_________________________________________________


Großes Zoo-Sommerfest am 19. August ab 11 Uhr

Ein Tag für die ganze Familie und freier Eintritt für AOK-Mitglieder

Landau / Zoo - Ein Tag mit besonderen, tierischen Aktionen erwartet die Gäste beim diesjährigen großen Zoo-Sommerfest am 19. August. Ab 11 Uhr bietet die Zooschule ein buntes Programm mit dem beliebten Kinderschminken und Spielen und Spaß rund um die Zooschule und im Grünen Klassenzimmer an.

Um 11 und um 15 Uhr geht es mit der Zooschule auf Führungen für Kinder bzw. für die ganze Familie, bei denen die beliebtesten Zootiere vorgestellt werden und die Zoopädagoginnen und –pädagogen auch ganz viele Materialien rund um die tierischen Zoobewohner zum Anfassen und Bestaunen dabei haben werden. Um 12 und um 16 Uhr werden außerdem die verschiedenen Arten von Terrarientieren, die in der Zooschule gehalten werden, in einer Präsentation mit hautnahem Tierkontakt vorgestellt.

In und an der Zooschule wird der Freundeskreis des Landauer Tiergartens die Gäste mit frisch gebackenen Waffeln, Kaffee, Tee und kalten Erfrischungen bewirten. Die Zutaten für den Waffelstand werden auch in diesem Jahr freundlicherweise vom SBK-Markt Landau zur Verfügung gestellt. Wir danken sehr herzlich für diese großzügige Unterstützung! Bei der Hitze darf natürlich ein leckeres Eis nicht fehlen.

Wie immer an den Landauer Zoofesten gilt die Devise: „Schlemmen und etwas für den Artenschutz tun“! Die Einnahmen aus dem Eisverkauf werden in diesem Jahr den Projekten zum Schutz der stark bedrohten südostasiatischen Singvögel des Europäischen Zoo- und Aquarienverbandes (EAZA) zur Verfügung gestellt.

Ob der Erlös dem Verein Sphenisco-Schutz des Humboldt-Pinguins, dem Zootier des Jahres, dem Förderverein der Zooschule Landau oder dem Freundeskreis des Landauer Tiergartens zu Gute kommt, kann jeder selbst entscheiden, der einen tollen handgedrechselten Holzkreisel erwirbt. An die „Silent Forest“-Kampagne der EAZA lehnt sich auch das Jahresthema des Zoos „Für den Schutz der Vogelvielfalt – hier und anderswo“ an. Dazu passt quasi auch der Infostand des Elwetrittche-Verein 1982 E.V. Landau, dessen 1. Vorsitzender, Herr Wilhelm Hauth, mit einem Infostand rund um den Pfälzer Nationalvogel am Elwetrittchegehege vertreten sein wird.

Wer kann schon von sich sagen, schon mal ein echtes Blasrohr in der Hand gehabt zu haben? Unsere Tierärztin Henrike Gregersen wird für Fragen rund um ihren spannenden Beruf und ihre tierischen Patienten zur Verfügung stehen und den Gebrauch des Blasrohrs mit seinen besonderen Pfeilen demonstrieren. Wer will, kann gerne versuchen, auf eine Zielscheibe zu schießen. Der Freundeskreis wird außerdem mit einem Glücksrad und einem Stand mit tollen Tierbuttons vertreten sein.

Diverse Tierfütterung runden das tierische Programm ab. Wer bei der AOK versichert ist, hat zudem das Glück, für diesen besonderen Tag im Zoo keinen Eintritt bezahlen zu müssen! Beim Familientag der AOK Rheinland-Pfalz/Saarland wird kleinen und großen Gästen auf der Zoowiese eine Zuckerausstellung, „Schildkröten-Laufen“, eine Slackline und verschiedene Gewinnspiele geboten. Bitte halten Sie als AOK-Versicherte/r an der Kasse Ihre Versicherungsnummer bereit, um den freien Eintritt zu erhalten!

Text: Zoo Landau Foto: K. Blumer

07.08.2018


Abenteuer-Nachtlager mit Schatzsuche im Zoo Landau am 25. und 26. August – Es gibt noch freie Plätze

Landau / Zoo - Eine Nacht im Zoo ist ein ganz besonderes Abenteuer! Denn wer hat schon einmal in Nachbarschaft mit Tiger, Schimpanse und Zebra gewohnt? Wer wünschte je einem Dromedar eine gute Nacht und wurde morgens beim Zähneputzen von neugierigen Pfauen beäugt?

Die abenteuerliche Entdeckungsreise beginnt am Samstag, 25. August um 14 Uhr und bietet den Teilnehmern Spiel, Spaß, Spannung und viel Abenteuer. Ein Höhepunkt ist eine Schatzsuche im nächtlichen Zoo.

Die Gruppe sorgt dabei für sich selbst: Die Kinder kochen unter Anleitung ihr Essen über einem Feuer und schlafen gemeinsam im Waldzimmer der Zooschule.

Das Programm dauert von Samstag 14 Uhr bis Sonntag 12 Uhr und ist geeignet für Kinder im Alter zwischen 7 und 12 Jahren. Der Preis beinhaltet die komplette Verpflegung, Programm, Betreuung, Arbeitsmaterialien und Eintritt und beträgt 65 Euro.

Die Teilnehmerplätze sind sehr begrenzt.

Anmeldungen bitte direkt telefonisch über die Zooverwaltung 06341 – 13 70 02 (vormittags von 7:30 Uhr bis 13:30 Uhr) oder 13 70 11 sowie per Email unter: zoo@landau.de

Zoo und Zooschule Landau

07.08.2018


Zwei kleine Überlebenskünstler im Zoo Landau in der Pfalz geschlüpft

Landau / Zoo - Nachdem im letzten Jahr drei Kronenkranichküken mit der Hand aufgezogen werden mussten, da die noch jungen, unerfahrenen Elterntiere die Eier nicht bebrüteten, war in diesem Jahr die Freude groß, dass das Paar sein Gelege ordentlich verteidigte und warm hielt. Außergewöhnlich war allerdings die Wahl des Nistplatzes: nicht auf einem der angebotenen Nistplätze in luftiger Höhe sondern auf dem Boden nahe des Teichs. Dieser Platz wurde den Vögeln infolge der durch Starkregen verursachten Überschwemmungen im Zoo Landau am 21. Juli zum Verhängnis. Das Nest wurde weggespült, die Eier schwammen im kalten Teich und trotz schnellstmöglicher Bergung und Überführung in die Brutmaschine war das Zooteam sehr skeptisch, ob die Küken nach diesem kritischen Ereignis noch schlüpfen würden. Doch zur großen Freude schlüpften, wie vom Legetermin vermutet, am 23. und 24. Juli die beiden Küken gesund und kräftig. Sie entwickeln sich, wie für fitte Vogelkinder üblich, mit rasanter Geschwindigkeit. Gutes, ausgewogenes Futter, viel Bewegung und Sonnenlicht sind jetzt für die Küken wichtig. Täglich stehen deshalb Spaziergänge mit den menschlichen Zieheltern auf der Zoowiese auf dem Programm, bei denen auch unsere Zoobesucher die Möglichkeit haben, den jüngsten Nachwuchs des Vogelreviers zu beobachten. Nun hofft das Zooteam eventuell noch auf ein baldiges Nachgelege oder einen vollständig natürlichen, neuen Nachzuchtversuch spätestens im nächsten Jahr. Im Übrigen haben sich alle Küken des letzten Jahres inzwischen hervorragend entwickelt, wie unter anderem die Kollegen aus dem Vogelpark Viernheim jüngst mitteilten Ein dort in einer Großvoliere gemeinsam mit einem Weibchen aus einem anderen Zoo eingestellter Junghahn hat inzwischen fast vollständig vom Jugend- ins Erwachsengefieder gewechselt und kommt gut mit seiner neuen Partnerin zurecht. Die beiden anderen Küken wurden an die Zoos in Zagreb und Zamosc abgegeben.

Text: Zoo Landau Foto: K. Blumer

05.08.2018


„Was man schon immer über Schildkröten wissen wollte“

Schildkrötenworkshop der DGHT-Regionalgruppe Kurpfalz und des Zoo Landau am 8. September 2018, 11 – 16 Uhr

Landau / Zoo - Die Regionalgruppe Kurpfalz der Deutschen Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde führt in Zusammenarbeit mit dem Zoo Landau in der Pfalz am Samstag, 8. September 2018, eine Sachkundeschulung für die artgerechte Haltung und Nachzucht von Europäischen Landschildkröten durch. Bereits in der Vergangenheit fanden mehrfach ähnliche Schulungen in der Zooschule des Landauer Zoos statt, die immer nach kurzer Zeit restlos ausgebucht waren. Nach einer Pause von zwei Jahren wird nun wieder ein komplett überarbeitetes Seminar angeboten, da es zwischenzeitlich viele neue Erkenntnisse über die artgerechte Tierhaltung dieser Reptilien, die durch zahlreiche Beobachtungen der Tiere in ihren angestammten Habitaten gesammelt werden konnten, gibt. Bei der Schulung werden vier wesentliche Themenblöcke bearbeitet werden:

  1. Biologie der europäischen Landschildkröten
  2. Verbreitung und Unterscheidungsmerkmale der europäischen Landschildkrötenarten (Gattung Testudo).
  3. Erkenntnisse aus dem Lebensraum der europäischen Landschildkröte am Beispiel der Breitrandschildkröte (Testudo marginata) in Griechenland
  4. Artgerechte Pflege von europäischen Landschildkröten unter Beachtung der natürlichen Lebensräume

Referent der DGHT ist Peter Buchert. Er ist Architekt und auf die Konzeption von Tiergehegen spezialisiert. Er setzte bereits viele professionelle Gehege in Zoos um, berät ständig Privathalter und pflegt selbst seit vielen Jahren sehr erfolgreich tropische und europäische Landschildkröten in seiner vorbildlichen heimischen Anlage. Der langjährige Präsident der Deutschen Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde hatte zudem bereits mehrmals die Möglichkeit unter professioneller Begleitung Biotoperfahrungen zu Schildkröten in Griechenland zu sammeln. Referentin des Zoo Landau ist die Diplombiologin Dr. Christina Schubert. Sie ist seit 2008 im Zoo Landau als Kuratorin und Zooverwalterin angestellt und führt seitdem die Schildkrötenseminare in Kooperation mit Peter Buchert durch. Sie wird den Teilnehmerinnen und Teilnehmern die biologischen Grundlagen über Schildkröten vermitteln.

Das Seminar findet am Samstag den 08.September von 11 bis 16 Uhr in der Zooschule des Zoo Landau statt. Ziel ist die Vermittlung einer umfassenden Sachkunde zur artgerechten Haltung von europäischen Landschildkröten, die auch die Forderung des § 2 des Tierschutzgesetztes erfüllt. Alle Teilnehmer erhalten deshalb nach Abschluss der Veranstaltung ein Zertifikat der DGHT und des Zoo Landau, als Nachweis über die Teilnahme.

Die Teilnahmegebühr am Seminar beträgt € 30,00 pro Person, für Jugendliche bis 14 Jahre 15,00 € und beinhaltet die Seminargebühr, den Zooeintritt und Getränke während des Seminars. In der Mittagspause besteht die Möglichkeit im Zoorestaurant eine Mahlzeit aus einer gesonderten Speisekarte einzunehmen (Selbstzahler).
Geeignet ist der Workshop für Kinder und Jugendliche ab 10 Jahren. Jugendlichen unter 14 Jahren wird die Teilnahme in Begleitung eines Erwachsenen empfohlen.
Die Teilnehmerzahl ist begrenzt und die Plätze sind erfahrungsgemäß sehr begehrt, so dass eine Anmeldung bis spätestens 31. August erforderlich ist.

Anmeldungen nehmen wir ab sofort gerne unter Tel. 06341-137010 / - 137011 oder per mail an zoo@landau.de entgegen (bitte bei Anmeldung per Mail Name, Adresse, Alter und eine Telefonnummer angeben).

Zoo Landau

05.08.2018


Zoo-Natur-Erlebnistage für Erstklässlerinnen und Erstklässler / Umweltministerin Ulrike Höfken übernimmt Schirmherrschaft

16 Klassen sind schon mit dabei – sechs weitere Klassen können noch mitmachen!

Umweltministerin Ulrike Höfken ist Schirmherrin

Landau / Zoo - Ein Schuljahr lang Vögel kennenlernen und schützen – dieses Vorhaben steht im Mittelpunkt der neuen Aktion zur Biodiversitätsbildung, die von der Zooschule Landau für Landauer Erstklässler im neuen Schuljahr organisiert wird.

Diese startet im September und Oktober im Zoo Landau mit Zoo-Natur-Erlebnistagen.


Kookaburra im Landauer Zoo

Alle ersten Klassen aus Landau sind herzlich eingeladen, um erstmals in der neuen Klassengemeinschaft einen schönen Vormittag im Zoo zu erleben und um gemeinsam erste natur- und wildtierbezogene Erfahrungen zu sammeln. Auf einem erlebnisreichen Zoorundgang werden die Kinder einheimische und exotische Vogelarten kennenlernen. Dazu kommt eine kindgerechte Einführung in die Tierklasse der Vögel und in das Vorhaben „Wir schützen unsere einheimischen Vögel“. Am Ende des Vormittages erhalten ALLE Kinder eine Forschermappe „Vögel hier und anderswo“ sowie das Buch „Mein erster Tier- und Pflanzenführer“ als Geschenk. Alle Schulklassen werden motiviert, im Klassenverband ihre Kenntnisse über einheimische und exotische Vögel in den Folgemonaten zu erweitern, ihre Arbeitsergebnisse in der Forschermappe festzuhalten und sich für den Vogelschutz einzusetzen.

Diese Aktivitäten werden von der Zooschule mit Anregungen und Hilfen gezielt unterstützt. Ministerin Ulrike Höfken hat die Schirmherrschaft für die Zoo-Natur-Erlebnistage übernommen. 16 Klassen haben sich bereits angemeldet, sechs Klassen können noch mitmachen! Freie Plätze können ab sofort auch von Klassen aus dem Landkreis Südliche Weinstraße eingenommen werden.

Interessierte Lehrkräfte können ihre Klassen in der Zooverwaltung anmelden (Heike Pfalzer, 08.00 bis 13.30 Uhr, Tel.: 06341/ 137002). Weitere Informationen sowie das Anmeldformular befinden sich auf der Webseite der Zooschule www.zooschule-landau.de.

Text: Foto: (1) Ministerium für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten Rheinland-Pfalz; (2 & 3) Zoo/Zooschule Landau

04.08.2018


Zooführung speziell für Senioren mit anschließendem Kaffeetrinken im Zoo Landau in der Pfalz am Sonntag, 2. September, 14 Uhr

Landau / Zoo - Unter dem Motto „Ein gemütlicher Nachmittag im Zoo – Tiere erleben, Kaffee und Gebäck genießen“ bieten Zoo und Zooschule Landau am 2. September eine Sonntagsführung, die speziell Senioren vorbehalten sein soll, an. Gemeinsam mit den geschulten Pädagoginnen und Pädagogen der Landauer Zooschule geht es auf einem seniorengerechten Rundgang zu den beliebtesten Zootieren. Die Gäste erfahren Wissenswertes über einige ausgewählte Arten, ihr Leben im natürlichen Lebensraum und im Zoo und die Artenschutzbemühungen des Zoo Landau und der Zooschule. Nach dem Rundgang klingt der Nachmittag gemeinsam bei einem gemütlichen Kaffeetrinken in der Zooschule aus. Im Preis von 10 Euro pro Person sind der Zooeintritt, die Führung sowie Kaffee und Gebäck enthalten.

Um die Veranstaltung angemessen planen zu können, bitten wir um eine telefonische Anmeldung unter 06341–137010 oder 137002 bis zum 27. August.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Stadtverwaltung Landau in der Pfalz / Zoo Landau

01.08.2018


„Zoo happens“ - Lesung mit dem Team der WORTSCHAU im Zoo Landau in der Pfalz am Freitag, 14. September, 19 Uhr

v.l.: Birgit Heid, Peter Reuter, Ute Kliewer, Wolfgang Allinger

Landau / Zoo - Nach der Auftaktveranstaltung im April gibt es am 14. September erneut die Möglichkeit, die Lachmuskeln bei einer literarisch-satirischen Lesung mit dem Team der WORTSCHAU zu trainieren. „Zoo happens“ ist der Titel der Sommer-Lesung, die ab 19 Uhr in der Zooschule Landau stattfindet und bei der man sich auf Folgendes freuen darf: Amadeus schlug die Hände über dem Kopf zusammen: „Das Dichte muss doch zum Undichten.“ Lydia von Keller grinste, McGräte nickte. Pedrillo war dies egal, er übersetzte das Übersetzliche: „Happens kommt nicht von Häppchen!“ Regenwurmhäppchen wären beinahe gereicht worden, aus denen Häufchen hätten werden sollen. Helle und Susa vergnügten sich inzwischen beim Affenhaus. Mittags! Der Zoodirektor wurde bei diesen Geräuschen zur Wildkatze. Die Zwei gingen deshalb ganz in der Nähe erneut dem Nestbau nach. Geschrieben und vorgetragen wurden bzw. werden die Geschichten an diesem Abend von Birgit Heid, Peter Reuter, Ute Kliewer und Wolfgang Allinger.

Für diese Veranstaltung ist eine Anmeldung in der Zooverwaltung nötig. Ab sofort nehmen wir diese unter der Tel.-Nr. 06341 137010 oder 137002 gerne entgegen.

Karten erhalten Sie ab 18:30 Uhr an der Abendkasse.

Bitte betreten Sie den Zoo an diesem Abend über den Nebeneingang (ehemaliger Haupteingang am Zebrastreifen in der Hindenburgstraße)

Eintrittspreis: 9,99 Euro (2 Euro Ermäßigung für Inhaber der Rheinpfalz-Card)

Wir freuen uns auf zahlreiche Gäste!

Text: Stadtverwaltung Landau in der Pfalz / Zoo Landau Foto: WORTSCHAU

01.08.2018


„Bauen für Zootiere“ – Öffentliche Zooführung mit Zooarchitekt Peter Buchert am Sonntag, 12. August, 11 Uhr

Zooarchitekt Peter Buchert erläutert den Bauplan für das neue Gehege für die „Tierischen Juwelen der Philippinen“.

Stadt Landau in der Pfalz / Zoo - Am Sonntag, 12. August, um 11 Uhr findet die nächste der monatlich einmal stattfindenden öffentlichen Sonntagsführungen im Zoo Landau in der Pfalz statt. Wenn die zukünftigen Bewohner eines Gebäudes scharfe Klauen, Zähne oder Schnäbel haben, besondere Sicherheitsvorkehrungen, Rückzugsmöglichkeiten, Temperaturbedingungen oder Schwimmbecken benötigen, dann stellt das den Architekten häufig vor ganz besondere Aufgaben.

Und dann gibt es im Zoo nicht nur die Bedürfnisse tierischer Bewohner, sondern auch die der Tierpfleger und der Besucher zu berücksichtigen! Über die Herausforderungen beim „Bauen für Zootiere“ wird der Landauer Zooarchitekt Peter Buchert auf seinem etwa eineinhalbstündigen Rundgang berichten. In den letzten Jahren hat er mit seinem Team im Zoo Landau unter anderem den Umbau der Anlagen für afrikanische Huftiere, die Humboldtpinguine und die Sibirischen Tiger, sowie die Neubauten für Dromedare, Landschildkröten besonders bedrohte Vogelarten und den neuen Streichelzoo verwirklicht.

Die Visayas-Mähnenschweine werden die Nutznießer des nächsten großen Bauvorhabens im Zoo Landau in der Pfalz sein.

Welche Ansprüche die einzelnen Tierarten stellen, welche Klippen zu umschiffen sind und auf wie viele kleine Details geachtet werden muss, die dem Zoobesucher sicherlich gar nicht bewusst sind, wird Peter Buchert den Gästen an diesem Tag an den Gehegen präsentieren. Außerdem wird das aktuellste Bauprojekt, der Umbau des alten Streichelzoos und eines angrenzenden Geheges für die „Tierischen Juwelen der Philippinen“, im Rahmen der Führung vorgestellt. Für die hochbedrohten Prinz-Alfred-Hirsche, Visayas-Mähnenschweine und weitere philippinische Arten wird hier ein neuer, teilweise gemeinsam genutzter Lebensraum mit diversen unterschiedlichen Einblickmöglichkeiten für die Besucher und südostasiatischem Flair entstehen.

Die Führung ist kostenlos, es ist nur der reguläre Zooeintritt zu bezahlen. Treffpunkt ist um 11 Uhr im Kassenbereich des Zoos.

Wir freuen uns auf zahlreiche Gäste zu dieser besonderen Veranstaltung!

Text: Stadtverwaltung Landau in der Pfalz / Zoo Landau Foto: (Visayas-Mähnenschwein) - K. Blumer, Peter Buchert & Plan - Zoo Landau

26.07.2018


Ausgerottet in der Wildnis – zum ersten Mal nun auch im Zoo Landau in der Pfalz nachgezogen

Socorrotaube geschlüpft und ausgeflogen!

Landau / Zoo - Zum ersten Mal ist seit ihrer Haltung dort nun auch im Zoo Landau in der Pfalz die Nachzucht einer in der Wildnis bereits ausgerotteten Tierart gelungen! Am 1. Juli schlüpfte eine kleine Socorrotaube, die glücklicherweise, wie es sich gehört, von beiden Eltern vorbildlich umsorgt wurde und inzwischen aus dem Nest ausgeflogen ist. Wer als Zoobesucher nach dem Jungvogel Ausschau halten möchte, der sollte auch auf dem Boden der Volieren suchen. Socorrotauben sind flugfähig, halten sich aber auch sehr viel am möglichst deckungsreichen Boden auf.

Es handelt sich um eine evolutionäre Anpassung an das Leben auf einer abgelegenen Pazifikinsel, der Insel Socorro vor der Westküste Mexikos, auf der es ursprünglich keine natürlichen Feinde der Tauben gab. Dieses wurde der Tierart zum Verhängnis, als im Jahr 1957 eine Station der mexikanischen Marine auf der Insel errichtet wurde. Eingeschleppte Räuber wie Katzen oder Ratten aber auch Ziegen, die durch Beweidung die Vegetation der Insel sehr stark veränderten, führten binnen weniger Jahrzehnte zur kompletten Ausrottung der wenig scheuen Taube auf Socorro. Da die Tierart auf dieser Insel endemisch war, also weltweit nur dort zu finden, wird sie seit 1994 auf der Roten Liste der Weltnaturschutzunion (IUCN) als „Ausgerottet in der Wildnis“ geführt.

Glücklicherweise hatten Wissenschaftler der kalifornischen Akademie der Wissenschaften bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts einige Socorrotauben nach Kalifornien gebracht. Nachzuchttiere gelangten nach England, und diese Tiere bilden die Basis des Europäischen Ex-Situ-Programms (EEP), das seit 1995 vom Zoo Frankfurt koordiniert wird. Der koordinierten Nachzucht der Art kommt ganz besondere Bedeutung zu, und das Team des Zoo Landau ist hocherfreut, das Programm nun mit dem ersten Küken unterstützen zu können! Der Zoo Landau hält seit dem Sommer 2016 Socorrotauben, zunächst zwei männliche Tiere.

Im Mai dieses Jahres kam ein Weibchen aus dem Zoo Edinburgh dazu, mit dem die Nachzucht bereits wenige Wochen nach der Ankunft nun gelang. Auf der Insel Socorro laufen intensive Bemühungen, den Lebensraum für eine Auswilderung zoogeborener Tauben wiederherzustellen. Im September 2013 wurden die ersten drei Pärchen aus den USA zurück in die Heimat, zunächst aufs mexikanische Festland gebracht. Die Renaturierung der Insel und die Ausrottung eingeschleppter, schädlicher Arten kommen natürlich nicht nur der Socorrotaube sondern vielen weiteren Tier- und Pflanzenarten zugute. Doch der eher unscheinbaren zimtbraunen und grauen kleinen Taube kommt eine wichtige Funktion als Flagschiffart für dieses Projekt zu!

Zoo Landau

20.07.2018


Kinder und Ranger in Ruanda freuen sich über gespendete Ferngläser

Landaus Zoodirektor besucht Schutzprojekt für bedrohte Kronenkraniche

Landaus Zoodirektor, Jens-Ove Heckel, der Leiter der Bundesarbeitsgruppe Afrika des NABU International, Werner Schröder und der Vorsitzende der RWCA, Olivier Nsengimana, trafen an Rande der Rugezi-Sümpfe in Ruanda Ranger und Kinder von Umweltclubs u.a. zur Übergabe von in Landau gespendeter Ferngläser.

Ruanda (Afrika) / Landau-Zoo - „So ganz Urlaub ist nie!“… so lautet mit Augenzwinkern ein Fazit des Direktors des Zoo Landau in der Pfalz, Dr. Jens-Ove Heckel, nach seinem knapp zweiwöchigen Aufenthalt im afrikanischen Partnerland von Rheinland-Pfalz, … in Ruanda. Gerne nutzte er die jüngste private Rundreise mit Familie Anfang Juli auch um mehrere Projektgebiete einer ruandischen Naturschutz-Gesellschaft, der Rwanda Wildlife Conservation Association (RWCA), zu besuchen und sich mit deren Vorstand und Mitarbeitern über Fortschritte und Herausforderungen beim Schutz der in ganz Ostafrika gefährdeten Östlichen Grauen Kronenkraniche zu informieren.

RWCA-Mitarbeiter, J.-O. Heckel, W. Schröder und Kinder des Umweltclubs bei Übergabe Ferngläser

Bereits bei einem ersten Kurzaufenthalt in Ruanda im Januar 2017 bahnte sich eine längerfristige Naturschutzzusammenarbeit zwischen dem Zoo Landau und den ruandischen Naturschützern der RWCA an. Auch als Partner mit im Boot ist der Landauer Zoofreundeskreis und die Bundesarbeitsgruppe Afrika des Naturschutzbund Deutschland e.V. (NABU) unter Leitung von Werner Schröder. Schon damals wurden erste konkrete Maßnahmen vereinbart. Mit Unterstützung von Zoo Landau und NABU International konnte durch die RWCA ein Grundstück unmittelbar am nördlichen Rand des Rugezi-Sumpfgebietes, in Richtung der Grenze zu Uganda, erworben werden. Hier wird jetzt ermöglicht, dass sich u.a. einstige Kranichfänger in der Region, die nun als Kranichbeobachter und –schützer engagiert wurden, durch Anbau von Gemüse und Bienenhaltung alternative Einkommens- und Ernährungsquellen für sich und ihre Familien erschließen. Als ein weiterer Schritt ist der Bau eines einfachen, zweckmäßigen Gemeindetreffpunkts, eines sog. community meeting room, auf diesem Grundstück geplant. Die Räumlichkeiten sollen dann auch, geschützt vor Sonne oder Niederschlag, als Wirkungsstätte für die Kinder von lokalen Umweltclubs dienen. Mitglieder von RWCA vermitteln den Kindern hier spielerisch wichtige Umweltthemen, wobei der Schutz der inzwischen sehr seltenen Grauen Kronenkraniche und ihres nahen verbliebenen Lebensraums eine besondere Bedeutung haben.

Hier kommen nun auch die 20 von Bürgerinnen und Bürgern aus und um Landau gespendeten gebrauchten, aber noch voll funktionsfähigen Ferngläser zum Einsatz. Der Landauer Zoo hatte in den letzten Monaten dazu aufgerufen, entsprechende Ferngläser zu spenden. Diese hatte Heckel mit einigen anderen nützlichen Utensilien wie Buntstiften in seinem Reisegepäck. „Es ist immer auch ein besonders emotionales Erlebnis zu sehen, wieviel Freude und Begeisterung mit letztlich einfachen Mitteln bei Kindern erzeugt werden kann,“ berichtet Heckel in Erinnerung an die gutgelaunte Begrüßungs- und Übergabezeremonie vor Ort. Einige etwas leistungsfähigere Fernglasexemplare werde nun zudem von den Rangern genutzt. „Eine Aktion, die wir so sicher noch die nächsten Jahre gut und sinnvoll weiterführen können,“ sagt Heckel und freut sich damit weiterhin über die Abgabe geeigneter Ferngläser im Zoo Landau.

Zoo Landau, Zoofreunde und NABU International haben jedoch darüber hinaus noch deutlich ambitioniertere Ziele einer gemeinsamen Zusammenarbeit mit den Kranichschützern von RWCA. Im Zuge eines sehr interessierten Austauschs mit dem Leiter des Partnerschaftsbüros Rheinland-Pfalz/Ruanda in Kigali, Franz Eichinger, und dem RWCA-Vorsitzenden, Olivier Nsengimana, wurden weitere Unterstützungsmöglichkeiten eruiert. „Es wäre wichtig und großartig, wenn es gelänge, noch weitere Fördermöglichkeiten für Umweltbildung und Kranichschutz in Ruanda zu vermitteln,“ sind sich Heckel vom Zoo und Schröder vom NABU International einig. So konnte von der RWCA jüngst ein mehrere Hektar großes Grundstück am Stadtrand von Kigali gesichert werden. Hier ist beabsichtigt u.a. einen artgerechten Lebensraum für nicht mehr flugfähige, aus illegaler Haltung konfiszierte Kronenkraniche zu schaffen. Angegliedert werden soll ein Besucherinformations- und Umweltbildungszentrum. Hierfür ist die Finanzierung jedoch bisher nur in Teilen gesichert. Es gibt demnach längerfristig noch viel Raum und Bedarf für zusätzliche finanzielle und beratende Hilfe, in die auch sehr gut die Erfahrungen der Zooschule Landau einfließen können. Ein erfolgreiches Zuchtpaar der attraktiven Vogelart lebt im Landauer Zoo quasi als Botschafter ihrer in der Wildbahn inzwischen seltenen Verwandten.

Mehr Info zur Arbeit der RWCA unter https://www.facebook.com/rwandawildlife/

Zoo Landau

18.07.2018


Ergebnisse einer Kundenbefragung zum Zoo Landau in der Pfalz werden vorgestellt

Befragte Besucher bestätigen, dass ein Zoobesuch nicht nur erholsam, sondern auch informativ ist.

Landau / Zoo - Ohne Kinder oder Enkel in den Zoo? Gibt´s das? … „Na klar“, sagen die Studierenden des Fachs Dienstleistungsmanagement an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg, DHBW Karlsruhe, die kurz vor ihrem Bachelor-Abschluss stehen. Im Auftrag der Landauer Zooleitung haben die Studierenden unter Anleitung ihres Dozenten Wolfgang Allinger u.a. 200 Passanten in der Landauer Innenstadt befragt, um einigen spannenden Fragen auf den Grund zu gehen. Wie aus Erfahrungen des Zoos vermutet, würden 56% der außerhalb des Zoos Befragten nie ohne Kinder in den Zoo gehen, … es sei denn ...

Zusammengefasst ist die Antwort der Befragten: „Wenn das Angebot stimmt, dann lässt sich auch das Interesse am Landauer Zoo in dieser Bevölkerungsgruppe steigern.“ Wie wäre es mit mehr „Blicken hinter die Zookulissen“(57%) oder Motto-Tagen (39%)? Die Möglichkeit zur Interaktion mit Tieren würde 39% der Befragten begeistern, auch die Zooführung mit Extras (33%) wie z.B. eine satirische Führung. Afterwork-Events finden 26% klasse. Organisierte Fahrradtouren zum Zoo mit Brotzeit (26%) kämen genauso infrage wie den Zoobesuch zum Knüpfen neuer sozialer Kontakte (24%) zu nutzen. Mehrfachnennungen waren dabei natürlich möglich, denn der Zeitpunkt und die Qualität des Angebots bestimmen jede Entscheidung.

Insgesamt gibt es beim Zoo Landau in der Pfalz jedoch offenbar keinen wirklichen Anlass zur Sorge. Parallel wurden nämlich auch 185 Zoobesucher im Zoo selber befragt, die sich mit ihrem aktuellen Zoobesuch zu 96% zufrieden oder sehr zufrieden zeigten. Dieses hohe Niveau ist noch zu toppen, auch wenn 92% der Besucher ihren Wissenstand verbessern konnten. Vorab dazu die beste Nachricht: Für 38% der befragten Zoobesucher werden einige Informationen, die sie während ihres Fußwegs entlang der Artenvielfalt bekommen haben, dazu anregen, zukünftige Aspekte ihrer Lebens- bzw. Verhaltensweise zu ändern. Wer hätte das gedacht?

Allerdings kennen 69% der Besucher die vier Säulen der Zooarbeit in Landau nicht. Obwohl der Faktor Erholung im Vordergrund steht (73%) werden besonders der Artenschutz (57%) und die Umweltbildung (33%) quasi eher spielerisch mit beachtet. Die Forschung an und mit Tieren im Landauer Zoo sollte jedoch mehr Interesse finden. Zumal die Forschung für das noch bessere Kennen jedes einzelnen Tieres, jeder einzelnen Art, und damit für eine bessere Pflege oder effektiveren Schutz unerlässlich und genauso interessant ist, wie jedes andere Erlebnis im Zoo Landau.

Weitere interessante Details der beiden Befragungen, z.B. nach Altersgruppen der Nicht-Zoo-Gänger oder den Wünschen der Zoo-Liebhaber, geben natürlich noch mehr Aufschlüsse über konkrete Ansatzpunkte für die Verantwortlichen des Zoos, den unterstützenden Freundeskreis und das Team der Zooschule Landau.

Interessierte können im Rahmen einer Vortragsveranstaltung am Montag, den 16. Juli 2018, um 18:00 Uhr im Gebäude der Landauer Zooschule mehr Details der Studie erfahren. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, der Eintritt zu der Veranstaltung ist frei. Treffpunkt ist um 17:45 Uhr an der Zoo-Kasse.

Zoo Landau

06.07.2018


NEU: Zoo-Natur-Erlebnistage für Schulanfänger – schon 11 Klassen mit dabei

Landau / Zoo - Vom 19. September bis zum 23. Oktober dieses Jahres werden im Zoo Landau die ersten Zoo-Natur-Erlebnistage für Schulanfänger stattfinden. Alle ersten Klassen in Landau sind herzlich eingeladen, um erstmals in der neuen Klassengemeinschaft einen schönen Vormittag im Zoo zu erleben und um gemeinsam erste natur- und wildtierbezogene Erfahrungen zu sammeln.  Auf einem erlebnisreichen Zoorundgang werden die Kinder heimische und exotische Vogelarten beobachten und kennenlernen. Dazu kommt eine kindgerechte Einführung in die Tierklasse der Vögel und in das Vorhaben „Wir schützen unsere heimischen Vögel“.

Am Ende der rund dreistündigen Veranstaltung erhalten ALLE Kinder eine Forschermappe „Vögel hier und anderswo“ sowie das Buch „Mein erster Tier- und Pflanzenführer“ als Geschenk.  In diesem Zusammenhang werden die Schulklassen aufgefordert, im Klassenverband ihre Kenntnisse über heimische und exotische Tiere in den Folgemonaten zu erweitern, ihre Arbeitsergebnisse in der Forschermappe festzuhalten und sich für den Vogelschutz einzusetzen.  Diese Vorhaben (Aktion „Für den Schutz der Artenvielfalt“) werden von der Zooschule mit Anregungen und Hilfen gezielt unterstützt.

Die Teilnahme sowie der Zooeintritt sind an diesem Tag für die teilnehmenden Klassen und für zwei Lehrkräfte (Begleiter) kostenlos. Bis Ende des Monats können Lehrkräfte ihre Klassen noch in der Zooverwaltung (Tel.: 06341/13-7011 vormittags) anmelden. Hier erhalten Lehrkräfte auch weitergehende Informationen.

Zoo / Zooschule Landau

15.06.2018


Sehr erfreulicher Zuchterfolg bei seltener und hochbedrohter Affenart im Zoo Landau in der Pfalz

Das 10jährige Zuchtweibchen „Conchita“ stillt ihren am 13. Mai geboren Nachwuchs.

Landau / Zoo - Der jüngste Nachwuchs des Zoo Landau ist eine kleine Weißscheitelmangabe, die am 13. Mai geboren wurde. Das Jungtier entzückte bereits die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der öffentlichen Zooführung zum Thema „Kindersegen im Zoo“ am gleichen Tag, und natürlich ist auch das Zooteam hocherfreut über diesen erneuten Zuchterfolg.

Der oder die Kleine – sein Geschlecht hat das kleine Äffchen bisher noch nicht offenbart – ist bereits das sechste Jungtier, das in der aktuellen Zuchtgruppe in Landau zur Welt gekommen ist und das dritte für das 10jährige Zuchtweibchen „Conchita“, das seit 2011 im Zoo Landau lebt. Dass „Conchita“ sich erneut als vorbildliche Mutter zeigt, ist insofern besonders erfreulich, da sie selbst mit der Flasche aufgezogen werden musste, was bei Primaten nicht selten zu Schwierigkeiten bei er eigenen Mutterschaft führen kann.

Die Landauer Zuchtgruppe umfasst natürlich den Vater des Jungtiers, einen im Jahr 2010 direkt aus dem Heimatland Ghana importierten beschlagnahmten Wildfang, zwei weitere erwachsene Weibchen sowie zwei direkte Geschwister und zwei Halbgeschwister des aktuellen Nachwuchses. Die Gruppe ist sehr harmonisch und freundlich interessiert am neuesten Familienzuwachs. Für die zwischen 2013 und 2016 geborenen Geschwister ist es auch besondes wertvoll, die Aufzucht eines weiteren Jungtieres mitzuerleben. Im Mai 2017 wurde bereits ein ebenfalls im Jahr 2013 geborenes Weibchen abgegeben. „Ivy“ wurde im Rahmen des Europäischen Ex-situ-Programms (EEP), das für diese Tierart vom Zoo Barcelona koordiniert wird an den Zoo im ghanaischen Accra weitergegeben.

In der dortigen von der Artenschutzorganisation WAPCA (West African Primate Conservation Action) betriebenen Station wurde sie erfolgreich mit einem Männchen vergesellschaftet, und ihre Nachkommen könnten auch für zukünftige Wiederansiedlungsprojekte zur Verfügung stehen. Dem Erhalt der Weißscheitelmangaben in Zoos kommt ganz besondere Bedeutung zu, da sie zu den bedrohtesten Affenarten der Welt zählen.

Der Lebensraum ist stark begrenzt und zerstückelt, Wilderei und illegaler Holzeinschlag stellen die Hauptbedrohungsursachen für Weißscheitelmangaben und die ebenfalls höchst seltenen Roloway-Meerkatzen im gleichen Lebensraum dar. WAPCA, initiiert und geführt vom Zoo Heidelberg und seit der Gründung im Jahr 2001 unterstützt vom Zoo Landau, ist vor Ort in Ghana und der Elfenbeinküste aktiv, um durch Umweltbildung und die Schaffung alternativer Einnahmequellen sowie aktive Überwachung und Schutz der verbliebenen Wälder, die nahende Ausrottung dieser beiden Flagschiffarten zu verhindern und damit natürlich unzählige andere Arten in den gleichen Wäldern zu schützen.

Die Weißscheitelmangaben sind eine von insgesamt 26 Arten, mit denen der Zoo Landau an koordinierten Zuchtprogrammen beteiligt ist. Neben WAPCA unterstützt der Zoo Landau weitere Schutzprojekte vor Ort in Chile und Peru (Humboldt-Pinguine), auf den Philippinen (Prinz-Alfred-Hirsche und Rotsteißkakadus) in Ruanda (Grauer Kronenkranich) und auch vor der eigenen Haustüre im Amphibienschutz in der Südpfalz.

Zoo Landau

24.05.2018


Positive Bilanz: Erster Internationaler Zooförderer-Tag war auch im Zoo Landau in der Pfalz ein voller Erfolg

Regelmäßig informierten sich Zoobesucher am Infostand des Landauer Zoofreundeskreises anlässlich des Internationalen Zooförderer-Tages.

Landau / Zoo - Wie angekündigt, fand bei bestem Wetter am Pfingstmontag, 21. Mai 2018 auch im Landauer Zoo erstmalig der Internationale Zooförderer-Tag statt. Die Gemeinschaft der Zooförderer e.V. (GDZ) hat diesen Tag unter dem Motto „Ehrensache Zoo - Zeit für Zoofreunde“ ins Leben gerufen. Auch der Freundeskreis des Landauer Tiergartens e.V. beteiligte sich an diesen überregionalen Aktionstag und konnte mehrere hundert  Zoointeressierte begrüßen.

„Wir freuen uns, dass wir an diesem ersten Aktionstag so viele interessierte Menschen über unsere vielfältige Arbeit informieren konnten.“, so Vorsitzender Sanitätsrat Dr. Helmuth Back und ergänzt: „Als Förderverein des Landauer Zoos sind wir Teil einer großen Zoofamilie und engagieren uns in diesem Rahmen auch überregional für den Natur- und Artenschutz.“ Zoodezernent und Beigeordneter Rudi Klemm und Zoodirektor Dr. Jens-Ove Heckel schätzen gleichermaßen das umfassende ehrenamtliche Engagement des Fördervereins als eine unbezahlbare Bereicherung für den Zoologischen Garten Landaus sehr.

Ein Teil der Einnahmen und Spenden, die der Förderverein zum Zooförderer-Tag eingenommen hat, fließen in die Aktion „Zootier des Jahres“, welches in diesem Jahr die stark gefährdete Scharnier-Schildkröte ist. Die Aktion „Zootier des Jahres“ wurde auch von der Gemeinschaft der Zooförderer e.V. (GDZ) mit initiiert und seit Anfang an gefördert.

Insgesamt engagieren sich 85.000 Menschen in Zoo-Fördervereinen in Deutschland und stehen damit auch für ca. 80 Millionen Menschen, die jährlich in Deutschland Zoos, Tier- und Wildparks besuchen. Zoos, Tier- und Wildparks sind jedoch nicht nur beliebte Freizeit- und Erholungseinrichtung, sondern wirken auch auf den Gebieten der Bildung und im Natur- und Artenschutz sowie in der Forschung.

Die finanziellen Möglichkeiten vieler Zoos, Tierparks und Wildparks sind oft eingeschränkt, sodass sich ehrenamtlich viele Besucherinnen und Besucher in örtlichen Fördervereinen zusammengefunden haben, um die wichtige zoologische Arbeit und viele Veranstaltungen zu fördern oder praktisch zu unterstützen, so wie auch über die Mitglieder des Arbeitskreises des Freundeskreis des Landauer Tiergartens.

Mehr Info unter www.zoofreunde-landau.de

Text: Freundeskreis des Landauer Tiergartens e.V. Foto: Zoo-Freundeskreis, Landau

24.05.2018


Gleich zweimal gestreifter Nachwuchs im Zoo Landau in der Pfalz

Landau / Zoo - Sie gehören definitiv zu den bekanntesten und beliebtesten Tieren im Zoo Landau: die Kattas mit ihrem markanten Gesicht und dem arttypischen schwarz-weißen Ringelschwanz. Besonders groß ist das Entzücken der Zoobesucher im Moment, wenn sie bei gleich drei Müttern Babys entdecken. Am 1., 2. und 3. April brachten unsere drei Zuchtweibchen je ein gesundes Jungtier zur Welt. Noch muss man genau hinschauen, um die Kleinen am Bauch der Mütter zu entdecken, aber sie entwickeln sich mit rasanter Geschwindigkeit und bereits mit spätestens drei Wochen „reiten“ sie auf dem Rücken der Mütter (erste Versuche gibt es schon, siehe Foto). Wenig später fangen sie schon an, ihre Umgebung zur erkunden und sich für die Nahrung der Erwachsenen zu interessieren. Es ist das erste Mal, dass alle Zuchtweibchen gleichzeitig Nachwuchs haben, nachdem im letzten Spätsommer ein neues Zuchtmännchen aus dem Zoo Schwerin in die Gruppe integriert werden konnte. Die Kattas sind Teil eines Europäischen Zuchtbuchs (ESB), und die koordinierten Nachzucht dieser Art ist inzwischen besonders wichtig geworden. Im Jahr 2014 wurde die Art auf der Roten Liste der Weltnaturschutzunion (IUCN) aus der Kategorie „Potentiell gefährdet“ (Near threatened) gleich in die übernächste Kategorie „Stark gefährdet“ (Endangered) hochgestuft. Obwohl die Art im südlichen und südwestlichen Madagaskar ein relativ großes Verbreitungsgebiet hat und sehr variabel in ihren Ansprüchen an den Lebensraum ist, haben unkontrollierte Jagd und die Urbanisierung des Lebensraums die Populationen stark dezimiert. Der Populationstrend ist trotz Listung in der höchsten Schutzkategorie des Washingtoner Artenschutzabkommens weiterhin abnehmend. Die Kattas sind damit ein Beispiel dafür, wie schnell aus einer wenig bedrohten, beliebten Zootierart eine Art wird, der besondere Bedeutung für den Erhalt in zoologischen Gärten zukommt.

Während die Kattajungtiere von Geburt an wie eine Miniaturausgabe der adulten Tiere aussehen, tragen die beiden am 8. April geborenen Pinselohrschweine eine typische Jungtierfärbung, nämlich hellbraune Streifen auf dunklem Fell. Auch fehlen ihnen noch die namensgebenden weit ausgezogenen Ohrspitzen mit den langen Haarbüscheln. Ein erster Gesundheitscheck, bei dem die beiden Jungtiere auch mit Transpondern und Ohrmarken zur individuellen Erkennung versehen wurden, hat ergeben, dass es sich um ein männliches und ein weibliches Ferkel handelt. Ihre erfahrene Mutter, die im Zoo Landau bereits 10 Jungtiere erfolgreich großgezogen hat, kümmert sich auch um diesen Wurf wieder vorbildlich. Der Vater und ein im Juli 2017 geborener großer Bruder waren von Anfang an dabei und beschäftigen sich ebenfalls mit dem Nachwuchs. Die Ferkel sind bei schönem Wetter bereits im Vorgehege in Stallnähe auch für die Besucher zu sehen, die Vergesellschaftung mit den Watussirindern, die sich mit den Schweinen die Außenanlage teilen, wird allerdings erst in einigen Wochen stattfinden.

Zoo Landau

12.04.2018


Vom Alpenverein Landau e.V. organisierte Vortragsveranstaltung ermöglicht großzügige Spende an den Freundeskreis des Landauer Tiergartens e.V.

Die Zoofreunde Landau sind glückliche Nutznießer einer großzügigen Spende des Alpenvereins Landau

Landau Zoo - Manch‘ einer mag sich fragen, was eine vom Alpenverein Landau e.V. organisierte Vortragsveranstaltung mit einer Spende am den Landauer Zoofreundeskreis zu tun hat? Am 13.01.2018 war es dem 3.500 Mitglieder umfassenden Verein gelungen, Stefan Glowacz, den weltbekannten Profi-Bergsteiger, Pionier des modernen Kletterns in Deutschland und dreimaligen Sieger des Rockmasters in Arco  und  dazu einen der größten Abenteurer in Deutschland, zu engagieren.

In seinem Vortrag „Von der Arktis in den Orient“ begleitet mit einzigartigem Film- und Bildmaterial, entführte Glowacz 500 begeisterte Zuschauer in drei einzigartigen Expeditionen nach Baffin Island, Borneo und Oman. „Durch das äußerst rege Interesse konnte ein sehr ansehnlicher Überschuss aus dem Einnahmen erzielt werden, sodass der Alpenverein dem Freundeskreis des Landauer Tiergartens e.V. für den Bau einer Anlage für bedrohte philippinische Tiere nun insgesamt € 4.300 zukommen ließ,“ freuten sich Stefan Eckert und Mark Seither bei der Scheckübergabe vor den zukünftigen Baustelle im Landauer Zoo. Zoofreundeskreis Geschäftsführer Gerhard Blumer und Landaus Zoodirektor Dr. Jens-Ove Heckel zeigten sich begeistern von der Initiative und bedankten sich herzlich für die großzügigen Spende.

Text: Landauer Tiergartens e.V. Foto: Zoo-Freundeskreis, Landau / Alpenverin Landau e.V.

15.03.2018


Afrikanische Schweinepest bedroht auch wertvolle Zootierbestände

Zoo Landau um hochbedrohte Visayas-Mähnenschweine und attraktive Pinselohrschweine besorgt

An den Gehegen der Minischweine, Pinselohrschweine und Mähnenschweine im Zoo Landau wurden zusätzlich Warn- und Hinweisschilder bezüglich eines Fütterungsverbotes angebracht.

Landau/Zoo - Die Vorbeuge gegen Erkrankungen, insbesondere solche, die durch übertragbare Krankheitserreger verursacht werden, stellt eine besonders große Verantwortung und Herausforderung für im Zoo tätige Veterinäre dar. Trotz größter Sorgfalt sind allerdings mögliche Übertragungswege mancher Erreger besonders heimtückisch und schwer kontrollierbar. Dieses gilt u.a. für das Erregervirus der Afrikanischen Schweinpest (ASP), die sich nach Einschleppung aus Afrika nach Osteuropa nun Richtung Westen in Wildschwein- und Hausschweinbeständen ausbreitet. Das für den Menschen völlig ungefährliche Virus, welches u.a. in Fleisch- bzw. Wurstprodukten über Monate erhalten und infektiös bleibt, führt bei Aufnahme durch Schweine innerhalb kürzester Zeit zum Tod. Die Sterberate bei Schweinen erreicht meist 100%. Eine Vorbeuge durch Impfung, wie bei anderen Viruserkrankungen erfolgreich möglich, gibt es bei ASP nicht.

Insofern ist die Besorgnis in der Landwirtschaft vor einer Einschleppung der Erkrankung nach Deutschland nachvollziehbar. Abgesehen vom unendlichen Tierleid durch die Erkrankung, insbesondere aber die zu erwartenden Massenkeulungen 10.000der bis 100.000der gesunder Schweine, wären die wirtschaftlichen Verluste unermesslich. „Allerdings wäre eine Verschleppung der Seuche nach Deutschland auch ein extrem kritische Gefahr für die unersetzbaren Bestände teils hochbedrohter exotischer Wildschweinarten in den Zoos,“ sagt Landaus Zoodirektor und Zootierarzt Dr. Jens-Ove Heckel. So seien die auch im Zoo Landau im Rahmen eines koordinierten Erhaltungszuchtprogramms gehaltenen Visayas-Mähnenschweine, wegen der nur noch kleinen Bestände in der Wildbahn, mit die letzten ihrer Art. Einschränkungen bei der Zucht- und Haltung solcher Arten in den Zoos oder gar Anordnungen zur Keulung wären ein Katastrophe. Leider sind solche Szenarien nicht abwegig, wie ähnliche Vorgänge bei der Ausbreitung der Vogelinfluenza mit entsprechenden Konsequenzen u.a. auch in Zoobeständen gezeigt haben.

Daher setzt man auch im Zoo Landau nun darauf, alles Mögliche zu tun, um die eigenen Tierbestände zu schützen. Eine der Maßnahmen ist, auf das mit wenigen Ausnahmen ohnehin generell geltende Fütterungsverbot nun mit offiziellen Warn- und Hinweisschildern des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft an den Gehegen der im Zoo gehaltenen Schweine zusätzlich hinzuweisen. „Diese mehrsprachigen Schilder wurden natürlich nicht für Zoos hergestellt, sondern werden insbesondere für die Aufklärung von Fernfahrern bzw. Reisenden an Autobahnraststätten entworfen,“ sagt Heckel. Leider sind achtlos bzw. unsachgemäß entsorgte Nahrungsmittel aus Osteuropa die hauptsächliche und schnellste Einfallroute für das Virus. Zudem wurden für den Zoo Seuchenpläne erstellt, die die unabdingbare Grundlage für die Beantragung von Ausnahmegenehmigungen möglicher Keulungsanordnungen von Behörden wären.

„Wir wollen als Zoos unsere Besucher über diese neue Herausforderungen informieren und natürlich auch dazu anhalten, uns bei unseren Vorsorgebemühungen durch die strikte Beachtung der Fütterungsverbote insbesondere bei den im Zoo lebenden Schweinen zu unterstützen,“ gibt Heckel zu bedenken.

Zoo Landau

02.03.2018


Zoos in Rheinland-Pfalz erhalten Planungssicherheit bei der Haltung bestimmter Tierarten

MdL Nina Klinkel übernimmt Tierpatenschaft für Chinesischen Muntjak-Hirsch im Zoo Landau in der Pfalz

Landaus Zoodirektor Dr. Jens-Ove Heckel örtert an einer Infotafel im Zoo Landau mit MdL Nina Klinkel die Herausforderungen durch die EU-Invasivarten-Verordnung.

Landau/Zoo Landau - Durch das jüngste positive Votum für einen Antrag der rheinland-pfälzischen Regierungsfraktionen, ermöglicht Rheinland-Pfalz seinen anerkannten Zoos Ausnahmen von den Vorgaben der EU-Verordnung 1143/2017 zu invasiven Arten. Ziel der Verordnung an sich ist die Prävention und das Management der Einbringung und Ausbreitung invasiver gebietsfremder Arten in Mitgliedsländer der EU durch menschliches Einwirken. Invasive Tier- und Pflanzenarten können erhebliche Nachteile für die heimische Artenvielfalt haben.

„Die Grundintention dieser Verordnung ist sehr sinnvoll und nachvollziehbar“, sagt Landaus Zoodirektor, Dr. Jens-Ove Heckel. Allerdings sei an die Haltung bestimmter Tierarten in Zoos offensichtlich nicht gedacht worden. So verbietet die Verordnung u.a. grundsätzlich die Einbringung in die EU, die Haltung, die Reproduktion, die Aufzucht und den Transport von aktuell mehr als 20 auf einer Artenliste („Unionsliste“) genannten Tierarten. Neben den auch in Deutschland bereits weitverbreiteten und bekannten Neozoen wie Waschbär, Nutria oder Amerikanischer Flusskrebs sind u.a. auch Südamerikanische Nasenbären, Heilige Ibisse oder das Chinesische Muntjak und die Rotwangenschmuckschildkröte gelistet. Arten also, die auch in den wissenschaftlich geleiteten Zoos in Landau und Neuwied gehalten werden. Eine ausnahmslose Anwendung der EU-Verordnung würde solche, aber ggf. zukünftig noch viele weitere Arten, aus den Zoos verschwinden lassen. „Unsere Zoos leisten hervorragende Arbeit zur Forschung und erfüllen einen Bildungsauftrag. Eben auch, wenn es um invasive Arten geht,“ sagt als Mitglied des Rheinland-pfälzischen Landtags, Nina Klinkel, auch bei ihrem jüngsten Besuch im Zoo Landau in der Pfalz. Klinkel hatte sich besonders auch dafür stark gemacht, dass Zoos mit entsprechenden kontrollierten Haltungen Ausnahmen von den ansonsten kategorischen Verboten beantragen können, so dass sie auch zukünftig anhand gelisteter potentiell invasiver Spezies mit einem vielfältigen Tierbestand ihren Bildungs- und Forschungsauftrag wahrnehmen können.

Die Thematik der tierischen und pflanzlichen Neubürger ist insbesondere bezogen auf den gesamten EU-Raum sehr komplex. So konkurrieren die kräftigeren Amerikanischen Minks mit den kleineren Europäischen Nerzen um die noch vorhandenen geeigneten Lebensräume. Durch Fremdarten eingeschleppt Krankheiten können ebenfalls eine Bedrohung darstellen. Aber auch die genetische Vermischung mit eng verwandten heimischen Arten kann bestandsgefährdend werden wie z.B. durch die Verpaarung der aus Amerika stammenden Schwarzkopfruderente mit der inzwischen sehr seltenen, auch in Europa heimischen Weißkopfruderente. Das schädliche Potential gebietsfremder Arten ist jedoch je nach Art und Region unterschiedlich zu bewerten. So können manche Arten in gemäßigten Klimazonen Europas gut überleben und sich schnell ausbreiten, die andererseits in Nordeuropa kaum eine Überlebenschance haben.

Mit Blick auf das Chinesische Muntjak, für das MdL Klinkel nun auch eine Patenschaft im Zoo Landau übernommen hat, ist festzustellen, dass es global zwar nicht zu den gefährdeten Arten gehört. In einem seiner ursprünglichen Herkunftsländer, in China, gilt die Art inzwischen als bedroht.

Zoo Landau

01.03.2018


Erdmännchen-Patenschaft: Eine „tierische Verbindung“ zwischen dem Zoo Landau in der Pfalz und der BierProjekt Landau eG

v.l.: Freuen sich über die Tierpatenschaft: Herr Gerd Barthel (BierProjekt Landau eG), Herr Zoodirektor Dr. Jens-Ove Heckel, Herr Dominik Rödel (BierProjekt Landau eG)

Die erfolgreichen Bierbrauer Dominik Rödel, Gerd Barthel, Sascha Gallo und Andreas Lehr machten vor einem Jahr ihr Hobby zum Beruf und gründeten die BierProjekt Landau eG in Siebeldingen.

Nicht nur die Freude am Brauen, sondern auch die Verbundenheit zur Region zeigen, nun auch zur Freude des Zoo Landau in der Pfalz, die Namen der aktuellen Biersorten: z.B. White Flamingo, Äffchen, Erdmännchen oder Känguru.

Um diese „tierische Verbindung“ zum Landauer Zoo noch in anderer Hinsicht zu festigen, wurde die Idee der Übernahme einer Tierpatenschaft geboren. „Bei einer Abstimmung unter den Genossenschaftsmitgliedern ging das sympathische Erdmännchen als Favorit hervor“, sagt Gerd Barthel schmunzelnd und ergänzt, „eine sehr gute Wahl, zumal das auch die bislang beliebteste Biersorte bei unseren Kunden ist“.

Zoodirektor Dr. Jens-Ove Heckel zeigte sich vom Engagement der Braugemeinschaft begeistert und kann sich erneut über eine finanzielle Unterstützung eines erfolgreichen Betriebes aus der Region für den Zoo freuen.

Weitere Informationen über die Bierprojekt Landau eG erhalten Sie unter www.bierprojekt-landau.de.

Zoo Landau

21.02.2018


Plastikmüll einsparen kann jeder: Erster Gutschein des EWL eingelöst

Die Drittklässler überlegen in Forscherteams, wie Plastikmüll in die Meere gelangt.

Grundschulkinder befassen sich einen Vormittag lang in der Zooschule mit Plastikabfall in den Weltmeeren: Die Kooperation von Entsorgungs- und Wirtschaftsbetrieb und Zooschule Landau kommt in Schwung.

Wie kommt der Plastikabfall in unsere Ozeane und Meere? Warum ist Plastikmüll eine große Gefahr nicht nur für Tiere, sondern auch für Menschen? Wie kann der Einkauf von Lebensmitteln mit Plastikverpackungen verringert werden? Diesen Fragen gingen jetzt die Drittklässlerinnen und Drittklässler mit dem Förderschwerpunkt motorische Entwicklung des Caritas-Förderzentrums St. Laurentius und Paulus in der Zooschule nach.

Zunächst lernten die Kinder Ozeane und Meere als Lebensraum für Tiere und Pflanzen kennen. Die beiden Zoopädagoginnen Heide Sasse und Johanna Fickert stellten die Humboldt-Pinguine und die Südamerikanischen Seebären als typische Meeresbewohner vor, die im Landauer Zoo sehr gut beobachtet werden können. Anschließend erfuhren die Kinder, dass 6,4 Millionen Tonnen Plastikabfälle jedes Jahr – vor allem in Form von Verpackungen – ins Meer gelangen. Dass viele Tiere wegen der Vermüllung verenden und winzige Plastikteile sogar in die Nahrungskette gelangen, bewegte die Kinder sehr.

In der Rolle als „Meeresforscher“ überlegten sie, wie Plastikmüll in die Ozeane und Meere gelangt. In einem letzten Schritt wurde der Einkauf von Lebensmitteln für ein Wochenende gesichtet und gemeinsam beraten, wie jeder seinen Plastikmüll reduzieren kann. Ein Filmausschnitt, Fotos, die das Plastikmüllproblem verdeutlichen, Tierpräparate, eine Meereslandschaft, die im Klassenraum aufgebaut wurde, ein Lebensraummodell und eine Lerntheke gaben den Kindern Raum für Eigenaktivitäten und veranschaulichten die Lerninhalte.

Die Drittklässler beraten gemeinsam mit der Zoopädagogin: Wie kann jeder beim Einkauf die vielen Plastikverpackungen umgehen?

Der dreistündige Unterricht war für die Kinder kostenfrei. Lediglich der Zooeintritt wurde gezahlt. Dieses attraktive Angebot macht der Entsorgungs- und Wirtschaftsbetrieb Landau im Rahmen einer Bildungspartnerschaft mit der Zooschule zukünftig auch vielen anderen Schulklassen und Kindergartengruppen möglich. Er bietet Kindergärten und Schulen aus Landau Gutscheine für kostenfreien Zooschulunterricht zum Themenfeld „Abfallvermeidung/Umgang mit Abfall“ an, die dann in der Zooschule eingelöst werden können.

„Für dieses Jahr stehen 12.500 EUR zur Verfügung“, erklärt Bürgermeister Dr. Maximilian Ingenthron, der gemeinsam mit dem Vorstandsmitglied des EWL, Falk Pfersdorf, an der ersten Veranstaltung im Rahmen der Kooperation teilnahm. „Möglichst viele Kinder sollen Zugang zu diesem besonderen und sehr praktisch angelegten Angebot haben“ ergänzt Pfersdorf.

Beide waren beeindruckt davon, wie interessiert und lebhaft sich die Schulkinder am Unterricht beteiligten. Für die Kinder ist es ein großes Anliegen, Tieren zu helfen und das Leid zu verringern, das durch die großen Mengen an Plastikabfall entsteht. „Schön, dass wir heute mit der Umsetzung des neuen Bildungsangebotes starten können“, freute sich Dr. Gudrun Hollstein, die als Leiterin der Zooschule gemeinsam mit den Pädagoginnen und Pädagogen der Zooschule die neuen Unterrichtseinheiten erarbeitet. Unterstützt wird sie hierbei von Experten des EWL. Weitere Anmeldungen für den besonderen Zooschulunterricht liegen bereits vor. Die Bildungspartnerschaft unterstützt die finanzielle Absicherung der Bildungsarbeit der Zooschule.

Gutscheine können von Schulen (Primarstufe, Sekundarstufe I) und Kindergärten aus Landau über den EWL (Frau Betti Hessert: 06341/ 13-8611) bezogen werden. Eine Beratung der Lehrkräfte und Erzieher erfolgt über die Zooschule Landau (Sprechstunde mittwochs von 14.00 bis 15.30 Uhr: 06341/137005), die Anmeldung für den Zooschulunterricht über die Zooverwaltung (Frau Rieder: 06341/ 13-7011, 8.00 bis 12.00 Uhr, montags - freitags).

Text: Zoo Landau Foto: Zooschule

01.02.2018


Mein persönliches „Krafttier“ – ein gemeinsames Projekt der Zooschule Landau und des Eduard-Spranger-Gymnasiums Landau

Die Klasse 10c des Eduard-Spranger-Gymnasiums in der Zooschule Landau mit dem Zoopädagogen Harald Weber (rechts oben).

Kunstunterricht kann sehr gut auch in Zoo und Zooschule stattfinden. So besuchte die Klasse 10c des Eduard-Spranger-Gymnasiums im zurückliegenden Schuljahr mehrfach die Zooschule, um sich mit dem Thema „Krafttiere“ zu befassen.

Die Welt der Tiere kann uns vieles lehren. Im Leben von Naturvölkern spielten die Wesenszüge von Tieren schon immer eine wichtige Rolle. Tiere sind demnach auch Symbolträger und können den Menschen als „Krafttiere“ beschützen und ihm den richtigen Weg weisen. Auch in unserem Kulturkreis haben Tiere seit jeher ihren festen Platz in Sagen, Märchen und Mythen. Grund genug, sich mit diesem Thema auch einmal im Rahmen eines fachübergreifenden Projekts intensiver auseinanderzusetzen.

Gemeinsam mit dem Zoopädagogen Harald Weber und ihrem Kunstlehrer Matthias Burghardt gingen die Schülerinnen und Schüler der Frage nach, welche Rolle „Krafttiere“ im Leben eines Menschen spielen können. Dabei wurden auch Beispiele aus anderen Kulturen, insbesondere der indigenen Völker Nord- und Mittelamerikas, herangezogen.

Schülerinnen und Schüler des Eduard-Spranger-Gymnasiums mit ihren „Krafttieren“.

Nach der Begegnung mit ausgewählten Zootieren hatten die Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit, ihr persönliches „Krafttier“ auszuwählen und sich intensiv mit dessen besonderen Fähigkeiten zu befassen. Die künstlerische Umsetzung erfolgte schließlich in mehreren Schritten. Nach den ersten Skizzen und Entwürfen in Zoo und Zooschule wurden in der Schule die eigentlichen Bilder mit Acrylfarbe auf Leinwände gemalt.

Für die Schülerinnen und Schüler war das Projekt eine lohnenswerte Erfahrung sowohl im künstlerischen als auch im persönlichen Bereich. Die fertiggestellten Bilder werden in Kürze im Eduard-Spranger-Gymnasium ausgestellt.

Mehr Info zum Zoo Landau unter www.zoo-landau.de und www.zooschule-landau.de.

Text: Zoo Landau Foto: Zooschule Landau

01.02.2018


„Für den Schutz der Vogelvielfalt – hier und anderswo“ –

Vorstellung des Jahresprogramms 2018 von Zoo, Zooschule und Freundeskreis Landau in der Pfalz

v.l.: Peter Buchert (DGHT), Beigeordneter Rudi Klemm, Sanitätsrat Dr. Helmuth Back, Zooschulleiterin Dr. Gudrun Hollstein und Zoodirektor Dr. Jens-Ove Heckel bei der Vorstellung des Jahresprogramms 2018.

Über 215 Vögel leben aktuell im Zoo Landau in der Pfalz. Sie repräsentieren 40, teilweise stark bedrohte Arten aus Australien, Asien, Afrika, Südamerika und auch Europa. Allein im Jahr 2017 sind vier Arten hinzugekommen und das Zooteam durfte sich über knapp 70 Schlüpflinge freuen.

Schlecht sieht es hingegen u.a. für die Vogelwelt in großen Teilen Südostasiens aus. Die tropischen Wälder drohen zu verstummen, da zahllose Singvogelarten exzessiv für den Handel im In- und Ausland, für die Austragung von Gesangswettbewerben, zur Nutzung in traditioneller Medizin oder zum Nahrungserwerb gefangen werden. Das Halten und Zurschaustellen von Singvögeln in kleinen Käfigen ist in großen Teilen Asiens kulturell noch fest verwurzelt. Ein Problembewusstsein für die Folgen des ungebremsten und verlustreichen Fangs ist kaum vorhanden. Die Europäische Zoo- und Aquarien-Vereinigung (EAZA) möchte in den beiden kommenden Jahren mit der Kampagne unter dem Titel „Silent Forest“ (Stille Wälder) auf die drohende Ausrottung von Singvogelarten in Südostasien aufmerksam machen. Der Zoo Landau unterstützt dieses Jahr im Rahmen eines am 22.01.2018 vorgestellten umfangreichen Zoo-Veranstaltungsprogramms die Kampagne. Aber auch die heimische Vogelwelt wird im Fokus stehen. Landaus Beigeordneter und Zoodezernent Rudi Klemm, Zoodirektor Dr. Jens-Ove Heckel, Zooschulleiterin Dr. Gudrun Hollstein, der Vorsitzende des Freundeskreises des Landauer Tiergartens e.V. San.-Rat. Dr. Helmuth Back und Herr Peter Buchert, Vertreter unseres Kooperationspartners Deutsche Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde e.V. (DGHT) gaben einen Ausblick auf die geplanten, gemeinsamen Aktivitäten im Jahr 2018.

Unter dem Motto „Für den Schutz der Vogelvielfalt – hier und anderswo“ erwarten die Zoobesucher tolle Veranstaltungen für alle Altersklassen! Insgesamt stehen neben dem umfangreichen Ferienprogramm der Landauer Zooschule 44 Einzelveranstaltungen im Veranstaltungskalender des Landauer Zoos.

Das Jahresprogramm startet für Interessierte mit Voranmeldung am Valentinstag (14. Februar) mit einer Zooführung zum Thema „Liebe bei Tieren“, zu der auch ein kleiner Sektempfang gehört. Jeweils einmal im Monat gibt es weitere öffentliche Sonntagsführungen, in der auf besondere tiergärtnerische Themen eingegangen wird. Zoo-Architekt Peter Buchert wird z.B. zum Thema „Bauen für Zootiere“ führen. Er ist auch mit der Planung einer neuen Anlage für die „Tierischen Juwelen der Philippinen“ betraut. Durch Finanzierung des Freundeskreises soll dieses Jahr u.a. eine gemeinschaftlich genutzte Anlage für Prinz-Alfred-Hirsche und Visayas-Mähnenschweine entstehen. Spezielle Abendführungen gibt es für Kinder bzw. Familien während der Sommermonate.

Neben dem traditionellen Oster- und Sommerfest steht ein Herbstfest ganz im Zeichen des Kürbisses auf dem Programm. Während der Adventszeit bietet die Zooschule neben Bastelworkshops für Kinder auch einen Adventssonntag unter der Überschrift „Tiere im Winter“ für die ganze Familie an. Zum gleichen Thema gibt es ein besonderes Winterprogramm. Eine Unterrichtseinheit, die sich an die Klassenstufen 3-5 richtet, bietet als „indoor-Programm“ bei ganz schlechtem Wetter Unterricht rund um Terrarientiere an. Ebenfalls neu im Programm der Zooschule ist eine Veranstaltung um die Wartezeit am Heiligabend im Zoo zu verkürzen und ein Opa-Oma-Enkeltag. Im Rahmen der Bildungspartnerschaft zwischen Entsorgungs- und Wirtschaftsbetrieb Landau (EWL) und Zooschule bietet der EWL interessierten Kitagruppen und Schulklassen verschiedener Stufen kostenlos Gutscheine für den Zooschulunterricht an. Hierin geht es um den Umgang mit Abfall, Abfallvermeidung, Recycling und Upcylcling. Rund um das wichtige Thema Artenschutz drehen sich zwei Termine der Kinder-Uni, das vom Rotary-Club Landau gesponserte zweitägige Outdoorcamp, eine Veranstaltung zum Internationalen Tag der biologischen Vielfalt sowie der große Pinguinaktionstag, den der Zoo gemeinsam mit der Artenschutzorganisation „Sphenisco – Schutz des Humboldt-Pinguins e.V.“ durchführt. Auch der Tierschutz soll thematisch nicht zu kurz kommen. Rund um den Welttierschutztag am 4. Oktober bietet die Zooschule zwei Workshops für Kinder an, einmal einen „Streichelzooführerschein“ und einmal einen Intensivkurs zum Halten und Pflegen von Reptilien. Sehr passend, da der Zoo Landau auch in diesem Jahr wieder Platin-Sponsor für das „Zootier des Jahres“ ist, welches sich in diesem Jahr den bedrohten Arten der Scharnierschildkröten widmet. Für Reptilienfreunde steht darüber hinaus neben dem schon traditionellen „Schildkrötenstammtisch“, der vierteljährlich in Kooperation mit der DGHT in der Zooschule stattfindet, noch ein Schildkrötenworkshop der DGHT-Regionalgruppe Kurpfalz unter dem Motto „Was man schon immer über Schildkröten wissen wollte“ auf dem Programm. Ebenfalls eher für das erwachsene Publikum gedacht sind zwei literarische Abende mit humorvollen Lesungen des Teams der „Wortschau“. Traditionell werden hier Landauer Zoothemen aufgegriffen und damit die Lachmuskeln trainiert. Der Freundeskreis des Landauer Tiergartens e.V. wird sich in diesem Jahr erstmals im Rahmen des Deutschen Zooförderertages mit einem Infostand im Zoo präsentieren. Es stehen zwei ein- bzw. mehrtägige Ausflüge des Freundeskreises auf dem Programm, es wird erstmals eine exklusive Zooführung für Mitglieder des Fördervereins geben und einen speziellen Tag für Förderer und Tierpaten. Das aktive Team des Freundeskreises ist darüber hinaus an der Gestaltung diverser Veranstaltungen beteiligt. Das Jahresmotto wird nicht nur an Zoofesten und im Zooschulunterricht im Mittelpunkt stehen, es ist auch Thema eines ganz neuen Gewinnspiels. Ab sofort liegen an der Zookasse Quizbögen aus, auf denen acht Fragen rund ums Thema Artenschutz gestellt werden. Wer den Zoorundgang macht und aufmerksam die Tier- und die spezielle Themenbeschilderung liest, wird die Antworten finden. Unter den Teilnehmern verlost der Zoo zum Ende des Jahres eine Jahreskarte für Kinder oder Erwachsene!

Weitere Informationen finden sich unter www.zoo-landau.de, www.zooschule-landau.de, www.zoofreunde-landau.de und www.dght.de.

Zoo Landau

31.01.2018


Scharnierschildkröte zum „Zootier des Jahres 2018“ gewählt – Zoo Landau in der Pfalz ist Platin-Sponsor der Kampagne

Einige asiatische Schildkrötenarten sind im Freiland bereits ausgerottet oder nur noch in geringen Beständen vorhanden. Dieses Schicksal teilen auch die Vertreter der Gattung der Scharnierschildkröten (Cuora spp.), zu der 13 Arten zählen. Vor allem der Lebensraumverlust, besonders aber der exzessive Handel als Nahrungsmittel oder als vermeintliche Medizin macht den Beständen der Scharnierschildkröten sehr zu schaffen.

Um auf die hochgradige Gefährdung dieser Schildkrötenarten aufmerksam zu machen, wählte die Zoologische Gesellschaft für Arten- und Populationsschutz e.V. (ZGAP) die Scharnierschildkröten zum „Zootier des Jahres 2018“. Dadurch werden die Nachzuchtbemühungen in Zoologischen Einrichtungen und Schutzprojekte in den südostasiatischen Ursprungsländern zum Fortbestand besonders betroffener Arten unterstützt. In Zusammenarbeit mit der „Deutschen Tierpark-Gesellschaft e.V.“ (DTG), dem „Verband der Zoologischen Gärten e.V.“ (VdZ) und der „Gemeinschaft der Zooförderer e.V.“ (GDZ) werben die teilnehmenden Zoos, Zoo-Freundeskreise, Naturschutzorganisationen und andere Partner verbandsübergreifend für den Erhalt gefährdeter Tierarten. Vor allem aber sammeln sie auch Geld, um damit konkreten Maßnahmen zum Erhalt dieser Schildkröten zu ermöglichen.

Auch bei der jüngsten Wahl zum jeweiligen „Zootier des Jahres“ berücksichtigt die ZGAP eine Tierart, deren Bedrohung bisher nicht im Fokus der Öffentlichkeit steht. „Schon mehrfach wurden Arten unbeachtet ausgerottet“, sagt Landaus Zoodirektor Dr. Jens-Ove Heckel. Dies geschah einfach, weil das Wissen über sie nicht ausreichend war oder weil die dringende Notwendigkeit, sich für ihren Erhalt einzusetzen nicht genug Anklang in Naturschutzkreisen und in den Medien fand. Das soll sich mit der Ernennung zum „Zootier des Jahres 2018“ für die Vertreter aus der Gruppe der Scharnierschildkröten ändern. Daher unterstützt der Zoo Landau auch diese „Zootier des Jahres“-Kampagne finanziell. „Mit einem Motivplakat und zwei Schutzprojektplakaten machen wir bei uns im Zoo auf das Thema aufmerksam“, sagt Heckel und verweist auch auf die Webseite www.zootierdesjahres.de mit vielen Hintergrundinfos.

Wie auch der Landauer Zoo, setzen sich viele Zoos und Tierparks für den Schutz bedrohter Lebensräume ein (in situ-Schutz) und sind zudem die wichtigsten Akteure, um Erhaltungszuchten bedrohter Arten aufzubauen und langfristig zu sichern (ex situ-Schutz). Teilweise kann nur durch diese Erhaltungszucht in Menschenhand die endgültige Ausrottung von Tierarten verhindert werden, bis sich die Freilandsituation durch parallellaufende Schutzbestrebungen wieder stabilisiert. Angeregt durch die Kampagne laufen nun auch im Zoo Landau Planungen spezielle Zuchtmöglichkeiten für Scharnierschildkrötenspezies zu schaffen. Weiter Informationen zu Spendenmöglichkeiten:

Zoologische Gesellschaft für Arten- und Populationsschutz e.V. (ZGAP)
IBAN: DE21 6206 3263 0054 5500 41
Volksbank im Unterland
Verwendung: Zootier des Jahres

Text: Zoo Landau Foto: Zoologische Gesellschaft für Arten- und Populationsschutz e.V. (ZGAP)

22.01.2018


Erstes Jungtier des Jahres 2018 im Zoo Landau in der Pfalz geboren

Das erste Jungtier des Jahres 2018 im Zoo Landau in der Pfalz ist ein Watussikalb. Überraschend kam die Geburt nicht aber natürlich war das Zooteam hocherfreut, als am Morgen des 13. Januar ein gesundes Kälbchen im Stall vorgefunden wurde.

Es ist bereits das siebte Jungtier, das die damit schon sehr erfahrene Mutterkuh „Doreen“ erfolgreich aufzieht. Sie selbst wurde im Jahr 2005 im Zoo Landau geboren. Der kleine Bulle entwickelt sich bestens, ist aber aufgrund der nasskalten, stürmischen Wetterlage zunächst noch nicht auf der Außenanlage zu sehen. Mutterkuh und Kälbchen können entscheiden, ob sie den Stall oder das Vorgehege aufsuchen möchten.

Mit etwas Glück sind die beiden also dort für die Besucher zu sehen. Die Watussirinder teilen ihr Außengehege mit den ebenfalls afrikanischen Pinselohrschweinen. Eine Wohngemeinschaft, die sehr gut funktioniert. Erstaunlicherweise haben allerdings nicht die großen Rinder mit den riesigen Hörnern das Sagen, sondern die quirligen Schweine! Bis die Vergesellschaftung mit den frechen Mitbewohnern ansteht, muss das kleine Kälbchen noch etwas sicherer auf den Beinen werden. Natürlich hofft man im Zoo Landau darauf, dass diese erste erfolgreiche Geburt des Jahres ein erster guter Auftakt für vielen weiteren wichtigen Nachwuchs sein wird!

Zoo Landau

19.01.2018


Kinderbetreuung im Zoo Landau in der Pfalz in den Osterferien, Sommerferien
und Herbstferien 2018 für Kinder von 7-12 Jahre

Ferienprogramm in der Landauer Zooschule bedeutet interessante Vormittage im Zoo – an jedem Tag steht ein anderes spannendes Thema auf dem Programm! Tiger, Pinguine, Erdmännchen und andere Zoobewohner werden beobachtet, andere kann man teilweise auch hautnah erleben. Dabei erfahren die Kinder in der Zooschule nicht nur Interessantes über die großen und kleinen Zoobewohner, sondern auch, was sie selbst zum Schutz der Tiere und der Natur beitragen können. Exklusiv ist es möglich, mal einen Blick hinter die Kulissen des Zoos zu werfen! Zum Programm gehören außerdem Aktivitäten wie Mikroskopieren, Modellieren mit Ton, Spielen und Basteln.

Hier die Termine:

Osterferien 2018

1. Woche: Mo. 26.03.2018 – Do. 29.03.2018

2. Woche: Di. 03.04.2018 – Fr. 06.04.2018

Sommerferien 2018

1. Woche: Mo. 25.06.2018 – Fr. 29.06.2018

2. Woche: Mo. 02.07.2018 – Fr. 06.07.2018

3. Woche: Mo. 09.07.2018 – Fr. 13.07.2018

4. Woche: Mo. 16.07.2018 – Fr. 20.07.2018

Herbstferien 2018

1. Woche: Mo. 01.10.2018 – Fr. 05.10.2018 – Am Mi. 03.10.2018 Feiertag nicht

2. Woche: Mo. 08.10.2018 – Fr. 12.10.2018

Jeweils nur im Block buchbar!

Die Ferienbetreuung findet jeweils von 8.00 Uhr bis 13.00 Uhr statt!
Die Kosten betragen pro Kind pro Tag 15,00 € zuzüglich 2,50 € Zooeintritt pro Tag.

Anmeldungen nehmen wir ab sofort gerne entgegen!
Anmeldung sind in der Zooverwaltung telefonisch unter 06341 / 13 70 10 und 13 70 11 oder unter zoo@landau.de möglich.

Weitere Informationen zum Zoo und zur Zooschule Landau finden Sie unter: www.zoo-landau.de sowie www.zooschule-landau.de

Zoo Landau

08.01.2018


„Ferngläser für Ruanda“ - Zoo Landau in der Pfalz und Zoo-Freundeskreis unterstützen Artenschutzprojekt und rufen zu Unterstützungsaktion auf

Heckel bei Kranichkonfiszierung in Ruanda

Der Zoo Landau in der Pfalz, unterstützt vom Freundeskreis des Landauer Tiergartens e.V., engagiert sich ab diesem Jahr gemeinsam mit der Bundesarbeitsgruppe Afrika des Naturschutzbund Deutschland e.V. (NABU) in einem Artenschutzprojekt in Ruanda. Gemeinsam wird geholfen, den Östlichen Grauen Kronenkranich (Balearica regulorum gibbericeps) vor der Ausrottung zu bewahren. Die Tierart ist inzwischen in weiten Teilen ihres Verbreitungsgebietes in Ostafrika im Bestand stark gefährdet.

In Ruanda sind gegenwärtig noch höchstens 200 Brutpaare in der Wildbahn anzutreffen, was für eine langfristig überlebensfähige Population nicht ausreicht. Die wesentlichen Ursachen für diesen Rückgang sind die Entnahme der Vögel aus der Wildnis für die Haltung in lokalen Privat- und Hotelgärten, der illegale internationale Handel mit Kronenkranichen, sowie der zunehmende Lebensraumverlust durch menschliche Einflüsse auch im Rahmen einer ständig wachsenden Bevölkerung.

Heckel, Ranger und Kinder eines Umweltclubs in Ruanda

Auf der Roten Liste der Weltnaturschutzunion (IUCN) wird die Art seit dem Jahr 2016 als „stark gefährdet“ geführt. Im Zoo Landau werden Graue Kronenkranich bereits seit dem Jahr 2006 gehalten. In diesem Jahr gelang erstmals die erfolgreiche Nachzucht von drei Küken dieser auffällig schönen Art mit der namensgebenden Federkrone. Eine bedrohte Tierart in Menschenobhut zu züchten und zu erhalten, ist ein Teil des Artenschutzengagements moderner Zoos. Die zweite wichtige Säule ist der Einsatz für den Erhalt von Lebensräumen im natürlichen Verbreitungsgebiet. Auch in diesem Bereich gehört der Zoo Landau zu den besonders aktiven Akteuren.

Rheinland-Pfalz ist Partnerland von Ruanda und die Stadt Landau in der Pfalz ist bereits seit 1984 Partnerstadt von Kigoma bzw. Ruhango. „Eine partnerschaftliche Zusammenarbeit im Artenschutz in Ruanda über unseren Zoo ist da nur konsequent“, sagt Zoodezernent und Beigeordneter Rudi Klemm.

Heckel, Ranger, O. Nsengimana an Kronenkranichlebensraum, Ruanda

Zoodirektor Dr. Jens-Ove Heckel konnte sich bei einem Kurzbesuch im Januar 2017 vor Ort von dem Projekt einen Eindruck verschaffen. Im Einvernehmen mit zuständigen ruandischen Regierungsstellen, initiiert der ruandische Tierarzt und Gründer der Rwanda Wildlife Conservation Association (RWCA), Dr. Olivier Nsengimana, seit kurzem die Konfiszierung illegal gehaltener Kraniche. „Die Tiere werden zunächst in einer derzeit provisorischen Quarantänestation in Kigali untergebracht und dort entsprechend veterinärmedizinisch untersucht und versorgt“, erklärt Heckel, der auch Zootierarzt in Landau ist. Hierbei entscheidet sich, ob die Vögel potentiell wieder auswilderbar sind oder nicht. Kraniche, die flugfähig wieder ausgewildert werden können, werden in ein Auswilderungsgehege in den Akagera Nationalpark verbracht. Bisher konnten bereits gut 100 Vögel diesen Weg nehmen.

Kronenkraniche im Auswilderungsgehege im Akagera NP, Ruanda

Geplant ist nun aber auch der Aufbau einer professionellen Auffang- und Zuchtstation für die Tiere, die in der Wildbahn nicht überlebensfähig sind, mit einem dort angeschlossenen Natur- bzw. Umweltbildungszentrum. Hier soll auch das notwendige Verständnis in der ruandischen Gesellschaft durch eine intensive Umweltbildung mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen geschaffen werden. Ein anderer Aspekt bei dem das „Knowhow“ aus Landau in Zukunft zum Tragen kommt. „Wir möchten darüber hinaus gerne Bürger aus Landau und der Region mit ins Artenschutzboot holen, denn oft können auch kleine Hilfen eine große Wirkung haben“, so Landaus Zoodirektor. Den Kollegen vor Ort fehlt es momentan z.B. an Ferngläsern, um mit Kindern aus eigens gegründeten Umweltclubs Tierbeobachtungen durchführen zu können. Der Zoo Landau ruft deswegen freundlich dazu auf, bitte nur voll funktionstüchtige, aber nicht mehr benötigte Ferngläser, zu den Kassenöffnungszeiten im Zoo Landau abzugeben. Diese sollen dann demnächst in Ruanda zum Einsatz kommen.

Zoo Landau in der Pfalz, 11.12.2017


Neue Terrarienwand in der Zooschule Landau in der Pfalz– „Ein Meilenstein in der Entwicklung der Bildungsarbeit“

Zoo und Zooschule freuen sich über die Terrarienwand und danken den Sponsoren (v.l.: stellvertretender Leiter der Zooschule Christian Donie, Zooschulleiterin Dr. Gudrun Hollstein, DGHT-Vizepräsident Daniel Schön, Architekt Peter Buchert, Herr Arne Keweloh (Keweloh Animal Health GmbH & Co. KG), Zoodirektor Dr. Jens-Ove Heckel)

Seit jeher gehören Terrarientiere wie Amphibien, Reptilien oder ausgewählte Wirbellose ins Bildungsprogramm der Zooschule Landau.

Um gerade auch gegenüber diesen häufig wenig bekannten und vermeintlich „ekligen“ Tieren Vorurteile und Ängste abzubauen, gehört zu ausgewählten Veranstaltungen ein direkter Tierkontakt mit einer Schlange, Echse, einem Salamander oder einer Vogelspinne.

Die Begegnung mit einem lebenden Tier ist ein besonderes Erlebnis und spricht Kinder und Erwachsene emotional besser an. Möglich wurden diese Tierkontakte bislang mit den Schautieren im Warmhaus des Zoo Landau. Um diese Tiere in einer störungsfreieren Umgebung und mit besseren Präsentationsmöglichkeiten im Unterricht einsetzen zu können, bestand schon seit Längerem der Wunsch, eine eigene optimale Terrarienhaltung in der Zooschule einzurichten.

Möglich wurde die Umsetzung dieses Projekts zum Einen nur mit der Anstellung inzwischen zwei fester Pädagogen, die die Pflege der Tiere im Zooschulgebäude übernehmen können. Des Weiteren dank der großzügigen Unterstützung der Adolf und Hildegard Isler-Stiftung aus Berlin und dem Herpetal-Fonds für Terraristik der Deutschen Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde e.V. (DGHT), die die Anschaffung und Einrichtung der insgesamt sieben Terrarien umfassenden Anlage ermöglichten. Geplant und eingerichtet wurde diese von Architekt Peter Buchert aus Landau, ehemaliger Präsident der DGHT, noch immer aktives Mitglied und langjähriger Partner von Zoo und Zooschule.

Im Rahmen eines Pressetermins am 21. November wurde die Terrarienwand offiziell eingeweiht. Zooschulleiterin Dr. Gudrun Hollstein bezeichnete diese Neuerung als einen wirklichen Meilenstein in der Bildungsarbeit der Zooschule Landau, deren Angebote bis zu 15.000 Kinder und Erwachsene jährlich nutzen. Mit den nun direkt in der Zooschule beheimateten Bartagamen, Kornnattern, Molchen, Kröten, Leopardgeckos, dem Riesentausendfüßer und einer Vogelspinne ergeben sich neben der verbesserten Durchführung bereits etablierter Zooschuleinheiten auch neue Möglichkeiten für den Zooschulunterricht, z.B. mit einem besonderen Schwerpunkt auf Artenschutz, biologischen Anpassungen und Vergleichsmöglichkeiten verschiedener Arten.

Das Thema Tierschutz wird in der Bildungsarbeit der Zooschule ohnehin sehr groß geschrieben. Mit der neuen Terrarienwand soll das Thema „Halten und Pflegen von Terrarientieren“ jedoch noch vermehrt in den Mittelpunkt rücken. Die Vermittlung von Tierschutzwissen ist auch Peter Buchert als Vertreter der DGHT besonders wichtig. Er hat ein ausgewähltes Team von Zoopädagoginnen und Zoopädagogen in der Pflege der Terrarientiere intensiv geschult.

Tierbegegnungen gehören zum zoopädagogischen Konzept; Zoopädagoge David Mehlhase präsentiert Schülern die Kraushaarvogelspinne.

Das über 30köpfige Team der Zooschule nahm außerdem jüngst an einer speziellen Schulung zum Umgang mit den Tieren im Unterricht teil, die Peter Buchert in der Zooschule durchführte. Im Zooschulunterricht ist es auch wichtig zu vermitteln, dass Terrarientiere ganz besondere Bedürfnisse haben, z.B. im Hinblick auf Klima, Beleuchtung und Fütterung. Bei der Planung der Anlage war darauf geachtet worden, Tiere in verschiedenen Lebensräumen, wie z.B. Trockensavanne, Bachlauf oder Regenwald, zu halten, um sowohl auf deren spezielle Anpassungen als auch Haltungsansprüche, die teilweise mit enormem Aufwand und auch Kosten verbunden sein können, eingehen zu können.

An der Einweihung nahmen als Vertreter der Sponsoren der Vizepräsident der DGHT, Herr Daniel Schön, und Herr Arne Keweloh (Keweloh Animal Health GmbH & Co. KG), Stifter des DGHT-Herpetal-Fonds, teil. Zoodirektor Dr. Jens-Ove Heckel und Zooschulleiterin Dr. Gudrun Hollstein bedankten sich herzlich für die großzügige Unterstützung bei den Sponsoren und bei Peter Buchert für die Umsetzung dieses lange gewünschten Projekts.

Die Zoopädagogen Harald Weber und David Mehlhase präsentierten im Rahmen des Pressetermins Siebt- und Achtklässlern des Landauer Eduard-Spranger-Gymnasiums eine Kornnatter und eine Kraushaarvogelspinne. So konnte von den Jugendlichen direkt erlebt werden, wie die Tiere zum Einsatz kommen und wieviel Interesse und Spannung mit einem direkten Tierkontakt entsteht. Dass die Behaarung der Spinne sich bei vorsichtiger Berührung ganz weich anfühlt, hätten wohl die Wenigsten der Schüler und der Erwachsenen gedacht, sie waren fasziniert von diesem besonderen Tier. Diese Emotionen sowie das Erlernte über die Biologie der Schlangen und Vogelspinnen werden so sicherlich lange im Gedächtnis bleiben.

Zoo Landau


Ehrung für Zoofreundeskreismitglied Hermann Ernst – Feierliche Einweihung des „Hermann-Ernst-Platzes“ im Zoo Landau in der Pfalz

v.l.: Amtierender Zoofreundeskreisvorsitzender San.-Rat. Dr. Helmuth Back, der Geehrte Hermann Ernst und Zoofreundeskreisgeschäftsführer Gerhard Blumer am neuen „Hermann-Ernst-Platz“ im Landauer Zoo

Eine ansehnliche Schar an Weggefährten, Freunden und Zooförderern ließen es sich am Samstag, den 18. November 2017 nicht nehmen, an einem eigens im Zoo Landau in der Pfalz organisierten Ehrungstermin teilzunehmen.

Die Feier galt dem Gründungsmitglied und langjährigen ehemaligen Vorsitzenden des Freundeskreises des Landauer Tiergartens e.V., Hermann Ernst.

Wenige Tage nach seinem Geburtstag konnte sich Ernst nun darüber freuen, dass der jüngst renovierte Vorplatz des Zooverwaltungsgebäudes sowie der Freundeskreisgeschäftsstelle zu seinen Ehren und mit Verweis auf seinen großen Verdienst um den Zooförderverein zum „Hermann-Ernst-Platz“ getauft wurde.

Der Geehrte Hermann Ernst dankt für die Einrichtung des „Hermann-Ernst-Platzes“ im Zoo Landau.

In seiner Laudatio lobte der amtierende Zoofreundeskreis-Vorsitzende San.-Rat. Dr. Helmuth Back das außergewöhnliche Engagement von Hermann Ernst, unter dessen Amtszeit diverse prägende und durch den Verein finanzierte Bauprojekte im Zoo umgesetzt werden konnten.

Aber selbst bis heute noch ist Ernst, der bereits 2015 zum Ehrenvorsitzenden ernannt wurde, noch regelmäßig für den Verein engagiert. Sein juristischer Rat wird ebenso geschätzt wie seine Funktion als Kassenprüfer oder als Tierpate. Aber auch als aktives Mitglied des Freundeskreis-Arbeitskreises, der diverse Zooveranstaltungen über das Jahr hinweg praktisch unterstützt, ist der Geehrte sehr geschätzt.

Alles Grund genug, den neugeschaffenen Platz mit seinem Namen zu schmücken und dieses zu seinen Lebzeiten, „denn, danach hast Du ja nichts mehr davon!“ bemerkte Back mit einem Schmunzeln und unter Beifall der Gäste.

Der Geehrte Hermann Ernst (mittig sitzend) von Gästen umrahmt beim Ehrungstermin im Zoo Landau.

Helmuth Back versäumte es auch nicht, sich bei Förderern des Freundeskreises zu bedanken. So sponserte z.B. die Landauer Gerach Container GmbH einen Materiallagercontainer für den Verein, während ein von der Hornbach Baumarkt AG gestiftete Natursteinskulptur als schwergewichtiges Dekorationsobjekt den neuen Hermann-Ernst-Platz schmückt. Der Landauer Architekt Peter Buchert, selbst langjähriges Vereinsmitglied, stellte seine planerische Tätigkeit für die Gestaltung des Platzes honorarfrei zur Verfügung.

v.l.: Amtierender Zoofreundeskreisvorsitzender San.-Rat. Dr. Helmuth Back und der Geehrte Hermann Ernst beim Ehrungstermin im Zoo Landau

Hermann Ernst bedankte sich in einer spontanen Ansprache ausdrücklich für die Ehrung durch den Verein und verwies darauf, dass es ihm über die Jahrzehnte ein besonderes Anliegen ist, den Landauer Zoo als unverzichtbare Kultur- und Bildungseinrichtung der Stadt zu fördern. „Wo sonst können gerade Kinder in einer Welt, in der Tiere und Natur vom Menschen immer stärker zurückgedrängt werden, besser für deren Erhalt sensibilisiert werden“, sagte Ernst. Daher bleibe es sehr wichtig, dass der Förderverein des Zoos sich weiter so großartig engagiere.

Zoo-Freundeskreis, Landau


Neu: Grundschullehrerin Heide Sasse ergänzt das Zooschulteam

Sicherung der Bildungsarbeit – neue Unterrichtsprogramme

Zoopädagogin Heide Sasse stellt den Kindern der KITA Unibunt eine Kornnatter vor.

Die Zooschule hat ihr Team erweitert. Neben dem hauptamtlichen Zoopädagogen, Harald Weber, unterrichtet seit einigen Wochen die ausgebildete Grundschullehrerin Heide Sasse in der Zooschule. Die Universität Koblenz-Landau hat zur Sicherung der Bildungsarbeit der renommierten Zooschule, die sich seit ihrer Gründung im Jahr 1992 als eine Kooperationseinrichtung von Universität und Stadt Landau stetig weiterentwickelt hat, eine auf drei Jahre befristete Stelle zur Verfügung gestellt.

Im Rahmen ihrer Stelle unterrichtet Heide Sasse in der Zooschule Landau (50% der Stelle) und übernimmt zudem Forschungsaufgaben im Institut für Bildung im Kindes- und Jugendalter der Universität (50% der Stelle, Arbeitsbereich Grundschulpädagogik, verantwortlich Prof. Dr. Miriam Leuchter). „Ich habe bereits in meinem Studium in der Zooschule als Zoopädagogin gearbeitet“, berichtet Heide Sasse. „Nun kann ich meine Erfahrungen ausbauen und dies zugleich mit meinem Wunsch nach Weiterqualifizierung im Hochschulbereich verknüpfen.“

Zoopädagogin Heide Sasse zeigt den Kindern der KITA Unibunt eine Schangenhaut.

5 Jahre lang haben in der Zooschule Landau ausschließlich Studierende der Universität nach einer Ausbildungszeit die pädagogische Arbeit übernommen. Dies war in den letzten Jahren durch die veränderten Studienbedingungen zunehmend schwieriger geworden. Dr. Gudrun Hollstein, Leiterin der Zooschule, freut sich über den großen Fortschritt: „Mit den beiden festangestellten Zoopädagogen kann die Zooschule nun auch in universitären Prüfungszeiträumen regelmäßigen Unterricht gewährleisten und Schritt für Schritt die Erweiterung der Zooschulprogramme vornehmen.

Gleichzeitig bleibt die Zooschule für Studierende aller Studiengänge ein wichtiges Praxisfeld.“ So bietet die Zooschule bereits in diesem Jahr ein spezielles Winterprogramm für Schulen und Kindergärten an. Seit Mitte des Jahres kooperiert die Zooschule mit dem Entsorgungs- und Wirtschaftsbetrieb Landau und hat nun auch Unterrichtseinheiten zu den Themenbereichen „Abfallvermeidung“, „Recycling/ Upcycling“ im Programm.

Christine Schneider begrüßt die neue Lehrkraft Heide Sasse in der Zooschule – hier mit Kindern der KITA Unibunt

In den letzten Jahren hatten sich Christine Schneider (MdL) und andere Personen aus den Bereichen Politik und Bildung für die Sicherung der Bildungsarbeit in der Zooschule eingesetzt. „Ich bin für die vielfältige Unterstützung sehr dankbar“, betont Hollstein, „und ich bin überzeugt, dass die Zooschule eine sehr positive Zukunft vor sich hat“. Über „alte“ und „neue“ Unterrichtsprogramme, über Kindergeburtstage, Familienführungen und andere Veranstaltungsformen können sich Lehrer, Erzieher und Eltern in der Sprechstunde der Zooschule in¬formieren, die mittwochs regelmäßig von 14.00 bis 15.30 Uhr stattfindet (Tel.: 06341/ 137005).

Zooschule Landau


Eine doppelte Sensation bei den Prinz-Alfred-Hirschen im Zoo Landau in der Pfalz

Es ist eine kleine Sensation – zum ersten Mal sind im Zoo Landau in der Pfalz Zwillinge bei den Prinz-Alfred-Hirschen geboren worden!

Am 14. Oktober überraschte das 10jährige Zuchtweibchen, das seit 2008 im Zoo Landau lebt und bereits acht Jungtiere erfolgreich aufgezogen hat, mit den beiden quicklebendigen Kälbchen. Zwillingsgeburten sind bei dieser Art extrem selten und kommen in Menschenobhut bei weniger als 2% aller Geburten vor.

Im Zoo Landau wird das Zuchtbuch für diese stark bedrohte philippinische Art geführt, und es gab seit dessen erster Erstellung bisher nur vier Mal Zwillingsgeburten, von denen allerdings bisher nur ein einziges Jungtier überlebte. So ist es ein besonderes Glück, dass sich die beiden Landauer Jungtiere, die sich beim ersten Gesundheitscheck als ein Männchen und ein Weibchen entpuppten, beide gleichmäßig gut entwickeln.

Bereits im Alter von nur etwas über drei Wochen knabbern sie am verbliebenen frischen Laub und erkunden mit dem Muttertier ihre Außenanlage. Das zweite Zuchtweibchen, eine im Jahr 2015 geborene Halbschwester der Zwillinge, brachte am 10. Oktober ihr erstes Jungtier zur Welt und zieht es ebenfalls erfolgreich auf.

Im Juli 2016 hatte der Zoo Landau einen neuen Zuchtbock aus dem polnischen Zoo Poznan übernommen. Hierbei handelt es sich um ein genetisch besonders wertvolles Tier, das mit den beiden Landauer Weibchen im Hinblick auf den Erhalt der genetischen Vielfalt der Zoopopulation besonders gut zusammenpasst. Es ist Aufgabe der Koordinatoren der so genannten Ex-situ Zuchtprogramme (EEP, ESB) des Europäischen Zoo- und Aquarienverbandes EAZA, mit Hilfe computergestützter Analysen der Verwandtschaftsverhältnisse einer Zoopopulation solche Paarungen zusammenstellen, um genetisch variable und gesunde Populationen bedrohter Tierarten in Menschenobhut zu erhalten. Der Prinz-Alfred-Hirsch gehört zu den Arten, bei denen der Nachzucht in Zoologischen Gärten besonders große Bedeutung zukommt, denn das Überleben der Art in ihrem natürlichen Verbreitungsgebiet, der Inselwelt der Philippinen, ist fraglich.

Einst weit verbreitet kommt die Art heute nur noch auf den beiden Inseln Negros und Panay vor. Aus 95 bis 98% des ursprünglichen Verbreitungsgebiets ist der kleine, dunkelbraune Hirsch mit dem lebenslangen hellen Fleckenmuster aufgrund der Zerstörung der Waldgebiete bereits verschwunden. Zu finden ist er heute nur noch in schwer zugänglichen, bergigen Regionen der beiden Inseln.

Neben der Lebensraumzerstörung hat die intensive Bejagung der Art zu einem dramatischen Individuenschwund geführt, obwohl die Art laut philippinischem Recht geschützt ist. Es leben schätzungsweise nur noch wenige hundert Prinz-Alfred-Hirsche im natürlichen Lebensraum, so dass die Art auf der Roten Liste der Weltnaturschutzunion (IUCN) inzwischen als „stark gefährdet“ eingestuft wird.

Im Zoo freut man sich über jedes gesunde Jungtier, doch diese drei kleinen Hirschkälbchen sind zudem eine wichtige Stütze des Erhaltungszuchtprogramms! Elterntiere und Nachwuchs würden sich zudem über eine Tierpatin oder einen Tierpaten freuen!

Zoo Landau


Weiße Bennettkängurus im Zoo Landau in der Pfalz

Tiere aus einer Beschlagnahmung finden ihr endgültiges Zuhause

Albinomännchen

Ende April diesen Jahres kam es dazu, dass der Zoo Landau in der Pfalz durch die Polizei und die Kontrollbehörden um eine vorrübergehende Übernahme von drei Bennettkängurus aus einer Beschlagnahmung wegen tierschutzrelevanter Haltung gebeten wurde. Die besonderen Umstände des auch bundesweit Aufsehen erregenden Ereignisses veranlassten die Zooleitung spontan dazu, die Tiere fachgerecht einzufangen, zu untersuchen sowie tiermedizinisch und pflegerisch zu versorgen und unterzubringen. Die Unterbringung erfolgte, bis zur inzwischen erfolgten Klärung des letztendlichen Verbleibs, bislang von der Öffentlichkeit abgeschirmt. Wie nun feststeht, finden die drei besonderen Schützlinge ihre endgültige Heimat im Zoo Landau in der Pfalz, zunächst in einem eigens für sie separierten Gehegeteil und Stall im bereits bestehenden Kängurugehege des Zoos.

Albinoweibchen

Bei den Tieren handelt es sich um je ein erwachsenes Männchen und Weibchen, sowie ein Anfang des Jahres geborenes Jungtier, das den Beutel der Mutter inzwischen bereits verlassen hat. Die Besonderheit – die beiden erwachsenen Tiere sind Albinos. Aufgrund eines angeborenen Defekts in der Biosynthese von dunklen Farbstoffen (Melaninen) fehlen diese in Haut, Fell und Augen. Die Tiere sind daher schneeweiß, ihre Haut rosafarben und auch die Augen sind pigmentlos, weshalb sie aufgrund des sichtbaren Blutdurchflusses rot wirken. Solche Albinos kommen auch bei Bennettkängurus in der australischen Wildbahn, aber eher selten, vor. Für die Haltung in Menschenobhut werden Albinotiere verschiedener Arten als Kuriosum gerne gezielt durch die Kreuzung von rein-weißen Elterntieren gezüchtet. Das derzeitige Jungtier der beiden erwachsenen Albinokängurus ist jedoch graubraun, also normal gefärbt. Das ist insofern bemerkenswert, als dass dieses darauf hinweist, dass der echte Vater des graubraunen Jungtiers kein Albino gewesen ist. Denn Albinismus wird nur dann sicher vererbt, wenn beide Elterntiere die entsprechende Erbanlage besitzen und weitervererben.

Albinoweibchen mit Jungtier

Da mit dem Auftreten von Albinismus auch andere Defekte auftreten können, ist zumindest zunächst keine Vergesellschaftung mit den beiden älteren normalfarbigen Weibchen des Zoos geplant. „Nach unseren bisherigen Beobachtungen des Verhaltens der Albinotiere können wir nicht ganz ausschließen, dass eine teilweise eingeschränkte Sehfähigkeit besteht,“ sagt der Landauer Zoodirektor und Zootierarzt, Dr. Jens-Ove Heckel. Daher sei es sinnvoll, die Tiere zur einfacheren Orientierung zunächst nur in einem Gehegeteil und ohne direkten Kontakt zu unbekannten Artgenossen unterzubringen.

Das Jungtier schaut sich mutig im Gehege um

Erfreulicherweise konnte bereits ein Pate gefunden werden. Die Bernd Hummel GmbH aus Pirmasens ist der weltweit größte Lizenznehmer der Marke „Kangaroos“. Welches Patentier könnte da passender sein, als diese besondere Kängurufamilie? Die Patenschaftsgelder fließen in die Erhaltung und Neugestaltung von Tiergehegen und helfen, den Zoo Landau zunehmend attraktiver zu gestalten. Wir freuen uns, dass diese Tiere bereits jetzt einen Paten gefunden haben und danken der Firma Bernd Hummel GmbH herzlich für diese Unterstützung!

Während der Eingewöhnungsphase der Tiere steht ihnen ihr Stall als Rückzugsort immer offen, so dass es sein kann, dass die Tiere phasenweise auch nicht zu sehen sind. Im Sinne des Tierwohls bitten wir um das Verständnis unserer Zoobesucher!

Zoo Landau


Zootiere erleben – Brücken bauen:

Grundschul- und KITA-Kinder mit Eltern sowie Christiane Erbach (Leitung KITA Arzheim, links), Frau Ute Antoni (Leitung Grundschule Arzheim, rechts) und in der Mitte Bürgermeister Dr. Maximilian Ingenthron, Zoodirektor Dr. Jens-Ove Heckel, Leiterin der Grundschule Dr. Gudrun Hollstein, Projektleiterin Lisa Becker


Gemeinsames Zooschul-, Kita- und Schulprojekt wird fortgesetzt

Einmal pro Woche besuchten Kinder der Kindertagesstätte Arzheim sowie Erstklässler der Grundschule Arzheim im letzten Schuljahr die Landauer Zooschule, um gemeinsam Tiere zu erleben und gemeinsam zu lernen. In jeder Woche befassten sie sich intensiv mit einem Zootier und erweiterten ihr Wissen über Körperbau, Sinnesleistungen und Lebensweise. Tiergeschichten, Bilderbuchkino, Bastelarbeiten sowie kleine Lese- und Schreibaufträge ergänzten das Erleben am Gehege.

Parallel gestalteten die Kinder mit der Projektleiterin Lisa Becker aus den Arbeitsergebnissen, einbezogenen Büchern und Medien eine attraktive Ausstellung, die den Eltern mit Informationen zum Projekt kürzlich im Zoo Landau präsentiert wurde. Bürgermeister Maximilian Dr. Ingenthron bewunderte die vielfältigen Arbeitsergebnisse und würdigte das Engagement aller Beteiligten.

Christiane Erbach, Leiterin des Kindergartens Arzheim, betonte im Rahmen der Abschlussveranstaltung, dass durch das vielseitige Projekt für die Kindergartenkinder ein gleitender Übergang vom Kindergarten zur Grundschule unterstützt wurde. Dass auch die Schulkinder von dem Projekt profitierten stellte Ute Antoni, Leiterin der Grundschule Arzheim, heraus: „Die Schulanfänger wurden in ihrer neuen Schülerrolle gestärkt: Als die älteren in der Projektgruppe erlebten sie sich als starke Helfer und Unterstützer der jüngeren Kindergartenkinder.“

Das erfolgreiche Projekt wird in diesem Schuljahr mit einer neuen gemischten Kindergruppe weitergeführt. Gudrun Hollstein, Leiterin der Zooschule, freut sich über die Weiterführung der besonderen Bildungspartnerschaft von Zooschule, Kindergarten und Grundschule.

Zooschule Landau


Angebot wieder komplett: Zoorestaurant „Chakalaka“ öffnet im Zoo Landau

v.l.: Stellten das neue Konzept für die Zoogastronomie im Zoo Landau gemeinsam vor: Pächter Volker Kürner, Beigeordneter Rudi Klemm, Geschäftsführer Dennis Straub und Zoodirektor Dr. Jens-Ove Heckel

Eine Portion Pommes oder ein leckeres Eis gehören zu einem gelungenen Zoobesuch dazu. Nach der Schließung der Zoogaststätte „Pytels“ im März dieses Jahres ist es der Stadt Landau gelungen, einen geeigneten Nachfolger zu finden, der die Zoogastronomie künftig führen wird. Gemeinsam mit Pächter Volker Kürner und Geschäftsführer Dennis Straub haben Beigeordneter Rudi Klemm und Zoodirektor Dr. Jens-Ove Heckel das neue Konzept für die Zoogastronomie jetzt der Öffentlichkeit vorgestellt.

Die neuen Pächter übernehmen nicht nur die Zoogaststätte, sondern auch den Zookiosk. Beide sind regulär ab Samstag, 29. Juli, für Gäste geöffnet. Das Zoorestaurant, das künftig den Namen „Chakalaka“ tragen wird, lädt zudem bereits am Freitag, 28. Juli, ab 18 Uhr erstmalig zu einem Besuch ein. Werktags können Besucherinnen und Besucher während der Öffnungszeiten des Zoos künftig aus einer kleinen, aber vielfältigen Speisekarte wählen. Durch Selbstbedienung wolle man sicherstellen, dass Zoogäste auch zu Stoßzeiten schnell und zielgerichtet mit Speisen und Getränken versorgt werden könnten, erläutern Kürner und Straub. An den Abenden verwandelt sich das „Chakalaka“ hingegen in eine „reguläre“ Gastronomie mit Bedienung und großer Karte. Auch an den Wochenenden und an Feiertagen herrscht keine Selbstbedienung. Die neuen Pächter bieten frische, bürgerliche Küche an, aber auch einige afrikanische Gerichte finden sich auf der Karte des Zoorestaurants, das nicht nur einen afrikanischen Namen trägt, sondern auch optisch an eine afrikanische Lodge erinnert.

„Wir sind sehr froh, dass es uns gelungen ist, zeitnah einen geeigneten neuen Pächter für die Zoogastronomie zu gewinnen“, betont Zoodezernent Klemm. Sein Dank gelte Zoodirektor Dr. Heckel sowie dem Leiter des städtischen Gebäudemanagements, Michael Götz, die gemeinsam die Auswahlgespräche geführt hatten. Insgesamt waren 12 Bewerbungen für den Betrieb von Restaurant und Kiosk eingegangen. Auch der Metzgerei Albert Kieffer aus Bad Bergzabern, die die Übergangszeit aktuell noch mit einem Imbisswagen überbrückt, wolle er seinen Dank aussprechen, so der Beigeordnete. Was die „neue, alte“ Zoogaststätte angehe, sei er guter Dinge, bekräftigt Klemm. „Es ist bereits viel passiert und die Gaststätte erstrahlt in neuem Glanz. Ich bin zuversichtlich, dass das neue Konzept aufgeht und die Menschen das Angebot, tagsüber und abends gemütliche Stunden im tollem Ambiente unseres Zoos zu verbringen, auch rege annehmen werden.“

Zoodirektor Dr. Heckel hebt die Bedeutung einer gut funktionierenden Gastronomie für einen Zoo hervor. „Restaurant und Kiosk sind unabdingbare Bestandteile des Gesamterlebnisses Zoo“, fasst Dr. Heckel zusammen. „Ziel ist es, dass die Besucherinnen und Besucher den Zoo Landau glücklich und rundum zufrieden verlassen. Ich bin zuversichtlich, dass die neu aufgestellte Zoogastronomie ihren Beitrag dazu leisten wird.“ Perspektivisch solle die Afrikaanlage, auf der unter anderem Zebras und Gnus leben, in Richtung des Zoorestaurants erweitert werden, informiert Dr. Heckel. „Dann fühlen sich die Gäste tatsächlich ein bisschen wie in Afrika“, kommentiert der Zoodirektor schmunzelnd. Auch ein zweiter, kleiner Spielplatz soll in direkter Nachbarschaft zur Gaststätte entstehen.

Pächter Kürner und Geschäftsführer Straub freuen sich auf die neue Aufgabe in Landau. Volker Kürner ist Betreiber des Hotels Kurparkblick in Bad Bergzabern sowie mehrerer weiterer Hotels und Restaurants etwa in Berlin, München und Mannheim. Er weiß um die besonderen Anforderungen an eine Zoogastronomie. „Es gilt, die Besucherinnen und Besucher des Zoos sowie die regulären Restaurantgäste unter einen Hut zu bringen“, so Kürner. Das Konzept für das „Chakalaka“ in Landau sei dementsprechend ausgelegt. Die neuen Pächter planen zudem, Inhabern einer Jahreskarte sowie Mitgliedern des Zoo-Freundeskreises zehn Prozent Nachlass auf Hauptspeisen zu gewähren. Weitere Rabattkonzepte werden derzeit in Zusammenarbeit mit dem Zoo erarbeitet.

Die Kassenöffnungszeiten des Zoo Landau in der Pfalz sind von April bis September von 9 bis 18 Uhr, im März und Oktober von 9 bis 17 Uhr und von November bis Februar von 10 bis 16 Uhr.

Stadt Landau in der Pfalz


„Bäumchen wechsle dich“ bei den Geparden im Zoo Landau in der Pfalz

Gepardenkater TYKE erkundet erstmals sein neues Gehege im Zoo Landau

Spannend war es vergangene Woche im Raubtierrevier des Zoo Landau

Am 8. Mai wurden am frühen Morgen die beiden weiblichen Gepardennachzuchten, die im Mai 2015 im Zoo Landau geboren worden waren, von der Tierspedition des Frankfurter Flughafens (G.K. Airfreight) abgeholt. Am gleichen Mittag traten die Tiere von dort ihre Reise ins Breeding Centre for Endangered Arabian Wildlife (BCEAW) in Sharjah (Vereinigte Arabische Emirate) an. Dieser Transfer war vom Koordinator des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP) empfohlen worden.

Einen potentiellen neuen Zuchtkater erhielt der Zoo Landau, ebenfalls auf Empfehlung des EEP, bereits zwei Tage später aus dem Tierpark Amersfoort in den Niederlanden. Der Kater TYKE wurde im März 2004 im Breeding Centre for Endangered Arabian Wildlife geboren und kam im Jahr 2008 nach Europa ins Europäische Erhaltungszuchtprogramm. Da TYKE sich bisher nicht fortgepflanzt hat, ist er in Bezug auf seine Genetik eines der wertvollsten Tiere innerhalb des Zuchtprogramms. Die Zuchtkatze SHAINA, die im Zoo Landau bereits zweimal erfolgreich Nachwuchs zur Welt gebracht und aufgezogen hat, ist aufgrund der Verwandtschaftsverhältnisse und ihrer großen Erfahrung eine geeignete Partnerin für TYKE. Noch haben sich die beiden Tiere nur am Gitter kennen gelernt. Dem neuen Kater wird nun zunächst mal die Möglichkeit gegeben, sich an die neue Umgebung, die Tierpfleger und den Tagesablauf zu gewöhnen. Im Zuge der nächsten Rolligkeit, also Zeit der Empfängnisbereitschaft der Katze, werden die beiden Tiere zusammengelassen werden, in der Hoffnung, dass sie sich verstehen und für Nachwuchs sorgen.

Der Sudan-Gepard ist eine im nordöstlichen Afrika verbreitete Unterart des Geparden, die selten in Zoos gehalten wird. In Deutschland wird sie außer im Zoo Landau nur im Tierpark Berlin gezeigt. Im Jahr 2013 gelang in Landau die Erstnachzucht in einem deutschen Zoo. Nachzuchten im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms sind besonders wichtig, um eine Reserverpopulation für die im natürlichen Lebensraum von Ausrottung bedrohte Unterart zu bilden. Aufgabe des EEP-Koordinators ist es hierbei, die Tierdaten aller dem Programm angeschlossenen Institutionen zu sammeln und auszuwerten und daraufhin Transfer- und Zuchtempfehlungen zu geben, um Inzucht zu vermeiden und die genetische Variabilität der Zoopopulation möglichst divers zu erhalten. Möglichst viele Gene der ursprünglich wild lebenden Gründertiere zu erhalten, ist der Schlüssel für gesunde Tiere und auch eine Wiederansiedlung zoogeborenere Tiere im natürlichen Lebensraum.

Zoo Landau


Klimaschutz und Nachhaltigkeit – wo steht der Landauer Zoo?

Gefördertes Klimaschutzteilkonzept gibt wichtige Antworten

Der Zoo Landau in der Pfalz sieht sich im Rahmen seines Leitbildes den Anforderungen gemäß der Welt-Zoo- und Aquarium-Naturschutz-Strategie in besonderer Weise verpflichtet.

Im Jahr 2007 unterzog sich der Zoo einer ersten kritischen Evaluierung in Bezug auf die im Rahmen des Gesamtbetriebes erzeugten CO2-Emissionen. Zudem richtet sich der Blick seither auf Fragen einer nachhaltigeren Wirtschaftsweise. In dem fortlaufenden Prozess werden positive Potentiale hinsichtlich betriebswirtschaftlicher Daten erkennbar und auch unkonventionelle Ideen entwickelt, um sich den gesteckten Zielen anzunähern.

„Allerdings stößt die von finanziellen und personellen Restriktionen geprägte und daher bisher oft auch autodidaktische Vorgehensweise in einem vergleichsweise kleinen Zoobetrieb immer wieder an Grenzen,“  sagt Landaus Zoodirektor Dr. Jens-Ove Heckel. Mit dieser Erkenntnis wurde die Zooverwaltung nach Recherche auf ein seit 2008 laufendes Förderprogramm des Bundesumweltministeriums (BMUB) aufmerksam, mit der über die Nationale Klimaschutzinitiative Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten, initiiert und gefördert werden. Die Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmer, Kommunen oder Bildungseinrichtungen.

Mit einer gewährten Fördersumme von knapp € 16.000 konnte Anfang 2017 durch ein Fach-Ingenieurbüro eine grundlegende Bestandsaufnahme von 26 Zoo-Gebäuden erfolgen. Diese umfasste auch eine Gesamtaufnahme der Leitungswege aller Medien (Strom, Gas, Wasser). Neben der Flächenermittlung (als Bruttogeschossflächen) wurde auch der Wärmebedarf der betreffenden Gebäude ermittelt sowie die Qualität der Gebäudehüllen und technischen Anlagen beurteilt. Die gewonnen Daten mündeten in der Bildung von energetischen Kennwerten (kWh/m²) mit daraus resultierender Abschätzung für Energieeinsparungspotentiale mit einem Maßnahmenkatalog:

Durch die Umsetzung folgender Maßnahmen kann der Zoo Landau in der Pfalz einen Meilenstein im Rahmen seiner ambitionierten Klimaschutzziele erreichen:

•    nach der Ausführung aller Maßnahmen werden keine fossilen Brennstoffe mehr benötigt und die letzten Gaskessel durch Pelletskessel

•    ob alternativ der Einsatz von Wärmepumpen sinnvoll sein kann, ergibt sich ggf. bei der Ausführungsplanung

•    von 76.925 kWh Strom, die zur Wärmeerzeugung genutzt wurden, werden 55.300 kWh eingespart

•    von 308.000 kWh Wärme, die aus Gas und Nahwärme gewonnen werden, können 178.885 kWh eingespart werden

•    insgesamt werden 78 t  von ursprünglich 176 t CO2 eingespart, was einer Reduzierung um 45% entspricht

Als konkrete Maßnahmen zur zeitnahen Umsetzung sind vorgesehen:

•    Sanierungen am Stromnetz des Zoos, um u.a. Leistungsverluste zu reduzieren

•    eine Neukonzeption der Lüftungsanlage des Warm- und Affenhauses

•    eine Erneuerung von Glasdächern des ehemaligen Papageienhauses sowie des Warm- und Affenhauses mit deutlich verbesserten U-Werten

•    die Anbindung an das Energiekontrolling in Zusammenarbeit mit dem Gebäudemangement Landau (GML)

„Um den Rest von knapp 100 t CO2 durch erneuerbare Energien abzudecken, kann der Zoo für die Einsparung von 40 t CO2 auf die Erfolge bereits ergriffener Maßnahmen verweisen,“ stellt Landaus Beigeordneter und Zoodezernent Rudi Klemm erfreut fest. Die noch verbleibenden 60 t CO2 könnten u.a. durch eine Fotovoltaikanlage mit einer Fläche von ca. 650 m² kompensiert werden. Dieses wäre eine Maßnahme, die ggf. als Verbundlösung mit anderen den Zoo umgebenden städtischen Liegenschaften denkbar wäre.

Die Klimaschutzbemühungen des Zoo Landau in der Pfalz werden freundlich unterstützt durch die Nationale Klimaschutzinitiative des BMUB, Projektträger Jülich – Forschungszentrum Jülich und dem Gebäudemanagement Landau – GML.

Zoo Landau


Zwei kleine Löwenaffen – erstmalig erfolgreiche Nachzucht im Zoo Landau

Zum ersten Mal in der Geschichte des Zoo Landau in der Pfalz ist die Nachzucht von Goldgelben Löwenaffen (Leontopithecus rosalia) gelungen! Bereits seit 1995 wird die Art in Landau gehalten, über viele Jahre aber als so genannte Junggesellengruppe mit ausschließlich männlichen Tieren.

Seit dem Jahr 2009 lebt ein 2006 im Zoo Lissabon geborenes Weibchen in Landau, das mit seinem ersten Partner aber nicht zur Zucht kam. Mit dem im Jahr 2012 im Zoo Duisburg geborenen Männchen, das seit Dezember 2015 mit dem Weibchen vergesellschaftet ist, hat es jetzt endlich geklappt.

Groß war die Überraschung und die Freude als am Nachmittag des 14. März zwei gesunde Jungtiere auf dem Rücken der Mutter entdeckt wurden. Zwillingsgeburten sind bei den zu den Krallenaffen zählenden Löwenaffen üblich. Zunächst werden diese von der Mutter, später fast ausschließlich vom Männchen getragen, das damit aktiv in die Aufzucht der Jungen mit eingebunden ist.

Für den Goldgelben Löwenaffen existiert ein Internationales Zuchtbuch (ISB) und ein Europäisches Erhaltungszuchtprogramm (EEP). Internationalen Schutzbemühungen ist es zu verdanken, dass diese Affenart heute noch in ihrem natürlichen Verbreitungsgebiet zu finden ist! Goldgelbe Löwenaffen (Leontopithecus rosalia) wurden in der Roten Liste der Welt-Naturschutz-Union (IUCN) in den Jahren 1996 bis 2002 als „Vom Aussterben bedroht“ (Critically endangered) eingestuft.

Zu Beginn der 80er Jahre gab es in den atlantischen Küstenregenwäldern Brasiliens aufgrund von Bejagung und zunehmender Lebensraumzerstörung nur noch wenige hundert Tiere. Dank der gemeinsamen Bemühungen von zoologischen Gärten und Naturschutzorganisationen weltweit unter der Federführung des amerikanischen Nationalzoos, Smithsonian National Zoological Park, wurde ein internationales Zuchtprogramm initiiert und ein Rettungsprogramm für den Goldgelben Löwenaffen aufgesetzt.

Nach der Ausweisung neuer Schutzgebiete konnten insgesamt 47 in Menschenobhut nachgezüchtete Individuen in verschiedenen Gruppen ausgewildert werden. Diese Arbeit hat Früchte getragen, die Populationen haben sich stabilisiert und heute sind ein Drittel der wildlebenden Tiere Nachkommen der ausgewilderten Zootiere. Im Jahr 2003 konnte die Art auf der Roten Liste auf die Gefährdungsstufe „Kritisch bedroht“ herabgesetzt werden. Heute leben in Brasilien wieder über 1000 Goldgelbe Löwenaffen, und diese Art ist ein schönes Beispiel für die „Arche Noah – Funktion“ moderner zoologischer Gärten.

Doch der Erhalt des Goldgelben Löwenaffen in seinem natürlichen Habitat ist dennoch nicht endgültig gesichert. Ziel der heute maßgeblich zum Schutz der Art arbeitenden brasilianischen Naturschutzorganisation Associação Mico-Leão-Dourado ist es, bis zum Jahr 2025 eine stabile Populationsgröße von 2500 Löwenaffen aufzubauen, die in 25.000 Hektar geschütztem Küstenregenwald leben. Eines der größten Probleme ist die Fragmentierung des Waldes und damit die Isolation einzelner Gruppen. Dem wird mit massiver Wiederaufforstung und dem Aufbau von Waldkorridoren entgegengewirkt.

Zoo Landau in der Pfalz


„Auf Wiedersehen IVY ! – Welcome IVY !“

Rare Affennachzucht aus dem Zoo Landau in der Pfalz reist zurück nach Ghana ins Heimatland der Tierart

„Auf Wiedersehen IVY !“ hieß es bei den Mitarbeitern des Zoo Landau in der Pfalz am Montag, den 13. März. Die älteste weibliche Weißscheitelmangaben-Nachzucht der Zuchtgruppe im Zoo Landau, inzwischen vier Jahre alt und damit geschlechtsreif, verließ die Landauer Familiengruppe in Richtung Ghana.

Auf Empfehlung der Zuchtbuch-Koordinatorin für diese in der Wildbahn äußerst bedrohte Affenart zog IVY nun in eine Rettungs- und Zuchtstation in der Nähe von Ghanas Hauptstadt Accra um. Dass die älteste Tochter des Landauer Zuchtmannes CHARLES nun wohlbehalten in das Heimatland der Tierart nach Westafrika gereist ist, ist ein besonders wichtiger potentieller Beitrag für den Artenschutz, indem die Erhaltungszuchtbemühungen vor Ort dadurch maßgeblich unterstützt werden.

Schon im Jahr 2010 hatte der Zoo Landau keine Mühen gescheut, das genetisch äußerst wertvolle Mangaben-Männchen aus der Rettungs- und Zuchtstation für bedrohte Primaten in Accra nach Deutschland zu importieren. Bei einem Affen aus einem Nicht-EU-Land war dies mit erheblichem organisatorischen Aufwand verbunden.

Doch die Mühe hatte sich schon bald gelohnt: der für das Zuchtprogramm besonders wichtige Affen-Mann ist inzwischen fünffacher Vater im Zoo Landau, in dem er mit drei Weibchen vergesellschaftet ist. CHARLES hatte in Ghana zunächst ein Schicksal erlitten, wies es tausende seiner Verwandten bzw. anderen Wildtiere erleiden.

Er selber war aus dem illegalen Wildtierhandel konfisziert und glücklicherweise in iner Auffangstation gerettet worden. Nun schloss sich gewissermaßen ein Kreis, wie dies im Rahmen des legalen internationalen Austauschs von gefährdeten Tieren in koordinierten Zuchtprogrammen idealerweise erfolgt.

Am Dienstagnachmittag, erneut nach mehrmonatiger intensiver Vorbereitung, hieß es in Accra „Welcome IVY !“. Und sehr groß war die Erleichterung sowohl in Landau also auch bei den Kolleginnen und Kollegen vor Ort in Ghana, dass das Tier die lange Flugreise sehr gut überstanden hatte. Schon nach kurzer Zeit lief IVY aus der Transportkiste, um ihre neue Umgebung im tropischem Klima Afrikas zu erkunden.

IVY wird nun nach einer Eingewöhnungszeit mit einem Weißscheitelmangaben-Männchen und einem weiteren Weibchen vergesellschaftet werden. Natürlich hoffen alle Beteiligten auch hier auf baldigen gesunden Nachwuchs. „Denn es ist eine der wichtigen Aufgaben von Zoos, für den langfristigen Erhalt auch dieser Affenart zu sorgen,“ sagt Landaus Zoodirektor Dr. Jens-Ove Heckel erleichtert.

Weißscheitelmangaben kommen nur noch in stark fragmentierten Waldgebieten im Grenzgebiet von Ghana und der Elfenbeinküste vor. Die fortwährende Zerstörung des Regenwaldes und illegale Wilderei brachten die Art nahe an den Rand der Ausrottung. Inzwischen sind Weißscheitelmangaben auf der Roten Liste der Weltnaturschutzunion (IUCN) in der höchsten Gefährdungskategorie „Critically endangered“ (Von Ausrottung bedroht) gelistet. Für den Erhalt des Regenwaldes in Westafrika, für Aufklärung der Bevölkerung zur nachhaltigen Bewirtschaftung des Waldes und gegen Wilderei setzt sich die West African Primate Conservation Action (WAPCA) ein. Eine Artenschutzinitiative, die vom Zoo Heidelberg koordiniert wird. Der Zoo Landau ist Gründungsmitglied von WAPCA und unterstützt deren Arbeit jährlich mit finanziellen Mitteln und zudem durch Öffentlichkeitsarbeit. Bei Accra ist derzeit ein so genanntes „semi free enclosure“ geplant, in dem Affen wie die Weißscheitelmangaben geschützt, aber weitestgehend unter Freilandbedingungen leben sollen.

Vielleicht werden zukünftig Nachkommen von IVY hier untergebracht werden können, um einer sich anschließenden möglichen Wiederauswilderung einen Schritt näher zu kommen. IVY wird sicherlich eine gute Mutter werden, denn sie hat in Landau schon viele Erfahrungen bei der Aufzucht ihrer vier jüngeren Geschwister sammeln dürfen. Bei Primaten ist dies Erfahrung für die eigene erfolgreiche Nachzucht besonders wichtig.

Text: Zoo Landau Foto: A.Dempsey und Zoo Landau


„Ausgediente Polizeihandys für den Umweltschutz“ - Polizeidirektion Landau übergibt dem Zoo Landau 385 Altgeräte zum Recycling

Wohin mit den ausgedienten Mobiltelefonen hatte sich die Polizeidirektion Landau gefragt und war auf die Möglichkeit aufmerksam geworden, diese dem Zoo Landau zum Recycling zukommen zu lassen und damit einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz zu leisten.

Ohne das Metall Tantal, das aus Coltanerz gewonnen wird, wäre die Welt der modernen elektronischen Kommunikation nicht denkbar, denn das extrem hitzebeständige Metall ist ein wichtiger Bestandteil von Bauteilen in der Mikroelektronik, also z.B. in Mobiltelefonen und Laptops. Etwa 2.000 Tonnen des Rohstoffes werden jedes Jahr weltweit gefördert, und die Nachfrage steigt.

Der von Coltan verwandelt Regenwälder in Zentralafrika und Brasilien sowie Lebensräume unzähliger Tierarten in Australien in verwüstetes Brachland. Durch das Recycling von Altgeräten ist es möglich, der verarbeitenden Industrie die wertvollen Rohstoffe wieder zuzuführen und damit den weiteren Abbau des Metalls und den Raubbau an der Natur zu verringern.

„Die Idee zur Handysammlung kam im Zoo Landau im Jahr 2011 im Rahmen der Menschenaffenkampagne der Europäischen Zoo- und Aquarienvereinigung EAZA auf“, erklärte Zoologin Dr. Christina Schubert im Rahmen eines Pressetermins zur Übergabe der Handys am 23. März im Zoo. „Doch nicht nur die Berggorillas in Afrika, sondern unzählige Tierarten sind von dem Raubbau an der Natur für den Coltanabbau betroffen und so läuft die Aktion seitdem weiter“.

385 Mobiltelefone sind bei der Sammlung im gesamten Polizeipräsidium Rheinpfalz zusammengekommen, wahrscheinlich die größte Menge, die der Zoo Landau bisher auf einmal zur Verfügung gestellt bekommen hat. “Ich hoffe, das die Polizeidirektion Landau bald von diesem ersten Platz verdrängt wird und viele weitere Institutionen unserem Beispiel folgen und Altgeräte nicht ungenutzt liegen lassen“, sagte Herr Thomas Sommerrock, Leiter der Polizeidirektion Landau bei der Übergabe. Es sei ihm und den Kolleginnen und Kollegen ein besonderes Anliegen den Umweltschutz und den Zoo Landau zu unterstützen und über diese Aktion darauf aufmerksam machen zu können, dass ein nachhaltigerer Lebensstil nicht nur in Bezug auf Elektrogeräte heutzutage immer wichtiger wird.

Diese Botschaft ist dem Zoo Landau und auch seiner Zooschule, die sich als Einrichtung zur Bildung zur Nachhaltigkeit versteht, besonders wichtig, und Dr. Schubert dankte Herrn Sommerrock sowie Polizei Hauptkommissar Sebastian Burkhardt, der die Aktion eingefädelt hatte, herzlich für die große Unterstützung.

Die gesammelten Handys werden über eine professionelle Firma (A&N Computerrecycling, Mannheim) fachgerecht wiederaufbereitet. Der Zoo erhält für die Menge enthaltenen Metalls einen Geldbetrag, der den Artenschutzprojekten des Zoo Landau zukommt.

Auch in diesem Jahr unterstützt der Zoo die Arten- und Umweltschutzkampagne der EAZA. Im Rahmen der „Let it Grow-Kampagne“ dreht sich alles um die Bedeutung der Biodiversität - weltweit und auch vor der eigenen Haustüre. Der Zoo Landau ist nicht nur an über 20 Zuchtprogrammen zur Rettung bedrohter Tierarten beteiligt, sondern unterstützt weltweit sieben Projekte, um den Lebensraum bedrohter Arten zu erhalten. Die Einnahmen aus dem Handyrecycling fließen 2017 in diese Projekte des Zoo Landau.

Es ist möglich, ausgediente Handys an der Zookasse abzugeben oder diese dem Zoo Landau auf dem Postweg zukommen zu lassen.

Stadtverwaltung Landau in der Pfalz, Zoo Landau


Zoogaststätte „Pytels“ schließt: Bemühungen der Stadt um kurzfristigumsetzbare Übergangslösung erfolgreich – Toiletten im Gebäude der Zoogaststätte weiterhin nutzbar

Wie die Stadt bereits mitteilte, schließt die Zoogaststätte „Pytels im Zoo“. Von der Schließung ist ebenfalls der Zookiosk betroffen. Die Bemühungender Stadt um eine kurzfristig umsetzbare Übergangslösung, die weiterhin einen bedarfsgerechten Service sicherstellt, waren erfolgreich.

Ab Mittwoch, 22. März, wird ein Imbisswagen der Metzgerei Kieffer aus BadBergzabern vor Ort sein und die Bewirtungen der Gäste des Zoosgewährleisten. Es werden sowohl herzhafte Speisen und Kaltgetränke als auch Süßgebäck und Heißgetränke angeboten. Auch auf ein Eis müssen die Besucherinnen und Besucher des Zoos nicht verzichten. Weiterhinwird nach einem geeigneten Nachmieter bzw. –pächter gesucht.

Die im Gebäude der Zoogaststätte befindlichen Toilettenanlagen, einschließlich der Toilette für Menschen mit Behinderungen, stehen den Besucherinnen und Besuchern zu den Kassenöffnungszeiten des Zoos weiterhin zu Verfügung. S

Stadtverwaltung Landau in der Pfalz, Zoo Landau