für Schulkinder

In der Altstadt wird ein zentraler Vorschlag des Sicherheitsaudits in die Tat umgesetzt: Die Stadt Heidelberg hat heute früh damit begonnen, im Bereich zwischen Sofienstraße und Märzgasse eine Straßenseite der Hauptstraße für den Lieferverkehr zu sperren. Das Ganze ist zunächst als Testprojekt angelegt: Zwei Wochen lang wird der südliche Bereich der Hauptstraße (etwa in Höhe der Straßenbeleuchtung) probeweise mit Flatterband und Baken abgesperrt, um die Straßenseite morgens von parkenden und haltenden Lieferfahrzeugen freizuhalten. Dadurch soll der Durchgang für Kinder erleichtert und die Sicherheit auf dem Schulweg verbessert werden.

Die Absperrungen werden montags bis freitags jeweils gegen 7 Uhr angebracht und nach 8.45 Uhr wieder entfernt. Die Maßnahme ist mit Vertreterinnen und Vertretern der Schulen und Kinderbetreuungseinrichtungen sowie den Kinderbeauftragten abgestimmt. Der Citymarketingverein Pro Heidelberg ist informiert. An die Fahrerinnen und Fahrer der Lieferfahrzeuge in der Hauptstraße werden entsprechende Infoflyer ausgegeben. Das Testprojekt läuft noch bis einschließlich Freitag, 6. Oktober 2017. In dieser Zeit sollen erste Erfahrungen mit der Teilsperrung der Hauptstraße gesammelt werden. Ob und wie die Maßnahme gegebenenfalls verstetigt werden könnte, soll anschließend in den gemeinderätlichen Gremien diskutiert werden.

Sicherheitsaudit

Sichere Straßen und Wege, vor allem für Kinder: Das ist das Ziel des Sicherheitsaudits der Stadt Heidelberg. Alle potenziellen Gefahrenstellen auf Kinder- und Schulwegen sowie rund um Senioreneinrichtungen werden damit untersucht. Mit der Durchführung hat die Stadtverwaltung das Büro für Forschung, Entwicklung und Evaluation (bueffee) GbR aus Wuppertal beauftragt. Das Sicherheitsaudit ist insgesamt auf zwei Jahre anlegt und wird in allen Stadtteilen durchgeführt. Kleinere Maßnahmen, die sich als sinnvoll und machbar erweisen, sollen sofort umgesetzt werden. Größere und langfristige Maßnahmen werden zunächst in den gemeinderätlichen Gremien diskutiert.

Ergänzend: www.heidelberg.de/sicherheitsaudit

Stadt Heidelberg


Jugendgemeinderatswahl 2017 in Heidelberg: Jetzt kandidieren!

Bewerbungsstart am 28. September

Heidelberger Jugendliche im Alter zwischen 14 und 19 Jahren haben jetzt die Möglichkeit, für den Jugendgemeinderat zu kandidieren. Wer sich für einen der 30 Sitze bewerben will, kann sich ab 28. September unter www.jugendgemeinderat.heidelberg.de anmelden. Bewerbungsschluss ist der 17. November 2017.

Oberbürgermeister Prof. Würzner: „Mitbestimmen, wie sich Heidelberg entwickeln soll“

Mit einem persönlichen Brief an knapp 10.000 Heidelberger Jugendliche im Kandidatenalter ruft Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner im September alle interessierten Jugendlichen zwischen 14 und 19 Jahren auf, für den Jugendgemeinderat zu kandidieren und ihre Ideen für Heidelberg einzubringen. „Durch die Mitarbeit im Jugendgemeinderat haben Jugendliche die Möglichkeit mitzubestimmen, wie sich Heidelberg in den nächsten Jahren entwickeln soll. Neben wertvollen Erfahrungen in der Kommunalpolitik bringt das ehrenamtliche Engagement außerdem eine zusätzliche Referenz für die Berufsbewerbung und eine Menge Spaß. Denn hier trifft man Leute, plant, diskutiert und feiert gemeinsam“, so Prof. Würzner.

Jugendliche reden mit

Dass Jugendliche in der Heidelberger Kommunalpolitik mitreden und eigene Ideen einbringen wollen, haben die Jugendgemeinderäte in den vergangenen Jahren bewiesen. Themen wie die Sperrzeitverkürzung in der Altstadt, Grillen auf der Neckarwiese, Räume zum Feiern und die Fahrplangestaltung der Moonliner standen dabei beispielsweise auf der Agenda. Jetzt steht die Wahl des siebten Jugendgemeinderates an. Gewählt werden soll die Interessenvertretung vom 11. bis 16. Dezember 2017. Die Wahl findet vom 11. bis 15. Dezember direkt an den Schulen und am 16. Dezember auch im Haus der Jugend statt. Die Wahlbeteiligung bei den vergangenen Jugendgemeinderatswahlen lag jeweils bei über 50 Prozent. Das bildeten Rekordergebnisse in der Region.

30 Vertreter für die Jugend

Der Heidelberger Jugendgemeinderat setzt sich aus 30 gewählten Jugendvertreterinnen und -vertretern und sechs beratenden Mitgliedern des „Erwachsenen“-Gemeinderates zusammen. Jeweils zehn Sitze entfallen auf Jugendliche aus Gymnasien, aus berufsbildenden Schulen und auf Jugendliche aus Gemeinschafts-, Real- und Hauptschulen beziehungsweise dem Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentrum (SBBZ). Die Jugendgemeinderäte amtieren zwei Jahre. Sie arbeiten ehrenamtlich. Für Sitzungen gibt es als Aufwandsentschädigung Sitzungsgeld.

Infos zur Bewerbung

Infos zur Bewerbung gibt es unter www.jugendgemeinderat.heidelberg.de oder bei der Kinder- und Jugendförderung der Stadt Heidelberg, Plöck 2a, 69117 Heidelberg, Telefon 06221 58-37991.

Stadt Heidelberg


Neue Uniformen für die Kinderfeuerwehren

Spende eines Unternehmens in Höhe von 5.000 Euro kommt Nachwuchs zugute

Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner (hintere Reihe, 4.v.l.) und der Leiter der Feuerwehr Heidelberg, Dr. Georg Belge (r.), freuten sich gemeinsam mit den Kindern über die neuen Uniformen.

Ganz wie echte Feuerwehrfrauen und -männer sehen nun 40 Mädchen und Jungen der Kinderfeuerwehren in Heidelberg aus: Der Nachwuchs der Freiwilligen Feuerwehr hat am Donnerstag, 21. September 2017, im Gerätehaus Wieblingen ihre neuen Uniformen überreicht bekommen – jeweils eine einheitliche Hose und Jacke. Die Kinderfeuerwehren profitieren von einer Spende eines ortsansässigen Unternehmens in Höhe von 5.000 Euro, das öffentlich nicht genannt werden möchte.

„Mein besonderer Dank geht an den Spender. Mit dieser finanziellen Unterstützung leistet das Heidelberger Unternehmen einen wichtigen Beitrag zur Förderung des Nachwuchses in den einzelnen Abteilungen der Freiwilligen Feuerwehr in unserer Stadt. Die Freiwillige Feuerwehr ist gemeinsam mit unserer Berufsfeuerwehr ein Garant zum Schutz der Heidelberger Bevölkerung. Die Spende trägt damit auf lange Sicht zur Sicherheit der Menschen in unserer Stadt bei“, sagte Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner bei der Übergabe der Uniformen gemeinsam mit Dr. Georg Belge, Leiter der Feuerwehr Heidelberg, Stadtbrandmeister Uwe Bender und Stadtjugendwart Michael Morano an die Kinder.

Die Uniformen für die Heidelberger Kinderfeuerwehren wurden von Gefangenen der Justizvollzugsanstalt Burg in Sachsen-Anhalt genäht. Der Kontakt kam über die Abteilung Wieblingen der Freiwilligen Feuerwehr und deren Partnerwehr in Braunschweig-Veltenhof zustande. Auf diese Weise konnte im Rahmen der Spendenaktion zudem eine Resozialisierungsmaßnahme für Strafgefangene unterstützt werden.

Neuzugänge bei der Kinderfeuerwehr jederzeit willkommen

Die gespendeten Kinderuniformen wurden von den Mädchen und Jungen der Kinderfeuerwehr bei einer Rundfahrt mit den kleinen Feuerwehrfahrzeugen getestet.

Anstatt mit den kleinen lieber mit den richtigen, großen Feuerwehrautos spielen – das ist ein Wunsch vieler Jungen und inzwischen auch immer mehr Mädchen. Für Kinder von sechs bis zehn Jahren bietet die Freiwillige Feuerwehr in einigen Stadtteilen Heidelbergs seit 2016 ein Freizeitangebot. Aktuell gibt es eine Kinderfeuerwehr in Kirchheim, Rohrbach, Handschuhsheim, Pfaffengrund und Wieblingen. Die Kinderfeuerwehr in Rohrbach feiert im nächsten Jahr bereits ihr zehnjähriges Bestehen. Insgesamt 40 Kinder sind in den fünf Kinderfeuerwehren angemeldet, darunter auch einige Mädchen. Neuzugänge sind jederzeit herzlich willkommen.

Die Gruppen kommen jeweils im Zwei-Wochen-Takt zusammen. Bei den lockeren Treffen wird gebastelt, Ausflüge zum Beispiel zu anderen Feuerwehrwachen oder zu Freizeitangeboten wie Minigolf unternommen und die Kinder erfahren, worauf es beim Brandschutz ankommt. Die Jüngsten sollen vor allem Spaß haben und spielerisch an die Aufgaben rund um das Feuerlöschen und Menschenretten herangeführt werden. Geleitet werden die Gruppen von Betreuerinnen und Betreuern, die vorwiegend selbst langjährige Mitglieder bei der Feuerwehr sind und an den Landesfeuerwehrschulen speziell ausgebildet wurden. Wer aus der Kinderfeuerwehr herausgewachsen ist, kann ab dem zehnten Lebensjahr bei der Jugendfeuerwehr mitmachen. Auch dort stehen Spaß und Gemeinschaft weiterhin im Vordergrund. Zusätzlich ins Programm wird die Vermittlung von Feuerwehrtechnik aufgenommen.

Immer weniger Kinder und Jugendliche haben inzwischen Zeit, sich neben der Schule noch ehrenamtlich in der Feuerwehr zu engagieren. Mit den Kindergruppen versucht die Freiwillige Feuerwehr Heidelberg, diesem Trend entgegenzuwirken und Kinder schon frühzeitig für die ehrenamtliche Tätigkeit bei der Feuerwehr zu begeistern.

Ergänzend: Mehr Informationen zu den Jugend- und Kinderfeuerwehren in Heidelberg, zum Beispiel zu Ansprechpartnern und Terminen, unter www.feuerwehr.heidelberg.de.

Text: Stadt Heidelberg Foto: Philipp Rothe


Bundestagswahl: Was geschieht, wenn die Wahllokale schließen?

Bundestagswahl 2017: Punkt 18 Uhr werden am Wahlsonntag, 24. September, die Wahllokale durch die jeweiligen Wahlvorstände geschlossen und es wird bekanntgegeben, dass die Wahlzeit abgelaufen ist. Sollten sich zu diesem Zeitpunkt Wählerinnen/Wähler im Raum befinden, dürfen diese ihre Stimme noch abgeben. Danach beginnt der Wahlvorstand – das ist das Team aus städtischen Bediensteten und privaten Wahlhelferinnen und -helfern, die die Urnenwahl vor Ort durchführen – mit der Sitzung zur Auszählung der Stimmen. Dieser Vorgang ist für jedermann öffentlich zugänglich.

Das Team öffnet die Urne, entleert sie und entfaltet die Stimmzettel. Danach werden die Stimmzettel gezählt und zwar getrennt nach:

  • Erst- und Zweitstimme für dieselbe Partei
  • Erst- und Zweitstimme für verschiedene Parteien, beziehungsweise falls nur eine Stimme abgegeben wurde
  • Stimmzettel, die ohne Kennzeichnung abgegeben wurden
  • Stimmzettel, über die Beschluss gefasst werden muss.

Nach der Stapelbildung beginnt der Wahlvorstand mit der Sortierung innerhalb der Stapel. Danach wird der erste Stapel nach den Zweitstimmen der Parteien sortiert und das Ergebnis der Erst- und Zweitstimmen ermittelt. Auch der zweite Stapel wird zuerst nach den Zweitstimmen der Parteien sortiert und das Ergebnis ermittelt. Anschließend werden diese Stimmzettel nach der Erststimme sortiert und dann ebenfalls das Ergebnis der Wahlvorschläge nach der Erststimme ermittelt. Beim Stapel drei, das sind die eindeutig ungültigen Stimmzettel, wird lediglich die Anzahl ermittelt. Schließlich wird beim Stapel vier einzeln bezüglich der Erst- und Zweitstimme Beschluss gefasst und je nach Ergebnis, wenn nicht ungültig, den verschiedenen Parteien zugeschlagen. Alle ermittelten Ergebnisse werden in der Niederschrift festgehalten. Durch Kontrollsummen ist garantiert, dass keine Stimme verlorengeht.

Schnellmeldung am Wahlabend

Nach der Feststellung des Wahlergebnisses in den einzelnen Wahlbezirken wird dieses in eine sogenannte Schnellmeldung übertragen. Der Wahlvorsteher gibt dies telefonisch an die Wahldienststelle beim Bürgeramt Mitte weiter. Hier sitzen 20 städtische Bedienstete, die die Meldungen sofort in einem speziellen Wahlprogramm am Computer erfassen.

Da bei der Bundestagswahl zum Wahlkreis Heidelberg noch elf Umlandgemeinden gehören, werden am Wahlabend neben den 129 Anrufen aus den Wahlbezirken des Stadtgebietes Heidelberg noch 204 Anrufe aus den Wahlbezirken der wahlkreisangehörigen Gemeinden eingehen.

Öffentliche Ergebnispräsentation am 24. September im Rathaus

Auf das Erfassungsprogramm hat auch das Amt für Statistik und Stadtentwicklung der Stadt Heidelberg direkten Zugriff, so dass ab dem ersten Anruf und der Erfassung dieses Teilergebnisses im Internet unter www.heidelberg.de/wahlen und bei der Wahlpräsentation im Neuen Sitzungssaal des Heidelberger Rathauses live über die laufende Stimmauszählung informiert werden kann.

Alle Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen, die Wahlentwicklung über Datenmonitore und eine Großleinwand im Rathaus live zu verfolgen. Eine moderierte Präsentation wie in den vergangenen Jahren wird es nicht geben. Das Amt für Stadtentwicklung und Statistik der Stadt Heidelberg informiert am Sonntag, 24. September 2017, ab 18 Uhr im Rathaus (Neuer Sitzungssaal), Marktplatz 10, 69117 Heidelberg, über den aktuellen Stand der Stimmauszählung der Bundestagswahl im Wahlkreis 274. Mit den ersten Ergebnissen aus den Wahllokalen ist gegen 18.45 Uhr zu rechnen. Bei dieser Präsentation werden also „echte“ Ergebnisse dargestellt, während es sich bei den Zahlen, die unmittelbar nach Schließung der Wahllokale aus den Medien zu erfahren sind, um Hochrechnungen handelt. Diese Hochrechnungen basieren auf Befragungen von Wählerinnen und Wählern, die bereit waren, für verschiedene Institute nach Abgabe ihrer Stimme nochmals einen Stimmzettel auszufüllen.

Das vorläufige Endergebnis des Wahlkreises 274 bei der Bundestagswahl wird voraussichtlich am Sonntagabend, 24. September 2017, gegen 21 Uhr vorliegen. Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner wird es im Neuen Sitzungssaal des Rathauses verkünden. Über den aktuellen Stand der Stimmauszählung der Bundestagswahl kann man sich am 24. September nicht nur im Rathaus, sondern auch im Internet unter www.heidelberg.de/wahlen informieren.

Auszählung der Briefwahl

Aber eine immer größer werdende Wählergruppe wurde bis jetzt noch nicht berücksichtigt: die Briefwählerinnen und -wähler. Deren Stimmzettel werden zur Wahrung des Wahlgeheimnisses erst nach Schließung der Wahllokale genauso ausgezählt und gewertet wie die der Urnenwähler.

Am Wahltag um 15 Uhr treffen sich die Briefwahlvorstände und beginnen mit der Aufbereitung der Wahlbriefe, die der Stadt im Laufe der letzten Wochen aus dem gesamten Wahlkreis und von überall auf der Welt zugegangen sind. Die Teams, welche die Briefwahl auszählen, treffen sich in der Gregor-Mendel-Realschule in Heidelberg-Kirchheim, Harbigweg 24. Allein in Heidelberg gibt es 34 Teams, die die Briefwahl auszählen.

Bis 18 Uhr werden die roten Wahlbriefe geöffnet und kontrolliert, ob der eingelegte Wahlschein korrekt ausgefüllt und unterschrieben ist. Die verschlossenen Wahlumschläge mit den Stimmzetteln werden in eine verschlossene und versiegelte Urne gelegt. Diese wird erst um 18 Uhr wieder geöffnet. Hier müssen nun zusätzlich die Kuverts geöffnet und die Stimmzettel entnommen werden.

Ist dies geschehen, entspricht der Ablauf der weiteren Auszählung genau dem in den Urnenwahllokalen. Die Auszählung der Briefwahlunterlagen findet selbstverständlich öffentlich statt und ist für jedermann zugänglich. Auch diese Ergebnisse werden bei der Wahldienststelle der Stadt Heidelberg, Bürgeramt Mitte gemeldet. Somit kommen insgesamt nochmals 70 Anrufe aus den Briefwahlvorständen hinzu.

Vorläufiges und endgültiges Ergebnis

Alle Erfassungen aufgrund der mitgeteilten Schnellmeldungen bilden das sogenannte vorläufige Endergebnis des Wahlkreises 274 Heidelberg. Dieses wird – wenn alle insgesamt 333 Wahlbezirke, die zum Wahlkreis gehören, erfasst sind – auf elektronischem Wege an das Statistische Landesamt weitergeleitet, wo es mit allen anderen Teilergebnissen aus dem Land das Ergebnis für Baden-Württemberg bildet. Die baden-württembergischen Ergebnisse werden an das Statistikamt des Bundes weitergeleitet, so dass ein Gesamtergebnis in den Medien präsentiert werden kann.

Das endgültige Wahlergebnis wird durch den Kreiswahlausschuss in seiner Sitzung vom 29. September 2017 geprüft und beschlossen. Sowohl der Landeswahlleitung als auch dem Bundeswahlleiter wird dieses dann mitgeteilt, wo jeweils ebenfalls nochmals förmliche Wahlausschusssitzungen stattfinden, ehe das endgültige Wahlergebnis der Bundestagswahl 2017 feststeht.

Stadt Heidelberg


Das Interkulturelle Zentrum macht Musik: Auftakt eines interkulturellen Musikprojekts
„Ad.agio“: Drei Abende mit dem Künstler Andrea Apostoli

Das Interkulturelle Zentrum (IZ) der Stadt Heidelberg macht im Rahmen seines Projektes „Wir sind Heidelberg“ Musik: Mit einer Reihe von Musikabenden will das IZ die Vielfalt der Stadt präsentieren sowie bestehende und neue Akteure vernetzen. Jeder Abend präsentiert verschiedene Facetten der in Heidelberg lebenden Kulturen.

Die Termine sind:

Montag, 25. September 2017,

Dienstag, 14. November 2017,

und Mittwoch, 13. Dezember 2017, jeweils um 20 Uhr.

Alle drei Musikabende finden im Interkulturellen Zentrum, Kleiner Saal, Bergheimer Straße 147, 69115 Heidelberg, statt. Der Eintritt ist frei.

Leiter des Musikprojekts ist der Künstler Andrea Apostoli. Er vereint internationale Künstlerinnen und Künstler aus Heidelberg, indem sie die Musik ihrer Heimat teilen. Die Musikerinnen und Musiker aus verschiedenen Teilen der Welt kommen zusammen und bilden neue Kooperationen.

Eine musikalische Reise ins alte Süditalien

Die erste Veranstaltung am Montag, 25. September 2017, ist das Musikprojekt Ad.agio und trägt den Titel „Bach, die Pizzica und die Tarantella: …die italienischen Tänze der Spinne“. Gemeinsam geht es auf eine musikalische Reise ins alte Süditalien. Geboten wird eine unkonventionelle Darbietung, bei der das Publikum gebeten wird, keinen Beifall zu klatschen – es interagiert mit den Musikerinnen und Musikern. Die Veranstaltung präsentiert die Musik von Johann Sebastian Bach und dessen Sohn Carl Philipp Emanuel mit gesungenen Tänzen aus Apulien und Kampanien. Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.iz-heidelberg.de, im Sekretariat des Interkulturellen Zentrums unter Telefon 06221 58-15600 oder per E-Mail an iz@heidelberg.de.

Stadt Heidelberg, Interkulturelles Zentrum


Neue Stationen für das Fahrradvermietsystem VRN Nextbike in der Altstadt

Das Fahrradvermietsystem VRN Nextbike wurde um vier Stationen in der Heidelberger Altstadt erweitert. Diese befinden sich am Neckarmünzplatz, in der Theaterstraße am Anna-Blum-Platz, in der Akademiestraße sowie am Marstall an der Bushaltestelle. Heidelberg verfügt nun über insgesamt 29 Leihstationen, die im gesamten Stadtgebiet verteilt sind. Erst Mitte August kam eine neue Station vor dem Landratsamt dazu, die von der Stadt Heidelberg und dem Rhein-Neckar-Kreis gemeinsam finanziert wird.

Seit 2015 gibt es das Fahrradvermietsystem VRN Nextbike im Verkehrsverbund Rhein-Neckar. Es umfasst aktuell die Städte Heidelberg, Mannheim, Ludwigshafen, Speyer, Worms, Kaiserslautern, Bensheim und Bürstadt. Das Fahrradvermietsystem ist eine praktische Ergänzung zu Bus, Bahn oder Carsharing: Die Mietstationen sind in der Nähe von Haltestellen platziert, die Leihräder sind städteübergreifend und rund um die Uhr nutzbar. So kann man zum Beispiel in Mannheim losradeln und in Heidelberg die Fahrt beenden.

Ergänzend: www.vrnnextbike.de

Stadt Heidelberg / VRN


Gemeinsame Großübung der Feuerwehr Heidelberg und der Henkel Werkfeuerwehr am Firmen-Standort

Ein Szenario bei der Großübung: Bei einem Chemieunfall läuft aus einem Tankfahrzeug ein Stoff aus, der mit anderen Gefahrstoffen reagiert. Die Feuerwehr greift mit speziellen Schutzanzügen ein.

Auf dem Werksgelände von Henkel Heidelberg im Stadtteil Pfaffengrund haben die Heidelberger Berufsfeuerwehr, die Freiwillige Feuerwehr Heidelberg, die Henkel Werkfeuerwehr sowie das Deutsche Rote Kreuz (DRK) am 16. September 2017 gemeinsam erfolgreich eine Großübung abgehalten. Dabei wurden zwei Übungsszenarien angenommen und durchgespielt:

  • Chemieunfall: Bei einer irrtümlichen Anlieferung wird durch einen Schwächeanfall eines Staplerfahrers ein Tank angestochen und der Inhalt läuft aus. Der Stoff reagiert mit weiteren Gefahrstoffen. Es bildet sich eine übel riechende Dampfwolke, die Richtung Wieblingen und Autobahn zieht. Der Lastwagenfahrer sowie der Staplerfahrer sind ohnmächtig.
  • Verkehrsunfall auf dem Parkplatz in der Henkel-Teroson-Straße als Folge des Einsatzgeschehens: Aufgrund des hohen Aufkommens an Rettungskräften und Fahrzeugen kommt es durch Gaffer und abgelenkte Verkehrsteilnehmer am Parkplatz der Firma Henkel an der Henkel-Teroson-Straße zu einem Verkehrsunfall mit zwei Fahrzeugen. Dabei wird eine Person schwer und zwei weitere Menschen leicht verletzt.
Beim zweiten Szenario kommt es am Rande des Einsatzes zu einem Verkehrsunfall, bei dem eine schwer verletzte Person geborgen werden muss.

Insgesamt waren 120 Einsatzkräfte an der Großübung beteiligt. „Wir sind mit dem Verlauf der Übung sehr zufrieden. Die Abläufe und das Zusammenspiel der beteiligten Einsatzkräfte hat reibungslos funktioniert. Die jährlichen Großübungen sind für uns enorm wichtig: Sie tragen erheblich dazu bei, dass die Feuerwehr Heidelberg gemeinsam mit ihren Abteilungen Berufsfeuerwehr und Freiwillige Feuerwehr sowie anderen Organisationen für Einsätze jeglicher Art gut vorbereitet sind. Darum ist es umso wichtiger, dass wir – wie in diesem Fall – auch vor Ort den Ernstfall proben können“, bilanzierte Dr. Georg Belge, Leiter der Feuerwehr Heidelberg. Auch Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner und einige Mitglieder des Heidelberger Gemeinderates beobachteten mit großem Interesse die Großübung.

Jürgen Däuber, Standortleiter von Henkel in Heidelberg: „Wir sind gerne bereit, unser Werkgelände und unsere Werkfeuerwehr für diese Großübungen zur Verfügung zu stellen. Umwelt-, Arbeits- und Gesundheitsschutz haben bei Henkel höchste Priorität und wir fühlen uns verpflichtet, stetig an der Vermeidung von Betriebsstörungen zu arbeiten. Diese Übungen unterstützen uns darin und fördern die guten Beziehungen zur Berufsfeuerwehr und Freiwilligen Feuerwehr von Heidelberg.“

Text: Stadt Heidelberg Foto: Henkel Heidelberg


Stadthalle: Modernisierung als Konzert- und Kulturhaus vorgeschlagen

Umfassende Sanierung im Inneren / Impuls durch Mäzene und Sponsoren / Gremienlauf beginnt

Die Heidelberger Stadthalle könnte schon in den kommenden Jahren saniert und zum Konzert- und Kulturhaus weiterentwickelt werden. Entsprechende Pläne diskutiert der Heidelberger Gemeinderat ab kommender Woche. Die Stadthalle könnte damit mehrere Funktionen erfüllen: als Konzerthaus nach international erstklassigen Standards, als Ort für ein breites gesellschaftliches Veranstaltungsangebot und schließlich auch als Anbieter von Abendveranstaltungen für das neue Konferenzzentrum, das in den kommenden Jahren in der Bahnstadt entsteht. Der Impuls für eine Weiterentwicklung der Stadthalle zum jetzigen Zeitpunkt geht zurück auf eine Initiative von Mäzenen und Sponsoren aus dem Freundeskreis des Heidelbergers Frühlings. Die Pläne werden im kommenden Haupt- und Finanzausschuss des Heidelberger Gemeinderates am 27. September 2017 öffentlich vorgestellt.

Die Stadthalle bietet seit 1903 unterschiedlichsten Veranstaltungen in Heidelberg ein Zuhause. Das Kongresshaus am Neckar ist jedoch in die Jahre gekommen und muss umfangreich saniert werden. Dafür beschloss der Gemeinderat im vergangenen Jahr klare Vorgaben: Konferenzen und Tagungen ziehen künftig aus der Altstadt in das neue Konferenzzentrum in der Bahnstadt. Die Stadthalle mit ihrem historischen Ambiente kann sich dann auf ihre Stärken konzentrieren: als gute Stube Heidelbergs, für Kultur auf internationalem Niveau genauso wie Nutzungen durch kulturelle Initiativen, Vereine und die Bürgerschaft. Zudem soll die Stadthalle mit abendlichen Empfängen eine ideale Ergänzung zum neuen Tagungszentrum bieten.

Hervorragende Bedingungen für vielfältige Nutzungen

Durch die Sanierung soll eine erheblich verbesserte Konzertsituation für Publikum und Künstler entstehen. Die Stadthalle würde damit zu der dringend notwendigen, adäquaten Spielstätte für die Konzertveranstaltungen in der Stadt, vor allem aber auch für den Heidelberger Frühling. Das Festival ist mit rund 130 Veranstaltungen und mehr als 46.000 Besuchern eines der größten Konzertfestivals Deutschlands. Es zieht jedes Jahr Weltstars der klassischen Musik in die Universitätsstadt. Für das Hausorchester der Stadt, das Philharmonische Orchester, würde die Stadthalle ebenso hervorragende Bedingungen bieten wie auch für die vielen kulturellen Initiativen und Vereine, etwa beim Jugendtanztag oder den gesellschaftlichen Bällen, Festen und Empfängen. Nach dem Motto „Tagen im neuen Konferenzzentrum, Feiern in der Stadthalle“ wird die Stadthalle zudem Tagungsgästen bei Abendveranstaltungen eine optimale Ergänzung bieten. Das neue Konferenzzentrum am Czernyring in der Bahnstadt soll bis 2021 fertiggestellt werden.

Die unterschiedliche Nutzung der Stadthalle soll unter anderem durch den Einbau von Hubböden gewährleistet werden. Damit sind sowohl ansteigende Sitzreihen möglich als auch eine durchgehende Ebene. Die Bedürfnisse bisheriger Veranstaltungen werden dabei genauso berücksichtigt wie die Ansprüche künftiger Events. Die Besucherinnen und Besucher sollen auf den Sitzplätzen eine bessere Sicht auf die Bühne erhalten und von einer deutlich verbesserten Akustik profitieren. Alle Umbauten beschränken sich auf die Innenräume. Die Fassade der Stadthalle bleibt unverändert.

Grundlage für die Nutzung der Stadthalle bildet ein Nutzungskonzept, das von der Heidelberg Marketing GmbH und der Heidelberger Frühling gGmbH erstellt wurde. Die architektonische Machbarkeitsstudie hierzu wurde vom Büro Waechter + Waechter Architekten erarbeitet. Der Haupt- und Finanzausschuss des Gemeinderates hatte im vergangenen Jahr einen entsprechenden Arbeitsauftrag erteilt. Das Büro Waechter + Waechter hatte bereits die Sanierung des Heidelberger Theaters geplant.

Die Modernisierung der Stadthalle soll durch Unterstützung eines Initiativkreises möglich werden, der sich aus der Gruppe der Mäzene und Sponsoren des „Heidelberger Frühling“ gebildet hat. Erste sehr großzügige Zusagen zur finanziellen Unterstützung liegen bereits vor. Die Modernisierung soll aufgrund der Finanzierung durch Dritte – wie auch schon bei der erfolgreichen Theatersanierung – über die Theater- und Orchesterstiftung Heidelberg erfolgen, auf die die Stadthalle samt Grundstück übertragen werden soll. Verwaltet würde die Stiftung von der Stadt Heidelberg.

Die Zustimmung des Gemeinderats vorausgesetzt, könnte die Stiftung voraussichtlich bereits zum 1. Januar 2018 ihre Arbeit aufnehmen. Bei entsprechend erfolgreichem Spendenverlauf könnten die Sanierungsarbeiten bereits Ende 2018 beginnen.

Stadt Heidelberg


Planungsprozess für die letzten „weißen Flecken“ auf der Konversionsfläche in der Südstadt gestartet

Rund 100 Bürger beteiligen sich an Diskussion zur Mehrfachbeauftragung / Büros starten im Dezember

Die Konversionsfläche Mark-Twain-Village/Campbell Barracks in der Heidelberger Südstadt ist bereits in weiten Teilen „verplant“ – nun hat mit einem Bürgerforum auch der Planungsprozess für die letzten „weißen Flecken“ auf dem Areal begonnen. Rund 100 Bürgerinnen und Bürger haben sich am Donnerstag, 14. September, an einer Diskussion um Vorgaben für die Areale Sickingenplatz, MTV-West sowie einen Neubau der Polizei beteiligt. Sie gaben Anregungen für die Aufgabenstellung, die im Dezember an sechs ausgewählte Stadtplanungsbüros verteilt werden soll. Die Büros sollen dann im Februar 2018 ihre städtebaulichen Entwürfe abgeben.

„Wir behalten die hohe Schlagzahl bei der Umwandlung der ehemaligen Militärflächen bei. In den vergangenen Jahren haben wir bereits einige Projekte hier auf der Fläche realisiert. Die Areale Sickingenplatz und MTV-West sind nun die letzten Mosaiksteinchen. Es sollen durchlässige und urbane Wohnquartiere mit ansprechenden Freiräumen werden. Beim Neubau der Polizei liegt unser Hauptaugenmerk darauf, dass sich der Komplex gut in das Gesamtareal einfügt“, erklärte Erster Bürgermeister Jürgen Odszuck.

Zwei Wohnquartiere und ein Neubau der Polizei

  • MTV-Sickingenplatz: Das Areal liegt ganz im Südwesten der Konversionsfläche an der Sickingenstraße, als Auftakt in die Südstadt angrenzend an den Stadtteil Rohrbach. Die Bestandsgebäude sollen abgerissen werden. Stattdessen sollen 250 Wohneinheiten und eine Kindertagesstätte mit vier Gruppen entstehen. In den Erdgeschosszonen soll es ergänzende Nutzungen zur Belebung des Quartiers geben – beispielsweise Einkaufsmöglichkeiten oder Gastronomie. Bauherr wird – wie auch in MTV-West – die MTV Bauen und Wohnen GmbH, die sich zur Umsetzung des wohnungspolitischen Konzepts der Stadt Heidelberg verpflichtet hat. Die Stadt schlägt vor, dass die Gebäude drei bis vier – punktuell auch bis zu fünf Geschosse – haben können. Beim Bürgerforum gab es aber auch Stimmen, die noch mehr Geschosse befürworteten. Zudem regten die Bürger an, in der Planung die Elektromobilität besonders zu berücksichtigen und zum Beispiel Ladestationen für E-Autos vorzusehen.
  • MTV-West: Ganz im Westen der Konversionsfläche zwischen dem künftigen Park um die Kommandantur und den Kleingärtenanlagen soll ebenfalls ein Wohngebiet entstehen. Vorgesehen sind hier 150 Einheiten und ebenfalls eine Kindertagesstätte. Die Bürger fanden es wichtig, dass die Planer bei diesem Quartier an eine gute Vernetzung mit den umgebenden Grünräumen denken. Lange und eher monotone Baufluchten würden an dieser Stelle nicht passen. Der Vorschlag der Stadt zu Gebäudehöhen – wiederum drei bis vier und höchstens punktuell fünf Geschosse – fand Zustimmung.
  • Polizei: Die Kriminalpolizei wird künftig das ehemalige NATO-Hauptquartier und zwei weitere Gebäude auf dem Areal der Campbell Barracks nutzen. Darüber hinaus gibt es aber noch Bedarf für ein weiteres Gebäude. Dieser Neubau soll knapp 450 Arbeitsplätze haben und nicht höher sein als das bisherige Hauptquartier – also 18 Meter. Den Bürgerinnen und Bürgern waren darüber hinaus zwei Aspekte wichtig: Zum einen sollten auf dem Areal genügend Parkplätze für Polizeizwecke ausgewiesen werden. Zum anderen dürfe der gesamte Polizeikomplex im Areal nicht wie ein Fremdkörper wirken – auch wenn eine Umzäunung aus Sicherheitsgründen nötig ist. Planer könnten beispielsweise Ideen einbringen, wie die Zäune begrünt werden könnten. Zudem sollten Vorschläge gemacht werden, wie sich der Neubau gestalterisch zum Gesamtareal hin öffnen könnte, um nicht abweisend zu wirken.

Die Anregungen der Bürgerinnen und Bürger werden nun dokumentiert, geprüft und fließen in die weitere Bearbeitung der Aufgabenstellung ein, die schließlich vom Gemeinderat beschlossen wird. Zum Jahresende 2017 soll der Gemeinderat die Aufgabenstellung beschließen, so dass die Büros starten und ihre Entwürfe bis Februar 2018 abgeben können.

Stadt Heidelberg


Neuer Bundesfonds „Nachhaltige Mobilität für die Stadt“: Heidelberg reicht Projektvorschläge ein

Wasserstoffbetriebene Busflotte als Kernprojekt / OB Würzner: „Mit entschiedenen Schritten vorangehen“

In Sachen nachhaltige Mobilität ist die Stadt Heidelberg seit langem sehr aktiv und nimmt jedes Jahr Millionen-Beträge in die Hand, damit die Menschen umweltfreundlich ans Ziel kommen. Nun gibt es die Möglichkeit, weitere Projekte über einen neuen Fördertopf des Bundes finanziert zu bekommen: Der Bund hat im Zuge des sogenannten „Diesel-Gipfels“ Anfang August in Berlin den Fonds „Nachhaltige Mobilität für die Stadt“ aufgelegt. Auch die bestehenden Förderprogramme für umweltfreundliche Mobilität wurden aufgestockt. Damit will der Bund sehr kurzfristig Maßnahmen fördern, mit denen die Luftverschmutzung in Städten reduziert werden kann.

Die Stadt Heidelberg hat daher eine Liste mit 13 Projektvorschlägen ausgearbeitet, um Fördermittel aus dem neuen Fonds zu beantragen. Kernprojekt ist die emissionsarme Busflotte: Die Stadt Heidelberg plant, gemeinsam mit der Rhein-Neckar-Verkehr GmbH (rnv), die Heidelberger Busflotte auf wasserstoffbetriebene Busse umzustellen: insgesamt etwa 40 Fahrzeuge. Die Anschaffung von Elektrobussen kann mit bis zu 80 Prozent vom Bund gefördert werden. Auch die städtischen Dienstfahrzeuge – zusammen rund 200 Fahrzeuge – und der Fuhrpark der städtischen Gesellschaften sollen auf umweltfreundliche Antriebstechniken umgestellt werden, bislang sind erst einzelne Elektrofahrzeuge im Einsatz.

„Schadstoffausstoß in der Stadt nachhaltig reduzieren“

„Wir wollen unsere Fahrzeugflotte sukzessive auf emissionsarme Antriebe umstellen. Damit können wir den Schadstoffausstoß in der Stadt nachhaltig reduzieren“, sagt Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner: „Wir müssen beim Klimaschutz mit entschiedenen Schritten vorangehen. Hierfür brauchen wir als Kommune auch die entsprechende finanzielle Unterstützung. Ich freue mich deshalb sehr über die neue Förderkulisse: Der Fonds ,Nachhaltige Mobilität für die Stadt‘ kann uns dabei helfen, die umweltfreundliche Mobilität in Heidelberg ein gutes Stück voranzubringen. Darüber hinaus brauchen wir mittelfristig aber auch eine ganz andere strukturelle Hilfe. Wir brauchen für jede Großstadt zwei- bis dreistellige Millionen-Beträge, um unseren öffentlichen Nahverkehr zu modernisieren und auszubauen.“

Neben neuen Vorhaben hat die Stadt Heidelberg auch solche Projekte für den Fördertopf angemeldet, die bereits geplant oder in Umsetzung sind: etwa die neue Geh- und Radwegebrücke über den Neckar oder zwei große Fahrradgaragen am Hauptbahnhof.

Die Erstellung eines Masterplans „Green Mobility“ ist für eine langfristige Strategie erforderlich. Die Stadt Heidelberg wird diesen Plan erarbeiten und dabei auf bislang erstellte Planwerke wie „Masterplan 100% Klimaschutz“ oder die Stadtentwicklungspläne aufbauen können. Für die Erstellung eines „kommunalen Elektromobilitätskonzepts“ wurden bereits Fördermittel des Bundes zugesagt.

Wie geht es weiter?

Die Stadt übermittelt ihre Liste mit den Projektvorschlägen an das baden-württembergische Verkehrsministerium. Dieses wird die Vorschläge prüfen und sie, nach einer hoffentlich positiven Bewertung, zusammen mit allen anderen Projektideen aus Baden-Württemberg gebündelt beim Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit einreichen. Dieses entscheidet über die Aufnahme in den Fonds „Nachhaltige Mobilität in Städten“.

Ergänzend: www.heidelberg.de > Leben > Mobilität > Umweltfreundliche Mobilität

Stadt Heidelberg


Neuer Kulturfonds „KulturLabHD“: Stadt unterstützt innovative Projekte in Heidelberg

Erste Förderanträge können bis zum 31. Oktober eingereicht werden

Der neue Kulturfonds „KulturLabHD“ richtet sich an alle kreativen Heidelbergerinnen und Heidelberger, die neue und innovative Projekte in der Stadt durchführen wollen. Im Jahr 2017 stehen bereits bis zu 50.000 Euro zur Verfügung. Ab 2018 hat der Fonds ein Volumen von jährlich 120.000 Euro. Förderanträge für Projekte, die zwischen dem 1. Februar und 31. August 2018 stattfinden sollen, können ab sofort und bis zum 31. Oktober 2017 eingereicht werden. Ziel des neuen Fonds ist es, ergänzend zu den bereits bestehenden Förderstrukturen, die Heidelberger Kulturszene zusätzlich zu fördern. Der Fonds ist Teil der Neustrukturierung der Kulturförderung der Stadt Heidelberg, die im Verlauf des Jahres 2018 zum Abschluss gebracht werden soll. Der Gemeinderat hatte am 25. Juli 2017 die Einrichtung des neuen Kulturfonds „KulturLabHD“ beschlossen. Der Fonds wird testweise bis Ende 2018 laufen und anhand der gewonnen Erfahrungen gegebenenfalls modifiziert.

„Mit den Zuschüssen will die Stadt neue, innovative Kulturprojekte unterstützen, von denen Bürgerinnen und Bürger in Heidelberg profitieren“, sagt Bürgermeister Dr. Joachim Gerner. „Ich freue mich sehr über die gelungene Kooperation zwischen der Verwaltung und der Politik sowie zwischen einzelnen Fachämtern. Nur durch diese gemeinsame inhaltliche und organisatorische Zusammenarbeit konnten wir diesen neuen Fonds so schnell ins Leben rufen.“

„KulturLabHD“ – Details des Förderprogramms

Voraussetzungen für die Förderung: Antragsberechtigt sind Personen und Gruppierungen aus Heidelberg, die Projekte oder Veranstaltungen in Heidelberg durchführen. Bei den Projekten muss es sich um neue, innovative Kulturprojekte handeln.

  • Alle Förderanträge werden anhand eines festgelegten Kriterien-Katalogs bewertet.
  • Der Zuschuss beträgt maximal 20.000 Euro je Projekt.
  • Im Anschluss an eine erstmalige Förderung können für das betreffende Projekt bis zu zwei Folgeprojekte bezuschusst werden. Damit kann maximal über einen Zeitraum von drei Jahren eine Anschubfinanzierung für neue Projekte gewährt werden. In dieser Zeit hat ein Antragsteller die Möglichkeit, sich in der Szene mit seinem Projekt zu etablieren und Sponsoren dafür zu gewinnen. Die Begrenzung auf drei Jahre verhindert gleichzeitig, dass Haushaltsmittel dauerhaft gebunden sind und damit nicht für neue Projekte zur Verfügung stehen.
  • Für jedes Projekt muss ein Antragsteller Eigen- oder Drittmittel in Höhe von mindestens 30 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten einbringen. Beim ersten Folgeantrag für das betreffende Projekt müssen es mindestens 50 Prozent sein, beim zweiten mindestens 70 Prozent.
  • Nach Bewilligung des Förderantrags kann der Antragssteller bis zu 70 Prozent der Fördersumme abrufen. Der Restbetrag wird nach Vorlage und positiver Prüfung eines Verwendungsnachweises ausgezahlt.
  • Neben der Förderung aus dem Fonds „KulturLabHD“ ist eine Förderung desselben Projekts aus sonstigen Kulturfördermitteln der Stadt ausgeschlossen.

Künftig gibt es vier Stichtage, zu denen Anträge auf Förderung aus dem „KulturLabHD“ eingereicht werden können. Jedem Stichtag ist ein bestimmter Förderzeitraum zugeordnet. Damit sowohl kurzfristig geplante als auch langfristig geplante Projekte gefördert werden können, überschneiden sich die Förderzeiträume:

  • Stichtag 31. März: Projekt findet zwischen 1. August und 28./29. Februar des Folgejahres statt.
  • Stichtag 31. Juli: Projekt findet zwischen 1. Dezember und 30. Juni des Folgejahres statt.
  • Stichtag 30. September (Ausnahme: 31. Oktober 2017): Projekt findet zwischen 1. Februar und 31. August des Folgejahres statt.
  • Stichtag 31. Dezember: Projekt findet zwischen 1. Mai und 30. November des Folgejahres statt.

Informationen und Antragsformulare

Die Informationen zum Förderprogramm sind online zu finden unter www.heidelberg.de/kulturamt. Fragen zum Förderprogramm beantwortet das Team des Kulturamts der Stadt Heidelberg telefonisch unter 06221 58-33000 und -33010 sowie per E-Mail an kulturamt@heidelberg.de. Förderanträge sind schriftlich per Post an das Kulturamt Heidelberg, Haspelgasse 12, 69117 Heidelberg, zu senden. Zusätzlich können diese auch per E-Mail an kulturamt@heidelberg.de geschickt werden.

Jährlich rund 50 Millionen Euro für Kultur

Heidelbergs Herz schlägt für die Kultur. Davon zeugt ein breit gefächertes Angebot in den Bereichen Literatur, Musik, Theater, Tanz, Film und bildende Kunst in allen Alters- und Bildungsschichten. Heidelberg gehört zu den mittelgroßen deutschen Städten mit den höchsten Kulturausgaben pro Kopf. Die Kulturaufwendungen betragen rund 50 Millionen Euro pro Jahr.

Stadt Heidelberg


Grußwort zum Jüdischen Neujahrsfest

Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner und Integrationsbürgermeister Wolfgang Erichson richten sich mit einem Grußwort zum jüdischen Neujahrsfest am 21./22. September 2017 an die Heidelberger Bevölkerung und die jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger:

„Zu Rosch ha-schana grüßen wie Sie alle herzlich und wünschen Ihnen, Ihren Familien und Freunden in Deutschland, Israel und der ganzen Welt ein gesegnetes und glückliches Neujahrsfest. Mögen Frieden, Gesundheit und Wohlergehen Sie alle im neuen Jahr begleiten.

Nach jüdischer Tradition erinnert es an nichts Geringeres als an den Anfang der Welt, der Wesen und der Dinge, verbunden mit dem Glauben an eine göttliche Schöpfung. Dem gegenwärtigen jüdischen Jahr 5778 liegt daher neben der kalendarischen Jahreszählung eine zweite, symbolische Zählweise zugrunde.

Rosch ha-schana ist immer ein Fest der Begegnung, der Familie, ein Fest des Austausches, des Erlebten und erneuerten Miteinanders, und wir wünschen unseren jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern ein gesundes und erfolgreiches neues Jahr.

Jüdisches Leben gehört zu Heidelberg – heute und in Zukunft. Die Jüdische Gemeinde ist Teil unserer Gesellschaft und jüdischer Glauben und jüdische Lebenspraxis sind Teil unserer Kultur und unseres kommunalen Gemeinwesens.

Es gibt viel Engagement, und wir sind dankbar, wie aktiv sich die jüdische Gemeinschaft unter anderem über den Interreligiösen Dialog für ein besseres Verstehen von Juden, Christen und Muslimen in Heidelberg einsetzt.

Wir wünschen allen jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern ein gutes, gesundes und erfolgreiches neues Jahr ,Schana Towa‘.“

Stadt Heidelberg


Bahnstadtpfad ab sofort auch in Englisch

Entdeckungsreise durch die Bahnstadt für Heidelberger, Touristen und internationale Fachleute und Journalisten

Eine große Tafel an der Schwetzinger Terrasse bietet einen Überblick über die Stationen des Bahnstadtpfades. Mit einem Smartphone oder auch Tablet erhalten Interessierte zusätzliche Informationen wie Videos, Audiobeiträge und Fotos.

Den Bahnstadtpfad können nun auch internationale Gäste ganz bequem nutzen: Ab sofort ist die audiovisuelle Entdeckungsreise mit insgesamt 13 Stationen durch Heidelbergs Zukunftsstadtteil auch in Englisch möglich. Die übersetzten Texte, Videos und Audiobeiträge stehen für Interessierte online bereit. Besucherinnen und Besucher erfahren auf dem Bahnstadtpfad unter anderem mehr über die erste Passivhaus-Feuerwache weltweit, die Sanierung der ehemaligen Güterhallen oder den Bahnstadt-Campus. Die Nutzung des digitalen Angebots ist simpel: Interessierte geben einfach die Adresse www.bahnstadtpfad.heidelberg.de auf ihrem Smartphone oder Tablet in ihren Browser ein und starten – falls es nicht schon aktiviert ist – das GPS-Signal. Und schon geht es los: Teilnehmer erhalten in der Bahnstadt im Umfeld eines Standortes automatisch alle digitalen Inhalte auf ihrem Endgerät angezeigt. In der Nutzerleiste können sie mit einem Klick zwischen Deutsch und Englisch wählen.

Übersichtstafel an der Schwetzinger Terrasse als Startpunkt

Die Texte auf den insgesamt 13 Tafeln im Stadtteil – die Übersichtstafel am Startpunkt an der Schwetzinger Terrasse und die zwölf Stationen – sind jeweils lediglich auf Deutsch. Auf den Tafeln ist allerdings ein Hinweis auf das englische Onlineangebot zu finden, so dass sich auch internationale Besucher rund um die Bahnstadt informieren können. Der Bahnstadtpfad zeigt seit Juni 2017 alle Facetten auf, die die größte Passivhaus-Siedlung der Welt auszeichnen – von Umweltschutz und Architektur über Grünflächen und Freizeitorte bis hin zu Betreuungs- und Bildungsangeboten sowie Wirtschaft und Wissenschaft. Der Bahnstadtpfad spricht Bewohner des Quartiers ebenso an wie andere Heidelberger, Touristen, Journalisten sowie Experten für Umwelt, Städtebau und Architektur.

Die 13 Stationen des Bahnstadtpfades im Überblick:

  • Übersichtstafel Schwetzinger Terrasse
  • Kita Schwetzinger Terrasse
  • Stadttor
  • Wärme- und Stromversorgung (Promenade nahe Speyerer Straße)
  • Neue Feuerwache
  • Promenade
  • Dachbegrünung (zwischen Cambridge- und Rehovotstraße)
  • Passivhaus-Siedlung (zwischen Cambridge- und Rehovotstraße)
  • Zollhofgarten
  • Güterhallen
  • Bahnstadt-Campus
  • SkyLabs
  • Teichanlagen

An drei weiteren Standorten erfahren Besucher lediglich über das Smartphone oder Tablet – hier sind keine Schilder angebracht – Wissenswertes zu den Innenhöfen (zwischen Schwetzinger Terrasse und Montpellierstraße), zum Bahnstadttreff LA 33 und zu den Quartieren in der ersten Wohnbebauung (zwischen Cambridge- und Rehovotstraße).

Stadt Heidelberg


Sportangebot auf „alla hopp!“-Anlage zurück aus der Sommerpause

Ab sofort wieder jeden Montag zwei Kurse

Seit März 2017 bietet das Amt für Sport und Gesundheitsförderung der Stadt Heidelberg auf der neuen „alla hopp!“-Anlage im Kirchheimer Sportzentrum Süd wöchentlich unter dem Motto „Mach mit – Bleib fit“ kostenlose Bewegungsangebote für Erwachsene an. Nach einer Sommerpause finden nun wieder die Kurse unter Anleitung eines geschulten Sportpädagogen statt.

Aktuell werden zwei Kurse angeboten:

  • Montags, von 8.45 bis 9.45 Uhr: Fortgeschrittener-Kurs für junggebliebene und leistungsfähige Erwachsene (ab Oktober Winterpause)
  • Montags, von 10 bis 11 Uhr: Ganzkörpertraining für aktive Frauen und Männer jeden Alters

Die Teilnahme an beiden Kursen ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Interessierte können jederzeit einsteigen. Treffpunkt ist zu Beginn eines Kurses am Spielpavillon. Teilnehmerinnen und Teilnehmer sollten bequeme, wetterfeste Sportkleidung mitbringen. In der Regel wird bei jedem Wetter das Training angeboten. Sinnvoll sind zudem ein Handtuch oder eine Gymnastikmatte zum Unterlegen.

Anreise mit dem öffentlichen Nahverkehr empfohlen

Die „alla hopp!“-Anlage am Harbigweg wurde der Stadt Heidelberg von der Dietmar Hopp Stiftung gespendet. Die Anlage kann ganzjährlich täglich von 8 bis 22 Uhr selbständig genutzt werden. Es wird empfohlen, zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen. Fahrradstellplätze befinden sich direkt an der Anlage.

Anreise mit dem öffentlichen Nahverkehr:

  • mit der RNV-Buslinie 33 bis zur Haltestelle Gregor-Mendel-Realschule (Fußweg circa 300 Meter)
  • mit der Straßenbahnlinie 26 bis zur Haltestelle Messplatz (Fußweg circa 600 Meter)
  • mit den regionalen Buslinien 720 und 721 bis zur Haltestelle Im Bieth (Fußweg circa 500 Meter)

Das Parken ist ausschließlich auf den ausgezeichneten Parkplätzen gestattet. Anreisende folgen hierzu der Wegweisung „Sportzentrum Süd“. Der Fußweg zur Anlage ist ausgezeichnet. Direkt an der „alla hopp!“-Anlage befinden sich keine Parkplätze.

  • Parkplatz Sportzentrum Süd, Pleikartsförster Straße (Fußweg circa 350 Meter).
  • Parkplatz Messplatz Kirchheim, Ecke Harbigweg/Kirchheimer Weg (Fußweg circa 600 Meter).

Ergänzend: Weitere Informationen per E-Mail an allahopp@heidelberg.de oder unter www.heidelberg.de/allahopp.

Stadt Heidelberg


Faire Wochen vom 15. bis 29. September 2017

Mitmachen und gewinnen: Stadt verlost Heidelberg-Kochbücher

Deutschland feiert wieder die Fairen Wochen, und auch in Heidelberg veranstaltet das Eine-Welt-Zentrum e. V. mit finanzieller Unterstützung der Stadt Heidelberg ein buntes Programm. Unter dem Motto „Wirtschaftliche Perspektiven für die Produzent*innen im globalen Süden“ beteiligen sich in Heidelberg zahlreiche Welt- und Bioläden, Vereine, Cafés, Bildungseinrichtungen und viele weitere Akteure mit informativen, kulturellen und kulinarischen Veranstaltungen. Damit möchten sie auf den Fairen Handel aufmerksam machen. Der Faire Handel berücksichtigt soziale, ökologische und wirtschaftliche Aspekte und schafft dadurch Perspektiven für Produzentinnen und Produzenten weltweit – vor allem im globalen Süden. Unter www.faire-woche.de sind weitere Informationen zu den Aktionswochen zu finden. Das ausführliche Programmheft für Heidelberg steht zur Verfügung unter www.heidelberg-handelt-fair.de.

Kaffeefahrt im Salonwagen und Dokumentarfilme

Die Veranstaltungen der Fairen Wochen in Heidelberg bedienen ein breites Interessenspektrum; Genuss-Angebot und Informationsprogramm halten sich die Waage. Verschiedene Lebensmittelläden und Cafés der fairen Art bieten diverse Kostproben aus ihrem kulinarischen Sortiment an. Einen Höhepunkt stellt die Kaffeefahrt im historischen Salonwagen der Rhein-Neckar-Verkehr GmbH (rnv) am Donnerstag, 21. September 2017, dar. Der Salonwagen macht eine Rundfahrt von Bergheim über Neuenheim, Handschuhsheim und Rohrbach. Wer lieber zu Wasser unterwegs ist, kann auf das Solarschiff umsteigen, das ebenfalls Fairtrade-Kaffee serviert. Das Karlstorkino zeigt einige Dokumentar- und Info-Filme. Es gibt Informationen zu den Themen Kleidung, Fleischkonsum, Schmuck und Elektrogeräte. Interessierte können hier viel über die Produktionsbedingungen bei Konsum- und Livestyle-Produkten erfahren und sich in Diskussionen selbst einbringen. Die Fairen Wochen geben außerdem Überblick und Einblick, an welchen Ecken Heidelbergs fair gehandelte Produkte jeder Art zu finden sind.

Heidelberg-Kochbuch zu gewinnen

Anlässlich der Fairen Woche verlost die Stadt Heidelberg 15 Exemplare des Heidelberg-Kochbuchs, das 2016 unter dem Motto „Regional, saisonal, bio, fair und lecker“ unter Beteiligung zahlreicher Heidelbergerinnen und Heidelberger beim Wellhöfer Verlag erschienen ist. Wer an dem Gewinnspiel teilnehmen möchte, schickt bitte bis zum 1. Oktober 2017 eine E-Mail an umweltamt@heidelberg.de. Die E-Mail-Adressen werden nicht anderweitig verwendet.

Stadt Heidelberg


Umweltfreundlich transportieren: Heidelberger Gemeinderat berät über Prämie für Lastenräder

Ob für den Transport von Einkäufen oder Kindern: Lastenräder sind eine umweltfreundliche, lärmarme und preiswerte Alternative zum Auto. Insbesondere elektrisch unterstützte Lastenräder können herkömmliche kleine Nutzfahrzeuge ersetzen – gerade sie sind aber teuer. Der Gemeinderat der Stadt Heidelberg berät nun, ob er eine Prämie für das praktische Fortbewegungsmittel einführen soll. Das Förderprogramm „Umweltfreundlich mobil“ soll um die Anreizprämie als Zuschuss zum Kauf eines Lastenrades oder Lastenanhängers für Privatpersonen erweitert werden. Gefördert werden sollen 50 Prozent der Kosten für die Neuanschaffung von Lastenrädern oder -anhängern.

Die Stadträtinnen und -räte diskutieren darüber am Dienstag, 12. September 2017, im Bau- und Umweltausschuss und am Mittwoch, 27. September 2017, im Haupt- und Finanzausschuss. Am Donnerstag, 5. Oktober 2017, fällt der Gemeinderat die Entscheidung. Die erweiterten Förderbedingungen würden dann ab 1. November 2017 gelten.

Details zur geplanten Lastenrad-Förderung in Heidelberg

  • Förderbeträge: Gefördert werden 50 Prozent der Kosten für die Neuanschaffung von Lastenrädern oder -anhängern und ist auf folgende Höchstbeträge gedeckelt:
  • Förderung elektrischer Lastenräder mit bis zu 500 Euro
  • Förderung muskelbetriebener Lastenräder mit bis zu 300 Euro
  • Förderung von Lastenanhängern mit bis zu 100 Euro
  • „Abwrackprämie“ oder Rhein-Neckar-Jahresticket: Wer parallel zur Anschaffung eines Lastenrads sein im Stadtkreis Heidelberg gemeldetes Auto abmeldet oder verkauft, kann – zusätzlich zur Anreizprämie – wahlweise den Zuschuss für ein Rhein-Neckar-Jahresticket oder eine „Abwrackprämie“ in Höhe von einmalig 500 Euro beantragen. Für beide Zuschussvarianten gilt, dass auf die Antragstellerin oder der Antragsteller in den folgenden zwölf Monaten nicht wieder ein Auto zugelassen wird.
  • Förderberechtigte: Der Antrag kann nur von Privatpersonen gestellt werden. Gewerbetreibende können von der Elektromobilitätsförderung des Landes profitieren (https://vm.baden-wuerttemberg.de/de/verkehrspolitik >Nachhaltige Mobilität >Antrieb der Zukunft >Elektromobilitätsförderung)

Förderangebote des Landes und der Stadtwerke Heidelberg

Der Kauf eines Elektrolastenrads für den gewerblichen Einsatz soll von der Förderung ausgenommen sein, weil dieser eben bereits von der Elektromobilitätsförderung des Ministeriums für Verkehr Baden-Württemberg bezuschusst wird. Bereits jetzt fördern die Stadtwerke Heidelberg die Anschaffung von Elektrofahrrädern (Pedelecs) mit 100 Euro, sofern die Antragstellerin oder der Antragsteller Strom aus erneuerbaren Energiequellen von den Stadtwerken Heidelberg bezieht, und das Pedelec bei einem der Partnergeschäfte des Unternehmens erworben wird. Diese Förderung gilt auch für Elektrolastenräder und soll – zusätzlich zur möglichen neuen Anreizprämie der Stadt – beibehalten werden. Denn nur mit Ökostrom fahren die Elektroräder wirklich umweltschonend. Mehr zu den Angeboten der Stadtwerke Heidelberg rund um Elektromobilität unter www.swhd.de/emobility.

Förderprogramm „Umweltfreundlich mobil“

Mit dem Förderprogramm „Umweltfreundlich mobil“ unterstützt die Stadt seit 2005 die Anschaffung oder das Leasing von Erdgasfahrzeugen sowie seit 2011 auch von Elektro- und Hybridfahrzeugen mit bis zu 1.000 Euro. Und wer in Heidelberg sein Fahrzeug freiwillig abmeldet, den belohnt die Stadt seit Januar 2016 einmalig mit einem VRN-Jahresticket der „Rhein-Neckar Verkehr GmbH“ und des „Verkehrsverbundes Rhein-Neckar GmbH“. Die Stadt Heidelberg strebt eine Vorreiterrolle beim Wechsel auf innovative Technologien an und unterstützt mit diesem Förderprogramm alternative Antriebe und Kraftstoffe zum Schutz der Umwelt und des Klimas (www.heidelberg.de/foerderprogramm).

Stadt Heidelberg


„Pflege der Städtepartnerschaft mit Cambridge wichtiger denn je“

Delegation aus Heidelberg um Oberbürgermeister Prof. Würzner zu Gast in britischer Partnerstadt

Die Heidelberger Delegation um Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner (5.v.l.) und mehrere Stadträte besuchte das European Bioinformatics Institute (EMBL-EBI) in Hinxton in der Nähe von Cambridge.

Eine Delegation um Heidelbergs Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner, Mathias Schiemer, Geschäftsführer der Heidelberg Marketing GmbH, Nicole Huber, Leiterin des Referats des Oberbürgermeisters, sowie mehreren Stadträten hat der britischen Partnerstadt Cambridge vom 5. bis 7. September 2017 einen Besuch abgestattet. Auf dem Programm standen unter anderem Gespräche mit Cambridges Bürgermeister George Pippas und dem leitenden Stadtrat Lewis Herbert über die Weiterentwicklung der Städtepartnerschaft und künftige gemeinsame Projekte. Zudem ging es um Möglichkeiten der Kooperation beider Städte im Bereich des Tourismus.

„Seit mehr als einem halben Jahrhundert pflegen Heidelberg und Cambridge eine innige Städtepartnerschaft mit gegenseitigen Besuchen und Austauschen auf vielfältigen Ebenen. Diese besondere Partnerschaft ist zuletzt auch im Juli zum Ausdruck gekommen, als wir William und Catherine, Herzog und Herzogin vom Cambridge, in Heidelberg begrüßen durften. Die Bewahrung und Pflege dieser kostbaren Städtepartnerschaft ist in der heutigen Zeit und im Hinblick auf das Ausscheiden Großbritanniens aus der Europäischen Union wichtiger denn je. Daher möchten wir die Partnerschaft mit Cambridge auch in Zukunft weiterhin mit viel Leben füllen“, sagte Oberbürgermeister Prof. Würzner. Cambridges Bürgermeister George Pippas war zum Besuch von Herzog William und Herzogin Catherine am 20. Juli 2017 ebenfalls in Heidelberg zu Gast gewesen.

Der Heidelberger Delegation gehörten unter anderem auch Ursula Liedvogel, Vorsitzende des Freundeskreises Heidelberg-Cambridge, der Vorsitzende des Sportkreises Heidelberg Gerhard Schäfer sowie Steffen Wörner, Geschäftsführer des Stadtjugendrings Heidelberg e.V., an. Bei einem Besuch des European Bioinformatics Institute (EMBL-EBI) in Hinxton in der Nähe von Cambridge erhielt die Heidelberger Delegation einen Einblick in dieses Zentrum für Forschung und Dienstleistungen auf dem Gebiet der Bioinformatik. Das Institut ist Teil des European Molecular Biology Laboratory (EMBL), das in Heidelberg auf dem Königstuhl angesiedelt ist.

Heidelberg und Cambridge – Städte der Wissenschaft und Forschung

Heidelberg und Cambridge verbinden viele Parallelen: Beide Städte werden jeweils durch eine jahrhundertealte Universität geprägt, deren Institute in der Altstadt verteilt sind und das Stadtbild maßgeblich bestimmen. Beide Universitäten sind weltweit bekannt und geschätzt. Neben aller Historie und Romantik sind Cambridge und Heidelberg moderne Städte mit allen dazugehörenden Dienstleistungsbereichen. In Cambridge gibt es – wie auch in Heidelberg – viele Unternehmen im Hightech- und Biotechnologiebereich.

Erste freundschaftliche Verbindungen der beiden Städte gehen bis 1957 zurück. Zwei Jahre später reiste eine Delegation aus Heidelberg zum Gegenbesuch nach Cambridge. Die freundschaftlichen Bande intensivierten sich und mündeten in die Unterzeichnung der Partnerschaftsverträge 1965 in Cambridge. Heute pflegt in Heidelberg der Freundeskreis Heidelberg-Cambridge die Partnerschaft, auf britischer Seite ist es die Friendship Group.

Stadt Heidelberg

Tipps für umweltfreundliche Schulsachen und einen gesunden Schulstart

Das neue Schuljahr 2017/18 begann am Montag, 11. September. Die Schulranzen müssen fertig gepackt sein, damit die Kinder gut ausgerüstet starten können. Beim Kauf der Materialien ist es sinnvoll, neben dem Preis auch die Umweltverträglichkeit im Blick zu behalten. Schulsachen, die aus hochwertigen und langlebigen Materialien bestehen, sind auf den ersten Blick etwas teurer. Die Mehrkosten relativieren sich durch eine langlebige Schulausstattung. Die Abfallwirtschaft und Stadtreinigung Heidelberg hat für den Kauf der Schulmaterialien folgende Tipps.

Schulranzen und Mäppchen

Hierbei sind eine gute Beratung und der Kauf zusammen mit dem Schulkind sinnvoll. Die Schultasche sollte praktisch sein, Komfort bieten und dem Kind gefallen. So wird diese länger genutzt und gepflegt. Möglicherweise finden Sie eine gebrauchte und noch gutaussehende Schultasche aus zweiter Hand. Achten Sie beim Kauf auf stabile, langlebige Materialien und eine gute Qualität. Hierbei lohnt ein Blick auf die Verarbeitung der Nähte. Reißverschlüsse aus Metall sind denen aus Plastik vorzuziehen. Dies sichert auch eine Reparaturfähigkeit des Ranzens.
Das Mäppchen sollte ausreichend dimensioniert sein, um auch noch ungeplante Materialien aufnehmen zu können. Auch hier ist bei der Wahl der Bestandteile und der Beschaffenheit darauf zu achten, dass diese stabil, reparatur- und reinigungsfähig, langlebig und umweltverträglich sind. Gute Erfahrungen gibt es mit pflanzlich gegerbten (Recycling-)Leder und Stoffen (Leinen und Biobaumwolle).

Recyclingpapier

Das meistbenutzte Material in den Schulen ist noch immer Papier. Um Rohstoffe, Energie und Wasser zu sparen, sollten die Hefte und Blätter aus 100 Prozent Altpapier bestehen. Recyclingpapier ist von neu hergestelltem Papier heute nicht mehr zu unterscheiden. Die Tinte verläuft nicht und das Radieren fällt nicht schwerer als auf anderem Papier. Auch Mal- und Zeichenblöcke, Heftumschläge und Schnellhefter sind aus Recyclingpapier oder recycelten Materialien erhältlich. Zur Orientierung helfen Gütesiegel wie der „Blaue Umweltengel“ bei der Auswahl. Auch mit Umweltschutzpapier ist sparsam umzugehen, denn Papier kann nur begrenzt häufig wiederverwertet werden.

Schreiben, Malen, Zeichnen

Zum Schreiben, Malen und Zeichnen sind Bleistifte oder Buntstifte besser geeignet als Filzstifte oder Faserschreiber. Sie sparen eine Menge Plastikabfall. Außerdem enthalten Faserstifte oft Lösungsmittel und Tenside, die gesundheitsschädlich sein können. Da Stifte häufig in den Mund genommen werden, empfehlen wir Stifte aus unlackiertem Holz oder Stifte, die mit einer Wasserlasur lackiert sind. Lackierte Stifte sollten zumindest nach der Euronorm EN 71 mit dem CE-Siegel gekennzeichnet sein. Dies stellt die Begrenzung von löslichen, giftigen Schwermetallen in den Farben sicher.

Auf „Tintenkiller“ verzichten

Geschriebenes oder Gezeichnetes lässt sich auch durchstreichen. Das ersetzt den Tintenkiller oder andere Löschstifte. Es ist schwer, die gesundheitliche Bedenklichkeit dieser Stifte einzuschätzen. Die herstellenden Firmen hüten ihre Produktionsgeheimnisse und geben nur wenige Informationen über die verwendeten Hilfsstoffe und chemischen Verbindungen heraus. Es ist daher zu empfehlen, generell auf den Kauf von Tintenkillern zu verzichten. Ähnliches gilt für Markierstifte: Auch diese Einwegprodukte aus Kunststoff können chemische Lösungsmittel enthalten und erzeugen unnötigen Plastikabfall. Diese sinnvollen Arbeitshilfen gibt es auch aus Holz mit leuchtenden Farben.

Beim Füller auf Stabilität achten

Ein guter Tipp ist, beim Kauf eines geeigneten Füllers auf Stabilität und Langlebigkeit zu achten. An vielen Füllfederhaltern lassen sich die Federn auswechseln. Das erspart den Kauf eines kompletten Füllers, wenn nur die Feder kaputt ist, und vermeidet Abfall.

Lineale, Spitzer, Radiergummis

Lineale aus Holz statt aus Plastik sind stabiler. Auch ein Spitzer aus Holz oder Metall mit einem Messerchen zum Austauschen hält sehr lang und ist ein kleiner Beitrag zur Abfallvermeidung. Radiergummis aus Naturkautschuk statt Kunststoffradierer dienen der Umwelt: Radierer aus PVC können Weichmacher enthalten, die Gesundheit und Umwelt belasten.

Klebstoff aus Naturprodukten

Leim und Kleister aus Naturprodukten und auf Wasserbasis kleben häufig genauso gut wie ein Alleskleber oder die Spezialkleber und schonen gleichzeitig die Umwelt. Kleber sollten in keinem Fall Lösungsmittel enthalten, die beim Kleben ausdünsten.

Elektrische Geräte mit Akkus betreiben

Heutzutage wird viel Energie für Taschenrechner und andere kleine elektrische Geräte gebraucht. Sinnvoll ist es, dafür Akkus zu verwenden. Akkus lassen sich wiederaufladen, einfache Batterien dagegen nur wegwerfen. Altbatterien – wie auch Akkus – müssen am Ende ihres Lebens in den Sondermüll. Am besten ist es jedoch, auf Sonnenenergie umzusteigen und beispielsweise einen Solarrechner zu benutzen.

Nahrhaftes und Leckeres in die Brotbox

Obst, kleine Gemüseschnitze und ein Pausenbrot machen nicht nur satt, sondern sind auch gesund. Die Kinder bekommen einen gesunden Kräfteschub mit auf den Weg. Aufwändig in Papier, Alufolien oder Kunststofftütchen verpackte Pausenbrote hinterlassen jedoch einen täglichen Abfallberg, der durch eine Brotdose komplett vermieden werden kann. Wem die Box zu sperrig ist, findet im Handel auch wiederverwendbare Tuch- und Beutellösungen (wie zum Beispiel von den Firmen „Stullenwickler“ und „eversnack“).

Mehrweg-Flasche/-Becher

Auch für Getränke gibt es – statt der Einwegsysteme – mittlerweile dicht verschließbare Flaschen zum Wiederbefüllen aus Glas, Plastik, Metall und nachwachsenden Rohstoffen (Beispielsweise Bambus, Baumsaft).

Stadt Heidelberg


Spaziergänger aufgepasst: Arbeiten zur Landschaftspflege im Handschuhsheimer Mühltal

Charakteristisch für die hiesige Landschaft und ökologisch von besonderer Bedeutung: das Handschuhsheimer Mühltal.

Im Mühltal in Heidelberg-Handschuhsheim finden – je nach Witterung – seit Montag, 11. September 2017, einige Tage lang Arbeiten zur Landschaftspflege statt. Im dortigen Gewann Waldwiesen wird eine externe Landschaftspflegefirma im Auftrag des Amtes für Umweltschutz, Gewerbeaufsicht und Energie der Stadt Heidelberg tätig sein. Dabei kommen auch größere Maschinen zum Einsatz, um Freiflächen zu mähen und Wurzelstöcke zu roden. Ziel der Arbeiten ist es, das Tal langfristig offen zu halten – aus Sicht des Naturschutzes ist es ein wertvoller Lebensraum für verschiedenste Tier- und Pflanzenarten.

Bitte Wege nicht verlassen, Hunde anleinen und keine Gegenstände in die Freiflächen werfen

Aus Sicherheitsgründen und zur Erleichterung der Arbeiten werden Besucherinnen und Besucher des Mühltals gebeten, im Gewann Waldwiesen in dieser Zeit die Wege nicht zu verlassen, Hunde anzuleinen und keine Stöcke oder andere Gegenstände in die Freiflächen zu werfen. Für Auskünfte zu den Landschaftspflegearbeiten steht das Amt für Umweltschutz, Gewerbeaufsicht und Energie, Abteilung Natur- und Landschaftsschutz, unter der Telefonnummer 06221 58-18180 zur Verfügung.

Das Mühltal, auch als Siebenmühlental bekannt, zeichnet sich durch seine Vielfalt an Lebensräumen aus. Der am Fuße des Weißen Steines entspringende Mühlbach mit Gehölzsaum prägt das gesamte Tal. Daneben charakterisieren Quellbereiche sowie Nass- und Feuchtwiesen die wertvollsten Flächen des Gebietes.

Stadt Heidelberg


Mobinetz-Projekt Pfaffengrund: Arbeiten im Kreuzungsbereich Eppelheimer Straße / Kranichweg

Verkehrsführung wird angepasst

Der Trassenumbau im Pfaffengrund startete in die nächste Phase: Seit Montag, 11. September 2017, wird im südlichen Kreuzungsbereich Eppelheimer Straße / Kranichweg / Kurpfalzring gearbeitet. Zunächst werden die Kanal- und Leitungsarbeiten durchgeführt, anschließend stehen die Herstellung von Gleistrasse und Fahrbahn auf der Agenda. Für die Arbeiten muss die Verkehrsführung leicht angepasst werden: Seit Montag, 11. September, ist vom Kurpfalzring oder Kranichweg kommend das Einfahren in die Eppelheimer Straße in Richtung Heidelberg nicht mehr möglich. Außerdem kann vom Kurpfalzring nicht mehr in den Kranichweg gefahren werden. Für den Auto- und Radverkehr ist eine örtliche Umleitung über die Henkel-Teroson-Straße ausgeschildert.

Umleitungen der Linien 22 und 34

Die Busse der Linie 22 fahren in Fahrtrichtung Eppelheim nach der Haltestelle Henkel-Teroson-Straße über die Hugo-Stotz-Straße. Dabei werden die Haltestellen Hugo-Stotz-Straße und Stotz bedient. Dann geht es weiter über die Eppelheimer Straße zur Haltestelle Kurpfalzring Süd. Ab da fahren die Busse auf dem bekannten Umleitungsweg. In der Gegenrichtung entfällt die Haltestelle Kurpfalzring Süd.

Die Busse der Linie 34 fahren in Fahrtrichtung Pfaffengrund nach der Haltestelle Hans-Bunte-Straße über Hans-Bunte-Straße und Hugo-Stotz-Straße und bedienen dabei die Haltestellen Hugo-Stotz-Straße und Stotz. Danach geht es weiter auf dem regulären Linienweg. Die Haltestelle Stotz wird für beide Linien in die Hugo-Stotz-Straße verlegt.

Was wird gemacht?

Die Trasse in der Eppelheimer Straße wird zwischen den Haltestellen Henkel-Teroson-Straße und Kranichweg umgebaut. Ziel ist es, die Straßenbahn zu beschleunigen und die Verkehrssicherheit zu verbessern. Die Haltestellen Kranichweg und Stotz werden zu einer neuen barrierefreien Haltestelle zusammengelegt, die Haltestellen Marktstraße und Henkel-Teroson-Straße werden barrierefrei ausgebaut. Auch die Fahrbahn sowie die Geh- und Radwege in der Eppelheimer Straße werden teilweise erneuert.

Mobilitätsnetz Heidelberg

Mit dem Mobilitätsnetz Heidelberg wird das Straßenbahnnetz umfassend und nachhaltig ausgebaut. Die Fahrzeiten werden kürzer, die Umsteigesituationen optimiert – eine Zeitersparnis gerade für die Pendlerinnen und Pendler. Das macht den Umstieg auf die Straßenbahn attraktiv und ist ein wichtiger Beitrag zur umweltfreundlichen Mobilität in Heidelberg und zur Entlastung des Straßenverkehrs.

Ergänzend: www.heidelberg-mobinetz.de

Stadt Heidelberg


Mann vor Ertrinken aus dem Neckar gerettet

Dr. Jutta Schreckenberger und Maik Bruns mit Rettungsmedaille des Landes ausgezeichnet

Gemeinsamer Dank an die Lebensretterin Dr. Jutta Schreckenberger (3.v.l.): Ursula Krauß (v.l.), die im gekenterten Ruderboot saß, Peter Fischer, Leiter der Wasserschutzpolizei Heidelberg, Bürgermeister Wolfgang Erichson, Alexander Walter, 2. Vorsitzender der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG), Stadtgruppe Heidelberg, und der aus der Not gerettete Volker Hinz.

Zivilcourage, Mut, Tatkraft: Dies alles haben Dr. Jutta Schreckenberger und Maik Bruns am 26. April 2016 bewiesen. Als beide gegen 12 Uhr am Neckar in Heidelberg Hilferufe hörten, zögerten sie nicht und griffen beherzt ein. Dank ihrer Hilfe und ihres Einsatzes ohne Rücksicht auf Gefahren für sich selbst konnten ein vom Ertrinken bedrohter Mann und seine Ruderkameradin aus dem kalten Wasser gerettet werden. Auf Entscheidung von Ministerpräsident Winfried Kretschmann sind Dr. Jutta Schreckenberger und Maik Bruns mit der Rettungsmedaille des Landes Baden-Württemberg ausgezeichnet worden. Heidelbergs Bürgermeister Wolfgang Erichson überreichte Dr. Jutta Schreckenberger am Donnerstag, 7. September 2017, gemeinsam mit Peter Fischer, Leiter der Wasserschutzpolizei Heidelberg, und Alexander Walter, 2. Vorsitzender der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG), Stadtgruppe Heidelberg, im Palais Graimberg die Auszeichnung sowie eine Ehrengabe des Ministerpräsidenten in Höhe von 250 Euro. Der Berliner Maik Bruns konnte an der Ehrung nicht teilnehmen und erhält die Auszeichnung samt Ehrengabe zugesendet.

„Sie haben in einer Gefahrensituation die Ruhe bewahrt und entschlossen gehandelt, auch wenn Sie sich selbst damit in Gefahr gebracht haben. Sie haben zwei Menschen aus größter Not retten können und dem gebührt allerhöchste Anerkennung. Mit Ihrem Handeln sind Sie ein Vorbild für gelebte Zivilcourage, die in unserer Gesellschaft heutzutage wichtiger denn je ist, und dies verdient unser aller Respekt“, sagte Bürgermeister Wolfgang Erichson bei der Auszeichnung.

Nach Kenterung mit Rennruderboot: Füße lassen sich nicht aus fixierten Schuhen lösen

Die beiden in Not geratenen Rudersportler waren am Mittag des 26. April 2016 gemeinsam in einem Renndoppelzweier auf dem Neckar unterwegs, als in etwa auf Höhe der Stadthalle bei einer Wende das Unglück passierte: Das schmale Rennruderboot ohne Kiel geriet in Schieflage und kenterte schließlich. Während sich die heute 55-jährige Ruderin mit ihren Füßen schnell aus den im Inneren des Bootes angebrachten Schuhen lösen konnte, misslangen aufgrund einer mangelhaft eingestellten Fixierung alle Versuche ihres Bootskameraden, sich eigenhändig aus den Schuhen zu befreien. Während das Boot mit der Öffnung nach unten aufgrund der Strömung weiter trieb, hatte der 68-Jährige zunehmend Schwierigkeiten, seinen Kopf über Wasser zu halten. Auch die Kräfte seiner ihm helfenden Bootskameradin ließen in dem nur rund zehn Grad kalten Wasser immer stärker nach.

Die damals in Heidelberg lebende Dr. Jutta Schreckenberger und Maik Bruns, die unabhängig voneinander am Neckarufer unterwegs waren, hörten die Hilferufe und kamen den beiden in Not geratenen Personen sofort zur Hilfe. Sie gingen in das Wasser und schwammen in Richtung des Bootes. Gemeinsam mit der Ruderin schafften sie es unter großer Kraftanstrengung, den Ruderer vor dem Ertrinken zu bewahren und das Boot zum Ufer zu bewegen. Die ungewöhnlich schnelle Fließgeschwindigkeit des Neckars aufgrund vorhergegangener Regenfälle – das Wasser floss an diesem Tag etwa vier- bis achtmal so schnell wie normalerweise – erschwerte die Rettungsmaßnahme zusätzlich. Am Ufer gelang es schließlich, das Boot soweit aufzurichten, dass der Ruderer aus seiner misslichen Situation befreit werden konnte. Der Mann wurde anschließend medizinisch versorgt.

Hintergrund: 

Die Rettungsmedaille des Landes Baden-Württemberg kann an Personen verliehen werden, die unter besonders schwierigen, mit Gefahr für das eigene Leben verbundenen Umständen Menschen aus Lebensgefahr gerettet haben. Hat der Retter in Ausübung der Rettungstat sein Leben verloren, so kann ihm die Rettungsmedaille postum verliehen werden.

Text: Stadt Heidelberg Foto: Philipp Rothe


„Karte ab 60" jetzt beantragen

Für 42,10 Euro im Monat Busse und Bahnen nutzen

Für alle, die in diesem Jahr ihren 60. Geburtstag feiern, gibt es ein besonderes Angebot: das „Karte ab 60-Glückwunsch-Abo“. Mit dem Abo kann man einen Monat lang gratis in den Bussen und Bahnen des Verkehrsverbundes Rhein-Neckar (VRN) unterwegs sein. Anspruch auf dieses Abo haben alle, die die „Karte ab 60“ innerhalb von zwölf Monaten ab dem 60. Geburtstag bestellen.

Mit der Karte ab 60 kann man für 42,10 Euro im Monat die Busse, Straßenbahnen und freigegebenen Züge (DB: RE, RB und S-Bahnen jeweils in der 2. Klasse) im gesamten VRN-Gebiet benutzen. Das Verbundgebiet reicht von Alzey und Bensheim im Norden, bis Wissembourg, Lauterbourg und Sinsheim im Süden, von Main-Tauber-Kreis im Osten bis weit über Kaiserslautern hinaus in Richtung Westen.

Die Bestellscheine liegen bei der Akademie für Ältere, Bergheimer Straße 76, beim RNV-Kundenzentrum, bei der DB am Heidelberger Hauptbahnhof und bei den Bürgerämtern aus. Dort können die Anträge auch abgeben werden. Wer sich bereits am 1. Oktober 2017 mit der „Karte ab 60“ auf den Weg machen möchte, muss den Bestellschein spätestens bis Mittwoch, 20. September 2017, beim RNV- oder DB-Kundenzentrum abgeben.

Stadt Heidelberg


Ampel ermöglicht sicheren Übergang für Kinder zur neuen Grundschule in B³ in der Bahnstadt

Interimslösung im Langen Anger bis zur Errichtung von Pollern

Schulranzen auf den Rücken und los geht’s: Seit Montag, 11. September 2017, können die Schülerinnen und Schüler in der Bahnstadt erstmals die Klassenzimmer in ihrem neuen Schulgebäude im Bildungs-, Betreuungs- und Bürgerhaus B³ am zentralen Gadamerplatz betreten. Für einen sicheren Schulweg der Mädchen und Jungen zu ihrer Ganztagesgrundschule wird aktuell vor dem Gadamerplatz eine Fußgängerampel eingerichtet. Sie ermöglicht einen gefahrlosen Übergang für Fußgänger über die Straße Langer Anger.

Die Ampel wird interimsweise den gefahrlosen Übergang über den Langen Anger ermöglichen, bis nach Fertigstellung des Czernyrings die langfristig geplante Lösung mit Pollern im Langen Anger umgesetzt werden kann. Der Lange Anger soll durch die Poller am Gadamerplatz dauerhaft unterbrochen und somit die Durchfahrt für Autos und Lastwagen verhindert werden. Dann wird die Durchfahrt lediglich noch für Radfahrer sowie berechtigte Fahrzeuge, die die Poller absenken können – zum Beispiel Feuerwehr, Rettungsdienste und Müllfahrzeuge – möglich sein.

Mit der Ampel und langfristig der Poller-Lösung trägt die Stadt Heidelberg insbesondere der Tatsache Rechnung, dass der Schulweg von Kindern aus den Wohngebäuden im Süden der Bahnstadt auf Höhe des Gadamerplatzes den Langen Anger kreuzt. Zudem verhindern die Poller in Zukunft das unrechtmäßige Parken von Autos vor der Schule, etwa beim Bringen und Abholen von Kindern. Abgestellte Fahrzeuge könnten hier die Sicht einschränken und so zusätzlich für Gefahr im Verkehr sorgen. Für alle Verkehrsteilnehmer gilt auch in Zukunft im Langen Anger eine Tempobeschränkung auf 30 Stundenkilometer.

Stadt Heidelberg

Bahnstadt: Gadamerplatz als zentraler Treffpunkt für alle Bürgerinnen und Bürger ab sofort nutzbar

Rasenflächen, Sitzgelegenheiten und topografische Landschaft laden zum Entspannen und Verweilen ein

Der Gadamerplatz mit dem Bildungs-, Betreuungs- und Bürgerhaus B³ bildet das neue Herz der Bahnstadt.

Das Herz der Bahnstadt beginnt zu schlagen: Der Gadamerplatz im Kern des neuen Stadtteils steht seit Donnerstag, 7. September 2017, den Bürgerinnen und Bürgern der Bahnstadt und ganz Heidelbergs zur Verfügung. Der Platz vor dem Bildungs-, Betreuungs- und Bürgerhaus B³ lädt damit ab sofort als zentraler Treffpunkt mit hoher Aufenthaltsqualität zum Verweilen, Erholen und Bewegen ein.

Die Bauzäune im Südteil des Gadamerplatzes sind abgebaut, sodass nun alle Bürgerinnen und Bürger über den Platz schlendern und die dortigen Flächen und Angebote nutzen können. Damit können auch die Schülerinnen und Schüler seit Montag, 11. September 2017, zum Schuljahresbeginn problemlos ihre neue Ganztagesgrundschule in B³ erreichen. An der westlichen Seite des Gadamerplatzes entlang der Da-Vinci-Straße bieten Rasenflächen, angelegt als Hochbeete, Möglichkeiten zur Entspannung unter Magnolien. Zum Platz hin stehen am Rand der Rasenflächen Sitzmöglichkeiten zur Verfügung. Auf einer topografischen Landschaft mit unterschiedlichen Bodenhöhen südlich des Foyers der neuen Turnhalle können Kinder und Jugendliche altersübergreifend spielen und verweilen. Bis zu einer Höhe von 80 Zentimetern erhebt sich die Landschaft. Eine Flügelnuss als großer Platzbaum – ein aus Asien stammender Laubbaum aus der Familie der Walnussgewächse – ist bereits gepflanzt. Rund um den Platzbaum wurden verschiedene Sitz- und Aufenthaltsangebote geschaffen.

Aktuell stehen lediglich noch einige Restarbeiten auf dem Gadamerplatz an – etwa die Baumreihen entlang der angrenzenden Straßen, Linden an der Grünen Meile, Eichen an der Galilei- und der Da-Vinci-Straße. Zudem stehen auch noch nicht alle der künftig 140 Fahrradstellplätze zur Verfügung. Die Fertigstellung eines Holzpodestes an der topographischen Fläche erfolgt ebenfalls noch. Zur Absicherung der noch ausstehenden Bauarbeiten sind in Teilbereichen noch Bauzäune aufgestellt.

Wochenmarkt zieht voraussichtlich Anfang Oktober auf den Gadamerplatz

Ein Leitsystem für Menschen mit Sehbehinderung – anthrazitfarbene Bodenplatten mit hellem Begleitstreifen – wurde mit dem Beirat von Menschen mit Behinderungen abgestimmt. Der Gadamerplatz zwischen Grüner Meile und Langem Anger, Da-Vinci-Straße und Galileistraße umfasst eine Fläche von rund 8.300 Quadratmetern. Die Freiflächenplanung erfolgte durch das Büro KUULA Landschaftsarchitekten, das den Wettbewerb für die Gestaltung des Gadamerplatzes gewonnen hatte.

Der südliche Teil des Platzes bietet künftig das neue Zuhause für den Wochenmarkt. Voraussichtlich Anfang Oktober wird dieser von der Schwetzinger Terrasse auf den Gadamerplatz umziehen. Herausnehmbare Poller ermöglichen dann die Zufahrt für Händler auf den Platz.

Ergänzend: Mehr unter www.heidelberg-bahnstadt.de.

Stadt Heidelberg

Wahlhilfen für Menschen mit Behinderungen

Neues Info-Faltblatt der Kommunalen Behindertenbeauftragten

Am Sonntag, 24. September 2017, findet die Wahl zum 19. Deutschen Bundestag statt. Damit auch blinde und sehbehinderte Menschen selbstständig und ohne fremde Hilfe ihre Stimme abgeben können, bieten die Blinden- und Sehbehindertenverbände kostenlos die Zusendung von sogenannten Stimmzettelschablonen an. Die Schablonen werden auf den Stimmzettel gelegt. Die Felder für die „Kreuzchen“ sind in der Schablone ausgespart. Auf der Schablone sind in großer tastbarer Schrift Erläuterungen angebracht.

Tasthilfe auf Stimmzettel – Stimmzettelschablonen für blinde und sehbehinderte Menschen

Zusammen mit der Schablone wird – ebenfalls kostenlos – eine Audio-CD ausgeliefert. Die CD kann mit allen CD-Playern abgespielt werden. Auf dieser CD wird die Benutzung der Schablone erklärt. Außerdem ist der Inhalt des Stimmzettels vollständig aufgesprochen. Schablone und CD können unter der Telefonnummer 0761 36122 angefordert werden. Um die Schablone besser anlegen zu können, sind alle Stimmzettel mit einer Tasthilfe versehen. Zu diesem Zweck ist bei allen Stimmzetteln die rechte obere Ecke abgeschnitten.

Barrierefreie Wahllokale

Für Menschen mit Behinderungen und Mobilitätsbeeinträchtigungen sind zahlreiche Heidelberger Wahllokale ohne besondere Erschwernisse zugänglich. Diejenigen, die in einem dieser Wahllokale wählen möchten, ohne dort wahlberechtigt zu sein, müssen sich allerdings einen Wahlschein besorgen. Mit dem Wahlschein kann in jedem beliebigen Wahlbezirk des Wahlkreises gewählt werden. Der Wahlschein kann durch einscannen des QR-Codes auf der Rückseite der Wahlbenachrichtigung, online unter www.heidelberg.de/wahlen, schriftlich unter anderem per Fax an 06221 58-49150, per E-Mail an wahldienststelle@heidelberg.de, durch Antragsvordruck auf der Rückseite der Wahlbenachrichtigung oder persönlich bei jedem Bürgeramt beantragt werden. Eine Übersicht über die barrierefreien Wahllokale finden Sie im Internet unter www.heidelberg.de/wahlen.

Außerdem befindet sich am Wahlsonntag im jeweils ersten Bezirk eines jeden Wahlgebäudes, das für Menschen mit Behinderungen zugänglich ist, eine Tischkabine, die es ermöglicht, an der Urnenwahl teilzunehmen.

Hürdenlos zur Wahl – Info-Faltblatt der Kommunalen Behindertenbeauftragten

Um Menschen mit Behinderung eine möglichst reibungslose Wahl zu ermöglichen, hat die Kommunale Behindertenbeauftragte der Stadt Heidelberg (KBB) ein Faltblatt zusammengestellt. Es enthält unter anderem Infos für Blinde und Sehbehinderte, Hinweise zu barrierefreien Wahllokalen und zu Infos in einfacher Sprache. Das Faltblatt ist ab sofort im Büro der Behindertenbeauftragten im Bürgeramt Mitte, Bergheimer Straße 69, 69115 Heidelberg, erhältlich und liegt in der Wahldienststelle im Bürgeramt Mitte aus. Online ist es zu finden unter www.heidelberg.de/wahlen > Bundestagswahl unter dem Abschnitt „Wahlhilfen und Informationen für Menschen mit Behinderung“ sowie im Newsletter der Behindertenbeauftragten unter www.heidelberg.de/behindertenbeauftragte.

Stadt Heidelberg


Elternberatung in Kitas

Kostenloses Angebot für ratsuchende Eltern

Wenn der Alltag in Familien nicht ganz rund läuft und es Fragen und besondere Herausforderungen gibt, müssen Eltern solche schwierigen Situationen auch im neuen Kindergartenjahr nicht allein bewältigen. Als besonderes Unterstützungsangebot bietet die Stadt Heidelberg seit 2008 in den Kindertagesstätten im ganzen Stadtgebiet fachkompetente und kostenlose Elternberatung an. Mit erfahrenen Beraterinnen und Beratern können Eltern direkt in der Kindertageseinrichtung vertraulich Erziehungsfragen besprechen, um gemeinsam Ideen und Lösungswege zu finden.

Alle Beraterinnen und Berater sind Fachkräfte aus Beratungsstellen für Erziehungs- und Familienfragen, die mit der Stadt zusammenarbeiten. Die Stadt fördert das Beratungsangebot mit jährlich knapp 140.000 Euro. Wann ein Berater in Erziehungsfragen vor Ort ist, erfahren Eltern von der Leitung ihrer Kindertageseinrichtung. Nähere Informationen zur „Elternberatung an Kindertageseinrichtungen“ erhalten Interessierte beim Kinder- und Jugendamt der Stadt Heidelberg, Telefon 06221 58-38060.

Stadt Heidelberg


Konversionsfläche Südstadt: Teile von Mark-Twain-Village Nord für Öffentlichkeit zugänglich

Willkommen im Mark-Twain-Village Nord: Pünktlich zum Schuljahresbeginn hat die Julius-Springer Schule am Montag, 11. September 2017, ihre neuen Pforten im Gebäude der ehemaligen Mark-Twain-Schule geöffnet. Damit werden auch Teile des Mark-Twain-Village Nord auf der Konversionsfläche Südstadt für die Öffentlichkeit frei zugänglich werden. Ab diesem Zeitpunkt sind die Zengerstraße, Mark-Twain-Straße, Roeblingstraße, Elsa-Brandström-Straße und die Columbusstraße geöffnet. Neben Mark-Twain-Village Süd-Ost, wo bereits erste Mieterinnen und Mieter preisgünstigen Wohnraum bezogen haben, ist dies der zweite öffentlich begehbare Bereich auf der Konversionsfläche Südstadt.

Die Julius-Springer-Schule wird über die Rheinstraße und die Elsa-Brandström-Straße mit dem Auto erreichbar sein. Fußgängerinnen und Fußgänger sowie Radfahrerinnen und Radfahrer gelangen zusätzlich von der Römerstraße über die Columbusstraße und die Elsa-Brandström-Straße sowie vom Radweg westlich der Konversionsfläche direkt über die Mark-Twain-Straße zur Schule. Der Bereich nördlich der Schule und der Columbusstraße sowie die Campbell Barracks bleiben vorerst weiterhin geschlossen. Im Umfeld der Schule werden in den nächsten Jahren umfangreiche Neubau- und Umbaumaßnahmen stattfinden, die voraussichtlich zu Behinderungen und Beeinträchtigungen führen werden. Hierüber wird die Stadt zu gegebenem Zeitpunkt gesondert informieren.

Julius-Springer-Schule

Seit Februar 2016 wird die ehemalige Mark-Twain-Schule auf der Konversionsfläche in der Südstadt saniert. Sie wird ab dem Schuljahr 2017/2018 von der beruflichen Julius-Springer-Schule genutzt werden. Die Julius-Springer-Schule war bisher Teil des Komplexes zwischen Rohrbacher Straße und Römerstraße, wo sich auch die Willy-Hellpach- und die Pestalozzischule befinden. Sie hat mit ihren über 1.600 Schülerinnen und Schülern bereits seit längerem mit Raummangel zu kämpfen. Zuletzt wurde ein Bedarf von 24 zusätzlichen Räumen mit einer Programmfläche von fast 2.000 Quadratmetern festgestellt. Mit dem Abzug der amerikanischen Streitkräfte ergab sich die Möglichkeit, die ehemalige Mark-Twain-Schule zu übernehmen und nach deren Sanierung die Julius-Springer-Schule in dieses Gebäude zu verlegen.

Stadt Heidelberg


Ausstellung zum Thema Hochwasser seit Dienstag, 12. September, im Heidelberger Rathaus

Eröffnung am 14. September mit Bürgermeister Erichson

Hochwasser in der Heidelberger Altstadt im Juni 2013.

Eine Ausstellung zum Thema Hochwasser ist von Dienstag, 12. September 2017, bis Donnerstag, 21. September 2017, im Foyer des Heidelberger Rathauses, Marktplatz 10, 69117 Heidelberg, während der Öffnungszeiten zu sehen. Die Ausstellung zeigt die Hochwassergefahrenkarten für die Stadtteile Altstadt, Wieblingen und Ziegelhausen und informiert über die Themen Hochwasserschutz und private Hochwasservorsorge und -nachsorge. Bürgermeister Wolfgang Erichson wird die Ausstellung am Donnerstag, 14. September 2017, um 17 Uhr offiziell eröffnen. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Der Ort ist barrierefrei zugänglich.

Grundlage für die Einschätzung des Hochwasserrisikos in Heidelberg sind Hochwassergefahrenkarten, wie sie in der Heidelberger Ausstellung zu sehen sein werden. Sie zeigen die räumlichen Ausdehnungen und Wassertiefen von Hochwasserereignissen, wie sie alle 10, 50 und 100 Jahre auftreten können. Beim Krisenmanagement für diese Hochwassergefahren und -risiken geht es darum, die menschliche Gesundheit, die Umwelt, das Kulturerbe und die Wirtschaft zu schützen. Die sogenannte EU-Hochwasserrisikomanagementrichtlinie gibt potenziell von Hochwasser betroffenen Kommunen vor, wie ihre Krisenmanagementplanung, Hochwasseralarm- und Einsatzpläne aussehen und wie die Bevölkerung und Wirtschaftsunternehmen informiert werden müssen.

„Mediterranisierung“ in Heidelberg: Verwaltung arbeitet an Vorsorge-Konzept

Hintergrund der Ausstellung ist, dass in Heidelberg aufgrund des Klimawandels in den kommenden Jahren mit einer „Mediterranisierung“ des Klimas zu rechnen ist. Die Menschen müssen sich auf eine weiter steigende Durchschnittstemperatur, häufiger auftretende Hitzeepisoden im Sommer, mehr Regen und Hochwassergefahr im Winterhalbjahr einstellen und auf weniger Niederschlag im Sommer – der dafür aber öfter als kurzer, heftiger Starkregen auftritt. Die Stadt Heidelberg will deshalb Schutz- und Vorsorgemaßnahmen für die Risikofaktoren Hochwasser, Starkregen und Hitzebelastung erarbeiten. Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung am 25. Juli 2017 bei zwei Enthaltungen die Stadtverwaltung mit einem Vorsorge-Konzept beauftragt, einem sogenannten Klimawandel-Anpassungskonzept. Mit der Ausstellung informiert die Stadtverwaltung die Öffentlichkeit über das Thema.

Text: Stadt Heidelberg Foto: AZV


Musik- und Singschule startet ins neue Schuljahr

Beim Projekt „Bandhouse“ der Musik- und Singschule lernen Jugendliche nicht nur ihr eigenes Instrument, sondern auch, wie man in einer richtigen Band zusammenspielt.

Mit Beginn des Unterricht am 11. September 2017 an den Schulen, startet auch die Musik- und Singschule Heidelberg ins neue Schuljahr. In einigen Bereichen gibt es noch die Chance, in den Unterricht einzusteigen.

Freie Plätze im Instrumentalunterricht

Der Instrumentalunterricht beginnt im Oktober und hat noch Unterrichtsplätze für Anfänger und Fortgeschrittene in den Fächern Akkordeon, E-Gitarre und E-Bass frei. Leihinstrumente sind vorhanden.

In der Band spielen

Das Projekt „Bandhouse“ startet als einjähriger Kurs ebenfalls im Oktober und hat noch Plätze für Schüler ab elf Jahren mit und ohne Vorkenntnisse frei. Das Bandhouse-Konzept basiert auf der schlichten Erkenntnis, dass das Zusammenspiel in der Band der wichtigste Aspekt für live gespielte Rock-, Pop- und Jazzmusik ist. Selbst die Solisten brauchen eine Band, die sie begleitet. Deshalb setzt Bandhouse von Anfang an auf das Zusammenspiel in der Band. Der vorausgehende Unterricht am gewählten Instrument ist genau auf die sich stets anschließende Bandprobe abgestimmt und findet im Einzel oder in Kleinstgruppen statt. Auch das Fach Gesang ist im nächsten „Bandhouse Voice“-Kurs wieder dabei. Die wöchentlichen 120 Unterrichtsminuten werden je nach Notwendigkeit im Einzel-, Partner- oder Kleingruppenunterricht erteilt.

Infos und Anmeldung

Damit das Angebot der Musikschule auch für finanzschwache Familien zugänglich bleibt, gewährt die Musik- und Singschule Inhabern des Heidelberg-Passes 50 Prozent Gebührenermäßigung. Weitere Infos und die Anmeldebroschüre unter www.heidelberg.de/musikschule oder bei Kersten Müller, E-Mail kersten.mueller@heidelberg.de, Telefon 06221 58-43520.

Hintergrund:

Die Musik- und Singschule hat ihr Domizil in der Kirchstraße 2 in Bergheim. Durch das neue Projekt „Singen macht Schule“ verbuchte die Musik- und Singschule im vergangenen Jahr mit 4.374 Schülerinnen und Schülern einen neuen Rekord. Äußerst erfolgreich war die Musikschule auch bei „Jugend musiziert“ mit 76 Preisträgern beim Regionalwettbewerb, 31 beim Landeswettbewerb und 14 beim Bundeswettbewerb. An der Musikschule unterrichten 104 Lehrerinnen und Lehrer in über 30 Fächern.

Text: Stadt Heidelberg Foto: Musik- und Singschule Heidelberg


1.200 Heidelberger Erstklässler drücken die Schulbank

Heidelberg startet ins Schuljahr 2017/18

1.200 Erstklässler werden Mitte September in Heidelberg eingeschult.

Mit stabilen Schülerzahlen startet Heidelberg ins neue Schuljahr 2017/2018. Für rund 22.000 Schülerinnen und Schüler begann am 11. September wieder der Unterricht. Am Ende der ersten Schulwoche sind dann rund 1.200 Erstklässler an 18 öffentlichen und acht privaten Grundschulen am Start.

Noch bis Mitte September: Heidelberger Schulanfängerwochen

Zum dritten Mal bietet das Kinder- und Jugendamt in diesem Jahr die „Heidelberger Schulanfängerwochen“ an. Das pädagogische Angebot, das speziell auf die Bedürfnisse von Schulanfängern zugeschnitten ist, läuft seit Ende August bis zum Tag vor der Einschulung. Mehr als 140 Plätze sind belegt. Den Kindern wird damit ein reibungsloserer Übergang vom Kindergarten in die Schule ermöglicht.

Betreuungsbedarf außerhalb der Schulzeiten steigt

Der Bedarf nach Betreuung außerhalb der Schulzeit steigt im Grundschulbereich weiter kontinuierlich an. Zum neuen Schuljahr gibt es 3,6 Prozent mehr Anmeldungen zur modularen Betreuung, die flexibel an fünf Tagen bis 17 Uhr gebucht werden kann. Insgesamt sind über 2.500 Kinder in der Betreuung angemeldet, das Angebot wurde bedarfsgerecht ausgebaut. Mehr als 1.900 Kinder nehmen am Mittagessen teil. Heidelberger Eltern können auch im neuen Schuljahr auf die Verlässlichkeit und den hohen Qualitätsstandard der Betreuung durch päd-aktiv e.V mit geringen Gruppengrößen bauen.

Außerdem besuchen voraussichtlich rund 655 Kinder eine der drei öffentlichen Ganztagsgrundschulen in Heidelberg: die Bahnstadt-Grundschule, die Grundschule Emmertsgrund und die Primarstufe der Internationalen Gesamtschule Heidelberg (IGH). Die Grundschule Bahnstadt geht nach dreijähriger Gastzeit in der Graf-von-Galen-Schule im neuen Bildungs-, Betreuungs- und Bürgerhaus B³ auf dem Gadamerplatz mit zwei ersten Klassen an den Start.

Mehr Schulsozialarbeit an den Grundschulen

Alle Grundschüler profitieren auch im Schuljahr 2017/2018 von einer Vielzahl kommunaler Förderangebote, zu denen etwa die durchgängige Sprachförderung, das Schulprogramm HÜS (Heidelberger Unterstützungssystem Schule) und die Schulsozialarbeit zählen. Letztere ist zum neuen Schuljahr deutlich ausgebaut worden: Statt bisher einer viertel Stelle wird es künftig an jeder Grundschule eine halbe Stelle für Schulsozialarbeit geben.

Ergänzend: Infos zum Thema Schule und Bildung unter www.heidelberg.de/bildung.

Text: Stadt Heidelberg Foto: Peter Dorn (Archivfoto)


OB Würzner nach Kommunalgipfel: Die Richtung stimmt, jedoch weitere Maßnahmen, Zeitvorgaben und Gesamtkonzept für umweltverträgliche Mobilität erforderlich

Am Kommunalgipfel am 04.09.2017 von Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel hat auch Heidelbergs Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner teilgenommen. Er ist seit elf Jahren zugleich Präsident von „Energy Cities“, einem Netzwerk von mehr als 1.000 europäischen Städten, die sich dem Klimaschutz verschrieben haben. Heidelberg wurde aufgrund seiner Vorreiterrolle im Klimaschutz auch in das C40-Netzwerk aufgenommen – den Verbund der 40 größten Städte der Welt wie New York, Buenos Aires oder Bangkok.

„Die Richtung stimmt“, erklärte Oberbürgermeister Professor Würzner nach seiner Teilnahme an dem Gespräch. „Fahrverbote sind zum jetzigen Zeitpunkt nicht realisierbar, weil die Fahrzeugflotte nicht von heute auf morgen umgestellt werden kann. Wir brauchen eine möglichst schnelle Erneuerung der Fahrzeugflotte. Dafür wird jetzt eine Reihe von Maßnahmen ergriffen. Das begrüße ich. Wir benötigen dazu allerdings auch klare Zeitvorgaben. Und es bedarf noch weiterer Maßnahmen, beispielsweise einer Kfz-Steuer, die sich am CO2-Ausstoß orientiert. Denn es geht nicht nur um eine Reduktion der Stickoxid-Belastung. Wir müssen die Betrachtung auf die CO2-Belastung erweitern. Dazu gehört weit mehr als bessere Filter. Wir benötigen Gesamtkonzepte für umweltfreundliche Mobilität in unseren Städten. Es geht um den Umstieg auf umweltverträgliche Verkehrsträger. Diesen Gedanken habe ich in die Diskussion eingebracht. Es freut mich sehr, dass die Kanzlerin zugesagt hat, dies als nächsten Schritt angehen zu wollen.“

Professor Würzner begrüßte es ausdrücklich, dass sich die Kanzlerin und mehrere Bundesminister direkt mit Ländern und Kommunen an einen Tisch gesetzt hätten. Professor Würzner: „Man merkt, dass die direkte Einbindung der Kommunen noch nicht eingespielt ist. Das sollte der Bund viel häufiger realisieren. Denn es sind immer wieder die Städte, auf deren Ebene die Auswirkungen der Politik sichtbar werden.“

Die Stadt Heidelberg gilt weltweit als ein Vorreiter im Klimaschutz. Experten vor allem aus bevölkerungsstarken Regionen wie Asien und Südamerika kommen nach Heidelberg, um sich hier umweltgerechte Lösungen für wachsende Städte anzusehen. „Ganz wichtig dabei ist: Wir können das als Stadtverwaltung unmöglich allein machen“, betont Professor Würzner. „Wir brauchen dazu die Zusammenarbeit mit vielen Partnern – von den Stadtwerken über die Verkehrsbetriebe und Anbieter von Car-Sharing bis zu privaten Hausbesitzern, Betrieben und Investoren. Das funktioniert bei uns in Heidelberg sehr gut.“

In diesem Zusammenspiel hat sich die Stadt ein ehrgeiziges Ziel gesetzt: Sie will bis zum Jahr 2050 ihre CO2-Emmissionen um 95 Prozent senken und den Energieverbrauch halbieren. Damit ist automatisch eine geringere Belastung der Luft mit Schadstoffen verbunden. Heidelberg ist hierfür eine von bundesweit 19 Modellkommunen des Bundesumweltministeriums.

Heidelberg ist bereits heute nur vergleichsweise gering von erhöhten Schadstoffkonzentrationen in der Luft betroffen. Bislang gab es in Heidelberg keine Grenzwertüberschreitung von Feinstaub. Das hat zum Teil natürliche Ursachen: Der Wind durch das Neckartal durchlüftet Heidelberg gut und die großen Waldflächen senken die Schadstoffkonzentration. Auch hat der Schwerlastverkehr nicht die Dimensionen wie in Stuttgart oder München.

Ausbau der Straßenbahn

Zum Teil ist es aber auch auf Konzepte im Bereich der Verkehrs- und Stadtentwicklung zurückzuführen. So investiert die Stadt viel in Alternativen zum Autoverkehr. Nachdem bundesweit jahrzehntelang Straßenbahn-Trassen stillgelegt wurden – auch in Heidelberg –, baut die Universitätsstadt jetzt ihr Straßenbahnnetz aus. Derzeit sind im Rahmen des „Mobilitätsnetzes“ drei Projekte parallel im Bau. Investitionsvolumen: mehr als 60 Millionen Euro. Ziel: täglich 10.000 Fahrgäste mehr, davon 7.000 bisherige Autofahrer.

Radstadt Heidelberg

Heidelberg verfügt über ein dichtes Radwegenetz. Jeder dritte Heidelberger nutzt das Fahrrad – ein Anteil, den bundesweit nur noch weitere Radfahrer-Hochburgen wie Münster oder Freiburg erreichen. Damit ist das Fahrrad innerstädtisch das beliebteste Fortbewegungsmittel in Heidelberg. Eine optimale Anbindung garantiert dabei das Heidelberger Radwegenetz, das zurzeit 120 Kilometer umfasst und das weiter ausgebaut wird, unter anderem durch Radschnellwege und Radachsen über den Neckar.

Bahnstadt: weltweit größte Passivhaussiedlung

Mit der Bahnstadt hat die Stadt Heidelberg ein Klimaschutzprojekt mit internationalem Vorbildcharakter auf den Weg gebracht: Für den gesamten Stadtteil gilt die Passivhaus-Bauweise als Standard. Das senkt den Heizenergiebedarf auf ein Minimum. Der verbliebene Bedarf wird durch Fernwärme gedeckt, vollständig erzeugt aus regenerativer Energie durch ein neues Holzkraftwerk in unmittelbarer Nachbarschaft. Auf dem Areal entsteht ein funktionsgemischter Stadtteil mit Raum für Wohnen, Wissenschaft und Gewerbe. Das sorgt für kurze Wege zwischen Wohn- und Arbeitsort, vermeidet damit Verkehr und schont so von vornherein die Umwelt. Selbstverständlich ist der neue Stadtteil durch Radwege und eine neue Straßenbahntrasse umweltfreundlich erschlossen.

Elektromobilität

Heidelberg unterstützt die Nutzer von Elektrofahrzeugen. Gemeinsam mit ihren Stadtwerken sorgt die Stadt beispielsweise für Stromtankstellen in Parkhäusern und zahlt Prämien für die Anschaffung von Elektro-Autos. Ein neues Stadtquartier auf dem ehemaligen Kasernengelände Patton Baracks soll von vornherein mit Ladestationen an Straßenlaternen ausgestattet werden. Noch weiter gehen die Visionen für die künftige Nachnutzung des ehemaligen US-Areals Patrick-Henry-Village: Dort möchte die Stadt auch Angebote zum autonomen Fahren mit umweltverträglichen Fahrzeugen etablieren.

Luftreinhalteplan für Heidelberg

Um die Luftreinhaltung dauerhaft sicherzustellen, trat im März 2006 der Luftreinhalteplan für Heidelberg in Kraft. Wichtigste Maßnahme war die Einrichtung einer Umweltzone. Freie Fahrt haben seit Januar 2013 in der Umweltzone Heidelberg nur noch Fahrzeuge mit grüner Plakette. Maßnahmen, die messbaren Erfolg zeigen: 2016 zeigte die Überprüfung eine jüngere Fahrzeugflotte und eine deutlich bessere Luftqualität, die jedoch auch der genannten guten Durchlüftung der Stadt und dem vergleichsweise geringen Anteil des Schwerlastverkehrs geschuldet ist. Der EU-Grenzwert für Stickstoffdioxid, dem umwelt- und gesundheitsschädlichsten Bestandteil von Autoabgasen, wurde nur noch knapp am Messpunkt Mittermaierstraße überschritten. Laut einer aktuellen Prognose im Auftrag des Regierungspräsidiums Karlsruhe wird der Grenzwert ab 2019 dauerhaft und flächendeckend im gesamten Stadtgebiet eingehalten.

Energieverbrauch städtischer Gebäude um die Hälfte reduziert

Die Stadt geht mit gutem Beispiel voran: Durch energetisches Bauen und Sanieren konnte sie den Energieverbrauch in städtischen Gebäuden bis heute um die Hälfte verringern. Das schützt das Klima und spart jährlich rund 1,2 Millionen Euro (im Vergleich zum Jahr 1993). Die kommunalen Liegenschaften werden zu 100 Prozent mit Strom aus erneuerbaren Energien versorgt.

Heidelberger Betriebe sparen 2.000 Tonnen CO2 jährlich

Durch das städtische Programm „Nachhaltiges Wirtschaften“ sparen kleine und mittlere Betriebe in Heidelberg jährlich fast 2.000 Tonnen CO2 ein. Das entspricht der Menge, die für den Stromverbrauch von über 700 Vier-Personen-Haushalten erzeugt wird. Bisher wurden rund 120 Firmen bei der Umsetzung eines Umweltmanagementsystems unterstützt. Auch dieses städtische Projekt hilft dabei, die Luft rein zu halten.

Stadt Heidelberg


Stadt Heidelberg begrüßt neue Auszubildende und Studienanfänger

Start in die berufliche Zukunft für 60 Frauen und Männer

Die neuen Auszubildenden und dualen Studentinnen und Studenten bei der Stadt Heidelberg.

Insgesamt 60 neue Auszubildende und Studierende in 25 Ausbildungsberufen und dualen Studiengängen: Bürgermeister Wolfgang Erichson hat am 01.09.2017 die Nachwuchskräfte im Rathaus empfangen, die zum 1. September oder zum 1. Oktober 2017 in ihre Ausbildung bei der Stadtverwaltung Heidelberg starten. „Herzlich Willkommen im Team der Stadt Heidelberg. Sie haben es geschafft, aus über 1.750 Bewerbungen ausgewählt zu werden und können so die vielfältigen und hervorragenden Entwicklungsmöglichkeiten für Ihre berufliche Zukunft nutzen. Ich wünsche Ihnen allen einen guten Start, eine interessante Einführungswoche und eine erfolgreiche Ausbildungszeit“, sagte Bürgermeister Erichson bei der Begrüßung am Freitag, 1. September 2017, im Großen Rathaussaal.

Rund 1.750 Bewerbungen eingegangen

„Hast Du’s drauf?“ lautet der Slogan der Stadt Heidelberg für das neue Ausbildungsjahr – 42 Frauen und 18 Männer haben dieser Frage überzeugend zugestimmt und beginnen nun bei der Stadt eine Ausbildung oder ein duales Studium. Insgesamt hatten sich rund 1.750 Personen beworben. „Mit der Stadt Heidelberg haben Sie sich für eine attraktive und breit aufgestellte Arbeitgeberin entschieden. Wir bieten für die unterschiedlichsten Interessen einen qualifizierten Einstieg in die berufliche Karriere“, sagte Traudel Frauenfeld-Kocher, stellvertretende Leiterin des Personal- und Organisationsamtes: „Unser großes Ziel ist es, dass Sie gerne in unserer Verwaltung arbeiten und Ihre Ausbildung erfolgreich abschließen.“ Alles Gute für ihre Ausbildungszeit wünschten den Berufseinsteigern auch Stefan Rees vom Gesamtpersonalrat und Michael Kaestel, Vertrauensperson der Schwerbehinderten, sowie das Team der Aus- und Fortbildung.

Das Engagement der Stadtverwaltung Heidelberg für Weltoffenheit und kulturelle Vielfalt sowie der hohe Stellenwert von sozialer Kompetenz im Beruf zeigen sich bereits bei den Einführungstagen: An zwei von vier Einführungstagen gibt es gezielte Trainings mit professionellen Seminarleitern in interkultureller Kompetenz und Kommunikation sowie zur Teamentwicklung. Daneben werden die Berufsstarter von A bis Z auf alles vorbereitet, was wichtig ist, um den Berufsalltag mit allen Rechten und Pflichten zu meistern.

Die Stadt Heidelberg ist eine attraktive Arbeitgeberin und bietet ein breites Spektrum an Möglichkeiten der Ausbildung oder eines dualen Studiums in mehr als 30 Berufen: von der klassischen Büro- und Verwaltungstätigkeit über Berufe und Studiengänge im sozialen Bereich, handwerkliche und technische Ausbildungsgänge sowie künstlerisch geprägte Aufgabengebiete im Theater bis hin zu dualen Studiengängen wie Wirtschaftsinformatik, Soziale Arbeit oder Public Management. Die Stadt fördert zudem die Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Karriere durch attraktive Angebote sowie ermutigt Frauen und Männer, sich in Ausbildungs- und Studiengängen zu bewerben, in denen sie bisher unterrepräsentiert sind.

Die 42 Frauen und 18 Männer verteilen sich in diesem Jahr auf 25 Ausbildungsberufe:

  • Kauffrau für Büromanagement (vier Frauen)
  • Verwaltungsfachangestellte (vier Frauen, zwei Männer)
  • Beamtinnen/Beamten im mittleren nichttechnischen Verwaltungsdienst (drei Frauen, ein Mann)
  • Bachelor of Arts, Studiengang Public Management (sechs Frauen, drei Männer)
  • Bachelor of Arts, Studiengang öffentliche Wirtschaft (eine Frau)
  • Bachelor of Science, Studiengang Wirtschaftsinformatik (ein Mann)
  • Bachelor of Arts, Studiengang Soziale Arbeit in der Kinder- und Jugendarbeit (eine Frau)
  • Bachelor of Arts, Studiengang Soziale Arbeit in der Elementarpädagogik (zwei Frauen)
  • Bachelor of Arts, Studiengang Soziale Dienste in der Jugend-, Familien- und Sozialhilfe (ein Mann)
  • Bachelor of Arts, Studiengang Medienmanagement und Kommunikation (eine Frau)
  • Bachelor of Engineering, Studiengang Bauingenieurwesen, öffentliches Bauen (eine Frau)
  • Fachkraft für Veranstaltungstechnik (ein Mann)
  • Fachinformatiker, Fachrichtung Systemintegration (ein Mann)
  • Fachangestellte für Medien und Informationsdienste, Fachrichtung Archiv bzw. Bibliothek (zwei Frauen)
  • Raumausstatterin (eine Frau)
  • Gärtner, Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau (drei Männer)
  • Gärtnerin, Fachrichtung Zierpflanzenbau (eine Frau)
  • Kraftfahrzeug-Mechatroniker (ein Mann)
  • Malerin und Lackiererin (eine Frau)
  • Tischlerin/Tischler (eine Frau, ein Mann)
  • Elektroniker (zwei Männer)
  • Bauzeichnerin (eine Frau)
  • Vermessungstechniker (ein Mann)
  • Erzieherinnen in der praxisbegleitenden Ausbildung (sechs Frauen)
  • Anerkennungspraktikantinnen zur Erzieherin und zum Erzieher (sechs Frauen)

Neben den eigenen Ausbildungsplätzen stellt die Stadt Heidelberg über Kooperationen mit Nachbargemeinden zusätzliche Plätze zur Verfügung. Aktuell bestehen Ausbildungskooperationen im Beruf Verwaltungsfachangestellte/r mit den Gemeinden Plankstadt, Oftersheim, Sandhausen und Heddesheim. Dabei lernen die Auszubildenden den Arbeitsalltag sowohl in der Gemeindeverwaltung als auch in den Ämtern der Stadtverwaltung Heidelberg kennen. Außerdem finanziert die Stadt Heidelberg über den Ausbildungsfonds bei der Heidelberger Dienste gGmbH den Abschluss von Ausbildungsverträgen. Dadurch wird die berufliche Ausbildung für benachteiligte Jugendliche gesichert, die aus unterschiedlichen Gründen bisher keinen Ausbildungsplatz gefunden haben.

Ausbildung oder Studium 2018: Jetzt bewerben!

Auch für das Jahr 2018 bietet die Stadt Heidelberg wieder viele attraktive Ausbildungsstellen an. Interessierte finden die Stellenausschreibungen und aktuellen Informationen rund um die duale Ausbildung und das duale Studium im Internet unter www.heidelberg.de/ausbildung.

Text: Stadt Heidelberg Foto: Philipp Rothe


Bundestagswahl 2017: Briefwahl jetzt beantragen

Am 24. September 2017 findet die Wahl zum 19. Deutschen Bundestag statt. Wer am Wahlsonntag nicht in seinem Wahllokal wählen möchte, kann Briefwahl beantragen. Briefwahlunterlagen sind bei den Bürgerämtern der Stadt Heidelberg zu den Öffnungszeiten erhältlich (bitte geänderte Ferienöffnungszeiten bis zum 8. September 2017 berücksichtigen). Die Wahl kann dort auch direkt ausgeübt werden.

Rund um die Uhr, einfach und praktisch ist die Beantragung mittels QR-Code oder durch den Online-Antrag.

Den auf der Rückseite der Wahlbenachrichtigung aufgedruckten QR-Code mit dem Handy, Smartphone oder Tablet einscannen. Man wird daraufhin direkt zu dem für die eigene Person ausgefüllten Internetwahlscheinantrag weitergeleitet. Zur Beantragung muss nur noch das Geburtsdatum (und ggf. eine abweichende Versandanschrift) eingetragen werden.

Beim Online-Wahlscheinantrag, zu dem man über die Homepage der Stadt Heidelberg www.heidelberg.de/wahlen gelangt, sind Angaben zur Person wie Namen, Vornamen, Geburtsdatum, Anschrift (ggf. abweichende Versandanschrift) sowie die Wahlbezirks- und Wählernummer (stehen auf der Wahlbenachrichtigung) anzugeben.

Anträge können auch weiterhin schriftlich per E-Mail an wahldienststelle@heidelberg.de oder per Telefax 06221 58-49150 bzw. mündlich gestellt werden. Bei der Schriftform ist allerdings eine dokumentierbare Antragstellung erforderlich. Telefonische oder per SMS gestellte Beantragungen sind nicht möglich.

Briefwahlanträge müssen bis 22. September beim Bürgeramt Mitte eingehen

Die Briefwahlanträge müssen bis spätestens Freitag, 22. September 2017, 18 Uhr, beim Bürgeramt Mitte, Bergheimer Straße 69, eingehen, damit diese noch bearbeitet werden können. Auch in den Bürgerämteraußenstellen können Anträge auf Briefwahl bis Freitag, 22. September 2017, abgegeben werden. Bitte die jeweiligen Öffnungszeiten der betreffenden Bürgerämter beachten (8 Uhr bis 12 Uhr bzw. 8 Uhr bis 16 Uhr).

Wer den Antrag für eine andere Person stellt, muss eine schriftliche Vollmacht vorlegen. Wahlscheine und Briefwahlunterlagen werden auf dem Postweg übersandt. Sollen die Briefwahlunterlagen einer anderen Person ausgehändigt werden, so ist diese Person gesondert für die Entgegennahme zu bevollmächtigen und muss sich ausweisen.

Bei der Antragstellung hat man die Wahl, sich die Unterlagen nach Hause oder an eine beliebige Zustelladresse weltweit schicken zu lassen. Der Wahlschein und die sonstigen Briefwahlunterlagen werden direkt durch die Deutsche Post AG zugestellt. Die anfallenden Postlaufzeiten bitten wir